Ein Verlag und zwei Figuren haben sich auf eine große Reise gemacht

Bunte Geschichten in grünen Büchern verspricht der neunmalklug Verlag auf dem Cover seines Buches „Marta & Piet – eine Reise nach Kalkutta„. Nachdem ich bei FAcebook immer mal wieder Nachrichten von dem Verlag und über sein Bestreben umweltfreundliche Bücher herzustellen gelesen habe, wollte ich mir nun auch mal das Buch aus dem Verlag anschauen.

Marta und ihr Kuschelhase Piet möchten etwas zusammen entdecken. Was das sein soll, wissen sie noch nicht und so ziehen sie einfach in die Welt hinein. Dabei kommen sie durch einen Wald und staunen über die uralten Bäume, die dort schon seit Jahren stehen. Auch auf eine alte Hütte stoßen sie, in die sie vorsichtig hinein schauen. Eine alte Frau lebt dort und lädt sie dazu ein, hinein zu kommen. Durch den Besuch bei der alten Dame hat Marta auf einmal eine Idee, wonach sie suchen: Sie suchen das Glück. Und ganz bestimmt ein Seemann mehr darüber! Wie gut, dass Marta und Piet ganz unbemerkt ans Meer gelangt sind…

Die Idee der Geschichte ist schön. Marta und Piet machen sich auf den Weg um etwas zu finden. Sie sind abenteuerlustig und wollen die Welt erkunden. Das können Kinder gut nachvollziehen und gespannt verfolgen sie Martas und Piets Reise. Allerdings bleibt alles ein wenig konfus und wenig greifbar, aber so ist das vielleicht bei der Suche nach dem Glück. Jeder findet es woanders und letztendlich ist hierbei natürlich auch der Weg das Ziel. Dass Marta und Piet ohne große Bedenken die alte Dame in der Hütte besuchen ist unter der Prämisse „niemals zu Fremden zu gehen“ ein wenig bedenklich und widerspricht dem, was man seinem Kind ansonsten ständig predigt.

Auch wenn man das kleine Fähnchen mit dem Aufdruck „Teil 1“ auf dem Cover entdeckt hat und somit weiß, dass es sich bei diesem Buch um einen ersten Teil handelt, war ich doch überrascht wie offen dieses Buch endet. Das finde ich etwas schade. Schöner fände ich es, wenn hier ein erster Schlusspunkt gesetzt werden würde. So legt man das Buch nach dem Anschauen mit einem etwas unerfüllten Gefühl zur Seite und weiß nicht so recht, was man nun davon halten soll.

Die Bilder in dem Buch fallen direkt auf. Häufig ist nur ein Teil scharf zu sehen, während der Hintergrund verschwimmt. Schattierungen etc. kommen durch Verwischungen (wie bei einem Fotobearbeitungsprogramm oder beim Malen mit dem Finger auf einem Tablet) zu Stande. Es gibt also nur wenig klare Linien. Erst hat mich das etwas irritiert und ich fand es auch anstrengend, mir die Bilder anzugucken und den Blick auf die scharfen Szenen zu fokussieren, aber dennoch haben die Bilder etwas Besonderes. Insbesondere die Natur wird so toll dargestellt.

Positiv möchte ich aber auf jeden Fall noch einmal erwähnen, dass sich der kleine neunmalklug Verlag nicht nur Umweltbewusstsein auf die Fahne geschrieben hat, sondern auch danach handelt. Es wird großen Wert darauf gelegt, dass mit der Produktion der Bücher erstens die Umwelt nicht belastet wird und zweitens auch der Leser sich sicher sein kann, dass das Buch in seinen Händen keine Schadstoffe enthält. Es ist schön, dass es mittlerweile ein paar Verlage gibt, die sich für eine nachhaltige Produktion einsetzen, auch wenn es sicherlich gar nicht so einfach ist, einen Fuß in die Kinder- und Jugendbuchbranche zu bekommen. Toll, wenn man diesen Schritt trotzdem wagt und sich ebenso wie Marta und Piet einfach auf die Reise macht und Schritt für Schritt schaut, was dabei heraus kommt. Wer diese Idee und den neunmalklug Verlag unterstützen möchte, kann sich auch gerne am Crowdfunding beteiligen um zu gewährleisten, dass der Verlag seine weiteren Ideen in die Tat um setzen kann. Alle Informationen dazu und auch zur Herstellung der umweltfreundlichen Bücher findet ihr auf der Verlagshomepage.

Der Preis dieses kleinen Buches scheint einen recht hoch zu sein, allerdings muss einem auch bewusst sein, dass eine nachhaltige Produktion, bei der Wert auf die Materialien und die Herstellung (z.B. in Deutschland und Österreich) gelegt wird, eben auch etwas kostet. Aber die Zukunft unserer Kinder und der Umwelt sollte uns vielleicht auch etwas Wert sein!

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Marta & Piet – eine Reise nach Kalkutta von Natalie Weinke und Michi Ricks, neunmalklug Verlag 2014, ISBN: 978-3-945677-00-1, 11,95€

Der Zauber der kleinen Dinge

Auch wenn ich es lange Zeit nicht so richtig wahrhaben wollte, ist wohl tatsächlich etwas daran, dass Mädchen und Jungen andere Bücher bevorzugen. Sicherlich trifft das nicht immer auf jeden und auf alle Bücher zu, aber gewisse Tendenzen scheint es wirklich zu geben. Bücherwürmchen mag schon am liebsten Bücher mit sogenannten Jungenthemen: Piraten, Ritter, Feuerwehr etc. Ruhige, besinnliche Bücher sind eher nicht so seine Favouriten. Das finde ich manchmal etwas schade, denn es gibt so viele Bücher, die einfach nur schön, aber eben nicht besonders spannend sind. Ich gucke mir die sehr gerne an. Vielleicht sind das eher Bücher für Mädchen, vielleicht auch für andere Jungen, für Bücherwürmchen jedenfalls nicht unbedingt. Ab und zu lesen wir diese Bücher auch und dann müssen wir sie auch teilweise mehrfach nacheinander lesen, aber dass er sie selbst aus Eigeninitiative aus dem Regal holt, kommt eher selten vor. Ein Buch, welches in diese Kategorie fällt, ist zum Beispiel „Ich zeig dir das Glück, kleines Küken“. Neulich haben wir es drei Mal nacheinander gelesen, aber ich glaube, so richtig spannend findet Bücherwürmchen es nicht. Es ist ein Buch, in dem das kleine Küken in drei Geschichten etwas über das Leben und die kleinen Dinge im Leben lernt, die einen glücklich machen können. Die Möhre wächst einfach nicht weiter, aber es ist dennoch die schönste Möhre auf der ganzen Welt, denn sie wurde selbst geerntet und das Küken hat einfach Lust auf genau diese Möhre. Der Drachen möchte nicht fliegen, so dass das Küken traurig ist. Manchmal muss man einfach Geduld haben, bis bestimmte Dinge gelingen. Irgendwann kommt dann doch so viel Wind auf, dass sich der Drachen in die Lüfte erhebt. In der letzten Geschichte lernt das Küken, dass man auch die schönsten Sterne nicht vom Himmel pflücken kann, sondern dass sie uns viel mehr von ihrem Glanz schenken, wenn wir sie in der Ferne nachts im Himmel betrachten können. Manches möchte das kleine Küken nicht gleich einsehen. Erst einmal soll alles sofort nach seinen Wünschen gehen. Zum Glück gibt es aber noch Großtantchen, welches dem kleinen Küken stets zur Seite steht und es die Dinge von einer anderen Seite betrachten lässt. So lernt auch das Küken, dass man Glück durch Gelassenheit und den Zauber der kleinen Dinge erfahren kann.

Das Buch beinhaltet keine großen, aufregenden Geschichten. So wie das Thema des Buches sich um den Zauber der kleinen Dinge dreht, stellt das Buch selbst diesen Zauber der kleinen Dinge dar. Es ist einfach ein Buch, das ein wohliges Gefühl hinterlässt und zwar gerade, weil es um die Kleinigkeiten geht, die das Leben schöner machen. Es wird nicht laut und spannend erzählt, alles plätschert ein wenig ruhig vor sich hin. Wahrscheinlich denkt man auch nicht groß über die Botschaften in dem Buch nach, die mir an manchen Stellen im Übrigen auch nicht direkt einleuchten, aber man schließt das Buch mit einer gewissen Zufriedenheit.

Die Bilder sind niedlich und zeigen vor allem das kleine Küken bei seinen Bemühungen sowie Großtantchen, die es begleitet.

Auch die Fantasie kann durch dieses Buch angeregt werden. Bücherwürmchen meinte zum Beispiel, dass ein großes Blatt doch kein Drachen sei, aber warum denn nicht? Hier kann man selbst kreativ werden und sich überlegen, woraus man alles einen Drachen basteln bzw. was einen Drachen darstellen könnte.

Am Ende des Buches muss Bücherwürmchen natürlich dem Küken widersprechen, denn selbstverständlich ist nicht der Stern des kleinen Kükens der schönste von allen, sondern sein Lieblingsstern, die Venus, die man so schön am Himmel sehen kann.

Insgesamt ist „Ich zeig dir das Glück, kleines Küken“ ein Buch mit einer schönen Atmosphäre, ein Buch zum Wohlfühlen und vielleicht auch zum Erkennen, dass man manches mit mehr Gelassenheit angehen sollte.

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Ich zeig dir das Glück, kleines Küken von Amy Hest, Illustrationen von Anita Jeram, Übersetzt aus dem Englischen von Linde Zwerg, Loewe Verlag2015, ISBN: 978-3-7855-8066-0, 12,95€

Wild, aber glücklich

Es gibt ein Buch, welches ich schon allein auf Grund des Covers mag: „Wild“. Das Cover ist einfach nur beeindruckend! Aber auch die Bilder im Buch sind toll und machen viel her. Der Blick des Betrachters fällt dabei immer vor allem auf das wilde Mädchen, welches sich harmonisch in die Bilder des Waldes einfügt und im Leben der Menschen nur Chaos anrichtet.

Das Mädchen, das im Text nur „sie“ heißt, wächst im Wald auf und lernt alles von den Tieren: Sprechen („Krah“), essen und spielen. Nichts fehlt ihr. Sie ist glücklich. Doch dann wird sie von Menschen in die Stadt gebracht. Auf einmal soll sie anders sprechen, spielen und essen als bisher, denn die Menschen versuchen ihr ein zivilisiertes Benehmen beizubringen. Doch aus Sicht des Mädchens machen die Menschen alles falsch und es ist völlig unglücklich. Am Ende geht es zurück zu den Tieren, denn nur dort ist es wirklich glücklich.

Das Leben in Wald und Zivilisation ist einfach zu unterschiedlich. Glückliches, wildes und unschuldiges Leben kann sich nicht Zwängen von außen unterwerfen.

Die Geschichte nimmt ein gutes Ende, aber trotzdem stimmt mich der Satz „Es war gut, dass sie fort war“ irgendwie traurig. Klar, das Mädchen war wieder frei und glücklich und darum geht es, aber für mich klingt auch ein Aufgeben, eine Nicht-Akzeptanz des Kinder oder ein Nicht-Lieb-Gewinnen des Mädchens darin mit, auch wenn vielleicht gerade das Fortgehenlassen für eine Akzeptanz spricht. Es ist ein Satz, der nachdenklich stimmt und der mich lange über die Geschichte nachdenken lässt.

Bücherwürmchen mag das Buch, auch wenn er es vielleicht noch nicht so ganz versteht. Er ist beeindruckt von dem wilden Spiel des Mädchens mit den Füchsen und vom natürlichen Fischfang mit den Bären. Aber er nimmt auch bereits selbst die zivilisierte Blickrichtung ein und meint, dass das Kind in der Stadt alles falsch macht, während im Buch aus Sicht des Mädchens gesagt wird, dass die Menschen falsch sprachen, aßen und spielten. Wie schnell doch ein Kind die Werte und Normen von Erwachsenen übernimmt. Würde sich ein Kind ohne die Beeinflussung von Eltern und Erziehern an einem chaotischen Zimmer stören? Vermutlich nicht! Bücherwürmchen war jedenfalls entsetzt über die zerstörten Gardinen und Möbel im Wohnzimmer, die das Mädchen zurück ließ. Interessanterweise wechselt er seine Sichtweise aber noch. Bei den Waldseiten ist er ganz bei dem Mädchen und freut sich über seine Wildheit und bei den Stadtseiten nimmt er die Position der Gesellschaft ein und meint, dass das Kind richtig sprechen müsse.

Insgesamt ist „Wild“ auf jeden Fall ein tolles Buch, welches einiges offenbart, zum Nachdenken anregt und welches vor allem dank der Kraft der Bilder einfach beeindruckend ist.

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Wild von Emily Hughes, Sauerländer, ISBN: 978-3-7373-5121-8, 14,99€

Von „Irve liest“ über den Magellan Verlag zur Glücksfee

Heute möchte ich euch noch einmal auf die Kinder- und Jugendbuchwochen hinweisen, ich zeige euch mein liebes „Monster“ und stelle euch ein tolles Buch für die ganze Familie vor: Jetzt kommt die Glücksfee – 365 Spiel- und Spaßideen für den Familienalltag

Habt ihr denn schon bei den Kinder –und Jugendbuchwochen von Irve liest vorbei geschaut?

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Ich kann nur immer wieder sagen, es lohnt sich. Vielleicht habt ihr bei mir schon etwas über die schönen Bilderbücher „Ferdinand auf großer Fahrt“ und „Ein Dinosaurier in meiner Badewanne gelesen“. Heute nun könnt ihr bei Irve mehr über den neuen Verlag und seine Ausrichtung erfahren. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das kommende Buchprogramm dieses sympathischen Verlags.

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Heute bekommt ihr auch, wie versprochen, mein Monsterbild, mit dem ich an der ersten Verlosung teilnehmen werde. Ich habe keine Ahnung von dem Buch und von welcher Art das Monster sein sollte, also habe ich mich einfach nach meinen kaum vorhandenen künstlerischen Fähigkeiten gerichtet und das ist dabei herausgekommen:

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Bücherwürmchen hat sich direkt dazu gesetzt und auch ein Monster mit riesigen Augen, Beinen und viel rot gemalt:

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Mein Monster gefällt ihm so gut, dass es jetzt in seinem Zimmer hängt. 😉 Außerdem hat er vorgeschlagen analog zu unserem Herbst– und Hexen-Tag einen Monstertag zu machen… Naja, ich weiß nicht… Er hätte außerdem gerne einen Weihnachtstag, einen Gespenstertag und einen Indianertag. Erst fand er auch die Idee eines Pippi Langstrumpf-Tages gut, aber dann wollte er doch lieber keinen Pippi Langstrumpf-Tag machen, denn er kann ja kein Pferd hoch heben…

Gestern Abend ging es übrigens bei Irve liest noch um die Frage nach dem Glück. Was macht glücklich und wie vermittelt man seinen Kindern, was Glück ist und wonach es sich zu streben lohnt. Wieder eine sehr interessante Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Klar, mir fallen einige Dinge ein, die für mich Glück bedeuten, aber wie thematisiert man das bei Kindern? Ich denke, man lässt sie am besten ganz viele kleine Glücksmomente erleben: Kuscheln, gemeinsam lesen, lachen, sich intensiv unterhalten, die Zeit im Bett vertrödeln, Spinnenweben im Wind betrachten und vieles mehr. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage hat mich an ein tolles Buch erinnert, welches schon seit langem in meinem Bücherregal steht: „Jetzt kommt die Glücksfee – 365 Spiel- und Spaßideen für den Familienalltag“. Ich habe mir dieses Buch bereits kurz nach Bücherwürmchens Geburt gekauft. Die Vorfreude auf schöne Familienaktivitäten war einfach so groß. Gelesen habe ich das Buch auch direkt, allerdings ließ sich damals natürlich noch nicht viel von den Ideen umsetzen. Seitdem steht das Buch leider im Regal und ich habe nicht mehr hineingeschaut. Das wird sich aber jetzt sofort wieder ändern. So langsam wird dieses Buch für uns interessant. Auch wenn ich bisher noch nichts aus dem Buch in die Praxis umsetzen konnte, habe ich dieses Buch von Anfang an gemocht. Es ist nicht einfach eine bloße Zusammenstellung von Familienaktivitäten. Nein, hier steckt mehr dahinter. Auf jeder Seite spürt man den Respekt und die Liebe zu Kindern. Das wird auch schon durch die Kapitelübersicht deutlich. Es gibt 12 Wünsche der Glücksfee und alle haben mit kindlichen Bedürfnissen zu tun: Liebe und Nestwärme, Humor und Gelassenheit, Abenteuer in der Natur, Ruhe und Entspannung, Glanzpunkte im Alltag – um nur ein paar zu nennen. Passend zu diesen Wünschen wurden dann die Aktivitäten zusammengestellt. Von den vorgestellten Ideen bin ich überaus begeistert. Es sind ganz viele tolle Sachen dabei und fast alle lassen sich im Handumdrehen bewerkstelligen. Oft sind es gar keine großen, besonderen Aktivitäten, aber gerade diese kleinen Dinge, mit denen man Kindern kleine Freuden bereiten kann, sind es doch, an die man sich gerne erinnert, die das Leben ein bisschen bunter machen und die die Familie zusammenschweißen. Bei vielen Ideen denkt man auch, „wie einfach, da hätte ich auch selber drauf kommen können“, aber leider fällt es einem dann doch meist nicht ein und so ist es gut, dass Margret Nußbaum all diese schönen Anregungen in einem Buch zusammengefasst hat. Und bei einer Sache bin ich mir ganz sicher, wenn man die Dinge in dem Buch ausprobiert, wird es viele schöne, glückliche Momente geben: Wie glücklich wird ein Kind sein, wenn seine Eltern morgens zusammen mit ihm „Frühsport“ machen und durch die Wohnung toben, beim vergleichenden Blick in den Spiegel entstehen sicherlich sehr interessante Gespräche, positive Worte am Abend machen jedes Kind selbstbewusst und stolz und über eine kleine Süßigkeit, die im Wäscheberg gefunden wird, freut sich bestimmt auch jedes Kind. Für mich ist dieses Buch eine tolle Fundgrube an Glücksideen. Hinzu kommt, dass es wunderschön illustriert wurde, so dass es ein richtiges Familienbuch ist, welches man sehr gerne in die Hand nimmt. Eine Empfehlung für jede Familie mit Kindern im Alter von 2-10 Jahren.

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Jetzt kommt die Glücksfee – 365 Spiel- und Spaßideen für den Familienalltag von Margret Nussbaum, Kösel, ISBN: 978-3466308392, 17,95 €

Unsere Büchereischätze

Oh, heute Nachmittag müssen wir schon wieder zur Bücherei und die ganzen schönen Bücher abgeben und ich habe noch gar nichts über sie geschrieben… Deswegen jetzt zumindest noch ein wenig in aller Schnelle:

Sehr gut gefallen hat mir das Buch „Das frechste Ferkel“ von Julia Hubery. Mama Schwein ist auf der Suche nach ihrem frechsten Ferkel, welches auch tatsächlich überall wieder den Zorn auf sich gezogen hat: Es schmeißt die Milchkannen um, zerstört den Weidezaun des Pferdes, verschmutzt den Teich der Enten und führt sich auch bei den anderen Tieren nicht viel besser auf. Na, das gibt wohl noch eine Menge Ärger. Das weiß auch das Ferkel und so versteckt es sich im Heuhaufen, wo seine Mutter es schließlich findet. Sie sagt ihm, dass sie es sich sehr wünschen würde, dass es sich besser benimmt, aber sie sagt ihm vor allem auch, dass sie sich wünscht, dass es zu ihr zurückkommt. Was für ein tolles Ende! Eine Mama liebt ihr Kind immer, egal was es macht. Die Mama ist immer für einen da. Sehr schön!

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Auch „Der Sonnenmann“ hat mir gut gefallen. Vor allem ist es ein Buch, welches gut zu den grauen, verregneten Tagen passt, die uns gerade umgeben. Denn mit einem kleinen Trick, den Hilkje in dem Buch anwendet, kann man dennoch gute Laune haben: Hilkje malt einen Sonnenmann und jeder, der diesen fröhlichen, lachenden Mann mit Strahlen sieht, der muss unwillkürlich lächeln. Schließlich verteilt sie die Bilder in der ganzen Stadt, und auf einmal hat jeder wieder gute Laune. Wie schön, dass manchmal eine Kleinigkeit reicht, um das Grau im Leben zu verscheuchen.

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Den chaotischen Opa Jan mag ich ja nicht so sehr, aber wenn Bücherwürmchen eins der Bücher in der Bücherei entdeckt, muss es unbedingt mitgenommen werden. Dieses Mal hatten wir „Opa Jan und der famose Aufräumtag“ dabei. Da geht es, wie immer bei Opa Jan, natürlich wild zur Sache und Opa Jan hat dabei mal wieder sehr schräge Ideen: So stopft er alles, was im Haus herumfliegt in die Waschmaschine und den Putzroboter befüllt er mit Tinte, die anschließend im ganzen Haus zu finden ist. Zum Glück erklärt sich letztendlich Tante Mariechen bereit, Opa Jan beim Aufräumen zu helfen und sie packt ordentlich mit an und rümpelt das Haus mal so richtig aus. Schade nur, dass Opa Jan nicht ohne seine Tiere im Haus und seinem ganzen Zeug leben kann und es am Ende bei ihm wieder genauso „wunderbar gemütlich“ ist wie es vorher war…

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Ja, und dann hatten wir noch „Der kleine Käfer Immerfrech“. Das Buch haben wir uns auch schon häufiger ausgeliehen. Es geht um den frechen Käfer, der mit allen Tieren, denen er begegnet, kämpfen will. Doch wenn sie ihm ihre Greifarme, Stacheln, Hörner oder ähnliches zeigen, sagt er doch lieber schnell „Du bist mir viel zu klein!“ und fliegt weiter. Das Buch gefällt mir, weil Bücherwürmchen hier schon so viel mitsprechen kann. Gerne schaut er es sich auch schon mal alleine an und dann ist von ihm nur von Seite zu Seite „Komm, kämpf mit mir!“ zu hören. Da bin ich ja, auch wenn ich diesen Spruch immer blöd finde, beinahe geneigt zu sagen: „Tja, ein Junge eben…“ 😉

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So, das waren jetzt zumindest mal ein paar unserer ausgeliehenen Bücher. Ich bin schon gespannt, mit welchen Büchern wir gleich nach Hause kommen…

 

Das frechste Ferkel von Julia Hubery und John Bendall-Brunello, Parragon Books, ISBN: 978-1445427317, noch gebraucht erhältlich

Der Sonnenmann von Heike Ellermann und Wolfram Hänel, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3407793409, noch gebraucht erhältlich

Opa Jan und der famose Aufräumtag von Marius van Dokkum,Thienemann-Esslinger, ISBN: 978-3480228881, 12,99€

Der kleine Käfer Immerfrech von Eric Carle, Gerstenberg, ISBN: 978-3836942768, 11,90 €

Schöne Geschichte, schöne Bilder, trotzdem bleibt leider ein kleines „aber“

Es gibt Bücher, mit denen kann man sich irgendwie nicht so richtig anfreunden. „Fantje“ ist so ein Buch und ich finde es sehr schade, denn ich hatte mich auf dieses Buch gefreut. Als es bei mir ankam, war ich auch erst einmal begeistert, denn das Buch hat ein tolles großes Format, so dass man es sofort gerne in die Hand nimmt und aufschlägt.

Eigentlich ist auch die Geschichte nett: Fantje ist ein kleiner, weißer empfindsamer Elefant, der sich in seiner Heimat bei den wilden Elefanten unwohl fühlt und so macht er sich auf die Reise. Erst nach Holland und später nach Meißen. Dort findet er endlich sein Glück – zwischen lauter weißen Elefanten im Porzellanladen!

Eine schöne Geschichte mit gutem Ende – was habe ich daran auszusetze? An sich nichts, aber irgendwie störte mich diese zweite Ebene, die sich an die Erwachsenen wendet und die die Kinder nicht verstehen. Zum Verständnis der Geschichte ist das völlig egal, aber ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken, dass das für Kinder doch viel zu schwierig und nicht zu verstehen ist, so dass ich die einfache und schöne Geschichte, die für die Kinder greifbar ist, kaum wahrgenommen habe.

Der Begriff Porzellanladen fällt zum Beispiel im gesamten Buch nicht. Die Verbindung Meißen und Porzellan muss man selber herstellen und auch das altbekannte Sprichwort „ein Elefant im Porzellanladen“ ist nur eine natürliche Assoziation von Erwachsenen.

Die Bilder sind eigentlich ganz schön. Sie sind in wenigen Farben gehalten und großflächig angelegt. Vielleicht sind sie für Kinder jedoch etwas zu „künstlerisch“. Aber Fantje ist auf jeden Fall ein süßer Elefant, den man trotz (oder gerade wegen?) seiner Empfindlichkeiten sofort ins Herz schließt.

Bücherwürmchen guckt sich das Buch recht gerne an. Das liegt daran, dass Fantje ein kleiner Quengler ist und man seine Passagen herrlich knatschig vorlesen kann. Daran hat Bücherwürmchen natürlich viel Spaß.

Ganz süß ist es übrigens auch, wie Fantje seine Reise mit Nüsschen, Macadamianüsschen, bezahlt. Es gibt schon einige nette Details und eigentlich ist es ja auch schön, dass man als Erwachsener in diesem Buch einiges entdecken kann, wenn man es aufmerksam liest. Eigentlich mag ich so etwas. Tja, eigentlich… Dieses Mal konnte ich mich damit nicht so richtig anfreunden. Schade! Vielleicht ist es mir zu poetisch? Ich weiß es nicht, ich hoffe nur, dass es den Weg in andere Herzen findet, denn wenn man dieses Buch anschaut, weiß man, dass es ein besonderes Buch ist. Vielleicht ein Buch für dich?

Auf jeden Fall bleibt dieses Buch trotzdem in unserem Bücherregal stehen und vielleicht werden wir ja doch noch Freunde… Bei Lieselotte klappte es ja auch erst im zweiten Anlauf… (s. „Liebe auf den zweiten Blick“)

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Kennt ihr das Buch „Fantje“? Wie hat es euch gefallen? Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren. Kennt ihr auch Bücher, zu denen ihr keinen Zugang findet?

Fantje von Adam Jaromir, Gimpel Verlag, ISBN: 978-3981130041, 19,90 €