Ausflug ins Bilderbuchmuseum Troisdorf

Irgendwie bin ich überhaupt kein Museumsmensch, obwohl ich es eigentlich gerne wäre. Ja, doch, ich gehe gerne in bestimmte Museen, aber ich lese mir die Informationen dort nur sehr oberflächlich durch. Gerade mit den Kindern habe ich auch keine Ruhe dazu, etwas länger zu betrachten und mir Texte durchzulesen. In Hinsicht auf Museen bin ich ziemlich kindlich und naiv. Ich mag Museen wie Freilichtmuseen, durch die man schön spazieren kann und ich mag Museen, bei denen man etwas ausprobieren kann und das Wissen für Kinder verständlich präsentiert wird. Dann machen mir Museen Spaß. Ob ich bei so einem Museumsbesuch viel lerne, bleibt dahingestellt, aber so sind sie für mich eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung.

Ilon Wikland im Bilderbuchmuseum

Auf ein Museum habe ich mich richtig gefreut und zwar auf das Bilderbuchmuseum in Troisdorf. Dort wollte ich unbedingt mit der Familie hin. Es hätte mich so oder so sehr interessiert, aber da es gerade die Ausstellung „Über Tisch und Bänke – die einzigartige Bilderwelt der Ilon Wikland“ beheimatete, war es für mich ein absolutes MUSS. Und der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, obwohl ich auch hier meinen Muesumsgewohnheiten treu geblieben bin. Ich habe mir die Ausstellung letztendlich nur recht flüchtig angeschaut, aber ich hatte großen Spaß daran meinen Sohn bei der Rallye zu begleiten. Es gefällt mir, wenn Kinder durch Fragen gezielt auf die Bilder aufmerksam gemacht werden, und ich mache da selber gerne mit. Diese Art von Informationen reicht mir bei einem Museumsbesuch und ich nehme dadurch durchaus auch einiges mit. Mein Sohn hatte übrigens auch viel Spaß an der Rallye und war immer ganz stolz, wenn er eine Antwort herausgefunden hat. Außerdem freute er sich, dass er viele Bücher und Bilder von zu Hause wiedererkannt hat. Ich persönlich fand besonders die Illustrationen aus dem Buch „Die lange, lange Reise“, die Ilon Wiklands Flucht aus Estland während des zweiten Weltkriegs thematisieren, spannend. Leider musste ich feststellen, dass es dieses Buch nicht mehr zu kaufen gibt, so dass ich es mir nun von meinem Mann eben im schwedischen Original zum Geburtstag wünsche.

Beschäftigung mit der Ausstellung

Man könnte meinen, dass mir so ein relativ flüchtiger Museumsbesuch nichts bringt. Aber das ist nicht so. Ich habe schon einiges gesehen und vor allem beschäftige ich mich dann im Nachhinein zu Hause noch mit dem Thema. So habe ich mir hier z.B. den Ausstellungskatalog gekauft und zu Hause mit großer Freude darin geblättert. Manches was mir vielleicht schon beim Durchgehen aufgefallen ist, wird mir nun klarer und andere spannenden Dinge, lese ich nun ganz in Ruhe. Sehr spannend finde ich die Entwicklung bei Ilon Wikland, insbesondere wenn es sich um die gleichen Figuren handelt, die sie über die Jahre hinweg immer wieder gezeichnet hat (z.B. Lotta und die Kinder aus der Krachmacherstraße). Die Bilder sind einem so vertraut und sie sind für einen einfach typisch Ilon Wikland, aber es hat über die Jahre eine ganz deutliche Veränderung und Modernisierung stattgefunden. Ich staune tatsächlich darüber, dass einem das zumindest bewusst nie selber aufgefallen ist. Es stört einen ja oft, wenn Bücher auf einmal neue Illustrationen von anderen ZeichnerInnen erhalten, aber die schleichende Veränderung von der gleichen Illustratorin nimmt man unkritisch hin. Das ist schon interessant.

Tolle Bilderbuchbibliothek

Richtig toll fand ich im Bilderbuchmuseum ja auch die Präsenzbibliothek. So etwas ist wieder etwas für mich. Hier schleicht man nicht vorsichtig um irgendwelche Schaukästen oder ähnliches herum, sondern nimmt sich einfach ein Buch aus dem Regal und liest es den Kindern vor. Das haben wir hier auch erst einmal ausführlich und mit großer Freude getan. Sehr schön sind in dem Museum auch die Spielecken. Es befanden sich sowohl in der Sonderausstellung Spielmöglichkeiten als auch im Nebenraum der Bibliothek. Das kleine Büchermäuschen hat sich zwar auch ein paar Bücher angeschaut, aber so konnte man es auch mal in Ruhe spielen lassen und musste nicht immer hinter ihm herlaufen, was in anderen Museen durchaus sehr anstrengend sein kann.

In dieses Museum werde ich auf jeden Fall wiederkommen. Ich freue mich schon jetzt darauf. Sicherlich werde ich mir dann auch die dann aktuelle Ausstellung anschauen, aber ich werde auch wieder viel Zeit zwischen und mit den Büchern in der Präsenzbibliothek verbringen. So ein Museumsmensch bin ich.

 

Pixi Wissen: Kurze, interessante Sachtexte

Heute möchte ich euch nun das Pixi-Buchformat vorstellen, dass meines Erachtens perfekt in jede Grundschulklasse passt: Pixi Wissen.

Die Pixi-Wissen-Bücher richten sich an Grundschulkinder und nicht wie die klassischen Pixibücher an Kindergartenkinder, deshalb hatten wir bisher auch noch keine Bücher davon. Aber nun haben wir welche und ich bin wirklich begeistert von ihnen.

Bücher, nach denen Kinder greifen

Sie sind vom Format her etwas größer als die klassischen Pixibücher, haben etwas mehr Seiten und kosten einen Euro mehr. Sie sind aber immer noch so günstig, dass man mit ihnen schnell eine abwechslungsreiche und informative Klassenbibliothek eingerichtet hat, die auch nicht viel Platz benötigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass jedes Buch eine eigene ISBN hat und somit auch einzeln bestellt werden kann.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder, die gerade lesen gelernt haben, sich manchmal trotz guter Lesekenntnisse nicht an dickere, größere Bücher heranwagen. Die kleinen Pixibücher nehmen sie aber fast automatisch in die Hand, blättern darin herum, lesen eine Überschrift, die sie spannend finden und dann wird auch schon der dazugehörige Text gelesen.

Besonders gut funktioniert dies bei den Pixibüchern, die aus einer Kooperation mit der Zeitschrift „Warum!“ entstanden sind. Wir haben davon die Bücher „Unsere Tiere“ und „Unser Wald“. Es sind nicht unbedingt die Lieblingsthemen von Bücherwürmchen, vor allem nicht in Vergleich zu den Pixis „Dinosaurier“ oder „Burgen“, aber dennoch hat er sich als erstes mit diesen Heftchen ausführlich beschäftigt. Die gestellten Fragen, die hier die Überschriften darstellen, machen einfach auf die Antworten neugierig.

Wissensvermittlung mit Rätseln

Es gibt auch einige Pixibücher, die eine „Wissen macht Ah!“-Doppelseite enthalten, wobei ich diese Seite jetzt nicht unbedingt so besonders finde. Insgesamt finde ich aber, dass die Pixi Wissen-Bücher unglaublich viele Informationen auf den wenigen Seiten in kurzen Texten bereit halten, die für Grundschulkinder verständlich sind. Das neugelernte Wissen kann man dann am Ende sogar häufig noch in einem Quiz überprüfen. Außerdem werden wichtige Wörter noch einmal in einem Lexikon erklärt und teilweise gibt es sogar noch eine Rätselseite (bei den Büchern, bei denen es nicht die Wissen macht Ah!-Seite gibt). Auch das ist in Hinsicht auf die Leseförderung in der Grundschule sicherlich positiv zu bewerten, macht Kinder in der Regel aber auch viel Spaß.

Im Weiteren gibt es innerhalb der Pixi Wissen-Bücher auch noch die Bücher, die uns zu einem bestimmten Thema „100 mal Wissen und Staunen“ lassen. Hier werden 100 Fakten zu einem Thema kurz erklärt. Bei dem Pixi-Buch „Die Erde“ gibt es z.B. den Punkt „Jede Menge Seen“ (Kanada ist das Land mit den meisten Seen“ oder unter „Höhenflug“ wird erwähnt, dass die Streifengänse die höchste Flughöhe eines Vogels erreichen.

Große Themenvielfalt

Es gibt also selbst unter den Pixi Wissen-Heftchen einige Unterschiede: Pixi Wissen – Einfach gut erklärt, Pixi Wissen in Kooperation mit „Warum!“, Pixi Wissen mit „Wissen macht Ah!“ und Pixi Wissen „100 mal Wissen und Staunen“. Aber alle diese Hefte eigenen sich für die Grundschule gleichermaßen. Sie sind alle interessant, informativ, reichlich bebildert und verständlich. Es gibt sie zu beinahe allen Themen, die für Kinder in diesem Alter interessant sind: Bücher zu Natur und Tieren, Bücher zu geschichtlichen Themen, Bücher zur Erde und Geografie, Bücher zu Technik und Raumfahrt etc.

Eine weitere Reihe innerhalb der Pixi Wissen-Bücher ist „Basiswissen Grundschule“. Hier erfährt man zum einen etwas über das Lernen und den Schulalltag allgemein und zum anderen gibt es hier auch Bücher zu verschiedenen Fächern, z.B. „Lernspiele Mathe“. Ich weiß  nicht, ob Kinder an diesen Büchern zu Hause sonderlich viel Spaß haben (was sie an den anderen Pixi Wissen-Büchern definitiv haben), aber in der Schule können sie sicherlich das Freiarbeitsmaterial gut ergänzen.

Etwas aus dem Rahmen fallen meines Erachtens Hefte wie „Spiele für draußen“ oder „Papierflieger“ o.ä. Solche Themen würde ich persönlich nicht unter dem Begriff „Pixi Wissen“ erwarten, aber die Bücher an sich sind durchaus empfehlenswert. Hier kann man auch z.B. für Kindergeburtstage das eine oder andere Spiel finden.

Ich mag die klassischen Pixibücher gerne und wir haben eine riesige Sammlung, aber von den Pixi Wissen-Büchern bin ich fast noch begeisterter. Hier hat man so schnell ein paar kurze Sachtexte zu den verschiedensten Themen zusammen. Gerade in der Schule lassen sie sich vielfältig einsetzen, aber auch zu Hause ist eine solche Bibliothek aus kleinen, interessanten Büchlein eine tolle Sache

Pixi Wissen, Carlsen Verlag, 1,99 € pro Buch

In Kunstwerken auf die Suche gehen

Cover können ganz schön täuschen. Das ist mir aktuell bei „Wo ist Nils der Eisbär?“ passiert. Der Titel ist in dicken blauen Buchstaben auf eine Schneelandschaft gedruckt und ich habe ohne groß darüber nachzudenken, eine niedliche Eisbärengeschichte erwartet. Als ich dann das Buch aufschlug, staunte ich über die Kunstwerke verschiedener Künstler, die es hier auf jeder Seite zu entdecken gibt. Häh? Okay, ein etwas intensiverer Blick auf den Klappentext hätte dieses Missverständnis verhindert. Im Buch erfährt man übrigens, dass es sich bei der Schneelandschaft um das Bild „Die Elster“ von Claude Monet handelt.

Nils versteckt sich in Kunstwerken

Nils ist eine Eisbären-Skulptur, die von Francois Pompon erschaffen wurde und im Musée d’Orsay beheimatet ist. Allerdings langweilt es ihn immer auf der selben Stelle stehen zu müssen und so erkundet er die anderen Kunstwerke im Museum. Natürlich darf er das nicht und so versteckt er sich stets gut auf den Kunstwerken.

Aber wir Leser dieses Buches, die Nils folgen, sind natürlich ehrgeizig genug um Nils auf jedem Bild und in jeder Skulptur zu entdecken. Und falls uns das mal nicht gelingen sollte, so werden uns am Ende zum Glück die Lösungen verraten. Auf vielen Bildern findet man Nils sehr schnell, bei manchen sucht man eine ganze Weile und bei ein paar Bildern wirft man dann doch mal schnell einen Blick in die Lösung. Der Eisbär wurde insgesamt toll in die Bilder integriert.

So vermittelt man Kunst

Nachdem ich verstanden habe, dass es sich bei diesem Buch nicht um eine Geschichte handelt, war ich schnell von dem Konzept begeistert. Für Kinder ist das Buch erst einmal ein spannendes Wimmelbuch, bei dem eben der Eisbär auf jeder Seite gefunden werden soll. Gleichzeitig beschäftigen sie sich aber sehr intensiv mit verschiedenen Kunstwerken (die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts stammen). Hier kommt auch für Familien, die ansonsten weniger mit Kunst anfangen können, die Kunst nicht langweilig daher. Man braucht keinen besonderen Zugang zu ihr zu haben, denn diesen bekommt man durch die Suche nach Nils automatisch. Bei den Bildern stehen auch Titel, Jahreszahl und Künstler dabei. Wenn Kinder sich länger mit dem Buch beschäftigen, kann man darauf natürlich auch eingehen, aber ich finde, dass erst einmal die unbewusste und offene Beschäftigung mit den Bildern im Vordergrund stehen sollte.  Vielleicht kommen dann von den Kindern ja sogar selber Fragen zu den Bildern.

Wo ist Nils der Eisbär?“ ist ein tolles Kunstbuch für Kinder, aber auch Erwachsene werden an der Suche nach dem Eisbären Freude haben und können dabei vielleicht sogar noch die Kunst für sich entdecken.

Wo ist Nils der Eisbär? von Nicolas Piroux, belser Verlag, ISBN: 978-3-7630-2776-7, 14,99€

Minimax: Steht im Wald ein kleines Haus

Wenn ich in einer Buchhandlung in der Kinderbuchabteilung mal wieder in Begriff bin, viel zu viel Geld auszugeben, dann gucke ich noch mal schnell in den Ständer mit den Minimax-Büchern vom Beltz & Gelberg Verlag und werde dort meistens fündig. In diesem Format werden tolle, erfolgreiche Bilderbücher zu einem günstigen Preis herausgebracht. Okay, man muss auf ein großes Bilderbuch in Hardcover verzichten, aber manchmal finde ich sogar die kleineren Softcoverbücher angenehmer – vor allem wenn es in den Urlaub geht.

Ein Lied als Buch

Ganz aktuell liegt das Buch „Steht im Wald ein kleines Haus“ im Minimax-Format vor mir. Der Text ist eigentlich ein Kinderlied, zu welchem ich eine ganz besondere Beziehung habe. Ich habe es in meinem Auslandsjahr in Schweden auf Schwedisch kennengelernt und bis ich eigene Kinder hatte, wusste ich gar nicht, dass es das auch auf Deutsch gibt. Dieses Lied löst also sehr positive Gefühle in mir aus und so freue ich mich, dass ich jetzt sogar ein Bilderbuch davon habe, in dem es jedoch noch zwei weitere Strophen zusätzlich zu der mir bekannten gibt.

Der Inhalt des Buches ist rasch erzählt: Im Haus vom Reh werden alle aufgenommen, die ängstlich bei ihm klopfen, da ihnen sonst der Tod droht. Hase und Fuchs fürchten sich vor dem Jäger und der Jäger ist vor Hunger ganz schwach. Alle dürfen zum Reh hereinkommen, aber sie müssen sich vertragen und sich gegenseitig die Hand reichen und das Gewehr bleibt vor der Tür stehen.

Ähnlich wie „Wer klopft bei Wanja in der Nacht“

Eine schöne Geschichte mit toller Botschaft (Hilfsbereitschaft, Miteinander, Toleranz), die mich auch an das Buch „Wer klopft bei Wanja in der Nacht“ erinnert. Große, einfache Bilder, auf denen in erster Linie die handelnden Figuren mit ausdrucksstarker Mimik zu sehen sind, zeigen das Geschehen sehr eindrücklich.

Mein Fazit ist, dass man auch mit dem Griff nach „Steht im Wald ein kleines Haus“ im Minimax-Ständer absolut nichts falsch macht. Vielmehr erhält man hier einen Kinderliedklassiker mit wichtiger Botschaft, der wunderbar in einem Buch mit Illustrationen der bekannten Jutta Bauer herausgebracht wurde.

Steht im Wald ein kleines Haus von Jutta Bauer, MINIMAX, Beltz & Gelberg Verlag, ISBN: 978-3-407-76179-8, 6,50€

Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag

In der Monatsaufgabe der Oetinger-Sommer-Reading-Challenge geht es um die Lieblingsbücher aus der Verlagsgruppe Oetinger. Oh, das ist für mich ganz einfach, denn der Oetinger Verlag ist auch der Astrid Lindgren-Verlag. Hier wurden all ihre wunderbaren Bücher herausgebracht und die allermeisten davon besitze ich auch. Ich bin ein riesiger Astrid Lindgren Fan. Früher habe ich immer gesagt, dass Michel aus Lönneberga meine Lieblingsfigur von ihr ist, aber mittlerweile denke ich dann gleichzeitig, dass ich doch auch Madita, Lotta, Ferien auf Saltkrokan und Ronja Räubertochter unglaublich gerne mag. Es sind einfach alles ganz tolle Bücher. Auch „Tomte Tummetott“ oder „Ich will auch in die Schule gehen“ liebe ich. Ganz besonders stolz bin ich auf meine Astrid Lindgren-Edition,  die viele ihrer Werke enthält. Diese darf sogar schön im Wohnzimmer stehen. Die meisten Bücher habe ich sowieso doppelt im Kinderzimmer im Regal stehen.

Bücher von Sven Nordqvist

Es gibt aber auch noch andere Bücher aus dem Oetinger Verlag, die bei uns sehr häufig in die Hand genommen werden und das sind unter anderem die Bücher über Pettersson und Findus, aber auch die Mama Muh-Bücher. Als der Große zwei, drei Jahre alt war, waren Pettersson und Findus hier das allergrößte. Wir haben die Bücher rauf und runter gelesen, die CD mit den Liedern gehört und gesungen und Szenen nachgespielt. Eine Pettersson-Handpuppe sowie ein Findus-Kuscheltier sind hier in dieser Zeit auch eingezogen. Jetzt ist das Bücherwürmchen sechs Jahre alt und eigentlich sind die Bücher für dieses Alter immer noch sehr gut geeignet. Sie sind aber mittlerweile im Bücherregal ein wenig nach hinten gerutscht. Wir müssen sie unbedingt mal wieder hervorholen und lesen.

Mama Muh ist einfach prima vorzulesen. Man kann bei der Krähe herrlich krächzen und Mama Muh mit ruhiger, „gemuuuhtlicher“ Stimme lesen. Ein riesiger Spaß!

Welches sind eure Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag?

Wer liebt es zu lesen? Leseratte Otilie

Ist euer Kind eine Leseratte? Dann kann es bestimmt Otilie, die Leseratte, gut verstehen, die von A bis Z liest und sich beim Schlafen gehen schon aufs Weiterlesen freut. Ja, Otilie liest sich in dem Buch „Das ABC der Leseratte – Von Affenzahn bis Zuckerwatte“ durch das ganze Alphabet. In lustigen Reimen kommt jeder Buchstabe einmal bunt hervorgehoben vor. Und wer gut aufpasst, entdeckt auch den einen oder anderen Held aus bekannten Büchern und Märchen.

Zu Otilie gibt es übrigens noch weitere Produkte wie z.B. ein Plüschtier. Das würde sich sicherlich auch sehr gut in einer ersten Klasse oder in der Kinderecke einer Bibliothek machen.

Gereimter Text

Das Buch ist wirklich schön gemacht. Die Reime machen den Kindern Spaß und noch mehr Witz bekommt das Buch, wenn man gemeinsam überlegt welche Bücher hier erwähnt werden. Nicht alle Reime haben konkrete Bücher im Kopf, aber Kinder finden oft auch zu diesen Versen ein mehr oder weniger passendes Buch. Es macht richtig viel Spaß gemeinsam passende Buchtitel zu finden. Sind die Kinder schon etwas älter, kann man sogar mit ihnen ein eigenes Lese-ABC mit Büchern, die sie selbst gelesen haben, erstellen. Das ist mit den Reimen nicht ganz einfach, aber einzelne Verse schafft man bestimmt. Es muss ja nicht gleich von A bis Z gehen.

Die bunten Bilder in dem Buch sind fröhlich und lebendig. Die Verse sind mit großem Abstand gedruckt, so dass Leseanfänger sich durchaus gerne an die Vierzeiler heranwagen.

Insgesamt ist das Buch über die Leseratte Otilie ein schönes ABC-Buch und über die Lust am Lesen. Es eignet sich natürlich auch gut als Geschenk zum Schulbeginn.

Leseratte Otilie: Das ABC der Leseratte – Von Affenzahn bis Zuckerwatte von Susanne Lütje und Wiebke Rauers, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0773-3, 7,99€

Ein Beitrag zur Oetinger-Summer-Reading-Challenge

Oetinger-Summer-Reading-Challenge von Kathrineverdeen

Jetzt ist der Juni schon fast zu Ende und ich habe gerade erst zufällig von der tollen Challenge von Kathrin gelesen. Sie hat eine Oetinger-Summer-Reading-Challenge organisiert. Und da ich gaaaanz viele Bücher aus dem Oetinger Verlag toll finde, habe ich mich kurzerhand entschlossen, noch schnell daran teilzunehmen. Zum Glück kann man sich nämlich noch bis zum 1. August anmelden. Ihr habt also auch noch die Chance hier mit zumachen.

Bei der Challenge kann man durch ganz verschiedene Aufgaben Punkte sammeln, die in jedem Monat und natürlich auch insgesamt zusammengezählt werden. Sowohl in jedem Monat als auch am Ende gibt es etwas zu gewinnen. Wenn ihr neugierig auf die Challenge seid, dann schaut doch mal bei Kathrin auf dem Blog vorbei. Dort findet ihr auch die Bedingungen und die Möglichkeiten zum Punkte sammeln.

Da ich gerade erst von der Challenge erfahren habe, steht mein Punktekonto natürlich noch auf Null, aber das wird sich hoffentlich bald ändern. In meinen Regalen finden sich einige Oetinger-Bücher und das erste Foto für Instagram habe ich auch schon gemacht. Es wartet nur noch darauf gepostet zu werden. Eine erste Rezension zu einem schönen Bilderbuch bekommt ihr ebenfalls in den nächsten Tagen. Außerdem möchte ich auch noch die Monatsaufgabe im Juni erfüllen, bei der es um die Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag gehen soll. Es steht also in diesem Monat noch einiges an.

Jugendrezension zu „Sommernachtsfunkeln“

Copyright: Arena Verlag

Der Roman „Sommernachtsfunkeln“ ist etwas für alle Leser, die gerne Liebesgeschichten mit mysteriösen Geheimnissen mögen.

In dem Buch geht es um die europäische Kati, die wegen eines Unfalls eine große Narbe auf der rechten Wange hat. Diese Narbe verändert ihr Leben und ihren großen Traum an die Royal Skakespeare Academy zu gehen. Kati geht als Aupair nach Los Angeles um dort neu zu starten und sie will ihren Vater finden, der laut ihrer Mutter ein Kriegsheld ist. Durch Jeff und Lucy, die Inhaber einer beliebten Bar, bekommt Kati ihr Selbstbewusstsein zurück und traut sich im Lived, der Bar von Lucy und Jeff, einen Shakespeare-Auftritt. Doch es scheint alles anders zu sein, als es aussieht. Das zeigt Luke Kati. Er ist ihr Ex-Freund und plötzlich in Los Angeles um Kati seine Liebe zu ihr zu gestehen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es gibt romantische Szenen, aber auch spannende Aufklärungsteile mit denen die Wahrheit ein Stück näher ans Licht kommt. Ebenfalls fand ich es gut, dass das Buch in der Perspektive von Kati und von Luke geschrieben wurde. So kann man wissen, was in Europa und was in Los Angeles gerade in diesem Moment geschieht. Außerdem erfährt man dadurch Katis und auch Lukes Gefühle, so dass man einen anderen Blick auf die Geschichte hat.

Ich kann das Buch „Sommernachtsfunkeln“ weiterempfehlen. Es war fesselnd bis zur letzten Seite.

Annika, 12 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Sommernachtsfunkeln von Beatrix Gurian, Arena, ISBN: 978-3-401-60322-3, 16,99€

Der Kreislauf des Lebens in einem Bilderbuch

Der Tod – ein schwieriges, trauriges Thema, insbesondere für Erwachsene. Dennoch ist es natürlich ein Thema, über das man mit Kindern sprechen sollte, denn Kinder stellen Fragen. Wir haben nicht viele Bücher zu dem Thema, da mein Mann dieses Thema am liebsten vermeiden möchte und die Bücher dann schnell weggeräumt werden. Aber ein Buch wollte ich dann doch gerne haben. Ich habe es auf dem Blog Kinderbuch-Detektive entdeckt und ich konnte mir gut vorstellen, dass es für Kinder interessant ist: „Wo bleibt die Maus? Vom Kreislauf des Lebens

Verwesungsprozess einer Maus

Es ist kein Buch, welches die Trauer um einen Menschen oder ein Haustier thematisiert. Es ist ein Buch, welches realistisch aufzeigt, was mit einer toten Maus in der Natur passiert. Erwachsene mögen das Buch abschreckend finden, denn hier wird eben (in gezeichneten Bildern) gezeigt, wie Fliegen Eier auf die Maus legen und wie die Maden sich von der Maus ernähren und immer größer werden. Schön ist das tatsächlich nicht anzusehen, wobei es wie gesagt wenigstens keine Fotos, sondern realistische Zeichnungen sind. Kinder wollen aber wissen, wie das Leben funktioniert. Sie fragen nach und wollen genaue Erklärungen haben, wie etwas ist und warum es so ist, wie es ist. Sachbücher liegen bei ihnen häufig hoch im Kurs. Und genau dieses Interesse befriedigt das Buch. An sich ekeln sich die Kinder nicht vor diesen Bildern, wobei sie häufig schon von den Erwachsenen vorgeprägt sind und so entsprechende Äußerungen tätigen, aber an sich interessiert es sie brennend, was mit der Maus passiert. Es geht für sie hier nicht um Tod, sondern um den Vorgang, der in der Natur passiert. Darüber hinaus kann man das Ganze ja auch positiv sehen, worauf der Untertitel hinweist: „Vom Kreislauf des Lebens“. Es geht hier nicht nur um den natürlichen Tod, sondern auch um das Leben. Am Ende des Buches gibt es viele neue Fliegen.

Der Text in diesem Buch begleitet die Bilder ganz neutral. Es wird in kurzen Worten erzählt, was passiert. Das Buch „Wo bleibt die Maus?“ ist kein Buch, welches die Thematik Tod bespricht. Zumindest nicht im Sinne von Abschied nehmen, Haustier gestorben, Trauer oder ähnlichem. Es ist ein Bildersachbuch, das einen Vorgang von Seite zu Seite darstellt, den Kreislauf des Lebens. Es ist sicherlich nicht unbedingt ein Buch, welches Erwachsene mit Begeisterung in die Hand nehmen, aber es ist dennoch ein Buch, welches dabei hilft, den Tod als etwas Natürliches wahrzunehmen, etwas, das zum Leben dazugehört.

Wo bleibt die Maus? Vom Kreislauf des Lebens von Mark Benecke, illustriert von Lisa Fuss, Buchvolkverlag, ISBN: 978-3-944581-12-5, 12,90€

Jugendrezension zu „Wir beide wussten, es war was passiert“

Der bereits mit dem Deutschen Jugendpreis nominierte Roman „Wir beide wussten, es war was passiert“ ist abwechslungsreich, ungewohnt und mit wertvollen Botschaften zwischen den Zeilen gesegnet, einfach nur toll.

Das Buch besteht aus ein bis drei Seiten langen Texten, die aussehen wie Gedichte. Reimen tut sich hier jedoch nichts, die einzelnen Texte aus mehreren Erzählperspektiven sind kurz, knackig und schlichtweg ergreifend. Sobald man sich erst mal an den Schreibstil gewöhnt hat, liest sich der Roman flüssig und man will ihn kaum noch aus der Hand legen. Zwei der drei Personen, aus dessen Perspektiven geschrieben wird, sind äußerst charakterstark und treffen aufeinander. Die beiden verleihen dem Buch an manchen Stellen Pfeffer, Hoffnung, aber auch tiefschürfende Melancholie. Durch die dritte Perspektive, ein Mädchen, wird für alle potenziellen Leser, egal welchen Geschlechts, der Roman interessant und lesenswert.

Nach der bereits erwähnten kurzen Eingewöhnungszeit habe ich das Buch mit Freude und tiefem Ergreifen gelesen. Die verschiedenen Charaktere und ihre Geschichten haben mich begeistert und teilweise innerlich verstummen lassen. Ich empfehle das Buch jedem ab 14 Jahren und dem Zeitpunkt, an dem man bereit ist, Neues einzugehen und für kurze Zeit in eine andere Seite unserer doch so schönen Welt einzutauchen.

Lisa, 14 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Wir beide wussten, es war was passiert von Steven Herrick, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, Thienemann Verlag, ISBN: 978-3-522-20219-0, 14,99€

Mehr über den Inhalt des Buches findet ihr in meiner Rezension zu dem Buch.