Grüffelo-Geburtstag

Dieses Jahr haben wir einen Grüffelo-Geburtstag gefeiert und nun komme ich endlich dazu, euch ein wenig davon zu berichten. Es handelte sich um einen fünften Geburtstag und wir hatten viel Glück mit dem Wetter, so dass wir fast alles draußen gemacht haben. Besonders schön, wäre es natürlich, wenn man im Wald feiern würde, aber das war bei uns leider aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Aber egal, wir hatten trotzdem eine tolle Feier.

Vor dem großen Tag gab es natürlich einige Vorbereitungen, bei denen sich Bücherwürmchen sehr gut eingebracht hat. Es war auch seine eigene Idee, Grüffelo-Masken als Einladungen zu verwenden. Er hat sie alle fleißig angemalt und hinten drauf haben wir dann den Text geklebt. Außerdem hat er Platzkärtchen mit Motiven wie dem Grüffelo, dem Fuchs, der Maus und der Schlange gebastelt und ein tolles Grüffelobild gemalt. Sehr gerne hat er auch Moos, Stöckchen und Ähnliches für die Tischdeko gesammelt. Ich musste mir darüber hinaus noch Gedanken zu Spielen und Essen machen, aber da hatte ich in der Broschüre vom Beltz Verlag eine großartige Hilfe. Ihr findet sie auch auf der Homepage des Verlags. Hieraus habe ich wirklich viele Ideen genommen.

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So sah am Ende der Tisch aus:

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Zu Essen gab es Schlangen-Püree (Wackelpudding mit Gummischlangen), gezuckerte Eule und einen Kuchen mit Butterkeksen (Rezept dafür habe ich aus dem Backbuch „Monsterlecker„), den ich mit passenden Motiven (Fröschen, Mäuse, Tatzen, Schlangen etc.) dekoriert habe. Ich gebe allerdings zu, dass bei den Kindern die Gummi-Mäuse, Frösche und Tatzen, die auf dem Tisch lagen, am besten ankamen… Schwuppdiwupp, verschwand die Spur, die über den Tisch führte!

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Beim Kaffeetrinken habe ich dann noch einmal das Grüffelo-Buch vorgelesen und die Kinder haben dabei darauf geachtet, welche Tiere aus der Geschichte auf dem Tisch wiederzufinden sind. Sie haben wirklich richtig gut zugehört!

Nach dem Kaffeetrinken gab es eine kleine Rallye. Wir haben vorher auf einer kurzen Strecke einlaminierte Karten mit Pfotenabdrücken verschiedener Tiere aufgehängt. Kreidepfeile haben den Kindern den Weg gezeigt. Wurde ein Spur gefunden, so mussten sie sie dem richtigen Tier zuordnen. Es gab immer drei Antwortemöglichkeiten. Da die Kinder noch nicht lesen können, gab es die Antwortemöglichkeiten in Bildform und sie mussten dann nur noch ihre Antwort einkreisen. Natürlich haben die Kinder die Aufgaben gemeinsam prima gelöst und so haben sie sich eine Belohung verdient: In einem Pokal steckten Grüffelo-Bleistifte und jedes Kind bekam eine Grüffelo-Medaille (ich habe auf Schokotaler Grüffelo-Bilder geklebt und an diese ein Band geklebt, so dass ich Medaillen zum umhängen hatte).

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Anschließend gab es ein paar Spiele: Dosenwerfen, Pfeilwerfen, „Finde den Fuchs in seinem Bau“ (Topfschlagen, es gab sogar Weingummi-Füchse, was aber nicht alle Kinder wahrgenommen haben) und Euleneier mussten sicher ins Nest gebracht werden (Eierlauf). In einer Fühlkiste, bei der man durch das Grüffelo-Maul greifen musste, konnten Tannenzapfen, Stöckchen, Steine und ähnliches ertastet werden.

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Für schlechtes Wetter hatte ich noch Ausmalbilder bereit liegen und eine kleine Bastelei (Eulen aus Klopapierrollen, die Anregung habe ich auf deschdanja.ch gefunden) vorbereitet.

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Dazu kamen wir dann aber nicht, so dass ich die Bilder den Kindern dann so mitgegeben habe. Die Kinder haben dann noch einfach so im Garten gespielt. Bei dem tollen Wetter kamen wir auch nicht zum Stopptanz mit dem Grüffelo-Lied, aber das war auch nicht schlimm. Wir hatten einen wunderbaren Tag. Die Kinder haben klasse mitgemacht und hatten viel Spaß.

Zum Abendbrot gab es übrigens einfach das klassische Geburtstagsessen: Pommes und Würstchen. Aber ich bin froh, dass ich da nichts großes mehr gemacht habe, denn die Kinder haben zu diesem Zeitpunkt (nach Kuchen und Süßigkeiten) eh kaum noch was gegessen…

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Kreative Beschäftigungen, wenn das Sommerwetter mal ausbleibt

Wenn man in den Urlaub fährt, sollte man für die Kinder auch immer ein paar Beschäftigungsmaterialien einpacken, denn es kann ja auch sein, dass man von Regentagen überrascht wird und in der Ferienwohnung oder im Hotel festsitzt… Im Prinzip reichen oft auch schon einige Blätter Papier, Schere, Kleber und bunte Stifte, doch manchmal freuen Kinder sich auch, wenn sie ein paar Anregungen von außen bekommen und sie nicht von ganz alleine kreativ werden müssen.

Gefühlt gibt es immer mehr Angebote für kleine Künstler auf dem Markt, ein paar davon haben wir frisch getestet, denn zwischendurch setzt sich Bücherwürmchen gerne mit mir zusammen an den Tisch um zu malen und zu basteln.

Der Tessloff-Verlag lässt einen direkt durch mehrere Produkte in eine Piraten-Welt eintauchen. Für Kinder in Bücherwürmchens Alter (ca. 4 Jahre) eignet sich das bunte Malbuch besonders gut. Man muss zwar teilweise recht kleine Flächen anmalen, da auf den Bildern nicht nur einzelne große Motive wie z.B. ein Pirat oder eine Insel zu sehen sind, sondern ganze Szenen (beispielsweise das Tauchen nach einem Schatz oder das Abladen der Schätze auf einer Insel) gezeigt werden. Dafür wurde den Kindern auf einzelnen Seiten bereits einen Teil der Arbeit abgenommen. Einiges ist schon eingefärbt, so dass nicht mehr ganz so viel angemalt werden muss. Das ist gerade für Kinder, die noch nicht so viel Ausdauer besitzen sehr motivierend.

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Die Bilder selbst sind fröhlich gestaltet und natürlich sind überall Pirat Piet und Kakadu Kalle zu entdecken. Gerade an Pirat Piet finden Kinder schnell Gefallen, denn er ist ein Kind, so dass sie sich mit ihm identifizieren können.

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Noch spannender als das Malbuch ist für Kinder das Piraten-Bastelset, bei dem ein Boot samt Piraten und Kanonen gebastelt werden kann. Hierfür braucht man jedoch schon eine ganze Menge Ausdauer, damit am Ende auch tatsächlich alles steht. Wir haben jedenfalls mehrere Tage daran gesessen und ich musste Bücherwürmchen auch helfen, denn er hatte keine Lust Boot, sämtliche Piraten, Kanonen, Schatzkiste, den Hintergrund etc. alleine anzumalen. Allein um alles von einer Seite anzumalen, braucht man schon eine Weile und eigentlich müsste man dann auch noch die Rückseite anmalen, aber dazu hatten wir dann keine Lust mehr. Das Blöde ist nur, dass man am Ende entsprechend der Anleitung alles zusammen stecken muss und man vorher beim Schiff nur schlecht abschätzen kann, was letztendlich außen und somit zu sehen ist. Bevor man alles zusammen stecken kann, muss man alle Teile ausschneiden – ein weiterer Part den ich übernehmen musste. So genau ausschneiden kann Bücherwürmchen noch nicht. Über das Ergebnis haben wir uns dann aber beide gefreut: Alles blieb gut stehen, sah nach Etwas aus und es ließ sich sogar damit spielen!

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Die Mühe hat sich also doch gelohnt. Und wer im Urlaub mehrere Regentage am Stück hat, ist sicherlich auch froh, wenn eine Bastelei nicht bereits nach fünf Minuten komplett fertig auf dem Tisch liegt.

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Zu der Reihe „Meine Piratenwelt“ gehören noch weitere Produkte, die sich ebenfalls zum Mitnehmen auf eine Reise eignen.

Ein sehr schönes Malbuch haben wir auch beim Coppenrath Verlag entdeckt. Malbücher gibt es ja nun wirklich wie Sand am Meer und man findet auch immer mal wieder welche mit schönen Motiven, aber bei dem Malbuch aus dem Coppenrath Verlag gibt es noch eine Besonderheit: Es ist ein Punkt-zu-Punkt-Malbuch. Nein, hier muss man nicht Zahlen von Punkt zu Punkt miteinander verbinden, sondern an einigen Stellen auf den Bildern nahe beieinander liegende Punkte, die bereits eine Art Linie ergeben, nachspuren. Und das hat Bücherwürmchen schon gut geschafft. Da sich die Anzahl der Pünktchenlinien auf manchen Bildern auch sehr in Grenzen halten (das ist bei den Bildern je nach Motiv ein bisschen unterschiedlich), hatte er sogar richtig Spaß daran, während ich in dem Nachfahren der Linien eine tolle Übung zur Feinmotorik sehe.

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Wir besitzen das Malbuch mit dem Untertitel „Piraten, Autos, wilde Tiere“, welches sehr motivierende Bilder für Bücherwürmchen enthält (auch wenn ein Vögelchen oder ein Hündchen nicht gerade wilde Tiere sind…): Ritterburg, Dinosaurier, Fußballer, Feuerwehrmann…

Am Ende kann man die einzelnen Bilder sogar heraustrennen und aufhängen oder verschenken. Mich hat dieses Malbuch jedenfalls vollkommen überzeugt und ich freue mich darüber, wie gerne Bücherwürmchen darin malt.

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Selbstverständlich gibt es natürlich auch ein analoges Malbuch mit Prinzessinnen und ähnlichem.

 

Meine Piratenwelt: Buntes Malbuch, illustriert von Stefan Lohr, Tessloff Verlag, ISBN: 978-3-7886-3820-7, 3,95€

Meine Piratenwelt: Bastelbogen, illustriert von Stefan Lohr, Tessloff Verlag, ISBN: 978-3-7886-3817-7, 4,95€

Mini-Künstler: Punkt-zu-Punkt-Malbuch, Piraten, Autos, wilde Tiere, illustriert von Hartmut Bieber, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62157-7, 4,95€

Die ersten eigenen Bücher: Ferientagebücher

Der Sommer hat begonnen und für viele rückt auch der Urlaub in greifbare Nähe. Da freut man sich doch, denn Urlaub ist immer etwas besonderes, etwas woran man sich auch später noch gerne erinnert. Selbst die Reisen, die man in seiner Kindheit unternommen hat, klingen irgendwie noch in einem nach, auch wenn man sich häufig nicht mehr an viele konkrete Dinge erinnern kann, aber das Gefühl von Sommer, Meer, Strand, Zeit mit der Familie das bleibt. Mir persönlich sind solche Erinnerungen wichtig und ich möchte auch Bücherwürmchen ermöglichen, dass er später in eigenen Kindheitserinnerungen schwelgen bzw. als Erwachsener vielleicht mit einem anderen Blick auf seine eigene Kindheit zurück blicken kann. Gerade, wenn die eigenen Kinder auf die Welt kommen, ist so etwas ja noch einmal interessant. Um ihm dies zu ermöglichen, hebe ich viel für ihn auf und notiere mir wichtige Ereignisse, aber ich möchte auch, dass er sich seine eigenen Erinnerungen aufbaut und so habe ich letztes Jahr angefangen mit ihm Ferientagebücher zu führen. Dabei geht es einerseits darum, Erlebnisse festzuhalten und andererseits werden wir dabei gemeinsam kreativ und gestalten zusammen ein Heft. Tag für Tag malt Bücherwürmchen auf, was ihm von dem Tag wichtig war und das können dann auch schon mal ganz andere Sachen sein als die, die ich als Highlight angesehen habe. So kann es passieren, dass Bücherwürmchen auf einer Doppelseite den gesamten Brötcheneinkauf fürs Frühstück aufmalt oder er zeichnet nur lauter blaue Striche, weil es an dem Tag geregnet hat. Auf diese Weise entsteht ein Bild von dem Urlaub ganz aus Bücherwürmchens Sicht. Er malt, ich beschrifte und Eintrittskarten oder Flyer werden natürlich auch dazu geklebt.

Sommerurlaub 2014

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Strand mit Strandkorb

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Puppentheater-Aufführung „Ferdinand der Stier“ im Inselmuseum

Urlaub auf dem Bauernhof 2014

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Die Tiere auf dem Hof

Wichtig ist, dass man sein Kind wirklich das Malen und Gestalten lässt, was es selber möchte und nicht zu sehr lenkt, denn erstens kann das Kind ansonsten den Spaß an der Sache verlieren und zweitens ist es dann ja auch nicht mehr so richtig sein eigenes Ferientagebuch. Das fällt mir allerdings noch ein bisschen schwer. Ich möchte, dass ein schönes Produkt dabei herauskommt, welches chronologisch von unserem Urlaub erzählt, aber so denken Kinder nicht. Sie möchten das Malen, was ihnen gerade einfällt. Vielleicht hat Bücherwürmchen gerade die Sandburg vom Vormittag aufgemalt und danach hat er noch Lust ein Bild von einem Ritter zu malen. Da springe ich dann schnell ein und nehme ihm das Ferientagebuch weg, damit er das bloß nicht da hinein malt. Aber warum eigentlich nicht? Nur weil er an dem Tag keinen Ritter gesehen hat? Ist doch eigentlich egal, denn es ist ja auch nett, wenn das Heft einfach ein paar Bilder enthält, welche er eben in der Ferienzeit angefertigt hat. Es ist kein Tagebuch, wie ich es führe, es ist ein Heft, welches Bücherwürmchen im Urlaub frei gestalten darf. Da sollte ich mich nicht zu sehr einmischen. Aber leider tue ich es dann doch noch zu oft… Immerhin habe ich ihn in das Osterferienheft die Dinosaurieraufkleber kleben lassen, die ihm die Oma für den Urlaub geschenkt hat! Eine Möglichkeit um dieses Problem zu umgehen, wäre natürlich, dass man einzelne Blätter gestaltet, die man am Ende zusammenheftet. Dann kann man aussuchen, was in das Ferientagebuch kommt und was nicht. Aber ich finde es letztendlich sehr schön, ein richtiges Heft zu gestalten und da hinein zu malen und zu kleben und ich sollte mich einfach von der Vorstellung lösen, dass jede Seite perfekt und schön sein muss. Das Wichtigste ist, dass es Bücherwürmchen gefällt.

Frühjahr 2015

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Mit dem Laufrad auf dem Deich

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Spielplatz mit Wikingerschiff

Übrigens haben wir nach dem Erfolg der Ferientagebücher auch ein Familientagebuch begonnen. Dieses liegt nun immer griffbereit im Wohnzimmer und immer wenn wir etwas Besonderes erlebt haben, malt oder klebt Bücherwürmchen dort etwas hinein. So haben die ganzen gesammelten Eintrittskarten und Flyer auch einen guten Platz, wir können uns gemeinsam an Erlebnisse erinnern und gestalten ganz nebenbei unser eigenes Buch. Für das Familienbuch nutze ich übrigens ein Ringbuch, was nicht nur den Vorteil hat, dass man notfalls Seiten, die einem gar nicht gefallen, leicht heraustrennen kann, sondern auch, dass es nichts ausmacht, wenn das Buch durch Flyer und andere Dinge, die eingeklebt werden, etwas dicker wird.

Familientagebuch

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Mama hat angefangen zu laufen

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Wir waren bei einer Ausstellung zu Karl dem Großen

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Im Brückenkopfpark Jülich bei den historischen Tagen

Insgesamt ist so ein Tagebuch, welches man mit dem Kind gestaltet, eine tolle Sache, wie ich finde. Man erhält ein tolles Erinnerungsstück, gestaltet ein erstes Buch, lässt Ereignisse Revue passieren, spricht miteinander noch einmal über das, was man gemacht hat und ist gemeinsam kreativ. Ich kann diese kleine Aktivität, die einen zumindest einen Urlaub lang begleiten kann, also allen nur empfehlen.

 

So können Kinder, den Urlaub mitgestalten

Schade, dass es dieses Buch noch nicht gab, als ich ein Kind war: „Petronella Glückschuh – Deutschland – Umwelt –Tiere: Kinderatlas“. Das wäre genau ein Buch nach meinem Geschmack gewesen. Aber auch heute als Mutter kann ich das Buch noch gut gebrauchen, denn auch wenn sich dieser Atlas in erster Linie an Kinder richtet, kann ich hier ebenfalls ein paar gute Tipps für Familien-Ausflugsziele finden.

Es gibt zwei Kartenübersichten von Deutschland: Einmal als Bahnstreckenkarten und einmal als Straßenkarten. So können Kinder die Urlaubsfahrt sowohl in der Bahn als auch im Auto verfolgen und dabei entdecken, wo es lohnenswerte Ziele gibt. Auf der Karte ist jeweils eingezeichnet, wo es etwas gibt, was rund um Natur und Tiere für Kinder interessant sein könnte. So findet man hier wirklich alle Zoos und Tierparks (zumindest soweit ich das in bestimmten Gegenden Deutschlands sagen kann), Forschungs- und Technik-Museen, Ranger-Führungen, Unterkünfte, die auf Umweltschutz Wert legen und vieles mehr. Auch Freilichtmuseen sind teilweise mitaufgeführt. Allerdings ist mir bei geschichtlichen Museen nicht ganz klar nach welchen Kriterien sie aufgenommen oder außen vor gelassen wurden. Neben den Hinweisen zu möglichen Ausflügen findet man auf den Karten auch Bilder (inklusive Beschriftung) von Tieren, die in Deutschland frei oder in Bauernhofhaltung leben. Zu allen genannten Zielen findet man im Anhang die vollständige Adresse. Leider wird ansonsten auf die meisten Ziele nicht näher eingegangen. Hier hätte ich mir ein paar mehr Informationen gewünscht. Allerdings wird in dem Buch auf viele Links im Internet verwiesen, welche man mit einem QR-Code problemlos über das Smartphone aufrufen kann. So gibt es beispielsweise einen Link zu einer kompletten Zooübersicht. Auch zu wissenswerten Informationen gibt es weiterführende Links im Internet. Auf diese Weise können Kinder auch lernen, inwiefern man sich auf verschiedenen Wegen informieren kann.

Dem Kartenmaterial schließen sich einige Fahrtziele mit tiefergehenden Informationen an. Verschiedene National- und Naturparks werden näher vorgestellt. Dabei gibt es nicht nur Ausflugstipps, sondern es werden vor allem interessante Dinge, die Petronella herausgefunden hat, vorgestellt. Petronella, eine Buchfigur, begleitet den Leser durch das Buch. Sie agiert hier nicht direkt, sondern ist nur auf Bildern zu sehen und hält als kleine Forscherin her. So heißt es dann eben „Petronellas Forschungsergebnisse“, „Das gefällt mir“, „Das gefällt mir nicht“ (wenn mit der Umwelt auf bestimmte Art und Weise nicht sorgfältig umgegangen wird), „Petronellas Link-Tipps“ etc. Im Prinzip bräuchte man Petronella nicht für dieses auch ansonsten gut funktionierende Buch, aber sie lockert das Buch natürlich ein wenig auf.

Nach der Vorstellung einiger Fahrtziele wird es noch etwas allgemeiner. Man erfährt wissenswertes über Lebensräume wie das Meer, die Küste oder das Moor sowie über ein paar heimische Tiere. Auch in diesem Teil wird gelegentlich auf Ausflugsziele hingewiesen, allerdings muss man dann natürlich schon Glück haben, dass man überhaupt in der Nähe davon zufälligerweise Urlaub macht.

Damit man sich auf der Fahrt nicht all zu sehr langweilt, beinhaltet das Buch noch ein paar Quiz- und Spieleseiten. Dies wäre allerdings nicht unbedingt nötig gewesen, denn mit den Informationen in dem Buch kann man sich eine Weile gut beschäftigen.

Wichtig ist vor allem, dass man sich die Einleitung und die Einweisung ins Kartenlesen gut durchliest um das Buch auch angemessen nutzen zu können. Wer aufmerksam alles gelesen und verinnerlicht hat, sollte mit dem Buch gut klar kommen. Ansonsten ist es nicht ganz einfach zu verstehen, inwiefern die vorgestellten Fahrtziele mit den Karten zusammenhängen, zumindest wenn man im Kartenlesen noch nicht so geübt ist. Hat man sich aber eingehend mit dem Buch beschäftigt, kommt man prima zurecht und erhält über die verschiedenen Gegenden viele spannende Infos geliefert, wobei die Ausflugstipps wohl am anziehendsten sein dürften… Gerade deshalb hätte ich mir an dieser Stelle gewünscht, dass es ein wenig mehr über die Museen zu lesen gäbe. Ich weiß nicht, ob die pure Nennung eines Museums es für dien Kind interessant genug macht um es besuchen zu wollen. Klingt das „Klimahaus“ spannend? Nicht unbedingt, würde man aber erfahren, dass man hier eine Weltreise um den 8. Längengrad erleben kann, sähe das alles doch schon ganz anders aus.

Schön ist es aber, dass Kinder ein wenig mehr über die Flora und Fauna in Deutschland erfahren können. Die Informationen, die man in dem Buch erhält, sind kindgerecht und gut aufbereitet. Sie machen auch richtig Lust darauf, selbst etwas zu entdecken und zu unternehmen.

Insgesamt ist der Kinderatlas eine tolle Bereicherung für das Reisen innerhalb einer Familie! Ich freue mich schon darauf, das Buch Bücherwürmchen in ein paar Jahren zu geben und vielleicht gemeinsam mit ihm mehr über die Urlaubsregionen zu erfahren und Ausflüge zu planen.

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Petronella Glückschuh – Deutschland – Umwelt –Tiere: Kinderatlas von Dorothea Flechsig, Glückschuh Verlag, ISBN: 978-3943030143, 19,95€

Und täglich begleitet uns Feuerwehrmann Sam

Gestern habe ich ein wenig davon geschrieben wie gerne Bücherwürmchen Geschichten aus Büchern nachspielt. Es gibt aber noch eine andere Figur, die er am allerliebsten verkörpert und dies bestimmt schon seit über einem Jahr: Feuerwehrmann Sam! Das Besondere hieran ist, dass er Feuerwehrmann Sam gar nicht kennt. Ich weiß, dass es dazu eine Fernsehserie, Bücher und Merchandise-Produkte gibt, aber weder wir noch Bücherwürmchen kennen diese Sachen. Trotzdem spielt Bücherwürmchen ständig Feuerwehrmann Sam. Er kennt ihn nur durch die Erwähnung anderer Kinder im Kindergarten und allein durch dieses Spiel mit den anderen hat er einen Bezug zu dieser Figur. Und dadurch, dass er auch die Lieder von Feuerwehrmann Sam singt (mit leicht abgewandelten Text – so wie er es eben von den anderen versteht und sich zusammenreimt), Namen von anderen Protagonisten mitbekommen hat und ganz selbstverständlich mit den anderen Kindern zusammen Feuerwehrmann Sam spielt, hat er auch das Gefühl diese Figur zu kennen. Er liebt diese Figur ohne ein Bild von ihr vor Augen zu haben. Am liebsten würde er „Sam“ heißen und egal worum es gerade geht, er bezieht alles auf Feuerwehrmann Sam. Spricht man vom Strand, so steht die Wache von Feuerwehrmann Sam direkt am Strand, kommen die Krokusse aus der Erde, dann sprießen sie bei Feuerwehrmann Sam gleich in doppelter Anzahl und er kann und besitzt sowieso alles, was irgendwie interessant ist. Im Prinzip ist Feuerwehrmann Sam so etwas ähnliches wie ein erfundener Freund. Mit ihm erklärt sich Bücherwürmchen die Welt und mit ihm beschäftigt er sich gedanklich mit allen Dingen, die ihm gerade begegnen. Er lässt seine Fantasie mit Feuerwehrmann Sam spielen, aber er schlüpft auch immer wieder selbst in diese Rolle. Eine Zeitlang wurde im Kindergarten nichts anderes gespielt. Selbst beim Vater-Mutter-Kind-Spiel war er der Feuerwehr-Vater. Mittlerweile ist die Bauecke interessanter geworden, aber in unseren Gesprächen taucht Feuerwehrmann Sam immer noch häufig auf… Da kann Bücherwürmchen einem dann lang und breit das Leben von Feuerwehrmann Sam erklären und beschreiben: „Weißt du, Mama, bei Feuerwehrmann Sam…“ Und dann geht es los, ohne Punkt und Komma und bis in jede Einzelheit. Ich weiß, wie Feuerwehrmann Sam sich seine Zähne putzt, wie er seine Erbsen isst, was er als erstes anzieht, in welche Länder er zum Noteinsatz fährt und vieles, vieles mehr. Bücherwürmchen erklärt mir alles ganz genau…

Tja, da freut man sich, dass das eigene Kind so gut spricht, kreativ ist und jede Menge Fantasie hat, aber manchmal kann dies auch ganz schön anstrengend sein…

Andere Länder durch Rezepte und Geschichten kennen lernen

Wie gut, dass meine Büchereule Wanzi gerade unterwegs ist und so nicht gemeinsam mit uns einen Blick in das Buch „Im Kochtopf um die Welt“ geworfen hat. Oh, da wäre sie aber neidisch auf die Eule Emmi geworden! Emmi reist nämlich mit ihrem Freund Panjo (ein Panda) in einem fliegenden Kochtopf um die Welt und trifft dabei auf lauter Kinder in verschiedenen Ländern. Das wäre was für meine Wanzi! Aber vielleicht freut sie sich ja auch, wenn sie eine kulinarische Weltreise machen kann, sobald sie zurück ist. In dem Buch befinden sich nämlich jede Menge Rezepte aus acht Ländern, welche wir gerade schon fleißig ausprobieren.

Und ich bin ganz begeistert, nicht nur von den Rezepten, sondern von dem ganzen Buch. Hier stimmt einfach alles von der Idee und dem Konzept bis hin zur Umsetzung. Spannend ist der Hintergrund dieses Buches: Um Geld für Sprachfördermaßnahmen einzunehmen, hatten Eltern eines Kindergartens die Idee ein interkulturelles Kinderkochbuch zu gestalten und zu verkaufen. Die Fördermaßnahmen sollten in erster Linie Kindern mit Migrationshintergrund zu Gute kommen. Da sich viele Menschen äußerst engagiert an dem Projekt beteiligten, kam tatsächlich ein professionelles Buch dabei heraus. Ein Buch, das keine kommerziellen Interessen verfolgt, sondern bei dem der gesamte Gewinn in Integrationsmaßnahmen fließt. Durch Kochkurse lernen Eltern und Kinder sowohl Rezepte aus anderen Ländern kennen als auch sich auf Deutsch zu verständigen. Diese Arbeit finde ich auf jeden Fall unterstützenswert – vor allem da man mit dem Kauf des Buches nicht nur Geld für einen guten Zweck ausgibt, sondern auch ein richtig tolles Buch erhält!

Emmi und Panjo reisen mit dem Kochtopf nach Deutschland, Italien, Südafrika, Brasilien, Peru, Indien, Marokko und in die Türkei. Überall finden sie direkt Freunde, mit denen sie einen Tag verbringen und so ein wenig über das Leben in dem jeweiligen Land erfahren. Hinzu kommen ein paar länderspezifische Informationen, insbesondere zu der Esskultur. Und dabei ist es nicht nur für Kinder spannend zu erfahren, wie sich die Essgewohnheiten in den verschiedenen Ländern voneinander unterscheiden. Bevor man dann zu den Rezepten kommt, kann man noch ein Märchen aus dem Land lesen. Durch die Geschichten und Informationen bekommen die Kinder einen guten Bezug zu dem fremdartigen Essen. Sie sind neugierig, wie das Essen von Fatima aus Marokko oder das Essen von Saroja aus Indien schmeckt und probieren somit auch gerne einmal etwas, was sie sonst nur skeptisch betrachten würden.

Wir haben jedenfalls in den letzten Tagen Couscous aus Marokko, Kartoffeln nach Huancayo-Art aus Peru und Brötchensterne aus Deutschland zubereitet und mit Genuss verspeist. Und dazu haben wir dann immer passend die Erlebnisse von Emmi und Panjo sowie das Märchen aus dem jeweiligen Land gelesen, was Bücherwürmchen sehr spannend fand. Unabhängig davon mussten wir drei Abende nacheinander das Märchen davon wie die Affen flink wurden (aus Südafrika) als Gute-Nacht-Geschichte lesen…

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Unsere Brötchensterne aus Deutschland

Die meisten Rezepte lassen sich mit üblichen Zutaten, die man in den gängigen Geschäften bekommt, zubereiten. Manche Sachen muss man im Asia-Laden oder in einem türkischen Geschäft kaufen, aber in einer größeren Stadt dürfte auch das kein Problem sein.

Im Anhang des Buches findet man ein paar Ideen wie man sich noch intensiver mit den Ländern und dem Essen beschäftigen kann. Die Kinder können hierbei ihr Wissen einbringen, ihren Wortschatz erweitern und mehr über Ernährung und fremde Kulturen erfahren.

Gut gefällt mir auch, dass das Buch in Deutschland beginnt. So können die Kinder langsam von dem Bekannten aus neue Dinge entdecken bzw. lernen sie zunächst einmal etwas über die Esskultur aus dem Land, in dem sie leben, kennen.

Das Buch lässt sich sowohl innerhalb eines Projekts oder Kochkurses im Kindergarten oder in der Grundschule als auch im privaten Rahmen einsetzen. Besonders spannend wird das Ganze natürlich, wenn sich dabei Menschen aus verschiedenen Ländern mit ihren Erfahrungen und Rezepten einbringen.

Ich bin jedenfalls von dem Buch und der Mischung aus Geschichten und Rezepten begeistert. Auf meinem Kochplan für die nächste Woche steht auch schon das Hähnchencurry mit Mandel aus Indien…

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Im Kochtopf um die Welt von cookita, BoBo Verlag, ISBN: 978-3-9814448-0-3, 14,95€

 

Ein fröhliches Freundebuch für Mädchen und Jungen

Ab und zu hat mein Sohn nun schon ein Freundebuch aus dem Kindergarten mit nach Hause gebracht, welches ich dann für ihn ausgefüllt habe. Und manchmal habe ich schon gedacht, dass die Fragen, gerade für Kindergartenkinder, schon etwas dämlich sind… Manches entspricht überhaupt nicht ihrer Welt und ihrem Wortschatz und manchmal muss man irgendwelche Serien kennen um die Fragen beantworten zu können. Nun schaut mein Sohn noch kein Fernsehen, aber selbst wenn er das tun würde, würde er bestimmt nicht alles kennen, was so als Merchandise-Produkt in Form von Freundschaftsbüchern auf dem Markt ist. Und dann soll man sagen, welche der Figuren man selbst gerne wäre oder ähnliches…. Das ist doch irgendwie doof, wobei ich sagen muss, dass Bücherwürmchen bisher dennoch keine Probleme hatte, die Fragen auf seine Art zu beantworten… Dennoch kommt einem an dieser Stelle ein neutrales Freundebuch wie „Freunde – Mein Buch für euch!“ entgegen. Hier ist einfach alles nur bunt und freundlich gestaltet. Auf den Seiten befinden sich bunte Kreise, in denen die Fragen stehen und Platz für die Antworten ist. Es gibt keine Serienfiguren, an denen sich die Fragen orientieren oder mit denen das Buch illustriert wurde. Das finde ich wirklich sehr angenehm, denn so kann sich jedes Kind angemessen mit den Fragen beschäftigen und niemand muss sich schlecht fühlen, weil er mal wieder irgendeine gerade angesagte Serie nicht kennt. Die Frage ist nur, ob Kinder sich nicht dennoch ein Buch mit einer geliebten Figur wünschen würden. Es gibt ja auch genügend solcher Bücher mit Figuren aus Büchern (z.B. zu Pettersson und Findus), die ich jetzt grundsätzlich nicht ablehnen würde. Wenn ein Kind sich sein Freundebuch selbst auswählen darf, dann würde es sicherlich eines mit Figuren nehmen, die es gerne mag, aber man kann sein Kind natürlich auch mit so einem Buch überraschen und dann würde es „Freunde – Mein Buch für Euch!“ bestimmt nicht ablehnen, denn es sieht ja ansprechend und fröhlich aus und ist vor allem auch nicht typisch Junge oder typisch Mädchen, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß.

Auch wenn für die Kinder zunächst einmal das Äußerliche entscheidend ist, kommt es natürlich auch auf die Fragen in dem Buch an und hier kann dieses Buch auf jeden Fall überzeugen. Es wurden einige interessante Fragen ausgewählt, die insbesondere Kindergartenkinder schon gut beantworten können, z.B. „Was machst du am liebsten mit deinem Papa/deiner Mama?“, „Was ist dein Lieblingskuscheltier?“, „Was sammelst du?“ oder „Was machst du gerne an einem Regentag?“ Als besonders „ausgefallen“ würde ich die Fragen jetzt zwar nicht unbedingt bezeichnen, denn selbstverständlich kommen auch einige recht übliche Fragen vor, aber es sind alles Fragen, die Spaß machen und mit denen Kinder etwas anfangen können. Vielleicht müssen sie über die eine oder andere Frage auch mal eine Weile nachdenken (z.B. „Welche Comic- oder Märchenfigur wärst du gerne?“ oder „Was war dein schönster Ausflug?„), aber auch das macht Freude, denn auch Kinder reflektieren gerne mal ihr eigenes Leben. Als kleines Extra liegen dem Freundebuch „Freund“/“Freundin“-Sticker bei.

Insgesamt gefällt mir das Freundebuch wirklich gut. Ob Bücherwürmchen es mal bekommen wird oder ob er seine eigenen Vorstellungen eines Freundebuchs hat, weiß ich noch nicht. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch, denn all zu früh möchte ich ihm ein solches Buch eigentlich nicht geben. Meines Erachtens machen die Bücher erst dann so richtig Sinn, wenn die Kinder die Fragen selber lesen und ihre Antworten selbst schreiben können, aber mal schauen, welche Pläne Bücherwürmchen da so hat…

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Freunde – Mein Buch für euch!von Sonja Ratz/RatzRaum, 14,80€ – direkt bei RatzRaum erhältlich

Tolle Technik für Bilder: Fingerstempeln

Bilder aus Fingerabdrücken haben wir bereits vor 2 Jahren gemacht. So sind aus den Fingerabdrücken von Bücherwürmchen Marienkäfer, Häschen, Küken und Blumen entstanden. Mit den Ergebnissen waren wir mehr als zufrieden und haben sie sogar als Osterkarten versandt.

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Mittlerweile habe ich zu dieser Technik immer mehr Veröffentlichungen entdeckt, u.a. gibt es nun auch von Krickel-Krakel das Set „Fingerstempeln“ zu erwerben. Nun stellt sich nach den positiven Erfahrungen mit unseren Ostermotiven natürlich die Frage, ob man dafür wirklich eine Vorlage mit 20 Blättern, die nach einmaliger Benutzung ja auch verbraucht sind, braucht. Nein, man braucht sie natürlich nicht, nett ist dieses Set aber trotzdem und es eignet sich auch gut zum Verschenken. Die Vorlagen sind sehr schön gemacht: Mal fehlen einem Baum noch die Blätter, dann müssen noch Eier in Nester getupft werden, ein Pfau möchte sein prächtiges Gefieder gerne zeigen und einer Schlange darf man eine buntes Muster auf die Haut stempeln. Da bekommt man sofort Lust dazu, die Bilder Hilfe seiner Finger und der fünf bunten Stempelkissen zu vervollständigen, um sich am Ende nicht nur über tolle Bilder zu erfreuen, sondern auch darüber, dass sich die Stempelfarbe erstaunlich gut wieder von den Fingern waschen lässt. Wie gesagt, gibt es nur 20 Vorlagen und manchmal muss ich mich dazu überwinden, sie meinem Sohn zu geben. Total blöd, aber ich denke dann teilweise, dass er motorisch noch zu ungeschickt ist um tolle Bilder zu erstellen und die wertvollen Vorlagen dann unnötig verbraucht werden. Ja, nach objektiven Maßstäben habe ich vielleicht recht, aber Bücherwürmchen hat Spaß daran mit den Stempeln und seinem Daumen bunte Punkte zu verteilen, er macht sich zur Gestaltung seine eigenen Gedanken, gibt sich Mühe und freut sich über die entstandenen Bilder. Und das alles rechtfertigt das Benutzen der Vorlagen! Darum geht es nämlich. Um Spaß, experimentieren und Kreativität. An uns Erwachsene liegt es unsere perfektionistische Ansprüche zurück zu schrauben und die Kinder einfach mal machen zu lassen. Als erstes Bild habe ich Bücherwürmchen die Kuh zum Betupfen gegeben. Ein paar bunte Flecken kann er doch schon machen! Kann er auch, aber dann fängt er an Hörner, Hufe, Auge etc. farbig zu gestalten, anstatt Punkt zu verteilen. Unerhört, so habe ich mir die Kuh doch gar nicht vorgestellt! Und dann meint er auch noch, dass die roten Flecken Blut darstellen sollen… Was wird nur aus „meiner“ lustigen, bunten Kuh? Jetzt fängt Bücherwürmchen auch noch an, Tupfer neben der Kuh zu verteilen… Was soll das denn? Laut Bücherwürmchen hat die Kuh ein paar Flecken verloren! Innerlich sträubt sich in mir alles, aber letztendlich habe ich ihn zum Glück das machen lassen, was er wollte. Denn es ist nicht mein Bild. Es ist Bücherwürmchens Bild und er darf und soll es so gestalten wie er es sich vorstellt! Alles andere würde nur seine Kreativität beschneiden und eigentlich muss ich auch zugeben, dass er ein viel fantasievolleres Bild gestaltet hat als ich es mir vorgestellt hatte. In seinem Bild stecken Ideen und Geschichten. Ich hatte nur ein langweiliges, „glattes“ Bild im Kopf.

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Also, lasst eure Kinder sich kreativ ausleben. Lasst sie ihre eigenen Bilder machen und egal, wie sie es angehen und wie ihre motorischen Fähigkeiten sind – am Ende entstehen ganz individuelle Kunstwerke! Und jedes dieser kindlichen Experimente ist eine der 20 Vorlagen wert. Sind sie aufgebraucht, stellt man nach ähnlichem Muster eben eigene her, lässt die Kinder komplett eigene Bilder mit dieser Technik erstellen oder nimmt Vorlagen aus herkömmlichen Malbüchern, die dann eben nicht mit Buntstiften, sondern mit dem Finger bunt gestaltet werden. Ich freue mich jetzt jedenfalls über diese Möglichkeit, meinen Sohn mit recht einfachen Mitteln kreativ werden zu lassen. Und das Faultier bekam dann eben auch nur so viel kuscheliges Fell wie Bücherwürmchen es schön fand…

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Fingerstempeln von Krickel-Krakel, Oetinger, unverbindliche Preisempfehlung: 10,95 €

So beginnt der Tag mit einem Lächeln

Bei Facebook sieht man immer so viele tolle und kreative Ideen. Manche bereiten ihren Kindern so tolle und fantasievolle Butterbrotsdosen zu, dass man einfach nur staunen kann und auch von Tijo Kinderbuch werden fast täglich lustige Männchen oder Bilder aus Nüssen, Knöpfen, Süßigkeiten und vielen anderen Dingen gelegt und im Internet gezeigt. Die Ideen finde ich immer total klasse und jedes Mal wünsche ich mir, dass ich meine Familie auch mal am Morgen mit so netten Dingen überrasche, aber irgendwie vergesse ich es dann wieder, es ist mir dann doch zu aufwendig oder mir fällt nichts ein.

Beim letzten Problem sollte mir mein neues Buch „Kunst aufessen – Bildschöne Frühstücksideen“ weiterhelfen und einmal habe ich es auch schon geschafft eine Idee umzusetzen: An einem Adventssonntag entdeckten mein Mann und mein Sohn einen Elch auf ihrem Frühstücksteller.

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Und in dem Buch gibt es noch viele weitere tolle Ideen, bei denen ich mich nur mal dazu aufraffen muss, sie auszuprobieren. Aber vielleicht läuft bei uns auch bald ein Erdbeer-Rotkäppchen über den Teller, macht uns morgens ein bunter Obstregenbogen gute Laune oder wir lachen über die Brotkuh, die uns die Zunge rausstreckt.

Ich staune über die Kreativität der Autorin und nehme mir fest vor, es ihr nachzumachen, denn die Fotos und die Anleitungen machen es einem einfach – nur loslegen muss man noch selber. Auch die Zutaten sind gängige Nahrungsmittel, so dass man nicht irgendwelche exotischen Geschäfte durchstöbern muss, um ein Essenskunstwerk zu kreieren. Mir gefällt im Übrigen, dass darauf geachtet wird, dass man möglichst alle Zutaten für ein Bild verwendet um das Wegschmeißen von Lebensmitteln zu vermeiden.

Ich habe jedenfalls richtig viel Lust darauf dieses Buch ausgiebig zu benutzen und vielleicht entstehen irgendwann ja auch mal eigene Kreationen, aber bevor ich darüber nachdenke, sollte ich meiner Begeisterung erst einmal Taten folgen lassen…

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Kunst aufessen – Bildschöne Frühstücksideen von IdaFrosk, Kunstmann Verlag, ISBN: 978-3888979767, 16 €

Weitere tolle Bilder und Ideen findet ihr bei Instagram oder auf dem Blog von IdaFrosk.

Für jeden Kindergeburtstag eine gute Idee

Habt ihr schon mal etwas von meinen Mottotagen gelesen? Das sind schöne Tage zu einem bestimmten Thema, die ich zusammen mit meinem Sohn erlebe. Wirklich großartige Erlebnisse, die nach Wiederholung schreien. Bisher haben wir erst einen Herbst– und einen Hexentag sowie einen Tag zum Bilderbuch „Der rote Regenschirm“ veranstaltet, aber es gibt genug Themen, die nur darauf warten, dass wir sie in Angriff nehmen. Und nun besitze ich ein Buch, in dem ich vielleicht noch ein paar gute Anregungen finde. Eigentlich gibt das Buch „Bloß kein Stress!“ lauter Ideen für gelungene Kindergeburtstage, da man neben vielen allgemeinen Spielen und Bastelideen hier jedoch auch über 40 Mottogeburtstage finden kann, bekomme ich in dem Buch auch einige Anregungen rund um Indianer, Piraten, Feuerwehr, Ägypten und vieles mehr. Es handelt sich dabei nicht nur um Spielideen, sondern auch um Bastelvorschläge, Mottogeschichten, thematisch passendes Essen und passende Dekoration. Möchte man zum Geburtstag einladen, so bekommt man ebenfalls Einladungsideen und Vorschläge zu möglichen Gastgeschenken.

Klar, für unsere kleinen Mottotage ist nicht alles relevant, aber als Ideenbörse werde ich das Buch sicherlich mal nutzen. Außerdem stehen ja auch noch einige Geburtstagsfeiern an, die natürlich toll werden sollen. Bücherwürmchen ist ja erst drei Jahre alt…

Besonders begeistert bin ich von der Fülle der Ideen und der klaren und übersichtlichen Struktur des Buches. Ich verstehe zwar nicht alle Bastelanleitungen so ganz, aber als erste Idee reichen mir die genannten kreativen Tätigkeiten trotzdem. Für eine genauere Beschreibung kann ich notfalls woanders nachschauen. Ich finde es übrigens auch toll, dass in dem Buch viele alte, klassische Kindergeburtstagsspiele erwähnt werden. Für uns sind diese Spiele natürlich nichts neues, aber unsere Kinder spielen sie ja trotzdem zum ersten Mal und das eine oder andere Spiel hat sich sicherlich nicht ohne Grund bewährt.

Wenn ich in dem Buch blättere, freue ich mich schon richtig auf die zu planenden Geburtstage. Man bekommt Lust darauf, so manches mal auszuprobieren und da der nächste Geburtstag noch etwas hin ist, kann ich demnächst mal wieder Ideen für einen schönen Mottotag sammeln…

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Bloß kein Stress! Ideenbuch für den erfolgreichen Kindergeburtstag von Susanne Endres, Books on Demand, ISBN: 978-3735794581, 19,90 €