Sprachförderung kann sehr vielfältig sein

Es gibt tatsächlich ein Buch, welches ich gleichermaßen für Bücherwürmchen (4 Jahre) und Büchermäuschen (ein paar Monate) gebrauchen kann: „Duden – Das große Sprachspielbuch: Sprachförderdung mit Liedern, Spielen und Experimenten

Für 0-6-jährige Kinder werden hier vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Kinder spielerisch mit Sprach konfrontieren kann. Und genau dies sind die Stärken dieses Buches: Es spricht Kinder verschiedenen Alters an und ist nicht nur auch eine kleine Zielgruppe beschränkt und es wird klar wie groß die Bandbreite der Sprachförderung ist. Nicht nur Lieder, Reime und reine Sprachspiele fördern die Sprachentwicklung von Kindern, sondern beispielsweise auch Experimente, bei denen man etwas beobachten und benennen muss, oder das Befolgen einer Bastelanleitung. Das Buch liefert über 400 Ideen für die Praxis in Familien oder Kindergartengruppen, wobei mir nicht immer ganz klar ist, inwiefern manche Spiele etwas mit Sprache zu tun haben, z.B. bei dem Motorikspiel „Autorennen“, bei dem um die Wette eine Schnur, an der ein Auto hängt, aufgewickelt werden muss.

Meines Erachtens passt die Zuordnung der Spiele zu den Altersgruppen nicht immer optimal. Genauso scheint die Zuordnung zur Art des Spiels nicht komplett durchdacht zu sein. So gehört der „Hindernisparcours“ für mich eindeutig zu „Bewegen“ und ich frage mich, was er bei „Sprechen“ zu suchen hat.

Kneten, insbesondere das Kneten von Kugeln, ist für Kinder unter zwei Jahren noch sehr schwierig, so dass ich diese Anregung eher dem dritten Lebensjahr zugeteilt hätte. Die Idee Kindern zu einem Bild Fragen zu stellen, ist schön, aber Einheiten wie Kilo oder Liter sind für 2jährige noch wenig fassbar.

Je älter die Kinder werden desto mehr lässt leider der spielerische Anteil nach. Gerade für die Kinder im fünften/sechsten Lebensjahr werden viele Sprachspiele vorgeschlagen, die schon sehr schulisch anmuten: So sollen beispielsweise Verbformen gebildet werden. Das vorgeschlagene Spiel finde ich schon arg langweilig. Aber auch die Spiele zu Silben und zum Sätze bilden gehen in eine ähnliche Richtung.

Nicht ganz klar ist mir, wie die Entwicklungsphasen am Ende des Buches zu verstehen sind. Kann der Durchschnitt der Kinder die genannten Dinge bis zu einem bestimmten Alter oder „müssen“ Kinder diese Fähigkeiten bis dann erworben haben? Leider fehlt mir hier der Hinweis, dass Kinder in einem unterschiedlichen Tempo lernen und man sich nicht gleich Sorgen machen muss, wenn ein Kind etwas noch nicht kann. Auch wüsste ich gerne, auf welcher Grundlage diese Übersicht erstellt wurde, denn manches erscheint mir etwas merkwürdig. Einerseits soll ein Kind hier bis drei Jahren auf einem Bein hüpfen (was bei der Vorsorgeuntersuchung beim Arzt mit vier Jahren kontrolliert wird) und andererseits soll es erst Zweiwortäußerungen beherrschen.

Diese Übersicht macht zwar nur eine Doppelseite des dicken Buches aus und man kann sie letztendlich somit vernachlässigen, aber Übersichten zu Entwicklungsphasen, die an ein gewisses Alter geknüpft sind, können Eltern schnell verunsichern, so dass sie sehr sorgsam formuliert werden sollten.

Nun habe ich hier ein wenig gemeckert, da ich manches in dem Buch nicht ganz ausgereift finde, aber dennoch möchte ich nicht verschweigen, dass man mit dem Buch durchaus eine tolle und vielseitige Spielesammlung erhält. Mit den Altersangaben sollte man jedoch flexibel umgehen.

Man findet hier Fingerspiele und Reime, Zungenbrecher, Bewegungsspiele, Ideen zum Beobachten und Erforschen, Mitmachgeschichten, Ratespiele und einiges mehr.

Es macht Spaß sich mit dem Großen mal hinzusetzen und gemeinsam aus Bildern neue, zusammengesetzte Wörter zu bilden, Zungenbrecher zu sprechen oder Reimwörter zu finden. Ganz gut hat auch schon das Spiel mit den verdrehten Lauten (Plokapier = Klopapier) geklappt. Da hat Bücherwürmchen sich immer gefreut, wenn er die Lösung herausgefunden hat. Der Kleine fand dahingegen „Die Mau hat rote Röckchen an“ toll. Er lachte richtig, als ich ihn beim dem Spruch mit den Armen rudern ließ.

Wie gesagt, dieses Buch ist für beide Kinder gut geeignet und ich werde uns sicherlich noch das eine oder andere Spiel daraus heraus suchen.

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Duden – Das große Sprachspielbuch: Sprachförderdung mit Liedern, Spielen und Experimenten, Zusammenstellung Christina Braun, FISCHER Duden Kinderbuch, ISBN: 978-3-7373-3238-5, 14,99€

Ein Buch, welches einen ein Leben lang begleiten kann

Es gibt einfach viel zu viele tolle Lieder- und Reimebücher für die ganze Familie. Ein paar habe ich bereits auf meinem Blog vorgestellt – eine Übersicht findet ihr HIER. Irgendwie sind alle schön, aber wirklich parallel kann man sie auch nicht gebrauchen, da der Inhalt sich natürlich naturgemäß überschneidet. Gerade habe ich ein weiteres schönes Buch dieser Kategorie kennen gelernt: „Die ganze Welt der Lieder und Reime – Das Hausbuch für Große und Kleine“. Klar, auch das darf gerne neben den anderen Büchern einen Platz in meinem Regal einnehmen, denn auch dieses ist einfach sehr schön gemacht. Allein der Leinenrücken macht natürlich schon etwas her, aber viel entscheidender sind die tollen Illustrationen in dem Buch. Sie stammen von Yayo Kawamura und begeistern mich immer wieder. Im Prinzip sind es einfache, naive Bilder, die an Buntstiftzeichnungen erinnern, aber sie sind fröhlich, bunt und stecken voller Leben. In ihnen steckt ein gewisser Witz und sie machen einfach viel Spaß, so dass man gerne in dem Buch blättert.

Aber nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich kann dieses Buch überzeugen. Lieder und Reime wurden bestimmten Oberthemen zugeordnet und so findet man hier Verse zu „Bei mir zu Hause“, „Draußen in der Natur“, „Spaß und Unsinn“, „Singen, Spielen, Tanzen“, „Die Welt um mich herum“, „Handwerk, Essen und Trinken“, „Der Sandmann ist da“, „Feste im Jahreslauf“ und „Erzähl mir was“. Es werden also alle relevanten Bereiche abgedeckt. Dabei sind natürlich viele alte, traditionelle Lieder aufgenommen worden. Schön finde ich aber, dass auch ein paar neuere Lieder, die mittlerweile zum Liederkanon von Kindern und Familien gehören, Berücksichtigung gefunden haben, z.B. „Anne Kaffeekanne“, „Hörst du die Regenwürmer husten?“ oder Halloween-Reime. Das macht meines Erachtens eine gute Mischung aus, wobei in dieser Hinsicht aktuellere Lieder noch stärker vertreten sein könnten. Aber wer seine Liedkenntnisse traditioneller Kinderlieder auffrischen möchte, der macht mit diesem Buch nichts falsch. Und egal, woran es beim Erinnern hapert, hier bekommt man sowohl alle Strophen als auch Noten inklusive Akkorde geliefert und zwar durchweg in einer angenehmen, singbaren Tonhöhe (für Eltern, aber auch für Kinder). Zwischen den Liedern finden sich viele, thematisch passende, Reime. Auch hier wurde eine gute Auswahl getroffen.

Beim Durchblättern des Buches kamen einige Spielgruppenerinnerungen auf. Bücherwürmchen konnte sich an die Reime natürlich nicht mehr erinnern, aber er hatte Spaß daran, Fingerreime und ähnliches noch einmal auszuprobieren. Vor allem das Fingerspiel, bei dem alle Finger zu Tieren werden, fand er sehr lustig. Das mochte er aber auch schon als kleiner Knirps. Ganz begeistert war er davon, dass der Tischreim, der auf seinem Tischset steht, auch in dem Buch zu finden ist („Viele kleine Fische“).

Insgesamt ist „Die ganze Welt der Lieder und Reime“ ein toller Schatz in der Familienbibliothek. Es ist ein Buch, welches man immer wieder gut gebrauchen und welches einen ein Leben lang begleiten kann. Spätestens wenn die Enkelkinder da sind, ist es wieder höchst aktuell!

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Die ganze Welt der Lieder und Reime – Das Hausbuch für Große und Kleine von Yayo Kawamura und Gerlinde Wiencirz, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-0516-0, 19,99€

Musik überwindet Grenzen

Ihr wisst ja schon, dass Liederbücher mich irgendwie magisch anziehen. Eigentlich habe ich gar keine Zeit all die Lieder zu singen, die ich bereits in unzähligen Liederbüchern gesichtet habe, aber trotzdem kann ich bei neuen, schönen Büchern oft nicht widerstehen. Und ich finde mein neustes Liederbuch steht auch ganz berechtigt in meinem Regal. Wer offen für andere Menschen, andere Länder und Kulturen sein will und wem es wichtig ist, dass sich die Menschen über Grenzen hinweg miteinander verbinden, der braucht unbedingt das Liederbuch „Kinderlieder aus Deutschland und Europa“! Singen ist doch die beste Völkerverständigung! Und in diesem Buch findet man lauter Lieder aus ganz vielen europäischen Ländern (die Niederlande, Türkei, England, Norwegen, Italien, Russland und viele mehr) mit Noten und Akkorden – in Originalsprache sowie in deutscher Übersetzung. Thematisch behandeln die Lieder alles Mögliche, was Kinder interessiert (z.B. Tiere, Jahreszeiten, Tanzlieder, Gutenacht-Lieder etc.) und teilweise landestypisch ist. Und ich glaube, jeder, der dieses Buch aufschlägt, wird hier Lieder wiederfinden, die auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu seinem Leben dazugehören. So kenne ich zum Beispiel die meisten deutschen Lieder. Das schwedische „Sankta Lucia“ habe ich in meiner Zeit in Schweden kennen gelernt und letztes Jahr bin ich dieses Lied singend und so wie die schwedische Lucia mit (elektrischen) Kerzen auf dem Kopf am 13. Dezember morgens in das Zimmer meines Sohnes gegangen… Vielleicht dachte er, dass die Mama schon ein bisschen komisch ist, aber ich möchte ihn gerne ein paar schwedische Traditionen kennenlernen lassen – einfach deshalb, weil ich dieses Land liebe.

Und dann habe ich noch das Lied „Oranges and lemons“ mit Freude entdeckt. Mein Mann und ich lesen uns abends immer gegenseitig etwas vor und neulich lasen wir das Buch „1984“, indem dieses Lied zitiert wird. Beim Vorlesen habe ich innerlich noch über das Lied geflucht, denn ich habe im Englischen immer Angst etwas falsch auszusprechen, aber nun habe ich mich darüber gefreut, dieses Lied wiederzuerkennen.

Übrigens gibt es noch ein weiteres Argument für den Kauf dieses Buches: Die genial arrangierten Fotoillustrationen. Sie sind bunt, lebendig, fröhlich und toll anzusehen. Auf den Bildern sind Kinder und Gegenstände zu kunstvollen Gesamtwerken zusammengestellt worden. Ganz außergewöhnlich, aber richtig tolle Bilder!

Wer nicht so gut Melodien lesen und kein Instrument spielen kann, dem hilft die mitgelieferte CD weiter. Hier kann man sich alle Lieder als Instrumentalversionen anhören. Ansonsten gibt es aber auch noch eine zusätzlich lieferbare CD, auf der man einige Lieder in Originalsprache dargeboten bekommt. Und auf der Seite www.liederprojekt.org wird auch regelmäßig ein Lied der Woche veröffentlicht, mit Noten, Akkorden und einer eingesungenen Version (siehe auch Links auf der Verlagshomepage: Extras & Downloads). Auf der Seite findet man übrigens auch viele andere tolle Lieder! Es lohnt sich, dort mal vorbei zu schauen.

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Kinderlieder aus Deutschland und Europa von Jan von Holleben und Mirjam James, Gabriel Verlag, ISBN: 978-3-522-30382-8, 19,99 €

Hausbücher für die ganze Familie mit Reimen, Liedern und Gedichten

Welche Art von Büchern mögt ihr gerne? Ich glaube, ich habe schon mal geschrieben, dass ich mir sehr gerne Kinderatlanten anschaue, aber es gibt noch eine andere Kinderbuchgattung, die mich beinahe magisch anzieht: Ich liebe Kinderliederbücher und Bücher mit Reimen und Gedichten. Ein paar dieser Bücher möchte ich euch heute vorstellen, denn ich finde, man braucht mindestens eins dieser Bücher. Es sind Bücher für die ganze Familie, Bücher, die man immer wieder hervornehmen kann, in denen man ein wenig herumblättert, mal dies und mal das liest und sich alte Reime, die man schon als Kind kannte, in Erinnerung ruft. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass man mit Altersangaben oder den Begriffen „für die ganze Familie“ oder „für jedes Alter“ ein bisschen vorsichtig sein muss. Nicht immer ist so ein Buch für jedes Alter geeignet, auch wenn selbst die Kleinsten grundsätzlich schon Spaß an Reimen haben.

Das Buch „Muss man Miezen siezen?“ würde ich zum Beispiel trotz des Hinweises „Für jedes Alter“ eher für Familien mit Kindern ab dem Vorschulalter empfehlen. In dem Buch wird nicht nur lustig gereimt, sondern auch viel mit der Sprache, mit Sprichwörtern und mit Buchstaben gespielt. Vieles ist für die ganz Kleinen noch nicht nachvollziehbar und so fand Bücherwürmchen das Buch auch eher langweilig und er hatte keine Lust weiter dort drin zu lesen. Doch langweilig ist dieses Buch ganz gewiss nicht – zumindest nicht, wenn man das richtige Alter dafür hat. Hier geht es verrückt, lustig, verspielt und humorvoll zu. Es wird gereimt, gerätselt, das ABC wird von allen Seiten betrachtet und in verschiedenen Sprachspielen zum Einsatz gebracht, Sprichwörter werden neu gedeutet und man begegnet einigen außergewöhnlichen Katzen und anderen Tieren, wie z.B. nackten Nilpferddamen. Das Buch ist ein großer Spaß für alle, die gerne mit der Sprache spielen, Zungenbrecher sprechen und offen für jede Menge Quatsch sind. Übrigens findet man in diesem Buch zu jedem Buchstaben etwas. Es beginnt mit A wie „Aufwachen“ und endet mit Z wie „Zahlen, bitte!“ Mitten drin gibt es dann u.a. einen lustigen Jahresrückblick einer Katze, „Orte mit seltsamen Namen“ und ein Schimpfwörter-ABC.

Passend zum Inhalt ist das Buch auch nicht ganz gradlinig gestaltet. Es werden verschiedene Schriftarten und Farben verwendet, der Text wird teilweise in eine besondere, zu dem Inhalt passenden, Form gebracht und natürlich gibt es auch farbige Illustrationen.

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Ein schön anzuguckendes Buch ist aber auch „Schnick Schnack Schabernack – Das Hausbuch der Reime und Lieder für die Allerkleinsten“. Es ist allerdings insgesamt etwas ruhiger gestaltet, aber dennoch fröhlich und bunt. Mit dem Leinenrücken wirkt es hochwertig und so stellt man es sich gerne als richtiges Hausbuch ins Regal, denn dies ist wirklich ein Buch für die ganze Familie. Zwar heißt es im Titel, dass dies ein Buch für die „Allerkleinsten“ sei, allerdings gibt es hier auch genügend Reime, die Kinder noch bis in die Grundschulzeit begleiten werden. Für die ganz Kleinen findet man hier Fingerspiele, Kniereiter und Lieder wie z.B. die zehn kleinen Zappelmänner, „Hoppe, hoppe, Reiter“ oder „Häschen in der Grube“, aber auch unbekanntere Fingerspiele, bei denen im Stil von „Dies ist der Daumen“ jeder Finger einzeln angesprochen wird. Für die Größeren sind dann die Abzählreime oder Gedichte interessant, in denen Zahlen oder das ABC vorkommen. Auch die längeren Erzählgedichte sind für Grundschulkinder gut geeignet. Vielleicht lernen sie ja auch Goethes Hexen-Einmaleins auswendig. Bücherwürmchen wollte ganz oft nacheinander das Gedicht „Der Herbst steht auf der Leiter“ hören, denn das kannte er bereits aus einem anderen Buch. Mittlerweile kann er es auch auswendig.

Hier findet man jedenfalls Reime zu allen Anlässen und Themen: Verse beim Essen, Verse zum Einschlafen, Geburtstagsreime, Reime zum Tagesablauf und vieles mehr – eine tolle Sammlung klassischer Reime und Lieder zusammengefasst in einem schönen Buch!

Übrigens gibt es passend zu dem Buch auch eine CD, die man sich gut auf Autofahrten anhören kann, so dass man die Reime dann auch tatsächlich auswendig kann.

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Auch vom Tulipan-Verlag gibt es ein Hausbuch mit Reimen: „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“. Ich muss sagen, allein der Titel spricht mich an, denn diesen Vers kenne ich natürlich auch noch. Wenn Bücherwürmchen auf dem Weg zum Kindergarten nicht so recht vorwärts kommt, wende ich ihn auch ab und zu gerne an.

In dem Buch „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“ wird ebenfalls mit Sprache gespielt und es werden viele Reime und Quatschgedichte von namhaften Autoren sowie von Generationen überlieferte Verse vorgestellt. Inhaltlich ist es jedoch dennoch recht einfach und so finden sich hier viele kurze Reime, die sich schon als Fingerspiele mit ganz kleinen Kindern eignen. An den längeren Gedichten haben Kinder ab 3/4 Jahren jede Menge Spaß. Hinzu kommt, dass das Buch natürlich auch bunt und humorvoll illustriert ist. Ich persönlich freue mich übrigens nicht nur über das Titelgedicht, sondern auch über den Berliner Spruch: „Ich sitze da und esse Klops, uff eemol kloppts…“ Den hat meine Mutter früher nämlich oft zitiert. 😉 Und der Spruch „Ein Häuschen aus Zucker, von Zimt eine Tür, einen Riegel von Bratwurst, das wünsche ich dir“ steht in einem meiner Poesiealben. Darin steht übrigens auch das Gedicht von Christian Morgenstern „Das ästhetische Wiesel“. Damit hat sich meine damalige Deutschlehrerin in meinem Poesiealbum verewigt und ihr könnt das Gedicht nun in diesem schönen Sammelband nachlesen. Ob ihr die Gelegenheit habt, es in ein Poesiealbum einzutragen, weiß ich allerdings nicht, denn mittlerweile werden diese ja kaum noch herumgereicht… Oh, und dann habe ich auch noch das Gedicht „Die drei Spatzen“ von Christian Morgenstern entdeckt. Das stand in einem Buch, welches wir uns damals zur Weihnachtszeit aus der Bücherei ausgeliehen haben. Und gerade in den letzten Tagen habe ich es nun auch mit meinem Sohn mehrfach gelesen.

Ihr merkt schon, mit diesem Buch werden viele Erinnerungen geweckt. Es ist also genau das richtige für mich. Für euch auch? Ich kann es jedenfalls nur empfehlen.

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Muss man Miezen siezen? von Gerda Anger-Schmidt und Renate Habinger, Nilpferd in Residenz, 978-3701720095, 18,90 €

Schnick Schnack Schabernack – Das Hausbuch der Reime und Lieder für die Allerkleinsten von Renate Raecke; Monika Blume und Gerda Raidt, Gerstenberg, ISBN: 978-3836951982, 22 €

Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm – Schüttelreime, Zungenbrecher, Quatschgedichte und mehr, herausgegeben von Mascha Schwarz, Bilder von Eva Muggenthaler, Tulipan, ISBN: 978-3-86429-116-6, 24,95 €

Singend durch die Adventszeit

Bereits als Kinder hatten wir ein paar Liederfibel-Bücher. Damals hatten wir sogar noch die passenden Schallplatten dazu. Ihr merkt, dass ist also schon ein Weilchen her… Dennoch war ich hoch erfreut, als ich vor ein paar Jahren „Die große goldene Liederfibel“ mit den Bildern aus den alten Büchern entdeckt habe. Ich finde die Idee, Noten in Bilder zu übertragen genial. So zeigt z.B. ein Stern der hoch am Himmel steht einen hohen Ton an und einer der weiter unten steht, zeigt, dass dieser Ton tiefer ist. Auch Tonlängen werden durch Variationen in den Bildern dargestellt. Auf diese Weise lernen Kinder nicht nur intuitiv eine Melodie zu „lesen“, sondern auch ihr Sprachgefühl wird unbewusst trainiert, da es für jede Silbe ein Bild gibt. Das gefällt mir gut. Hinzu kommt, dass ich mit meinem Kind gerne die alten Kinderlieder singe und die Bilder natürlich jede Menge Erinnerung in mir wecken. Es war also klar, dass ich „Die große goldene Liederfibel“ lieben würde!

Nun gibt es „Die kleine Liederfibel zur Weihnachtszeit“, die genauso funktioniert wie die große goldene Liederfibel. Es gibt also wieder bunte Bildelemente, die die Tonhöhen und –längen anzeigen. Dabei passen die Bilder natürlich immer zum entsprechenden Lied, z.B. werden die Noten bei „Ihr Kinderlein kommet“ durch Kinder ersetzt oder bei dem Lied „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ zeigen Kerzen an einem Baum den Verlauf der Melodie an.

Dieses Buch ist jedoch keine Neuauflage der alten Bücher, das heißt es sind ganz neue Bilder, welche aber auch überzeugen können. Sie sind schön und ansprechend gestaltet und die Melodien sind gut erkennbar. Auf jeder Doppelseite befinden sich links die Noten mit dem Liedtext sämtlicher Strophen und rechts ist die bildliche Umsetzung mit dem Text der ersten Strophe. Übrigens gibt es zusätzlich zu den Noten auch die Akkorde, was die instrumentale Begleitung der Lieder durch eine Gitarre oder das Klavier erleichtert.

Das Büchlein hat ein recht kleines Format, aber Kindern mögen es oft, wenn sie ein Buch gut in den eigenen Händen halten können.

Mir gefällt das Büchlein gut. Da wir uns jeden Tag im Advent zusammen setzen, ist es schön, ein kleines Büchlein zu haben, in dem viele bekannte Weihnachtslieder versammelt sind. 11 Lieder kann man aus diesem Buch singen. Allerdings fehlt ausgerechnet das bekannteste Weihnachtslied: „Stille Nacht, Heilige Nacht„. Trotzdem kann dieses Buch für Kinder ein schöner Anfang einer Liedersammlung sein. Gerade Liederbücher können für Kinder über Jahre hinweg zu einem richtigen Bücherschatz werden. Die Bilder, denen man beim Singen folgen kann, und die im Übrigen wirklich süß sind, aber auch gut die Stimmung der Lieder einfangen, gehören ganz schnell mit den Liedern zusammen. Wenn man dann an ein bestimmtes Lied denkt, wird man sofort die entsprechenden Bilder dazu im Kopf haben und so wird dieses Buch für das eine oder andere Kind vielleicht auch zu einem Bücherschatz.

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Die kleine Liederfibel zur Weihnachtszeit mit Illustrationen von Charlotte Panowsky, Sauerländer, ISBN: 978-3-7373-5112-6, 5,99 €

Eine Übersicht zu weiteren in diesem Blog vorgestellten Weihnachtsbüchern gibt es hier.

Auch in Musik stecken Geschichten

Oh, wie schön! Meine Seite gefällt anderen Leuten und ich werde gefragt, ob ich bestimmte Werke hier in meinem Blog vorstellen könnte! Das freut mich natürlich und da sage ich dann auch gerne mal ja. Vor allem wenn es sich um eine Musik-CD handelt. Ich liebe Kindermusik und singe sehr gerne mit meinem Sohn. Deshalb habe ich nicht lange gezögert, als mir die CD „Sing doch mal!… mit Tijo Kinderbuch“ angeboten wurde. Nachdem ich meine Zusage der CD-Vorstellung geschrieben hatte, wurde ich dann aber doch ein wenig unsicher, denn es gibt ja nun auch viel schlechte und langweilige Musik für Kinder… Hoffentlich war dies nicht so eine CD… Schlechte Kritiken schreibe ich nämlich gar nicht so gerne… Aber die Sorge löste sich schnell wieder auf. Nach dem ersten Hören konnte ich sagen, dass dies eine CD ist, an der Kinder ihren Spaß haben können.

Auch wenn dies hier ein Kinder- und Bilderbücherblog ist, stelle ich gerne auch CDs für Kinder hier vor, denn nicht nur in Büchern stecken Geschichten. Viele Lieder erzählen ebenfalls kleine Geschichten, regen die Fantasie an, erweitern den Sprachschatz und lassen Kind und Eltern gemeinsam auf dem Sofa sitzen, Musik hören und zusammen singen. Es unterscheidet sie also gar nicht so viel von Büchern.

Auf der CD „Sing doch mal!“ werden auch einige Geschichten erzählt: Ein Igel krabbelt unter einen Strauch und sucht sich dort seine Nahrung, eine Fledermaus fliegt durch die Nacht, Indianer tanzen, jagen, reiten und schleichen über den Boden, ein Kind hat einen Wackelzahn, ein Bär stiehlt den Bienen Honig und dann gibt es noch Lieder über den Regen, über Eisbären, Marienkäfer, Dinosaurier und vieles mehr. Die Melodien sind alle sehr einfach und man hat irgendwann auch ein wenig das Gefühl, dass sich vieles ähnelt beziehungsweise an bekannte Lieder erinnert. Es ist also keine CD mit völlig neuer und andersartiger Musik für Kinder, aber es ist Musik wie Kinder sie mögen: Fröhlich, leicht mitzusingen und mit lustigen und kindgerechten Themen. Die Sängerstimme auf der CD ist sehr angenehm und nicht nervig, was ja insbesondere für die Mithörenden Eltern wichtig ist. 😉 Die bunten Noten auf der CD gefallen mir gut. Sie verbreiten direkt gute Laune. Es ist etwas schade, dass kein Liederheftchen der CD beiliegt, aber dafür kann man die Liedtexte bei der Autorin anfordern und erhält diese dann sogar inklusive Noten. Das wiederum ist natürlich toll. So kann man die Lieder auch mal selber am Klavier oder mit Gitarre nachspielen. Hier ist es wieder positiv, dass die Melodien so einfach sind, denn auch Gitarrenanfänger, die noch nicht so viele Akkorde spielen können, können hier bereit mit ihren Kenntnissen einige Lieder begleiten. Manche Liedtexte waren auch illustriert. Die Bilder sind sehr einfach gemalt. Es sind Bilder, die jeder, der sich nicht groß mit Zeichnen oder ähnlichem beschäftigt, so oder so ähnlich malen würde. Interessant fand ich, dass dies meinen Sohn überhaupt nicht störte. Er freute sich immer, wenn es Bilder zu sehen gab. Wie sie gemalt waren, war ihm dabei ziemlich egal. Das kann uns Eltern doch nur Mut machen, ruhig mal etwas für die eigenen Kinder zu malen. Sie freuen sich immer darüber, auch wenn wir bei jeder Bitte im Stil von „Mal mir doch mal einen Trecker“ denken: „Das kann ich nicht!“

Beim ersten Hören gefiel Bücherwürmchen besonders „Das Lied vom Wildschwein“ bzw. animierte es ihn direkt zum Spielen: „Mama, du bist das Mama-Wildschwein und ich bin das Baby-Wildschwein…“

Dann wollte er zunächst die CD gar nicht mehr groß hören, aber die Lieder haben sich bei ihm trotzdem scheinbar eingeprägt. Jedenfalls sang er heute auf dem Weg zum Kindergarten das Lied von der „Fli-Fla-Fledermaus“. Zu Hause musste ich ihm dann noch einmal den ganzen Text des Liedes sagen. Auch aus anderen Liedern singt oder zitiert er nun ab und zu einzelne Teile.

Etwas irreführend finde ich den Titel der CD. Den Teil „mit Tijo Kinderbuch“ könnte man auch so interpretieren, dass der CD ein Kinderbuch beiliegt. Es geht aber nur darum, mit wem man hier mitsingen soll.

Im Übrigen bin ich von der Internetseite www.Tijo-Kinderbuch.de fast noch begeisterter als von der CD. Hier kann man lauter tolle Sachen für Kinder finden: Geschichten, Musik, Rätsel, Fingerspiele und vieles mehr. Ich habe die Seite jedenfalls direkt mal meinen Lesezeichen hinzugefügt!

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Sing doch mal!…mit Tijo-Kinderbuch, Musik-CD von Tina Birgitta Lauffer und Sebastian Mikolai, Acoustic Music, 9,90 €

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind…

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Sankt Martin ist für kleine Kinder sehr faszinierend. Nachdem Bücherwürmchen mit 1 ½ Jahren seinen ersten Martinszug erlebt hat, hat er wochenlag von Sankt Martin und Weckmännern gesprochen. Außerdem mussten wir uns lange Zeit jeden Morgen, wenn Bücherwürmchen bei uns im Bett war, das Buch „Mein erstes Buch von Sankt Martin“ anschauen und vor allem auch das Sankt Martins-Lied singen, alle Stropen und mehrfach hintereinander. Ich bin jetzt jedenfalls eine der wenigen Erwachsenen, die beim Martinszug das Lied komplett mitsingen kann.

Das Buch schaut Bücherwürmchen sich immer noch gerne an und Sankt Martin hat auch noch nichts von seiner Attraktivität verloren. Karneval hatte sich Bücherwürmchen dieses Jahr als Ritter verkleidet. Dazu hat er ein Holzschwert geliehen bekommen. Das erste was ihm einfiel, was man damit spielen könnte, war Sankt Martin. Bücherwürmchen war übrigens immer ein sehr netter Sankt Martin, der besonders großzügig war. Wenn ich der Bettler war, bekam ich zu dem Mantel meist auch noch Geld, damit ich mir ein Pferd kaufen konnte. Durch Sankt Martin konnte man ihm auch das Teilen immer schmackhaft machen. Man musste nur diesen Vergleich bringen und schon gab Bücherwürmchen gerne etwas ab: „Ich teile – so wie Sankt Martin!“ Kurz nach dem Sankt Martinszug war der Mantel als Gabe zwar ein wenig in Vergessenheit geraten („Sankt Martin teilt Weckmänner und Mandarinen“), aber spätestens beim Rollenspiel tauchte er dann in Form einer Decke wieder auf.

Ich persönlich finde die Bilder in dem Buch gar nicht so besonders schön, aber da allein das Thema so faszinierend ist, schaut Bücherwürmchen sich dieses Buch gerne an. Der Bettler ist gut zu erkennen. Er trägt zerrissene Kleidung und man sieht richtig, wie er friert. Das ist auch für die Kleinsten, an die sich dieses Buch ja richtet, ganz eindeutig. Den Text werden sie zu Beginn nicht ganz verstehen, da natürlich auch Begriffe wie „römische Soldaten“, „Heerlager“ etc. vorkommen, doch das macht den Kindern eigentlich wenig aus. Hauptsache „Marti“, wie Bücherwürmchen ihn mit seinen 1 ½ Jahren genannt hatte, kommt in dem Buch drin vor. Das Buch erzählt auch nicht nur die bekannte Szene, die in dem Lied besungen wird, sondern auch wie Martin von Jesus träumt, sich taufen lässt und schließlich Bischof wurde. Die Seite, auf der Martin schläft und träumt, hat Bücherwürmchen sich irgendwie auch immer gerne angeschaut. Zum Glück sieht man auch das Zelt, in dem die Pferde untergebracht sind, denn Bücherwürmchen achtete besonders auf die Dinge, die man vorher auf den Bildern gesehen hat und die jetzt anders sind: „Welches ist das Pferd von Sankt Martin? Warum hat der jetzt keine Schuhe an? Schläft das Pferd auch?“

Auf der Seite, auf der Martin sich bei den Gänsen im Gänsestall versteckt, hat Bücherwürmchen ihn zunächst nicht erkannt. Er hat dort etwas anderes an, das Pferd und der rote Mantel fehlen. Wahrscheinlich hat ihn deswegen diese Seite nie sonderlich interessiert.

Am Ende ist dann noch das Sankt Martins-Lied inklusive Noten abgedruckt.

Ich weiß nicht, ob es bessere und schönere Bücher über Sankt Martin gibt, wahrscheinlich schon, aber dieses ist jetzt unser Sankt Martins-Buch geworden. Es begleitet uns jetzt schon seit zwei Jahren sehr intensiv und gehört bei uns einfach zu Sankt Martin dazu. Ich finde, dass man zu diesem schönen Fest, an dem Kinder jedes Jahr wieder ihre Freude haben, einfach ein passendes Bilderbuch braucht und unseres ist „Mein erstes Buch von Sankt Martin“.

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Mein erstes Buch von Sankt Martin von Sylvia Müller und Magdalene Hanke-Basfeld, Herder, ISBN: 978-3-451-29079-4, gebraucht erhältlich

Mottotag mit Geschichte: Herbst

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Gestern habe ich mit Bücherwürmchen einen tollen „Herbsttag“ gemacht. Wir haben ganz viel zum Thema Herbst unternommen. Es war ein richtig schöner Tag, zum Nachmachen zu empfehlen. 🙂

Eigens für diesen Tag habe ich eine kleine Geschichte geschrieben, die uns den Tag über begleitet hat. Gerne möchte ich euch hier die Geschichte und unseren Tag ein wenig vorstellen:

Kennst du schon Anton? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Anton ist nämlich ein pfiffiger, kleiner Junge, der jede Menge Abenteuer erlebt.

Neulich war es wieder mal soweit. Anton langweilte sich schon eine ganze Weile und wollte endlich mal wieder etwas Spannendes erleben. Er saß im Wohnzimmer auf dem Sessel und wackelte mit seinen Füßen hin und her. „Was kann ich denn nur machen?“ überlegte er. Auf einmal sprang er auf. „Jetzt weiß ich es!“ rief Anton begeistert. „Heute werde ich den Herbst kennen lernen!“ Vor ein paar Tagen hatte Anton das Buch „Der Herbst steht auf der Leiter“ gelesen und nun war er neugierig, wo der Herbst war, wie er aussah und wer der Herbst eigentlich ist. Kennst du das Buch „Der Herbst steht auf der Leiter“? Vielleicht hast du ja Lust es noch einmal zu lesen und dann kannst du gemeinsam mit Anton auf die Suche nach dem Herbst gehen.

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Wo suchte man am besten nach dem Herbst? „Das ist doch einfach!“ Anton lief rasch in den Flur, riss die Jacke vom Haken und schlüpfte schnell in seine Gummistiefel. „Der Herbst ist natürlich draußen! Da werde ich ihn bestimmt finden.“ Nur mit Mühe bekam Anton die Tür auf. Ein Windstoß kam gerade vorbei und drückte sie beinahe wieder zu, aber Anton lehnte sich mit dem ganzen Körper gegen die Tür und schob sie mit ganzer Kraft auf. Endlich war er draußen. Etwas suchend sah er sich um und lief dann erst einmal durch die Pfützen, die sich auf der Straße gebildet hatten. Hui, und durch die nächste Pfütze. Das spritzte ordentlich! Wie gut, dass er Gummistiefel anhatte! Anton spielte eine ganze Weile an den Pfützen bis ihm wieder einfiel, was er draußen machen wollte. „Herbst!“ rief er so laut er konnte. „Herbst, wo bist du?“ Obwohl Anton richtig laut rief, konnte man ihn kaum hören, denn der Wind pfiff durch die Straßen. Er wirbelte die Blätter auf und schüttelte einige kleine Zweige von den Bäumen. Anton sah hinauf zum großen Kastanienbaum. Vielleicht stand der Herbst ja dort auf seiner Leiter um die Blätter anzumalen? Nein, die Blätter waren schon bunt und weit und breit war keine Leiter zu sehen. Enttäuscht bückte Anton sich und steckte eine Kastanie in seine Jackentasche. Wo konnte er jetzt noch nach dem Herbst suchen? Er antwortete ihm ja nicht.

Geh doch auch nach draußen und hilf Anton beim Suchen. Vielleicht entdeckst du ja auch ein paar Pfützen und kannst dort ein wenig spielen.

Nachdem Bücherwürmchen ordentlich durch die Pfützen gelaufen ist, haben wir natürlich auch nach dem Herbst gesucht. Wir haben ganz viele schön „angemalte“ Blätter entdeckt und überall nach einer Leiter Ausschau gehalten. Und einmal dachten wir schon, dass wir den Herbst gefunden hätten. Aber leider war es nur ein Mann, der seine Hecke geschnitten hat… Bücherwürmchen rief auch laut nach dem Herbst, dennoch blieb unsere Suche erfolglos. Am Ende meinte Bücherwürmchen, dass es den Herbst ja auch eigentlich gar nicht gibt. Als ich ihn dann fragte, wer denn dann die Blätter anmale, sagte er: „Das geht von alleine. Das macht der echte Herbst, der auch die Zweige runter schüttelt. Der Baum ist eigentlich der echte Herbst.“

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Als es anfing zu regnen, lief Anton zurück nach Hause. Vielleicht war es dem Herbst draußen ja auch zu ungemütlich und er hatte sich ins Haus verkrochen. Anton wollte sich jetzt jedenfalls erst einmal aufwärmen. Er rieb seine Hände aneinander: „Brrr, ganz schön kalt draußen. Wie gut, dass Mama und Papa im Ofen ein Feuer angemacht haben.“ Seine Mama kam in den Flur und räumte seine nassen Sachen weg. „Komm rein, Schatz. Ich habe eine gute Idee, wie wir dich wieder warm bekommen!“

„Wie denn?“ fragte Anton neugierig.

Mama hielt eine große Flasche hoch: „Kinderpunsch! Den mache ich dir jetzt auf dem Herd warm und dann kannst du ihn gemütlich auf dem Sofa trinken und dir ein paar Bücher anschauen.“

„Jaaa!“ rief Anton. „Und ich weiß auch schon, welche Bücher ich mir dann anschaue: Herbstbücher! Vielleicht weiß ich dann, wo und wie ich den Herbst finden kann!“

Möchtest du es genauso wie Anton machen? Einen Kinderpunsch trinken und Herbstbücher anschauen? Ich bin gespannt, was du dabei so alles über den Herbst herausfinden wirst.

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Auf den Kinderpunsch hat Bücherwürmchen sich schon seit Tagen gefreut und ihn auch ganz in Ruhe auf dem Sofa getrunken.

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Wir haben uns sehr viele Herbstbilderbücher angeschaut, u.a. das Herbst-Wimmelbuch, das herbstliche Buch von Pettersson und Findus und auch den entsprechenden Teil im Jahreszeitenbuch. Da wir dann noch etwas Zeit hatten, haben wir noch Herbst- und Sankt Martin-Lieder gesungen und anschließend in Bücherwürmchens Zimmer mit Playmobil, Duplo und Schleichtieren einen Herbstwald aufgebaut. Bei Bücherwürmchen durften jedoch auch ein Hai und eine Seerobbe mit in den Wald, denn schließlich war es ein „besonderer Herbstwald“.

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Mmm, der Kinderpunsch schmeckte richtig lecker. Anton leckte sich die Lippen ab. Vor ihm lag ein ganzer Stapel Herbstbücher, die er sich alle angeschaut hatte. Leider konnte er sich jetzt kein weiteres Buch mehr anschauen, denn Papa hatte ihn bereits drei Mal zum Mittagessen gerufen. „Aber ich wollte doch noch ein Buch gucken“ jammerte Anton. „Wie soll ich denn sonst den Herbst finden?“

„Vielleicht kannst du ihn beim Mittagessen entdecken. Es gibt heute Kürbis. Das passt doch auch zum Herbst.“ meinte Papa.

Guck doch mal, in deine Küche. Gibt es dort auch ein richtiges Herbstessen zu essen?

Klar, gab es richtiges Herbstessen: Der Papa hat mit Hackfleisch gefüllte Kürbisse gekocht!

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Nach dem Mittagsschlaf wollte Anton weiter nach dem Herbst suchen. Irgendwo musste er sich doch verstecken. „Mama, hast du eine Idee, wo ich nach dem Herbst suchen kann? Ich habe schon überall geguckt, aber ihn nirgendwo entdeckt!“

„Hm, da muss ich mal überlegen. Aber weißt du was? Bevor wir weiter suchen, backen wir jetzt erst einmal Maronenmuffins, damit wir uns bei der Suche nachher ein wenig stärken können.“ schlug Mama vor.

„Maronen? Was ist denn das?“ wollte Anton wissen.

„Das sind Esskastanien. Die passen ja auch gut zum Herbst. Vielleicht bringen sie uns sogar auf seine Spur.“

Hast du auch Lust Maronenmuffins zu backen? Wie die wohl schmecken?

Rezept aus: „Das große Wimmel-Kochbuch

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Das leckere Ergebnis:

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„Mama, kannst du auch schon die Muffins riechen?“ Anton schaute hungrig auf den Backofen. „Das riecht schon richtig lecker.“

„Stimmt, aber bis wir sie essen können, dauert es noch ein bisschen.“ meinte Mama und räumte die letzten Sachen in der Küche auf.

„Am besten gehe ich nachher noch mal nach draußen um nach dem Herbst zu suchen. Eigentlich ist der Herbst doch draußen, oder?“ überlegte Anton erneut.

„Da hast du wohl recht. Gleich wird es aber schon dunkel. Lass uns doch eine Laterne basteln, dann kann sie dir den Weg leuchten.“

„Au ja, dann können wir Sankt Martin spielen.“ rief Anton begeistert und summte sofort die Melodie von „Sankt Martin“ vor sich hin.

Bastelst du dir auch eine Laterne?

Klar, dass wir uns auch eine Laterne gebastelt haben. Die Blätter dafür haben wir schon vor ein paar Tagen gesammelt und gepresst. Der Käse von der Käseschachtel liegt noch zum Teil imKühlschrank. 😉

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Stolz betrachtete Anton die fertige Laterne: „Die sieht toll aus!“ Mama und Papa fanden das auch. Aber jetzt gab es erst einmal die Muffins, die schon warm und duftend auf dem Tisch standen.

„Jetzt bin ich aber mal gespannt, was ihr hier leckeres gebacken habt.“ sagte Papa und nahm sich einen Muffin. Nachdem er abgebissen hatte, nickte er: „Mmm, lecker!“

Auch Mama und Anton schmeckten die Muffins. Aber dann wollte Anton nicht länger drinnen bleiben. Er wollte nun endlich seine Laterne ausprobieren, Lieder singen und draußen noch einmal nach dem Herbst schauen. Mama und Papa sollten dieses Mal aber mitkommen. Vielleicht würden sie zu dritt, den Herbst besser entdecken.

Was meinst du, haben sie den Herbst gefunden? Geh doch auch mit deiner Laterne nach draußen und sing ein paar Sankt Martins- und Herbstlieder. Vielleicht findest du den Herbst ja?

Leider nieselte es ein wenig, als wir unterwegs waren. Das hielt uns jedoch nicht davon ab lauthals mehrfach hintereinander „Sankt Martin“ zu singen. 😉

„Weißt du was, Mama?“ fragte Anton, als er am Abend ins Bett gehen sollte. „Ich habe den Herbst zwar nicht richtig gesehen, aber ich glaube, ich kenne ihn jetzt trotzdem.“

„Ja? Magst du mir denn auch erzählen, wer der Herbst ist?“ wollte Mama wissen, denn natürlich war auch sie neugierig auf den Herbst.

Anton nickte: „Ja, der Herbst ist nass und windig und bunt und der Herbst hat ganz viele Blätter und Kastanien und Bucheckern. Ich glaube, die Blätter sind die Haare vom Herbst und die Kastanien sind sein Geld.“

„Das ist ja interessant.“ Gespannt hörte Mama Anton zu.

„Ja, aber der Herbst hat noch viel mehr. Er hat auch Kürbisse und Obst und er braucht ein warmes Feuer, da er sonst friert. Überall, wo der Herbst ist, ist es nämlich ein bisschen kalt.“

Mama nickte. Wenn sie an den kalten Tag dachte, konnte sie es gut verstehen, wenn sich der Herbst über ein Feuer freute.

„Manche Leute denken vielleicht, dass der Herbst nicht so fröhlich ist, weil um ihn herum manchmal so grauer Nebel ist, aber eigentlich stimmt das gar nicht. Der Herbst kann nämlich auch ganz toll feiern, Sankt Martin zum Beispiel. Und er freut sich immer, wenn wir die Lieder von ihm singen. Singst du noch mal ein Herbstlied mit mir?“ bat Anton seine Mama. Mama strich ihrem Jungen kurz über den Kopf und lachte: „Klar, das machen wir. Das ist schön, wenn wir dem Herbst eine kleine Freude machen können!“

Und du? Weißt du nun auch, wer der Herbst ist?

Bücherwürmchens Antwort: „Ja, der Papa!“

Am Schluss wurde der schöne Tag noch kurz dokumentarisch in unserem „Familienbuch“ festgehalten:

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Unsere Lieblingsfiguren: Pettersson und Findus

Seit Bücherwürmchen etwa 2 Jahre alt ist, liebt er die Bücher von Pettersson und Findus. Die Bücher waren anfangs noch etwas zu schwierig und zu textlastig für ihn, deswegen hat es sich irgendwie so ergeben, dass wir mit dem Liederbuch und den Liedern einen Einstieg in die Geschichten von Findus und Pettersson gefunden hatten. So nach und nach haben wir uns dann passend zu den Liedern die entsprechenden Geschichten in den Büchern angeschaut. Und Bücherwürmchen hat sie geliebt und liebt sie bis heute noch. Letztes Jahr im Urlaub hörten wir im Auto oft die CD und am Strand war Bücherwürmchens liebstes Spiel „Findus und Pettersson“. Natürlich war er selbst der süße, kleine, freche Kater und ich musste Pettersson sein. Für meinen Mann blieb dann nur noch die Rolle des ungeliebten Nachbars Gustavsson übrig. Wie oft haben wir dann mit Steinen am Strand ein Gemüsebeet angelegt, welches anschließend von den „Tieren“ (die Rollen mussten wir dann auch übernehmen) zerstört wurde so wie in „Aufruhr im Gemüsebeet“, später wollte er immer spielen, dass Findus und Pettersson zelten gehen und erst einmal die Hühner verjagen müssen. Sogar Zimtschnecken hat er gerne auf seinem Teller und tunkt sie in seine Milch, da das bei Findus und Pettersson dazugehört, obwohl er sie selbst gar nicht so gerne isst.

Letztes Jahr hat ihm der Nikolaus dann eine kleine Findus-Puppe in den Stiefel gesteckt und seitdem ist Bücherwürmchen fest davon überzeugt, dass ihm der Nikolaus dieses Jahr eine Pettersson-Puppe vorbei bringen wird… Ich habe lange gesucht, bis ich endlich eine Handpuppe von Pettersson gefunden habe… Der Nikolaustag ist also schon einmal gerettet!

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Zwei Bücher von all den schönen Findus-Büchern schauen wir uns besonders gerne an, denn sie waren für Bücherwürmchen von Anfang an gut zu verstehen: „Wie Findus zu Pettersson kam“ und „Findus zieht um“.

Wie Findus zu Pettersson kam“ fand Bücherwürmchen toll, weil man hier den kleinen Baby-Findus zu sehen bekam, mit dem er sich sofort identifizierte. Eine Weile spielte er dann nicht mehr einfach nur Findus, sondern den kleinen Baby-Findus, der sich vor dem alten Dachs fürchtet. Auch in diesem Buch gab es also mal wieder eine kleine Gruselstelle, die Bücherwürmchen ja so liebt. Außerdem biss er mir auf einmal ständig spielerisch in die Finger, denn die kleine Katze weiß ja noch nicht, dass man das nicht macht und Pettersson lässt im Buch Findus ja auch völlig unaufgeregt weiter an seinem Finger knabbern. Im Übrigen treten in diesem Buch auch die Muckla richtig in Erscheinung. Die liebe ich persönlich ja und ich finde es immer spannend sie auf den einzelnen Seiten zu entdecken, wo sie gerne den ein oder anderen Unsinn treiben, im Hut sitzen, in kleinen Häuschen wohnen, aus der Schublade hervorlugen und vieles mehr. Wie gut, dass ich sie, obwohl ich erwachsen bin, sehen kann! Ist doch klar, dass Findus Freunde, die ihm helfen, dass Pettersson ihn in der Kiste im Garten wiederfindet, existieren!

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Mit „Findus zieht um“ hatten wir auch schon jede Menge Spaß, denn nachdem wir dieses Buch gelesen hatten, wollte Bücherwürmchen auch überall – so wie Findus – „Quiiie-bong“ machen und auf dem Bett, oder eigentlich überall, hüpfen. Manchmal müssen wir auch die ganze Geschichte nachspielen und Bücherwürmchen kann dann so entsetzt wie Findus rufen: „Ich kann doch nicht in einem Klo wohnen!“ Denn Pettersson möchte das alte Plumpsklo für Findus umbauen und ihm dort ein eigenes kleines Zuhause einrichten. Das gefällt Findus dann aber schließlich doch sehr gut, zumindest so lange bis sowohl Pettersson als auch Findus merken, dass es gar nicht so schön ist, so einsam zu schlafen. Schön wäre es nur, wenn Findus vielleicht nicht ganz so früh mit dem Hopsen anfangen würde. Fünf Uhr ist Pettersson eindeutig zu früh, aber auf sieben Uhr kann man sich einigen. Nur wann ist sieben Uhr? Findus muss also dringend lernen, die Uhr zu lesen, „aber das ist eine andere Geschichte“. Diese letzten Worte des Buches hat Bücherwürmchen direkt aufgeschnappt und selbst verwendet (letztes Jahr im Oktober): Er steht auf dem Wickeltisch und gibt folgendes von sich: „Ich bin so groß wie eine Giraffe und ich kann hüpfen wie ein Gummiball, aber das ist eine andere Geschichte.

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Wie Findus zu Pettersson kam von Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3789169168, 12,95 €

Findus zieht um von Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3789179099, 12,95 €

Das große Liederbuch von Pettersson und Findus von Dieter Faber, Frank und Rale Oberpichler und Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3789143144, 16,90 €

Unsere Rettung in den frühen Abendstunden

Da ich gefragt wurde, ob ich nicht auch Büchertipps für die ganz Kleinen geben könnte, habe ich darüber nachgedacht, wie wir unseren Sohn in die Welt der Bücher eingeführt haben. Einerseits sind mir da natürlich einige Holz-, Papp- und Wimmelbücher eingefallen, die wir ihm gezeigt haben und andererseits fiel mir ein, dass wir lange Zeit ein Buch benutzt haben, welches Bücherwürmchen zunächst gar nicht zu sehen bekam. Unser Wegbegleiter seitdem unser Sohn zwei, drei Monate alt war, ist ein Liederbuch: „Kinderlieder aus der guten alten Zeit“. Ein Buch voller Lieder, die man eigentlich kennt, aber dennoch nicht richtig singen kann, da einem nur noch einzelne Verse aus den Liedern einfallen. Aber hier sind die Lieder alle mit Text und mehreren Strophen versammelt und so begibt man sich beim Singen in die eigene Kindheit. Es macht viel Spaß, die Lieder zu singen, die man früher mit der Mutter bereits auf der Schaukel immer und immer wieder gesungen hat, und Bücherwürmchen ist und war ein dankbarer Zuhörer.

Liederbuch

Das Buch ist wirklich eine wahre Schatzgrube. Von „Die Affen rasen durch den Wald“ über „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Hänschen Klein“ bis zu „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ und „Schneeflöckchen, Weißröcken“ ist hier alles zu finden, insgesamt gut 80 Lieder. Und das war für uns auch gut so, denn irgendwann hat es sich bei uns so ergeben, dass wir die letzte Stunde abends vor dem Zu-Bett-gehen mit singen verbracht haben. Mein Mann und ich haben uns eine Stunde lang abgewechselt und dem kleinen Kerl etwas vorgesungen, damit er gute Laune hatte. Wir kennen uns mittlerweile also wieder bestens in der Welt der Kinderlieder aus.

So nach und nach haben wir auch aus anderen Büchern gesungen, aber gerade dieses Buch mit den vielen Klassikern war ein guter Einstieg, da man viele Lieder bereits kannte und sie nicht erst mit Hilfe von CDs oder mit dem Klavier kennen lernen musste. Wer mehr als eine kleine Auffrischung des Textgedächtnisses braucht, hat aber auch bei diesem Liederbuch die Möglichkeit, das ein oder andere Lied mit Klavier oder Blockflöte anzuspielen, denn Noten und Akkorde sind bei jedem Lied vorhanden.

Irgendwann wurden dann auch die Bilder in dem Buch für unseren Sohn interessant und mittlerweile singen wir einige Lieder gemeinsam, wenn auch nicht mehr so regelmäßig wie in seinem ersten Lebensjahr. Besonders gerne singt unser Sohn „Hänsel und Gretel“. Von dem Lied kann er alle drei Strophen auswendig, aber ob er das noch kann, wenn er in 30 Jahren vielleicht eigene Kinder hat? Oder wird auch er, so wie wir, auf die Hilfe eines Buches angewiesen sein? Die Frage ist jetzt noch nicht zu beantworten, aber sicher ist, dass das Buch uns noch eine ganze Weile begleiten und somit Bücherwürmchens Kindheit  unter anderem prägen wird, so dass er sich später vielleicht gerne daran zurück erinnern wird.

Übrigens sind Liederbücher eines meiner liebsten Geschenke zur Geburt eines Kindes, denn ich weiß nun, dass sie eines der nützlichsten Dinge im ersten Lebensjahr eines Kindes sein können.

 

Kinderlieder aus der guten alten Zeit, Edition XXL, ISBN: 978-3897366015, 5 € (ohne CD, es gibt das Buch aber auch mit CD)

Hinweis: Es gibt eine neue Auflage mit anderen Bildern, als bei dem gezeigten Buch, welches wir noch besitzen.