Tolle Motive fürs Fingerstempeln

Bald ist Ostern, eine Zeit, in der viele Kinder Ferien haben und teilweise auch in den Urlaub fahren. Und da kann man immer gut ein paar Materialien gebrauchen,  mit denen Kinder aktiv werden können. Sehr gut gefällt mir „Mein erstes Fingerstempel-Bastelbuch“, mit dem die Kinder gleich ein paar Basteleien zur Oster- und Frühlingsdeko (Blumen, Schmetterlinge, Küken) beitragen können.

Hier können Kinder per Fingerstempel-Technik verschiedene Bilder und Bastelmotive bunt verzieren. Bunte Stempelkissen werden praktischerweise direkt mitgeliefert. Allerdings waren sie bei uns teilweise etwas ausgetrocknet. Wenn man sie mit ein wenig Wasser beträufelt, lässt sich dieses Problem jedoch leicht lösen.

Technik: Fingerstempeln

Kinder haben meist viel Spaß daran mit den eigenen Fingern Farbe aufs Papier zu bringen. Allerdings brauchte Bücherwürmchen eine ganze Weile um die Technik des Stempelns wirklich umzusetzen. Zunächst wollte er die Farbe mit dem Finger eher verschmieren und damit „malen“. Hm, ich wünschte mir, dass so schöne Fingerstempel-Bilder wie in den Beispielen entstehen, aber Bücherwürmchen hatte mit seiner Technik Spaß und wollte sich zunächst nichts sagen lassen. Gar nicht so einfach, sich als Mutter da zurück zu nehmen und den Spaß in den Vordergrund zu stellen. Am besten man macht dann einfach ohne große Worte mit und dann sieht das Kind, wie man es auch machen kann.

Bastelmotive kommen gut an

Anmalen steht bei Bücherwürmchen nicht unbedingt hoch im Kurs. Fingerstempeln ist da schon etwas attraktiver, aber so spannend findet er es nicht Bilder zu verzieren. Deshalb gefällt es mir sehr gut, dass es hier neben einzelnen Bildern mit Motiven für Jungen und Mädchen auch viele Motive gibt, aus denen man mit wenigen und einfachen Schritten (ausschneiden und kleben) etwas basteln kann. Während Bücherwürmchen die Bilder meist links liegen ließ, hatte er großen Spaß an den Bastelmotiven, bei denen ich auch kaum noch helfen muss.

Mini-Künstler: Mein erstes Fingerstempel-Bastelbuch, illustriert von Hartmut Bieber, Coppenrath, ISBN: 978-3-649-62246-8, 9,99€

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Tolle Stempelbilder aus verschiedenen Materialien

Fast jeder hat wohl irgendwann in seinem Leben mal den Kartoffeldruck kennen gelernt. Da wurden Herzen oder Sterne in die halbe Kartoffel geschnitzt und anschließend auf große Bögen Packpapier verteilt, so dass man am Ende seine Weihnachtsgeschenke in selbstgemachtem Geschenkpapier verpacken konnte. Irgendwie blieb es allerdings, zumindest bei mir, bei dieser Druckvariante. Komisch eigentlich, wenn man bedenkt, wie einfach man tolle Stempelergebnisse mit wenigen Materialien erzeugen kann. Wie einfach und beeindruckend dies möglich ist und wie viele Möglichkeiten sich ergeben, hat mir nun das Buch „Bunter Stempelspaß“ gezeigt. Viel braucht man nicht um kreative Bilder zu erzeugen: Farbe, Pinsel, einen Apfel, eine Kartoffel, Plastikgabeln, vielleicht Plastikbausteine, ein Radiergummi, Korken, Moosgummiteile – je nachdem, was man eben so machen möchte. Für den tollen Löwen, den Bücherwürmchen als erstes ausprobieren wollte, braucht man nur eine Plastikgabel für die Mähne und den Schwanz sowie Kartoffeln für Bauch und Kopf.

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Die Plastikgabel haben wir im Anschluss direkt für ein kleines Blumenbild genutzt.

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Außerdem haben wir uns ein wenig von dem Buch inspirieren lassen. Eigentlich wollten wir, wie es im Buch vorgeschlagen wurde, aus Bausteinen ein Haus stempeln, aber nachdem wir die ersten Stempel aufs Papier gesetzt hatten, hatten wir eine neue Idee: Wir machen daraus einen Roboter.Es gefällt mir sehr gut, wenn ein Buch es schafft, einen zu eigenen, kreativen Ideen zu animieren. So haben wir dann auch einfach mal ein wenig herumexperimentiert und ausprobiert, wie gut man mit verschiedenen Materialien stempeln kann. Unsere Erkenntnis: Die Zwiebel macht leider keine schönen Kreismuster, da kann man direkt eine runde Kartoffel benutzen. Manchmal haben wir uns aber auch ganz an die Vorgaben des Buches gehalten und weitere Apfelabdrücke auf die eine Seite gemacht und auf einer anderen Seite auf die Äste ein paar weitere Finger-Stempel-Vögel gesetzt. Auch ein paar weitere Finger-Stempeltiere haben wir ausprobiert. Sie sehen aber auch einfach zu niedlich aus.

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Bücherwürmchen hat dann aus den Dinosauriern direkt ein ganzes Bild mit Palmen, Sand und Himmel gemalt.

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Er war überhaupt richtig bei der Sache und hätte am liebsten gleich alles mögliche ausprobiert. Ganz spannend fand er es, dass dies ein Buch ist, in welches man sogar reinstempeln und malen darf. Das konnte er zunächst gar nicht richtig glauben. Auch für mich ist dies ungewohnt und irgendwie wage ich mich da auch nicht so ganz heran. Was ist, wenn es dann nicht schön wird oder die Farbe verläuft etc.? Eigentlich ja egal, aber mich stört so etwas in einem Buch. Ob man aber die Anregungen im Buch oder auf einem extra Papier umsetzt, bleibt einem letztendlich natürlich selbst überlassen. Wir haben eine Mischung aus beidem gemacht. Etwas nervig finde ich es, dass es kein richtiges Buch ist. Es hat zwar Seiten etc., allerdings findet sich im Anhang ein Umschlag mit Materialien und an der Seite befindet sich ein Fach für Stempel und Stempelkissen. Besser fände ich es, wenn das Buch und die Materialien getrennt voneinander wären, dann könnte man sich das schön gestaltete Buch am Ende einfacher anschauen bzw. es ins Regal stellen. So muss man, gerade beim Herausnehmen der Materialien, immer befürchten, dass die Rückseite des Buches abreißt. Die Materialien sind eine nette Zugabe (buntes Papier, Schablonen, Sticker), die man bei den tollen Ideen, die dieses Buch auf den Seiten liefert, jedoch außer den Stempelkissen und den Stempeln nicht unbedingt benötigt. Die Schablonen kann man noch ganz gut gebrauchen um z.B. Moosgummi-Stempel herzustellen.

Wie ihr sicherlich bereits bemerkt habt, bin ich von dem Buch wirklich begeistert. Allein die Übersicht, was man alles als Stempel benutzen kann, finde ich schon sehr hilfreich. Im Buch wird dies dann mit Beispielen konkretisiert, die zu eigener Aktivität auffordern. Neben den oben genannten Beispielen soll zum Beispiel das Federkleid eines Hahnes mit Hilfe einer Radiergummiseite vervollständigt werden, mit einer Selleriestange lassen sich Wellen für ein wildes Meer produzieren, mit Handabdrücken entstehen witzige Tiere wie Giraffe, Pfau und Elefant, und auch aus Wellpappe kann man richtig tolle Sachen machen, z.B. ein Strandhaus oder Muffins. Da bekommt man auch als Erwachsener noch einmal so richtig Lust kreativ zu werden.

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Bunter Stempelspaß, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-1215-1, 12,99€

Hier findet ihr die Vorstellungen eines Bastelsets zum Fingerstempeln und eines Buches, in dem u.a. Ideen für Handabdrucks-Bilder zu finden sind.

Stecktiere-Welt von Krickel-Krakel

In letzter Zeit sind wir ja richtige Krickel-Krakel-Fans geworden und so haben wir ein weiteres Produkt aus dieser Reihe ausprobiert. Dieses Mal haben wir uns an die „Stecktiere-Welt“ herangewagt, wieder ein sehr schönes Bastelprojekt, welches zur Fantasie anregt.

Zunächst einmal müssen jede Menge Tiere und Pflanzen angemalt werden. Das ist wirklich viel Arbeit für kleinere Kinder, so dass wir das in mehreren Etappen gemacht haben. Außerdem habe ich Bücherwürmchen ein wenig dabei geholfen und zum Beispiel die Pflanzen sowie die Rückseiten der Tiere angemalt. Bei der Menge hat Bücherwürmchen dann manchmal dennoch die Lust am Anmalen verloren, während er andererseits gerne fertig werden wollte, um alles aufbauen zu können.

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Ist alles angemalt, dann kann man die Tiere mit kleinen Graspflanzen zusammenstecken, so dass sie stehen bleiben und in eine Dschungellandschaft stellen, die sich aus dem Karton ergibt. Etwas merkwürdig ist es, dass es sich allerdings nicht nur um Dschungeltiere handelt, sondern dass die Tiere aus verschiedenen Lebensräumen kommen. So gibt es hier zum Beispiel sowohl einen Löwen als auch ein Känguru. Bücherwürmchen hat sich kurz darüber gewundert, dann aber eben schnell gespielt, dass das Känguru zu Besuch gekommen ist, denn sobald die Tiere einmal stehen, fängt auch schon das Spiel an. Bücherwürmchen schnappt sich natürlich den Löwenvater und ich bekomme ein paar andere Tiere zugeteilt und gemeinsam denken wir uns ein paar Szenen aus.

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Das Zusammenstecken der Tiere gestaltet sich übrigens nicht so ganz einfach. Bei dem liegenden Kamel weiß ich überhaupt nicht, wie es richtig funktionieren soll, da es so einen langen Schwanz hat, der auf den Boden ragt, dass es gar keine Teile gibt, auf denen es stehen kann. Aber irgendwie hält es mit einer Stütze dann doch. Die Schlange haben wir einfach auf den Boden gelegt, wo sie sich nun lang schlängeln kann und ganz schön finden wir, dass man die Vögel in die Pflanzenlandschaft setzen kann.

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Die Figuren sind übrigens vorgestanzt und das Tolle ist, dass man so die Pappen anschließend noch als Schablonen zum Malen benutzen kann. Manche kann man auch weg werfen, aber für die Tierumrisse sind sie wirklich nicht schlecht. Ich bin ja so ein Sammler von allen möglichen Dingen, die man noch irgendwie gebrauchen kann…

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Die Arbeit, die man mit diesem Bastelset hat, ist vielleicht nicht ganz so kreativ, da sie sich auf bloßes Ausmalen konzentriert, dafür ist danach die Fantasie um so mehr gefragt und es ist ja immer besonders schön, wenn man etwas herstellt, was man anschließend auch noch nutzen kann.

Wir haben uns jedenfalls insgesamt mittlerweile schon recht lange mit der Stecktiere-Welt beschäftigt, daher kann ich sie nur empfehlen.

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Stecktiere-Welt von Krickel-Krakel, Oetinger Verlag, unverbindliche Preisempfehlung: 9,99€

Mosaikbilder von Krickel-Krakel

Das nächste Krickel-Krakel-Produkt wurde von uns getestet: Mosaikbilder. Und wieder muss ich sagen, dass wir Spaß daran hatten. Stellt man keine hohen Erwartungen an das Ergebnis, können Kinder hiermit schon früh selbst aktiv werden. Erst werden die Bildvorlagen ein wenig angemalt und anschließend kann man ein paar Moosgummi-Aufkleber, die es in verschiedenen Formen und Farben gibt, aufkleben.

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Muster, wie sie auf dem Karton zu sehen sind, erstellen kleine Kinder jedoch noch nicht unbedingt. Bücherwürmchen klebt die Aufkleber jedenfalls recht wahllos auf die Bilder auf. Da ist wenig System dabei. Okay, bei der Schlange hat er sich zumindest für eine Farbe entschieden. Die vier Vorlagen sind unterschiedlich schwer. Während man bei dem Fisch und der Schlange einfach Muster bilden kann bzw. sie einfach bunt macht, fehlt dem Pfau sein Schwanz, den man mit Hilfe der Aufkleber erstellen soll. Das ist gar nicht so einfach, vor allem wenn man so planlos an die Sache heran geht wie Bücherwürmchen es tut. Was der Vogel genau darstellen soll, und in wie fern man ihn erweitern kann, ist mir persönlich nicht ganz klar. Für Bücherwürmchen ist der Vogel jedenfalls ganz klar ein Perlhuhn. Hm, das sehe ich jetzt nicht, aber okay.

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Auch hier kann man sich natürlich wieder die Frage stellen, ist dieses Set wirklich nötig. Ein paar Moosgummireste habe ich doch auch noch im Regal und da könnte ich doch ganz einfach selbst ein paar Formen ausschneiden. Ja, das könnte ich, aber dazu habe ich auch nicht immer Lust und Bücherwürmchen schafft es noch nicht so richtig selbst Formen zu schneiden. Also würde ich erst einmal eine Weile da sitzen um das Bastelangebot vorzubereiten. So ist das ganze doch viel einfacher. Und wenn ich sehe, dass Bücherwürmchen sehr viel Spaß daran hat, kann ich mich immer noch an meine alten Moosgummibögen setzen und Kreise und Vierecke ausschneiden. Als Vorlagen kann man ohne Probleme alle Bilder in Malbüchern benutzen, wobei man natürlich auch diesen Schritt selbst machen kann. Einen Fisch würde vielleicht sogar ich aufs Papier bekommen.

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Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich mehr und mehr Fan solcher Sets werde. Anfangs war ich sehr skeptisch und dachte, dass man dafür doch nun wirklich kein Geld ausgeben muss. Nein, das muss man nicht und man kann all diese Sets auch selber verwirklichen. Aber macht man es? Ich habe mich schon seit langem darauf gefreut mit Bücherwürmchen kreativ zu werden, aber irgendwie bleibt es dann meist bei der Vorstellung tolle Sachen mit ihm zu erstellen. In den seltensten Fällen packe ich wirklich die Bastelsachen aus und versuche mich mit ihm an einer Idee. Woran liegt das? Entweder ist mir der Aufwand dann doch zu groß, ich habe die passenden Materialien nicht da (ich wollte zum Beispiel schon seit langem mit ihm aus Weinkorken Cowboys basteln, aber irgendwie bekommt man ja kaum noch die richtigen Korken…) oder mir fällt irgendeine andere Ausrede ein. Die Sets dahingegen sind einfach äußerst praktisch! Man muss sie nur öffnen, sich eventuell kurz die Anleitung anschauen und schon kann man loslegen. Das macht Spaß und vor allem sind dies alles Bastelangebote, bei denen die Kinder ganz viel selber machen können und kaum Hilfe benötigen, was bei vielen anderen Bastelideen leider nicht der Fall ist. Hat man sich dann einmal mit einem solchen Set hingesetzt, kommt man schnell in eine kreative Laune, die sich dann durchaus in eigenen Projekten niederschlägt. Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass durch die Sets die Lust aufs Basteln und Malen allgemein geweckt wird und die Wahrscheinlichkeit, dass man nun vielleicht doch mal etwas komplett selbst herstellt durchaus steigt, so widersprüchlich sich das auch zunächst anhört.

Wir können jedenfalls die bisher ausprobierten Krickel-Krakel-Sets mit gutem Gewissen empfehlen. Ich könnte sie mir auch gut für einen Kindergeburtstag vorstellen. Da hat man ja meist mit den Vorbereitungen sowieso so viel zu tun und hätte dann schnell eine Bastelaktivität ohne großen Aufwand! Die Idee kam mir jetzt gerade erst, aber je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt sie mir und ich frage mich, warum ich da nicht schon eher drauf gekommen bin… Naja, letztendlich haben wir an Bücherwürmchens Geburtstag etwas ähnliches gemacht. Ich hatte vorgedruckte Pappkronen gekauft (immerhin feierte Bücherwürmchen ja einen Königsgeburtstag), die die Kinder anmalen und mit Schmucksteinchen dekorieren konnten. Wir haben also quasi Mosaik-Kronen erstellt!

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Mosaikbilder von Krickel-Krakel, Oetinger Verlag, unverbindliche Preisempfehlung: 6,99€

Aus Papprollen entstehen tolle Figuren

Eigentlich hatte ich nicht vor bei diesem tollen Wetter mit meinem Sohn zu basteln, aber als er mich dann fragte, ob ich mit ihm etwas basteln wolle, habe ich mal die Gelegenheit ergriffen und das „Papprollenfiguren“-Set von Krickel-Krakel herausgeholt. Der Inhalt dieses Sets besteht aus 4 Papprollen, Vorlagen für Köpfe, Arme und Beine sowie Klebepunkten und einer Anleitung. Mit diesen Materialien kann man lustige Figuren erstellen, bei denen der Körper aus einer Papprolle besteht. Das Kind kann sich nun einen Kopf, Arme und Beine aussuchen und bunt anmalen. Anschließend müssen die Teile noch ausgeschnitten werden, bevor sie an die Papprolle, die am besten vorher auch noch bunt angemalt wurde, festgeklebt werden – fertig ist die Figur! Alles also ganz einfach, zumindest wenn ein bisschen Hilfe von Erwachsenen kommt.

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Bücherwürmchen wollte einen Roboter erstellen, für den er sich die passenden Teile aussuchte. Beim Anmalen gab er sich recht viel Mühe, allerdings musste ich die Teile dann für ihn ausschneiden. So genau kann er mit der Schere noch nicht umgehen. Auf der Packung ist ebenfalls ein Roboter zu sehen. Hier wurde auch der Körper wie ein Roboter mit vielen Knöpfen etc. angemalt. Bücherwürmchen hatte keine richtige Lust die Papprolle noch anzumalen. Es fehlte ihm die Vorlage und so detailliert wie auf der Packung kann er noch nicht alleine malen. Als dann aber alles fertig und zusammengeklebt war (bei den Klebepunkten muss man ein bisschen knibbeln…), war er dann aber ganz stolz auf seinen Roboter.

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Tja, braucht man für so eine Bastelarbeit ein solches Set? Aus einer Klopapierrolle und ein bisschen Papier kann man doch selber witzige Figuren herstellen, oder? Ja, das kann man. Auf jeden Fall! Es ist auch am schönsten, wenn man selbst mit einer eigenen Idee aktiv wird. Dennoch finde ich dieses Set nicht schlecht, zumindest wenn man es als erste Anregung versteht. Enthalten sind ja nur vier Papprollen und wenn diese aufgebraucht sind, wird man automatisch auf Klopapierrollen zurückgreifen, denn die Vorlagen beinhalten mehr Köpfe, Arme, Flügel und Beine als mit den beiliegenden Rollen verarbeitet werden können. Wer hier erste Anregungen und Ideen erhält, kommt vielleicht von selbst auf die Idee einen ganzen Zoo oder Bauernhof aus Papprollen-Figuren zu erstellen und dann muss und darf man selbst kreativ werden. Schon mit dem Set kann man ein bisschen experimentieren. Man kann Arme und Beine passend zu dem gewählten Kopf aussuchen oder aber man erstellt ein lustiges Fantasiewesen. Der Schritt selbst Arme und Beine herzustellen ist dann auch nicht mehr groß.

Bücherwürmchen und ich hatten jedenfalls Spaß an dieser kleinen Bastelei, die man auch gut zwischendurch mal machen kann. Man muss nicht erst eine Bastelecke einrichten und viele Materialien zusammentragen, sondern man kann jederzeit direkt mit dem Set loslegen, auch wenn in einer halben Stunde die Freunde zum Spielen kommen. Vielleicht ist es durch die Vorlage nicht besonders kreativ, aber dafür bastelt man überhaupt etwas und hat am Ende sogar ein tolles, handfestes Ergebnis vor sich stehen, mit dem man dann sogar noch spielen kann. Uns gefällt es!

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4 Papprollen-Figuren von Krickel-Krakel, Oetinger, unverbindliche Preisempfehlung: 5,99 €

Wir sind übrigens auch schon mit einem weiteren Set von Krickel-Krakel aktiv geworden: Fingerstempeln

Tolle Technik für Bilder: Fingerstempeln

Bilder aus Fingerabdrücken haben wir bereits vor 2 Jahren gemacht. So sind aus den Fingerabdrücken von Bücherwürmchen Marienkäfer, Häschen, Küken und Blumen entstanden. Mit den Ergebnissen waren wir mehr als zufrieden und haben sie sogar als Osterkarten versandt.

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Mittlerweile habe ich zu dieser Technik immer mehr Veröffentlichungen entdeckt, u.a. gibt es nun auch von Krickel-Krakel das Set „Fingerstempeln“ zu erwerben. Nun stellt sich nach den positiven Erfahrungen mit unseren Ostermotiven natürlich die Frage, ob man dafür wirklich eine Vorlage mit 20 Blättern, die nach einmaliger Benutzung ja auch verbraucht sind, braucht. Nein, man braucht sie natürlich nicht, nett ist dieses Set aber trotzdem und es eignet sich auch gut zum Verschenken. Die Vorlagen sind sehr schön gemacht: Mal fehlen einem Baum noch die Blätter, dann müssen noch Eier in Nester getupft werden, ein Pfau möchte sein prächtiges Gefieder gerne zeigen und einer Schlange darf man eine buntes Muster auf die Haut stempeln. Da bekommt man sofort Lust dazu, die Bilder Hilfe seiner Finger und der fünf bunten Stempelkissen zu vervollständigen, um sich am Ende nicht nur über tolle Bilder zu erfreuen, sondern auch darüber, dass sich die Stempelfarbe erstaunlich gut wieder von den Fingern waschen lässt. Wie gesagt, gibt es nur 20 Vorlagen und manchmal muss ich mich dazu überwinden, sie meinem Sohn zu geben. Total blöd, aber ich denke dann teilweise, dass er motorisch noch zu ungeschickt ist um tolle Bilder zu erstellen und die wertvollen Vorlagen dann unnötig verbraucht werden. Ja, nach objektiven Maßstäben habe ich vielleicht recht, aber Bücherwürmchen hat Spaß daran mit den Stempeln und seinem Daumen bunte Punkte zu verteilen, er macht sich zur Gestaltung seine eigenen Gedanken, gibt sich Mühe und freut sich über die entstandenen Bilder. Und das alles rechtfertigt das Benutzen der Vorlagen! Darum geht es nämlich. Um Spaß, experimentieren und Kreativität. An uns Erwachsene liegt es unsere perfektionistische Ansprüche zurück zu schrauben und die Kinder einfach mal machen zu lassen. Als erstes Bild habe ich Bücherwürmchen die Kuh zum Betupfen gegeben. Ein paar bunte Flecken kann er doch schon machen! Kann er auch, aber dann fängt er an Hörner, Hufe, Auge etc. farbig zu gestalten, anstatt Punkt zu verteilen. Unerhört, so habe ich mir die Kuh doch gar nicht vorgestellt! Und dann meint er auch noch, dass die roten Flecken Blut darstellen sollen… Was wird nur aus „meiner“ lustigen, bunten Kuh? Jetzt fängt Bücherwürmchen auch noch an, Tupfer neben der Kuh zu verteilen… Was soll das denn? Laut Bücherwürmchen hat die Kuh ein paar Flecken verloren! Innerlich sträubt sich in mir alles, aber letztendlich habe ich ihn zum Glück das machen lassen, was er wollte. Denn es ist nicht mein Bild. Es ist Bücherwürmchens Bild und er darf und soll es so gestalten wie er es sich vorstellt! Alles andere würde nur seine Kreativität beschneiden und eigentlich muss ich auch zugeben, dass er ein viel fantasievolleres Bild gestaltet hat als ich es mir vorgestellt hatte. In seinem Bild stecken Ideen und Geschichten. Ich hatte nur ein langweiliges, „glattes“ Bild im Kopf.

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Also, lasst eure Kinder sich kreativ ausleben. Lasst sie ihre eigenen Bilder machen und egal, wie sie es angehen und wie ihre motorischen Fähigkeiten sind – am Ende entstehen ganz individuelle Kunstwerke! Und jedes dieser kindlichen Experimente ist eine der 20 Vorlagen wert. Sind sie aufgebraucht, stellt man nach ähnlichem Muster eben eigene her, lässt die Kinder komplett eigene Bilder mit dieser Technik erstellen oder nimmt Vorlagen aus herkömmlichen Malbüchern, die dann eben nicht mit Buntstiften, sondern mit dem Finger bunt gestaltet werden. Ich freue mich jetzt jedenfalls über diese Möglichkeit, meinen Sohn mit recht einfachen Mitteln kreativ werden zu lassen. Und das Faultier bekam dann eben auch nur so viel kuscheliges Fell wie Bücherwürmchen es schön fand…

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Fingerstempeln von Krickel-Krakel, Oetinger, unverbindliche Preisempfehlung: 10,95 €