Pressebörse in Köln: Lauter schöne neue Bücher

Gestern war ich in Köln auf der Pressebörse. Sieben Verlage haben ihr aktuelles Programm dort in einem Café, welches einem mit Essen und Getränken versorgt hat, vorgestellt. Oh, ich liebe solche Termine, vor allem wenn sie mal bei mir in der Nähe sind. Es ist immer schön, wenn einem neue Bücher ausführlich vorgestellt werden und man Büchermenschen trifft. Auch wenn man bei dem Andrang ab und zu ein wenig oder auch ein bisschen mehr warten muss, findet man meist jemand mit dem man sich über das schöne Thema Bücher austauschen kann.

Jetzt möchtet ihr natürlich gerne wissen, was ich dort so alles entdeckt habe, nicht wahr? Ich fand es vor allem sehr schön, dass man auch mal wieder Verlage in den Blick genommen hat, die in letzter Zeit auf meinem Blog so gut wie gar nicht vertreten waren (da ich einfach viel zu viel zu tun hatte/habe), aber wenn man dann lauter schöne Bücher präsentiert bekommt, dann bleibt einem eigentlich gar nichts anderes übrig, als auch von diesen Verlagen Bücher auf dem Blog vorzustellen.

Schneiderbuch war für mich bisher hauptsächlich der Hanni und Nanni-Verlag, aber auch hier habe ich zwei schöne Bücher entdeckt, die etwas für Mädchen und Jungen im Grundschulalter sein könnten. Ja, auch einige Bücher für Jungs waren dabei, die im Comicstil gehalten sind, welche jedoch für etwas ältere Kinder sind. So werden wir hier erst einmal schauen, was im Waldhotel so los ist, und erfahren, wie ein Rabe zurück zu den Wikingern gebracht werden kann.

Den Annette Betz und Ueberreuter Verlag mag ich sehr gerne, vor allem die Musikbilderbücher stehen für mich für diesen Verlag, dennoch habe ich schon lange kein Buch mehr aus diesem Verlag vorgestellt. Demnächst werde ich euch aber zeigen, welche Bandbreite an Büchern der Verlag herausbringt. Ich freue mich auf ein Abenteuerbuch mit Fantasy-Elementen für ältere Kinder, auf einen Krimi für Grundschulkinder, auf ein Bilderbuch, welches ganz anders gestaltet ist, als die meisten Bilderbücher, sowie auf ein anderes Bilderbuch mit tollen Illustrationen von Britta Teckentrup.

Auch Knesebeck, Jumbo und Kosmos sind hier noch nicht übermäßig vertreten. Durch Knesebeck wird hier bald der Löwe los sein, mit Jumbo erforschen wir nicht nur die Symbolik der Farben, sondern wir dürfen auch dem dritten Snöfrid-Abenteuer lauschen und mit Kosmos steigt nicht nur die Spannung, sondern wir reisen auch ins Tierreich.

Der Beltz Verlag kommt hier immer mal wieder vor – er hat ja auch ein großes und schönes Programm. Interessanterweise kamen mir zwei neue Bilderbücher sehr bekannt vor und zu Hause konnte ich auch überprüfen, woher ich sie kannte: „Tschiep“ und „Meine liebsten Dinge müssen mit“ erschienen in unterschiedlichen Ausgaben der Gecko-Zeitschrift. Aber ich finde beide haben es verdient, als eigenständiges Kinderbuch heraus zu kommen.

Von Arena warten hier zu Hause bereits ein paar Schätzchen darauf auf den Blog zu kommen. Vielleicht summen nun aber demnächst zusätzlich hier noch ein paar Bienchen herum.

Es ist immer wieder toll, Menschen aus Verlagen mal persönlich zu treffen. Ich bin froh, dass ich gestern die Möglichkeit dazu hatte und freue mich riesig auf die Buchmesse in Leipzig. Leider merkt man dabei aber auch, dass ein paar wenigen die Zahlen meines Blogs nicht so richtig gefallen, was die Stimmung dann kurzfristig schon mal senkt, aber insgesamt war es auf jeden Fall ein interessanter und schöner Tag!

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Vorlesen: Mama Muh fährt Schlitten

Bevor ich diese Woche wieder in den Kindergarten zum Vorlesen gehe, möchte ich euch nun noch das letzte vorgelesene Buch vorstellen: „Mama Muh fährt Schlitten

Warum habe ich dieses Buch ausgewählt?

Ich habe es schon immer geliebt, die Bücher über Mama Muh vorzulesen. Sie enthalten viele Dialoge zwischen Mama Muh und ihrer Freundin der Krähe, welche man ohne große Probleme mit verschiedenen Stimmen vorlesen kann. Das macht einen riesen Spaß! Überhaupt enthalten die Bücher viel Witz und Humor, was beim Vorlesen sowohl gut ankommt als auch hilfreich ist, um die Kinder in den Bann der Geschichte zu ziehen. Für diese Ausgabe von Mama Muh habe ich mich entschieden, da es noch Winter ist und bei uns auch Schnee liegt. Sie passt also gut zum Alltag der Kinder. Schlittenfahren und im Schnee spielen kennen sie und ein Kind konnte sogar erzählen, dass sie zu Hause Kühe haben. Einzig das Slalom fahren musste ich den Kindern erklären.

Mama Muh und die Krähe fahren nämlich den Hügel nicht einfach mit dem Schlitten herunter, sondern sie möchten, wie die Tochter des Bauern, im Slalom um kleine Stöckchen herum hinunter sausen. Mama Muh überfahrt die ganzen Stöcke jedoch in gerader Fahrt und landet am Ende lachend im Schnee. Die Krähe zeigt beim Slalom lauter Kunststücke und ist so darauf versessen zu zeigen, was sie alles kann, dass sie ganz vergessen hat, dass auf dem Weg ein Baumstumpf steht, so dass auch sie im Schnee landet. Aber Spaß haben die zwei unterschiedlichen Freunde auf jeden Fall, auch wenn die Krähe es zunächst unmöglich findet, dass eine Kuh Schlitten fahren möchte.

Auch wenn ich dieses Buch sehr gut zum Vorlesen finde, war ich doch gespannt, ob die Kinder das ganze Buch lang gut zuhören würden. Das ging aber recht gut. Sie hatten viel Freude an der Geschichte und mussten an der einen oder anderen Stelle lachen.

Welche Aktionen gab es rund um das Buch?

Zur Einführung habe ich ein paar Bildkarten von Bauernhoftieren mitgebracht. Einzelne Kinder durften sich je eine Karte anschauen und dieses Tier dann so darstellen, dass die anderen Kinder es erraten konnten. Als letztes habe ich dann zur Überleitung die Karte mit der Kuh genommen.

Im Anschluss an das Buch wollte ich mit den Kindern eigentlich noch „Onkel Tom hat einen Bauernhof“ singen, aber da die zweite Gruppe schon vor der Tür stand, habe ich das dann wegfallen lassen. Es hätte sich aber gut angeboten. Angefangen hätte ich hier natürlich mit den Kühen und anschließend hätten die Kinder weitere Tiere nennen können.

Mama Muh fährt Schlitten von Jujja und Tomas Wieslander, illustriert von Sven Nordqvist, Oetiner Verlag, ISBN: 978-3-7891-7304-2, 13€

Wenn ein Kind über Bücher spricht

Kennt ihr schon den kleinen Blog vom Bücherzwerg? Hier schreibt mein 6-jähriger Sohn ab und zu über Bilder- und Kinderbücher, ganz so wann und worüber er Lust hat. Beim Tippen helfe ich ihm, aber die Worte kommen alleine von ihm.

Macht eine Bücherseite eines Kindes in diesem Alter überhaupt Sinn?

Die Texte sind meist noch relativ kurz und vermutlich für die meisten wenig interessant (umso mehr freut es mich, wenn sie von Lesern, Autoren und Verlagen wahrgenommen werden), aber es gibt mehrere Gründe, warum ich meinen Sohn, abgesehen davon, dass es ihm Spaß macht, bei seinem Blog unterstütze: Zum einen beschäftigt er sich so sehr intensiv und spielerisch mit Büchern und übt dabei sich mit dem Inhalt auseinander zu setzen  und zum anderen finde ich, dass seine Texte, so kurz sie auch sein mögen, dennoch Gewicht haben, denn hier spricht ein Kind, für das die Bücher letztendlich ja geschrieben werden, über die Bücher. Hier wird die Meinung der Zielgruppe widergegeben und nicht die von Erwachsenen, die meinen zu wissen, welche Bücher passend für Kinder sind. Im Übrigen finde ich, dass er seine Sache für sein Alter auch gar nicht so schlecht macht, denn ich weiß, aus meiner Arbeit als Grundschullehrerin, wie schwer es Kindern oft fällt mehr über Bücher zu sagen, als „ich finde es gut, weil es gut ist“.

Wie sucht er sich die Bücher für seinen Blog aus?

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal weiß er schon, dass er über ein bestimmtes Buch schreiben möchte und manchmal möchte er einen neuen Artikel schreiben und nimmt dann irgendein Buch, welches er gerade vor sich sieht. Am allerliebsten würde er aber Rezensionsexemplare so wie die Mama bekommen und eins hat er tatsächlich schon zugeschickt bekommen, worauf er natürlich unglaublich stolz ist.

Wie schreibt er seine Artikel?

Da das Schreiben am Computer für ihn noch sehr mühsam ist und auch die Bedienung eines Computers ihm noch nicht geläufig ist, helfe ich ihm hierbei. Meistens schreibt er ein, zwei Sätze selber und den Rest diktiert er mir dann (da komme ich dann manchmal kaum mit). Würde er alles selber tippen, würde der Inhalt deutlich kürzer ausfallen, da er dann schnell die Lust verlieren würde. Wenn er manchmal nicht weiter weiß, stelle ich ihm die eine oder andere Frage wie z.B. „Was hat dir denn an dem Buch gefallen?“ oder ähnliches, aber alles was in dem Artikel steht, kommt letztendlich von ihm selber. Den Inhalt kann er meistens prima und sehr ausführlich widergeben, so dass ich ihn an dieser Stelle manchmal sogar stoppen muss. Ab und zu macht er dann noch selbst ein Foto von dem Buch, welches ich ihm dann hochlade.

Der Spaß steht an oberster Stelle

Mir ist sehr wichtig, dass das alles keine Pflicht für ihn wird, und er nur dann etwas schreibt, wenn er auch Lust dazu hat. Ich glaube, er findet es schön, etwas zu machen, was die Mama auch macht. Und Bücher liebt er ja sowieso. Er liest unglaublich viel und lässt sich auch gerne Bücher vorlesen. Aber ihn interessiert auch, wer das Buch geschrieben hat und in welchem Verlag es erschienen ist. Von selbst hat er mittlerweile Ideen, für wen ein Buch zu empfehlen ist und was man bei einer Rezension erwähnen könnte. Er gibt mir auch manchmal Tipps für meine Rezensionen. Mir gefällt es, wenn er so viel über Bücher mitbekommt und er Spaß daran hat.

Das Bild auf seiner Seite sowie der Name „Bücherzwerg“ kommen übrigens ganz von ihm alleine. Es war seine Idee den Blog so zu benennen und er wollte auch ein eigenes Bild für seinen Blog malen. Auf dem Bild sieht man einen Zwerg auf einem Stuhl sitzen. Neben ihm liegt schon ein ganzer Stapel gelesener Bücher und Nachschub befindet sich im Regal auf der anderen Seite. Auch der Spruch „Lesen macht schlau“ kommt von meinem Sohn. Ich finde, da hatte er einige tolle Ideen.

Hier gebe ich euch mal einen kleinen Überblick über die Bücher, über die er bereits etwas geschrieben hat:

Rezension: Minimaus entdeckt das Haus

Kennt ihr noch die Maus aus den Bilderbüchern von Helmut Spanner? Diese kleine Maus, die sich hinter Gegenständen versteckt und durch den Käse schaut? Mir sind diese Bilder seit meiner Kindheit vertraut und so habe ich mich auch sehr darüber gefreut, als das Bücherwürmchen zur Taufe Kindergeschirr mit diesen Motiven bekommen hat. Auch das passende Buggybuch „Was macht die Maus?“ zog bei uns ein. Mittlerweile isst schon das zweite Kind von diesem Geschirr und erfreut sich an den Bildern.

Leider gibt es die dazugehörigen Bücher nicht mehr beim Ravensburger Verlag. Umso schöner ist es, dass der Oberstebrink Verlag dafür sorgt, dass diese Bücher nicht vom Buchmarkt verschwinden. Dieses Jahr sind ein paar Pappbilderbücher von Helmut Spanner dort neu aufgelegt worden, unter anderem „Minimaus entdeckt das Haus“. Der Titel hat sich also ein wenig verändert. Es ist nicht mehr einfach nur „Maus“, sondern nun „Minimaus“. Ansonsten entspricht das Titelbild dem von „Da ist die Maus“. Ob der Inhalt (Bilder und Texte) gleich sind, kann ich leider nicht sagen, da ich das alte Buch nicht habe.

Minimaus erkundet die Gegenstände im Haus

Minimaus ist eine neugierige Maus, die sich im ganzen Haus herum treibt. Sie sitzt im Eierbecher, rutscht die Toilettenpapierrolle hinunter, schaut zwischen den Seiten eines Buches heraus und lässt ihr Schwänzchen in einen Becher voller roter Farbe hängen. Auch die Bilder, wo sie aus einem Käseloch herausschaut und  auf dem sie an einem Apfel knabbert, fehlen nicht in diesem Buch.

Auf jeder Doppelseite befindet sich ein Bild und ein dazugehöriger Text, in dem thematisiert wird, was die Maus dort macht. Dabei wird aus der Ich-Perspektive heraus die Maus direkt angesprochen, z.B. „ Wer schaut denn da aus dem Käse heraus? Das bist doch du, Minimaus!“ oder „…und wer steckt denn hier in meinem Schuh? Bestimmt wieder Minimaus!“

Etwas merkwürdig ist es, dass auf einem Bild Bezug auf das vorherige genommen wird, es diesen Bezug bei dem nächsten Bild aber nicht mehr gibt: Minimaus‘ Schwanz färbt sich rot, woran sie auf dem darauffolgenden Bild erkannt wird. Auf dem Bild danach ist die Färbung jedoch wieder verschwunden.

Toller Einstieg in die Bücherwelt

Das Buch geht auf Gegenstände ein, die Kinder kennen. Einfach Sätze verbalisieren das Ganze, wobei auch Präpositionen beiläufig thematisiert werden. Alles ist gut zu erkennen und es gibt keinen störenden Hintergrund oder andere Details, die die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Es ist ein Pappbilderbuch, welches Kinder in die Welt der Bücher einführt und welches zum Benennen und erstem Sprechen und Erzählen animiert. Schön ist, dass die Gegenstände hier in einem kleinen Rahmen mit der Minimaus gezeigt werden und nicht zusammenhangslos auf den Seiten präsentiert werden, so dass es sich von den vielen Bilderbüchern für die Kleinsten abhebt, die auf bunten Seiten einzelne Gegenstände präsentieren. Die Hintergründe in diesem Buch sind weiß. Es geht also wirklich immer nur darum, was die Minimaus gerade wieder erkundet. Farben können natürlich trotzdem benannt werden, denn die Gegenstände sind natürlich nicht farblos.

Minimaus entdeckt das Haus“ ist ein tolles Buch für die kleine Buchentdecker. Ich freue mich ganz besonders, dass es diese Bücher nun beim Oberstebrink Verlag gibt, denn so haben noch viele Kinder die Möglichkeit Minimaus ihren schönen Kindheitserinnerungen hinzuzufügen.

Minimaus entdeckt das Haus von Helmut Spanner, Oberstebrink Verlag, ISBN: 978-3-96304-002-3, 7,95€

Rezension: 32 Bild-Aktionskarten Interkulturelles Lernen

Letztes Jahr habe ich euch „Das Wimmelbuch der Weltreligionen“ vorgestellt. Es ist ein tolles Wimmelbuch, in dem man viel entdecken kann, welches aber auch zu Gesprächen anregt. Es nur als „normales“ Bilderbuch zu nutzen, wäre schade, denn es steckt eine ganze Menge in dem Buch drin.

Möchte man mit Kindern tiefer in das Buch und die komplexe Thematik eintauchen, so können die „32 Bild-Aktionskarten – Interkulturelles Lernen“ eine Hilfe sein.

Es gibt drei verschiedene Arten von Karten, allen gemein ist aber, dass sie jeweils einen kleinen Bildausschnitt aus dem Wimmelbuch zeigen, mit dem man sich dann intensiver beschäftigen kann.

Ein genauer Blick auf Aspekte der Religionen

Die Idee alleine finde ich wirklich klasse. Man schaut genauer hin, sucht sich interessante Sachen aus dem Buch heraus, erklärt sie genauer, spricht darüber und nähert sich Traditionen und Bräuchen durch kleine Aktionen an. Da die Karten nur einen kleinen Ausschnitt zeigen, wird die Aufmerksamkeit sehr gut auf ein bestimmtes Thema gelenkt. Einzelne Aspekte dieses Themas werden dadurch von den Kindern überhaupt erst wahrgenommen. Im großen Wimmelbuch geht so manches Detail schnell mal verloren.

Welche Arten von Karten gibt es?

Es gibt Bildkarten, Aktionskarten und Projektkarten.

Bildkarten

Die Bildkarten sind auf der Vorder- und Rückseite mit Bildausschnitten bedruckt. Sie dienen als Gesprächsanlässe (anregende Fragen werden auf der Didaktikkarte mitgeliefert) und Einstieg in ein Thema, können aber natürlich auch mit den anderen Karten und Projekten kombiniert werden. Rituale, Feste, Symbole und ähnliches wird hier den Kindern nahe gebracht.

Aktionskarten

Die Aktionskarten zeigen auf der Vorderseite ebenfalls ein Bild aus dem Wimmelbuch, mit dem man natürlich genauso verfahren kann, wie mit den Bildkarten. Auf der Rückseite eine kleine Aktivität. In übersichtlichen Punkten werden Förderziele, Materialien, Gestaltung, Varianten und zusätzliches Wissen genannt. Die Aktivitäten können kleine Spiele oder Basteleien sein, die sich ohne großen materiellen und zeitlichen Aufwand durchführen lassen. Zwar passen alle Spiele zu den Bildern, aber dennoch vertiefen sie für mich nicht unbedingt in jedem Fall den Inhalt des Bildes. Ich finde die Ideen als Einstieg und Impuls dennoch gut, allerdings wäre es in der Praxis wichtig, dass man über die Aktionskarte hinaus Gespräche führt, weitere Aktionen durchführt oder ähnliches. Als Bausteine eines Projektes eignen sich alle Aktionskarten.

Projektkarten

Auf der Rückseite der Projektkarten wird beschrieben, wie man zu den Bildern, auf der jeweiligen Vorderseite arbeiten kann. Es gibt Ideen zum Einstieg und zu kleinen Aktionen. Schrittweise werden kleine Projekte vorgestellt. Auch hier lässt sich alles gut umsetzen.

Im beiliegenden Heft und auf den Didaktikkarten wird auch auf die wichtige Atmosphäre und die äußere Gestaltung kultureller und religiöser Projekte eingegangen.

Die Karten lassen sich auch ohne das Wimmelbuch einsetzen. Man muss es für den Gebrauch der Karten auch nicht kennen, aber gerade, wenn man dabei ist eine Religion näher kennen zu lernen, ist es vielleicht auch schön, mehr von ihr zu sehen oder Gemeinsamkeiten auf den Seiten im Wimmelbuch zu entdecken.

Praktische Karten

Die Karten sind stabil und abwischbar, so dass eine lange Haltbarkeit gewährleistet ist. Dadurch, dass sie sich alle in einem Karton befinden, kann man ohne Probleme die gewünschte Karte hinausnehmen. Die Karten sind durchnummeriert, so dass man nicht lange nach einer Karte suchen muss. In einem kleinen Kreis kann man die Karten gut gemeinsam betrachten. Dennoch fände ich es schön, wenn die Karten noch etwas größer wären, so dass man sie z.B. auch in einem Kamsihibai (im DIN A4-Format) präsentieren kann. Je nach Gruppengröße wäre das manchmal hilfreich.

Die Karten sind für einen Einsatz im Kindergarten bestimmt. Ich denke aber, dass man sie auch problemlos in der Grundschule einsetzen kann. Manchmal kann man vielleicht noch einen weiteren Schwierigkeitsgrad hinzufügen, aber grundsätzlich kann  man vieles auch genauso übernehmen, wie es hier vorgeschlagen wird.

Mir gefallen die Karten gut. Man bekommt einige gute Anregungen für den Einsatz in Kindergruppen.

32 Bild-Aktionskarten – Interkulturelles Lernen – Leben, glauben, feiern in den 5 Weltreligionen von Nanna Neßhöver, Anna Wills, Nora Tomm, Beltz Verlag, ISBN: 978-3-407-72749-6, 29,95€

Vorlesen: Das Häschen und die Rübe

Dieses Mal habe ich mir zum Vorlesen im Kindergarten das Buch „Das Häschen und die Rübe“ ausgesucht.

Eine Geschichte rund ums Teilen

Es ist Winter und Schnee liegt. Die Tiere haben Hunger und machen sich auf die Suche nach etwas Essbarem. Das Häschen findet zwei Rüben, von denen es eine verspeist. Die andere Rübe bringt es seinem Freund dem Eselchen vorbei, damit auch dieser etwas zu essen bekommt. Da das Eselchen nicht zu Hause ist, legt Häschen ihm die Rübe einfach hin. Eselchen ist selber auf Futtersuche und findet Kartoffeln. Da es nun bereits etwas zu essen hat, gibt es die Rübe an Lämmchen weiter. Doch auch dieses ist nicht zu Hause. Am Ende landet die Rübe wieder beim Häschen. Es freut sich, dass ein Freund ihm diese vorbeigebracht hat, nimmt das Geschenk an und lässt sich die Rübe schmecken.

Zum Einstieg in das Buch durften die Kinder die teilnehmenden Tiere aus einer Schatztruhe heraus holen. So wurden sie schon einmal mit den Figuren aus dem Buch bekannt gemacht und durften selber aktiv werden.

Beim Vorlesen haben einige Kinder die Struktur der Geschichte gut erkannt und konnten so bereits ergänzen, wie es wohl weitergehen würde.

Das Buch eignet sich ebenso wie das letzte vorgelesene Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ dazu, die Geschichte von oder mit den Kindern selber nachzuerzählen. Die Spielfiguren können dabei das Erzählen hervorragend unterstützen, insbesondere wenn man sie in der richtigen Reihenfolge aufstellt.

Geschichte nachspielen

Ich habe mich aber in diesem Fall nicht für das Erzählen entschieden, sondern dafür die Geschichte von den Kindern nachspielen zu lassen. Die Kinder trauen sich zwar nicht unbedingt etwas dabei zu sagen, aber den Ablauf kann man dennoch gut darstellen. Ich habe es so gemacht, dass vier Kinder sich mit den Spielfiguren in die Ecken des Raumes gestellt haben. Sie haben die Häuser bzw. Ställe der Tiere verkörpert. Auf diese Weise wussten alle, wo sie  hingehen mussten und man konnte gleichzeitig mehr Kinder in das Spiel mit einbeziehen. Für das Futter der Tiere habe ich ein paar Sachen genommen, die ich aus unserer Kinderküche zusammengesucht habe. Das entspricht dann zwar nicht immer direkt den Sachen aus der Geschichte, aber wenn man den Kindern kurz sagt, was es darstellen soll, dann ist das überhaupt kein Problem.

Viele Kinder möchten sich immer an solchen Sachen beteiligen. Ich versuche immer unterschiedliche Kinder dran kommen zu lassen und viele Aufgaben zu finden, aber das ist auch nicht in jedem Fall möglich. Wenn man genügend Zeit hat, lässt sich diese kurze Geschichte auch zwei Mal nacheinander spielen, wobei die Kinder dabei aktiver werden und immer mehr selber gestalten.

Das Häschen und die Rübe von Roswitha Grüttner, Der KinderbuchVerlag (Beltz), ISBN: 978-3-407-77191-9, 6,95€

Rezension: Die Kusinusis im Gemüsebeet

Das Kind möchte kein Gemüse essen. Kommt euch das bekannt vor? Immer wieder klagen Eltern darüber, dass es schwierig ist, die Kinder für Gemüse zu begeistern. Vielleicht gelingt es ja mit Hilfe des Buches „Die Kusinusis im Gemüsebeet“. Hier können Kinder spielerisch entdecken, was unter der Erde wächst und wer sich da noch so alles tummelt.

Viele Informationen zu vier Gemüsesorten

Lustige Wesen namens Kusinusis bevölkern in dem Bilderbuch die Erde. Sie haben blaue Haut und bunte Haare und ihre Aufgabe ist es, sich um das Gemüse zu kümmern. Mit kleinen Wägelchen fahren sie durch die Erdgänge und gießen und putzen das Gemüse. Bei den Gesprächen mit den Gemüsesorten erfährt man nicht nur den Namen der besuchten Sorten, sondern unter anderem auch, was sie so besonders macht. Auch Gemüse, welches nicht allen Kindern bekannt ist, wird hier vorgestellt, z.B. Pastinaken (habe ich selbst erst durch die Zubereitung von Babybreis kennen gelernt), Süßkartoffeln und Mangold. Das gefällt mir gut. Allerdings werden nur vier Gemüsesorten besucht und thematisiert und auf einmal ist schon Feierabend (weitere Sorten sieht man aber auf den Bildern). Hier hätte ich etwas mehr erwartet. Schön wiederum ist, dass man am Ende die vier Gemüsesorten noch einmal in einer Art Lexikon mit weiteren Informationen findet. Da kann man zum Beispiel nachlesen, dass die Pastinake auch „Hammelmöhre“ genannt wird, was ich spätestens seit dem Buch „Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ weiß, aber für Kinder sicherlich spannende Informationen sind.

Bilder mit witzigen Details

Der Text ist (abgesehen von dem Lexikonteil) gereimt, was dem Buch einen gewissen Schwung bringt, auch wenn nicht alle Reime rein sind. Die Bilder sehen teilweise etwas wie Skizzen oder einfache Buntstiftzeichnungen aus, aber gerade auf den Seiten, auf denen die Kusinusis sich um das Gemüse kümmern, sind einige witzige Details zu finden. Ärzte, Maler, Bauarbeiter – alle sorgen dafür, dass das Gemüse gut wachsen kann. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich das Buch mehrmals anzuschauen und dabei immer wieder etwas neues zu entdecken.

Kusinusis agieren vor allem in den Bildern

Ich bin noch so ein bisschen hin und her gerissen, was ich von dem Buch halten soll. Die Idee, die dahinter steckt gefällt mir gut und auch das Wissen, das mit diesem Buch transportiert wird. Allerldings sind mir die Kusinusis selbst nicht so richtig vertraut geworden. Auf den Bildern sieht man sie viel tun und machen, aber im Text ist von ihrer Arbeit nur wenig erwähnt. Hier steht dann das Gespräch mit dem Gemüse im Vordergrund, in dem eben die Eigenschaften des Gemüses hervorgehoben werden. Darum geht es natürlich letztendlich auch in dem Buch, aber wenn man die Kusinusis einführt um das Gemüse spannender zu machen, hätte man sie vielleicht auch etwas mehr in den Text einbeziehen können.

Wird Kindern das Gemüse nahe gebracht?

Insgesamt vermittelt das Buch auf unterhaltsame Art und Weise einiges an Wissen rund ums Gemüse. Ob Kinder anschließend mehr zum Gemüse greifen werden, ist natürlich fraglich, aber ein erster Schritt ist sicherlich getan und man kann zumindest auf eine größere Offenheit gegenüber unterschiedlichster Gemüsesorten hoffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch ein guter Anstoß ist, sich über Gemüsesorten zu informieren und sich intensiver mit Gemüse zu beschäftigen. Auch die Bilder in dem Buch können zu weiteren Gesprächen anregen. Allein die im Buch nicht besprochenen Gemüsesorten wollen schließlich benannt werden.

Die Kusinusis im Gemüsebeet von Florian Meier und Lara Klemm, Kusinusi-Verlag Klemm und Meier GbR, ISBN: 978-3-00-056396-6,

 

Rezension: Die Nachtschwärmer

Wohin seid ihr in der letzten Nacht gereist? Seid ihr in die Welt eurer Träume eingetaucht? Dann haben die Nachtschwärmer euch wohl zwei Fahrkarten (für die Hin- und die Rückreise) in die Hand gedrückt.

Die Nachtschwärmer erledigen Nacht für Nacht eine sehr wichtige Aufgabe. Sie verteilen Fahrkarten an die Menschen, mit denen diese in das Land ihrer Träume und zurück reisen können. Doch dann treten die Schatten auf, die verhindern, dass die Nachtschwärmer ihre Fahrkarten verteilen können. Ohne die Fahrscheine gelangen die Menschen jedoch nicht in das Reich der Träume. Es scheint als wäre alles verloren, doch letztendlich haben die Nachtschwärmer mit ihren Fahrkarten alles in der Hand…

Das Buch „Die Nachtschwärmer“ ist gerade frisch bei der Edition Pastorplatz erschienen und wurde hier bereits mit großer Begeisterung gelesen. Bücherwürmchen wollte es sich direkt zwei Mal nach einander anhören, was ziemlich selten vorkommt. Irgendwie war er von dem Buch direkt fasziniert. Ich glaube, dass es für ihn insbesondere durch die Schatten spannend war.

Meisterhaft: Ein Buch für Kinder und Erwachsene

Eigentlich ist dieses Buch ein Meisterwerk: Es ist poetisch und zauberhaft, beinahe magisch. Es ist eine ruhige Erzählung, die dennoch Spannung in sich trägt. Es ist ein Buch, welches Erwachsene, die schöne und besondere Bilderbücher lieben, direkt anspricht, ein wunderschöner Schatz im Bücherregal, aber das besondere an diesem Buch ist, dass es dennoch nicht nur ein Bilderbuch für Erwachsene ist. Und das ist wirklich etwas Besonderes. Ich habe es bisher äußerst selten erlebt, dass Bücher, die wir Erwachsenen als wunderschön und poetisch empfinden, bei den Kindern gut ankommen. Meist werden sie nach dem ersten Anschauen bei Seite gelegt und wir Eltern nehmen dies schulterzuckend zur Kenntnis: „Dann ist dies eben ein Bilderbuch für uns.“ Das ist bei diesem Buch anders und ich bin richtig erstaunt darüber, wie gut ein solches Buch bei meinem Sohn ankommt. Ja, es ist ein leises und poetisches Buch, aber dennoch beinhaltet es eine Geschichte, die Kinder anspricht, die man auch auf nicht poetische Art und Weise aufnehmen kann. Magisch bleibt sie zwar auch in den Augen der Kinder, aber das ist in Ordnung. In dem Buch geht es um Fantasie und Träume, aber für Kinder geht es hier auch um Abenteuer, Reisen und fantastische Gestalten.

Magisch und zauberhaft

Die Bilder in dem Buch sind sehr dunkel gehalten, aber sie wirken dennoch nicht düster oder in einem Bilderbuch deplatziert. Es sind märchenhafte Bilder, die einem schon beim Lesen ins Land der Träume und der Magie bringen. Es gibt viel auf ihnen zu entdecken. Diese Zeit sollte man sich nehmen, um richtig in das Buch einzutauchen und dabei ruhig zu werden.

Das Schriftbild ist hier ein anderes als bei den anderen Büchern des Verlags. Es ist nicht so nüchtern und passt sich dem märchenhaften der Bilder und der Geschichte an. Zunächst befürchtete ich, dass es vielleicht ein wenig anstrengend zu lesen sei, aber das ist nicht der Fall.

Das Buch wirkt nach

Am Ende des Buches sind zwei Fahrkarten abgedruckt. Bücherwürmchen wollte wissen, ob man die ausschneiden dürfte. Dann hätte man direkt zwei Fahrkarten.

Später meinte er dann aber, dass das alles ja nur eine Geschichte wäre, wobei es ihn doch irgendwie beschäftigte: Er sei nachts schon öfter mal aufgewacht und habe noch nie eine Fahrkarte gesehen, auch nicht in unseren Händen, wenn er mal bei uns nachts war. Vielleicht hat ja der Schatten mal wieder zugeschlagen. Auf meinen Einwand, dass man ja vielleicht schon zurück gereist sei, erwiderte er, dass das nicht sein könne, denn man würde ja die ganze Nacht reisen.

Ich finde es wirklich spannend, wenn er sich über eine Geschichte solche Gedanken macht. Er hatte dann zum Träumen auch direkt noch seine eigene Theorie parat: Eigentlich muss man auf eine bestimmte Stelle am Bett drücken, dann fällt man durch ein Loch ins Land der Träume. Wie man zurück kommt? Ganz einfach: Im Süden links ist mitten auf einer Kuhwiese ein großer roter Knopf, der einen zurück bringt.

Und übrigens, auch wenn ihr an den Nachtschwärmern zweifeln solltet, Bücherwürmchen meinte, dass ihm ein Wissenschaftler erzählt habe, dass beide Geschichten (die aus dem Buch und sein) stimmen könnten. Also, dann wollen wir ihm doch einfach mal glauben und in der nächsten Nacht wieder ins Reich der Träume reisen – entweder mit Fahrkarte über den Zaubersee oder per Knopfdruck durch ein Loch.

Die Nachtschwärmer von Petra Steckelmann und Andreas Gaertner, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-23-2, 14€

 

Vorlesen mit Erzählschiene: Es klopft bei Wanja in der Nacht

Gestern war das erste Mal wieder Vorlesen im Kindergarten. Passend zur Jahreszeit habe ich den Klassiker „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ ausgewählt. Es ist nicht nur eine tolle Geschichte, sondern man kann sie auch auf verschiedenste Art und Weise wunderbar in Gruppen einsetzen. Bei der Vorstellung des Buches auf meinem Blog habe ich zum Beispiel erwähnt, dass ich die Geschichte mal mit einer zweiten Klasse aufgeführt habe.

Beim Vorlesen des Buches im Kindergarten habe ich zum ersten Mal eine Erzählschiene (meine ist von Don Bosco) benutzt und bin richtig begeistert davon.

Meine Erzählschiene ist eine Holzplatte mit drei Rillen, die als Schienen benutzt werden. In die Schienen kann man Pappfiguren rein- und rausschieben. Es gibt aber auch andere Varianten, bei denen jede Schiene ein einzelner Klotz ist und bei denen die Höhe der Schienen variiert.

Für den Einsatz habe ich mir die Figuren aus dem Buch kopiert und auf Pappe geklebt. Außerdem habe ich noch ein Haus ausgeschnitten, damit ich ein wenig Hintergrund habe. Das ist aber nicht unbedingt nötig.

Figuren treten in der Erzählschiene auf und ab

Ich fand, dass die Erzählschiene gut zu dem Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ passt, da hier nacheinander verschiedene Figuren auf- und später wieder abtreten. So habe ich das Buch vorgelesen und an den entsprechenden Stellen kamen dann die Figuren dazu und später schob ich sie nach und nach wieder raus:

Der Schneesturm tobt, Wanja ist in seinem Haus. Da klopft es und ein frierender Hase möchte zu ihm hinein. Wanja lässt ihn bei sich übernachten, aber zunächst kommen die beiden nicht zur Ruhe, denn es klopft noch zwei Mal: Auch Fuchs und Bär bitten um Einlass. Alle versprechen sich in dieser Nacht zu vertragen. Am nächsten Morgen bekommt der Hase dann aber doch Angst vor dem Fuchs und verlässt das Haus wieder. Ihm schließt sich der Fuchs an, der weiß, dass der Bär noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Schließlich entdeckt der Bär das Gewehr im Haus und verlässt dieses ebenfalls.

Die Geschichte hat eine klare Struktur, die durch die Erzählschiene noch unterstützt wird. Die Kinder haben der Geschichte richtig gut gefolgt und das, obwohl sie bei der Begrüßung und der Einführung der Figuren recht unruhig waren.

Kinder erzählen die Geschichte nach

Nachdem ich die Geschichte mit der Erzählschiene vorgelesen habe, haben wir die Geschichte noch einmal erzählt. Dieses Mal durften die Kinder mir beim Erzählen und beim Bewegen der Figuren helfen. Sie haben sich richtig viele Details gemerkt und hatten natürlich besonders viel Freude daran, die Figuren in die Schiene zu stecken und wieder raus laufen zu lassen. Durch die eigene Handlung an der Erzählschiene und die konkreten Figuren fiel es allen Kindern leicht die Geschichte zu rekonstruieren. Die Erzählschiene ist wirklich super dazu geeignet sowohl eine Geschichte vorzulesen und dabei mit Figuren darzustellen als auch um das eigene Erzählen von Geschichten zu üben. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, sie im Grundschulunterricht einzusetzen.

Es klopft bei Wanja in der Nacht von Tilde Michels und Reinhard Michl, Ellermann Verlag, ISBN: 978-3-7707-5737-4, 12€

 

Rezension: Schläfst du?

Heute habe ich einen ganz süßen Bilderbuchtipp für euch: „Schläfst du?

Das Pappbilderbuch ist einfach klasse: Acht Hunde schlafen zusammen in einem Zimmer. Jeweils vier Hunde liegen übereinander in hohen Stockbetten. Alle Lampen sind gelöscht, aus einem Bett hört man Schnarchgeräusche und bei einem Hund gehen die Augen auf. Er macht sein Licht an und beschwert sich bei Micha, dass Popow schnarcht.  Nun geht auch bei Micha das Licht an. Da Nono dank des Schnarchens eh nicht schlafen kann, klettert er zu Micha rüber und lässt sich von ihm etwas vorlesen.

Nach und nach wachen immer mehr Hunde auf: Mal fehlt ihnen ein Kuscheltier, mal haben sie noch Durst und mal möchten sie nicht alleine schlafen. Nur der schnarchende Popow schläft die ganze Zeit weiter. Am Morgen erwartet ihn dann eine Überraschung…

Ein großer Spaß

Das Buch macht einfach richtig viel Spaß. Der kurze Text besteht allein aus Sprechblasen. Hier muss man zunächst ein wenig gucken, in welcher Reihenfolge, was gelesen werden muss, aber das hat man schnell heraus. Sowohl kleine als auch schon etwas größere Kinder haben Freude an diesem Buch. Die Kleinen finden es schon lustig zu gucken, welcher Hund als nächstes aufwacht und die größeren können vielleicht sogar die Texte selber lesen.

Auf den Bildern sieht man in erster Linie die sympathischen Hunde in ihren Betten, aber dennoch gibt es immer wieder kleinere Details, die die Kinder entdecken, wie z.B. ein umgestoßenes Glas. Die Hunde sind wirklich nett gezeichnet und sie haben vor allem richtig tolle Gesichtsausdrücke. Das Schnarchen von Popow erkennt man beispielsweise sofort. Herrlich gemacht!

Uns gefällt „Schläfst du?“ sehr gut und wir können es allen ab 2 Jahren empfehlen.

Schläfst du? von Dorothée de Monfreid, übersetzt von Ulrich Pröfrock, Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-138-1, 14€