Wie der Waldschrat zu seiner Unterhose kam – Interview mit Mele Brink

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Tom hat einen besonderen Freund: Es ist der Waldschrat, der im Wald lebt. Ihn und viele Tiere hat Tom in dem Buch „Tom und der Waldschrat“ kennen gelernt. Damals hat Tom den Tieren im Wald geholfen, aber nun braucht er ihre Hilfe. Dass sein Gummistiefel verschwunden ist und die Spur in den Wald führt, ist da nur das kleinere Übel. Schlimmer für Tom ist, dass seine Eltern in letzter Zeit ständig streiten. Schnell erfährt er von den Tieren, dass auch bei ihnen nicht alles immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint und es gar nicht so selbstverständlich ist, dass Mama, Papa und Kind immer zusammen leben. Ob das Tom weiterhelfen kann?

Blogtour zu „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“

Wenn ihr der Blogtour zu dem Buch „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ gefolgt seid, dann habt ihr ja schon einiges über Tom und den Waldschrat gelesen. Ansonsten könnt ihr das aber jetzt natürlich auch noch nachholen. Hier eine Übersicht der Stationen:

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Interview mit Illustratorin Mele Brink

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Heute soll es aber um die Illustrationen gehen, die ja viel von dem Buch ausmachen. Und ihr dürft dazu heute ein wenig hinter die Kulissen blicken, denn ich habe der Illustratorin Mele Brink ein paar Fragen gestellt, die diese ausführlich beantwortet hat. Ich selbst fand ihre Antworten äußerst interessant und ich hoffe, dass ihr sie genauso gerne lest. Also, los geht’s:

„Der Rat der Tiere“ ist der zweite Band von „Tom und der Waldschrat“. Inwiefern macht es beim Illustrieren einen Unterschied, wenn einem die Figuren eines Buches bereits vertraut sind?

Ach, das ist im Vorfeld schon anders. Man ‚muss‘ ja nicht erst überlegen, wie die Figuren aussehen könnten. Man hat ja quasi schon das Personal. Natürlich gucke ich erst mal ziemlich genau, wie ich beim ersten Band was gemacht habe, überlege, was noch besser passen könnte, was ich jetzt anders machen würde und versuche dann ein Gleichgewicht zwischen Wiedererkennbarkeit und eben Veränderungen/Verbesserungen hin zu bekommen.

Bei mir gibt’s ein paar Figuren, die ich so oft zeichne, dass ich gar nicht gucken muss, wie ich das (vor Jahren) gemacht haben. Bei mir wären das z. B. der Rucky Reiselustig, den ich seit fast zwanzig Jahren durch die Kinderfastenaktion huschen lasse oder eben auch Tofuwürste und alle Anverwandten und Bekannten (die sind weniger aus dem Kinderbuchbereich 😉 )

Beim Waldschrat musste ich aber schon erstmal den ersten Band zur Hand nehmen und ganz viel gucken.

Die Illus mache ich analog, das heißt , es gibt keine Farbpalette, die ich im Rechner gespeichert habe. Natürlich habe ich meine ‚Lieblingsfarben‘, und trotzdem – viel gucken, welches grün, welches blau ….. Und trotzdem hat der Waldschrat im zweiten Band ein wenig mehr auf den Rippen als im ersten Band. Der gefiel mir so noch besser.

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Hast du bei Figuren, die bereits im ersten Band vorkommen, in den Illustrationen etwas verändert oder hältst du dich ganz streng an die ersten Illustrationen?

Die Figuren sind schon sehr ähnlich geblieben, vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas runder oder eckiger, vielleicht mal eine andere Perspektive. Die jungen LeserInnen sollen aber eindeutig schon den Schrat, das Kaninchen, Tom …. wieder erkennen.

Wirklich geändert oder dazugenommen haben wir (das mache ich nicht alleine, sondern zusammen mit dem Grafiker, der dann das Buch setzt) einen Fonds, der ab und zu eine Seite oder eine halbe tönt. Im ersten Band gibt es mehr ‚aquarellige‘ Hintergründe, im zweiten Band ist das ein wenig schlichter. Wir fanden das zu den cartoonigen/cleanen Zeichnungen noch passender.

Vom Waldschrat gibt es in den Büchern sehr genaue Beschreibungen im Text. Inwiefern findest du dies bei deiner Arbeit hilfreich bzw. inwiefern behindert dich dies?

Uh, das ist nicht so eindeutig zu beantworten. Auf der einen Seite ist das super, wenn ich weiß, was  die/der AutorIn an Vorstellungen im Kopf hat. Ob das im Text vorkommt, ist eigentlich nicht so wichtig. Dann hat man einfach gute Chancen ein ’stimmiges‘ Buch machen zu können. Natürlich gibt es auch Situationen, wo ich das völlig anders machen würde. Dann muss man halt ein bisschen quatschen …

Aufpassen muss man allerdings sehr, dass die Bilder exakt den Beschreibungen entsprechen – junge LeserInnen oder ZuhörerInnen sind da unglaublich aufmerksam und bekommen jeden Fehler mit ;-).

‚Interessant‘ wird es, wenn sich die Beschreibungen einfach nicht darstellen lassen. Beispiel wäre vielleicht eine geflügelte Fee, die auf ihrem Rücken eine ähnlich große Figur mit in die Lüfte nehmen soll. Die ist den Flügeln dann einfach schwer im Weg …. An der Stelle wird am Text etwas verändert/gefeilt oder eben die Figuren geändert.

Auf der anderen Seite finde ich es natürlich auch prächtig, wenn ich mich ohne weitere Beschreibungen komplett ‚austoben‘ kann. Nebenfiguren einfügen, Albernheiten, die im Text nicht vorkommen …. die Farben der Kleidung so wählen, wie ich sie ‚harmonisch‘ finde, und nicht zwingend so wie im Text.

Ich finde es da immer sehr spannend, wie die AutorInnen ticken – einige sind sehr ‚im Text‘ und haben auch gar nicht mal konkretere Bilder im Kopf (für mich die totale Freiheit 😉 ), andere denken und schreiben eher in Bildern. Das macht die Zusammenarbeit immer anders und eigen.

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Gehst du beim Illustrieren chronologisch vor? Also, bebilderst du ein Buch von vorne nach hinten oder suchst du dir erst bestimmte Bilder aus, mit denen du beginnst? Vielleicht kannst du uns ein bisschen erzählen, wie du bei deiner Arbeit vorgehst.

Als erstes müssen bei mir immer die Figuren ’stehen‘. Das war beim zweiten Waldschrat jetzt natürlich einfach. Bei ganz neuen Szenarien/Protagonisten gibt es erstmal einen Haufen Skizzen und Probezeichnungen. Ich bin immer ganz glücklich, wenn ich mich endlich entschieden habe, wie denn eine Figur aussehen soll, wie die gezeichnet wird, wie coloriert. Dann kann ich anfangen, mit denen ‚zu spielen‘. Unterschiedliche Geschichten verlangen ja unterschiedliche Figuren, unterschiedliche Szenen. Gibt es Outlines (deutliche Umrisslinien) oder nicht, braucht es einen vollflächigen Hintergrund, detailliert oder weniger, passen farbige aber nicht bunte Illustrationen oder soll es wirklich bunt und knallig werden? Ich habe ja nicht einen immer wieder erkennbaren, eindeutigen Stil. Natürlich haben meine Illustrationen eine ‚Familienähnlichkeit‘, ich versuche aber die Zeichenart (in meinen Grenzen … ) auch dem Text anzupassen.

Der Waldschrat ist da eher ‚clean‘ und cartoonig, passt einfach zum Text. 😉 Und er hat die Besonderheit, dass es zeichnerisch einmal die Geschichte um Tom und den Waldschrat gibt und einmal die Kleinzeichnungen, die z.B. ökologische oder familiäre Zusammenhänge darstellen. Claudia Mende ist Journalistin und da ist im jeden Halbsatz noch eine Info enthalten, die nicht zwingend zur eigentlichen Geschichte gehört. Und die sollen doch auch ein ‚Gesicht‘ bekommen. Die Zeichnungen über das Zusammenleben von Wildschweinen, Rehen, etc. wären ein Beispiel für diese ‚verkürzte‘ Darstellung.

Und jetzt endlich zur ‚Chronologie‘. Meist teile ich den Text zuerst in Doppelseiten ein. Was passt auf eine Doppelseite, was gehört zwingend zusammen, wo teilt man den Text, damit man auch Lust hat umzublättern? Dazu mache ich dann Scribbles und Notizen, was ich zeichnen will, vielleicht auch schon eine Notiz zur Seitenaufteilung. Wie viele Seiten soll das Buch am Ende haben, spielt auch eine Rolle.

Und dann zeichne ich schon eher das Buch von vorne bis hinten durch. Okay, die Umschlagillustration ist gerne schon mal vorher dran. 😉 Ich denke dann möglichst in Doppelseiten, zeichne ein bis vier DS vor, dann kommt (beim Waldschrat) die Tuschezeichnung und die wird dann coloriert. Meist mache ich immer ein kleines Paket von 2-4 Seiten fertig. Das liegt allerdings auch daran, dass bei uns Illustration und Grafik direkt nebeneinander sitzen und so nach und nach die Seiten auch schon gesetzt und Kleinigkeiten auch direkt korrigiert oder angepasst werden können. Für andere Kunden gibt es natürlich ein Komplettpaket an fertigen oder auch gescannten Zeichnungen.

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Ich habe immer Schwierigkeiten über Illustrationen in Büchern zu schreiben. Vielleicht könntest du uns ein wenig über deine Technik erzählen und wie man die Art deiner Illustrationen bezeichnet.

Ups, die Frage bzw. das Vokabular finde ich selbst immer schwierig. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht Illustration studiert habe, sondern Architektur, mir also das akademische Vokabular fehlt. Zum anderen habe ich wohl zu viele Besprechungen und Einführungen zu Kunstausstellungen gehört – und da gibt es gelegentlich die Unart, sich minutenlang über den Duktus in der linken oberen Ecke auszulassen und Begriffe zu nutzen, die einem Großteil der durchaus kunstbeflissenen ZuhörerInnen nicht geläufig ist. Natürlich ist es unter Fachleuten sinnig, die verkürzte Form mit Fachbegriffen zu nutzen. Hier, zum Beispiel bei deinem Kinderbuchblog, finde ich es aber viel wichtiger, auch für Nichtfachsimpler verständlich zu reden/schreiben.

Lange Vorrede mit deutlicher Gefahr abzuschweifen 😉

Zur Technik:

Für den Waldschrat habe ich leichte Bleistiftzeichnungen auf dickes Aquarell/Acrylpapier gemacht. Danach wurden dann die Outlines /Umrisse mit Tusche und Pinsel sauber gezeichnet. Bleistiftreste vorsichtig wegradieren ist meist nötig. Dann wurden die Zeichnungen mit Aquarellfarbe und Pinsel coloriert. Zum Schluss gibt’s da immer ein paar Dinge, die noch mit Buntstiften oder auch mal Kreiden besonders betont werden. Danach wird gescannt und weiter geht’s zur Grafikabteilung.

Gerade beim Waldschrat sieht man meinen Zeichnungen an, dass ich aus der Cartoon-/Comicecke komme. Es gibt die schon genannten Outlines, Bewegungslinien, Schweissperlen. Auch Wortmalerei lässt sich finden.

Spannend fand ich die Spielerei mit den oben schon erwähnten ‚Kleinzeichnungen‘, Schildern, Strichmännchen oder ‚Strichtieren‘. Der Waldschrat ist ja für Kinder zwischen 5 und 10 gedacht. Bei jüngeren Kindern meine ich, müsste die Entzifferung von Symbolen (z. B. Straßenschildern ….) die ja nicht realistisch sind, sondern eben ein Symbol, wie eine Sprache erst gelernt werden. Spätestens ab 5 gibt es aber schon die Fähigkeit, Symbole, die für etwas Reales stehen und es nicht realistisch abbilden, deuten zu können. Und genau damit zu spielen – wie erkennbar muss es sein, wie verkürzt darf die Darstellung sein, langt ein Verbotsschild, funktionieren Herzen als Zeichen der Zuneigung …. hat wirklich Spaß gemacht.

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Augenmerk habe ich beim Waldschrat sehr auf die ‚Personen‘ gelegt, die bestimmen die Illustrationen, deren Gestik und Mimik. Stimmungsvolle Hintergründe gibt es beim Waldschrat ja (fast) gar nicht. Wichtiger war mir, dass ein überraschtes Kaninchen auch überrascht aussieht, ein wütender Papa wütend, ein genervter Fisch eben genervt. Grundidee ist beim Waldschrat, dass sich die jungen ZuhörerInnen (wenn sie noch nicht lesen können) auch anhand der Zeichnungen die Geschichte wieder (oder auch gerne eine ganz andere ….) ins Gedächtnis rufen können. Wieso versteckt sich noch mal der Fuchs unter seinem Schwanz? Weshalb läuft der über’s Blatt und hat einen ‚Mädchengummistiefel‘ im Maul? Wieso hat der Waldschrat den dann stolz an? Und so weiter und so weiter.

Soweit zu den Waldschrat-Zeichnungen. Andere Bücher, andere Prioritäten …. und die führe ich jetzt besser nicht auch noch aus. 😉

Welche Illustration in dem Buch gefällt dir selbst besonders gut und warum?

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Der ballonartig gefüllte Waldschrat hat mich sehr amüsiert. Bei einer Perspektive von schräg unten musste ich mir doch tatsächlich überlegen, ob er wohl Unterhosen trägt und wie das wohl aussehen könnte. 🙂 Dann mag ich auch die Zeichnung, in der Mama und Papa sich mit Worten (also im Bild mit Sprechblase) weh tun. Die Umsetzung find ich schlicht und treffend. Ja, und an sich albern/vermenschlicht bewegenden Tieren habe ich beim Machen auch sehr viel Spaß – tanzende Füchse, pantomimisch tätige Kaninchen. Aus dem ersten Waldschrat habe ich immer noch sehr das Tollwut spielende ‚zerschredderte‘ Eichhörnchen in Erinnerung.

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Gab es Szenen in dem Buch, die dir schwer fielen?

Die Szene mit Kuckuck, Zaunkönig und Rotschwanz. Vögel mit glaubhafter Mimik finde ich ohnehin nicht soooo einfach, und die Vogelarten sollten trotz eher comicartiger Umsetzung auch noch erkennbar sein. Also erstmal recherchieren, welcher Vogel wie groß ist, Gefieder, Schnabel …. und das dann wieder ‚Verfremden‘, also im Stil der anderen Tiere machen. Doch, da musste ich schon etwas knobeln.

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Ich  habe mal in einer Rezension geschrieben, dass ich das Gefühl hätte, dass du eine Vorliebe für Messlatten hast. In diesem Buch kommt ebenfalls eine Messlatte vor. Habe ich vielleicht Recht mit der Behauptung?

Mh, Vorliebe? Und ja, bei der genannten Rezension musste ich auch grinsen.

Das ist einfach eine sehr einfache, deutliche Möglichkeit die Größe von Tieren, Schraten oder auch Riesen darzustellen. Man stelle ein Maßband oder Zollstock daneben …

Gerade wenn z.B. Tiere sehr unterschiedlich groß sind kann man damit umgehen, ein Tier realistisch klein und das andere riesengroß zu zeichnen. Da gab’s doch mal ein kleines Erdhörnchen und ein wenn auch nicht sehr, aber deutlich größeres Pinselohrschwein bei mir auf dem Schreibtisch , vom Alpaka ganz zu schweigen …. 😉 Zur Größenangaben könnte man natürlich auch einen Tisch, einen Stuhl, Koffer … daneben zeichnen. Es gibt nur einfach unterschiedlich große Koffer, Kinderstühle …. Da ist ein Zollstock so herrlich definiert.

Das waren jetzt ein Haufen gar nicht mal so einfach zu beantwortender Fragen. Ich hoffe, ich hab‘ nicht zu viel geschwafelt und du/ihr habt Spaß an den Antworten.  Und lieben Dank für das Interesse.

Ich danke für die ausführlichen Antworten!

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Gewinnspiel zur Blogtour

Die Blogtour zu dem Buch „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ ist jetzt fast zu Ende, aber noch nicht ganz, denn es gibt noch ein Gewinnspiel. Dazu müsst ihr auf allen teilnehmenden Blogs der Blogtour (siehe oben) eine Frage beantworten und morgen (14.4.) gibt es dann auf Facebook bei der Edition Pastorplatz ebenfalls eine Frage, die dort beantwortet werden muss.

Unter allen Mitspielern, die alle fünf Blogfragen sowie die Abschlussfrage auf der Facebookseite richtig beantwortet haben, werden tolle Preise verlost:

  1. Preis: signierte Ausgaben von „Tom und der Waldschrat“ und „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ + eine Originalzeichnung
  2. Preis: signierte Ausgaben von Tom und der Waldschrat“ und „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“
  3.  Preis: Signierte Ausgabe von „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“
  4. + 5. Preis: je eine unsignierte Ausgabe von „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“

Teilnahmeschluss ist Montag, 16.04.2018 um 12 Uhr. Danach werden die Namen der Teilnehmer gesammelt und in den Lostopf geworfen. Der Gewinner / die Gewinnerin wird von der Edition Pastorplatz auf der Facebook-Seite am 20.04.2018 informiert.

Und hier noch das Kleingedruckte: Die Gewinner werden per Facebook informiert. Mit seiner Teilnahme willigt der Teilnehmer ein, dass seine übermittelten Daten ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels gespeichert werden. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die Daten gelöscht. Persönliche Daten werden nicht für kommerzielle Zwecke gespeichert. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Ansprechpartner und Verantwortlicher ist alleine der Veranstalter. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in Deutschland oder Österreich haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Hier ist meine Gewinnspielfrage:

Stellt euch vor, ihr seid Illustrator/Illustratorin eines Kinderbuches und ihr dürft eine kleine Albernheit oder einen Nebendarsteller mit einbringen. Was oder wer wäre das? (Klar, das kommt natürlich auf die Geschichte an, aber lasst eure Fantasie einfach mal spielen ;-))

Antwort bitte als Kommentar!

Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere (Band 2) von Claudia Mende und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-20-1, 17€

Hier findet ihr übrigens noch die Kinderrezension meines Sohnes zu dem Buch.

 

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Blogtour: Neue Abenteuer auf Rügen

Heute macht die Blogtour rund um das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche“ Station bei mir. Welche spannenden Beiträge bereits online gegangen sind und welche noch folgen, findet ihr in einer Übersicht am Ende dieses Artikels. Es gibt auf jeden Fall eine ganze Menge über das Buch sowie über Rügen zu erfahren – vor allem für Familien, die auf der Suche nach ein paar guten Ausflugsideen sind, ist einiges dabei.

Am Ende der Blogtour gibt es dann beim Verlag Biber und Butzemann noch ein Gewinnspiel, das ihr nicht verpassen solltet!

Lilly und Nikolas reisen mit ihren Eltern immer wieder an interessante Orte, zum Großteil in Deutschland, wo sie spannende Ferien erleben. Bereits zum zweiten Mal geht es in dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche“ nach Rügen. Dieses Mal kommen sie auf einem Bauernhof unter.  Natürlich unternehmen sie wieder viele Ausflüge, die gleichzeitig gute Tipps für den eigenen Urlaub sind. Es geht u.a. zu den Leuchttürmen an der Nordspitze der Insel, zum Dinopark und zu Karls Erlebnis-Dorf. Aber dann gibt es auch noch eine große und besondere Aufgabe für die Kinder: Sie kümmern sich gemeinsam mit dem Tierarzt  um einen kleinen Kranich, der alleine zurück gelassen wurde.

Das Buch: Neue Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Kraniche von Steffi Bieber-Geske, illustriert von Claudia Gabriele Meinicke, Biber & Butzemann, ISBN: 978-3-942428-72-9, 13,99€

Die Erlebnisse der Geschwister so wie die besonderen Örtlichkeiten auf Rügen werden in dem Buch in tollen Aquarellbildern von Claudia Gabriele Meinicke dargestellt. Über ihre Arbeit und die Entstehung der Bilder könnt ihr heute etwas im Interview mit ihr erfahren. Die Bilder, die ihre Aussagen so wunderbar unterstreichen, hat sie mir für dieses Interview freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Das Copyright aller Bilder liegt bei Claudia Gabriele Meinicke.

Liebe Claudia Gabriele Meinicke, Sie haben das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ illustriert. Vielleicht können Sie sich und Ihre Arbeit zunächst einmal kurz vorstellen.

Ich bin fast 50 Jahre alt, lebe mit meinem Mann in Merseburg, habe einen erwachsenen Sohn und male leidenschaftlich gern. Am liebsten male ich mit Aquarellfarben und halte meine Eindrücke gleich vor Ort mit Pinsel und Farbe fest.

Mir fällt es bei meinen Rezensionen häufig schwer, etwas zu den Bildern in Büchern zu schreiben. Es wäre schön, wenn Sie uns einmal etwas zu Ihrer Zeichentechnik sagen könnten. Wie malen Sie, was ist Ihnen dabei wichtig und was möchten Sie mit Ihren Bildern ausdrücken?

Das Wort „Aquarell“ leitet sich vom lateinischen Wort aqua, für Wasser ab. Aquarellfarben sind also Wasserfarben. Im Gegensatz zu den Deckfarben, die im Schulmalkasten enthalten sind, sind sie überwiegend durchscheinend. Es gibt auch keine Malfarbe „Weiß“. Wenn man weiße Stellen benötigt, so muss man sie freilassen, so dass das weiße Papier zu sehen ist. Es gibt verschiedene Techniken der Aquarellmalerei z.B. unterscheidet man in Abhängigkeit von der Wassermenge in Nass- und Trockentechniken. Bei den Kinderbuchillustrationen male ich mein Motiv auf Aquarellpapier zart mit Bleistift vor und anschließend wird mit weniger Wasser, einem feinerem Pinsel und Aquarellfarbe auf trockenem Papier das Motiv farbig gestaltet.

Es gehört schon ein wenig Übung zum Malen mit Aquarellfarben. Hat man sich aber erst einmal in die Aquarelltechnik verliebt, lässt sie einen nicht mehr los. Zahlreiche ältere Kinderbücher sind von Aquarellkünstlern liebevoll illustriert worden. Wer kennt sie nicht die zauberhaften Charaktertiere von Beatrix Potter oder die wunderbaren Kinderszenen von Carl Larsson? Sie haben auch mich Leseratte durch meine Kindheit begleitet. Ich würde mir wünschen, dass die heutigen Kinder sich ebenfalls für schöne Bücher begeistern können und ihnen auch meine Bilder gefallen. Ich hoffe, dass sie durch die Reiseabenteuer des Kinderbuchverlags Biber & Butzemann mit den farbenfrohen Bildern animiert werden, die bunte (Ferien-)Welt mit eigenen Augen zu entdecken.

Das Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ ist das zweite Ferienabenteuer von Lilly und Nikolas auf Rügen. Allerdings wurde das erste Buch von Stephan Pohl illustriert und auch die anderen Geschichten von Lilly und Nikolas wurden teilweise von verschiedenen IllustratorInnen illustriert. Inwiefern beeinflusst dies die Arbeit? Gibt es bestimmte Absprachen oder Dinge, an die sich alle halten?

Lilly und Nikolas sind Geschwister, Lilly ist jünger und blond, während Nikolas dunkle Haare hat. Diese Vorgabe bekam ich von der Schriftstellerin Steffi Bieber-Geske, die gleichzeitig auch die Verlegerin des Buches und Mutter zweier Kinder in dem Alter ist, wodurch die beiden indirekt die Vorlage bilden. Vorherige Lilly und Nikolas Abenteuer anderer Illustrator­Innen habe ich auch studiert. Jeder Illustrator hat aber seine eigene Handschrift, so dass Lilly und Nikolas etwas unter­schiedlich ausfallen. Dies hier sind „meine“ Lilly und „mein“ Nikolas, so wie sich mich beide durch das Buch begleitet haben.

Inwiefern orientieren sich Ihre Bilder an der Realität und an welchen Stellen kommt Ihre eigene Phantasie dazu?

Bei den Reiseabenteuern des Verlags Biber & Butzemann kommt es eher darauf an, dass die Kinder die beschriebenen Orte entdecken können. So sind die beschriebenen Landschaften oftmals detailgetreu abgebildet.

Kommen also die kleinen Leser der neuen Abenteuer auf der Insel Rügen (so wie Lilly und Nikolas im Kapitel 4) an den berühmten Kreidefelsen Königsstuhl, dann werden sie nach einer kleinen Wanderung genau diese im Buch ausführlich beschriebene Aussicht genießen können.

Gab es bei dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ besondere Herausforderungen für Sie?

Oh ja, die gab es. Das Abenteuer von Lilly und Nikolas dreht sich diesmal um das Thema Kraniche. Ich habe unzählige Bilder betrachtet, Graukraniche auf den Feldern beobachtet und Bücher gewälzt und so eine Menge über Kraniche gelernt. Der junge Kranich in der Geschichte musste also in verschiedenen Altersstufen gezeigt werden. Dabei bekamen wir (die Autorin und ich) große Unterstützung von der Kranichexpertin Beate Blahy, damit auch meine Kranichbilder überzeugen und keine fachlichen Fehler aufweisen.

Welchen Bezug haben Sie selbst zu Rügen und wie sah Ihre Recherche zu dem Buch aus?

Geboren und aufgewachsen bin ich in Mecklenburg. Den großen Abenteuerspielplatz „Natur“ habe ich mit meinen Geschwistern durchstreift. Auch ich habe, wie Lilly, einen älteren Bruder, der mit mir am Ostseeufer Donnerkeile, Seeigel und Bernstein sammelte. Mit der Ostsee verbinde ich schöne Kindheitserinnerungen. Ein wenig Ostseewasser schwappt immer noch durch meine Adern und es zieht mich immer wieder dorthin.

Haben Sie einen Lieblingsort auf Rügen und welcher ist es?

Der schönste Platz auf der Insel ist im Nationalpark Jasmund, wenn man nach langer Wanderung durch die geheimnisvollen alten Buchenwälder das Steilufer am Kieler Bach erreicht und über eine Treppe an den steinigen Strand hinuntersteigen kann.

Wohin fahren Sie selbst am liebsten in den Urlaub?

Wohin ich auf der Insel fahre, ist bei den vielen landschaftlichen Reizen nicht zu entscheiden. Will ich lieber an die wilde Steilküste, oder in die Nähe der bunten weiten Wiesen von Ummanz, in die hügelige Landschaft der Zickerschen Berge, auf einen ruhigen Bauernhof im Hinterland, in die mondänen Jachthäfen oder die reizvollen Bäderorte? Das kann ich meist nicht entscheiden. Glücklicherweise liegt alles so nah beieinander auf der Insel, dass Erwachsene und Kinder jeden Tag etwas anderes sehen und erleben können. Wann ich aber sehr gerne auf die Insel fahre, ist Anfang Juni, die Zeit der Mohnblüte, wenn die naturbelassenen Feldränder in einem roten Feuer an Mohnblüten erglühen.

Welche Landschaft malen Sie besonders gerne?

Da habe ich keine Vorlieben. Ich male gern, wo ich mich wohlfühle und versuche diese schöne Erinnerung irgendwie mit meinem Pinsel einzufangen. Was aber immer wieder ein Thema ist – „meine“ Ostsee.

Vielen Dank für das Interview!

Ich bedanke mich ebenfalls. Es hat mir großen Spaß gemacht.

Hier nun noch alle weiteren Beiträge und Termine der Blogtour auf einen Blick:

3.4.: Insidertipps: Regionale Kinderbücher
http://kinderbuchlesen.de/
4.4.: Rügen – Ein Familienabenteuer
https://www.kinderchaos-familienblog.de/
6.4.: Interview mit der Autorin
http://kinderbuch-detektive.de/
7.4.: Kraniche an der Ostsee
http://kuestenkidsunterwegs.blogspot.de/
8.4.: Gewinnspiel (beim Biber & Butzemann Verlag)
http://www.biber-butzemann.de/

Und wenn ihr noch nach mehr Ferienabenteuern an der Ostsee sucht, dann schaut doch mal in die Buchvorstellungen zu „Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee“ und „Biber Paul auf Reisen –  Rostock-Warnemünde“ rein.