Zauberhafte Winterlandschaft im Bilderbuch

Wunderschön, poetisch und ruhig ist das Buch „In einer weißen Winternacht“, welches man wunderbar als Gute-Nacht-Geschichte im Winter auf der Bettkante vorlesen kann. Oder besser gesagt, welches man wunderbar vorlesen könnte, wenn man nicht gerade zwei Jungen als Kinder hat, die solche Bücher gerne in der Buchkiste stehen lassen und lieber die abenteuerlichen Geschichten herausholen.

Ich finde das Buch „In einer weißen Winternacht“ wunderschön und ich kann mir gut vorstellen, dass es einem Kind, welches ruhige Geschichten mag und welches sich gerne eine schöne Welt erträumt, ebenfalls gut gefällt.

Bilder und Text harmonieren hier gut miteinander. Wie in einem Gedicht wird erzählt wie die Erde langsam weiß wird und was sich noch so in dieser Winternacht tut:

In einer weißen Winternacht,

führte die Rehmutter ihr Kitz

rund um die stille Birke herum

und tupfte

einen verschlungenen Pfad

auf meine weiße Leinwand.

Passend dazu kann der Leser die ruhigen Bilder betrachten, auf denen man wenig Farbe sieht.

Ein paar rote Äpfel hängen noch am Baum, ansonsten sieht man dunkle Nacht, weißen Schnee auf dem Boden und auf dem Baum und zwei Rehe, die sich grau vom Schnee abheben. Auf der nächsten Seite fliegt einem eine Eule direkt entgegen. Ihre gelben Augen leuchten, die Flügel hat sie bis zu den Seitenrändern ausgebreitet.

Man kann sich sehr gut in diese winterliche Atmosphäre hinein fühlen. Die Mutter oder der Vater zeichnet vor dem inneren Auge des Kindes eine herrliche Schneelandschaft und lässt es dann liebevoll mit einem „ich hab dich lieb“ einschlafen.

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In einer weißen Winternacht von Jean E. Pendziwol, übersetzt von Brigitte Elbe, illustriert von Isabelle Arsenault, Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2682-4, 14,90€

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Schnell ins Bett? – Keine Chance bei sieben kleinen Hasen!

Bald ist Ostern. Es dauert gar nicht mehr lange. Und was gehört zu Ostern dazu? Natürlich die Osterhasen, denn wer soll sonst die Eier im Garten verstecken? Da wollen wir doch mal hoffen, dass die lieben Häschen abends nicht zu lange herumturnen, so dass sie Ostern schon früh morgens, bevor die Kinder neugierig aus den Fenstern schauen, die Eier unter Sträuchern und Blumen frisch und munter verstecken können. Das mit dem zeitig ins Bett gehen, ist jedoch so eine Sache… Zumindest wenn man ein paar quirlige Hasenkinder im Haus hat… Mama und Papa von Fienchen, Valentin, Frieda, Emma, Matti, Tom und Titus haben jedenfalls alle Pfoten voll zu tun bis die Kleinen endlich friedlich im Bett schlummern. Denn auch wenn der Titel „Wenn sieben müde kleine Hasen abends in ihr Bettchen rasen“ lautet, so wird das Bettchen nicht gerade zielstrebig von den Häschen angesteuert. Es gibt einfach noch so viel zu tun, bevor man dazu bereit ist, schlafen zu gehen: Das gute Wetter verlockt noch zum Spielen, Lauch und Löwenzahn werden noch aufgetischt, Baden macht auch immer Spaß, dann muss man sich noch bettfertig machen und dabei stellt natürlich mindestens ein Kind fest, dass das Kuscheltier nicht an der vermuteten Stelle auf einen wartet und bevor man sich dann tatsächlich hinlegt, ist es nur allzu verführerisch das Bett als Trampolin zu benutzen… Oh ja, wenn es nach den Hasenkindern ginge, würden sie noch gaaaanz lange wach bleiben. Allerdings ist auch die Macht der Müdigkeit nicht zu unterschätzen und so minimiert sich von Seite zu Seite die Anzahl der munteren Häschen und am Ende landen sie so nach und nach doch alle im Bett und Mama Hase kann ihnen mit sieben Küsschen eine gute Nacht wünschen.

Die Geschichte ist einfach herzallerliebst! Da sind die fröhlichen Hasenkinder, die so gerne etwas erleben, aber dann doch mehr oder weniger einfach vom Schlaf überrumpelt werden. Das Bett ruft einfach immer lauter nach ihnen. Hinzu kommt, dass der Text toll gereimt ist. Das Buch lässt sich sehr gut vorlesen und wenn man es ein paar Mal als Gute-Nacht-Geschichte verwendet hat, können die Kinder sicherlich die ersten Verse mitsprechen. Auch die Bilder sind richtig niedlich und sehr ansprechend. Familie Hase schließt man sofort in sein Herz und ein paar nette kleine Details gibt es auf den Seiten auch zu entdecken.

Ich finde das Buch wirklich toll! Schade nur, dass Bücherwürmchen schon etwas zu groß für das Buch ist, aber dafür bin ich ja vor Kurzem erst Tante geworden und das kleine Mäuschen hat die Zeit der ersten Buchentdeckungen noch vor sich…

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Wenn sieben müde kleine Hasen abends in ihr Bettchen rasen von Christiane Hansen und Sabine Praml, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6645-7, 7,99€

Wer nachts schläft, verpasst nichts!

Ihr sucht ein Buch mit fröhlichen Bildern und einer pfiffigen Geschichte? Dann kann ich euch nur „Mo – ich bin jetzt wach!“ empfehlen. Es ist ein Bilderbuch von der Schauspielerin Bettina Zimmermann. Eigentlich bin ich ja eher skeptisch, wenn Schauspieler anfangen, Bücher für Kinder zu schreiben, aber dieses Buch hat mich überzeugt, was neben der Geschichte aber auch an den tollen Bildern von Annabelle von Sperber liegt. Die Bilder vermitteln einfach jede Menge Lebensfreude. Man taucht ein in die bunte und lebhafte Welt eines Kindergartenkindes. Es gibt viel zu entdecken und der Text wird perfekt dargestellt.

Normalerweise geht Mo ohne Probleme ins Bett. An diesem Tag aber steht er wieder auf und ist äußerst unternehmungslustig. Er möchte Brötchen einkaufen, im Kindergarten spielen, seinen Freund besuchen und vieles mehr. Und dabei weiß er auch immer schon genau, wie das ganze ablaufen soll. Dies wird im Text geschildert und in farbenfrohen Bildern gezeigt. Doch jedes Mal muss die Mutter ihm sagen, dass seine Ideen nicht umsetzbar sind. Im Kindergarten ist jetzt niemand, die Brötchen müssen erst noch gebacken werden, es ist zu dunkel um Fußball zu spielen, auf dem Spielplatz ist es „mucksmäuschenstill und menschenleer“… Diese Schilderungen werden, im Gegensatz zu den bunten und schillernden Ideen von Mo, auf dunklen Seiten mit dunklen Farben umgesetzt. Darauf ist dann ein einsamer Mo zu sehen, der nicht so recht in die Umgebung zu passen scheint. Irgendwann erkennt Mo, dass es in der Nacht ziemlich langweilig ist und man gar nichts machen kann. Wirklich gar nichts? Doch, eine Sache gibt es, die man in der Nacht machen kann: Schlafen um Kraft für den neuen Tag zu sammeln! Die Idee gefällt Mo dann letztendlich doch ganz gut, denn eigentlich ist er mittlerweile auch ganz schön müde und es wäre ja auch blöd, wenn er am nächsten Tag nur gähnend auf dem Fußballplatz steht…

Mo sieht ein, dass man in der Nacht nichts verpasst und lieber im Schlaf Energie tankt und vielleicht kommt ja auch die eine oder andere lesende Nachteule zu dieser Einsicht! Bücherwürmchen schläft nachts ohne zu mucken, aber an den Ideen von Mo hatte er dennoch Spaß. Außerdem sucht er gerne die Tiere, die nachts unterwegs sind (im Anhang befinden sich dazu auch Suchaufträge), wobei er den Fuchs auf dem Kindergartengelände besonders spannend findet. Beeindruckt hat ihn aber auch Mos Freund Leo, der die tollste Eisenbahn der Welt hat. Nach der Lektüre des Buches fing Bücherwürmchen jedenfalls an mit Kelle und Mütze Lokführer zu spielen.

Mo – ich bin jetzt wach!“ ist ein Bilderbuh, welches Mutter und Kind gefällt und welches noch dazu aufzeigt, dass es durchaus sinnvoll ist, wenn man nachts schläft…

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Mo – ich bin jetzt wach! von Bettina Zimmermann und Annabelle von Sperber, Baumhaus, ISBN: 978-3833902949, 12,99 €

Wenn einen witzige Reime ins Bett begleiten

Humor, schräge, fröhliche Bilder und Reime – diese Zutaten können doch nur ein gutes Buch ergeben! Und genauso ist es: „Zähl dich nett ins Bett“ ist ein tolles Bilderbuch, an dem schon zweijährige Spaß haben.

Pro Seite gibt es einen Zweizeiler. Viel Text beinhaltet das Buch also nicht, so dass es sich bereits für die Kleinen eignet, aber da in den Reimen so viel Witz und absurdes steckt, haben auch drei- und vierjährige noch jede Menge Spaß an diesem Buch. Hinzu kommt, dass man hier auch prima mitzählen kann. Zu Beginn des Buches ist es nur eine Fledermaus, die einen auf dem Weg ins Bett begleitet, dann kümmern sich zwei Fische um das Kind bis einem am Ende zwölf Schafe ins Land der Träume schicken.

Es ist kein logisches, realistisches Buch. Hier geht es vielmehr um das Spiel mit der Sprache, um witzige Reime, die sich eben aus den Tiernamen ergeben. So kitzeln die Rehe, die Zehe, die Wanzen tanzen natürlich und die Kraken schütteln das Laken. Passend zu den Texten gibt es witzige, bunte Bilder, die die Reime darstellen.

Das Buch macht einfach Spaß. Es steckt voller Leben, es ist bunt und absurd und regt zum Mitsprechen und zählen an.

Anstrengend ist solch ein Buch aber mit einem dreijährigen Kind, welches gerade mitten in der „Warum“-Fragephase steckt. Wie, bitte schön, soll ich erklären, WARUM die Hirsche eine Kirsche mit dem Kind essen oder WARUM die Fledermaus mit dem Kind durchs Treppenhaus fliegt?! Aber egal, eine Antwort lässt sich immer finden und von diesem Buch lasse ich mich gerne zu ein wenig Kreativität verleiten…

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Zähl dich nett ins Bett von Daniela Kulot, Gerstenberg, ISBN: 978-3836957786, 9,95 €

Tag für Tag die Geschichte vom liebsten Papa der Welt

Vor ein paar Tagen hat Bücherwürmchen mal wieder ein Buch heraus gesucht, welches wir schon lange nicht mehr angeschaut haben: „Der liebste Papa der Welt“.

Wie oft haben wir dieses Buch eine zeitlang geschaut! Es war unser erstes Gute-Nacht-Buch. Bestimmt ein gutes halbes Jahr lang haben wir dieses Buch jeden Abend vorgelesen. Ich dachte, dass es am besten wäre, wenn wir unserem Sohn jeden Abend die selbe Geschichte vorlesen um das Gute-Nacht-Geschichten-Ritual einzuführen und gleichzeitig klar zu machen, dass zu dieser Tageszeit (im Gegensatz zu allen anderen Gelegenheiten am Tag) nur eine Geschichte gelesen wird.

Der liebste Papa der Welt“ war ein tolles Buch für diesen Zweck. Die Bilder von den Tieren sind niedlich, die Papas unternehmen schöne Sachen mit ihren Kindern und kümmern sich liebevoll um sie und die Texte sind gereimt und gut zu lesen. Irgendwann konnte unser Sohn die Reime dann auch selbst ergänzen.

Wir haben das Buch tatsächlich mittlerweile so lange nicht mehr angeschaut, dass er die Texte nicht mehr kennt. Dafür hinterfragt er jetzt jede Aktion der Tierväter mit einem „Warum?“…

Später haben wir unser abendliches Ritual leicht verändert und das eine oder andere Mal „Die liebste Mama der Welt“ vorgelesen. Auch das ist ein nettes Buch, welches genauso aufgemacht ist wie das Papa-Buch. Allerdings reichen die Reime nicht ganz an das erste Buch heran und beim Lesen gerät man manchmal leicht ins Stocken. Dieses Buch wurde längst nicht so intensiv gelesen, was unter anderem auch daran liegt, dass die Gute-Nacht-Geschichte nun so langsam Abend für Abend flexibel ausgewählt wurde.

Aber es war auf jeden Fall sehr schön, neulich noch einmal „Der liebste Papa der Welt“ zu lesen, denn irgendwie ist einem auch als Mutter dieses Buch durch die häufigen Wiederholungen ans Herz gewachsen.

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Der liebste Papa der Welt von Susanne Lütje und Eleni Zabini, Oetinger, ISBN: 978-3-7891-7350-9, 5,95 €

Bundesweiter Vorlesetag: Hier findet ihr jede Menge Geschichten zum Vorlesen

Heute ist bundesweiter Vorlesetag. Wusstet ihr das schon? Lest ihr vielleicht selbst irgendwo Kindern vor oder haben eure Kinder heute im Kindergarten, in der Schule oder in der Bücherei etwas vorgelesen bekommen? Gibt es bei euch ein besonderes Projekt dazu? Erzählt mir hier gerne davon! Falls ihr also nicht sowieso schon heute und natürlich auch an allen anderen Tagen des Jahres euren Kindern vorlest, dann nehmt diesen Tag als Gelegenheit wahr damit anzufangen. Nicht nur eure Kinder werden es euch danken, auch ihr selbst werdet mit vielen wunderschönen Momenten belohnt.

Und wenn ihr noch auf der Suche nach schönen Büchern zum Vorlesen seid, könnt ihr entweder ein wenig hier in meinem Blog stöbern oder einfach hier weiterlesen, denn heute habe ich eine ganze Menge Vorlesestoff für euch!

Einen bunten, fröhlichen und besonderen Geschichtenschatz bekommt man mit dem Buch „Geckos bunte Geschichtenwelt“. Kennt ihr schon die Bilderbuchzeitschrift „Gecko“? Nein, dann lest mal hier nach. Da habe ich sie euch neulich ein wenig vorgestellt. Eine tolle Kinderzeitschrift für alle Kinder zwischen 3 und 8 Jahren mit jeder Menge Geschichten. Und damit man nun ganz viel auf einmal vorlesen kann, gibt es nun schon die zweite Sammlung dieser Geschichten in einem Buch, eben in dem Buch „Geckos bunte Geschichtenwelt“. So kommen auch alle diejenigen in den Genuss dieser außergewöhnlichen Geschichten, die sich noch nicht dazu entschließen konnten, die Zeitschrift zu abonnieren. Warum meine ich, dass diese Geschichten außergewöhnlich sind? Auf einen Nenner bringen, kann man es sicherlich kaum, denn die Geschichten sind von verschiedenen Autoren und Illustratoren, aber es sind alles Geschichten, die sich direkt an ihre Zielgruppe, die Kinder, wenden. Sie sind humorvoll, bunt und manchmal auch etwas schräg und absurd, aber sie treffen immer genau den kindlichen Nerv, machen Spaß und regen auch das eine oder andere Mal zum Nachdenken an. Beim kleinen Igel Paprika, der ganz ungewohnt, aber dennoch sehr ansprechend, illustriert wurde, geht es darum, dass man besser überleben kann, wenn man sich zusammen tut und sich gegenseitig hilft, die Geschichte vom Ja und Nein lässt einen darüber nachdenken, inwiefern die beiden zusammengehören und „Lilo Lustig unter dem Schnee“ hat mich an das Buch „Die Nichte auf der Fichte“ erinnert. Auch Lilo sieht man mit ihren fröhlichen Locken oben auf einer Baumspitze. Allerdings möchte sie dort nicht wie die Nichte Baumzapfen pflücken, sondern sie kümmert sich darum, dass ihre Familie einen Christbaum bekommt und Weihnachten nicht ausfallen muss, obwohl der ganze Garten mit Schnee bedeckt ist und man sich nur durch einen tiefen Schneetunnel aus dem Haus entfernen kann… In der Geschichte vom „Zehnbein“ erfährt der Leser wie schnell man einen falschen Eindruck von einer Sache gewinnen kann und auch wie gut man etwas gemeinsam schaffen kann, wenn man zusammenhält. Paula und Oma erleben einen spannenden Ausflug auf ihrem Kater Kalle, der sie durch die Stadt fliegt, als die Balkontür ins Schloss gefallen ist und das Monster Schlinkepütz, das in der vorletzten Gecko-Ausgabe (Nr. 43) einen Ohrwurm hatte, von dem – dank meines Sohnes – auch ich heute noch ein Liedchen singen kann , feiert in diesem Buch Geburtstag. Ihr merkt schon, hier sind 14 bunt gemischte und lesenswerte Geschichten zusammengekommen, genau das richtige für einen richtigen Vorlesetag oder um die Geschichten der Gecko ein wenig besser kennen zu lernen.

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Mit diesem Buch hat man schon mal jede Menge zum Vorlesen, aber heute stelle ich euch noch zwei weitere Bücher vor, die ebenfalls voller Geschichten sind. Dieses Mal geht es um Gute-Nacht-Geschichtenbücher, wobei man beide auch genauso gut zu jeder anderen Tageszeit vorlesen kann. Die Geschichten in dem Buch „Bitte noch eine! Wunschgeschichten zur Guten Nacht“ enden zwar immer mit einem Satz, der das Kind auf die Nacht und aufs Schlafen vorbereitet, aber den kann man notfalls ja auch problemlos weglassen. Hinter dem Buch „Bitte noch eine! Wunschgeschichten zur Guten Nacht“ steckt ein geniales Konzept. Vorne im Buch befinden sich vier Drehscheiben mit jeweils drei bzw. vier Bildern drauf. Nun kann das Kind auswählen und drehen. Bücherwürmchen möchte zum Beispiel immer gerne die Maus auf der hellgeleben Scheibe haben, dann kann man zwischen Wald, Schloss oder See auf der dunkelgelben Scheibe wählen, von der blauen Scheibe kommt dann entweder das Gespenst, die Fee oder der Esel hinzu und dann hat man noch die Qual der Wahl auf der grünen Scheibe: Fahrrad, Mond, Schlüssel oder Teddy. Hat man alle vier Bilder ausgewählt, sucht man sich im Inhaltsverzeichnis die passende Geschichte heraus, die eben diese vier Begriffe enthält, schlägt die angegebene Seite auf und liest vor! 🙂 Die Drehscheiben sind für Kinder absolut verführerisch. Es ist toll für sie, wenn sie somit beeinflussen können, welche Geschichte gelesen wird. Allerdings brauchte Bücherwürmchen eine Weile um zu verstehen, dass man von jeder Scheibe nur ein Bild nehmen kann. Am liebsten würde er immer gleich mehrere aussuchen. Zu jeder Geschichte gibt es bunte Illustrationen und die Geschichten sind ein bis zwei Seiten lang – eignen sich also bestens als Gute-Nacht-Geschichte. Oftmals sind solche Geschichten recht inhaltslos und langweilig und einfach schlecht geschrieben. Die Geschichten, die wir bisher gelesen haben, haben mir jedoch alle ganz gut gefallen. Sie sind wirklich nett gemacht. Etwas schwierig wird es übrigens dann, wenn das Kind die gleiche Geschichte unbedingt wieder hören will. Bücherwürmchen zum Beispiel findet die Geschichte, in der ein Baby von einer Hexe in eine Maus verzaubert wird, besonders toll. Da muss man dann überlegen, welche Bilder zu dieser Geschichte passen um sie dann im Inhaltsverzeichnis zu finden. Im Inhaltsverzeichnis sind die Geschichten nämlich nach Bildern geordnet aufgelistet, was ja auch sinnvoll ist, um nach der Drehaktion die passende Geschichte schnell zu finden.

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Mit diesem Buch bekommt man also direkt 3x3x3x4 (108) Geschichten auf einmal – wieder jede Menge Vorlesestoff. Damit jedoch noch nicht genug. Mit dem nächsten Buch, welches ich euch heute vorstelle, kommen noch einmal 77 Geschichten dazu und zwar „Die besten Pixi Gutenacht-Geschichten“. In diesem Buch findet man lauter Pixi-Buchgeschichten, die nicht unbedingt etwas mit der Nacht oder dem Schlafengehen zu tun haben müssen, welche sich jedoch natürlich auf Grund ihrer Länge ebenfalls gut als Gute-Nacht-Geschichte eignen. Ein paar der Geschichten hatten wir bereits in einem Pixi-Buch gehabt, aber dennoch haben wir hier noch jede Menge neue Geschichten entdecken können. Selbstverständlich sind auch viele bekannte Figuren mit dabei: Pixi, Conni, Hansi Hase, der Kater Kasimir, die zwei kleinen Bären, Kapitän Sternhagel und einige andere. In dem großen Buch sind die Erzählungen meist auf 2 Seiten untergebracht, so dass nicht alle Bilder aus den Pixi-Büchern hier Platz finden können, aber das Buch ist dennoch ausreichend und schön illustriert. Vor allem aber sind eigentlich alle Geschichten wirklich lesenswert, so wie das eben auch bei den meisten Pixi-Büchern der Fall ist, so dass man hier eine wahre Fundgrube an schöner Geschichten in angenehmer Leselänge findet. Allerdings haben die Kinder oft schnell eine Lieblingsgeschichte, welche sie immer wieder hören wollen, so dass der Rest des Buches eine Weile lang gar keine Chance hat. Bücherwürmchens Lieblingsgeschichte in diesem Buch ist „Der vergessliche Ritter“ – wie hätte es anders sein können… Ihr seht, selbst die Lieblingsthemen des Kindes finden sich in diesem Buch wieder. Auch Prinzessinnen-, Tier- oder Fußballliebhaber kommen in diesem Buch auf ihre Kosten.

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So, nun möchte ich euch aber nicht länger vom Vorlesen abhalten. Schnappt euch ein Buch und euer Kind, macht es euch gemütlich und lest in Ruhe vor. Nicht nur heute! Immer wieder!

 

Geckos bunte Geschichtenwelt, mixtvision, ISBN: 978-3944572208, 19,90 €

Bitte noch eine! Wunschgeschichten zur guten Nacht von Steffi Kammermeier, Michaela Rudolph und Anna Karina Birkenstock, arsEdition, ISBN: 978-3760751573, 14, 95 €

Die besten Pixi Gutenacht-Geschichten: 77 kleine Vorlesegeschichten, Carlsen, ISBN: 978-3551183897, 14, 99 €

Top Ten Thursday und Ausblick auf weitere Themen

Top Ten Thursday

Nachdem ich am Dienstag einen Rückblick über unsere Highlights im September gegeben habe, habe ich mir überlegt, dass ich ja auch mal eine kleine Vorschau auf kommende Themen geben könnte. Und da das Thema des heutigen Top Ten Thursdays auch etwas mit der persönlichen literarischen Zukunft zu tun hat, werde ich nach meiner Top Ten-Liste noch einen allgemeinen kleinen Ausblick geben.

Jetzt aber erst einmal zur Top Ten Thursday-Aufgabe: 10 Bücher, die du als nächstes lesen möchtest

Auf diese Aufgabe wurde man durch die letzte ja schon gut vorbereitet. Ein paar Bücher, die schon lange im Regal stehen, sollen nun endlich mal zum Einsatz kommen:

  1. Léon, der kleine Löwe (Eddi Hüneke)
  2. Rundherum in meiner Stadt (Ali Mitgutsch)
  3. Ein Fohlen kommt zur Welt (Isenbart/David)
  4. Das gehört mir (Leo Lionni)

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Dann habe ich ein paar neue Bücher, denn ich habe im Internet den Versand Arvelle entdeckt, bei dem man u.a. Mängelexemplare günstig erwerben kann. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Außerdem habe ich dort sogar noch ein Buch geschenkt bekommen, welches ich bei einem künftigen Gewinnspiel an euch weitergeben werde.

  1. Wolf beißt nicht (Emily Gravett)
  2. Aufräumen ist nix für Piraten! (Barbara Rose)
  3. Cowboy Billy hält nichts auf (Francoise de Guibert)

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Die meisten Rezensionsexemplare, die ich bekomme, stelle ich Bücherwürmchen direkt zur Verfügung, damit ich auch sehe, wie sie so bei ihm ankommen. Ein paar habe ich jedoch noch zurückgehalten, da sie insgesamt noch ein wenig zu schwierig für Bücherwürmchen sind. In den nächsten Tagen möchte ich Bücherwürmchen dennoch Ausschnitte aus diesen Büchern zugänglich machen:

  1. Muss man Miezen siezen? (Gerda Anger-Schmidt)
  2. Klassik-Hits für Kids: Auf den Spuren großer Komponisten – ein musikalische Hausbuch (Marko Simsa)

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Und es gibt noch ein Buch, welches ich mir/uns unbedingt kaufen „muss“, und welches dann natürlich auch direkt gelesen wird:

10. Lieselotte sucht (Alexander Steffensmeier)

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Und nun eine Vorschau auf kommende Themen und Beiträge. Gerne könnt ihr auch Vorschläge machen, wenn ihr eine Idee habt, worüber ich mal schreiben könnte (Buchtitel, Fragen, Themen etc…).

Erst einmal habe ich von einigen Verlagen sehr schöne Bücher geschickt bekommen, die ich euch gerne vorstellen möchte, dann werde ich eine kleine Sammlung von Herbstbüchern präsentieren und später auch ein paar Tipps für Weihnachtsgeschenke geben. Außerdem stelle ich euch ein paar selbstgestaltete Büchlein vor, schreibe über Lieblingsthemen und etwas zur Frage, ob man zu viele Bilderbücher besitzen kann.

Hier ein paar der Rezensionsexemplare, über die ich in den kommenden Tagen und Wochen schreiben werde (Beltz & Gelberg Verlag, Kleine Gestalten, Annette Betz, Boje, atlantis, magellan, Deutscher Kunstverlag):

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Neuerwerbungen werden natürlich genauso eine Rolle spielen wie liebgewonnene Bücher, die schon länger im Regal stehen. Ich freue mich schon darauf über Wimmelbücher, Liederbücher, Findus und Pettersson, Mama Muh, Henriette Bimmelbahn und viele mehr zu schreiben. Auch über unsere Büchereientdeckungen werdet ihr etwas erfahren. Ganz aktuell haben wir uns u.a. „Karius und Baktus“, „Der kleine Angsthase“, „Das frechste Ferkel“, „Der Sonnenmann“ und „Opa Jan und der famose Aufräumtag“ ausgeliehen. Mal sehen, welche Bücher davon es in meinen Blog schaffen.

Durch meinen Blog sind einige interessante Gespräche mit Bekannten und Freunden über verschiedene Bilderbücher entstanden. Dieser persönliche Austausch freut mich am meisten und deshalb nehme ich auch gerne Vorschläge aus diesen Gesprächen für meinen Blog auf. Ganz aktuell hat mir eine Nachbarin zwei Bücher vorbeigebracht, die vielleicht auch etwas für meinen Blog wären. Gerne stelle ich diese Bücher demnächst hier vor: „Bitte noch eine! Wunschgeschichten zur Guten Nacht“ und „Der Maulwurf Grabowski“.

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So, ihr seht also, es gibt noch jede Menge über die ich schreiben kann. Ich glaube, die Bücher und Themen werden mir so schnell nicht ausgehen… Außerdem wartet auch noch das ein oder andere Gewinnspiel zu besonderen Gelegenheiten auf seinen Einsatz!

Auch wenn du dich nicht müde wähnst, du gähnst!

Man hört ja oft, dass Eltern vom Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte nicht wieder auftauchen, da sie neben dem Kind eingeschlafen sind. Mir ist das noch nie passiert, aber es gibt ein Buch, das verführt einen geradezu dazu. Es heißt „Das große Gähnen“. Hier wird von nichts anderem erzählt, als vom Gähnen der Tiere im Zoo. Es beginnt um acht Uhr beim Tiger und wenn um acht Uhr dreißig der Zoo seine Tore schließt, dann haben auch die Schwäne, die Schweine, die Krokodile, die Hyänen, die Giraffen, die Esel und die Löwen ausgiebig gegähnt und sich anschließend zur Ruhe gelegt. Automatisch gähnt man da von Seite zu Seite immer mehr mit. Am Anfang macht man das Gähnen der Tiere noch künstlich nach, aber am Ende braucht man sich diese Mühe nicht mehr zu machen. Da kann man auch ein Gähnen zwischen den Zeilen schon nicht mehr unterdrücken und wenn man das Buch zuklappt, möchte man am liebsten schlafen. Mittlerweile ist es schon so, dass man ein Gähnen unterdrücken muss, wenn man das Buch nur in Betracht zieht vorzulesen. Schade nur, dass das Buch auch noch ganz witzig gestaltet ist (Reime, Bilder) und man es sich eigentlich gerne öfter mal anschauen würde, wenn nur dieses Gähnen nicht wäre…

Der Text ist übrigens nicht ganz einfach, doch da die Grundaussage dieser Geschichte so klar ist, macht es auch nichts, wenn nicht alle Wörter verstanden werden.

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Das große Gähnen von Monika Spang und Sonja Bougaeva, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3407760821, 5,95 €