Die Weihnachtsgeschichte für die Kleinsten

Auch die Kleinsten feiern schon Weihnachten mit und da ist es natürlich schön, wenn man ihnen bereits ein Buch mit der Weihnachtsgeschichte vorlesen kann. Man kann sich dabei ganz strikt an die biblische Geschichte halten und diese in kindgerechten Worten erzählen oder man erzählt diese aus Sicht eines Tieres, wobei sich der Esel, der alles miterlebt, besonders anbietet. Hier dichtet man natürlich  noch ein bisschen hinzu, aber dennoch steht das Geschehen der Weihnachtsgeschichte im Vordergrund. Der Vorteil ist aber, dass gerade die kleinen Kinder auf diese Weise schnell einen Zugang zu der Geschichte habe und diesen Vorteil macht sich auch das Buch „Das Eselchen und die erste Weihnacht“ aus der religiösen Reihe „Der kleine Himmelsbote“ zunutze.

Der Esel wird sympathisch dargestellt. Er ist etwas tollpatschig, aber herzensgut. Maria sieht in ihm von Anfang an etwas Besonderes und sie prophezeit ihm, dass er bestimmt noch die Gelegenheit erhält dies zu zeigen. Kinder werden diesem Esel gerne durch die Geschichte folgen. Insbesondere da es ihn als kleines Kuscheltier zu dem Buch gibt, wobei ich es schade finde, dass der Esel in dem Buch nicht das Halstuch des Kuschelesels trägt. So wäre die Verbindung noch deutlicher.

Die Geschichte orientiert sich ganz klar an der biblischen Geschichte. Sie wird als Erlebnis des Esels erzählt, der immer dabei ist und auch Gespräche neugierig verfolgt. Der Text ist gut verständlich, aber für 2-Jährige ist er teilweise doch etwas lang (obwohl z.B. die Herbergssuche kaum dargestellt wird).

Die Bilder sind freundlich und ansprechend. Sie strahlen eine weihnachtliche Atmosphäre aus, insbesondere natürlich das Bild vom Stall und den ankommenden Hirten bei nächtlichem Sternenhimmel. Schön ist übrigens auch das Cover mit den goldenen Elementen – es ist ein Buch, das  man gerne in die Hand nehmen möchte.

Mir gefällt das Buch gut als erste Weihnachtsgeschichte für die Kleinen. Allerdings denke ich, dass die Kinder für das Buch schon ein bisschen älter als 24 Monate sein sollten.

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Das Eselchen und die erste Weihnacht, mit Plüschesel, von Ilona Einwohlt und Michaela Heitmann, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-66762-9, 14,95€

Biblische Geschichten in einem Wimmelbuch

Ich gebe zu, ich war mir nicht so sicher, ob ich wirklich ein Bibel-Wimmelbuch haben wollte. Irgendwie ging ich davon aus, dass es vermutlich recht oberflächlich und bunt gestaltet sein würde. Aber ich wurde positiv überrascht. Das Pappbilderbuch „Mein großes Bibel-Wimmelbuch“ aus dem Coppenrath Verlag gefällt mir wirklich gut und vor allem möchte auch Bücherwürmchen sich dieses Buch immer wieder anschauen.

Sehr gut an dem Buch gefällt mir, dass hier nicht einfach nur Bilder von biblischen Geschichten präsentiert werden, sondern dass die Geschichten, die hier dargestellt werden, auch kurz auf einer ausklappbaren Seite erzählt werden. Zwar ist manches schon deutlich zusammengekürzt, aber der Inhalt der Geschichten kommt dennoch sinngemäß und kindgerecht gut herüber.

Die Bilder sind bunt und freundlich gestaltet und es gibt viele Szenen aus den vorgestellten Geschichten zu entdecken, aber man wird nicht von den Bildern erschlagen. Etwas schade finde ich es, dass sich die Bilder tatsächlich auch hauptsächlich auf die Texte beziehen und darüber hinausgehende Szenen nur teilweise zu entdecken sind. Eine Doppelseite widmet sich zum Beispiel der Ostergeschichte. Der Teil, in dem Petrus Jesus verleugnet, fehlt, was auch in Ordnung ist. Ich hätte es aber schön gefunden, wenn man Petrus und den Hahn dennoch auf dem Bild hätte finden können, was leider nicht der Fall ist.

Neben den Texten befinden sich kleine Bilder, die man dann im Wimmelbild suchen und finden kann. So bekommt man eine kleine Hilfe, wenn man die Bilder auf dem Wimmelbild, in dem ja viele verschiedene Szenen gleichzeitig dargestellt werden, nicht direkt den Geschichten zuordnen kann. Leider sind die kleinen Bilder nicht immer direkt neben der passenden Textstelle.

Es ist erstaunlich wie schön das Gesamtbild zusammengesetzt wurde. Es wirkt wie ein großes Bild, aber in Wirklichkeit kann man darin mehrere Szenen aus den einzelnen Geschichten entdecken. So befindet sich z.B. auf der ersten Doppelseite sowohl ein Bild von der Arche Noah im Bau, beim Regen auf dem Wasser und am Ende vor dem Regenbogen.

Die Auswahl der Geschichten gefällt mir gut. Viel Platz nehmen Josef, Mose und Jesus ein, aber auch der Turmbau zu Babel, David, Jona und Daniel in der Löwengrube sind in dem Buch zu sehen.

Wir haben uns dieses Buch schon oft angeschaut. Allerdings verbringen wir recht wenig Zeit damit die Bilder genau zu erforschen. Bücherwürmchen möchte die Geschichten vorgelesen bekommen, sich dabei die Bilder anschauen und dann soll es auch schon weiter gehen. Trotzdem ist das Buch auch für uns ein Gewinn. Wir lesen häufig die biblischen Geschichten, Bücherwürmchen spricht immer mal wieder darüber und die schönen Bilder können so nach und nach noch entdeckt werden.

Ich kann „Mein großes Bibel-Wimmelbuch“ nur empfehlen. Es eignet sich hervorragend um Kindern einen ersten Zugang zu biblischen Geschichten zu bieten.

Mein großes Bibel-Wimmelbuch

Mein großes Bibel-Wimmelbuch von Antonie Schneider und Melanie Brockamp, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-8157-2175-9, 12,95€

Schöne Bilderbücher mit der christlichen Weihnachtsgeschichte

Es gibt unzählige schöne Weihnachtsgeschichten, witzige, besinnliche, altbekannte, ganz neue, fröhliche und ruhige und natürlich gibt es auch immer wieder Bilderbücher, in denen es um die biblische Weihnachtsgeschichte, um den wahren Grund Weihnachtens geht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Geschichten bei Kindern sehr gut ankommen. Kinder sind fasziniert von der Geburt Jesu im Stall Bethlehem, von dem leuchtenden Stern über dem Stall und den Heiligen Drei Königen, die von weither auf Kamelen angeritten kommen. Die Bücher, die dies thematisieren, werden von Bücherwürmchen immer wieder hervorgeholt. Er lässt sie sich sehr gerne vorlesen. Zwei solcher Bücher möchte ich euch heute gerne vorstellen.

Sehr schön ist das Buch „Das Eselchen und der kleine Engel“, welches von dem wunderbaren Autor Otfried Preußler kommt, was man dem Buch auch direkt anmerkt. Manches klingt herrlich altmodisch wie z.B. die „Würstelfrau“ und die „Großmutter“ und wir treffen den bekannten Wachtmeister Dimpfelmoser wieder. Toll! Und worum geht es in der Geschichte? Darum, dass sich das Wunder von Bethlehem an jedem Weihnachtsabend wiederholt, wenn man es denn erleben möchte. Nicht jeder erinnert sich an die Geschehnisse im Stall. Manch einer ist so vom Stress der Vorweihnachtszeit eingenommen, dass er die wahre Botschaft des Festes ganz aus den Augen verliert, aber es gibt auch einige, die sich dem kleinen Eselchen und dem kleinen Engel auf ihren Weg nach Bethlehem anschließen. Je weiter die zwei kommen, desto mehr Menschen und sogar Tiere begleiten sie: Viele Kinder, der Hirte mit seiner Herde, die Bäckersfamilie, die Tiere des Waldes mitsamt dem Oberförster Waldmann und seinem Dackel und viele andere kommen mit. Die ganze Prozession wird in einem wundervollen Bild, auf dem die Figuren wie dunkle Scherenschnitte wirken und der Stern die Nacht rund um den Stall erhellt, gezeigt. Und im Stall dürfen sie alle dann das Wunder von Bethlehem hautnah miterleben. Die Geschichte allein ist schon sehr schön, hinzu kommen in diesem Bilderbuch jedoch noch die lebendigen Bilder von Christiane Hansen, die sehr viel Spaß machen. Sie sind schön, liebevoll und verbreiten eine wohlige, weihnachtliche Atmosphäre, sie sind aber auch erfrischend und es gibt witzige Details zu entdecken wie z.B. die kartenspielenden Eichhörnchen im Eselstall. Über die Geschichte und die Bilder hinaus mögen Kinder übrigens auch die Wiederholungen der Szenen, wenn sich weitere Personen der Gruppe anschließen, und die immer länger werdende Schlange. Insgesamt ist dieses Buch wirklich ein wunderschönes Weihnachtsbuch, welches hier sehr häufig gelesen wird.

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Häufig wird die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht verschiedener Personen oder Tiere erzählt. In dem Buch „Elias und das Christkind“ steht der Junge Elias im Mittelpunkt des Geschehens. Sein Vater, der Herbergswirt, findet, dass Elias noch zu klein ist, um dabei zu helfen, sich um all die Dinge zu kümmern, die auf einmal anstanden, weil so viele Menschen auf einmal nach Bethlehem gekommen sind. Enttäuscht geht Elias den alten Ochsen im Stall besuchen. Doch dann passiert etwas Außergewöhnliches. Er hört eine Stimme sagen, dass hier der Sohn Gottes geboren wird und anschließend findet er ein glitzerndes Engelshaar im Stall. Nun hat Elias eine Aufgabe gefunden. Er wird den Stall für Gottes Sohn so herrichten, dass dieser sich hier wohl- und willkommen fühlt. Alles soll so ordentlich und gemütlich wie möglich sein. Am Ende kann er nicht nur Maria und Josef ihre Herberge präsentieren, sondern auch seinem Vater, der nun weiß, dass Elias schon eine Menge kann. Der kleine Elias hat die wichtigste Aufgabe in dieser Nacht gehabt. Er hat den Stall für das Christkind hergerichtet.

Schön für Kinder ist, dass hier wieder einmal ein Kind eine tragende Rolle hat. Kinder sind offen für die Wunder dieser Welt. Sie zweifeln nicht daran, wenn ein Engel die nahende Ankunft Gottes Sohnes verkündet und dürfen so ganz nah dieses Wunder miterleben.

Die Geschichte wird in dem Buch sehr atmosphärisch erzählt, wozu auch die farbigen Bilder beitragen. Beim Lesen breitet sich eine besinnliche, ruhige Stimmung aus und man kann das Wunder und den Glanz dieser Nacht spüren. Der funkelnde Sternenhimmel, die Tiere im Stall, Elias bei seinen Vorbereitungen, Maria auf dem Esel reitend – alles wird auf den Bildern so gezeigt, dass man sich direkt in die Szenen hineinversetzt fühlt und beinahe den warmen Atem des Ochsen spüren kann. Auch dieses Buch ist wunderbar gemacht und vermittel die Weihnachtsbotschaft auf sehr schöne Art und Weise.

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Das Eselchen und der kleine Engel von Otfried Preußler und Christiane Hansen, Thienemann Verlag, ISBN: 978-3-522-43779-0, 12,99€

Elias und das Christkind von Jolanda Steiner und Karin Widmer, NordSüd Verlag, ISBN: 978-3-314-10307-0, 14,99€