Leseförderung: Lese-Geschichten zum Gestalten

Die Schulanfänger hatten bereits ihre ersten Ferien und so langsam beginnen sie ihre ersten Wörter zu lesen. Nun ist es wichtig trotz der großen Anstrengung die Lesemotivation zu wecken. Sobald die Kinder erste Sätze bewältigen sind die „Lese-Geschichten zum Gestalten“ eine tolle Möglichkeit dazu.

Ich habe mir das erste Buch dazu mal angeschaut. Hier findet man gleich drei Geschichten: „Kleine Maus allein zu Haus“, „Bruno der Zirkusbär“ und „Eine tolle Schnur aus Wolle“. Zu allen Geschichten gibt es Kopiervorlagen, aus denen dann jedes Kind sein eigenes Buch gestalten kann. Das ist doch eine tolle Sache für Kinder: Ein eigenes Buch! Und dann auch noch ein Buch, das man nicht nur selber gestaltet hat, sondern auch ein Buch mit einfachen, kurzen Sätzen, die man selber lesen kann.

Die Texte sind übrigens alle gereimt, was das Lesen ebenfalls vereinfacht.

Bei allen Geschichten müssen die Kinder die einzelnen Seiten gestalten, wobei sie natürlich bereits die Sätze mehrfach lesen – eine wunderbare Übung, die von den Kindern kaum bemerkt wird. Die Gestaltung erfolgt unterschiedlich: Bei der Geschichte mit der Maus werden Figuren gefaltet, bei der Geschichte vom Zirkusbären muss der Bär in unterschiedliche Stellungen gebracht werden und bei der letzten Geschichte wird auf einmal eine Schnur lebendig und verwandelt sich in verschiedene Sachen. Hier müssen die Kinder beim Aufkleben der Schnur motorisches Geschick beweisen. Es geht also bei allen Geschichten nicht nur ums Lesen, sondern auch um die Feinmotorik und verschiedene Basteltechniken.

Ich finde die Idee dieser selbstgestalteten Bücher einfach klasse. Sie sind meines Erachtens eine prima Leseförderung, die nicht nur in der Schule stattfinden kann. Auch zu Hause werden Kinder sich gerne an eine solche Bastelarbeit setzen und auch im Kindergarten kann man diese Projekte bereits unter anderen Aspekten durchführen.

Die Hinweise für die Lehrkraft zur Bearbeitung und Vorbereitung sind sehr klar und verständlich. Man muss das Ganze eigentlich nur noch durchführen.

   

Bücherwürmchen hat die Geschichte von der kleinen Maus allein zu Haus im Kindergarten gestaltet. Hier ging es natürlich nicht ums Lesen, sondern um das Ausschneiden von Figuren sowie das Falten nach Anweisung. Damit es für die Kinder nicht zu viel Arbeit wurde, wurde die Maus abwechselnd ausgeschnitten und aufgemalt. Das Produkt, das dabei herauskam, ist aber auf jeden Fall sehr schön geworden und eine tolle Erinnerung an den Kindergarten.

„Lese“-Geschichten zum Gestalten von Maria Schmetz, BVK, ISBN: 978-3-86740-043-5, 14,50€

 

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Rezension: Müffelmax

Nicht nur mein Sohn ist ein Fan der Edition Pastorplatz, auch ich bin immer wieder begeistert von den aufwändig und liebevoll herausgegebenen Büchern des Verlags. Heute möchte ich euch den „Müffelmax“ vorstellen:

Die Geschichte an sich ist etwas abstrus, aber enthält bereits viel Witz. Außerdem tolle, lebendige Figuren: Angefangen vom lebenslustigen und manchmal etwas frechen Max und seinen ganz normalen Eltern, die sich nicht in allen Erziehungsfragen zu helfen wissen bis hin natürlich zu Fritz Menschenfresser, Beruf Riese. Er scheint ein sehr finsterer Geselle zu sein, doch er ist ein Kompost-Vegetarier, den der faulige Geruch eines Kompostes anlockt. Nun ja, einmal hat er sich dabei ziemlich vertan, denn der Geruch kommt gar nicht von verdorbenen Obst und Gemüse, sondern von einem Kind, das sich weigert sich zu waschen. Klar, dieses Kind ist natürlich Max. Zunächst verjagt Max den Riesen durch seinen lauten Schreckensschrei, aber irgendwie wird Fritz wie magisch von diesem Kind angezogen. Max möchte sich aber nicht noch einmal so erschrecken lassen und legt sich mit seinem Lasso auf die Lauer. Letztendlich glückt es ihm sogar Fritz einzufangen und so kommen die beiden ins Gespräch und werden beste Freunde. Und damit Fritz nicht doch mal ausversehen an Max knabbert, fängt dieser sogar an sich zu waschen – zumindest zwei Mal im Monat.

Herrliche Bilder

So richtig zum Leben erweckt wird die Geschichte durch die Bilder, die ich einfach liebe. Sie sind humorvoll, zeigen einen sympathischen aufgeweckten Jungen und lassen uns die Geschichte mit all ihren Details miterleben. Es ist einfach herrlich wie Mele Brink die Szenen aufs Papier bringt und uns den Witz des Textes vor Augen führt. Wunderbar ist der Vater, der mit einem Tuch über der Nase im Spielzimmer sitzt, witzig die Mutter und die Katze mit Wäscheklammer auf der Nase. Überhaupt ist die Katze eine tolle Nebendarstellerin, auf die man immer  mal wieder einen Blick werfen sollte. Es wäre doch zu schade, wenn man nicht sehen würde, wie sie sich als Indiander-Katze in Schale geworfen hat.

Übrigens habe ich das Gefühl, dass Mele Brink eine Vorliebe für Messlatten hat. Bei ihren Illustrationen findet man in vielen Büchern eine Messlatte um Größen von Tieren und Menschen darzustellen.

Und worum geht es jetzt? Egal, das Buch ist klasse!

Ich muss zugeben, so ganz klar ist mir der Sinn dieser Geschichte nicht. Aber vermutlich ist das mal wieder so ein Erwachsenenproblem – oder sogar ein typisches Miri-Problem? Hm, ein bisschen unangenehm ist mir das ja schon. Am Ende eines Buches, insbesondere, wenn ich es bespreche, frage ich mich, worum ging es in dem Buch und was möchte es seinem Leser sagen. Ja, und was möchte der Müffelmax uns nun sagen? Regelmäßig waschen? Hat ja nur so halb geklappt… Als Eltern keine falschen Drohungen aussprechen, denn nachher bewahrheiten sie sich noch in Form von Riesen? Ist ja nicht so schlimm… Freundschaft ist auch zwischen ganz verschiedenen Personen und Wesen möglich? Das ist auf jeden Fall schön! Aber letztendlich ist es auch egal, was bei dem Buch letztendlich herum kommt, denn das Buch macht einfach Spaß und zwar sowohl in Text und Bild. Und ganz besonders toll ist bei diesem Buch das Zusammenspiel von Text und Bild, welches einen Seite für Seite wieder erfreut. Da ist es dann auch nicht wichtig, ob man am Ende noch den Durchblick hat.

Müffelmax von Silke Farmer und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-22-5, 14€

Adventskalender – Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem

Ich habe euch gerade den Pixi-Adventskalender mit 24 Pixi-Büchern vorgestellt und heute stelle ich euch noch eine andere Art von Adventskalender vor, denn ein Adventskalender zum Vorlesen gehört für mich in der Adventszeit auf jeden Fall dazu. Besonders schön finde ich hier die Kalender aus dem Kaufmann Verlag, denn sie beinhalten neben der Geschichte häufig noch ein Extra. Dies kann ein dazugehöriges Poster sein, ein Fensterbild, welches nach und nach entsteht oder auch Figuren zum Basteln.

Besonders schön finde ich es, wenn es in der Geschichte um die biblische Weihnachtsgeschichte geht und so werden wir dieses Jahr „Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem“ vorlesen – „Ein Adventskalender zum Vorlesen und Basteln“. Das Schöne hier ist, dass man am Ende eine ganze Krippenszene gebastelt hat. Jeden Tag kommt eine Figur oder ein Gebäude hinzu, welches sich recht einfach basteln lässt. Andernfalls wäre einem das Ganze ja vielleicht auch lästig, denn immerhin soll die Lust daran 24 Tage erhalten bleiben. Im Prinzip muss immer nur die Vorder- und Rückseite einer Figur ausgeschnitten, zusammengefaltet und zusammengeklebt werden. Damit alles besser steht, gibt es zusätzlich eine Bodenverstärkung. Ab und zu müssen auch mehrere Teile verschiedener Tage zusammengefügt werden, aber dann erhält man eine weitere Anleitung.

In dieser Geschichte erleben wir die Weihnachtsgeschichte mit dem Hirtenjungen Jonathan, der in den Bergen von Galiläa die Schafe eines reichen Bauern hütet. Die Arbeit ist sehr hart und Jonathan träumt davon mehr von der Welt zu sehen als die Schafweiden oben in den Bergen. Doch Jonathan träumt nicht nur, er macht sich auf den Weg nach Jerusalem. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Menschen, die ihm neue Dinge zeigen und ihm helfen, während er sich ebenfalls hilfsbereit zeigt. Dabei kommt es auch zu einer Begegnung mit dem Zimmermann Josef, dem er hilft ein Haus zu bauen. Schließlich gelangt er nach Jerusalem, wo er der Bote eines reichen Mannes wird. Auch wenn es durch Träume und Begegnungen bereits angedeutet wurde, kommt das Ende ein wenig plötzlich: Jonathan sieht den Königsstern und er geht zum Kind in dem Stall.

Es ist schön, dass es hier zwar um die biblische Weihnachtsgeschichte geht, dass aber erst einmal Jonathans Reise und seine Stationen, die zunächst gar nicht das Kind im Stall als Ziel haben, im Vordergrund stehen. So langweilen sich auch Kinder nicht, die die Weihnachtsgeschichte bereits gut kennen. Die einzelnen Kapitel sind ziemlich kurz. Möglicherweise werden Kinder, die lange Vorlesegeschichten enttäuscht sind, wenn täglich nur eine kurze Sequenz vorgelesen wird, aber so hat man auf jeden Fall gut die Möglichkeit auch den ganzen Kalender in der Adventszeit zu lesen – selbst wenn man mal einen Tag nicht zum Lesen kommen sollte. Und wer gerne mehr lesen möchte, greift dann eben zusätzlich noch zu anderen schönen Weihnachtsbüchern.

Mir gefällt es sehr gut, dass man anhand der Figuren und der anderen Teile die Geschichte die ganze Weihnachtszeit über nachvollziehen kann. Es ist schön, wenn die Geschichte die ganze Zeit über und nicht nur beim Vorlesen präsent ist. Auch an den Weihnachtstagen kann sie einen somit begleiten und die Kinder haben ihre eigene Weihnachtskrippe, die man natürlich auch in den nächsten Jahren noch aufstellen kann.

Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem – Ein Adventskalender zum Vorlesen und Basteln von Renate Schupp und Milada Krautmann, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-0899-4, 14,95€

Pixi-Adventskalender

Die Pixi-Challenge ist nun fast beendet. In den letzten Tagen sind noch ein paar Mails mit Beiträgen bei mir angekommen, die ich in den nächsten Tagen noch aktualisieren muss und dann wird von allen erfolgreichen TeilnehmerInnen eine Gewinnerin/ein Gewinner ausgelost.

Vorher möchte ich euch aber Lust darauf machen, auch die nächste Zeit mit Pixibüchern zu verbringen. In etwa einem Monat beginnt die Adventszeit und da nimmt man sich nicht nur gerne Zeit zum Vorlesen, sondern man wird auch mit dem Pixi-Adventskalender mit ausreichend Lesestoff versorgt.

Ich wollte schon immer gerne einen Pixi-Adventskalender für meine Kinder haben, aber da ich immer selber einen Säckchenkalender bestücke, habe ich dann doch keinen besorgt. Dieses Jahr gibt es aber zusätzlich den Pixi-Adventskalender, welcher 22 Pixibücher und zwei Maxi Pixis enthält und das alles für einen echt fairen Preis (für den man selbst keinen Kalender mit Pixibüchern bestücken könnte).

Der Adventskalender sieht schon so toll aus und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn die Kinder ihn zu sehen bekommen. Er ist ziemlich groß und hat zwei Seiten, damit auch alle Türchen Platz finden. Auf der ersten Seite befinden sich die ersten zwölf Türchen und auf der anderen Seite die anderen zwölf. So hat man direkt auch zwei große Bilder zum Betrachten. Und es gibt eine Menge zu sehen – so wie auf einem Wimmelbild: Es ist Winter und es liegt Schnee. Pixi und seine Freunde bereiten sich auf Weihnachten vor. Ich finde es toll, dass auf den Bildern Pixi selber und seine Freunde wie Enrico Bär, Ricky Waschbär, Erich Igel und Hase Langbein vorkommen, denn diese gehören zu unseren liebsten Pixifiguren. Besonders schön werden die Bilder durch die Stellen mit Glitzer. Also, ich finde ihn wirklich richtig toll!

Nun seid ihr natürlich neugierig, was sich für Pixibücher hinter den Türchen verbergen, aber da bin ich momentan noch genauso neugierig wie ihr, denn einen Adventskalender darf man schließlich erst am 1. Dezember öffnen. Aber ich habe für euch schon einmal hinter vier Türchen gelukt und kann euch verraten, dass sich hier ganz unterschiedliche Pixibücher verraten: Natürlich geht es manchmal um Weihnachten oder Winter, aber es gibt auch Pixibücher mit anderen Themen. Ob Pixi und seine Freunde in dem einen oder anderen Pixibuch vorkommen, weiß ich leider noch nicht.

  

Pixi-Adventskalender mit 24 Pixi-Büchern, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-04159-3, 19,99€

Rezension: Diebe im Dunkeln

Spannung, Abenteuer, Freundschaft und Pferde – Dana Menzel hat die perfekten Zutaten für ein Jugendbuch in ihrem Buch „Diebe im Dunkeln“ verwendet.

Amy, Annika und Adana haben das Glück, dass sie ihre Sommerferien gemeinsam auf dem Reiterhof „Sternenfriese“ verbringen. Sie sind beste Freundinnen und lieben Pferde – es könnte also ein wunderbarer Sommer werden. Allerdings entdecken die drei Mädchen bereits bei der ersten Hofführung eine Falltür, in einem Stall, der von den Ferienkindern nicht betreten werden darf. Das Verbot ist den Mädchen bewusst, aber ihre Neugierde siegt und sie möchten herausfinden, was es mit der Falltür auf sich hat. Schnell geraten sie so in ein Abenteuer, bei dem sie sich letztendlich selber in Gefahr bringen.

Das Buch ist spannend und man möchte als Leser dem Geheimnis genauso wie die drei Freundinnen auf die Spur kommen. Leider muss ich allerdings sagen, dass es einige Ungereimtheiten gibt, es stellen sich einem immer wieder Fragen, wie alles zusammenhängt und auch am Ende bekommt man keine richtige Antwort.

Buch einer Jugendlichen

Besonders interessant ist allerdings, dass dieses Buch von einer Vierzehnjährigen geschrieben wurde, was beachtlich ist. Ich finde es toll, dass der Verlag einer Jugendlichen die Chance bietet, ihr Buch zu veröffentlichen.

Sprachlich ist das Buch insgesamt gelungen. Insbesondere die Dialoge kommen realistisch herüber. Teilweise merkt man das Bemühen um eine passende und genaue Beschreibung, so dass sich an einigen Stellen Adjektive und eingeschobene Beschreibungen häufen. Das nervt manchmal etwas, aber letztendlich benutzt Dana Menzel durchgehend sehr treffende Worte.

Es wird spannend sein zu beobachten, was aus diesem Schreibtalent wird. Einen guten Anfang hat Dana Menzel mit ihrem Buch „Diebe im Dunkeln“ auf jeden Fall gemacht.

Diebe im Dunkeln von Dana Menzel, Lychatz Verlag, ISBN: 978-3-942929-48-6, 9,95€

Vorlesen: Die kleine Schusselhexe

Ich habe mich dazu entschieden, den Kindern im Kindergarten „Die kleine Schusselhexe“ vorzulesen, denn dieses Buch ist witzig und kam auch bei meinem Bücherwürmchen sehr gut an. Allerdings habe ich mich nur in Kombination mit dem Kamishibai für dieses Buch entschieden.

Kennt ihr das Kamishibai? Es ist ein Erzähltheater aus Holz, in dem man die Bilder im DIN A3-Format präsentieren kann. Ich fand es für diese Geschichte sehr geeignet, denn die reine Vorlesezeit des Bilderbuches beträgt etwa 10 Minuten. Das ist wirklich die äußere Grenze bei einer Gruppe mit ca. 10 Kindern. Ich war auch ein wenig unsicher, ob es klappen würde, aber es ging so gerade.

Einstieg mit Lied

Nach unserem Eingangslied haben wir noch ein weiteres Lied gesungen, welches die Kinder bereits aus dem Kindergarten kennen und zwar das Lied vom Zauberer Schrappelschrut. Bei dem Lied darf ein Kind, welches den Zauberer verkörpert, ein anderes Kind in ein Tier verzaubern: Schrippel Schrappel Huckebein, du sollst eine Katze sein! Das klappte natürlich prima und lauter verschiedene Tiere liefen durch den Raum.

Nun sollten die Kinder aber eine Hexe kennen lernen, bei der das mit dem Zaubern nicht immer so gut klappt: Die kleine Schusselhexe.

Vorlesen mit Kamishibai

Wir ließen das Buch mit der Wolke in das Reich der Geschichten empor steigen und alle Kinder riefen gemeinsam „Theater, öffne dich!“ Ich habe das Kamishibai geöffnet und den Kindern die Geschichte vorgelesen. Beim Lesen konnten die Kinder die Geschichte prima auf den Bildern im Erzähltheater sehen und dabei das Gelesene entdecken. Das war auch wirklich gut so, denn ich merkte schon, dass die Kinder nach einer Weile leicht unruhig wurden, etwas trinken wollten, ihr Kleid mit dem Kleid der Nachbarin verglichen etc. Mit kleinen Fragen zu Bildern und Geschichte konnte ich sie immer wieder zurück holen, aber länger hätte die Geschichte nicht sein dürfen.

Reime ergänzen

Die kleine Schusselhexe setzt am Ende ihrer Zaubersprüche immer ein falsches Wort ein. Dabei müsste sie eigentlich nur richtig reimen um das Gewünschte zu hexen. Diesen Punkt aus dem Buch habe ich aufgegriffen: Ich habe den Kindern Sätze vorgelesen, die mit einem Reim ergänzt werden sollen. Das haben die Kinder insgesamt prima hinbekommen.

Zum Abschluss haben wir dann noch unser Abschlusslied gesungen.

Es war wieder einmal eine schöne Vorlesestunde, in der ich das erste Mal mein Kamishibai ausprobieren konnte. Ich würde sagen, es kam gut an und wird sicherlich noch öfter eingesetzt werden!

 

Die kleine Schusselhexe als Bilderbuch, von Anu Stohner und Henrike Wilson, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-24161-9, 14€

Die kleine Schusselhexe – Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater, Anu Stohner und Henrike Wilson, Don Bosco, 14,95€

Rezension: Die kleine Schusselhexe (Kamishibai)

Hexen sind ein beliebtes Thema in Bilderbüchern. Auch Kindergartenkinder mögen Hexen, insbesondere wenn sie lustig sind und witzige Dinge hexen. Gereimte Zaubersprüche mit erfundenen und spaßigen Wörtern und mit Reimen machen ihnen Freude. So ist es auch bei der kleinen Schusselhexe, die in dem Bilderbuch „Die kleine Schusselhexe“ alles durcheinander bringt.

Fehler machen ist nicht schlimm

Sie ist eine kleine Hexe, die fröhlich durchs Leben geht. Es macht ihr auch nichts aus, dass sie bei den Zaubersprüchen manchmal das entscheidende Wort vergisst und dann zur Schadenfreude der großen Hexen etwas Falsches hext. Ihr schiefes Hexenhaus, der krumme Besen und das blaue Kaninchen gefallen ihr sogar sehr gut. Am Ende hilft ihre Vergesslichkeit sogar dabei, die Hexen vor dem riesengroßen Riesen zu bewahren.

Das Buch ist witzig und macht Spaß. Außerdem zeigt es, dass Sachen, die misslingen oder nicht perfekt sind, durchaus ihren Vorteil haben können. Für Kinder ist es immer toll, wenn die Kleinen am Ende ganz groß herauskommen.

Bildkarten für das Kamishibai

Von dieser Geschichte gibt es im Don Bosco Verlag Karten für das Kamishibai (Erzähltheater). Die Bilder aus dem Buch werden hier in DIN-A3 Größe präsentiert. Der gesamte Text wird ebenfalls mitgeliefert.

Meines Erachtens eignet sich die Geschichte sehr gut für das Kamishibai. Die Bilder lassen sich aus dem Halbkreis gut erkennen. Sie zeigen genau das, was in dem Text passiert und wenig drum herum, wobei es immer wieder etwas gibt, was die Kinder entdecken können. Das kann auf dem zweiten Bild die Katze sein oder am Ende der Geschichte der lachende Bär im Wald. Trotz Wald, Hexen und Riesen und wirken die Bilder nicht beängstigend. Die Kinder können gut einschätzen, dass es hier nicht gruselig wird. Durch die Bilder können die Kinder schon erahnen, was der Hexe als nächstes misslingt, so dass sie der Geschichte gut folgen können.

Der Text ist für ein Bilderbuch für jüngere Kinder schon recht lang. Man benötigt für die reine Vorlesezeit etwa 10 Minuten, was beim Vorlesen in einer größeren Kindergruppe schon an der Grenze ist. Gerade für ein solches Buch eignet sich das Kamishibai natürlich sehr gut, denn so bleiben die Kinder besser bei der Geschichte und das Zuhören wird ihnen erleichtert.

Heute Nachmittag erfahrt ihr dann auch wie die Präsentation des Buches im Kindergarten mit den vier- bis fünfjährigen Kindern geklappt hat.

Die kleine Schusselhexe als Bilderbuch, von Anu Stohner und Henrike Wilson, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-24161-9, 14€

Die kleine Schusselhexe – Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater, Anu Stohner und Henrike Wilson, Don Bosco, 14,95€

Pixichallenge auf Instagram

Meine Pixichallenge neigt sich dem Ende zu. Bis zum 31. Oktober haben die Teilnehmer noch Zeit 20 Pixibücher zu lesen, einige haben es bereits geschafft. Ich bin gespannt, wieviele es am Ende tatsächlich auf 20 Pixibücher geschafft haben – eigentlich nicht all zu schwierig, aber längst nicht alle werden dieses Ziel wohl erreichen.

Zum Ende der Challenge habe ich zusätzlich zu einer kleinen Pixi-Challenge auf Instagram aufgerufen. An den letzten 20 Tagen der großen Blogchallenge kann man auf Instagram nun 20 Pixibücher zu verschiedenen Themen zeigen.

Ich habe einfach mal ein paar Themen zusammengestellt und dabei selbst im Nachhinein festgestellt, dass manches gar nicht so einfach zu erfüllen ist…

Dieses sind übrigens meine Bilder zu den ersten Themen:

#Tiere:

#PixiKreativ:

#Sport:

#Freunde:

#Herbst:

#PixiWissen:

#Klassiker:

#Fahrzeuge:

#AndereSprache:

#AltesPixi:

#Reihe:

Ihr dürft übrigens gerne auf Instagram noch einsteigen und Bilder zu den verschiedenen Themen posten!

Messe-Highlights: Kirsten Boie und Paul Maar

Der Oetinger Verlag hat mir zwei Highlights auf der Frankfurter Buchmesse (HIER geht es  zu meinem Bericht Teil 1) beschert:

Ich durfte mich in einem Gespräch mit drei anderen Bloggerinnen (Mom’s Favorites and more, KinderwärtsKleine Familienwelt) mit Kirsten Boie (u.a. Erstlesegeschichten über „King-Kong“, „Die Kinder aus dem Möwenweg“, „Seeräubermoses“, „Ritter Trenk“, „Thabo“) austauschen. Was für eine Gelegenheit und was für ein Erlebnis! Außerdem hat Paul Maar (u.a. „Das Sams“) zu Beginn des Oetinger Blogger-Events gesprochen. Wie schön, dass ich ihn auf diese Art kennen lernen durfte. Vielen Dank, lieber Oetinger Verlag, für diese beiden unglaublichen Erlebnisse, über die ich nun ein wenig berichten möchte.

Mit Kirsten Boie haben wir uns ganz locker über die verschiedensten Themen unterhalten: Lesen, Kinder heute und früher, Afrika, das Schreiben von Büchern und vieles mehr. Kirsten Boie ist nicht nur eine richtig gute Kinderbuchautorin, sondern auch eine überaus sympathische Frau. Und wieder einmal stelle ich fest, dass hinter guten Kinderbüchern, die die Kinder und auch die Erwachsenen richtig ansprechen und sie über Jahre hinweg begleiten, tolle Menschen stecken, die nicht einfach nur schreiben, sondern die etwas vermitteln möchten, die etwas zu sagen haben und die sich engagieren.

Möwenweg-Stiftung: Bälle für Afrika

Kirsten Boie hat eine Reihe über Thabo geschrieben, die in Afrika spielt. Ich habe euch den letzten Band der Reihe bereits vorgestellt. Es ist ein spannendes, mitreißendes Buch mit sympathischen Charakteren und es kommt nur deshalb so authentisch herüber, da Kirsten Boie selbst viel in Swasiland unterwegs ist und dort unter den Menschen lebt. Sie hat das Land und die Menschen dort richtig kennen gelernt und sie liegen ihr wirklich sehr am Herzen. Es ist toll zu spüren, mit welchem Engagement, sie sich für die Menschen und insbesondere die Kinder dort einsetzt. Mit der Möwenweg-Stiftung unterstützt sie in Swasiland die Neighbourhood Carepoints, in der Waisenkinder von ehrenamtlichen Frauen betreut werden. Diese Frauen leisten wunderbare Arbeit, wie uns Kirsten Boie auch in unterschiedlichen Videos zeigen konnte, aber leider mangelt es an vielen Materialien, die praktisch nicht vorhanden sind. Wenn die Frauen eine Wunschliste für ihre Arbeit schreiben dürften, dann ständen dort Zeichenpapier und Bälle drauf. Ja, Bälle sind eine große Kostbarkeit für die Kinder in Swasiland, was auch in dem dritten Thabo-Band sehr eindrücklich geschildert wird. Wäre es nicht toll, wenn alle Kinder wenigstens die Möglichkeit hätten mit Bällen zu spielen? Sollten wir, bei denen es keinen interessiert, wenn ein Ball mal über eine Hecke fliegt und nicht wieder auffindbar ist, nicht in der Lage sein, diesen Herzenswunsch der Kinder zu erfüllen? Dafür reicht es aus, wenn jeder nur eine kleine Spende unter dem Stichwort „Bälle für Afrika“ an die Möwenweg-Stiftung einreicht. Macht doch alle mit! (Möwenweg-Stiftung, IBAN: DE10700205005020204000, BIC: BFSWDE33MUE, Bank für Sozialwirtschaft).

Schreiben ohne nachzudenken

Das Projekt liegt Kirsten Boie sehr am Herzen, aber wir haben uns natürlich auch über andere Themen unterhalten, bei denen Lesen und Bücher im Vordergrund standen. Es war sehr interessant zu erfahren, wie Kirsten Boie ihre Bücher schreibt. Ich glaube, sie ist eine so gute Schriftstellerin, da sie beim Schreiben nicht nachdenken muss. Sie schilderte diesen Vorgang so, als würde sie den Text aus ihrem Kopf abschreiben. Er fliegt ihr also quasi zu. Und dies ist doch eigentlich ein Zeichen dafür, dass das Schreiben ihre Berufung ist.

Am liebsten arbeitet Kirsten Boie vormittags, aber nicht immer hat sie Lust dazu zu schreiben. Sie liest sich zunächst durch, was sie am Tag vorher geschrieben hat und dann rutscht sie in die Geschichte hinein.

Kinder und Bücher

Ich wollte gerne wissen, ob sich etwas bei den Kindern geändert hat bzw. ob Kinder heute anders bei Lesungen sind als früher. Natürlich kann man so etwas nicht verallgemeinern, aber Kirsten Boies Beobachtung ist, dass die Schere weiter auseinander geht. Auf der einen Seite gibt es mehr Kinder, die vom Vorlesen gar nicht genug bekommen und die stundenlang zuhören können und auf der anderen Seite gibt es leider auch Kinder, denen bis zur Schule kein Buch begegnet ist. Es ist wichtig, dass für diese Kinder etwas getan wird. Für Kinder, die gerne lesen und die schon früh in Kontakt mit Büchern gekommen sind, gibt es immer Bücher. Anders ist dies bei Kindern, für die der Einstieg schwer ist. Hier sind schnellere Handlungsschritte und mehr Handlung, wie sie es z.B. aus dem Fernsehen gewohnt sind, nötig.

Auch die Schwierigkeit gute Erstlesebücher zu schreiben wurde angesprochen. Diese sollen natürlich inhaltlich spannend sein, während sie dennoch leicht zu lesen sein müssen. Aber auch wenn es gute Erstlesebücher gibt, sollte man das Vorlesen auch bei Grundschülern nicht vernachlässigen. Es ist so wichtig, dass Kinder in Geschichten eintauchen können und mehrere Tage immer wieder eine Fortsetzung einer solchen Geschichte erfahren können. Hier sind Vorleser von Nöten, denn es dauert lange bis Kindern das Selberlesen, welches zunächst eine große Anstrengung ist, Spaß macht.

Das Gespräch war äußerst interessant und wirklich ein ganz tolles Erlebnis. Ich habe Kirsten Boie als einen sehr sympathischen und engagierten Menschen erlebt. Ihre Bücher habe ich schon immer sehr gerne gelesen, aber nun, wo ich den Menschen dahinter kenne, werden sie noch mehr zu kleinen Schätzen für mich.

Beim Blogger-Event vom Oetinger Verlag durften wir Paul Maar begrüßen. Und das war auch richtig toll, denn er war ebenfalls überaus sympathisch und hat herrlich mitreißend vom Sams und seiner Arbeit als Autor erzählt: Wie ist das Sams entstanden? Wie arbeitet er? Was hält er von den neuen Illustrationen? Paul Maar gab uns überall zu gerne und ausführlich Auskunft.

Nachts kommen die besten Ideen

Nachts gegen 3 Uhr wacht Paul Maar meistens auf und bleibt dann für eine halbe Stunde wach. In dieser Zeit kommen ihm die besten Ideen – so auch die vom Sams. Eigentlich ging es jedoch im ersten Band gar nicht um das Sams, sondern vielmehr um Herrn Taschenbeier. Als Kind kannte Paul Maar einen Mann, der so angepasst und unsicher war wie Herr Taschenbier zu Beginn der Reihe. Es war ein netter Mann, der gut mit Kindern reden konnte, der aber nicht richtig zufrieden war. Als Kind konnte Paul Maar ihm nicht mehr Lebensfreude schenken, aber als Erwachsener konnte er ihm einen witzigen Gegenpart geben: Das Sams!

Neue Sams-Illustrationen

Das Sams entstand bereits in den 70er Jahren. Damals war ein Farbdruck sehr teuer. Das hat sich mittlerweile geändert und die meisten Kinderbücher haben farbige Illustrationen. So kennen es die Kinder heute. Da wäre es vielleicht auch angebracht, in den Sams-Büchern farbige Bilder zu bringen. Es würde Paul Maar jedoch über ein Jahr Zeit kosten alle Bilder in Farbe neu anzufertigen, so dass er sich eine andere Illustratorin gewünscht hat. Ihm gefallen die Bilder von Nina Dulleck, aber dennoch ist es nicht so ganz „sein Sams“. Und genauso geht es wohl vielen Erwachsenen. Erwachsene greifen gerne noch nach den alten Ausgaben, die übrigens weiterhin erhältlich sind, während Kinder wohl die neuen Illustrationen schöner finden.

Sehr spannend fände ich es, mal in eine der vielen Übersetzungen des Sams hineinzuschauen. Es ist gar nicht so einfach, dass Sams zu übersetzen, dessen Name ja mit der Sprache spielt. Ich wüsste gerne mal, wie der Übersetzer ins Arabische das hinbekommen hat, denn Paul Maar erzählte uns, dass dort die Wochentage einfach „Erster Tag“, „Zweiter Tag“, „Dritter Tag“ etc. heißen.

Das Sams feiert Weihnachten“ ist das neuste Sams-Buch von Paul Maar, aber ist es auch sein letztes? Er sagt: „Das ist jetzt der letzte Band!“ Aber das hat er nach jedem Band gesagt…

Ich bin dem Oetinger Verlag sehr dankbar dafür, dass ich Paul Maar bei diesem Event hören durfte. Es war richtig interessant und ich finde auch Paul Maar unglaublich sympathisch! Natürlich haben wir uns auch gleich mal das neue Sams Buch gekauft und ein Autogramm von Paul Maar haben wir auch bekommen.

Mein Sohn hat übrigens auf seinem Blog bereits etwas über das erste Sams-Buch geschrieben.

Erlebnis Frankfurter Buchmesse – Teil 1

Kurz bevor es auf die Frankfurter Buchmesse ging, war ich furchtbar aufgeregt und nun liegt die Buchmesse bereits hinter mir und ich bin voller neuer Eindrücke und überlege schon, wann es das nächste Mal die Gelegenheit für solch ein tolles Ereignis gibt.

Ja, die Frankfurter Buchmesse war toll und ich habe an den zwei Tagen, an denen ich dort war, unglaublich viel erlebt. Einen Tag war ich allein dort und einen Tag mit meinem Bücherwürmchen. Beide Tage waren richtig schön, aber durchaus ganz unterschiedlich. Ich kann jedenfalls sagen, dass es auf keinen Fall ein Fehler war mit Kind zur Buchmesse zu fahren. Letztendlich war der zweite Tag mit Kind sogar fast weniger anstrengend als der Tag ohne Kind, was aber natürlich daran lag, dass ich alles bewusst entschleunigt habe. Anstatt vieler Termine sind wir einfach ganz entspannt über die Messe gebummelt und haben uns an vielen Ständen hingesetzt und ich habe dem Bücherwürmchen ganz viel vorgelesen.

       

Kontakte zu Verlagen

Am ersten Tag hatte ich ein paar wenige Termine bei Verlagen, bei denen mir die Frühjahrsprogramme vorgestellt wurden. Darüber hinaus habe ich mit einigen Verlagsmitarbeitern gesprochen, die man (aus Mailkontakten) kennt. Das ist bei kleineren Verlagen (u.a. bei Südpol, Edition Pastorplatz, Jacoby & Stuart, Lychatz, DIX und einige andere) einfacher, aber auch bei den größeren (z.B. Carlsen, Oetinger, Coppenrath) hat es bei guten Kontakten geklappt. Insgesamt bin ich aber auch an vielen Ständen vorbeigelaufen, ohne mich zu trauen, die Leute dort anzusprechen. Vielleicht mache ich beim nächsten Mal einfach auch ein paar mehr Termine? Dann bekommt man zumindest durchgehend etwas zu trinken, was ja auch nicht schlecht ist. Ein paar (für mich) neue Verlage habe ich aber auch entdeckt und kurz Kontakt aufgenommen (z.B. 360 Grad Verlag oder Traumsalon Edition). Ihre Programme werde ich mir in Kürze noch genauer anschauen und euch hier natürlich alle positiven Entdeckungen auch zeigen.

        

Treffen mit anderen Bloggern

Angenehm fand ich auch Verlagstermine mit einer anderen Bloggerin. Mit Dagmar von Buchkind-Blog durfte ich dem Tulipan Verlag mitteilen, dass ihnen der Buchkönig verliehen wird, und Mona vom Tintenhain habe ich zu ihrem Termin beim Arena Verlag begleitet. So kommen einfach auch noch einmal andere Gespräche auf.

Überhaupt waren natürlich gerade auch die Treffen mit anderen Bloggern toll. Endlich durfte ich mal Mona vom Tintenhain kennen lernen, die ich über das Internet beinahe mein ganzes Bloggerleben lang kenne. Wir haben gemeinsam eine tolle Mittagspause verbracht. Auch über das Treffen mit Dagmar habe ich mich sehr gefreut, denn sie begleitet mich nicht nur wie Mona seit dem Start meines Blogs, sondern wir verleihen ja zusammen mit Wenke von Kinderbibliothek den Buchkönig. Darüber hinaus habe ich weitere liebe Kinderbuchblogger getroffen. Es ist schön, wenn man sich endlich mal persönlich sieht: u.a. Anna von Kinderbuch-Detektive, Eliane von Mint und Malve, Jenny von Kinderchaos – Familienblog und Susanne von der Familienbücherei.

Wertschätzung der eigenen Arbeit

Bei ein paar größeren Verlagen habe ich nette Kontakte, die auf der Messe gepflegt wurden, aber ich finde auch gerade die Treffen mit den Mitarbeitern kleinerer Verlage sehr schön. Vielleicht kann man einfach sagen, dass gerade die Treffen bereichernd waren, bei denen es etwas persönlicher zuging. Es ist einfach schön, wenn man wiedererkannt wird, wenn die Leute eines Verlages etwas mit einem anzufangen wissen und wenn vielleicht sogar die gute Zusammenarbeit sowie die Arbeit auf dem eigenen Blog gelobt wird. Da freut man sich natürlich und es ist tatsächlich ein paar Mal vorgekommen. So etwas motiviert sehr und man geht wieder mit neuer Energie an seinen Blog heran. Ich habe auch eine Autorin getroffen, der es wichtig ist, dass ihr Projekt (in einem großen Verlag) auf meinem Blog vorgestellt wird, da sie von der Qualität hier überzeugt ist. Toll, oder?

        

Autogramme von Autoren

Übrigens ist auch der Andrang bei den kleineren Verlagen nicht so groß wie bei den großen. Ich bin einfach so am Jacoby & Stuart Verlagsstand vorbeigeschlendert und habe zufällig gesehen, dass Axel Scheffler dort Bücher signiert hat. Da habe ich mal schnell die Gelegenheit wahrgenommen und mir „Pipi, der kleine rosarote Affe“ gekauft und es von ihm signieren lassen – ganz ohne mich groß anstellen zu müssen.

Und bei der Edition Pastorplatz habe ich mir ein Autogramm von Autorin Silke Farmer und Illustratorin Mele Brink vom „Müffelmax“ auf einem Lesezeichen geholt. Okay, hier war das nun wirklich kein Problem, aber ich freue mich trotzdem über diese Erinnerung, die nun in unserem Buch klebt.

Buchmesse mit Kind

Am zweiten Tag war dann, wie bereits geschrieben, das Bücherwürmchen dabei und ich hatte kaum Termine, wobei ich im Nachhinein denke, dass es Bücherwürmchen sogar ganz interessant gefunden hätte, sich Buchprogramme vorstellen zu lassen. Er hat sich jedenfalls gefreut, wenn er bekannte Figuren, Bücher und Verlage entdeckt hat und beim Oetinger Verlag waren wir beim Blogger-Event dabei, bei dem uns ein paar schöne Frühjahrsneuheiten vorgestellt wurden, die er sich ganz interessiert angeschaut hat.

Auch jede Postkarte und jedes Gummibärchentütchen wurde begeistert eingesteckt. Eine richtig große Freude hat im die Edition Pastorplatz gemacht, denn sie wissen, dass er ein großer Fan ihres Verlages ist: Er durfte einen großen Aufsteller von Tom und dem Waldschrat mit nach Hause nehmen. Was war er da stolz!

Lesen – Lesen – Lesen

Wir haben viel Zeit mit Vorlesen und dem Blättern in Büchern verbracht. Ich war darum bemüht, dass er nicht irgendwann völlig k.o. ist und so haben wir uns immer wieder irgendwo hingesetzt und ich habe ihm ganz viel vorgelesen: Beim Beltz Verlag, bei Thienemann-Esslinger, beim Loewe Verlag, beim Annette Betz Verlag…

         

Beim Oetinger Verlag haben wir Paul Maar Glückwünsche zum 80. Geburtstag aufgeschrieben, beim Tessloff Verlag hat sich Bücherwürmchen einen Was ist Was-Film angeschaut und beim Loewe Verlag hat er begeistert das Erdmännchen Tafiti, das dort gerade herumlief, abgeklatscht. Ja, wir hatten wirklich einen richtig tollen Tag zusammen.

Übrigens hat er auf seiner eigenen Seite  auch kurz über die Messe berichtet.

  

Sicherlich benimmt er sich nicht immer vorbildlich, aber ich weiß, dass das daran liegt, dass er einfach unglaublich aufgeregt ist. Dennoch ist es mir natürlich unangenehm, wenn er auf Newsletterlisten „Pups“ schreibt und alberne Antworten gibt… Aber insgesamt hat er alles prima mitgemacht und kein einziges Mal genörgelt.

Weiterer Bericht folgt

Jetzt habe ich euch eine ganze Menge von der Buchmesse erzählt, aber meine Highlights beim Oetinger Verlag habe ich noch gar nicht erwähnt und diese spare ich mir auch für einen extra Beitrag auf. Ich verrate euch aber schon mal, dass es um die beiden grandiosen Kinderbuchautoren Kirsten Boie und Paul Maar geht…