Immer eine gute Idee: Fingerspiele

Wird im Bekanntenkreis ein neues Baby geboren, so hat man doch meistens große Freude daran, ein schönes Geschenk zu kaufen. Ich stöbere zumindest immer gerne durch die niedlichen Sachen, die es für diese Zielgruppe auf dem Markt gibt. Gerade wenn es um ein Geschenk geht, kann man ja auch einfach mal schöne Sachen kaufen, die vielleicht nicht unbedingt notwendig sind. Sehr ansprechende Sachen findet man unter anderem bei der Marke „Baby-Glück“ vom Coppenrath Verlag. Da musste ich bei den süßen Knisterfiguren ja sogar beim eigenen (zweiten) Kind, für das wir ja eigentlich schon alles hatten, zugreifen… Geht es euch da manchmal ähnlich?

Ein sehr schönes Geschenk für Neugeborene und deren Eltern ist übrigens das Buch „Meine liebsten Fingerspiele“ von Baby-Glück. Mit diesem Buch übergibt man etwas, was sowohl ansprechend anzusehen ist, was aber auch durchaus sehr nützlich ist, denn wer kann sich noch an die ganzen Fingerspiele erinnern? Da gab es doch so einen mit Zwergen auf einem Berg, die sich um einen Kloß streiten, aber wie ging der noch mal genau? Hier kann das Buch die Erinnerung wunderbar auffrischen, aber es enthält nicht nur altbekannte Fingerspiele, sondern auch einige, die mir bisher völlig unbekannt waren. In dem Buch bekommt man neben der Texthilfe auch gleich die Spielanleitung mitgeliefert. Außerdem werden die Fingerspiele von niedlichen, aber zurückhaltenden Illustrationen begleitet. Mit Fingerspielen kann man bereits die Kleinsten beglücken, aber dieses Buch lässt sich auch noch einsetzen, wenn die Kinder schon Büchergucker geworden sind, denn es enthält abwischbare Pappseiten.

Ich habe ja bereits ab und zu zur Geburt schon ein Liederbuch verschenkt, aber ich denke das Fingerspiele-Buch ist eine Alternative. Gerade der Einband aus Stoff qualifiziert es für ein schönes Geschenk, welches man gerne übergibt.

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Meine liebsten Fingerspiele, Baby-Glück, mit Illustrationen von Anne Mußenbrock, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-67025-4, 9,99€

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Viele tolle Anregungen für Babys

In den ersten Tagen und Wochen im Leben eines Babys hat man manchmal den Eindruck, dass das Kleine ja wirklich noch gar nichts kann und so fragt man sich, wie man dieses kleine Wesen, das tagsüber immer weniger schläft, denn bloß den ganzen Tag über beschäftigen soll. Lieder und Fingerspiele kommen von Anfang an gut an und es gibt auch jede Menge Spiele und Anregungen für Babys im ersten Lebensjahr.

Eine gute Sammlung findet man in dem Buch „Zehn kleine Krabbelfinger“. Dieses Buch ist bereits ein richtiger Klassiker, immerhin ist es bereits über 25 Jahre alt. 2015 gab es eine neue und überarbeitete Auflage, doch der Inhalt ist gleich geblieben. Lediglich das Layout und die Fotos wurden erneuert und modernisiert, was gut gelungen ist. Warum sollte man auch den Inhalt ändern? Die Babys der heutigen Generation lieben schließlich die gleichen Lieder und Spiele wie die Babys in anderen Generationen. Was früher gut ankam, kommt auch heute noch gut an.

Der Inhalt des Buches wurde so ausgewählt, dass Babys in ihrer Entwicklung spielerisch gefördert werden. Das mag in einigen Ohren nach den häufig angesprochenen Förderwahn vieler Eltern klingen, ist aber letztendlich nur die theoretische Grundlage der Auswahl. Die Spiele passen also zu den Interessen von Babys. Sie lassen die Kinder neugierig und aktiv werden. In einigen kurzen Texten gibt es Hintergrundinformationen, aber die praktischen Ideen und Anregungen stehen ganz klar im Vordergrund. Dieses Buch beinhaltet wirklich eine wahre Fundgrube und das Schöne ist, dass man hier sowohl Lieder, Fingerspiele, Reime, aber auch Spiele und Anleitungen für selbst hergestelltes Spielzeug findet. Die Lieder sind mit Noten abgedruckt und es gibt Anregungen wie man die Lieder mit den Kindern singen und spielen kann. Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Spiele werden alle Sinne der Babys angesprochen und die Kinder können verschiedene Materialien und Elemente kennen lernen. Mal darf im Wasser geplanscht werden, auch Laub ist für die Kleinen interessant (leider wandert er bei meinem Büchermäuschen regelmäßig in den Mund), einfache Instrumente werden eingesetzt, auf den elterlichen Knien wird geritten und im Spiegel dürfen sich die Kinder mit Staunen selber entdecken. Zu jeder Art von Spielen gibt es Verse und Lieder, wobei hier auf traditionelles Gut zurückgegriffen wird, z.B. „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“.  Teilweise wurden dann neue Strophen hinzugedichtet oder der gesamte Liedtext wurde geändert, so dass die Lieder zu bestimmten Bewegungen oder Spielen passen, aber die Melodien sind wohl den meisten bekannt.

Wer mit seinem Kind einen PEKiP-Kurs besucht, wird hier viel wieder erkennen (auch wenn Lieder eher nicht zum PEKiP-Programm (PEKiP = Prager-Eltern-Kind-Programm) gehören). Aber einige der selbstgebastelten Spielsachen hält die Kursleitung vielleicht ebenfalls bereit oder regt dazu an, sie zu Hause selbst herzu stellen. Die Autorinnen haben selbst PEKiP-Kurse abgehalten und die Ideen aus diesem Programm in ihrem Buch mit einfließen lassen.

Mir gefällt das Buch sehr gut. Man bekommt viele gute und abwechslungsreiche Ideen auf einmal, welche man ohne größere Probleme umsetzen kann. Und den Kindern machen die Lieder und Spiele Spaß – ganz egal, ob sie dabei nun in ihrer Entwicklung gefördert werden oder nicht.

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Zehn kleine Krabbelfinger. Spiel und Spaß mit unseren Kleinsten von Marianne Austermann und Gesa Wohlleben, Kösel Verlag 2015, ISBN: 978-3-466-31045-6, 15,99€

Tierische Musikprojekte für kleine Kinder

Neben der Beschäftigung mit Büchern und Geschichten musiziere ich auch sehr gerne mit Kindern. Ein halbes Jahr lang habe ich sogar einmal die Woche mit Bücherwürmchen und anderen Kindern (plus deren Mütter) bei uns zu Hause Musik gemacht. Damit die Kinder aufmerksam dabei bleiben und mitmachen, muss man sich natürlich einiges einfallen lassen, aber zum Glück gibt es da ja jede Menge Bücher und CDs (neben den eigenen Ideen). Besonders gerne greife ich hier auf die Bücher vom Ökotopia Verlag zurück, in denen man viele tolle Anregungen findet. Zwar richten sich die Bücher häufig an pädagogische Fachkräfte, aber auch wer privat mit seinen Kindern singt, wird hier sicherlich fündig.

Auch der Ordner „Klang-Kätzchen & Trommel-Specht“ richtet sich an Einrichtungen mit Krippenkindern, aber genauso kann man die Ideen natürlich ebenfalls im privaten Rahmen bei Kindern im Alter von 6-36 Monaten anwenden. Schön ist hier, dass nicht davon ausgegangen wird, dass die Person, die mit den Kindern musiziert, eine Fachkraft in diesem Bereich ist, so dass es einen kurzen Theorieteil gibt, was beim Einsatz von Liedern etc. zu beachten ist.

Wie es der Titel des Ordners bereits verrät, haben alle Musikprojekte Tiere zum Thema, was Kindern in diesem Alter natürlich sehr entgegen kommt. Außerdem lässt sich dazu auch immer viel machen.

Die Gestaltung als Ordner ist übrigens klasse. So fällt das aufgeschlagene Buch nicht direkt wieder zu und man kann die Seiten, die man gerade benötigt herausnehmen. Das ist in diesem Fall auch sehr sinnvoll, denn die kleinen Geschichten, die zu einem Projekt gehören, werden von bunten Bildern (im DIN A4-Format) illustriert. Diese kann man auf diese Weise gut den Kindern einzeln zeigen.

Der Ordner beinhaltet sieben Musikprojekte:

  • Käferlein und Schmetterling
  • Das kleine Pferd Flocke
  • Schäfchen Jojos Tag
  • Kleine Vögel – große Vögle
  • Igel Kasimir und seine Familie Stachelpelz
  • Der Spatz und die Katz‘
  • Am Teich mit Frosch und Storch

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Im Folgenden möchte ich euch nun gerne den Aufbau eines solchen Projekts vorstellen:

Zunächst wird kurz erwähnt, worum es geht und welche Förderbereiche bei dem jeweiligen Projekt angesprochen werden. Daran schließen sich alle Lieder und Reime an, die in dem Projekt verwendet werden. Das gefällt mir gut, denn so findet man diese schnell und kann sie auch ohne Probleme isoliert von dem Projekt verwenden. Anschließend wird dann das Projekt an sich vorgestellt, welches sich in drei Projektangebote gliedert, das heißt, man bekommt Vorschläge für drei Tage, an denen man sich diesem Projekt widmet. Der Umfang kommt dem Praxisalltag in Krippen und Kindergärten sicherlich entgegen. So kann man ohne größeren zeitlichen Aufwand gut mal ein kleines Projekt einschieben. Für mehr ist ja häufig gar keine Zeit.

Los geht es mit dem Begrüßungsritual. Dann wird meistens mit Hilfe eines Bildes ein Einstieg in das Thema geschaffen und daran schließen sich dann Spiele, Lieder, Tänze etc. an bis die Einheit mit dem Abschlussritual beendet wird.

Die zweite und dritte Einheit bauen auf die vorangehenden Einheiten auf und erweitern diese. Es gibt Wiederholungen und es kommen neue Spiele und Lieder hinzu. Dieser Aufbau ist sicherlich sehr sinnvoll. Gerade auch die Wiederholungen sind sehr wichtig. Außerdem wird auch darauf geachtet, dass sich Ruhephasen mit aktiveren Phasen abwechseln.

Das Bildmaterial, auf dessen Rückseite Lieder und Reimgeschichten gedruckt sind, rundet dann das jeweilige Projekt ab.

Die Lieder und Spiele sind gut ausgewählt. Mal gibt es Fingerspiele, mal können sich die Kinder im Raum mit dem ganzen Körper bewegen, Instrumente kommen zum Einsatz und erste Rhythmen werden geklopft, die Kinder sollen auf Geräusche achten, Musik wird ruhig gelauscht und auch das Erforschen und Experimentieren mit Gegenständen (z.B. mit Wolle) findet Berücksichtigung. Die verwendeten Lieder stammen von der Autorin des Buches. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn man in einem kleinen Anhang zu den jeweiligen Projekten Hinweise auf weitere (traditionelle) Fingerspiele und Lieder bekommen hätte, so dass man die Musikprojekte einfacher erweitern oder einzelne Komponenten austauschen könnte.

Passend zu dem Ordner gibt es eine gleichnamige CD. Es ist keine CD, die man einfach so in den CD-Player legt und „runterhört“. Sie braucht eine Anleitung und die Aufforderung von Erwachsenen, denn neben den Liedern findet man hier viele gesprochene Sachen sowie Instrumentalmusik. Die Instrumentalmusik soll zu bestimmten Bewegungen anregen. Hier passt die Musik sehr gut zu den Bewegungsarten, die man dazu ausführen soll. Letztendlich machen gerade diese Stücke die CD so wertvoll. Um die Musikprojekte durchführen zu können, ist die CD nicht unbedingt nötig, denn die Lieder sind mit Noten und Akkorden abgedruckt. Dennoch finde ich die CD für die Bewegungsangebote sehr hilfreich. Auch für die Kinder ist es schön, wenn sie nicht nur selber Musik machen oder von der Fachkraft vorgespielt bekommen, sondern eben auch über das Medium CD wahrnehmen. Außerdem kann man die Bewegungsmusiken auch sehr gut für andere Projekte gebrauchen.

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Insgesamt ist „Klang-Kätzchen & Trommel-Specht“ eine runde und durchdachte Sache. Hier erhält man tolle Musikprojekte für kleine Kinder, die sich einfach und ohne großen Aufwand in der Praxis umsetzen lassen. Die Themen sind ansprechend und man bekommt viele schöne Anregungen und Ideen.

Klang-Kätzchen & Trommel-Specht. Mini-Musik-Projekte für Krippenkinder mit Bilderbuch-Geschichten, Liedern & Spielangeboten von Sabine Hirler, illustriert von Martina Mair, Ökotopia Verlag, ISBN: 978-3-86702-314-6, 37,99€

CD: Klang-Kätzchen & Trommel-Specht. Tierlieder, Reime & Bewegungsmusik für Krippenkinder von Sabine Hirler, Ökotopia Verlag, ISBN: 978-3-86702-322-1