Rezension: Theo und Mammut

Theos Eltern möchten nur das allerbeste für ihren Sohn. Und so ist sein Tag komplett durchstrukturiert: Er muss unter anderem tanzen, rechnen, singen und Yoga machen. Über all diese Aktivitäten wacht Nannie Beinhaar. Theo findet das alles natürlich weniger lustig und so macht er sich schon morgens, wenn er in der Badewanne liegt auf den Weg in die Urzeit. Und da kann er zusammen mit Marga vom Stamm der Zotteltaler ein richtiges Abenteuer erleben. Sogar Säbelzahnkaninchen und Mammute leben dort. Allerdings auch die hungrigen Krachbacken vom wildesten Stamm überhaupt, die Theo und Marga gefangen nehmen…

Fantasievolle Geschichte

Die Geschichte ist unglaublich fantasievoll. Aber spielt sie sich alleine in Theos Fantasie ab oder gibt es in seiner näheren Umgebung tatsächlich noch andere Kinder, mit denen er sich zum Spielen trifft? Das muss wohl jeder Leser letztendlich für sich selber entscheiden. Die Geschichte, in die sich Theo jedoch flüchtet, macht Spaß und regt zudem die eigene Fantasie an. Es ist eine spannende und aufregende Welt, die geradezu nach einem Abenteuer riecht, nach dem sich viele Kinder sehnen.

Comicartige Sequenzen

Das Buch ist ein wenig wie ein Comic aufgebaut, enthält in den Bildern jedoch statt wörtlicher Rede erzählenden Text. Comicähnlich ist es jedoch, dass die Geschichte neben dem Text durch viele einzelne Bilder erzählt wird. Ab und zu gibt es zudem Sprechblasen. Farblich sind die Bilder in schwarz, weiß und rot gehalten. Die Zeichnungen selber sind klasse, denn sie enthalten viel Witz. Allein die kräftige Nannie Beinhaaar, deren Beine und Arme tatsächlich behaart sind, und die im Röckchen Tanzposen zeigt, ist herrlich.

Mein Sohn hat sich das Buch direkt geschnappt und gelesen. Sein kurzes Urteil dazu: „Sehr gut!“

Copyright: Arena Verlag

Theo und Mammut – Alles begann an einem Freitag von Stefan Boonen & Melvin, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-60378-0, 12,99€

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Ein Treffen mit Karl der Kleine-Autor Alfred Neuwald

Weihnachten ist nun schon seit etwa einem Monat vorbei und die letzten Lebkuchen dürften wohl aufgegessen sein, aber in Aachen muss man dennoch nicht auf sie verzichten. Hier gibt es nämlich ein Gebäck namens Printe, welche das ganze Jahr in den Bäckereien erhältlich ist. Was eine Printe ist? Am besten erklärt man es wohl mit einem ganzjährigen Lebkuchen, was es tatsächlich ist, kann man nur durch einen eigenen Geschmackstest erfahren. Ich kenne viele Menschen, die Printen nicht wirklich mögen, aber es gibt auch welche, die dieses Gebäck lieben.

Im letzten Jahr traf ich Alfred Neuwald in Aachen und nicht nur er selbst isst sehr gerne Printen, sondern auch eine Figur aus einem seiner Bücher: Karl der Kleine. Im Herbst brachte Alfred Neuwald unter dem Namen Neufred den neusten Comic von Karl dem Kleinen heraus: Die Printe des Teufels.

Die Printe des Teufels

Damit es Karl dem Kleinen gut geht, braucht er unbedingt eine Printe, doch alle Printen sind ausverkauft. Da bietet ihm der Teufel die größte Printe der Welt an, wofür er natürlich Karls Seele haben möchte. Allerdings legt der Teufel Karl einen falschen Vertrag vor, so dass dieser in die Vergangenheit, ins 17. Jahrhundert verbannt wird. Nun hat er die Möglichkeit an das Rezept für die Printen zu gelangen, was der Teufel verhindern möchte, so dass er ein Feuer legt. Schon bald brennt beinahe die ganze Stadt…

Mein Sohn liebt die Comics von Karl dem Kleinen, auch wenn er vielleicht nicht alles darin versteht, wobei sich „Die Printe des Teufels“ auch schon gut für Grundschulkinder eignet. Die ersten Comics, die nur in Aachen erhältlich sind, enthalten deutlich mehr geschichtliche Bezüge. Den neuen Comic hat Alfred Neuwald im eigenen, neu gegründeten Verlag Granus herausgebracht. Das Buch, welches durch den Teufel märchenhafter als die vorherigen Bücher ist, ist in ganz Deutschland erhältlich, was ich toll finde.

Entstehung des Comics

In den Büchern steckt jede Menge Recherche, denn auch die Stadtgeschichte spielt in dem Buch eine Rolle. Alfred Neuwald berichtete, wie viel Spaß ihm die Recherchen machten, wobei der große Stadtbrand eher zufällig zum Thema des Buches wurde.

Alfred Neuwald hatte noch einige Comicstrips, aus denen er gerne ein Buch machen wollte. Dabei kam ihm die Idee eine Art Marshmallow-Man in Form einer Printe durch Aachen laufen zu lassen. Dann fiel im allerdings eine Broschüre mit dem Stadtbrand in die Hände, die er schon seit einigen Jahren besaß und er merkte schnell, dass man aus der Sache deutlich mehr machen konnte. Hinzu kommen dann noch ein, zwei Aachener Legenden.

Karl der Kleine ist momentan Alfred Neuwalds Lieblingsprojekt. Er hat schon früher an Comicprojekten gearbeitet, allerdings war er da nur für die Illustrationen zuständig. Nun schreibt er auch die Texte selber, was ihm noch mehr Spaß macht. Und ich finde, dass man es seinen Büchern auch anmerkt, welche Freude darin steckt – neben all der Arbeit natürlich. Das Buch enthält rund 200 Bilder, an denen er etwa ein Jahr saß. Normalerweise arbeitet er zunächst an den Bildern, die ihm besonders viel Spaß machen, doch dieses Mal ist Alfred Neuwald anders vorgegangen. Er wollte mit den schwierigen Sachen beginnen, wozu die Riesenprinte gehörte. Ich fand es jedenfalls sehr interessant zu hören, dass er bei dem Buch nicht der Reihe nach gegangen ist. Auch sehr spannend sind die Bilder, auf denen seine Töchter kurz zu sehen sind und dabei genau die von den Töchtern gewünschte Kleidung tragen. Das macht das Buch einerseits für die Familie besonders wertvoll, zeigt andererseits aber auch die Leidenschaft, die in diesem Buch steckt. Im Übrigen kamen von einer der Töchter auch entscheidende Hinweise zur Gestaltung der Riesenprinte. So konnte Alfred Neuwald das Problem dieses Bildes mit gutem Gefühl lösen und sich anschließend an die anderen Bilder machen.

Pixibücher von Alfred Neuwald

Alfred Neuwald produziert nicht nur tolle Comics, sondern er ist auch Pixibuchautor, wobei er in letzter Zeit deutlich weniger Pixibücher gemacht hat. Viele von euch kennen sicherlich Pixibücher von ihm. Eine seiner liebsten Projekte waren zum Beispiel die Pixibücher rund um Kapitän Sternhagel. Bücherwürmchen hat lange Zeit das Pixibuch „Der wilde Klaus“ geliebt – auch dieses ist von Alfred Neuwald. Eigentlich ist es doch schade, dass man bei Pixibüchern häufig gar nicht wahrnimmt, wer sie eigentlich geschrieben hat. Nun ja, mittlerweile achte ich immer mehr darauf und freue mich dann, wenn ich wieder einmal feststelle, dass ich ein Pixibuch von Alfred Neuwald in der Hand halte. Er erzählte auch, dass seine Pixibücher weltweit verkauft würden. Da die ausländischen Rechte oft auf der Buchmesse verhandelt werden, war dies dann immer ein nettes Weihnachtsgeld. Auch hier habe ich wieder etwas dazu gelernt. Dass es Pixibücher tatsächlich rund um die Welt gibt, war mir so nicht bewusst.

Karl der Kleine war im Übrigen auch zunächst eine Idee für ein Pixibuch. Dazu ist es nicht gekommen, aber dafür gibt es nun ganze Comics von ihm.

Vom Comicfan zum Comicautor

Im Gegensatz zu mir ist Alfred Neuwald ein richtiger Comicfan (insbesondere frankobelgische Comics), aber nun, wo ich ihn als Autor und Illustrator kennen gelernt habe, liegt mir sehr daran, zumindest seine Karl-Comics zu lesen. Vielleicht bekomme ich auf diese Weise doch noch einen Zugang zu Comics, wobei wir auch festgestellt haben, dass man das Comic lesen auch lernen muss. Nicht jeder kann einen Comic lesen und kommt mit der Gestaltung der Seiten klar. Wenn man nicht mit Comics aufgewachsen ist, beginnt man selten später damit Comics zu lesen. Das kann ich auf jeden Fall bestätigen. Es gibt einige Comics, die mich durchaus interessieren würden, aber eine richtige Leidenschaft entsteht bei mir nicht. Interessanterweise durfte Alfred Neuwald selbst als Kind keine Comics lesen und musste diese unter dem Pullover ins Haus schmuggeln, wurde dann letztendlich von seinem Vater aber doch sehr unterstützt, als er Trickfilme machen wollte. Welch ein Glück, denn so ist er letztendlich auch zum Comiczeichner geworden und wir dürfen nun seine tollen Bücher, die Spaß machen, gut zu lesen sind und Wissen vermitteln, in den Händen halten.

Hier findet ihr die Facebookseite von Karl dem Kleinen: https://www.facebook.com/KarlderKleineComic

Und dies ist die Internetseite von Alfred Neuwald: http://alfred-neuwald.com/

Kinderbuchklassiker als Comic – Das doppelte Lottchen

Irgendwie sind Zwillings-Geschichten ja immer wieder reizvoll. Neben den Hanni und Nanni-Büchern habe ich besonders ein Buch geleibt: Das doppelte Lottchen! Ich finde Erich Kästners Geschichte von Luise und Lotte, die sich völlig ahnungslos in den Ferien im Kinderheim in Seebühl am Bühlsee treffen und herausfinden, dass sie Zwillinge sind, herrlich.

Die Zwillinge tauschen ihre Rollen. Luise fährt als Lotte zur Mutter nach München und Lotte als Luise zum Vater, dem Herrn Kapellmeister, nach Wien. Nun ist es natürlich spannend und witzig zu erfahren, wie es den Mädchen ergeht. Aber es steckt auch ganz viel Zuneigung, Sehnsucht und der kindliche Wunsch nach einer heilen Familie in dieser Geschichte, was viel von ihrem Charme ausmacht.

Klar, dass am Ende das Täuschungsmanöver auffliegt und Mutter und Luise eilen besorgt nach Wien, wo Lotte, getarnt als Luise, krank im Bett liegt, so dass die Familie nach vielen Jahren das erste Mal wieder komplett zusammentrifft. Nun muss nur noch Irene Gerlach, die zu viel Interesse am Vater zeigt, gestoppt werden und die Eltern müssen einsehen, dass sie es zusammen doch viel schöner haben…

Diese Geschichte geht einem zu Herzen. Allerdings bestehen durchaus Zweifel, ob sich heutige Kinder von diesem „alten Kram“ noch begeistern lassen, wobei es zu schade wäre, wenn „Das doppelte Lottchen“ nicht mehr vorgelesen würde.

Vielleicht ist es also eine gute Idee, dass der Dressler Verlag das Buch als Comic von Isabel Kreitz heraus gebracht hat, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder sehr gerne zu Comics greifen. Ein guter Schachzug also? Ich gebe zu, dass ich im ersten Moment etwas schlucken musste und es mir merkwürdig vorkam, dass ein solcher Klassiker auf einmal als Comic daherkommt. Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass ich persönlich Comics nie so reizvoll fand.

Aber dieses Buch kann mich tatsächlich überzeugen. Dies liegt vor allem an folgenden Sachen: Zwar wurde die auch heute beliebte Form des Comics gewählt, was den Griff zum Buch sicherlich erleichtert, andererseits wurde der Inhalt selbst nicht modernisiert. Die Bilder selbst lassen es zu, dass man sich schnell in der alten Geschichte wiederfindet, denn beispielsweise wurden Kleidung und Figuren altmodisch gezeichnet. Alles ist farbig, aber auch die Farbgebung passt zu dieser älteren Geschichte. Die Gesichter fand ich auf den ersten Blick teilweise etwas hässlich, aber nach ein paar Seiten hat man sich daran gewöhnt und irgendwie sind genau diese Bilder „Das doppelte Lottchen“. Es passt alles perfekt zueinander. Die Gesichtsausdrücke spiegeln im Übrigen klar das Geschehen wider. Auch der Text wird originalgetreu wiedergegeben. Kenner des doppelten Lottchens werden viele Ausrufe und Dialoge wiedererkennen. Letztendlich fragt man sich beinahe, was denn in dem Roman noch, neben den Dialogen, an zusätzlichem Text steht, denn hier liegt eine rundum gelungene Adaption vor. Die Geschichte wird in Bildern und mit Dialogen erzählt und man vermisst nichts. Im Gegenteil, man hat das Gefühl, dass man die alte, oft gelesene Geschichte ein weiteres Mal liest.

Hoffentlich haben nun viele Kinder Spaß an diesem Comic, so dass sie sich ebenfalls an der Geschichte von Lotte und Luise erfreuen können. Es wäre dem Buch sehr zu wünschen und ich glaube, dass auch heutige Kinder die Geschichte mögen werden, wenn sie sich einmal auf sie einlassen.

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Das doppelte Lottchen – Ein Comic von Isabel Kreitz von Erich Kästner, Dressler Verlag, ISBN: 978-3-7915-1171-9, 19,99€

Traurig und berührend: Ein Comic zum Thema Holocaust

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Wieder einmal wandert ein Buch durch den Campus Libris, wieder einmal ist es ein wichtiges Buch und wieder einmal ist es ein Buch für alle (so wie bereits „Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar„): „Das versteckte Kind“. Auch wenn die eigentliche Zielgruppe dieses Buches ältere Kinder und Jugendliche sind, so vermag es genauso Erwachsene zu berühren. Mich jedenfalls hat dieses Buch tief bewegt und sein Inhalt und seine Bilder bleiben auch weit nach dem Lesen noch in meinen Gedanken.

Ich kann nur jedem raten: Lest dieses Buch und schaut es euch mit Jugendlichen an. Es könnte dazu beitragen, dass junge Menschen alles dafür tun möchten, damit nie wieder Menschen unter den Schrecken und den ideologischen Wahnsinn wie in der Zeit des Nationalsozialismus im Dritten Reich.

Das versteckte Kind“ ist ein Comic zum Thema Holocaust und gerade weil hier ein Kind im Vordergrund steht, macht dieses Buch so betroffen. Man fühlt und leidet mit, man spürt die Ungerechtigkeit beinahe körperlich, man wird traurig und bekommt vielleicht sogar Angst, wenn man sich so manch eine Entwicklung in der Gesellschaft anschaut, aber aus diesem Gefühl der Betroffenheit kann auch der Wunsch und der Mut entstehen, sich stark zu machen, für Menschen, die unterdrückt und ausgegrenzt werden, sich stark für ein gleichberechtigtes Menschenbild zu machen, Nächstenliebe zu leben und ideologischem Wahnsinn entschieden entgegen zu treten.

Ob die Geschichte von Dounia Cohen, dem versteckten Kind, dazu beitragen kann? Ich denke schon, denn Dounia Cohen lässt in dem Buch ihre Enkelin Elsa sowie alle Leser sehr nah an die Geschehnisse damals herankommen. Es bleibt nicht bei einer bloßen Geschichtsstunde, nein, es geht um das Erleben eines Kindes, um die Gefühle und vor allem die Ängste, die ein kleines jüdisches Mädchen, ausstehen musste.

Elsa merkt, dass ihre Großmutter Dounia Cohen traurig ist und möchte gerne den Grund erfahren. Die Großmutter, die sich an ihre Vergangenheit erinnert hat, lässt die Enkelin an ihren Gedanken und ihrer Geschichte teilhaben. Sie erzählt. Ja, es handelt sich hier wirklich um die Erzählung einer Großmutter, auch wenn die erlebten Szenen wie in einer Geschichte dargestellt werden. Aber stets hört man die Stimme der Großmutter, ihre Überlegungen, ihre Erklärungen, ihre Gefühle. Eigentlich hatte Dounia eine schöne Kindheit. Sie hatte liebevolle Eltern, sie ging gerne zur Schule und sie hatte Freunde. Doch dann kam der Tag, an dem der Vater erklärte, dass jeder in der Familie von nun an einen Stern zu tragen habe. Der Papa nannte den Stern einen Sheriff-Stern, aber als Dounia mit ihm stolz in die Schule ging, wurde sie auf einmal von allen anders behandelt. Sie wurde ausgegrenzt und gar nicht mehr nett behandelt. In der Schule musste sie sich in die letzte Reihe setzen und zum Unterricht beisteuern durfte sie auch nichts mehr.

Irgendwann wagte sich die Familie kaum noch nach draußen und die Lage wurde immer schlimmer. Ja, auch Dounias Familie blieb das Schicksal der Deportation und des Konzentrationslager nicht erspart. Nur ein kleines Mädchen konnte dem entgehen: Dounia. Ihre Eltern konnten sie gerade noch rechtzeitig im Schrank verstecken. Zum Glück gab es auch in dieser schlimmen Zeit gute Menschen und davon brauchte es einige, um Dounia, die nun ihren Namen verändern musste, an einen sicheren Ort zu bringen. Dounia wurde gerettet, aber Angst und die Sehnsucht nach ihren Eltern begleiteten sie stets auf ihrem Weg. Auch als der Krieg beendet war, war das Leiden noch nicht vorbei, denn nun gingen Dounias Helfer und Dounia auf die Suche nach den Eltern, aber die Opferlisten sind sehr lang. Dounias Mama stand auf keiner. Sie hatte überlebt, aber bei ihrem Anblick zieht sich nicht nur Dounia das Herz zusammen. Und auch wenn man dann liest, dass Dounia nie aufgehört hat, auf die Rückkehr ihres Vaters zu warten, muss man noch einmal schlucken.

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich kein Comic-Fan bin, aber dieses Buch, welches einem so nah geht, belehrt mich mal wieder eines besseren. Eigentlich sind auf den Bildern nicht viel mehr als die Figuren zu sehen, welche ebenfalls keine großen Details aufweisen. Aber die Gesichtsausdrücke sowie die Körperhaltungen in Kombination mit der Erzählung der Großmutter vermögen es auf unglaubliche Art und Weise einen zu berühren. Besonders die Momente der Ausgrenzung in der Schule und das Unverständnis bei dem kleinen Mädchen haben mich unglaublich traurig gemacht. Wie kann man Menschen, wie kann man Kindern so etwas nur antun? Lest dieses Buch, stellt euch diese unausweichliche Frage, weint mit Dounia und tretet dafür ein, dass dies nie wieder jemandem angetan wird.

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Das versteckte Kind von Loic Dauvillier, Marc Lizano, Greg Salsedo, übersetzt von Monja Reichert, Panini Comics, ISBN: 978-3-86201-774-4, 16,99€