Rezension: Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv

Es ist wichtig, dass es für Kinder, die gerade lesen lernen, Bücher gibt, mit denen sie ihre neuen Fertigkeiten ausprobieren und üben können. Ja, Erstlesebücher sind wichtig. Dennoch stehe ich vielen kritisch gegenüber, da es leider auch einige gibt, die recht inhaltslos und langweilig sind, was die Leselust nicht unbedingt steigert.

Vom Arena Verlag gibt es für Erstleser die Reihe Bücherbär, die Bücher für verschiedene Leseniveaus bereit hält. Besonders gut gefallen mir innerhalb dieser Reihe die „Klassiker für Erstleser“. In einfachen Texten können Kinder hier selber Kinderbuchklassiker wie Robin Hood oder Nils Holgersson kennen lernen.

Auch von Sherlock Holmes, dem Meisterdetektiv gibt es Bücher. Wir haben gerade das neuerschienene Buch „Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv – Das Rätsel um den schwarzen Hengst“ gelesen. Geübte Erstleser (entspricht etwa der zweiten Klasse) kommen mit diesem Buch schon gut zurecht. Schwierig sind natürlich immer die englischen Namen, von denen man zu Beginn des Buches jedoch eine Aussprachehilfe bekommt. Die Bedeutung der Wörter Pyjama und Jockey wird hier ebenfalls geklärt. Die Aussprache der Wörter werden sich viele Kinder über das Buch hinweg nicht merken können, aber das macht nichts. Solange die Kinder das Buch nicht jemandem vorlesen, können sie die Namen für sich erfassen und sprechen sie im Kopf eben so aus, wie sie sie lesen.

In dem Buch werden Kinder toll in die Welt von Sherlock Holmes eingeführt. Sie begegnen wichtigen Personen wie John Watson oder Professor James Moriarty, besuchen die Baker Street 221b und hören etwas von Scotland Yard. Es ist ein schöner Einstieg in die englische Krimiwelt.

Inhaltlich geht es um einen gestohlenen Hengst, denn Moriarty möchte sich an Sherlock Holmes rächen. Zunächst lässt er dem Meisterdetektiv einen rätselhaften Brief bringen, welchen Sherlock Holmes nicht schlafen lässt, doch dann entwickelt er mit Watson einen Plan…

Das Buch ist spannend, ohne aber für Kinder zu aufregend zu sein. Man fiebert mit Sherloch Holmes mit, kann einiges vorausahnen, aber wird dann doch von gefährlichen Momenten überrascht. Kinder, die Spaß an Detektivgeschichten haben, werden auch dieses Buch gerne lesen. Vor allem ist es auch ein Buch, welches Jungen zum Lesen verlocken kann, ohne dass dabei auf Themen wie Superhelden oder Fußball zurückgegriffen werden muss.

Es ist ein Buch mit bunten und stimmungsvollen Illustrationen, in dem jedoch der Text letztendlich dominiert. Die Sätze sind jedoch meist recht kurz gehalten ohne langweilig und monoton zu klingen – perfekt eben für fortgeschrittene Leseanfänger.

Copyright: Arena Verlag

Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv – Das Rätsel um den schwarzen Hengst (Der Bücherbär) von Oliver Pautsch nach Motiven von Sir Arthur Conan Doyle, illustriert von Dominik Rupp, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-70770-9, 7,99€

Advertisements

Rezension: Rotzhase und Schnarchnase

Im Wald leben die unterschiedlichsten Tiere. Die einen sind nett und suchen die Freundschaft, während andere ständig grummelig sind und sich auch nicht unbedingt freundschaftlich verhalten. Hase ist so ein schlecht gelaunter Zeitgenosse. Wenn seine Wintervorräte alle sind, bedient er sich einfach heimlich bei Bär. Als er sieht mit welcher Freude Bär einen Schneemann baut, beschließt er einen viel größeren zu bauen und belehrt Bär über ihre Fehler.

Doch dann kommt noch Wolf hinzu und dieser ist ebenfalls hungrig und hat es auf den Hasen abgesehen. Da lernt Hase schnell, dass es gut ist, wenn man jemanden hat, auf den man zählen kann…

Welches Thema kommt bei den Kindern an?

Laut Klappentext ist dieses Buch eine Geschichte über „Schneemänner, Freundschaft und die beste Möhre“. Ja, auch ich, hätte die Beziehung zwischen Bär und Hase hervorgehoben (mich irritiert übrigens, dass vom Bär gesprochen wird, dieser aber offensichtlich weiblich ist. Warum heißt es dann nicht Bärin? Für mich klingt Bär und sie in einem Zusammenhang komisch). Hase ist zunächst nicht sonderlich nett, aber Bär hilft ihm trotzdem und erkennt selbst die schrumpelige Möhre vom Hasen als nette Geste an. Am Ende entwickelt sich tatsächlich von beiden Seiten eine Freundschaft. Diese Thematik geht jedoch durch die langen, ausführlichen Gespräche der Tiere über andere Dinge bei Kindern unter. Das Buch hat Bücherwürmchen tatsächlich über das Lesen hinaus beschäftigt, aber dabei ging es nie um die Beziehung und die Kommunikation zwischen den Tieren. Er fragte sich vielmehr, was es mit der Schwerkraft wirklich auf sich hat (über die sich der Hase lang und breit auslässt) und warum der Wolf Vegetarier werden möchte. Interessanterweise hat er, obwohl er sonst in viele seiner Sätze  und ausgedachten Lieder Wörter wie „Pups“ und ähnliches unterbringen muss, kein einziges Wort dazu gesagt, dass der Hase seine Kötel frisst. Das hat mich wirklich verwundert. Ich fand nämlich, dass dieses Thema ebenfalls etwas zu ausführlich in dem Buch behandelt wurde. Das Gespräch darüber zieht sich über mehrere Seiten.

Ein Buch für Erstleser?

Interessant sind das Format und die Aufmachung des Buches. Das Format ist relativ klein, kleiner als die meisten Kinderbücher. Die Seiten sind allerdings wie Bilderbuchseiten gestaltet. Die Bilder gehen entweder über die gesamte Doppelseite oder es befinden sich auf beiden Seiten Bilder. Der Text fügt sich in die Bilder mit ein, wobei die Textmenge pro Seite ebenfalls der Menge bei einem Bilderbuch entspricht. Dennoch ist dies ein Buch „zum ersten Selberlesen“ wie es im Klappentext heißt, wofür wiederum das Format des Buches spricht. Und ja, ich denke auch, dass sich das Buch an sich für Erstleser eignet, wenn man sich den Text pro Seite anschaut. Allerdings hat das Buch um die 100 Seiten, so dass es für einen Erstleser doch schon eine Menge Text ist. Sicherlich muss man nicht alles am Stück lesen, aber das Buch hat keine unterteilten Kapitel, sondern erzählt nur eine Geschichte. Es ist also doch einiges für Erstleser zu bewältigen.

Herrliche Illustrationen

Die Bilder in dem Buch finde ich klasse. Es sind keine bunten Bilder, sondern es wird nur schwarz, weiß und türkis benutzt. Das macht aber überhaupt nichts aus. Mehr Farben hätten das Buch auch zu unruhig gemacht. Richtig gelungen sind die Tiere mit ihren Gesichtsausdrücken. Wirklich herrlich gemacht! Als ich Bücherwürmchen fragte, was ich denn über das Buch schreiben könnte, hob er den lustig gezeichneten Wolf hervor. Er versuchte auch, so gierig wie dieser zu gucken.

Es gibt ein paar Punkte, die ich kritisch angemerkt habe, dennoch hat uns das Buch insgesamt durchaus gefallen. Bücherwürmchen hat es schon zwei Mal gelesen. Er ist aber auch kein Leseanfänger mehr. Das Buch eignet sich aber durchaus auch zum Vorlesen.

Rotzhase & Schnarchnase – Möhrenklau im Bärenbau von Julian Gough und Jim Field, übersetzt von Gesine Schröder, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-2820-1, 12€

Rezension: Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen

Neulich war es mal wieder so weit: Das nächste Kinderbuch war beendet und wir waren auf der Suche nach einer neuen Gute-Nacht-Geschichte. Mittags schlug Bücherwürmchen vor, dass wir uns doch schon einmal ein Buch aussuchen und damit anfangen könnten. Gesagt, getan. Wir entschieden uns für „Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen“. Zur Gute-Nacht-Geschichte wurde das Buch dann allerdings nicht. Warum? Weil wir es mittags direkt durchgelesen haben.

Ein Buch für geübte Erstleser

Mäc Mief ist kein dickes Buch. Es ist ein Buch für geübte Erstleser mit übersichtlichen Kapiteln und einer gut zu lesenden Schrift. Auf jeder Seite befinden sich ansprechende und lebendige schwarz-weiß Illustrationen. Wenn ich Bücherwürmchen das Buch vorlese, dann ist es natürlich ratzfatz durch. Wir hatten großen Spaß an der Geschichte und haben einfach ein Kapitel nach dem anderen gelesen.

Mäc Mief bei den Highland Games

Das Schaf Mäc Mief wundert sich, was bei ihm Zuhause los ist. Auf seiner Wiese fliegen Heusäcke und Gummistiefel herum. Das alles hat natürlich einen Grund: Die Familie Olifant trainiert für die Highland Games, bei denen jeder aus der Familie an einem anderen Wettbewerb teilnehmen möchte. Da müssen Mäc Mief und der Hütehund Bonnie mitkommen, denn sie müssen doch ihren Lieblingsmenschen Glück bringen. Aber dann gibt es bei den Highland Games noch eine andere Aufgabe für sie, denn auf einmal sind mehrere Geldbörsen verschwunden und Mäc Mief hat da so eine Idee…

Man ist schnell drin in der Geschichte und ja, man ahnt auch recht bald, worauf alles hinausläuft, aber das macht nichts, denn es ist einfach witzig die Geschichte aus der Perspektive von Mäc Mief zu erleben.

Spannende Handlung bis zum Schluss

Interessant ist der Aufbau des Buches. Man könnte anmerken, dass die Ereignisse die ganze Zeit hin und her springen. Mal müssen die Tiere unbedingt einen Wettbewerb der Familienmitglieder verfolgen und dann fällt ihnen wieder ein, dass sie ja den merkwürdig herum stolpernden Mann verfolgen wollten. Ich finde das jedoch gut gemacht, denn so löst sich der Fall von Mäc Mief und Bonnie nicht direkt auf und die Wettbewerbe werden nicht anschließend am Rande behandelt. Die Motivation das Buch bis zum Ende zu lesen ist so gut gegeben.

Passende Namensgebung

Sehr gut gefällt mir auch die Namensgebung verschiedener Figuren. Die Geschichte spielt in Schottland, aber dennoch können auch Erstleser die Namen gut lesen, denn sie werden einfach so geschrieben, wie man sie aussprechen würde. Bei Wörtern wie „Highland Games“ wird die korrekte Aussprache in der Fußnote erwähnt. Toll, dass daran gedacht wurde.  Leider ist dies bei Büchern für Erstleser nicht selbstverständlich.

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen“ ist der zweite Band der Reihe. In diesem Frühjahr kommt der vierte auf den Markt und auch wenn er mich bei der Durchschau der Neuerscheinungen noch nicht interessiert hat, da wir dieses Buch noch nicht gelesen hatten, so würde ich nun sagen: Unbedingt besorgen! Ich glaube, es lohnt sich, von Mäc Mief und seiner lebendigen Familie alle Bücher zu lesen, denn Mäc Mief ist ein freundliches, liebenswertes und aufgewecktes Schaf, welches man auf jeden Fall näher kennen lernen sollte.

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen von Carola Becker, illustriert von Ina Krabbe, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-28-7, 8,99€

Leseförderung: Lese-Geschichten zum Gestalten

Die Schulanfänger hatten bereits ihre ersten Ferien und so langsam beginnen sie ihre ersten Wörter zu lesen. Nun ist es wichtig trotz der großen Anstrengung die Lesemotivation zu wecken. Sobald die Kinder erste Sätze bewältigen sind die „Lese-Geschichten zum Gestalten“ eine tolle Möglichkeit dazu.

Ich habe mir das erste Buch dazu mal angeschaut. Hier findet man gleich drei Geschichten: „Kleine Maus allein zu Haus“, „Bruno der Zirkusbär“ und „Eine tolle Schnur aus Wolle“. Zu allen Geschichten gibt es Kopiervorlagen, aus denen dann jedes Kind sein eigenes Buch gestalten kann. Das ist doch eine tolle Sache für Kinder: Ein eigenes Buch! Und dann auch noch ein Buch, das man nicht nur selber gestaltet hat, sondern auch ein Buch mit einfachen, kurzen Sätzen, die man selber lesen kann.

Die Texte sind übrigens alle gereimt, was das Lesen ebenfalls vereinfacht.

Bei allen Geschichten müssen die Kinder die einzelnen Seiten gestalten, wobei sie natürlich bereits die Sätze mehrfach lesen – eine wunderbare Übung, die von den Kindern kaum bemerkt wird. Die Gestaltung erfolgt unterschiedlich: Bei der Geschichte mit der Maus werden Figuren gefaltet, bei der Geschichte vom Zirkusbären muss der Bär in unterschiedliche Stellungen gebracht werden und bei der letzten Geschichte wird auf einmal eine Schnur lebendig und verwandelt sich in verschiedene Sachen. Hier müssen die Kinder beim Aufkleben der Schnur motorisches Geschick beweisen. Es geht also bei allen Geschichten nicht nur ums Lesen, sondern auch um die Feinmotorik und verschiedene Basteltechniken.

Ich finde die Idee dieser selbstgestalteten Bücher einfach klasse. Sie sind meines Erachtens eine prima Leseförderung, die nicht nur in der Schule stattfinden kann. Auch zu Hause werden Kinder sich gerne an eine solche Bastelarbeit setzen und auch im Kindergarten kann man diese Projekte bereits unter anderen Aspekten durchführen.

Die Hinweise für die Lehrkraft zur Bearbeitung und Vorbereitung sind sehr klar und verständlich. Man muss das Ganze eigentlich nur noch durchführen.

   

Bücherwürmchen hat die Geschichte von der kleinen Maus allein zu Haus im Kindergarten gestaltet. Hier ging es natürlich nicht ums Lesen, sondern um das Ausschneiden von Figuren sowie das Falten nach Anweisung. Damit es für die Kinder nicht zu viel Arbeit wurde, wurde die Maus abwechselnd ausgeschnitten und aufgemalt. Das Produkt, das dabei herauskam, ist aber auf jeden Fall sehr schön geworden und eine tolle Erinnerung an den Kindergarten.

„Lese“-Geschichten zum Gestalten von Maria Schmetz, BVK, ISBN: 978-3-86740-043-5, 14,50€

 

Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Pixi Wissen: Kurze, interessante Sachtexte

Heute möchte ich euch nun das Pixi-Buchformat vorstellen, dass meines Erachtens perfekt in jede Grundschulklasse passt: Pixi Wissen.

Die Pixi-Wissen-Bücher richten sich an Grundschulkinder und nicht wie die klassischen Pixibücher an Kindergartenkinder, deshalb hatten wir bisher auch noch keine Bücher davon. Aber nun haben wir welche und ich bin wirklich begeistert von ihnen.

Bücher, nach denen Kinder greifen

Sie sind vom Format her etwas größer als die klassischen Pixibücher, haben etwas mehr Seiten und kosten einen Euro mehr. Sie sind aber immer noch so günstig, dass man mit ihnen schnell eine abwechslungsreiche und informative Klassenbibliothek eingerichtet hat, die auch nicht viel Platz benötigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass jedes Buch eine eigene ISBN hat und somit auch einzeln bestellt werden kann.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder, die gerade lesen gelernt haben, sich manchmal trotz guter Lesekenntnisse nicht an dickere, größere Bücher heranwagen. Die kleinen Pixibücher nehmen sie aber fast automatisch in die Hand, blättern darin herum, lesen eine Überschrift, die sie spannend finden und dann wird auch schon der dazugehörige Text gelesen.

Besonders gut funktioniert dies bei den Pixibüchern, die aus einer Kooperation mit der Zeitschrift „Warum!“ entstanden sind. Wir haben davon die Bücher „Unsere Tiere“ und „Unser Wald“. Es sind nicht unbedingt die Lieblingsthemen von Bücherwürmchen, vor allem nicht in Vergleich zu den Pixis „Dinosaurier“ oder „Burgen“, aber dennoch hat er sich als erstes mit diesen Heftchen ausführlich beschäftigt. Die gestellten Fragen, die hier die Überschriften darstellen, machen einfach auf die Antworten neugierig.

Wissensvermittlung mit Rätseln

Es gibt auch einige Pixibücher, die eine „Wissen macht Ah!“-Doppelseite enthalten, wobei ich diese Seite jetzt nicht unbedingt so besonders finde. Insgesamt finde ich aber, dass die Pixi Wissen-Bücher unglaublich viele Informationen auf den wenigen Seiten in kurzen Texten bereit halten, die für Grundschulkinder verständlich sind. Das neugelernte Wissen kann man dann am Ende sogar häufig noch in einem Quiz überprüfen. Außerdem werden wichtige Wörter noch einmal in einem Lexikon erklärt und teilweise gibt es sogar noch eine Rätselseite (bei den Büchern, bei denen es nicht die Wissen macht Ah!-Seite gibt). Auch das ist in Hinsicht auf die Leseförderung in der Grundschule sicherlich positiv zu bewerten, macht Kinder in der Regel aber auch viel Spaß.

Im Weiteren gibt es innerhalb der Pixi Wissen-Bücher auch noch die Bücher, die uns zu einem bestimmten Thema „100 mal Wissen und Staunen“ lassen. Hier werden 100 Fakten zu einem Thema kurz erklärt. Bei dem Pixi-Buch „Die Erde“ gibt es z.B. den Punkt „Jede Menge Seen“ (Kanada ist das Land mit den meisten Seen“ oder unter „Höhenflug“ wird erwähnt, dass die Streifengänse die höchste Flughöhe eines Vogels erreichen.

Große Themenvielfalt

Es gibt also selbst unter den Pixi Wissen-Heftchen einige Unterschiede: Pixi Wissen – Einfach gut erklärt, Pixi Wissen in Kooperation mit „Warum!“, Pixi Wissen mit „Wissen macht Ah!“ und Pixi Wissen „100 mal Wissen und Staunen“. Aber alle diese Hefte eigenen sich für die Grundschule gleichermaßen. Sie sind alle interessant, informativ, reichlich bebildert und verständlich. Es gibt sie zu beinahe allen Themen, die für Kinder in diesem Alter interessant sind: Bücher zu Natur und Tieren, Bücher zu geschichtlichen Themen, Bücher zur Erde und Geografie, Bücher zu Technik und Raumfahrt etc.

Eine weitere Reihe innerhalb der Pixi Wissen-Bücher ist „Basiswissen Grundschule“. Hier erfährt man zum einen etwas über das Lernen und den Schulalltag allgemein und zum anderen gibt es hier auch Bücher zu verschiedenen Fächern, z.B. „Lernspiele Mathe“. Ich weiß  nicht, ob Kinder an diesen Büchern zu Hause sonderlich viel Spaß haben (was sie an den anderen Pixi Wissen-Büchern definitiv haben), aber in der Schule können sie sicherlich das Freiarbeitsmaterial gut ergänzen.

Etwas aus dem Rahmen fallen meines Erachtens Hefte wie „Spiele für draußen“ oder „Papierflieger“ o.ä. Solche Themen würde ich persönlich nicht unter dem Begriff „Pixi Wissen“ erwarten, aber die Bücher an sich sind durchaus empfehlenswert. Hier kann man auch z.B. für Kindergeburtstage das eine oder andere Spiel finden.

Ich mag die klassischen Pixibücher gerne und wir haben eine riesige Sammlung, aber von den Pixi Wissen-Büchern bin ich fast noch begeisterter. Hier hat man so schnell ein paar kurze Sachtexte zu den verschiedensten Themen zusammen. Gerade in der Schule lassen sie sich vielfältig einsetzen, aber auch zu Hause ist eine solche Bibliothek aus kleinen, interessanten Büchlein eine tolle Sache

Pixi Wissen, Carlsen Verlag, 1,99 € pro Buch

Lesen lernen mit Logicals

Beim Lesen lernen steigt die Motivation enorm, wenn die Aufgaben spannend sind. Ganz besonders gut geeignet sind hier die Lese-Logicals. Auch Bücherwürmchen hat schon viel Spaß an den Logicals aus dem Heft „Lesen, knobeln, logisch denken – Leseförderung mit Logicals“. Hier steht für die Kinder nicht das Lesenüben im Vordergrund, sondern das Rätseln und Knobeln.

Logicals in zwei Schwierigkeitsgraden

In dem Heft sind 16 Logicals jeweils in zwei Schwierigkeitsgraden vorhanden. Grundsätzlich geht es immer darum, herauszubekommen, wie bestimmte Figuren heißen, wer welche Kleidung trägt etc. Diese Informationen müssen den Sätzen entnommen werden. Bei der einfachen Variante können die erlesenen Informationen direkt umgesetzt werden, während bei der schwierigeren Variante erst alles gelesen werden muss, um dann nach und nach die Lösung herauszufinden.

Beim Logical „Hexen“ heißt beispielsweise der erste Satz des einfachen Logicals „Die Hexe mit der grünen Schürze fliegt auf dem Besen“. Da nur eine Hexe auf einem Besen fliegt, kann man nun direkt ihre Schürze grün anmalen. Bei der schwierigeren Variante lautet der erste Satz: „Xenia hat eine Warze auf der Nase und eine rote Schürze“. Da es jedoch zwei Hexen mit Warze auf der Nase gibt, braucht  man zunächst weitere Informationen um die Schürze anzumalen.

Die Kinder müssen hier genau lesen und jedes Wort verstehen, da manchmal kleine Wörter wichtig für die Lösung sind. Sie müssen Aussagen in Verbindung zueinander setzen und logisch denken. Außerdem müssen gelesene Sätze im Gedächtnis bleiben bzw. müssen die Sätze mehrfach gelesen werden. Es wird also eine ganze Menge gleichzeitig gefördert und vor allem ist es ein Aufgabentyp, der dabei noch viel Spaß macht – eine perfekte Kombination!

Bunte Themenmischung

Thematisch sind die Logicals bunt gemischt: Hexen, Ritterburgen, Weltraumwesen, Tiere, Clowns, Torten usw. Da dürfte für jedes Kind, egal ob Mädchen oder Junge, etwas dabei sein. Pro Logical sind 4-8 Informationen zu lesen. Die Sätze sind an sich nicht schwierig, aber die Informationen müssen dann ja noch richtig verarbeitet werden. Die Logicals sind alle gut und eindeutig gemacht und die Kinder finden meist ohne großen Frust die richtige Lösung heraus.

aus: Lesen, knobeln, logisch denken, BVK

In erster Linie ist das Heft für die Grundschule (1./2. Schuljahr) gedacht, aber man kann es auch prima zu Hause verwenden. Bücherwürmchen darf sich selber aussuchen, welche Logicals er gerne machen möchte. Bisher haben Hexen, Dinos, Räuber, Weltraumwesen, Vampire, Ritterburgen und Leuchttürme sein Interesse geweckt. Da es bei uns nicht um Schulaufgaben geht, bestehe ich auch nicht auf ordentliches Ausmalen. Es geht nur darum die Logicals erfolgreich zu lösen, was bereits sehr gut klappt. Wichtig ist, dass man nicht direkt eingreift und die Kinder selber knobeln lässt, was Eltern manchmal schwer fällt. Wenn ein Kind es dann aber alleine geschafft hat, ist die Freude umso größer und gerade bei Logicals können Eltern mal sehen, was die Kinder schon alles können.

Lesen, knobeln, logisch denken – Leseförderung mit Logicals (1./2. Klasse) von Barbara Peters und Katharina Joanowitsch, BVK (Buch Verlag Kempen), ISBN: 978-3-86740-138-8

Lesen üben mit Vorlesegeschichte

Kinder haben meist Spaß daran lesen zu lernen, aber noch mehr Spaß macht ihnen das Ganze, wenn man sie bei diesem Prozess begleitet und vor allem, wenn man aus dem Lesen keine einsame Sache macht, sondern weiterhin dem Kind vorliest.

Aus diesem Grund gefällt mir das Konzept des Übungsheftes „Mit Paul ins Abenteuer Schule – Erstes Lesen“ grundsätzlich sehr gut. Denn hier werden kleine Leseaufgaben in Vorlesegeschichten integriert und Eltern und Kinder beschäftigen sich gemeinsam mit dem Lesen. Das finde ich wirklich gut. Die Eltern zeigen somit nicht nur Interesse an dem, was das Kind tut, sondern sie bringen sich auch selber mit ein, unterstützen das Kind und beschäftigen sich mit ihm.

Die handelnden Figuren in dem Heft sind Tiere, die vermenschlicht dargestellt werden. Die Bilder sind beinahe zu kindlich, aber sie sprechen Kinder im Grundschulalter durchaus noch an. Hauptfigur ist der Hase Paul, der gemeinsam mit seinen Freunden kleine Abenteuer erlebt. Er gerät in ein Gewitter, er versteckt Ostereier und muss sich selbst auf die Suche nach einer Überraschung machen, er badet in den Ostereierfarben, er führt mit seiner Klasse ein Theaterstück auf und er klettert einfach auf ein Pferd auf einer Wiese.

Abwechselnd zuhören und Aufgaben lösen

Die  Geschichten machen Kindern Spaß, auch wenn sie recht kurz sind, aber sie enthalten einen kleinen Spannungsbogen. Am liebsten würden die Kinder wohl nur die Geschichten hören, aber letztendlich erledigen sie auch die Aufgaben motiviert. Allerdings ist es nicht so einfach bei diesem Konzept eine schöne Vorleseatmosphäre zu schaffen. Nach etwa fünf vorgelesenen Zeilen folgt bereits eine Aufgabe. Soll man dafür etwa immer das gemütliche Sofa verlassen um die Aufgaben, bei denen man unter anderem etwas malen oder schreiben muss, vernünftig an einem Tisch zu erledigen oder liest man direkt am Küchentisch vor? Hm, beides ist irgendwie nicht so optimal. Wir haben es so gemacht, dass Bücherwürmchen die Aufgaben mündlich gelöst hat und ich die Wörter, die er z.B. aus zusammengesetzten Silben gefunden hat, aufgeschrieben habe. Die Aufgabe, bei der man den Kaffeetisch mit den gelesenen Dingen ergänzen soll, hat er dann anschließend am Tisch gelöst. Für Bücherwürmchen geht es in diesem Heft um Geschichten von Paul, zu denen man halt immer wieder Aufgaben lösen soll, aber die Geschichten stehen für ihn im Vordergrund und nicht das Üben und so hatte er auch keine Lust die doppelseitige Übungsecke, die sich an jede Geschichte anschließt, zu bearbeiten. Und da das Heft eine freiwillige Sache zu Hause ist, sollte man Kinder meines Erachtens auch nicht dazu drängen. Wir machen gemeinsam das, was uns Spaß macht und der Rest wird dann entweder zu einem anderen Zeitpunkt gemacht oder eben auch nicht.

Verschiedene Übungen

Die Aufgaben haben meines Erachtens einen recht unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. Mal muss man nur hören, an welcher Stelle eines Wortes ein bestimmter Laut vorkommt, der Anfangslaut von verschiedenen Dingen soll gehört werden, Silben müssen miteinander verbunden werden und ein fehlender Buchstabe soll gefunden werden. Dafür muss an einer anderen Stelle ein kleiner Text gelesen werden, Wörter in Spiegelschrift müssen entziffert werden, Sätze sollen in die richtige Reihenfolge gebracht werden und in anderen Sätzen ist jeweils ein Wort zu viel, welches gefunden werden soll. Insgesamt sind aber alle Aufgaben gut für Erstklässler im zweiten Halbjahr zu lösen. Die einfacheren Aufgaben auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt. Allerdings macht es schon Sinn, wenn die Kinder in der Lage sind alle Aufgaben lösen zu können, da sie ja sicherlich die Geschichten gerne direkt komplett hören möchten. Man wird ja kaum einzelne Aufgaben erst nach mehreren Wochen lösen.

Das Heft beinhaltet als kleines Extra auch Sticker der Hauptfiguren, welche hier jedoch nicht als Belohnung oder ähnliches eingesetzt werden, sondern für die Kinder zur freien Verfügung stehen.

DUDEN: Mit Paul ins Abenteuer Schule – Erstes Lesen; Dein Übungsheft mit Vorlesegeschichten, 1. Klasse, von Annette Weber, illustriert von Antje Hagemann, Dudenverlag, ISBN: 978-3-411-75502-8, 9,99€

Spannende Zeitreise in die Zeit von Goethe

Nach den Büchern „Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ und „Mit der Saubohne zu den Wikingern“ gibt es nun endlich ein neues Abenteuer von Mette und Theo mit dem magischen Tulpenbaum: Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

Mette und Theo helfen wieder die Samen alter Gemüsesorten für Almas geheimen Garten zu finden. Dieses Mal reisen sie nach Weimar um dort die Samen der Nachtkerze zu finden. Dabei laufen sie nicht nur Gustel über den Weg, sondern begegnen auch seinem Vater Goethe. Es geht auch in diesem Abenteuer wieder spannend zu. In der heutigen Zeit begegnet ihnen ein unheimlicher Mann, der scheinbar etwas über das Geheimnis des Tulpenbaums weiß und in der Goethezeit haben Mette und Theo nicht nur Schwierigkeiten die Samen, die sie zur Rückreise benötigen, zu finden, sondern müssen auch um den Tulpenbaum bangen, der von der Esplanade entfernt werden soll um die Herzogin nicht zu stören…

Eine seltene Epoche im Kinderbuch

Auf den ersten Blick scheinen die Rahmenbedingungen der Geschichte vielleicht nicht sonderlich spannend zu sein, aber ich finde es gerade toll, dass hier mal nicht ein übliches geschichtliches Thema für Kinder verwendet wird. Klar, erst einmal werden Kinder zu Themen wie Steinzeit und Wikinger und ähnliches greifen. Goethe und seine Zeit wird ihnen nicht unbedingt etwas sagen. Aber wenn Kinder bereits die ersten zwei Bücher aus der Reihe „Almas geheimer Garten“ gelesen haben, werden sie auch neugierig sein, wie es mit Mette und Theo weitergeht und wohin sie der Tulpenbaum beim nächsten Mal bringt und schwupps befinden sie sich im Weimar der Goethezeit. Hier können Kinder mal eine andere Epoche als sonst kennen lernen. Und gerade weil es zu dieser Thematik kaum vergleichbare Bücher gibt, war ich auf den Inhalt sehr gespannt. Das Buch hat knapp 80 Seiten – was kann man da überhaupt verständlich hineinpacken?

Viele historische Hintergründe eingebaut

An dieser Stelle muss ich ein großes Lob an die Autorin Birgit Hedemann aussprechen. In diesem Buch steckt unglaublich viel drin, was man zunächst vielleicht gar nicht so annehmen würde. Natürlich kann alles nur kurz angerissen werden, aber man bekommt beim Lesen dennoch einen Eindruck der Zeit und man wird neugierig auf die Hintergründe, die man im besten Falle gemeinsam mit den Eltern oder in der Schulklasse ein wenig ergründet. Selbst ich als erwachsene Leserin habe mir zu dem einen oder anderen angesprochenen Punkt in diesem Buch noch einmal ein paar weitere Informationen geholt. In dem Buch ist einfach nichts dem Zufall überlassen worden. Hier steckt unheimlich viel Wissen drin, welches einen aber nicht überfordert, sondern in kindgerechter Form passgenau in die Geschichte mit eingebunden wird. Das ist wurde wieder einmal richtig gut gemacht.

Allein die Reise zu Goethe ist genial ausgewählt. Sie führt uns nicht nur nach Weimar, sondern auch zu einem echten Pflanzenkenner, denn Goethe hat sich in seinem Leben intensiv mit Botanik beschäftigt. Er kommt also nicht nur als wichtige geschichtliche Persönlichkeit in diesem Buch vor, sondern er passt auch hervorragend zu dieser Bücherreihe, in der es neben den Reisen in die Vergangenheit ja auch um alte Pflanzen geht.

Der Leser erfährt in dem Buch direkt ein wenig aus dem Leben Goethes. So treffen Mette und Theo hier auf seinen Sohn Gustel (August) und sie dürfen auch das Gartenhaus im Weimarer Ilmpark besuchen.

Alte Berufe wie der Putzmacher sowie der Verkauf des Fleischs in einer Fleischbank werden genannt, wir begegnen der Herzogin Anna Amalia, erleben wie beschwerlich und gefährlich das Reisen in Postkutschen war und hören alte Worte wie „schlampampen“ (schlemmen) oder „Eisenkuchen“ (Waffeln). Natürlich tragen Mette und Theo auch bei diesem Abenteuer die übliche Kleidung der Zeit.

All dies sind Dinge, die neugierig auf mehr machen. Auch die Pflanze (Nachtkerze oder Schinkenwurz), um die es in diesem Buch geht, regt zu eigenen Nachforschungen an, denn sie hat spannende Eigenschaften und ist vermutlich den meisten Lesern erst einmal nicht bekannt. Sie hat aber auf jeden Fall wieder einen interessanten Namen.

Ein Buch zum Vorlesen und Selberlesen

Das Buch gehört zur Reihe „Die Bücher für geübte Erstleser“. Das Wort „geübte“ sollte man hier keinesfalls überlesen, denn für die allerersten eigenen Bucherfahrungen beim Lesen ist der Text noch zu umfangreich. Ansonsten bietet das Buch aber eine tolle Lektüre für Kinder, die dabei sind die Welt der Bücher lesend zu entdecken. Es gibt hier schon eine Geschichte mit mehreren Kapiteln in ordentlicher Länge, aber auf jeder Doppelseite befindet sich auch noch eine (schwarz-weiß) Illustration, was Kindern in diesem Alter noch sehr wichtig ist. Interessant sind hier die lebendigen Gesichtsausdrücke der Figuren, die die Gefühle und Gedanken sehr gut widerspiegeln.

Jüngeren Kindern ab circa fünf Jahren kann man das Buch auch schon prima vorlesen.

Insgesamt kann ich auch dieses Buch der Reihe wieder vollständig empfehlen: Spannend, interessant und gut zu lesen, einfach eine fesselnde und informative Lektüre, die die Neugier weckt!

61pmcjikczl

Almas geheimer Garten: Mit dem Schinkenwurz zu Goethe von Birgit Hedemann, illustriert von Maria Ernicke, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-39-3, 8,99€

Tolle Fortsetzung von Almas geheimen Garten

Bereits vom ersten Band der Reihe „Almas geheimer Garten“ war ich begeistert. „Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ erzählt eine spannende Zeitreise, die sich sehr gut lesen lässt und nicht nur geübte Erstleser schnell in ihren Bann zieht. So erhielt dieses Buch aus dem Südpol Verlag dann auch den letzten verliehenen Buchkönig.

Obwohl es sich um ein Kinderbuch handelt, das ein erwachsener Leser in aller Kürze durchgelesen hat, habe ich tatsächlich dem zweiten Band entgegengefiebert. Als nun „Mit der Saubohne zu den Wikingern“ bei mir eingetroffen ist, habe ich mich richtig auf die Lektüre gefreut und war gespannt, ob es genauso spannend weiter geht. Und ein kleines Fazit schicke ich schon einmal vorweg: Diese Reihe ist wirklich eine besondere Buchperle! Es sind wirklich ganz tolle Bücher für Grundschulkinder und zwar egal, ob für Jungen oder für Mädchen. Hier werden keine geschlechtertypischen Klischees erfüllt. Es geht nicht um Ponys oder Fußball, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch Kinder, die ansonsten zu solchen Büchern greifen, Spaß an den Zeitreisen haben. Es sind einfach Bücher, die gut zu lesen sind und die einen fesseln, egal, welche Interessen man hat. Und es ist natürlich schön, dass historisch und botanisch interessierte Kinder hier auch mal auf ihre Kosten kommen.

Nun reisen Mette und ihr Cousin Theo also zu den Wikingern um die Saubohne, auch Dicke Bohne genannt, zu retten. Ja, dieses Mal spielt also Theo tatsächlich eine aktivere Rolle, wie ich es bereits nach dem ersten Buch vermutet habe. Er kennt sich mit historischen Begebenheiten ein wenig aus und unterstützt Mette dabei nach Haithabu, ins Handelszentrum der Wikinger, zu gelangen, wo sie hoffen die Saubohne zu finden. In diesem Buch begegnen sich die Kinder auf Augenhöhe. Selbstverständlich ist auch dieses Abenteuer nicht ganz ungefährlich. Vor allem aber gibt es Probleme bei den Samen der Bohne, denn den Kindern ist zunächst nicht klar, dass sie getrocknete Bohnen benötigen und so verschwenden sie ihre kostbare Zeit mit der Suche nach frischen Bohnen. Aber sie dürfen nicht zu spät zurück zum Tulpenbaum kommen, denn ansonsten hat er keine Kraft mehr mit ihnen gemeinsam zurück in Almas Garten zu reisen…

Auf der Suche nach der Saubohne – wieder so ein spannender Name für eine Gemüsesorte – bekommen die Kinder und somit wir Leser einen Einblick in das Leben der Wikinger bzw. der Händler in dieser Zeit. Kleidung, Essen, Boote, der Handel, Häuser und vieles mehr findet Erwähnung. Auch ich als Erwachsene habe hier noch ein paar Sachen gelernt, wobei alles sehr verständlich geschildert wird und man gar nicht das Gefühl hat, dass hier auch Wissen vermittelt wird. Prima gemacht!

Auch in diesem Buch bleibt noch einiges offen. Alma, für deren Garten Mette und Theo die Samen der Urpflanzen besorgen, benimmt sich geheimnisvoll, und wir erfahren nicht, wer der Besucher ist, von dem sie noch nichts erzählen möchte. Ob es dann also in einem dritten Band, so wie es sich Theo wünscht, ins alte Rom geht? Man darf gespannt sein… Ich bin es jedenfalls!

Insgesamt gefällt mir dieser Band genauso gut wie der erste. Er lässt sich sehr gut lesen und man ist sofort in der Geschichte drin. Die Sätze sind übersichtlich, wirken aber nie monoton oder langweilig. Auch ohne den ersten Band zu kennen, kann man das Buch gut lesen, aber es wäre natürlich schade, wenn man das erste Buch nicht kennen lernt, denn wenn einem ein Buch dieser Reihe gefällt, dann sicherlich auch das andere!

Ich habe übrigens nun auch die Bücher meinem Sohn vorgelesen. Warum hat er sich erst jetzt kennen gelernt?  Weil es schließlich auch noch schöne Bücher geben muss, die er entdecken kann, wenn er irgendwann seine ersten Lesefertigkeiten anwendet. Aber diese Bücher kann man dann sicherlich auch ohne Probleme noch einmal lesen. Beide Bände haben ihm sehr gut gefallen. Wir haben sie direkt nacheinander an einem Abend gelesen und ich habe an seiner Körperhaltung gemerkt, wie spannend er sie fand. Am liebsten hätte er im Anschluss gleich ein drittes Buch aus dieser Reihe gelesen und er konnte gar nicht verstehen, warum es das noch gar nicht gibt…

cache_53022349.jpeg

Almas geheimer Garten: Mit der Saubohne zu den Wikingern von Birgit Hedemann, illustriert von Maria Ernicke, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-27-0, 8,99€