Blogtour: Neue Abenteuer auf Rügen

Heute macht die Blogtour rund um das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche“ Station bei mir. Welche spannenden Beiträge bereits online gegangen sind und welche noch folgen, findet ihr in einer Übersicht am Ende dieses Artikels. Es gibt auf jeden Fall eine ganze Menge über das Buch sowie über Rügen zu erfahren – vor allem für Familien, die auf der Suche nach ein paar guten Ausflugsideen sind, ist einiges dabei.

Am Ende der Blogtour gibt es dann beim Verlag Biber und Butzemann noch ein Gewinnspiel, das ihr nicht verpassen solltet!

Lilly und Nikolas reisen mit ihren Eltern immer wieder an interessante Orte, zum Großteil in Deutschland, wo sie spannende Ferien erleben. Bereits zum zweiten Mal geht es in dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche“ nach Rügen. Dieses Mal kommen sie auf einem Bauernhof unter.  Natürlich unternehmen sie wieder viele Ausflüge, die gleichzeitig gute Tipps für den eigenen Urlaub sind. Es geht u.a. zu den Leuchttürmen an der Nordspitze der Insel, zum Dinopark und zu Karls Erlebnis-Dorf. Aber dann gibt es auch noch eine große und besondere Aufgabe für die Kinder: Sie kümmern sich gemeinsam mit dem Tierarzt  um einen kleinen Kranich, der alleine zurück gelassen wurde.

Das Buch: Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche von Steffi Bieber-Geske, illustriert von Claudia Gabriele Meinicke, Biber & Butzemann, ISBN: 978-3-942428-72-9, 13,99€

Die Erlebnisse der Geschwister so wie die besonderen Örtlichkeiten auf Rügen werden in dem Buch in tollen Aquarellbildern von Claudia Gabriele Meinicke dargestellt. Über ihre Arbeit und die Entstehung der Bilder könnt ihr heute etwas im Interview mit ihr erfahren. Die Bilder, die ihre Aussagen so wunderbar unterstreichen, hat sie mir für dieses Interview freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Das Copyright aller Bilder liegt bei Claudia Gabriele Meinicke.

Liebe Claudia Gabriele Meinicke, Sie haben das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ illustriert. Vielleicht können Sie sich und Ihre Arbeit zunächst einmal kurz vorstellen.

Ich bin fast 50 Jahre alt, lebe mit meinem Mann in Merseburg, habe einen erwachsenen Sohn und male leidenschaftlich gern. Am liebsten male ich mit Aquarellfarben und halte meine Eindrücke gleich vor Ort mit Pinsel und Farbe fest.

Mir fällt es bei meinen Rezensionen häufig schwer, etwas zu den Bildern in Büchern zu schreiben. Es wäre schön, wenn Sie uns einmal etwas zu Ihrer Zeichentechnik sagen könnten. Wie malen Sie, was ist Ihnen dabei wichtig und was möchten Sie mit Ihren Bildern ausdrücken?

Das Wort „Aquarell“ leitet sich vom lateinischen Wort aqua, für Wasser ab. Aquarellfarben sind also Wasserfarben. Im Gegensatz zu den Deckfarben, die im Schulmalkasten enthalten sind, sind sie überwiegend durchscheinend. Es gibt auch keine Malfarbe „Weiß“. Wenn man weiße Stellen benötigt, so muss man sie freilassen, so dass das weiße Papier zu sehen ist. Es gibt verschiedene Techniken der Aquarellmalerei z.B. unterscheidet man in Abhängigkeit von der Wassermenge in Nass- und Trockentechniken. Bei den Kinderbuchillustrationen male ich mein Motiv auf Aquarellpapier zart mit Bleistift vor und anschließend wird mit weniger Wasser, einem feinerem Pinsel und Aquarellfarbe auf trockenem Papier das Motiv farbig gestaltet.

Es gehört schon ein wenig Übung zum Malen mit Aquarellfarben. Hat man sich aber erst einmal in die Aquarelltechnik verliebt, lässt sie einen nicht mehr los. Zahlreiche ältere Kinderbücher sind von Aquarellkünstlern liebevoll illustriert worden. Wer kennt sie nicht die zauberhaften Charaktertiere von Beatrix Potter oder die wunderbaren Kinderszenen von Carl Larsson? Sie haben auch mich Leseratte durch meine Kindheit begleitet. Ich würde mir wünschen, dass die heutigen Kinder sich ebenfalls für schöne Bücher begeistern können und ihnen auch meine Bilder gefallen. Ich hoffe, dass sie durch die Reiseabenteuer des Kinderbuchverlags Biber & Butzemann mit den farbenfrohen Bildern animiert werden, die bunte (Ferien-)Welt mit eigenen Augen zu entdecken.

Das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ ist das zweite Ferienabenteuer von Lilly und Nikolas auf Rügen. Allerdings wurde das erste Buch von Stephan Pohl illustriert und auch die anderen Geschichten von Lilly und Nikolas wurden teilweise von verschiedenen IllustratorInnen illustriert. Inwiefern beeinflusst dies die Arbeit? Gibt es bestimmte Absprachen oder Dinge, an die sich alle halten?

Lilly und Nikolas sind Geschwister, Lilly ist jünger und blond, während Nikolas dunkle Haare hat. Diese Vorgabe bekam ich von der Schriftstellerin Steffi Bieber-Geske, die gleichzeitig auch die Verlegerin des Buches und Mutter zweier Kinder in dem Alter ist, wodurch die beiden indirekt die Vorlage bilden. Vorherige Lilly und Nikolas Abenteuer anderer Illustrator­Innen habe ich auch studiert. Jeder Illustrator hat aber seine eigene Handschrift, so dass Lilly und Nikolas etwas unter­schiedlich ausfallen. Dies hier sind „meine“ Lilly und „mein“ Nikolas, so wie sich mich beide durch das Buch begleitet haben.

Inwiefern orientieren sich Ihre Bilder an der Realität und an welchen Stellen kommt Ihre eigene Phantasie dazu?

Bei den Reiseabenteuern des Verlags Biber & Butzemann kommt es eher darauf an, dass die Kinder die beschriebenen Orte entdecken können. So sind die beschriebenen Landschaften oftmals detailgetreu abgebildet.

Kommen also die kleinen Leser der neuen Abenteuer auf der Insel Rügen (so wie Lilly und Nikolas im Kapitel 4) an den berühmten Kreidefelsen Königsstuhl, dann werden sie nach einer kleinen Wanderung genau diese im Buch ausführlich beschriebene Aussicht genießen können.

Gab es bei dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ besondere Herausforderungen für Sie?

Oh ja, die gab es. Das Abenteuer von Lilly und Nikolas dreht sich diesmal um das Thema Kraniche. Ich habe unzählige Bilder betrachtet, Graukraniche auf den Feldern beobachtet und Bücher gewälzt und so eine Menge über Kraniche gelernt. Der junge Kranich in der Geschichte musste also in verschiedenen Altersstufen gezeigt werden. Dabei bekamen wir (die Autorin und ich) große Unterstützung von der Kranichexpertin Beate Blahy, damit auch meine Kranichbilder überzeugen und keine fachlichen Fehler aufweisen.

Welchen Bezug haben Sie selbst zu Rügen und wie sah Ihre Recherche zu dem Buch aus?

Geboren und aufgewachsen bin ich in Mecklenburg. Den großen Abenteuerspielplatz „Natur“ habe ich mit meinen Geschwistern durchstreift. Auch ich habe, wie Lilly, einen älteren Bruder, der mit mir am Ostseeufer Donnerkeile, Seeigel und Bernstein sammelte. Mit der Ostsee verbinde ich schöne Kindheitserinnerungen. Ein wenig Ostseewasser schwappt immer noch durch meine Adern und es zieht mich immer wieder dorthin.

Haben Sie einen Lieblingsort auf Rügen und welcher ist es?

Der schönste Platz auf der Insel ist im Nationalpark Jasmund, wenn man nach langer Wanderung durch die geheimnisvollen alten Buchenwälder das Steilufer am Kieler Bach erreicht und über eine Treppe an den steinigen Strand hinuntersteigen kann.

Wohin fahren Sie selbst am liebsten in den Urlaub?

Wohin ich auf der Insel fahre, ist bei den vielen landschaftlichen Reizen nicht zu entscheiden. Will ich lieber an die wilde Steilküste, oder in die Nähe der bunten weiten Wiesen von Ummanz, in die hügelige Landschaft der Zickerschen Berge, auf einen ruhigen Bauernhof im Hinterland, in die mondänen Jachthäfen oder die reizvollen Bäderorte? Das kann ich meist nicht entscheiden. Glücklicherweise liegt alles so nah beieinander auf der Insel, dass Erwachsene und Kinder jeden Tag etwas anderes sehen und erleben können. Wann ich aber sehr gerne auf die Insel fahre, ist Anfang Juni, die Zeit der Mohnblüte, wenn die naturbelassenen Feldränder in einem roten Feuer an Mohnblüten erglühen.

Welche Landschaft malen Sie besonders gerne?

Da habe ich keine Vorlieben. Ich male gern, wo ich mich wohlfühle und versuche diese schöne Erinnerung irgendwie mit meinem Pinsel einzufangen. Was aber immer wieder ein Thema ist – „meine“ Ostsee.

Vielen Dank für das Interview!

Ich bedanke mich ebenfalls. Es hat mir großen Spaß gemacht.

Hier nun noch alle weiteren Beiträge und Termine der Blogtour auf einen Blick:

3.4.: Insidertipps: Regionale Kinderbücher
http://kinderbuchlesen.de/
4.4.: Rügen – Ein Familienabenteuer
https://www.kinderchaos-familienblog.de/
6.4.: Interview mit der Autorin
http://kinderbuch-detektive.de/
7.4.: Kraniche an der Ostsee
http://kuestenkidsunterwegs.blogspot.de/
8.4.: Gewinnspiel (beim Biber & Butzemann Verlag)
http://www.biber-butzemann.de/

Und wenn ihr noch nach mehr Ferienabenteuern an der Ostsee sucht, dann schaut doch mal in die Buchvorstellungen zu „Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee“ und „Biber Paul auf Reisen –  Rostock-Warnemünde“ rein.

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Neu entdeckt: Der Inselkinder Verlag

Zu dem Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, bin ich auf eine ganze besondere Art und Weise gekommen.

Es ist Sommer. Klar, da macht man gerne Urlaub, unter anderem an der deutschen Ostsee. Das haben sich auch meine Eltern gedacht und fuhren auf die Insel Rügen, wo sie zwei Wochen in einer Ferienwohnung verbringen wollten. Und wie es der Zufall so wollte, hat die Vermieterin der Wohnung in diesem Jahr einen Kinderbuchverlag gestartet. Na, da war ich natürlich neugierig. Allein den Namen des Verlags finde ich toll gewählt: Inselkinder Verlag. Da klingen doch direkt die Wörter Sommer, Strand, Meer, Ferien etc. mit, oder? Gerne möchte ich euch heute nun ein Pappbilderbuch aus diesem Verlag vorstellen: „Muschel Moni und der Schatz“. Leider habe ich bisher noch keinen Urlaub auf Rügen gemacht, aber meine Eltern können in dem Bilderbuch sicherlich die Seebrücke und das Kurhaus Binz wieder erkennen. Es ist also schon einmal ein schönes Buch für alle, die auf der Insel Urlaub machen und sich gerne daran zurück erinnern möchten. Auch die typischen Kreidefelsen, die auch Nicht-Urlaubern bekannt sein dürften, sind in dem Buch natürlich zu sehen.

Robbe Rollo und Muschel Moni sind ganz aufgeregt, denn Qualle Kalle hat scheinbar eine Flaschenpost mit Schatzkarte gefunden. Schon träumen die beiden von den größten Schätzen und machen sich schnell auf den Weg um den Schatz zu bergen. Doch, oh, nein, auch Pirat Pumpel hat Kurs auf die Schatzkiste genommen. Beim Öffnen der Kiste erwartet ihn jedoch eine kleine Überraschung…

Die Geschichte ist kurz und knapp fröhlich in Reimen erzählt. Dazu gibt es fröhliche Bilder mit liebenswerten Figuren. Insgesamt ist „Muschel Moni und der Schatz“ eine schöne Geschichte, die an einem realen Ort spielt, was in Bilderbüchern gar nicht so oft vorkommt. Das lustige Ende, welches der Geschichte einen besonderen Pfiff gibt, verwundert Kinder zunächst einmal und so richtig begeistert ist zumindest Bücherwürmchen nicht darüber, dass in der Kiste kein funkelndes Gold zu finden ist. Allerdings ist er auf der anderen Seite in einem Alter, in dem es unglaublich lustig ist, andere zu veräppeln und so hat er dann doch Spaß daran, dass ausgerechnet der „böse“ Pirat, der allerdings gar nicht so fürchterlich aussieht, hereingelegt worden ist. Nicht ganz so einfach für kleinere Kinder ist es, dass sich manches nur in den Gedanken und Träumen von Moni und ihren Freunden abspielt. Das ist für sie noch sehr abstrakt und sie können noch nicht zwischen dem, was tatsächlich in der Geschichte passiert und dem, was sich die Freunde nur ausmalen, unterscheiden. Etwas älteren Kindern kann man das jedoch schon ganz gut erklären und sich vielleicht sogar gemeinsam überlegen, was man selbst für einen Schatz erwarten und was man mit ihm machen würde.

Ich freue mich jedenfalls, dass ich durch diesen Zufall auf den Inselkinder Verlag aufmerksam geworden bin und ich bin gespannt, was uns in Zukunft von diesem Verlag noch so alles erwarten wird. Es ist schön, wenn es schöne, spannende und lustige Bilderbücher aus Urlaubsregionen gibt, mit denen man den Urlaub ein bisschen mit nach Hause nehmen kann…

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Muschel Moni und der Schatz von Janet Lindemann, Bilder von Janni Feuser, Inselkinder Verlag 2015, ISBN: 978-3-99817217-0-6, 9,95€