Der Kölner Zoo für die Kleinsten

Neulich haben wir einen Ausflug in den Kölner Zoo gemacht. Besonders begeistert war Büchermäuschen von den Pavianen mit dem roten Po. Als ich dann im Zoo-Shop gesehen habe, dass sich in dem Pappbilderbuch „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ eine Doppelseite den Pavianen auf ihrem Affenfelsen widmet, musste ich es natürlich kaufen.

Überhaupt ist dieses Büchlein klasse um mit kleinen Kindern den Zoobesuch noch mal Revue passieren zu lassen. Dafür eignet sich natürlich auch das Zoowimmelbuch, aber hier nimmt man einzelne Tiere in Augenschein und kann so gut ein paar Tiernamen und Begriffe rund um den Zoo im Wortschatz des Kindes verankern. Die Beschriftungen der Bilder geben dazu Anregungen. Zum einen werden die Tiere benannt und zum anderen werden Wörter wie „klettern“, „Futter“ und „baden“ aufgegriffen.

Auf den Seiten begleiten wir ein Mädchen durch den Zoo, welches sich begeistert verschiedene Tiere anschaut. Die Tiere sin ein wenig niedlich und vermenschlicht gezeichnet, man erkennt sie aber sehr gut. Es ist ein fröhliches Buch, welches man sich gerne anschaut.

Schöne Tierauswahl für Kinder

Die Auswahl der Tiere gefällt mir sehr gut. Zwar sind hier auch etwas unbekanntere Tiere wie der Ameisenbär oder das Tapir abgebildet, aber vor allem sind hier viele Tiere vertreten, die im Zoo Eindruck auf die Kinder machen. Neben den Pavianen kann Büchermäuschen hier u.a. auch die Gorilla, die Elenfanten und die Seelöwen wiederentdecken. Dass bei den Bauernhoftieren auch das Maskottchen Hannes vom 1. FC Köln dabei ist, freut unseren Großen, da sein Freund Köln-Fan ist und er selbst gerade alles rund um Fußball spannend findet.

Als kleines Extra gibt es auf jeder Seite eine lustige Maus zu entdecken, die sogar im Aquarium taucht.

Insgesamt ist „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ ein sehr schönes Pappbilderbuch für alle kleinen Zoobesucher. Ich finde es klasse, wenn man sich mit einem Bilderbuch an einen Ausflug erinnern kann, so bleibt einem einerseits der Zoobesuch in lebendiger Erinnerung und andererseits hat das Buch eine besondere Bedeutung, was zum Anschauen und Sprechen motiviert.

Mein 1. Kölner Zoo-Buch von Gaby van Emmerich, J.P. Bachem Verlag, ISBN: 978-3-7616-3050-1, 6,95€

 

Sticker-Pixi-Bücher

Die Pixi-Challenge läuft seit gut einem Monat und bei vielen Teilnehmern gibt es bereits interessante Berichte zu lesen. Auch ich möchte euch in diesem Jahr immer mal wieder ein paar Pixibücher vorstellen und dabei insbesondere die Bandbreite an Pixibüchern vorstellen.

Heute soll es um die Sticker-Pixi-Bücher gehen, von denen wir die Titel „Zu Hause“ und „Im Zoo“ haben. Diese Pixi-Bücher haben wir gerade erst entdeckt. Interessanterweise haben sie weniger Seiten als die üblichen Pixis, dafür befindet sich in der Buchmitte eine Doppelseite mit Stickern. Mit diesen Stickern kann man die übrigen Buchseiten vervollständigen. So kann man zum Beispiel im Zoobüchlein eine weitere Ente zum Teich kleben oder die Zoobesucher an die Gehege stellen und in dem Buch „Zu Hause“ kann das Kind das Bobbycar in den Garten kleben und den Salat auf den Tisch stellen. Das macht den Kindern sehr viel Freude. Allerdings wünschte sich mein Sohn noch weitere bestimmte Aufkleber von Dingen, die seiner Meinung nach auf den Bildern noch fehlten. Das liegt teilweise aber auch daran, dass die Kinder die Sticker nicht immer an die vermutlich dafür vorgesehene Stelle kleben, sondern sie an einem anderen Ort passender finden, was sie auch meist logisch begründen können.

Kurze Texte

Der Text in diesen Pixis ist sehr kurz gehalten. Hier geht es scheinbar mehr um die Beschäftigung mit den Stickern, wobei der Text manchmal den Kindern eine Hilfestellung gibt, welche Sticker für die jeweilige Seite passend sind. Allerdings erwartete mein Sohn durch diese Texte auch bestimmte Aufkleber, die es dann aber nicht gab. Insgesamt treten die Texte in diesen Pixibüchern aber eindeutig in den Hintergrund und die Kinder haben zunächst auch wenig Lust die Fragen zu beantworten, die dazu anregen möchten, sich die Bilder genau anzuschauen. Dazu haben sie erst dann Ruhe, wenn die Sticker aufgeklebt sind, wobei bei manchen Kindern mit dem Abschluss dieser Tätigkeit das Pixibuch auch bereits uninteressant wird. Die Bilder sind zwar freundlich und ansprechend gestaltet, aber der Inhalt selbst ist eben dann doch recht gering. Dennoch bieten die Pixibücher für eine Autofahrt oder im Urlaub eine schöne Beschäftigung für Kinder, bei der sie auch überlegen müssen, was wie zusammen passt- wieder einmal ein guter Anlass um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und Sachen und Zusammenhänge zu benennen.

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Mein Sticker-Pixi: Zu Hause von Laura Leintz, illustriert von Dirk Hennig, Carlsen Verlag, Pixi-Serie 234, Nr. 2127

Mein Sticker-Pixi: Im Zoo von Laura Leintz, illustriert von Ursula Weller, Carlsen Verlag, Pixi-Serie 234, Nr. 2123

Kindermagazin für WWF-Spende

Anfang des Jahres habe ich einige Zeitschriften für Kindergartenkinder vorgestellt. Diese Reihe hat nun eine Weile pausiert (abgesehen von den Gecko-Vorstellungen), aber sie wird nun fortgesetzt.

Heute möchte ich euch „Lilu Panda“ vorstellen, ein ganz besonderes Heft für das es kein normales Abo gibt, sondern welches man im Prinzip als Geschenk für eine Spendenmitgliedschaft bei WWF bekommt. Das heißt, man spendet monatlich mindestens drei Euro und dafür bekommt das Kind dann sechs Mal im Jahr das Kindermagazin.

Lilu Panda“ (für Kinder bis sieben Jahren) ist mit seinen 24 Seiten ein relativ dünnes Heftchen. Thematisch dreht sich natürlich alles um Tiere. Verschiedene Tiere werden kindgerecht und bildreich (teils mit Fotos, teils mit Zeichnungen) vorgestellt, wobei sich jedes Heft auf ein bestimmtes Tier konzentiert, welches man auch auf dem jeweiligen Titelbild sehen kann. Die Hefte bieten allerdings mehr als Sachinformationen. Die Kinder können ebenfalls rätseln und Bilder ausmalen. Sie erhalten Basteltipps, die leicht umzusetzen sind, und es gibt eine Vorlesegeschichte zu der teilweise namhafte Illustratoren die Bilder geliefert haben.

Lilu Panda ist ansprechend (abgesehen von ein paar Rechtschreibfehlern) und wirklich kindgerecht aufgemacht. Bücherwürmchen hat sich die Hefte gerne vorlesen lassen, allerdings waren wir immer viel zu schnell mit einem Heft durch. Aber die Bastelvorschläge warten ja noch auf ihre Umsetzung. Die lustigen Papierschnipsel-Tiere möchte ich auf jeden Fall noch ausprobieren.

Wer gerne etwas für den Natur- und Tierschutz tun möchte und gleichzeitig nach einer Zeitschrift fürs Kind sucht, für den ist Lilu Pana sicherlich interessant. Wer jedoch „nur“ eine gute Zeitschrift haben möchte, müsste für Lilu Panda einen vergleichsweise hohen Preis bezahlen, denn man spendet ja jeden Monat Geld, erhält aber nur alle zwei Monate ein Magazin.

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Lilu Panda erscheint sechs Mal im Jahr, man spendet jeden Monat mindestens 3 € an WWF

Mit Biotologe Yann um die Welt reisen und Abenteuer erleben

Kinder, vor allem Jungen, lieben Abenteuer. Vielleicht wird nicht jedes Kind wild durch Wälder turnen, über Berge klettern, tauchen, sich wilden Tieren nähern, aber das muss man ja auch nicht. Zumindest nicht, so lange man ein tolles Abenteuer auch im Buch erleben kann, das einen ganz in den Bann zieht und vielleicht eine kleine Sehnsucht in einem weckt, selbst als großer Abenteurer in die Welt zu ziehen. Oh ja, ich glaube, egal ob die eigenen Kinder selbst eher ruhig oder lebendig sind, sie alle werden wohl den fünfjährigen Biotologen Yann (laut Yann ist ein Biotologe jemand, der Tiere, Pflanzen und Länder erforscht), der mit seinen Welt um die Welt reist und spannende Abenteuer erlebt, ein wenig beneiden. Aber zum Glück dürfen wir in Fotobilderbüchern ja über seine Erlebnisse lesen. Bücherwürmchen dachte erst, dass es sich  um langweilige Bücher handelt, denn von außen sieht man ja kaum mehr, als dass es sich um ein Buch mit Fotos handelt – für Bücherwürmchen nicht unbedingt spannend. Doch Biotologe Yann zeigt uns nicht einfach nur Fotos von den Tieren und Pflanzen, denen er überall auf der Welt begegnet ist, nein, er erzählt uns von ganz besonderen Abenteuern, die er gemeinsam mit den Tieren erlebt hat. Er war tatsächlich an all diesen Orten, aber bei den erzählten Abenteuern kommt dann noch eine Portion Fantasie hinzu.

Es gibt zwölf Bücher, in denen die Abenteuer von Yann erzählt werden. Drei davon haben wir gelesen: Die Abenteuer in Brandenburg, auf Galápagos und in der Serengeti. Yann staut mit Hilfe des Bibers das Wasser, damit es um das Nest des Kranichs wieder nass wird, er sucht auf Galápagos einen Piratenschatz und fliegt mit einem Heißluftballon über die Serengeti, versteckt sich vor Leoparden und muss zurück zum Lager finden. Bei Yann geht es immer spannend zu. Zum Glück bekommt er bei seinen Abenteuern aber auch stets Hilfe von den Tieren, mit denen er sich in den Büchern unterhalten kann. Die Tiere sprechen dabei immer in Reimen. Ich finde es gut, dass Yann in den Büchern mit den Tieren in Kontakt tritt, denn auf diese Weise schauen sich die Kinder, die genannten Tiere im Buch aufmerksam an, was sie ansonsten nicht unbedingt tun würden. So aber lernen sie ganz nebenbei verschiedene Tierarten und ihre Lebensräume kennen. Am Ende des Buches können Interessierte dann noch Informationen u.a. zu Flora und Fauna, zur Gefährdung der Umwelt und zum Umweltschutz erlesen.

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Mir gefallen die Bücher und die Abenteuer von Yann insgesamt sehr gut. Das Konzept ist gut umgesetzt. Neugierde wird geweckt, die Abenteuerfreude wird angesprochen, es werden tolle Fotos gezeigt und es werden Geschichten erzählt, die Kinder gespannt verfolgen. Natürlich ist nicht jedes Abenteuer gleich logisch aufgebaut und genauso spannend. Die Piratensuche kommt mir sehr inszeniert vor und der Weg bis zum Schatz ist, meines Erachtens, nicht so sonderlich spannend. Dafür passiert in der Serengeti einiges. Hier erlebt Yann nicht nur den Heißluftballonflug, sondern muss sich auch vor wilden Tieren in acht nehmen. Die Erlebnisse in der Uckermark in Brandenburg kommen dahingegen vermutlich den eigenen Erfahrungen in der Natur am nächsten.

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Letztendlich ist aber die gesamte Reihe (zumindest soweit ich sie kenne) empfehlenswert, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Interessen der Kinder ja auch unterschiedlich sind. Bücherwürmchen hat sich z.B. von dem meines Erachtens eher schwächerem Galápagos-Abenteuer dazu inspirieren lassen, sich eine eigene Schatzsuche auszudenken, während das Serengeti-Abenteuer zwar für gut befunden, aber ansonsten kommentarlos zur Seite gelegt wurde.

Weitere Informationen zu den Büchern und zu dem Projekt findet ihr auf der Homepage www.tlelebooks.de. Hier seht ihr auch, welche weiteren Abenteuer Yann erlebt hat.

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6. Abenteuer auf Galápagos – Biotologe Yann forscht nach dem Piratenschatz von Agnes Gramming-Steinland, Fotos von Jim Gramming, Tlelebooks, ISBN: 978-3-944275-05-5, 14,50€

7. Abenteuer in der Serengeti – Biotologe Yann hebt ab von Agnes Gramming-Steinland, Fotos von Jim Gramming, Tlelebooks, ISBN: 978-3-944275-06-2, 14,50€

12. Abenteuer in Brandenburg – Biotologe Yann baut mit dem Biber von Agnes Gramming-Steinland, Fotos von Jim Gramming, Tlelebooks, ISBN: 978-3-944275-05-5, 14,50€

 

 

Von A-Z Tiere basteln

Eigentlich sind doch solche Bücher am tollsten, die nicht nur schön anzugucken sind, sondern auch zu eigenen Aktivitäten inspirieren, oder? Ein solches Buch ist auf jeden Fall „1, 2, 3, 4 Lieblingstier“. Erst einmal kann man sich das Buch gut angucken: Zu jedem Buchstaben im Alphabet gibt es ein Tier zu sehen. Das Besondere dabei ist, dass dieses Tier nicht gezeichnet oder fotografiert wurde, sondern es wurde gebastelt und zwar mit ganz unterschiedlichen Materialien. Aber das war noch nicht alles, denn die Bastelanleitung bekommt man gleich jeweils auf der linken Seite mitgeliefert. So kann man nach dem ersten Durchblättern auch schon direkt loslegen und genau so haben wir es auch gemacht. Wir haben das Buch gerade mal einen Tag und schon ist das erste Tier gebastelt: A wie Affe. Gut gefällt mir, dass man zwar eine Anleitung zum Basteln bekommt, es aber keine Schablonen oder ähnliches gibt. Vielleicht erschrickt man zunächst, wenn einem klar wird, dass man die Formen nun selber aufs Papier kriegen muss, aber dann staunt man, wie gut das eigene Kind es bereits hinbekommt. Man muss die Kinder eben nur mal machen lassen. Bücherwürmchen hat jedenfalls alle Formen des Affen ganz alleine aufgezeichnet und noch einen Schwanz hinzugefügt. Ich habe dann ein wenig beim Ausschneiden der Pappe und beim Zusammenbauen geholfen, aber letztendlich ist es nun tatsächlich sein kleines Äffchen, welches im Übrigen auch beim kleinen Büchermäuschen auf große Begeisterung stößt. Der Kleine freut sich, wenn er den Affen im Buch und bei uns im Haus entdeckt.

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Das Basteln des Affen hat uns viel Spaß gemacht und Bücherwürmchen weiß auch schon, was er noch so alles basteln möchte: den Dino, die Giraffe, den Orca, die Qualle (auch wenn er sie im Meer im Sommer nicht sonderlich mochte) und die Spinne. Ich habe ja schon die Vision, ein eigenes kleines ABC-Büchlein zu erstellen. Wäre ja auch ein schönes Geschenk für Verwandte etc. Mal schauen, wie weit wir kommen. Aber wie gesagt, das Buch inspiriert auf jeden Fall. Ich könnte es mir auch sehr gut im Kindergarten oder in der Schule vorstellen. So würde das Alphabet doch gleich noch mehr Spaß machen. Allerdings muss man natürlich sagen, dass es in diesem Buch zwar zu jedem Buchstaben ein Tier gibt, es aber nicht unbedingt darum geht, die Buchstaben zu lernen. In dieser Hinsicht ist nämlich die Spinne beim Buchstaben „S“ nicht sonderlich gut gewählt, denn sie beginnt ja mit dem Laut „Sp“. Aber das ist nur eine nebensächliche Anmerkung der Grundschullehrerin in mir.

Das Buch gefällt mir jedenfalls sehr gut. Es ist nämlich auch aus dem Grund so anregend, da sich die Ideen relativ einfach umsetzen lassen und man viele der benötigten Materialien bereits besitzt. Ansonsten muss man eben ein wenig kreativ werden… Und besonders die Kinder sind da ja meistens ganz findig, insbesondere wenn sie  nicht von zu genauen Vorlagen eingeengt werden.

Na, habt ihr nun auch Lust auf tierische Basteleien bekommen? Ich kann es nur zu gut verstehen und ich freue mich bereits auf die nächste Bastelstunde mit Bücherwürmchen!

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1,2,3,4 Lieblingstier von Sabine Lohf, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5895-0, 12,95€

 

Immer ein Hit für die ganz Kleinen: Bauernhoftiere

Heute möchte ich euch mal eines der aktuellen Lieblingsbücher von dem kleinen Büchermäuschen vorstellen, welches immer mehr Spaß an Büchern hat. Am liebsten schaut sich der Kleine Bücher mit Tierbildern an, allen voran das Fotobilderbuch „Mein Bauernhoftiere-Buch“ aus dem Coppenrath Verlag.

Dieses Pappbilderbuch ist wirklich ein prall gefülltes Buch. Es beinhaltet richtig viele Seiten, wenn man beachtet, dass es ein Buch für Kinder ab 18 Monaten ist, und auf diesen Seiten gibt es über 80 Tierfotos zu entdecken. Zunächst fand ich das fast zu viel und ich wusste auch nicht so recht, was ich davon halten soll, dass es immer wieder Seiten gibt, auf denen erneut Kühe, Pferde oder Schafe zu sehen sind. Hätte nicht eine Seite mit jeder Tierart gereicht? Diese Frage habe ich mir anfangs gestellt, aber mittlerweile halte ich diese Flut von Bildern nicht mehr als Schwachstelle des Buches. Büchermäuschen ist noch in dem Alter, in dem es nicht lange auf einzelnen Seiten verweilt. Es liebt es, Seite für Seite umzublättern. Da ist es also schon mal gut, wenn das Buch nicht ganz so schnell zu Ende ist, denn umso mehr kann geblättert werden. Und beim Blättern freut Büchermäuschen sich dann immer, wenn es wieder bekannte Tiere entdeckt. Bei den Kleinen ist es ja auch gar nicht so verkehrt, wenn man die Tiernamen häufig wiederholt und sie sich somit einprägen. Außerdem lernen sie dabei auch, dass beispielsweise ein Pferd zwar einige Erkennungsmerkmale wie Mähne, vier Beine etc. hat, aber eben nicht jedes Pferd genau gleich aussieht.

Die Bilder selbst sind absolut klasse. Es sind richtig schöne Tierfotos. Die Fotos einer Doppelseite sind durch eine Art Thema wie „Meine Mama und ich“, „Hühner“ oder „Tiere bei der Arbeit“ zusammengehalten. Es gibt auch jeweils einen kurzen Text dazu, der in wenigen Sätzen das Abgebildete beschreibt. Text und Bilder passen insgesamt gut zusammen, auch wenn nicht alle Bilder in den Texten erwähnt werden. Letztendlich kann man sich das Buch aber auch ohne die Texte sehr gut angucken. Bei uns spielen sie jedenfalls momentan noch gar keine Rolle.

Büchermäuschen mag besonders gerne die Gänse, die er vor Kurzem laut schnatternd live erlebt hat, und die beeindruckenden Kutschpferde. Ich denke, jedes Kind wird hier schnell seine Lieblingsseiten finden. Bei uns ist dieses Buch jedenfalls, wie oben bereits erwähnt, zur Zeit der Renner. Ich mache unermüdlich Tiergeräusche nach und Büchermäuschen blättert dieses Buch wieder und wieder mit großer Freude durch.

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Mein Bauernhoftiere-Buch, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-67031-5, 9,99€

Im Wald gibt es das ganze Jahr über viel zu entdecken

Zwölf Seiten – für jeden Monat eine – beinhaltet das Wimmelbuch „Ein Jahr im Wald“, zwölf wunderbar gestaltete, wimmelige Seiten, auf denen man sehen kann, was die Tiere so das ganze Jahr über im Wald treiben. Die Bilder sind sehr liebevoll gestaltet. Die Tiere kann man sehr gut erkennen, auch wenn sie nicht ganz realistisch und etwas verniedlicht und teils vermenschlicht (z.B. hat die Ameisenkönigin eine Krone auf dem Kopf) dargestellt werden. Mir gefallen die Bilder jedenfalls sehr gut und ich könnte sie mir stundenlang ansehen. Auf jedem einzelnen Bild gibt es unheimlich viel zu entdecken. Das Leben im Wald wird sowohl informativ, als auch humorvoll dargestellt. So ist es beispielsweise richtig, dass dem Elch im Januar sein Geweih fehlt. Dies kann man gut auf dem Bild erfahren. Gleichzeitig kommt durch die Gedankenblase, in der sich der Elch über das fehlende Geweih wundert, ein wenig Spaß dazu. So gibt es mehrere kleine Szenen über die man schmunzeln kann und man wird beim wiederholten Anschauen noch oft etwas neues entdecken. Besonders spannend wird das Buch dadurch, dass man nun das Leben vieler Waldtiere von Monat zu Monat verfolgen kann. Dem Elch wachsen natürlich nach und nach Schaufeln, der Fuchs ist froh, wenn er in den wärmeren Monaten endlich wieder leichter Futter finden kann, der Bär schlägt sich im Frühjahr den Bauch mit Honig voll, während der Förster einen Monat vorher noch einen eher unangenehmen Zusammenstoß mit den Bienen hatte, man kann die Arbeit der Biber an ihrer Burg hervorragend verfolgen, Tierjunge wachsen heran und Blätter verfärben sich und fallen schließlich zu Boden. Hier gibt es einfach unglaublich viele kleine Tiergeschichten zu entdecken, über die es natürlich auch jede Menge zu erzählen gibt. Auch Kinder können hier schon viel sehen und auch lernen. Sie können sehr lange in den einzelnen Bildern versinken, aber besonders schön ist es dennoch, wenn man sich dieses Buch gemeinsam mit ihnen anschaut und über das Leben im Wald mit ihnen spricht. Dabei kann man dann darüber Staunen, wieviel Kinder aus den Bildern bereits herauslesen können und wie gut sie Zusammenhänge erkennen, man kann den Kindern zuhören, ihnen selbst Informationen geben und etwas erzählen und sich gemeinsam an den schönen Bildern erfreuen.

Witzig und humorvoll, aber gleichzeitig informativ (so wie das ganze Buch eben) sind die Vorstellungen der Tiere des Waldes sowie des Försters auf dem vorderen Vorsatzpapier. Allein damit kann man schon eine Weile verbringen und die Texte finden auch größere Kinder noch spannend. Auf dem hinteren Vorsatzpapier können Kinder selbst ein wenig aktiv werden und die Wege einiger Tiere in einem Labyrinth unter der Erde verfolgen. Diese beiden Doppelseiten runden das Buch toll ab.

Ein Jahr im Wald“ ist ein tolles Bilderbuch, welches sehr viel Spaß macht, sensibel für das Leben im Wald macht und bei dem man einiges über den Wald und seine Bewohner lernen kann.

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Ein Jahr im Wald von Emilia Dziubak, übersetzt von Victoria Lach, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-1324-0, 12,99€

Kleine Enttäuschungen bei Büchern für die Kleinsten

Für die ganz kleinen Kinder gibt es mittlerweile ja die verschiedensten Bilderbücher. Die Auswahl reicht von Büchern mit Knister- oder Spiegelfolie über Bücher mit Klappen bis hin zu Badewannenbüchern. Schon in meiner Kindheit gab es Holzbilderbücher, welche es auch heute noch zu kaufen gibt. Ich mag diese Bücher ja gerne, allerdings muss man aufpassen, dass man sie noch nicht den allerkleinsten gibt, weil diese sich die Bücher dann doch in ihren unkalkulierten Bewegungen häufig an den Kopf schlagen. Nun hat Büchermäuschen ein Holzbilderbuch von Haba geschenkt bekommen. Haba ist für mich eigentlich eine Qualitätsmarke und auch dieses Bilderbuch sieht auf den ersten Blick richtig nett aus. Seite für Seite wird das Buch breiter, so dass man beim zugeschlagenen Buch bereits einen Teil der darunterliegenden Seiten sehen kann. Auch die Bilder selbst sind niedlich. Alles dreht sich um das Thema Bauernhof, eben ein typisches Thema für Kleinkinder. Und wer sich die Seiten ganz genau anschaut, kann sogar eine kleine witzige Geschichte, die sich auf und um den Baum abspielt, entdecken. Ja, das Buch ist wirklich nett gemacht, aber leider funktioniert es überhaupt nicht. Das Gummi mit der Kugel, das die Seiten zusammenhält, ist viel zu fest gespannt, so dass die Seiten, wenn man sie aufschlägt, direkt wieder zusammenspringen – und womöglich sogar noch die kleinen Fingerchen dabei erwischen (wobei der Schmerz sich in Grenzen hält). Gerade die kleinen Kinder schaffen es nicht, die Seiten so aufzuschlagen, dass das Buch offen bleibt. Das darf doch eigentlich nicht sein. Ich finde es richtig schade, dass eine so schöne Idee, so schlecht umgesetzt wurde oder haben wir vielleicht nur Pech gehabt und bei anderen sitzt das Gummi anders? Anders kann ich es mir eigentlich nicht vorstellen, denn dass das Buch beim Öffnen direkt wieder zu klappt, hätte doch auffallen müssen.

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Wir mussten allerdings schon einmal feststellen, dass Bücher, die für kleine Kinder gemacht werden, in der Praxis nicht so funktionieren, wie es einem angepriesen wird. So hat damals das Bücherwürmchen ein Raupe Nimmersatt-Buch bekommen, bei dem dünne Pappseiten auf Moosgummiseiten aufgeklebt sind (ist, glaube ich, gar nicht mehr so erhältlich). Dieser Moosgummirand verführt zu der Annahme, dass dieses Buch besonders gut für Kinder geeignet ist, die auch mal gerne ins Buch beißen. Auch die Verkäuferin hat die Beschenkerin darin überzeugt, dass sich gerade diese Ausgabe besonders gut für die Kleinen eignen würde. „Ja, Pustekuchen“ würde Bücherwürmchen heute dazu im Stile Theklas („Ritter Trenk“) sagen. Die Seiten lassen sich hier zwar auch von kleinen Kindern prima umblättern, aber erstens finde ich es doof, dass hier noch nicht mal die Kinderfinger wirklich in die Löcher, die die Raupe gefressen hat, passen, und zweitens löst sich teilweise die Pappe von dem Moosgummi. Besonders stabil ist das Buch also bei uns keineswegs und einmal gelöst, hat man schnell das Gefühl, dass das ganze Buch auseinanderfällt – hm, nicht so schön.

Aber da wir ansonsten ja ganz, ganz viele wunderbare Bücher für die Kleinsten, für Kleine und für Größere haben, können wir gut mit diesen etwas enttäuschenden Exemplaren leben. Allerdings finde ich es durchaus schade, dass solche Bücher überhaupt verkauft werden. Ich könnte nun dazu raten, beim Bücherkauf genau hinzusehen, aber ich glaube, dass man gerade das Nichtfunktionieren von Büchern oft erst in der Praxis merkt…

Babybuch Bauernhoffreunde, Haba, ca. 9-10€

Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle, Deutsch von Viktor Christen, Gerstenberg 2009, ISBN: 978-3-8369-5261-3

Lesen und Malen mit ein und demselben Buch

Nachdem ich euch im letzten Beitrag bereits zwei Bücher vorgestellt habe, die auch neben der eigentlichen Zielgruppe der ganz kleinen Leser den älteren Geschwisterkindern Spaß machen, habe ich heute ein weiteres Buch für euch, welches Kinder verschiedenen Alters ansprechen: „Schau & mal – Meine Zootiere“. Erst einmal ist es ein nettes Pappbilderbuch für Kinder ab zwei Jahren. Die Kleinen können auf den Bildern kleine Zooszenen, bei denen einzelne Tiere im Gehege im Vordergrund stehen, sehen: Der Elefant spritzt mit Wasser, eine Löwenfamilie spielt im Gras, die Seehunde fangen Fische und spielen mit einem Ball und Pony und Zebra grasen friedlich auf ihren Weiden. Die Tiere sind zunächst nur durch eine Schablone zu sehen, öffnet man die Seite dann, gibt es noch kleine Überraschungen. Hinter der Schablone verbirgt sich nicht, wie man zunächst vermuten könnte, ein Löwenweibchen, sondern ein stattlicher Löwe mit Mähne. Das Pony wird auf der gegenüberliegenden Seite mit der gleichen Schablone zu einem Zebra und was Seehunde und Elefant machen, kann man auch erst sehen, wenn man die Übersicht über die ganze Seite hat. So macht das Anschauen des Buches auch den Kleinen schon Spaß. Selbst noch jüngeren Kindern kann man in dem Buch schon schön die Tiere zeigen und sie gemeinsam benennen, denn die Tiere stechen auf den Bildern klar hervor und ablenkende Details halten sich in Grenzen. Die Bilder sind recht einfach und niedlich, aber das Aussehen der Tiere orientiert sich durchaus an der Realität, auch wenn auf kleinere Details und Schattierungen verzichtet wird und die Gesichtszüge zum Teil an menschliche Züge (z.B. lächeln) erinnern.

Die Schablonen haben allerdings noch eine weitere Funktion und hier wird das Buch für die Größeren spannend. Man kann sie nämlich wunderbar als Schablone zum Malen verwenden und genau dazu regen die Texte in dem Buch auch an, z.B. wird beim Seehund gefragt, womit er auf dem eigenen Bild spielt. Bücherwürmchen hat sich jedenfalls das Buch ganz begeistert geschnappt und alle vier Schablonen benutzt. Die Texte und die Bilder interessieren ihn nur noch am Rande, aber er möchte das Buch immer wieder haben um damit zu malen.

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Diese Verbindung von Bilderbuch und Anregung zum eigenen Malen durch Schablonen kannte ich bisher noch nicht, aber sie gefällt mir sehr gut und zwar einerseits weil ich es immer schön finde, wenn ein Buch zu eigenen Aktivitäten anregt und andererseits weil so meine beiden Söhne gemeinsam Spaß an einem Buch haben können. Wirklich prima gemacht!

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Schau & mal – Meine Zootiere von Anke Fröhlich und Katja Schüler, Orell Füssli, ISBN: 978-3-280-03516-0, 8,95€

Regionales Magazin: Schlaufuchs

Neben Kinderzeitschriften, die sich einfach an Kinder eines bestimmten Alters wenden, gibt es auch welche, die sich an Leser aus einer bestimmten Region wenden. Eine solche Zeitschrift ist „Schlaufuchs“. An Umfang und Inhalt steht sie anderen Zeitschrift absolut in nichts nach – im Gegenteil: Sie ist mit ihren 66 Seiten sogar sehr umfangreich. Allerdings richtet sie sich in erster Linie an Leser rund um Fulda. Woran merkt man das? Ganz einfach: Sie beinhaltet zum Beispiel Ausflugstipps aus der Region oder sie stellt Brauchtümer und Sagen aus dieser Gegend vor, wobei diese natürlich auch für Kinder aus anderen Ecken durchaus interessant sein können und die Anleitung wie man ein tolles Schneeiglu bauen kann, kann man selbstverständlich überall umsetzen, wo genug Schnee liegt. Hier seht ihr das Ergebnis von Bücherwürmchen und seinem Papa:

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Das Magazin wendet sich an Kinder zwischen fünf und zehn Jahren, wobei ich die Hauptzielgruppe bei Kindern im Grundschulalter mit Lesekenntnissen sehe. Gerade die Rätselseite ist ohne solche Kenntnisse nicht lösbar. Aber insgesamt sehe ich den Schwerpunkt dieses Magazins auch eher in informativen Texten und Geschichten, wobei die Informationen von Tieren über Naturphänomenen und Kindern aus anderen Ländern bis hin zu Brauchtümern, Sportarten und Berufen reichen. Darüber hinaus bekommt man Basteltipps, Rezepte und Ideen für draußen. Insgesamt hält der Schlaufuchs also eine interessante und schöne Mischung für Kinder bereit. Die Texte sind gut verständlich und lassen sich gut lesen. Allerdings ist keine extra große Schrift für Leseanfänger verwendet worden. Diese werden sich wohl noch vieles aus dem Heft vorlesen lassen müssen.

Mir gefällt das Schlaufuchs-Magazin gut. Leider ist es aber in erster Linie für Kinder aus der Region Fulda geeignet, (was auch eine gezielte Spezialisierung ist), da Kinder aus anderen Gegenden mit einigen Informationen nichts anfangen können, wenn natürlich auch die Sachtexte für alle interessant sind.

Kennt ihr aus eurer Region auch eine empfehlenswerte Zeitschrift? Mir ist aus meiner eigenen Region leider keine bekannt…

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Wenn ihr mal in die Zeitschrift hineinschnuppern möchtet, dann schaut euch doch die Leseprobe des aktuellen Frühlingsmagazins HIER an.

Schlaufuchs Magazin, pro Ausgabe 4,90€, erscheint vierteljährlich