Eine Stadt bei Tag und Nacht

Eigentlich zählt der Oetinger Verlag zu einem meiner Lieblingsverlage, denn immerhin werden hier viele Bücher skandinavischer KinderbuchautorInnen herausgebracht. Jetzt war ich aber mal ein wenig enttäuscht von einem Buch aus diesem Verlag und zwar von „Mein Tag & Nacht Wimmelbuch Stadt“. Die Idee des Buches fand ich erst einmal klasse. Durch große Ausklappseiten kann man eine Stadt bei Tag und Nacht kennen lernen. Das ist doch spannend. Was passiert wohl nachts auf dem Marktplatz, der tagsüber so belebt ist? Gibt es im Museum auch nachts etwas zu entdecken?

Tagsüber lernt man die Stadt gemeinsam mit der Familie von Ben und Sofie kennen, während die Stadt nachts von anderen Figuren und Tieren bevölkert wird. Bücherwürmchen berührte besonders das Schicksal von Pit, der auf der Straße lebt. Auch über das Buch hinaus war das für ihn noch lange ein Thema. Die anderen Figuren, um die es hier vornehmlich geht, haben ihn weniger beeindruckt. Sie bleiben letztendlich auch recht unspektakulär. Genauso wenig sind die Bilder etwas besonderes. Man kann viel auf ihnen entdecken, sie sind bunt und freundlich gehalten, aber sie haben nur geringen Wiedererkennungswert. Angucken kann man sie sich aber natürlich dennoch ganz gut. Mich stört jedoch, dass nachts teilweise so unrealistische Szenen gezeigt werden. Man sieht eben nicht, was in einer Stadt am Tag und in der Nacht geschieht. Die Szenen tagsüber orientieren sich an realistischen Erlebnissen einer Familie, während nachts auf einmal Katzen mit Luftmatratze den Brunnen bevölkern und sowohl die ausgestopften Tiere im Museum als auch das Spielzeug im Geschäft lebendig werden. Ja, man kann das Ganze auch einfach als fantasievolle Anregungen zum Weiterspinnen sehen und sich gemeinsam mit dem Kind weitere spannende nächtliche Szenen überlegen und über das nächtliche Leben im Buch staunen und jede Menge Spaß daran haben, aber mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn auch nachts realistischere Szenen aufgezeigt werden würden.

Abschließend noch ein paar Worte zu dem Wimmelbuch an sich, welches neben den Bildern von einem kurzen Text, welches einen Teil der Geschehnisse kurz erwähnt, begleitet wird. Es gibt auf den Aufklappseiten einige Suchaufträge und Fragen, die zum genauen Hinschauen auffordern. Zunächst fand ich es ein wenig umständlich, dass diese Aufträge nur auf den Innenseiten zu finden waren und man für das Suchen die Seite wieder umschlagen muss, aber letztendlich fördert dies nur umso mehr das Gedächtnis und die Konzentration der Kinder und es ist interessant zu sehen, welche Fragen Kinder auch direkt beantworten können ohne das Bild vor sich zu haben. Auf der ersten Doppelseite wird das Viertel von Sofie und Ben gezeigt, während auf den nächsten Seiten einzelne Ecken aus dem Viertel in Augenschein genommen werden. Es geht also meistens um eine recht begrenzte Örtlichkeit, die dann aber recht voll von Begebenheiten, Details und Szenen ist. In den Nachtszenen ist es etwas einfach sich zu orientieren, da sich hier u.a. die einzelnen Figuren etc. farblich besser abheben als am Tag.

Ob einem die Mischung aus realistischen und fantasievollen Szenen gefällt, muss jeder selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass man beim Kauf dieses Buches eben weiß, dass gerade in der Nacht der Fantasie freien Lauf gelassen wird.

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Mein Tag & Nacht Wimmelbuch Stadt von Kerstin M. Schuld, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-7172-7, 9,99€

Herzlichen Glückwunsch, Ali Mitgutsch!

Mittlerweile gibt es ja unzählige tolle Wimmelbücher, aber dennoch klingt bei dem Begriff „Wimmelbuch“ auch immer ein Name mit: Ali Mitgutsch. Kaum ein anderer Illustrator hat das Wimmelbuch so bekannt gemacht und vor allem so geprägt, ja, man kann ihn sogar als „Vater der Wimmelbücher“ bezeichnen. Ich glaube, die meisten haben bei seinem Namen direkt die Bilder aus seinen bekannten Büchern vor Augen, denn sein Stil ist sehr charakteristisch.

Heute wird Ali Mitgutsch 80 Jahre alt. Zeit also, um nicht nur herzlich zu gratulieren, sondern auch um noch einmal einen Blick auf seine Wimmelbücher, die ich bereits aus meiner eigenen Kindheit kenne, zu werfen. Was machen sie aus und können sie auch heute noch die Kinder begeistern?

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Die Bilddarstellung ist nicht realistisch, da die räumliche Perspektive fehlt. Manches wird aus der Vogelperspektive und anderes aus der Frontalansicht dargestellt. Die Figuren an sich sind im Prinzip vereinfacht gezeichnet, was aber durch die vielen Szenen, die in einem Bild gezeigt werden, dennoch stark wirkt und viel Ausdruck besitzt. Auf den Bildern ist viel zu sehen ohne dass sie überladen sind. Auffällig sind vor allem die vielen Bewegungen und Aktionen, die auf den Bildern stattfinden.

Häufig kommen Kinder gerade mit Wimmelbüchern schon früh in Kontakt. Sie können sich die Bilder anschauen und Dinge benennen, müssen aber noch keiner zusammenhängenden Geschichte folgen. Die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch sind meines Erachtens allerdings eher für etwas ältere Kinder ab circa 4 Jahren geeignet. Klar, sie können sich die Bücher auch schon früher anschauen, aber vieles versteht man dann noch nicht so ganz, denn in den Büchern steckt viel Interaktion, die Figuren reagieren aufeinander und so mancher Witz wird auch erst klar, wenn man selbst schon die Welt ein wenig erkundet hat.

Bei den Büchern wird übrigens kein Platz verschenkt, denn schon außen begegnet einem das erste erzählende Bild, welches im Inneren auch nicht wiederholt wird. Oftmals finde ich, dass dieses Bild den Titel am besten widergibt und so ist es etwas schade, dass es auf dem Umschlag zwischen Titel und Vorder- und Rückseite ein wenig untergeht.

Natürlich merkt man den Büchern ihr Alter an. So sind die Preise noch in „DM“ angegeben (z.B. bei Eintrittspreisen beispielsweise bei der Geisterbahn) die Klamotten der Figuren sind nicht der neueste Schrei (wobei das bei dem Zeichenstil nicht allzu sehr ins Auge sticht), man trifft kaum auf Figuren aus anderen Kulturkreisen, Fotoapparate hängen groß vor den Bäuchen, während man natürlich nirgendwo ein Smartphone erblickt, die Kinder fahren statt Inline Skates Rollschuhe etc. Aber das macht nichts. Auch die heutigen Kinder können die Bücher ohne Hilfe verstehen. Denn in Ali Mitgutschs Büchern gibt es vor allem viele Kinder und alle Kinder spielen gerne. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn man heute vielleicht nicht mehr ganz so viel draußen und fantasievoll spielt, wie es die Kinder in den Büchern tun. Ja, da kann man fast neidisch werden, wenn man sieht auf welch tollen Spielplätzen, die letztendlich häufig nur aus Bäumen, Wasser, Sand, Hügeln sowie einfachen Dingen wie Stöcke, Seile und Pappe bestehen, die Kinder Abenteuer erleben. Aber vielleicht können die Bücher ja sogar zu eigenen Spielen anregen…

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Gerade bei dem Buch „Mein großes Spielplatz-Wimmelbuch“ lacht doch das Kinderherz: Hier gibt es einen Märchenspielplatz, einen riesigen Sandspielplatz, eine grüne Wiese, Spielflugzeuge, -boote und andere Fahrzeuge, einen Ritterspielplatz, einen Abhang mit jeder Menge Spielmöglichkeiten und einen zugefrorenen See. Und überall wird gespielt, gespielt und gespielt. Kinder klettern auf Dinosauriern herum, aus Pappe entsteht eine kleine Stadt, während im Sand gleichzeitig eine Murmelbahn gebaut wird, ein altes Auto darf bunt angemalt werden, kleine Indianer, Piraten und Ritter liefern sich Gefechte, begeistert rutschen Kinder einen Abhang auf dem Hintern hinunter und am Rande des zugefrorenen Sees bauen Kinder tolle Eiskunstwerke. Da bekommt man direkt Lust darauf, selbst noch mal als Kind in die Welt der Spiele und Abenteuer einzutauchen.

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Aber auch bei den bekanntesten Wimmelbüchern von Ali Mitgutsch (u.a. „Auf dem Lande, „Hier in den Bergen“, „Rundherum in meiner Stadt“, „Komm mit ans Wasser“) gibt es überall spielende Kinder zu entdecken: durch den Park geht es auf Rollschuhen, im Freibad und am Strand ist immer jede Menge los, Kirmes und Rodelberg ziehen natürlich Kinder an und an Bächlein und Bergseen lässt es sich ebenso gut spielen wie auf dem Bauernhof. Typisch für die Bücher von Ali Mitgutsch sind aber auch die Missgeschicke des Lebens und Lausbubenverhalten. So gibt es immer jemanden zu sehen, der jemanden nass spritzt, der sich mit einem anderen Kind prügelt, der eine Schneeballschlacht veranstaltet, der irgendwohin pinkelt (sowohl Menschen als auch Tiere), der beim Rodeln, Ski fahren, Berg steigen oder Einkaufen auf die Nase fällt oder jemanden der auf einem Kuhfladen ausrutscht. Für mich sind diese Szenen ganz typisch Ali Mitgutsch! Aber genau durch diese Lebendigkeit machen die Bücher so viel Spaß und genau diese Szenen sind es, die erst von den Größeren voll und ganz wahrgenommen werden und sie zum Lachen bringen.

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Ich mag aber auch das Hochhaus in der Stadt, bei dem man in viele verschiedene Zimmer schauen kann und die Fähre, bei der man ebenfalls Einblicke in verschiedene Räume (angefangen bei den Treibstofftankes bis hin zur Toilette, Wäscherei und Kommandobrücke) bekommt. Es gibt einfach überall so viel zu entdecken und so regen der blinde Passagier und der seekranke Mitfahrer, der schon ganz grau im Gesicht ist, jedes Mal wieder zu Gesprächen an.

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In den Büchern „Auf dem Lande“ und „Komm mit ans Wasser“ gibt es auch Übersichtsseiten, auf denen verschiedene Geräte und Menschen in Bild und Wort vorgestellt werden, z.B. Fahrzeuge wie Mähdrescher und Ballenpresse oder Lebewesen im Meer (z.B. Krabbe, Seeaal, Steinbutt etc.). Aber auch hier geht es nicht langweilig zu und der Witz Ali Mitgutschs taucht überall auf: So macht der „freche Hund“ gerade einen Haufen, „der schnelle Willi“ entkommt der „Gülle“, die gerade aus dem „Vakuumfass“ gespritzt wird, die „besorgte Mutter“ findet es nicht so toll, dass ihre Kinder im „Frontlader“ sitzen und ein „alter Besen“ steht neben einem „neuen Besen“ – der Unterschied ist klar erkennbar.

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Bücherwürmchen hat an allen diesen Büchern zur Zeit viel Spaß, aber am allerliebsten guckt er sich „Mein Piraten-Wimmelbuch“ an, welches neben den Übersichtsseiten sogar auf den großen Bildern jeweils einen kurzen Text bereithält. In diesem Buch geht es schon ziemlich wimmelig und zudem recht wild zu. Beim Thema Piraten dürfen Waffen, Kämpfe etc. aber natürlich auch nicht fehlen. Gut gefällt mir, dass am Ende des Buches die Piraten verhaftet werden, so dass eben auch gezeigt wird, dass die Piraten, die für Kinder ja doch sehr faszinierend sind, nicht richtig handelten.

Gerade dieses Buch würde ich auf jeden Fall nicht mit all zu kleinen Kindern gucken. Selbst bei Bücherwürmchen fällt es mir nicht immer leicht alles zu erklären. Warum sind dort Affen angekettet, warum sind die Leute unten im Schiff gefesselt, warum fallen die ins Wasser, warum brennt das Schiff… Ein sehr spannendes und aufregendes Buch!

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Um zu meiner Frage zu Beginn zurück zu kommen: Ja, Ali Mitgutsch ist auch heute noch absolut empfehlenswert! Ganz tolle Wimmelbücher, bei denen es viel zu entdecken gibt, die Spaß machen und die voller Lebensfreude stecken! Außerdem sind sie sehr gut dazu geeignet, mit größeren Kindern noch einmal zu den Wimmelbüchern zurückzukehren.

Wir haben jedenfalls sehr viel Spaß an den Büchern und sagen: „Danke, Ali Mitgutsch für die Bücher und Ideen. Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag und weiterhin viel Fantasie und Lebensfreude!

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Mein großes Spielplatz-Wimmelbuch von Ali Mitgutsch, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-43436-7, 9,99€

Mein Wimmelbuch: Auf dem Lande von Ali Mitgutsch, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-43491-6, 12,99€

Mein Wimmelbuch: Hier in den Bergen von Ali Mitgutsch, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-43489-3, 12,99€

Mein Wimmelbuch: Rundherum in meiner Stadt von Ali Mitgutsch, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-43488-6, 12,99€

Mein Wimmelbuch: Komm mit ans Wasser von Ali Mitgutsch, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-43490-9, 12,99€

Mein Piraten-Wimmelbuch von Ali Mitgutsch, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-32415-6, 9,95€

 

Der Herbst im Jahreszeitenreigen

Häufig gehören Herbst-Bücher in eine Jahreszeitenreihe. So gibt es ebenso zu dem Herbst-Wimmelbuch Bücher zu den anderen Jahreszeiten wie auch bei dem Herbst-Pappbuch von Eva-Maria Ott-Heidmann und bei den Büchern „So schön ist der Herbst“ und „Der Maulwurf im Herbst“.

Im Herbst-Wimmelbuch ist nun endlich der neue Kindergarten fertig gebaut und wird mit einem Laternenumzug eingeweiht. Die Gänse machen sich auf den Weg in den Süden, es gibt einen Kürbiswettbewerb und ein Herbstfest, Drachen steigen in den Himmel und natürlich liegen auf der Straße bunte Blätter. Auch der Bauernhof hat sein Angebot dem Herbst angepasst: nun gibt es Pilze, Kürbisse, Nüsse und Birnen zu kaufen. Neben vielen herbsttypischen Details trifft man in dem Buch natürlich auch auf die bereits bekannten Bewohner aus Wimmlingen: Susanne hat mal wieder ein Problem mit ihrer Kopfbedeckung, Elke und Manfred planen ihre Hochzeitsreise, Oskars Laternenwahl fällt natürlich auf eine Gans und der Papagei Niko ist erneut ausgebüxt. Auch im Herbst gibt es also wieder viel zu entdecken!

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Das Buch mit dem einfachen Titel „Herbst“ ist ebenfalls ein Pappbilderbuch ohne Text. Auf fünf Doppelseiten werden herbstliche Situationen gezeigt: Obsternte, Wind und Drachensteigen lassen, Sankt Martin, Regenwetter und Nebel. Eigentlich guckt sich Bücherwürmchen so einfache Bilderbücher kaum noch an, aber wir haben es uns dennoch einige Male angeschaut und viel zum Herbst erzählt. Vor allem konnte mit Hilfe dieses Buches der Nebel noch einmal in Bücherwürmchens Bewusstsein gerufen werden. Und jeden Morgen, an dem es nun neblig ist, kann ich nun auf dieses Buch hinweisen und den Nebel als Beweis, dass nun tatsächlich Herbst ist, anführen, was mir wiederum Recht gibt, dass die kurze Hose morgens im Schrank bleibt… Die Bilder sind recht einfach und sie erinnern ein wenig an ältere Bilderbücher. Aber das macht nichts, denn die herbstliche Stimmung wird in den Bildern gut eingefangen, die auch durchaus als schön zu bezeichnen sind. Besonders gut gefällt mir das Bild vom Laternenumzug. Hier leuchten die Laternen, der Mond und die Sterne richtig schön in der Dunkelheit.

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Auch im Buch „So schön ist der Herbst“ kommen die spezifischen Herbstfarben gut zur Geltung. Hier finde ich besonders die untergehende, rote Sonne beeindruckend. Und auch Bücherwürmchen hat sie nachhaltig angesprochen: Ein paar Tage nach der Buchlektüre malte er eine gelbe und eine orange Sonne – einmal die aufgehende und einmal die untergehende Sonne. Aber auch der Rest des Buches ist überzeugend. Die Eichhörnchenkinder Matz, Fratz und Lisettchen laufen in ihren neuen roten Pullovern durch den Herbstwald und entdecken dabei Pilze, Beeren, bunte Blätter und einen Bär, der sich auf den Winter vorbereitet. Auf allen Bildern spürt man förmlich den Herbst. Ein weiterer positiver Aspekt des Buches ist der gereimte Text, der sich gut lesen lässt. Die Eichhörnchen und die anderen Tiere, die in dem Buch vorkommen, sind vielleicht ein wenig zu niedlich dargestellt, aber alles in allem ist dies ein schönes Herbstbuch, welches in einer netten Geschichte verpackt einige Aspekte des Herbstes vorstellt.

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Der Maulwurf im Herbst“ konzentriert sich dahingegen auf die Pflaumenernte und die Verarbeitung der leckeren Früchte. Am Bildrand sieht man aber dennoch auch die bunten Blätter sowie Kastanien und Nüsse. Natürlich erzeugt dieses Beiwerk eine herbstliche Stimmung, ansonsten wirkt dies in den Bildern etwas unmotiviert, da es nicht zum eigentlichen Bild dazugehört.

Für Kinder ist es schön, wenn sie ihren Helden den kleinen Maulwurf und seine Freunde auch im Herbst antreffen können. Die Pappseiten werden von den Bildern dominiert, bei denen in erster Linie der Maulwurf, die Meise und die Pflaumen groß zu sehen sind. Die Obsternte und –Verarbeitung als herbstliches Thema gefällt mir gut. Auch schön, wenn mal ein Aspekt des Herbstes etwas genauer behandelt wird. Natürlich ist die Geschichte recht einfach und in wenigen Sätzen erzählt, aber allein der Maulwurf ist für viele Kinder Anreiz genug, das Buch immer mal wieder anzuschauen. Bücherwürmchen ist es jedoch fast schon zu langweilig. Er freute sich zwar, als er den Maulwurf auf dem Titelbild sah und wollte dann auch das Buch direkt anschauen, doch danach hat er es kaum noch hervor geholt.

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Herbst-Wimmelbuch von Rotraut Susanne Berner, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3836951012, 12,90 €

Herbst von Eva-Maria Ott-Heidmann, Urachhaus, ISBN: 978-3825170103, 8,00 €

So schön ist der Herbst! Im bunten Wald mit Matz, Fratz und Lisettchen von Rose Pflock und Iwamura Kazuo, NordSüd Verlag, ISBN: 978-3314017025, 14,95 €

Der Maulwurf im Herbst von Haha Doskocilova, Zdenek Miler und Katerina Miler, LeiV, ISBN: 978-3896032898, 5,50 €

Top Ten Thursday und Ausblick auf weitere Themen

Top Ten Thursday

Nachdem ich am Dienstag einen Rückblick über unsere Highlights im September gegeben habe, habe ich mir überlegt, dass ich ja auch mal eine kleine Vorschau auf kommende Themen geben könnte. Und da das Thema des heutigen Top Ten Thursdays auch etwas mit der persönlichen literarischen Zukunft zu tun hat, werde ich nach meiner Top Ten-Liste noch einen allgemeinen kleinen Ausblick geben.

Jetzt aber erst einmal zur Top Ten Thursday-Aufgabe: 10 Bücher, die du als nächstes lesen möchtest

Auf diese Aufgabe wurde man durch die letzte ja schon gut vorbereitet. Ein paar Bücher, die schon lange im Regal stehen, sollen nun endlich mal zum Einsatz kommen:

  1. Léon, der kleine Löwe (Eddi Hüneke)
  2. Rundherum in meiner Stadt (Ali Mitgutsch)
  3. Ein Fohlen kommt zur Welt (Isenbart/David)
  4. Das gehört mir (Leo Lionni)

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Dann habe ich ein paar neue Bücher, denn ich habe im Internet den Versand Arvelle entdeckt, bei dem man u.a. Mängelexemplare günstig erwerben kann. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Außerdem habe ich dort sogar noch ein Buch geschenkt bekommen, welches ich bei einem künftigen Gewinnspiel an euch weitergeben werde.

  1. Wolf beißt nicht (Emily Gravett)
  2. Aufräumen ist nix für Piraten! (Barbara Rose)
  3. Cowboy Billy hält nichts auf (Francoise de Guibert)

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Die meisten Rezensionsexemplare, die ich bekomme, stelle ich Bücherwürmchen direkt zur Verfügung, damit ich auch sehe, wie sie so bei ihm ankommen. Ein paar habe ich jedoch noch zurückgehalten, da sie insgesamt noch ein wenig zu schwierig für Bücherwürmchen sind. In den nächsten Tagen möchte ich Bücherwürmchen dennoch Ausschnitte aus diesen Büchern zugänglich machen:

  1. Muss man Miezen siezen? (Gerda Anger-Schmidt)
  2. Klassik-Hits für Kids: Auf den Spuren großer Komponisten – ein musikalische Hausbuch (Marko Simsa)

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Und es gibt noch ein Buch, welches ich mir/uns unbedingt kaufen „muss“, und welches dann natürlich auch direkt gelesen wird:

10. Lieselotte sucht (Alexander Steffensmeier)

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Und nun eine Vorschau auf kommende Themen und Beiträge. Gerne könnt ihr auch Vorschläge machen, wenn ihr eine Idee habt, worüber ich mal schreiben könnte (Buchtitel, Fragen, Themen etc…).

Erst einmal habe ich von einigen Verlagen sehr schöne Bücher geschickt bekommen, die ich euch gerne vorstellen möchte, dann werde ich eine kleine Sammlung von Herbstbüchern präsentieren und später auch ein paar Tipps für Weihnachtsgeschenke geben. Außerdem stelle ich euch ein paar selbstgestaltete Büchlein vor, schreibe über Lieblingsthemen und etwas zur Frage, ob man zu viele Bilderbücher besitzen kann.

Hier ein paar der Rezensionsexemplare, über die ich in den kommenden Tagen und Wochen schreiben werde (Beltz & Gelberg Verlag, Kleine Gestalten, Annette Betz, Boje, atlantis, magellan, Deutscher Kunstverlag):

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Neuerwerbungen werden natürlich genauso eine Rolle spielen wie liebgewonnene Bücher, die schon länger im Regal stehen. Ich freue mich schon darauf über Wimmelbücher, Liederbücher, Findus und Pettersson, Mama Muh, Henriette Bimmelbahn und viele mehr zu schreiben. Auch über unsere Büchereientdeckungen werdet ihr etwas erfahren. Ganz aktuell haben wir uns u.a. „Karius und Baktus“, „Der kleine Angsthase“, „Das frechste Ferkel“, „Der Sonnenmann“ und „Opa Jan und der famose Aufräumtag“ ausgeliehen. Mal sehen, welche Bücher davon es in meinen Blog schaffen.

Durch meinen Blog sind einige interessante Gespräche mit Bekannten und Freunden über verschiedene Bilderbücher entstanden. Dieser persönliche Austausch freut mich am meisten und deshalb nehme ich auch gerne Vorschläge aus diesen Gesprächen für meinen Blog auf. Ganz aktuell hat mir eine Nachbarin zwei Bücher vorbeigebracht, die vielleicht auch etwas für meinen Blog wären. Gerne stelle ich diese Bücher demnächst hier vor: „Bitte noch eine! Wunschgeschichten zur Guten Nacht“ und „Der Maulwurf Grabowski“.

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So, ihr seht also, es gibt noch jede Menge über die ich schreiben kann. Ich glaube, die Bücher und Themen werden mir so schnell nicht ausgehen… Außerdem wartet auch noch das ein oder andere Gewinnspiel zu besonderen Gelegenheiten auf seinen Einsatz!

Leserunde: Der Zugvogel im Zoo – Teil 3

So, meine erste Leserunde ist nun beendet. Ich habe das Buch durchgelesen und meine Meinung zu jeder der 15 Fabeln kundgetan. Was für ein Resümee ziehe ich nun? Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, an der Leserunde teilzunehmen, denn es war spannend die Meinung der anderen Teilnehmer zu lesen. Vor allem fand ich es sehr interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Fabeln bei den Lesern ankamen. Mich haben teilweise ganz andere Fabeln angesprochen als die anderen, aber ich glaube, das liegt daran, welche Themen gerade bei einem selber aktuell sind. Zum Beispiel gefiel mir die Fabel „Der Papagei als Professor“ sehr gut, indem ein kleiner Welpe sehr wissbegierig ist und lauter Fragen stellt, während ein alter Hund meinte schon alles zu wissen und nichts mehr dazu lernen zu müssen. Diese Fabel passte einfach so gut zu uns. In dem kleinen Welpen habe ich sofort unser Bücherwürmchen gesehen, der den lieben, langen Tag eine Frage nach der anderen stellt: „Warum? Was? Wieso? Wo? Wer?“ Manchmal ist man schon ganz schön genervt davon, aber diese Fabel hat einem noch einmal deutlich gemacht, dass es wichtig ist offen und neugierig zu bleiben, dass man immer etwas Neues lernen kann und dass man nur mit ganz vielen Fragen und Antworten die Welt zu verstehen lernt. Im Übrigen habe ich mit Bücherwürmchen schon eine Menge neuer Dinge gelernt und mir mittlerweile einiges neues Wissen angeeignet, z.B. kann ich nun viele Tierarten in Büchern eindeutig bestimmen und ich kenne mich immer besser in der Welt der Ägypter und Ritter aus…

Auch die Fabel „Die Schildkröte auf dem Skateboard“ hatte mich, wie bereits geschrieben, angesprochen. Vermutlich unter anderem, da es eine recht einfache Fabel (Botschaft: Zusammen schafft man vieles besser als alleine) ist, die ich schon bald Bücherwürmchen vorlesen kann.

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Insgesamt ist das Buch eine Zusammenstellung netter Fabeln zu wichtigen Themen, die auch Kinder bereits etwas angehen und welche sie auch in dieser Form gut verstehen können. Es geht um Liebe, Zusammenhalt, Gesundheit, aber auch um Freiheit und Demokratie. Auch wenn sie nicht ausdrücklich als Thema genannt werden, kommen auch Aspekte wie Umweltschutz, den eigenen Weg gehen und Religion in den Fabeln vor. Immer wird eine optimistische Weltsicht vermittelt. Aus jeder Situation kann durch entsprechendes Handeln etwas Gutes herauskommen. Das finde ich gerade für Kinder eine positive und wichtige Bestärkung. Trotzdem würde ich mir dieses Buch wohl eher nicht privat kaufen. Ich kann mir nicht gut vorstellen, die Fabeln meinem Kind zu Hause vorzulesen, höchstens vielleicht im Advent, wenn man zu einer gemütlichen Stunde bei Kerzenlicht zusammen kommt und nur etwas kurzes Lesen möchte. Eher könnte ich mir da schon vorstellen, die Fabeln meinem Kind zu erzählen, z.B. im Wartezimmer beim Arzt oder bei ähnlichen Gelegenheiten.

Meines Erachtens ist dies jedoch ein Buch, welches sich wunderbar in der Grundschule einsetzen lässt. Vielleicht kann man neben Gesprächen die Kinder auch schöne Bilder zu den Fabeln malen lassen, denn das Buch enthält keine Illustrationen. Ich hätte da schon einige passende Bilder in meinem Kopf, denn die entstehen beim Lesen dieser Fabeln tatsächlich sofort. Man bekommt klare Vorstellungen von den einzelnen Geschichten, so dass man sie gut nachvollziehen kann. Sicherlich ein Gewinn für die ein oder andere Unterrichtsstunde.

Über meine Eindrücke zum Cover habe ich hier etwas geschrieben und meine ersten Eindrücke könnt ihr hier nachlesen.

Der Zugvogel im Zoo – Fabeln der Großstadt von Wolfgang Wambach, epubli, ISBN: 978-3-8442-8923-7, 7,99 €

Leserunde: Der Zugvogel im Zoo – Teil 2

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Die ersten Fabeln sind nun gelesen und ich habe auch schon einiges zur Leserunde beigetragen. Sehr interessant ist es, die Beiträge der anderen Teilnehmer zu lesen, denn ich habe bereits festgestellt, dass ich teilweise eine ganz andere Meinung zu den Fabeln habe als die anderen. Witzig, wie unterschiedlich man von verschiedenen Dingen angesprochen wird.

Jedenfalls gefällt mir das Konzept des Buches bisher sehr gut: Wichtige Werte werden durch Fabeln vermittelt, die in einer Welt spielen, die vielen heutigen Kindern nur allzu bekannt ist: Die Großstadt. Auf diese Weise können Kinder schnell etwas mit den Fabeln anfangen. Hinzu kommt, dass die Botschaften klar hervorkommen.

Meine Lieblingsfabel ist bisher die von der „Schildkröte auf dem Skateboard“. Hier geht es um das Thema Zusammenhalt. Nur gemeinsam schaffen Schildkröte und Wellensittich es, die Erdnusstüten zu öffnen und die Leckereien zu verspeisen. Beim Lesen dieser Fabel entstehen süße Bilder der Tiere im Kopf. Man kann sich alles gut vorstellen und auch für Kinder ist ganz klar, worum es geht.

Nun bin ich auf die restlichen Fabeln gespannt. Ich könnte mir vorstellen, dass sie etwas schwieriger sein werden, da sie unter anderem Themen wie Demokratie, Freiheit und Kultur behandeln. Mal schauen, wie Kindern das alles nahe gebracht wird…

 

Über meine Eindrücke zum Cover habe ich hier etwas geschrieben.

 

Der Zugvogel im Zoo – Fabeln der Großstadt von Wolfgang Wambach, epubli, ISBN: 978-3-8442-8923-7, 7,99 €

Leserunde: Der Zugvogel im Zoo – Teil 1

Seit ich meinen Blog habe, hat sich mir im Internet eine ganz neue Bücherwelt offenbart. Ich habe angefangen in verschiedenen Bücherblog zu stöbern und ich habe mir einen Account bei Lovelybooks eingerichtet, denn dort kann man sich mit anderen über Bücher austauschen, Rezensionen lesen und schreiben und vieles mehr. Und nun nehme ich dort zum ersten Mal an einer Leserunde teil! Spannend! Was ist eine Leserunde? Mehrere Mitglieder und zum Teil auch der Autor lesen und sprechen bzw. schreiben über ein bestimmtes Buch. Es gibt einen ganz intensiven Austausch und man teilt seine Meinung über verschiedene Abschnitte des Buches mit. So ganz genau, weiß ich auch noch nicht, wie so eine Leserunde abläuft, denn für mich ist es ja, wie gesagt, das erste Mal, dass ich da mitmache. Ich habe das Buch „Der Zugvogel im Zoo“ für eine Leserunde zugesandt bekommen und bin nun sehr neugierig auf das Buch und natürlich den gemeinsamen Austausch.

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Der Zugvogel im Zoo“ ist ein Kinderbuch mit Fabeln aus der Großstadt. Es ist also mal etwas für ältere Leser als die restlichen Bücher, die ich bisher vorgestellt habe. Über den Inhalt weiß ich noch nicht viel, denn ich habe das Buch gerade erst erhalten, aber ich habe in der Leserunde bereits meine Meinung zum Cover kundgetan: An sich finde ich das Bild sehr interessant und tiefgründig. Man kann viel hinein interpretieren. Allerdings ist es meiner Meinung nach für ein Cover weniger gut geeignet, da es mir für ein Kinderbuch doch zu farblos und langweilig ist. Würde ich es irgendwo sehen, würde es mich nicht zum Kauf animieren. Dennoch bin ich jetzt erst einmal auf die Fabeln sehr gespannt, denn sie scheinen viele wichtige Themen auf neue Art und Weise zu behandeln.

Bald kann ich euch sicher mehr berichten…

 

Der Zugvogel im Zoo – Fabeln der Großstadt von Wolfgang Wambach, epubli, ISBN: 978-3-8442-8923-7, 7,99 €