Bilderbücher von Astrid Lindgren

Ich habe euch gerade schon eine kleine Übersicht über die großen Astrid Lindgren-Bücher gegeben. Es fehlen allerdings u.a. noch die Mädchenbücher. Jetzt möchte ich euch aber erst einmal noch ein paar der Bilderbücher zeigen:

 

Tomte Tummetott ist ein Wichtel und bewacht Haus und Hof. Wenn alle schlafen, schleicht er durch die Ställe und schaut, ob alles in Ordnung ist. Er spricht auf die Tiere im Winter ein und lässt sie vom nahenden Frühling träumen.

Tomte Tummetott von Astrid Lindgren, illustriert von Harald Wiberg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-8415-0000-7, 12,90€

 

Tomte Tummetott bewacht den Hof der Menschen und das ist gut so, denn der Fuchs schleicht sich hier des Nachts herum und sucht nach etwas zu fressen. Besonders interessant ist der Hühnerstall für ihn, doch der wachsame Tomte hindert ihn daran ein Huhn zu stehlen. Tomte Tummetott hat dennoch Mitleid mit dem hungrigen Fuchs und teilt von nun an seine Grütze mit ihm.

Tomte und der Fuchs von Astrid Lindgren, illustriert von Harald Wiberg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6131-5, 12,90€

 

Bald ist Weihnachten. Da werden auch bei Madita noch einige Vorbereitungen für das Fest getroffen. Leider kann Madita aber nicht mit in die Stadt fahren, da sie krank ist. Aber ihre Schwester Lisabet ist gesund und fährt mit Alva Geschenke kaufen. Doch dann soll sie vor dem Geschäft auf Alva warten und dort sieht sie einen Pferdeschlitten stehen. Lisabet möchte unbedingt mal ausprobieren, ob sie auch auf den Kufen hinten stehen und fahren kann. Nur mal ganz kurz. Doch schon ist der Schlitten aus der Stadt gefahren – mit Lisabet hinten drauf. Und er will einfach nicht anhalten…

Guck mal, Madita, es schneit! von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6035-6, 12,90€

 

Dies ist ein Buch zu dem Film mit Bildern aus diesem. Auf Saltkrokan ist nun auch Malins kleine Tochter Jule. Diese möchte natürlich beim Spielen überall dabei sein. Und gespielt wird auf Saltkrokan immer. Hier sind genug Kinder und Opa Melcher spielt schließlich auch unheimlich gerne. Gemeinsam wird ein großer Seeräuber-Spieltag verbracht, der allen – außer dem armen Vestermann, der ganz unbeteiligt in das Spiel gerät – viel Freude macht.

Jule und die Seeräuber von Astrid Lindgren, mit farbigen Fotos von Sven-Eric Delér / Stig Hallgren Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2231-6, 12,90€

 

Lotta hat Geburtstag. Sie bekommt viele tolle Geschenke. Aber das Fahrrad, welches sie sich gewünscht hat, ist nicht dabei. Nur ein Dreirad für kleine Kinder. Lotta ärgert sich, aber dann entdeckt sie bei Tante Berg im Schuppen ein großes Fahrrad. Hm, und wenn sie es nur mal ganz kurz ausleiht? Sozusagen kurz mopst? Lotta wartet bis Tante Berg ihren Mittagsschlaf macht und dann geht es mit Teddy den Berg hinab. Doch ganz so einfach ist das Fahrradfahren mit einem so großen Fahrrad nicht und Lotta landet in der Hecke. Ob Tante Berg wohl schimpft?

Na klar, Lotta kann Rad fahren von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6136-0, 12,90€

 

Eigentlich kann Lotta fast alles, findet sie. Außer vielleicht Slalom. Richtig gefragt ist sie aber, als die Gefahr droht, dass die Familie Weihnachten ohne Weihnachtsbaum verbringen muss, denn in der Stadt sind tatsächlich alle Weihnachtsbäume ausverkauft. Aber Lotta ist einfach ein Glückskind. Als sie bei der Tankstelle eine Zeitung für Tante Berg kauft, steht da ein Lastwagen voll beladen mit Tannenbäumen. Die sollen allerdings nach Stockholm gebracht werden, doch dann fällt dem Fahrer bei seiner Abfahrt eine Tanne vom Wagen…

Lotta kann fast alles von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6140-7, 12,90€

 

Dieses Buch ist mit den bunten Original-Illustrationen von Ingrid Vang-Nyman versehen. Es führt uns ein in Pippis wunderbare Welt. Wir sehen wie sie mit Tommy und Annika spielt, wie sie Pfefferkuchen backt, wie wunderbar sie Einbrecher verjagen kann und im Zirkus beweist sie, dass sie sogar stärker als der starke Adolf ist. Außerdem spielt sie „Nicht den Fußboden berühren“ und zeigt Tommy und Annika wie man Sachensucher wird.

Kennst du Pippi Langstumpf? von Astrid Lindgren, illustriert von Ingrid Vang-Nyman, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-5930-5, 12,90€

 

Weihnachten sollten alle Kinder froh sein, aber wie soll man froh sein, wenn die Mama im Krankenhaus und der Papa, ein Seemann, auf dem Meer war? Pelle, Bosse und Inga sind Weihnachten ganz alleine zu Hause und befürchten, dass sie das traurigste Weihnachtsfest aller Zeiten erleben werden. Doch das wird es ganz gewiss nicht, denn Pippi Langstrumpf kommt auf ihrem Pferd durch das Treppenhaus direkt in die Wohnung geritten. Sie bringt nicht nur Geschenke und einen Weihnachtsbaum mit, sie verbringt mit den Kindern auch bei Tanz und Essen einen lustigen Abend, den die drei Kinder sicherlich so schnell nicht wieder vergessen werden.

Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten von Astrid Lindgren, illustriert von Katrin Engelking, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6823-9, 12,90€

 

Tommy und Annika sind bei Pippi Langstrumpf zum Geburtstag eingeladen. Na, das bedeutet auf jeden Fall eine ganze Menge Spaß. Die Kinder bekommen selber Geschenke von Pippi, es gibt Kuchen und heiße Schokolade und Pippi hat auch sonst viele Ideen: Sie spielen „Nicht den Fußboden berühren“ und schauen auf dem Dachboden nach, ob es dort möglicherweise Gespenster gibt. Geburtstag bei Pippi Langstrumpf – ja, da geht es natürlich lustig zu.

Pippi feiert Geburtstag von Astrid Lindgren, illustriert von Rolf Rettich, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-7055-3, 12,90€

 

In Bullerbü ist es immer schön. Aber ganz besonders schön ist es natürlich in der Weihnachtszeit, denn die Kinder aus Bullerbü lassen diese Zeit richtig gemütlich werden. Es werden Pfefferkuchen gebacken, Geschenke müssen verpackt werden, der Weihnachtsbaum wird geschmückt und immer ist es gesellig und lustig. Weihnachten selber ist besonders schön und aufregend. Es gibt natürlich Geschenke, aber am schönsten ist es doch eigentlich, dass sie alle beisammen sind und gemeinsam spielen.

Weihnachten in Bullerbü von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6134-6, 12,90€

 

In Bullerbü ist es immer schön. Ganz besonders zur Weihnachtszeit, aber auch im Frühling. Um diese Jahreszeit, in der alles blüht und wächst, geht es in diesem Buch. Es wird draußen herum gesprungen, gepicknickt, am Bach gespielt, es werden Mutproben auf dem Dach gemacht und vieles mehr. Außerdem werden Tierbabys geboren um die sich die Kinder kümmern. Lisa zieht sogar ein Lämmchen, das keine Mama mehr hat, mit der Flasche auf. Ja, in Bullerbü ist immer etwas los und vor lauter Freude springen die Kinder schreiend und jubelnd ums Frühlingsfeuer herum.

Lustiges Bullerbü von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6133-9, 12,90€

 

Peter wünscht sich genauso wie sein Freund Jan ein Geschwisterchen, denn dann darf man den Kinderwagen schieben und ist selbst schon ganz groß. Sein Wunsch geht tatsächlich in Erfüllung. Er bekommt eine kleine Schwester, Lena. Aber haben Mama und Papa dieses kleine schreiende Bündel nicht lieber als ihn? Sein Wunsch kommt ihm jetzt ziemlich blöd vor und er braucht eine Weile bis er merkt, dass es mit Geschwistern doch sehr schön ist und sie, wenn sie größer werden auch nicht mehr so nervig sind.

Ich will auch Geschwister haben von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6033-2, 12,99€

 

Peter geht schon in die Schule und das möchte seine kleine Schwester Lena am liebsten auch. Doch sie ist erst fünf Jahre alt und kann immer nur zu Hause Schule spielen. Eines Tages aber nimmt Peter sie mal mit in die Schule und Lena erlebt einen ganzen Schultag. Sie kann sich sogar im Unterricht melden und etwas beitragen. Aber nicht alle Kinder finden es toll, dass Peter seine kleine Schwester mitgebracht hat und es gibt sogar einen kleinen Streit. Der Tag in der Schule ist jedenfalls sehr spannend.

Ich will auch in die Schule gehen von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6034-9, 12,99€

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Übersicht: Bücher von Astrid Lindgren

Vor kurzem habe ich euch hier auf der Seite eine Übersicht der Pettersson und Findus-Bücher gegeben. Es sind absolute Lieblingsbücher von uns. Aus dem Oetinger Verlag fehlen dennoch ganz viele meiner Lieblinge auf dieser Seite. Ich bin ein großer Astrid Lindgren-Fan, aber ihre Bücher sind bisher kaum hier vertreten. Das soll sich natürlich ändern. Zunächst möchte ich euch nach und nach eine Übersicht über ihre ganzen Bücher geben. Nicht immer besitze ich die neusten Ausgaben der Bücher, die teilweise andere Illustrationen haben, aber ich möchte euch gerne die Bücher vorstellen, die ich selber kenne und liebe.

Heute fange ich mal in erster Linie mit den großen, bekannten Büchern von Astrid Lindgren sowie ihrer Märchen-  und Erzählungen-Sammlung an:

Zu den Kinder aus der Krachmacherstraße gehören Lotta und ihre Geschwister Jonas und Mia-Maria. Eigentlich wohnen sie in der Krugmacherstraße, aber da es bei ihnen immer turbulent und lustig zu geht, hat ihr Vater die Straße in Krachmacherstraße umbenannt. Die Kinder aus der Krachmacherstraße sind richtige Kinder. Sie spielen, besuchen ihre Nachbarin, picknicken draußen und haben immer Ideen für kleine Aktivitäten im Alltag. Hier wird aus dem fantasievollen und spielerischen Leben von Kindern erzählt.

Die Kinder aus der Krachmacherstraße von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4118-8, 12,99€

 

Mama ist wirklich gemein. Lotta soll den kratzenden und piekenden Pullover anziehen, den Oma für sie gestrickt hat. Das kann doch wirklich nicht sein. Lotta ist so wütend, dass sie die Schere nimmt und Löcher in den Pullover schneidet. Ui, das darf man aber nicht. Lotta will aber nicht zugeben, was sie getan hat und schimpft darüber, wie gemein alle zu ihr sind. Nein, hier kann sie einfach nicht mehr wohnen, also beschließt sie nach nebenan zu Tante Berg zu ziehen. Dann werden Mama und Papa schon sehen, wie traurig es ohne Lotta ist…

Lotta zieht um von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4132-4, 9,95€

 

Lisa, Lasse, Bosse, Britta, Inga, Ole und seine kleine Schwester Kerstin – das sind die Kinder aus Bullerbü. Sie führen ein paradiesisches Kinderleben. In den Büchern geht es quer durch die Jahreszeiten und man erfährt mit welchen Spielen und Ideen die Kinder den Tag verbringen. Feste wie Weihnachten, Ostern und Mittsommer werden gefeiert, es wird drinnen und draußen gespielt, Krebse werden gefangen, es wird im Schnee gespielt, zu Fuß zur Schule gegangen, auf dem Feld geholfen und vieles mehr. Es ist ein Buch über die Spiele der Kindheit, über Freundschaft und über ein unbeschwertes Kinderleben, in dem ganz viel gespielt wird.

Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Mehr von uns Kindern in Bullerbü“ und „Immer lustig in Bullerbü“.

Die Kinder aus Bullerbü (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2945-2, 16,90€

 

Michel ist ein Lausejunge. Er lebt mit seiner Schwester Klein-Ida, seinen Eltern, dem Knecht Alfred und der Magd Lina auf dem Hof Katthult in Lönneberga, einem Dorf in Schweden. Michel hat immer viele Einfälle und er setzt sie meist direkt in die Tat um. Hinterher muss er dann leider manchmal feststellen, dass sie nicht ganz so gut waren und mal wieder Unfug dabei heraus gekommen ist. Zur Strafe sperrt ihn sein Vater dann in den Tischlerschuppen, wo Michel Holzmännchen schnitzt. Aber Michel ist an sich ein herzensguter Junge und es kommt der Tag, an dem er eine Tat vollbringt, die seinen Vater stolz auf ihn werden lässt.

Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände „Michel in der Suppenschüssel“, „Michel muss mehr Männchen machen“ und „Michel bringt die Welt in Ordnung“.

Immer dieser Michel (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Björn Berg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2946-9, 16,90€

 

Pippi ist das stärkste Mädchen der Welt. Sie lebt mit ihrem Affen Herrn Nilsson und ihrem Pferd in der Villa Kunterbunt. Annika und Tommy, ihre Nachbarn, sind froh, dass endlich ein Mädchen direkt neben ihnen eingezogen ist. Dabei können sie am Anfang noch gar nicht ahnen, wie besonders ihre neue Freundin ist. Pippi lebt ganz alleine, ohne Eltern. Sie ist unglaublich stark und kann u.a. ihr eigenes Pferd hochheben und sie macht ganz allgemein das, was ihr gerade Spaß macht. Nicht einmal in die Schule geht sie. Annika und Tommy können sich auf spannende und lustige Abenteuer einstellen.

Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände „Pippi Langstrumpf“, „Pippi Langstrumpf geht an Bord“ und „Pippi in Taka-Tuka-Land“.

Pippi Langstrumpf (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Rolf Rettich, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2944-5, 16,90€

Madita lebt mit ihrer Schwester Lisabet auf Junibacken. Die beiden haben immer jede Menge Einfälle und spielen wie so viele Astrid Lindgren Figuren sehr viel. Biblische Geschichten werden nachgespielt, Madita probiert aus, ob man mit einem Regenschirm vom Dach springen kann, Madita geht in die Schule, die Familie geht picknicken und vieles mehr. Aber Madita setzt sich auch für Gerechtigkeit ein. Sie sieht nicht weg, wenn anderen Unrecht geschieht, dennoch führt sie insgesamt ein unbeschwertes und fröhliches Kinderleben.

Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände „Madita“ und „Madita und Pims“.

Madita (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, ISBN: 978-3-7891-4114-0, 16,90€

 

Karlsson lebt auf dem Dach. Er ist ein kleiner, dicker Mann in den besten Jahren und er hat einen Propeller auf dem Rücken, mit dem er fliegen kann. Und er ist vor allem Lillebrors Freund. Er besucht Lillebror und stellt dann bei ihm zu Hause einigen Unfug an. Lillebror ist begeistert von seinem neuen Freund, auch wenn ihm niemand glaubt, dass es ihn gibt, und er alleine für den Unfug, den Karlsson anstellt, gerade stehen muss. Karlsson liebt es andere ein wenig zu ärgern und so ist es bei Lillebror überhaupt nicht mehr langweilig. Im Gegenteil, hier ist nun immer etwas los.

Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände „Karlsson vom Dach“, „Karlsson fliegt wieder“ und „Der beste Karlsson der Welt

Karlsson vom Dach (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4102-7, 16,90€

 

Ferien auf Saltkrokan – das ist Sommer. Saltkrokan ist eine kleine Schäreninsel in Schweden. Hier ist nicht viel los, aber Melcher und seine vier Kinder erleben hier dennoch einen spannenden und herrlichen Sommer. Pelle findet in Tjorven und Stina wunderbare Spielkameraden und genügend Tiere gibt es für den Tierfreund hier auch. Johann und Niklas streifen mit den Inselmädchen Teddy und Freddy über die Insel und erleben viele Abenteuer, u.a. als sie mit einem kleinen Kahn aufs Meer hinausrudern. Aber ein bisschen Sorge haben die drei Brüder stets, dass ihre große Schwester Malin ihre große Liebe findet und nicht mehr für sie da sein wird…

Ferien auf Saltkrokan von Astrid Lindgren, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4119-5, 16,99€

 

Ronja Räubertochter ist die Tochter von Räuber Hauptmann Mattis und seiner Frau Lovis. Gemeinsam mit der Räuberbande leben sie im Mattiswald, in dem viele Abenteuer auf Ronja warten. Da ist nicht nur die Natur, von der sie überwältigt wird und die Tiere wie die Wilddruden und Graugnome, vor denen sie sich in Acht nehmen muss – nein, im Wald lebt noch jemand anders, von dem Mattis und seine Bande noch nichts weiß: Der Räuberhauptmann Borka ist ebenfalls mit seiner Familie und seiner Räuberbande in diesen Wald gezogen. Ronja trifft im Wald auf Borkas Sohn Birk. Die beiden freunden sich an, aber diese Freundschaft muss geheim bleiben, denn ihre Familien sind miteinander verfeindet…

Von Ronja Räubertochter gibt es seit Kurzem ein neues Cover. Ich bevorzuge dennoch weiterhin das altbekannte.

Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2940-7, 14,90€

 

Rasmus lebt im Waisenhaus und wünscht sich nichts sehnlicher als dass er neue Eltern findet. Doch die Leute wollen alle nur Mädchen mit lockigem Haar. Da bleibt Rasmus gar nichts anderes übrig, als wegzulaufen. Vielleicht findet er ja so jemanden, der ihn haben möchte. Zum Glück muss er schon bald seinen Weg nicht mehr alleine gehen, denn er trifft auf den Landstreicher Paradies Oskar, mit dem er eine spannende und aufregende Zeit verbringen wird, denn Landstreicher sind nicht überall gerne gesehen und wenn irgendwo etwas gestohlen wird, so werden sie als erstes verdächtigt…

Rasmus und der Landstreicher von Astrid Lindgren, illustriert von Horst Lemke, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4165-2, 12€

 

Das ist ein spannendes Buch, in dem richtig was passiert. Zunächst wird Kalle Blomquist von allen nur belächelt. Er möchte so gerne eine Meisterdetektiv sein, aber das ist in so einer kleinen Stadt, wie der, in der er lebt, gar nicht so einfach, denn hier findet nicht gerade täglich ein Verbrechen statt. Doch dann bekommt Kalle Blomquist mehrfach die Chance sich zu beweisen und er nutzt sie. Mit seinen Freunden Eva-Lotta und Anders klärt er u.a. einen Juwelendiebstahl auf und in einem anderen Band geschieht direkt vor Eva-Lottas Augen ein Mord. Mit der Ruhe in der kleinen Stadt ist es so schnell vorbei.

Die Gesamtausgabe enthält die Einzelbände „Kalle Blomquist – Meisterdetektiv“, „Kalle Blomquist lebt gefährlich“ und „Kalle Blomquist, Eva-Lotta und Rasmus

Kalle Blomquist (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Jutta Bauer, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4130-0, 16,90€

 

Die Brüder Löwenherz ist eine märchenhafte Erzählung. Jonathans kleiner Bruder Krümel ist Angst und er fürchtet sich vor dem Tod, deshalb erzählt Jonathan im abends immer vom Lang Nangijala. Es ist das Land, in das die Menschen nach ihrem Tod kommen und es ist ein Land voller Sagen und Märchen. Es ist dann jedoch nicht Krümel, der als erstes dieses Land betritt, sondern sein Bruder Jonathan, der bei einem Feuer ums Leben kommt. Bald sind die Brüder aber in Nangijala vereint und man könnte annehmen, dass nun eine wunderbare Zeit für sie beginnt. Nangijala wird jedoch von einem grausamen Tyrannen bedroht und so beginnt ein spannendes Abenteuer für die Brüder Löwenherz, die dieses Schicksal nicht einfach so hinnehmen möchten.

Die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2941-4, 14,90€

 

Auch Mio, mein Mio ist eine spannende, märchenhafte Erzählung. Mio lebt zunächst als Bo Vilhelm Olsson bei Pflegeeltern, wo er nicht besonders liebevoll behandelt wird. Doch eines Tages gelangt er in das „Land der Ferne“, in dem sein Vater König ist. Sein Vater ist überglücklich seinen Mio endlich bei sich zu haben, doch lange währt ihr Glück nicht, denn Prinz Mio ist dazu auserwählt worden, den Kampf gegen das Böse zu führen.

Mio, mein Mio von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4167-6, 13,99€

 

Astrid Lindgren hat auch einige Märchen geschrieben, die nicht unbedingt so bekannt sind, auch wenn es einige der Bücher auch als separate Bilderbücher gibt. In diesem Buch findet man 15 Märchen von hier. Der Tod und Armut spielen hier ebenso eine Rolle wie Einsamkeit und neue Freunde. Oft gibt es eine Person oder fantastische Wesen, die den armen und traurigen Kindern Trost spenden und Licht in ihr Leben bringen.

In dem Buch sind u.a. folgende Geschichten: „Nils Karlsson-Däumling“, „Sonnenau“, „Peter und Petra“ und „Der Drache mit den roten Augen“.

Märchen von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2947-6, 16,95€

 

Das Buch beinhaltet 19 Geschichten von Astrid Lindgren. Dabei sind sowohl bekannte Bilderbuchgeschichten wie „Na klar, Lotta kann Rad fahren“, „Guck mal, Madita, es schneit!“ und „Lustiges Bullerbü“ (mit einer Auswahl der Bilder aus den Bilderbüchern) als auch unbekanntere Geschichten wie „Märit“, „Wer springt am höchsten“ oder „Sammelaugust“. Es ist eine interessante Mischung verschiedener Geschichten. Viele unterschiedliche Astrid Lindgren-Kinder treten hier auf – fröhliche, mutige, hilfsbereite, arme, einfallsreiche und viele mehr.

Erzählungen von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2948-3, 16,90€

 

 

Singen mit Pippi, Michel und Karlsson vom Dach

Das schöne, wohlige Kindheitsgefühl, welches man mit Pippi Langstrumpf, Madita, Michel und Co verbindet, wird nicht nur durch die Bücher von Astrid Lindgren hervorgerufen, sondern auch mit den Filmen und den Liedern.

Lieder mit Ohrwurm-Garantie

Eine CD, die knapp 40 Minuten läuft, kann für Erwachsene schon eine Zumutung bedeuten, wenn sie auf einer mehrstündigen Autofahrt immer wieder gehört wird. Aber dafür taucht man auch wieder ganz tief ein in die Welt von Astrid Lindgren, wenn man abends noch den Ohrwurm „Michel war ein Lausejunge“ vor sich hin summt. Da sieht man doch direkt den blonden Bengel mit Klein-Ida durch die Wiesen streifen und freut sich darauf Weihnachten mal wieder die Filme zu sehen.

Bei uns ist gerade die „Hej, Pippi Langstrumpf – Die Große Astrid Lindgren Lieder-CD“ der Hit. Sie läuft rauf und unter. Manche Figuren von Astrid Lindgren kennt Bücherwürmchen zwar nur vom Namen her, aber das macht nichts. Er hört sich die Lieder trotzdem gerne an, wobei er festgestellt hat, dass bei manchen Liedern leicht gelispelt wird, und ist nun neugierig auf die Geschichten. Besonders gerne mögen wir alle Idas Sommerlied, welches in Schweden jedes Jahr beim Schulabschluss im Juni gesungen wird. Bücherwürmchen findet aber auch Pippis „Seeräuber-Opa Fabian“-Lied toll.

Die Lieder wurden neu umgesetzt und eingespielt, so dass man nicht enttäuscht sein sollte, wenn die Lieder nicht so wie in den alten Filmen klingen. Mir persönlich ist das gar nicht so aufgefallen, da ich von vielen Liedern häufig sowieso die schwedische Version im Kopf habe. Uns gefällt die CD auf jeden Fall und wir hören alle Lieder gerne, auch wenn die deutsche Übersetzung von dem Wolfslied (Ronja Räubertochter) etwas verwirrend ist. Schade ist nur, dass die CD so kurz ist und dass auch nicht alle deutschen Astrid Lindgren-Lieder mit drauf sind.

Schön illustriertes Liederbuch

Sehr schön ist auch „Das große Astrid Lindgren Liederbuch“, in dem man alle Lieder der CD findet. Hier werden die Lieder mit Noten, Akkorden und dem Text aller Strophen abgedruckt. Außerdem kann man an den meist bunten Illustrationen (entnommen aus den entsprechenden Büchern) direkt erkennen, zu welcher Geschichte die Lieder gehören. Die Seiten sind übersichtlich und ansprechend gestaltet. Außerdem sieht man hier bei den Angaben zu den Urhebern auch, dass manche Lieder bzw. die Liedtexte auf diese Art und Weise nur im Deutschen existieren. Ich weiß auch gar nicht so genau, wo manche Lieder in Deutschland Verwendung finden. Pippi Langstrumpf und Michel kennt man aus den Filmen, aber ist das bei den anderen auch so? Zumindest liegen die Rechte vieler Übersetzungen beim Oetinger Verlag und nicht bei irgendwelchen Filmproduktionen. Auf Schwedisch kenne ich z.B. auch noch viele andere Michel-Lieder, die hier nirgendwo auftauchen. Hm, müsste man sich mal genauer anschauen.

Jetzt singen wir aber erst einmal die deutschen Lieder im Autor zur CD und im Haus mit Liederbuch und ab und zu mit Klavierbegleitung. Da die Melodien teilweise etwas eigentümlich sind (z.B. bei dem Lied von Lotta), ist es hilfreich, wenn man die Lieder bereits auf CD gehört hat. Bei meiner Version ist sogar noch eine CD mit Playback Versionen dabei, aber mittlerweile ist die CD nur noch mit den Liedern (und einem anderen Cover) erhältlich.

Hinten im Liederbuch ist sogar noch eine Gitarrengriff-Tabelle. Wer also seit Jahren endlich mal wieder seine Gitarre hervorgeholt hat und nicht mehr genau weiß, wie man noch mal G7 greift, wird hier also auch fündig.

Hej, Pippi Langstrumpf! Die große Astrid Lindgren Lieder-CD, Oetinger audio

Hej, Pippi Langstrumpf! – Das große Astrid Lindgren Liederbuch, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4162-1, 12,90€

 

Oetinger-Summer-Reading-Challenge: Monatsaufgabe August

Im August möchte Kathrineverdeen für die Oetinger-Summer-Reading-Challenge sommerlich fotografierte Bücher sehen. Dafür habe ich mir ein paar Sachen von meinem Jahreszeitentisch geholt, die für mich für den Sommer stehen, denn Sommer bedeutet für mich Urlaub am Meer: Muscheln, Leuchtturm, Segelboot etc. müssen also mit aufs Bild.

Nun musste noch das richtige Buch her, entweder Lieblinge oder die aktuelle Lektüre. Bei meinen Büchern trifft beides zu. „Jule und die Seeräuber“ habe ich gerade zum Geburtstag bekommen. Es ist ein Bilderbuch zu „Ferien auf Saltkrokan“ von Astrid Lindgren, welches ich liebe. Nachdem Bücherwürmchen nun das Bilderbuch sehr gut gefallen hat, wollen wir uns bald mal ans Vorlesen von „Ferien auf Saltkrokan“ machen. Ich freue mich jedenfalls darauf. Saltkrokan muss also mit auf das Sommerbild und ich finde, das passt hervorragend, denn das Buch verkörpert für mich das wahre Sommergefühl! Und zum Glück hat der Sommer hier auch mal kurz vorbeigeschaut, so dass ich das Foto auch draußen machen konnte.

Und hier ist das Bild:

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Die Kinder aus Bullerbü – heute und früher

Habt ihr auch auf manche Bücher aus der Kindheit als Erwachsene auf einmal eine ganz andere Sicht? Manches, was man früher geliebt hat, ist auf einmal gar nicht mehr so wunderbar oder man entdeckt auf einmal den Zauber eines Buches, der einem als Kind verwehrt blieb?

Ich habe diese Erfahrung ein wenig bei den Kindern aus Bullerbü gemacht. Ja, ausgerechnet bei Büchern meiner Lieblingsautorin Astrid Lindgren. Als junge Erwachsene habe ich von anderen Erwachsenen ab und zu gehört, dass sie auf einmal ganz verwundert festgestellt hätten, wie langweilig eigentlich die Kinder aus Bullerbü seien. Das hätten sie als Kind ganz anders wahrgenommen, aber jetzt könnten sie die Bücher kaum noch lesen. Ich habe nicht viel dazu gesagt, sondern mir nur gedacht, dass das doch gar nicht sein könne. Das sind doch ganz tolle Bücher, geschrieben von Astrid Lindgren. Allein ihre Art zu schreiben, macht die Bücher zu etwas Besonderem.

Erwachsene und Kinder erleben Bücher unterschiedlich

Nun habe ich vor einiger Zeit meinem Sohn die Kinder aus Bullerbü vorgelesen. Und wisst ihr, was ich beim Vorlesen gedacht habe? Hoffentlich langweilt er sich nicht. So wirklich viel passiert ja nicht gerade. Aber das erstaunliche und wunderbare ist, dass mein Sohn sich überhaupt nicht gelangweilt hat. Er mochte die Bücher gerne, fand manche Stellen sogar ziemlich aufregend und spannend. Und daran merkt man tatsächlich, dass Astrid Lindgren eine Schriftstellerin für die Kinder war. Sie wusste, was Kindern wichtig ist und was sie interessiert.

Das Leben auf Bullerbü im Laufe der Jahreszeiten

In den Büchern von den Kindern aus Bullerbü wird aus dem Alltag der Kinder dreier Höfe berichtet. Lisa und ihre Brüder Lasse und Bosse wohnen zwischen Inga und Britta auf der einen Seite und Ole und seiner kleinen Schwester Kerstin auf der anderen Seite. Sie leben sehr ländlich und zu einer anderen Zeit. Wann genau die Geschichten spielen, kann ich nicht sagen, aber die Schule und das Leben auf dem Land unterscheiden sich deutlich von dem Leben heute. Zwar müssen die Kinder ab und zu auf dem Feld leben, sie gehen zu Fuß einen langen Weg zur Schule, aber sie leben sehr unbeschwert und glücklich. Sie haben sich gegenseitig zum Spielen. Immer ist jemand da, mit dem man etwas unternehmen kann. In den Büchern wird von ihren Spielen und den Festen des Jahres erzählt. Mal werden Hummer gefangen, mal muss ein  Kind von seinem Wackelzahn erlöst werden, mal verstecken sich die Kinder im Heu und erschrecken sich gegenseitig und mal spielen sie der Lehrerin in der Schule einen Streich. Es geht alles recht harmonisch und unaufgeregt zu, aber es ist die fantasievolle und lebendige Welt der Kinder, was vermutlich auf die zuhörenden Kinder anziehend wirkt. Sie erkennen vielleicht das eine oder andere aus ihrem Alltag wieder. Sicherlich kann man ein heutiges Kinderleben nicht unbedingt mit dem Leben der Kinder aus Bullerbü vergleichen, aber die Lust am Spielen mit Freunden besteht auch heute noch. Freundschaft ist auch für heutige Kinder ein wichtiges Thema.

Mädchen und Jungen in Bullerbü

Mir ist es auch erst jetzt beim Vorlesen aufgefallen, dass die Kinder in dem Buch sich häufig aufteilen. Die Mädchen und die Jungen bleiben immer  mal wieder  unter sich und es fallen Sprüche a la „Das ist nichts für Mädchen“. Davon lassen sich die Mädchen zwar nicht unbedingt beeindrucken, aber diese Sichtweise herrscht in dem Buch dennoch immer wieder vor. Ich fand es gar nicht so gut, meinem Sohn solche Sätze vorzulesen, denn ich wusste nicht, ob er versteht, dass das nur Sprüche sind oder ob er so etwas ernst nimmt, aber lustigerweise waren das mal wieder nur so erwachsene Gedanken. Mein Sohn fand jedenfalls die Mädchen in dem Buch cooler und schlauer als die Jungen, wobei er auch von dem frechen Lasse fasziniert war.

Ja, die Kinder aus Bullerbü wirken auf Erwachsene längst nicht mehr so spannend und schön wie auf Kinder, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen, diese Bücher vorzulesen, denn die Kinder mögen sie. Und es ist doch schön, wenn man ihnen eine Welt voller Spiel und Spaß in der Kindheit präsentieren kann. Vielleicht werden die eigenen Kinder durch die Bücher ja auch zu dem einen oder anderen Spiel angeregt.

Da es in den Büchern einmal durch die ganzen Jahreszeiten geht, lassen sich die Bücher das ganze Jahr über lesen. Trotzdem habe ich gerade jetzt im Sommer an sie gedacht, da sich bei den Kindern aus Bullerbü so viel draußen abspielt. Hoffentlich nehmen sich die heutigen Kinder daran ein Beispiel (und die Eltern auch, denn diese müssen den Kindern dazu den Freiraum ermöglichen).

Die Kinder aus Bullerbü (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2945-2, 16,90€

 

 

Michel war ein Lausejunge aus nem Dorf in Schweden…

Endlich kommt Bücherwürmchen in ein Alter, in dem ich ihm meine geliebten Astrid Lindgren-Bücher vorlesen kann. Vor kurzem haben wir mein altes, dickes Michel aus Lönneberga-Buch („Immer dieser Michel“) beendet, welches mehrere Michel-Bücher beinhaltet. Und ja, ich finde Michel aus Lönneberga immer noch toll und ich freue mich sehr, dass es Bücherwürmchen genauso geht.

Warum mag ich Michel aus Lönneberga? Weil alles so schön schwedisch ist (rote Holzhäuser etc.), weil Alfred so ein netter Kerl ist, weil ich Astrid Lindgrens Sprachstil mag und natürlich weil Michel so ein aufgewecktes, lebensfrohes Bürschchen ist, welches mir von Grund auf sympathisch ist. Warum mag Bücherwürmchen Michel aus Lönneberga? Weil er so viel Unfug macht! Klar, das gefällt einem Kind und am liebsten würde Bücherwürmchen Michel mit seinem Unfug noch übertrumpfen. Nächstes Karneval möchte er sich als Michel verkleiden und dann im Kindergarten jede Menge Unfug anstellen… Büsse und Müsse dazu haben wir sogar schon und das spitzbübische Aussehen mit wolligem blonden Haar bringt Bücherwürmchen selber mit.

Anmerkung: Im Original heißt Michel Emil, aber da es bereits Erich Kästners "Emil und die Detektive" gab, wurde Emil in Deutschland in Michel umbenannt.

Anmerkung: Im Original heißt Michel Emil, aber da es bereits Erich Kästners „Emil und die Detektive“ gab, wurde Emil in Deutschland in Michel umbenannt.

Ja, Michel aus Lönneberga macht viel Unfug, aber er plant keinesfalls so viel anzustellen. Es passiert einfach. Eigentlich ist Michel nur so wie Kinder sein sollen: Neugierig, experimentierfreudig, hilfsbereit, aufgeweckt, spielfreudig etc. Michel steckt einfach voller Ideen, die ausprobiert werden müssen. Dafür, dass dann vieles nicht so endet wie es seinen Eltern, vor allem seinem Vater, gefallen würde, kann er doch nichts. Hm, na gut, er hätte vielleicht ausprobieren sollen, ob die Straußenfedern auf dem Hut von Frau Pastor durch Lichteinfall durch die Lupe brennen und dass es nicht so eine gute Idee ist mit einem Pferd mitten ins Esszimmer des Bürgermeisters zu reiten, könnte man sich eigentlich auch denken. Aber als er seine Schwester Klein-Ida an der Fahnenstange hochzieht, tut er ihr doch nur einen Gefallen, und dass der Vater seinen Fuß genau in die gut platzierte Rattenfalle steckt – dafür kann doch Michel nichts! Er wollte nur die Ratte fangen, die nicht ins Haus gehört. Dem Vater sind die Gründe jedoch egal und Michel landet, wie bei jedem Unfug, mal wieder im Tischlerschuppen. Dort hat er dann wenigstens seine  Ruhe und kann ein weiteres Holzmännchen schnitzen.

Ist jemand bei uns frech so heißt es immer mal wieder aus Spaß: „Ab in den Tischlerschuppen!“ Ein kleines rotes Holzspielhaus stünde tatsächlich bereit, aber bis jetzt musste dann doch noch niemand dort Holzmännchen schnitzen.

Aber Michel ist nicht nur ein Lausbub, er ist zudem ein Kind mit dem Herz auf dem rechten Fleck und gerade die Geschichten, in denen er seine Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit zeigt, bringen ihm viele Sympathiepunkte. Auch die jungen Leser sind hier ganz auf Michels Seite, egal ob es um den Weihnachtsschmaus für die Menschen aus dem Armenhaus geht oder um die Rettung Alfreds, der unbedingt bei Schnee und Sturm so schnell wie möglich zum Arzt muss. Hier wird der Atem angehalten und mitgefiebert, dass alles gut geht.

Das Buch „Immer dieser Michel“ beinhaltet die Bücher „Michel in der Suppenschüssel“, „Michel muss mehr Männchen machen“ und „Michel bringt die Welt in Ordnung“. In allen Einzelbänden findet man tolle Geschichten. Für kleinere Kinder bietet es sich an mit „Michel in der Suppenschüssel“ zu beginnen.

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Insbesondere die Geschichte mit der Suppenschüssel und die Geschichte, in der Ida an der Fahnenstange hochgezogen wird und Michel aus dem Tischlerschuppen ausbüxt und die Wurst aus der Vorratskammer verspeist, sind recht einfach zu verstehen und dabei harmlos und witzig. Auch die Geschichte, in der Michel dreimal an einem Tag eingesperrt wird da er u.a. die Rattenfalle aufgestellt und dem Vater Teig ins Gesicht gekippt hat, passt ganz gut in diese Reihe. Sie befindet sich allerdings im zweiten Einzelband, der ebenfalls die Weihnachtsgeschichte mit den Menschen aus dem Armenhaus enthält. Diese ist schon auf einem anderen Niveau. Einerseits ist so ein Armenhaus bedrückend und andererseits ist die Geschichte auch etwas spannend, denn im Armenhaus kommandiert die boshafte Maduskan, die nur an sich selbst denkt und den anderen kein Vergnügen gönnt. Jüngere Kinder fürchten sich durchaus vor der Maduskan und davor, dass die armen Menschen, die Michels Gäste sein sollen, von dieser erwischt werden. Doch da ist ja auch noch die Wolfsgrube, ebenfalls ein Detail, das ein wenig Angst einjagen kann, und darin landet natürlich letztendlich diejenige, die es verdient hat: Die Maduskan.

Auch der dritte Einzelband ist ein tolles Buch, allerdings nicht unbedingt schon für die Kleinsten geeignet. In diesem Buch befindet sich die Geschichte, in der Michel, der Hahn und Knirpsschweinchen nichtsahnend vergorene Kirschen essen. Außerdem erfordert die Geschichte rund um Alfreds Blutvergiftung und Michels heldenhafte Rettung einige Nerven. Dahingegen ist die Geschichte, in der der Vater in der Trissebude, dem Plumpsklo, stecken bleibt, sehr spaßig – auch schon für die Jüngeren.

Hat man natürlich das dicke Michel-Buch, so hat man beim Lesen die freie Wahl. Wir haben direkt mal das ganze Buch gelesen, wobei wir Bücherwürmchen bei manch einer Geschichte vorab verraten mussten, dass sie gut endet…

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Immer dieser Michel von Astrid Lindgren, illustriert von Björn Berg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2946-9, 16,90€

Killevipps – schon ist (leider nur) Bertil winzig klein!

Astrid Lindgren ist die Autorin der bekannten Pippi Langstrumpf- und Michel aus Lönneberga-Bücher. Sie hat aber auch viele schöne Geschichten geschrieben, die vielleicht nicht jeder kennt und gelesen hat. Eine solche Geschichte ist „Nils Karlsson-Däumling“, welche ich vor kurzem Bücherwürmchen vorgelesen habe. Ihr wisst ja, dass ich ein großer Astrid Lindgren-Fan bin, allerdings liegen mir ihre Bücher oft so am Herzen, dass ich kaum in der Lage bin, zu analysieren, woran das liegt. Auch bei dem Buch „Nils Karlsson-Däumling“ kann ich gar nicht richtig sagen, was das Besondere daran ist, aber Bücherwürmchen war ganz begeistert davon und wollte es gleich mehrfach lesen. Ich glaube einfach, dass Astrid Lindgren eine ganz besondere Art zu erzählen hatte und dass es in ihren Geschichten häufig um Grundbedürfnisse geht, in diesem Fall darum, jemanden zu haben und nicht alleine zu sein. Viel passiert in der Geschichte nicht. Es geht um Bertil, der tagsüber ganz alleine zu Hause ist, zumindest so lange bis er Nisse, einen Däumling, der in einer Mäusewohnung haust, kennen lernt. Bertil kann Nisse sogar in seiner Wohnung besuchen, denn wenn er auf einen Nagel drückt und dabei „Killevipps“ sagt, wird er genauso klein wie Nisse. Im Weiteren geht es ausschließlich darum, wie Bertil Nisse dabei hilft sich gemütlich einzurichten, etwas zu Essen zu bekommen, zu putzen und sich zu waschen. Im Gegenzug dazu erhält Bertil einen Freund und Gesellschaft.

Ich mag die Geschichte, aber ich war dennoch überrascht darüber, wie sehr Bücherwürmchen auf sie ansprang. Er war ganz fasziniert davon, dass Bertil so klein werden konnte und probierte direkt mal aus, ob das bei ihm auch funktionierte. Nachdem nach seinem „Killevipps“ nichts passierte, lief er sogar nach oben in sein Zimmer um dabei auf einen Nagel zu drücken. Er war schon etwas enttäuscht, dass es nicht klappte.

Es ist schön, wenn Kinder über Gelesenes nachdenken und es sie dazu animiert, selbst Dinge auszuprobieren. Ich glaube, darin ist Astrid Lindgren wirklich eine Meisterin! Jedenfalls habe ich Michels Kickse-kickse-hu nachgespielt und ich vermute, dass viele Kinder schon einmal „Nicht-den-Fußboden-berühren“ spielen wollten…

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Nils Karlsson-Däumling von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, übersetzt von Karl Kurt Peters, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-7529-9, 12,95€

Der Mensch hinter der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren

Wie ihr ja bereits wisst, bin ich ein großer Fan der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren und ich lese nicht nur ihre Bücher, sondern auch vieles, was über sie und ihre Werke geschrieben wird. Besonders berührt hat mich ganz aktuell das Buch „Astrid Lindgren. Ihr Leben“, welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und in einem Rutsch durchlas. Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Person Astrid Lindgren. Es wird von ihrem Leben berichtet, welches von ihrer Arbeit und ihren Büchern flankiert wird. Natürlich stellt uns dieses Buch keine völlig neue Astrid Lindgren vor und viele Informationen kommen einem bekannt vor, aber hier werden häufig andere Quellen genutzt und andere Sichtweisen werden eingenommen, so dass sich dieses Buch auch für alle lohnt, die schon viel über Astrid Lindgren gelesen haben. Besonders gut gefällt mir, dass hier wirklich der Mensch Astrid Lindgren im Fokus steht. Man erfährt sehr viel privates, wobei der Blick nicht sensationslüstern ist, sondern immer respektvoll. Auch wenn man in dem Buch Schwächen von ihr kennen lernt, bleibt sie weiterhin oder vielleicht sogar erst rech ein wunderbarer Mensch mit besonderem Talent. In ihrer Art, die Sichtweise der Kinder einzunehmen, diese ernst zunehmen und sich auf Urbedürfnisse und –gefühle zu besinnen, liegt wohl ein Teil ihres Erfolgs begründet.

Das Buch stimmt allerdings auch traurig. Astrid Lindgren hat ihren Sohn, den sie unverheiratet mit 19 Jahren bekam, in den ersten Jahren zu einer Pflegemutter in Dänemark gegeben. Gerade diesem Thema wird in diesem Buch (im Gegensatz zu vielen früheren Büchern über Astrid Lindgren, in denen man kaum etwas zu diesem Lebensabschnitt erfährt) viel Raum gegeben. Beim Lesen wünscht man sich, dass Astrid Lindgren diese schmerzvollen Erfahrungen nicht hätte machen müssen. Gleichzeitig kommt dabei eine Botschaft ganz klar bei einem an: Gebt euren Kindern Liebe, schenkt ihnen Zeit und nehmt sie und ihre Gefühle ernst.

Das Buch rüttelt einen mehr auf, als es jeder Erziehungsratgeber könnte. Es berührt einen, denn für dieses Buch gilt das gleiche wie für die Werke der Autorin: Es spricht Emotionen und Bedürfnisse an, die das Leben ausmachen.

In dem Buch dürfen wir ein wenig vom Wesen Astrid Lindgrens lesen, ihre Menschlichkeit erleben, ihren Wunsch nach Ruhe und Einsamkeit spüren und ihre Sehnsucht nach ihrem abgegebenen Kind erleiden, eine Sehnsucht, die sich in dem Wunsch ausdrückt, dass alle Kinder ein liebevolles Zuhause haben.

Bei der Lektüre blutet wohl jeder liebenden Mutter das Herz, aber dennoch verurteilt man Astrid Lindgren nicht für ihre Handlungen, die sie selbst kritisch sah. Man liest von ihrer Notsituation, findet sie schrecklich und weint um Astrid Lindgren und ihren kleinen Sohn und wieder einmal wird einem bewusst, dass man Menschen, die nicht mit ihrem Kind zusammenleben können nicht einfach so verurteilen darf, auch wenn man eine solche Entscheidung in der eigenen Luxusposition nicht nachvollziehen kann. Viel mehr muss man alle Menschen bedauern, die sich scheinbar in einer aussichtslosen Situation befinden und hoffen, dass die Kinder dennoch Liebe erfahren und sie in einem geborgenen Zuhause aufwachsen dürfen. Astrid Lindgrens kleiner Lasse hat es immer gut gehabt, aber dennoch musste er oft Abschied nehmen, sich in ein neues Zuhause einfachen und die Angst verlassen zu werden überwinden. Nein, er hatte keinen einfachen Start ins Leben, aber auch mit der Mutter, die ihr Kind von Anfang an geliebt hat und keine andere Möglichkeit sah, leide ich von ganzem Herzen mit. Welch schlimme Stunden muss sie, die von sich selbst sagte, dass sie nur ihre Kinder geliebt hat, alleine in Stockholm, ohne ihren kleinen Lasse, erlebt haben? Man kann es nur erahnen.

Das Buch zeichnet ein sehr menschliches Bild von Astrid Lindgren. Ihr Talent und ihr Erfolg kommen zur Sprache, aber immer wieder wird vor allem auch hinter die Kulissen geschaut und man erfährt interessante Hintergründe und Motivationen zu ihren Werken. Darüber hinaus dürfen wir in viele persönliche Briefe an und von befreundeten Personen hineinschnuppern. Außerdem enthält das Buch viele schöne Bilder.

Etwas schade finde ich es, dass der Originaltitel geändert wurde, denn immerhin handelt es sich hier um ein Zitat, welches Astrid Lindgren viel bedeutete und welches sie im Buch „Ferien auf Saltkrokan“ verwendet hat: Dieser Tag, ein Leben. Leider wurden in dem Buch (zumindest in der ins deutsche übersetzten Ausgabe) ein paar Namen verwechselt, aber das ist letztendlich bei diesem großartigen Buch zu vernachlässigen. Ich kann es jedem, der sich ein kleines bisschen für Astrid Lindgren interessiert, nur empfehlen. Aber es ist auch ein Buch für jeden, der sich für Kinderliteratur, für die gesellschaftliche Entwicklung in Schweden und für Eltern-Kind-Themen interessiert.

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Astrid Lindgren. Ihr Leben von Jens Andersen, übersetzt von Ulrich Sonnenberg, Deutsch Verlags-Anstalt, ISBN: 978-3-421-04703-8, 26,99€

Weihnachtsgeschenke für die ganze Familie

Seid ihr noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken? Und am besten sollen es Geschenke sein, die gleich die ganze Familie glücklich machen? Da habe ich zwei ganz unterschiedliche Tipps für euch. Gerne möchte ich euch sowohl eine DVD-Sammlung als auch ein Buch ans Herz legen.

Die DVD-Sammlung richtet sich ausdrücklich an die ganze Familie: „Die Zeit-Edition – Die schönsten Familienfilme“. Hier hat wirklich jeder (ab 5 Jahren) etwas von. Nicht jeder Film ist schon etwas für die kleinsten Familienmitglieder, aber da die Sammlung ganze zehn Filme enthält, kann man sich ganz individuell die passenden Filme heraus suchen. Auf einem beiliegenden Leitfaden kann man auf einen Blick sehen, welche Filme ab welchem Alter (unabhängig von der FSK-Freigabe) empfohlen sind.

Nun seid ihr sicherlich neugierig, welche Filme man mit dieser Sammlung überhaupt bekommt. Das möchte ich euch gerne verraten:

Die Abenteuer des Huck Finn

Mein Freund Knerten

Wallace & Gromit

Ernest & Celestine

Alfie, der kleine Werwolf

Der Räuber Hotzenplotz

Pettersson & Findus

Wir Kinder aus Bullerbü

Der Mondmann

Ella und das große Rennen

Eine tolle Auswahl, oder? Da bekommt man doch direkt Lust darauf, eine DVD nach der anderen in den DVD-Player zu schieben und es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen. Mir gefällt vor allem sehr gut, dass sowohl ältere als auch neuere Filme sowie Filme für Jungen und Filme für Mädchen dabei sind. Manche Filme haben eine sehr ruhige Handlung, während es in anderen auch schon mal etwas spannender wird. Auch die Art der Filme ist unterschiedlich. Vom Realfilm über den Trickfilm bis hin zum Animationsfilm ist alles dabei. Sehr gut gemacht sind auch die Informationen zu den Filmen auf der jeweiligen Hülle. Hier erfährt man kurz etwas zum Inhalt und zu der Art des Films. Auch eine kurze Einordnung in die Filmwelt sowie Charakteristika des Films werden genannt.

Die meisten Filme basieren übrigens auf Büchern. Etwas schade ist es, dass sich auf den DVDs leider nicht die Originalsprache befindet, aber das ist bei Kinderfilmen leider häufig so.

Alle Filme sind sowohl kindgerecht als auch familiengerecht. Kindern werden wichtige Werte wie z.B. Freundschaft und Zusammenhalt aufgezeigt. Sie dürfen bei Abenteuer mitfiebern und mitlachen und sich einfach gut unterhalten lassen und die Eltern können sich ohne sich langweilen zu müssen mit vor den Fernseher setzen. Das ist längst nicht bei allen Kinderfilmen so, aber bei diesen ganz bestimmt.

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Die Zeit-Edition – Die schönsten Familienfilme – 10 DVDs ausgewählt von der Zeit, Oetinger kino und terre des hommes e.V.

 

Das Buch „Die Welt der wilden Tiere im Norden“ ist kein ausdrückliches Familienbuch, aber es ist dennoch ein Buch, an dem sowohl die Kleinen, die Mittleren als auch die Großen ihre Freude haben werden. Dafür sorgen allein die beeindruckenden Bilder in dem Buch, die einen einfach immer weiter blättern lassen. In einer genialen Zeichentechnik, die an Collagen erinnert, mit ausdrucksstarken Farben und Details werden die Tiere der Nordhalbkugel dargestellt. Man sieht dem Wolf direkt in die Augen, die Bewegung des heranschleichenden Pumas ist klar erkennbar und man meint beinahe die donnernde Erde unter den Bisons zu spüren. Einfach nur beeindruckend! Bei jedem Tier steht sowohl die deutsche als auch die lateinische Bezeichnung dabei. Darüber hinaus stehen bei manchen Tieren weitergehende Informationen zu Besonderheiten, ihrem Lebensraum, Nahrung, Feinden etc. Diese Texte sind gut verständlich, in lockerem Umgangston geschrieben und lassen sich auch Kindern gut vorlesen. Etwas schade ist es, dass es sie nicht zu jedem Tier gibt. Auch Bücherwürmchen war etwas enttäuscht, dass es nicht zu allen Tieren etwas erfahren konnte. Dennoch ist dies ein Buch, welches man gerne anschaut. Allein die Dicke des Buches lässt es als etwas Besonderes erscheinen. Ja, es ist ein Buch, in das man gut mit der ganzen Familie hineinschauen kann, welches im Wohnzimmer im Bücherregal steht und in welches auch Gäste gerne mal einen Blick hinein werfen dürfen.

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Die Welt der wilden Tiere im Norden von Dieter Braun, Knesebeck, ISBN: 978-3-86873-822-3, 29,95€

Weihnachten mit Astrid Lindgren: Dieses Mal als Hörbuch

Habt ihr schon einmal ein Originalhörspiel von Astrid Lindgren gehört, eines bei dem Astrid Lindgren ihre Geschichten selber vorliest? Vermutlich eher nicht, denn natürlich ist nicht jeder der schwedischen Sprache mächtig, aber ich kann euch versichern, dass es ein absoluter Genuss ist. Es ist auch ganz klar, dass keine anderen Hörspiele ihrer Geschichten an diese Versionen heranreichen, aber dennoch ist die CD-Box „Die schönsten Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren“ eine Bereicherung in unserem Haushalt. Ich bin nämlich die einzige, die die schwedischen CDs versteht und so ist es schön, dass ich auch mal mit den anderen zusammen den schönen, weihnachtlichen Geschichten Astrid Lindgrens lauschen kann.

Auf den drei CDs befinden sich einige der bekanntesten weihnachtlichen Geschichten. Mit dabei sind natürlich die zwei Geschichten von Tomte Tummetott, Michel und Pippi fehlen selbstverständlich ebenfalls nicht, aber auch die Geschichten von Polly, von den Kindern aus Bullerbü und die Weihnachtsfeste von Madita sowie den Kindern aus der Krachmacherstraße sind auf den CDs enthalten. Ja, vielleicht vermisst man die eine oder andere Geschichte, z.B. die von Pelle, der nach Herzhausen zieht oder die Geschichte von Michel aus Lönneberga, in der Michel den Leuten aus dem Armenhaus ein Weihnachtsessen bereitet, aber dennoch ist die Auswahl gelungen. Es geht weihnachtlich und winterlich zu und verschiedene beliebte Charaktere stehen im Mittelpunkt der Geschichten.

Eigentlich lese ich ja lieber selber, aber diese CDs höre ich mir auch wirklich gerne an. Sie passen gut zur ruhigen, gemütlichen Advents- und Kerzenstimmung. Als ich eine CD beim Kaffeetrinken am Adventskranz eingelegt habe, wurden alle ganz still und haben der Geschichte gelauscht. Das war richtig schön. Man muss allerdings auch sagen, dass die Geschichten richtig toll gelesen werden. Die Vorleser erzählen unaufgeregt, aber mit passenden Betonungen und einer sehr angenehmen Vorlesestimme. Toll ist auch, dass die Geschichten die aus Kinderperspektive erzählt werden, z.B. „Weihnachten in Bullerbü“, von Carla Sachse, Jahrgang 1998, gelesen werden, so dass alles sehr authentisch wirkt. Hier wurde wirklich an alles gedacht und gut umgesetzt, ein rundum gelungenes Hörvergnügen!

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Audio-CDs: Die schönsten Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren, 3 CD, ca. 140 min, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-8373-0870-9