Rezension: Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch

Gestern habe ich geschrieben, dass Weihnachten und Lichter gut zusammen passen, aber es gibt noch etwas anderes, was gut zu Weihnachten passt und das sind kleine Wichtel. Findet ihr nicht auch? Ich freue mich jedenfalls, dass es wieder „Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch“ gibt. Ja, auch das Frühlingswichtel-Wimmelbuch ist klasse, weil Wichtel einfach immer niedlich sind, aber ich finde, dass die Winterausgabe noch mehr ein Muss ist.

Fröhliches Gewimmel

Natürlich herrscht auf jeder Seite ein ordentliches Gewusel und Gewimmel. Bei den Wichteln ist immer etwas los. Sie backen, spielen im Schnee, gehen auf den Weihnachtsmarkt, werkeln an Geschenken, sorgen für die Tiere im Wald und feiern schließlich Weihnachten bei leckerem Essen und geheimnisvollen Geschenken. Alle Wichtel tragen die typischen roten Zipfelmützen und immer geht es bei ihnen lebendig und fröhlich zu. Ich finde sie einfach herrlich und habe selber viel Spaß an diesen bunten, niedlichen Seiten.

Bekannte Figuren

Überall gibt es viel zu entdecken. In kurzen Texten wird kurz erzählt, worum es geht und was die Wichtel alles tun. Auf den Seiten kann man lange verweilen, denn es gibt viele Details zu finden. Außerdem kann man auf jeder Seite nach sieben namentlich genannten Wichtel suchen, denen die Kinder natürlich auch im Frühlingsbuch begegnen. Wer das andere Buch schon kennt, macht sich somit auch schnell auf die Suche, nach Mats, dem Wichtel, der so viel Unsinn macht, oder nach Peer, den man eigentlich nur schlafend begegnet.

Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch“ ist ein sehr schönes, weihnachtliches Buch, welches man unbedingt mehr als einmal anschauen sollte, denn beim ersten Anschauen wird man längst nicht alle witzigen Szenen gesehen haben. Aber da das Buch so herzerwärmend ist und einfach Spaß macht, wird man es sowieso immer wieder anschauen.

Mein kleines Winterwichtel-Wimmelbuch von Outi Kaden und Kristina Schaefer, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62666-4, 6,99€

Advertisements

Rezension: Licht an, Licht aus – Weihnachten in jedem Haus

Was gehört zu Weihnachten unbedingt dazu? Natürlich Kerzen und Lichter. Und so ist es auch besonders schön, dass es nun auch ein Pappbilderbuch mit Lichtern gibt, denn Weihnachten und Lichter – das passt zusammen.

Das Bilderbuch „Licht an, Licht aus – Weihnachten in jedem Haus“ beinhaltet fünf kleine Lämpchen, die man durch Ausstanzungen auf jeder Seite sehen kann. Mal sind sie die Lichter der Laternen, mal leuchten sie als Sterne und mal erhellen sie als Kerzenschein die Seiten. Für Kinder ist es unglaublich faszinierend auf die Lampe zu drücken und damit die Lichter an und auszuschalten. Sollte man das Ausschalten mal vergessen, schalten sie sich nach kurzer Zeit auch von selber aus, so dass das Buch nicht mit leuchtenden Lichtern im Regal liegen bleiben kann. Durch diesen tollen Effekt ist der Inhalt des Buches für die Kinder fast schon uninteressant.

Text und Bilder eher einfach und altmodisch

Der Text ist somit auch sehr kurz gehalten. Die kurzen, einfachen Sätze reimen sich – mal mehr, mal weniger gelungen. Aber der Schwerpunkt liegt für die Kinder sowieso auf den Bildern. Es ist spannend, wo die Lichter in den Szenen eingebunden werden. Und dann wird wieder gedrückt und gestaunt.

Die Bilder sind nett und freundlich, mit einem Touch Nostalgie, gestaltet. Für den einen oder anderen mögen die Bilder auch ein wenig kitschig sein, aber das macht ja gerade Kindern meist nichts aus. Die dargestellten Szenen beginnen schon vor der Adventszeit: Kinder mit Laternen laufen durch die Nacht. Vermutlich hat dieses Bild nur dadurch einen Platz im Buch bekommen, da die Lichter so schön in die Laternen passen. Ansonsten dreht sich nämlich alles um Weihnachten: Der Balkon ist festlich geschmückt und die Spatzen holen sich dort ihr Futter, der Weihnachtsmann bringt Geschenke, Engelchen schmücken den Weihnachtsbaum und die Szene im Stall ist zu sehen.

Durch die integrierten Lichter ist das Buch für Kinder einfach ein Highlight. Und ich gebe zu, dass auch ich erst einmal neugierig geguckt habe, wie die Lichter in dem Buch wohl wirken.

Licht an, Licht aus – Weihnachten in jedem Haus von Renate Cossmann, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62376-2, 12,99€

 

Adventskalender – Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem

Ich habe euch gerade den Pixi-Adventskalender mit 24 Pixi-Büchern vorgestellt und heute stelle ich euch noch eine andere Art von Adventskalender vor, denn ein Adventskalender zum Vorlesen gehört für mich in der Adventszeit auf jeden Fall dazu. Besonders schön finde ich hier die Kalender aus dem Kaufmann Verlag, denn sie beinhalten neben der Geschichte häufig noch ein Extra. Dies kann ein dazugehöriges Poster sein, ein Fensterbild, welches nach und nach entsteht oder auch Figuren zum Basteln.

Besonders schön finde ich es, wenn es in der Geschichte um die biblische Weihnachtsgeschichte geht und so werden wir dieses Jahr „Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem“ vorlesen – „Ein Adventskalender zum Vorlesen und Basteln“. Das Schöne hier ist, dass man am Ende eine ganze Krippenszene gebastelt hat. Jeden Tag kommt eine Figur oder ein Gebäude hinzu, welches sich recht einfach basteln lässt. Andernfalls wäre einem das Ganze ja vielleicht auch lästig, denn immerhin soll die Lust daran 24 Tage erhalten bleiben. Im Prinzip muss immer nur die Vorder- und Rückseite einer Figur ausgeschnitten, zusammengefaltet und zusammengeklebt werden. Damit alles besser steht, gibt es zusätzlich eine Bodenverstärkung. Ab und zu müssen auch mehrere Teile verschiedener Tage zusammengefügt werden, aber dann erhält man eine weitere Anleitung.

In dieser Geschichte erleben wir die Weihnachtsgeschichte mit dem Hirtenjungen Jonathan, der in den Bergen von Galiläa die Schafe eines reichen Bauern hütet. Die Arbeit ist sehr hart und Jonathan träumt davon mehr von der Welt zu sehen als die Schafweiden oben in den Bergen. Doch Jonathan träumt nicht nur, er macht sich auf den Weg nach Jerusalem. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Menschen, die ihm neue Dinge zeigen und ihm helfen, während er sich ebenfalls hilfsbereit zeigt. Dabei kommt es auch zu einer Begegnung mit dem Zimmermann Josef, dem er hilft ein Haus zu bauen. Schließlich gelangt er nach Jerusalem, wo er der Bote eines reichen Mannes wird. Auch wenn es durch Träume und Begegnungen bereits angedeutet wurde, kommt das Ende ein wenig plötzlich: Jonathan sieht den Königsstern und er geht zum Kind in dem Stall.

Es ist schön, dass es hier zwar um die biblische Weihnachtsgeschichte geht, dass aber erst einmal Jonathans Reise und seine Stationen, die zunächst gar nicht das Kind im Stall als Ziel haben, im Vordergrund stehen. So langweilen sich auch Kinder nicht, die die Weihnachtsgeschichte bereits gut kennen. Die einzelnen Kapitel sind ziemlich kurz. Möglicherweise werden Kinder, die lange Vorlesegeschichten enttäuscht sind, wenn täglich nur eine kurze Sequenz vorgelesen wird, aber so hat man auf jeden Fall gut die Möglichkeit auch den ganzen Kalender in der Adventszeit zu lesen – selbst wenn man mal einen Tag nicht zum Lesen kommen sollte. Und wer gerne mehr lesen möchte, greift dann eben zusätzlich noch zu anderen schönen Weihnachtsbüchern.

Mir gefällt es sehr gut, dass man anhand der Figuren und der anderen Teile die Geschichte die ganze Weihnachtszeit über nachvollziehen kann. Es ist schön, wenn die Geschichte die ganze Zeit über und nicht nur beim Vorlesen präsent ist. Auch an den Weihnachtstagen kann sie einen somit begleiten und die Kinder haben ihre eigene Weihnachtskrippe, die man natürlich auch in den nächsten Jahren noch aufstellen kann.

Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem – Ein Adventskalender zum Vorlesen und Basteln von Renate Schupp und Milada Krautmann, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-0899-4, 14,95€

Rezension: Wenn sieben weihnachtliche Hasen fröhlich um die Tanne rasen

Von den sieben kleinen Hasen gibt es mittlerweile mehrere Bücher (Buch 1, Buch 2). Da ist es nur logisch, dass es nun auch ein passendes Buch für die Weihnachtszeit gibt: „Wenn sieben weihnachtliche Hasen fröhlich um die Tanne rasen“.

Ich muss ja zugeben, dass ich die sieben kleinen Hasen unheimlich gerne mag. Und das Weihnachtsbuch ist wirklich gut gelungen. Hier findet man eigentlich alles, was zur Weihnachtszeit dazugehört: Schlittenfahren, Plätzchen backen, Geschenke basteln, Krippenspiel, Weihnachtslieder singen, Besuch von Oma und Opa und dann zum Schluss das fröhliche Geschenke auspacken.

Das alles passiert bei den sieben kleinen Hasen natürlich mit viel Lebendigkeit und der einen oder anderen übermütigen Idee. Der Text ist schön gereimt und die Bilder sind niedlich und voller Leben und netter Details.

Das Buch macht einfach viel Freude und zwar sowohl den kleinen Zuhörern als auch den Erwachsenen, die über die kleinen Hasen durchaus ab und zu schmunzeln müssen.

Wenn sieben weihnachtliche Hasen fröhlich um die Tanne rasen von Christiane Hansen und Sabine Praml, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0839-6, 7,99€

Rezension: Das Geheimnis der Weihnachtswichtel

Schon bald gibt es wieder die ersten Spekulatius in den Läden zu kaufen, also soll es nun auch bereits den ersten Tipp für ein Weihnachtsbuch in diesem Jahr geben. Es ist kein neues Bilderbuch, sondern eins, welches seit einigen Jahren von Kindern immer wieder angeschaut wird (und zwar nicht unbedingt nur in der Weihnachtszeit…): „Das Geheimnis der Weihnachtswichtel„.

Zu Weihnachten gehört auch der Weihnachtsbrei

Weihnachten ist nicht nur für die Menschen ein schönes Fest, auch die Wichtel freuen sich darauf. Während die Wichtelkinder alles, was mit Weihnachten zusammenhängt spannend finden, freut sich der Wichtelvater ganz besonders auf die Schale mit dem berühmten Weihnachtsbrei, die die Wichtel von den Menschen als Dank für ihre Dienste während des Jahres erhalten. Doch oje, die Wichtelmutter, die alles voraussehen kann, weiß, dass die Menschen dieses Jahr den Brei vergessen werden. Und sie weiß auch, dass der Wichtelvater darüber sehr zornig sein wird und darunter würden dann wiederum die Menschen leiden müssen. Deshalb schmiedet die Wichtelmutter gemeinsam mit den Kindern einen Plan, um heimlich doch noch an den Weihnachtsbrei zu kommen…

Ein Buch, welches man sich gerne und lange anschaut

Die Geschichte ist sehr gut, humorvoll und auch spannend erzählt. Es bleibt die ganze Zeit über aufregend, ob die Wichtel es schaffen werden von den feiernden Menschen unbemerkt an den Brei zu kommen. Schön sind auch die Namen der Wichtelkinder, auch wenn sie nicht ganz leicht auseinander zu halten sind: Pilka, Polka und Pulka. Darüber hinaus wird in dem Buch eine schöne Weihnachtsstimmung vermittelt. Allein das erste Bild im Buch, auf dem man einen zugeschneiten Hof sehen kann, lässt eine harmonische Weihnachtsstimmung aufkommen. Überhaupt sind die Bilder, wie man es von Sven Nordqvist gewöhnt ist, alle gut gelungen und laden dazu ein lange bei ihnen zu verweilen, auch wenn die Gesichter der Menschen teilweise etwas hässlich aussehen. Es gibt überall, wie auch in Sven Norqvists bekannten Büchern über „Pettersson und Findus„, eine ganze Menge zu entdecken, insbesondere auf dem Bild von der Wichtelwohnung. Und wer ganz genau hinsieht, findet auch ein paar der kleinen Wesen (genannt Muckla), die auch in den „Pettersson und Findus„-Büchern ein munteres Leben führen.

Insgesamt ein sehr schönes weihnachtliches Bilderbuch, welches für Kinder ab 4 Jahren zu empfehlen ist, da der Text recht ausführlich ist. Einzig die Zeichnungen der Gesichter der Menschen sind nicht so ganz mein Fall.

Das Geheimnis der Weihnachtswichtel von Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3-7707-5362-8, 12€

Es geht wunderbar weiter: Ein weiteres Winter-Foto-Bilderbuch

Vor zwei Jahren habe ich euch das wunderschöne Fotobilderbuch „Die wunderbare Weihnachtsreise“ vorgestellt, welches mir immer noch sehr gut gefällt. Und so habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich gesehen habe, dass es ein weiteres Buch mit Anja gibt: „Ein wunderbarer Weihnachtswunsch“.

u1_978-3-7373-5117-1   u1_978-3-7373-5400-4

Anja hat einen großen Wunsch: Sie möchte so gerne einen Hund haben. Aber zunächst muss sie sich um ein anderes Tier kümmern. Ein kleines Rentier, ohne Mutter, braucht ihre Hilfe. Anja kümmert sich liebevoll um das Rentier, welches sie Ole nennt, und die beiden werden Freunde Ole folgt Anja ein ganzes Jahr lang überall hin, aber beim Anblick einer Rentierherde wird er traurig. Anja weiß, dass er sich nach anderen Rentieren sehnt, aber er ist doch ihr Freund. Was soll sie nur tun? Schließlich läutet sie die Zauberglocke, die der Weihnachtsmann ihr geschenkt hat, und der rote Vogel kommt mit einer Nachricht zu ihr geflogen: Der Weihnachtsmann könnte Ole sehr gut für seine Rentierherde gebrauchen. Und so trifft Anja, gemeinsam mit Ole, den Weihnachtsmann wieder, und natürlich schafft der Weihnachtsmann es, alle glücklich zu machen. Ole ist unter anderen Rentieren, aber Anja wird ihn jedes Jahr wiedersehen, und der Weihnachtsmann hat ein Geschenk für Anja: Einen kleinen Hundewelpen.

Am Ende des Buches steht wie bereits in „Die wunderbare Weihnachtsreise“ die Frage, ob alles nur ein Traum war, aber Bücherwürmchen ist sich auch dieses Mal wieder sicher: Nein, das hat die nicht nur geträumt, das war wirklich so!

Die Fotos in diesem Buch sind wieder wunderschön, wobei mir die winterlichen Fotos, gerade jetzt in der Weihnachtszeit, noch besser gefallen, als die Bilder mit grünem Gras. Aber die Fotos, auf denen eine winterliche Schneelandschaft zu sehen ist, welche zum träumen einlädt, überwiegen letztendlich auch. Besonders schön ist das Bild, auf dem Anja auf Ole durch einen Weg aus leuchtenden Kugeln zum Weihnachtsmann reitet. Da entfuhr auch Bücherwürmchens ein „Oh!“

Mir gefällt das Buch gut. Es ist wieder ein weihnachtlicher Wintertraum! Schön ist, dass Anja auch den Weihnachtsmann wieder trifft. Neben der weihnachtlichen Stimmung steht hier das Thema Freundschaft (mit Tieren) im Vordergrund. Gleich mehrere Aspekte einer Freundschaft werden angesprochen: Gemeinsam Spaß haben, nicht alleine sein, aber auch füreinander sorgen und die Bedürfnisse und Wünsche des anderen wahrnehmen, auch wenn sie vielleicht nicht zu den eigenen passen.

Das Thema, die Bilder – alles gefällt mir gut, aber dennoch muss ich sagen, dass das erste Buch, mit der Reise zum Weihnachtsmann noch ein bisschen bezaubernder ist. Nichtsdestotrotz ist es schön, dass es dieses zweite Buch gibt!

u1_978-3-7373-5400-4

Ein wunderbarer Weihnachtswunsch von Lori Evert und Per Breiehagen, übersetzt von Tanya Stewner, Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5400-4, 16,99€

Sehr kreativ: Die Weihnachtsgeschichte basteln

Die Weihnachtsgeschichte wird in vielen Bilderbüchern erzählt. Heute möchte ich euch aber ein besonderes Bilderbuch vorstellen. Das Buch „Maria bekommt ein Kind“ ist in vielerlei Hinsicht anders als viele andere Bilderbücher. Zum einen ist der Text gereimt, was bei der Erzählung der Weihnachtsgeschichte auch eher selten vorkommt, und zum anderen sind die Bilder kleine Kunstwerke aus Papier. Alles ist aus Papier gebastelt: Tiere, Menschen, Gebäude und Pflanzen. Es ist faszinierend diese Bilder zu betrachten und dabei zu staunen mit welcher Fingerfertigkeit hier zu Werke gegangen wurde. Aber die Bilder wirken auch sehr schön. Man schaut sich das Bilderbuch gerne an. Das Schöne ist aber, dass es hier nicht bei der Bewunderung bleibt, sondern dass man auch selber tätig werden kann. Menschen, die gerne mit Papier basteln, wird es beim Lesen des Buches bereits in den Fingern gejuckt haben und mit den Schablonen am Ende des Buches kann man dann direkt loslegen. Die Figuren werden zwar ein wenig anders hergestellt, als die im Buch, aber sie erinnern ganz stark an die Figuren im Buch. Allerdings gibt es nur Vorlagen für die heilige Familie sowie den Stall samt Krippe und Esel und Ochse. Aber diese Teile ergeben bereits ein schönes Bild und wer darüber hinaus noch die Hirten und Könige herstellen möchte, kann sicherlich mit ein wenig Fantasie und einen Blick auf die Bilder im Buch selber tolle Sachen basteln.

Bücherwürmchen und ich haben gemeinsam Maria, Josef, Jesus und die Krippe gebastelt. Bücherwürmchen war für Maria und Jesus zuständig und ich für Josef. Eigentlich soll Maria das Baby im Arm halten, aber Bücherwürmchen wollte es lieber in die Krippe legen, so dass wir diese dann auch noch basteln mussten. Mit ein wenig Hilfe beim Übertragen der Vorlagen sowie beim Zusammenkleben der einzelnen Teile kann ein fünfjähriges Kind die Figuren schon prima basteln. Bücherwürmchen und ich waren mit unserem Ergebnis jedenfalls sehr zufrieden. Die Figuren ergänzen nun die Weihnachtsdeko im Zimmer von Bücherwürmchen.

img_5046

Der Text im Buch ist insgesamt gut zu lesen. Die Reime kommen einem in den meisten Fällen gut über die Lippen. Nicht ganz so gut gefällt mir, dass der Name von Jesus erst ganz am Ende bei den Königen mal fällt. Ansonsten wird die Weihnachtsgeschichte hier schön erzählt.

Maria bekommt ein Kind“ ist ein schönes Buch sowohl zum Lesen, Angucken, aber natürlich auch um in der Weihnachtszeit kreativ zu werden.

049932_maria_bekommt_ein_kind_gr

Maria bekommt ein Kind von Mieke van Hooft und Lonneke Leever, übersetzt von Sophia Witt, Lingen Verlag, 978-3-945136-82-9, 12,95€

Klassisches Ballett als Bilderbuch: Der Nussknacker

Weihnachten ist die Zeit der Märchen und Wunder, eine Zeit zum Träumen und Genießen. Und genau deshalb passt das Buch „Der Nussknacker“ aus dem Mixtvision Verlag jetzt so gut. Ja, es geht um eine weihnachtliche Geschichte, wann sollte diese besser passe als in der Weihnachtszeit? Aber es geht nicht nur um die Geschichte an sich, sondern um die Aufmachung und Gestaltung des Buches. Der Nussknacker ist ein bekanntes Ballett, welches auf der Geschichte „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann basiert. Das Besondere an diesem Buch ist, dass hier eben nicht einfach die Geschichte erzählt wird, sondern sie wie eine Ballettaufführung inszeniert wird. Die Geschichte wird durch Bilder und Text getanzt und wird dadurch besonders zauberhaft. Alles wirkt elegant und märchenhaft.

Die Geschichte beginnt beim Weihnachtsabend bei der Familie von Marie und Fritz, bei dem Marie von ihrem Patenonkel einen Nussknacker geschenkt bekommt. Doch es ist kein normaler Nussknacker. Dieser Nussknacker bringt Marie als verwandelter Prinz in eine wundersame Welt, in der die verschiedensten Süßigkeiten herrliche Tänze für sie aufführen.

Der Nussknacker“ ist ein schönes Buch mit wunderbaren Bildern, welches man sicherlich Jahr für Jahr gerne in der Weihnachtszeit hervorholen wird. Es ist ein Buch, welches es vermag, einen direkt in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Interessanterweise gefällt das Buch sogar Bücherwürmchen. Ich hätte gedacht, dass es eher ein Buch ist, welches Mädchen anspricht, aber Bücherwürmchen wies mich daraufhin, dass in der Geschichte ja auch der Kampf zwischen Nussknacker und Mäusekönig vorkommt. Das gefällt ihm natürlich. Er findet die Geschichte aber am Anfang viel spannender. Sie gefällt ihm besser, wo der Nussknacker noch nicht in den Prinz verwandelt ist. Die märchenhafte Welt, in der die Tänze aufgeführt werden, ist dann vielleicht doch eher etwas für die Mädchen.

093-4_Nussknacker_Umschlag.indd

Der Nussknacker, illustriert von Valeria Docampo, präsentiert vom New York City Ballet, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, Mixtvision Verlag, ISBN: 978-3-95854-093-4, 14,90€

Die Weihnachtszeit aktiv gestalten

Manchmal weiß man gar nicht mehr so richtig, was man alles für tolle Bücher im Regal stehen hat. Da stöbere ich gerade durch alte Rezensionen von mir und stoße dabei auf das Buch „Pfeffernuss & Kugelglanz – Die Advents- und Weihnachtszeit mit Kindern stimmungsvoll gestalten„. Das Buch klingt richtig interessant und wäre bei mir beinahe verstaubt. Jetzt habe ich es aber mal wieder hervor geholt und ich werde mal schauen, ob wir in diesem Buch noch ein paar schöne Ideen für dieses Jahr finden werden.

Meine Rezension zu dem Buch stammt bereits aus dem Jahr 2006 und ich habe sie damals für das #Institut Juleiqua geschrieben.

Hier ist sie noch einmal für euch:

Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit eine ganz besondere Zeit im Jahr und dies gilt ganz besonders für Kinder, denn gerade Kinder lieben diese stimmungsvolle Zeit mit Ritualen, leckeren Plätzchen, Basteleien und kleinen Überraschungen. Um Kindern einen Advent mit viel Atmosphäre bieten zu können, ist das Buch „Pfeffernuss & Kugelglanz“ eine große Hilfe. Das Buch zeigt, wie viele Ideen und Möglichkeiten es gibt, den Advent stimmungsvoll zu gestalten. Hier gibt es Vorschläge für Basteleien, Plätzchen- und Punschrezepte sowie auch Gedichte und Geschichten zum Vorlesen bei Kerzenschein.

Insgesamt ist das Buch in fünf große Bereiche eingeteilt:

  • Traditionelle Elemente
  • Weinachtliche Nischen und Ecken
  • Weihnachtliche Fenster
  • Weihnachtliche Tische
  • Weinachtlicher Eingangs- und Gartenbereich

Außerdem befindet sich im Anhang ein Register, so dass man, wenn man etwas bestimmtes sucht, dies schnell finden kann. Besonders hilfreich sind hier die eigenen Register für Rezepte und Geschichten/Gedichte.

Die vorgestellten Ideen machen direkt Lust auf eine Weihnachtszeit mit allem drum und dran: Adventskalender (insebsondere werden hier nicht-materielle Kalender wie Fantasiereisen-Kalender, Spiele-Kalender u.ä. beschrieben), Adventskranz, Weihnachtsbaumschmuck, Wunschzettel gestalten, Weihnachtsduft verbreiten durch z.B. Duftbeutel oder Duftmemory, Gebäck, Bratäpfel, Kinderpunsch, Knusperhaus, Geschenkverpackungs-Vorschläge, selbstgebastelte Geschenke wie Massageseife oder weihnachtliche Kerzen schnitzen,…

Die Beschreibungen der Bastelideen/Rezepte sind recht kurz gehalten, aber dennoch gut zu verstehen. Der Anweisung geht eine Auflistung des benötigten Materials sowie eine Altersangabe voran. Insgesamt lassen sich die meisten Vorschläge mit Kindern ab ca. 4/5 Jahren durchführen, aber auch Grundschulkinder werden an den meisten Ideen noch Spaß haben.

Die Illustrationen von Mientje Meussen sind sehr liebevoll gestaltet und passen zu dem Inhalt des Buches: Eine harmonische und stimmungsvolle Weihnachtszeit zu gestalten. Die gezeichneten Kinderfiguren wirken mit ihrem weichen Haar, den großen Augen und dem verträumten Blick beinahe nostalgisch.

Ein schönes Weihnachtsbuch für alle, die den Advent und Weihnachten mit Kindern erleben und gestalten möchten. Hier gibt es viele gute Ideen zu entdecken, so dass das Buch über mehrere Jahre hinweg ein Begleiter in der Weihnachtszeit sein kann.

617wwqplaol

Pfeffernuss & Kugelglanz – Die Advents- und Weihnachtszeit mit Kindern stimmungsvoll gestalten von Jakobine Wierz und Mientje Meussen, Ökotopia Verlag, ISBN: 978-3867022712, 24,99€

Für die Kleinen: Alles, was man zum Weihnachtsfest braucht

Das Weihnachtsbuch „Jedes Jahr im Weihnachtswald“, welches sich besonders an die kleinen Kinder wendet, erinnert mich vom Stil her an „Brauner Bär, wen siehst denn du?“ von Eric Carle. Auf jeder Doppelseite wird ein Tier begrüßt und ihm eine einfache Frage zu dem getragenen Gegenstand gestellt, die eben so einfach beantwortet wird:

Guten Tag, süßes Kaninchen, was hast du da?

Ich habe eine rote Kerze. Die leuchtet so schön.

Auf diese Art und Weise begegnen uns einige Tiere im Wald, die alle einen Weihnachtsgegenstand präsentieren: einen Weihnachtsstern für die Baumspitze, ein Buch mit der Weihnachtsgeschichte, eine Lichterkette, Geschenke, eine Baumkugel, Kekse und einiges mehr. Alles wird benannt und der Weihnachtswortschatz der ganz kleinen Kinder kann so wunderbar erweitert und gefestigt werden. Am Ende des Buches wird dann natürlich auch noch mit all diesen Gegenständen, die zum Bau des Fuchses gebracht werden, gemeinsam Weihnachten gefeiert.

Im ersten Moment irritierte mich der Stil des Buches ein wenig, aber nachdem ich mir das Buch ein paar Mal, unter anderem auch mit den Kindern, angeschaut habe, gefiel es mir immer besser. Gerade für die kleinen Kinder sind die einfachen und klaren Sätze prima. Und insgesamt ist das Buch durch diese Struktur und die freundlichen Tiere, die gemeinsam feiern möchten, doch ziemlich bezaubernd. Es hat einfach Etwas. Ja, mir gefällt dieses Buch gut.

2qdrpreack

Jedes Jahr im Weihnachtswald von Anita Bijsterbosch, J.P. Bachem Verlag, ISBN: 978-3-7616-3156-0, 12,95€