Rezension: Abenteuer an der Lübecker Bucht (Lilly und Nikolas)

(Werbung/Rezensionsexemplar) Wo geht es bei euch dieses Jahr im Sommer hin? Vielleicht an die Ostsee, Ecke Lübecker Bucht? Dann kann ich euch nur empfehlen, das Buch „Abenteuer an der Lübecker Bucht – Lilly, Nikolas und die Ostsee-Indianer“ mitzunehmen.

Spannende Ausflugsziele und neue Freunde

Lilly und Nikolas scheinen in diesem Buch bereits etwas älter zu sein als in einigen anderen Büchern aus dieser Reihe, was sich auch in den Illustrationen niederschlägt. Sie reisen dieses Mal mit ihren Eltern in ein kleines Ferienhäuschen nach Scharbeutz. Schnell lernen sie dort am Strand andere Kinder kennen und auch die Vermieterin des Ferienhauses hat einen Sohn in ihrem Alter, doch dieser benimmt sich immer wieder etwas merkwürdig. Da ist es einfacher mit den anderen Kindern am Strand, mit denen sie die Clique „Ostsee-Indianer“ gründen. Doch es bleibt nicht bei harmlosen Kinderspielen, denn sie finden heraus, dass in der alten Fischerkate, die abgerissen werden soll, Fledermäuse leben, die es zu schützen gilt. Rund um die Uhr können sich Lilly und Nikolas nicht mit der Sache beschäftigen, denn natürlich unternehmen sie mit ihren Eltern auch einige Ausflüge: So geht es zum Beispiel ins SEA LIFE, in den Vogelpark Niendorf, ins Karls Erlebnis-Dorf, nach Lübeck, zu den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg, auf den Museumshof Lensahn und in den Zoo nach Grömitz. Aber auch noch einige andere Ausflugsziele spielen in dem Buch eine Rolle. Da wir letztes Jahr in dieser Region Urlaub gemacht haben (unsere Ferienwohnung war sogar auch in Scharbeutz) haben wir einige dieser Ausflüge ebenfalls unternommen. Wie schön, wenn man mit dem Buch noch einmal in Erinnerungen schwelgen kann. Und ich durfte wieder einmal feststellen, dass alles sehr gut recherchiert ist und sich vieles mit unseren Erfahrungen deckt. Ja, selbst das Seehundefüttern im Zoo mit den frechen Möwen, die auf einen kleinen Happen lauern, lief bei uns genauso ab.

Fütterung der Seehunde im Zoo in Grömitz

Sehr spannend fand und wichtig ist auch der Teil, in dem die Kinder lernen, dass vieles, was man sich hier über Indianer erzählt, so nicht stimmt und diese falschen Vorstellungen und das Nachspielen von Indianern die Ureinwohner Amerikas durchaus kränken kann.

Hier passt einfach alles

Vom ersten Lilly und Nikolas-Buch, welches ich gelesen habe, bin ich ein Fan dieser Reihe, da mir insbesondere das Konzept aus Kinderreiseführer und Roman sehr gut gefällt. Ich muss aber sagen, dass dieses Buch im Vergleich zu den mir bekannten Bänden, noch einmal ein Stückchen besser ist und zwar was das ganze Buch angeht. Die Geschichte um den Urlaub herum ist noch spannender und rückt mehr in den Mittelpunkt, ohne jedoch die Ausflugsziele zu vernachlässigen. Ja, vielleicht ist nicht mehr jeder Ausflug bis ins kleinste Detail beschrieben, was sonst teilweise der Fall war und mir auch gut gefallen hat, aber letztendlich erhält man dennoch sehr viele Tipps und kann die Ausflüge auch gut nachvollziehen. Mehr Informationen als in anderen Reiseführern bekommt man auch hier auf jeden Fall. Man schaut schon hinter die Kulissen und erkennt auch die Ausflugsorte sofort wider.

Die Illustrationen begleiten die Geschichte nicht mehr nur als schöne Bilder mit Wiedererkennungseffekt, sondern sie gestalten die Seiten mit. Sie fügen sich in den Text ein, es gibt teilweise Muster am Rand, auf einigen Seiten gibt es einen farbigen Hintergrund, der Text und Bild noch mehr miteinander verbindet und verschmelzen lässt.

Die Lübeck-Kapitel wurden von einer weiteren Autorin, Nathalie Klüver, geschrieben. Dennoch gibt es überhaupt keinen Bruch in dem Buch. Alles fügt sich gut zusammen.

Das ganze Buch ist noch viel runder als es die anderen Bücher schon waren. Auch äußerlich kommt es mit einem Lesebändchen und als Hardcover-Ausgabe schön daher. Eine absolute Leseempfehlung für den Sommerurlaub – selbst dann, wenn man diese Orte nicht selbst bereist.

Abenteuer an der Lübecker Bucht – Lilly, Nikolas und die Ostsee Indianer von Kerstin Groeper und Steffi Bieber-Geske, illustriert von Viven Schmidt, Biber & Butzemann Verlag, ISBN: 978-3-942428-63-7, 14,50€

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Mit Millie an die Ostsee (Rezension)

Fahrt ihr diesen Sommer in den Urlaub? Vielleicht geht es ja sogar so wie bei Millie an die Ostsee. Dann wäre natürlich das Buch „Millie an der Ostsee“ die perfekte Urlaubslektüre, aber auch für ein paar Lesestunden zu Hause eignet sich das Buch gut.

Ich habe das Buch gerade meinem Bücherwürmchen vorgelesen und es ist ganz begeistert von Millie. Obwohl hier ein Mädchen die Hauptfigur ist, ist dies also auch ein Buch, mit dem Jungs im Vorschul- oder Grundschulalter (1., 2. Klasse) etwas anfangen können. Ist ja auch eigentlich klar, denn Millie ist einfach lustig.

Kindlicher Humor

Es gibt in dem Buch zwar keinen Ich-Erzähler, aber es ist dennoch aus Millies Sicht geschrieben und dementsprechend umgangssprachlich. Es ist kein normaler Fließtext. Zwar wird zwischendurch auch ein wenig erzählt, aber überall wird alles mit kindlichen Gedanken, Einfällen etc. kommentiert. Viele Sätze sind kurz und gleichen eher Ausrufen und Gedanken. Dadurch entsteht viel Witz. Das Buch ist kindlicher Humor pur. Millie ist ein ganz normales Kind, das motzt, sich freut, lebendig ist und sich ein wenig die Welt so macht, wie sie ihr gefällt. Auch ihre kleine Schwester Trudel kommt sehr realistisch wie ein Kleinkind herüber, wobei die Autorin es sehr gut hinbekommen hat, die Situationskomik von kleinen Kindern in diesem Buch ganz natürlich wirken zu lassen. Das gelingt wenigen Autoren so gut.

Ob ich die Veränderung von Stadtnamen mag, weiß ich noch nicht so recht (z.B. wird bei Millie aus Boltenhagen „Polterabend“ oder aus Stralsund „Stahls-Hund“). Es ist auf jeden Fall schwierig, wenn Kinder die Originalnamen nicht kennen.

Einzelne umgangssprachliche Wörter habe ich beim Vorlesen übrigens verändert. Ich fand, dass mein Sohn den Ausdruck „Titti-Brüste“ nicht durch mich kennen lernen muss.

Familientaugliche Ausflugsziele

Das Buch ist bunt illustriert (ich glaube im Gegensatz zu den Ausgaben aus dem Dressler Verlag). Vorne und hinten im Buch befindet sich zudem eine grobe Karte der Ostseeküste, so dass man den Urlaub von Millies Familie gut verfolgen kann. Im Prinzip reist die Familie die ganze deutsche Ostseeküste entlang. Sie starten in Stralsund und Rügen und fahren über Lübeck bis hinauf nach Dänemark. Dabei entdecken sie Hühnergötter und Donnerkeile, Millie schreibt eine Flaschenpost, sie lernt wie man ein Buddelschiff selber baut und nimmt sogar kurz an einem Segelkurs teil. Das Strandfest, welches sie erleben, erkennt Bücherwürmchen von einer eigenen Ostseereise wider, was ihn beim Vorlesen natürlich besonders erfreute. Vielleicht wird das Marzipanmuseum in Lübeck dieses Jahr auch ein Ausflugsziel von unserem Urlaub und auch der Eselhof, auf dem Millie einen Esel zum „Iah“-Machen herausfordert, ist nicht allzu weit von unserem Urlaubsort entfernt. Bücherwürmchen findet es toll, dass in dem Buch Sachen thematisiert werden, die man selber so erleben kann. Dies ist einer der Gründe, warum er das Buch sehr gerne mag.

Insgesamt ist „Millie an der Ostsee“ ein tolles Buch für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren. Es macht auch sehr viel Spaß dieses Buch vorzulesen. Bücherwürmchen hat sich nur ein wenig gewundert, warum Millie so oft von einem schlechten Tag gesprochen hat. Für ihn klingt ihr Urlaub ziemlich toll und er möchte viele Dinge daraus auch mal erleben. Außerdem staunt er darüber, dass sie immer in einem Hotel wohnen.

Millie an der Ostsee von Dagmar Chidolue und Gitte Spee, Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5492-9, 14,99€