Tolle Motive fürs Fingerstempeln

Bald ist Ostern, eine Zeit, in der viele Kinder Ferien haben und teilweise auch in den Urlaub fahren. Und da kann man immer gut ein paar Materialien gebrauchen,  mit denen Kinder aktiv werden können. Sehr gut gefällt mir „Mein erstes Fingerstempel-Bastelbuch“, mit dem die Kinder gleich ein paar Basteleien zur Oster- und Frühlingsdeko (Blumen, Schmetterlinge, Küken) beitragen können.

Hier können Kinder per Fingerstempel-Technik verschiedene Bilder und Bastelmotive bunt verzieren. Bunte Stempelkissen werden praktischerweise direkt mitgeliefert. Allerdings waren sie bei uns teilweise etwas ausgetrocknet. Wenn man sie mit ein wenig Wasser beträufelt, lässt sich dieses Problem jedoch leicht lösen.

Technik: Fingerstempeln

Kinder haben meist viel Spaß daran mit den eigenen Fingern Farbe aufs Papier zu bringen. Allerdings brauchte Bücherwürmchen eine ganze Weile um die Technik des Stempelns wirklich umzusetzen. Zunächst wollte er die Farbe mit dem Finger eher verschmieren und damit „malen“. Hm, ich wünschte mir, dass so schöne Fingerstempel-Bilder wie in den Beispielen entstehen, aber Bücherwürmchen hatte mit seiner Technik Spaß und wollte sich zunächst nichts sagen lassen. Gar nicht so einfach, sich als Mutter da zurück zu nehmen und den Spaß in den Vordergrund zu stellen. Am besten man macht dann einfach ohne große Worte mit und dann sieht das Kind, wie man es auch machen kann.

Bastelmotive kommen gut an

Anmalen steht bei Bücherwürmchen nicht unbedingt hoch im Kurs. Fingerstempeln ist da schon etwas attraktiver, aber so spannend findet er es nicht Bilder zu verzieren. Deshalb gefällt es mir sehr gut, dass es hier neben einzelnen Bildern mit Motiven für Jungen und Mädchen auch viele Motive gibt, aus denen man mit wenigen und einfachen Schritten (ausschneiden und kleben) etwas basteln kann. Während Bücherwürmchen die Bilder meist links liegen ließ, hatte er großen Spaß an den Bastelmotiven, bei denen ich auch kaum noch helfen muss.

Mini-Künstler: Mein erstes Fingerstempel-Bastelbuch, illustriert von Hartmut Bieber, Coppenrath, ISBN: 978-3-649-62246-8, 9,99€

Sehr kreativ: Die Weihnachtsgeschichte basteln

Die Weihnachtsgeschichte wird in vielen Bilderbüchern erzählt. Heute möchte ich euch aber ein besonderes Bilderbuch vorstellen. Das Buch „Maria bekommt ein Kind“ ist in vielerlei Hinsicht anders als viele andere Bilderbücher. Zum einen ist der Text gereimt, was bei der Erzählung der Weihnachtsgeschichte auch eher selten vorkommt, und zum anderen sind die Bilder kleine Kunstwerke aus Papier. Alles ist aus Papier gebastelt: Tiere, Menschen, Gebäude und Pflanzen. Es ist faszinierend diese Bilder zu betrachten und dabei zu staunen mit welcher Fingerfertigkeit hier zu Werke gegangen wurde. Aber die Bilder wirken auch sehr schön. Man schaut sich das Bilderbuch gerne an. Das Schöne ist aber, dass es hier nicht bei der Bewunderung bleibt, sondern dass man auch selber tätig werden kann. Menschen, die gerne mit Papier basteln, wird es beim Lesen des Buches bereits in den Fingern gejuckt haben und mit den Schablonen am Ende des Buches kann man dann direkt loslegen. Die Figuren werden zwar ein wenig anders hergestellt, als die im Buch, aber sie erinnern ganz stark an die Figuren im Buch. Allerdings gibt es nur Vorlagen für die heilige Familie sowie den Stall samt Krippe und Esel und Ochse. Aber diese Teile ergeben bereits ein schönes Bild und wer darüber hinaus noch die Hirten und Könige herstellen möchte, kann sicherlich mit ein wenig Fantasie und einen Blick auf die Bilder im Buch selber tolle Sachen basteln.

Bücherwürmchen und ich haben gemeinsam Maria, Josef, Jesus und die Krippe gebastelt. Bücherwürmchen war für Maria und Jesus zuständig und ich für Josef. Eigentlich soll Maria das Baby im Arm halten, aber Bücherwürmchen wollte es lieber in die Krippe legen, so dass wir diese dann auch noch basteln mussten. Mit ein wenig Hilfe beim Übertragen der Vorlagen sowie beim Zusammenkleben der einzelnen Teile kann ein fünfjähriges Kind die Figuren schon prima basteln. Bücherwürmchen und ich waren mit unserem Ergebnis jedenfalls sehr zufrieden. Die Figuren ergänzen nun die Weihnachtsdeko im Zimmer von Bücherwürmchen.

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Der Text im Buch ist insgesamt gut zu lesen. Die Reime kommen einem in den meisten Fällen gut über die Lippen. Nicht ganz so gut gefällt mir, dass der Name von Jesus erst ganz am Ende bei den Königen mal fällt. Ansonsten wird die Weihnachtsgeschichte hier schön erzählt.

Maria bekommt ein Kind“ ist ein schönes Buch sowohl zum Lesen, Angucken, aber natürlich auch um in der Weihnachtszeit kreativ zu werden.

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Maria bekommt ein Kind von Mieke van Hooft und Lonneke Leever, übersetzt von Sophia Witt, Lingen Verlag, 978-3-945136-82-9, 12,95€

Die Weihnachtszeit aktiv gestalten

Manchmal weiß man gar nicht mehr so richtig, was man alles für tolle Bücher im Regal stehen hat. Da stöbere ich gerade durch alte Rezensionen von mir und stoße dabei auf das Buch „Pfeffernuss & Kugelglanz – Die Advents- und Weihnachtszeit mit Kindern stimmungsvoll gestalten„. Das Buch klingt richtig interessant und wäre bei mir beinahe verstaubt. Jetzt habe ich es aber mal wieder hervor geholt und ich werde mal schauen, ob wir in diesem Buch noch ein paar schöne Ideen für dieses Jahr finden werden.

Meine Rezension zu dem Buch stammt bereits aus dem Jahr 2006 und ich habe sie damals für das #Institut Juleiqua geschrieben.

Hier ist sie noch einmal für euch:

Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit eine ganz besondere Zeit im Jahr und dies gilt ganz besonders für Kinder, denn gerade Kinder lieben diese stimmungsvolle Zeit mit Ritualen, leckeren Plätzchen, Basteleien und kleinen Überraschungen. Um Kindern einen Advent mit viel Atmosphäre bieten zu können, ist das Buch „Pfeffernuss & Kugelglanz“ eine große Hilfe. Das Buch zeigt, wie viele Ideen und Möglichkeiten es gibt, den Advent stimmungsvoll zu gestalten. Hier gibt es Vorschläge für Basteleien, Plätzchen- und Punschrezepte sowie auch Gedichte und Geschichten zum Vorlesen bei Kerzenschein.

Insgesamt ist das Buch in fünf große Bereiche eingeteilt:

  • Traditionelle Elemente
  • Weinachtliche Nischen und Ecken
  • Weihnachtliche Fenster
  • Weihnachtliche Tische
  • Weinachtlicher Eingangs- und Gartenbereich

Außerdem befindet sich im Anhang ein Register, so dass man, wenn man etwas bestimmtes sucht, dies schnell finden kann. Besonders hilfreich sind hier die eigenen Register für Rezepte und Geschichten/Gedichte.

Die vorgestellten Ideen machen direkt Lust auf eine Weihnachtszeit mit allem drum und dran: Adventskalender (insebsondere werden hier nicht-materielle Kalender wie Fantasiereisen-Kalender, Spiele-Kalender u.ä. beschrieben), Adventskranz, Weihnachtsbaumschmuck, Wunschzettel gestalten, Weihnachtsduft verbreiten durch z.B. Duftbeutel oder Duftmemory, Gebäck, Bratäpfel, Kinderpunsch, Knusperhaus, Geschenkverpackungs-Vorschläge, selbstgebastelte Geschenke wie Massageseife oder weihnachtliche Kerzen schnitzen,…

Die Beschreibungen der Bastelideen/Rezepte sind recht kurz gehalten, aber dennoch gut zu verstehen. Der Anweisung geht eine Auflistung des benötigten Materials sowie eine Altersangabe voran. Insgesamt lassen sich die meisten Vorschläge mit Kindern ab ca. 4/5 Jahren durchführen, aber auch Grundschulkinder werden an den meisten Ideen noch Spaß haben.

Die Illustrationen von Mientje Meussen sind sehr liebevoll gestaltet und passen zu dem Inhalt des Buches: Eine harmonische und stimmungsvolle Weihnachtszeit zu gestalten. Die gezeichneten Kinderfiguren wirken mit ihrem weichen Haar, den großen Augen und dem verträumten Blick beinahe nostalgisch.

Ein schönes Weihnachtsbuch für alle, die den Advent und Weihnachten mit Kindern erleben und gestalten möchten. Hier gibt es viele gute Ideen zu entdecken, so dass das Buch über mehrere Jahre hinweg ein Begleiter in der Weihnachtszeit sein kann.

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Pfeffernuss & Kugelglanz – Die Advents- und Weihnachtszeit mit Kindern stimmungsvoll gestalten von Jakobine Wierz und Mientje Meussen, Ökotopia Verlag, ISBN: 978-3867022712, 24,99€

Von A-Z Tiere basteln

Eigentlich sind doch solche Bücher am tollsten, die nicht nur schön anzugucken sind, sondern auch zu eigenen Aktivitäten inspirieren, oder? Ein solches Buch ist auf jeden Fall „1, 2, 3, 4 Lieblingstier“. Erst einmal kann man sich das Buch gut angucken: Zu jedem Buchstaben im Alphabet gibt es ein Tier zu sehen. Das Besondere dabei ist, dass dieses Tier nicht gezeichnet oder fotografiert wurde, sondern es wurde gebastelt und zwar mit ganz unterschiedlichen Materialien. Aber das war noch nicht alles, denn die Bastelanleitung bekommt man gleich jeweils auf der linken Seite mitgeliefert. So kann man nach dem ersten Durchblättern auch schon direkt loslegen und genau so haben wir es auch gemacht. Wir haben das Buch gerade mal einen Tag und schon ist das erste Tier gebastelt: A wie Affe. Gut gefällt mir, dass man zwar eine Anleitung zum Basteln bekommt, es aber keine Schablonen oder ähnliches gibt. Vielleicht erschrickt man zunächst, wenn einem klar wird, dass man die Formen nun selber aufs Papier kriegen muss, aber dann staunt man, wie gut das eigene Kind es bereits hinbekommt. Man muss die Kinder eben nur mal machen lassen. Bücherwürmchen hat jedenfalls alle Formen des Affen ganz alleine aufgezeichnet und noch einen Schwanz hinzugefügt. Ich habe dann ein wenig beim Ausschneiden der Pappe und beim Zusammenbauen geholfen, aber letztendlich ist es nun tatsächlich sein kleines Äffchen, welches im Übrigen auch beim kleinen Büchermäuschen auf große Begeisterung stößt. Der Kleine freut sich, wenn er den Affen im Buch und bei uns im Haus entdeckt.

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Das Basteln des Affen hat uns viel Spaß gemacht und Bücherwürmchen weiß auch schon, was er noch so alles basteln möchte: den Dino, die Giraffe, den Orca, die Qualle (auch wenn er sie im Meer im Sommer nicht sonderlich mochte) und die Spinne. Ich habe ja schon die Vision, ein eigenes kleines ABC-Büchlein zu erstellen. Wäre ja auch ein schönes Geschenk für Verwandte etc. Mal schauen, wie weit wir kommen. Aber wie gesagt, das Buch inspiriert auf jeden Fall. Ich könnte es mir auch sehr gut im Kindergarten oder in der Schule vorstellen. So würde das Alphabet doch gleich noch mehr Spaß machen. Allerdings muss man natürlich sagen, dass es in diesem Buch zwar zu jedem Buchstaben ein Tier gibt, es aber nicht unbedingt darum geht, die Buchstaben zu lernen. In dieser Hinsicht ist nämlich die Spinne beim Buchstaben „S“ nicht sonderlich gut gewählt, denn sie beginnt ja mit dem Laut „Sp“. Aber das ist nur eine nebensächliche Anmerkung der Grundschullehrerin in mir.

Das Buch gefällt mir jedenfalls sehr gut. Es ist nämlich auch aus dem Grund so anregend, da sich die Ideen relativ einfach umsetzen lassen und man viele der benötigten Materialien bereits besitzt. Ansonsten muss man eben ein wenig kreativ werden… Und besonders die Kinder sind da ja meistens ganz findig, insbesondere wenn sie  nicht von zu genauen Vorlagen eingeengt werden.

Na, habt ihr nun auch Lust auf tierische Basteleien bekommen? Ich kann es nur zu gut verstehen und ich freue mich bereits auf die nächste Bastelstunde mit Bücherwürmchen!

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1,2,3,4 Lieblingstier von Sabine Lohf, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5895-0, 12,95€

 

Erstes Schneiden und malen für kleine Kinder

Natürlich reichen Papier, Stifte, Kleber und Schere um mit Kindern zu malen und zu basteln. Häufig werde auch genau diese Dinge bei uns hervorgeholt, aber manchmal sind ein paar Vorlagen dennoch hilfreich. Gerade für den Einstieg gefällt mir „Mein erstes Bastelbuch mit Schere – Schneiden, kleben, malen“ gut, denn hier können Kinder schöne Bilder erstellen ohne schon ausdauernd malen und basteln zu können. Pro Bild gibt es ein paar wenige Teile auszuschneiden, die dann an eingefärbte Stellen geklebt werden sollen. Diese Teile sind bereits farbig. Das Kind kann nun noch die übrigen Flächen im Bild ausmalen. Diese sind meist recht großflächig, so dass man für das Ausmalen noch keine besonderen feinmotorischen Fähigkeiten benötigt. Jeder einzelne Arbeitsschritt ist überschaubar und genau hier liegt der große Pluspunkt dieses Heftes. Manches mag recht einfach erscheinen, aber meines Erachtens werden Kinder ansonsten häufig bei solchen Büchern überfordert, auch wenn es ums „erste“ Schneiden, Malen etc. geht. Viele Kinder verlieren schnell die Lust, wenn sie zunächst ein Bild mit vielen Einzelheiten anmalen sollen und dann auch noch jede Menge ausschneiden und womöglich auch noch diese Teile anmalen müssen. Bei diesem Buch jedoch kommen sie schnell zum Erfolg. Das Buch richtet sich an Kinder ab 3 Jahren, aber es ist auch für ältere Kindergartenkinder, die sich noch nicht an größere Werke herantrauen, gut geeignet.

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Die Auswahl der Motive kann mich ebenfalls überzeugen. Sie orientieren sich an kindlichen Vorlieben, sind ansprechend gestaltet und vor allem auch geschlechterübergreifend. Tiere mögen sowohl Mädchen als auch Jungs, die Blumen sprechen vielleicht mehr Mädchen an, dafür kommen die Jungen dann bei Eisenbahn und Dino auf ihre Kosten.

Das Einzige, das mir an dem Buch nicht gefallen hat, ist die beiliegende Schere. Sie ist an keiner Stelle spitz und schneidet nur Papier, so dass man sie auch kleineren Kindern in die Hand geben kann, allerdings schneidet sie, wenn man sie nicht im richtigen Winkel hält, sehr schlecht. Wir hatten unsere Probleme mit dieser Schere etwas ordentlich auszuschneiden.

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Aber da wir bereits eine Kinderschere besitzen, ist es letztendlich nicht weiter schlimm, dass wir diese Schere nicht nutzen konnten. Das Buch kommt trotzdem zum Einsatz.

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Mein erstes Basltebuch mit Schere – Schneiden, kleben, malen aus der Reihe MiniKünstler,  Illustrationen Sabine Legien, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-67013-1, 8,99€

Bastelei: Pferd mit Ritter

Mittlerweile bastelt Bücherwürmchen richtig gerne und ausdauernd. Da wird geschnippelt, gemalt und geklebt und hinterher ist in der Küche ein großes Chaos und die gebastelten Teile fliegen irgendwo im Haus herum… Ja, ich bin begeistert davon, dass mein Sohn so kreativ ist und so gerne bastelt, aber gleichzeitig nervt mich diese Bastelleidenschaft auch. Geht es euch auch manchmal so? Aber Bastelbücher finde ich trotz allem gut. Vor allem das Buch „Das große Buch vom Basteln und Spielen„, von welchem ich von Beginn an begeistert war. Wir haben schon mal ein wenig daraus auf meine Initiative hin gebastelt, aber nun ist es soweit, dass Bücherwürmchen selbst darin bastelt und bestimmte Dinge dann unbedingt herstellen will. Besonders verführerisch ist es für ihn, wenn es irgendwie um das Thema Ritter geht. Mir blieb also nichts anderes übrig, als Pferd und Ritter mit ihm zu basteln, denn ein wenig Hilfe braucht er dabei natürlich noch. Ich habe aber gestaunt, wieviel er allein durch die Bilder in dem Buch verstanden hat. Er wusste genau, was wir fürs Basteln benötigen und auch die Arbeitsschritte waren ihm direkt klar. Nur bei der Ausführung brauchte er dann meine Hilfe. Allerdings ist das Basteln mit ihm nicht immer ganz einfach, denn einerseits möchte er, dass am Ende alles genauso ist, wie es im Buch zu sehen ist, aber andererseits hat er dann noch so seine eigenen Vorstellungen, die gleichzeitig umgesetzt weren sollen. So wollte er zum Beispiel, dass man den Ritter auch auf den Boden stellen kann, was bedeutete, dass wir ihm letztendlich keine Beine angeklebt haben. Das schöne an dem Buch ist ja aber, dass es eigentlich nur Bastelanregungen gibt, man in der Ausführung jedoch recht frei ist, zumindest so lange das Kind nichts anderes fordert… So sehr man selbst aus pädagogischen Gründen die freie Kreativität befürwortet, so sehr wünschen sich Kinder dann manchmal doch ganz klare Vorgaben und Schablonen. Naja, wir haben dann aber doch zu guter Letzt einen Ritter und ein Pferd erstellt, mit dem Bücherwürmchen sehr zufrieden ist.

Hier seht ihr unser Ergebnis:

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Die Burg auf der gegenüberliegenden Seite haben wir noch nicht gebastelt, weil die Zeit zu knapp wurde, aber Bücherwürmchen wird dieses Vorhaben sicherlich nicht vergessen…

Das Buch habe ich euch HIER bereits vorgestellt.

Das große Buch vom Basteln und Spielen

Das große Buch vom Basteln und Spielen von Sabine Lohf, Gerstenberg, ISBN: 978-3-8369-5747-2, 19,95 €

Hier kann man der Fantasie in der Adventszeit freien Lauf lassen

Im Advent liest man nicht nur gerne Geschichten oder backt Plätzchen, man nimmt sich auch gerne mal die Zeit zum Basteln oder anderen kreativen Tätigkeiten. Nicht immer hat man Lust dafür Materialien aus dem Regal zu kramen und in einem solchen Fall freuen sich Kinder darüber, wenn sie in einem Buch malerisch oder mit Aufklebern kreativ werden können.

Erst vor Kurzem habe ich ja Sticker-Bücher, bei denen Bilder durch viele, viele Sticker ergänzt werden können, kennen gelernt. Ich finde diese Bücher ja klasse. Dran haben schon die Kleineren Spaß, aber einem selbst juckt es auch noch in den Fingern. Passend zur Weihnachtszeit gibt es natürlich auch ein solches Buch: „Mein Sticker-Weihnachtsbuch“, in dem ich dann tatsächlich auch mal selbst eine Seite gestaltet habe. Es macht einfach Spaß, ein Weihnachtszimmer mit Geschenken, Baum, Deko etc. einzurichten. Daran haben bestimmt auch Mädchen viel Spaß.

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Bücherwürmchen dahingegen fand die Schneeszenen, in denen Skifahrer wild die Hügel hinunter fahren oder Kinder eine Schneeballschlacht machen, interessanter. Auch ein Weihnachtsmarktbild hat er gerne gestaltet. Gleich zwei Nikoläuse besuchen bei ihm mit ihren Rentieren den Weihnachtsmarkt, auch hier greifen Kinder zu Schneebällen und in den Buden wird hauptsächlich Weihnachtsspielzeug verkauft. Das Sticker-Buch macht übrigens nicht nur jede Menge Spaß, sondern es regt auch die Fantasie an und fordert zum Erzählen auf. Bücherwürmchen erzählt beim Aufkleben jedes Stickers, welche Funktion dieser auf dem Bild hat und was auf dem Bild nun passiert.

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Etwas schade finde ich es, dass es keine Krippenszene zu gestalten gibt und somit der eigentliche Grund Weihnachten keine Rolle spielt. Die Sticker selbst sind aus meiner Sicht ein wenig kitschig, aber das gehört ja für viele zu Weihnachten dazu und gerade Kinder lieben Glitzer und Kitsch ja häufig…

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Ebenfalls sehr viel Spaß machen Kritzelbücher. Dieses Jahr haben wir eins aus dem Boje-Verlag kennen gelernt: „Das Advents-Kritzelbuch zum Weitermalen“. Auf großen Din A4 Seiten sollen hier Bildanfänge weitergemalt werden und dabei kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Was hält Fabian wohl leckeres auf dem Weihnachtsmarkt in der Hand, über welches hässliche Geschenk ist Lisa entsetzt, wie sieht die Krippe aus, die Paul aufgebaut hat und wie feiert man Weihnachten auf dem Mond? Wem so schnell keine kreativen Ideen kommen, der kann auch erst einmal bunte Päckchen unter den Weihnachtsbaum malen oder die Eisenbahnschienen von Moritz weiterführen. Mein Bücherwürmchen hat natürlich erst einmal die Schneeballschlacht mit Riesenschneebällen aufgezeichnet. Außerdem reizte ihn der brennende Weihnachtsbaum…

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Das Buch ist richtig dick und rund um Weihnachten und den Winter dürfen hier jede Menge Sachen gemalt werden. Bei Kindern, die nur gelegentlich kreativ werden, reicht dieses Buch somit locker für mehr als ein Jahr.

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Mein Sticker-Weihnachtsbuch, Illustrationen Laura Sommer, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-0966-3, 6,99€

Das Advents-Kritzelbuch zum Weitermalen von Heribert Schulmeyer und Theo Kerp, Boje Verlag, ISBN: 978-3-414-82269-7, 10€

 

Basteln in der Weihnachtszeit

Nicht einmal mehr zwei Wochen bis zum ersten Advent, höchste Zeit also die Weihnachts-Deko vom Dachboden zu holen. Oder soll es dieses Jahr mal etwas neues Selbstgebasteltes sein? Dann schnell mal einen Blick in das Buch „Das bunte Weihnachts-Bastelbuch“ werfen. Am besten macht man dies jedoch zunächst ohne Kinder, denn ansonsten heißt es sowieso auf jeder Seite „Oh ja, das möchte ich machen!“. So war es zumindest bei uns… Da Bücherwürmchen jedoch erst vier Jahre alt ist, sich die Bastelideen aber an Kinder ab fünf Jahren wenden, sind viele Sachen für eine gemeinsame Bastelaktion noch ein wenig ungeeignet, aber wir haben dann doch etwas gefunden: „Hütchenglocken“. Aus Papier werden drei Hütchen gebastelt, die ineinander gehängt werden. Unten läutet dann noch ein kleines Glöckchen. Vieles musste ich auch hier erledigen, aber Bücherwürmchen konnte die Kreise aufmalen und ausschneiden und beim Zusammenkleben helfen. Alle Schritte der Bastelanleitung sind gut verständlich und nachvollziehbar, so dass Bücherwürmchen am Ende stolz seine Hütchenglocke in der Hand hielt und sie über sein Bett hing, damit sie von nun an böse Träume einfach wegklingelt.

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Die Glocke ist eher ein unspektakuläres Projekt aus diesem Buch, aber sie lässt sich sehr spontan herstellen. Viele andere Ideen haben aber ebenfalls mein Interesse geweckt und ich überlege schon, ob wir vielleicht mal eine bunte Foto-Glitzer-Kette für den Weihnachtsbaum basteln sollen und den Nikolausstiefel aus einem Schuhkarton fände ich für Nikolaus auch klasse. Mal gucken, ob wir das noch vor dem 6. Dezember schaffen. Die Materialien sind jedenfalls vorhanden. Grundsätzlich wird hier häufig auf gängige Bastelmaterialien zurückgegriffen, die sich in vielen Familienhaushalten befinden. Das finde ich sehr positiv. Leider fehlen mir für viele tolle Basteleien (nicht nur aus diesem Buch) Wein- und Sektkorken. Da kann man ja wirklich schöne Sachen raus machen, aber die Naturkorken werden ja bei den Flaschen immer seltener verwendet. Also, wenn einem mal einer begegnet: Gut aufbewahren! Irgendwann kann man ihn sicherlich gebrauchen, z.B. für einen süßen Tannen-Elch. Den würde ich wirklich gerne mal machen… Ach ja, aber auch die Sterne aus Aquarellpapier (habe ich so etwas in meiner Bastelkiste?) sehen toll aus und richtig klasse finde ich den kleinen Tannenbaum aus Holzleisten. Den kann ich mir sehr gut als Deko im Haus vorstellen, ein richtiger Blickfänger.

Hier findet man wirklich viele Ideen, die einen sofort ansprechen und die auch machbar erscheinen und an einigen Sachen könnte Bücherwürmchen zumindest in Teilen auch schon mitwirken. Bei den Kleinen müssen dann die Eltern zwar noch viel helfen und einige Bastelschritte auch alleine ausführen, aber wenn das für einen in Ordnung ist, dann sind mit diesem Buch einige schöne, gemeinsame Bastelnachmittage garantiert. Je älter die Kinder dann sind, desto eigenständiger können sie die Bastelanleitungen auch schon umsetzen, denn für diese Bastelideen muss man kein ausgebildeter Künstler sein um sie zu bewältigen. Mit Spaß an der Sache wird hier jeder schöne Ergebnisse erzielen.

Das Buch wird man sicherlich in mehr als einem Jahr gebrauchen können, denn meist schafft man ja in der Weihnachtszeit viel weniger als man sich vorgenommen hat. Das ist in diesem Fall gar nicht schlimm, denn so kann man Jahr für Jahr seine persönliche Weihnachtsdekoration ein wenig erweitern und dabei vielleicht darüber staunen, welche Arbeitsschritte die Kinder auf einmal alleine bewältigen.

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Das bunte Weihnachts-Bastelbuch von Tanja Engel-Kugler und Nina Schiefelbein, Tessloff, ISBN: 978-3-7886-3816-0, 12,95€

Tolle Stempelbilder aus verschiedenen Materialien

Fast jeder hat wohl irgendwann in seinem Leben mal den Kartoffeldruck kennen gelernt. Da wurden Herzen oder Sterne in die halbe Kartoffel geschnitzt und anschließend auf große Bögen Packpapier verteilt, so dass man am Ende seine Weihnachtsgeschenke in selbstgemachtem Geschenkpapier verpacken konnte. Irgendwie blieb es allerdings, zumindest bei mir, bei dieser Druckvariante. Komisch eigentlich, wenn man bedenkt, wie einfach man tolle Stempelergebnisse mit wenigen Materialien erzeugen kann. Wie einfach und beeindruckend dies möglich ist und wie viele Möglichkeiten sich ergeben, hat mir nun das Buch „Bunter Stempelspaß“ gezeigt. Viel braucht man nicht um kreative Bilder zu erzeugen: Farbe, Pinsel, einen Apfel, eine Kartoffel, Plastikgabeln, vielleicht Plastikbausteine, ein Radiergummi, Korken, Moosgummiteile – je nachdem, was man eben so machen möchte. Für den tollen Löwen, den Bücherwürmchen als erstes ausprobieren wollte, braucht man nur eine Plastikgabel für die Mähne und den Schwanz sowie Kartoffeln für Bauch und Kopf.

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Die Plastikgabel haben wir im Anschluss direkt für ein kleines Blumenbild genutzt.

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Außerdem haben wir uns ein wenig von dem Buch inspirieren lassen. Eigentlich wollten wir, wie es im Buch vorgeschlagen wurde, aus Bausteinen ein Haus stempeln, aber nachdem wir die ersten Stempel aufs Papier gesetzt hatten, hatten wir eine neue Idee: Wir machen daraus einen Roboter.Es gefällt mir sehr gut, wenn ein Buch es schafft, einen zu eigenen, kreativen Ideen zu animieren. So haben wir dann auch einfach mal ein wenig herumexperimentiert und ausprobiert, wie gut man mit verschiedenen Materialien stempeln kann. Unsere Erkenntnis: Die Zwiebel macht leider keine schönen Kreismuster, da kann man direkt eine runde Kartoffel benutzen. Manchmal haben wir uns aber auch ganz an die Vorgaben des Buches gehalten und weitere Apfelabdrücke auf die eine Seite gemacht und auf einer anderen Seite auf die Äste ein paar weitere Finger-Stempel-Vögel gesetzt. Auch ein paar weitere Finger-Stempeltiere haben wir ausprobiert. Sie sehen aber auch einfach zu niedlich aus.

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Bücherwürmchen hat dann aus den Dinosauriern direkt ein ganzes Bild mit Palmen, Sand und Himmel gemalt.

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Er war überhaupt richtig bei der Sache und hätte am liebsten gleich alles mögliche ausprobiert. Ganz spannend fand er es, dass dies ein Buch ist, in welches man sogar reinstempeln und malen darf. Das konnte er zunächst gar nicht richtig glauben. Auch für mich ist dies ungewohnt und irgendwie wage ich mich da auch nicht so ganz heran. Was ist, wenn es dann nicht schön wird oder die Farbe verläuft etc.? Eigentlich ja egal, aber mich stört so etwas in einem Buch. Ob man aber die Anregungen im Buch oder auf einem extra Papier umsetzt, bleibt einem letztendlich natürlich selbst überlassen. Wir haben eine Mischung aus beidem gemacht. Etwas nervig finde ich es, dass es kein richtiges Buch ist. Es hat zwar Seiten etc., allerdings findet sich im Anhang ein Umschlag mit Materialien und an der Seite befindet sich ein Fach für Stempel und Stempelkissen. Besser fände ich es, wenn das Buch und die Materialien getrennt voneinander wären, dann könnte man sich das schön gestaltete Buch am Ende einfacher anschauen bzw. es ins Regal stellen. So muss man, gerade beim Herausnehmen der Materialien, immer befürchten, dass die Rückseite des Buches abreißt. Die Materialien sind eine nette Zugabe (buntes Papier, Schablonen, Sticker), die man bei den tollen Ideen, die dieses Buch auf den Seiten liefert, jedoch außer den Stempelkissen und den Stempeln nicht unbedingt benötigt. Die Schablonen kann man noch ganz gut gebrauchen um z.B. Moosgummi-Stempel herzustellen.

Wie ihr sicherlich bereits bemerkt habt, bin ich von dem Buch wirklich begeistert. Allein die Übersicht, was man alles als Stempel benutzen kann, finde ich schon sehr hilfreich. Im Buch wird dies dann mit Beispielen konkretisiert, die zu eigener Aktivität auffordern. Neben den oben genannten Beispielen soll zum Beispiel das Federkleid eines Hahnes mit Hilfe einer Radiergummiseite vervollständigt werden, mit einer Selleriestange lassen sich Wellen für ein wildes Meer produzieren, mit Handabdrücken entstehen witzige Tiere wie Giraffe, Pfau und Elefant, und auch aus Wellpappe kann man richtig tolle Sachen machen, z.B. ein Strandhaus oder Muffins. Da bekommt man auch als Erwachsener noch einmal so richtig Lust kreativ zu werden.

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Bunter Stempelspaß, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-1215-1, 12,99€

Hier findet ihr die Vorstellungen eines Bastelsets zum Fingerstempeln und eines Buches, in dem u.a. Ideen für Handabdrucks-Bilder zu finden sind.

Das macht Spaß: Einen Zoo mit Aufklebern gestalten

Eigentlich finde ich es ja toll, wenn Kinder Sachen komplett selber machen, wenn sie ganz ohne Vorlagen und nur mit eigenen Ideen kreativ werden. Manchmal reichen aber die künstlerischen Fähigkeiten nicht aus, um all das auf das Papier zu bringen, was einem gerade durch den Kopf geht, und das Kind ärgert sich dann, wenn die Tiere nicht so aussehen, wie man sie aus dem realen Leben kennt. In einem solchen Fall können dann (ausnahmsweise) mal Sticker, die von Kindern ja sowieso geliebt werde, weiterhelfen. Es ist doch auch mal schön, wenn Sticker zur Abwechslung mal mit ein wenig System aufgeklebt werden und nicht ungeordnet, teils übereinander und recht verschwenderisch auf einem Blatt Papier landen. Dies scheint sich auch die Autorin des Heftes „Mein Sticker-Zoo“ gedacht zu haben. Das Heft ist eine tolle Idee. Hier können nach Belieben Gehege mit Tieren gefüllt werden (wobei auch hier durchaus verschwenderisch gearbeitet wird, was aber an dieser Stelle mal egal ist, da wirklich sehr viele Aufkleber vorhanden sind, so dass am Ende meist noch welche übrig sind, die dann anderweitig verwendet werden können).

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Das Schöne ist, dass Kinder hier zwar nicht künstlerisch aktiv werden, sich aber dafür eine Menge ausdenken und ihre Fantasie spielen lassen. Welches Tier kommt in welches Gehege? Was machen die Tiere dort? Sind vielleicht zwei Tiere miteinander befreundet und kuscheln sich eng aneinander? Hat ein Tier Kinder, ist eine ganze Tierfamilie vorhanden? Bekommen die Tiere gerade Futter? Was machen die Zoobesucher? Usw. Den Kindern stehen hier durch die große Auswahl an Stickern viele Möglichkeiten offen. Leider passen die vorgegebenen Gehege nicht so ganz zu allen Tieren, die es als Sticker gibt, aber Kinder stört das weniger als Erwachsene. Löwen und Tiger kommen bei Kindern auch schon mal zusammen in ein Gehege und wenn gerade der Blick und somit die Wahl auf die Elefanten fällt, ist es im Prinzip egal, wie das Gehege im Heft aussieht. Die Elefanten werden einfach aufgeklebt! Sollte man dies als Erwachsener bemängeln, erhält man direkt den (passenden) Hinweis, dass das im Spiel/in einer Geschichte durchaus so möglich ist…

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Das Heft macht Kindern jedenfalls jede Menge Spaß. Besonders kreative Kinder können vielleicht auch passendes Futter o.ä. zu den Tieren dazu malen. Dazu hatte Bücherwürmchen allerdings keine Lust. Er freute sich darüber, dass er endlich mal ganz ohne Einschränkungen Aufkleber verwenden durfte.

Mir hat das Buch auch gut gefallen. Am liebsten hätte ich die eine oder andere Seite selbst gestaltet…

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Mein Sticker-Zoo von Ingrid Bräuer, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-0967-0, 6,99€