Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Der Buchkönig geht an: „Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte“

Mal geht der Buchkönig an Bilderbücher, mal an Wimmelbücher, mal an Jugendbücher und mal an Bücher für Erstleser. Dieses Mal geht er gleichzeitig an ein Kinder- und ein Sachbuch. Wir, das sind Dagmar von Buchkind-Blog und Wenke von Kinderbibliothek und ich, verleihen den Buchkönig in diesem Sommer an folgendes Buch:

Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren von Jörg F. Nowack, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann Verlag

Herzlichen Glückwunsch an Jörg F. Nowack und Sabrina Pohle und den Biber & Butzemann Verlag!

Worum geht es in dem Buch?

Die Geschwister Lilly und Nikolas begeben sich mit ihren Eltern auf Luthers Spuren. Angeregt durch eine Schulaufführung im Lutherjahr 2017 möchten Lilly und Nikolas mehr über Martin Luther erfahren. Wer war er? In welcher Zeit lebte er? Was hat er bewirkt? Die Familie besucht verschiedene Orte, die in Luthers Leben eine wichtige Rolle gespielt haben und lernt dort in Museen und Kirchen viel über Martin Luther und seine Zeit.

Was ist das Besondere an diesem Buch?

Ich erwähnte bereits, dass dieses Buch zwei Arten in sich vereint: Es ist sowohl ein Kinderbuch als auch ein Sachbuch. In dem Buch wird erzählt, was die Familie in ihrem neuen Abenteuer erlebt, aber es ist natürlich weit mehr als eine Familien- oder Urlaubsgeschichte. Es ist ein Buch, welches unglaublich viele Informationen kindgerecht und interessant vermittelt. Wir lernen in dem Buch lohnenswerte Museen kennen, anhand derer man auch bei der Lektüre sehr viel über Martin Luther erfahren kann. Das Buch gibt einen sehr guten ersten Überblick über Martin Luthers Leben und Wirken, so dass es sich auch als Schullektüre eignet.

Eine ausführliche Rezension zu dem Buch findet ihr hier.

Ein Buch aus einer empfehlenswerten Reihe

Darüber hinaus gehört das Buch zu einer tollen Reihe des Biber & Butzemann Verlags mit diesem besonderen Konzept, das Kinderbuch, Sachbuch und Familienreiseführer miteinander vereint. Lilly und Nikolas begeben sich nämlich nicht nur auf Martin Luthers Spuren. Sie reisen auch in viele andere Gegenden Deutschlands. Und immer erleben sie dabei eine ganze Menge. Ihre Unternehmungen führen uns zu vielen familientauglichen Zielen, wobei hier Museen, Zoos, Städte und andere Ausflugsziele sehr genau und detailiert unter die Lupte genommen werden. Das geschieht einfach, indem von Lillys und Nikolas Erlebnissen ausführlich berichtet wird. Das wirkt auf Kinder sehr faszinierend. Sie finden es spannend, von etwas zu lesen, was sie selbst mal erleben könnten oder vielleicht sogar bereits erlebt haben. Der Biber & Butzemann Verlag bringt hier sehr empfehlenswerte Bücher auf den Markt, die auf jeden Fall zu einem Urlaub in Deutschland dazugehören sollten.

Bereits auf dem Blog vorgestellt habe ich:

Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren

von Jörg F. Nowack

illustriert von Sabrina Pohle

Biber & Butzemann Verlag

ISBN: 978-3-95916-024-7

14,50€

Rezensionen: Buchkind-Blog Kinderbibliothek

 

 

 

Wer war Martin Luther? – Lilly und Nikolas auf Suche nach Antworten

Dieses Jahr ist Luther-Jahr – die Reformation ist nun 500 Jahre her. Auf vielfältige Art und Weise beschäftigt man sich dieses Jahr mit Luther, seiner Person und sein Wirken. Auch für Kinder ist Luther eine interessante Persönlichkeit, über die sie mehr in dem Buch „Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren“ erfahren können.

Lilly und Nikolas unternehmen mit ihren Eltern viele spannende Reisen, auf denen sie ihre Leser zu verschiedenen Ausflugszielen mitnehmen und manchmal noch das eine oder andere Geheimnis aufdecken. Diese Bücher sind eine tolle Reiselektüre, wenn man beabsichtigt an einem dieser Orte Urlaub zu machen. Das Buch über Luther fällt hier ein bisschen aus der Reihe. Auch hier begeben sich Lilly und Nikolas vor Ort (also in Eisleben, Eisenach, Wittenberg etc.) auf Spurensuche, aber dieses Buch ist auch eine interessante Lektüre, wenn man diese Reise nicht selber erlebt. Und da es hier um Martin Luther geht, stehen auch Museen und Wissen im Vordergrund und nicht Abenteuerspielplätze, Zoos oder ähnliches. Hier erfährt der Leser einfach jede Menge über Luthers Leben, über seine Familie, sein Leben und seine religiösen Ideen bzw. sein Wirken. Und natürlich ist alles kindgerecht und verständlich geschrieben.

Von Eisleben bis nach Wittenberg

Da Lilly und Nikolas bei einem Theaterstück Katharina von Bora sowie Martin Luther spielen sollen, beschließt die Familie kurzerhand im Vorfeld gemeinsam ein wenig über diese beiden Personen herauszufinden. Sie beginnen in Eisleben, der Stadt, in der Luther geboren wurde, wo sie u.a. die Kirche sehen, in der Luther getauft wurde, und in das Geburtshausmuseum gehen. In Mansfeld hat Martin Luther seine Kindheit verbracht, worüber es ebenfalls etwas in einem Museum zu erfahren gibt. Die Suche führt die Familie aber auch nach Erfurt zum Augustinerkloster und natürlich zur Wartburg in Eisenach und zum Lutherhaus in Wittenberg. Überall erfahren die Kinder viele Details aus Martin Luthers Leben und aus der Zeit Martin Luthers. In den Museen bekommen sie die Erklärungen von netten Museumspädagogen, aber auf der Fahrt erzählt auch die Mutter den Kinder so einiges.

Kinder können in diesem Buch viel über Luther und darüber, warum es eine evangelische und eine katholische Kirche gibt, erfahren. Gerade diese historische Seite des Ganzen finden Kinder häufig sehr interessant und letztendlich würden sie nach der Lektüre natürlich die Orte am liebsten selber aufsuchen. Und viele Orte oder Gebäude würden sie dabei direkt widererkennen, denn Sabrina Pohle hat in ihren farbigen Illustrationen vieles sehr realistisch dargestellt. So kann man sich die Reise und das, was die Familie zu sehen bekommt, auch gut vorstellen, wenn man leider nicht die Möglichkeit hat, die Reise selber zu unternehmen.

Positives Bild von Martin Luther

Meines Erachtens bekommt man hier einen sehr guten ersten Einblick in das Thema Martin Luther, so dass sich dieses Buch oder Ausschnitte daraus durchaus für den Schulunterricht eignen. Bei der Lektüre habe ich allerdings gedacht, dass Martin Luther hier sehr positiv wegkommt. Kurz vor Ende des Buches gibt es dann aber einen kleinen Hinweis darauf, dass es aus heutiger Sicht so wirkt, dass er etwas gegen bestimmte Gruppen habe. Hm, wahrscheinlich sollte das bei einem Kinderbuch genügen und alles andere würde den Rahmen sprengen, aber vielleicht wären zwischendurch ein paar kritischere Töne – bei all dem Guten, was Martin Luther getan und bewirkt hat – doch angebracht gewesen. Dennoch ist dies ein gutes Buch, um Kindern zu zeigen, um wen und um was es eigentlich geht, wenn ständig vom Lutherjahr gesprochen wird. Insgesamt eine sehr informative und gleichzeitig unterhaltende Lektüre – auf jeden Fall zu empfehlen, insbesondere dieses Jahr.

Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren von Jörg F. Nowack, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann Verlag, ISBN: 978-3-95916-024-7, 14,50€

Mit Millie an die Ostsee (Rezension)

Fahrt ihr diesen Sommer in den Urlaub? Vielleicht geht es ja sogar so wie bei Millie an die Ostsee. Dann wäre natürlich das Buch „Millie an der Ostsee“ die perfekte Urlaubslektüre, aber auch für ein paar Lesestunden zu Hause eignet sich das Buch gut.

Ich habe das Buch gerade meinem Bücherwürmchen vorgelesen und es ist ganz begeistert von Millie. Obwohl hier ein Mädchen die Hauptfigur ist, ist dies also auch ein Buch, mit dem Jungs im Vorschul- oder Grundschulalter (1., 2. Klasse) etwas anfangen können. Ist ja auch eigentlich klar, denn Millie ist einfach lustig.

Kindlicher Humor

Es gibt in dem Buch zwar keinen Ich-Erzähler, aber es ist dennoch aus Millies Sicht geschrieben und dementsprechend umgangssprachlich. Es ist kein normaler Fließtext. Zwar wird zwischendurch auch ein wenig erzählt, aber überall wird alles mit kindlichen Gedanken, Einfällen etc. kommentiert. Viele Sätze sind kurz und gleichen eher Ausrufen und Gedanken. Dadurch entsteht viel Witz. Das Buch ist kindlicher Humor pur. Millie ist ein ganz normales Kind, das motzt, sich freut, lebendig ist und sich ein wenig die Welt so macht, wie sie ihr gefällt. Auch ihre kleine Schwester Trudel kommt sehr realistisch wie ein Kleinkind herüber, wobei die Autorin es sehr gut hinbekommen hat, die Situationskomik von kleinen Kindern in diesem Buch ganz natürlich wirken zu lassen. Das gelingt wenigen Autoren so gut.

Ob ich die Veränderung von Stadtnamen mag, weiß ich noch nicht so recht (z.B. wird bei Millie aus Boltenhagen „Polterabend“ oder aus Stralsund „Stahls-Hund“). Es ist auf jeden Fall schwierig, wenn Kinder die Originalnamen nicht kennen.

Einzelne umgangssprachliche Wörter habe ich beim Vorlesen übrigens verändert. Ich fand, dass mein Sohn den Ausdruck „Titti-Brüste“ nicht durch mich kennen lernen muss.

Familientaugliche Ausflugsziele

Das Buch ist bunt illustriert (ich glaube im Gegensatz zu den Ausgaben aus dem Dressler Verlag). Vorne und hinten im Buch befindet sich zudem eine grobe Karte der Ostseeküste, so dass man den Urlaub von Millies Familie gut verfolgen kann. Im Prinzip reist die Familie die ganze deutsche Ostseeküste entlang. Sie starten in Stralsund und Rügen und fahren über Lübeck bis hinauf nach Dänemark. Dabei entdecken sie Hühnergötter und Donnerkeile, Millie schreibt eine Flaschenpost, sie lernt wie man ein Buddelschiff selber baut und nimmt sogar kurz an einem Segelkurs teil. Das Strandfest, welches sie erleben, erkennt Bücherwürmchen von einer eigenen Ostseereise wider, was ihn beim Vorlesen natürlich besonders erfreute. Vielleicht wird das Marzipanmuseum in Lübeck dieses Jahr auch ein Ausflugsziel von unserem Urlaub und auch der Eselhof, auf dem Millie einen Esel zum „Iah“-Machen herausfordert, ist nicht allzu weit von unserem Urlaubsort entfernt. Bücherwürmchen findet es toll, dass in dem Buch Sachen thematisiert werden, die man selber so erleben kann. Dies ist einer der Gründe, warum er das Buch sehr gerne mag.

Insgesamt ist „Millie an der Ostsee“ ein tolles Buch für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren. Es macht auch sehr viel Spaß dieses Buch vorzulesen. Bücherwürmchen hat sich nur ein wenig gewundert, warum Millie so oft von einem schlechten Tag gesprochen hat. Für ihn klingt ihr Urlaub ziemlich toll und er möchte viele Dinge daraus auch mal erleben. Außerdem staunt er darüber, dass sie immer in einem Hotel wohnen.

Millie an der Ostsee von Dagmar Chidolue und Gitte Spee, Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5492-9, 14,99€

Ausflug ins Bilderbuchmuseum Troisdorf

Irgendwie bin ich überhaupt kein Museumsmensch, obwohl ich es eigentlich gerne wäre. Ja, doch, ich gehe gerne in bestimmte Museen, aber ich lese mir die Informationen dort nur sehr oberflächlich durch. Gerade mit den Kindern habe ich auch keine Ruhe dazu, etwas länger zu betrachten und mir Texte durchzulesen. In Hinsicht auf Museen bin ich ziemlich kindlich und naiv. Ich mag Museen wie Freilichtmuseen, durch die man schön spazieren kann und ich mag Museen, bei denen man etwas ausprobieren kann und das Wissen für Kinder verständlich präsentiert wird. Dann machen mir Museen Spaß. Ob ich bei so einem Museumsbesuch viel lerne, bleibt dahingestellt, aber so sind sie für mich eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung.

Ilon Wikland im Bilderbuchmuseum

Auf ein Museum habe ich mich richtig gefreut und zwar auf das Bilderbuchmuseum in Troisdorf. Dort wollte ich unbedingt mit der Familie hin. Es hätte mich so oder so sehr interessiert, aber da es gerade die Ausstellung „Über Tisch und Bänke – die einzigartige Bilderwelt der Ilon Wikland“ beheimatete, war es für mich ein absolutes MUSS. Und der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, obwohl ich auch hier meinen Muesumsgewohnheiten treu geblieben bin. Ich habe mir die Ausstellung letztendlich nur recht flüchtig angeschaut, aber ich hatte großen Spaß daran meinen Sohn bei der Rallye zu begleiten. Es gefällt mir, wenn Kinder durch Fragen gezielt auf die Bilder aufmerksam gemacht werden, und ich mache da selber gerne mit. Diese Art von Informationen reicht mir bei einem Museumsbesuch und ich nehme dadurch durchaus auch einiges mit. Mein Sohn hatte übrigens auch viel Spaß an der Rallye und war immer ganz stolz, wenn er eine Antwort herausgefunden hat. Außerdem freute er sich, dass er viele Bücher und Bilder von zu Hause wiedererkannt hat. Ich persönlich fand besonders die Illustrationen aus dem Buch „Die lange, lange Reise“, die Ilon Wiklands Flucht aus Estland während des zweiten Weltkriegs thematisieren, spannend. Leider musste ich feststellen, dass es dieses Buch nicht mehr zu kaufen gibt, so dass ich es mir nun von meinem Mann eben im schwedischen Original zum Geburtstag wünsche.

Beschäftigung mit der Ausstellung

Man könnte meinen, dass mir so ein relativ flüchtiger Museumsbesuch nichts bringt. Aber das ist nicht so. Ich habe schon einiges gesehen und vor allem beschäftige ich mich dann im Nachhinein zu Hause noch mit dem Thema. So habe ich mir hier z.B. den Ausstellungskatalog gekauft und zu Hause mit großer Freude darin geblättert. Manches was mir vielleicht schon beim Durchgehen aufgefallen ist, wird mir nun klarer und andere spannenden Dinge, lese ich nun ganz in Ruhe. Sehr spannend finde ich die Entwicklung bei Ilon Wikland, insbesondere wenn es sich um die gleichen Figuren handelt, die sie über die Jahre hinweg immer wieder gezeichnet hat (z.B. Lotta und die Kinder aus der Krachmacherstraße). Die Bilder sind einem so vertraut und sie sind für einen einfach typisch Ilon Wikland, aber es hat über die Jahre eine ganz deutliche Veränderung und Modernisierung stattgefunden. Ich staune tatsächlich darüber, dass einem das zumindest bewusst nie selber aufgefallen ist. Es stört einen ja oft, wenn Bücher auf einmal neue Illustrationen von anderen ZeichnerInnen erhalten, aber die schleichende Veränderung von der gleichen Illustratorin nimmt man unkritisch hin. Das ist schon interessant.

Tolle Bilderbuchbibliothek

Richtig toll fand ich im Bilderbuchmuseum ja auch die Präsenzbibliothek. So etwas ist wieder etwas für mich. Hier schleicht man nicht vorsichtig um irgendwelche Schaukästen oder ähnliches herum, sondern nimmt sich einfach ein Buch aus dem Regal und liest es den Kindern vor. Das haben wir hier auch erst einmal ausführlich und mit großer Freude getan. Sehr schön sind in dem Museum auch die Spielecken. Es befanden sich sowohl in der Sonderausstellung Spielmöglichkeiten als auch im Nebenraum der Bibliothek. Das kleine Büchermäuschen hat sich zwar auch ein paar Bücher angeschaut, aber so konnte man es auch mal in Ruhe spielen lassen und musste nicht immer hinter ihm herlaufen, was in anderen Museen durchaus sehr anstrengend sein kann.

In dieses Museum werde ich auf jeden Fall wiederkommen. Ich freue mich schon jetzt darauf. Sicherlich werde ich mir dann auch die dann aktuelle Ausstellung anschauen, aber ich werde auch wieder viel Zeit zwischen und mit den Büchern in der Präsenzbibliothek verbringen. So ein Museumsmensch bin ich.

 

Pixi Wissen: Kurze, interessante Sachtexte

Heute möchte ich euch nun das Pixi-Buchformat vorstellen, dass meines Erachtens perfekt in jede Grundschulklasse passt: Pixi Wissen.

Die Pixi-Wissen-Bücher richten sich an Grundschulkinder und nicht wie die klassischen Pixibücher an Kindergartenkinder, deshalb hatten wir bisher auch noch keine Bücher davon. Aber nun haben wir welche und ich bin wirklich begeistert von ihnen.

Bücher, nach denen Kinder greifen

Sie sind vom Format her etwas größer als die klassischen Pixibücher, haben etwas mehr Seiten und kosten einen Euro mehr. Sie sind aber immer noch so günstig, dass man mit ihnen schnell eine abwechslungsreiche und informative Klassenbibliothek eingerichtet hat, die auch nicht viel Platz benötigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass jedes Buch eine eigene ISBN hat und somit auch einzeln bestellt werden kann.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder, die gerade lesen gelernt haben, sich manchmal trotz guter Lesekenntnisse nicht an dickere, größere Bücher heranwagen. Die kleinen Pixibücher nehmen sie aber fast automatisch in die Hand, blättern darin herum, lesen eine Überschrift, die sie spannend finden und dann wird auch schon der dazugehörige Text gelesen.

Besonders gut funktioniert dies bei den Pixibüchern, die aus einer Kooperation mit der Zeitschrift „Warum!“ entstanden sind. Wir haben davon die Bücher „Unsere Tiere“ und „Unser Wald“. Es sind nicht unbedingt die Lieblingsthemen von Bücherwürmchen, vor allem nicht in Vergleich zu den Pixis „Dinosaurier“ oder „Burgen“, aber dennoch hat er sich als erstes mit diesen Heftchen ausführlich beschäftigt. Die gestellten Fragen, die hier die Überschriften darstellen, machen einfach auf die Antworten neugierig.

Wissensvermittlung mit Rätseln

Es gibt auch einige Pixibücher, die eine „Wissen macht Ah!“-Doppelseite enthalten, wobei ich diese Seite jetzt nicht unbedingt so besonders finde. Insgesamt finde ich aber, dass die Pixi Wissen-Bücher unglaublich viele Informationen auf den wenigen Seiten in kurzen Texten bereit halten, die für Grundschulkinder verständlich sind. Das neugelernte Wissen kann man dann am Ende sogar häufig noch in einem Quiz überprüfen. Außerdem werden wichtige Wörter noch einmal in einem Lexikon erklärt und teilweise gibt es sogar noch eine Rätselseite (bei den Büchern, bei denen es nicht die Wissen macht Ah!-Seite gibt). Auch das ist in Hinsicht auf die Leseförderung in der Grundschule sicherlich positiv zu bewerten, macht Kinder in der Regel aber auch viel Spaß.

Im Weiteren gibt es innerhalb der Pixi Wissen-Bücher auch noch die Bücher, die uns zu einem bestimmten Thema „100 mal Wissen und Staunen“ lassen. Hier werden 100 Fakten zu einem Thema kurz erklärt. Bei dem Pixi-Buch „Die Erde“ gibt es z.B. den Punkt „Jede Menge Seen“ (Kanada ist das Land mit den meisten Seen“ oder unter „Höhenflug“ wird erwähnt, dass die Streifengänse die höchste Flughöhe eines Vogels erreichen.

Große Themenvielfalt

Es gibt also selbst unter den Pixi Wissen-Heftchen einige Unterschiede: Pixi Wissen – Einfach gut erklärt, Pixi Wissen in Kooperation mit „Warum!“, Pixi Wissen mit „Wissen macht Ah!“ und Pixi Wissen „100 mal Wissen und Staunen“. Aber alle diese Hefte eigenen sich für die Grundschule gleichermaßen. Sie sind alle interessant, informativ, reichlich bebildert und verständlich. Es gibt sie zu beinahe allen Themen, die für Kinder in diesem Alter interessant sind: Bücher zu Natur und Tieren, Bücher zu geschichtlichen Themen, Bücher zur Erde und Geografie, Bücher zu Technik und Raumfahrt etc.

Eine weitere Reihe innerhalb der Pixi Wissen-Bücher ist „Basiswissen Grundschule“. Hier erfährt man zum einen etwas über das Lernen und den Schulalltag allgemein und zum anderen gibt es hier auch Bücher zu verschiedenen Fächern, z.B. „Lernspiele Mathe“. Ich weiß  nicht, ob Kinder an diesen Büchern zu Hause sonderlich viel Spaß haben (was sie an den anderen Pixi Wissen-Büchern definitiv haben), aber in der Schule können sie sicherlich das Freiarbeitsmaterial gut ergänzen.

Etwas aus dem Rahmen fallen meines Erachtens Hefte wie „Spiele für draußen“ oder „Papierflieger“ o.ä. Solche Themen würde ich persönlich nicht unter dem Begriff „Pixi Wissen“ erwarten, aber die Bücher an sich sind durchaus empfehlenswert. Hier kann man auch z.B. für Kindergeburtstage das eine oder andere Spiel finden.

Ich mag die klassischen Pixibücher gerne und wir haben eine riesige Sammlung, aber von den Pixi Wissen-Büchern bin ich fast noch begeisterter. Hier hat man so schnell ein paar kurze Sachtexte zu den verschiedensten Themen zusammen. Gerade in der Schule lassen sie sich vielfältig einsetzen, aber auch zu Hause ist eine solche Bibliothek aus kleinen, interessanten Büchlein eine tolle Sache

Pixi Wissen, Carlsen Verlag, 1,99 € pro Buch

Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag

In der Monatsaufgabe der Oetinger-Sommer-Reading-Challenge geht es um die Lieblingsbücher aus der Verlagsgruppe Oetinger. Oh, das ist für mich ganz einfach, denn der Oetinger Verlag ist auch der Astrid Lindgren-Verlag. Hier wurden all ihre wunderbaren Bücher herausgebracht und die allermeisten davon besitze ich auch. Ich bin ein riesiger Astrid Lindgren Fan. Früher habe ich immer gesagt, dass Michel aus Lönneberga meine Lieblingsfigur von ihr ist, aber mittlerweile denke ich dann gleichzeitig, dass ich doch auch Madita, Lotta, Ferien auf Saltkrokan und Ronja Räubertochter unglaublich gerne mag. Es sind einfach alles ganz tolle Bücher. Auch „Tomte Tummetott“ oder „Ich will auch in die Schule gehen“ liebe ich. Ganz besonders stolz bin ich auf meine Astrid Lindgren-Edition,  die viele ihrer Werke enthält. Diese darf sogar schön im Wohnzimmer stehen. Die meisten Bücher habe ich sowieso doppelt im Kinderzimmer im Regal stehen.

Bücher von Sven Nordqvist

Es gibt aber auch noch andere Bücher aus dem Oetinger Verlag, die bei uns sehr häufig in die Hand genommen werden und das sind unter anderem die Bücher über Pettersson und Findus, aber auch die Mama Muh-Bücher. Als der Große zwei, drei Jahre alt war, waren Pettersson und Findus hier das allergrößte. Wir haben die Bücher rauf und runter gelesen, die CD mit den Liedern gehört und gesungen und Szenen nachgespielt. Eine Pettersson-Handpuppe sowie ein Findus-Kuscheltier sind hier in dieser Zeit auch eingezogen. Jetzt ist das Bücherwürmchen sechs Jahre alt und eigentlich sind die Bücher für dieses Alter immer noch sehr gut geeignet. Sie sind aber mittlerweile im Bücherregal ein wenig nach hinten gerutscht. Wir müssen sie unbedingt mal wieder hervorholen und lesen.

Mama Muh ist einfach prima vorzulesen. Man kann bei der Krähe herrlich krächzen und Mama Muh mit ruhiger, „gemuuuhtlicher“ Stimme lesen. Ein riesiger Spaß!

Welches sind eure Lieblingsbücher aus dem Oetinger Verlag?

Jugendrezension zu „Kuromori – Das Schwert des Schicksals“

Interessierst du dich für die japanischen Götter, für epische Kämpfe oder sonderbare Fabelwesen? Dann kann ich dir das Fantasy-Action-Buch „Kuromori – Das Schwert des Schicksals“ nur empfehlen.

In diesem Buch geht es um Kenny, welcher eigentlich nur zu seinem Vater in die Metropole Tokio flog, von dem jedoch plötzlich das Leben von 50 Millionen Menschen abhängt. Um diese aus der Gefahrenzone herauszubringen, muss er sich Göttern stellen und einen riesigen Drachen bekämpfen.

Meiner Meinung nach ist dieses sehr gut geschriebene, witzige und abenteuerreiche Buch eine Pflichtlektüre für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren, welche einen Geschmack für Action besitzen. Mich selbst fesselte das Buch so sehr, dass ich es innerhalb 4 Tagen gänzlich las. Das Ende rundete die Geschichte gut ab und übertraf meine Erwartungen haushoch.

Richard, 12 Jahre, Teilnehmer der Schreibwerkstatt zu:

Kuromori – Das Schwert des Schicksals von Jason Rohan, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-36953-9, 14,99€

Mit Lilly und Nikolas nach Butjadingen an die Nordsee

Ich möchte reisen, reisen und reisen und dabei ganz viele Ausflüge mit der Familie machen. Warum? Erstens weil ich das immer gerne mache und zweitens weil ich durch die tollen Bücher aus dem Biber & Butzemann Verlag nun ganz viele tolle Ausflugstipps bekommen habe.

Ganz aktuell habe ich gerade das Buch „Abenteuer in Butjadingen mit Bremerhaven und Bremen – Lilly, Nikolas und die Weltreise“ gelesen. Und jetzt möchte ich so gerne in die Gegend fahren und die gleiche Weltreise wie Lilly und Nikolas erleben.

Ausflüge rund um Butjadingen, Bremerhaven und Bremen

Lilly und Nikolas machen mit ihren Eltern Urlaub im Center Parcs Nordseeküste in Tossen auf der Halbinsel Butjadingen. Leider haben sie etwas Pech mit dem Wetter. Es regnet und regnet. Aber die Eltern versprechen ihnen eine wunderbare Weltreise in diesem Urlaub. Die Kinder sind zwar am Anfang etwas skeptisch, aber die Eltern haben nicht zu viel versprochen. Tatsächlich macht die Familie lauter Ausflüge, bei denen sie in andere Länder und Kontinente „reist“. Im Schwimmbad des Center Parc fühlen sie sich wie in den Tropen, im Deutschen Auswandererhaus geht es gemeinsam mit der Geschichte von realen Personen nach Amerika, im Klimahaus reisen sie direkt einmal um die ganze Welt, immer entlang des achten Längengrades Ost und Asien entdecken sie im Botanischen Garten von Bremen. Aber die Kinder machen auch bei einer spannenden Schatzsuche mit, sie nehmen an einer Führung auf einem Bauernhof teil, sie lernen etwas über die Tiere im Meer im Nationalpark-Haus, sie experimentieren im Universum Bremen, machen einen Ausflug in den Zoo und unternehmen noch so einiges andere. Ja, Lillys und Nikolas Familie ist im Urlaub immer sehr aktiv.

Die Angebote, die die Familie im Center Parcs nutzt, kommen mir ein wenig werbemäßig daher, aber es gehört natürlich andererseits zu einem normalen Familienurlaub in so einer Ferienanlage dazu, dass die Kinder dort auch mal basteln, Drachen steigen lassen, etwas über Zugvögel lernen oder an anderen Angeboten teilnehmen.

Im Anschluss an die Geschichte findet man noch ein paar Informationen zu Muscheln, so wie ein Laybrinth und ein Fehler-Such-Bild – eine nette Ergänzung.

Tolles Buch-Konzept

Das Buch hat ein Softcover, was ich aber nicht schlimm finde. Hardcover-Bücher sehen zwar wertiger aus und das Lesebändchen in ihnen ist auch praktisch, aber so ein Softcover-Buch passt noch besser ins Reisegepäck und gerade im Urlaub ist ein solches Buch doch besonders interessant. Kinder finde es toll, wenn sie parallelen zu eigenen Ausflügen entdecken und sie ganz stolz sagen können „Da waren wir doch auch!“ Genauso freuen sie sich, wenn man sie mit diesem Buch neugierig auf die Ausflüge macht. So wird das Interesse an den Museen toll geweckt. Das Konzept dieser Bücher ist einfach super.

Die Geschichte selbst ist nicht wahnsinnig spannend, aber sie lässt sich nett lesen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder sie sich sogar gerne anhören, wenn man zu dem Ferienort gar keinen Bezug hat. Es ist für sie einfach interessant zu hören, was andere Kinder für Abenteuer erleben und welche Möglichkeiten es in Bezug auf Ausflüge überhaupt gibt, wobei der Wunsch für das nächste Urlaubsziel so für die Kinder natürlich auch ganz schnell feststeht. Das Besondere an den Büchern sind einfach die ausführlichen Ausflugstipps, die in der Geschichte enthalten sind. Man kann sich auch anders über die Museen oder ähnliches erkundigen, aber hier erhält man viel detaillierte Eindrücke. Man betritt tatsächlich mit der Familie die Ausflugsziele und erfährt genau, was Kinder dort machen und entdecken können.

Hier werden nicht oberflächlich irgendwelche Ziele, die im Internet oder ähnliches zusammengesucht wurden, genannt. Man merkt, dass die Autorin vor Ort recherchiert hat.

Von Cuxhaven aus hatten wir mal einen Ausflug nach Bremerhaven zum Klimahaus gemacht, welches ich hier in diesem Buch sehr gut wiedererkenne, und zwar sowohl im Text als auch in den sehr wirklichkeitsgetreuen Illustrationen. Und ich ärgere mich fast, dass wir andere schöne Ausflugsziele damals nicht angesteuert haben, wobei die Kinder damals für vieles auch noch zu klein waren. Also müssen wir wohl noch mal in diese Gegend fahren!

Abenteuer in Butjadingen mit Bremerhaven und Bremen – Lilly, Nikolas und die Weltreise von Steffi Bieber Geske, illustriert von Sabrina Pohle, Biber &  Butzemann, ISBN: 978-3-95916-002-5, 9,95€

Kinderbuch: Wie aus einem kleinen Kater ein wilder Löwe wird

Wenn ein Kind nach einmaligem Vorlesen den Inhalt einer Geschichte nach Wochen des Vorlesens mit vielen Details nacherzählen kann, dann muss das Buch gut sein, oder? Ich habe jedenfalls gestaunt, was Bücherwürmchen noch alles von dem Buch „Der Löwe in der Gießkanne“ wusste. Es war schon eine ganze Weile her, dass wir das Buch zum ersten und bisher einzigem Mal gelesen hatten, als Bücherwürmchen seinen Vater darum bat, ihm dieses Buch noch einmal vorzulesen. Vor dem Lesen verriet er dem Papa aber ziemlich genau, was in dem Buch so alles passiert. Ui, da wurde ich selbst noch mal an den genauen Ablauf der Geschichte erinnert.

Aus Kater wird Löwe

Ein kleiner Kater lebt in der Gießkanne im Garten von Oma und Opa. Wenn er in dieser Kanne laut brüllt, hört sich das so unheimlich wie das Gebrüll eines Löwen an. Und der kleine Kater denkt auch tatsächlich, dass er ein Löwe ist, denn die Maus hat ihm diese Idee in den Kopf gesetzt. Auf diese Weise können Kater und Maus Freunde werden, denn Löwen jagen schließlich keine Mäuse. Das ist ein großes Glück für den Kater, denn so hat er jemanden, der ihn unterstützt, als auf einmal seine Gießkanne verschwunden ist. Gemeinsam mit der Maus macht er sich auf die Suche nach dem Dieb, wobei sich nach und nach ein Bild des Diebes zusammensetzt, aber ob es ein solches Tier mit orangen Füßen, buntem Körper, rosa Gesicht, goldenem Fell und zwei Schwänzen am Kopf tatsächlich gibt?

Schöne, bunt illustrierte Geschichte

Die Geschichte macht Spaß. Sie lässt sich in großen Teilen flüssig vorlesen. Nur die Redeanteile der Menschen klingen ein wenig gestelzt. Hier wird das Bemühen die Realität abzubilden etwas zu deutlich. Die zuhörenden Kinder aber erfreuen sich zunächst daran, dass die Maus den Kater austrickst, und später überlegen sie eifrig mit, wer wohl der Dieb der Gießkanne sein könnte. Natürlich haben sie da auch ganz schnell ihre eigenen Ideen.

Das Buch ist bunt illustriert. Besonders gut gefallen mir die Bilder von den Tieren, die gut getroffen sind. Der Text ist in einer angenehmen Größe abgedruckt. Es wirkt vom Format sowie von der Text-Bild-Aufteilung her wie ein dünnes Kinderbuch, lässt sich aber dennoch wie ein Bilderbuch vorlesen. Die Kinder haben auf jeden Fall auf jeder Seite genug zu gucken.

Im Anschluss an „Der Löwe in der Gießkanne“ gibt es noch eine weitere kurze Geschichte: „Die Kopfkissenindianer“. Diese haben wir beim Lesen allerdings kaum beachtet, obwohl sie eine schöne Gute-Nacht-Geschichte ist und einen wohlig einschlafen lässt. Immerhin schützen die Kopfkissenindiander Kinder vor schlechten Träumen.

Vielleicht sollte man ein solches Buch, das im Selbstverlag herauskommt, nicht mit Büchern großer Verlage vergleichen. Aber warum eigentlich nicht? Dieses Buch braucht den Vergleich nicht zu scheuen. Die Geschichte ist stimmig, spannend und gut erzählt, die Bilder ansprechend und gut auf die Seiten eingefügt und der Text ist fehlerfrei. Einzig der Preis passt leider nicht zu einem so kleinen Büchlein und ist natürlich ziemlich hoch (für einen Selbstverlag aber nicht anders realisierbar). Schade, dass kann dann doch vom Kauf dieser schönen Geschichte abhalten.

Der Löwe in der Gießkanne von Christoph Brix, Brise Buch, ISBN: 978-3-7418-4042-5, 16,99€