Im Wald mit Tom und dem Waldschrat

Letzte Woche habe ich mit der ganzen Familie der Edition Pastorplatz im Rahmen des Tags des offenen Ateliers einen Besuch abgestattet. Es war sehr interessant, wie Bücherwürmchen die ausgestellten Illustrationen betrachtet hat und das er auch an der einen oder anderen Stelle etwas nachgefragt hat. Am liebsten hat er jedoch in den Büchern geblättert, die er noch nicht kannte, wobei er sich besonders intensiv dem Buch „Tom und der Waldschrat“ widmete. Als erstes fiel ihm auf, dass das Logo des Verlags, die Kastanie, direkt auf der ersten Doppelseite zu sehen war, was ihn sehr erfreute. Dann fing er jedoch an, mich bei jedem einzelnen Bild zu fragen, was dort zu sehen sei, warum der Waldschrat so wütend herum springe, was hier und was dort passiere. Anfangs habe ich noch mit einem schnellen Blick auf den Text versucht, die Antwort herauszufinden und ihm zu geben, doch nach einer Weile habe ich es mir etwas einfacher gemacht: Ich habe beschlossen, dass Bücherwürmchen das Buch kaufen darf. Stolz hat er das Buch nach Hause getragen, wo es natürlich sofort gelesen werden musste. Bücherwürmchen hat mir ganz gespannt gelauscht und ist bei der Geschichte richtig mitgegangen.

Der Ärger des Waldschrats und der Tiere

Gegen seinen Willen muss Tom mit seinen Eltern im Wald spazieren gehen. Er findet den Wald einfach nur langweilig. Was gibt es dort schon groß spannendes zu entdecken? Es stehen dort ja doch nur Bäume herum. Tom spielt also lieber heimlich auf seinem Smartphone herum (was Bücherwürmchen natürlich nie machen möchte…). Leider hat er so überhaupt keinen Blick für den Wald und den Weg, den er nimmt, so dass er sich auf einmal ganz alleine im Wald widerfindet und nicht weiß, was er nun tun soll. Zum Glück kümmert sich der Waldschrat, ein kleines Wesen mit Beinen und Armen aus Ästen und einem schrumpeligen Gesicht, um ihn. Tom darf mit ihm in eine Höhle kommen. In dem dort befindlichen Zauberraum trifft Tom auf verschiedene Tiere des Waldes, deren Sprache er an diesem Ort verstehen kann. Doch die Tiere und grundsätzlich auch der Waldschrat sind nicht gut auf die Menschen zu sprechen, denn allzu oft haben sie schon erlebt, dass Menschen ihren Müll im Wald abladen, dort herumlärmen und alles kaputt machen. Tom hat Verständnis für die Tiere, mit denen er Freundschaft schließt, und möchte ihnen helfen. Er hat da auch schon so eine Idee…

Aktives Zuhören beim Vorlesen

Bücherwürmchen hat der Geschichte sehr aktiv gelauscht, was sich durch Kommentare und seine Körperhaltung bemerkbar machte. Während es im Text heißt, dass die Augen am Waldschrat besonders auffällig sind, fand Bücherwürmchen die Kastanienpantoffeln noch viel merkwürdiger. Große Augen bekam er beim Anblick der großen Höhle. Die gefiel ihm richtig gut. Ich hatte das Gefühl, dass er sich an dieser Stelle völlig in die Geschichte hineinversetzt hat. Als Tom sich dann nach der Nacht im Wald zu Hause im Bett ausschläft, wird Bücherwürmchen ganz aufgeregt, denn schließlich hat Tom doch versprochen, dass er sofort zu den Tieren zurück kommen würde. Hoffentlich hält er sein Versprechen ein! Und dann fragt Tom sich auch noch, ob er wohl alles nur geträumt hat. Da muss ihm Bücherwürmchen ganz entschieden widersprechen. Ihm gefällt es gut, dass die Tiere und Tom es gemeinsam schaffen, die Menschen aus dem Wald zu halten, und er freut sich über das letzte Bild, auf dem der Waldschrat etwas vorwitzig winkt und „Bis bald!“ sagt.

Ja, „Tom und der Waldschrat“ ist auf jeden Fall eine Geschichte, die Kinder stark in ihren Bann zieht. Mir gab es im Text manchmal etwas große Sprünge, da immer wieder zwischen verschiedenen Situationen hin und her geschwenkt wurde und ich mich dann erst einmal ein wenig orientieren musste, aber Bücherwürmchen hatte damit scheinbar keine Probleme.

Die Illustrationen lassen uns noch intensiver an der Geschichte teilhaben. Sie sind einerseits amüsant, teilweise eindrucksvoll, vor allem aber genial. Gerade die Gesichtsausdrücke und die Bewegungen des Waldschrats sind einfach klasse und absolut passend. Ja, so wie Mele Brink den Waldschrat malt, so könnte man ihn sich tatsächlich vorstellen.

Erwachsene Sicht

Die Thematik des Umweltschutzes und des Verhaltens im Wald finde ich wichtig und sie wird in dem Buch auch deutlich, genauso übrigens auch wie die Botschaft, dass der Wald durchaus etwas zu bieten hat und es dort keineswegs langweilig ist. Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass es in dem Buch zu deutlich darum geht, auf das richtige Verhalten im Wald hinzuweisen, aber letztendlich kommt das Buch dann doch einfach als spannende Geschichte im Wald bei den Kindern an. Da ist mein Blick vielleicht etwas zu kritisch. Auch die Lösung mit der vorgetäuschten Tollwut fand ich nicht optimal (vor allem da ich eine vermehrte Jagd auf die Tiere fürchtete und für realistisch hielt, insbesondere da ich noch die Information vom Förster beim Waldspaziergang im Kopf hatte, dass in Deutschland vor längerer Zeit viele Dachse gestorben sind, da man die Tollwut besiegen wollte, indem man Fuchsbauten vergaste und Füchse durchaus auch Dachsbauten bewohnen). Es erscheint mir etwas einfach, dass es sich so verhindern lässt, dass die Menschen, die sich im Wald nicht korrekt verhalten, dem Wald nun fern bleiben, während die rücksichtsvollen Menschen weiterhin auf den Wegen spazieren gehen. Grundsätzlich hätte ich es schöner gefunden, wenn nicht versucht worden wäre, die Menschen aus dem Wald zu bekommen, sondern wenn die Menschen zur Einsicht gebracht worden wären. Aber wie gesagt, das ist wieder nur meine erwachsene Sichtweise. Bücherwürmchen fand auch die an die Geschichte anschließenden Informationen zur Tollwut spannend und er lachte darüber, dass sich das Kaninchen immer wieder die Sprühsahne, die als Schaum herhalten sollte, mit Genuss abschleckte.

Insgesamt können wir „Tom und der Waldschrat“, ein intensiv illustriertes Kinderbuch für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren,  absolut empfehlen. Wir haben es direkt und mit großer Freude in einem Rutsch durchgelesen und Bücherwürmchen berichtete anschließend dem Papa sofort von den witzigsten und spannendsten Szenen.

Tom und der Waldschrat von Claudia Mende und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-10-2, 17,50€

 

Lilly und Nikolas im Münsterland

Kennt ihr noch Lilly und Nikolas? Die beiden Geschwister, die mit ihren Eltern so gerne quer durch Deutschland reisen und dabei jede Menge erleben? Neulich habe ich bei der Blogtour zu dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ mitgemacht und letztes Jahr habe ich euch ihre Reise an die Mecklenburgische Ostseeküste vorgestellt. Weiter geht es jetzt mit „Abenteuer im Münsterland – Lilly, Nikolas und die Wildpferde“.

Inhalt des Buches

Dieses Mal hat die Familie von Lilly und Nikolas die Pfingstferien genutzt um ins Münsterland zu reisen, denn der Vater soll für einen Artikel Fotos vom Wildpferdefang machen. Während Lilly ganz begeistert davon ist, Pferde zu sehen und schon davon träumt auf einem Wildpferd zu reiten, geht Nikolas diesen Urlaub sehr skeptisch an. Aber schnell stellt sich heraus, dass das Münsterland auch andere spannende Dinge zu bieten hat. Münster selbst ist natürlich immer einen Besuch wert und ansonsten locken u.a. das Römermusem in Haltern, das Naturkundemusem in Münster oder der Barfußpfad ums Stift Tilbeck. Letztendlich runden dann aber doch die Wildpferde das Abenteuer ab bzw. sind sie das eigentliche Abenteuer, denn auf einmal steht Lilly dank eines Loses mit einem Wildpferd da. Was soll sie jetzt nur tun?

In dem Buch geht es in erster Linie um die Erlebnisse der Familie im Münsterland. Immer wieder werden die Wildpferde genannt, aber es gibt ansonsten kein Problem oder Geheimnis, welches gelöst werden muss, wie es in manchen anderen Büchern der Fall ist. Es geht also relativ ruhig zu. Dennoch war mein Sohn an dem Buch interessiert – selbst ohne Bezug zu den Orten. Man bekommt auch nicht nur Ausflugstipps geliefert, sondern man wird auch auf verschiedene Dinge aufmerksam gemacht (z.B. die Problematik von Plastik in den Meeren) und kann auch das eine oder andere aus dem Buch lernen.

Verlockende Ausflugsziele

Sehr gut gefällt mir, dass es die Unterkunft der Familie tatsächlich gibt. Ich habe sie mir direkt mal im Internet angeschaut. Auch die Ausflugsziele klingen sehr interessant und zum einen oder anderen Ort würde ich auch sehr gerne mal fahren. Letzte Woche habe ich gerade Urlaub im Münsterland gemacht und mir extra das Buch eingepackt, um vielleicht ein Ziel aus dem Buch anzusteuern. Das Familienhotel, in dem wir waren, war dann aber so toll, dass die Kinder dort so zufrieden gespielt haben, dass wir die ganze Zeit unser Auto stehen gelassen haben und die Kinder auf dem Hüpfkissen und auf der Kettcarbahn glücklich sein lassen. Dennoch werde ich mir die Ausflugstipps aus dem Buch merken. Bei einem Besuch bei meinen Eltern in Ostwestfalen lässt es sich sicherlich mal einrichten zum Allwetterzoo in Münster zu fahren, in dem ich trotz Studiums in Münster irgendwie noch nie war, und auch ein Zwischenstopp im Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde muss irgendwann mal drin sein. Es ist toll, dass man durch ein solches Buch, so viele schöne Anregungen für die Familie bekommt. Hier lernt man Ausflugsziele kennen, von denen man ansonsten vielleicht nie gehört hätte, und andere Ziele, wie u.a. der Zoo rufen sich in Erinnerung und man bekommt Lust auf eine Unternehmung.

Etwas schade finde ich es, dass es am Ende des Buches keine Übersicht der Ausflugsziele gibt. Dies würde einem das Aufsuchen der unterschiedlichen Orte doch sehr erleichtern. So muss man immer noch mal im Buch blättern um die Dinge zu finden, die einen interessieren.

Die Bücher von Lilly und Nikolas werden nicht nur von verschiedenen Autorinnen geschrieben, sondern auch von unterschiedlichen Illustratorinnen bebildert. Die Bilder sind gut und sie zeigen auch realistisch die Örtlichkeiten, aber ich hatte mich gerade so intensiv mit den Aquarellbildern in dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ beschäftigt, dass es mir ein wenig schwer fällt, mich nun wieder mit diesen Bildern zurecht zu finden. Gebäude, Tiere und Örtlichkeiten finde ich auch in diesem Buch richtig klasse, aber Lilly wirkt mir hier irgendwie zu „mädchenhaft“.

Insgesamt gefällt mir „Abenteuer im Münsterland“ gut. Ich finde einfach die Reihe von Lilly und Nikolas und das Konzept dahinter so klasse und ich freue mich schon auf die nächsten Bücher, die ich aus dieser Reihe lesen werde.

Abenteuer im Münsterland – Lilly, Nikolas und die Wildpferde von Juliane Jacobsen, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann, ISBN: 978-3-942428-74-3, 13,99€

Ab in den Zoo zu Pia Pinselohr und ihren Freunden

Vor Kurzem habe ich die Edition Pastorplatz besucht und euch hier auf meinem Blog von dem Besuch berichtet. Ihr wisst also schon, dass ich die Bücher aus diesem Verlag besonders gerne mag, denn sie sind einfach wunderschön gemacht.  Aber nun habe ich DAS Buch in dem Verlag entdeckt, welches mein Herz sofort erobert hat: „Pia Pinselohr“.

Das Buch ist einfach sooo toll! Allein die drei Hauptfiguren, das Pinselohrschwein Pia, das Alpaka Alfred und das lispelnde Erdmännchen Eddie, sind schon genial. Erdmännchen sind unglaublich süß und mit Pinselohrschweinen verbinde ich unsere ersten Tierparkbesuche in Aachen mit Bücherwürmchen. Es steht auch für seine unglaubliche Sprachentwicklung. Während andere Kinder in seinem Alter im Tierpark noch auf irgendetwas zeigten und „Da!“ sagten, sagte Bücherwürmchen: „Ich möchte zu den Pinselohrschweinen.“ Wie schön also, dass es ein Kinderbuch mit einem Pinselohrschwein gibt. Okay, es gibt schon die Geschichten von Tafiti und seinem Freund dem Pinselohrschwein Pinsel und Bücherwürmchen dachte auch zunächst, dass dieses Buch von den beiden Freunden handelt, aber erstens kann es von diesen Tieren ruhig noch mehr Bücher geben und zweitens ist „Pia Pinselohr“ etwas ganz besonderes. Das zeigte sich allein daran, dass ich das Buch Bücherwürmchen direkt zwei Mal vorlesen durfte, was bei ihm in letzter Zeit nicht mehr so häufig vorkommt.

Wunderschöne Gestaltung

Die Bilder in dem Buch überzeugen in ihrer Liebenswürdigkeit. Man spürt beim Anblick der Bilder die Sorgfalt und Liebe, die in ihnen steckt. Die Tiere sind niedlich gezeichnet, aber sie wirken dabei überhaupt nicht kitschig. Ihre Gesichtsausdrücke und ihre Körperhaltung spiegelt das Geschehen in der Geschichte perfekt wider.

Schön ist auch in diesem Buch die farbliche Unterscheidung der Sprecher, die wir bereits aus den anderen Büchern des Verlags kennen. Das sieht nicht nur gut aus, es hilft auch ungemein beim Vorlesen des Textes, denn so kann man auch beim ersten Vorlesen die Sprecher direkt unterscheiden und mit unterschiedlichen Stimmen vorlesen.

Spannende Zoo-Geschichte

Aber auch die Geschichte ist rund und überzeugend. Pia, Alfred und Eddie sind gute Freunde. Sie halten immer zusammen und ertragen gemeinsam die Gemeinheiten der großen Tiere wie Elefant, Tiger und Eisbär. Aber sie haben auch noch jemanden auf ihrer Seite: Tierpfleger Theo gibt den Dreien bei der Fütterung immer noch eine Extra-Streicheleinheit. Allerdings ist Theo schon alt und er hat nun seinen letzten Arbeitstag. Die Tiere sind traurig, aber bestimmt wird der neue Tierpfleger auch nett sein. Ist er aber nicht. Er kümmert sich nur schlampig um das Allernotwendigste und zwingt den großen Tieren Kunststücke auf. Pia, Alfred und Eddie sind verzweifelt. Was sollen sie nur tun? Wenn doch nur Theo mal vorbei käme. Eines Tages erfährt Pia durch Zufall, dass sie als Pinselohrschwein schwimmen und tauchen kann und so steht ihr Entschluss fest: Über Bach und Fluss wird sie zu Theo gelangen und ihn in den Zoo bringen…

Das Buch bietet also einiges an Spannung. Bücherwürmchen wird richtig wütend auf den neuen Tierpfleger und fiebert ordentlich bei Pias Plan mit. In dem Buch geht es um Freundschaft, Verzeihen können und den Mut, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es spricht aber auch ansatzweise Themen wie Tierschutz und artgerechte Tierhaltung an. Die Tiere werden etwas vermenschlicht dargestellt, aber dennoch geht es um das richtige Futter und Eigenschaften der Tiere und es richtet sich ganz klar gegen Dressur von Tieren.

Uns hat das Buch „Pia Pinselohr“ voll und ganz überzeugt und wir können es nur weiterempfehlen. Auf den Seiten ist bereits recht viel Text, aber da es so reich farbig bebildert ist, würde ich es Kindern ab 4/5 Jahren genauso wie ein ausführliches Bilderbuch vorlesen. Es eignet sich aber natürlich auch für etwas ältere Kinder (ab circa 8 Jahren) zum Selberlesen.

Pia Pinselohr, Text von Gordon Detels, Illustrationen von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-19-5, 16€

Zu Besuch bei der Edition Pastorplatz

Letzte Woche habe ich dem Verlag Edition Pastorplatz in Aachen einen Besuch abgestattet. Die beiden Geschäftsführer Mele Brink und Bernd Held haben sich richtig viel Zeit für mich genommen und so haben wir ganze drei Stunden lang ein gemütliches und sehr interessantes Gespräch geführt. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für die Zeit und die Gesprächsbereitschaft bedanken. Da sowohl Mele Brink als auch Bernd Held äußerst sympathisch sind und mir sehr gerne Rede und Antwort standen, habe ich mich im Verlag sehr wohl gefühlt. Wir haben über alles Mögliche rund um Bücher, Verlage, Messen, Illustrationen und vieles mehr gesprochen und ich bin mit vielen neuen Informationen nach Hause gefahren.

Mele Brink und Bernd Held in den Räumlichkeiten der Edition Pastorplatz

Bücher aus dem Verlag

Auf meinem Blog habe ich aus dem Verlag bereits die Kinderbücher „Myka und die Versteckschule“ und „Der Brückentroll“ vorgestellt. Beide Bücher sind äußerst empfehlenswert, denn der Verlag legt größten  Wert auf eine hochwertige und ansprechende Gestaltung. Es sind aber nicht die einzigen empfehlenswerten Bücher der Edition Pastorplatz und so werde ich demnächst auch weitere Bücher aus dem Verlag vorstellen und ich hoffe, dass meine Empfehlungen bei vielen Lesern ankommen werden, denn diese Bücher haben es einfach verdient mehr Beachtung zu finden. Man merkt den Büchern des Verlags einfach an, dass hier besonders großen Wert auf die Illustrationen und die Gestaltung gelegt wird. Es macht schon Spaß die Bücher in die Hand zu nehmen. Der gute Eindruck setzt sich aber auch beim Aufschlagen der Bücher fort. Zum einen fallen einem sofort die Illustrationen auf und zum anderen ist der Text auf farbig unterschiedlich gesetzt, so dass man gut erkennen kann, welche Figur gerade spricht. Das ist auch beim lebendigen Vorlesen sehr hilfreich, so dass man direkt beim ersten Vorlesen eines Buches die unterschiedlichen Sprecher gut kennzeichnen kann.

    

Schwierigkeiten eines kleinen Verlags

Für einen kleinen, noch recht neuen Verlag, wie die Edition Pastorplatz ist es nicht einfach wahrgenommen zu werden. Gute Kinderbücher landen nicht automatisch in Buchhandlungen. Gerade in großen Buchhandlungen wird auf die Bücher großer Verlage gesetzt. Klassiker, Reihen und Bücher bekannter Autoren ziehen einfach immer. Eine Chance für die Bücher kleinerer Verlage sind gut sortierte, mit Herz geführte Buchhandlungen. Schön wäre es auch, wenn Büchereien auf gute Bücher aus kleineren Verlagen aufmerksam werden würden, denn hier haben Eltern und Großeltern die Chance in Bücher unbekannterer Autoren hinein zu schnuppern. Vielleicht ist als Anregung hier ein Blick in die Liste der Preisträger des Buchkönigs hilfreich. Hier werden zwar einzelne Bücher eines Verlags ausgezeichnet (u.a. übrigens auch „Myka und die Versteckschule“), aber letztendlich gilt der Preis gleichzeitig auch dem gesamten Programm eines kleineren Verlags, welches wir, die Jury, bestehend aus drei Kinderbuchbloggerinnen, als empfehlenswert ansehen.

Wir haben uns über so viele Aspekte von Büchern und deren Verbreitung unterhalten. Auch über die Erfahrungen auf Messen und bei Autorenlesungen habe ich einiges erfahren. Nicht alles klappt sofort und es gibt auch enttäuschende Momente, aber dafür gibt es auch Erlebnisse, die ermutigen: Kinder, die den Geschichten begeistert lauschen oder ein Mädchen, dass am liebsten alle Bücher des Verlages kaufen würde.

Welche Bücher kommen bei wem an?

Sehr interessant fand ich, was ich über Lizenzen erfahren habe, denn es ist gar nicht so einfach, ein Buch in einem anderen europäischen Land unterzubringen. Je nach Land ist eine andere Textlänge im Buch optimal und es werden verschiedene Gesichter bevorzugt. Auch die Gestaltung der Seiten in Bezug auf Text und Bild ist unterschiedlich und lässt sich nicht immer anpassen. Ich habe echt gestaunt, dass die Seh- und Lesegewohnheiten tatsächlich so verschieden sind.

Auch was Mädchen und Jungen bevorzugen ist nicht immer das Gleiche. Jungs finden z.B. den Brückentroll toll, während sich Mädchen auf das rosa Cover von „Anouk und Herr Bär“ stürzen. Aber letztendlich muss man auch immer daran denken, dass natürlich nicht die Kinder, die Bücher kaufen, sondern die Eltern, Tanten, Onkel, Großeltern etc. Diese müssen genauso erreicht werden, auch wenn die Zielgruppe eines Buches die Kinder sind. Dieser Spagat ist nicht ganz einfach. Wir haben auch festgestellt, dass Kinder auf andere Dinge achten als Erwachsene. Sie gehen unvoreingenommen an vieles heran, nehmen vieles einfach so hin und sind offen für neues, aber sie achten auch darauf, dass kleinste Details stimmen. Sie betrachten Bilder nicht so oberflächlich wie es Erwachsene häufig tun, aber irgendwann ändern sich meist auch ihre Sehgewohnheiten.

Mein erster Besuch bei einem Verlag

Vor dem Verlagsbesuch hatte ich mir ein paar Gedanken gemacht, was ich denn so alles sagen soll, was ich fragen soll, was andere interessiert etc. Ich habe mir zwar keine Fragen im Vorfeld notiert, aber dennoch ein Notizbuch eingesteckt und bin recht aufgeregt nach Aachen gefahren. Das Gespräch lief dann aber so interessant und von ganz alleine, dass ich mir überhaupt keine Notizen gemacht habe. Es hat einfach so viel Spaß gemacht, einen Blick hinter die Kulissen dieses speziellen Verlags zu werfen und auch ganz allgemein über Bücher und Verlage zu sprechen. So habe ich u.a. auch erfahren, dass in Aachen ebenfalls ein Pixibuch-Autor (Alfred Neuwald) lebt, dessen Comics von Karl dem Kleinen mir durchaus bekannt sind. Zu Hause habe ich dann festgestellt, dass er der Autor des Pixibuchs „Der wilde Klaus“ ist, welches ich meinem großen Sohn immer wieder vorlesen musste. Vielleicht ergibt sich hier ja demnächst mal ein Interview…

Zum Abschluss darf ich euch noch verraten, dass die Verleger weitere tolle Bücher für die Zukunft in Aussicht gestellt haben. Es lohnt sich also den Verlag im Blick zu behalten.

 

Mit Superaugen spannende Wesen entdecken: Die Gorgel

Mittlerweile lesen wir Bücherwürmchen vor allem abends als Gute-Nacht-Geschichte immer Kinderbücher vor. Abend für Abend gibt es dann ein weiteres Kapitel. Als letztes haben uns „Die Gorgel“ ins Bett begleitet.

Da die Kapitel in diesem Buch recht kurz sind, die Geschichte aber so spannend, wurden hier ausnahmsweise auch mal zwei Kapitel nacheinander gelesen. Wir wollten schließlich alle wissen, wie es weitergeht. Gemein ist nur, dass mein Mann und ich mich mit dem Zubettbringen abwechseln und man so leider immer einen Teil der Geschichte nicht mitbekommt, den man dann am liebsten noch schnell vor dem Vorlesen lesen möchte, aber da schimpft dann das Bücherwürmchen, wenn es nicht direkt losgeht.

Von Gorgeln und Scheußlingen

Ihr merkt also schon: „Die Gorgel“ haben uns gut gefallen. Wer aber sind denn nun die Gorgel? Es sind kleine Wesen mit haarigen, spitzen Ohren, die beinahe wie ein kleines Wollknäuel aussehen. Vielleicht klingt diese Beschreibung nach einem niedlichen Wesen, aber die Gorgel haben auch eine sehr wichtige Aufgabe, denn sie bewachen Kinder, die in Gefahr sind und beschützen sie im Schlaf. Von wem Gefahr droht? Na, von den Scheußlingen, denn diese pusten den Kindern in den Monaten mit „R“ in den Mund, so dass sie krank werden. Eigentlich kann niemand Gorgel und Scheußlinge sehen, doch Melle, der Junge aus dem Buch, hat Superaugen, genauso wie sein Opa früher und so entdeckt er Bobba, einen Gorgel, in seinem Zimmer. Es dauert nicht lange und Melle erlebt mit, wie ein Scheußling ihn angreift und wie Bobba ihn verteidigt, doch leider wird Bobba dabei verletzt. Nun beginnt das Abenteuer so richtig, denn Bobba muss gerettet und die Scheußlinge müssen vertrieben werden.

Warmherzige Abenteuergeschichte

Die Gorgel“ ist eine tolle Abenteuergeschichte für Kinder. Es geht spannend zu und man möchte gerne wissen, wie alles weitergeht und wer genau die Gorgel und die Scheußlinge sind, aber es wird nie zu aufregend und gruselig. Die Geschichte beinhaltet Fantasie, eine sympathische Hauptfigur und ein Abenteuer, welches bestanden werden muss. Außerdem ist das Buch bunt und ansprechend in weichen Farben illustriert. Auf fast jeder Doppelseite befindet sich mindestens ein kleines Bildchen. Es gibt aber auch Bilder, die eine ganze Seite einnehmen. Die Kapitel sind, wie bereits geschrieben, recht kurz. Sie lassen sich prima vorlesen, aber etwas geübtere Leseanfänger können sich durchaus auch schon  mal selber an ein solches Kapitel heranwagen.

Die Gorgel von Jochem Myjer, illustriert von Rick de Haas, übersetzt von Rolf Erdorf, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2789-0, 17,90€

Blogtour: Neue Abenteuer auf Rügen

Heute macht die Blogtour rund um das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche“ Station bei mir. Welche spannenden Beiträge bereits online gegangen sind und welche noch folgen, findet ihr in einer Übersicht am Ende dieses Artikels. Es gibt auf jeden Fall eine ganze Menge über das Buch sowie über Rügen zu erfahren – vor allem für Familien, die auf der Suche nach ein paar guten Ausflugsideen sind, ist einiges dabei.

Am Ende der Blogtour gibt es dann beim Verlag Biber und Butzemann noch ein Gewinnspiel, das ihr nicht verpassen solltet!

Lilly und Nikolas reisen mit ihren Eltern immer wieder an interessante Orte, zum Großteil in Deutschland, wo sie spannende Ferien erleben. Bereits zum zweiten Mal geht es in dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche“ nach Rügen. Dieses Mal kommen sie auf einem Bauernhof unter.  Natürlich unternehmen sie wieder viele Ausflüge, die gleichzeitig gute Tipps für den eigenen Urlaub sind. Es geht u.a. zu den Leuchttürmen an der Nordspitze der Insel, zum Dinopark und zu Karls Erlebnis-Dorf. Aber dann gibt es auch noch eine große und besondere Aufgabe für die Kinder: Sie kümmern sich gemeinsam mit dem Tierarzt  um einen kleinen Kranich, der alleine zurück gelassen wurde.

Das Buch: Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche von Steffi Bieber-Geske, illustriert von Claudia Gabriele Meinicke, Biber & Butzemann, ISBN: 978-3-942428-72-9, 13,99€

Die Erlebnisse der Geschwister so wie die besonderen Örtlichkeiten auf Rügen werden in dem Buch in tollen Aquarellbildern von Claudia Gabriele Meinicke dargestellt. Über ihre Arbeit und die Entstehung der Bilder könnt ihr heute etwas im Interview mit ihr erfahren. Die Bilder, die ihre Aussagen so wunderbar unterstreichen, hat sie mir für dieses Interview freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Das Copyright aller Bilder liegt bei Claudia Gabriele Meinicke.

Liebe Claudia Gabriele Meinicke, Sie haben das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ illustriert. Vielleicht können Sie sich und Ihre Arbeit zunächst einmal kurz vorstellen.

Ich bin fast 50 Jahre alt, lebe mit meinem Mann in Merseburg, habe einen erwachsenen Sohn und male leidenschaftlich gern. Am liebsten male ich mit Aquarellfarben und halte meine Eindrücke gleich vor Ort mit Pinsel und Farbe fest.

Mir fällt es bei meinen Rezensionen häufig schwer, etwas zu den Bildern in Büchern zu schreiben. Es wäre schön, wenn Sie uns einmal etwas zu Ihrer Zeichentechnik sagen könnten. Wie malen Sie, was ist Ihnen dabei wichtig und was möchten Sie mit Ihren Bildern ausdrücken?

Das Wort „Aquarell“ leitet sich vom lateinischen Wort aqua, für Wasser ab. Aquarellfarben sind also Wasserfarben. Im Gegensatz zu den Deckfarben, die im Schulmalkasten enthalten sind, sind sie überwiegend durchscheinend. Es gibt auch keine Malfarbe „Weiß“. Wenn man weiße Stellen benötigt, so muss man sie freilassen, so dass das weiße Papier zu sehen ist. Es gibt verschiedene Techniken der Aquarellmalerei z.B. unterscheidet man in Abhängigkeit von der Wassermenge in Nass- und Trockentechniken. Bei den Kinderbuchillustrationen male ich mein Motiv auf Aquarellpapier zart mit Bleistift vor und anschließend wird mit weniger Wasser, einem feinerem Pinsel und Aquarellfarbe auf trockenem Papier das Motiv farbig gestaltet.

Es gehört schon ein wenig Übung zum Malen mit Aquarellfarben. Hat man sich aber erst einmal in die Aquarelltechnik verliebt, lässt sie einen nicht mehr los. Zahlreiche ältere Kinderbücher sind von Aquarellkünstlern liebevoll illustriert worden. Wer kennt sie nicht die zauberhaften Charaktertiere von Beatrix Potter oder die wunderbaren Kinderszenen von Carl Larsson? Sie haben auch mich Leseratte durch meine Kindheit begleitet. Ich würde mir wünschen, dass die heutigen Kinder sich ebenfalls für schöne Bücher begeistern können und ihnen auch meine Bilder gefallen. Ich hoffe, dass sie durch die Reiseabenteuer des Kinderbuchverlags Biber & Butzemann mit den farbenfrohen Bildern animiert werden, die bunte (Ferien-)Welt mit eigenen Augen zu entdecken.

Das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ ist das zweite Ferienabenteuer von Lilly und Nikolas auf Rügen. Allerdings wurde das erste Buch von Stephan Pohl illustriert und auch die anderen Geschichten von Lilly und Nikolas wurden teilweise von verschiedenen IllustratorInnen illustriert. Inwiefern beeinflusst dies die Arbeit? Gibt es bestimmte Absprachen oder Dinge, an die sich alle halten?

Lilly und Nikolas sind Geschwister, Lilly ist jünger und blond, während Nikolas dunkle Haare hat. Diese Vorgabe bekam ich von der Schriftstellerin Steffi Bieber-Geske, die gleichzeitig auch die Verlegerin des Buches und Mutter zweier Kinder in dem Alter ist, wodurch die beiden indirekt die Vorlage bilden. Vorherige Lilly und Nikolas Abenteuer anderer Illustrator­Innen habe ich auch studiert. Jeder Illustrator hat aber seine eigene Handschrift, so dass Lilly und Nikolas etwas unter­schiedlich ausfallen. Dies hier sind „meine“ Lilly und „mein“ Nikolas, so wie sich mich beide durch das Buch begleitet haben.

Inwiefern orientieren sich Ihre Bilder an der Realität und an welchen Stellen kommt Ihre eigene Phantasie dazu?

Bei den Reiseabenteuern des Verlags Biber & Butzemann kommt es eher darauf an, dass die Kinder die beschriebenen Orte entdecken können. So sind die beschriebenen Landschaften oftmals detailgetreu abgebildet.

Kommen also die kleinen Leser der neuen Abenteuer auf der Insel Rügen (so wie Lilly und Nikolas im Kapitel 4) an den berühmten Kreidefelsen Königsstuhl, dann werden sie nach einer kleinen Wanderung genau diese im Buch ausführlich beschriebene Aussicht genießen können.

Gab es bei dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ besondere Herausforderungen für Sie?

Oh ja, die gab es. Das Abenteuer von Lilly und Nikolas dreht sich diesmal um das Thema Kraniche. Ich habe unzählige Bilder betrachtet, Graukraniche auf den Feldern beobachtet und Bücher gewälzt und so eine Menge über Kraniche gelernt. Der junge Kranich in der Geschichte musste also in verschiedenen Altersstufen gezeigt werden. Dabei bekamen wir (die Autorin und ich) große Unterstützung von der Kranichexpertin Beate Blahy, damit auch meine Kranichbilder überzeugen und keine fachlichen Fehler aufweisen.

Welchen Bezug haben Sie selbst zu Rügen und wie sah Ihre Recherche zu dem Buch aus?

Geboren und aufgewachsen bin ich in Mecklenburg. Den großen Abenteuerspielplatz „Natur“ habe ich mit meinen Geschwistern durchstreift. Auch ich habe, wie Lilly, einen älteren Bruder, der mit mir am Ostseeufer Donnerkeile, Seeigel und Bernstein sammelte. Mit der Ostsee verbinde ich schöne Kindheitserinnerungen. Ein wenig Ostseewasser schwappt immer noch durch meine Adern und es zieht mich immer wieder dorthin.

Haben Sie einen Lieblingsort auf Rügen und welcher ist es?

Der schönste Platz auf der Insel ist im Nationalpark Jasmund, wenn man nach langer Wanderung durch die geheimnisvollen alten Buchenwälder das Steilufer am Kieler Bach erreicht und über eine Treppe an den steinigen Strand hinuntersteigen kann.

Wohin fahren Sie selbst am liebsten in den Urlaub?

Wohin ich auf der Insel fahre, ist bei den vielen landschaftlichen Reizen nicht zu entscheiden. Will ich lieber an die wilde Steilküste, oder in die Nähe der bunten weiten Wiesen von Ummanz, in die hügelige Landschaft der Zickerschen Berge, auf einen ruhigen Bauernhof im Hinterland, in die mondänen Jachthäfen oder die reizvollen Bäderorte? Das kann ich meist nicht entscheiden. Glücklicherweise liegt alles so nah beieinander auf der Insel, dass Erwachsene und Kinder jeden Tag etwas anderes sehen und erleben können. Wann ich aber sehr gerne auf die Insel fahre, ist Anfang Juni, die Zeit der Mohnblüte, wenn die naturbelassenen Feldränder in einem roten Feuer an Mohnblüten erglühen.

Welche Landschaft malen Sie besonders gerne?

Da habe ich keine Vorlieben. Ich male gern, wo ich mich wohlfühle und versuche diese schöne Erinnerung irgendwie mit meinem Pinsel einzufangen. Was aber immer wieder ein Thema ist – „meine“ Ostsee.

Vielen Dank für das Interview!

Ich bedanke mich ebenfalls. Es hat mir großen Spaß gemacht.

Hier nun noch alle weiteren Beiträge und Termine der Blogtour auf einen Blick:

3.4.: Insidertipps: Regionale Kinderbücher
http://kinderbuchlesen.de/
4.4.: Rügen – Ein Familienabenteuer
https://www.kinderchaos-familienblog.de/
6.4.: Interview mit der Autorin
http://kinderbuch-detektive.de/
7.4.: Kraniche an der Ostsee
http://kuestenkidsunterwegs.blogspot.de/
8.4.: Gewinnspiel (beim Biber & Butzemann Verlag)
http://www.biber-butzemann.de/

Und wenn ihr noch nach mehr Ferienabenteuern an der Ostsee sucht, dann schaut doch mal in die Buchvorstellungen zu „Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee“ und „Biber Paul auf Reisen –  Rostock-Warnemünde“ rein.

Spannende Zeitreise in die Zeit von Goethe

Nach den Büchern „Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ und „Mit der Saubohne zu den Wikingern“ gibt es nun endlich ein neues Abenteuer von Mette und Theo mit dem magischen Tulpenbaum: Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

Mette und Theo helfen wieder die Samen alter Gemüsesorten für Almas geheimen Garten zu finden. Dieses Mal reisen sie nach Weimar um dort die Samen der Nachtkerze zu finden. Dabei laufen sie nicht nur Gustel über den Weg, sondern begegnen auch seinem Vater Goethe. Es geht auch in diesem Abenteuer wieder spannend zu. In der heutigen Zeit begegnet ihnen ein unheimlicher Mann, der scheinbar etwas über das Geheimnis des Tulpenbaums weiß und in der Goethezeit haben Mette und Theo nicht nur Schwierigkeiten die Samen, die sie zur Rückreise benötigen, zu finden, sondern müssen auch um den Tulpenbaum bangen, der von der Esplanade entfernt werden soll um die Herzogin nicht zu stören…

Eine seltene Epoche im Kinderbuch

Auf den ersten Blick scheinen die Rahmenbedingungen der Geschichte vielleicht nicht sonderlich spannend zu sein, aber ich finde es gerade toll, dass hier mal nicht ein übliches geschichtliches Thema für Kinder verwendet wird. Klar, erst einmal werden Kinder zu Themen wie Steinzeit und Wikinger und ähnliches greifen. Goethe und seine Zeit wird ihnen nicht unbedingt etwas sagen. Aber wenn Kinder bereits die ersten zwei Bücher aus der Reihe „Almas geheimer Garten“ gelesen haben, werden sie auch neugierig sein, wie es mit Mette und Theo weitergeht und wohin sie der Tulpenbaum beim nächsten Mal bringt und schwupps befinden sie sich im Weimar der Goethezeit. Hier können Kinder mal eine andere Epoche als sonst kennen lernen. Und gerade weil es zu dieser Thematik kaum vergleichbare Bücher gibt, war ich auf den Inhalt sehr gespannt. Das Buch hat knapp 80 Seiten – was kann man da überhaupt verständlich hineinpacken?

Viele historische Hintergründe eingebaut

An dieser Stelle muss ich ein großes Lob an die Autorin Birgit Hedemann aussprechen. In diesem Buch steckt unglaublich viel drin, was man zunächst vielleicht gar nicht so annehmen würde. Natürlich kann alles nur kurz angerissen werden, aber man bekommt beim Lesen dennoch einen Eindruck der Zeit und man wird neugierig auf die Hintergründe, die man im besten Falle gemeinsam mit den Eltern oder in der Schulklasse ein wenig ergründet. Selbst ich als erwachsene Leserin habe mir zu dem einen oder anderen angesprochenen Punkt in diesem Buch noch einmal ein paar weitere Informationen geholt. In dem Buch ist einfach nichts dem Zufall überlassen worden. Hier steckt unheimlich viel Wissen drin, welches einen aber nicht überfordert, sondern in kindgerechter Form passgenau in die Geschichte mit eingebunden wird. Das ist wurde wieder einmal richtig gut gemacht.

Allein die Reise zu Goethe ist genial ausgewählt. Sie führt uns nicht nur nach Weimar, sondern auch zu einem echten Pflanzenkenner, denn Goethe hat sich in seinem Leben intensiv mit Botanik beschäftigt. Er kommt also nicht nur als wichtige geschichtliche Persönlichkeit in diesem Buch vor, sondern er passt auch hervorragend zu dieser Bücherreihe, in der es neben den Reisen in die Vergangenheit ja auch um alte Pflanzen geht.

Der Leser erfährt in dem Buch direkt ein wenig aus dem Leben Goethes. So treffen Mette und Theo hier auf seinen Sohn Gustel (August) und sie dürfen auch das Gartenhaus im Weimarer Ilmpark besuchen.

Alte Berufe wie der Putzmacher sowie der Verkauf des Fleischs in einer Fleischbank werden genannt, wir begegnen der Herzogin Anna Amalia, erleben wie beschwerlich und gefährlich das Reisen in Postkutschen war und hören alte Worte wie „schlampampen“ (schlemmen) oder „Eisenkuchen“ (Waffeln). Natürlich tragen Mette und Theo auch bei diesem Abenteuer die übliche Kleidung der Zeit.

All dies sind Dinge, die neugierig auf mehr machen. Auch die Pflanze (Nachtkerze oder Schinkenwurz), um die es in diesem Buch geht, regt zu eigenen Nachforschungen an, denn sie hat spannende Eigenschaften und ist vermutlich den meisten Lesern erst einmal nicht bekannt. Sie hat aber auf jeden Fall wieder einen interessanten Namen.

Ein Buch zum Vorlesen und Selberlesen

Das Buch gehört zur Reihe „Die Bücher für geübte Erstleser“. Das Wort „geübte“ sollte man hier keinesfalls überlesen, denn für die allerersten eigenen Bucherfahrungen beim Lesen ist der Text noch zu umfangreich. Ansonsten bietet das Buch aber eine tolle Lektüre für Kinder, die dabei sind die Welt der Bücher lesend zu entdecken. Es gibt hier schon eine Geschichte mit mehreren Kapiteln in ordentlicher Länge, aber auf jeder Doppelseite befindet sich auch noch eine (schwarz-weiß) Illustration, was Kindern in diesem Alter noch sehr wichtig ist. Interessant sind hier die lebendigen Gesichtsausdrücke der Figuren, die die Gefühle und Gedanken sehr gut widerspiegeln.

Jüngeren Kindern ab circa fünf Jahren kann man das Buch auch schon prima vorlesen.

Insgesamt kann ich auch dieses Buch der Reihe wieder vollständig empfehlen: Spannend, interessant und gut zu lesen, einfach eine fesselnde und informative Lektüre, die die Neugier weckt!

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Almas geheimer Garten: Mit dem Schinkenwurz zu Goethe von Birgit Hedemann, illustriert von Maria Ernicke, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-39-3, 8,99€

Sisi für Kinder

Große Persönlichkeiten sind auch schon für Kinder interessant, denn ihr Leben verlief oft spannend. Nicht immer gibt es aber passende Bücher und Erzählungen in kindgerechter Sprache. Aber nun gibt es ja die neugierige Julie, die mit ihrer Mama ins Museum geht und dort ganz viel erfährt, was auch wir nun alles lesen dürfen und zwar in dem Buch „SISI – erzählt für Kinder, Das Leben der Kaiserin Elisabeth von Österreich“.

Das Buch beginnt etwas unvermittelt. Auf der linken Seite findet man noch die ISBN und ähnliche Angaben und rechts oben fängt ohne Überschrift dann der Text an. Es ist zwar noch nicht das erste Kapitel, aber es wird uns hier bereits erzählt, dass Julie mit ihrer Mama ins Museum geht um etwas über Sisi zu erfahren. Vom ersten Kapitel an erzählt dann die Mutter ihrer Tochter jede Menge über Sisi, von ihrer Kindheit bis hin zu ihrem Tod.

Zwischendurch werden immer mal wieder Fragen von Julie mit eingestreut. Das Ganze ist im Prinzip ein Dialog zwischen Mutter und Tochter, wobei der Großteil der Redeanteile an die Mutter fällt, die viel erzählt. Durch das Gespräch lassen sich viele schwierige Wörter, wie z.B. „Revolution“ durch die kindliche Frage geschickt erklären.

Das Museum selbst tritt völlig in den Hintergrund. Das Gespräch hätte sich genauso gut zu Hause ereignen können. Vielleicht hätte man die Rahmenhandlung sogar weglassen können. Man hätte auch einfach ein Buch in kindgerechter Sprache über Sisi herausbringen können, aber durch das Gespräch wirkt alles ein bisschen lebendiger und aufgelockerter. Außerdem gefällt es mir gut, dass hier Sachinformationen über eine Geschichte und nicht in einem typischen Sachbuch vermittelt werden.

Die Erzählung über Sisi ist insgesamt gut gelungen. Sie ist interessant und spannend erzählt und für Kinder gut verständlich. Sisi wird hier nicht verklärt, aber dennoch menschlich dargestellt. Auch die Ansichten und Erwartungen der Menschen aus dieser Zeit finden in dem Buch Berücksichtigung, so dass man Sisis Emotionen und Handlungen besser nachvollziehen kann. Kinder können bei diesem Buch ohne es zu merken und mit viel Freude einiges lernen und neugierig auf andere Menschen und Ereignisse in der Weltgeschichte werden. Darüber hinaus ist das Buch auch für Erwachsene durchaus interessant und kurzweilig zu lesen.

Die Illustrationen sind recht verträumt, passen aber sehr gut zu diesem Buch. Schön ist, dass man noch einen Suchauftrag für alle Bilder bekommen hat, so dass man sie wirklich intensiv betrachtet.

Als kleines Extra findet man am Ende des Buches Aufkleber, die teilweise Zeichnungen aus dem Buch zeigen.

Das Buch hat einen Einband aus weicher Pappe und wird innen mit einer Ringbindung zusammengehalten. Man könnte meinen, dass es dadurch nicht ganz so hochwertig wirkt, aber es lässt sich gut in der Hand halten und die Seiten lassen sich durch die Ringbindung gut blättern.

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Sisi – erzählt für Kinder von Nora Rath-Hodann und Anemone Kloos, JGIM Verlag, ISBN: 978-3-9504065-1-1, 14,90€

Opa Mammut erzählt

Kurz und knapp, humorvoll und als launige Erzählung, so wurde einem die Weltgeschichte bisher selten nahe gebracht. Dem Buch „Opa Mammut – Eine Familien- Weltgeschichte“ ist dies aber überaus gut gelungen und zwar so, dass die ganze Familie Spaß an diesem Buch hat und gemeinsam etwas lernen kann und vielleicht dieses Buch sogar zum Anlass nimmt, weiter in Büchern und im Internet nach Informationen zur Weltgeschichte zu suchen.

Opa Mammuts Familiengeschichte

Opa Mammut, der UrUrUrUrUr…Opa, sitzt am Feuer und erzählt, was seine Nachkommen über viele tausend Jahre erlebt haben. Es geht los mit dem Leben in der Höhle, über 10000 Jahre später staunt er über die sesshaft gewordenen Menschen und die damit einhergehenden Fortschritte der Menschheit, die sich so nach und nach ergaben. Errungenschaften wie die Räder kommen bei Opa Mammut ebenso zur Sprache wie Seuchen wie die Pest oder der Dreißigjährige Krieg. Opa Mammut erzählt bis zur Gegenwart. Dabei quatscht er munter drauf los. Der Text kommt locker und humorvoll herüber. Man hat richtig das Gefühl, dass hier jemand sitzt, der einem mündlich etwas aus dem Leben erzählt. Es wird gestaunt, gelobt und auch geschimpft. Nicht alles in der Geschichte der Menschen ist eben löblich und das erkennt Opa Mammut natürlich. Der erzählfreudige Opa schafft es auf 120 Seiten die Weltgeschichte zu erzählen. Es kann dabei selbstverständlich nicht all zu tief gehen, aber viele wichtige Etappen und Ereignisse werden angesprochen. Man bekommt eine gute Vorstellung von der Vielfalt des Lebens und davon, wie sich das menschliche Leben verändert und entwickelt hat.

Die Weltgeschichte wird hier als große Familiengeschichte dargestellt. Eine Generation folgt auf die nächste und trifft immer wieder auf Veränderungen.

Keine Nennung großer Namen

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, wie ich es finde, dass die Namen von historischen Persönlichkeiten nicht genannt werden, auch wenn an einigen Stellen ganz klar bestimmte Personen gemeint sind. Selbst von Jesus wird nur als „kleiner Junge“, der in Betlehem geboren wird, gesprochen.

Vielleicht reicht es als Überblick über die Entwicklung von der Altsteinzeit bis in die Zukunft, wenn man eine grobe Sicht der Dinge bekommt, wenn man also erfährt, wie sich die Welt so nach und nach in verschiedene Richtungen entwickelt hat. Die Persönlichkeiten selbst treten in den Hintergrund, die Errungenschaften und Fortschritte, aber auch die Probleme des Zusammenlebens, treten in den Vordergrund.

Als erwachsener Leser wird man beim Lesen an bestimmte Persönlichkeiten erinnert, aber manchmal reicht das eigene Halbwissen nicht, um auf den Namen der jeweiligen Person zu kommen oder man kann sich nicht mehr so richtig an die historischen Zusammenhänge erinnern, so dass man mit der kurzen Darstellung in diesem Buch hadert. Andererseits regt das Buch dazu an, sich an anderer Stelle schlau zu machen, zu recherchieren, Geschichten auf den Grund zu gehen und vielleicht sogar gemeinsam mit dem Kind weiter in die Weltgeschichte einzutauchen. Das kann natürlich auch äußerst spannend sein.

Kunstvolle Illustrationen

Das Buch enthält aber nicht nur einen lesenswerten Text, sondern es überzeugt auch durch die tollen Illustrationen. Diese sind es, die einem sofort nach dem Buch greifen lassen. Mindestens auf jeder zweiten Seite befindet sich ein ganzseitiges Bild. Auf diesen Bildern sieht man immer genau, worum es geht, so dass man auch beim bloßen Betrachten der Bilder die Veränderungen von Generation zu Generation und die wichtigen Stationen der Weltgeschichte gut erkennen kann. Die Bilder sind toll mit vielen kleinen Strichen gezeichnet. Sie passen einfach genau in dieses Buch und wirken wie aus der Vergangenheit entsprungen.

Der Verlag gibt ein Lesesalter ab 10 Jahren aus. Meines Erachtens kann man dieses Buch aber auch schon mit jüngeren Kindern lesen, wobei dann natürlich die Begleitung eines Erwachsenen erforderlich ist, um alles richtig einordnen zu können.

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Opa Mammut – Eine Familien-Weltgeschichte für Kinder von Dieter Böge und Bernd Mölck-Tassel, Jacoby & Stuart Verlag, ISBN: 978-3-946593-07-2, 19,95€

 

Eichhörnchen-Abenteuer

Bücherwürmchen ist nun 5 ½ Jahre alt. Bilderbücher finden wir immer noch toll, aber wir lesen nun auch immer häufiger Kinderbücher. Bücherwürmchen lauscht dabei immer ganz gespannt und wir lesen immer wieder Kinderbücher, die eigentlich für etwas ältere Kinder sind. Ich bin mir häufig nicht so ganz sicher, ob sie tatsächlich schon etwas für Bücherwürmchen sind, da es in solchen Büchern natürlich auch immer wieder Stellen gibt, die er noch nicht ganz verstehen kann, oder Witze und Anspielungen an seinem Vorschulhumor vorbei gehen.

Vor einiger Zeit haben wir „Die Nussknacker-Bande“ gelesen, ein Buch, welches laut Verlag für Kinder ab neun Jahren ist, was sicherlich u.a. daran liegt, dass man auch Ironie verstehen muss. Und tatsächlich hatte ich beim Vorlesen ab und zu das Gefühl, dass Bücherwürmchen sich ein bisschen langweilt, aber im Nachhinein habe ich festgestellt, dass er erstens eine ganze Menge aus dem Buch mitgenommen hat und dass ihn das Buch übers Lesen hinaus beschäftigt hat. Zwischendurch sprach er sogar von der Nussknackerbande als seinem aktuellen Lieblingsbuch.

Worum geht es in „Die Nussknacker-Bande“?

Die „Nussknacker“ sind natürlich Eichhörnchen. Als erstes lernen wir die Eichhörnchen mit grauem Fell kennen, Jip, Jed, Tschk Tschk und Chai und einige andere. Direkt wird es spannend, denn Jed wird von einem Habicht geschnappt und davon getragen, doch Tschk Tschk sieht, wie Jed in einiger Entfernung dem Habicht aus den Klauen fällt. Chai kann nicht glauben, dass sein Freund dem Habicht entkommen sein soll, aber dennoch macht er sich mit Tschk Tschk auf der Suche nach Jed. Ihr Weg führt sie immer an den „Summpfaden“ (Stromleitungen) entlang. Sowohl Jed als auch später Tschk Tschk und Chai treffen auf andere Eichhörnchen, Eichhörnchen  mit rotem Fell. Eine spannende Begegnung. Aber da ist noch etwas anderes, ein lautes Dröhnen, was niemand einzuordnen weiß. Später sehen sie dann die Männer mit den Motorsägen, die die Bäume entlang der Summpfade abholzen. Die Eichhörnchen bekommen Angst um ihr zu Hause. Was sollen sie nur tun? Wie können sie ihre Familie warnen und in Sicherheit bringen? Die Eichhörnchen müssen sich etwas einfallen lassen und Chai müssen sie auch noch wiederfinden, denn dieser ging verloren, als die armen Eichhörnchen mitten in die Abholzarbeiten gerieten…

Gar nicht so einfach vorzulesen…

Mein Mann fluchte über die Namen der Eichhörnchen. Er fand sie zum Vorlesen überhaupt nicht geeignet. Ich hingegen fand sie eigentlich ganz witzig und irgendwie passen sie zu keckernden Eichhörnchen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich am Ende bei den ähnlich klingenden Namen gar nicht mehr so richtig wusste, wer eigentlich wer war, denn im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Eichhörnchen hinzu. Auch Bücherwürmchen fragte manchmal nach, um wen genau es sich gerade handeln würde und nicht immer konnte ich ihm eine richtige Antwort geben.

In dem Buch passieren einige Abenteuer, aber alles ist trotzdem eher ruhig aufgeschrieben. Gerade am Anfang hatte man ein wenig das Gefühl, dass es nicht so recht vorwärts ging und irgendwie fehlte einem eine klar definierte „ Bande“. Unter dem Titel hatten wir uns zunächst etwas anderes vorgestellt. Daher auch meine Sorge, dass Bücherwürmchen sich langweilen könnte. Aber je weiter man in die Geschichte hineinkam, desto mehr wollte man auch wissen, wie es den Eichhörnchen ergehen würde.

Bücherwürmchen fand das Spiel „Seid wie Wasser“, bei dem sich die Eichhörnchen schlaff zu Boden fallen lassen, witzig. Das wollte er gerne nachspielen. Außerdem machen wir uns bei Autofahrten oder Spaziergängen nun immer auf die Summpfade aufmerksam.

Der besondere Pfiff fehlt diesem Buch leider. Ich hatte mir nach dem ersten Blick auf das Thema ein wenig mehr erwartet, aber Bücherwürmchen mag das Buch und es hat uns gut gefallen, dass die Freunde so gut zusammenhalten. Außerdem finde ich es gut, dass man in dem Buch eine Erklärung dafür tut, warum die Menschen die Bäume entlang der Stromleitungen fällen, auch wenn die Eichhörnchen um ihr Zuhause bangen müssen.

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Die Nussknacker-Bande von Lynne Rae Perkins, illustriert von Philip Wachter, übersetzt von Sigrid Ruschmeier, Aladin Verlag, ISBN: 978-3-8489-2081-5, 11,95€