Vorlesen: Die vier Jahreszeiten

Ich habe schon Sachbücher, Bücher ohne Bilder und Wimmelbücher vorgelesen (neben vielen klassischen Bilderbucharten). Nun kommt noch ein Buch mit Musik hinzu.

Zu dem Zeitpunkt der Lesestunde hatte der Sommer noch nicht begonnen, aber es fühlte sich schon richtig nach Sommer an, deswegen sind wir auch von dieser Jahreszeit ausgegangen. Bei Vier-/Fünfjährigen Kindern muss man natürlich erst einmal kurz darüber sprechen, wie unsere vier Jahreszeiten überhaupt heißen, denn dieses Wissen kann man nicht bei allen Kindern voraussetzen.

Wir malen den Sommer

Als für alle klar war, was der Sommer ist, haben die Kinder versucht den Sommer oder Dinge, die zum Sommer gehören, gemeinsam auf ein Blattpapier zu malen. Man kann den Sommer oder eine andere Jahreszeit also malen. Man kann ihn aber auch hören und das wollte ich den Kindern mit dem Bilderbuch „Die vier Jahreszeiten“ aus dem Prestelverlag zeigen. Es geht hier in einer Geschichte durch die Jahreszeiten um Vivaldis vier Jahreszeiten. Auf jeder Doppelseite kann man kurz in die jeweils passende Musik hinein hören.

Wir lauschen den Jahreszeiten

Die Kinder fanden die Musik faszinierend. Sie hätten jede Musiksequenz am liebsten mehrfach gehört. Am Ende des Bilderbuches habe ich sie von einer CD dann die bekannte Frühlingsmusik noch einmal hören lassen. Dazu durften sie sich wie kleine Lämmer, die sich auf den Frühling freuen, durch den Raum bewegen. Die meisten hüpfen dabei nur irgendwie fröhlich durch die Gegend, während nur wenige in der Lage waren, sich dabei auf die Musik einzulassen, aber Spaß hatten sie auf jeden Fall alle.

Antonio Vivaldi Die vier Jahreszeiten von Katie Cotton

Die vier Jahreszeiten – Ein Musik-Bilderbuch zum Hören, Musik von Antonio Vivaldi, Illustrationen von Jessica Courtney-Tickle, Text von Katie Cotton, übersetzt von Birgit Franz, Prestel Verlag, ISBN: 978-3-7913-7284-6, 24,99€

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Vorlesen: Antonia war schon mal da

Bald lese ich bereits ein gesamtes Kindergartenjahr der gleichen Kindergruppe beinahe alle zwei Wochen vor. Und immer noch probiere ich dabei immer wieder etwas Neues aus.

Vorlesen: Ein Wimmelbuch im Einsatz

In der letzten Stunde habe ich mich nun endlich mal an ein Wimmelbuch heran gewagt. Ich erzähle immer, dass sich auch Wimmelbücher prima eignen würden, da man da so wunderbar zu erzählen kann, aber irgendwie war mir meine Gruppe dann doch ein wenig zu groß dafür. Ja, hier ist es schon ideal, wenn man eine möglichst kleine Gruppe hat, so dass man sich die Bilder auch intensiv und genau anschauen kann.

Aber mit dem Buch „Antonia war schon mal da“ hat es auch mit circa 10 Kindern geklappt.

Leseelch Lars geht auf Reisen

Zunächst haben die Kinder und ich uns gewundert, was unser Leseelch Lars denn da für einen Koffer mitgebracht hat. Aha, er erzählt uns, dass er auf Weltreise gehen möchte um viel von der Welt zu sehen. Ob wir wohl mal in seinen Koffer schauen dürfen? Na, klar! Darin befinden sich allerdings nur ein Niederländisch-Wörterbuch (wir gucken direkt mal nach, was denn Apfel auf niederländisch heißt) und ein Fotoapparat. Ja, das sind nützliche Sachen, aber für eine Weltreise doch ein bisschen wenig.

Reimen und Antonia suchen

Da gucken wir uns doch lieber erst einmal an, wie andere auf Reisen gehen, in diesem Fall begleiten wir Antonias Freunde auf ihre Reise. Wir schauen genau hin, was die Freunde in ihre Rucksäcke und Koffer packen und dann geht es los. Die Kinder kriegen die ergänzenden Reime in dem Buch prima hin und alle haben viel Spaß daran Antonia auf den Bildern zu entdecken, was den Kindern jedoch unterschiedlich leicht fiel.

Natürlich riefen einige Kinder beim Zeigen des ersten Bildes: „Ich kann nichts sehen!“ Doch ich habe vorher von allen Plätzen aus getestet, ob man die Bilder sehen kann und es ging doch erstaunlich gut. Nachdem ich ihnen gesagt habe, dass ich alles hätte sehen können, entdeckten sie dann auf einmal doch so einiges auf den Bildern…

Spiel: Ich packe meinen Koffer

Im Anschluss an das Buch haben wir Lars mit dem Spiel „Ich packe meinen Koffer…“ noch einmal erzählt, was man so alles mitnehmen sollte, wobei Lars vielleicht nur auf die Kinder hören sollte, denn dann hätte er in erster Linie Pommes, Kuchen und Eis und zum Anziehen höchstens Gummistiefel dabei.

Antonia war schon mal da von Max Fiedler und Patrick Wirbeleit, Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-108-4, 16€

 

Vorlesen: Sachbücher über Tiere und den Körper

Zum Vorlesen in einer Gruppe gehört häufig nicht nur das Vorlesen eines Buches, sondern auch noch kleinere Aktionen vor oder nach dem Vorlesen. Diese Aktion kann das Singen eines Liedes sein, ein kleines Fingerspiel, ein Bewegungsspiel, das Nacherzählen der Geschichte und vieles mehr. Aber auch Sachbücher können hier einbezogen werden. So habe ich es auf meinem eigenen Seminar zum Vorlesen empfohlen und so habe ich es auch von der Stiftung Lesen gehört. Genauso empfehle ich auch das Buch „Zu wem gehört der Tierpopo?“ als Einstieg weiter, denn dieses Buch habe ich ebenfalls bei der Stiftung Lesen kennen gelernt. Allerdings hatte ich bisher sowohl das genannte Buch als auch Sachbücher bisher nicht in der Gruppe verwendet. Wie gesagt, bisher, denn in den letzten beiden Vorlesestunden hatte ich sowohl das Tierpopo-Buch als auch ein paar Sachbücher dabei und davon möchte ich euch nun gerne berichten, denn sie werden auch jeden Fall auch weiterhin zu meinen Empfehlungen gehören.

Vorlesen: Weck bloß Tiger nicht auf!

Für die erste Vorlesestunde hatte ich mir das Buch „Weck bloß Tiger nicht auf!“, welches ja auch den Leipziger Lesekompass verliehen bekam, ausgesucht. Ich habe überlegt, wie ich die Kinder zu dem Buch hinführen könnte und kam auf das Buch „Zu wem gehört der Tierpopo?“. Ich habe den Kindern die ersten Tierhintern in dem Buch gezeigt und sie raten lassen, zu welchem Tier der Po gehört, woran die Kinder viel Spaß hatten, wobei ihnen einige Tiere auch doch recht schwer fielen. Der Tiger, den ich ihnen als letztes gezeigt hatte, war jedoch schnell identifiziert. Ich habe ihnen dann noch ein paar Informationen aus dem Buch zum Tiger vorgelesen und anschließend kam dann „Weck bloß Tiger nicht auf!“ dran. Dass das Buch mir gut gefällt, hatte ich ja bereits in meiner Rezension geschrieben, aber es funktioniert auch in der Gruppe prima. Beim Pusten und Singen können alle gemeinsam helfen und beim Streicheln des Tigers kamen dann einzelne Kinder dran. Ich merkte übrigens tatsächlich eine gewisse Aufregung bei den Kindern, die sich tatsächlich ein wenig vor dem Aufwachen des Tigers fürchteten und dann richtig erleichtert waren, als dann alles mit Tigers Geburtstagsüberraschung endete.

Wie schlafen Tiere?

In dem Buch geht es darum, dass Tiger nicht aufgeweckt werden soll, es geht also im weitesten Sinne ums Schlafen. Da passte doch das Kapitel „Schlafen“ aus dem Buch „Muss der Waschbär früh ins Bett?“ hervorragend. Hier geht es zunächst darum, wie die Kinder schlafen, was sie mir dann auch gerne berichteten. Dass Katzen und Tiger gerne schlafen, wussten wir ja nun bereits, aber wie schlafen eigentlich Flamingos, Hühner, Eichhörnchen, Fledermäuse und Waschbären? Das konnten wir nun mit dem Buch herausfinden. Die Kinder zeigten großes Interesse und mir fiel vor allem auf, dass Kinder, die sonst häufig unruhig waren, hier den Texte ganz aufmerksam folgten, was wieder einmal zeigt, dass man nur für jedes Kind das richtige Buch finden muss, um das Interesse an Büchern zu wecken.

Zu wem gehört der Tierpopo? von Birgit Kuhn, Compact Verlag, ISBN: 978-3817497744 (leider nicht mehr neu erhältlich)

Weck bloß Tiger nicht auf! von Britta Teckentrup, Annette Betz Verlag, ISBN: 978-3-219-11718-9, 14,95€

Muss der Waschbär früh ins Bett? von Svenja & Tobias Pahlke, Kosmos Verlag, ISBN: 978-3-440-15586-8, 12,99€

Vorlesen: Thema Körper

In der zweiten Vorlesestunde ging es dann um das Thema „Körper“. Hier wurde erst einmal unser Leseelch Lars ins Geschehen einbezogen und die Kinder durften seine Körperteile benennen. Danach ging es dann um uns selbst und ich habe das Buch „Das bin ich – Ich zeig es dir“ vorgelesen. Eigentlich sind mir die Texte in dem Buch für das Alter schon etwas zu kurz und einfach, aber die Kinder hatten viel Freude an dem Buch, in dem die Körperteile der Reihe nach genannt werden. Dazu werden auch einige Beispiele aus der Tierwelt gezeigt, z.B. die Frisuren verschiedener Tiere, bei den Augen sieht man u.a. die Biene, die von oben herab sieht und der Frosch, der unten sitzt, und Fisch, Storch und Krokodil zeigen uns ganz unterschiedliche Münder. Die Kinder fanden die Bilder witzig und häufig ergaben Texte und Bilder auch kleine Gesprächsanlässe: Was machen wir mit den Augen? Wer hat die längste Nase? Was können wir alles für Frisuren haben? Welches Tier hat die meisten Beine? Hier waren auch alle Kinder gerne beim Gespräch mit dabei. Am Ende durften dann alle in dem Spiegel im Buch ihr eigenes Lachen sehen.

Wie sieht es im Körper aus?

Im Anschluss des Liedes habe ich ein Körperlied vorgesungen, bei dem die Kinder auf die jeweiligen Körperteile zeigen sollten. Nun hatten wir über das meiste gesprochen, was man am Körper so alles sehen kann, aber wie sieht es im Körper aus? Da kam dann „Schau in deinen Körper“ (ebenfalls ein mit dem Leipziger Lesekompass prämiertes Buch) zum Einsatz. Immer ein Kind durfte das Buch passend vor sich halten, damit alle anderen sehen konnten, wo sich Schädel, Lunge, Magen und Darm etc. befinden. Da wollte natürlich jeder gerne an die Reihe kommen. Gemeinsam durften sie dann die kleinen Aufgaben, die auf den Buchseiten gestellt werden, ausführen: Den Schädel ertasten, Brustwirbel zählen, Hüftknochen ertasten, das Herz schlagen fühlen usw. Das hat allen Kindern viel Spaß gemacht  und sie waren alle sehr interessiert. Ich habe auch gemerkt, dass vieles, was in dem Buch angesprochen wird, den Kindern auch noch gar nicht so klar ist und sie z.B. gar nicht wussten, wo sie ihre Brustwirbel ertasten konnten und so zum Beispiel am ganzen Körper fühlten. Auch den Herzschlag suchten manchen eher im Unterleib als in der Brust. Die Texte und die Darstellungen in dem Buch mögen einfach erscheinen, sie sind aber genau das richtige für die Zielgruppe.

Ich muss wirklich sagen, dass Sachbücher beim Vorlesen in der Kindergruppe richtig viel Spaß machen. Nein, man liest nicht wie gewohnt einen längeren zusammenhängenden Text vor, aber dafür kommt es viel mehr zum Austausch und die Kinder können sich prima einbringen. Ich werde sicherlich noch häufiger Sachbücher mit in den Kindergarten bringen.

Das bin ich – Ich zeig es dir von Heinz Janisch und Birgit Antoni, Tyrolia, ISBN: 978-3-7022-3389-1, 9,95€

Schau in deinen Körper von Felicitas Horstschäfer und Johannes Vogt, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3-407-82312-0, 14,95€

 

20 Vorlesetipps für Zuhause

Vorlesen bringt dem Kind viele Vorteile im Leben. Vorlesen ist für jedes Kind unglaublich wichtig und ich tue viel dafür, um dies weiterzutragen, aber Vorlesen ist darüber hinaus sowohl für die Kinder als auch für die Eltern eine wunderschöne Erfahrung, die ich nie missen wollen würde.

Auf dem Blog Mint & Malve wird momentan zur Blogparade #vorlesefieber zum Thema Vorlesen aufgerufen. Da möchte ich mich gerne mit meinen persönlichen Vorlesetipps beteiligen.

Meine 20 Vorlesetipps und -ideen für Zuhause:

  • Einen festen Zeitpunkt im Tagesablauf einplanen, z.B. als Gute-Nacht-Geschichte
  • Mit dem Kind gemeinsam die Bilder betrachten, darüber sprechen
  • Sich ganz auf das Kind und das Buch einlassen (in der Vorlesezeit z.B. nicht auf das Handy schauen)
  • Mit dem Kind über das Gelesene sprechen, Fragen dazu stellen (z.B. bei einer Zoogeschichte: Welches Tier magst du besonders gerne?)
  • Gemeinsam überlegen, wie es weitergehen könnte
  • Immer mit dem Kind beim Lesen in Kontakt bleiben, es zwischendurch angucken etc.
  • Zwischenfragen, Einwände vom Kind während des Lesens nicht als Störung, sondern als Interesse auffassen und darauf eingehen
  • Das Kind Reime oder Satzteile ergänzen lassen – so macht auch die X. Wiederholung des gleichen Bilderbuchs beim Vorlesen noch Spaß
  • Lebendig vorlesen (Man muss dazu nicht unbedingt die Stimme verstellen, aber die Atmosphäre des Textes sollte aufgenommen werden. Außerdem sind kleine Pausen beim Lesen wichtig und man kann das Lesetempo je nach Ereignissen in der Geschichte verändern)
  • Sich dem jeweiligen Kind anpassen: Es ist z.B. auch in Ordnung, wenn das Kind den Text nicht hören möchte, sondern mit den Eltern über die Bilder sprechen möchte
  • Das lesen, was das Kind sich aussucht (hier gehen die Meinungen jedoch auseinander und es gibt auch Menschen, die nichts vorlesen, was sie selbst nicht mögen) – das schließt jedoch nicht aus, dem Kind auch andere Vorschläge zu machen
  • Akzeptieren, dass das Kind manche Bücher, die man selber toll findet, einfach nicht gerne hören möchte
  • Sich eine gemütliche Ecke zum Lesen einrichten
  • Eine gemütliche Leseecke ist toll, aber es ist für die Kinder auch spannend, wenn man mal an anderen Orten liest, sich z.B. eine kleine Höhle dafür baut oder draußen auf einer Decke im Gras liest
  • Man muss nicht unbedingt jedes Buch bis zum Ende lesen
  • In die Bücherei gehen, dort in den Regalen stöbern und gemeinsam etwas zum Lesen ausleihen
  • In ein Glas kleine Lose mit Buchtiteln stecken und täglich ein Los vom Kind ziehen lassen: Das gezogene Buch wird vorgelesen
  • Eine schöne Bücherkiste aus Holz anstreichen und die Lieblingsbücher des Kindes hineinstellen
  • Das Kind sollte stets die Möglichkeit haben, sich Bücher selber zu nehmen
  • Einen Mottotag zu einem Thema machen und dazu passende Bücher aussuchen, präsentieren und vorlesen

Auf meinem Blog findet ihr darüber hinaus jede Menge zum Thema Vorlesen, z.B. eine große Übersicht verschiedenster Vorlesebücher. Außerdem lese ich alle zwei Wochen im Kindergarten vor und schreibe hier auf dem Blog stets über diese Vorlesestunden, wobei ich auch Hilfsmittel wie das Kamishibai oder die Erzählschiene vorgestellt habe. Natürlich wird das Thema Vorlesen auch in Zukunft hier weiterhin eine große Rolle spielen.

Habt ihr auch Tipps zum Vorlesen oder ganz besonders schöne Vorlesebücher, die ihr gerne vorstellen möchtet? Die Blogparade von Mint & Malve geht noch bis zum 23. Mai. Nehmt doch auch daran teil!

 

Vorlesen: Oje, ein Buch!

Gestern war Welttag des Buches und passend zu dem Tag habe ich mal wieder im Kindergarten vorgelesen. Ich wollte ein Buch auswählen, das gut zu diesem Tag passt, und habe mich für „Oje, ein Buch!“ entschieden, denn ich war wirklich sehr neugierig wie dieses Buch in der Gruppe ankommt. Uns hat das Buch ja sehr gut gefallen, aber das ging längst nicht allen so, und deswegen war ich auf die Reaktionen der Kinder besonders neugierig.

Erst einmal begrüßte aber unser Lese-Elch Lars die Kinder. Beim letzten Lesen war er nicht dabei, da er noch in Schweden im Urlaub war. Nun war er aber zurück und hatte sogar einen neuen Freund, einen Bären, mitgebracht. Der Bär kennt allerdings noch keine Bücher und deswegen wollte Lars ihn unbedingt mal mitbringen, damit er mal welche kennen lernt.

Kinder ziehen Eis einem Buch vor

Gemeinsam wollten wir uns nun also „Oje, ein Buch!“ anschauen. Ich fragte, die Kinder, wie sie denn reagieren würden, wenn sie ein Buch geschenkt bekommen würden, worauf sie schon meinten, dass sie vielleicht etwas ähnliches wie Frau Asperilla sagen würden, also „Oje, ein Buch!“. Über etwas anderes würden sie sich mehr freuen, z. B. ein Eis. Den Wert eines Buches sehen die Kinder also noch gar nicht unbedingt. Ja, sie lassen sich immer wieder gerne von mir vorlesen und ich weiß auch von einigen Kindern in der Gruppe, dass ihnen auch zu Hause vorgelesen wird, aber ein Buch scheint bei ihnen dennoch nicht auf der Wunschliste zu stehen. Die Kinder entsprechen im übrigen genau der vom Verlag angegebenen Zielgruppe. Sie sind entweder 4 oder 5 Jahre alt.

Nicht selbsterklärend für Kinder

Sie hörten sich die Geschichte recht interessiert an, aber ich hatte das Gefühl, dass sie ihr insgesamt nicht ganz folgen konnten. Auch musste ihnen das Verhalten von Frau Asperilla erklärt werden. Ihnen war nicht klar, dass sie von ihren Erfahrungen mit dem Smartphone ausging, da dies auch nicht explizit genannt wird. Als Frau Asperilla statt zu blättern wischen wollte und ich die Kinder fragte, warum sie das denn mache, kamen sie überhaupt nicht auf das Smartphone, auch wenn ihnen das Verhalten am Smartphone keineswegs unbekannt ist. Ein Kind meinte sogar, dass sie das vielleicht wie ihre Oma mache, die den Zeigefinger mit der Zunge befeuchtet, bevor sie umblättert.

Insgesamt musste bei dem Buch einfach zu viel erklärt werden, damit die Kinder es verstanden. Die Situation, die dort dargestellt wird, war für sie nicht besonders nachvollziehbar und das Verhalten von Frau  Asperilla wirkte auf sie eher befremdlich.

Unserem Bärenbesuch konnten die Kinder im Anschluss an die Lektüre aber gut erklären, was man mit einem Buch machen kann.

Geschenk zum Welttag des Buches

Zum Abschluss hoffte ich dann noch, dass die Kinder nun nicht „Oje, ein Buch!“ rufen würden, wenn ich meine kleinen Geschenke verteilte. Jeder bekam ein, in Geschenkpapier verpacktes, Büchlein von mir. Sie beruhigten mich, dass das schon okay für sie wäre. Beim Auspacken zeigte sich dann aber auch doch Freude auf den Gesichtern der Kinder und sie verglichen interessiert ihre Büchlein miteinander.

Oje ein Buch! von Lorenz Pauli und Miriam Zedelius, Atlantis, ISBN: 978-3-7152-0742-1, 14,95€

Vorlesen: Onkel Tobi

Dieses Mal habe ich mich für einen alten Klassiker beim Vorlesen entschieden: Onkel Tobi. Ob das Buch bei den Kindern wohl noch ankommt? Meine Kinder lieben es ja.

Die Bilder und auch der Inhalt wirken sicherlich etwas altmodisch, aber vielleicht machen die Geschichte an sich und die Reime dies wieder wett.

Eigene Einkaufserfahrungen

Als Einleitung habe ich einen kleinen Einkaufskorb mitgebracht und die Kinder durften erzählen, was sie so mit ihren Eltern einkaufen. Da wurden dann verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowie Süßigkeiten genannt.

Onkel Tobis lange Einkaufsliste

Onkel Tobi kauft aber ganz andere Sachen ein und das wollten wir uns nun mal anhören. Die Kinder sollten immer gut aufpassen und durften dann zwischendurch wiederholen, was so auf Onkel Tobis Einkaufsliste steht: Einen Besen für den Stall, für die Katze einen Ball, für die Äpfel eine Schüssel, einen neuen Haustürschlüssel – das sind seine eigenen Wünsche, aber der Nachbar Kregel und die Geschwister Eva und Liese tragen ihm weitere Dinge auf. Ob Onkel Tobi an alles denken wird?

Wer gut aufgepasst hat und sich an den Reimen orientierte, konnte mir am Ende dann auch gut beantworten, was Onkel Tobi bei seinem Einkauf tatsächlich vergessen hat.

Spiel: Ich gehe einkaufen

Wir haben dann geschaut, ob wir uns eine Einkaufsliste gut merken können. Dazu haben wir „Ich gehe einkaufen und kaufe … ein“ nach dem Vorbild von „Ich packe meinen Koffer“ gespielt. Es war sehr unterschiedlich, wie die Kinder mit dem Spiel klar kamen. Ganz am Ende musste uns dann Leseelch Lars zeigen, ob er sich alles gemerkt hat. Die Kinder durften ihm dabei aber auch helfen. Es war ganz schön, dass der Elch hier über das Eingangsritual hinaus noch einmal zum Einsatz kam. Das versuche ich in den letzten Stunden vermehrt unterzubringen.

Mein Fazit: Die Kinder hatten Spaß an Onkel Tobi! Dass es eine alte Geschichte ist, hat sie überhaupt nicht gestört!

Viel Spaß mit Onkel Tobi – Alle Geschichten in einem Band von Hans Georg Lenzen und Sigrid Hanck, cbj, 978-3570120897, 15€

Vorlesen: Das Buch ohne Bilder

Dieses Mal war ich sehr gespannt, wie das Buch, welches ich fürs Vorlesen ausgesucht habe, ankommen würde. Ich wollte gerne das Buch „Das Buch ohne Bilder“ in einer Gruppe ausprobieren.

Was macht ein Buch aus?

Zunächst einmal habe ich ein paar Blätter, die ich mit einer Ringbindung zu einem Büchlein zusammengefasst habe, in die Mitte gelegt: „Ist das ein Buch?“ Nein, da waren sich die Kinder einig. Das ist doch kein Buch. Sie sollten mir dann nennen, was denn fehlt und wie es zu einem Buch werden würde. Als erstes vielen ihnen Bilder ein, später meinten dann einige Kinder, das ja auch etwas drin stehen müsse, was man dann vorlesen kann. Ich habe also eine Sonne gemalt und einen passenden kurzen Text hinzugefügt.

Das Buch ohne Bilder

Dann habe ich den Kindern dieses komische Buch gezeigt, ein Buch ohne Bilder. Hm, da waren sie erst einmal skeptisch. Als ich dann noch einmal vorgelesen habe, dass es tatsächlich ein Buch ohne Bilder ist, fanden sie das schon erst einmal recht blöd und natürlich langweilig. Aber dann hatten sie alle ganz schnell ganz viel Spaß an diesem Buch und den darin enthaltenen Albernheiten. Sie mussten ganz viel lachen und haben am Ende auch genau so reagiert, wie es das Buch möchte. „Darf ich jetzt aufhören vorzulesen?“ Ganz klares „Nein!“ von den Kindern. Sie wollten auch sehr gerne, dass ich das Buch ein weiteres Mal vorlese. So viel Zeit hatten wir aber leider nicht.

Das Buch ohne Text

Dafür haben wir noch eine kleine Aktion gemacht und zwar durfte sich die  Gruppe ein gegenteiliges Buch erstellen: „Das Buch ohne Text.“ Jedes Kind hat etwas gemalt, was es schön findet oder mag und mit der Ringbindung habe ich dann daraus ein kleines Büchlein gemacht. Noch schöner wäre es, wenn jedes Kind ein eigenes Büchlein hätte gestalten können, aber dafür reichte die Zeit nicht. So haben sie aber ein schönes Gemeinschaftsprodukt, welches sie sich im Kindergarten immer wieder anschauen können.

Übrigens hat sogar Leseelch Lars ein Bild zu dem Büchlein beigetragen. Er hat sich selber gemalt, worüber sich die Kinder sehr gefreut haben.

Das Buch ohne Bilder: Das verrückteste Vorlesebuch – mit einer CD gelesen von Adnan Maral von B.J. Novak, übersetzt von Oskar M. Delossa, Blanvalet Verlag, ISBN: 978-3-7645-0556-1, 12,00€

Seminar: Vorlesen? – So gelingt es!

Meine Aktivitäten rund ums Buch werden immer mehr – und das freut mich natürlich. Gerade habe ich mein erstes Seminar als Referentin zum Vorlesen in Gruppen abgehalten. Letztes Jahr habe ich mich bei der Stiftung Lesen als Referentin fortbilden lassen und nun habe ich meine neu erworbenen Kenntnisse in dem Seminar „Vorlesen? – So gelingt es!“ umgesetzt. Ich bin richtig froh, dass mir die Bücherei  in Simmerath die Gelegenheit dazu gegeben hat und dass es genügend interessierte Teilnehmer für dieses Seminar gab.

Zunächst musste ich mich aber natürlich auf das Seminar vorbereiten. Die Themen, die angesprochen werden sollten waren schnell klar, aber schwierig fand ich es, einzuschätzen, wie lange ich für welchen Block brauchen werde. Schließlich habe ich das Ganze noch nie gemacht. Und wisst ihr was? Das Seminar sollte vier Stunden lang dauern und nach 4 Stunden und einigen wenigen Minuten war ich auch mit allem durch! Ich bin selbst ein bisschen erstaunt, wie gut, dass geklappt hat.

Aber auch alles andere lief wirklich wie am Schnürchen. Klar, am Anfang war ich ein bisschen aufgeregt, aber dann war ich schnell in dem Thema drin und fühlte mich auch in meiner Rolle als Referentin wohl. Für das nächste Mal habe ich auf jeden Fall gelernt, dass ich den lärmenden Beamer zwischendurch besser mal ausstelle. Und vielleicht muss man die Ausschreibung noch etwas konkreter machen, damit keine falschen  Erwartungen geweckt werden, aber ansonsten habe ich sehr, sehr viel positives und begeistertes Feedback bekommen, was mich natürlich sehr gefreut hat. Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich noch mal die Gelegenheit bekomme, ein solches Seminar durchzuführen. Man kann mich auch gerne als Referentin „buchen“.

Seminar-Themen

Nun wollt ihr natürlich auch noch wissen, was man in einem solchen Vorleseseminar überhaupt macht, oder? Es geht auf jeden Fall darum, die Teilnehmer gut für das (ehrenamtliche) Vorlesen in Gruppen vorzubereiten. Deswegen spreche ich verschiedene Dinge an.

Hintergründe und Organisatorisches

Ich mache noch einmal bewusst, wie wichtig vorlesen ist und was vorlesen alles fördert. Dann spreche ich über ein paar rechtliche Fragen und wie man das Vorlesen am besten organisiert. Also, wo kann man vorlesen, wie bewirbt man es, welcher Gruppe liest man vor, was ist eine optimale Gruppengröße und wie setzen sich die Kinder am besten hin, damit sie möglichst wenig abgelenkt sind?

Ablauf einer Vorlesestunde

Anschließend habe ich mit den Teilnehmern eine Vorlesestunde exemplarisch durchgespielt, wobei ich auf einzelne Aspekte und Alternativen der Rituale eingegangen bin. Hier spielten vor allem Strukturen, akustische Signale beispielsweise mit einer Klangschale, Lieder zum Einstieg und Abschied sowie mögliche Rituale eine Rolle. Leseelch Lars durfte sich an dieser Stelle den Teilnehmern natürlich auch vorstellen.

Aktionen rund um das Buch

Im Anschluss daran haben wir gemeinsam erarbeitet, was man mit einem Buch zu verschiedenen Zeitpunkten einer Vorlesestunde (vorher, beim Vorlesen und hinterher) alles machen kann. Welche Aktionen bieten sich an? Da gibt es eine ganze Menge, wobei sich die Angebote selbstverständlich immer an die Gegebenheiten anpassen müssen. Man kann zu einem Buch etwas basteln, aber nicht immer ist die nötige Zeit dafür da. Kleinere Aktionen wie Lieder, Reime und Fingerspiele dahingegen gehen immer.

Geeignete Bücher

Ein weiterer Punkt im Seminar war das Vorstellen einiger Bücher, die sich zum Vorlesen eignen, wobei es mir hier weniger um bestimmte Bücher ging als darum verschiedene Buchtypen (Vorlesebücher, Märchen, Wimmelbücher, Sachbücher etc.) und die Möglichkeiten mit ihnen vorzustellen.

Praktische Übung

Als letztes sollte es dann noch um das Vorlesen selber gehen. Wie liest man lebendig vor? Worauf muss man achten? Wie bereitet man sich vor? Hier zu gab es dann auch eine kleine Übung, bei der die Teilnehmer einen Text bekamen, den sie zunächst für das Vorlesen vorbereitet und anschließend präsentiert haben. Natürlich bekam jeder auch ein Feedback der anderen Teilnehmer und mir.

Na, klingt so etwas für euch auch spannend? Mir machte das Seminar als Referentin jedenfalls viel Freude und die eine oder andere Teilnehmerin ging hoch motiviert mit neuen Ideen nach Hause.

Rezension: Lehrbuch Literaturpädagogik

Ich bin momentan in Elternzeit und lebe hier, soweit es möglich ist, meine Kinderbuchleidenschaft aus. Ich rezensiere, lese vor, stelle Bücher vor, gebe Seminare zum Vorlesen und leite Schreibwerkstätten und das alles  macht mir unglaublich viel Spaß. Am liebsten würde ich mich zur Literaturpädagogin weiterbilden lassen, aber momentan schaffe ich das mit den Kindern zeitlich noch nicht.

Dafür habe ich jetzt aber schon einmal das „Lehrbuch Literaturpädagogik – Eine Einführung in Theorie und Praxis der Literaturvermittlung“ gelesen. Das ist wirklich ein Buch, welches man haben muss, wenn man etwas im Bereich der Literaturpädagogik machen möchte. Ein Buch, in dem man nicht nur in das Thema eingeführt wird und man etwas darüber erfährt, was die Arbeit von Literaturpädagogen sein könnte, sondern auch ein Buch, in dem man immer mal wieder gerne etwas nachliest. Meines Erachtens ist es aber nicht nur ein Buch für alle, die in der Literaturpädagogik arbeiten, sondern ein Buch für alle, die Interesse daran haben, mit Kindern zu lesen und immer auf der Suche nach neuen Ideen und Impulsen sind.

Verständliches Fachbuch

Ja, es ist ein Fachbuch. Hier bekommt man nicht nur Ideen für die Praxis, nein, hier werden Thesen und Methoden wisssenschaftlich untermauert und fachlich (auch mit entsprechenden Begriffen) dargestellt. Wer sich aber ein wenig für diesen Bereich interessiert, der wird mit dem Buch gut klar kommen.

Das Buch hat einen theoretischen und einen praktischen Teil, aber beide Teile sind sehr interessant zu lesen und für den, der sich mit dem Thema intensiv und ernsthaft beschäftigen möchte, sind auch beide Teile wichtig. Denn wer nicht nur einfach mal ein nettes Buch vorlesen möchte, sondern wer eine bewusste Entscheidung für Bücher treffen möchte und Kindern in ihrer literarischen Bildung weiterhelfen möchte, der muss auch die Hintergründe kennen.

Literarische Bildung und Geschichte der Kinderliteratur

So wird im theoretischen Teil auf die Entwicklung von Kindern im sprachlichen Bereich eingegangen und inwiefern sich Sprache, Bücher, Schrift und Erzählen in ihrem Leben auswirken. Bezug wird dabei immer auf die möglichen Handlungsfelder der Literaturpädagogik genommen.

Im Weiteren geht es um die Geschichte sowie um Gattungen in der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei erfährt der Leser auch, wie man Sprache und Bilder eines Buches beurteilen und analysieren kann. Dies ist natürlich wiederum für die Praxis wichtig.

Methoden und Beispiele für die Praxis

Der Praxisteil ist in fünf Altersklassen sortiert, die jeweils gleich aufgebaut sind. Auch hier wird noch einmal kurz auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen eingegangen, bevor dann zu übergeleitet wird, mit welchen Methoden ein Literaturpädagoge in der jeweiligen Altersklasse arbeiten kann. Zum Abschluss wird das Ganze dann immer beispielhaft und ausführlich an einem Buch gezeigt.

In diesem Teil bekommt man ganz viele tolle Ideen, die man zum Teil sicherlich auch in abgespeckter Form als Vorlesepate oder ähnliches umsetzen kann. Alleine für diese Zusammenstellung lohnt sich dieses Buch für alle interessierten Vorleser, die sich gerne ein wenig weiterbilden möchten. Schön ist hier aber eben auch, dass es nicht nur Ideen für Kindergartenkinder sind, sondern dass man hier auch etwas darüber erfährt, wie man Jugendliche für Bücher begeistern kann oder wie man sie in ihrem Interesse für Literatur unterstützt.

Am Ende hält das Buch dann noch unter anderem einen möglichen Evaluationsbogen sowie Ausführungen zu rechtlichen Fragen bereit. Es werden also alle interessanten und wichtigen Bereiche der Literaturpädagogik angesprochen:

Man bekommt Einblicke in die Arbeit von Literaturpädagogen, man bekommt Wissen vermittelt und man erhält viele praktische Ideen, die man am liebsten direkt umsetzen würde. Also, ich liebe dieses Buch bereits und es ist nach einmal lesen voller Klebezettel, Markierungen und Anmerkungen!

Lehrbuch Literaturpädagogik – Eine Einführung in Theorie und Praxis der Literaturvermittlung von Stephanie Jentgens, Beltz Juventa, ISBN: 978-3-7799-3330-4, 24,95€

Vorlesen: Mama Muh fährt Schlitten

Bevor ich diese Woche wieder in den Kindergarten zum Vorlesen gehe, möchte ich euch nun noch das letzte vorgelesene Buch vorstellen: „Mama Muh fährt Schlitten

Warum habe ich dieses Buch ausgewählt?

Ich habe es schon immer geliebt, die Bücher über Mama Muh vorzulesen. Sie enthalten viele Dialoge zwischen Mama Muh und ihrer Freundin der Krähe, welche man ohne große Probleme mit verschiedenen Stimmen vorlesen kann. Das macht einen riesen Spaß! Überhaupt enthalten die Bücher viel Witz und Humor, was beim Vorlesen sowohl gut ankommt als auch hilfreich ist, um die Kinder in den Bann der Geschichte zu ziehen. Für diese Ausgabe von Mama Muh habe ich mich entschieden, da es noch Winter ist und bei uns auch Schnee liegt. Sie passt also gut zum Alltag der Kinder. Schlittenfahren und im Schnee spielen kennen sie und ein Kind konnte sogar erzählen, dass sie zu Hause Kühe haben. Einzig das Slalom fahren musste ich den Kindern erklären.

Mama Muh und die Krähe fahren nämlich den Hügel nicht einfach mit dem Schlitten herunter, sondern sie möchten, wie die Tochter des Bauern, im Slalom um kleine Stöckchen herum hinunter sausen. Mama Muh überfahrt die ganzen Stöcke jedoch in gerader Fahrt und landet am Ende lachend im Schnee. Die Krähe zeigt beim Slalom lauter Kunststücke und ist so darauf versessen zu zeigen, was sie alles kann, dass sie ganz vergessen hat, dass auf dem Weg ein Baumstumpf steht, so dass auch sie im Schnee landet. Aber Spaß haben die zwei unterschiedlichen Freunde auf jeden Fall, auch wenn die Krähe es zunächst unmöglich findet, dass eine Kuh Schlitten fahren möchte.

Auch wenn ich dieses Buch sehr gut zum Vorlesen finde, war ich doch gespannt, ob die Kinder das ganze Buch lang gut zuhören würden. Das ging aber recht gut. Sie hatten viel Freude an der Geschichte und mussten an der einen oder anderen Stelle lachen.

Welche Aktionen gab es rund um das Buch?

Zur Einführung habe ich ein paar Bildkarten von Bauernhoftieren mitgebracht. Einzelne Kinder durften sich je eine Karte anschauen und dieses Tier dann so darstellen, dass die anderen Kinder es erraten konnten. Als letztes habe ich dann zur Überleitung die Karte mit der Kuh genommen.

Im Anschluss an das Buch wollte ich mit den Kindern eigentlich noch „Onkel Tom hat einen Bauernhof“ singen, aber da die zweite Gruppe schon vor der Tür stand, habe ich das dann wegfallen lassen. Es hätte sich aber gut angeboten. Angefangen hätte ich hier natürlich mit den Kühen und anschließend hätten die Kinder weitere Tiere nennen können.

Mama Muh fährt Schlitten von Jujja und Tomas Wieslander, illustriert von Sven Nordqvist, Oetiner Verlag, ISBN: 978-3-7891-7304-2, 13€