Von „Irve liest“ über den Magellan Verlag zur Glücksfee

Heute möchte ich euch noch einmal auf die Kinder- und Jugendbuchwochen hinweisen, ich zeige euch mein liebes „Monster“ und stelle euch ein tolles Buch für die ganze Familie vor: Jetzt kommt die Glücksfee – 365 Spiel- und Spaßideen für den Familienalltag

Habt ihr denn schon bei den Kinder –und Jugendbuchwochen von Irve liest vorbei geschaut?

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Ich kann nur immer wieder sagen, es lohnt sich. Vielleicht habt ihr bei mir schon etwas über die schönen Bilderbücher „Ferdinand auf großer Fahrt“ und „Ein Dinosaurier in meiner Badewanne gelesen“. Heute nun könnt ihr bei Irve mehr über den neuen Verlag und seine Ausrichtung erfahren. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das kommende Buchprogramm dieses sympathischen Verlags.

Cover_Ferdinand_Magellan    imagedino

 

Heute bekommt ihr auch, wie versprochen, mein Monsterbild, mit dem ich an der ersten Verlosung teilnehmen werde. Ich habe keine Ahnung von dem Buch und von welcher Art das Monster sein sollte, also habe ich mich einfach nach meinen kaum vorhandenen künstlerischen Fähigkeiten gerichtet und das ist dabei herausgekommen:

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Bücherwürmchen hat sich direkt dazu gesetzt und auch ein Monster mit riesigen Augen, Beinen und viel rot gemalt:

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Mein Monster gefällt ihm so gut, dass es jetzt in seinem Zimmer hängt. 😉 Außerdem hat er vorgeschlagen analog zu unserem Herbst– und Hexen-Tag einen Monstertag zu machen… Naja, ich weiß nicht… Er hätte außerdem gerne einen Weihnachtstag, einen Gespenstertag und einen Indianertag. Erst fand er auch die Idee eines Pippi Langstrumpf-Tages gut, aber dann wollte er doch lieber keinen Pippi Langstrumpf-Tag machen, denn er kann ja kein Pferd hoch heben…

Gestern Abend ging es übrigens bei Irve liest noch um die Frage nach dem Glück. Was macht glücklich und wie vermittelt man seinen Kindern, was Glück ist und wonach es sich zu streben lohnt. Wieder eine sehr interessante Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Klar, mir fallen einige Dinge ein, die für mich Glück bedeuten, aber wie thematisiert man das bei Kindern? Ich denke, man lässt sie am besten ganz viele kleine Glücksmomente erleben: Kuscheln, gemeinsam lesen, lachen, sich intensiv unterhalten, die Zeit im Bett vertrödeln, Spinnenweben im Wind betrachten und vieles mehr. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage hat mich an ein tolles Buch erinnert, welches schon seit langem in meinem Bücherregal steht: „Jetzt kommt die Glücksfee – 365 Spiel- und Spaßideen für den Familienalltag“. Ich habe mir dieses Buch bereits kurz nach Bücherwürmchens Geburt gekauft. Die Vorfreude auf schöne Familienaktivitäten war einfach so groß. Gelesen habe ich das Buch auch direkt, allerdings ließ sich damals natürlich noch nicht viel von den Ideen umsetzen. Seitdem steht das Buch leider im Regal und ich habe nicht mehr hineingeschaut. Das wird sich aber jetzt sofort wieder ändern. So langsam wird dieses Buch für uns interessant. Auch wenn ich bisher noch nichts aus dem Buch in die Praxis umsetzen konnte, habe ich dieses Buch von Anfang an gemocht. Es ist nicht einfach eine bloße Zusammenstellung von Familienaktivitäten. Nein, hier steckt mehr dahinter. Auf jeder Seite spürt man den Respekt und die Liebe zu Kindern. Das wird auch schon durch die Kapitelübersicht deutlich. Es gibt 12 Wünsche der Glücksfee und alle haben mit kindlichen Bedürfnissen zu tun: Liebe und Nestwärme, Humor und Gelassenheit, Abenteuer in der Natur, Ruhe und Entspannung, Glanzpunkte im Alltag – um nur ein paar zu nennen. Passend zu diesen Wünschen wurden dann die Aktivitäten zusammengestellt. Von den vorgestellten Ideen bin ich überaus begeistert. Es sind ganz viele tolle Sachen dabei und fast alle lassen sich im Handumdrehen bewerkstelligen. Oft sind es gar keine großen, besonderen Aktivitäten, aber gerade diese kleinen Dinge, mit denen man Kindern kleine Freuden bereiten kann, sind es doch, an die man sich gerne erinnert, die das Leben ein bisschen bunter machen und die die Familie zusammenschweißen. Bei vielen Ideen denkt man auch, „wie einfach, da hätte ich auch selber drauf kommen können“, aber leider fällt es einem dann doch meist nicht ein und so ist es gut, dass Margret Nußbaum all diese schönen Anregungen in einem Buch zusammengefasst hat. Und bei einer Sache bin ich mir ganz sicher, wenn man die Dinge in dem Buch ausprobiert, wird es viele schöne, glückliche Momente geben: Wie glücklich wird ein Kind sein, wenn seine Eltern morgens zusammen mit ihm „Frühsport“ machen und durch die Wohnung toben, beim vergleichenden Blick in den Spiegel entstehen sicherlich sehr interessante Gespräche, positive Worte am Abend machen jedes Kind selbstbewusst und stolz und über eine kleine Süßigkeit, die im Wäscheberg gefunden wird, freut sich bestimmt auch jedes Kind. Für mich ist dieses Buch eine tolle Fundgrube an Glücksideen. Hinzu kommt, dass es wunderschön illustriert wurde, so dass es ein richtiges Familienbuch ist, welches man sehr gerne in die Hand nimmt. Eine Empfehlung für jede Familie mit Kindern im Alter von 2-10 Jahren.

 Jetzt kommt die Gluecksfee von Margret Nussbaum

Jetzt kommt die Glücksfee – 365 Spiel- und Spaßideen für den Familienalltag von Margret Nussbaum, Kösel, ISBN: 978-3466308392, 17,95 €

Leserunde: Mein Kind hat deine Läuse

Ich habe nun zum zweiten Mal an einer Leserunde bei Lovelybooks teilgenommen. Dieses Mal ging es um das Buch „Mein Kind hat deine Läuse“, indem man die Mailwechsel verschiedener Kindergarten- und Schuleltern zu den merkwürdigsten Themen verfolgen kann. Es geht um das immer wiederkehrende Thema Läuse, um Geschenke für Lehrerinnen oder den Kindergarten, um Prügeleien zwischen Kindern, um das Verhalten bestimmter Kinder, um das Gartenkonzept eines Kindergartens, um Schließungszeiten, um das Essen im Kindergarten, um gemeinsames Grillen und um einen Ausflug an einen See und vieles mehr. Ja, sogar darüber, ob die Lehrerin im Unterricht Stempel zur Motivation einsetzen sollte oder nicht, wird gestritten. Und jedes Mal werden die absurdesten Dinge in die Diskussion eingeworfen, erwachsene Menschen sind beleidigt und sehr emotional und ständig gibt es ein ewiges Hin und Her. Das geht einem auf Dauer ganz schön auf die Nerven! Aber ich fühle mich weniger betroffen, als ich befürchtet hatte. Oft finde ich solche Bücher sehr anstrengend, denn ich rege mich dann schnell auf oder fühle mich teilweise sogar angegriffen, obwohl es ja gar nicht um mich persönlich geht. Das war hier gar nicht der Fall. Ich habe mich nur darüber aufgeregt, dass manche Eltern meinen entscheiden zu können, ob es Hausaufgaben in der ersten Klasse gibt oder nicht und dann auch noch lang und breit darüber diskutieren… Oder auch die Diskussion über die Motivationsstempel! Lächerlich! Naja, egal, es war trotzdem nett, das Buch innerhalb einer Leserunde zu lesen und sich mit anderen über diese Themen auszutauschen. Der Austausch blieb sehr neutral, was bei der Buchvorlage ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Leider wird es, wenn es um die eigenen Kinder geht, schnell emotional und man wird, was andere Meinungen angeht, sehr intolerant. Andere Meinungen heißen oft für einen selbst übersetzt, dass man selbst kritisiert wird und so geht man sofort in eine Verteidigungshaltung. Und das kann dann gerade bei schriftlichen Diskussionen sehr anstrengend werden. Mails sind hier auch meist der falsche Weg, wie dieses Buch auch gut aufzeigt.

An der Leserunde hatte ich viel Spaß. Das Buch war schnell durchgelesen, ich habe ein paar Mal geschmunzelt, oft den Kopf geschüttelt und am Ende das Buch mit der Frage zur Seite gelegt: „Und was bringt mir dieses Buch nun?“ Wozu muss man ein Buch über Dinge lesen, die man im Alltag selbst erleben kann? Wobei ich hier sagen muss, dass ich die teils sehr sinnentleerten Diskussionen bzw. die gegenseitigen Anschuldigungen in dieser Weise zum Glück noch nicht erlebt habe, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in Elternschaften dazu kommt. Eltern im Allgemeinen können schon sehr anstrengend sein. 🙂

Also, mein Fazit ist: Amüsant zu lesen, worüber Eltern sich teilweise Gedanken machen und zu welchen Diskussionen, das dann führt, aber nach einigen Mails hat man genug Einblicke in die Welt der übereifrigen Eltern, die sich zu allem lang und breit und gerne auch unterhalb des akzeptablen Niveaus äußern müssen, bekommen. Besser wäre es, wenn man das Buch nicht an einem Stück liest, sondern vielleicht als Klolektüre ab und zu mal hinein blättert.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es eine nette Anregung für Rollenspiele ist oder um über bestimmte Themen ins Gespräch zu kommen… 😉

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Mein Kind hat deine Läuse – Wie sich engagierte Eltern um Kopf und Kragen schreiben von Isabel Völker, Berlin Verlag, ISBN: 978-3827012197, 14,99 €