Herzensbücher als Taufgeschenk

Wie versprochen, folgt nun noch mein Nachtrag zum Thema Herzensbücher der Kinderbuchchallenge auf Instagram. Ich habe nämlich nicht nur ein Buch von mir, sondern auch die Herzensbücher anderer Personen auf einem Bild gezeigt und dazu möchte ich euch ein bisschen etwas erzählen.

Zur Taufe des Büchermäuschens haben wir uns von den Gästen die Lieblingsbücher aus der eigenen Kindheit gewünscht und waren ganz gespannt, was dabei herauskommt. Büchermäuschen sollte auf diese Weise eine eigene kleine Bibliothek mit ganz besonderer Bedeutung bekommen und da ist es dann auch egal, wenn es das eine oder andere Buch bereits in unserem Haushalt gibt. Allein die Wahl und die Geschichte, die hinter jedem einzelnen Buch steckt, ist etwas besonderes, aber die meisten Gäste haben auch noch ein paar persönliche Worte in ihr Buch geschrieben. Ein unbezahlbarer Schatz!

Nicht jedes Lieblingsbuch ist noch erhältlich

Interessanterweise wurde kein Buch doppelt geschenkt. Die Bücher wurden von Kindern (ab 1 ½ Jahren) bis zu den Großeltern (bis zu 65 Jahre) ausgewählt. Es sind natürlich auch einige Klassiker dabei, die sogar die Herzensbücher von Personen verschiedener Generationen sein könnten. Ganz besonders ist natürlich die alte Ausgabe von „Was drei kleine Bären im Walde erleben“, die von meinem Vater kommt. Die habe ich auch erst einmal außer Reichweite von Büchermäuschen gestellt. Das eine oder andere Lieblingsbuch war leider nicht mehr erhältlich, so dass die Gäste eine andere Wahl treffen mussten. Selbst den Klassiker „Die Hexe und die sieben Fexe“ von Ali Mitgutsch gab es leider nur zu einem hohen Preis. Schade!

Bücherwürmchens Wahl

Sehr erstaunt war ich, dass Bücherwürmchen ganz konkret ein Buch aussuchen konnte: „Der Streichelzoo“ ist es bei ihm geworden. Ich hätte gedacht, dass er gar keine Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsbuch haben würde, aber er beschrieb mir direkt das Buch vom Streichelzoo, denn das hätte er sich doch so oft aus der Bücherei ausgeliehen. Und das stimmt tatsächlich!

Meine Wahl: Der glückliche Löwe

Ich selbst habe mich für den glücklichen Löwen entschieden. Es gibt sehr viele Kinderbücher, die ich liebe, aber ich wollte ein Bilderbuch aussuchen und zwar eines, welches ich wirklich seit der Kindheit liebe. Bei vielen Büchern weiß ich nämlich nicht mehr sicher, ob ich sie tatsächlich schon als Kind so gerne mochte oder ob das erst später kam. „Mein Esel Benjamin“ wäre auch ein möglicher Kandidat gewesen, aber für einen Jungen fand ich dann den glücklichen Löwen besser. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass wir dieses Buch damals aus der Bücherei ausgeliehen hatten und die Geschichte und die Bilder sind mir immer grob im Gedächtnis geblieben. Ich war richtig erfreut, als ich dieses Buch später als Erwachsene wieder entdeckt habe.

Ich finde immer noch, dass diese Erinnerung an die Kindheit wichtiger Bezugspersonen und der Beginn einer eigenen Büchersammlung, eine sehr schöne Geschenkidee für die Taufe ist und kann sie nur weiter empfehlen. Es ist alleine für die Eltern schon spannend, welche Bücher verschenkt werden und das Kind bekommt ein ganz besonderes und persönliches Geschenk.

Welches Buch hättet ihr als Geschenk ausgesucht?

Oetinger-Summer-Reading-Challenge: Monatsaufgabe August

Im August möchte Kathrineverdeen für die Oetinger-Summer-Reading-Challenge sommerlich fotografierte Bücher sehen. Dafür habe ich mir ein paar Sachen von meinem Jahreszeitentisch geholt, die für mich für den Sommer stehen, denn Sommer bedeutet für mich Urlaub am Meer: Muscheln, Leuchtturm, Segelboot etc. müssen also mit aufs Bild.

Nun musste noch das richtige Buch her, entweder Lieblinge oder die aktuelle Lektüre. Bei meinen Büchern trifft beides zu. „Jule und die Seeräuber“ habe ich gerade zum Geburtstag bekommen. Es ist ein Bilderbuch zu „Ferien auf Saltkrokan“ von Astrid Lindgren, welches ich liebe. Nachdem Bücherwürmchen nun das Bilderbuch sehr gut gefallen hat, wollen wir uns bald mal ans Vorlesen von „Ferien auf Saltkrokan“ machen. Ich freue mich jedenfalls darauf. Saltkrokan muss also mit auf das Sommerbild und ich finde, das passt hervorragend, denn das Buch verkörpert für mich das wahre Sommergefühl! Und zum Glück hat der Sommer hier auch mal kurz vorbeigeschaut, so dass ich das Foto auch draußen machen konnte.

Und hier ist das Bild:

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Die Kinder aus Bullerbü – heute und früher

Habt ihr auch auf manche Bücher aus der Kindheit als Erwachsene auf einmal eine ganz andere Sicht? Manches, was man früher geliebt hat, ist auf einmal gar nicht mehr so wunderbar oder man entdeckt auf einmal den Zauber eines Buches, der einem als Kind verwehrt blieb?

Ich habe diese Erfahrung ein wenig bei den Kindern aus Bullerbü gemacht. Ja, ausgerechnet bei Büchern meiner Lieblingsautorin Astrid Lindgren. Als junge Erwachsene habe ich von anderen Erwachsenen ab und zu gehört, dass sie auf einmal ganz verwundert festgestellt hätten, wie langweilig eigentlich die Kinder aus Bullerbü seien. Das hätten sie als Kind ganz anders wahrgenommen, aber jetzt könnten sie die Bücher kaum noch lesen. Ich habe nicht viel dazu gesagt, sondern mir nur gedacht, dass das doch gar nicht sein könne. Das sind doch ganz tolle Bücher, geschrieben von Astrid Lindgren. Allein ihre Art zu schreiben, macht die Bücher zu etwas Besonderem.

Erwachsene und Kinder erleben Bücher unterschiedlich

Nun habe ich vor einiger Zeit meinem Sohn die Kinder aus Bullerbü vorgelesen. Und wisst ihr, was ich beim Vorlesen gedacht habe? Hoffentlich langweilt er sich nicht. So wirklich viel passiert ja nicht gerade. Aber das erstaunliche und wunderbare ist, dass mein Sohn sich überhaupt nicht gelangweilt hat. Er mochte die Bücher gerne, fand manche Stellen sogar ziemlich aufregend und spannend. Und daran merkt man tatsächlich, dass Astrid Lindgren eine Schriftstellerin für die Kinder war. Sie wusste, was Kindern wichtig ist und was sie interessiert.

Das Leben auf Bullerbü im Laufe der Jahreszeiten

In den Büchern von den Kindern aus Bullerbü wird aus dem Alltag der Kinder dreier Höfe berichtet. Lisa und ihre Brüder Lasse und Bosse wohnen zwischen Inga und Britta auf der einen Seite und Ole und seiner kleinen Schwester Kerstin auf der anderen Seite. Sie leben sehr ländlich und zu einer anderen Zeit. Wann genau die Geschichten spielen, kann ich nicht sagen, aber die Schule und das Leben auf dem Land unterscheiden sich deutlich von dem Leben heute. Zwar müssen die Kinder ab und zu auf dem Feld leben, sie gehen zu Fuß einen langen Weg zur Schule, aber sie leben sehr unbeschwert und glücklich. Sie haben sich gegenseitig zum Spielen. Immer ist jemand da, mit dem man etwas unternehmen kann. In den Büchern wird von ihren Spielen und den Festen des Jahres erzählt. Mal werden Hummer gefangen, mal muss ein  Kind von seinem Wackelzahn erlöst werden, mal verstecken sich die Kinder im Heu und erschrecken sich gegenseitig und mal spielen sie der Lehrerin in der Schule einen Streich. Es geht alles recht harmonisch und unaufgeregt zu, aber es ist die fantasievolle und lebendige Welt der Kinder, was vermutlich auf die zuhörenden Kinder anziehend wirkt. Sie erkennen vielleicht das eine oder andere aus ihrem Alltag wieder. Sicherlich kann man ein heutiges Kinderleben nicht unbedingt mit dem Leben der Kinder aus Bullerbü vergleichen, aber die Lust am Spielen mit Freunden besteht auch heute noch. Freundschaft ist auch für heutige Kinder ein wichtiges Thema.

Mädchen und Jungen in Bullerbü

Mir ist es auch erst jetzt beim Vorlesen aufgefallen, dass die Kinder in dem Buch sich häufig aufteilen. Die Mädchen und die Jungen bleiben immer  mal wieder  unter sich und es fallen Sprüche a la „Das ist nichts für Mädchen“. Davon lassen sich die Mädchen zwar nicht unbedingt beeindrucken, aber diese Sichtweise herrscht in dem Buch dennoch immer wieder vor. Ich fand es gar nicht so gut, meinem Sohn solche Sätze vorzulesen, denn ich wusste nicht, ob er versteht, dass das nur Sprüche sind oder ob er so etwas ernst nimmt, aber lustigerweise waren das mal wieder nur so erwachsene Gedanken. Mein Sohn fand jedenfalls die Mädchen in dem Buch cooler und schlauer als die Jungen, wobei er auch von dem frechen Lasse fasziniert war.

Ja, die Kinder aus Bullerbü wirken auf Erwachsene längst nicht mehr so spannend und schön wie auf Kinder, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen, diese Bücher vorzulesen, denn die Kinder mögen sie. Und es ist doch schön, wenn man ihnen eine Welt voller Spiel und Spaß in der Kindheit präsentieren kann. Vielleicht werden die eigenen Kinder durch die Bücher ja auch zu dem einen oder anderen Spiel angeregt.

Da es in den Büchern einmal durch die ganzen Jahreszeiten geht, lassen sich die Bücher das ganze Jahr über lesen. Trotzdem habe ich gerade jetzt im Sommer an sie gedacht, da sich bei den Kindern aus Bullerbü so viel draußen abspielt. Hoffentlich nehmen sich die heutigen Kinder daran ein Beispiel (und die Eltern auch, denn diese müssen den Kindern dazu den Freiraum ermöglichen).

Die Kinder aus Bullerbü (Gesamtausgabe) von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2945-2, 16,90€

 

 

Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag

In der Monatsaufgabe der Oetinger-Sommer-Reading-Challenge geht es um die Lieblingsbücher aus der Verlagsgruppe Oetinger. Oh, das ist für mich ganz einfach, denn der Oetinger Verlag ist auch der Astrid Lindgren-Verlag. Hier wurden all ihre wunderbaren Bücher herausgebracht und die allermeisten davon besitze ich auch. Ich bin ein riesiger Astrid Lindgren Fan. Früher habe ich immer gesagt, dass Michel aus Lönneberga meine Lieblingsfigur von ihr ist, aber mittlerweile denke ich dann gleichzeitig, dass ich doch auch Madita, Lotta, Ferien auf Saltkrokan und Ronja Räubertochter unglaublich gerne mag. Es sind einfach alles ganz tolle Bücher. Auch „Tomte Tummetott“ oder „Ich will auch in die Schule gehen“ liebe ich. Ganz besonders stolz bin ich auf meine Astrid Lindgren-Edition,  die viele ihrer Werke enthält. Diese darf sogar schön im Wohnzimmer stehen. Die meisten Bücher habe ich sowieso doppelt im Kinderzimmer im Regal stehen.

Bücher von Sven Nordqvist

Es gibt aber auch noch andere Bücher aus dem Oetinger Verlag, die bei uns sehr häufig in die Hand genommen werden und das sind unter anderem die Bücher über Pettersson und Findus, aber auch die Mama Muh-Bücher. Als der Große zwei, drei Jahre alt war, waren Pettersson und Findus hier das allergrößte. Wir haben die Bücher rauf und runter gelesen, die CD mit den Liedern gehört und gesungen und Szenen nachgespielt. Eine Pettersson-Handpuppe sowie ein Findus-Kuscheltier sind hier in dieser Zeit auch eingezogen. Jetzt ist das Bücherwürmchen sechs Jahre alt und eigentlich sind die Bücher für dieses Alter immer noch sehr gut geeignet. Sie sind aber mittlerweile im Bücherregal ein wenig nach hinten gerutscht. Wir müssen sie unbedingt mal wieder hervorholen und lesen.

Mama Muh ist einfach prima vorzulesen. Man kann bei der Krähe herrlich krächzen und Mama Muh mit ruhiger, „gemuuuhtlicher“ Stimme lesen. Ein riesiger Spaß!

Welches sind eure Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag?

Zählen mit Paddington

Mögt ihr Paddington Bär auch so gerne? Das erste Bilderbuch, welches ich von ihm las, war mir zunächst etwas zu unspektakulär, aber mittlerweile finde ich Paddington einfach klasse und knuddelig. Und ich finde es auch schön, dass es Pappbilderbücher für die Kleinen von ihm gibt.

Wir haben „Paddington der Strandkönig“ – ein Pappbilderbuch von Paddington mit dem Kinder Zählen lernen sollen. Sehr gut gefällt mir, dass man nicht einfach nur auf den Bildern die Möwen, die von Seite zu Seite mehr werden, zählen soll, sondern dass es auch eine Geschichte gibt.

Paddington erlebt einen Strandtag

Paddington geht an den Strand, um dort einen schönen Tag zu verbringen. Er baut eine Sandburg, er lässt seinen Drachen steigen, er beobachtet das Meer und möchte natürlich auch etwas in seinem Liegestuhl essen. Doch es kommen immer mehr Möwen an den Strand, die genau beobachten, was Paddington macht. Und dann passiert das, was passieren muss, wenn Möwen und Essen gleichzeitig am Strand sind. Die Möwen schnappen sich Paddingtons Brötchen. Das Tolle ist, dass hier noch nicht Schluss ist und es noch eine kleine Pointe gibt. Paddington hat nämlich unter dem Hut noch ein Marmeladenbrot für Notfälle.

Die Geschichte ist gut nachvollziehbar und mit wenigen Worten erzählt. Die Bilder sind ansprechend und machen Lust auf Strand und Meer.

Möwe Nummer 1, Möwe Nummer 2…

Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist das Thema Zählen in dem Buch. Ja, man kann die Möwen zählen, aber das drängt sich nicht automatisch auf, denn hier werden die Zahlen nicht als Menge, sondern als Ordnungszahlen dargestellt. Es wird nicht gesagt, dass jetzt schon vier oder fünf Möwen am Strand sind, sondern Möwe Nummer fünf kreischt etwas. Das finde ich nicht so ganz glücklich. Gut finde ich dahingegen, dass das Lernthema nicht im Vordergrund steht.

Insgesamt ist das Buch „Paddington der Strandkönig“ ein schönes Buch für kleine Kinder. Es ist ein Buch, welches man sich gerne anschaut und an dem die Kinder viel Spaß haben. Zunächst schimpfen sie über die frechen Möwen, die Paddington etwas mopsen, aber dann freuen sie sich darüber, dass Paddington letztendlich die Möwen ausgetrickst hat.

Paddington der Strandkönig – Zählen lernen mit Paddington von Michael Bond, illustriert von R.W. Alley, übersetzt von Tatjana Kröll, Knesebeck Verlag, ISBN: 978-3-86873-997-8, 8,95€

Poesie für Kinder: Knecht Ruprecht

Weihnachten ist zwar vorbei, aber ich stelle euch dennoch heute noch ein Buch vor, welches in diese Zeit gehört: „Knecht Ruprecht“. Ja, genau, es geht um das Gedicht von Theodor Storm von Knecht Ruprecht, was wohl die meisten irgendwie kennen, auch wenn nur wenige den langen Text auswendig aufsagen können.

Ich habe dieses Buch gerade erst selber kennen gelernt und konnte es euch deswegen noch nicht so vorstellen, dass ihr es gemütlich am Weihnachtsbaum lesen könnt. Nun könnte ich mit der Vorstellung natürlich noch bis zur nächsten Adventszeit warten, aber ich möchte es euch gerne jetzt schon vorstellen, denn so einen Klassiker kann man zum einen jetzt schon mal auf seine Wunschliste setzen und zum anderen macht er euch, so wie mich, vielleicht auch neugierig auf weitere Bücher aus dem Verlag.

Der Kindermann Verlag feiert zwar schon seinen 23. Geburtstag, aber dennoch ist er an mir fast unbemerkt vorbei gegangen. Mit dem Buch „Knecht Ruprecht“ habe ich mich auch ein wenig mit dem Verlagsprogramm beschäftigt und bin dabei auf ganz viele Bücher neugierig geworden, denn dieser Verlag bringt Poesie und Weltliteratur für Kinder heraus. Und der Blick auf die Cover ist sehr viel versprechend.

Detailreiche Illustrationen

Ich kann euch heute nur „Knecht Ruprecht“ vorstellen, denn die anderen Bücher kenne ich nicht, aber sie werden sicherlich zum Teil ähnlich gestaltet sein, da bei einigen der gleiche Illustrator tätig wurde. Ja, und gerade bei Knecht Ruprecht, dem Gedicht, welches man schon kennt und für das man eigentlich kein eigenes Buch bräuchte, kommt es natürlich auf die Illustrationen an. Mir gefiel direkt das Cover. Das Buch sieht unter anderem durch den Leinenrücken hochwertig aus, hinzu kommt eine Zeichnung, in der jede Menge drin steckt und die man gerne betrachtet, wobei man über die vielen kleinen Striche staunt, die man z.B. im Fell der Rentiere entdecken kann und die ihr Fellmuster nachzeichnen. Auch in dem Buch beeindrucken mich besonders die Tierzeichnungen. Noch bevor es mit dem Titel im Buch richtig los geht, dürfen wir schon in einen winterlichen Wald voller Tiere blicken und erst zwei Seiten weiter, sehen wir dann Knecht Ruprecht auf dem Weg in die Stadt. Auch hier wieder: Die Häuser sind ganz ausdifferenziert gezeichnet. Man kann jeden Backstein genau sehen. Die Häuserfassaden wirken wie auf alten Postkarten. Hinzu kommen dann jede Menge Menschen auf dem Weihnachtsmarkt. Sie haben sehr spezifische, beinahe übertriebene Gesichtsausdrücke, was bei den Kindern meines Erachtens grotesk und wenig schön wirkt. Die Kinder haben sehr erwachsene Gesichter, was mich persönlich stört und ich verstehe auch nicht, warum sie wie Erwachsene mit hässlichen Gesichtsausdrücken in Kindergröße dargestellt werden. Ansonsten finde ich die Bilder aber toll und es gibt unglaublich viel zu entdecken, auch in Bezug auf den Text. Wie brav sind wohl die Menschen dieser Stadt? Die eine oder andere Unartigkeit kann man sicherlich auf den Bildern finden.

Bücherwürmchen fragte übrigens, ob das ein altes Buch sei. Ihm kamen die Zeichnungen nämlich von der Art her so vor, was ja letztendlich gut zu dem alten Gedicht passt.

Unbekannter Teil des Gedichts

Ich mag das Gedicht von Knecht Ruprecht ja sehr gerne und sage es auch immer mal wieder auf: „Von drauß vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr…“ Nun durfte ich aber feststellen, dass ich gar nicht das komplette Gedicht kannte. Es gibt auch noch einen Dialog zwischen Knecht Ruprecht und dem Vater in ihm, in dem man sich über das Verhalten der Kinder austauscht und auch die Prügel nicht ausgelassen werden. Ich weiß nicht, ob man diesen Teil unbedingt mitlesen muss. Mir gefällt er nicht so, aber man kann dies ja zum Anlass nehmen um über die Kindererziehung früher zu sprechen. Etwas ungewöhnlich ist die Textaufteilung hier im Buch. Auf der linken Seite sind die Redeanteile von Knecht Ruprecht und auf der rechten die vom Vater. Passend dazu ist auch links Knecht Ruprecht zu sehen und rechts ein Mann, der wohl der Vater sein soll. Beim ersten lesen, habe ich dies allerdings nicht verstanden und ganz normal von oben nach unten gelesen, was natürlich wenig Sinn machte. Erst als ich das Gedicht, welches am Ende noch einmal komplett abgedruckt ist, noch einmal gelesen habe, habe ich die Aufteilung verstanden. Wenn man es einmal durchschaut hat, ist es eigentlich gut gemacht.

Mir gefällt es gut, das bekannte Gedicht in einem schönen Buch zu haben, welches von nun an sicherlich zur Weihnachtslektüre gehört und ich werde bestimmt bei meinem nächsten Besuch in einer Buchhandlung mal nach weiteren Titeln des Verlags Ausschau halten.

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Poesie für Kinder: Knecht Ruprecht von Theodor Storm, illustriert von Klaus Ensikat, Kindermann Verlag, ISBN: 978-3-934029-69-9, 15,90€

 

Vorlesen für Erwachsene

In der Regel denkt man beim Vorlesen an das Vorlesen von Büchern für kleine Kinder, aber Vorlesen beschränkt sich nicht auf diese Personengruppe. So gibt es zum Beispiel immer mehr Vorleseaktionen für Senioren, aber auch in einer Partnerschaft kann man sich gegenseitig vorlesen. Ja, am Anfang mag es sich etwas merkwürdig anfühlen, wenn man es sich gemeinsam auf dem Sofa gemütlich macht und der eine dem anderen etwas vorliest, aber ist erst einmal die erste Unsicherheit überwunden, dann wird man schnell feststellen, dass dies ein wunderschönes Ritual sein kann. Auch in hektischen, stressigen Zeiten macht man auf diese Weise zumindest für 10 Minuten etwas gemeinsam, man kommt zur Ruhe und hört einander zu. Die Geschichte verbindet einen miteinander. Beide kennen den gleichen Text, der Grundlage für Gespräche und Gedankenanstöße sein kann.

Aber welche Bücher eignen sich dafür, um sie sich als Erwachsene gegenseitig vorzulesen? Im Prinzip natürlich alles, was beiden gefällt. Wir haben für uns festgestellt, dass sich besonders alte Kinderbuchklassiker und Krimis gut eignen. Man braucht etwas, was einen ein wenig fesselt, ein Buch, bei dem man wissen möchte, wie es weiter geht, denn ansonsten lässt man das Ritual schnell Abend für Abend ausfallen bis man gar keine Lust mehr auf das Buch hat. Schwierig sind Bücher, bei denen die Sätze sehr lang und verschachtelt sind. Das kann für den Zuhörenden anstrengend werden und man wünscht nur, dass der Vorlesende bald zum Ende kommt.

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Mein Mann und ich haben uns vor sechs Jahren das erste Mal in der Adventszeit „Das Weihnachtsgeheimnis“ von Jostein Gaarder vorgelesen. Damit hat es bei uns begonnen. Zunächst hat es über ein halbes Jahr gedauert bis wird das nächste Buch gemeinsam gelesen haben, aber seitdem lesen wir uns nun Abends, wenn die Kinder im Bett sind, abwechselnd ein Buch vor. Und im Advent kommt jedes Jahr „Das Weihnachtsgeheimnis“ dran.

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Vielleicht wollt ihr es auch mal ausprobieren, euch gegenseitig vorzulesen? Vielleicht ist dies ja sogar eine gute Idee für das neue Jahr. Dann könnt ihr hier mal einen Blick auf die Bücher werfen, die wir bereits gelesen haben. Ich staune gerade selber darüber, wieviel da mittlerweile zusammen gekommen ist und bin mir auch nicht ganz sicher, ob die Liste vollständig ist:

  • Das Weihnachtsgeheimnis von Jostein Gaarder
  • Bibbi Bokkens magische Bibliothek von Jostein Gaarder
  • Glenkill: Ein Schafskrimi von Leonie Swann
  • Garou: Ein Schaf-Thriller von Leonie Swann
  • Momo von Michael Ende
  • Der kleine Hobbit von J.R.R. Tolkien
  • Nils Holgersson von Selma Lagerlöf
  • Peter Pan von James Matthew Barrie
  • Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher-Stowe
  • Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne
  • Tom Sawyers Abenteuer von Mark Twain
  • Huckleberry Finns Abenteuer von Mark Twain
  • Tintenherz von Cornelia Funke
  • Mord im Orientexpress von Agatha Christie
  • Die Tote im Götakanal von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
  • Der Mann, der sich in Luft auflöste von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
  • Endstation für neun von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
  • Alarm in Sköldgatan von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
  • Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson
  • Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson

Für die ganze Familie: Jede Menge Vorlesestoff

Sehr schön für die ganze Familie sind Vorlesebücher. Sie eignen sich auch gut als Lektüre für den Urlaub, denn so hat man mit einem einzigen Buch gleich viele verschiedene Geschichten eingepackt. Allerdings gibt es auch einige Bücher mit langweiligen, nichtssagenden Geschichten und so lohnt es sich bei der Auswahl genauer hinzuschauen.

Ein paar Bücher, die sich natürlich auch gut als Geschenk für Weihnachten eignen, möchte ich heute vorstellen.

Ein ganz besonderes Vorlesebuch ist sicherlich „Im Affenzahn mit der Bimmelbahn – Das große James Krüss Vorlesebuch“, denn hier finden sich neben normalen Geschichten, viele in gereimte Gedichte verpackte Geschichten. Ich bin nicht unbedingt ein Gedichte-Fan, aber ich mag James Krüss unheimlich gerne. Vor allem sind es nicht einfach nur Gedichte, die schön gereimt sind und sich nett anhören, sondern sie erzählen ganze Geschichten. Bei James Krüss geht es lustig und fantasievoll zu und man bekommt Spaß an der Sprache und am Reimen.

Ich gebe zu, dass mir bei „Henriette Bimmelbahn“ die Bilder von Lisl Stich ein wenig fehlen, aber ansonsten bin ich mit großer Freude auf Entdeckungstour quer durch das Buch gegangen. Besonders spannend fand ich es, dass ich einige Texte gefunden habe, die mir aus der Kindheit bekannt waren, von denen ich aber nicht wusste, dass sie von James Krüss waren. Ich bin mir ganz sicher, dass meine Mutter uns „Die Weihnachtsmaus“ früher aus einem Weihnachtsbuch vorgelesen hat und die „Hundertzwei Gespensterchen“ soll ich angeblich bei der musikalischen Früherziehung kennen gelernt haben. Ich kann mich daran und auch an den Text nicht mehr erinnern, aber ich war dennoch hoch erfreut, dass ich dieses Gedicht nun James Krüss zuordnen kann und ich den ganzen Text noch einmal lesen konnte. Die bekannte Geschichte von „Ladislaus und Annabella“ findet man hier natürlich auch, wie so viele, viele andere Geschichten und Gedichte.

In diesem Buch kann man wirklich stundenlang blättern, selber lesen, vorlesen und es immer wieder hervor holen. Dieses Buch gehört einfach in jede Familie.

Die Seiten sind farbig und mit Illustrationen gestaltet. Auch auf diese Weise wird deutlich, wie bunt diese Vielfalt, die Sprache und Fantasie von James Krüss sind. Hier kann einfach nichts weiß bleiben.

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Im Affenzahn mit der Bimmelbahn – Das große James Krüss Vorlesebuch, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0372-8, 16,99€

Liest du  mir was vor?“ fällt alleine durch das „Vorleseglücksrad“ auf dem Cover positiv auf. Kinder haben einfach großen Spaß daran, das Glücksrad zu drehen und zu schauen, wo der Pfeil stehen bleibt, wobei sie da ganz schnell ein wenig nachhelfen und so der Pfeil immer wieder bei den Lieblingsgeschichten landet. Die Bilder, die jeweils für eine Geschichte stehen, verraten noch nicht all zu viel von dem Inhalt, was es einerseits spannend macht, aber andererseits sind manche Bilder Kindern erst einmal zu langweilig oder nichtssagend, so dass sie die Geschichte nicht auswählen möchten. Dies muss im Umkehrschluss jedoch nicht heißen, dass sie die Geschichte selbst nicht spannend fänden.

Die Geschichten selber können auf jeden Fall überzeugen. Sie sind sehr kindgerecht und stammen einerseits aus dem Alltag der Kinder und andererseits gibt es Piraten-, Räuber- und Marsmännchengeschichten – insgesamt eine schöne Mischung. Es geht einfach um Dinge, die Kinder bewegen: Es werden Pommes angebaut und mit Ketchup gedüngt, der Papa zeigt dem Sohn ein paar Fußballtricks, es geht um Streit und Spaß zwischen Geschwistern, im Traum läuft das Karussellpferd über Wiesen und Felder und vieles mehr. Bücherwürmchen möchte jedenfalls eine Geschichte nach der anderen hören.

Illustriert ist das Buch natürlich auch. Die Bilder sind frisch und fröhlich.

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Liest du mir was vor? von Maren von Klitzing, illustriert von Barbara Korthues, ellermann im Dressler Verlag, ISBN: 978-3-7707-4296-7, 14,99€

Ebenfalls überzeugen kann das Buch „Die Welt bei uns zu Hause – Vorlesegeschichten über andere Kulturen“. Kinder können hier spielerisch und ganz nebenbei etwas über Traditionen und Bräuche aus anderen Ländern erfahren. Besonders gut gefällt mir, dass das alles ohne erhobenen Zeigefinger geschieht. Sie wirken nicht angestrengt und man hat nicht das Gefühl, dass hier unbedingt etwas vermittelt werden soll. Im Gegenteil, die Geschichten kommen ganz natürlich daher, sie greifen kindliche Erlebnisse auf und lassen sich gut lesen. Die Begegnungen mit Sprachen, Traditionen und Menschen aus anderen Ländern finden im deutschen Alltag statt, z.B. im Kindergarten oder beim besten Freund zu Hause. So lernt Tim beim Kindergeburtstag seiner Freundin Lupita die mit Süßigkeiten gefüllte Pinata kennen und mit Samba aus dem Senegal dürfen die Kinder aus dem Kindergarten einmal in der Woche trommeln. Außerdem lernen die Kinder im Kindergarten das schwedische Luciafest kennen, Lilly darf bei ihrer chinesischen Freundin An das Essen mit Stäbchen ausprobieren und Lena darf sich mit ihrer Oma eine Aufführung von „Schwanensee“ anschauen. Sinterklaas, das kurdische Neujahrsfest, italienisches Essen, eine finnische Sauna spielen in diesem Buch neben einigen anderen Ländern und Bräuchen ebenfalls eine Rolle. Insgesamt gibt es 20 Geschichten aus ganz unterschiedlichen Kulturen in dem Buch, welches ebenfalls mit bunten Bildern illustriert ist.

9783770734238

Die Welt bei uns zu Hause – Vorlesegeschichten über andere Kulturen von Susanne Orosz, illustriert von Stefanie Scharnberg, ellermann im Dressler Verlag, ISBN: 978-3-7707-3423-8, 14,99€

Vielleicht wirken sie auf den ersten Blick etwas unspektakulär, aber zum Vorlesen und insbesondere abends eignen sich die Geschichten aus dem Buch „Wunderbare Gute-Nacht-Geschichten“ dennoch sehr gut. Die Geschichten verlaufen insgesamt sehr ruhig und sie sind meist auch kaum länger als 1 ½ Seiten, aber gerade deswegen sind sie als Gute-Nacht-Geschichte genau das richtige. Denn abends brauchen Kinder nichts aufregendes mehr, was sie dann nicht schlafen lässt. Besonders schön ist es für Kinder, dass es hier stets ein Bild zu jeder Geschichte gibt, welches über eine ganze Seite geht. Der Stil von Erwin Moser ist in den Bildern klar erkennbar und macht sie so unwiderstehlich. Das Buch lässt uns durch Texte und Bilder in eine warme, zu meist freundliche und fantasievolle Welt eintreten, in der sich Mäuse um den kranken Elefanten Bolo kümmern, die Maus Aline ihren Freund, den Dachs Norbert, in seiner eingeschneiten Blockhütte besucht, der lärmgeplagte Uhu Erwin sich ein neues Zuhause sucht, damit die Mäuseeltern ihre Kinder nicht mühsam immer wieder zur Ruhe bringen zu müssen und Katzen bei den Maulwürfen ins Notquartier ziehen.

Ganze 77 kurze Geschichten findet man in diesem Buch, doch allzu lange wird dieses Vorlesebuch sicherlich dennoch nicht als Gute-Nacht-Geschichten-Buch her halten können, denn schon bald werden die Kinder fordern, dass mehr als eine Geschichte gelesen wird oder das man sich während des Tages noch einmal mit diesem Buch hinsetzt.

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Wunderbare Gute-Nacht-Geschichten von Erwin Moser, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3-407-82168-3, 14,95€

Das ist was für Jungs: Räubergeschichten!

Ich bleibe dabei: Räubergeschichten kommen bei Kindern, insbesondere bei Jungs, immer gut an. Egal, ob es sich um ältere Geschichten handelt oder um neuere und deswegen lohnt es sich auch aus erfolgreichen Räuberbüchern ein entsprechendes Bilderbuch zu machen. Oder? Ich muss sagen, dass ich mich mit der Bilderbuchausgabe von „Räuber Grapsch“ zunächst etwas schwer tat. Zu sehr hatten bereits die Bilder von Rolf Rettich mein Bild von Räuber Grapsch und seiner Olli geprägt, wobei ich mittlerweile erfahren habe, dass auch der Nachfolgeband bereits mit anderen Bildern ausgestattet wurde. Das Bilderbuch „Räuber Grapsch“ wurde jedenfalls von Dominik Rupp illustriert. Die Bilder sind farbkräftig, es gibt viel auf ihnen zu entdecken und Räuber Grapsch ist groß, kräftig und struppig – ein richtiger Räuber, nur eben nicht mein Räuber Grapsch. Die Kaffeemühle auf dem Vorsatzpapier erinnert übrigens an einen anderen berühmten Räuber. Ich jedenfalls habe sie direkt mit Räuber Hotzenplotz in Verbindung gebracht.

Im Bilderbuch wird in erster Linie erzählt, wie der Räuber Grapsch, der eigentlich sehr gutmütig ist, die kleine Frau Olli kennen lernt, die auf den Bildern eher wie ein Kind wirkt. Obwohl Grapsch so groß und stark und ganz eindeutig ein Räuber ist, fürchtet Olli sich nicht vor ihm. Gewitter machen ihr viel mehr Angst und so ist sie froh, dass Grapsch sie bei einem Unwetter mit in seine Höhl nimmt. Gestank und Dreck dort sind ihr unangenehm, aber nichts hält sie davon ab, am nächsten Tag wieder zu kommen um einen Großputz zu machen. Grapsch gefällt ihr und Olli gefällt Grapsch. Aber ob Tante Hedwig mit dieser Beziehung einverstanden ist? Grapsch kann sie nicht von sich überzeugen und so raubt er Olli einfach. Nun müssen sich die beiden aneinander gewöhnen. Vor allem möchte Olli, dass Grapsch die Räuberei sein lässt. Sie will nicht, dass er ins Gefängnis muss und die Polizei sucht ständig nach Grapsch. Aber durch den Sumpf kommen sie nicht bis zu seiner Höhle. Einmal fällt sogar ein Feuerwehrmann von den anderen unbemerkt in den Sumpf und muss von Grapsch gerettet werden.

Ja, bei Grapsch ist immer etwas los und so muss sich Olli an das wilde Leben gewöhnen und Grapsch übt immer weniger zu rauben.

Das Bilderbuch ist eine schöne Räubergeschichte, aber meines Erachtens reicht es nicht an die Erzählung heran. Es muss viel weggelassen werden, die Handlung wird nur kurz und schnell erzählt und es endet auch recht plötzlich. Als Bilderbuch kann es nicht mehr leisten als es tut, denn sonst würde es zu umfangreich werden, aber wenn die Kinder groß genug sind um bei einem Buch auf bunte Bilder verzichten zu können, würde ich ganz klar zum Vorlesebuch raten. (Hier die Buchvorstellung zu „Das große Buch von Räuber Grapsch“)

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Räuber Grapsch von Gudrun Pausewang und Dominik Rupp, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-44683-4, 12,99€

Neben alten Räubergeschichten gibt es aber auch ganz neue. So beginnt im Coppenrath Verlag die Reihe vom wilden Räuber Donnerpups mit dem Titel „Die Räuberprüfung“. Auch dieses Bilderbuch ist von den Bildern her ein richtiges Räuberbuch: Bunt und wild spielt es im Wald. Die Räuber sehen verwegen und abenteuerlich aus, vor allem natürlich der Hauptmann Donnerpups, wobei auch seine Bande, bestehend aus dem Esel Muliboy, Moni Zitroni, dem Waschbär der schweigsame Heino und Tscharli Brumm, schön räuberisch wirken. Dieses Buch spricht Kinder direkt an. Die Bilder machen Vorfreude auf die Geschichte und der Name des Räubers sorgt natürlich für viel Gekicher.

Ja, hier geht es auch ums Pupsen und ich als Mutter bin natürlich nicht unbedingt begeistert davon, wenn dieses Lieblingsthema eines fünfjährigen Jungen auch noch in Büchern, die noch dazu mit einem Furzkissen ausgestattet verkauft werden, aufgegriffen wird. Aber andererseits, warum nicht? Dies ist eben wirklich mal ein Buch für die Kinder, an dem sie einfach Spaß haben. Im Übrigen habe ich bereits von  einigen Müttern gehört, dass sie davon überzeugt sind, dass sie mit diesem Buch nicht nur ihren Kindern eine Freude machen könnten, sondern auch den Vätern…

Die Geschichte ist nett, vor allem werden Kinder sich darüber freuen, dass das Kind die Räuber überlistet.

Robin wagt sich in den Wald hinein, denn er möchte wissen, ob dort wirklich die Räuber leben und ein lustiges Leben führen. Und tatsächlich findet er sie. Allerdings wird er auch von ihnen entdeckt und festgehalten. Erst bekommt Robin Angst, doch dann behauptet er, dass er selbst Räuber sei und in ihre Bande wolle, aber nachdem er sie nun gesehen habe, sei sie ihm viel zu langweilig. Das können die Räuber nicht auf sich sitzen lassen und so kommt es zu einem großen Wettstreit. Leider sieht es dabei für Robin nicht so gut aus und niemand hält ihn für einen Räuber, doch wie kommt Robin dann plötzlich und unbemerkt an die Wertgegenstände der Räuber? Jetzt hat Robin eine gute Verhandlungsgrundlage und die Räuberbande bekommt einen schlauen Kopf dazu.

Welcher Junge möchte nicht einmal Abenteuer mit Räubern, die wild und frei im Wald leben, erleben? Mit Robin dürfen sie in diese Welt eintreten und werden dies wohl auch gerne tun. Bücherwürmchen jedenfalls fordert mich auf zu schreiben, dass das Buch sehr gut sei, weil der Räuber immer pupst. Es war ja so klar, dass er diesen Aspekt besonders hervorheben muss, aber vielleicht ist diese Phase mit einem solchen Buch ja etwas schneller vorbei? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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Der wilde Räuber Donnerpups – Die Räuberprüfung von Walko, Copppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-61744-0, 14,95€