Leipziger Lesekompass: Sport ist herrlich

Sport ist herrlich“ – und dieses Buch ist herrlich! Ich hatte unglaublich großen Spaß dabei, mir dieses Buch anzuschauen und habe das Buch dann auch meinem Sohn mit den Worten: „Hier, schau dir das mal an, das ist witzig“ empfohlen. Mein Sohn meinte dann, nachdem er es sich angeschaut hatte: „Das ist doch nicht witzig.“ Ganz erstaunt wollte ich wissen, ob es ihm denn nicht gefallen hätte, woraufhin er meinte, doch, das Buch fände er gut, aber es wäre eben nicht lustig geschrieben. Die Bilder aber wären durchaus witzig.

Okay, dann werde ich euch das mal so weitergeben: „Sport ist herrlich“ ist ein tolles Buch mit humorvollen Bildern und informativen Texten. Ich finde es übrigens trotzdem weiterhin, genial und witzig.

Viele verschiedene Sportarten entdecken

Auf jeden Fall werden hier verschiedene Sportarten präsentiert, die alle „herrlich“ sind. Ausgeführt werden sie von verschiedenen Tieren – wirklich herrlich anzuschauen. Freude, Ärger, Anstrengung alles ist in den Gesichtern der Tiere abzulesen. Außerdem gibt es humorvolle Details, z.B. die schummelnde Ente beim Skisprung, die ihre Flügel einsetzt oder die Vorteile einer gewissen Körpergröße beim Basketball, wo der Elefant ganz klar im Vorteil ist. Aber mir gefällt auch die elegante Giraffe mit Zylinder beim Dressurritt oder die Kuh beim Hochsprung. Ab und zu sind dann aber doch auch die Texte witzig. Beim Skispringen zum Beispiel bleibt ein Springer mit dem Kopf im Schnee direkt hinter der Schanze stecken und es heißt „Dieser Skispringer muss noch üben.“

Im Buch geht es quer durch lauter verschiedene Sportarten, selbst rhythmische Sportgymnastik, Surfen, Rugby, Motocross und Angeln werden vorgestellt. Sehr gut gefällt mir auch die Erwähnung vom Baumstammwerfen und alltäglichen sportlichen Betätigungen wie Seilspringen, Joggen und Ball-hin-und-her-Werfen. Kinder lernen in diesem Buch also sowohl einige Sportarten kennen, entdecken aber auch einiges wider, was sie vielleicht selbst schon mal gemacht haben.

Übrigens kann man mit diesem Buch natürlich auch tolle Leseaktionen machen, bei denen die Kinder sich am Anschluss selber sportlich betätigen können.

Sportgeburtstag mit Geburtstagsolympiade

Ich habe das Buch neulich sogar beim „Sport-Kinder-Geburtstag“ zum Einsatz kommen lassen. Während des Kaffeetrinkens mit passendem Fußballkuchen, habe ich den Kindern das Buch gezeigt und sie die Sportarten nennen/erraten lassen. Und ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, dass die Kinder die Seiten ganz interessiert und begeistert betrachtet haben. Bei einer Leseaktion könnte man hier noch intensiver auf die Bilder und Texte eingehen. Bei uns war es nur eine kleine Sache während des Kaffeetrinkens. Das große Geburtstagsprogramm bestand dann aus einer Geburtstagsolympiade mit spaßigen Aufgaben (z.B. bestand der Weitwurf aus einem Teebeutelweitwurf und beim Pistolenschießen wurde mit Wasserpistolen auf Pappbecher gezielt). Hier könnte man natürlich bei einer Leseaktion, bei der das Buch noch mehr zum Tragen kommen soll, sich Olympia-Aufgaben zu den im Buch vorgestellten Sportarten ausdenken bzw. eine Auswahl davon treffen. Einfache Medaillen lassen sich aus Schokotalern problemlos herstellen. Und nie vergessen: Dabei sein, ist alles!

Passendes sportliches Essen wäre dann z.B. so ein Fußballkuchen, der mit einem normalem Rührteig-Rezept leicht gemacht ist. Oder man bastelt sich ein Fußball- oder Olympiastadion, bei dem die Ränge aus Knabbereien bestehen. Da es sich ja bei uns um einen Kindergeburtstag handelte, gab es beides: Das eine zum Kaffeetrinken, das andere als Abendsnack.

In dem Buch steckt also, über die Freude am Anschauen, jede Menge drin. Vielleicht wird ja auch das Interesse an einer bestimmten Sportart durch das Buch geweckt oder man möchte sich über die einer oder andere Sportart im Anschluss noch intensiver informieren. Ich sagte es ja bereits, das Buch ist herrlich!

Auszeichnung Leipziger Lesekompass

Das Buch „Sport ist herrlich“ wurde 2018 mit dem Leipziger Lesekompass in der Kategorie 2-6 Jahre  ausgezeichnet. Der Preis zeichnet Bücher aus, die sich durch ihren Lesespaß und durch kreative Ansätze besonders gut zur Leseförderung eignen. Eine Übersicht aller Preisträger der Kategorie 2-6 Jahre findet ihr auf meiner Seite. Dort verlinke ich nach und nach auch die weiteren Rezensionen zu den preisgekrönten Büchern.

Sport ist herrlich von Ole Könnecke, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-25484-8 , 16€

 

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Osterhasen-Geburtstag

Es ist zwar schon eine Weile her, aber dennoch möchte ich euch gerne noch etwas von Bücherwürmchens Geburtstag erzählen. Das Motto der Feier war „Osterhasen“ – so wie es sich das Bücherwürmchen gewünscht hat. An sich hat es vielleicht nichts direkt mit Büchern oder Geschichten zu tun, aber ich habe den Kindern auch ein Buch vorgelesen, denn ich habe erlebt wie toll Kinder Vorlesestunden in Büchereien oder ähnlichem finden und mir gedacht, dass so etwas auch auf einem Kindergeburtstag seinen Platz hat. Außerdem kann man bei Themengeburtstagen auch immer gute Ideen für kleine Aktivitäten beim Vorlesen entsprechender Bücher finden.

Als Einladung haben wir natürlich Häschen ausgeschnitten. Die Deko war dieses Mal überhaupt kein Problem. Wir hatten ja alles schon von Ostern. Als Kuchen gab es dann einmal den Butterkeks-Kuchen mit Eier- und Hasen-Verzierung sowie ein Rührteig-Kuchen in Form eines bunten Ostereis.

     

Kleine Vorlesestunde

Während der Papa dann die Eier und ein kleines Oster-Pixibuch im Garten versteckte, habe ich es mir mit den Kindern zum Lesen gemütlich gemacht. Gestartet haben wir mit einem kleinen Lied (Idee vom Vorleseseminar):

Hey ho, heut‘ wird vorgelesen, von Hasenkindern und andren spannenden Wesen, hört neue Geschichten, hört neue Geschichten! (nach der Melodie: Hejo, spann den Wagen an)

Dann habe ich den Kindern ein verpacktes Buch gezeigt. Hm, worum geht es in dem Buch wohl? Ein paar Hinweise werden uns die Gegenstände aus dem Beutel geben. Einzelne Kinder durften nacheinander jeweils eine Sache heraus holen: Eine Tafel, ein Schultisch, einen Schulranzen, einen Fuchs und ein Häschen. Ui, ein Fuchs und ein Häschen, ob das wohl gut ausgeht? Und was sollen wohl die ganzen Schulsachen? Das Geburtstagskind durfte dann das Buch auspacken. Es war natürlich „Die Häschenschule“. Mit Bewegungen und Zeigen der Bilder habe ich den Kindern dann das Buch vorgelesen.

    

Das Osterhasen-Diplom

Anschließend ging es dann nach draußen, wo die Kinder die Eier suchen durften. Zum Glück blieb es die ganze Zeit trocken, obwohl es ansonsten kein schönes Wetter war. Aber wir mussten doch noch unser Hasendiplom machen. Drei Aufgaben mussten dafür erfüllt werden. Was müssen Osterhasen alles können? Eier vorsichtig transportieren (Eierlauf), hüpfen und dem Fuchs schnell entkommen (Sackhüpfen) und Verstecke finden (Topfschlagen). Alle Kinder haben natürlich das Osterhasendiplom geschafft und als Belohnung ein Ü-Ei bekommen (Bücherwürmchen hat sich so sehr gewünscht, dass jeder auf seinem Geburtstag ein Ü-Ei bekommt).

    

Kreativ beim Eier bemalen

Und dann durften die Kinder auch noch eine weitere Osterhasentätigkeit ausprobieren: Jeder bekam ein hartgekochtes Ei und konnte es bunt bemalen und damit man es auch schön auf den Tisch stellen kann, hat jeder noch aus Schwammlappen einen Eierbecher gebastelt.

  

Das war unser Osterhasengeburtstag. Wenn man nun ein entsprechendes Buch zur Osterzeit vorliest, lässt sich sicherlich eine der Aktivitäten als kleine Aktion einbauen. Es muss ja nicht immer gleich alles auf einmal sein. Eine weitere Idee wäre z.B. auch eine Hasenmaske wie Bücherwürmchen sie in einem Familienhotel gebastelt hat. Auf jeden Fall habe ich mit dem Vorlesen auf einem Kindergeburtstag gute Erfahrungen gemacht und auch das Osterhasen-Thema, welches ich zunächst etwas merkwürdig fand, ist durchaus empfehlenswert. Mal gucken, auf welche Idee Bücherwürmchen nächstes Jahr kommt…

Mottotag: Detektive

Schon seit langer Zeit hatte ich mir vorgenommen, endlich mal wieder einen Mottotag mit Bücherwürmchen zu veranstalten, aber irgendwie war ich abends dann immer zu müde, um mir etwas zu überlegen und außerdem ist ein solcher Tag mit dem kleinen Büchermäuschen, das ja nun auch immer mit dabei ist, nicht mehr ganz so einfach. Dann habe ich neulich durch die Zeitschrift „Vorhang auf – Detektive“ geblättert und beschlossen einen Detektiv-Tag durchzuführen, wobei ich dafür gleich ein paar Ideen aus der Zeitschrift übernehmen wollte. Ein paar Überlegungen später habe ich mich entschieden, dass dieser Tag direkt am nächsten Tag stattfinden soll, damit ich das Ganze nicht wieder aufschiebe und es in einem halben Jahr nicht wieder heißt, „eigentlich müsste ich mal…“

Bücher für den Mottotag

Der Detektiv-Tag ist also ein Tag ohne großen Vorbereitungsaufwand, so dass ich mir auch keine Geschichte rund um den Tag ausgedacht habe. Eine Sache musste aber natürlich erledigt werden, denn der Büchertisch gehört bei uns ganz dringend zu einem Mottotag dazu. Ich habe also ein wenig in den Regalen gestöbert und konnte tatsächlich einige Bücher zusammentragen, wobei man dabei schon merkt, dass dies eher ein Thema für Kinder Richtung Grundschulalter ist. Neben ein paar Bilderbücher, habe ich einige Erstlesebücher sowie Kinderbücher gefunden. Da muss man dann an dem Mottotag natürlich schauen, was man liest, denn mehrere ganze Kinderbücher würden wohl den Rahmen sprengen.

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Als ich den Tisch für den nächsten Tag bestückte, habe ich mich schon richtig auf diesen Tag gefreut und ganz besonders freute ich mich darauf zu sehen, wie mein Sohn auf den Büchertisch reagiert. Es war dann auch genauso, wie ich es mir vorgestellt habe: Er schlich begeistert um den Tisch herum, blätterte in dem einen oder anderen Buch und hätte sich am liebsten direkt zum Lesen aufs Sofa gesetzt.

Beobachtungen auf der Straße

Aber erst einmal mussten wir noch eine kleine Vorbereitung treffen. Wir fuhren gemeinsam zum Baumarkt um eine Tüte Gips zu kaufen und da bei unserer Rückkehr gerade das Wetter ganz gut war, blieben wir erst einmal draußen. Wir holten unsere Notizbücher raus, die wir vorher schon beschriftet hatten. Dann setzten wir uns auf unseren Beobachtungsposten um festzuhalten, wie viele Autos, Fußgänger, Fahrradfahrer etc. in einer Viertelstunde an uns vorbei kommen. Hm, in unserer Straße war um diese Uhrzeit nicht sonderlich viel los, also haben wir noch vorbeifliegende Vögel in unserer Liste mit aufgenommen um ein paar Striche verzeichnen zu können.

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Gipsabdrücke

Detektive sind ständig auf der Suche nach Spuren. Und diese müssen natürlich festgehalten werden. Das wollten wir auch mal ausprobieren und haben Handabdrücke im Sand hinterlassen, in die wir Gips hineingegossen haben. Da konnte dann sogar das kleine Büchermäuschen prima mitmachen. Schöner wäre es, wenn man eine runde Form oder ähnliches dafür genutzt hätte, welche dann vollständig mit Gips ausgegossen wird, so dass man ein ordentliches Ergebnis erhält, aber wie gesagt, das Ganze wurde ohne Vorbereitung durchgeführt und uns ging es letztendlich ja auch um die Aktion selbst.

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Lesen, lesen, lesen

Da uns einerseits draußen mittlerweile etwas kalt wurde und andererseits die Akkus von den Funkgeräten leider leer waren und erst einmal aufgeladen werden mussten, sind wir erst einmal rein gegangen. Und da konnte Bücherwürmchen nichts mehr von den Büchern abhalten. Das fand ich überhaupt sehr erstaunlich. Wir lesen ihm ja täglich mehrfach vor und ich habe nun an diesem Tag lauter spannende Sachen mit ihm gemacht, die wir sonst nicht unbedingt machen, aber dennoch freute er sich am meisten auf die Bücher.

Wir haben erst einmal ein Bilderbuch geguckt und uns in dem Pixi-Wissen-Buch „Ermittler und Detektive“ schlau gemacht. Aber dann wollte Bücherwürmchen unbedingt „Kalle Blomquist“ lesen, von dem er neulich bereits ein Hörbuch gehört hat. An dem Tag haben wir die ersten Geschichten gelesen und das Buch bzw. den ersten Band (von drei Bänden) dann in den nächsten Tagen zu Ende gelesen.

Detektiv-Ausrüstung

Nach der Lektüreeinheit mussten wir uns dann aber erst einmal um unsere Detektiv-Ausrüstung kümmern. Wir haben uns Detektiv-Ausweise erstellt, die ich einlaminiert habe. Dann wurden aus der Zeitschrift die Tarn-Schnurbärte ausgeschnitten, auf ein Pflaster geklebt und ins Gesicht geklebt. Die Idee mit dem Pflaster fand ich richtig klasse. Außerdem befand sich in der Zeitschrift eine Chiffrier-Scheibe, mit der wir unsere Namen codiert haben und danach gab es dann auch schon Mittagessen, um das sich mein Mann gekümmert hat.

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Basteln und Spielen

Nach dem Mittagessen hat Büchermäuschen Mittagsschlaf gemacht, so dass wir die Zeit zum Basteln und Spielen genutzt haben, was mit dem Kleinen immer ein wenig schwierig ist. Aus einer Klopapierrolle haben wir Kalle Blomquist gebastelt, wo bei wir uns an dem Cover des Buches/der CD orientiert haben. Gespielt haben wir „Spuren im Wald“, genau das richtige Spiel für Detektive, denn hier muss man Spuren erkennen, sie Tieren zuordnen und sich die Verstecke von Tieren merken.

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Die restliche Zeit des Mittagsschlafes haben wir zum Lesen genutzt. Nun wollte Bücherwürmchen Fälle lösen. Wir haben ein paar Ratekrimis aus „Die Spur führt zum Wikingerschiff“ gelesen sowie zwei Fälle aus „Finde den Täter“, bei dem die Lösung jeweils in einem Bild zu finden ist.

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Verstecken spielen mit Funkgerät und Kreide

Nachmittags ging es dann mit Kreide und den aufgeladenen Funkgeräten noch einmal nach draußen. Einer ist vorgelaufen, hat seinen Weg mit Pfeilen gekennzeichnet, sich versteckt und dem anderen durch das Funkgerät Bescheid gesagt, dass er nun los gehen darf. Später haben wir dann die Pfeile weggelassen und durch das Funkgerät nur ein paar Hinweise zum Versteck durchgegeben. Das hat viel Spaß gemacht, auch wenn eigentlich die Wege und Verstecke relativ klar waren, da die möglichen Wege etwas eingeschränkt waren.

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Fingerabdrücke

Nach dem Kaffeetrinken (mein Mann hatte leckere Zimtschnecken gebacken) haben wir uns dem Thema Fingerabdrücke gewidmet. Einerseits haben wir von jedem Finger einen Stempelabdruck gemacht und andererseits haben wir Fingerabdrücke von einer Glasschale genommen. Dafür haben wir uns mit Schmiergelpapier aus einer Bleistiftmine Puder hergestellt, welches auf dem Fingerabdruck mit einem Pinsel verteilt wurde. Darüber haben wir einen Tesafilmstreifen geklebt und schwuppdiwupp war der Fingerabdruck in unserem Notizbuch.  Ich habe ehrlich gesagt gestaunt, wie gut das geklappt hat.

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Leider hat die Zitronen-Geheimschrift, die ich damals schon im Chemieunterricht kennengelernt habe, nicht so gut funktioniert. Man konnte die Abdrücke der Schrift bereits ohne etwas zu tun sehen, die sichere Variante mit dem Föhn funktioniert überhaupt nicht und beim ersten Mal über dem Feuer ging das Papier in Flammen auf… Naja, beim zweiten Versuch kamen die Buchstaben dann doch noch dunkel heraus, aber der Effekt war jetzt nicht so berauschend.

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Spiele

Wir haben noch das Spiel „Figurengaudi“ herausgesucht, bei dem es von verschiedenen Figuren Karten mit Kopfbedeckungen, Köpfen, der Körpermitte und Beinen gibt. Wir haben es allerdings nicht nach den üblichen Regeln gespielt, sondern es für Personenbeschreibungen genutzt. Einer hat eine Figur beschrieben und der andere hat diese dann aus den vorhandenen Karten zusammengesetzt.

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Ansonsten haben wir noch ein paar kleinere Spiele gespielt, die die Aufmerksamkeit schulen. Wir haben eine aufgedrehte Eieruhr im Zimmer versteckt und uns durch das Ticken auf ihre Spur bringen lassen und Bücherwürmchen hat sich vor ihm aufgestellte Spielsachen gut gemerkt, so dass er dann den Gegenstand benennen konnte, den ich heimlich entfernt habe.

Leider verging die  Zeit an diesem Tag sehr schnell. Es war ein sehr schöner Tag und wir haben die Bücher auch an den darauffolgenden Tagen noch auf dem Tisch liegen lassen, so dass wir auch noch „Nick Nase“ sowie weitere Ratekrimis gelesen haben.

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Grüffelo-Geburtstag

Dieses Jahr haben wir einen Grüffelo-Geburtstag gefeiert und nun komme ich endlich dazu, euch ein wenig davon zu berichten. Es handelte sich um einen fünften Geburtstag und wir hatten viel Glück mit dem Wetter, so dass wir fast alles draußen gemacht haben. Besonders schön, wäre es natürlich, wenn man im Wald feiern würde, aber das war bei uns leider aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Aber egal, wir hatten trotzdem eine tolle Feier.

Vor dem großen Tag gab es natürlich einige Vorbereitungen, bei denen sich Bücherwürmchen sehr gut eingebracht hat. Es war auch seine eigene Idee, Grüffelo-Masken als Einladungen zu verwenden. Er hat sie alle fleißig angemalt und hinten drauf haben wir dann den Text geklebt. Außerdem hat er Platzkärtchen mit Motiven wie dem Grüffelo, dem Fuchs, der Maus und der Schlange gebastelt und ein tolles Grüffelobild gemalt. Sehr gerne hat er auch Moos, Stöckchen und Ähnliches für die Tischdeko gesammelt. Ich musste mir darüber hinaus noch Gedanken zu Spielen und Essen machen, aber da hatte ich in der Broschüre vom Beltz Verlag eine großartige Hilfe. Ihr findet sie auch auf der Homepage des Verlags. Hieraus habe ich wirklich viele Ideen genommen.

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So sah am Ende der Tisch aus:

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Zu Essen gab es Schlangen-Püree (Wackelpudding mit Gummischlangen), gezuckerte Eule und einen Kuchen mit Butterkeksen (Rezept dafür habe ich aus dem Backbuch „Monsterlecker„), den ich mit passenden Motiven (Fröschen, Mäuse, Tatzen, Schlangen etc.) dekoriert habe. Ich gebe allerdings zu, dass bei den Kindern die Gummi-Mäuse, Frösche und Tatzen, die auf dem Tisch lagen, am besten ankamen… Schwuppdiwupp, verschwand die Spur, die über den Tisch führte!

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Beim Kaffeetrinken habe ich dann noch einmal das Grüffelo-Buch vorgelesen und die Kinder haben dabei darauf geachtet, welche Tiere aus der Geschichte auf dem Tisch wiederzufinden sind. Sie haben wirklich richtig gut zugehört!

Nach dem Kaffeetrinken gab es eine kleine Rallye. Wir haben vorher auf einer kurzen Strecke einlaminierte Karten mit Pfotenabdrücken verschiedener Tiere aufgehängt. Kreidepfeile haben den Kindern den Weg gezeigt. Wurde ein Spur gefunden, so mussten sie sie dem richtigen Tier zuordnen. Es gab immer drei Antwortemöglichkeiten. Da die Kinder noch nicht lesen können, gab es die Antwortemöglichkeiten in Bildform und sie mussten dann nur noch ihre Antwort einkreisen. Natürlich haben die Kinder die Aufgaben gemeinsam prima gelöst und so haben sie sich eine Belohung verdient: In einem Pokal steckten Grüffelo-Bleistifte und jedes Kind bekam eine Grüffelo-Medaille (ich habe auf Schokotaler Grüffelo-Bilder geklebt und an diese ein Band geklebt, so dass ich Medaillen zum umhängen hatte).

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Anschließend gab es ein paar Spiele: Dosenwerfen, Pfeilwerfen, „Finde den Fuchs in seinem Bau“ (Topfschlagen, es gab sogar Weingummi-Füchse, was aber nicht alle Kinder wahrgenommen haben) und Euleneier mussten sicher ins Nest gebracht werden (Eierlauf). In einer Fühlkiste, bei der man durch das Grüffelo-Maul greifen musste, konnten Tannenzapfen, Stöckchen, Steine und ähnliches ertastet werden.

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Für schlechtes Wetter hatte ich noch Ausmalbilder bereit liegen und eine kleine Bastelei (Eulen aus Klopapierrollen, die Anregung habe ich auf deschdanja.ch gefunden) vorbereitet.

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Dazu kamen wir dann aber nicht, so dass ich die Bilder den Kindern dann so mitgegeben habe. Die Kinder haben dann noch einfach so im Garten gespielt. Bei dem tollen Wetter kamen wir auch nicht zum Stopptanz mit dem Grüffelo-Lied, aber das war auch nicht schlimm. Wir hatten einen wunderbaren Tag. Die Kinder haben klasse mitgemacht und hatten viel Spaß.

Zum Abendbrot gab es übrigens einfach das klassische Geburtstagsessen: Pommes und Würstchen. Aber ich bin froh, dass ich da nichts großes mehr gemacht habe, denn die Kinder haben zu diesem Zeitpunkt (nach Kuchen und Süßigkeiten) eh kaum noch was gegessen…

Mottotag Schweden

Bücherwürmchen und ich haben endlich mal wieder einen Mottotag veranstaltet. Dieses Mal sollte es rund um das Thema Schweden gehen. Ich gebe zu, dass der Ablauf dieses Tages vielleicht nicht ganz so rund ist wie bei den anderen Mottotagen und dass die eine oder andere Aktion vielleicht nicht direkt etwas mit dem Land Schweden zu tun hat, aber wir haben uns dieses Mal von Bilderbüchern, die von schwedischen AutorInnen geschrieben wurden, inspirieren lassen. Ich habe dieses Mal auch keine Geschichte geschrieben, die uns durch den Tag führt, aber das hat nichts daran geändert, dass wir einen tollen Tag hatten. Letztendlich ist es auch völlig egal, ob das Ganze irgendwie zusammenhängt oder nicht. Die Hauptsache ist, dass wir uns einen Tag füreinander Zeit nehmen und schöne Sachen miteinander machen. Wenn man sich dann ein Thema überlegt, hat man natürlich einen Ausgangspunkt und kommt so auf einige Ideen.

Nun ging es also, wie gesagt, um Schweden. Dazu hatten wir erst einmal einen ganzen Haufen an Bücher zurecht gelegt: Vor allem waren natürlich Bücher von Astrid Lindgren und von Sven Nordqvist dabei. Für Bücherwürmchen ist der Büchertisch ein wichtiges Element eines Mottotages. Wenn er weiß, dass wir einen Mottotag veranstalten, überlegt er schon, welche Bücher auf diesen Tisch kommen. Ich hatte mir am Abend vorher ein paar wenige Bücher zurechtgelegt, an die ich unbedingt denken wollte. Als Bücherwürmchen nun früh morgens aufstand und schon durchs Haus schlich, weil er so aufgeregt war, hat er diesen kleinen Stapel gefunden. Nachdem ich dann auch irgendwann aufgestanden war, erzählte er mir sogleich, dass er noch ein paar Bücher dazu getan hätte, da das doch viel zu wenig Bücher seien. Lustigerweise wusste er tatsächlich, welche Bücher aus Schweden kommen. So hat er noch ein paar Pettersson und Findus-Bücher und Michel aus Lönneberga geholt.

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Bevor es dann aber wirklich losgehen sollte, wollten wir erst einmal frühstücken. „Machen wir ein schwedisches Frühstück?“ wollte Bücherwürmchen wissen. Hm, für das Frühstück hatte ich mir eigentlich noch gar nichts überlegt, aber dann haben wir ganz spontan die Hafergrütze aus dem Kochbuch von Pettersson und Findus gemacht (alle Rezepte, die wir an diesem Tag gekocht/gebacken haben, stammen aus diesem Buch). Ja, Hafergrütze ist schön typisch schwedisch! Das war ein guter Start für unseren Tag.

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Anschließend haben wir unseren Büchertisch bestückt und danach musste natürlich noch die Schwedenflagge gehisst werden. Dabei haben wir Idas Sommerlied auf Schwedisch gesungen.

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Leider ruhen auch an einem solchen Tag nicht alle Haushaltsaufgaben und so mussten wir noch kurz einkaufen gehen, allerdings haben wir dabei einen Abstecher zum Bäcker gemacht, bei dem sich Bücherwürmchen ein paar Süßigkeiten für wenige Cent aussuchen durfte. In Schweden gibt es nämlich die „lördagsgodis“ (Samstagssüßigkeiten), die die Kinder jeden Samstag bekommen und anders als bei uns gibt es in fast allen Supermärkten diese losen Süßigkeiten, die man sich in einer Tüte selbst zusammentellen kann. Unser Schwedentag fand zwar an einem Freitag statt, aber das war uns jetzt einfach mal egal. Lördagsgodis gab es trotzdem!

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Als wir dann wieder zu Hause waren, konnte es endlich richtig losgehen. Zunächst haben wir uns ein wenig mit dem Land Schweden und seiner Hauptstadt beschäftigt. Dies ging wunderbar mit dem Wimmelbuch Stockholm und dem Reiseführer für Kinder „Unterwegs in Schweden“. In beiden Büchern sind uns einige Dinge begegnet, die uns bereits bekannt waren.

Anschließend habe ich Bücherwürmchen vorgelesen, wie die Kinder aus Bullerbü Mittsommer feiern, denn dies ist nun einmal eines der typischsten schwedischen Feste. Nach der Lektüre wollten wir natürlich auch selbst einen Hauch von Mittsommer erleben. Also ging es nach draußen, wo wir Bücherwürmchen einen Blumenkranz binden wollten.

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Dafür haben wir Butterblumen, Gänseblümchen, Klee und Löwenzahn gepflückt. Bücherwürmchen war ganz stolz, wenn er wieder eine Blume gefunden und abgepflückt hat. Leider pflückte er die Stängel nicht immer lang genug ab… Etwas problematisch war es, dass aus dem Löwenzahn meist schon Pusteblumen geworden sind und dass die Gänseblümchen dank der vielen Wolken am Himmel ihre Köpfchen zu ließen. Aber letztendlich hatten wir dann doch genug Blumen zusammen bekommen, so dass wir einen Kranz binden konnten. Mit dem Kranz auf dem Kopf haben wir uns dann an ein paar schwedische Mittsommertänze um die Fahnenstange herum gewagt. Leider steht die Stange vor unserem Haus, so dass es mir etwas unangenehm war, lauthals schwedische Lieder zu singen, aber zum Glück kam gerade niemand vorbei. Aber wer weiß, aus welchen Häusern wir beobachtet wurden… Egal, wir hatten jedenfalls beim Froschtanz und bei dem Lied der Musikanten jede Menge Spaß.

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Nun war es schon Zeit fürs Mittagessen, bei dem mir Bücherwürmchen ein wenig geholfen hat. Natürlich gab es Köttbullar (Fleischklößchen)! Lecker!

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Nach dem Essen haben wir dann direkt das Kaffeetrinken vorbereitet. Den Teig für die Kanelbullar (Zimtschnecken) hat Bücherwürmchen begeistert geknetet.

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In der Zeit, in der der Teig gehen musste, haben wir es uns auf dem Sofa gemütlich gemacht und ein wenig in den Büchern gelesen, u.a. habe ich ihm die Geschichte von „Karlsson vom Dach“ vorgelesen, in der es gerade Fleischklößchen zu essen gab.

Ganz besonders neugierig war Bücherwürmchen auf das „Lilla Trollboken“ (Kleines Trollbuch). Die Bilder hatte er sich schon am Morgen angeschaut und mir daraufhin verkündet, dass da ganz witzige Bilder drin seien – mit Menschen, die einen Schwanz hätten. Passend zu den ganzen Wesen, die es in schwedischen Geschichten gibt (Trolle, Wichtel etc.), sind wir nun in den Wald gefahren und haben dort mit Stöckchen und Moos ein kleines Häuschen für Waldwichtel gebaut. Bücherwürmchen hat dann noch mit Moos einen Garten gemacht und ganz wichtig war ihm auch der Schornstein, damit die Wichtel, falls sie einen Ofen haben, auch Feuer machen können. Aus Zapfen haben wir dann sogar noch selbst kleine Wichtel hergestellt und an den Baum gestellt, damit die echten Wichtel auch den Weg zu dem Häuschen finden.

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In Anlehnung an die Schnitzereien von Michel aus Lönneberga hatten wir uns auch Messer mit in den Wald genommen. Ich habe Bücherwürmchen an einem Stock gezeigt, wie man schnitzt – weit von Michels tollen Holzfiguren entfernt -, aber Bücherwürmchen traute sich nicht so recht, das Messer (mit mir zusammen) in die Hand zu nehmen.

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Stattdessen haben wir dann noch Sachensucher gespielt, denn alle Kinder, nicht nur Pippi Langstrumpf und Stina (aus „Stinas Sommer“), sind die geborenen Sachensucher (die Geschichten hatten wir uns natürlich auch durchgelesen, bevor wir in den Wald gefahren sind). Was haben wir gefunden? Natürlich jede Menge Stöcke! Stöcke findet Bücherwürmchen sowieso immer sehr gerne und wir haben immer eine gute Auswahl vor unserer Haustür liegen. Wir haben auch tatsächlich einige Stöcke mitgenommen, denn wir haben uns überlegt, dass wir zu Hause noch etwas Schönes daraus machen können.

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Aber erst einmal haben wir uns zu Hause mit den Zimtschnecken gestärkt, bevor wir dann die Stöcke bunt angemalt haben um sie später mit einer Schnur zu verbinden und draußen aufzuhängen (dieser Schritt konnte allerdings erst am darauffolgenden Tag erledigt werden, da ja die Farbe erst einmal trocknen musste).

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Nach draußen ging es dann aber auch noch einmal, denn wir wollten so wie Pettersson und Findus ein Gemüsebeet anlegen. Möhren, Radieschen und Zucchini haben wir angepflanzt und nun warten wir ungeduldig darauf, dass die ersten Blättchen zu sehen sind. Übrigens haben wir noch eine zweite Geschichte gefunden, die gut passte: „Majas kleiner Garten

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Da wir nun schon draußen waren, haben wir noch eine Runde Kubb bzw. Wikingerschach gespielt. Okay, richtig gespielt haben wir es noch nicht, aber Bücherwürmchen durfte mit den Stäben schon einmal die Holzklötze sowie den König umwerfen, was er auch mit Begeisterung tat. Dabei stellte er sich gar nicht so ungeschickt an, so dass wir das Spiel demnächst vielleicht sogar mal richtig spielen können.

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Drinnen haben wir dann noch eine Geschichte von Pippi Langstrumpf gelesen um dann selbst mit Hilfe des „Pippi Langstrumpf-Spiels“ von Kosmos „Nicht-den-Boden-berühren“ zu spielen. Das hat Bücherwürmchen richtig viel Spaß gemacht, so dass wir es auch an den darauffolgenden Tagen ein paar Mal gespielt haben. Aber das Spiel ist auch wirklich toll und eignet sich übrigens auch gut für einen Kindergeburtstag…

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Leider war es danach schon Zeit fürs Abendbrot. Statt normalem Brot gab es, wie konnte es anders sein, natürlich Knäckebrot!

Eigentlich ging der Tag viel zu schnell um und wir stellten abends fest, dass wir noch gar nicht dazugekommen sind, schwedische Lieder zu singen, aber so war dann abends doch noch nicht alles vorbei und wir konnten am nächsten Tag noch ein bisschen weiter machen…

Insgesamt hatten wir wieder einen ganz tollen Tag! Bücherwürmchen war so glücklich darüber, dass wir einen ganzen Tag so schön zusammen verbracht haben, dass ich mir ganz fest vorgenommen habe, bis zum nächsten Mottotag nicht wieder so viel Zeit verstreichen zu lassen…

Eine Übersicht aller Mottotage findet ihr HIER.

Mottotag: Piraten

Einen Piratenmottotag wollte ich eigentlich schon längst einmal mit Bücherwürmchen machen und da er sich dieses Jahr Karneval als Pirat verkleidet hat, bot sich dann der Fettdonnerstag als unser Piraten-Mottotag geradezu an! Und wir haben die Gelegenheit ergriffen und uns einen tollen Nachmittag gemacht. Da das Kostüm zu diesem Zeitpunkt natürlich schon fertig war, mussten wir uns damit nicht mehr beschäftigen, ansonsten könnte man an einem solchen Tag auch einen Säbel und eine Augenklappe basteln. Das hatten wir bereits vor ein paar Wochen gemacht und so konnte Bücherwürmchen bereits als Pirat in den Kindergarten gehen:

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Als er dann nach Hause kam, gab es erst einmal eine Piratenstärkung: Fischstäbchen im Pitabrot.

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So, nun konnte es endlich richtig los gehen und Bücherwürmchen bekam eine Flaschenpost überreicht, in der die Einstiegsgeschichte steckte.

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Es waren einmal ein großer und ein kleiner Pirat. Der große Pirat hieß der furchtlose Franz und der kleine Pirat hieß der wilde Willi. Der furchtlose Franz und der wilde Willi waren beste Freunde. Seit Jahren waren sie gemeinsam auf den sieben Weltmeeren unterwegs und verbreiteten dort Angst und Schrecken. Jedes Schiff, das sie am Horizont erblickten, überfielen und plünderten sie. Auch hatten sie schon so einige Schätze auf einsamen Inseln gefunden. Jedes Mal wurde die Beute gerecht aufgeteilt. Die eine Hälfte bekam der furchtlose Franz und die andere Hälfte der wilde Willi. Doch eines Tages geschah etwas, womit niemand gerechnet hätte: Als der wilde Willi eines Morgens vom Boot kam um ein bisschen Morgensport zu machen und seine müden Arme und Beine ein bisschen auf Trab zu bringen, sah er zufällig wie der furchtlose Franz hinter einem Busch verschwand. Neugierig schlich der wilde Willi hinter ihm her. Was machte der furchtlose Franz denn da geheimnisvolles? Der wilde Willi beobachtete mit großen Augen, wie der furchtlose Franz ein paar Münzen aus seiner Hose holte, sie wieder wegsteckte und etwas auf ein Blatt Papier zeichnete. Der furchtlose Franz versteckte einen Teil der Beute vor dem wilden Willi! Das konnte doch nicht wahr sein! Traurig ging der wilde Willi zurück zum Schiff. Sein Freund betrog ihn. Er wusste nicht, was er tun sollte. Eigentlich hätte er den furchtlosen Franz auf die Sache ansprechen sollen, aber irgendwie traute er sich nicht so recht, denn der furchtlose Franz konnte ganz schön böse werden, wenn ihm etwas nicht passte. Der wilde Willi sagte also nichts, aber die Stimmung an Bord sank beträchtlich. Die beiden Piraten sprachen kaum noch miteinander. Der wilde Willi kam nie dahinter, was der furchtlose Franz vor ihm versteckt hielt und wo er den Schatz versteckt hatte, aber er hatte so nach und nach einige Hinweise auf das Versteck gesammelt. So hatte er zum Beispiel den geheimnisvollen Zettel des furchtlosen Franz gefunden, auf dem der furchtlose Franz sich ein paar Notizen gemacht hatte. Er hatte alle Papierstücke, die er entdecken konnte, gesammelt um vielleicht doch noch den Schatz zu finden. Doch irgendwann hatte der wilde Willi keinen Spaß mehr am Piratenleben. Mit dem furchtlosen Franz war es nicht mehr so lustig wie früher und das Überfallen anderer Boote wurde ihm zu anstrengend. Die Teile, aus der sich die Schatzkarte zusammensetzte, besaß er aber immer noch. Er hatte sie aufbewahrt und eines Tages wollte er sie demjenigen geben, der sich als echter Pirat beweisen würde. Wenn jemand zeigen würde, dass er ein mutiger, kräftiger und schlauer Pirat ist, dann sollte dieser Mensch, die Papierschnipsel bekommen um dann den Schatz finden zu können. 8 Aufgaben musste man bestehen um alle Teile zu erhalten. Und dann musste man nur noch auf Schatzsuche gehen und wenn man Glück hatte, konnte man dann den alten versteckten Schatz vom furchtlosen Franz finden.

Natürlich haben wir diese Herausforderung angenommen und so bekamen wir die 8 Aufgaben und eine Schatzkarte, die sich nach und nach mit kleinen Bildchen füllte.

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1. Lies viele Piratengeschichten, damit du dich bestens in der Piratenwelt und mit ihren Geschichten auskennst. Welche Piraten kennst du?

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Wir haben nicht alle Bücher gelesen, aber dafür zweimal das Buch „Aufräumen ist nix für Piraten“, welches Bücherwürmchen erst an diesem Tag kennen lernte. Und das große Sachbuch „Alles über Piraten“ musste natürlich auch ganz genau gelesen werden. Danach wussten wir alles, was wir wissen mussten und konnten mit der zweiten Aufgabe weiter machen.

2. Beweise, dass du so stark und geschickt wie ein Pirat bist.

Nun musste Bücherwürmchen ein paar kleinere Spiele machen: Auf einem aufgeklebten Tesakrepp-Streifen balancieren, mit Stoffgemüse in ein Nudelsieb zielen, mit einem Pappkarton vorwärts rudern und versteckte Papp-Palmen im Zimmer finden.

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3. Singe Piratenlieder! Hörst du dich dabei wie ein echter Pirat an?

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Ich habe mir von lauter CDs die Piratenlieder zusammengesucht und vorher auf eine CD gebrannt, damit ich nicht ständig für jedes einzelne Lied zum CD-Player laufen muss. So haben wir dann z.B. von dem Piraten Peng gesungen, dem die Kanonen zu laut waren und der seitdem bei jedem Überfall „Peng“ schreit, es waren wilde Piraten dabei, die sich vor nichts fürchten, aber auch Piraten, die ausversehen mit Tomaten schießen, da der Matrose Hein sich nicht merken konnte, was er kaufen sollte… Einige Lieder kannten wir schon und konnten sie ein wenig mitsingen, andere lernten wir erst kennen… Dafür haben wir teilweise Bewegungen zu den Liedern gemacht. Die Rhythmusinstrumente wollte Bücherwürmchen nicht hervor holen. Es war ihm schon so alles aufregend genug.

4. Bastel dir Piratendeko: Buddelschiff – Ein Boot muss in ein Glas!

Naja, ein richtiges Buddelschiff haben wir natürlich nicht gemacht, aber ich fand die Idee irgendwie schön, dass man so etwas mit einem gebastelten Boot in einem Marmeladenglas nachmacht. Das Boot ist das altbekannte Faltbötchen. Bücherwürmchen wollte unbedingt ein schwarzes Boot haben, aber da wir kein schwarzes Faltpapier haben, musste er erst einmal das Papier schwarz anmalen. Gefaltet habe ich dann, aber Bücherwürmchen hat die Flagge und den Piraten gemalt. Da Bücherwürmchen noch ziemlich groß malt, musste der Kopf reichen… Ich habe den großen runden Kopf mit einem Auge, Mund und Bart (dem ich dann noch eine Augenklappe hinzugefügt habe, damit er nicht ganz so nach einem Alien aussieht) dann ausgeschnitten und dann wurden Flagge und Pirat ins Boot geklebt. Das Boot kam in das Kirschmarmeladenglas und Bücherwürmchen hat von außen noch ein wenig Wasser aufgemalt. Nur noch trocknen lassen und fertig!

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Anschließend haben wir uns dann erst einmal beim Kaffeetrinken gestärkt und was gab es natürlich? Berliner! Immerhin war ja Fettdonnerstag. Berliner, die mit Schiffssegeln aufgepeppt wurden. Bücherwürmchens Kommentar, als er sie gesehen hat: „Schööööön!“

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5. Sing das Lied „Auf, Matrosen, packt alle an“ und zeige dabei, dass du alles kannst, was ein Pirat auf dem Boot tun muss.

Klappte super! Bücherwürmchen und ich haben uns ordentlich zum Affen gemacht und mein Mann hat uns dabei fotografiert… Die Bilder erspare ich euch aber… 😉

6. Hör dir das Lied „Seefahrt-ABC“ an und finde heraus, was die Wörter „Smutje“ und „Bug“ heißen.

Das war natürlich auch kein Problem für uns und auch Bücherwürmchen hat herausgehört, dass der Smutje der Koch ist und das man das Buch vorne auf dem Schiff findet.

7. Erzähl, was du alles mit an Bord nimmst.

In „Ich packe meinen Koffer“-Manier haben wir „Ich gehe an Bord und nehme … mit“ gespielt. Bücherwürmchen hat allerdings recht abenteuerliche Dinge wie einen Ofen mitgenommen – eben alles, was er gerade so spontan gesehen hat. Egal, dafür habe ich mich um die Piratenausrüstung gekümmert und ein Fernrohr, einen Säbel und ein Kopftuch eingepackt.

8. Male ein tolles Piratenbild, auf dem alles zu sehen ist, was zu Piraten dazugehört.

So richtig viel Lust hatte Bücherwürmchen nun nicht mehr, denn jetzt wollte er so langsam wirklich den Schatz suchen. Aber als ich ihm dann gesagt hatte, dass er unsere Piratenaufkleber für das Bild verwenden dürfte, hat er dann doch noch einmal ordentlich losgelegt. Und es hat richtig viel Spaß gemacht. Zwar hat er manche Aufkleber an merkwürdige Stellen geklebt, aber er hatte immer eine tolle Geschichte dazu, warum der Aufkleber sich an diesem Ort befand und wie er zu dem restlichen Bild passte.

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Endlich bekamen wir unsere letzten Hinweise für unsere Schatzkarte, die nun vollständig war:

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Eine Weile musste Bücherwürmchen überlegen, welche Tür auf dem letzten Bild zu sehen ist, aber dann gab es kein Halten mehr und die Suche konnte beginnen. Er hat sich riesig gefreut als er den Schatz dann endlich entdeckt hatte:

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In der kleinen Schatztruhe befanden sich ein kleines Pixibüchlein, ein paar Weingummitaler und Ahoi-Brause. Welch eine Freude!

Aber leider war unser Piratentag damit auch zu Ende. Wir haben noch das Pixibuch gelesen und dann ging es für den kleinen Piraten noch einmal hinaus aufs Meer: Ab in die Badewanne hieß es am Ende dieses schönen Tages.

Ein paar Ideen für unseren Tag habe ich aus den Büchern „Bloß kein Stress!“ (Mottogeburtstag Piraten) und „Wild und verwegen übers Meer – Kinder spielen Seefahrer und Piraten“ (Ökotopia Verlag) genommen.

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Weitere Mottotage findet ihr HIER.

Mottotag zu dem Buch „Der rote Regenschirm“

Bücherwürmchen und ich haben mal wieder einen sehr schönen thematischen Tag gemacht. Dieses Mal lief es jedoch ein bisschen anders ab, als die letzten beiden Male. Zunächst gab es keine selbstgeschriebene Geschichte, die uns durch den Tag geführt hat, aber dafür hat uns dieses Mal ein Bilderbuch begleitet und am Ende des Tages gab es dann doch noch eine eigene Geschichte! Aber erst einmal der Reihe nach… Letzten Sonntag haben wir uns von dem Buch „Der rote Regenschirm“ inspirieren lassen. Für alle, die dieses wunderschöne Bilderbuch noch nicht kennen, möchte ich es zunächst kurz vorstellen, denn es ist tatsächlich ein ganz besonderes Bilderbuch: Es enthält keinen Text, erzählt aber dennoch die Geschichte von dem kleinen schwarzen Hund und einen roten Regenschirm. Der neugierige, kleine Hund entdeckt an einem stürmischen Herbsttag den roten Regenschirm an einem Baum. Kaum dass er sich an dem Schirm festhält, fliegt er auch schon los und das Abenteuer kann beginnen. Der Wind wirbelt Schirm und Hund in die Luft und lässt sie in den Wolken landen. Fröhlich spaziert der Hund über die weichen Wolken bis er durch ein Loch fällt und in Afrika landet. Oje, hier lauert die erste große Gefahr: Hungrige Krokodile kommen dem Hund bedrohlich näher…. Zum Glück packt ein Elefant den kleinen Hund und lässt ihn weiterfliegen – bis zum Meer, zum Dschungel, zum Nordpol und am Ende wieder zurück nach Hause. Der Hund hat bei seiner Weltreise eine Menge erlebt, ist vielen Tieren begegnet und hat viel gesehen. Die großen Bilder, die komplett die Seiten einnehmen, sind sehr schön anzuschauen, und da es keinen Text gibt, muss man sich die Geschichte dazu selbst erzählen. Das haben wir schon einige Male gemacht, aber nun wollten wir entlang dieses Buches unsere eigene Geschichte erleben und unsere eigenen Bilder dazu gestalten. Leider war Bücherwürmchen die Tage vor unserem Erlebnistag krank, so dass wir manches etwas ruhiger angehen mussten und auch nicht raus konnten, aber egal – wir hatten auf jeden Fall einen sehr schönen Tag! Natürlich haben wir erst einmal mit einem der Hauptthemen des Buches begonnen: Wind! Wir haben Watte über den Boden gepustet, erst einfach so und dann um die Wette. Bei entsprechendem Wetter könnte man an dieser Stelle auch nach draußen gehen und einen Drachen steigen lassen.

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Nachdem wir genug Wind gemacht hatten, ging auch unsere Reise endlich los. Wir flogen so wie der kleine Hund hinauf in die Wolken. Bücherwürmchen wollte sich leider nicht auf eine kleine Fantasiereise einlassen, deswegen haben wir uns dann nur gegenseitig im Gesicht und an den Händen mit einem Wattebausch gestreichelt. Anschließend haben wir dann mit Watte unser erstes Bild an diesem Tag gestaltet: Ein Wolkenbild. Das hat Bücherwürmchen so viel Spaß gemacht, dass er direkt noch ein zweites angefertigt hat.

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Als dieses dann ebenfalls fertig war, schauten wir uns im Buch das nächste Abenteuer des Hundes an und folgten ihm nach Afrika. Was kann man denn in Afrika alles machen? Klar, eine Safari! Wir haben uns aus Stühlen ein Safariauto gebaut und gespielt, dass wir eine Safari-Tour machen würden. Nachdem wir zunächst die Tiere beobachtet und fotografiert haben, haben wir uns selbst in afrikanische Tiere verwandelt. Wir brüllten und gingen auf Beutezug wie ein Löwe, stampften wie die Elefanten, machten das Maul weit auf wie die Krokodile, machten uns groß wie die Giraffen, hüpften wild wie die Affen herum und standen auf einem Bein wie die Flamingos.

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Außerdem sangen wir ein paar Elefantenlieder („Was müssen das für Bäume sein“, „Ein Elefant wollt bummeln gehen“) und nutzten direkt mal ein Lied von unserer neuen CD „Sing doch mal!…mit Tijo-Kinderbuch“, denn da ist ein passendes Nashornlied drauf, welches uns dann auch beim anschließenden basteln nicht aus dem Kopf gehen wollte… Als erstes haben wir mit großen Bügelperlen einen Elefant gebastelt. Der ist so bunt geworden, dass wir natürlich erst einmal das Buch von dem genauso bunten Elefanten „Elmar“ gelesen haben.

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Danach haben wir ein Afrikabild gestaltet. Das Highlight hier war natürlich der Sand, der auf das Papier gestreut und geklebt wurde.

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Weiter ging es dann durch das Meer. Bücherwürmchen hat schon toll dabei geholfen die Papierstreifen für das Wasser auszuschneiden und Aufkleber klebt er sowieso immer gerne auf. Außerdem durfte er noch ein paar Fische mit seinem Fingerabdruck machen. Jetzt war der Daumen natürlich etwas farbig – nicht schlimm, denn da wir natürlich auch noch durch das Meer schwimmen mussten, ging es noch eine Runde in die Badewanne.

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Anschließend landeten wir genauso wie der kleine Hund im Dschungel. Wir krochen und schlichen durch den Dschungel. Dabei mussten wir uns manchmal ganz klein machen, damit wir unter den Ästen und Blättern herkommen. In einem solchen Moment führte uns unser Weg unter dem Wohnzimmertisch her. Wir versteckten uns vor dem Jaguar und liefen auch durch den nächtlichen Dschungel, in dem wir die Fledermäuse und Affen hörten. Wäre Bücherwürmchen nicht krank gewesen, wären wir an dieser Stelle sicherlich in den Wald gefahren und hätten dort u.a. auch Affen etc. gespielt. Nachdem wir zurück aus dem Dschungel waren, haben wir uns noch das Bilderbuch „Mein kleiner Dschungel“ angeschaut und ein paar Lieder gesungen: „Die Affen rasen durch den Wald“ und „Fli-Fla-Fledermaus“ (CD „Sing doch mal!“). Außerdem haben wir uns noch einmal in einem kleinen Bewegungsspiel mit zwei Indianern auf den Weg gemacht um einen Jaguar zu fangen (ähnlich wie die bekannte Löwenjagd; Idee aus dem Buch „Budenzauber“, Ökotopia Verlag, hier wird übrigens im Original auch ein Löwe gefangen, aber das passte ja nicht so gut zum Dschungel…). Beim Bild konnte Bücherwürmchen wieder sehr gut helfen: Die Lianen und grünen Blätter konnte er schon gut ausschneiden und die Federn für die Papageien fand er natürlich auch super. Hier habe ich auch gar keine Arbeitsschritte fotografiert, denn bei diesen fusseligen Federn habe ich sowieso schon fast einen Rappel bekommen….

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Als letzte Station landeten wir am Nordpol bei den Eisbären. Klar, da haben wir das Eisbärenlied von der CD „Sing doch mal!“ am Klavier gesungen. Für das Bild hat Bücherwürmchen Eisschollen ausgeschnitten und Schneeflocken aufgeklebt und gestempelt. Gerade am Stempeln hat er immer sehr viel Spaß!

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So, jetzt war unsere Reise zu Ende, aber wir hatten dennoch etwas zu tun. Aus unseren Bildern wollten wir noch ein kleines Büchlein machen. Wir haben sie in Klarsichtfolien getan, zusammengebunden und auf jede Folie noch ein Foto von uns beiden geklebt, damit man auch sofort sieht, dass Bücherwürmchen und Mama lauter spannende Abenteuer erlebt haben. Im Gegensatz zu dem Buch „Der rote Regenschirm“ sollte es in unserem Buch aber auch einen Text geben. Hier ist unser Resultat – von Bücherwürmchen ausgedacht und erzählt und von mir wortwörtlich aufgeschrieben: Mama und bücherwürmchen machen einen Ausflug zu den Wolken. Da kuschen wir und wir spielen. Danach reisen wir nach Afrika. Dort wohnen ein Nashorn und eine Giraffe, die fressen Gras und spielen. Wir fahren mit einem Safariauto. Wir haben nur einen Fotoapparat dabei. Wir haben Tiere fotografiert und dann sind wir wieder nach Hause gefahren und haben geschlafen. Wir sind untergetaucht und haben den Fischen und den Delfinen „Guten Morgen“ gesagt. Es war gefährlich im Wasser, weil dort Haie waren. Wir sind mit dem Boot in den Dschungel gefahren. Dann haben wir die Papageien gesehen. Wir haben geguckt, ob da noch mehr Tiere sind und wir haben einen Jaguar gesehen. Mama hat „Hilfe“ gerufen. Wir haben uns versteckt. Der Jaguar ist weggelaufen. Mit einem Bus sind wir zum Nordpol gefahren. Da haben wir drei Eisbären und ganz viele Schneeflocken gesehen. Nordpolmenschen und wir haben die Tiere angeguckt. Mit dem Flugzeug sind wir nach Hause gekommen. Dann haben wir Kaffee getrunken und im Bett geschlafen. Auf dieses Buch ist Bücherwürmchen richtig, richtig stolz. Er sagt jetzt auch immer, dass es sein Lieblingsbuch sei. Es ist richtig schön zu sehen, wie sehr er sich damit identifiziert und wie sehr er sich darüber freut. Unser Tag war mit dem Buch jedoch noch immer nicht zu Ende. Ein entscheidendes Element in dem Bilderbuch von dem kleinen Hund ist der rote Regenschirm. Was liegt also näher als einen Regenschirm zu bemalen? Für unsere Hochzeit hatte ich einen großen, hellen Schirm gekauft auf dem „Just married“ steht. Zum Glück hatten wir aber sehr schönes Wetter an unserem Hochzeitstag und so steht dieser Schirm seit Jahren unbenutzt herum. Das sollte sich an diesem Tag nun ändern. Bücherwürmchen durfte mit Textilstiften große, bunte Kreise auf den Schirm malen und ich habe das „Just married“ mit „and now a family“ ergänzt. Der Schirm ist so groß, dass er sich perfekt dazu eignet eine gemütliche, kleine Lesehöhle zu bauen. Das ist ja genau das richtige für Bücherwürmchen! Wir haben eine Decke über den Schirm gehängt und uns mit dem Buch „Der rote Regenschirm“ zum Abschluss des Tages darunter verkrochen – richtig schön gemütlich!

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Ich kann euch allen sowohl das Buch „Der rote Regenschirm“ als auch den nachgelebten Tag inklusive selbst hergestellten Büchlein nur empfehlen! Wir hatten sehr viel Spaß und Bücherwürmchen war am Abend richtig traurig, dass der Tag zu Ende war.

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Der rote Regenschirm von Ingrid und Dieter Schubert, Sauerländer, ISBN: 978-3737360531, 14,95 €

Mottotag: Hexen

Gestern haben wir dann unseren zweiten Mottotag gemacht. Man könnte annehmen, dass er etwas mit Halloween zu tun hat, aber dass wir einen Hexentag einen Tag nach Halloween veranstaltet haben, ist tatsächlich reiner Zufall. Ich mag Halloween nämlich gar nicht. 😉

Der Tag war wieder richtig schön und wir hatten gemeinsam jede Menge Spaß! Bücherwürmchen hat auch schon viele Ideen für andere Mottotage, wobei ich bei manchen keine Ideen zur Umsetzung habe, aber mal schauen, was uns so in Zukunft noch einfällt… Jetzt aber erst einmal zum Hexentag. Ich habe wieder eine Geschichte geschrieben, die uns durch den Tag geführt hat. Das besondere dieses Mal war allerdings, dass es eine Fortsetzungsgeschichte zu einer bereits bestehenden Geschichte über die kleine Hexe Nele ist. Im Frühjahr hatte ich für ein anderes Kind zum Geburtstag die Geschichte von der kleinen Hexe Nele, die sich eine Katze wünscht, geschrieben und mit einfachen Bildern illustriert. Als ich nun überlegte, was für eine Geschichte ich zum Hexentag schreiben könnte, fand ich es eine gute Idee, noch einmal etwas über die kleine Hexe Nele zu schreiben.

Titelbild des Büchleins "Hexe Nele wünscht sich eine Katze"

Titelbild des Büchleins „Hexe Nele wünscht sich eine Katze“

 

Die kleine Hexe Nele war glücklich. Sie hatte endlich ein Haustier, eine liebe, schwarze Katze, und eigentlich gab es nichts, was ihr fehlte. Doch, eine Sache war da, die sie störte. Sie hatte noch keine Auszeichnung als echte Hexe bekommen. Das musste sie dringend nachholen.

Also machte sich die kleine Hexe Nele auf den Weg durch den Wald. Dabei traf sie ihre Freunde das Kaninchen, den Fuchs und das Eichhörnchen. Alle freuten sich als sie die kleine Hexe sahen und fragten neugierig: „Hallo Nele! Was machst du denn so alleine hier im Wald?“

„Hallo meine lieben Freunde. Ich möchte eine Auszeichnung als echte Hexe bekommen und deswegen muss ich zum alten Zauberer Zottelinus und zur alten Hexe Rabexe reisen. Nur dort kann eine kleine Hexe diese Auszeichnung erhalten.“ erzählte Nele. Die Freunde der kleinen Hexe waren beeindruckt und wünschten ihr viel Glück.

Endlich kam die kleine Hexe Nele beim Zauberer Zottelinus und bei der Hexe Rabexe an. Ein wenig ängstlich sah sie die beiden an, denn sie waren schon sehr alt und wussten eine ganze Menge. Ihre Haare waren lang und grau und beide trugen einen großen spitzen Hexenhut. Schließlich nahm Nele ihren ganzen Mut zusammen und sagte: „Guten Tag. Ich bin die kleine Hexe Nele. Kann ich bei euch eine Auszeichnung als echte Hexe bekommen? Ich habe auch, so wie es sich für eine Hexe gehört, eine liebe Katze.“ Die kleine Hexe Nele zeigte die schwarze Katze, die auf ihrem Arm schlief.

Doch der Zauberer und die Hexe schüttelten den Kopf und sagten:

„Nein, nein, nein –

so kannst du keine Hexe sein!

Dir fehlt noch dies,

dir fehlt noch das!

So macht das Hexen keinen Spaß!“

Erschrocken blickte die kleine Hexe die alten Zauberer an und fragte: „Was fehlt mir denn um eine echte Hexe zu sein?“

„Ein richtiger Hexenbesen!“ antwortete die Hexe Rabexe.

Oh, wie hatte die kleine Hexe das nur vergessen können. Natürlich brauchte sie einen Hexenbesen. Schnell lief sie zurück in den Wald um sich dort aus ein paar Ästen und Stöcken einen tollen Besen zu basteln. Sicherheitshalber suchte sie sich auch einen neuen Zauberstab.

 

Und was haben wir gemacht? Natürlich waren auch wir im Wald und haben uns dort Material für einen Besen gesammelt. Dann haben wir die Zweige zusammengebunden und sind noch ein wenig durch den Wald „geflogen“.

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Als wir dann wieder zu Hause waren, haben wir auf der Terasse noch einen Hexentanz gemacht (Musik:“ Hexentanz“ von der CD „Hampelreiter und Glitzerfische, Ökotopia Verlag). Außerdem haben wir unsere Zauberstäbe, die wir ebenfalls aus dem Wald mitgebracht haben, noch ein wenig verschönert und mit Klebeband verziert.

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Kaum war der Besen fertig, ging die kleine Hexe Nele erneut zum Zauberer Zottelinus und der Hexe Rabexe. Dieses Mal war sie bereits etwas mutiger. Laut sagte sie: „Guten Tag. Kann ich nun die Auszeichnung als echte Hexe bekommen? Ich habe auch, so wie es sich für eine Hexe gehört, eine liebe Katze, einen Hexenbesen und einen funkelnagelneuen Zauberstab.“ Die kleine Hexe Nele zeigte die schwarze Katze, den Hexenbesen und den neuen Zauberstab.

Doch der Zauberer und die Hexe schüttelten den Kopf und sagten:

„Nein, nein, nein –

so kannst du keine Hexe sein!

Du kannst nicht dies,

du kannst nicht das!

So macht das Hexen keinen Spaß!“

Das verstand die kleine Hexe nicht. „Was kann ich denn nicht?“ wollte sie wissen.

„Ein richtiges Hexenessen kochen!“ antwortete die Hexe Rabexe.

„Aber das kann ich doch!“ protestierte Nele.

„Dann beweis es uns.“ forderte der Zauberer Zottelinus sie auf.

Etwas grummelnd lief die kleine Hexe Nele wieder in den Wald. Denen würde sie schon zeigen, wie gut sie kochen konnte. Natürlich konnte sie wie jede andere Hexe eine wunderbare Hexensuppe kochen. Einen großen Kessel hatte sie schon. Nun musste sie sich nur noch ein paar Zutaten im Wald zusammensuchen, alles in den Kessel tun, kräftig umrühren und fertig war die Hexensuppe.

 

Auch wir haben natürlich bewiesen, dass wir eine Hexensuppe kochen können. Bücherwürmchen war ganz stolz darauf, dass er die Suppe selbst gekocht hat: Er hat schon prima die Möhren geschält und ordentlich im Topf umgerührt.

Unsere Hexensuppe war eine leckere Gemüsesuppe und wir finden, dass wir mit dieser Suppe gezeigt haben, dass wir echte Hexen sind.

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Vorsichtig probierte Nele einen Löffel der Suppe. „Lecker!“ Die kleine Hexe war mit sich selbst zufrieden und ging mit dem Hexenkessel, aus dem heißer Dampf aufstieg zurück zum Zauberer Zottelinus und der Hexe Rabexe. Sobald sie die beiden sah, sagte sie: „Guten Tag. Kann ich nun die Auszeichnung als echte Hexe bekommen? Ich habe auch, so wie es sich für eine Hexe gehört, eine liebe Katze, einen Hexenbesen, einen funkelnagelneuen Zauberstab und ich kann eine Hexensuppe kochen.“ Die kleine Hexe Nele zeigte die schwarze Katze, den Hexenbesen, den neuen Zauberstab und die Suppe im Hexenkessel.

Doch der Zauberer und die Hexe schüttelten den Kopf und sagten:

„Nein, nein, nein –

so kannst du keine Hexe sein!

Nicht schön ist dies,

nicht schön ist das!

So macht das Hexen keinen Spaß!“

Jetzt wurde die kleine Hexe Nele aber etwas ärgerlich. „Was ist denn nicht schön?“ fragte sie wütend.

„Dein Hexenhut.“ antwortete die Hexe Rabexe.

„Mein Hexenhut? Aber, aber…“ stammelte Nele. Traurig betrachtete sie ihren Hexenhut, auf den sie immer so stolz gewesen war.

„Dein Hexenhut ist schon in Ordnung.“ beruhigte der Zauberer Zottelinus sie. „Allerdings brauchst du noch einen besonderen Hexenhut für besondere Anlässe. Du brauchst doch einen schicken Hexenhut, wenn du die Auszeichnung als echte Hexe bekommst. Das möchtest du doch bestimmt feiern.“

Die kleine Hexe nickte. Dann ging sie wieder davon um sich einen ganz besonders schönen, bunten, leuchtenden Hexenhut zu basteln. Sie sammelte Federn und Moos im Wald, womit sie ihren Hut verzierte, malte lustige Bilder und tupfte mit einem Pinsel fröhliche Kleckse überall hin.

Bücherwürmchen wollte auch Kleckse auf seinen Hexenhut machen, aber nachdem er ein wenig mit Pinsel und Stiften gemalt hatte, waren die Aufkleber doch noch verlockender. Leider passt der Hut nicht hundertprozentig, so dass er Bücherwürmchen ständig vom Kopf fällt, was ihn aber dennoch nicht davon abhält ihn immer wieder aufzusetzen.

Das Ergebnis:

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Stolz betrachtete die kleine Hexe Nele das Ergebnis. Ja, das war nun wirklich ein besonderer Hexenhut. Genau, der richtige um die Auszeichnung als echte Hexe zu feiern. Fröhlich setzte sie den Hut auf ihren Kopf und machte sich wieder auf den Weg zum Zauberer Zottelinus und zur Hexe Rabexe. Eigentlich wussten die zwei ja nun so langsam, warum sie zu ihnen kam, aber sicherheitshalber sagte Nele es ihnen auch noch einmal: „Guten Tag. Kann ich nun die Auszeichnung als echte Hexe bekommen? Ich habe auch, so wie es sich für eine Hexe gehört, eine liebe Katze, einen Hexenbesen, einen funkelnagelneuen Zauberstab, ich kann eine Hexensuppe kochen und ich habe einen Hexenhut für besondere Anlässe.“ Die kleine Hexe Nele zeigte die schwarze Katze, den Hexenbesen, den neuen Zauberstab, die Reste der Suppe im Hexenkessel und den schicken Hexenhut auf ihrem Kopf.

Doch der Zauberer und die Hexe schüttelten den Kopf und sagten:

„Nein, nein, nein –

so kannst du keine Hexe sein!

Dir fehlt noch dies,

dir fehlt noch das!

So macht das Hexen keinen Spaß!“

Wütend stampfte die kleine Hexe Nele mit dem Fuß auf. „Aber ich habe doch schon so viel. Was fehlt mir denn noch?“ wollte sie wissen.

„Ein dickes Buch mit Zaubersprüchen.“ antwortete die Hexe Rabexe.

„Dann schreibe ich eben eins.“ meinte Nele etwas bockig. Der Zauberer Zottelinus gab ihr ein Büchlein und sah zu, wie Nele es zunächst von außen anmalte. Schließlich schlug sie die erste Seite auf und schrieb so ordentlich sie konnte den ersten Zauberspruch hinein: „Ene mene große Tatze, hier kommt meine liebe Katze!“ Neben den Zauberspruch malte sie noch Löwenzahnblätter, Haselnüsse und Spinnenweben. So würde sie nie den Zauberspruch vergessen, den sie benötigt hatte, um sich ihre liebe Katze herbei zu zaubern.

Anschließend schrieb sie noch ein paar weitere Zaubersprüche in ihr Büchlein.

Ich habe Bücherwürmchen den Umschlag um einen alten Kalender gestalten lassen und dann haben wir uns natürlich auch ein paar Zaubersprüche überlegt, wobei das für Bücherwürmchen in dieser unkonkreten Situation nicht ganz einfach war. Deshalb kam dann auch nur so etwas dabei herum: „Opi-jotti-jeule – Wo ist meine Eule?“ und „Ene mene matt, der Tisch ist jetzt ein Blatt!“ Aber es sind ja noch viele Seiten frei, die mit kreativen Sprüchen gefüllt werden können… 😉

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Nach einer Weile schlug sie das Buch zu. Es war jetzt schon gut mit Zaubersprüchen gefüllt. Dann schaute sie den Zauberer Zottelinus und die Hexe Rabexe an und sagte: „Kann ich nun die Auszeichnung als echte Hexe bekommen? Ich habe auch, so wie es sich für eine Hexe gehört, eine liebe Katze, einen Hexenbesen, einen funkelnagelneuen Zauberstab, ich kann eine Hexensuppe kochen, ich habe einen Hexenhut für besondere Anlässe und ein Zauberbuch gefüllt mit Zaubersprüchen.“ Die kleine Hexe Nele zeigte die schwarze Katze, den Hexenbesen, den neuen Zauberstab, die Reste der Suppe im Hexenkessel, den schicken Hexenhut auf ihrem Kopf und das selbstgeschriebene Zauberbuch.

Doch der Zauberer und die Hexe schüttelten den Kopf und sagten:

„Nein, nein, nein –

so kannst du keine Hexe sein!

Du weißt nicht dies,

du weißt nicht das!

So macht das Hexen keinen Spaß!“

Enttäuscht setzte sich die kleine Hexe Nele auf die Erde. Sie würde wohl nie eine echte Hexe werden. Der Zauberer Zottelinus und die Hexe Rabexe hatten ja doch immer etwas an ihr auszusetzen. Traurig schaute sie hoch, als sie merkte, dass die Hexe Rabexe sie an die Schulter stieß.

„Hier, lies diese Bücher über die bekannten Hexen und danach erzählst du uns alles über sie, was du weißt. Vielleicht kannst du dann eine echte Hexe werden…“ sagte die Hexe Rabexe. Nele zögerte kurz, dann nahm sie die Bücher und schaute sie sich an. Oh, die waren ja richtig spannend. Erstaunt las die kleine Hexe über die Hexe Lisbeth, über die Zauberin Zilly und viele andere Hexen. Die hatte sie tatsächlich noch gar nicht gekannt.

Darauf hatte Bücherwürmchen schon die ganze Zeit gewartet! Endlich durfte er die Bücher angucken. Eins hatten wir uns bereits als Einstieg in den Tag angeschaut, aber den Rest haben wir dann zu diesem Zeitpunkt gelesen: Bücher von der kleinen Hexe Lisbeth, Bücher von Zilly, der Zauberin, die Hexe und die sieben Fexe, das Buch über die Hexe, die so lieb alle Tiere auf ihrem Besenstiel aufnimmt und natürlich auch die erste Geschichte von der kleinen Hexe Nele.

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Nach einer Weile schloss sie die Bücher wieder, stand auf und machte sich so groß sie konnte. Dann erzählte sie alles, was sie nun über die berühmten Hexen erfahren hatte. Als sie fertig war, holte sie kurz Atem und fragte dann leise: „Und? Kann ich nun die Auszeichnung als echte Hexe bekommen? Ich habe auch, so wie es sich für eine Hexe gehört, eine liebe Katze, einen Hexenbesen, einen funkelnagelneuen Zauberstab, ich kann eine Hexensuppe kochen, ich habe einen Hexenhut für besondere Anlässe, ein Zauberbuch gefüllt mit Zaubersprüchen und ich kenne die berühmtesten Hexen.“ Die kleine Hexe Nele zeigte die schwarze Katze, den Hexenbesen, den neuen Zauberstab, die Reste der Suppe im Hexenkessel, den schicken Hexenhut auf ihrem Kopf, das selbstgeschriebene Zauberbuch und deutete auf den Stapel Bücher.

Da nickten der Zauberer und die Hexe und sagten:

„Ja, ja, ja,

Du bist eine Hexe – das ist klar!

Du hast auch dies

und weißt auch das!

So macht das Hexen großen Spaß!“

Da jubelte die kleine Hexe Nele, warf ihren Hut hoch in die Luft und drückte vor Freude ihre schwarze Katze. Endlich war sie eine echte Hexe. Das musste unbedingt gefeiert werden!

Wieder war ein schöner Tag zu Ende. Bücherwürmchen war im Bett richtig traurig, dass der schöne Hexentag vorbei war und ich musste ihm versprechen, dass wir am nächsten Tag noch einmal mit den Besen, dem Zauberstab und dem Hexenhut spielen würden.

Damit wir unseren Mottotag nicht vergessen, haben wir natürlich auch wieder einen Eintrag in unser „Familienbuch“ gemacht:

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Mottotag mit Geschichte: Herbst

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Gestern habe ich mit Bücherwürmchen einen tollen „Herbsttag“ gemacht. Wir haben ganz viel zum Thema Herbst unternommen. Es war ein richtig schöner Tag, zum Nachmachen zu empfehlen. 🙂

Eigens für diesen Tag habe ich eine kleine Geschichte geschrieben, die uns den Tag über begleitet hat. Gerne möchte ich euch hier die Geschichte und unseren Tag ein wenig vorstellen:

Kennst du schon Anton? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Anton ist nämlich ein pfiffiger, kleiner Junge, der jede Menge Abenteuer erlebt.

Neulich war es wieder mal soweit. Anton langweilte sich schon eine ganze Weile und wollte endlich mal wieder etwas Spannendes erleben. Er saß im Wohnzimmer auf dem Sessel und wackelte mit seinen Füßen hin und her. „Was kann ich denn nur machen?“ überlegte er. Auf einmal sprang er auf. „Jetzt weiß ich es!“ rief Anton begeistert. „Heute werde ich den Herbst kennen lernen!“ Vor ein paar Tagen hatte Anton das Buch „Der Herbst steht auf der Leiter“ gelesen und nun war er neugierig, wo der Herbst war, wie er aussah und wer der Herbst eigentlich ist. Kennst du das Buch „Der Herbst steht auf der Leiter“? Vielleicht hast du ja Lust es noch einmal zu lesen und dann kannst du gemeinsam mit Anton auf die Suche nach dem Herbst gehen.

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Wo suchte man am besten nach dem Herbst? „Das ist doch einfach!“ Anton lief rasch in den Flur, riss die Jacke vom Haken und schlüpfte schnell in seine Gummistiefel. „Der Herbst ist natürlich draußen! Da werde ich ihn bestimmt finden.“ Nur mit Mühe bekam Anton die Tür auf. Ein Windstoß kam gerade vorbei und drückte sie beinahe wieder zu, aber Anton lehnte sich mit dem ganzen Körper gegen die Tür und schob sie mit ganzer Kraft auf. Endlich war er draußen. Etwas suchend sah er sich um und lief dann erst einmal durch die Pfützen, die sich auf der Straße gebildet hatten. Hui, und durch die nächste Pfütze. Das spritzte ordentlich! Wie gut, dass er Gummistiefel anhatte! Anton spielte eine ganze Weile an den Pfützen bis ihm wieder einfiel, was er draußen machen wollte. „Herbst!“ rief er so laut er konnte. „Herbst, wo bist du?“ Obwohl Anton richtig laut rief, konnte man ihn kaum hören, denn der Wind pfiff durch die Straßen. Er wirbelte die Blätter auf und schüttelte einige kleine Zweige von den Bäumen. Anton sah hinauf zum großen Kastanienbaum. Vielleicht stand der Herbst ja dort auf seiner Leiter um die Blätter anzumalen? Nein, die Blätter waren schon bunt und weit und breit war keine Leiter zu sehen. Enttäuscht bückte Anton sich und steckte eine Kastanie in seine Jackentasche. Wo konnte er jetzt noch nach dem Herbst suchen? Er antwortete ihm ja nicht.

Geh doch auch nach draußen und hilf Anton beim Suchen. Vielleicht entdeckst du ja auch ein paar Pfützen und kannst dort ein wenig spielen.

Nachdem Bücherwürmchen ordentlich durch die Pfützen gelaufen ist, haben wir natürlich auch nach dem Herbst gesucht. Wir haben ganz viele schön „angemalte“ Blätter entdeckt und überall nach einer Leiter Ausschau gehalten. Und einmal dachten wir schon, dass wir den Herbst gefunden hätten. Aber leider war es nur ein Mann, der seine Hecke geschnitten hat… Bücherwürmchen rief auch laut nach dem Herbst, dennoch blieb unsere Suche erfolglos. Am Ende meinte Bücherwürmchen, dass es den Herbst ja auch eigentlich gar nicht gibt. Als ich ihn dann fragte, wer denn dann die Blätter anmale, sagte er: „Das geht von alleine. Das macht der echte Herbst, der auch die Zweige runter schüttelt. Der Baum ist eigentlich der echte Herbst.“

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Als es anfing zu regnen, lief Anton zurück nach Hause. Vielleicht war es dem Herbst draußen ja auch zu ungemütlich und er hatte sich ins Haus verkrochen. Anton wollte sich jetzt jedenfalls erst einmal aufwärmen. Er rieb seine Hände aneinander: „Brrr, ganz schön kalt draußen. Wie gut, dass Mama und Papa im Ofen ein Feuer angemacht haben.“ Seine Mama kam in den Flur und räumte seine nassen Sachen weg. „Komm rein, Schatz. Ich habe eine gute Idee, wie wir dich wieder warm bekommen!“

„Wie denn?“ fragte Anton neugierig.

Mama hielt eine große Flasche hoch: „Kinderpunsch! Den mache ich dir jetzt auf dem Herd warm und dann kannst du ihn gemütlich auf dem Sofa trinken und dir ein paar Bücher anschauen.“

„Jaaa!“ rief Anton. „Und ich weiß auch schon, welche Bücher ich mir dann anschaue: Herbstbücher! Vielleicht weiß ich dann, wo und wie ich den Herbst finden kann!“

Möchtest du es genauso wie Anton machen? Einen Kinderpunsch trinken und Herbstbücher anschauen? Ich bin gespannt, was du dabei so alles über den Herbst herausfinden wirst.

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Auf den Kinderpunsch hat Bücherwürmchen sich schon seit Tagen gefreut und ihn auch ganz in Ruhe auf dem Sofa getrunken.

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Wir haben uns sehr viele Herbstbilderbücher angeschaut, u.a. das Herbst-Wimmelbuch, das herbstliche Buch von Pettersson und Findus und auch den entsprechenden Teil im Jahreszeitenbuch. Da wir dann noch etwas Zeit hatten, haben wir noch Herbst- und Sankt Martin-Lieder gesungen und anschließend in Bücherwürmchens Zimmer mit Playmobil, Duplo und Schleichtieren einen Herbstwald aufgebaut. Bei Bücherwürmchen durften jedoch auch ein Hai und eine Seerobbe mit in den Wald, denn schließlich war es ein „besonderer Herbstwald“.

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Mmm, der Kinderpunsch schmeckte richtig lecker. Anton leckte sich die Lippen ab. Vor ihm lag ein ganzer Stapel Herbstbücher, die er sich alle angeschaut hatte. Leider konnte er sich jetzt kein weiteres Buch mehr anschauen, denn Papa hatte ihn bereits drei Mal zum Mittagessen gerufen. „Aber ich wollte doch noch ein Buch gucken“ jammerte Anton. „Wie soll ich denn sonst den Herbst finden?“

„Vielleicht kannst du ihn beim Mittagessen entdecken. Es gibt heute Kürbis. Das passt doch auch zum Herbst.“ meinte Papa.

Guck doch mal, in deine Küche. Gibt es dort auch ein richtiges Herbstessen zu essen?

Klar, gab es richtiges Herbstessen: Der Papa hat mit Hackfleisch gefüllte Kürbisse gekocht!

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Nach dem Mittagsschlaf wollte Anton weiter nach dem Herbst suchen. Irgendwo musste er sich doch verstecken. „Mama, hast du eine Idee, wo ich nach dem Herbst suchen kann? Ich habe schon überall geguckt, aber ihn nirgendwo entdeckt!“

„Hm, da muss ich mal überlegen. Aber weißt du was? Bevor wir weiter suchen, backen wir jetzt erst einmal Maronenmuffins, damit wir uns bei der Suche nachher ein wenig stärken können.“ schlug Mama vor.

„Maronen? Was ist denn das?“ wollte Anton wissen.

„Das sind Esskastanien. Die passen ja auch gut zum Herbst. Vielleicht bringen sie uns sogar auf seine Spur.“

Hast du auch Lust Maronenmuffins zu backen? Wie die wohl schmecken?

Rezept aus: „Das große Wimmel-Kochbuch

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Das leckere Ergebnis:

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„Mama, kannst du auch schon die Muffins riechen?“ Anton schaute hungrig auf den Backofen. „Das riecht schon richtig lecker.“

„Stimmt, aber bis wir sie essen können, dauert es noch ein bisschen.“ meinte Mama und räumte die letzten Sachen in der Küche auf.

„Am besten gehe ich nachher noch mal nach draußen um nach dem Herbst zu suchen. Eigentlich ist der Herbst doch draußen, oder?“ überlegte Anton erneut.

„Da hast du wohl recht. Gleich wird es aber schon dunkel. Lass uns doch eine Laterne basteln, dann kann sie dir den Weg leuchten.“

„Au ja, dann können wir Sankt Martin spielen.“ rief Anton begeistert und summte sofort die Melodie von „Sankt Martin“ vor sich hin.

Bastelst du dir auch eine Laterne?

Klar, dass wir uns auch eine Laterne gebastelt haben. Die Blätter dafür haben wir schon vor ein paar Tagen gesammelt und gepresst. Der Käse von der Käseschachtel liegt noch zum Teil imKühlschrank. 😉

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Stolz betrachtete Anton die fertige Laterne: „Die sieht toll aus!“ Mama und Papa fanden das auch. Aber jetzt gab es erst einmal die Muffins, die schon warm und duftend auf dem Tisch standen.

„Jetzt bin ich aber mal gespannt, was ihr hier leckeres gebacken habt.“ sagte Papa und nahm sich einen Muffin. Nachdem er abgebissen hatte, nickte er: „Mmm, lecker!“

Auch Mama und Anton schmeckten die Muffins. Aber dann wollte Anton nicht länger drinnen bleiben. Er wollte nun endlich seine Laterne ausprobieren, Lieder singen und draußen noch einmal nach dem Herbst schauen. Mama und Papa sollten dieses Mal aber mitkommen. Vielleicht würden sie zu dritt, den Herbst besser entdecken.

Was meinst du, haben sie den Herbst gefunden? Geh doch auch mit deiner Laterne nach draußen und sing ein paar Sankt Martins- und Herbstlieder. Vielleicht findest du den Herbst ja?

Leider nieselte es ein wenig, als wir unterwegs waren. Das hielt uns jedoch nicht davon ab lauthals mehrfach hintereinander „Sankt Martin“ zu singen. 😉

„Weißt du was, Mama?“ fragte Anton, als er am Abend ins Bett gehen sollte. „Ich habe den Herbst zwar nicht richtig gesehen, aber ich glaube, ich kenne ihn jetzt trotzdem.“

„Ja? Magst du mir denn auch erzählen, wer der Herbst ist?“ wollte Mama wissen, denn natürlich war auch sie neugierig auf den Herbst.

Anton nickte: „Ja, der Herbst ist nass und windig und bunt und der Herbst hat ganz viele Blätter und Kastanien und Bucheckern. Ich glaube, die Blätter sind die Haare vom Herbst und die Kastanien sind sein Geld.“

„Das ist ja interessant.“ Gespannt hörte Mama Anton zu.

„Ja, aber der Herbst hat noch viel mehr. Er hat auch Kürbisse und Obst und er braucht ein warmes Feuer, da er sonst friert. Überall, wo der Herbst ist, ist es nämlich ein bisschen kalt.“

Mama nickte. Wenn sie an den kalten Tag dachte, konnte sie es gut verstehen, wenn sich der Herbst über ein Feuer freute.

„Manche Leute denken vielleicht, dass der Herbst nicht so fröhlich ist, weil um ihn herum manchmal so grauer Nebel ist, aber eigentlich stimmt das gar nicht. Der Herbst kann nämlich auch ganz toll feiern, Sankt Martin zum Beispiel. Und er freut sich immer, wenn wir die Lieder von ihm singen. Singst du noch mal ein Herbstlied mit mir?“ bat Anton seine Mama. Mama strich ihrem Jungen kurz über den Kopf und lachte: „Klar, das machen wir. Das ist schön, wenn wir dem Herbst eine kleine Freude machen können!“

Und du? Weißt du nun auch, wer der Herbst ist?

Bücherwürmchens Antwort: „Ja, der Papa!“

Am Schluss wurde der schöne Tag noch kurz dokumentarisch in unserem „Familienbuch“ festgehalten:

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