Rezension: Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch

Gestern habe ich geschrieben, dass Weihnachten und Lichter gut zusammen passen, aber es gibt noch etwas anderes, was gut zu Weihnachten passt und das sind kleine Wichtel. Findet ihr nicht auch? Ich freue mich jedenfalls, dass es wieder „Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch“ gibt. Ja, auch das Frühlingswichtel-Wimmelbuch ist klasse, weil Wichtel einfach immer niedlich sind, aber ich finde, dass die Winterausgabe noch mehr ein Muss ist.

Fröhliches Gewimmel

Natürlich herrscht auf jeder Seite ein ordentliches Gewusel und Gewimmel. Bei den Wichteln ist immer etwas los. Sie backen, spielen im Schnee, gehen auf den Weihnachtsmarkt, werkeln an Geschenken, sorgen für die Tiere im Wald und feiern schließlich Weihnachten bei leckerem Essen und geheimnisvollen Geschenken. Alle Wichtel tragen die typischen roten Zipfelmützen und immer geht es bei ihnen lebendig und fröhlich zu. Ich finde sie einfach herrlich und habe selber viel Spaß an diesen bunten, niedlichen Seiten.

Bekannte Figuren

Überall gibt es viel zu entdecken. In kurzen Texten wird kurz erzählt, worum es geht und was die Wichtel alles tun. Auf den Seiten kann man lange verweilen, denn es gibt viele Details zu finden. Außerdem kann man auf jeder Seite nach sieben namentlich genannten Wichtel suchen, denen die Kinder natürlich auch im Frühlingsbuch begegnen. Wer das andere Buch schon kennt, macht sich somit auch schnell auf die Suche, nach Mats, dem Wichtel, der so viel Unsinn macht, oder nach Peer, den man eigentlich nur schlafend begegnet.

Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch“ ist ein sehr schönes, weihnachtliches Buch, welches man unbedingt mehr als einmal anschauen sollte, denn beim ersten Anschauen wird man längst nicht alle witzigen Szenen gesehen haben. Aber da das Buch so herzerwärmend ist und einfach Spaß macht, wird man es sowieso immer wieder anschauen.

Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch von Outi Kaden und Kristina Schaefer, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62666-4, 6,99€

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Norwegischer Wintertag im Bilderbuch

Was fällt euch zum norwegischen Winter ein? Vielleicht nur Schnee, Kälte und Dunkelheit? Dann schaut doch mal in das Bilderbuch „Winterspaß im Slapsefjell“. Hier kann man viele Aktivitäten sehen, die man an einem winterlichen Tag in den norwegischen Bergen, im Slapsefjell, erleben kann. Dazu gehört natürlich das Skifahren, Snowboarden, die Fahrt in der Seilbahn auf den Berg, Eisangeln, Schneemann bauen und vieles mehr. Die Schüler müssen drinnen in der Klasse etwas über den Wettlauf zum Südpol lernen, während draußen auf der Skisprungschanze ein neuer Rekord aufgestellt wird. Witzig finde ich, die Angebergeschichten, die beim Apès-Ski von den kühnen Skifahrern verbreitet werden, aber auch die Skipolizei, die die rücksichtslosen Raser auf der Piste stoppt, gefällt mir gut. Überhaupt wird hier die Realität mit viel Humor vorgestellt. Man kann in dem Buch in einen norwegischen Schneetag mit allem drum und dran eintauchen, aber dennoch darf man gleichzeitig das Ganze nicht zu ernst nehmen, was man auch schon an den Figuren feststellen kann. Menschliche und tierische Gesichter existieren hier ohne irgendeinen Kommentar ganz natürlich nebeneinander und fahren gemeinsam die Pisten hinab.

Leider gefallen die Bilder in dem Buch meinem Sohn so gar nicht. Als er das Buch bei unseren Winterbüchern entdeckt hat, meinte er, dass ich das ruhig wegstellen könne, da er es nicht möge. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns das Buch allerdings noch gar nicht angeschaut.  Bücherwürmchen ließ sich natürlich darauf ein, dass wir uns das Buch mal gemeinsam anschaute, denn Bücherlesen ist ja immer toll, dennoch meinte er auch danach, dass er die Bilder nicht mögen würde. Er konnte mir nicht sagen, woran es liegt, aber er fand sie einfach nicht schön.

Die Bilder sind tatsächlich speziell. Die Figuren haben unnatürliche Proportionen. Die Köpfe sind auffällig groß, während z.B. die Arme sehr dünn gezeichnet sind. Hintergründe und Landschaften wirken auf den ersten Blick recht realistisch. Man sieht eine Winterlandschaft vor sich, die man sofort mit dem in Zusammenhang bringt, was man kennt, so dass man sich gefühlt im norwegischen Winter wieder findet. Betrachtet man die Bilder jedoch genauer, so sieht man, dass auch hier künstlerisch gearbeitet wurde. Die Bäume wurden teils aus verschiedenen Formen zusammengesetzt bzw. wurden die Tannenbäume teilweise so naiv mit Dreiecken gezeichnet, wie auch ein Kind dies tun würde. Das Besondere ist aber, dass dies in der Gesamtheit gar nicht auffällt und man im Gegenteil das Gefühl hat, eine realistische Winterszene vor sich zu sehen.

Sehr schön finde ich ja das Vorsatzpapier, auf dem man ein paar Accessoires für einen Wintertag im Slapsefjell findet.

Winterspaß im Slapsefjell“ ist ein Buch, welches man mehrfach angucken muss, um alle Feinheiten, sowohl im Text als auch in den Bildern, zu entdecken. Hier steckt jede Menge drin. Es ist kein ganz einfaches Buch. Der Text lässt sich nicht sonderlich einfach lesen, denn es werden einige Adjektive und Formulierungen eingestreut, die man nicht automatisch erwartet, so dass man sich auf alle Wörter gut konzentrieren muss. Wenn man sich aber auf das Buch einlässt, dann hat man viel Freude damit und man wird es immer wieder anschauen wollen.

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Winterspaß im Slapsefjell von Bjørn R. Lie, übersetzt von Maike Dörries, Kunstanstifter Verlag, ISBN: 978-3-942795-35-7, 19,00€

 

 

Hilfe im kalten Winter erwärmt das Herz

Noch steht der Weihnachtsbaum und die Weihnachtsbücher werden durchaus noch gerne gelesen, aber bald verschwinden sie bis Ende November wieder im Regal. Aber auch wenn Weihnachten nun vorbei ist, so ist es der Winter noch lange nicht und natürlich gibt es für die diese Jahreszeit passende Bücher. Bücher, die bei uns zwar in der Nähe der Weihnachtsbücher stehen, welche aber unabhängig von Weihnachten noch eine ganze Weile gelesen werden können. Bücher, in denen Schnee, Eis und Kälte vorherrschen und in denen Schneemänner gebaut und mit dem Schlitten gerodelt wird. Und da es bei uns draußen gerade so richtig winterlich ist, werde ich euch heute, aber auch in den nächsten Wochen, passende Bücher vorstellen.

Zwei winterliche Bücher von Feridun Oral

Beginnen werde ich heute mit zwei schönen Büchern von Feridun Oral: „An einem kalten Wintermorgen…“ und „Ein Apfel für alle“. Bei beiden Büchern schneit es auf dem Cover und man kann die Kälte beinahe spüren.  Die Bücher kann man völlig unabhängig voneinander lesen, aber sie handeln von den gleichen vier Freunden: Hase, Maus, Fuchs und Bär.

Besonders überzeugend in den Büchern sind die Bilder, die einem einfach die Atmosphäre eines kalten, ungemütlichen Wintertages hervorragend vermitteln. Es sind Bilder, bei denen man ruhig wird, die man lange betrachten kann und die einen ganz mit in die Geschichte hinein nehmen. Natürlich sind die Bilder nicht schrill und bunt, sondern passenderweise sieht man viel weiß, bedeckte Bäume, verschneite Landschaften und eben die vier handelnden Tiere, die liebenswürdig dargestellt werden. Auch wenn sie hier vermenschlicht werden, indem sie unter anderem miteinander reden oder der Fuchs auf zwei Beinen läuft, wirken sie ziemlich realistisch.

Die Geschichten selbst verstärken einerseits ebenfalls den Eindruck des kalten Winters, sind aber andererseits auch Plädoyers für die Freundschaft und das Miteinander.

An einem kalten Wintermorgen

In „An einem kalten Wintermorgen…“ sucht die Maus Feuerholz für ihre Familie. Sie findet auch jede Menge Äste, die sie zusammenträgt, doch dann schafft sie es nicht den riesigen Haufen nach Hause zu schleppen. Sie fragt ihren Freund den Hasen, ob er ihr helfen kann. Das tut er gerne, aber selbst als sie es zu zweit versuchen, ist der Holzstapel noch zu schwer. Auch der Fuchs und sein Schlitten bekommen den Stapel nicht bewegt. Schließlich muss der Bär aus seinem Winterschlaf geweckt werden. Ganz langsam kommen die Tiere nun voran. Aber sie kommen nicht bis zum Mäusenest. Der Schlitten stößt gegen eine Baumwurzel, alles fällt zu Boden. Da der Schneesturm inzwischen immer schlimmer geworden ist, können die Tiere nicht mehr nach Hause zurückkehren, aber unter dem Holzstapel finden sie gemeinsam Schutz. Und als sich der Sturm dann gelegt hat, teilen sie die Äste untereinander auf und jeder schafft es nun problemlos seinen kleinen Haufen zu sich und seiner Familie zu tragen.

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Ein Apfel für alle

Auch in „Ein Apfel für alle“ ist alles unter einer Schneeschicht begraben. Es gibt kein Futter zu finden. Nur ein roter Apfel hängt an einem Baum. Der hungrige Hase hat ihn entdeckt und möchte ihn sich natürlich holen, doch er Apfel hängt viel zu hoch für ihn, so dass er Hilfe benötigt. Zunächst kommt die Maus, dann der Fuchs und schließlich der Bär. Was alleine nicht klappte, wird natürlich am Ende gemeinsam bewältigt und der mühsam heruntergeholte Apfel wird gerecht unter allen aufgeteilt.

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Gerade in dieser winterlichen Atmosphäre ist die Geschichte vom Zusammenhalt schön. Mich hatte zunächst irritiert, dass sich alle vier Tiere über den Apfel freuen und der Fuchs beispielsweise nicht lieber einen Hasenbraten hätte. Das passt natürlich nicht so ganz zur Natur der Tiere. Allerdings hatte ich auch erst das Buch „Ein Apfel für alle“ gelesen und anschließend das andere. Wenn man mit „An einem kalten Wintermorgen…“ beginnt, irritiert einen dies weniger. Dann ist eben einfach klar, dass es sich um vier Freunde handelt und man achtet weniger auf die Tierarten an sich.

Die Thematik der Bücher ist nicht neu und letztendlich ist es klar, worauf es jeweils hinausläuft. Dennoch gibt es im Verlauf der Geschichten kleine Spannungsmomente und man verfolgt durchaus interessiert, wie sich alles entwickelt. Und wie bereits geschrieben macht in diesen Büchern die Atmosphäre sehr viel aus. Sie passt zu den Geschichten und ihren Botschaften. Äußerlich ist alles kalt und wenig freundlich, aber die Tiere halten zueinander und helfen sich gegenseitig und erwärmen so auch unser Herz.

An einem kalten Wintermorgen… von Feridun Oral, übersetzt von Bruno Hächler, minedition, ISBN: 978-3-86566-304-7, 13,95€

Ein Apfel für alle von Feridun Oral, übersetzt von Christian Dreller, minedition, ISBN: 978-3-86566-344-3, 10,00€

Schnee – für die Kleinen besonders faszinierend!

Eigentlich ist es ein ganz einfaches Pappbilderbuch für die Kleinsten, aber durch die effektvollen Ausstanzungen in der Mitte des Buches wird es schnell zu einem Lieblingsbuch: „Hurra, es schneit!“ Auf den Seiten ist an sich tatsächlich nichts besonderes zu sehen: Schneeflocken und Schneemann, Schal und Pudelmütze, Fäustlinge und Schneebälle, Schlitten und Schlittschuhe sowie Tannen und eine Holzhütte. Alles ist sehr klar und plakativ dargestellt und kann von den Kindern gut erkannt werden. Gemeinsam mit den Kindern kann man die Bilder benennen und die Kinder werden sicherlich einiges aus ihrem eigenen Umfeld wiedererkennen. Selbst wenn sie vielleicht noch keinen Schnee kennengelernt haben, so dürften Mütze und Schal so langsam zur Standardausrüstung gehören, wenn es nach draußen gehen soll. Und auch wenn die Kleinen selbst noch keinen Schneemann gebaut haben, so ist der Schneemann mit seiner großen, dicken Bauchkugel sehr eindrucksvoll. Bücherwürmchen tippt auch gerne auf die ganzen Schneeflocken oder auf die Lichter der Lichterkette, die an der Holzhütte hängt. Allerdings meint er, dass dort Bälle zu sehen seien… Nun ja, sein Wortschatz beschränkt sich eben noch auf die typischen ersten Worte. Aber auch ohne selbst viel ausdrücken zu können, versteht er natürlich schon einiges und so deutet er beim Anblick der Mütze beispielsweise auf seinen Kopf und er kommentiert den Schlitten mit einem „Hui“. Ja, und dann sind da noch die Ausstanzungen, die das Buch rein äußerlich bereits hervorheben. Von außen sieht man eine große Schneeflocke, in deren Mitte – zunächst sechseckig und am Ende dann rund – weitere kleinere Ausstanzungen zu sehen sind. Die Wirkung ist toll und die Kinder haben viel Spaß daran, die Ränder nachzufahren oder in die Löcher hinein zu pieken.

Hurra, es schneit!“ ist wirklich ein Buch, welches gut ankommt. Der Inhalt ist überschaubar, aber es wird von kleinen Kindern sehr gerne angeschaut.

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Hurra, es schneit! von Virginie Graire, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-1728-6, 5,99€

Schöner Winterklassiker: Es klopft bei Wanja in der Nacht

Eisige Kälte, Schnee und Sturm – wer möchte da wohl gerne draußen sein? Niemand, weder Tier noch Mensch. Bei Wanja im Haus brennt das Feuer im Ofen, ein warmer Zufluchtsort für manch ungewöhnlichen Gast. Zunächst bittet der Hase um Gastfreundschaft, dann kommt der Fuchs und später noch ein Bär. Das klingt nach viel Konfliktpotential, doch alle versprechen den anderen nichts zu tun. In der Not muss man zusammenhalten. Doch sobald es draußen wieder heller wird und man durch den Schlaf in dem warmen Haus wieder zu Kräften gekommen ist, schwindet auch das Vertrauen so langsam und die Tiere schleichen sich wieder davon. Der Hase traut dem Fuchs nicht mehr, der Fuchs weiß, dass der Bär sich über ihn geärgert hat und der Bär erblickt im Zimmer das Gewehr des Jägers. So ist das Haus bereits wieder leer, als Wanja erwacht. Ganz verwirrt fragt er sich, ob er das alles wohl nur geträumt hat, doch die Spuren im Schnee zeugen von dieser besonderen, friedlichen Nacht.

Die Geschichte „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ hat nicht nur einen wunderbaren Inhalt, sondern ist auchwirklich toll gereimt. Es macht richtig viel Spaß sie zu lesen. Auch die Bilder sind mit ihren feinen Strichen sehr schön anzusehen. Sie vermitteln einem das richtige Gefühl für die Situation, in der sich die Tiere und Wanja befinden. Der Hase streckt sich gemütlich auf dem Sessel aus, dem Bär hängen Eiszapfen im Fell und man spürt förmlich die geschmeidige Bewegung mit der sich der Fuchs davon schleicht.

Über den Inhalt kann man sicherlich einiges sagen, aber vor allem vermittelt er ganz intuitiv, dass es Situationen gibt, in denen man sich gegenseitig helfen muss, auch wenn man sich normalerweise vielleicht nicht gut gesinnt ist. Aber es ist dabei auch wichtig, dass man einander vertraut und dass man sich an Versprechen hält. Vielleicht darf man eine solche Situation nicht überstrapazieren und sobald die größte Not und Gefahr vorbei ist, ist es dann auch sinnvoll diese Gemeinschaft wieder aufzulösen, aber für den Moment funktioniert sie. Dieser Frieden hat etwas zauberhaftes, was fasziniert, so dass man diese Geschichte einfach lieben muss und sie nicht oft genug hören kann.

Das Buch eignet sich übrigens auch wunderbar für eine Aufführung im Kindergarten oder in den ersten Grundschuljahren. Man muss die Kinder noch nicht einmal die Texte auswendig lernen lassen, sondern kann sie auch (von verschiedenen Kindern) vorlesen und die Tiere sowie Wanja dabei pantomimisch spielen lassen. So gehen auch die Reime nicht verloren. Ich habe sogar für eine Aufführung einer zweiten Klasse mal ein paar Lieder nach bekannten Melodien dazu gedichtet. Hier ein Beispiel:

 

Melodie: Leise rieselt der Schnee

1 Leise rieselt der Schnee,

still und starr liegt der See.

Überall ist alles weiß,

nichts als Schnee und Eis.

 

2 Ein Sturm kommt noch hinzu,

keiner findet hier Ruh‘.

Tier und Mensch ist kalt,

dunkel ist es im Wald.

 

Dieses Buch ist zu Recht ein Kinderbuchklassiker geworden, welcher seit Jahren in vielen Kindergärten und Schulen in der Weihnachts- und Winterzeit vorgelesen und gespielt wird. Aber deswegen ist es noch lange keine „Schullektüre“, auch in Familien wird dieses Buch heiß geliebt und immer wieder gelesen. Bei uns ist es leider fast unter unserem großen Stapel an Weihnachtsbüchern verschwunden, aber nun, wo die Weihnachtsbücher wieder zurück geräumt wurden, der Winter aber noch andauert, ist die Zeit für dieses Buch gekommen.

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Es klopft bei Wanja in der Nacht von Tilde Michels und Reinhard Michl, Ellermann Verlag, ISBN: 978-3-7707-5737-4, 12€

Wintergedicht: Die drei Spatzen

Im Großen und Ganzen bin ich nicht so der Lyrik-Fan. Gedichte sprechen mich selten an und sie sagen mir meist wenig. Es gibt aber dennoch einige Kindergedichte, die ich bereits ewig kenne und die ich auch gerne mag. Kindergedichte muss man nicht erst kompliziert analysieren und man kann sie meist mit toller Betonung sprechen. Eines dieser Gedichte, das ich auswendig aufsagen kann, ist „Die drei Spatzen“ von Christian Morgenstern, der im Übrigen sowieso sehr tolle Kindergedichte geschrieben hat (s. auch „Der Nachtschelm und das Siebenschwein“). Es ist ein kleines, feines Gedicht, welches aber dennoch ein ganzes Pappbilderbuch füllt. Der Eulenspiegel Kinderbuchverlag widmet diesem Gedicht ein eigenes, gleichnamiges Buch. Seite für Seite liest man sich von einem gereimten Zweizeiler zum anderen. Auf diese Weise können auch Kinder den Text ganz schnell mitsprechen und schon können sie ihr erstes Gedicht aufsagen. Begleitet wird der Text natürlich von bunten Bildern. Die drei Vögel sitzen auf ihrem Haselstrauch im Vordergrund und sehen auf den Bildern nur minimal anders aus. Wer genau hinschaut, sieht, dass sie am Ende viel enger aneinandergekuschelt sind, als auf dem ersten Bild, auf dem die ersten Schneeflocken fallen. Und natürlich ist es der freche Hans in der Mitte, der als einziger bei diesem kalten Wetter, einmal kurz die Augen öffnet. Im Hintergrund dahingegen ist so einiges los. Je mehr Schnee fällt, desto mehr Kinder finden sich am Rodelberg ein, bauen Schneemänner und veranstalten eine Schneeballschlacht. Erst ganz am Ende wird es wieder ganz ruhig. Es wird Abend, dicker Schnee fällt, die Schlitten stehen verlassen im tiefen Schnee – nur das leise Pochen der Vogelherzen ist noch zu hören.

Die drei Spatzen“ ist ein wunderbares, kleines Bilderbuch, das sehr gut zum Winter passt und eine tolle winterliche Atmosphäre aufbaut. Dieses Jahr haben wir es leider bisher kaum gelesen, aber letztes Jahr hatten wir es oft hervorgeholt. Auf Grund des kurzen Textes eignet es sich bereits gut für Kinder ab drei Jahren, aber auch für ältere Kinder ist dies sicherlich noch ein schönes Buch. Immerhin wird dieses Gedicht auch noch gerne in der Grundschule behandelt.

Die drei Spatzen

Die drei Spatzen von Christian Morgenstern, Bilder von Anke am Berg, Ekulenspiegel Kinderbuchverlag, ISBN: 978-3-359-02336-4, 5,95€

 

Zauberhafte Begegnung mit einem Yeti

Momentan müssen wir ein Buch wieder und wieder lesen: Yeti Pleki Plek. Bücherwürmchen liebt dieses Buch und zitiert auch gerne mal die Vorstellung der Jungen: „Max“ sagt Max. „Uno“ sagt Uno.

Uno und Max sind die Hauptfiguren in der Geschichte und dann natürlich der Yeti. Ist es der Yeti, den mein Sohn an dem Buch so spannend findet? Ja, zum Teil liegt es sicherlich an dieser besonderen Figur, aber erstaunlicherweise gibt es noch etwas anderes, was Bücherwürmchen beeindruckt, doch dazu später mehr. Zunächst ein paar Worte zu der kleinen, eigentlich recht unscheinbaren Geschichte, die hier erzählt wird:

Uno und Max sind draußen im Schnee und haben viel Spaß, doch auf einmal stellen sie fest, dass sie sich im Wald verirrt haben. Und dann beginnt das Abenteuer: Den Jungen begegnet ein Yeti, der sie packt und in seine Höhle trägt. Uno und Max haben keine Angst und sind neugierig darauf, was sie erwartet. Der Yeti und sein Großvater, der sich ebenfalls in der Höhle aufhält, sind freundlich und reden lustig: „Yeti Pleki Plek“ (was mich persönlich irgendwie an finnisch erinnert – yksi, kaksi, kolme – eins, zwei, drei). Bevor der Yeti die Jungen nach Hause bringt, erhalten sie von dem Großvater eine Eule aus Holz – genau die gleiche, die sie zu Hause beim Papa auf dem Regal entdecken. Dieses schöne, etwas zauberhafte und geheimnisvolle Ende wird im Klappentext als „herzerwärmendes Ende“ extra hervorgehoben und interessanterweise hat auch Bücherwürmchen es erwähnt, als ich ihn fragte, warum er das Buch so schön findet: „Weil die Kinder und der Papa so eine Eule bekommen haben!“

Die Geschichte hat einen besonderen Charme, was sicherlich auch an dem Ende liegt, aber auch die Sprache trägt dazu bei. Es wird in kurzen, schnörkellosen Sätzen erzählt, die beinahe etwas spröde sind, einen aber ganz in den Bann der Geschichte ziehen. Wie bereits geschrieben: Bücherwürmchen zitiert diese kurzen Sätze immer mal wieder. Auch er hat irgendwie diesen besonderen, einfachen Stil, der in Bilderbüchern für ältere Kinder kaum noch vorkommt, wahrgenommen und ist fasziniert davon. Spaß machen natürlich auch die Sätze der Yetis.

Die Bilder in dem Buch sind herrlich und stimmungsvoll. Der Yeti ist wirklich richtig knuddelig und die Jungs sind mit ihren struwweligen Haaren, den dreckigen Mündern nach dem Essen und ihren fröhlichen, motzigen und erstaunten Gesichtsausdrücken Kinder wie man sie sich vorstellt.

Und ganz am Rande: Eine Mutter taucht hier nicht auf. Der Vater versorgt die Jungs mit Mandarinen-Proviant und Pfannkuchen bei der Rückkehr!

Mein Fazit: „Yeti Pleki Plek“ ist ein besonderes Buch, welches man einfach sowohl als Kind als auch als Erwachsener lieben muss.

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Yeti Pleki Plek von Eva Susso und Benjamin Chaud, aus dem Schwedischen übersetzt von Karl-Axel Daude, Bohem Verlag, ISBN: 978-3-95939-019-4, 14,95€

Menschen und Tiere im Winter

So, wo nun endlich der Winter Einzug gehalten hat und die Kinder im Schnee toben können, kann ich ja nun auch mal zwei Winter-Bilderbücher vorstellen. Bei den warmen Dezember-Temperaturen hatte ich dazu noch nicht die rechte Lust.

Denn bisher war der Winter eben nicht wie man ihn sich, vor allem als Kind, vorstellt und beim Lesen des Buches „So ist der Winter“ hätte man die ganze Zeit nur feststellen können, dass wir dann wohl noch keinen Winter haben. Gerade Kinder machen den Winter am Schnee fest und wenn dieser fehlt, dann ist für sie eben nicht Winter. Auch das Buch „So ist der Winter“ stellt den Schnee und die Erlebnisse, die man im und mit dem Schnee hat, in den Mittelpunkt. Hier wird keine fortlaufende Geschichte erzählt, sondern es werden Wintererlebnisse aneinandergereiht. Um den Winter zu thematisieren, um miteinander ins Gespräch zu kommen und um Winteratmosphäre aufkommen zu lassen, ist das wirklich schön, aber für meinen Sohn fehlt dann doch die Geschichte um wirklich Spaß an dem Buch zu haben. Dabei ist das Buch wirklich wunderschön. Die Bilder sind liebevoll gezeichnet und kommen ein wenig nostalgisch daher. Alles wirkt ganz ruhig, eben genau so wie sich die Welt unter einer Schneedecke zeigt. Ein winterlicher Zauber breitet sich aus. Gemeinsam mit den beiden Kindern, die mit Mütze, Schal und Handschuhen bekleidet, den Winter entdecken , können wir über Schneeflocken staunen, den Tieren bei der Futtersuche zuschauen, das Hinabsausen des Schlittens spüren und über die Eigenschaften von Wasser bei verschiedenen Temperaturen nachdenken. Ganz behutsam zeigt uns dieses Buch die Vielfältigkeit von Schnee und Winter auf, wobei auch ein gewisser Witz (z.B. bei den kreativen Schneefiguren) nicht fehlt. Dieses Buch kann einen ganz in seinen Bann ziehen, wenn man sich darauf einlässt und man den Winter mit allen Sinnen wahrnehmen möchte. Leider ist es aber kein Buch für etwas wildere Kinder oder Kinder, die lieber komplette Geschichten hören möchten. Der Zauber vermag nicht jeden zu erreichen und wenn dieser fehlt, so besteht schnell die Gefahr, dass das Buch als langweilig abgetan wird.

So ist der Winter“ ist ein empfehlenswertes Buch für Kinder, die mit Freude gerade den Winter mit all seinen Eigentümlichkeiten kennen lernen und über alles staunen, was der Winter zu bieten hat, aber es ist sicherlich auch ein Buch für erwachsene Bilderbuchliebhaber.

So ist der Winter

So ist der Winter von Görel Kristina Näslund und Kristina Digman, übersetzt von Karl-Axel Daude, Bohem Verlag, ISBN: 978-3-85581-564-7, 12,95€

Für Kinder ab 18 Monate habe ich aber noch eine tolle Winterlektüren-Empfehlung: „Meine Tiere im Winter“. Es handelt sich hier um ein Pappbilderbuch mit über 80 Tierfotos. Für die ganz Kleinen ist das fast ein wenig zu viel, aber auch etwas größere Kinder haben noch jede Menge Spaß an dem Buch. Und selbst ich schaue es mir sehr gerne an, denn die scharfgeschossenen Fotos der Tiere sind einfach richtig klasse. Hier kann man sich einfach viele Tiere im Schnee anschauen, sie benennen und überlegen, was diese Tiere im Winter bei Schnee und Eis machen. Jedes Tier ist namentlich gekennzeichnet, so dass auch Leser, die sich in der Tierfeld nicht so gut auskennen, nicht in die Verlegenheit geraten, dem Kind nicht sagen zu können, um welches Tier es sich gerade handelt. Auf jeder Doppelseite gibt es auch einen Text mit wenigen Sätzen. Der Text ist soweit in Ordnung, allerdings bezieht er sich nicht immer direkt auf das tierische Leben im Winter, sondern beschreibt eher die Fotos (z.B. „Die Rehe schauen wachsam über das Feld“ oder „Fuchs und Hase haben es sich gemütlich gemacht“). Größere Kinder stört zudem, dass nicht alle Tiere, von denen ein Foto abgebildet ist, im Text Erwähnung finden. Ganz schön ist dann wiederum, dass man beispielsweise beim Eichhörnchen erfährt, dass es seine Vorräte ausgräbt, oder dass die Vögel im Winter gerne zum Futterhäuschen kommen. Aber letztendlich ist der Text in diesem Buch eindeutig zweitrangig. Es ist eine Sammlung an tollen Winterfotos von verschiedenen Tieren, die man auch mit kleineren Kindern schon benennen kann. Wer möchte, kann dann die Texte noch zusätzlich lesen, oder aber man spricht ein wenig über das, was man auf den Seiten sieht. Insgesamt ist „Meine Tiere im Winter“ auf jeden Fall ein beeindruckendes Fotobilderbuch.

Tiere im Winter

Meine Tiere im Winter, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-66754-4, 9,95€

 

 

Nostalgie zur Weihnachtszeit

Die Advents- und Weihnachtszeit ist genau die richtige Zeit für Märchen und Wichtelgeschichten. In dieser Zeit ist man in der passenden Stimmung dafür. Vielleicht auch für die Geschichte „Michael im Zauberwald“ aus dem Jahre 1956? Dieses Wichtelmärchen wurde dieses Jahr neuaufgelegt und zwar mit den altbekannten Bildern von Fritz Baumgarten, den man direkt mit Wichtelbildern in Verbindung bringt. Es sind Bilder, die allein durch die Art der Gesichtszüge und dem pausbackigen Kindergesicht alt wirken und somit nostalgische Gefühle wecken. Nicht jeder mag sicherlich diesen Bilderstil, der wenig modern ist, aber meines Erachtens passen sie sehr gut zur gemütlichen Weihnachtsatmosphäre. Insbesondere die Bilder aus diesem Buch lassen eine feierliche Weihnachtsstimmung aufkommen, denn die Geschichte spielt im verschneiten Winter. Selbst mein Sohn sagte beim Anblick des leuchtenden Weihnachtsbaumes im Winterwald: „Schön, oder?!“

Ja, auch der Geschichte selbst merkt man ihr Alter an. Sie trägt viele märchenhafte Züge, was natürlich unter anderem der Tatsache geschuldet ist, dass Michael Zugang zur Welt der Wichtel bekommt, aber sie wirkt auch recht pädagogisch und moralisch. Wer sich im Wald nicht gut benimmt, wird dafür von den Wichteln gestraft, wer aber „fleißig und rechtschaffen“ ist, der erhält am Ende seinen Lohn für sein gutes Verhalten. Hm, davon bin ich ja nicht so der Freund, aber wenn man mal so ein Buch liest, ist das schon in Ordnung. Immerhin ist Michael ja auch ein armes Waisenkind, welches ein wenig Zuwendung und Hilfe verdient hat. Die Wichtel nehmen ihn nur zu gerne den Winter über bei sich auf, denn Michael ist freundlich und hilfsbereit. Er unterstützt die Wichtel dort wo er nur kann und lernt im Gegenzug dafür einiges vom Bergwerkhandwerk. Alle Tiere des Waldes lieben natürlich den Jungen, der ihnen so fürsorglich das Futter hinstellt. Ja, es ist irgendwie eine typische Bilderbuchgeschichte früherer Generationen. Viel passiert eigentlich nicht. In erster Linie geht es um den Weg Michaels vom armen Waisenjungen zum fleißigen, angesehenen Arbeiter, der von seinem Aufenthalt im Zauberwald stark geprägt wird. Besonders schön sind einfach die winterliche Landschaft und die friedliche Weihnachtsfeier in dieser Umgebung, so dass das Buch durchaus eine schöne Lektüre bei Kerzenschein sein kann.

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Michael im Zauberwald von Erich Heinemann und Fritz Baumgarten, Alfred Hahn’s Verlag/Esslinger, ISBN: 978-3-480-40109-3, 12,99€

Mit Wimmelbüchern durch das ganze Jahr

Vor circa einem Jahr habe ich auf meinem Blog ein paar Herbstbilderbücher vorgestellt. Darunter war natürlich auch das „Herbst-Wimmelbuch“ von Rotraut Susanne Berners. Heute möchte ich auf diese Wimmelbuchreihe noch einmal etwas genauer eingehen, denn erstens war es ein Wimmelbuch aus dieser Reihe, welches eine wahre Wimmelbuchlust in mir ausgelöst hat und zweitens finde ich diese Reihe auch äußerst empfehlenswert. Mittlerweile habe ich zwar viele sehr schöne und richtig tolle Wimmelbücher kennengelernt (siehe auch die Wimmelbuch-Übersicht auf meinem Blog), aber dennoch möchte ich euch auch weiterhin die Jahreszeitenwimmelbücher ans Herz legen.

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In dieser Reihe gibt es 5 Bücher, die sich auf die vier Jahreszeiten und ein Nacht-Wimmelbuch aufteilen. Das Besondere ist, dass es sich bei allen Bücher im Prinzip um die gleichen Bilder handelt. Auf der ersten Doppelseite befindet sich ein Wohnhaus, auf der zweiten ein Bauernhof und eine Tankstelle, weiter geht es mit dem Bahnhof, worauf das Kulturzentrum und der Kindergarten bzw. die Baustelle des neuen Kindergartens folgen, man bekommt den Marktplatz und anschließend das Kaufhaus zu sehen und am Ende des Buches darf man einen Blick auf den Park mit Spielplatz, Café und Teich werfen. Natürlich sind die Bilder jeweils den Jahreszeiten angepasst, so dass man erfahren kann, wie sich das Leben im Wimmlingen das Jahr über verändert. Aber nicht nur der Ort wird einem von Buch zu Buch vertrauter, man lernt auch die Figuren immer besser kennen. Bei Susanne spielt zum Beispiel jedes Mal die Kopfbedeckung eine Rolle. Sie liebt Mützen und Hüte, muss sich allerdings häufig neue kaufen, da sie öfter mal Pech mit ihnen hat. Petra liest immer ein Buch und vergisst dabei alles um sich herum. Oskar hat eine besondere Beziehung zu einer Gans, auf die es auch der Fuchs abgesehen hat und bei Sieglinde geschieht immer wieder etwas rund um ihr Auto. Jede Figur hat ihren eigenen Charakter, dem sie von Buch zu Buch treu bleibt. Man begegnet den Figuren nicht nur in jedem Buch wieder, sondern man kann auch in jedem einzelnen Buch viele Geschichten von ihnen verfolgen. Von Seite zur Seite rückt die Uhrzeit ein Stück vor und so kann man zum Beispiel den Weg von Lene zum Kindergarten verfolgen oder man sieht immer mehr Kinder, die sich auf dem Weg zum Laternenumzug machen. Auf diese Weise kann man sich jedes Mal eine andere Figur herauspicken, deren Geschichte man sich genauer anschauen will oder aber man betrachtet einfach die Seiten als Ganzes und guckt, was so alles am Bahnhof los ist. Eigentlich reicht auch schon ein Wimmelbuch aus dieser Reihe um sich lange mit den Bildern und Geschichten der Wimmlinger auseinanderzusetzen, doch wenn man einmal festgestellt hat, dass die Geschichten in den anderen Büchern fortgesetzt werden, dann muss man einfach alle fünf Bücher haben.

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Alles beginnt mit dem Winter-Wimmelbuch. Hier ist Tanja noch schwanger und die Bagger beginnen gerade erst mit den Erdarbeiten an der Stelle, an der der neue Kindergarten errichtet werden soll. Im Frühling ist dann schon die kleine Barbara auf der Welt, die ersten Mauern des Kindergartens stehen , Manfred und Elke lernen sich durch einen Zufall kennen und die Elster hat eine Mütze gefunden, die sie zu einem Nest umfunktioniert. Bis zum Herbst haben sich dann schon einige Dinge in diesem Netz gefunden, im Nacht-Wimmelbuch, welches im darauffolgenden Sommer spielt und die Reihe abschließt, sieht man, dass aus der Beziehung zwischen Manfred und Elke mehr geworden ist…

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Gerade wir Erwachsene haben bei jedem neuen Buch erst einmal geschaut, was es neues zu entdecken gibt und wie es mit den Figuren, die einem so langsam ans Herz gewachsen sind, weitergeht. Wir hatten richtig viel Freude beim Herausfinden der ganzen Details. Kindern sind diese Zusammenhänge nicht direkt bewusst. Sie sehen noch nicht, dass hier innerhalb der Bücher und über die Bücher hinaus Geschichten erzählt werden, aber sie erkennen natürlich die Figuren wieder, worüber sie sich freuen. Die Wimmelbücher sind auch schon für kleinere Kinder gut geeignet. Mit ihnen schaut man sich einfach die Seiten an und benennt Dinge und später kleinere Handlungen. So nach und nach kann man dann auch die eine oder andere Geschichte verfolgen, so dass die Bücher über einen längeren Zeitraum immer wieder interessant sind. Bücherwürmchen mochte eine ganze Zeit lang besonders gerne das Nacht-Wimmelbuch, welches gar nicht so wimmelig ist, bei dem aber die Polizei eine große Rolle spielt. Erst stoppt die Polizei Frank, der ohne Licht Fahrrad fährt und später wird sie noch zu einem Einbruch gerufen. Für Kinder reichen kleine Dinge aus, um ein Buch für sie spannend zu machen. Als Bücherwürmchen kleiner war, haben wir zum Beispiel einfach den Papagei Nico, der im Winter und im Herbst aus seinem Käfig ausgebüxt ist, auf jeder Seite gesucht.

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Mittlerweile gehören die Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berners bereits zu den Klassikern unter den Wimmelbüchern und das zu Recht! Sie zeigen genau das auf, was ein gutes Wimmelbuch ausmacht und man hat lange Spaß an ihnen. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung für diese Reihe!

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Winter-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berners, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5033-6, 12,90€

Frühlings-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berners, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5057-2, 12,90€

Sommer-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berners, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5082-4, 12,90€

Herbst-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berners, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5101-2, 12,90€

Nacht-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berners, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5199-9, 12,90€