Pixi-Kostüm

Seit über einem Jahr weiß Bücherwürmchen schon, wie er sich dieses Jahr Karneval verkleiden möchte. Und er ist tatsächlich das ganze Jahr dabei geblieben, was mich ehrlich gesagt, überrascht hat.

Er wollte Pixi (aus den Pixibüchern) werden. Dafür haben wir uns die Bilder auf den Pixibüchern ganz genau angeschaut. Besonders viel oder komplizierte Sachen braucht man für das Kostüm eigentlich nicht, aber es bedurfte dann doch einiges an Aufwand alles zusammenzutragen. Allein die blaue Leggings war in keinem ortsansässigen Geschäft aufzutreiben. Das Tuch mit den großen weißen Punkten habe ich letztendlich selber gemacht (rot gefärbt und dann weiße Punkte drauf gemalt – das Malen musste ich einige Male wiederholen bis die Farbe vernünftig deckte), Gürtel und Tasche aus Filz waren in der Herstellung kein Problem und als Mütze musste eine Weihnachtsmütze herhalten, bei der wir den weißen Bommel abgeschnitten haben. Das grüne Oberteil habe ich zufällig in einem Geschäft im Angebot gesehen und es ein paar Nummern zu groß gekauft, damit es auch, wie Pixis Mäntelchen, schön lang ist. Als rote Stiefel bekommt Bücherwürmchen rote Socken von mir angezogen. Damit man ihn besser als Pixi erkennt, habe ich ihm noch ein Pixischild, wie man es von den Büchlein kennt, aufgenäht.

Morgen wird das Kostüm dann in der Schule angezogen. Er hatte es aber auch schon auf einer Kinderkarnevalsveranstaltung an und dort direkt mal den zweiten Platz beim Kostümwettbewerb gewonnen. Toll, oder? Allerdings muss ich wohl zugeben, dass ihn die Juroren dort für einen Zwerg gehalten haben, aber egal, Hauptsache, dass Kostüm kommt an, so dass Bücherwürmchen es gerne trägt.

Er hat übrigens auch schon einen Kostümwunsch für das nächste Jahr: Das Sams. Mal gucken, ob er dabei ebenfalls bleibt… Also, wer einen alten Taucheranzug hat, immer her damit 😉

Advertisements

Happy Birthday, liebe Conni!

Carlsen Verlag

Wer kennt sie nicht? Conni, ein blondes Mädchen mit rot-weiß gestreiftem Pulli und Schleife im Haar, die sich als beste Freundin aller Kindergartenkinder anbietet. Conni, die von vielen Kindern geliebt und von vielen Eltern in die Verbannung gewünscht wird.

Diese Conni wird bereits 25 Jahre alt! Nun können also heutige Kinder, das gleiche literarische Kind zur Freundin nehmen, wie ihre Mütter.

Ich selbst bin ein wenig zu alt, um mit Conni aufgewachsen zu sein, aber bereits mir lief Conni schon über den Weg, bevor ich eigene Kinder hatte. Da es Conni einfach zu allen möglichen Themen gibt, eignete sich ein Pixibuch von ihr auch um bei einem 18. Geburtstag an ein Hobby zu erinnern: „Conni tanzt

Das erste Buch: Conni kommt in den Kindergarten

Das erste Buch, welches über Conni im Carlsen Verlag erschienen ist, heißt „Conni kommt in den Kindergarten“, welches zum Jubiläum überarbeitet und neu illustriert wurde. So wurde alles an die heutige Zeit angepasst. Beispielsweise sucht die Mama am Computer ein Foto für den Geburtstagskalender.

    

Conni für jedes Alter

Mittlerweile gibt es unzählige Conni-Bücher. Vor allem ist Conni auch mitgewachsen. Es gibt nicht nur Bücher über Conni im Kindergartenalter, sondern auch welche im Schul- und sogar im Teenager- und Jugendalter. Der Carlsen Verlag hat mir ein bunt gemischtes Conni-Päckchen gesandt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Auch wenn hier die große Bandbreite an Conni-Produkten sichtbar wurde, die auch erfolgreich sein mag, bleibt Conni für mich vor allem das kleine Mädchen, das einem in Pixibüchern begegnet. Mich persönlich irritieren auch die unterschiedlichen Illustrationen von Conni, aber das scheint Kinder ja auch nicht zu stören. Conni hat genug klare Merkmale, an denen sie wiedererkannt wird.

       

Neben den Connibüchern gibt es auch viele Produkte mit Conni, die Kinder sehr ansprechen. Als mein Sohn in den Kindergarten kam, fiel sein Blick im Geschäft als erstes auf die Conni-Kindergartentasche. Wir haben uns letztendlich für eine andere entschieden, aber auch hier wurde Conni direkt wiedererkannt.

Viele Eltern mögen Conni nicht und ihnen sind die Bücher nicht literarisch genug. Sie sind von Conni genervt. Ja, die Sprache in den Büchern ist recht einfach und die Geschehnisse bleiben an der Oberfläche. Es wird viel in Hauptsätzen erzählt, während Dialoge nur am Rande vorkommen.

Warum wird Conni so geliebt?

Mich stört das nicht. Ich bin nur von den Hörspielen und den Stimmen dort genervt. Aber man fragt sich ja schon, warum diese Bücher so erfolgreich sind. Conni hat keine besonderen Eigenschaften. Sie ist ein Mädchen ohne Kanten und Ecken. Sie erlebt nichts besonderes, aber dennoch wird sie von den Kindern geliebt und zwar im Kindergartenalter sowohl von Mädchen als auch von Jungen. Woran liegt das? Sie hat durch ihre Kleidung und der Schleife im Haar einen hohen Wiedererkennungswert. Kinder freuen sich immer, wenn sie bekannte Figuren in anderen Büchern oder auf Gegenständen wiederentdecken.

Außerdem glaube ich, dass genau das, was viele Eltern nervt, das Erfolgsrezept von Conni ist. Es gibt eben tatsächlich zu vielen alltäglichen Dingen ein Connibuch, wobei hier keine Probleme erörtert werden. Es geht vielmehr um Erlebnisse aus dem Alltag: Arztbesuche, Ponyreiten, Pizza backen, Flugreise und ähnliches. Kinder mögen es etwas auf ihrer eigenen Umwelt zu hören. Sie sind dabei die Welt zu entdecken und freuen sich, wenn Buchfiguren ähnliche Dinge wie sie selber erleben. Für Kinder sind diese Sachen nicht langweilig.

Conni auf der Buchmesse

Auch die einfache Sprache gehört sicherlich zum Erfolgsrezept. Ja, man kann sich anspruchsvollere Bücher wünschen, aber mit diesen einfachen Sätzen erreicht man bereits Buchanfänger. Selbst mein Kleiner, der meistens noch das Erzählen und Zeigen bei Büchern bevorzugt, hört bei den Connibüchern beim Vorlesen richtig gut zu. Mit Conni gelingt der Einstieg ins Vorlesen und das sollte man diesen Büchern doch hoch anrechnen. Ja, und dann kennen die Kinder Conni und wollen mehr und mehr von ihr hören. Und wenn sie dann aus den Büchern für die Kleinen herausgewachsen sind, gibt es Bücher für ältere Kinder und so bleibt Conni in vielen Familien über eine längere Zeit hinweg ein wichtiges Thema.

Wie steht ihr zu Conni? Seid ihr genervt von ihr? Könnt ihr mit ihr leben? Und was sagen eure Kinder zu  Conni?

Falls es unter euch Conni-Fans gibt, dann schaut doch mal auf die Conni-Seite im Internet. Hier gibt es alle Informationen rund um Conni.

 

Ausflug ins Bilderbuchmuseum Troisdorf

Irgendwie bin ich überhaupt kein Museumsmensch, obwohl ich es eigentlich gerne wäre. Ja, doch, ich gehe gerne in bestimmte Museen, aber ich lese mir die Informationen dort nur sehr oberflächlich durch. Gerade mit den Kindern habe ich auch keine Ruhe dazu, etwas länger zu betrachten und mir Texte durchzulesen. In Hinsicht auf Museen bin ich ziemlich kindlich und naiv. Ich mag Museen wie Freilichtmuseen, durch die man schön spazieren kann und ich mag Museen, bei denen man etwas ausprobieren kann und das Wissen für Kinder verständlich präsentiert wird. Dann machen mir Museen Spaß. Ob ich bei so einem Museumsbesuch viel lerne, bleibt dahingestellt, aber so sind sie für mich eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung.

Ilon Wikland im Bilderbuchmuseum

Auf ein Museum habe ich mich richtig gefreut und zwar auf das Bilderbuchmuseum in Troisdorf. Dort wollte ich unbedingt mit der Familie hin. Es hätte mich so oder so sehr interessiert, aber da es gerade die Ausstellung „Über Tisch und Bänke – die einzigartige Bilderwelt der Ilon Wikland“ beheimatete, war es für mich ein absolutes MUSS. Und der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, obwohl ich auch hier meinen Muesumsgewohnheiten treu geblieben bin. Ich habe mir die Ausstellung letztendlich nur recht flüchtig angeschaut, aber ich hatte großen Spaß daran meinen Sohn bei der Rallye zu begleiten. Es gefällt mir, wenn Kinder durch Fragen gezielt auf die Bilder aufmerksam gemacht werden, und ich mache da selber gerne mit. Diese Art von Informationen reicht mir bei einem Museumsbesuch und ich nehme dadurch durchaus auch einiges mit. Mein Sohn hatte übrigens auch viel Spaß an der Rallye und war immer ganz stolz, wenn er eine Antwort herausgefunden hat. Außerdem freute er sich, dass er viele Bücher und Bilder von zu Hause wiedererkannt hat. Ich persönlich fand besonders die Illustrationen aus dem Buch „Die lange, lange Reise“, die Ilon Wiklands Flucht aus Estland während des zweiten Weltkriegs thematisieren, spannend. Leider musste ich feststellen, dass es dieses Buch nicht mehr zu kaufen gibt, so dass ich es mir nun von meinem Mann eben im schwedischen Original zum Geburtstag wünsche.

Beschäftigung mit der Ausstellung

Man könnte meinen, dass mir so ein relativ flüchtiger Museumsbesuch nichts bringt. Aber das ist nicht so. Ich habe schon einiges gesehen und vor allem beschäftige ich mich dann im Nachhinein zu Hause noch mit dem Thema. So habe ich mir hier z.B. den Ausstellungskatalog gekauft und zu Hause mit großer Freude darin geblättert. Manches was mir vielleicht schon beim Durchgehen aufgefallen ist, wird mir nun klarer und andere spannenden Dinge, lese ich nun ganz in Ruhe. Sehr spannend finde ich die Entwicklung bei Ilon Wikland, insbesondere wenn es sich um die gleichen Figuren handelt, die sie über die Jahre hinweg immer wieder gezeichnet hat (z.B. Lotta und die Kinder aus der Krachmacherstraße). Die Bilder sind einem so vertraut und sie sind für einen einfach typisch Ilon Wikland, aber es hat über die Jahre eine ganz deutliche Veränderung und Modernisierung stattgefunden. Ich staune tatsächlich darüber, dass einem das zumindest bewusst nie selber aufgefallen ist. Es stört einen ja oft, wenn Bücher auf einmal neue Illustrationen von anderen ZeichnerInnen erhalten, aber die schleichende Veränderung von der gleichen Illustratorin nimmt man unkritisch hin. Das ist schon interessant.

Tolle Bilderbuchbibliothek

Richtig toll fand ich im Bilderbuchmuseum ja auch die Präsenzbibliothek. So etwas ist wieder etwas für mich. Hier schleicht man nicht vorsichtig um irgendwelche Schaukästen oder ähnliches herum, sondern nimmt sich einfach ein Buch aus dem Regal und liest es den Kindern vor. Das haben wir hier auch erst einmal ausführlich und mit großer Freude getan. Sehr schön sind in dem Museum auch die Spielecken. Es befanden sich sowohl in der Sonderausstellung Spielmöglichkeiten als auch im Nebenraum der Bibliothek. Das kleine Büchermäuschen hat sich zwar auch ein paar Bücher angeschaut, aber so konnte man es auch mal in Ruhe spielen lassen und musste nicht immer hinter ihm herlaufen, was in anderen Museen durchaus sehr anstrengend sein kann.

In dieses Museum werde ich auf jeden Fall wiederkommen. Ich freue mich schon jetzt darauf. Sicherlich werde ich mir dann auch die dann aktuelle Ausstellung anschauen, aber ich werde auch wieder viel Zeit zwischen und mit den Büchern in der Präsenzbibliothek verbringen. So ein Museumsmensch bin ich.

 

70 Jahre Oetinger Verlag: Das Beste von Oetinger

Dieses Jahr ist der Oetinger Verlag 70 Jahre alt geworden! Da sage ich aus ganzem Herzen „Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für viele, viele wunderschöne Bücher.“ Ja, der Oetinger Verlag ist einer der Verlage, die ich als erstes bewusst wahrgenommen habe und er ist einer meiner allerliebsten Verlage, denn immerhin sind hier die Bücher von Astrid Lindgren herausgekommen. Aber nicht nur die Astrid Lindgren-Bücher gibt es beim Oetinger Verlag, sondern auch die Bücher von Willi Wiberg, die Bücher von Pettersson und Findus sowie von Mama Muh, die Bücher von Franz, von den Olchis, vom Sams und vielen andern Kinderbuchhelden. Der Oetinger Verlag macht einfach ganz viele tolle Bücher und das muss natürlich gefeiert werden. Der Verlag hat aus diesem Anlass ein paar Sonderausgaben zu den bekanntesten Figuren herausgebracht. So sind z.B. die Bücher „Das Beste von den Olchis“, „Das Beste vom Sams“ und „Das Beste von Astrid Lindgren“ erschienen.

Und als besonderes Highlight gibt es auch den Band „Das Beste von Oetinger“. Hier bekommt man einen guten Überblick über die beliebten Kinderbuchhelden, die beim Oetinger Verlag ein Zuhause bekommen haben. Es gibt Geschichten von Paul Maar, James Krüss und Astrid Lindgren sind vertreten, Bilderbuchgeschichten wie „Findus zieht um“ oder „Die kleine Hexe hat Geburtstag“ sind ebenso dabei wie Geschichten aus längeren Geschichten wie „Der kleine Ritter Trenk und das Schwein der Weisen“ oder „Vorsicht, die Herdmanns schon wieder!“. Aus manchen Büchern sind auch gleich mehrere Geschichten abgedruckt, wie z.B. aus Kirsten Boies Buch „Sommer im Möwenweg“. Auf jeden Fall bietet dieses Buch der ganzen Familie jede Menge Vorlese- und Lesespaß. Alle Geschichten kann man gut lesen, auch wenn sie teilweise nur ein kleiner Teil aus einem Gesamtwerk sind oder bei einer Bilderbuchgeschichte ein einzelnes Bild fehlt, wobei man anmerken muss, dass dieses Buch wirklich sehr reichlich und umfassend bebildert ist. Es hat mich doch erstaunt, dass beinahe alle Bilder aus den Originalbüchern übernommen wurden. Auch die farbige Seitengestaltung des Buches „Im Affenzahn mit der Bimmelbahn“ findet man hier wieder.

Bei den einzelnen Geschichten aus längeren Büchern ist es manchmal schon etwas schade, wenn man hier eben nur einen Teil geboten bekommen hat, aber wenn man nun auf den Geschmack von „Coolman und ich“ gekommen ist, kann man natürlich mit einem Bücherkauf oder einen Büchereibesuch daran anknüpfen.

Das Beste von Oetinger“ ist ein tolles Buch. Man begegnet einerseits vielen tollen Kinderbuchhelden und andererseits erhält man eine ganze Menge Vorlesespaß unterschiedlichster Art und Weise. Hier ist auf jeden Fall für alle etwas dabei. Etwas schade ist es, dass auf der Rückseite etwas durchscheint, aber das ist nur ein kleines Detail am Rande.

9783789104572

Das Beste von Oetinger, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0457-2, 20€

Wer ist Michel aus Lönneberga?

Na, diesen Lausbub aus Schweden kennt wohl jeder, und wenn nicht, dann stelle ich ihn dir nun vor. Michel Svensson muss man kennen, denn wenn man der Magd Lina Glauben schenken möchte, gibt es keinen schlimmeren Jungen als eben diesen Michel!

Michel ist fünf Jahre alt und lebt mit seiner Schwester Klein-Ida, den Eltern Alma und Anton, der Magd Lina, dem Knecht Alfred und einigen Tieren auf dem Hof Katthult in Lönneberga, welches wiederum in Småland (Schweden) liegt. Äußerlich sieht Michel aus wie ein kleiner Engel: Rote Backen, wollendes, blondes Haar und blaue Augen. Aber vom Verhalten her ist er wohl eher ein Bengel. Fast täglich macht er Unfug, den seine Mutter in einem blauen Schreibheft festhält, und für den er immer wieder im Tischlerschuppen landet, wo er Holzmännchen schnitzt.

Michel hat ein gutes Händchen für Tiere, er ist neugierig und macht alles, was ihm gerade in den Sinn kommt, doch er ist auch herzensgut und sehr hilfsbereit. Im Knecht Alfred hat er einen guten Freund gefunden, während die Magd Lind nicht gut mit Michel zurecht kommt und mehr Freude an der lieben Ida hat.

Bei Michel ist immer etwas los: Was, das kann man in mehreren Büchern nachlesen!

Auf dem Blog vorgestellt ist der Sammelband „Immer dieser Michel“.

3789129461

Wer ist der kleine Ritter Trenk?

Hinter dem kleinen Ritter Trenk verbirgt sich eigentlich der Bauernsohn Trenk Tausendschlag. Ja, für Trenk ist eigentlich kein Ritterleben vorgesehen, denn er ist ein einfacher Bauernsohn, für den der Leitspruch „leibeigen geboren, leibeigen gestorben, leibeigen ein Leben lang“ gilt. Aber diese Ungerechtigkeit möchte Trenk nicht hinnehmen und so macht er sich auf in die Stadt und erlebt dort viele Abenteuer. Vor allem nimmt sein Leben die eine oder andere unerwartete Wende und so findet sich der Bauernsohn Trenk schneller als er gucken kann auf der Burg von Hans vom Hohenlob wieder. Und dort ist er ganz gewiss nicht als Gefangener gelandet, sondern er wird dort durch ein kleines Täuschungsmanöver der Page dieses freundlichen Ritters. Die Zeit der Abenteuer ist auf der Burg aber natürlich nicht vorbei, denn im Wald lauern Räuber, der gemeine Ritter Wertolt der Wüterich lebt in nicht allzu weiter Ferne und der gefährliche Drache treibt im Drachenwald sein Unwesen und es steht zu befürchten, dass er besonders gerne Jungfrauen verspeist. Trenk bewältigt alle neuen Aufgaben mit großem Mut, auch wenn er sich immer mal wieder zur Beruhigung ein kleines Liedchen vorsingen muss. Außerdem hat er gute Freunde an seiner Seite. Dazu zählen z.B. die Gaukler rund um Momme Mumm, aber vor allem die Ritterstochter Thekla, die Trenk bei vielen Aufgaben unterstützen wird.

Trenk löst alle Herausforderungen gut, aber Ritter Wertolt der Wüterich wird ihm immer wieder in die Quere kommen und so müssen immer wieder neue Abenteuer überstanden werden.

Trenk ist ein sehr freundlicher Junge mit vielen guten Eigenschaften. Er möchte niemandem etwas böses, er denkt an die Hilfsbedürftigen und Ehrlichkeit und Gerechtigkeit sind wichtige Werte für ihn.

Er ist ungefähr sieben Jahre alt, also so alt, dass er das perfekte Alter für einen Pagen hat, und er hat eine kleine Schwester, Mia-Mina, dessen Alter wir jedoch nicht erfahren. Aber das ist auch nicht so wichtig, denn so genau hat man sich damals die Geburtstage ja sowieso nicht gemerkt. Sein Vater heißt Haug und seine Mutter Martha.

Auf diesem Blog wurde bisher „Der kleine Ritter Trenk“ vorgestellt. Es gibt aber noch weitere Bücher von dem kleinen Ritter Trenk.

9783789131639

Wer ist Franz?

Der Franz ist ein Bub, der im ersten Buch sechs Jahre alt ist, aber von Buch zu Buch älter wird. Allerdings sieht dieser Bub wie ein kleines Mädchen aus: blonde Ringellocken, Kornblumenaugen, Herzkirschenmund und rosarote Plusterbacken. Leider piepst seine Stimme auch noch ganz fürchterlich, wenn er sich aufregt.

Seinen großen Bruder Josef hat er wahnsinnig lieb, obwohl dieser für Franz Worte wie „Zwerg“ oder „Blödmann“ benutzt und sich nicht gerade sehr freundlich ihm gegenüber verhält. Seine beste Freundin heißt Gabi und wohnt direkt in der Wohnung nebenan und sein Freund Eberhard Most geht mit ihm in eine Klasse. Eberhard Most ist Franz‘ Beschützer und das ist nur gut so, denn Franz ist der kleinste und schwächste Bub in der Klasse. Ja, man kann wirklich nicht davon sprechen, dass Franz ein Held ist – im Gegenteil, häufig wird er nicht für voll genommen und auch gerne mal geärgert. Wir können oft von Franz‘ Tränen lesen, aber Franz rappelt sich auch immer wieder auf und hat pfiffige Ideen die Dinge auf seine Art und Weise anzugehen, vor allem hat er auch einige sehr liebe Personen in seine Nähe. Dazu zählen nicht nur die Eltern sowie die Oma, sondern auch beispielsweise Gabis Mutter oder Jugendfreundinnen der Mutter, die Franz als Tanten bezeichnet.

Franz ist ein liebes und gutes Kerlchen, welches sich dennoch nicht nur brav und still verhält. Mit ihm begegnen wir den Problemen des Alltags und der Kindheit und zwar immer auf erfrischende Art und Weise. Franz gewinnt man sehr schnell lieb und man folgt ihm gerne von einem kleinen Abenteuer ins nächste. Wie soll Franz Gabi beweisen, dass er lesen kann, obwohl er es ja eigentlich noch gar nicht kann? Wohin soll Franz nur gehen, wenn bei ihm zu Hause gerade alle blöd sind? Was soll Franz nur machen, als das allerlieblichste Mädchen von ihm verlangt, einen Kaugummi zu klauen? Wie beweist man anderen, dass man ein Junge ist? Ja, Franz hat jede Menge zu bewältigen und so sind auch eine ganze Reihe Bücher von Christine Nöstlinger entstanden, die Titel wie „Schulgeschichten vom Franz“, „Feriengeschichten vom Franz“ oder „Krankengeschichten vom Franz“ tragen. Alle Bücher sind als Erstlesebücher (für die zweite/dritte Klasse) mit Illustrationen von Erhard Dietl im Oetinger Verlag erschienen.

9783789124020

Vorgestelltes Buch auf diesem Blog: „Liebesgeschichten vom Franz

Wer ist Willi Wiberg?

In einer kleinen Reihe möchte ich von nun an, einige Kinderbuchfiguren auf meinem Blog vorstellen. Beginnen möchte ich mit Willi Wiberg, der, wie ich kürzlich erfahren habe, weniger bekannt ist, als ich angenommen habe:

Willi Wiberg ist ein schwedischer Junge zwischen vier und sieben Jahren (im Original: Alfons Ǻberg), der zusammen mit seinem Vater lebt. Von seiner Mutter erfährt man nichts. Dafür tritt manchmal seine Großmutter auf. Willis Freund heißt Viktor. Außerdem spielt Willi gerne mit Viktors Kusine Milla. Willi ist ein ausgesprochen lieber Junge, der zwar manchmal versucht seinen Vater ein wenig auszutricksen, damit er beispielsweise nicht ins Bett gehen muss, der aber auch etwas zurückhaltend ist und prügeln einfach nicht mag. Hat er sich mal nicht korrekt verhalten, dann quält ihn ein schlechtes Gewissen und er versucht es wieder gut zu machen. Mit Willi erlebt der Leser den ganz normalen Alltag eines Kindes mit all seinen Problemen und Besonderheiten. Einerseits taucht man mit Willi in Spielwelten mit großer Fantasie ein und man staunt über seine pfiffigen Ideen und andererseits werden Befindlichkeiten und Gedanken von Kindern zu verschiedenen Themen aufgegriffen: Wie bewältigt man den aufregenden ersten Schultag? Was macht man, wenn man gerne mit Milla spielt, aber alle Jungen sagen, dass Jungen nicht mit Mädchen spielen? Wann braucht man einen heimlichen Freund und wann kann man sich von ihm verabschieden?

Willi Wiberg ist einfach äußerst liebenswert. Er ist ein prima Kind, mit einem verständnisvollen, lieben Vater.

Auch die Bilder sind toll und haben einen großen Wiedererkennungswert. Besonders auffällig sind die großen Köpfe, insbesondere der ovale Kopf von Willi. Die Bilder selbst sind eine sehr interessante Mischung aus teils bunten Zeichnungen und collagenartigen Elementen.

9783789163487

Vorgestellte Bücher auf diesem Blog Die besten Geschichten von Willi Wiberg“ und „Die schönsten Geschichten von Willi Wiberg“.

Gedanken zur Autorin von Willi Wiberg (Gunilla Bergström)