Vorlesen: Kamfu mir helfen?

Letzte Woche ging es nun endlich los mit dem regelmäßigen Vorlesen im Kindergarten. Ich freue mich so!

Äußere Rahmenbedingungen

Mit der sehr netten und offenen Leitung des Kindergartens habe ich abgesprochen, dass ich alle zwei  Wochen den Vier- bis Fünfjährigen vorlese. Damit es bei maximal zehn Kindern bleibt, lese ich zwei Gruppen nacheinander vor. Auch die äußeren Rahmenbedingungen stimmen: Ich kann in einem ruhigen Raum vorlesen, in dem die Kinder auf Stühlen sitzend im Halbkreis vor mir sitzen. So hat jeder seinen eigenen Platz und rutscht nicht herum. Alle haben einen guten Blick auf mich, aber niemand kann vor den anderen Kindern schon mit ins Buch und in die Bilder gucken. Grundsätzlich mache ich es so, dass ich zunächst eine Doppelseite vorlese und dann den Kindern in Ruhe das Bild zeige. Irgendwann sollen dann auch mal das Kamishibai und die Erzählschiene zu Einsatz kommen, aber zunächst möchte ich mit „normalen“ Büchern beginnen.

Rituale

Wichtig ist mir, dass ich von Anfang an Rituale und Wiedererkennungsmerkmale schaffe. Deshalb habe ich einige Dinge mitgenommen: Immer wenn ich zum Vorlesen im Kindergarten bin, trage ich meinen „Vorleseschal“, einfach ein roter Schal mit Nilpferden drauf. So können die Kinder, wenn sie mich sehen, gleich erkennen, ob ich nur meinen Sohn bringe oder ob ich zum Vorlesen da bin. Außerdem sind meine Geschichtenwolke und meine Klangschale mit dabei. Später soll auch noch ein Kuscheltier hinzukommen, welches den Geschichten lauschen möchte, doch das möchte ich erst in der übernächsten Stunde einführen um die Kinder nicht direkt mir zu viel Neuem zu überfallen.

Die 1. Vorlesestunde

Gerne möchte ich euch nun meine Vorlesestunde kurz vorstellen. Vielleicht findet der eine oder andere Vorleser hier ja noch ein paar Anregungen.

Start mit einem Lied

Begonnen habe ich mit einem selbstgedichteten Lied zu der Melodie von „Hejo, spann den Wagen an“:

Hey-ho, heut‘ wird vorgelesen

Von Räubern, Hexen und andren spann’den Wesen.

Hört neue Geschichten, hört neue Geschichten.

Mit diesem kleinen Lied möchte ich gerne jede Vorlesestunde beginnen.

Eingepacktes, geheimnisvolles Buch

Auf dem Tisch vor mir konnten die Kinder bereits meine kuschelige Geschichtenwolke sehen, die uns mit in das Reich der Geschichten nehmen möchte. Allerdings konnten die Kinder noch nicht sehen, um welches Buch es gehen sollte, denn dieses hatte ich in Packpapier eingepackt – übrigens eine Idee aus dem Vorleseseminar in Münster-Hiltrup. Die Kinder durften Tipps abgeben, worum es gehen könnte. Immer näher sind sie der Lösung gekommen: Es geht um einen Elefanten. Nun sollten die Kinder mir erzählen, was den so zu einem Elefanten gehört. Ich habe alles, so wie die Kinder es genannt haben, aufgemalt – bis wir das Bild eines Elefanten hatten. Aber ob der Elefant im Buch genauso aussieht? Jetzt durfte das Buch von einem Kind ausgepackt werden: „Kamfu mir helfen?

Das Buch: „Kamfu mir helfen?“

In dem Buch läuft der Elefant im schnellen Lauf gegen eine Mauer und, oje, der Rüssel ist infolgedessen ganz krumm und der Elefant bekommt gar keine richtigen Töne mehr heraus. Er fragt nun andere Tiere, die auch einen Rüssel besitzen, um Rat. Der Ameisenbär schlägt vor den Rüssel zu kühlen und das Schwein rülpst gemeinsam mit dem Elefanten um den Rüssel wieder gerade zu bekommen. Doch beide Tipps helfen nicht. Dann kommt eine kleine Fliege, die sich das Ganze von Innen anschauen möchte. Sie fliegt in den Rüssel hinein. Das kitzelt den Elefanten so sehr, dass er mit großem Schwung niest. Die Fliege saust heraus und landet unsanft auf dem Boden. Aber das ist noch nicht das Schlimmste: Ihr Rüssel ist nun verknickt! Dafür ist der Elefant sein Problem wieder los.

Ein herrliches Buch! Der Text ist gereimt und voller Schwung und auch die Bilder sind humorvoll und voller Leben. Zwar dominieren die Figuren die Bilder, aber es gibt dennoch das eine oder andere interessante Detail zu entdecken. Außerdem haben die Kinder schon viel Spaß an der verknickten Form des Rüssels oder an den Gegenständen die sie im Inneren des Rüssels entdecken können.

Gerade zum Beginn dieser Vorlesestunden ist ein heiteres, fröhliches Buch gut geeignet. Die Kinder gehen mit, lachen und haben Spaß an der Geschichte. Die Reime helfen einem beim rhythmischen Vorlesen und die Stimme muss man auch nicht allzu sehr verstellen. Beim Schwein kann man mal das eine oder andere „Nöff“ mit unter bringen und der Elefant fällt alleine durch die veränderten Wörter auf: „Ich bin gefpolpert, hingeflogen und hab den Rüffel mir verbogen“. Das kann man dann noch durch das Zuhalten der Nase unterstützen.

Ins Reich der Geschichten fliegen

Bevor ich das Buch vorgelesen habe, habe ich es auf die Geschichtenwolke gelegt. Nun mussten alle Kinder mir helfen, damit wir gemeinsam losfliegen können. Alle Kinder haben gepustet und ich habe dazu folgendes gesagt: „Wolke, flieg, flieg, flieg. Nimm uns mit ins Reich der Geschichten. Flieg, flieg, flieg!“ Anschließend habe ich gegen meine Klangschale geschlagen und wir haben gelauscht, bis der letzte Ton verklungen ist. Das war für mich das Zeichen mit dem Buch loszulegen.

Abschlusslied

Im Anschluss ans Lesen haben wir dann noch ein passendes Lied gesungen, welches manche Kinder auch schon kannten: „Was müssen das für Bäume sein“. Aber auch die Kinder, die das Lied noch nicht kannten, konnten prima mitmachen, da man zu dem Lied Bewegungen machen kann.

Diese erste Vorlesestunde war relativ kurz, gut 20 Minuten insgesamt. Aber sie war ein guter Einstieg. Die Kinder waren ruhig, haben prima mitgemacht und ich hatte das Gefühl, dass es  ihnen gut gefallen hat. Ich bin gespannt, wie die nächsten Stunden werden, wenn wir uns ein bisschen besser kennen.

Kamfu mir helfen? von Dirk Schmidt und Barbara Schmidt, Kunstmann Verlag, ISBN: 978-3-88897-568-4, 14,90€

 

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Rezension: Wer macht Dornröschen wach?

Dornröschen schläft und schläft. Klar, so kennt man es ja auch. Aber nun sollen wir dabei helfen, Dornröschen aufzuwecken. Gemeinsam mit dem Drachen schreien wir (die Kinder freuen sich, dass sie ganz laut schreien dürfen), wir folgen dem Tipp des Schlaufuchs und schütteln das Buch  hin und her und wir pieksen dem Stinktier in den Bauch, woraufhin sich ein fürchterlicher Gestank verbreitet. Das hilft natürlich alles nichts. Selbst der Einhornstaub, der scheinbar momentan bei Prinzessinnen ein Muss ist, verpufft ohne Wirkung. Dornröschen kann nur durch einen Kuss geweckt werden, den die Kinder ihr aber gerne geben.

Das Buch macht Spaß

Da mir „Sei kein Frosch und küss mich“ sowie „Manege frei! Bist du dabei?“ von Nastja Holtfreter bereits so gut gefallen haben, war ich nun sehr neugierig darauf, ob auch „Wer macht Dornröschen wach?“ diesen Erwartungen standhalten kann. Meine Antwort: Ja, dieses Buch ist genauso empfehlenswert, auch wenn es leider etwas dünner als die anderen Bücher ist. Es ist vielleicht durch die rosa Prinzessin, die dann auch noch auf Grund einer Spinne in Ohnmacht fällt, etwas mädchen- und klischeehaft, aber das hat meine Jungs gar nicht gestört. Sie hatten beide sehr viel Spaß an diesem Buch. Es ist fröhlich und bunt (etwas rosa und einhornmäßig angehaucht) und das Mitmachen macht unheimlich viel Freude. Das Stinktier und der laute Drachen bringen zudem Witz und viel Action mithinein.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen und zwar sowohl für Jungs und Mädchen. Vielleicht ist es für manche Kinder sogar ganz schön, dass die Seitenzahl hier etwas minimiert wurde, denn so ziehen sich die Aktionen nicht allzu lang und man kann schnell wieder von vorne beginnen.

Wer macht Dornröschen wach? von Nastja Holtfreter, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1532-4, 8€

 

Unkaputtbar: Baby-Pixi

Baby-Pixi-Bücher – als ich sie erstmals entdeckte, war Bücherwürmchen schon zu groß dafür, aber für Büchermäuschen waren sie am Anfang super! Denn Babypixibücher sind nicht nur ein bisschen größer als normale Pixibücher, sondern sie sind auch „unkaputtbar“. Und das sind sie erstaunlicherweise tatsächlich. Die Kleinen können nichts rausreißen und etwas Babysabber schadet ihnen auch nicht. Ja, sie zerknittern zu Teil ordentlich, aber ich habe gehört, dass man sie sogar bügeln kann. Wirklich eine tolle Erfindung.

Bücher mit einzelnen Bildern

Besonders gut finde ich die Baby-Pixis, in denen Kinder einzelne Sachen benennen können. Sei es, dass auf jeder Seite nur ein Bild gezeigt wird (z.B. „Meine Fahrzeuge“) oder man auf einer Seite gleich mehrere Sachen zu sehen bekommt, die zu einem Thema gehören (z.B. „Viele Fahrzeuge“). Dies sind wirklich Bücher für die ganz Kleinen, wobei es hier sogar noch eine Abstufung gibt: „Meine Fahrzeuge“ ist laut Verlag für Kinder ab 9 Monaten, während das Buch „Viele Fahrzeuge“, das einem z.B. auf der Seite zur Polizei gleich das Polizeiauto, den Polizisten, das Polizeimotorrad und den Streifenwagen präsentiert, erst für Kinder ab 18 Monaten empfohlen wird. Ich denke aber, dass man es durchaus auch mit jüngeren Kindern anschauen kann.

Erste kleine Geschichten

Neben diesen ganz einfachen Büchern, die hauptsächlich aus Bildern bestehen, gibt es aber auch Bücher für Kinder ab 24 Monaten mit einer kleinen Geschichte, z.B. „Mein Schnuller“. Die Geschichte ist kurz und recht einfach, aber es ist bereits Text zum Vorlesen vorhanden.

Das Buch „Mein Schnuller“ ist niedlich gemalt und auch nett erzählt, aber ich persönlich bin nicht so sehr der Fan von pädagogischen Büchern. Hier klingt mir einfach zu sehr das Ziel des Buches an: Das Kind braucht den Schnuller eigentlich gar nicht. Aber gut, vielleicht mag es dem einen oder anderen Kind dabei helfen, einzusehen, dass man auch ohne Schnuller prima durch den Tag und die Nacht kommt.

Für die Kleinen super

Grundsätzlich denke ich, dass die Bücher ab 24 Monaten in diesem Format eigentlich überflüssig sind. Ich habe hier einen kleinen Wildfang zu Hause, aber selbst der konnte mit 24 Monaten halbwegs vernünftig mit Büchern umgehen. Ein unkaputtbares Babybuch ist in diesem Alter eigentlich nicht mehr nötig. Selbst für Kinder im Alter von 18 Monaten wird man in den meisten Fällen sicherlich guten Gewissens auf normale Pappbilderbücher zurückgreifen können. Für die ganz Kleinen, die wirklich noch die Bezeichnung „Baby“ verdient haben und die ihre ersten Erfahrungen mit Büchern machen, sind diese Baby-Pixi-Bücher aber eine tolle und sinnvolle Erfindung.

Baby-Pixi, pro Buch 2,99€, Carlsen

 

Schau mal rein: In die neue Pixi-Serie!

Ich bin ein Fan von Pixi-Büchern, aber dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass eigentlich immer wieder die gleichen Themen behandelt werden. Nett ist es da, wenn man dann doch sieht, dass es von Zeit zu Zeit ein paar neue Akzente gibt, auch wenn es sich nur um Äußerlichkeiten wie bei der Reihe „Schau mal rein!“ handelt.

Die Pixibücher dieser Reihe motivieren einfach zum Zugreifen und Reinschauen – im wahrsten Sinne des Wortes. Im Cover dieser Bücher sind Fenster und Türen ausgeschnitten und man kann schon einmal einen Blick auf die dahinterliegende Seite werfen. Das macht natürlich neugierig.

Etwas schade ist es, dass sich diese Finesse nur im Cover befindet. Ansonsten verbirgt sich hinter dieser besonderen Seite ein ganz  normales Pixibuch, wobei ich auch sagen muss, dass mir alle Pixibücher dieses Pakets sehr gut gefallen und es sich durchaus lohnt, die Reihe im Gesamtpaket zu kaufen. Es sind Pixibücher, die sich für alle Kinder eignen, da kein besonderes Thema im Vordergrund steht. Die einzige Gemeinsamkeit besteht in der speziellen Art des Covers. Inhaltlich gibt es eine nette Bandbreite an Pixibüchern:

  • Pixi renoviert
  • Leuchtturmwärter Piet
  • Hier spukt’s!
  • Hexe Kracks räumt auf
  • Hereinspaziert!
  • Seemann auf der Fähre
  • Ritter Grimmelbart
  • Eine Freude für Bauer Rübenbach

Es ist also auch wieder mal ein Pixi-Buch von Pixi selbst dabei. Diese Bücher sind ja bei vielen beliebt, auch wenn sie in den Schalen nicht immer so leicht zu finden sind.  Ansonsten sind Ritter, Seemänner, Hexen, Bauernhof, Zirkus und Gespenster dabei. In manchen Pixis kommen teilweise auch Reime vor.

Besonders gut gefiel uns „Leuchtturmwärter Piet“, dessen Arbeit auf einmal überflüssig geworden ist und der durch Flaschenpost fremde Menschen zu Kakao und Sandkuchen einlädt. Ein toller Fall von Gastfreundschaft.

Pixi-Serie 246: Schau mal rein! Pixi-Reihe mit ausgestanzten Covern, Carlsen, ISBN: 978-3-551-04454-9 (gilt für das 8-er-Set)

 

 

 

Rezension: Guck mal, wer lebt im Wald?

Kann man aus einem Sachbuch ganz ohne Text etwas lernen und erfahren?  Was lässt sich alles allein durch Bilder erklären?

Antworten auf diese Fragen bekommt man in dem Naturführer in Bildern „Guck mal, wer lebt im Wald?“ Ja, das kann man und zwar eine ganze Menge!

Toller Aufbau

Das Buch ist unglaublich toll aufgebaut. Es stellt 10 Tiere genauer vor und zwar immer nach dem selben Schema und mit Hilfe von Symbolen, die anzeigen, worüber man gerade informiert wird: Die Tiere werden in Komplett- und Detailansichten gezeigt, man erfährt etwas über ihre Größe und über ihre Lebensräume, es wird gezeigt, was die Tiere fressen und wer ihre Fressfeinde sind, man kann ihre Entwicklung nachvollziehen und sehen wie sie sich im Laufe der Jahreszeiten verhalten, man sieht, welche Tiere mit ihnen verwandt sind und man bekommt sogar zu jedem Tier eine Mitmach-Idee oder Anregung.

Die Reihenfolge dieser Symbole ist bei jedem Tier die gleiche, so dass Kinder sich die Tiere schnell selbst erschließen können. Im Buch wird vorgeschlagen, dass man zwei Tiere gemeinsam mit dem Kind bespricht und es sich im Anschluss daran die anderen Tiere zunächst selbst erschließt. Das klappt auch tatsächlich sehr gut.

Durch Bilder lernen

Sehr spannend finde ich es, dass Kinder mit dieser Art von Buch überhaupt kein Problem haben. Es fällt ihnen nicht schwer, die Informationen aus den Bildern zu entnehmen. Uns Erwachsenen geht es da ganz anders. Am Anfang des Buches hätte man es deutlich lieber, wenn einem die Bilder noch in Worten erklärt werden. Dieses Gefühl lässt aber nach, wenn man sich länger mit dem Buch beschäftigt. Und am Ende des Buches bekommt man zumindest noch die dargestellten Tiere und Pflanzen namentlich genannt, was sehr hilfreich ist, um Nahrung, Fressfeinde etc. korrekt benennen zu können.

Es ist sehr interessant, wie gut Kinder die Informationen aus dem Buch aufnehmen und sie auch direkt miteinander vergleichen. Dieses Buch wird nicht nur konsumiert, sondern Kinder denken hier aktiv mit. Sie stellen zum Beispiel Parallelen zwischen verschiedenen Tieren fest oder sehen wie Nahrung und Fressfeinde zweier Tiere miteinander zusammenhängen.

Kindgerechte Darstellungen

Die Bilder sind klar strukturiert und man kann alles gut erkennen. Sie sehen nicht wie Fotos aus, sondern eher wie am Computer hergestellte Bilder, aber es sind dennoch realistische Darstellungen, die den Blick auf das lenken, was gezeigt werden soll. Sehr gut gefällt mir, dass auch die Größe über Bilder angezeigt wird und zwar wird das Tier zum Beispiel im Verhältnis zu einem Geldstück oder einem Bleistift gezeigt.

Mitmachideen können kleine Basteleien sein, aber es wird auch gezeigt, dass eine Kröte, die man in die Hand genommen hat, wieder freigelassen werden soll und man sich anschließend die Hände waschen muss.

Guck mal, wer lebt im Wald?“ ist ein äußerst empfehlenswertes Buch. Es wendet sich vor allem an Kinder im Kindergartenalter, aber auch jüngere Grundschulkinder lernen aus dem Buch noch einiges. Und wir Erwachsene lernen bei dem Buch ebenfalls, dass es nicht immer erklärender Worte bedarf um etwas zu verstehen. Auch Bilder tragen jede Menge Informationen.

Guck mal, wer lebt im Wald? Naturführer in Bildern, entwickelt von der Deutschen Wildtier Stiftung, Lektorat Sarah Roller und Julia Chin, Produktion Charlotte Stiefel, neunmalklug Verlag, ISBN: 978-3-945677-06-3, 15€

Bilderbücher von Astrid Lindgren

Ich habe euch gerade schon eine kleine Übersicht über die großen Astrid Lindgren-Bücher gegeben. Es fehlen allerdings u.a. noch die Mädchenbücher. Jetzt möchte ich euch aber erst einmal noch ein paar der Bilderbücher zeigen:

 

Tomte Tummetott ist ein Wichtel und bewacht Haus und Hof. Wenn alle schlafen, schleicht er durch die Ställe und schaut, ob alles in Ordnung ist. Er spricht auf die Tiere im Winter ein und lässt sie vom nahenden Frühling träumen.

Tomte Tummetott von Astrid Lindgren, illustriert von Harald Wiberg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-8415-0000-7, 12,90€

 

Tomte Tummetott bewacht den Hof der Menschen und das ist gut so, denn der Fuchs schleicht sich hier des Nachts herum und sucht nach etwas zu fressen. Besonders interessant ist der Hühnerstall für ihn, doch der wachsame Tomte hindert ihn daran ein Huhn zu stehlen. Tomte Tummetott hat dennoch Mitleid mit dem hungrigen Fuchs und teilt von nun an seine Grütze mit ihm.

Tomte und der Fuchs von Astrid Lindgren, illustriert von Harald Wiberg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6131-5, 12,90€

 

Bald ist Weihnachten. Da werden auch bei Madita noch einige Vorbereitungen für das Fest getroffen. Leider kann Madita aber nicht mit in die Stadt fahren, da sie krank ist. Aber ihre Schwester Lisabet ist gesund und fährt mit Alva Geschenke kaufen. Doch dann soll sie vor dem Geschäft auf Alva warten und dort sieht sie einen Pferdeschlitten stehen. Lisabet möchte unbedingt mal ausprobieren, ob sie auch auf den Kufen hinten stehen und fahren kann. Nur mal ganz kurz. Doch schon ist der Schlitten aus der Stadt gefahren – mit Lisabet hinten drauf. Und er will einfach nicht anhalten…

Guck mal, Madita, es schneit! von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6035-6, 12,90€

 

Dies ist ein Buch zu dem Film mit Bildern aus diesem. Auf Saltkrokan ist nun auch Malins kleine Tochter Jule. Diese möchte natürlich beim Spielen überall dabei sein. Und gespielt wird auf Saltkrokan immer. Hier sind genug Kinder und Opa Melcher spielt schließlich auch unheimlich gerne. Gemeinsam wird ein großer Seeräuber-Spieltag verbracht, der allen – außer dem armen Vestermann, der ganz unbeteiligt in das Spiel gerät – viel Freude macht.

Jule und die Seeräuber von Astrid Lindgren, mit farbigen Fotos von Sven-Eric Delér / Stig Hallgren Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2231-6, 12,90€

 

Lotta hat Geburtstag. Sie bekommt viele tolle Geschenke. Aber das Fahrrad, welches sie sich gewünscht hat, ist nicht dabei. Nur ein Dreirad für kleine Kinder. Lotta ärgert sich, aber dann entdeckt sie bei Tante Berg im Schuppen ein großes Fahrrad. Hm, und wenn sie es nur mal ganz kurz ausleiht? Sozusagen kurz mopst? Lotta wartet bis Tante Berg ihren Mittagsschlaf macht und dann geht es mit Teddy den Berg hinab. Doch ganz so einfach ist das Fahrradfahren mit einem so großen Fahrrad nicht und Lotta landet in der Hecke. Ob Tante Berg wohl schimpft?

Na klar, Lotta kann Rad fahren von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6136-0, 12,90€

 

Eigentlich kann Lotta fast alles, findet sie. Außer vielleicht Slalom. Richtig gefragt ist sie aber, als die Gefahr droht, dass die Familie Weihnachten ohne Weihnachtsbaum verbringen muss, denn in der Stadt sind tatsächlich alle Weihnachtsbäume ausverkauft. Aber Lotta ist einfach ein Glückskind. Als sie bei der Tankstelle eine Zeitung für Tante Berg kauft, steht da ein Lastwagen voll beladen mit Tannenbäumen. Die sollen allerdings nach Stockholm gebracht werden, doch dann fällt dem Fahrer bei seiner Abfahrt eine Tanne vom Wagen…

Lotta kann fast alles von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6140-7, 12,90€

 

Dieses Buch ist mit den bunten Original-Illustrationen von Ingrid Vang-Nyman versehen. Es führt uns ein in Pippis wunderbare Welt. Wir sehen wie sie mit Tommy und Annika spielt, wie sie Pfefferkuchen backt, wie wunderbar sie Einbrecher verjagen kann und im Zirkus beweist sie, dass sie sogar stärker als der starke Adolf ist. Außerdem spielt sie „Nicht den Fußboden berühren“ und zeigt Tommy und Annika wie man Sachensucher wird.

Kennst du Pippi Langstumpf? von Astrid Lindgren, illustriert von Ingrid Vang-Nyman, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-5930-5, 12,90€

 

Weihnachten sollten alle Kinder froh sein, aber wie soll man froh sein, wenn die Mama im Krankenhaus und der Papa, ein Seemann, auf dem Meer war? Pelle, Bosse und Inga sind Weihnachten ganz alleine zu Hause und befürchten, dass sie das traurigste Weihnachtsfest aller Zeiten erleben werden. Doch das wird es ganz gewiss nicht, denn Pippi Langstrumpf kommt auf ihrem Pferd durch das Treppenhaus direkt in die Wohnung geritten. Sie bringt nicht nur Geschenke und einen Weihnachtsbaum mit, sie verbringt mit den Kindern auch bei Tanz und Essen einen lustigen Abend, den die drei Kinder sicherlich so schnell nicht wieder vergessen werden.

Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten von Astrid Lindgren, illustriert von Katrin Engelking, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6823-9, 12,90€

 

Tommy und Annika sind bei Pippi Langstrumpf zum Geburtstag eingeladen. Na, das bedeutet auf jeden Fall eine ganze Menge Spaß. Die Kinder bekommen selber Geschenke von Pippi, es gibt Kuchen und heiße Schokolade und Pippi hat auch sonst viele Ideen: Sie spielen „Nicht den Fußboden berühren“ und schauen auf dem Dachboden nach, ob es dort möglicherweise Gespenster gibt. Geburtstag bei Pippi Langstrumpf – ja, da geht es natürlich lustig zu.

Pippi feiert Geburtstag von Astrid Lindgren, illustriert von Rolf Rettich, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-7055-3, 12,90€

 

In Bullerbü ist es immer schön. Aber ganz besonders schön ist es natürlich in der Weihnachtszeit, denn die Kinder aus Bullerbü lassen diese Zeit richtig gemütlich werden. Es werden Pfefferkuchen gebacken, Geschenke müssen verpackt werden, der Weihnachtsbaum wird geschmückt und immer ist es gesellig und lustig. Weihnachten selber ist besonders schön und aufregend. Es gibt natürlich Geschenke, aber am schönsten ist es doch eigentlich, dass sie alle beisammen sind und gemeinsam spielen.

Weihnachten in Bullerbü von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6134-6, 12,90€

 

In Bullerbü ist es immer schön. Ganz besonders zur Weihnachtszeit, aber auch im Frühling. Um diese Jahreszeit, in der alles blüht und wächst, geht es in diesem Buch. Es wird draußen herum gesprungen, gepicknickt, am Bach gespielt, es werden Mutproben auf dem Dach gemacht und vieles mehr. Außerdem werden Tierbabys geboren um die sich die Kinder kümmern. Lisa zieht sogar ein Lämmchen, das keine Mama mehr hat, mit der Flasche auf. Ja, in Bullerbü ist immer etwas los und vor lauter Freude springen die Kinder schreiend und jubelnd ums Frühlingsfeuer herum.

Lustiges Bullerbü von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6133-9, 12,90€

 

Peter wünscht sich genauso wie sein Freund Jan ein Geschwisterchen, denn dann darf man den Kinderwagen schieben und ist selbst schon ganz groß. Sein Wunsch geht tatsächlich in Erfüllung. Er bekommt eine kleine Schwester, Lena. Aber haben Mama und Papa dieses kleine schreiende Bündel nicht lieber als ihn? Sein Wunsch kommt ihm jetzt ziemlich blöd vor und er braucht eine Weile bis er merkt, dass es mit Geschwistern doch sehr schön ist und sie, wenn sie größer werden auch nicht mehr so nervig sind.

Ich will auch Geschwister haben von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6033-2, 12,99€

 

Peter geht schon in die Schule und das möchte seine kleine Schwester Lena am liebsten auch. Doch sie ist erst fünf Jahre alt und kann immer nur zu Hause Schule spielen. Eines Tages aber nimmt Peter sie mal mit in die Schule und Lena erlebt einen ganzen Schultag. Sie kann sich sogar im Unterricht melden und etwas beitragen. Aber nicht alle Kinder finden es toll, dass Peter seine kleine Schwester mitgebracht hat und es gibt sogar einen kleinen Streit. Der Tag in der Schule ist jedenfalls sehr spannend.

Ich will auch in die Schule gehen von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6034-9, 12,99€

Rezension: Das Geheimnis der Weihnachtswichtel

Schon bald gibt es wieder die ersten Spekulatius in den Läden zu kaufen, also soll es nun auch bereits den ersten Tipp für ein Weihnachtsbuch in diesem Jahr geben. Es ist kein neues Bilderbuch, sondern eins, welches seit einigen Jahren von Kindern immer wieder angeschaut wird (und zwar nicht unbedingt nur in der Weihnachtszeit…): „Das Geheimnis der Weihnachtswichtel„.

Zu Weihnachten gehört auch der Weihnachtsbrei

Weihnachten ist nicht nur für die Menschen ein schönes Fest, auch die Wichtel freuen sich darauf. Während die Wichtelkinder alles, was mit Weihnachten zusammenhängt spannend finden, freut sich der Wichtelvater ganz besonders auf die Schale mit dem berühmten Weihnachtsbrei, die die Wichtel von den Menschen als Dank für ihre Dienste während des Jahres erhalten. Doch oje, die Wichtelmutter, die alles voraussehen kann, weiß, dass die Menschen dieses Jahr den Brei vergessen werden. Und sie weiß auch, dass der Wichtelvater darüber sehr zornig sein wird und darunter würden dann wiederum die Menschen leiden müssen. Deshalb schmiedet die Wichtelmutter gemeinsam mit den Kindern einen Plan, um heimlich doch noch an den Weihnachtsbrei zu kommen…

Ein Buch, welches man sich gerne und lange anschaut

Die Geschichte ist sehr gut, humorvoll und auch spannend erzählt. Es bleibt die ganze Zeit über aufregend, ob die Wichtel es schaffen werden von den feiernden Menschen unbemerkt an den Brei zu kommen. Schön sind auch die Namen der Wichtelkinder, auch wenn sie nicht ganz leicht auseinander zu halten sind: Pilka, Polka und Pulka. Darüber hinaus wird in dem Buch eine schöne Weihnachtsstimmung vermittelt. Allein das erste Bild im Buch, auf dem man einen zugeschneiten Hof sehen kann, lässt eine harmonische Weihnachtsstimmung aufkommen. Überhaupt sind die Bilder, wie man es von Sven Nordqvist gewöhnt ist, alle gut gelungen und laden dazu ein lange bei ihnen zu verweilen, auch wenn die Gesichter der Menschen teilweise etwas hässlich aussehen. Es gibt überall, wie auch in Sven Norqvists bekannten Büchern über „Pettersson und Findus„, eine ganze Menge zu entdecken, insbesondere auf dem Bild von der Wichtelwohnung. Und wer ganz genau hinsieht, findet auch ein paar der kleinen Wesen (genannt Muckla), die auch in den „Pettersson und Findus„-Büchern ein munteres Leben führen.

Insgesamt ein sehr schönes weihnachtliches Bilderbuch, welches für Kinder ab 4 Jahren zu empfehlen ist, da der Text recht ausführlich ist. Einzig die Zeichnungen der Gesichter der Menschen sind nicht so ganz mein Fall.

Das Geheimnis der Weihnachtswichtel von Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3-7707-5362-8, 12€

Noch mehr Pappbilderbücher für die Kleinen

In letzter Zeit ist mir tatsächlich vermehrt aufgefallen, dass es von vielen Kinderbuchfiguren Pappbilderbücher gibt. Gerade habe ich euch schon „Suchen und Finden mit Kasimir“ vorgestellt und nun möchte ich euch zwei weitere Bücher aus dem Oetinger Verlag vorstellen, bei denen es um ganz bekannte Figuren für die Kleinen geht: „Hier kommt Mama Muh“ und „Hier kommt Michel aus Lönneberga“.

Mama Muh und die Krähe machen Spaß

Das Buch „Hier kommt Mama Muh“ finde ich klasse und auch sehr gelungen für die Kleinen. Es erzählt keine ganze Geschichte mit verschiedenen Szenen wie die „normalen“ Bilderbücher, sondern auf jeder Doppelseite wird eine andere Aktion von Mama Muh vorgestellt. Es sind alles kleine Sachen, die sie dort macht, und die die Kinder gut nachvollziehen können. Sie schaukelt, springt in Wasserpfützen, hüpft herum, springt über Zäune und verletzt sich dabei, rutscht auf einer Wasserrutsche etc. Und damit es auch ein richtiges Mama Muh-Buch wird, hat die Krähe natürlich überall etwas zu zu sagen.

Die Bilder erinnern an Abenteuer aus den bekannten Bilderbüchern, aber es sind meines Erachtens andere Bilder. Auf jeden Fall finde ich die Zusammenstellung hier gut gemacht. Kleine Kinder können so prima über Mama Muh und ihre Einfälle lachen. Mehr müssen sie hier noch nicht verstehen. Für die Kleinen finde ich es auch gut, dass hier die Krähe in ihren wilden Bewegungen nicht mehrfach auf einem Bild zu sehen ist, wie es in den anderen Büchern der Fall ist. Das ist für die Kleinen nämlich nur schwer zu verstehen. Übrigens eignet sich das Buch auch sehr gut für Erstleser. Mein Bücherwürmchen hatte großen Spaß daran das Buch komplett zu lesen. Die wenigen großgeschriebenen Sätze pro Seite haben ihn ermutigt auszuprobieren das Buch einmal selber zu lesen und es hat hervorragend geklappt. Da es sich bei dem Text um den Dialog zwischen Krähe und Mama Muh handelt, hat er sogar ein wenig versucht mit verschiedenen Stimmen zu lesen. Echt super!

Hier kommt Mama Muh von Jujja Wieslander und Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3-7891-7912-9, 7,99€

Michel, Klein-Ida und die Tiere

Das Buch „Hier kommt Michel aus Lönneberga“ ist wirklich ein Buch für die ganz Kleinen. Es beinhaltet keinen Text, sondern nur Bilder und auch diese sind sehr einfach gehalten. So befindet sich beispielsweise auf der ersten linken Seite Michel, während auf der rechten Seite Ida zu sehen ist. Weiter geht es dann auf der nächsten Doppelseite mit einem Hund und einer Katze. Wenn man ehrlich ist, so erfährt man hier nichts über Michel und seine Streiche. Die Kinder werden aber schon einmal mit den Bildern bekannt gemacht und sie können Bauernhoftiere benennen. Auch der Tischlerschuppen ist hier zu sehen. Allerdings fehlen alle anderen Figuren, wie die Mutter, den Vater, Alfred oder Lina komplett, aber das finde ich bei dieser Zusammenstellung auch nicht ganz so schlimm. Klar, sie gehören unbedingt zu Michel dazu, aber bei einem Buch ohne Text, ist es für die Kinder ja auch nur wenig verständlich, wer das alles sein soll. So können sie schon einmal Michel und seine Schwester kennen lernen und sehen, dass diese umgeben von Tieren leben. Ob man dieses Buch tatsächlich braucht, ist natürlich eine andere Frage. Ich denke, es ist kein Buch, welches man unbedingt kaufen muss, um seinen Kindern so früh wie möglich Michel zu zeigen, wenn man aber nach einem einfachen Buch mit Tierbildern etc. sucht, dann kann man sicherlich durchaus auch dieses Buch dafür nehmen.

Hier kommt Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren und Björn Berg, Oetinger, ISBN: 978-3-7891-7562-6, 4,95€

 

Rezension: Suchen und Finden mit Kasimir

Von vielen beliebten Kinderbuchfiguren gibt es irgendwann ein Pappbilderbuch oder ein Wimmelbuch für die Kleinen. So auch von dem Biber Kasimir, der in verschiedenen Bilderbüchern u.a. Kuchen backt, Bohnen anpflanzt, tischlert und Reifen flickt.

Was bietet einem ein solches Buch?

Letztes Jahr kam nun das Wimmelbuch „Suchen und Finden mit Kasimir“ heraus. An sich eine nette Sache. Allerdings muss man bei diesen Büchern durchaus genau hinschauen, ob sie für die Kleinen überhaupt Sinn machen und ob z.B. Bilder aus bereits erschienenen Büchern verwendet werden. Bei diesem Wimmelbuch ist es tatsächlich sogar so, dass sowohl Bilder als auch die Texte, die sich auf den jeweiligen Doppelseiten befinden, übernommen wurden. Ich kenne nicht alle Bände von Kasimir, aber ich glaube, dass aus jedem Buch eine Seite für das Wimmelbuch verwendet wurde. Für Kasimir-Fans, die bereits die einzelnen Bilderbücher haben, lohnt sich dieses Buch also nicht.

Wimmelbuch mit Suchaufträgen

Für kleinere Kinder ist das Buch aber durchaus nett, wobei ich den Text etwas abgeändert hätte. Ausdrücke wie „am nächsten Morgen“ oder ähnliches machen den Eindruck, dass eine fortlaufende Geschichte erzählt wird, was jedoch nicht der Fall ist. Vielmehr werden verschiedene Räume von Kasimir präsentiert, in denen er etwas sucht – zum Teil zusammen mit seinem Freund Frippe.

Die Kinder werden – wie es sich für ein Wimmelbuch gehört – dazu aufgefordert einige Dinge mit zu suchen. Wo befindet sich in der Tischlerwerkstatt der Besen, wo werden die Pinsel aufbewahrt, wo stehen in der Küche die Teller und wo hängt im Schuppen der Gartenschlauch?

Auf den Bildern passiert kaum etwas. Von den Bibern sieht man sogar teilweise nicht mehr als ihr Hinterteil, da sie mit dem Gesicht in Schränken und Schubladen suchend verschwinden. Dafür können Kinder aber jede Menge Gegenstände entdecken und benennen, die sie zum Teil aus ihrem eigenen Alltag kennen. Mit Nadelkissen, Reifenheber und Sense gibt es aber vielleicht auch noch ein paar neue Wörter für den wachsenden Wortschatz.

Die Bilder sind freundlich und ansprechend gezeichnet und alles ist gut zu erkennen. Man kann in ganze, eingerichtete Räume blicken.

Das Buch ist ein schönes Wimmelbuch, mit dem man den Titelhelden und seinen Freund Frippe ein wenig kennen lernen kann. Man kann es aber auch einfach als ein normales Wimmelbuch betrachten ohne sich weiter in die Bücherwelt von Kasimir vertiefen zu müssen. Für Kasimir-Fans wäre es schöner gewesen, wenn das Buch auch etwas Neues zu bieten gehabt hätte.

Suchen und Finden mit Kasimir von Lars Klinting, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2452-5, 9,99€

Alle Pettersson und Findus-Bilderbücher

Auf meinem Blog stelle ich viele Bücher kleiner, mittlerer und großer Verlage vor, die in letzter Zeit neu herausgekommen sind. Etwas zu kurz sind dabei viele Lieblingsbücher gekommen, die hier seit Jahren immer wieder gerne angeschaut werden.

Nun möchte ich die Oetinger-Summer-Reading-Challenge von Kathrineverdeen ntutzen, um dies ein wenig zu ändern, denn aus dem Oetinger Verlag kommen einige unserer Lieblinge.

Es fällt mir schwer zu diesen Büchern eine richtige Rezension zu schreiben, denn dafür sind sie mir irgendwie zu nah, aber ich möchte sie euch zumindest vorstellen.

Heute bekommt ihr somit einen Überblick zu allen Pettersson und Findus-Bilderbüchern (ausgenommen den Pappbilderbüchern, den Liederbüchern etc.), die sich alle in unserem Besitz befinden. Vor allem vor ein paar Jahren haben wir sie uns sehr häufig angeschaut. Das eine mehr und das andere weniger. Manche sich auch für kleinere Kinder halbwegs verständlich, für andere braucht man etwas mehr Überblick, aber alle sind sie absolut empfehlenswert.

Der Alte und sein Kater

Der alte, etwas kauzige Pettersson und sein fröhlicher, aufgeweckter Kater Findus sind einfach herrlich. Allein die beiden gegensätzlichen Charaktere und ihre Gespräche mit viel Witz sind genial. Für Kinder werden aber sicherlich die bunten Bilder im Vordergrund stehen, die die Figuren lebendig machen und auf denen man unglaublich viele Details entdecken kann, z.B. auch die lustigen Muckla, die man doch eigentlich gar nicht sehen kann.

So, nun aber zu den neun erschienenen Bilderbüchern:

Findus liebt es Geburtstag zu haben und das kann ich persönlich nur all zu gut verstehen. Und zum Geburtstag gehört natürlich auch ein Geburtstagskuchen oder sogar eine Geburtstagstorte. Pettersson backt Findus zu diesem Anlass, den es bei Findus übrigens drei Mal im Jahr gibt, immer eine Pfannkuchentorte. Doch einmal fehlt ihm dazu das Mehl und so möchte er mit dem Fahrrad einkaufen fahren, aber so einfach geht das nicht, denn der hintere Reifen hat einen Platten. Kein Problem, muss er eben wieder aufgepumpt werden, aber an diesem Tag ist alles irgendwie verrückt und so wird aus dem Backen der Pfannkuchentorte eine ziemlich große Aktion.

Eine Geburtstagstorte für die Katze von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6170-4, 12,95€

 

In der Gegend von Pettersson und Findus schleicht des Nachts ein Fuchs herum. Petterssons Nachbar Gustavsson möchte ihm mit dem Gewehr auflauern. Nein, das gefällt Findus gar nicht. Füchse soll man nicht erschießen, aber man muss sie natürlich dennoch daran hindern, sich ein Huhn vom eigenen Hof zu holen. Aber Pettersson und Findus sprühen nur so vor Ideen und bald wird nicht nur ein Pfefferhuhn gebastelt, sondern ein riesiges Grusel-Feuerwerk installiert. Na, so werden sie es doch sicher schaffen, dem Fuchs klar zu machen, dass er bei ihnen die Hühner besser in Ruhe lässt.

Ein Feuerwerk für den Fuchs von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6172-8, 12,95€

 

An einem grauen Herbsttag hat Pettersson richtig schlechte Laune. Er hat einfach zu gar nichts Lust. Das kann Findus natürlich nicht einfach so hinnehmen und er versucht immer wieder die Aufmerksamkeit des Alten auf sich zu lenken. Findus ist sich sicher: Wenn er es irgendwie schafft, Pettersson nach draußen zum Angeln zu bewegen, dann wird sich seine Laune schnell besser. Er lässt sich alles Mögliche einfallen, aber Pettersson beachtet den Kater kaum. Aber dann fällt Findus doch noch ein Trick ein, mit dem er Pettersson nach draußen locken kann.

Armer Pettersson von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6173-5, 12,95€

 

Endlich steht Heilig Abend kurz vor der Tür. Pettersson und Findus machen sich gemeinsam an die Vorbereitungen und wollen mit einem Schlitten eine Tanne aus dem Wald holen. Doch da passiert es: Pettersson verletzt sich am Fuß und kann nur noch humpeln. Es scheint so, als müssten die beiden sich auf ein wenig glanzvolles Weihnachtsfest einstellen: Ohne Baum und ohne Weihnachtsessen. Aber dann bauen sie sich ihren Weihnachtsbaum selber und auf einmal kommen lauter Nachbarn vorbei, die alle etwas Gutes mitbringen und helfen möchten. Am Ende feiern Pettersson und Findus das schönste Weihnachtsfest.

Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6174-2, 12,95€

 

Pettersson und Findus sind fleißig bei der Gartenarbeit. Das Beet wird umgegraben und neues Gemüse wird angepflanzt. Hm naja, vom Anpflanzen des Gemüses ist Findus nicht ganz so begeistert, denn eigentlich schmecken Fleischklößchen doch viel besser. Warum also nicht Fleischklößchen anpflanzen? Findus setzt diese Idee natürlich sofort in die Tat um und wartet gespannt, was dabei heraus kommt. Gar nichts kommt dabei heraus, denn immer wieder wird das Gemüsebeet von den verschiedensten Tieren zertrampelt und zerwühlt und Pettersson und Findus haben alle Hände und Pfoten voll damit zu tun, die Tiere wieder einzufangen.

Aufruhr im Gemüsebeet von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6902-1, 12,95€

 

Findus findet auf dem Dachboden eine komische grüne Wurst. Was mag das nur sein? Aha, ein Zelt. Das muss Findus nun aber genauer wissen und Pettersson möchte es ihm gerne zeigen: Bei einer Wanderung, die natürlich bei den Beiden nicht ganz so abläuft wie geplant. Allein die Hühner machen schon Probleme, denn sie möchten unbedingt mitkommen und auch im Zelt schlafen. Schon scheint der ganze Ausflug in Gefahr, aber am Ende wird doch im Zelt geschlafen und Pettersson kann sogar seine neue Erfindung, eine Flitzbogenwurfangel, ausprobieren. Nur im Fjäll war man nicht wirklich.

Pettersson zeltet von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6907-6, 12,95€

 

Findus hat immer viel Spaß mit den Hühnern. Ja, okay, er ärgert sie ein bisschen, aber das gehört zum Spiel einfach dazu. Alles ändert sich aber, als der Hahn Caruso auf dem Hof einzieht. Jetzt haben die Hühner nur noch Augen für ihn. Sie finden es einfach wunderbar, wenn er singt. Der arme Kater hingegen kann den Hahnengesang kaum aushalten. Findus ist eifersüchtig und traurig. Irgendwie muss man diesem Hahn doch das Krähen abgewöhnen! Und am allerbesten verschwindet er gleich für immer. Am Ende erreicht Findus sein Ziel, doch er muss Pettersson etwas beschämt gestehen, dass er dabei nicht ganz ehrlich war.

Findus und der Hahn im Korb von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6911-3, 12,95€

 

In diesem Buch dürfen wir von den Anfängen der Freundschaft zwischen Pettersson und Findus lesen. Findus kam in einem Karton für grüne Erbsen zu Pettersson und beißt ihm zur Begrüßung erst einmal in den Finger. Doch Pettersson ist gleich  hin und weg von dem Kater und freut sich darüber, nicht mehr alleine zu sein. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch gar nicht, die große Besonderheit von Findus. Erst als Findus auf einmal den Wunsch nach einer ganz bestimmten grünen Hose äußert, stellt Pettersson erstaunt fest, dass der kleine Kater sprechen kann.

Der Beginn dieser Freundschaft kann immer wieder erzählt werden und so möchte auch Findus diese Geschichte immer wieder in allen Einzelheiten erzählt bekommen. Auch sein Erlebnis mit dem Dachs, vor dem er sich damals fürchtete, gehört dazu. Und Pettersson erzählt und erzählt…

Wie Findus zu Petterson kam von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6916-8, 12,95€

 

Findus ist morgens manchmal unglaublich früh wach. Und dann muss er einfach auf seinem Bett springen, denn sonst rostet ein Kater doch ein. Doch Pettersson hat für dieses QUIE-BONG um diese Uhrzeit kein Verständnis. Aber es gibt eine Lösung für das Problem: Findus zieht aus. Er bekommt das alte Plumpsklo als eigenes Häuschen, welches er gleich begeistert einrichtet. Pettersson hilft ihm dabei, obwohl er es schade findet, auf einmal wieder alleine im Haus zu sein. Doch bald merkt auch Findus, dass es jeden Tag doch nicht so lustig ist, alleine im Häuschen einzuschlafen…

Findus zieht um von Sven Nordqvist, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-7909-9, 12,95€

Welches Buch ist euer Favorit? Wir mögen besonders gerne „Findus zieht um“ und in der Weihnachtszeit auch „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch„.