Andere Länder durch Rezepte und Geschichten kennen lernen

Wie gut, dass meine Büchereule Wanzi gerade unterwegs ist und so nicht gemeinsam mit uns einen Blick in das Buch „Im Kochtopf um die Welt“ geworfen hat. Oh, da wäre sie aber neidisch auf die Eule Emmi geworden! Emmi reist nämlich mit ihrem Freund Panjo (ein Panda) in einem fliegenden Kochtopf um die Welt und trifft dabei auf lauter Kinder in verschiedenen Ländern. Das wäre was für meine Wanzi! Aber vielleicht freut sie sich ja auch, wenn sie eine kulinarische Weltreise machen kann, sobald sie zurück ist. In dem Buch befinden sich nämlich jede Menge Rezepte aus acht Ländern, welche wir gerade schon fleißig ausprobieren.

Und ich bin ganz begeistert, nicht nur von den Rezepten, sondern von dem ganzen Buch. Hier stimmt einfach alles von der Idee und dem Konzept bis hin zur Umsetzung. Spannend ist der Hintergrund dieses Buches: Um Geld für Sprachfördermaßnahmen einzunehmen, hatten Eltern eines Kindergartens die Idee ein interkulturelles Kinderkochbuch zu gestalten und zu verkaufen. Die Fördermaßnahmen sollten in erster Linie Kindern mit Migrationshintergrund zu Gute kommen. Da sich viele Menschen äußerst engagiert an dem Projekt beteiligten, kam tatsächlich ein professionelles Buch dabei heraus. Ein Buch, das keine kommerziellen Interessen verfolgt, sondern bei dem der gesamte Gewinn in Integrationsmaßnahmen fließt. Durch Kochkurse lernen Eltern und Kinder sowohl Rezepte aus anderen Ländern kennen als auch sich auf Deutsch zu verständigen. Diese Arbeit finde ich auf jeden Fall unterstützenswert – vor allem da man mit dem Kauf des Buches nicht nur Geld für einen guten Zweck ausgibt, sondern auch ein richtig tolles Buch erhält!

Emmi und Panjo reisen mit dem Kochtopf nach Deutschland, Italien, Südafrika, Brasilien, Peru, Indien, Marokko und in die Türkei. Überall finden sie direkt Freunde, mit denen sie einen Tag verbringen und so ein wenig über das Leben in dem jeweiligen Land erfahren. Hinzu kommen ein paar länderspezifische Informationen, insbesondere zu der Esskultur. Und dabei ist es nicht nur für Kinder spannend zu erfahren, wie sich die Essgewohnheiten in den verschiedenen Ländern voneinander unterscheiden. Bevor man dann zu den Rezepten kommt, kann man noch ein Märchen aus dem Land lesen. Durch die Geschichten und Informationen bekommen die Kinder einen guten Bezug zu dem fremdartigen Essen. Sie sind neugierig, wie das Essen von Fatima aus Marokko oder das Essen von Saroja aus Indien schmeckt und probieren somit auch gerne einmal etwas, was sie sonst nur skeptisch betrachten würden.

Wir haben jedenfalls in den letzten Tagen Couscous aus Marokko, Kartoffeln nach Huancayo-Art aus Peru und Brötchensterne aus Deutschland zubereitet und mit Genuss verspeist. Und dazu haben wir dann immer passend die Erlebnisse von Emmi und Panjo sowie das Märchen aus dem jeweiligen Land gelesen, was Bücherwürmchen sehr spannend fand. Unabhängig davon mussten wir drei Abende nacheinander das Märchen davon wie die Affen flink wurden (aus Südafrika) als Gute-Nacht-Geschichte lesen…

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Unsere Brötchensterne aus Deutschland

Die meisten Rezepte lassen sich mit üblichen Zutaten, die man in den gängigen Geschäften bekommt, zubereiten. Manche Sachen muss man im Asia-Laden oder in einem türkischen Geschäft kaufen, aber in einer größeren Stadt dürfte auch das kein Problem sein.

Im Anhang des Buches findet man ein paar Ideen wie man sich noch intensiver mit den Ländern und dem Essen beschäftigen kann. Die Kinder können hierbei ihr Wissen einbringen, ihren Wortschatz erweitern und mehr über Ernährung und fremde Kulturen erfahren.

Gut gefällt mir auch, dass das Buch in Deutschland beginnt. So können die Kinder langsam von dem Bekannten aus neue Dinge entdecken bzw. lernen sie zunächst einmal etwas über die Esskultur aus dem Land, in dem sie leben, kennen.

Das Buch lässt sich sowohl innerhalb eines Projekts oder Kochkurses im Kindergarten oder in der Grundschule als auch im privaten Rahmen einsetzen. Besonders spannend wird das Ganze natürlich, wenn sich dabei Menschen aus verschiedenen Ländern mit ihren Erfahrungen und Rezepten einbringen.

Ich bin jedenfalls von dem Buch und der Mischung aus Geschichten und Rezepten begeistert. Auf meinem Kochplan für die nächste Woche steht auch schon das Hähnchencurry mit Mandel aus Indien…

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Im Kochtopf um die Welt von cookita, BoBo Verlag, ISBN: 978-3-9814448-0-3, 14,95€

 

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Musik und Sprachen muss man hören

Ihr habt gestern sicherlich schon gemerkt, dass ich von den TipToi-Büchern durchaus angetan bin und heute werdet ihr nun ein paar Bücher etwas genauer kennen lernen. Besonders gelungen finde ich die Bücher „Die Welt der Musik“ und „Entdecke Musik aus aller Welt“.

Das Buch „Die Welt der Musik“ führt einen wirklich ausführlich in verschiedene Themen innerhalb der Musik ein. So werden nicht nur die verschiedenen Instrumente vorgestellt und Informationen zu Tönen, Rhythmen und Komponisten bereit gestellt, sondern auch dem Thema Alltagsgeräusche sowie dem Musizieren mit dem Körper und verschiedenen Gegenständen werden mehrere Seiten gewidmet. Gerade die Geräusche aus Natur und Umwelt irritierten Bücherwürmchen zunächst und er wunderte sich, dass sie in einem Buch über Musik zu finden sind, aber auf diese Weise wird die Bandbreite von Musik gut verständlich und Kinder lernen ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. Toll und passend sind in diesem Buch natürlich auch die Geräusch- und Suchspiele. Einerseits muss man Töne oder Geräusche Instrumenten oder z.B. Tieren zuordnen und andererseits soll man durch Beschreibungen das richtige Instrument herausfinden.

Auch die Informationen, die man in diesem Buch erhalten kann, gefallen mir gut. Sie sind teilweise schon sehr detailliert und erklären jede Menge, z.B. wie genau ein Instrument funktioniert, aber es werden auch Geschichten rund um die Instrumente erzählt. So erfährt man beispielsweise bei den Posaunen die biblische Geschichte, bei der durch den Klang der Posaunen die Mauern von Jericho einstürzten.

Für kleinere Kinder, die sich bisher noch nicht so viel mit Musik beschäftigt haben, sind manche Informationen schon etwas sehr anspruchsvoll, aber auch für sie ist es sicherlich interessant herauszufinden, wie welches Instrument klingt. Für so etwas ist so ein Stift natürlich wirklich genial! Wenn man nur etwas über Instrumente liest, kann man sich nur schwer vorstellen wie ein Instrument klingt und auch Begriffe wie hoch und tief sind für Kinder wenig konkret. Durch die Geräusche werden sie aber greifbar und verständlich.

Ein besonderes Extra ist das farbige Glockenspiel im Buch, auf dem man mit dem Stift kleine Liedchen spielen kann. Entweder man erfindet eine eigene Melodie oder man versucht die Noten der zwei abgedruckten Lieder zu spielen. Das ist natürlich reizvoll.

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Um Musik geht es auch in dem Buch „Entdecke Musik aus aller Welt“. Hier lernt man nichts über die typischen Orchesterinstrumente kennen, sondern man kann sich anhören zu welcher Musik man in Griechenland tanzt, wie die afrikanischen Trommeln klingen und wie unterschiedlich in Nord- und Südamerika Musik gemacht wird. Dabei lernt man selbstverständlich auch ein paar Instrumente kennen, die selbst Erwachsenen nicht unbedingt bekannt sind. Rund um die Welt wurden die erstaunlichsten Instrumente erfunden. Schön für Kinder ist, dass bei diesen exotischen Instrumenten darauf hingewiesen wird, welchen europäischen Instrumenten sie ähneln, so dass die Kinder einen Bezug zu den Instrumenten bekommen.

Bücherwürmchen hört sich gerne den Dudelsack sowie den jodelnden Mann an. Ich höre gerne die fröhliche irische Musik, finde aber auch die fremden Klänge aus Afrika oder Asien spannend.

Auch hier gibt es natürlich passende Spiele, die ähnlich wie in dem zuvor beschriebenen Buch sind.

Insgesamt ebenfalls ein tolles Buch, welches Lust auf Musik aus anderen Ländern macht. Überall auf der Welt wird gesungen, musiziert und getanzt. Mit Musik wird ein Lebensgefühl ausgedrückt. Sie gehört bei allen Kulturen zum Leben dazu und egal wie fremd sie auch klingen mag, man versteht sie dennoch sofort, so dass Musik ein einfacher Weg zur Völkerverständigung und zum Überwinden von Grenzen darstellt. Schön, wenn Kinder mit Hilfe dieses Buches nicht nur etwas über Musik lernen und erfahren können, sondern auch über andere Länder und Kulturen.

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Hier schließt sich auch das letzte Buch aus dieser Reihe an, welches ich bisher kennen lernen durfte: „Wir reisen durch Europa“.

Auf den ersten Blick gefiel es mir nicht ganz so gut, denn hier werden keine Landkarten mit Symbolen und Bildchen gezeigt, sondern von jedem vorgestellten Land wird nur ein Ausschnitt einer Stadt oder einer Landschaftsszene gezeigt. England, Frankreich und Italien werden durch ihre Hauptstädte präsentiert, während für Spanien ein Strand, für Österreich die Berge, für die Niederlande ein Campingplatz und für Deutschland die Nordseeküste gezeigt werden. Ist es in Ordnung, wenn ein Land auf wenige Details reduziert wird? Erst war meine Antwort eher nein, aber nach längerer Überlegung lautet sie eher ja! Ja, es ist für Kinder im Alter von 4-7 Jahren in Ordnung, denn auf diese Weise wird die Begegnung mit einem anderen Land für sie viel konkreter als wenn sie eine Karte des Landes sehen. Hier reisen sie mit verschiedenen Familien in den Urlaub und im Urlaub nimmt man nur einen Teil des Landes wahr. Man trifft Menschen aus dem Land, sieht ein paar Sehenswürdigkeiten, hört die Sprache und isst landestypisches Essen. Genauso geht es Kindern, die sie mit diesem Buch beschäftigen. Urlaub kennen sie aus eigener Erfahrung und so können sie sich schnell in die jeweilige Situation versetzen und gemeinsam mit den Familien den Urlaubsort erforschen. Das Buch stellt somit authentische Situationen vor und die Kinder können in einem altersgerechten Rahmen so einiges über ein paar ausgewählte Länder Europas erfahren. Besonders gut gefällt mir, dass man sich sogar Sätze und Dialoge in der jeweiligen Landessprache (inkl. der Möglichkeit der deutschen Übersetzung) anhören kann. Teilweise sind die Dialoge recht lang, aber so hat man eine gute Chance den Klang einer Sprache wahrzunehmen. Das englische Klatschspiel hat sich Bücherwürmchen bestimmt fünf Mal nacheinander angehört. Allerdings fand er auch das alberne „Spaghetti“ für ein Familienfoto äußerst lustig.

Neben Infos zu den gezeigten Städten und ihren Sehenswürdigkeiten erfährt man natürlich auch ein paar allgemeine Sachen über die Länder, z.B. etwas über die Nachnamenregelung in Spanien, über Schuluniformen in England oder übers Vespa fahren in Italien. Dazu kommen auch in diesem Buch Such-, Merk- und Wissensspiele, an denen die Kinder Spaß haben, wobei man Bücherwürmchen noch recht viel helfen muss. Aber die eine oder andere Quizfrage konnte er am Ende des Buches auch schon selbst richtig beantworten und so waren sowohl er als auch ich beim Zuklappen des Buches völlig zufrieden.

Ja, ich gebe es zu: Ich mag die TipToi-Bücher wirklich gerne! Die audiodigitalen Möglichkeiten wurden sehr gut genutzt und alles ist aufwendig und detailliert gestaltet.

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Der Stift muss separat erworben werden!

Die Welt der Musik, Wieso? Weshalb? Warum?, TipToi, Ravensburger, ISBN: 978-3-473-32902-1, 19,95€

Entdecke Musik aus aller Welt, Wieso? Weshalb? Warum?, TipToi, Ravensburger, ISBN: 978-3-473-32915-1, 19,99€

Wir reisen durch Europa, Wieso? Weshalb? Warum?, TipToi, Ravensburger, ISBN: 978-3-473-32914-4, 19,99€

Wer findet die Bilder zu den Buchstaben? – Von A wie Affe bis zu Z wie Zitrone

Da ich schon von den vielen Bildern in dem Buch „Alle Welt“ mehr als begeistert war, habe ich mich sehr auf das Buch „Alles im Blick: Buchstaben“ von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch hier kann man sich stundenlang mit den einzelnen Seiten beschäftigen. Es gibt überall wahnsinnig viel zu entdecken und zu staunen: Hier spielt ein Elch Akkordeon, dort sitzt ein Elefant auf einem Floß und auf der nächsten Seite wird ein Indianer mit Einhorn interviewt. Jedes Mal wird man auf neue Details aufmerksam. Sogar Bücherwürmchen ist ganz begierig darauf lauter verrückte Sachen auf den Seiten zu entdecken, obwohl Wimmelbücher ansonsten mittlerweile eher selten angeschaut werden.

Allein die vielseitigen Bilder machen schon Spaß, aber dann hält das Buch ja auch noch eine besondere Aufgabe für den Leser bereit. Auf jeder Doppelseite gilt es Dinge zu zwei Buchstaben des Alphabets zu finden. Es ist sogar eine bestimmte Anzahl vorgegeben. Puh, nun heißt es aber wirklich ganz genau hinzuschauen und sich seinen gesamten Wortschatz in Erinnerung zu rufen. Vieles findet man beim ersten Betrachten gar nicht und ich muss zugeben, dass ich auch beim zweiten oder dritten Anschauen viele Buchstaben nicht vervollständigen konnte… Aber so schnell gebe ich nicht auf! Das Buch hält bestimmt noch den einen oder anderen Aha-Effekt für mich bereit.

Auch Kinder können anhand dieses Buches mit Hilfe eines Erwachsenen ihren Wortschatz erweitern. Es gibt einige Wörter, die es zu finden gilt, die nicht unbedingt bereits zum (aktiven) Wortschatz eines 5-jährigen gehören (z.B. Imker oder Hydrant). Im Übrigen werden scheinbar nicht nur Nomen, sondern auch Verben (z.B. balancieren) und abstrakte Nomen (z.B. Interview) gesucht. Das ist für Kinder schon recht schwierig… Dennoch ist es sehr interessant mit Hilfe dieses Buches über Sprache nachzudenken und mit ihr zu experimentieren. So kann man z.B. auf der letzten Seite („W“/“Z“) eine Figur zwei Mal zählen: Einmal als Wichtel und einmal als Zwerg. Und zählen bei „G“ alle Wortzusammensetzungen mit „Garten“? Hier setzt man sich völlig spielerisch mit Sprache auseinander. Größere Kinder können zum Beispiel auch Wörter in anderen Sprachen suchen.

Was mir für Vorschulkinder und Schulanfänger nicht gut gefällt, ist, dass es leider nicht um einen eindeutigen Anfangslaut geht. So werden bei dem Buchtstaben „E“ eben nicht nur Elefant und Ente , sondern auch Wörter, die mit „Ei“ oder „Eu“ beginnen, gesucht. Genauso ist es beim „S“ („Sch“, „Sp“, „St“) und beim „P“ („Pf“). Das sollte für diese Altersklasse (so wie es eben auch in der Schule geschieht) unterschieden werden, denn Kinder lernen die Buchstaben als Laute kennen und „S“ und „Sch“ sind völlig unterschiedliche Laute und sollten auch so behandelt werden. Würde man einem Kind, das noch nicht lesen und schreiben kann, den Auftrag „Such mal alle Wörter, die mit „S“ anfangen“ auf der entsprechenden Seite geben, so könnte es durch genaues sprechen und hinhören herausfinden, dass die „Säge“ und das „Segelboot“ dazugehören. Auf die „Schere“ würde es bei dieser Aufgabenstellung aber völlig richtig nicht zeigen. Sie gehört jedoch zu den 54 Wörtern, die mit „S“ gesucht werden sollen, leider dazu.

Bücherwürmchen guckt sich das Buch sehr gerne an, obwohl er natürlich eigentlich noch ein bisschen zu klein für dieses Buch ist. Viele Buchstaben kennt er noch nicht, aber einzelne Buchstaben aus seinem Namen kann er benennen. Vor allem aber kann er den Anfangslaut eines Wortes heraus hören und so funktioniert die Suche im Buch schon sehr gut. Allerdings ist es für ihn etwas verwirrend, dass auf den Doppelseiten immer die Wörter zu zwei Buchstaben gesucht werden müssen, so dass das dann immer etwas durcheinander geht. Das ist dann gerade auf der Doppelseite „M“/“N“) etwas blöd, da es hier für Kinder sowieso schon nicht so einfach ist, diese Laute klar voneinander zu unterscheiden. Manchmal fallen Bücherwürmchen auch auf Seiten Dinge zu gerade nicht gesuchten Buchstaben auf, die er dann aber unbedingt benennen möchte, aber das ist völlig okay. Dann entdeckt er „A wie Affe“ eben auf mehreren Seiten. Wir zählen auch nicht, wie viele Sachen wir zu einem Buchstaben finden, (denn das wäre zu deprimierend, da ja noch nicht einmal ich alles finde…) und getreu dem Lautprinzip gilt auch „K wie Cowboy“.

Manchmal entdeckt Bücherwürmchen sogar Sachen, die ich nicht sehe bzw. zu denen mir nicht das richtige Wort einfällt. Während ich auf der „K“/“L“-Seite nur einen unpassenden Wolf sehe, ruft Bücherwürmchen auf einmal: „K wie Kojote!“ Klar, recht hat er!

Wir haben jede Menge Spaß mit diesem Buch. Nur bei manchen Buchstaben ist es schade, dass es kaum Sachen dazu zu finden gibt. Beim „J“ gibt es nur zwei Dinge zu entdecken (wobei wir letztendlich dann doch einige mehr gefunden haben), dabei würden sich hier doch eigentlich ein Jäger oder ein Jojo ebenfalls gut anbieten. Ich frage mich aber sowieso wie genau das Buch ins Deutsche übertragen wurde, da es im Original ein polnisches Buch ist. Wurde einfach die Anzahl der zu suchenden Dinge verändert? Vermutlich, aber dann staune ich darüber, dass sich dennoch viele typische Dinge mit dem entsprechenden Anfangslaut auf den Seiten befinden… Aber auch auf Englisch wurde das Buch hervorragend funktionieren. Vielleicht hatten die Autoren ja auch schon ein paar Wörter aus anderen Sprachen mit eingebracht.

Aber natürlich ist die Entstehung letztendlich egal, es würde mich einfach nur interessieren. Es gibt noch ein zweites Buch bei dem es dieses Problem nicht gibt: „Alles im Blick: Zahlen“. Die Anzahl der zu zählenden Dinge ändert sich nicht in den verschiedenen Sprachen.

Aber völlig unabhängig davon, wird dieses Buch wohl eine meiner nächsten Anschaffungen sein, denn es ist einfach toll, wie man bei diesen Büchern mit seinem Kind ins Gespräch kommt und viel Spaß bei lauter überraschenden Entdeckungen hat!

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Alles im Blick: Buchstaben von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski, Moritz Verlag, ISBN: 978-3-89565-297-4, 9,95 €

Ein erster spielerischer Zugang zur Kunst und zu Sprachen

Ich und Kunst – irgendwie sind wir nie so richtig zusammen gekommen. Joa, sicher, schöne Bilder gefallen mir auch, aber mehr auch nicht. Sie sagen mir nichts Besonderes. Schade eigentlich, denn Kunst gehört zur Kultur und Kultur gehört zur Bildung, welche mir wiederum wichtig ist. Aber ich gebe mein Bestes und so besitzen wir nun das Buch „Meine bunte Welt: Erste Kunstwerke – erste Wörter in zwölf Sprachen“. In diesem Buch für Kinder befinden sich jede Menge Kunstwerke verschiedener Künstler und Epochen. Da es ein Buch für Kinder ist, sind es ansprechende und nicht verstörende Bilder und ich muss sagen, dass ich wirklich ganz gerne in diesem Buch blättere.

Bei jedem Bild wir ein hervorstechendes Detail herausgepickt und mit einem Wort benannt. Es sind Wörter, die schnell zum Wortschatz eines Kindes gehören, z.B. Mama, Papa, spielen, Küche, Wald etc. Diese Worte kann man jeweils in 12 Sprachen (mit Hilfe der Lautschrift) lesen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch, Russisch, Japanisch, Hebräisch, Arabisch, Chinesisch und Türkisch. Somit ist das Buch auch für Menschen lesbar, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und es eignet sich natürlich auch hervorragend für Kinder, die mehrsprachig aufwachsen. Die Sprachen sind an bestimmten Farben erkennbar. Leider steht immer eine andere Sprache oben auf der Seite, so dass es mir trotz der Farben schwer fiel, die jeweiligen Sprachen zu erkennen. Natürlich konnte ich es jedes Mal nachschlagen, aber etwas nervig war es dennoch.

Bücherwürmchen fand es interessant einige Wörter auf anderen Sprachen zu hören, insbesondere dann, wenn die Wörter dem Deutschen ähnelten. Allerdings fielen ihm manchmal zu den Bildern auch andere Worte als die vorgegebenen ein und wollte diese dann zum Teil auf anderen Sprachen wissen… Da musste ich mir dann mit Englisch und Schwedisch (gehört nicht zu den 12 Sprachen im Buch) weiterhelfen. Im Übrigen passten die Worte meistens jedoch gut zu den Bildern.

Besonders lange hatte Bücherwürmchen kein Interesse an dem Buch (fällt es ihm auch schwer, einen Zugang zur Kunst zu bekommen?), aber es ist ja auch kein Buch, welches man am Stück „lesen“ muss. Man kann es immer mal wieder hervor holen, ein Bild betrachten, darüber sprechen und staunen wie ähnlich oder unterschiedlich die Bezeichnungen der Menschen auf dieser Welt für bestimmte Dinge klingen, aber alle Menschen können sich diese Bilder anschauen und darüber sprechen. Und wir alle kennen Worte für die wichtigen Dinge im Leben (eines Kindes): Familie, essen, schlafen, spielen, küssen, weinen…

Mir gefällt die Idee dieses Buches sehr gut und ich hoffe, dass wir uns in Zukunft noch etwas intensiver mit den Bildern beschäftigen werden, so dass Bücherwürmchen einen ungezwungenen und spielerischen Zugang zur Welt der Kunst bekommt. Und vielleicht ist es ja auch bei mir noch nicht zu spät…

 Meine bunte Welt von Doris Kutschbach

Meine bunte Welt: Erste Kunstwerke – erste Wörter in zwölf Sprachen von Doris Kutschbach, Prestel, ISBN: 978-3791371757, 19,99 €