#Bilderbuchliebling: Günther Jakobs zum Kennenlernen

(Werbung) Auf der Leipziger Buchmesse haben verschiedene Familien- und Buchbloggerinnen gemeinsam überlegt, ob man nicht mal gemeinsam etwas über den Kinderbuchautor und –illustrator Günther Jakobs machen wolle. Hm, ich muss zugeben, dass mir der Autorenname in dem Moment gar nichts gesagt hat. Ja, auch das kommt bei erfahrenen Kinderbuchbloggern mal vor. Aber trotzdem hielt mich das nicht davon ab, der Idee zuzustimmen und mich auf diesen Autoren einzulassen, denn den dort anwesenden Bloggerinnen vertraue ich auf jeden Fall.

Günther Jakobs-Blogparade

Und nun ist sie da, die Blogparade zu Günther Jakobs: #Bilderbuchliebling – Die Günther Jakobs-Blogparade! Und ich kann euch schon verraten, dass es keineswegs falsch war, auf das Urteil der Bloggerinnen zu vertrauen. Wir sind begeistert von Günther Jakobs Büchern und im Übrigen habe ich doch tatsächlich sogar schon ein Buch von ihm auf meinem Blog vorgestellt: ABC der wilden Piraten

Damit auch ihr demnächst sagen könnt, dass ihr den Kinderbuchautor und –illustrator Günther Jakobs kennt, stelle ich euch heute direkt mal drei bekannte und beliebte Bücher von ihm vor. Sozusagen ein kleiner Einstieg in die Bücherwelt des Günther Jakobs‘. Und damit ihr ihn noch besser kennen lernen könnt, verlose ich am Ende dieses Beitrags zwei der vorgestellten Bücher von ihm. Auf das Günther Jakobs immer mehr Leseratten ein Name wird, denn er und seine Bücher haben es verdient, bekannter zu werden.

Wer im Übrigen noch mehr über den Autoren und seine Bücher wissen möchte, sollte aufmerksam die Beiträge der Blogparade verfolgen. Da habe ich unter anderem bereits ein tolles und interessantes Interview mit ihm gelesen. Und außerdem habt ihr auch bei vielen anderen Bloggerinnen die Chance eines seiner Bücher zu gewinnen. Ihr dürft aber auch selber gerne mit einem Beitrag an der Blogparade, die noch bis zum 15. Juli geht, teilnehmen. Alles weitere dazu findet ihr bei kinderbuchlesen.de, wo auch alle Beiträge verlinkt werden.

So, nun aber zum Günther Jakobs Crashkurs:

So viel vor weg: Seine Bücher zeichnen sich durch viel Humor aus, der sowohl von der Geschichte, aber auch in großen Teilen von den Bildern ausgeht.

Zwei seiner Bücher werden bei uns besonders geliebt und immer wieder angeschaut:

Schnabbeldiplapp – Ein wasserscheues Bilderbuch“ und „Ritter Otto und sein Reittier – Ein Wendebuch“.

Schnabbeldiplapp – Eine Ente, die nicht schwimmen möchte?

In dem Buch „Schnabbeldiplapp – Ein wasserscheues Bilderbuch“ wagt sich die Ente Emil nicht ins Wasser. Und das, obwohl sie eine Ente ist. Das kann einfach nicht sein, findet der Schwan Henry und nimmt Emil mit ins Schwimmbad. Schritt für Schritt gelingt es Henry Emil ins Wasser zu bekommen bis Emil schließlich von ganz alleine schwimmt und gar nicht mehr aus dem Wasser heraus möchte.

Allein das Wort „Schnabbeldiplapp“, welches Henry immer wieder benutzt, macht Spaß. Und auch Emils „Buhuuuu“-Geheule lässt die Kinder grinsen. Aber hier muss man sich unbedingt auch die Bilder genau anschauen: So fahren die beiden mit dem Auto zum Schwimmbad und was für ein Auto nehmen sie natürlich? Eine Ente! Im Schwimmbad verschwinden beide in Umkleidekabinen, aber letztendlich nur um sich eine Badekappe aufzusetzen. Kinder werden nicht jeden Witz in den Bildern verstehen. Die Ente als Auto kennen sie nicht mehr, aber trotzdem machen die Bilder einfach viel Spaß und sind toll gezeichnet.

Die Themen Ängste überwinden und Schwimmen lernen werden hier angesprochen, aber im Vordergrund steht eine humorvolle Geschichte, was mir sehr gut gefällt.

Auch wenn wir das Buch gerade nicht anschauen, ist es bei den Kindern präsent. Wenn zum Beispiel irgendwo der Name „Henry“ fällt, verweist mein Kleiner direkt auf den Schwan.

Schnabbeldiplapp – Ein wasserscheues Bilderbuch von Günther Jakobs, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51508-7, 12,99€

Ritter Otto und sein Pferd auf dem gleichen Weg

Auch „Ritter Otto und sein Reittier – Ein Wendebuch“ wird hier geliebt. Es ist ein Buch, welches man von zwei Seiten anschauen kann. In der Mitte kommen dann beide Szenen wieder zusammen. Wir können einmal verfolgen, wie Ritter Otto wach wird und sich schnell auf den Weg zum Turnier macht, dabei Zwergen, einer Hexe und einem Drachen begegnet, und einmal sehen wir die Geschichte aus der Sicht des Pferdes, das feststellt, dass der Ritter bereits unterwegs ist und ihm auf seinem Weg folgt.

Mein Kleiner möchte meist erst die Geschichte vom Pferd hören, was natürlich vom chronologischen Ablauf her, eher nicht passt, aber was soll’s. Ich glaube, er findet es einfach toll, dass man das Buch von der anderen Seite her lesen kann bzw. genießen Kinder es oft, wenn sie selbst diese Auswahl treffen können.

Der Text ist (gut!) gereimt und der Weg von Otto und seinem Reittier macht Spaß, insbesondere durch die Parallelen und den gleichen Stationen auf dem Weg. Der Drache wird lustig ausgetrickst, die Hexe macht Kindern auch nicht große Angst und bei den Zwergen streiten sich meine Kinder immer, wer welchen von ihnen am besten findet. Bilder und Text gehören hier eng zusammen. Schön ist das Ende, bei dem Otto und sein Reittier als Freunde wieder vereint sind.

Ritter Otto und sein Reittier von Günther Jakobs, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-17051-4, 12,99€

Mutiger Tiger = Mutiger

Bei dem Buch „Ich bin der kleine Mutiger“ gefällt gerade meinem Großen der Titel schon richtig gut. Diese Wortspielerei ist klasse.

Vor dem Einschlafen denkt sich das Kind, dass es toll wäre ein mutiger Tiger zu sein. Und tatsächlich: Am nächsten Morgen wacht es als Tiger, als Mutiger auf! Und so erlebt es einen Tag als Mutiger: Es ist eine Sensation und alle, die im begegnen, versuchen ihn mit Essen und Süßigkeiten zu besänftigen. Keiner ärgert es, denn sie haben Angst vor ihm.

Die Fantasie beflügelt hier und gibt Mut. Es ist eine verrückte Geschichte, die den Wunsch eines Kindes, stark zu sein, widerspiegelt. Auch die Bilder des Tigers drücken diese Überlegenheit, die sich das Kind für einen Tag wünscht, sehr schön aus.

Ich bin der kleine Mutiger von Günther Jakobs, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51888-0, 12,99€

Gewinnspiel

So, aber ich habe euch ja noch ein Gewinnspiel versprochen, nicht wahr?

Es gibt je einmal das Buch „Schnabbeldiplapp – Ein wasserscheues Bilderbuch“ und das Buch „Ritter Otto und sein Reittier“ zu gewinnen. Schreibt mir einfach einen Kommentar, in dem ihr mir sagt, über welches Buch ihr euch freuen würdet.

  

Teilnahmebedingungen: Wohnsitz oder Postadresse in Deutschland, Alter: ab 18 Jahren

Teilnahmeschluss: 29.06.2018, 23:59 Uhr

Gewinne: 1x Schnabbeldiplapp – Ein wasserscheues Bilderbuch – gewonnen von Judith

1x Ritter Otto und sein Reittier – gewonnen von Mona

Bekanntgabe der Gewinner/der Gewinnerinnen am darauffolgenden Tag im Kommentar, die Gewinner/die Gewinnerinnen werden ausgelost.

Meldet sich der Gewinner/die Gewinnerin nicht innerhalb einer Woche, wird neu ausgelost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht für auf dem Postweg verlorengegangene Artikel. Persönliche Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet. Die GewinnerInnen erklären sich damit einverstanden, dass die Adressdaten an den Carlsen Verlag zur Verschickung des Gewinns weitergegeben werden.

Ich danke dem Carlsen Verlag für die Rezensions- und Verlosungsexemplare!

 

 

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Blogparade – Astrid Lindgren

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Oh, was habe ich denn da gerade entdeckt?! Eine Blogparade zu Astrid Lindgren bzw. zu der Bedeutung ihrer Bücher für einen selbst, veranstaltet vom Blog Kielfeder. Na, wenn ich da nicht mitmache, wer dann? 😉 Ich habe nämlich eine riesige Astrid Lindgren-Sammlung, außer ein paar Bilderbüchern fehlt da kaum etwas. Viele Bücher habe ich sogar doppelt und dreifach, denn nachdem ich manche Bücher bereits auf Deutsch und auf Schwedisch besessen habe, kam der wunderschöne Astrid Lindgren-Schuber heraus, der bei einem echten Astrid Lindgren-Fan natürlich im Regal stehen muss und so habe ich ihn zu meinem zweiten Staatsexamen bekommen, obwohl mir fast kein Buch aus diesem Schuber in meiner Sammlung noch fehlte…

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So, nun aber mal ein wenig der Reihe nach, denn natürlich ist mir Astrid Lindgren bereits in meiner Kindheit begegnet. Viele Bücher, die wir hatten, gehörten sogar schon meinem Vater und seinen Geschwistern als Kinder. So hatten wir alte Pippi Langstrumpf-, Karlsson vom Dach– und Wir Kinder aus Bullerbü-Ausgaben im Haus. Karlsson mochte ich allerdings nicht so und auch Pippi Langstrumpf war nie mein allerliebster Favourit. Die Kinder aus Bullerbü dahingegen kamen bei uns gut an. Auch Madita, die Kinder aus der Krachmacherstraße und Michel aus Lönneberga mochte ich sehr gerne. Das erste Buch, welches ich als Erstklässlerin selbst gelesen habe, war „Als Klein-Ida auch mal Unfug machen wollte“ und somit war mein Astrid Lindgren-Favourit schnell festgelegt: Michel aus Lönneberga mag ich ganz besonders gerne. Ich hatte auch eine dicke Ausgabe mit ganz vielen Geschichten davon und da man bei uns auch gut von der Küche ins Wohnzimmer und wieder zurück laufen konnte, haben wir auch gerne Michels „Kickse Kickse Hu“-Spiel übernommen. Neben den Michel-Büchern besaß ich ein Buch von den Kindern aus der Krachmacherstraße, ein Buch über Astrid Lindgren für Kinder („Besuch bei Astrid Lindgren“) und „Mio mein Mio“, welches ich allerdings als Kind dennoch nicht gelesen habe. Nachdem ich gehört hatte, dass ein anderes Kind beim Lesen dieses Buches Angst hatte, war dies Grund genug für mich, die sich angeblich schon bei der Sesamstraße gruselte, dieses Buch nicht zu lesen… Sehr gut kann ich mich noch an die Leseerlebnisse von „Ronja Räubertochter“ und „Ferien auf Saltkrokan“ erinnern, welche ich mit einem Urlaub auf der Insel Bornholm in Verbindung bringe.

Tomte Tummetott“ hat uns im Winter meine Mutter vorgelesen und ich höre noch heute ihre Betonung bei den Worten „Geduld, nur Geduld“.

Lustigerweise hatten wir sogar Astrid Lindgren-Bücher, bei denen ich lange Zeit gar nicht wusste, dass sie von Astrid Lindgren sind. Von meinem Vater gab es ein paar Fotobilderbücher (Matti aus Finnland“, „Noriko-San aus Japan“ und „Japi aus Holland), bei denen Astrid Lindgren die Texte geschrieben hat.

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Einige Bücher von Astrid Lindgren habe ich erst als Erwachsene kennen gelernt, darunter „Kalle Blomquist“, „Die Brüder Löwenherz“, („Mio mein Mio“), „Rasmus und der Landstreicher“, die Mädchenbücher, z.B. „Kati in Amerika“ und einige der Märchen und Erzählungen.

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Beeinflusst durch die Bücher von Astrid Lindgren bin ich nach dem Abitur für ein Jahr nach Schweden gegangen (Soziales Jahr) und seitdem bin ich eine richtige Sammlerin geworden. Von da an musste ich alles mögliche haben, was mit Astrid Lindgren zu tun hat: Postkarten, Bücher von und über sie (sowohl auf Deutsch als auch auf Schwedisch, außerdem besitze ich eine finnische Michel-Ausgabe und eine niederländische Pippi-Ausgabe, da ich beide Sprachen mal gelernt habe), DVDs, Musik-CDs, Plakate, Pippi-Schlüsselanhänger, Michel-Briefpapier, Lottas Teddy, Michels Büsse und Müsse… Ich war sogar in der „Astrid Lindgren-Sällskapet„, bei der man regelmäßig Informationen und Texte gesandt bekam. Allerdings wurden mir dann die Einzugsgebühren von einem deutschen Konto doch zu hoch…

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Verschiedensprachige Ausgaben:

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Wenn ich mal keine gute Laune habe, helfen diese CD und dieses Video immer:

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Natürlich war ich auch in Astrid Lindgrens Värld und in Junibacken, ich habe hier in Deutschland Ausstellungen und Veranstaltungen zu Astrid Lindgren besucht, war bei der Beerdigung in Stockholm und kam sogar in die Zeitung Expressen, die die Leute befragte, warum sie dort waren um Astrid Lindgren zu ehren und bei den Namen meiner Kinder habe ich mich ebenfalls an ihren Büchern orientiert. Sowohl meine erste Examensarbeit als auch meine Prüfungsstunde im Fach Deutsch (ich bin Grundschullehrerin) hatten Astrid Lindgren zum Thema und wenn es irgendwie passt, dann ist sie auch stets mein Thema bei Projektwochen.

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Bilder von der Prüfungsstunde und einem Projekttag (alle Ausstellungsstücke sind mein Eigentum :-)):

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Nun kann ich die Bücher so langsam für meinen älteren Sohn wieder hervor holen, was ich natürlich mit großer Freude tue. Letztes Jahr zur Weihnachtszeit haben wir viele weihnachtliche Geschichten von Astrid Lindgren gelesen. Außerdem kommen Lotta, Michel aus Lönneberga und Pippi Langstrumpf bei ihm gut an. Gerade haben wir sehr viel Spaß mit dem Pippi Langstrumpf-Comic. Aber viele, viele Geschichten warten auch noch darauf von ihm entdeckt zu werden und ich freue mich schon sehr darauf, sie ihm so nach und nach vorzulesen.

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Blogparade: Kultur ist für mich…

Tanja ruft auf ihrem Blog zu einer Blogparade auf, bei der man den Begriff Kultur definieren soll. In einem Artikel soll der Satz „Kultur ist für mich…“ beendet werden. Ist das etwas für meinen Blog? Ja klar, denn für mich hat sich nach einigen Gedankengängen herauskristallisiert, dass Kinderbücher ein wichtiger Teil der Kultur sind. Hier könnt ihr ein wenig mehr von meinen Überlegungen lesen:

Kultur ist für mich… – erst einmal ein recht abstrakter Begriff, der gar nicht so leicht zu fassen ist.

Was ist Kultur? Wie definiert man Kultur? Ganz ungeordnet und überhaupt nicht wissenschaftlich abgesichert, purzeln dazu folgende Gedankenfetzen aus mir heraus:

  • Kultur versus Natur: Das vom Menschen Geschaffene
  • Ein Teil der Allgemeinbildung
  • Manchmal kann der Begriff abschreckend wirken, da man dahinter etwas hochtrabendes vermutet, das nichts mit einem selbst zu tun hat
  • Musik, Kunst, Literatur, Architektur, Theater
  • Museen
  • Ein Teil dessen, was uns als Mensch ausmacht
  • Es gibt verschiedene Kulturen, abhängig von der Geschichte eines Landes oder Volkes
  • Schreiben, Lesen und Rechnen sind Kulturgüter

In erster Linie gehört Kultur für mich ganz eng mit Bildung zusammen und ich finde es wichtig, dass man sich damit beschäftigt. Mir ist es wichtig, dass Bücherwürmchen immer wieder mit Kultur in Berührung kommt, dass er ein Verständnis dafür entwickelt. Durch Kultur kann man viel über die Menschheit und ihre Geschichte lernen und man bekommt aufgezeigt, wie man sich auf vielfältige Art und Weise ausdrücken kann.

Auch wenn ich vorhin den Begriff „Literatur“ aufgezählt habe, so habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass auch Kinderliteratur selbstverständlich ein Teil unserer Kultur ist. Kultur war eher etwas, was mich zwar interessiert, von dem ich aber annahm, mich selbst nicht so gut mit auszukennen, etwas, für das man ins Museum oder Theater geht und eben nichts, mit dem man sich im Alltag beschäftigt. Aber auch Kinderbücher sind etwas vom Menschen Geschaffenes und sie hängen auch ganz eng mit der Kultur eines Landes zusammen, was man feststellen kann, wenn man Bücher aus verschiedenen Kulturen miteinander vergleichen würde. So kann man durch Bilderbücher Kindern andere Kulturen gut näher bringen, aber Kinder lernen durch sie ebenfalls ihre eigene Kultur kennen und wachsen in sie hinein. Somit sind Kinderbücher ein ganz wichtiger Kulturvermittler, den man keinesfalls unterschätzen sollte. Es wäre sicherlich mal interessant, Kinderbücher unter diesem Aspekt zu betrachten. Vermutlich wäre man überrascht, wie viele Seiten der eigenen Kultur in einem Kinderbuch angesprochen werden bzw. mitklingen.

Bei diesen Überlegungen merke ich, dass mein persönlicher Kulturbegriff in zwei verschiedene Richtungen geht, die natürlich in gewisser Weise etwas miteinander zu tun haben: Zum einen ist da die Kultur, in der wir leben, zu der u.a. auch erwartetes Benehmen und Verhalten sowie Rollenbilder gehören und zum anderen die Bildungskultur im Sinne von Kunst, Musik etc. In beiden Bereichen können Kinder- und Bilderbücher eine wichtige Rolle einnehmen, während sie zusätzlich selbst ein Teil der Kultur sind. Kultur im ersteren Sinne schwingt in jedem Buch mit, aber es gibt auch Bücher, die einen Teil der Kultur bewusst thematisieren und Kinder beispielsweise an klassische Musik oder an die Kunstwerke berühmter Maler heranführen. Oftmals zeigen sich Kinder sehr interessiert und offen für solche Bücher und ich persönlich schaue sie mir auch sehr gerne mit Bücherwürmchen an. Überhaupt habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder einerseits nicht ungerne kulturelle Veranstaltungen besuchen und dass man sich andererseits auch vermehrt um Kinder als Zielgruppe bemüht. Zwar erlebt man, dass Kultur von einigen als langweilig und unwichtig abgetan wird und einige Familien lieber Action und Animation suchen, so dass es auf einmal überall Indoor-Spielplätze gibt, aber ich entdecke auch immer häufiger in Museen liebevoll erstellte Programme und Angebote, die sich speziell an Kinder richten, was mir gut gefällt. Kinder sind an so vielen Dingen interessiert. Man sollte nicht den Fehler machen und annehmen, dass Kultur nichts für Kinder sei und sie sich in Museen langweilen würden. Natürlich darf man es auch nicht übertreiben und sie in jedes Museum zerren, in dem man sich dann stundenlang aufhält. Aber wenn man sich ein bisschen auf die Kinder einlässt, ihnen kindgerechte Informationen gibt und man den Besuch beendet, wenn man merkt, dass es genug ist, kann man gemeinsam viel Spaß in Museen haben und zudem einen Grundstein für das Interesse an Kultur legen. Vielleicht ist Kultur dann etwas, was für Kinder selbstverständlich dazugehört, mit dem sie sich identifizieren können und nicht etwas, was nichts mit ihnen zu tun hat, für das sie sich zu klein und unbedeutend fühlen und über das sie lieber andere Leute reden lassen. Ich habe mich an den Begriff Kultur kaum herangewagt, da ich z.B. oft keinen Zugang zur Kunst habe oder nicht sagen kann, zu welcher Epoche ein Musikstück oder ein Bauwerk gehört. Gefühlt ist Kultur für mich etwas für gut Gebildete, für diejenigen, die sich mit Opern und ähnlichem auskennen, dabei ist Kultur etwas für jeden, der etwas mit ihr zu tun haben möchte – egal, ob man ein Werk interpretieren kann.

Hoffentlich können wir Bücherwürmchen einen ungezwungenen Umgang mit Kultur vermitteln, so dass er sich vielleicht irgendwann an den Satz „Kultur ist für mich…“ ohne Bedenken heranwagen kann.

Blogparade: Der beliebteste Blogartikel

Ich liebe Statistiken und zwar alle möglichen Statistiken. Wenn wir Abend für Abend im Urlaub Kniffel gespielt haben, rechne ich am Ende aus, wie viele Punkte wir im Durchschnitt pro Spiel gemacht haben, ich schaue wie häufig es einen Kniffel gab oder was die höchste Punktzahl war. Läuft gerade eine Fußball-EM oder –WM vergleiche ich die Vorrundengruppen und ermittle, in welcher Gruppe die meisten Tore fielen, ich lese nach, in welcher Mannschaft die jüngsten und ältesten Spieler spielen und ich staune über die größte Tordifferenz. Da ist es doch wohl mehr als logisch, dass mich auch Statistiken zu meinem Blog interessieren und so kommt die Blogparade von Cloudworkers zum beliebtesten Blogartikel mir gerade recht. Klar, so etwas interessiert mich. Ich schaue mir immer mal wieder an, welche Artikel gut ankommen und so wusste ich auch sofort, um welchen Artikel es bei mir geht. Am beliebtesten war auf meinem Blog bisher der Aufruf zu meiner eigenen Blogparade in der es um geliebte Kinderbuchschätze ging.

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Warum war dieser Artikel wohl so erfolgreich? Ich denke, dass es vielen Spaß macht sich an die Bücher seiner eigenen Kindheit zu erinnern. Meine Leser konnten selbst aktiv werden und ihre Erinnerungen aufschreiben und verlinken. Auf diese Weise kamen natürlich viele Kommentare zu Stande.

So langsam sticht übrigens ein zweiter Artikel aus der Masse immer deutlicher hervor: „Beeindruckende Kunstwerke aus Handabdrücken“. Hier geht es um das Buch „Klecks! Mein großes Fingerfarbenbuch“, welches ich inklusive unser eigener Kunstwerke vorstelle. Viele Leser landen bei diesem Artikel in der Hoffnung, Beispiele für Bilder aus Handabdrücken zu bekommen. Ganz enttäuscht werden sie diesen Artikel sicherlich nicht schließen und vielleicht holen sie sich dann in dem Buch weitere Ideen.

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Tja, was lerne ich nun daraus, dass genau diese Artikel so erfolgreich waren? Bei der Blogparade hatte ich es mir schon gedacht bzw. es erhofft. Das Thema eignet sich für viele Blogs, es ist etwas, was einen anspricht und zu dem einem spontan etwas einfällt. Es ist gut, wenn man es schafft, dass die Leser selbst aktiv werden und wenn man sich untereinander vernetzt.

Bei dem anderen Artikel war mir vorher nicht unbedingt klar, dass es einer der beliebtesten Artikel werden würde. Mittlerweile weiß ich, dass Artikel, in denen kreative Ideen vorgestellt werden, insgesamt gerne gelesen werden. Für mich heißt das, dass ich weiterhin solche Ideen sowie Bastelsets und Bastelbücher vorstellen werde. Ich komme dann zwar ein wenig von meinem Hauptthema „Kinder- und Bilderbücher“ ab, aber dennoch passen auch diese Artikel zu meinem Blog. Die gleiche Zielgruppe wird erreicht, es handelt sich ebenfalls um Bücher und Medien und viele Basteleien sind fantasieanregend und beinhalten teilweise sogar Geschichten. Mir ist wichtig, dass alle Artikel zu meinem Blog passen, aber ich glaube, dass man auch nicht zu engstirnig eine Richtung verfolgen sollte. Ein bisschen Abwechslung tut einem Blog gut, solange alles zusammen passt. Für mich und meinen Blog heißt dies, dass ich alles rund um Geschichten vorstellen möchte. Alles, was auf einer Geschichtenwolke Platz findet, findet auch ein Plätzchen in meinem Blog, wobei die Vorstellung von Kinder- und Bilderbüchern weiterhin den Schwerpunkt bilden werden, aber darum herum wird das Ganze durch die verschiedensten Artikel ein wenig aufgelockert.

Ansonsten habe ich für mich gelernt, dass man sich überlegen sollte, welche Zielgruppe man hat und dass die Artikel dazu passen sollten. Was interessiert die Zielgruppe? Worüber würde man selbst gerne etwas lesen? Wichtig ist auch sich mit anderen Bloggern zu vernetzen, gemeinsame Projekte zu starten und auch bei Aktionen von anderen teilzunehmen. Es kommt ebenfalls meist gut an, wenn man seine Leser mit einbezieht. (Gewinnspiele und ähnliche Aktionen haben auch immer viele Leser angezogen).

Letztendlich schreibe ich aber meistens das, worauf ich selber Lust habe. Je mehr Spaß ich an einem Artikel habe, desto flüssiger und authentischer lässt er sich auch schreiben (und lesen). Meine und Bücherwürmchens Erlebnisse rund um Bücher und Geschichten stehen im Vordergrund und von dem Erlebten suche ich mir dann ein paar Sachen aus, von denen ich auf dem Blog schreibe. Klar, ich habe gerade einige Sachen genannt, die ich gelernt habe und berücksichtigen möchte und wenn ich die Woche und die Beiträge plane, dann habe ich auch den einen oder anderen Grundsatz im Hinterkopf und versuche z.B. zwischen die Buchvorstellungen meine anderen Beiträge zu platzieren um ein wenig Abwechslung zu bieten, aber am Ende bestimmt dann meine Lust und Laune, worüber ich wann schreibe. Und ich glaube, dass man sich auch nicht zu viele Regeln auferlegen sollte. Wichtig ist nur sich selbst treu zu bleiben und ehrlich und authentisch zu schreiben, wobei Beispiele aus dem eigenen Leben sicherlich nicht schaden. Strebt man nur nach hohen Zugriffszahlen verliert man sich selbst und seinen Stil aus den Augen und gewinnt gewiss keine neuen Leser. Aus Interesse werde ich mir meine Statistiken weiterhin regelmäßig anschauen, aber für die Praxis geben sie mir nur ein paar Anregungen, die ich mir zu Herzen nehme, wenn ich sowieso Lust dazu habe in eine ähnliche Richtung zu gehen.

Mehr Blogstatistik bekommt ihr zu lesen, wenn ich Mitte August meinen ersten Bloggergeburtstag feiern werde. Dann wird es Zeit für einen kleinen Rückblick. Ich freue mich selbst schon darauf alles noch einmal ein wenig Revue passieren zu lassen…

 

Wie sieht die Arbeit eines Bloggers aus?

Immer wieder wundern sich Bekannte darüber, wie ich es schaffe meine ganzen Blogbeiträge zu schreiben – Zeit also, mal ein wenig über meine „Bloggerarbeit“ zu schreiben. Als Anlass dazu nutze ich mal die Blogparade vom ithelps-Blog: Die tägliche Blogger Routine

Allerdings wird es bei „Routine“ schon schwierig, denn ganz so professionell gehe ich nicht vor. Bei mir ist doch einiges recht unorthodox, wobei ich dennoch betonen möchte, dass ich das Ganze schon ernst nehme. Natürlich ist das Bloggen ein Hobby von mir, aber es sprengt deutlich den Zeitrahmen eines „normalen“ Hobbys und ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir nicht möglich wäre, meinen Blog so regelmäßig zu führen wie ich es jetzt tue, wenn ich berufstätig wäre. Das Bloggen ist also wie ein kleiner Job – nur dass ich dafür eben kein Geld bekomme. Außerdem muss ich auch andere Interessen dafür zurück fahren. So schaue ich mittlerweile zum Beispiel kaum noch Fernsehen. Auch vorher habe ich nicht sonderlich viel geschaut, aber ich hatte ein paar Sendungen wie z.B. „Wer wird Millionär?“, für die ich meistens den Fernseher angeschaltet habe. Nun entscheide ich mich abends zwischen der Arbeit an meinem Blog oder dem Lesen eines Buches.

Jeden Tag veröffentliche ich mindestens einen Artikel, wobei ich vermute, dass es im Sommer auch mal den einen oder anderen Tag geben wird, an dem nichts online gehen wird. Eigentlich soll es auch bei einem Artikel pro Tag bleiben, aber manchmal gibt es auf einmal ein paar ganz aktuelle Sachen, die ich sofort auf meinem Blog unterbringen möchte und dann wird es doch ein bisschen mehr. Die Artikel schreibe ich entweder morgens, wenn Bücherwürmchen im Kindergarten ist, oder abends, wenn er im Bett ist. Als ich im Sommer mit dem Bloggen begonnen hatte, hat Bücherwürmchen noch einen Mittagsschlaf gemacht, so dass ich auch mittags ein wenig Zeit für mich und meinen Blog hatte, die mir nun aber wegfällt. Am liebsten habe ich die Artikel für eine Woche spätestens am Dienstag fertig, aber das ist längst nicht immer der Fall. Es kommt immer ein bisschen darauf an, welche anderen Termine bei mir so anstehen, wie müde ich gerade bin und wie dringend ich gerade von einem Buch erzählen möchte. An manchen Abenden schreibe ich drei, vier Artikel hintereinander (häufig auch zunächst per Hand auf meinem Notizblock) und an anderen Tagen lasse ich den Blog Blog sein und lese lieber etwas für mich selbst. Ich mache mir einen ungefähren Plan für die kommenden Wochen, von dem ich aber auch immer wieder ein wenig abweiche. Ich möchte mich nicht zu sehr einengen, sondern lieber über das schreiben, worauf ich gerade Lust habe, denn ich denke, dass die Artikel dann besser werden. Manchmal habe ich mir vorgenommen in einer Woche etwas über ein bestimmtes Buch zu schreiben, aber irgendwie bekomme ich dann kein Gefühl für das Buch oder Bücherwürmchen hatte bisher kaum Gelegenheit in das Buch hineinzuschauen, dann verschiebe ich den Artikel lieber als etwas nichtssagendes über das Buch zu schreiben. Natürlich möchte ich Bücher, die mir Verlage zur Verfügung gestellt haben, zeitnah besprechen und da bin ich auch ganz gewissenhaft, aber insgesamt mache ich mir so wenig Vorgaben wie möglich, denn wenn ich mich zu sehr stresse oder danach arbeite, dass Artikel zu einem bestimmten Tag fertig sein müssen, dann sind die Berichte zwar sprachlich vielleicht gut geschrieben, aber es fehlt eine persönliche Note und die Berichte verkommen zu 0/8/15-Berichten und dann kann ich es mit dem Blog auch sein lassen.

Eine Leitfrage zur Blogparade lautet: Wie organisierst du deinen Prozess „Blogartikel schreiben“? Hm, ehrlich gesagt, „organisiere“ ich da nicht sonderlich viel. Meist, überwiegend abends, sitze ich auf dem Sofa, habe das jeweilige Buch neben mir liegen und schreibe einfach das auf, was mir dazu in den Sinn kommt. Manchmal habe ich mir vorher schon ein paar Stichpunkte zu dem Buch gemacht, z.B. schreibe ich mir Bücherwürmchens Äußerungen direkt auf, damit ich sie nicht wieder vergesse. Ab und zu schaue ich mir noch ein paar Zusatzinformationen zu dem Autor/der Autorin im Internet an oder ergänze mein Wissen zu bestimmten Sachen, die im Buch erwähnt werden und bei denen ich mir selbst unsicher bin.

Vormittags kümmere ich mich dann häufig darum, auf Kommentare zu antworten, meine Artikel bei Facebook zu verlinken und Verlage und /oder Autoren über die Besprechungen zu benachrichtigen. Außerdem stöbere ich dann auch gerne auf anderen Blogs, was ich übrigens auch abends immer wieder mal mache, wenn ich mich mal nicht so richtig zum Schreiben motivieren kann.

Ach ja, und die Bücher, die ich vorstelle, müssen natürlich auch alle gelesen werden, am besten gleich mehrfach, aber da unterstützt mich Bücherwürmchen ganz tatkräftig. Jeden Tag lesen wir mehrere Bücher und zwar ganz ohne Zwang oder Druck, sondern allein aus dem Grund, weil wir alle es lieben Bücher zu gucken und zu lesen: Mama, Papa und Bücherwürmchen sind da ganz begeistert bei der Sache, immer wieder, egal, ob morgens, nachmittags oder abends.

Vermutlich wäre es sinnvoll eine Routine beim Schreiben von Blogartikeln zu haben, aber das ist sicherlich von Typ zu Typ unterschiedlich. Mich würde das zu sehr stressen und Stress kann ich bei einem Hobby nicht gebrauchen. Zwischenzeitlich wuchs mir das ganze schon ein wenig über den Kopf und ich wusste gar nicht mehr wie ich alles schaffen soll, aber das lag daran, dass ich mir zu viel vorgenommen hatte und noch ein paar Baustellen neben dem Blog an sich hatte (wie z.B. die Leserunden bei Lovelybooks). Nun konzentriere ich mich ganz auf meinen Blog und ich kann wieder mehr über das schreiben, was mich gerade bewegt und was mir gerade wichtig ist. Man muss ein wenig herum experimentieren um zu wissen, was man sich selbst zumuten kann und was zu einem passt. Mir hilft es, wenn ich mir kurz die nächsten Wochen ungefähr vorplane, das Ganze dann aber flexibel handhabe. So macht mir das Bloggen viel Spaß. Ich habe einen gewissen Überblick über das, was demnächst so ansteht, kann aber auch jederzeit über das schreiben, was aktuell passiert und mich bewegt. Leider schaffe ich es zur Zeit nicht, noch viel neben der Arbeit an den Artikeln an meinem Blog zu machen. Ein paar Sachen würde ich ganz gerne noch ein bisschen umstrukturieren um den LeserInnen mehr Übersicht zu bieten, aber dazu komme ich momentan nicht… Naja, egal, erst einmal liegt der Fokus auf den Inhalten und auf kleinen Projekten, die durch den Blog entstanden sind, aber über die Bloggerarbeit hinaus gehen, wie z.B. der Vortrag vor Kindergarteneltern oder das Vorlesen im Kindergarten.

So, das war mein kleiner Einblick in meine Bloggerarbeit. Es gibt also einiges zu tun und zu planen. Dazu gehört natürlich auch ein gewisses Maß an Disziplin, aber das wichtigste ist für mich, dass es Spaß macht und dass man schreibt, weil man etwas weitergeben und etwas erzählen möchte. Ich schreibe diesen Blog, weil ich selber Bilderbücher liebe, weil ich gerne mit Bücherwürmchen lese, weil ich meine Erlebnisse und Erfahrungen mit Büchern an andere weitergeben möchte und weil ich es wichtig finde, dass man Kindern vorliest. Das ist meine Motivation für diesen Blog und ich denke, dass dies wichtiger ist als jede Routine. Routine kann das Arbeiten erleichtern, aber erst die Leidenschaft zu einem Thema und der Drang etwas zu einem Buch oder zum Thema Lesen sagen zu wollen, machen die Beiträge zu MEINEN Beiträgen.

Übrigens sollte man eigentlich noch ein Foto von seinem Bloggerplatz machen, aber dieses Chaos erspare ich euch lieber… 😉

Am Welttag des Buches mit Büchern Lesefreude verschenken

Am Rand meiner Seite könnt ihr schon seit einiger Zeit sehen, dass ich mich an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ beteiligen werde. Nun möchte ich mich im Rahmen einer Blogparade zu diesem Thema ein wenig näher äußern.

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Den Welttag des Buches (23. April) kenne ich schon seit einigen Jahren und ich mochte ihn von Anfang an. Toll, extra ein Tag für meine große Leidenschaft! Es ist für mich ein Tag, an dem man ein paar nette Aktionen rund um Bücher und ums Lesen machen und den einen oder anderen mit einem Buch überraschen kann. Mein Mann bekommt seit Jahren von mir an diesem Tag ein Buch geschenkt und auch die Büchersammlung meines Sohnes wird seit er auf der Welt ist am 23. April jedes Jahr um ein Buch erweitert. Ich liebe Bücher und ich verschenke gerne Bücher – da kommt mir so ein Tag gerade recht! Besonders schön ist es, wenn man mit seiner Lesefreude andere anstecken kann und vielen Menschen glückliche Lesemomente schenken kann. Deswegen nehme ich dieses Jahr zum ersten Mal an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil, die ich auch erst durch meine eigene Bloggeraktivität kennen gelernt habe. Viele Menschen lesen gerne und möchten auch anderen mit Büchern eine Freude machen. Dazu ist der Welttag des Buches eine gute Gelegenheit, die viele Blogger nutzen. Um all diese tollen Aktivitäten auf den verschiedenen Blogs zu bündeln, wurde die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ ins Leben gerufen. Hier kann man in einer Liste alle Blogs, die teilnehmen, mit dem zu verlosenden Buch oder den zu verlosenden Büchern finden. Und es ist echt wahnsinnig, wie viele Menschen andere mit einem Buch beglücken möchten. Auch ich möchte gerne zum Welttag des Buches ein Buch unter meinen Lesern verlosen und natürlich wird es passend zu meinem Blog ein Bilderbuch sein. Mir liegt es besonders am Herzen, Kinder an das Medium Buch heranzuführen und ihnen tolle und spannende Momente beim Lesen zu schenken.

Ich freue mich schon jetzt auf den Welttag des Buches und ich werde mir auch einige der anderen teilnehmenden Blogs anschauen. Vielleicht entdecke ich dabei ja auch noch einen neuen Lieblingsblog… Erfahrungen mit der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ habe ich bisher natürlich noch nicht gemacht, da ich erst vor Kurzem auf sie aufmerksam wurde. Aber dafür habe ich schon das eine oder andere Buch auf meinem Blog verlost, was mir immer viel Spaß gemacht hat. Es ist einfach schön, wenn man anderen mit einem Buch eine Freude macht. Und einmal hat sogar jemand gewonnen, die ich kannte, was ich aber erst feststellte, als ich die E-Mail-Adresse zur Bekanntgabe des Gewinns sah. Das war ein lustiger und netter Zufall. Ich bin gespannt, wer sich durch die Verlosung am Welttag des Buches auf meinem Blog einfinden wird und ich hoffe, dass diese Aktion auch Menschen ansprechen wird, die mit Blogs eher weniger zu tun haben. Es wäre schade, wenn alles innerhalb der Bloggerszene bleiben würde und viele andere Menschen von dieser Aktion nichts mitbekommen würden (so wie ich bisher). Besonders freue ich mich, wenn ich Leute erreichen kann, die Interesse am Lesen haben und für neue Tipps dankbar sind und die man vielleicht zu mehr Lesen animieren kann. Hiermit meine ich vor allem Eltern, Großeltern und Erzieher, die immer auf der Suche nach Büchern sind und für Anregungen dankbar sind. Insbesondere über diese Leser würde ich mich bei dieser Aktion freuen. Aber natürlich sind auch interessierte Blogger bei mir immer herzlich willkommen! Es wäre einfach nur schön, wenn der Kreis der Leser eben nicht nur auf diese beschränkt bliebe. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was mich erwarten wird und würde mich freuen, wenn ich vielen Lesern – nicht nur am Welttag des Buches – ein wenig Lesefreude schenken kann: Dem glücklichen Gewinner mit einem Bilderbuch und allen anderen Tag für Tag mit hilfreichen Buchtipps.

 

 

Blogparade: Geliebte Kinderbuchschätze

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Geliebte Kinderbuchschätze“ – meine erste Blogparade rund um Erinnerungen an Bücher aus der Kindheit (alle Informationen dazu findet ihr HIER). Sie geht nun zu Ende und ich ziehe ein Fazit und stelle euch noch einmal alles in einem Überblick zusammen. Erst einmal: Es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich über eure vielen, interessanten Beiträge! Vielen Dank für eure Teilnahme! Ich glaube, hier gibt es wirklich viel zu stöbern und es macht viel Freude in lauter verschiedene literarische Kindheiten einzutauchen. Vor allem merkt man vielen Beiträgen auch die Liebe zu den Büchern, zum Lesen und zu den Erinnerungen an alte Bücher an. Es lohnt sich also, in alle Beiträge mal in Ruhe reinzuschauen (eine vollständige Auflistung findet ihr am Ende dieses Artikels).

Ich habe allerdings auch festgestellt, dass ich in Bezug auf eine Blogparade noch einiges lernen muss. Eigentlich hätte ich es als Lehrerin wissen müssen: Zielvorgaben müssen ganz klar formuliert sein… Ich aber habe munter drauf losgeschrieben, meine Ideen zu der Blogparade festgehalten und war mir über die Folgen nicht sonderlich im Klaren. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass ihr einzelne Bücher vorstellt, so dass ich am Ende eine schöne Liste mit Nostalgie-Büchern erstellen kann. Aber dafür habe ich wohl zu viele Fragen gestellt, die euch eigentlich nur dabei helfen sollten, eine Idee für euren Artikel zu bekommen. Viele von euch aber haben die Fragen Stück für Stück abgearbeitet… Hm, was nun? Überhaupt nicht schlimm! In der Lehrerausbildung wäre das zwar ein riesiger Kritikpunkt gewesen, aber hier macht es das Ganze nur viel bunter und interessanter. Nun gibt es lauter tolle Berichte über das Erleben mit Büchern in der Kindheit, was ja eigentlich sogar viel spannender zu lesen ist als einzelne Buchvorstellungen. Da aber manche meinen Aufruf auch in meiner ursprünglichen Absicht aufgefasst haben und ganz besondere Bücher aus ihrer Kindheit ausführlich vorgestellt haben, haben wir nun eine Mischung aus beidem. Das finde ich richtig klasse! Und ich bin im Übrigen eurem Beispiel gefolgt und habe auch einmal die Fragen (zum Teil beantwortet)… 🙂

Sehr interessant fand ich es, welche Bücher für euch von großer Bedeutung waren. Ich hatte damit gerechnet, dass in erster Linie bekannte Klassiker genannt werden, was zum Teil auch geschehen ist, aber viele von euch haben auch ihre ganz individuellen Lieblinge. Dabei wurde im Übrigen auch der Unterschied zwischen einer literarischen Kindheit im Westen und im Osten deutlich. Irgendwie geht man davon aus, dass alle Kinder Astrid Lindgren- und Otfried Preußler-Bücher in ihren Regalen stehen hatten, aber diese Blogparade hat mir klar gemacht, dass es in der ehemaligen DDR ganz andere Klassiker gab, von denen ich bisher noch gar nichts gehört hatte. Wie gut, dass man über so eine Blogparade etwas von ihnen erfährt. Ich finde das sehr spannend, auch was die unterschiedlichen Bücher verschiedener Generationen betrifft, wobei ich auch herausgelesen habe, dass ganz besondere Buchschätze auch gerne von einer Generation an die andere weitergegeben werden. Ein besonderer Zauber übt oft die Kiste aus, die, gefüllt mit alten Büchern der Eltern oder Großeltern, auf dem Dachboden oder im Keller entdeckt wird.

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Eigentlich ist es bei Buchliebhabern nicht verwunderlich, aber dennoch möchte ich diesen Aspekt hervorheben: Für viele von euch war die Bücherei eine wahre Fundgrube und ihr ward dort regelmäßig zu Gast. Hier eröffnet sich dem Lesewürmchen eine riesige Welt der Literatur, die oft faszinierend auf einen wirkt. Und natürlich wünschten wir uns alle zu Weihnachten und zum Geburtstag Bücher, Bücher und Bücher. Manche bekamen sogar zum Zeugnis oder anderen Gelegenheiten ein Buch geschenkt und oft sind einem diese Geschenke in besonderer Erinnerung geblieben. Übrigens haben auch viele noch Erinnerungen an ihr erstes Lesebuch, mit dem das Lesen gelernt oder geübt wurde. Nicht jedem fällt dazu der Titel ein, aber Inhalt und Bilder sind einem noch vor Augen. Meist waren dies sicherlich keine besonderen Bücher mit tollen Geschichten, aber der Schritt zum selber Lesen ist eben doch so enorm und bedeutend, dass man einiges, was mit ihm zu tun hat, behält. Überhaupt habe ich bei euren Beiträgen herausgelesen, dass man sich insbesondere an die Bücher erinnert, die man in bestimmten Situationen entdeckt und gelesen hat oder an denen Erinnerungen an geliebte Personen hängen. Das können dann auch Bücher sein, die schon alt sind und andere Rollenbilder als die modernen vermitteln. Es sind also nicht immer die pädagogisch oder literarisch wertvollen Bücher, die von Kindern geliebt werden, sondern es sind die Bücher, die einem etwas sagen, die einen ansprechen, die zu einer bestimmten Situation passen, die Erinnerungen in einen aufrufen, die man mit Menschen, Orten, Gerüchen oder Erlebnissen in Verbindung bringt und die Bücher, die eben zur Verfügung standen. Aber all diese Bücher haben einen in die Welt der Literatur gebracht, haben einen in andere Welten geführt, die Fantasie angesprochen und Lust aufs Lesen gemacht!

Es gibt aber natürlich auch Bücher, die viele gelesen und geliebt haben:

In Ostdeutschland waren dies unter anderem die Bücher von Alexander Wolkow (erster Band der Reihe: „Der Zauberer der Smaragdenstadt“, neu vom Leipziger Kinderbuchverlag erhältlich), „Das Katzenhaus“, „Alfons Zitterbacke“ und Märchen.

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Märchen wurden auch im Westen gerne gelesen und ansonsten Astrid Lindgren (hier war ich übrigens überrascht, dass „Ronja Räubertochter“ besonders häufig hervorgehoben wurde), Otfried Preußler, „Winnetou„, „Die kleine Raupe Nimmersatt“, „Hanni und Nanni“ und „Momo“.

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Ausführliche vorgestellt wurden darüber hinaus die Petzi-Bücher, die Mecki-Bücher und „Das kleine Ich bin ich“. Und bei den jüngeren Teilnehmern kommen dann natürlich noch „Harry Potter“ oder „Die wilden Hühner“ dazu.

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Hier findet ihr all die tollen Beiträge! Ich habe sie mal nach West- und Ostdeutschland eingeteilt, da die Bücher, die gelesen wurden doch recht unterschiedlich sind, man aber wiederum bei den Kindern einer Generation innerhalb der DDR bzw. der BRD viele Gemeinsamkeiten entdecken kann. (Möglicherweise habe ich einen Blog geographisch falsch eingeordnet, aber ich habe mich hier an den vorgestellten Büchern orientiert.) Viel Spaß beim Lesen und Stöbern! Tauscht euch gerne über eure Leseerfahrungen und Erinnerungen aus und entdeckt Gemeinsamkeiten und Unterschiede! Vielleicht werdet ihr ja auch durch andere Beiträge noch an weitere Buchschätze aus eurer Kindheit erinnert.

 

Aufgewachsen mit Büchern aus Ostdeutschland:

Creative Look

Ein zweiter Blick

Bücherwurm – Bibliophage

Tintenhain

Kinderbibliothek

 

Aufgewachsen mit Büchern aus Westdeutschland:

Die Rabenmutti

Schlummerfrosch

Kinderohren

Das Teufelsweib

Buchkind-Blog

Eine ganz normale Mama

Kellerbande

Schreibtrieb

Wurzeln und Flügel

Piratenprinzessin

Birgit-Ebbert-Blog

Irve liest

Aus dem Leben eines Nerds

In-Arcadia-ego

Kölner Leselust

Für die kleinen Herzen

Lieblingsgören

Geschichtenwolke

Reise in die eigene literarische Vergangenheit

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Ich habe Anfang Januar die Blogparade „Geliebte Kinderbuchschätze“ ins Leben gerufen – einerseits, weil ich selbst noch sehr an den Büchern meiner Kindheit hänge und andererseits, weil ich auch neugierig bin, mit welchen Büchern ihr aufgewachsen seid und wie ihr in die Welt der Bücher eingeführt wurdet. Als Anregung hatte ich ein paar Fragen geschrieben, die von euch auch häufig verwendet wurden. Deshalb möchte ich heute auch mal auf diese Fragen eingehen.

An welche Bücher aus eurer Kindheit könnt ihr euch noch gut erinnern?

Oh, an eine ganze Menge. Und über einige habe ich hier in diesem Blog auch schon geschrieben. Zum einen sind da die Bilderbücher und zum anderen Kinder- und Jugendbücher (ich habe jeweils bereits eine Top Ten-Liste von Büchern angefertigt, die mich an meine Kindheit und Jugend erinnern). Hier nenne ich mal beispielhaft einige Bücher, an die ich mich noch gut erinnern kann: „Der glückliche Löwe„, Geschichten von „Onkel Tobi„, „Etwas von den Wurzelkindern„, „Pinguin Pondus„, Bücher von den Zwillingen „Jens und Michel„, „Die Hexe und die 7 Fexe„, „Wie Mücke Micha rettete„, „Mein Esel Benjamin„, Wimmelbilderbücher von Ali Mitgutsch, „Der Hasenfranz„, „Der rote Luftballon„, Fotobilderbücher von Kindern aus anderen Ländern und viele andere Bilderbücher, im Übrigen unter anderem auch einige Pixibücher…

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Dann natürlich noch die Bücher von Astrid Lindgren, Erich Kästner, Otfried Preußler (insbesondere Räuber Hotzenplotz), die Bücher über Hanni und Nanni, Bille und Zottel und einige mehr… Sehr gut kann ich mich auch noch an die Geschichten von Franz (Christine Nöstlinger) und an „Sofie macht Geschichten“ (Peter Härtling) erinnern. Die Bücher mochte ich auch sehr gerne. Von den Franz-Büchern hatte eine Freundin von mir einige… Überhaupt hatte ich einige von den „Sonne, Mond und Sterne“-Büchern, aber ich glaube, dass ich einige davon später auf dem Flohmarkt verkauft habe bzw. sie mir nur geliehen hatte oder sie meinen Schwestern gehörten, z.B. „Armer Esel Alf„. Auch Bücher aus dem Rowohlt Verlag (rororo) hatte ich. Da erinnere ich mich noch gut an die kleinen Comics auf der Rückseite des Buches. Die Bücher von Weißnäschen zum Beispiel wurden in diesem Verlag verlegt.

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Sinchen hinter der Mauer“ (Ursula Wölfel) habe ich irgendwie auch häufiger gelesen und auch die „Mutmachgeschichten“ haben mich immer wieder beschäftigt.

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Auch auf dem folgenden Bild sind ein paar Bilderbücher aus meiner Kindheit, an die ich mich noch gut erinnern kann. Das kleine Büchlein über Bruder Bär und Schwester Bär habe ich zum Abschied vom Kindergarten bekommen.

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Und hier seht ihr einige Bücher, die noch bei meinen Eltern im Regal stehen. Wir hatten auch ein paar Bücher und Schallplatten aus der ehemaligen DDR, da mein Vater dort Verwandschaft hat. Bei dem Buch „Paulchen hat Geburtstag“ musste man Waren an die richtigen Stellen im Supermarkt einkleben und das Gute-Nacht-Lied, welches Bücherwürmchen jeden Abend hört, stammt aus dem Buch von „Bummi„: „Meine Augen sind so müde“.

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Außerdem könnt ihr noch einen Blick auf meine Jugendbücher werfen, realistische Bücher, in denen verschiedene Probleme angesprochen werden:

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Ich glaube, ich könnte noch ewig so weiter machen. Wenn mir gerade ein Buch einfällt, schiebt sich bereits das nächste in meine Gedanken und ich bekomme gerade große Lust darauf noch einmal meine Bücherregale durchzulesen… 😉

Welches war das erste Buch, welches ihr bewusst gelesen habt?

Als ich im ersten Schuljahr war, habe ich Weihnachten das erste Buch alleine gelesen: „Als Klein-Ida auch mal Unfug machte“ von Astrid Lindgren. Da dieses Buch dadurch einen besonderen Stellenwert bei mir bekam, sind die Bücher über Michel aus Lönneberga auch meine Lieblingsbücher von Astrid Lindgren.

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Hier seht ihr auch meinen Namenseintrag von damals:

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Welche Kinderbücher möchtet ihr unbedingt auch euren Kindern und Enkeln vorlesen? 

Zu dieser Frage habe ich mich im Rahmen der Blogparade von Papa mit Hut bereits geäußert. Allgemein finde ich es schön, wenn die Bücher aus meiner Kindheit noch im Regal stehen und mein Sohn die Möglichkeit hat, sie sich anzuschauen.

Welche Kinder- oder Bilderbücher stehen für eure Kindheit? Mit welchem Kinderbuch verknüpft ihr bestimmte Erinnerungen und Erlebnisse?

Die oben genannten Bücher natürlich. Sobald ich welche dieser Bücher sehe, werde ich an meine Kindheit erinnert. Oft kann ich mich auch noch daran erinnern, in welcher Situation ich diese Bücher gelesen habe, wem sie gehört haben oder ob wir sie aus der Bücherei ausgeliehen haben.

Unser dickes, altes Märchenbuch verbinde ich mit dem Vorlesen dieser Märchen auf der Ofenbank, nachdem wir vom Spielen im Schnee wieder reingekommen sind. Die Bücher und Adventskalendergeschichten, die uns im Advent vorgelesen wurden, gehören ebenfalls zu meiner Kindheit dazu und ich habe noch einige Bilder davon in meinem Kopf, auch wenn ich die Titel der Bücher nicht mehr kenne. Außerdem gehören auch ganz, ganz viele Bücher aus der Bücherei zu meiner Kindheit. Da war ich regelmäßig und habe ich mich durch die Kinder- und Jugendbuchregale gelesen. Ganz viele Bücher kenne ich davon gar nicht mehr, aber ich habe die Räumlichkeiten noch genau vor Augen und an einige Bücher, auch Bilderbücher, habe ich noch wage Erinnerungen. Das gilt übrigens auch für ein paar alte Bücher meines Vaters. Da ging es irgendwie um Bären… Meine Eltern haben mir auch manchmal Geschichten (auch von Bären?) erzählt, die sie sich ausgedacht hatten, aber daran habe ich auch keine genauen Erinnerungen mehr.

An ein Buch erinnere ich mich auch noch sehr gut: „Eduard, der Elefant„. Denn dieses Buch habe ich irgendwann auf dem Flohmarkt verkauft und es kurz darauf schon bereut… Vor einiger Zeit habe ich es mir dann noch einmal gekauft, aber leider nicht in der schönen großen Bilderbuchausgabe, die ich damals besaß.

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Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich „Ronja Räubertochter“ im Urlaub auf Bornholm gelesen habe, bei „Ben liebt Anna“ lag ich zu Hause im Bett und habe geweint, „Hanni und Nanni“ hat eine Freundin und mich dazu angeregt „Mitternachtspartys“ zu „feiern“ (wir wollten mitten in der Nacht Süßigkeiten essen), „Das fliegende Klassenzimmer“ haben wir mal in der Weihnachtszeit gelesen, meine Puppen von der Puppenstube wurden nach einer Puppenstuben-Geschichte in einem Pixibuch („Wenn die Puppenfamilie erwacht„) „Familie Hübsch“ getauft und bei einer Projektwoche in der Grundschule ging es um das Buch „Pizza und Oskar“ und wir haben dazu selbst Geschichten geschrieben, aus denen wir unser eigenes „Buch“ hergestellt und verkauft haben.

 

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Die rote Zora“ haben wir uns aus der Bücherei ausgeliehen und parallel dazu im Fernsehen geguckt, aber ich weiß, dass ich das ganz schön gruselig fand.

Welche Bücher uns abends vorgelesen wurden, weiß ich kaum noch, aber ein Buch verbinde ich ganz eng damit: Bumfidel-Geschichten. Auf einem Video von mir und meinen Schwestern wird nämlich genau dieses Buch beim Zubett-Gehen vorgelesen…

Es gibt auch ein paar Geschichten, die ich mit meinen Großeltern in Verbindung bringe, denn auch dort gab es natürlich Bilderbücher. Ich kann mich an keinen einzigen Titel erinnern, aber in einem Buch ging es irgendwie um Kätzchen und Pantoffeln und in einem anderen um die Geschichte, bei der ein Mann aus einem Nagel eine Suppe kocht…

Habt ihr noch alte Bücher in eurem Regal stehen, die ihr niemals weggeben würdet?

Klar! Jede Menge. Mir fällt es sowieso schwer alte Sachen wegzutun und an Büchern hänge ich auch sehr… Zu diesem Thema habe ich übrigens gerade eine Montagsfrage beantwortet. Auch Bücher, bei denen ich bei Lesungen war und eine Signatur im Buch habe, würde ich niemals weggeben: „Der Krieg und sein Bruder„, „Das Roß Wonderful„, „Wer streichelt denn auch Elefanten“ und „Der erste Frühling„.

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So, ich glaube, jetzt habe ich euch aber langsam genug mit meinen ganzen Erinnerungen vollgequatscht… An dieser Stelle mache ich erst einmal Schluss, aber von dem einen oder anderen Buch werdet ihr hier in meinem Blog ganz bestimmt noch mal etwas lesen…

 

 

So lebten Kinder früher in anderen Ländern

Schon lange wollte ich über ein paar alte Bücher schreiben, aber irgendwie kamen dann immer die ganzen Neuerscheinungen dazwischen. Nun, wo ich meine eigene Blogparade zum Thema „Geliebte Kinderbuchschätze“ veranstalte, wird es aber wirklich mal Zeit für diese Bücher…

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In meinem Bücherregal stehen alte Bilderbücher, die in zweifacher Hinsicht Schätze für mich sind. Erst einmal habe ich die Bücher als Kind gerne geguckt und dann habe ich Jahre später herausgefunden, wer die Autorin dieser Bücher ist. Es geht um die Bücher „Japi aus Holland“, „Matti aus Finnland“ und „Noriko-San aus Japan“ – alles Fotobilderbücher in schwarz-weiß, die von dem Leben eines Kindes in einem anderen Land erzählen. Wo genau diese Bücher herkommen, weiß ich gar nicht. Irgendwie kommen sie von meinem Vater bzw. seiner Verwandtschaft, aber aus seiner eigenen Kindheit können sie laut Erscheinungsdatum nicht sein. Dennoch waren es bereits alte Bücher, als ich sie entdeckt habe.

Ich mochte die Bücher immer gerne: Ich litt mit Matti mit, dessen Kalb Pekka verkauft und geschlachtet werden soll und welches am Ende zum Glück dann doch lebendig beim Geburtstagsschmaus dabei ist, ich schaute mir interessiert das japanische Mädchen in seinem Kimono an und begleitete Japi und Elleke gerne auf ihrem Weg zum Meer, den sie zu Fuß bewältigen müssen, da sie im Gegensatz zu den anderen Kindern keinen Fahrräder besitzen.

Ich mag die Bücher immer noch. Die Kinder auf den Bildern sehen sympathisch aus, man kann ihr Leben gut nachvollziehen und die Texte sind toll aus einer kindlichen Perspektive heraus geschrieben. Dennoch kann ich es nachvollziehen, dass es diese Bücher heute nicht mehr zu kaufen gibt, denn natürlich zeigen die Bücher nicht das heutige Leben von Kindern in anderen Ländern. Sicherlich stimmt einiges auch heute noch (z.B. die finnische Sauna oder die Informationen über die vielen Seen in Finnland oder die Windmühlen in Holland), aber heute würde man wohl nicht über ein niederländisches Kind in Holzschuhen, welches das Kind eines Fischers ist, schreiben und auch das Leben auf einem finnischen Bauernhof in einem Dorf zeigt nicht das moderne Leben in Finnland. Allerdings scheint es das „Knabenfest“ in Japan immer noch zu geben, auch wenn es mittlerweile in „Kinderfest“ umbenannt wurde, dennoch müsste neben dem Vorstellen der traditionellen Kleidung z.B. auch die technische Entwicklung des Landes Erwähnung in einem solchen Buch finden. Wenn Kinder über Kinder in anderen Ländern lesen, dann sollen sie natürlich auch ein zeitgemäßes Bild von dem Leben in diesem Land bekommen.

Ich kann es also gut verstehen, dass es diese Bücher nur noch gebraucht gibt, aber schade finde ich es trotzdem, denn als ich vor einigen Jahren begonnen habe, mich intensiv mit einer gewissen Autorin auseinander zu setzen, habe ich mit großer Verwunderung etwas festgestellt: Die Texte dieser Bücher stammen von Astrid Lindgren! Nun haben diese Bücher, die ich ja sowieso schon mochte, für mich noch einmal an Wert gewonnen und am liebsten hätte ich auch meine Astrid Lindgren-Sammlung mit allen Büchern aus dieser Reihe ergänzt, aber leider werden diese Bücher ja nicht mehr neu aufgelegt… Ich kann es ja verstehen, aber schade ist es trotzdem! So gibt es also tatsächlich Bücher von Astrid Lindgren, die ich nicht kenne. Ab und zu kann man diese Bücher zwar gebraucht kaufen, aber erstens habe ich manche Bücher noch nie angeboten gesehen und zweitens zahlt man für die Bücher auch einen ordentlichen Preis…

Übrigens merkt man an den Texten ganz eindeutig, dass sie von Astrid Lindgren kommen. Allein Sätze wie „Man kann spielen und spielen, und es wird fast nie Abend“ (aus: „Matti aus Finnland“) und „Dann laufen wir wieder in den Garten und spielen und spielen und spielen, viele Tage lang“ (aus. „Noriko-San aus Japan) sind typisch für sie.

Bücherwürmchen hat sich die Bücher übrigens gerne von mir vorlesen lassen, denn er findet es spannend „uralte“ Bücher anzuschauen. Am liebsten wäre es ihm, wenn es noch Bücher aus der Steinzeit gäbe (mein Argument, dass die noch kein Papier hatten, zählt für ihn nicht…).

Auch meine reiselustige Büchereule Wanzi hat übrigens einen Blick in die Bücher riskiert und will nun noch mehr über die Kinder in fremden Ländern erfahren. Sie fand es besonders toll, dass es nun endlich auch mal literarisch aus Europa hinaus bis nach Japan ging. Richtig gut gefiel ihr Noriko-San in ihrem Kimono, obwohl sie sich selbst natürlich in ihrem indischen Sari noch hübscher findet…

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Japi aus Holland von Anna Riwkin-Brick und Astrid Lindgren, Oetinger

Matti aus Finnland von Anna Riwkin-Brick und Astrid Lindgren, Oetinger, ISBN: 3 7891 5884 4

Noriko-San aus Japan von Anna Riwkin-Brick und Astrid Lindgren, Oetinger, ISBN: 3 7891 5888 7

 

Blogparade von Papa mit Hut: Bücher, die man an seine Kinder weitergibt

Durch Beiträge zu meiner eigenen Blogparade „Geliebte Kinderbuchschätze wurde ich auf eine andere Blogparade aufmerksam. Und zwar sammelt Nico von Papa mit Hut zu einem ähnlichen Thema Beiträge: Hier geht es darum, welche Lese-Abenteuer man an seine eigenen Kinder weitergeben möchte.

Dazu möchte ich gerne einen Beitrag schreiben.

Erst einmal geht es mir darum, meinem Sohn ganz viele Leseerlebnisse zu bieten. Ich möchte ihm einfach zeigen, wieviel Spaß man mit Büchern hat, mich gemeinsam mit ihm aufs Sofa setzen, kuscheln und Bücher gucken und uns dabei unterhalten. Das ist das wichtigste, was ich ihm in Bezug auf Bücher vermitteln möchte und das hat auch schon sehr gut geklappt. Bücherwürmchen liebt es, Bücher zu gucken. Wir lesen jeden Tag mehrere Bilderbücher und es macht sowohl Kind als auch Mama und Papa viel Spaß.

Gibt es auch bestimmte Geschichten, die ich gerne an ihn weitergeben möchte? Natürlich lese ich mit ihm sehr gerne Bücher, die ich schon in meiner eigenen Kindheit geliebt habe. Die möchte ich ihm natürlich auch nahe bringen und so stehen auch der „Pinguin Pondus“, Bücher von „Baski“ oder von den Zwillingen „Jens und Michel“ in unserem Regal. Auch „Der glückliche Löwe“ oder die Geschichten über „Onkel Tobi“ sowie „Die Hexe und die 7 Fexe“ habe ich wieder hervorgekramt bzw. mir sogar noch mal neugekauft, da wir manche Bücher gar nicht besaßen, sondern in der Bücherei ausgeliehen hatten. Und die alten Wimmelbücher von Ali Mitgutsch werden mit Bücherwürmchen genauso geguckt wie neuere Wimmelbücher, die ich als Kind noch gar nicht kannte (z.B. die Jahreszeiten-Wimmelbücher von Susanne Rotraut Berner). Diese Bücher gucke ich sehr gerne mit meinem Sohn und er schaut sie sich auch gerne an. Vielleicht merkt er auch, dass diese Bücher mir besonders am Herzen liegen und er interessiert sich zur Zeit sehr dafür, was wir früher gelesen, gespielt und gemacht haben (siehe dazu auch diesen Beitrag). Jedenfalls liest er sowohl alte als auch neue Bilderbücher sehr gerne.

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Ja, und dann gibt es auch ein paar Bücher, die ich in ein paar Jahren gerne mit ihm lesen möchte, z.B. die Bücher von Erich Kästner oder von Otfried Preußler. Auf diese Vorlesestunden freue ich mich auch schon. Es ist schön, wenn man mit seinem Kind etwas gemeinsam machen kann, an dem beide Spaß haben und wenn man dann noch in eigenen Erinnerungen schwelgen kann, macht es das Ganze noch etwas schöner. Außerdem baut es eine Verbindung zwischen den Generationen auf, es wird etwas weitergegeben und man kann über die gleichen Dinge sprechen und sich erinnern. Ich mag es sowieso gerne, wenn Dinge und Traditionen in einer Familie weitergegeben werden und so war es mir auch sehr wichtig, dass mein Sohn in dem Kleid getauft wird, welches schon seit über 100 Jahren in meiner Familie für diesen Anlass weitergegeben wird.

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Bei vielen Büchern freue ich mich einfach, wenn ich sie noch einmal mit meinem Sohn anschauen kann, aber es gibt auch ein paar Bücher, bei denen es mir besonders wichtig ist, dass wir sie uns gemeinsam anschauen und er sie kennen und vielleicht auch lieben wird. Und das sind die Bücher von Astrid Lindgren. Da hoffe ich wirklich sehr, dass sie ihm gefallen, aber das eine oder andere wird sicherlich seinen Geschmack treffen. Bisher mag er zumindest die Bilderbücher, die wir uns schon gemeinsam angeschaut haben (z.B. von Lotta, Michel aus Lönneberga oder Pippi Langstrumpf). Warum ist mir das bei diesen Büchern besonders wichtig? Zum einen ist Astrid Lindgren meine Lieblingsautorin und zum anderen liebe ich auch Schweden. So ist natürlich irgendwann auch eine Reise nach Schweden schon fest eingeplant und da soll es auch in Astrid Lindgrens Heimat Vimmerby und in Astrid Lindgrens Welt gehen. Und natürlich hat man umso mehr davon, wenn man die Bücher kennt und etwas mit den Orten verbinden kann. Astrid Lindgren, ihre Bücher und Schweden liegen mir sehr am Herzen und deshalb würde es mich freuen, wenn auch mein Sohn etwas mit diesen Dingen anfangen könnte. Wenn er sich für andere Bücher entscheiden würde, die ihm besonders am Herzen liegen, dann ist das natürlich auch okay, aber freuen würde es mich dennoch, wenn wir in unserer Bücherliebe eine gewisse Gemeinsamkeit hätten. Anbieten werde ich ihm diese Bücher also auf jeden Fall, was er dann daraus macht, ist seine eigene Entscheidung.

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Ich hatte vor einiger Zeit in einem Artikel über Kindheitserinnerungen übrigens bereits meinen Wunsch geäußert, dass ich viele Leseerlebnisse an meinen Sohn gerne weitergeben möchte und dabei sollen auch Erinnerungen an Oma und Opa geschaffen werden.

Und hier findet ihr Bilderbücher und Kinderbücher, die mich an meine Kindheit erinnern.

Wenn ihr Lust habt, über eure Kinderbuchschätze zu schreiben, vielleicht auch über welche, die ihr zwar geliebt, aber nicht unbedingt weitergeben möchtet, dann könnt ihr auch gerne an meiner BlogparadeGeliebte Kinderbuchschätze“ teilnehmen. Alle Infos dazu findet ihr hier.

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