Rezension: Professor Plumbums Bleistift – Mumien-Alarm!

(Werbung/Rezensionsexemplar) Abenteuer in der ganzen Welt erleben – davon träumen sicherlich viele Kinder. Die Freunde Hanna und Henri durften im ersten Band von „Professor Plumbums Bleistift“ („Mumien-Alarm!„) zumindest schon mal nach Ägypten reisen und dort interessante und witzige Figuren treffen.

Abenteuer mit Witz

Ja, allein durch einen Bleistift auf dem Schreibwarenladen von Professor Plumbum sind sie dorthin gelangt. Mit dabei ist sogar Hannas Kater Karuso, der auf der Reise auf einmal sprechen kann. Aber das ist nicht das einzige, was die Kinder bei ihrem Abenteuer überrascht. Sie begegnen dem Flaschengeist Salim, 41 Räubern, der witzigen Mumie Tutdochnix und einem hungrigen Krokodil. Sie müssen helfen und sich selber in Sicherheit bringen – da sind Abenteuer und Spannung garantiert. Aber noch etwas anderes macht dieses Buch ganz entscheidend aus: Humor und Witz!

Hanna und Henri erleben in dem Buch einige Abenteuer und so wollte ich wissen, ob mein Sohn das Buch spannend fand. Nein, das fand er nicht. Für ihn ist es ein lustiges Buch. Aber lustige Bücher sind für Kinder natürlich genauso toll wie spannende!

Kinder haben den Durchblick

Mir persönlich waren nach dem ersten Durchlesen ein paar Sachen noch nicht ganz so klar und ein bisschen zu wenig erklärt bzw. etwas willkürlich. Zum Beispiel wer ist Professor Plumbum und warum hat ein Professor einen Schreibwarenladen? Woher kommt der Stift auf einmal? Kann man beeinflussen, wohin der Stift einen bringt? Aber ich vermute, dass das so erwachsenen Fragen sind, die scheinbar bei den Kindern nicht auftauchen. Ich habe mich auch gefragt, wie genau der Stift funktioniert, aber da habe ich dann auch feststellen müssen, dass ich zu oberflächlich gelesen habe, denn mein Sohn hat in seiner kleinen Rezension ganz richtig geschrieben, dass die Kinder Kreise gemalt haben und sich danach alles drehte.

Mich erinnert das Buch ein wenig an die Bände vom magischen Baumhaus, wo die Kinder ja auch in verschiedene Welten reisen. Es ist aber humorvoller geschrieben und ehrlich gesagt, finde ich auch die Sprache ansprechender und nicht ganz so monoton wie beim magischen Baumhaus.

Das Buch „Professor Plumbums Bleistift – Mumien-Alarm“ ist der Anfang einer Reihe und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer. Es gibt ja immerhin auch noch einiges zu klären und aufzudecken, denn unter anderem kommt ja der  Kater Karuso nicht mit den Kindern zurück und muss in einem anderen Abenteuer gerettet werden.

Das Buch ist gut geeignet für geübte Erstleser. Die Schrift ist relativ groß und auf allen Seiten befinden sind bunte Bilder. Die Illustrationen sind übrigens auch toll – voller Leben und humorvoll gezeichnet! Die Sätze sind kurz und somit gut für Erstleser zu erfassen. Toll ist, dass die Sprache dennoch nicht langweilig und einfach herüber kommt. Außerdem passiert in dem Buch eine ganze Menge, so dass wirklich Lesefreude aufkommen kann.

Ein nettes Extra ist das Zauberpapier vorne und hinten in dem Buch.

Professor Plumbums Bleistift – Mumien Alarm! von Nina Hundertschnee, illustriert von Iris Hardt, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-65431-1, Einführungspreis 3,99€, ab dem 31.12.2018 8,99€

 

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Leipziger Lesekompass: Familie Monster brüllt los!

Obwohl ich mich schon seit langem an den kleinen humorvollen Beiträgen des Autors Rüdiger Bertram auf Facebook erfreue, habe ich tatsächlich bisher noch keins seiner Bücher auf meinem Blog vorgestellt. Nun macht aber das Erstlesebuch „Familie Monster brüllt los“ den Anfang.

Gutes Erstlesebuch

Es ist wirklich ein schönes Buch für Erstleser. Die Schrift ist sehr groß, die Sätze sind kurz und auf den einzelnen Seiten ist nur wenig Text. Hinzu kommen viele farbige Bilder, die die Geschichte illustrieren. Die Bilder machen Spaß, aber sie sind auch wichtig um nicht vom Text erschlagen zu werden und junge Leser zu motivieren. Außerdem sehen die Kinder manches, was sie gerade gelesen haben auf den Bildern, was das Leseverständnis erleichtert.

Und ja, trotz dieser kurzen einfachen Sätze wird hier eine Geschichte erzählt, die nicht langweilt.

Kann Paul die Brüll-Prüfung bestehen?

Monster müssen laut brüllen können, sonst machen sich die anderen über sie lustig. Aber was ist mit Paul? Er ist ein Menschenjunge und lebt bei einer Monsterfamilie. In der Schule klappt es mit dem laut Brüllen leider nicht so richtig. Gehört er vielleicht doch nicht so richtig dazu? Seine Familie beruhigt ihn und übt mit ihm brüllen. Aber ob das für die Brüll-Prüfung reicht? Am Ende besteht er, da er eine Familie hat, die bedingungslos zu ihm hält.

In diesem Buch steckt richtig viel drin! Das ist wirklich klasse gemacht. Es ist nicht nur eine Geschichte, die dank der Monster viel Spaß macht, sondern auch eine Geschichte, die viele Themen anreißt: Zusammenhalt, Familie, Unterstützung, Ängste

Leserätsel

Am Ende des Buches gibt es noch ein paar schöne Leserätsel, die nur dann gelöst werden können, wenn man aufmerksam gelesen und sich die Bilder angeschaut hat.

Ich kann dieses Erstlesebuch nur empfehlen. Selbst mein Sohn, der bereits Bücher mit ganz anderem Textumfang liest, hat dieses Buch mehrfach gelesen. Und ich finde, dass ist gerade für ein Erstlesebuch ein richtiges Kompliment, denn ihm geht es nicht mehr darum ein Buch lesen zu können, sondern um die Geschichte selbst. Im Übrigen lässt er grundsätzlich die „babyhaften“ Erstlesebücher eher links liegen.

Auszeichnung Leipziger Lesekompass

Das Buch „Familie Monster brüllt los“ wurde 2018 mit dem Leipziger Lesekompass in der Kategorie 6-10 Jahre  ausgezeichnet. Der Preis zeichnet Bücher aus, die sich durch ihren Lesespaß und durch kreative Ansätze besonders gut zur Leseförderung eignen. Eine Übersicht aller Preisträger der Kategorie 6-10 Jahre findet ihr auf meiner Seite. Dort verlinke ich nach und nach auch die weiteren Rezensionen zu den preisgekrönten Büchern.

Familie Monster brüllt los! von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3789108433, 8€

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Bereit für die WM: Fußballbücher im Überblick

In den letzten Wochen habe ich euch einige Fußballbücher vorgestellt. Heute, direkt vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft, bekommt ihr nun noch einmal alle Bücher in einer Übersicht. Das sind natürlich längst nicht alle Fußballbücher, die auf dem Markt sind, aber ich denke, dass insgesamt eine gute Mischung für Kinder von 2-10 Jahren dabei ist.

Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr jeweils zur ausführlichen Rezension.

Fußballbücher für die Kleinen und Bilderbücher

  

Mein erstes Buch vom Fußball, illustriert von Nathalie Choux, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-1471-1, 9,99€ – ein Buch mit ersten Fußballbegriffen (inklusive Schiebeelementen)

Sehen – Hören – Wissen: Alles über Fußball – Erstes Sachwissen zum Hören, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62661-9, 14,95€ – Erste Infos rund um Fußball mit echten Farbfotos und Sounds

Karlchen vor, noch ein Tor! von Rotraut Susanne Berner, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-20692-2, 12,90€ – Ein fröhliches Fußballspiel mit Karlchen und seiner Familie

Das Spiel von Baptiste Paul und Jacqueline Alcántara, übersetzt von Thomas Bodmer, NordSüd Verlag, ISBN: 978-3-314-10434-3, 15€ – So sieht kindliche Leidenschaft beim Fußballspiel aus

 

Fußballbücher zur aktuellen Weltmeisterschaft

      

2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71340-3, 6,99€ – Kurze Infos rund um Fußballstars und die WM in Russland

Alles Fußball! Das aktuelle Buch zur WM 2018 von Knut Krüger, cbj Verlag, ISBN: 978-3-570-17552-1, 15€ – Vorstellung aller Mannschaften, der deutsche Kader unter der Lupe und einiges mehr zur Fußball-WM in Russland

Paule Fußball Mitmach-Heft, Tessloff, ISBN: 978-3-7886-2246-6, 8,95€ (keine eigene Rezension, deshalb hier eine etwas ausführlichere Vorstellung): Hier können sich jüngere Kinder, die sich noch nicht all zu gut mit Fußball auskennen, spielerisch mit diesem Thema beschäftigen. Häufig kann man Aufgaben mit Stickern lösen, es gibt Puzzle-Rätsel, Ausmalbilder, Labyrinthe und einiges mehr. Viel Vorwissen ist hier nicht nötig. Ein aktueller Spielplan wird zusätzlich mitgeliefert. Das Maskottchen Pauli und seine Freunde, die auch im Paule-Kindermagazin auftauchen treten in dem Heft auf. Besonders viel Bezug zur WM 2018 wird nicht genommen, so dass es auch außerhalb der WM-Zeit genutzt werden kann.

 

Fußballgeschichten

            

Mein Weg zum Traumverein (Lesenlernen mit Fußballstars),  Thomas Müller in Zusammenarbeit mit Julien Wolff, illustriert von Jan Birck, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0933-1, 10€ – Ein Erstlesebuch, in dem der Weg von Thomas Müller zum FC Bayern München erzählt wird

Das Kickerteam – Gute Freunde und ein Elfmeter von Christian Bieniek, illustriert von Ralf Bittner, Arena Verlag, ISBN: 978-3-40151129-0, 5€ – Fußball über alles?

Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam von Frauke Nahrgang und Nikolai Renger, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71094-5, 8,99€ – Fußball, Freundschaft und Zusammenhalt in einem Buch für fortgeschrittene Erstleser

Ich & die Fußballgang – Fußballgeschichten (Sammelband) von Antje Szillat und Susanne Fröhlich (Illustrationen), Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62701-2, 10€ – Fußballgeschichte mit Comic-Szenen

Die drei ???-Kids: Der Fußball-Roboter erzählt von Ulf Banck, illustriert von Kim Schmidt, Kosmos, ISBN: 978-3-440-15786-2, 8,99€ – Ein Buch, bei dem Fußball nicht im Mittelpunkt steht, sondern eher eine spannende Detektivgeschichte

Sachbuch

Leselauscher: Fußball, Autoren: Inka Grings und Ulli Potofski, BVK Buch Verlag Kempen, ISBN: 978-3-86740-814-3, 15€

Leselauscher: Fußball, Autoren: Inka Grings und Ulli Potofski, BVK Buch Verlag Kempen, ISBN: 978-3-86740-814-3, 15€ – Sehr viele Fußballinformationen in einem Sachbuch sowie auf einer Hör-CD

 

Fußballquiz – Fragen rund um den Fußball

memo Quiz: Fußball von Anja Bühling, Dorling Kindersley Verlag, ISBN: 978-3-8310-3455-0, 6,95€

PAULE Fußball-Quiz, Tessloff Verlag, ISBN: 978-3-7886-2248-0, 6,95€

 

Fußballzeitschrift

Just kick-it, Panini, Einzelheft ca. 3,90€ – Alles zu den aktuellen Stars etc.

Rezension: Thomas Müller – Mein Weg zum Traumverein

Nicht immer ist es einfach insbesondere Jungs zum Lesen zu kriegen und so wird nach immer neuen Möglichkeiten gesucht, Lesemuffel mit einem Buch zu erreichen. Seit diesem Sommer geht der Oetinger Verlag mit der neuen Reihe „Lesenlernen mit Fußballstars“ einen neuen Weg. Den Anfang macht das Buch „Thomas Müller:  Mein Weg zum Traumverein“.

Seit ein paar Wochen warte ich schon ganz gespannt auf dieses Buch. Die Idee hinter dem Projekt finde ich klasse und ich kann mir gut vorstellen, dass sie zumindest teilweise aufgeht. Gerade zu Weltmeisterschaftszeiten packt viele Kinder das Fußballfieber. Sticker werden getauscht, es wird über Ergebnisse und Spiele gefachsimpelt und natürlich trumpft auch jeder gerne mit Wissen über die Fußballer auf. Das geht schon in der ersten Klasse los und so passt ein Erstlesebuch mit einem bekannten Fußballer hier ganz prima hinein.

Nun konnte ich endlich in das Buch hinein schauen, doch bevor ich euch mitteile, wie es mir gefallen hat, möchte ich euch noch das kurze Interview mit Dennis Wohlfeil, dem Lektor für Erstlese-Bücher beim Verlag Friedrich Oetinger, präsentieren.  Dieses Projekt hat mich einfach so neugierig gemacht, dass ich gerne ein wenig über die Hintergründe erfahren wollte.

Interview mit dem Lektor

Warum ist Ihnen dieses Projekt wichtig?

 Leseförderung ist ein zentrales Anliegen unseres Verlags und wir suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, wie wir Kinder für das Lesen begeistern können.

Was möchten Sie mit dem Projekt konkret erreichen?

Mit unserer neuen Reihe „Lesenlernen mit Fußballstars“ wollen wir möglichst viele fußballinteressierte Kinder erreichen, die gerade Lesen lernen. Vor allem Jungs tun sich ja manchmal etwas schwerer damit, auch weil sie viele Geschichten für Erstleser nicht besonders „cool“ finden. Bücher von Fußballstars können helfen, auch bei diesen Jungs Begeisterung für Bücher und das Lesen zu wecken.

Warum haben Sie speziell Thomas Müller dafür ausgesucht?

Thomas Müller ist einer der beliebtesten Fußballer in Deutschland und ein echter Sympathieträger. Wir glauben, dass es für viele Kinder etwas ganz Besonderes sein wird, ein Buch von ihm zu lesen, vor allem, da es sich um eine persönliche Geschichte aus seiner eigenen Kindheit handelt, die viel Identifikationspotential bietet.

Wie hat Thomas Müller auf die Idee reagiert und wie war die Zusammenarbeit?

Thomas Müller war von Anfang an begeistert von der Idee. Die Zusammenarbeit war sehr unkompliziert und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Wir planen bereits ein zweites Buch mit Thomas Müller, das im April 2019 erscheinen soll.

Thomas Müller – Sympathieträger

Klingt alles gut, oder? Und ich glaube tatsächlich, dass Thomas Müller für dieses Projekt eine sehr gute Wahl ist. Neben Manuel Neuer ist er auf jeden Fall der absolute Lieblingsspieler meines Sohnes und er trägt fast täglich stolz sein Trikot vom FC Bayern München. Allein das Foto von ihm auf dem Buch wird viele kleine Fußballfans nach dem Buch greifen lassen. Ein besonderes Highlight ist dann natürlich auch noch die beiliegende Autogrammkarte.

Auch der Text wurde hier direkt neugierig gelesen. Allerdings war mein Sohn dann doch ein wenig enttäuscht von dem Buch. Es handelt von Thomas Müller als Kind, der gerade von einem Talent-Späher entdeckt wird und an einem Probe Training seines Lieblingvereins Bayern München teilnehmen darf und dessen Traum zu diesem großen Verein wechseln zu dürfen mit zehn Jahren wahr wird.

Es ist eine wahre Geschichte aus der Kindheit von Thomas Müller, allerdings wird sie insgesamt recht belanglos erzählt. Es werden wenig spezifische Dinge genannt. Auch das große Turnier, bei dem der Talent-Späher zuschaut wird nicht näher bezeichnet. Alles in allem ist es keine besonders spannende Geschichte.

Mehrfach gelesenes Buch

Mein Sohn hätte lieber etwas von Thomas Müller heute gelesen. Für ihn steckt zu wenig Thomas Müller in dem Buch – zumindest war das sein erster Eindruck. Interessanterweise hat er das Buch dennoch direkt drei Mal hintereinander gelesen, denn es handelt ja eben doch von Thomas Müller. Das nächste Buch von ihm wird er auf jeden Fall auch haben wollen – da ist es ihm auch egal, dass es sich um Erstlesetexte handelt, die er ansonsten meidet, da sie ihm persönlich zu „babyhaft“ sind. Man darf also keineswegs die Anziehungskraft eines Fußballstars auf Kinder unterschätzen.

Farbige Illustrationen und Rätselseiten

Fotos findet man in dem Buch keine, dafür beinhaltet es bunte Illustrationen, welche ich trotz eingefügter Wörter wie „Poff“ nicht wie im Klappentext als Comic-Illustrationen bezeichnen würde. Sie machen aber Spaß und wenn man möchte, erkennt man auch Thomas Müller in ihnen.

Als Erstlesebuch macht das Buch insgesamt einen guten Eindruck auf mich. Die Sätze sind kurz und auch der Text pro Seite ist überschaubar. Es ist im Flattersatz geschrieben und Worttrennungen kommen nicht vor. Auf schwierige Wörter wie z.B. Scout wird verzichtet.

Das Buch ist im Übrigen üppig mit Leserätseln und kleinen Spielen ausgestattet, was Kindern häufig Spaß macht. Dabei ist auch ein kleines Quiz zur Weltmeisterschaft und ein Kreuzworträtsel, das auf den Text des Buches zurückgreift.

Ob das Buch letztendlich Lust auf mehr Lesen macht, weiß ich nicht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Fußballfans auf weitere Bücher aus einer solchen Reihe zurückgreifen würden, u.a. vielleicht auch auf ein kurzes Sachbuch, in dem die Nationalspieler in einfachen Texten vorgestellt werden.

Mein Weg zum Traumverein (Lesenlernen mit Fußballstars),  Thomas Müller in Zusammenarbeit mit Julien Wolff, illustriert von Jan Birck, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0933-1, 10€

 

 

Leipziger Lesekompass: Kategorie 6-10 Jahre

Ich habe euch bereits alle Bücher vorgestellt, die in diesem Frühjahr mit dem Leipziger Lesekompass in der Kategorie 2-6 Jahre ausgezeichnet wurden. Nun soll es endlich mit den prämierten Büchern der Kategorie 6-10 Jahre weitergehen (mehr über die Jury und die Hintergründe des Preises findet ihr HIER (Stiftung Lesen) oder HIER (Leipziger Buchmesse).

Kategorie 6-10 Jahre – Große Spannbreite

Heute bekommt ihr zunächst die Übersicht der ausgezeichneten Bücher. Nach und nach werde ich euch dann die Bücher hier auf dem Blog genauer vorstellen bzw. könnt ihr noch einmal schnell zur Rezension vom Wimmelbuch der Weltrelgionen hüpfen, denn diese befindet sich bereits auf dem Blog. Die anderen werden dann in den nächsten Wochen kommen und immer in dieser Übersicht verlinkt werden.

Ein zweijähriger befindet sich ganz eindeutig in einem anderen Entwicklungsstadium als ein Sechsjähriger. Zwischen einem Kind, welches vielleicht gerade in den Kindergarten kommt und einem, welches gerade in die Schule kommt, liegen Welten. Das ist jedem klar und man wird automatisch zu verschiedenen Büchern greifen. Aber auch die Kategorie 6-10 Jahre erfordert eine Auswahl völlig unterschiedlicher Bücher, denn sie beinhaltet die Erstleser, Kinder, die sich gerne etwas vorlesen lassen und Kinder, die schon eine ganze Menge Text selber bewältigen und die ganze Bücher lesen.

Die diesjährigen prämierten Bücher gehen auch tatsächlich zum Teil in ganz unterschiedliche Richtungen. Mit „Familie Monster brüllt los!“ zum Beispiel ist ein typisches Erstlesebuch dabei, aber es gehören auch spannende und interessante Sachbücher wie „Tiere, die kein Schwein kennt“ dazu. Sogar ein Wimmelbuch ist dabei, ein Bilderbuch mit Zungenbrechern sowie ein Buch mit vielen verschiedenen Texten, Fotos und Comics („Ich so du so“).

Freut euch auf die bunte Mischung, die ich euch so nach und nach vorstellen werde!

Prämierte Bücher 6-10 Jahre

 

Link zur Rezension

Das Wimmelbuch der Weltreligionen von Anna Wills und Nora Tomm, Beltz Verlag, ISBN: 978-3-407-82202-4, 13,95€

Link zur Rezension

König Guu von Adam Stower, übersetzt von Sabine Schulte, Aladin Verlag, ISBN: 978-3-8489-2100-3, 11,95€

Link zur Rezension

Der Flugplatzspatz nahm auf dem Flugblatt Platz – Schnellsprecher und Zungenbrecher von Moni Port und Philip Waechter, Klett Kinderbuch, ISBN: 978-3-95470-177-3, 10€

Link zur Rezension

Familie Monster brüllt los! von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3789108433, 8€

Finn macht es anders von Andrea Liebers und Susanne Göhlich, Peter Hammer Verlag, ISBN: 978-3-7795-0582-2, 9,90€

Tiere, die kein Schwein kennt von Martin Brown, übersetzt von Jorunn Wissmann, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5974-2, 14,95€

Der verrückte Erfinderschuppen – Der Limonaden-Sprudler von Lena Hach und Daniela Kulot, Mixtvision, ISBN: 978–3–95854–098–9, 12,90€

Der bleiche Hannes von Steffen Gumpert, Tulipan Verlag, ISBN: 978-3864293597, 15€

Der halbste Held der ganzen Welt von Andrea Schomburg und Betina Gotzen-Beek, Fischer Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5359-5, 13,99€

Ich so du so. Alles super normal  von Labor Ateliergemeinschaft, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3-407-82316-8, 16,95€

 

Rezension: Lilly, die Lesemaus

Wer öfter mal etwas von mir hier liest, der weiß sicherlich, dass ich ein Fan der Edition Pastorplatz bin. Ganz besonders toll finde ich, dass der Verlag nun auch neben Bilder- und Kinderbüchern ein erstes Erstlesebuch herausgebracht hat: „Lilly, die Lesemaus“. Das ist eine schöne Erweiterung des Verlagprogramms und ich war sehr gespannt, wie das Erstlesekonzept hier umgesetzt wurde.

Ein gutes Erstlesebuch

Vieles, was ein gutes Erstlesebuch ausmacht, findet man in diesem Buch wider:

Die Schriftgröße und der Zeilenabstand entspricht den üblichen Kriterien eines Erstlesebuchs. Allerdings ist zu beachten, dass es Erstlesebücher für verschiedene Stadien beim Lesen lernen gibt. Hier handelt es sich schon um ein Buch für fortgeschrittene Erstleser, die bereits zusammenhängende Texte selber erlesen können.

Die Zeilenlänge ist gerade noch so in Ordnung, Absätze gibt es recht wenig und man muss sagen, dass die Textmenge pro Seite für ein Erstlesebuch schon recht hoch ist. Positiv hingegen ist aber, dass hier kein Blocksatz verwendet wurde und es somit auch keine Worttrennungen am Zeilenende gibt, die Erstleser sehr irritieren können und die tatsächlich in manchen Erstlesebüchern vorkommen.

Farbige Schrift kennzeichnet Sprecher

Darüber hinaus erleichtert auch die farbige Schrift bei wörtlicher Rede das Verständnis beim Lesen, denn jeder Sprecher hat eine andere Farbe. Gerade Erstleser haben während des Lesens noch nicht so viel Überblick über den Text und können häufig noch nicht vorausschauend lesen. Durch die farbige Zuordnung wissen sie aber bereits beim Lesen, dass hier jemand spricht und wer es ist. Ansonsten ist es für die jungen Leser einfacher, wenn die Redebegleitsätze der wörtlichen Rede vorangestellt werden. Das gleicht sich hier aber durch die Farbe auf jeden Fall wieder aus. Hier hätte man aber vielleicht auch noch ein wenig mehr mit neuen Zeilen und Absätzen arbeiten können.

Auf allen Seiten findet man farbige Illustrationen, durch die die Kinder nicht vom Text erschlagen werden.

Auch sprachlich handelt es sich hier insgesamt um ein Erstlesebuch. Die Geschichte wird in einer verständlichen Sprache linear erzählt. Die Sätze sind relativ kurz, aber keineswegs monoton.

Fesselnder Inhalt

Und nun komme ich natürlich auch noch zum Inhalt selber und der gefällt mir sehr gut. Oft leidet bei einem Erstlesebuch, das so viele sprachliche Kriterien beachten muss, unter dem Inhalt, was hier aber nicht der Fall ist. Der Inhalt gefällt mir so gut, dass man dieses Buch auch durchaus Kindern, die es nicht selber lesen möchten oder noch nicht können, auch vorlesen kann. Es ist ein Buch, das Kinder fesselt und ihnen Spaß macht.

Lilly und Nele sind Schwestern. Nele ist die große Schwester und kann fast alles besser als Lilly. Besonders für ihre Lesekünste wird sie belohnt und bekommt dafür sogar ein Haustier geschenkt. Lilly findet das alles sehr ungerecht. Sie möchte ebenfalls ein Haustier haben und so beschließt sie, ganz schnell lesen zu lernen. Da sie eben auch bemerkt, dass das nicht so einfach ist, lernt sie einfach den Anfang eines Buches auswendig, den sie dann ihren Eltern und der Schwester präsentiert. Blöd nur, dass ihr kleiner Trick herauskommt. Am Ende lernt Lilly dann aber doch noch mit Unterstützung ihrer Schwester lesen.

Das Thema Lesen lernen ist natürlich höchst aktuell bei Erstlesern und viele kennen die Mühen, die das Lesen lernen mit sich bringt. Auch wissen die Kinder noch, wie sie sich selber darauf gefreut haben, endlich selber lesen zu können. Über das Lesen hinaus, beinhaltet das Buch aber auch noch ein weiteres Thema und das ist die Geschwisterbeziehung, zu der Eifersucht, aber auch gegenseitige Unterstützung gehört. Beide Themen wurden hier sehr schön verarbeitet.

Das Buch ist gut geschrieben. Man ist schnell drin in der Geschichte und kann vor allem Lillys Gefühle sehr gut nachvollziehen. Außerdem möchte man natürlich wissen, ob Lilly es schafft, so wie ihre Schwester lesen zu lernen und ob sie dann ebenfalls ein Haustier bekommt.

Ein Haustier als Belohnung?

Mir gefällt die Idee des Buches und auch die Umsetzung insgesamt. Ich möchte es auf jeden Fall an alle weiter empfehlen, die keine Lust mehr auf die immer gleichen Erstlesereihen haben und nach etwas anderem suchen, dass ihren Kindern Spaß am Lesen vermittelt. Dennoch habe ich auch ein paar kleinere Anmerkungen: Zum einen gefällt es mir nicht, dass Nele für ihre Lesekünste mit einem Haustier belohnt wird, denn meines Erachtens sollte man Tiere nicht aus einem solchen Grund verschenken (vor allem, wo man sich scheinbar vorher überhaupt keine Gedanken über die Art des Haustiers und seine Haltung etc. informiert hat), und zum anderen erscheint mir das Verhalten der Eltern ein wenig übertrieben. Ja, Lilly hat sich einen Trick überlegt, um ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie lesen kann, aber sie so als Lügnerin darzustellen, passt für mich nicht so ganz zur Situation. Andererseits erhöht sich dadurch natürlich die Dramatik. Mein Sohn fand die Eltern so gemein, dass er sich nach der Szene in dem Buch verstohlen die Tränen aus den Augen wischte, und als ich das sah, noch wütend über die blöden Eltern schimpfte. Insgesamt sind mir die Eltern in dem Buch aber auch nicht gerade sympathisch und sie verstehen vor allem überhaupt nicht, was in ihrer Tochter vorgeht. Da reagieren sie an einigen Stellen recht unsensibel.

Lesen lernen etwas einfach dargestellt

Der Prozess des Leselernens wird für mich hier auch ziemlich vereinfacht dargestellt. Vor allem hilft gerade das Alphabet-Lied nicht unbedingt beim Lesen lernen, da hier die Buchstabennamen und nicht ihre Laute, die man beim Erlesen eines Wortes aber braucht, genannt werden. Erstaunlich finde ich auch, dass Lilly das erste Mal im Sams-Buch richtig liest. Das ist ja doch eher kein Buch für Leseanfänger. Auch dass sie beim Buchstabensuppe essen Wörter wie „See“ mit zwei „e“ legen, ist vielleicht etwas übertrieben. Überhaupt hat Lilly das Lesen dann doch sehr, sehr schnell gelernt.

Mein Sohn fand es aber toll, dass einige Bücher von Paul Maar in dem Buch genannt wurden und er vermutet, dass die Autorin Paul Maar-Fan ist.

Genaue Jahreszeiten, Wochen oder ähnliches sowie Altersangaben bekommt man in dem Buch nicht. Es scheint aber so, dass Nele in die Schule geht, und Lilly ist ein Jahr jünger. Auf den Bildern gibt es aber Kalenderdaten zu sehen. Für mich passen diese aber nicht so ganz zur Geschichte, denn wenn man nach den Daten dort geht, war Nele spätestens Ende Oktober/Anfang November eine richtige Leseratte und konnte vor dieser Zeit ein Gedicht in der Schule noch nicht richtig vorlesen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass zu einem so frühen Zeitpunkt in einer ersten Klasse von Kindern verlangt wird, ein Gedicht laut vorzulesen. Das ist aber natürlich nur ein ganz kleiner Punkt am Rande, der Kindern auch überhaupt nicht auffallen wird und das Buch in seiner Gesamtheit nicht abschwächt.

Toll: Mädchen mit blauer Latzhose

Die Bilder an sich sind natürlich wieder toll. Hauptsächlich sieht man Lilly, Bücher und ihre Schwester auf ihnen. Hintergründe und Räumlichkeiten sieht man nicht, dafür aber viele Emotionen. Und ganz besonders toll ist, dass Lilly keine typische Mädchenfrisur hat und eine blaue Latzhose trägt. Sie darf neben Barbies mit verschiedener Hautfarbe sowohl im Text als auch in den Bildern auch mit Legosteinen spielen. Nele hat zwar Zöpfe, aber auch sie kommt ganz ohne pink und rosa aus, um ein fröhliches Mädchen zu sein.  Ja auch so sind Mädchen und mit solchen Mädchen in Kinderbüchern haben auch Jungs keine Probleme.

Fazit: Edition Pastorplatz kann auch Erstlesebücher machen! „Lilly, die Lesemaus“ ist ein toller Anfang und ich hoffe, dass es noch weitere geben wird.

Lilly, die Lesemaus von Asja Bonitz und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-27-0, 12€

Hinweis: Das Buch erscheint Anfang Juli!

 

 

Heute ein Buch: Fußballbücher für Kinder

Wisst ihr, was heute für ein Tag ist? Heute ist internationaler Kindertag! Davon gehört habe ich wohl schon, aber bisher war dieser Tag für mich ein Tag wie jeder andere. In meiner Gegend hat dieser Tag, im Gegensatz zu anderen Gegenden in Deutschland, keine besondere Bedeutung, aber eigentlich finde ich einen Tag für die Kinder sehr schön und deshalb wird sich das ab sofort hier ändern. Meine Kinder werden heute Nachmittag eine kleine Überraschung bekommen, worauf ich mich schon sehr freue, denn es wird für sie wirklich eine richtige Überraschung sein, da sie von diesem Tag noch nichts wissen.

Aber ein paar andere Buch- und Familienblogger und ich möchten auch euren Kindern heute eine kleine Freude machen und so verlosen wir auf unseren Blogs, wie auch schon am Tag des Buches, Kinderbücher.

Heute ein Buch – Bloggeraktion aus Liebe zum Lesen heißt es heute bei:

In den vergangenen Wochen habe ich euch schon ein paar Fußballbücher für Kinder vorgestellt und auch heute spielt Fußball hier ein großes Thema. Die Fußball-WM startet in nicht einmal zwei Wochen und wer seine Kinder noch schnell mit den richtigen Büchern ausstatten möchte, der sollte heute bei diesem Gewinnspiel mitmachen. Es gibt gleich zwei Fußballbücher zu gewinnen, mit denen sowohl das Fußballfieber geweckt werden und das Kind mit allerlei Informationen ausgestattet werden kann.

Das offizielle Kids-Handbuch zur Fußball-WM

Genau das richtige für die Fußball-WM ist natürlich „2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch“. In kurzen Texten erfahren Kinder hier alles wichtige zu der anstehenden WM und dem Gastgeberland Russland: Man erfährt etwas über vergangene Weltmeisterschaften und besondere Ereignisse, aber vor allem eben auch über Russland und die Stadien der WM sowie etwas über die Aufstellung von Mannschaften und über aktuelle Fußballstars. Hier bekommen dann auch Kinder, die sich noch nicht so lange mit dem Thema beschäftigen, ein paar bekannte Namen zu hören. Kinder, die schon gut die Spieler der deutschen Nationalmannschaft kennen, schimpfen dann aber auch schon mal, wenn bei den starken Abwehrspielern weder Boateng noch Hummels vorkommen. Gerade für Kinder, die erst wenig über Fußball wissen und dabei meist zunächst die Spieler der deutschen Mannschaft kennen lernen, ist es etwas schade, dass die deutsche Mannschaft hier nicht extra vorgestellt wird.

Rätsel, Sticker und Spielplan

Nett ist, dass dieses Buch nicht nur Fakten und Infos bereithält, sondern dass es auch noch Rätsel gibt, die teilweise mit beigelegten Stickern gelöst werden können. Außerdem beinhalten die letzten Seiten den Spielplan, den die Kinder meist gerne ausfüllen. Beim Finale kann sogar die komplette Mannschaftsaufstellung eingetragen werden.

Insgesamt gefällt mir das Buch gut. Die Texte sind kurz und überfordern die Kinder im wesentlichen nicht. Klar, ob jeder die Taktikinformationen versteht, ist so eine Frage, aber Kinder suchen sich in einem solchen Buch sowieso nur die Sachen heraus, die sie aktuell interessieren. Einige Kinder werden so sicherlich auch die Infos zu Russland und den Stadien überblättern. Besonders interessant werden für die meisten die Fußball-Stars sein und die sind genau so dargestellt, dass Kinder die Texte gerne lesen werden. Leider sind manche Texte auf dunklem Grün gedruckt, was bei nicht so guten Lichtverhältnissen nur schwer zu lesen ist. Dennoch ist dies ein Buch, welches bei dem kleinen Fußball-Fan große Begeisterung auslösen kann und welches das Kind in die Lage bringt, mitsprechen zu können, was die Kleinen ganz stolz werden lässt.

2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71340-3, 6,99€

Die Kickerbande

Eine Abwechslung zu den Informationen und Rätseln im Kids-Handbuch bietet das Buch „Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam“. Geschrieben wurde diese Fußballgeschichte fortgeschrittene Leseanfänger von Frauke Nahrgang, die unter anderem bereits die Fußballreihe „Die Teufelskicker“ geschrieben hat, die dem einen oder anderen sicherlich bekannt sind. Die Reihe „Die Kickerbande“ ist aber für etwas jüngere Kinder als „Die Teufelskicker“.

In der Fußballmannschaft von Finn gibt es einen neuen Spieler. Kevin, der ausgerechnet von Finns Freund Max mitgebracht wurde. Und nun darf der auch noch statt Finn spielen, denn der Trainer möchte ja sehen, was Kevin so drauf hat. Selbst als Finn dann mit auf dem Spielfeld ist, bekommt Kevin die ganzen tollen Pässe. Das ist doch wirklich ungerecht. Überhaupt ist dieser Kevin auf einmal überall dabei. Sogar in der Klasse sitzt er nun neben Finns bestem Freund Max.

Beim nächsten Spiel möchte Finn unbedingt zeigen, was er alles kann und versemmelt so eine Torchance nach der anderen, weil er den Ball nicht an seine besser stehenden Mannschaftskameraden abspielt. Nun ist auch noch die ganze Mannschaft auf ihn sauer. Wie gemein doch alle sind!

Ob sich Finn bis zu dem wichtigen Derby wohl so weit wieder im Griff hat, dass er gemeinsam mit Kevin und den anderen als eine Mannschaft auftreten kann?

Fußball für Leseanfänger

Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam“ ist ein schönes Buch für alle Kinder, die schon gut einen zusammenhängenden Text lesen können, und Fußball mögen. Hier steht der Fußball, das Spiel und die Mannschaft klar im Mittelpunkt, aber auch das Thema Freundschaft kommt hier nicht zu kurz – alles Themen, die für Kinder in diesem Alter relevant sind.

Auf jeder Seite befinden sich zudem farbige und lebendige Bilder, die Spaß machen und dafür sorgen, dass die jungen Leser nicht vom Text überfordert werden. Das Buch sieht ansprechend aus und ich hoffe, dass es den Jungs (und vielleicht auch den Mädchen) Lust aufs Lesen macht. Leider kommen in dem Buch gar keine Mädchen drin vor, was etwas schade ist, denn in den Kindermannschaften dürfen Mädchen und Jungs durchaus zusammenspielen.

Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam von Frauke Nahrgang und Nikolai Renger, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71094-5, 8,99€

Wer sich bzw. seine Kinder mit zwei schönen Fußballbüchern ausstatten und damit zum Lesen anregen möchte, der kann gerne am Gewinnspiel teilnehmen.

Gewinnspiel

Hier nun die Gewinnspielfrage: Seid ihr schon im WM-Fieber und was kriegen eure Kinder schon von der Fußball-WM mit?

Die Antwort schreibt ihr bitte im Kommentar.

Teilnahmebedingungen: Wohnsitz oder Postadresse in Deutschland, Alter: ab 18 Jahren

Teilnahmeschluss: 01.06.2018, 23:59 Uhr

Gewinn: Buchpaket bestehend aus Buch „2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch“ und Buch „Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam

Gewinnerin: Gerli

Bekanntgabe des Gewinners/der Gewinnerin am darauffolgenden Tag im Kommentar, der Gewinner/die Gewinnern wird ausgelost.

Meldet sich der Gewinner/die Gewinnerin nicht innerhalb einer Woche, wird neu ausgelost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht für auf dem Postweg verlorengegangene Artikel. Persönliche Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet.

Die Teilnahme ist nur möglich, wenn die Frage beantwortet wird.

Ich danke dem Arena Verlag für die Rezensionsexemplare!

Rezension: Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv

Es ist wichtig, dass es für Kinder, die gerade lesen lernen, Bücher gibt, mit denen sie ihre neuen Fertigkeiten ausprobieren und üben können. Ja, Erstlesebücher sind wichtig. Dennoch stehe ich vielen kritisch gegenüber, da es leider auch einige gibt, die recht inhaltslos und langweilig sind, was die Leselust nicht unbedingt steigert.

Vom Arena Verlag gibt es für Erstleser die Reihe Bücherbär, die Bücher für verschiedene Leseniveaus bereit hält. Besonders gut gefallen mir innerhalb dieser Reihe die „Klassiker für Erstleser“. In einfachen Texten können Kinder hier selber Kinderbuchklassiker wie Robin Hood oder Nils Holgersson kennen lernen.

Auch von Sherlock Holmes, dem Meisterdetektiv gibt es Bücher. Wir haben gerade das neuerschienene Buch „Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv – Das Rätsel um den schwarzen Hengst“ gelesen. Geübte Erstleser (entspricht etwa der zweiten Klasse) kommen mit diesem Buch schon gut zurecht. Schwierig sind natürlich immer die englischen Namen, von denen man zu Beginn des Buches jedoch eine Aussprachehilfe bekommt. Die Bedeutung der Wörter Pyjama und Jockey wird hier ebenfalls geklärt. Die Aussprache der Wörter werden sich viele Kinder über das Buch hinweg nicht merken können, aber das macht nichts. Solange die Kinder das Buch nicht jemandem vorlesen, können sie die Namen für sich erfassen und sprechen sie im Kopf eben so aus, wie sie sie lesen.

In dem Buch werden Kinder toll in die Welt von Sherlock Holmes eingeführt. Sie begegnen wichtigen Personen wie John Watson oder Professor James Moriarty, besuchen die Baker Street 221b und hören etwas von Scotland Yard. Es ist ein schöner Einstieg in die englische Krimiwelt.

Inhaltlich geht es um einen gestohlenen Hengst, denn Moriarty möchte sich an Sherlock Holmes rächen. Zunächst lässt er dem Meisterdetektiv einen rätselhaften Brief bringen, welchen Sherlock Holmes nicht schlafen lässt, doch dann entwickelt er mit Watson einen Plan…

Das Buch ist spannend, ohne aber für Kinder zu aufregend zu sein. Man fiebert mit Sherloch Holmes mit, kann einiges vorausahnen, aber wird dann doch von gefährlichen Momenten überrascht. Kinder, die Spaß an Detektivgeschichten haben, werden auch dieses Buch gerne lesen. Vor allem ist es auch ein Buch, welches Jungen zum Lesen verlocken kann, ohne dass dabei auf Themen wie Superhelden oder Fußball zurückgegriffen werden muss.

Es ist ein Buch mit bunten und stimmungsvollen Illustrationen, in dem jedoch der Text letztendlich dominiert. Die Sätze sind jedoch meist recht kurz gehalten ohne langweilig und monoton zu klingen – perfekt eben für fortgeschrittene Leseanfänger.

Copyright: Arena Verlag

Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv – Das Rätsel um den schwarzen Hengst (Der Bücherbär) von Oliver Pautsch nach Motiven von Sir Arthur Conan Doyle, illustriert von Dominik Rupp, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-70770-9, 7,99€

Rezension: Rotzhase und Schnarchnase

Im Wald leben die unterschiedlichsten Tiere. Die einen sind nett und suchen die Freundschaft, während andere ständig grummelig sind und sich auch nicht unbedingt freundschaftlich verhalten. Hase ist so ein schlecht gelaunter Zeitgenosse. Wenn seine Wintervorräte alle sind, bedient er sich einfach heimlich bei Bär. Als er sieht mit welcher Freude Bär einen Schneemann baut, beschließt er einen viel größeren zu bauen und belehrt Bär über ihre Fehler.

Doch dann kommt noch Wolf hinzu und dieser ist ebenfalls hungrig und hat es auf den Hasen abgesehen. Da lernt Hase schnell, dass es gut ist, wenn man jemanden hat, auf den man zählen kann…

Welches Thema kommt bei den Kindern an?

Laut Klappentext ist dieses Buch eine Geschichte über „Schneemänner, Freundschaft und die beste Möhre“. Ja, auch ich, hätte die Beziehung zwischen Bär und Hase hervorgehoben (mich irritiert übrigens, dass vom Bär gesprochen wird, dieser aber offensichtlich weiblich ist. Warum heißt es dann nicht Bärin? Für mich klingt Bär und sie in einem Zusammenhang komisch). Hase ist zunächst nicht sonderlich nett, aber Bär hilft ihm trotzdem und erkennt selbst die schrumpelige Möhre vom Hasen als nette Geste an. Am Ende entwickelt sich tatsächlich von beiden Seiten eine Freundschaft. Diese Thematik geht jedoch durch die langen, ausführlichen Gespräche der Tiere über andere Dinge bei Kindern unter. Das Buch hat Bücherwürmchen tatsächlich über das Lesen hinaus beschäftigt, aber dabei ging es nie um die Beziehung und die Kommunikation zwischen den Tieren. Er fragte sich vielmehr, was es mit der Schwerkraft wirklich auf sich hat (über die sich der Hase lang und breit auslässt) und warum der Wolf Vegetarier werden möchte. Interessanterweise hat er, obwohl er sonst in viele seiner Sätze  und ausgedachten Lieder Wörter wie „Pups“ und ähnliches unterbringen muss, kein einziges Wort dazu gesagt, dass der Hase seine Kötel frisst. Das hat mich wirklich verwundert. Ich fand nämlich, dass dieses Thema ebenfalls etwas zu ausführlich in dem Buch behandelt wurde. Das Gespräch darüber zieht sich über mehrere Seiten.

Ein Buch für Erstleser?

Interessant sind das Format und die Aufmachung des Buches. Das Format ist relativ klein, kleiner als die meisten Kinderbücher. Die Seiten sind allerdings wie Bilderbuchseiten gestaltet. Die Bilder gehen entweder über die gesamte Doppelseite oder es befinden sich auf beiden Seiten Bilder. Der Text fügt sich in die Bilder mit ein, wobei die Textmenge pro Seite ebenfalls der Menge bei einem Bilderbuch entspricht. Dennoch ist dies ein Buch „zum ersten Selberlesen“ wie es im Klappentext heißt, wofür wiederum das Format des Buches spricht. Und ja, ich denke auch, dass sich das Buch an sich für Erstleser eignet, wenn man sich den Text pro Seite anschaut. Allerdings hat das Buch um die 100 Seiten, so dass es für einen Erstleser doch schon eine Menge Text ist. Sicherlich muss man nicht alles am Stück lesen, aber das Buch hat keine unterteilten Kapitel, sondern erzählt nur eine Geschichte. Es ist also doch einiges für Erstleser zu bewältigen.

Herrliche Illustrationen

Die Bilder in dem Buch finde ich klasse. Es sind keine bunten Bilder, sondern es wird nur schwarz, weiß und türkis benutzt. Das macht aber überhaupt nichts aus. Mehr Farben hätten das Buch auch zu unruhig gemacht. Richtig gelungen sind die Tiere mit ihren Gesichtsausdrücken. Wirklich herrlich gemacht! Als ich Bücherwürmchen fragte, was ich denn über das Buch schreiben könnte, hob er den lustig gezeichneten Wolf hervor. Er versuchte auch, so gierig wie dieser zu gucken.

Es gibt ein paar Punkte, die ich kritisch angemerkt habe, dennoch hat uns das Buch insgesamt durchaus gefallen. Bücherwürmchen hat es schon zwei Mal gelesen. Er ist aber auch kein Leseanfänger mehr. Das Buch eignet sich aber durchaus auch zum Vorlesen.

Rotzhase & Schnarchnase – Möhrenklau im Bärenbau von Julian Gough und Jim Field, übersetzt von Gesine Schröder, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-2820-1, 12€

Rezension: Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen

Neulich war es mal wieder so weit: Das nächste Kinderbuch war beendet und wir waren auf der Suche nach einer neuen Gute-Nacht-Geschichte. Mittags schlug Bücherwürmchen vor, dass wir uns doch schon einmal ein Buch aussuchen und damit anfangen könnten. Gesagt, getan. Wir entschieden uns für „Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen“. Zur Gute-Nacht-Geschichte wurde das Buch dann allerdings nicht. Warum? Weil wir es mittags direkt durchgelesen haben.

Ein Buch für geübte Erstleser

Mäc Mief ist kein dickes Buch. Es ist ein Buch für geübte Erstleser mit übersichtlichen Kapiteln und einer gut zu lesenden Schrift. Auf jeder Seite befinden sich ansprechende und lebendige schwarz-weiß Illustrationen. Wenn ich Bücherwürmchen das Buch vorlese, dann ist es natürlich ratzfatz durch. Wir hatten großen Spaß an der Geschichte und haben einfach ein Kapitel nach dem anderen gelesen.

Mäc Mief bei den Highland Games

Das Schaf Mäc Mief wundert sich, was bei ihm Zuhause los ist. Auf seiner Wiese fliegen Heusäcke und Gummistiefel herum. Das alles hat natürlich einen Grund: Die Familie Olifant trainiert für die Highland Games, bei denen jeder aus der Familie an einem anderen Wettbewerb teilnehmen möchte. Da müssen Mäc Mief und der Hütehund Bonnie mitkommen, denn sie müssen doch ihren Lieblingsmenschen Glück bringen. Aber dann gibt es bei den Highland Games noch eine andere Aufgabe für sie, denn auf einmal sind mehrere Geldbörsen verschwunden und Mäc Mief hat da so eine Idee…

Man ist schnell drin in der Geschichte und ja, man ahnt auch recht bald, worauf alles hinausläuft, aber das macht nichts, denn es ist einfach witzig die Geschichte aus der Perspektive von Mäc Mief zu erleben.

Spannende Handlung bis zum Schluss

Interessant ist der Aufbau des Buches. Man könnte anmerken, dass die Ereignisse die ganze Zeit hin und her springen. Mal müssen die Tiere unbedingt einen Wettbewerb der Familienmitglieder verfolgen und dann fällt ihnen wieder ein, dass sie ja den merkwürdig herum stolpernden Mann verfolgen wollten. Ich finde das jedoch gut gemacht, denn so löst sich der Fall von Mäc Mief und Bonnie nicht direkt auf und die Wettbewerbe werden nicht anschließend am Rande behandelt. Die Motivation das Buch bis zum Ende zu lesen ist so gut gegeben.

Passende Namensgebung

Sehr gut gefällt mir auch die Namensgebung verschiedener Figuren. Die Geschichte spielt in Schottland, aber dennoch können auch Erstleser die Namen gut lesen, denn sie werden einfach so geschrieben, wie man sie aussprechen würde. Bei Wörtern wie „Highland Games“ wird die korrekte Aussprache in der Fußnote erwähnt. Toll, dass daran gedacht wurde.  Leider ist dies bei Büchern für Erstleser nicht selbstverständlich.

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen“ ist der zweite Band der Reihe. In diesem Frühjahr kommt der vierte auf den Markt und auch wenn er mich bei der Durchschau der Neuerscheinungen noch nicht interessiert hat, da wir dieses Buch noch nicht gelesen hatten, so würde ich nun sagen: Unbedingt besorgen! Ich glaube, es lohnt sich, von Mäc Mief und seiner lebendigen Familie alle Bücher zu lesen, denn Mäc Mief ist ein freundliches, liebenswertes und aufgewecktes Schaf, welches man auf jeden Fall näher kennen lernen sollte.

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen von Carola Becker, illustriert von Ina Krabbe, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-28-7, 8,99€