Happy Birthday, liebe Conni!

Carlsen Verlag

Wer kennt sie nicht? Conni, ein blondes Mädchen mit rot-weiß gestreiftem Pulli und Schleife im Haar, die sich als beste Freundin aller Kindergartenkinder anbietet. Conni, die von vielen Kindern geliebt und von vielen Eltern in die Verbannung gewünscht wird.

Diese Conni wird bereits 25 Jahre alt! Nun können also heutige Kinder, das gleiche literarische Kind zur Freundin nehmen, wie ihre Mütter.

Ich selbst bin ein wenig zu alt, um mit Conni aufgewachsen zu sein, aber bereits mir lief Conni schon über den Weg, bevor ich eigene Kinder hatte. Da es Conni einfach zu allen möglichen Themen gibt, eignete sich ein Pixibuch von ihr auch um bei einem 18. Geburtstag an ein Hobby zu erinnern: „Conni tanzt

Das erste Buch: Conni kommt in den Kindergarten

Das erste Buch, welches über Conni im Carlsen Verlag erschienen ist, heißt „Conni kommt in den Kindergarten“, welches zum Jubiläum überarbeitet und neu illustriert wurde. So wurde alles an die heutige Zeit angepasst. Beispielsweise sucht die Mama am Computer ein Foto für den Geburtstagskalender.

    

Conni für jedes Alter

Mittlerweile gibt es unzählige Conni-Bücher. Vor allem ist Conni auch mitgewachsen. Es gibt nicht nur Bücher über Conni im Kindergartenalter, sondern auch welche im Schul- und sogar im Teenager- und Jugendalter. Der Carlsen Verlag hat mir ein bunt gemischtes Conni-Päckchen gesandt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Auch wenn hier die große Bandbreite an Conni-Produkten sichtbar wurde, die auch erfolgreich sein mag, bleibt Conni für mich vor allem das kleine Mädchen, das einem in Pixibüchern begegnet. Mich persönlich irritieren auch die unterschiedlichen Illustrationen von Conni, aber das scheint Kinder ja auch nicht zu stören. Conni hat genug klare Merkmale, an denen sie wiedererkannt wird.

       

Neben den Connibüchern gibt es auch viele Produkte mit Conni, die Kinder sehr ansprechen. Als mein Sohn in den Kindergarten kam, fiel sein Blick im Geschäft als erstes auf die Conni-Kindergartentasche. Wir haben uns letztendlich für eine andere entschieden, aber auch hier wurde Conni direkt wiedererkannt.

Viele Eltern mögen Conni nicht und ihnen sind die Bücher nicht literarisch genug. Sie sind von Conni genervt. Ja, die Sprache in den Büchern ist recht einfach und die Geschehnisse bleiben an der Oberfläche. Es wird viel in Hauptsätzen erzählt, während Dialoge nur am Rande vorkommen.

Warum wird Conni so geliebt?

Mich stört das nicht. Ich bin nur von den Hörspielen und den Stimmen dort genervt. Aber man fragt sich ja schon, warum diese Bücher so erfolgreich sind. Conni hat keine besonderen Eigenschaften. Sie ist ein Mädchen ohne Kanten und Ecken. Sie erlebt nichts besonderes, aber dennoch wird sie von den Kindern geliebt und zwar im Kindergartenalter sowohl von Mädchen als auch von Jungen. Woran liegt das? Sie hat durch ihre Kleidung und der Schleife im Haar einen hohen Wiedererkennungswert. Kinder freuen sich immer, wenn sie bekannte Figuren in anderen Büchern oder auf Gegenständen wiederentdecken.

Außerdem glaube ich, dass genau das, was viele Eltern nervt, das Erfolgsrezept von Conni ist. Es gibt eben tatsächlich zu vielen alltäglichen Dingen ein Connibuch, wobei hier keine Probleme erörtert werden. Es geht vielmehr um Erlebnisse aus dem Alltag: Arztbesuche, Ponyreiten, Pizza backen, Flugreise und ähnliches. Kinder mögen es etwas auf ihrer eigenen Umwelt zu hören. Sie sind dabei die Welt zu entdecken und freuen sich, wenn Buchfiguren ähnliche Dinge wie sie selber erleben. Für Kinder sind diese Sachen nicht langweilig.

Conni auf der Buchmesse

Auch die einfache Sprache gehört sicherlich zum Erfolgsrezept. Ja, man kann sich anspruchsvollere Bücher wünschen, aber mit diesen einfachen Sätzen erreicht man bereits Buchanfänger. Selbst mein Kleiner, der meistens noch das Erzählen und Zeigen bei Büchern bevorzugt, hört bei den Connibüchern beim Vorlesen richtig gut zu. Mit Conni gelingt der Einstieg ins Vorlesen und das sollte man diesen Büchern doch hoch anrechnen. Ja, und dann kennen die Kinder Conni und wollen mehr und mehr von ihr hören. Und wenn sie dann aus den Büchern für die Kleinen herausgewachsen sind, gibt es Bücher für ältere Kinder und so bleibt Conni in vielen Familien über eine längere Zeit hinweg ein wichtiges Thema.

Wie steht ihr zu Conni? Seid ihr genervt von ihr? Könnt ihr mit ihr leben? Und was sagen eure Kinder zu  Conni?

Falls es unter euch Conni-Fans gibt, dann schaut doch mal auf die Conni-Seite im Internet. Hier gibt es alle Informationen rund um Conni.

 

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Rezension: Diebe im Dunkeln

Spannung, Abenteuer, Freundschaft und Pferde – Dana Menzel hat die perfekten Zutaten für ein Jugendbuch in ihrem Buch „Diebe im Dunkeln“ verwendet.

Amy, Annika und Adana haben das Glück, dass sie ihre Sommerferien gemeinsam auf dem Reiterhof „Sternenfriese“ verbringen. Sie sind beste Freundinnen und lieben Pferde – es könnte also ein wunderbarer Sommer werden. Allerdings entdecken die drei Mädchen bereits bei der ersten Hofführung eine Falltür, in einem Stall, der von den Ferienkindern nicht betreten werden darf. Das Verbot ist den Mädchen bewusst, aber ihre Neugierde siegt und sie möchten herausfinden, was es mit der Falltür auf sich hat. Schnell geraten sie so in ein Abenteuer, bei dem sie sich letztendlich selber in Gefahr bringen.

Das Buch ist spannend und man möchte als Leser dem Geheimnis genauso wie die drei Freundinnen auf die Spur kommen. Leider muss ich allerdings sagen, dass es einige Ungereimtheiten gibt, es stellen sich einem immer wieder Fragen, wie alles zusammenhängt und auch am Ende bekommt man keine richtige Antwort.

Buch einer Jugendlichen

Besonders interessant ist allerdings, dass dieses Buch von einer Vierzehnjährigen geschrieben wurde, was beachtlich ist. Ich finde es toll, dass der Verlag einer Jugendlichen die Chance bietet, ihr Buch zu veröffentlichen.

Sprachlich ist das Buch insgesamt gelungen. Insbesondere die Dialoge kommen realistisch herüber. Teilweise merkt man das Bemühen um eine passende und genaue Beschreibung, so dass sich an einigen Stellen Adjektive und eingeschobene Beschreibungen häufen. Das nervt manchmal etwas, aber letztendlich benutzt Dana Menzel durchgehend sehr treffende Worte.

Es wird spannend sein zu beobachten, was aus diesem Schreibtalent wird. Einen guten Anfang hat Dana Menzel mit ihrem Buch „Diebe im Dunkeln“ auf jeden Fall gemacht.

Diebe im Dunkeln von Dana Menzel, Lychatz Verlag, ISBN: 978-3-942929-48-6, 9,95€

Jugendrezension zu „Battle Island“

Was passiert, wenn eine Fernsehsendung eingeführt wird, in der mehrere Jugendliche ausgewählt werden, auf eine Insel zu fliegen und dort alle um einen Schatz kämpfen. Im Roman „Battle Island“  von Peter Freund geht es genau darum. In verschiedenen Spielen und Aufgaben erfahren sie immer mehr über die Koordinate, an der eine Schatzkiste mit Gold gefüllt, im Wert von 1 Millionen Euro, auf sie wartet.  Louisa ist eine von den Teilnehmern. Als sie das Casting besteht, freut sie sich darauf das Battle zu gewinnen um ihrer Mutter eine Therapie zu ermöglichen, die wiederrum sterbenskrank ist. Doch manchen Teilnehmern ist jedes Mittel recht um zu gewinnen und schon bald wird es aus dem Spiel um Reichtum, ein Spiel um Leben und Tod.

Ich persönlich habe schon anhand des Covers und des Buchnamens Vergleiche zu „Die Tribute von Panem“ gezogen. Eine abgeschottete Gegend und verschiedene Jugendliche, die ausgewählt werden um gegeneinander anzutreten.  Doch auch wenn „Die Tribute von Panem“ ein Bestseller war, lockt Battle Island mit seinen eigenen Reizen. Es spielt in der Zukunft, in einer modernisierten Welt. Verschieden starke Charaktere kommen zusammen, die alle ein Ziel haben. Von einer Draufgängerin wie Sophie bis zu einem schüchternen Mädchen wie Poppy. Doch generell waren mir die Charaktere zu klischeehaft. Die Personen waren leicht zu durchschauen und am vernünftigsten war die Hauptperson Lou. Doch dafür, dass sie so intelligent dargestellt wurde, begann sie sehr viele Sätze zögernd, was mich weiterhin aber nicht störte. Am Anfang des Buches wusste ich nicht genau, wieso der Autor Zeitsprünge verwendete, weil ich so nicht flüssig lesen konnte, sondern immer merken musste, an welchen Ort und an welchen Tag das Geschehen statt fand, da es im nächsten Kapitel wieder Zukunft oder Vergangenheit war. Zur Mitte des Buches hin, verlor ich mich jedoch im Buch, da man immer mehr verstand und wissen wollte, wie es weiter geht. Mir persönlich gefielen auch die so genannten „Battle of the Day´s“. Das sind die Tagesaufgaben und Rätsel, die gelöst werden mussten. Ich persönlich habe gerne über die Lösungswege nach gedacht.

Also für alle, die Abenteuer lieben und ein wenig zu „Die Tribute von Panem“ tendieren, ist das genau das Richtige.

Mein Fazit: Das Buch ist abenteuerlustig, interessant, abwechslungsreich und perfekt für Jugendliche! Und das aller wichtigste: Es ist sehr lesenswert!

Melisha, 14 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Battle Island von Peter Freund, cbj, ISBN: 978-3570153802, 14,99€

Rezension: Du + Ich = Liebe

Nika hat sich in Ben verliebt. Er ist ihre erste große Liebe. Diese Anziehungskraft und dieses Glück, das damit einhergeht, hat sie bisher noch nicht erlebt. Da ist es auch ganz egal, dass Ben in Folge eines Unfalls mit einer Querschnittlähmung im Rollstuhl sitzt. Zum Glück geht es Ben ganz ähnlich, doch dann findet Nika etwas Schreckliches heraus und ihre Beziehung ist in Gefahr…

Gelebte Inklusion

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich, unter anderem auch unterstützt durch den sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil,  direkt in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum zur Seite legen, so dass ich es schnell durchgelesen hatte. Sowohl Nika als auch Ben sind zwei Personen, die einem sofort sympathisch sind und man ist äußerst gespannt, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt. Hinzu kommen noch andere interessante Personen sowie verschiedene Familienkonstellationen und Schicksale. Alle Figuren wirken in ihrem Handeln glaubwürdig, auch wenn manches dann insgesamt vielleicht doch etwas einfach und positiv dargestellt wird. Nika ist ein unglaublich aufgeschlossener Mensch. Sie hat überhaupt keine Probleme mit Bens Behinderung und sie sieht ihn einfach nur als den Menschen, in den sie sich verliebt hat. Das ist wirklich toll und so soll es ja auch sein, aber ich habe mich an manchen Stellen dennoch gefragt, ob das alles in der Realität auch so einfach ist. Schön wäre es auf jeden Fall und Nika gibt hier ein gutes Beispiel ab.

Die äußeren Umstände sind sehr geschickt gewählt worden. Nika hat ein Jahr im Ausland verbracht und in dieser Zeit ist Ben nach seiner Reha an ihre Schule gekommen, so dass die beiden nicht zu einem Zeitpunkt aufeinander treffen, als das neue Leben im Rollstuhl für Ben gerade erst beginnt. Er lebt zwar immer noch eher zurückgezogen und möchte für den anderen in Ruhe gelassen werden, aber dennoch steht er schon wieder an einem anderen Punkt in seinem Leben. Einem Punkt, in dem es ihm möglich ist, eine Beziehung mit Nika aufzunehmen.

Die Beziehung zwischen Nika und Ben beherrscht das Buch. Durch Bens körperliche Einschränkungen ist es natürlich eine besondere Beziehung, dennoch ist es gleichzeitig auch ein Buch über die erste große Liebe und die ersten vorsichtigen Schritte in einer Beziehung, so dass sich sicherlich viele in dem Buch wiederfinden können. Sehr schön ist auch, dass sowohl aus Nikas als auch aus Bens Sicht erzählt wird, dennoch denke ich, dass dies in erster Linie ein Buch für die weibliche Leserschaft ab 16 Jahren ist.

Das Buch ist nur als eBook erhältlich.

Du + Ich = Liebe von Heike Wanner, Edel Elements, ISBN: 978-3-95530-959-6, 6,99€

Jugendrezension zu „ROCK WAR – Heiße Phase“

Du stehst auf spannende Actiongeschichten mit Jugendlichen in deinem Alter? Dann ist „ROCK WAR“ genau das richtige für dich. In dem Buch geht es um eine Reality-Show, in der sechs Bands miteinander konkurrieren bis zum Finale an Weihnachten. Jede Band ist davon überzeugt, dass sie es schaffen kann, der Gewinner zu werden. Doch trotz dieser Konkurrenz um den Gewinnertitel, haben die Jugendlichen noch andere Probleme, die sie vor der Kamera und ihren Fans verbergen. Außerdem scheint es bei der Show nicht mit rechten Dingen zuzugehen, es gibt Drahtzieher die alles daran setzen, dass eine Band gewinnt. Wird es ihnen gelingen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte war fesselnd und sehr überzeugend. Ich habe bis zur letzten Seite mit gefiebert und hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Ich empfehle das Buch weiter, es ist wirklich lohnenswert „ROCK WAR“ zu lesen.

Annika, 12 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt, zu:

ROCK WAR – Heiße Phase von Robert Muchamore, übersetzt von Tanja Ohlsen, cbt Kinder- und Jugendbuchverlag, ISBN: 978-3570163351, 12,99€

Herzensbücher als Taufgeschenk

Wie versprochen, folgt nun noch mein Nachtrag zum Thema Herzensbücher der Kinderbuchchallenge auf Instagram. Ich habe nämlich nicht nur ein Buch von mir, sondern auch die Herzensbücher anderer Personen auf einem Bild gezeigt und dazu möchte ich euch ein bisschen etwas erzählen.

Zur Taufe des Büchermäuschens haben wir uns von den Gästen die Lieblingsbücher aus der eigenen Kindheit gewünscht und waren ganz gespannt, was dabei herauskommt. Büchermäuschen sollte auf diese Weise eine eigene kleine Bibliothek mit ganz besonderer Bedeutung bekommen und da ist es dann auch egal, wenn es das eine oder andere Buch bereits in unserem Haushalt gibt. Allein die Wahl und die Geschichte, die hinter jedem einzelnen Buch steckt, ist etwas besonderes, aber die meisten Gäste haben auch noch ein paar persönliche Worte in ihr Buch geschrieben. Ein unbezahlbarer Schatz!

Nicht jedes Lieblingsbuch ist noch erhältlich

Interessanterweise wurde kein Buch doppelt geschenkt. Die Bücher wurden von Kindern (ab 1 ½ Jahren) bis zu den Großeltern (bis zu 65 Jahre) ausgewählt. Es sind natürlich auch einige Klassiker dabei, die sogar die Herzensbücher von Personen verschiedener Generationen sein könnten. Ganz besonders ist natürlich die alte Ausgabe von „Was drei kleine Bären im Walde erleben“, die von meinem Vater kommt. Die habe ich auch erst einmal außer Reichweite von Büchermäuschen gestellt. Das eine oder andere Lieblingsbuch war leider nicht mehr erhältlich, so dass die Gäste eine andere Wahl treffen mussten. Selbst den Klassiker „Die Hexe und die sieben Fexe“ von Ali Mitgutsch gab es leider nur zu einem hohen Preis. Schade!

Bücherwürmchens Wahl

Sehr erstaunt war ich, dass Bücherwürmchen ganz konkret ein Buch aussuchen konnte: „Der Streichelzoo“ ist es bei ihm geworden. Ich hätte gedacht, dass er gar keine Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsbuch haben würde, aber er beschrieb mir direkt das Buch vom Streichelzoo, denn das hätte er sich doch so oft aus der Bücherei ausgeliehen. Und das stimmt tatsächlich!

Meine Wahl: Der glückliche Löwe

Ich selbst habe mich für den glücklichen Löwen entschieden. Es gibt sehr viele Kinderbücher, die ich liebe, aber ich wollte ein Bilderbuch aussuchen und zwar eines, welches ich wirklich seit der Kindheit liebe. Bei vielen Büchern weiß ich nämlich nicht mehr sicher, ob ich sie tatsächlich schon als Kind so gerne mochte oder ob das erst später kam. „Mein Esel Benjamin“ wäre auch ein möglicher Kandidat gewesen, aber für einen Jungen fand ich dann den glücklichen Löwen besser. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass wir dieses Buch damals aus der Bücherei ausgeliehen hatten und die Geschichte und die Bilder sind mir immer grob im Gedächtnis geblieben. Ich war richtig erfreut, als ich dieses Buch später als Erwachsene wieder entdeckt habe.

Ich finde immer noch, dass diese Erinnerung an die Kindheit wichtiger Bezugspersonen und der Beginn einer eigenen Büchersammlung, eine sehr schöne Geschenkidee für die Taufe ist und kann sie nur weiter empfehlen. Es ist alleine für die Eltern schon spannend, welche Bücher verschenkt werden und das Kind bekommt ein ganz besonderes und persönliches Geschenk.

Welches Buch hättet ihr als Geschenk ausgesucht?

Jugendrezension zu „Wunderworte“

Das Buch „Wunderworte“ von Abbey Cooper ist eines der Bücher, welches einen von Beginn an durch eine sanfte, aber zurückgezogene Heldin in seinen Bann schlägt.

Elyse ist im Grunde ein ganz normales zwölfjähriges Mädchen, doch leidet sie unter der seltenen Krankheit CAV. Bei dieser Krankheit erscheinen all jene Wörter auf ihren Armen und Beinen, mit denen sie beschrieben wird. Die gemeinen Wörter werden immer noch einem starken Juckreiz begleitet. Normalerweise beschützt Jeq, Elyses beste Freundin, sie vor den Gemeinheiten der anderen Kinder. Doch Jeq orientiert sich immer mehr an den „coolen“ Mädchen, wodurch die schlimmen Wörter auf Elyses Armen und Beinen immer häufiger auftreten. Elyse sieht ihre einzige Chance wieder mehr nette Wörter zu bekommen, darin, Jugendreiseleiterin für die Klassenfahrt zu werden. Immer wieder tauchen kleine, blaue Zettel auf, die Elyse helfen zur Reiseleiterin zu werden. Doch wer hat diese Zettel geschrieben?

Diese Frage zieht sich beinahe durch das gesamte Buch. Doch ist sie nicht allein für die Spannung der Handlung verantwortlich. Vielmehr sind es die Themen wie Freundschaft und Selbstakzeptanz, die diesem Buch das gewisse Etwas geben. Dank einer leichten und einfachen Sprache kann man die Gefühle der Heldin gut nachvollziehen. An manchen Stellen erscheint mir jedoch Elyse etwas zu reflektiert für ein zwölfjähriges Mädchen, doch kann dies auch daran liegen, dass sie an der schwierigen Situation wächst.

Zusammengefasst kann ich dieses Buch ab zwölf Jahren empfehlen. Mir selbst hat es gut gefallen.

Anna, 17 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Wunderworte von Abbey Cooper, Einbandillustration von Suse Kopp, übersetzt von André Mumot, Dressler Verlag, ISBN: 978-3-7915-0039-3, 16,99€

Jugendrezension zu „Feuer und Feder“

Wenn die Schrift nur der Elite vorbehalten ist, Sklaverei zum Alltag gehört und die Könige den Göttern Briefe schreiben, dann befindet man sich in Quilara, einem Land am Meer.

Hier lebt die Sklavin Raisa seit sie als Kind von ihrer Heimatinsel wie so viele andere auch verschleppt und versklavt wurde. Sie dient im Palast und hat eines Tages das Privileg Tutorin des nächsten Prinzen zu werden, was so viel heißt wie: Sie warf die heiligen Schriftzeichen lernen, die sonst nur dem König  und seinen Nachfolgern vorbehalten ist.

Beim täglichen Unterricht im Adytum kommt Raisa dem gleichaltrigen Kronprinzen Mali näher. Bald schon zu nah als ihren gegensätzlichen Ständen erlaubt.

In einem Land, wo Sklaven wie Dreck behandelt werden, kann es nicht lange friedlich bleiben und so sorgen Rebellen für Unruhen im Volk um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen.

Eine typische Romeo- und Julia-Liebesbeziehung zwischen Raisa und Mali dominiert die Handlung des Buches, jedoch mit Happy End und, meiner Meinung nach, schön umgesetzt.

Vor jedem Kapitel wird die Sage der sieben Götter, welche ihre Schrift an die Menschen gaben, ein Stückchen weitererzählt, was sehr wichtig zum Verständnis der Geschichte ist, da die Götter eine große Rolle spielen.

Was mir auch sehr an der Geschichte gefällt, sind die ausgedachten Namen der Charaktere, die sehr wohlklingend sind. Außerdem verstärken sie das Gefühl des Lesers, sich in einer eigenen Welt zu befinden.

Diese Welt erinnert mich aufgrund des warmen Klimas und der Sklaverei an die Zeit der alten Römer.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es (vorrangig an) Mädchen ab 14 Jahren, die gerne Fantasy, aber ohne viel Magie, und Liebesgeschichten lesen.

Ulrike, 15 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Feuer und Feder von Kathy MacMillan, übersetzt von Julian Haefs, Beltz Verlag, ISBN: 978-3-407-74796-9, 18,95€

Jugendrezension zu „Animox – Das Auge der Schlange“

Animox sind Menschen, die sich im Untergrund halten, da sie sich in Tiere verwandeln können. Simon ist 12 Jahre alt und Erbe des Vogelclans sowie Nachkomme des Bestienkönigs, welche vor mehreren Jahren Diktator über die Animox war. Das macht Simon zu einer laufenden bzw. fliegenden Zielscheibe. Dazu kommt auch noch, dass er nach seiner verschollenen Mutter sucht.

Dieses Fantasy-Buch zog mich gleich von Beginn an in seinen Bann und ich hatte das Gefühl, dass ich mitten im Geschehen stehen würde. Das macht das Buch noch lebendiger. Ich konnte es nicht mehr aus meinen Händen legen, da ich wissen wollte, wie es weiter geht. Auch das Ende überzeugte mich. Also kann ich dieses Buch allen Jugendlichen über 12 Jahren empfehlen.

Richard, 12 Jahre, Teilnehmer der Schreibwerkstatt zu:

Animox – Das Auge der Schlange von Aimee Carter, übersetzt von Maren Illinger, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4624-4, 14,99€

Jugendrezension zu „Was die Welle nahm“

Was die Welle nahm“ ist ein emotionales Buch, in dem es um den vierzehnjährigen Lukas geht. Lukas wohnt mit seiner Mutter Anja in Neukölln, einem Stadtteil von Berlin. Sein leiblicher Vater ist seit zehn Jahren tot. Angeblich soll er bei einem Tsunami in Thailand ums Leben gekommen sein. Doch niemand spricht über den Tod von Lukas Vater. Wenn er fragt, erhält er keine Antworten. Aber Lukas will mehr wissen. Er will wissen, für wen und warum sein Vater ihn und seine Mutter verlassen hat. Während Anja mit ihrem neuen Freund Hannes im Urlaub ist, sucht Lukas nach der Wahrheit und will das Geheimnis um den Tod oder auch das Verschwinden seines Vaters lüften. Dabei erfährt er von Dingen, die seine Welt verändern und ihn zu tiefst verletzen.

„Was die Welle nahm“ ist ein Buch, das die Geschichte von einem Jungen erzählt, der seinen Vater vermisst und den Tod von ihm verstehen und aufklären möchte. Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Lukas geschrieben, und hat daher auch oftmals ein paar komische Textstellen, wo sich z.B. der gleiche Satz öfters wiederholt. Ich fand es zwischendurch auch etwas langweilig. Aber für Leser, die gerne vollkommen reale Geschichten mögen und es nicht unspannend finden, dass es zwischendurch auch ein ganz normales Alltagskapitel gibt, empfehle ich das Buch ab 12 Jahren.

Annika, 12 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Was die Welle nahm von Vera Kissel, Dressler Verlag, ISBN: 978-3791511108, 14,99€