Der Kölner Zoo für die Kleinsten

Neulich haben wir einen Ausflug in den Kölner Zoo gemacht. Besonders begeistert war Büchermäuschen von den Pavianen mit dem roten Po. Als ich dann im Zoo-Shop gesehen habe, dass sich in dem Pappbilderbuch „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ eine Doppelseite den Pavianen auf ihrem Affenfelsen widmet, musste ich es natürlich kaufen.

Überhaupt ist dieses Büchlein klasse um mit kleinen Kindern den Zoobesuch noch mal Revue passieren zu lassen. Dafür eignet sich natürlich auch das Zoowimmelbuch, aber hier nimmt man einzelne Tiere in Augenschein und kann so gut ein paar Tiernamen und Begriffe rund um den Zoo im Wortschatz des Kindes verankern. Die Beschriftungen der Bilder geben dazu Anregungen. Zum einen werden die Tiere benannt und zum anderen werden Wörter wie „klettern“, „Futter“ und „baden“ aufgegriffen.

Auf den Seiten begleiten wir ein Mädchen durch den Zoo, welches sich begeistert verschiedene Tiere anschaut. Die Tiere sin ein wenig niedlich und vermenschlicht gezeichnet, man erkennt sie aber sehr gut. Es ist ein fröhliches Buch, welches man sich gerne anschaut.

Schöne Tierauswahl für Kinder

Die Auswahl der Tiere gefällt mir sehr gut. Zwar sind hier auch etwas unbekanntere Tiere wie der Ameisenbär oder das Tapir abgebildet, aber vor allem sind hier viele Tiere vertreten, die im Zoo Eindruck auf die Kinder machen. Neben den Pavianen kann Büchermäuschen hier u.a. auch die Gorilla, die Elenfanten und die Seelöwen wiederentdecken. Dass bei den Bauernhoftieren auch das Maskottchen Hannes vom 1. FC Köln dabei ist, freut unseren Großen, da sein Freund Köln-Fan ist und er selbst gerade alles rund um Fußball spannend findet.

Als kleines Extra gibt es auf jeder Seite eine lustige Maus zu entdecken, die sogar im Aquarium taucht.

Insgesamt ist „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ ein sehr schönes Pappbilderbuch für alle kleinen Zoobesucher. Ich finde es klasse, wenn man sich mit einem Bilderbuch an einen Ausflug erinnern kann, so bleibt einem einerseits der Zoobesuch in lebendiger Erinnerung und andererseits hat das Buch eine besondere Bedeutung, was zum Anschauen und Sprechen motiviert.

Mein 1. Kölner Zoo-Buch von Gaby van Emmerich, J.P. Bachem Verlag, ISBN: 978-3-7616-3050-1, 6,95€

 

Lesen und Malen mit ein und demselben Buch

Nachdem ich euch im letzten Beitrag bereits zwei Bücher vorgestellt habe, die auch neben der eigentlichen Zielgruppe der ganz kleinen Leser den älteren Geschwisterkindern Spaß machen, habe ich heute ein weiteres Buch für euch, welches Kinder verschiedenen Alters ansprechen: „Schau & mal – Meine Zootiere“. Erst einmal ist es ein nettes Pappbilderbuch für Kinder ab zwei Jahren. Die Kleinen können auf den Bildern kleine Zooszenen, bei denen einzelne Tiere im Gehege im Vordergrund stehen, sehen: Der Elefant spritzt mit Wasser, eine Löwenfamilie spielt im Gras, die Seehunde fangen Fische und spielen mit einem Ball und Pony und Zebra grasen friedlich auf ihren Weiden. Die Tiere sind zunächst nur durch eine Schablone zu sehen, öffnet man die Seite dann, gibt es noch kleine Überraschungen. Hinter der Schablone verbirgt sich nicht, wie man zunächst vermuten könnte, ein Löwenweibchen, sondern ein stattlicher Löwe mit Mähne. Das Pony wird auf der gegenüberliegenden Seite mit der gleichen Schablone zu einem Zebra und was Seehunde und Elefant machen, kann man auch erst sehen, wenn man die Übersicht über die ganze Seite hat. So macht das Anschauen des Buches auch den Kleinen schon Spaß. Selbst noch jüngeren Kindern kann man in dem Buch schon schön die Tiere zeigen und sie gemeinsam benennen, denn die Tiere stechen auf den Bildern klar hervor und ablenkende Details halten sich in Grenzen. Die Bilder sind recht einfach und niedlich, aber das Aussehen der Tiere orientiert sich durchaus an der Realität, auch wenn auf kleinere Details und Schattierungen verzichtet wird und die Gesichtszüge zum Teil an menschliche Züge (z.B. lächeln) erinnern.

Die Schablonen haben allerdings noch eine weitere Funktion und hier wird das Buch für die Größeren spannend. Man kann sie nämlich wunderbar als Schablone zum Malen verwenden und genau dazu regen die Texte in dem Buch auch an, z.B. wird beim Seehund gefragt, womit er auf dem eigenen Bild spielt. Bücherwürmchen hat sich jedenfalls das Buch ganz begeistert geschnappt und alle vier Schablonen benutzt. Die Texte und die Bilder interessieren ihn nur noch am Rande, aber er möchte das Buch immer wieder haben um damit zu malen.

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Diese Verbindung von Bilderbuch und Anregung zum eigenen Malen durch Schablonen kannte ich bisher noch nicht, aber sie gefällt mir sehr gut und zwar einerseits weil ich es immer schön finde, wenn ein Buch zu eigenen Aktivitäten anregt und andererseits weil so meine beiden Söhne gemeinsam Spaß an einem Buch haben können. Wirklich prima gemacht!

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Schau & mal – Meine Zootiere von Anke Fröhlich und Katja Schüler, Orell Füssli, ISBN: 978-3-280-03516-0, 8,95€

Das macht Spaß: Einen Zoo mit Aufklebern gestalten

Eigentlich finde ich es ja toll, wenn Kinder Sachen komplett selber machen, wenn sie ganz ohne Vorlagen und nur mit eigenen Ideen kreativ werden. Manchmal reichen aber die künstlerischen Fähigkeiten nicht aus, um all das auf das Papier zu bringen, was einem gerade durch den Kopf geht, und das Kind ärgert sich dann, wenn die Tiere nicht so aussehen, wie man sie aus dem realen Leben kennt. In einem solchen Fall können dann (ausnahmsweise) mal Sticker, die von Kindern ja sowieso geliebt werde, weiterhelfen. Es ist doch auch mal schön, wenn Sticker zur Abwechslung mal mit ein wenig System aufgeklebt werden und nicht ungeordnet, teils übereinander und recht verschwenderisch auf einem Blatt Papier landen. Dies scheint sich auch die Autorin des Heftes „Mein Sticker-Zoo“ gedacht zu haben. Das Heft ist eine tolle Idee. Hier können nach Belieben Gehege mit Tieren gefüllt werden (wobei auch hier durchaus verschwenderisch gearbeitet wird, was aber an dieser Stelle mal egal ist, da wirklich sehr viele Aufkleber vorhanden sind, so dass am Ende meist noch welche übrig sind, die dann anderweitig verwendet werden können).

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Das Schöne ist, dass Kinder hier zwar nicht künstlerisch aktiv werden, sich aber dafür eine Menge ausdenken und ihre Fantasie spielen lassen. Welches Tier kommt in welches Gehege? Was machen die Tiere dort? Sind vielleicht zwei Tiere miteinander befreundet und kuscheln sich eng aneinander? Hat ein Tier Kinder, ist eine ganze Tierfamilie vorhanden? Bekommen die Tiere gerade Futter? Was machen die Zoobesucher? Usw. Den Kindern stehen hier durch die große Auswahl an Stickern viele Möglichkeiten offen. Leider passen die vorgegebenen Gehege nicht so ganz zu allen Tieren, die es als Sticker gibt, aber Kinder stört das weniger als Erwachsene. Löwen und Tiger kommen bei Kindern auch schon mal zusammen in ein Gehege und wenn gerade der Blick und somit die Wahl auf die Elefanten fällt, ist es im Prinzip egal, wie das Gehege im Heft aussieht. Die Elefanten werden einfach aufgeklebt! Sollte man dies als Erwachsener bemängeln, erhält man direkt den (passenden) Hinweis, dass das im Spiel/in einer Geschichte durchaus so möglich ist…

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Das Heft macht Kindern jedenfalls jede Menge Spaß. Besonders kreative Kinder können vielleicht auch passendes Futter o.ä. zu den Tieren dazu malen. Dazu hatte Bücherwürmchen allerdings keine Lust. Er freute sich darüber, dass er endlich mal ganz ohne Einschränkungen Aufkleber verwenden durfte.

Mir hat das Buch auch gut gefallen. Am liebsten hätte ich die eine oder andere Seite selbst gestaltet…

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Mein Sticker-Zoo von Ingrid Bräuer, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-0967-0, 6,99€