Immer ein Hit für die ganz Kleinen: Bauernhoftiere

Heute möchte ich euch mal eines der aktuellen Lieblingsbücher von dem kleinen Büchermäuschen vorstellen, welches immer mehr Spaß an Büchern hat. Am liebsten schaut sich der Kleine Bücher mit Tierbildern an, allen voran das Fotobilderbuch „Mein Bauernhoftiere-Buch“ aus dem Coppenrath Verlag.

Dieses Pappbilderbuch ist wirklich ein prall gefülltes Buch. Es beinhaltet richtig viele Seiten, wenn man beachtet, dass es ein Buch für Kinder ab 18 Monaten ist, und auf diesen Seiten gibt es über 80 Tierfotos zu entdecken. Zunächst fand ich das fast zu viel und ich wusste auch nicht so recht, was ich davon halten soll, dass es immer wieder Seiten gibt, auf denen erneut Kühe, Pferde oder Schafe zu sehen sind. Hätte nicht eine Seite mit jeder Tierart gereicht? Diese Frage habe ich mir anfangs gestellt, aber mittlerweile halte ich diese Flut von Bildern nicht mehr als Schwachstelle des Buches. Büchermäuschen ist noch in dem Alter, in dem es nicht lange auf einzelnen Seiten verweilt. Es liebt es, Seite für Seite umzublättern. Da ist es also schon mal gut, wenn das Buch nicht ganz so schnell zu Ende ist, denn umso mehr kann geblättert werden. Und beim Blättern freut Büchermäuschen sich dann immer, wenn es wieder bekannte Tiere entdeckt. Bei den Kleinen ist es ja auch gar nicht so verkehrt, wenn man die Tiernamen häufig wiederholt und sie sich somit einprägen. Außerdem lernen sie dabei auch, dass beispielsweise ein Pferd zwar einige Erkennungsmerkmale wie Mähne, vier Beine etc. hat, aber eben nicht jedes Pferd genau gleich aussieht.

Die Bilder selbst sind absolut klasse. Es sind richtig schöne Tierfotos. Die Fotos einer Doppelseite sind durch eine Art Thema wie „Meine Mama und ich“, „Hühner“ oder „Tiere bei der Arbeit“ zusammengehalten. Es gibt auch jeweils einen kurzen Text dazu, der in wenigen Sätzen das Abgebildete beschreibt. Text und Bilder passen insgesamt gut zusammen, auch wenn nicht alle Bilder in den Texten erwähnt werden. Letztendlich kann man sich das Buch aber auch ohne die Texte sehr gut angucken. Bei uns spielen sie jedenfalls momentan noch gar keine Rolle.

Büchermäuschen mag besonders gerne die Gänse, die er vor Kurzem laut schnatternd live erlebt hat, und die beeindruckenden Kutschpferde. Ich denke, jedes Kind wird hier schnell seine Lieblingsseiten finden. Bei uns ist dieses Buch jedenfalls, wie oben bereits erwähnt, zur Zeit der Renner. Ich mache unermüdlich Tiergeräusche nach und Büchermäuschen blättert dieses Buch wieder und wieder mit großer Freude durch.

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Mein Bauernhoftiere-Buch, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-67031-5, 9,99€

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Es ist gar nicht so einfach ein guter Hofhund zu sein

Es gibt viele Bilderbücher zu wichtigen Themen, die auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung haben, aber es gibt auch Bilderbücher, die einfach nur schön sind und Spaß machen. Und auch diese Bücher braucht man, sie sind ideal für fröhliche Vorlesestunden! Ganz besonders ans Herz legen kann ich euch „Killewipps geheimes Bauernhof-Handbuch“. Naja, eigentlich ist es nicht nur ein schönes Buch zum Vorlesen, es vermittelt nämlich auch etwas und zwar geheimes Hofhundwissen. Killewipps gibt Tipps, wie man ein guter Hofhund wird und vor allem was Spaß macht und wie man an möglichst viele Kekse kommt. Killewipps Tipps sind einfach klasse. Er erzählt nämlich auch, was nicht die Aufgaben eines Hundes sind, z.B. den Bauern wecken. Das erledigt der Hahn, aber vielleicht kann man beim Wecken einen Keks ergattern, damit man genau diese Aufgabe sein lässt und der Bauer noch weiter schlafen kann. Einfach herrlich! Auch der Ratschlag die Schafe in Ruhe zu lassen, naja, zumindest meistens. Wenn der Bauer nicht da ist, lautet Killewipps Tipp: Jag die Schafe (auch wenn es dafür keinen Keks gibt.

Die Bilder sind bunt und lebendig und die Tiere haben tolle Gesichtsausdrücke. Besonders gut gefällt mir aber die Sprache in dem Buch. Sie macht einfach Spaß und jeder einzelne Tipp ist somit ein Highlight: „Schweine liegen den ganzen Tag im Schlamm und werden dicker und dicker. Das ist ihre Aufgabe. Das ist nicht deine Aufgabe…“ Es geht immer hin und her. Was möchte man gerne tun? Hm, geht aber nicht, das ist nicht die Aufgabe des Hofhundes… Vielleicht aber…

Ja, dieses Buch ist rundum gelungen, auch wenn es letztendlich ganz ohne wichtige Botschaften daher kommt, es sei denn, man interessiert sich für den Job eines Hofhundes…

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Killewipps geheimes Bauernhof-Handbuch von Anne Vittur Kennedy, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-2014-4, 13,95€

Großer Bilderbuchspaß: Schuber mit drei Wimmelbüchern

Als Bücherwürmchen etwa ein Jahr alt war, haben wir angefangen mit ihm Wimmelbücher zu gucken. Die Bücher, auf denen pro Seite nur ein Tier oder ähnliches zu sehen war, waren ihm da schon schnell langweilig. Wir brauchten also Nachschub an anderen Büchern, so dass ich einen Schuber mit drei Papp-Wimmelbüchern von Anne Suess besorgte: „Mein großes Wimmelbuch Tiere“, „Das Wimmelbuch vom Bauernhof“ und „Das große Wimmelbuch“. Es gibt die Bücher aber auch einzeln zu kaufen, wobei sowohl die Box als auch die einzelnen Bücher sehr günstig sind (auch wenn man berücksichtigt, dass die Bücher aus recht wenigen Seiten bestehen), was einen ein wenig skeptisch werden lässt. Bekommt man für so wenig Geld überhaupt vernünftige Bücher? Auf jeden Fall kann ich sagen, dass sich die Bücher für uns gelohnt haben. Wir haben sie sehr, sehr oft angeschaut. Insbesondere das Buch „Mein großes Wimmelbuch Tiere“ war direkt ein großer Hit. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir dieses Buch im Sommerurlaub mit hatten und es immer und immer wieder anschauen mussten. In dem Buch werden heimische Tiere am Feldrain, im Wald, am Teich und in der Nacht vorgestellt. Sehr hilfreich finde ich es für Eltern, dass die Tiere mit Zahlen gekennzeichnet wurden und am Seitenrand die Namen der Tiere zu finden sind. Meines Erachtens sind die Tiere gut und naturgetreu gezeichnet. Man kann stets erkennen, um welches Tier es geht. Wenn ich mir das Buch jetzt noch einmal anschaue, dann stelle ich fest, dass wir uns das Buch schon viel zu lange nicht mehr angeschaut haben. Als Bücherwürmchen klein war, konnte er fast alle Tiere auf den Seiten benennen. Ich bezweifle, dass er jetzt noch weiß, wie der Kleiber oder der Eisvogel aussieht. Besonders viel Spaß hatte Bücherwürmchen am Wolf, der in der Nacht heult. Das mussten wir dann natürlich auch regelmäßig nachmachen.

Auch die anderen beiden Wimmelbücher haben wir uns immer wieder angeschaut, wobei ich sie nicht ganz so schön finde wie das Tierbuch. Die Art der Figuren ist nicht so ganz meine Sache, aber dennoch sind auch diese Bücher nicht schlecht gemacht.

Im großen Wimmelbuch gibt es einen Bauernhof mit vielen Tieren, Brotwagen, Gemüsebeet, Trecker mit Strohanhänger und einiges mehr, einen Park mit Karussell und Bötchenteich, einen Zoo und eine Szene im Wald zu sehen. Hier geht es weniger darum Tiere beim Namen zu benennen als ein wenig zu den Bildern zu erzählen. Welche Tiere sind beim Bauernhof ausgebüxt? Wer möchte unbedingt beim Karussell mitfahren und warum läutet der Mann bei den Booten wohl die Glocke? Wem hat der Elefant die Handtasche geklaut und wo findet gerade eine Fütterung statt? Was machen Opa und Oma im Wald und warum tut dem kleinen Fuchs die Pfote weh? Hast du auch schon den Jäger entdeckt? Ja, auch mit diesem Buch kann man sich eine ganze Weile beschäftigen. Das Zoobild wirkt mit persönlich jedoch etwas zu bunt und unnatürlich. Da gefallen mir die Szenen in der Natur im Tierbuch besser.

Das Bauernhofbuch haben wir am wenigsten angeschaut. Merkwürdigerweise kann man hier nie in einen Stall hineinschauen. Man sieht nur ein paar wenige Tiere auf den Weiden, die um die Bauerngebäude herum zu sehen sind und die Streicheltiere auf der letzten Seite. Auch hier ist alles eher etwas verniedlichend und bunt gemalt, wobei die Illustratorin sich immer an der Realität orientiert hat. Auf dem Feld werden Blumenkohl und Kartoffeln geerntet und auf der Alm grasen die Kühe friedlich, während die Menschen grillen und tanzen.

Sicherlich findet man in diesen Bilderbüchern nichts Neues oder einen besonderen Witz, aber sie sind solide gemacht und haben uns viele schöne Stunden beschert. Ich freue mich auch schon darauf sie mit Büchermäuschen wieder anzuschauen und vielleicht frischt Bücherwürmchen dann ja auch noch mal sein Tierwissen auf. Mal schauen, wann es bei Büchermäuschen so weit sein wird. Eigentlich sind die Bücher so ab 2 Jahren geeignet.

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Die große Anne Suess Wimmelbox: 3 Wimmelbücher im Schuber, Schwager und Steinlein Verlag, ISBN: 978-3-8499-0128-8, 9,99€

 

Oder einzeln:

Mein großes Wimmelbuch Tiere von Anne Suess, Schwager und Steinlein Verlag, ISBN: 978-3-8499-0219-3, 4,99€

Das große Wimmelbuch von Anne Suess, Schwager und Steinlein Verlag, ISBN: 978-3-8499-0475-3, 4,99€

Das Wimmelbuch vom Bauernhof von Anne Suess, Schwager und Steinlein Verlag, ISBN: 978-3-8960-0848-0 (nicht mehr einzeln neu erhältlich)

Auch ein Bauer macht gerne einen Ausflug an den Strand

Die Sommerferien stehen vor der Tür und nicht wenige werden in den nächsten Wochen für eine Weile unterwegs Richtung Meer und Strand sein. Sogar Bauer Benni hat Ferien und fährt zum Strand („Bauer Benni fährt zum Strand“). Mit dem Packen nimmt er es allerdings sehr genau und so muss jede Menge mit. Nicht nur Unterhose, Jacke, Stiefel und Sonnenschirm landen am Ende auf dem Trecker, sondern auch Sessel, Stuhl und Schrank samt den gesamten Tieren vom Bauernhof. Auch Schwester und Bruder finden auf dem überladenen Trecker noch ein Plätzchen und los geht es Richtung Meer. Am Strand wird dann gebuddelt, während sich die Tiere im Wasser vergnügen und abends kehrt man müde und glücklich nach Hause zurück.

Als ich das erste Mal von Bauer Benni gehört habe, dachte ich direkt, dass das bestimmt witzige Bücher sind. Der kleine Bauer vorne auf dem Trecker vor dem ein Pferd mit Schwimmreifen gespannt ist, ließ eine humorvolle Geschichte erwarten. Im Hinterkopf hatte ich auch die Geschichte „Bauer Beck fährt weg“, an der wir sehr viel Spaß haben und letztendlich gibt es auch tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit, denn beide Bauern nehmen kurzerhand die Tiere einfach mit in den Urlaub. Leider kann Bauer Benni für mich nicht ganz an Bauer Beck heranreichen. Zum einen ist mir nicht ganz klar, wer Bauer Benni eigentlich ist (Ist er ein Kind? Warum hat er dann einen ganzen Bauernhof) und zum anderen ist der Text ein wenig merkwürdig, denn zum Teil ist er gereimt und zum Teil nicht. Die meisten Seiten schließen mit einem (schönen!) Reim ab und es ist dann vom Vorlesen her merkwürdig, wenn man anschließend nicht in diesem Rhythmus weiter lesen kann. Ich habe ein wenig im Internet recherchiert und es scheint so zu sein, dass im Original der Text komplett gereimt ist. Schade, dass dies bei der Übersetzung verloren gegangen ist. So staunt man zwar auch darüber, was Benni alles mitnehmen möchte, aber die Aufzählung kommt ein wenig langweilig und ohne besonderen Schwung daher, wobei an einigen Stellen ein kleines Augenzwinkern angedeutet wird. So muss die Jacke natürlich mit, falls es kalt ist und regnet – sehr vernünftig, hier hört man doch die mahnende Mutter im Hintergrund…

Die Bilder können aber durchaus überzeugen und die Hühner, die sich auf den Möbeln ein Plätzchen suchen, sowie die zwei Scheine und das Schaf auf dem Pferd, machen viel Freude. Mein Lieblingsbild sind allerdings die Tiere im Wasser aus der Unterwasserperspektive. Die Hühner wagen es ihren Kopf unter Wasser zu stecken, aber ansonsten sieht man neben den Fischen und Quallen in erster Linie einige Tierbeine und Schweinepopos. In den Bildern steckt viel Humor (auch das Schwein, das sich vorsichtig mit Schwimmreifen ins Wasser hinein wagt ist zum Beispiel klasse), sie sind farbenfroh und wirken ein wenig skizzenhaft.

Insgesamt ist „Bauer Benni fährt zum Strand“ ein schönes, fröhliches Bilderbuch, dem allerdings (zumindest in der deutschen Ausgabe) der letzte Pfiff noch fehlt.

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In den Niederlandenist „Bauer Benni fährt zum Strand“ übrigens zum Bilderbuch 2015 gewählt worden und stand somit beim nationalen Vorlesetag im Januar im Vordergrund. Unter anderem ist zu diesem Anlass auch ein Lied zu diesem Buch entstanden:

Bauer Benni fährt zum Strand von Ted van Lieshout, Bilder von Philip Hopman, übersetzt von Rolf Erdorf, Annette Betz Verlag 2015, ISBN: 978-3-219-11639-7, 12,95€

 

 

Humorvolle Geschichte rund um ein geklautes Hühnerei

Nachdem ich am Montag bereits davon berichtet hatte, dass ich das Buch „Viel Geschrei um ein geklautes Ei!“ im Kindergarten vorgelesen habe, möchte ich euch heute dieses Buch noch ein wenig genauer vorstellen. Dass es ein gelungenes Buch ist, könnt ihr euch sicherlich bereits denken, denn ansonsten hätte ich es wohl kaum mit in den Kindergarten genommen.

In dem Buch geht es um Henriettes wunderbares, weißes, formvollendetes Ei. Henriette ist schon ein älteres Huhn und somit unwahrscheinlich stolz auf ihr gelegtes Ei. Das Problem ist nur, das Ei ist verschwunden. Irgendjemand muss es geklaut haben, doch wer ist der Eierdieb? Sofort fällt den Hühnern natürlich der Fuchs ein, der sich auf einmal den Anschuldigungen einer aufgeregt flatternden Hühnerschar gegenüber sieht. Als er droht, sich ein Huhn zu schnappen, glauben die Hühner ihm lieber, dass er nicht der Eierdieb ist und verdächtigen sofort das nächste Tier, die Elster. Immerhin ist doch weit bekannt, dass sie sich alles schnappt, was glitzert. Da liegt es doch Nahe, dass sie sich auch mal an fremden Eiern vergreift. Nach und nach beschuldigen die Hühner, immer wild durcheinander gackernd, verschiedene Tiere und finden am Ende durch den Tipp des Schafes endlich heraus, wer das Ei geklaut hat. Ganz erstaunt gucken sie den wahren Eierdieb an und können ihm letztendlich gar nicht richtig böse sein…

Pro Seite gibt es zwar einiges an Text zu lesen, aber das ist kein großes Problem. In erster Linie gackern nur die Hühner wilde Anschuldigungen durcheinander (der Titel passt hervorragend!), bis das betreffende Tier sich mit ein paar Sätzen als unschuldig erweist. Die Anschuldigungen und Beschimpfungen der Hühner machen Kindern natürlich jede Menge Spaß. Außerdem sind sie natürlich auch gespannt darauf, wer das Ei von Henriette geklaut hat. Auf diese Weise fesselt das Buch Kinder gut an sich und bezieht sie indirekt mit ein. Aber auch, wenn sie die Auflösung bereits kennen, hören sie sich die Geschichte immer wieder gerne an, denn sie macht einfach Freude. Neben den aufgeregten Hühnern erfreuen Kinder sich aber auch am Ende des Buches, welches ich hier jedoch nicht verraten möchte.

Die Bilder fand ich persönlich zunächst ein wenig befremdlich. Gut gefällt mir, dass sie nicht süß und niedlich sind, aber andererseits waren sie mir irgendwie dann doch zu „grob“ gezeichnet und die Farben sprachen mich nicht so an. Kinder hatten jedenfalls nie Probleme mit den Bildern und so nach und nach freunde ich mich auch immer mehr mit ihnen an und entdecke ihre Pfiffigkeit. Toll gelungen sind auf jeden Fall die Ausdrücke der Tiere. Super, wie der Hase ein wenig unbeteiligt und gelangweilt an den Hühnern vorbei sieht, wie der Fuchs gierig um die Hühner herumschleicht oder wie das Schwein sich verdutzt über die Frechheit wundert, dass ihm vorgeworfen wird, mit Eiern zu jonglieren.

Die humorvolle Geschichte mit den dazu passenden Bildern ist allein schon auf Grund des Unterhaltungswertes empfehlenswert. Hinzu kommt nun natürlich noch, dass man das Buch als Gesprächsanlass zum Thema Vorurteile, falsche Verdächtigungen etc. nutzen kann. Wir haben das Buch bisher allerdings einfach so genossen und das ist auch schön!

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Viel Geschrei um ein geklautes Ei! von Sabine Lipan und Noëlle Smit, Tulipan Verlag, ISBN: 9783864291111, 14,95€

Unsere Büchereischätze

Oh, heute Nachmittag müssen wir schon wieder zur Bücherei und die ganzen schönen Bücher abgeben und ich habe noch gar nichts über sie geschrieben… Deswegen jetzt zumindest noch ein wenig in aller Schnelle:

Sehr gut gefallen hat mir das Buch „Das frechste Ferkel“ von Julia Hubery. Mama Schwein ist auf der Suche nach ihrem frechsten Ferkel, welches auch tatsächlich überall wieder den Zorn auf sich gezogen hat: Es schmeißt die Milchkannen um, zerstört den Weidezaun des Pferdes, verschmutzt den Teich der Enten und führt sich auch bei den anderen Tieren nicht viel besser auf. Na, das gibt wohl noch eine Menge Ärger. Das weiß auch das Ferkel und so versteckt es sich im Heuhaufen, wo seine Mutter es schließlich findet. Sie sagt ihm, dass sie es sich sehr wünschen würde, dass es sich besser benimmt, aber sie sagt ihm vor allem auch, dass sie sich wünscht, dass es zu ihr zurückkommt. Was für ein tolles Ende! Eine Mama liebt ihr Kind immer, egal was es macht. Die Mama ist immer für einen da. Sehr schön!

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Auch „Der Sonnenmann“ hat mir gut gefallen. Vor allem ist es ein Buch, welches gut zu den grauen, verregneten Tagen passt, die uns gerade umgeben. Denn mit einem kleinen Trick, den Hilkje in dem Buch anwendet, kann man dennoch gute Laune haben: Hilkje malt einen Sonnenmann und jeder, der diesen fröhlichen, lachenden Mann mit Strahlen sieht, der muss unwillkürlich lächeln. Schließlich verteilt sie die Bilder in der ganzen Stadt, und auf einmal hat jeder wieder gute Laune. Wie schön, dass manchmal eine Kleinigkeit reicht, um das Grau im Leben zu verscheuchen.

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Den chaotischen Opa Jan mag ich ja nicht so sehr, aber wenn Bücherwürmchen eins der Bücher in der Bücherei entdeckt, muss es unbedingt mitgenommen werden. Dieses Mal hatten wir „Opa Jan und der famose Aufräumtag“ dabei. Da geht es, wie immer bei Opa Jan, natürlich wild zur Sache und Opa Jan hat dabei mal wieder sehr schräge Ideen: So stopft er alles, was im Haus herumfliegt in die Waschmaschine und den Putzroboter befüllt er mit Tinte, die anschließend im ganzen Haus zu finden ist. Zum Glück erklärt sich letztendlich Tante Mariechen bereit, Opa Jan beim Aufräumen zu helfen und sie packt ordentlich mit an und rümpelt das Haus mal so richtig aus. Schade nur, dass Opa Jan nicht ohne seine Tiere im Haus und seinem ganzen Zeug leben kann und es am Ende bei ihm wieder genauso „wunderbar gemütlich“ ist wie es vorher war…

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Ja, und dann hatten wir noch „Der kleine Käfer Immerfrech“. Das Buch haben wir uns auch schon häufiger ausgeliehen. Es geht um den frechen Käfer, der mit allen Tieren, denen er begegnet, kämpfen will. Doch wenn sie ihm ihre Greifarme, Stacheln, Hörner oder ähnliches zeigen, sagt er doch lieber schnell „Du bist mir viel zu klein!“ und fliegt weiter. Das Buch gefällt mir, weil Bücherwürmchen hier schon so viel mitsprechen kann. Gerne schaut er es sich auch schon mal alleine an und dann ist von ihm nur von Seite zu Seite „Komm, kämpf mit mir!“ zu hören. Da bin ich ja, auch wenn ich diesen Spruch immer blöd finde, beinahe geneigt zu sagen: „Tja, ein Junge eben…“ 😉

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So, das waren jetzt zumindest mal ein paar unserer ausgeliehenen Bücher. Ich bin schon gespannt, mit welchen Büchern wir gleich nach Hause kommen…

 

Das frechste Ferkel von Julia Hubery und John Bendall-Brunello, Parragon Books, ISBN: 978-1445427317, noch gebraucht erhältlich

Der Sonnenmann von Heike Ellermann und Wolfram Hänel, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3407793409, noch gebraucht erhältlich

Opa Jan und der famose Aufräumtag von Marius van Dokkum,Thienemann-Esslinger, ISBN: 978-3480228881, 12,99€

Der kleine Käfer Immerfrech von Eric Carle, Gerstenberg, ISBN: 978-3836942768, 11,90 €

Das kleine Schaf Charlotte in einem riesigen Bilderbuch

Es gibt Bücher, die machen bereits durch ihr Format auf sich aufmerksam. „Das Schaf Charlotte“ ist so ein Buch. Und ich kann natürlich von so einem Buch nicht meine Finger lassen. Da wittere ich doch direkt ein schönes Bilderbuch, schön im Sinne von schön anzufassen und anzugucken. Die Geschichte kommt in so einem Fall erst in zweiter Linie. Damit sich ein solches Buch jedoch bewährt, muss natürlich auch der Inhalt letztendlich gefallen. Zum Glück passt bei dem „Schaf Charlotte“ beides zusammen. Das Buch ist wunderschön und die Geschichte ist es auch. Perfekt!

Auf sehr großen Seiten, die jeweils fast vollständig von einem seitenübergreifenden Bild eingenommen werden, wird die Geschichte von der kleinen wilden Charlotte erzählt. Eigentlich ist auf den Bildern nur sehr wenig zu sehen. Kleine Details gibt es hier gar nicht. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche und sind gerade deshalb sehr eindrucksvoll. Da wird man zum Beispiel von vier Schafen angeschaut oder man sieht die kleine Charlotte alleine im Dunkeln unter einem großen Baum. Ganz tolle Bilder, die einem direkt die richtige Atmosphäre für diese Geschichte vermitteln. Hinzu kommt die sympathische Hauptfigur des Buches: Das Schaf Charlotte, welches anders ist als alle anderen Schafe. Charlotte weidet nicht brav auf der Weide und lässt sich nicht vom Hütehund Charly einschüchtern. Nein, Charlotte ist mutig und probiert gerne neue Dinge aus, worüber die alten Schafe nur ihre Köpfe schütteln. Aber am Ende, als dem Schäfer ein Unglück passiert und er Hilfe braucht, erweist es sich als Glücksfall, dass Charlotte ein Schaf ist, welches es wagt, neue Wege zu gehen. Es gibt also auch eine schöne Botschaft in diesem Buch: Wagt es ruhig, eigenes und neues auszuprobieren und anders als der Rest zu sein!

Jetzt hoffte ich nur noch, dass Bücherwürmchen dieses Buch auch gefällt, denn es macht sehr viel Spaß dieses Buch und die Reaktionen der alten Schafe vorzulesen: „Tz-tz-tz!“, „Oh, oh, oh!“ und „Auwei, auwei, auwei!“. Aber da war Verlass auf Bücherwürmchen! Bei den Äußerungen der alten Schafe breitet sich jedes Mal ein Lächeln auf seinem Gesicht aus und er will wissen, warum die das immer sagen. Außerdem gefällt es ihm momentan gut, wenn jemand im Buch aus der Reihe tanzt. Da kam doch das Schaf Charlotte genau richtig! Bleibenden Eindruck machte jedoch der verletzte Schäfer, der auch direkt in sein Bauernhofspiel integriert wurde. Nur leider bekam zunächst ich die Rolle des verletzten Schäfers zugeteilt, bevor sich dann auch alle seine Spieltiere an ihren Beinen verletzten und der Schäfer Platz für ein Tierkrankenhaus machen musste. Jetzt spielt er zufrieden Bauernhof und Krankenhaus und ich freue mich, dass ihm wieder einmal ein Buch als Spielvorlage diente.

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Das Schaf Charlotte von Anu Stohner und Henrike Wilson, Hanser Verlag, ISBN: 978-3446206007, 14,90 €

Spannung, Neugier und Wissen – Was verbirgt sich hinter der Klappe?

Neulich waren wir mal wieder in der Bücherei und haben uns mit neuen Büchern eingedeckt. Naja, ganz neu waren sie für uns nicht, denn ein Buch war mal wieder dabei: „Im Streichelzoo“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“-Junior. Ich glaube, mittlerweile findet Bücherwürmchen das Buch beim Vorlesen schon fast langweilig, aber er freut sich immer wieder, wenn er diesen alten Bekannten in der Bücherei erblickt und dann müssen wir es auch unbedingt mitnehmen.

Im Streichelzoo

Mir gefällt diese Reihe sehr gut und es gibt zwei Bücher, die man auch schon sehr gut mit recht kleinen Kindern gucken kann: „Im Streichelzoo“ und „Der Bauernhof“. Beide Bücher kann man sich anschauen, ohne dass man direkt den Text lesen muss. Die Tiere und auch die Situation Streichelzoo bzw. Bauernhof waren meinem Sohn bekannt und es war für ihn immer schön, diese Sachen dann im Buch noch einmal zu sehen. Die frechen Ziegen, die miteinander kämpfen, oder die Fohlen, die übermütig mit den Beinen ausschlagen, fand er lustig. Beim Streichelzoo konnten wir ihm auch schon bald die Texte zum Teil vorlesen, da sie wirklich einfach sind und nichts Schwieriges erklären müssen. Jetzt bietet ihm das Buch eigentlich nichts Neues mehr und es wird auch schnell durchgeblättert. Wenn ich ihn dazu anrege, irgendwo mal genauer hinzuschauen, will er nur dass ich weiterlese und dann umblättere. Trotzdem landet dieses Buch immer wieder bei uns zu Hause. Es ist einfach ein Teil seiner ersten Buch- und Büchereierfahrungen und die legt man eben nicht so schnell zur Seite.

Der Bauernhof

„Der Bauernhof“ haben wir sogar noch früher mit ihm geguckt. Da war er noch nicht viel älter als ein Jahr und dies war eines der ersten Bücher mit Klappen, welches wir ihm gezeigt haben. Also sehr spannend für ihn! Anfangs haben wir sogar noch die Klappen für ihn öffnen müssen. Dieses Buch haben wir schon unzählige Male angeschaut, während wir den Text bis heute kaum gelesen haben. Schnell hatte er heraus, hinter welcher Klappe sich die Kinder der Tiermütter versteckt haben, hinter welcher Stalltür das Pferd steht und wo die Ferkel unter der Wärmelampe liegen. Auch konnte er schon bevor er Zwei-Wort-Sätze sprach, die Fragen beantworten, von welchem Tier Eier, Wolle und Honig kommen und woraus Käse gemacht wird. Dies hat er ohne große Worte unsererseits hervorragend durch die Klappen im Buch gelernt. Wenn man zum Beispiel das Ei aufklappt, sieht man dahinter ein Huhn. Auch das Melken der Kuh sowohl mit Maschine als auch per Hand wird in dem Buch anschaulich gezeigt. „Euter“ war somit auch ein Wort, welches Bücherwürmchen schon früh konnte. Bücherwürmchen hat aus den Büchern einiges gelernt, aber wichtiger ist mir der Spaß, den er an den Büchern hatte. Naja, okay, ich bin natürlich auch froh, dass mein Kind weiß, dass Kühe nicht lila sind….

 

Im Streichelzoo, Wieso? Weshalb? Warum?-junior, Ravensburger Buchverlag, ISBN: 978-3473328178, 9,99 €

Der Bauernhof, Wieso? Weshalb? Warum?-junior, Ravensburger Buchverlag, ISBN: 978-3473332908, 9,99 €