Ein kleiner Bär auf großer Reise

Kennt ihr schon den Bären mit dem lustigen Namen Tüte? Es ist ein kleiner Teddybär, der sehr reiselustig ist. In dem Foto-Bilder-Buch „Tüte, der kleine Bär – Abenteuer in Finnland“ reist er sogar gleich zwei Mal nach Finnland. Einmal im Winter und einmal im Sommer, denn er möchte unbedingt seine Verwandten, die Braunbären, sehen und die schlafen im Winter ja.

Trotzdem ist auch die Reise im Winter spannend, denn Tüte bekommt hier nicht nur die Polarlichter zu sehen, sondern er taucht ein in eine richtige Winterlandschaft voller Schnee und Kälte. Er begegnet Rentieren, fährt sowohl mit einem Motorschlitten als auch mit einem Hundeschlitten und geht in die Sauna.

Im Sommer sieht die ganze Landschaft dann schon völlig verändert aus und Tüte darf endlich von einer Hüte aus die Braunbären beobachten. Selbst mitten in der Nacht kann er die Bären sehen, denn es wird gar nicht dunkel. Die Begegnung mit einem Elch und eine kleine Kajakfahrt runden Tütes Finnland-Abenteuer ab.

Auffallend viele Fotos

Die Bilder in dem Buch bestehen aus vielen Fotos in guter Qualität. Selbst der Hintergrund ist jeweils ein Foto. Dennoch kann man die Schrift immer gut lesen. Durch die vielen Fotos bekommt man einen guten und schönen Eindruck von der nordfinnischen Landschaft. Auf vielen Bildern sieht man auch Tüte, das finde ich ganz süß. Ich mag solche Fotobilderbücher, in denen Kuscheltiere etwas erleben.

Tüte erlebt in dem Buch einiges. Das Buch umfasst auch über 60 Seiten. Die Geschichte selbst ist nicht so besonders spannend geschrieben, was auch daran liegt, dass viel erzählt wird und es zumindest im Winterteil keine Dialoge gibt. Im Sommer tritt ein Wildhüter auf, so dass hier auch mehr gesprochen wird, was das Ganze direkt lebendiger macht. Leider sieht man den Wildhüter jedoch nicht auf den Fotos. Dennoch gefiel meinem Sohn der zweite Teil besser, aber er fand auch die Bären recht spannend. Schön ist, dass man in dem Buch viel von der Landschaft und den dort lebenden Tieren zu sehen bekommt. Außerdem werden einem ja durch die Hundeschlittenfahrt oder das Kajakfahren auch typische Aktivitäten für diese Gegend gezeigt.

Tüte, der kleine Bär – Abenteuer in Finnland“ ist ein schönes Buch für alle Finnlandinteressierten und Teddyliebhaber.

Tüte, der kleine Bär – Abenteuer in Finnland von Christin H. Reise und Alexander Horst Tusche, Verlag Reise, ISBN: 978-3-9814213-1-6, 13,90€

 

Ferdinand reist wieder

Vor einiger Zeit machte sich die Maus Ferdinand auf den Weg um Abenteuer zu erleben. Und dank eines besonderen Zugs war die Fahrt allein bereits ein großes und abwechslungsreiches Abenteuer. Zu dieser Reise in dem Buch „Ferdinand auf großer Fahrt“ habe ich bereits etwas geschrieben. Nun möchte Ferdinand in fernen Ländern Abenteuer erleben und so besteigt er in dem neuen Buch „Ferdinand auf hoher See“ ein großes Schiff. Vieles in dem Buch ist ähnlich wie in dem Vorgängerbuch: Das Format ist wieder auffällig länglich und natürlich erlebt Ferdinand seine Abenteuer auch dieses Mal auf der Fahrt. Hm, diese Idee war im ersten Buch noch überraschend und ist nun schon etwas abgenutzt. Im Prinzip weiß man direkt, was einen erwartet, aber wenn man dann in dem Buch blättert, ist das gar nicht so schlimm, denn die Illustrationen sind einfach klasse: Lebendig, bunt, wimmelig, voller witziger Details. Außerdem kann man auch in diesem Buch auf vielen Seiten den Magellan-Wal entdecken, was uns besonders große Freude bereitet.

Eine schöne Idee sind die Souvenirs, die Ferdinand in einer Flasche sammelt. Hier kann man z.B. auch überlegen, was man selbst mitnehmen würde oder was man eventuell aus eigenen Urlauben mitgebracht hat.

Auf dem Schiff erlebt Ferdinand jedenfalls wieder tolle Abenteuer: Er landet sowohl in einer Unterwasserwelt als auch in einer Schneelandschaft, ihm scheinen Piraten zu begegnen, er schaut sich ein Theaterstück an und lehnt das Angebot des Katers gemeinsam in einer Kabine zu übernachten ab.

Ja, vielleicht erinnert dieses Buch sehr an „Ferdinand auf großer Fahrt“, aber letztendlich ist das egal, denn das Buch selbst ist toll. Es ist so ein positives und fröhliches Buch, welches einfach Spaß macht und bei dem man auch beim wiederholten Anschauen immer wieder etwas neues entdeckt.

2017

Ferdinand auf hoher See von Anna Weber, Christian und Fabian Jeremies, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-2017-5, 12,95€

Passende Urlaubslektüre für die Kinder

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Heute bekommt ihr nun, wie versprochen, eine kleine Übersicht an Bilderbüchern, die thematisch prima zum Sommer passen und sich somit als perfekte Urlaubslektüre eignen. Die Buchvorstellungen findet ihr wieder, wenn ihr auf den Titel klickt.

Sommer, Sonne, Berge, Meer und Strand:

Komm, wir gehen näher ran: Das Meer

Hier in den Bergen

Bauer Benni fährt zum Strand

Jakob sucht Conni

Emily, der Wind und die Wellen

Sommer-Wimmelbuch

Muschel Moni und der Schatz

Lulu & Pip

Mein Esel Benjamin

Stinas Sommer

 

CoverMeer1-362x362   43489   9783219116397   9783551168412   ha2338_b   9783836950824   1-AVPageView_06.03.2015_094741   mar_img_9783855815593   eselbenjamin   Stinas Sommer von Lena Anderson

 

Reise, Abenteuer, rund um die Welt:

Klabautermann an Bord

Professor Knacks‘ verflixt-verrückte Reise um die Welt

Schön ist die Welt

Meine wunderbare Weltreise

Ferdinand auf großer Fahrt

Die unglaublichen Abenteuer von Peter und Hermann

 

   isb_klabauter      9783480231904      Schön ist die Welt    Meine wunderbare Weltreise von Lotta Nieminen         Cover_Ferdinand_Magellan   

Die unglaublichen Abenteuer von Peter und Hermann von Delphine Jacquot

  

Wenn ihr noch Kinderreiseführer oder Bilderbücher zu einer bestimmten Gegend/einem bestimmten Ort sucht, dann schaut doch mal in diese Übersicht. Vielleicht werdet ihr dort fündig.

Schöne Geschichte, schöne Bilder, trotzdem bleibt leider ein kleines „aber“

Es gibt Bücher, mit denen kann man sich irgendwie nicht so richtig anfreunden. „Fantje“ ist so ein Buch und ich finde es sehr schade, denn ich hatte mich auf dieses Buch gefreut. Als es bei mir ankam, war ich auch erst einmal begeistert, denn das Buch hat ein tolles großes Format, so dass man es sofort gerne in die Hand nimmt und aufschlägt.

Eigentlich ist auch die Geschichte nett: Fantje ist ein kleiner, weißer empfindsamer Elefant, der sich in seiner Heimat bei den wilden Elefanten unwohl fühlt und so macht er sich auf die Reise. Erst nach Holland und später nach Meißen. Dort findet er endlich sein Glück – zwischen lauter weißen Elefanten im Porzellanladen!

Eine schöne Geschichte mit gutem Ende – was habe ich daran auszusetze? An sich nichts, aber irgendwie störte mich diese zweite Ebene, die sich an die Erwachsenen wendet und die die Kinder nicht verstehen. Zum Verständnis der Geschichte ist das völlig egal, aber ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken, dass das für Kinder doch viel zu schwierig und nicht zu verstehen ist, so dass ich die einfache und schöne Geschichte, die für die Kinder greifbar ist, kaum wahrgenommen habe.

Der Begriff Porzellanladen fällt zum Beispiel im gesamten Buch nicht. Die Verbindung Meißen und Porzellan muss man selber herstellen und auch das altbekannte Sprichwort „ein Elefant im Porzellanladen“ ist nur eine natürliche Assoziation von Erwachsenen.

Die Bilder sind eigentlich ganz schön. Sie sind in wenigen Farben gehalten und großflächig angelegt. Vielleicht sind sie für Kinder jedoch etwas zu „künstlerisch“. Aber Fantje ist auf jeden Fall ein süßer Elefant, den man trotz (oder gerade wegen?) seiner Empfindlichkeiten sofort ins Herz schließt.

Bücherwürmchen guckt sich das Buch recht gerne an. Das liegt daran, dass Fantje ein kleiner Quengler ist und man seine Passagen herrlich knatschig vorlesen kann. Daran hat Bücherwürmchen natürlich viel Spaß.

Ganz süß ist es übrigens auch, wie Fantje seine Reise mit Nüsschen, Macadamianüsschen, bezahlt. Es gibt schon einige nette Details und eigentlich ist es ja auch schön, dass man als Erwachsener in diesem Buch einiges entdecken kann, wenn man es aufmerksam liest. Eigentlich mag ich so etwas. Tja, eigentlich… Dieses Mal konnte ich mich damit nicht so richtig anfreunden. Schade! Vielleicht ist es mir zu poetisch? Ich weiß es nicht, ich hoffe nur, dass es den Weg in andere Herzen findet, denn wenn man dieses Buch anschaut, weiß man, dass es ein besonderes Buch ist. Vielleicht ein Buch für dich?

Auf jeden Fall bleibt dieses Buch trotzdem in unserem Bücherregal stehen und vielleicht werden wir ja doch noch Freunde… Bei Lieselotte klappte es ja auch erst im zweiten Anlauf… (s. „Liebe auf den zweiten Blick“)

fantje

Kennt ihr das Buch „Fantje“? Wie hat es euch gefallen? Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren. Kennt ihr auch Bücher, zu denen ihr keinen Zugang findet?

Fantje von Adam Jaromir, Gimpel Verlag, ISBN: 978-3981130041, 19,90 €