Adventskalender – Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem

Ich habe euch gerade den Pixi-Adventskalender mit 24 Pixi-Büchern vorgestellt und heute stelle ich euch noch eine andere Art von Adventskalender vor, denn ein Adventskalender zum Vorlesen gehört für mich in der Adventszeit auf jeden Fall dazu. Besonders schön finde ich hier die Kalender aus dem Kaufmann Verlag, denn sie beinhalten neben der Geschichte häufig noch ein Extra. Dies kann ein dazugehöriges Poster sein, ein Fensterbild, welches nach und nach entsteht oder auch Figuren zum Basteln.

Besonders schön finde ich es, wenn es in der Geschichte um die biblische Weihnachtsgeschichte geht und so werden wir dieses Jahr „Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem“ vorlesen – „Ein Adventskalender zum Vorlesen und Basteln“. Das Schöne hier ist, dass man am Ende eine ganze Krippenszene gebastelt hat. Jeden Tag kommt eine Figur oder ein Gebäude hinzu, welches sich recht einfach basteln lässt. Andernfalls wäre einem das Ganze ja vielleicht auch lästig, denn immerhin soll die Lust daran 24 Tage erhalten bleiben. Im Prinzip muss immer nur die Vorder- und Rückseite einer Figur ausgeschnitten, zusammengefaltet und zusammengeklebt werden. Damit alles besser steht, gibt es zusätzlich eine Bodenverstärkung. Ab und zu müssen auch mehrere Teile verschiedener Tage zusammengefügt werden, aber dann erhält man eine weitere Anleitung.

In dieser Geschichte erleben wir die Weihnachtsgeschichte mit dem Hirtenjungen Jonathan, der in den Bergen von Galiläa die Schafe eines reichen Bauern hütet. Die Arbeit ist sehr hart und Jonathan träumt davon mehr von der Welt zu sehen als die Schafweiden oben in den Bergen. Doch Jonathan träumt nicht nur, er macht sich auf den Weg nach Jerusalem. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Menschen, die ihm neue Dinge zeigen und ihm helfen, während er sich ebenfalls hilfsbereit zeigt. Dabei kommt es auch zu einer Begegnung mit dem Zimmermann Josef, dem er hilft ein Haus zu bauen. Schließlich gelangt er nach Jerusalem, wo er der Bote eines reichen Mannes wird. Auch wenn es durch Träume und Begegnungen bereits angedeutet wurde, kommt das Ende ein wenig plötzlich: Jonathan sieht den Königsstern und er geht zum Kind in dem Stall.

Es ist schön, dass es hier zwar um die biblische Weihnachtsgeschichte geht, dass aber erst einmal Jonathans Reise und seine Stationen, die zunächst gar nicht das Kind im Stall als Ziel haben, im Vordergrund stehen. So langweilen sich auch Kinder nicht, die die Weihnachtsgeschichte bereits gut kennen. Die einzelnen Kapitel sind ziemlich kurz. Möglicherweise werden Kinder, die lange Vorlesegeschichten enttäuscht sind, wenn täglich nur eine kurze Sequenz vorgelesen wird, aber so hat man auf jeden Fall gut die Möglichkeit auch den ganzen Kalender in der Adventszeit zu lesen – selbst wenn man mal einen Tag nicht zum Lesen kommen sollte. Und wer gerne mehr lesen möchte, greift dann eben zusätzlich noch zu anderen schönen Weihnachtsbüchern.

Mir gefällt es sehr gut, dass man anhand der Figuren und der anderen Teile die Geschichte die ganze Weihnachtszeit über nachvollziehen kann. Es ist schön, wenn die Geschichte die ganze Zeit über und nicht nur beim Vorlesen präsent ist. Auch an den Weihnachtstagen kann sie einen somit begleiten und die Kinder haben ihre eigene Weihnachtskrippe, die man natürlich auch in den nächsten Jahren noch aufstellen kann.

Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem – Ein Adventskalender zum Vorlesen und Basteln von Renate Schupp und Milada Krautmann, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-0899-4, 14,95€

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Adventskalender: 23. Dezember

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„Manche Fragen sind wie der Beginn einer Reise. Du gehst mit offenen Augen und Ohren los und kommst von einer Frage zur nächsten. Immer weiter!“

aus „Rigo und Rosa“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer, Atlantis Verlag

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Adventskalender: 22. Dezember

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„Ausnahme: Wenn der Bauer weg ist, jag die Schafe! Kein Keks. Abes es macht einfach Spaß.“

aus „Killewipps geheimes Bauernhof-Handbuch“ von Anne Vittur Kennedy, Magellan Verlag

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Einfach mal das machen, was Spaß macht und nicht, weil es dafür eine Belohnung gibt oder es das „Richtige“ ist! Muss auch mal sein! Hier können uns sicherlich die Kinder ein Vorbild sein.

Adventskalender: 20. Dezember

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„Es sind gerade die Fehler, aus denen man am meisten lernt. Und das Gute an der Schule ist, dass alle Fehler machen.“

aus „Myka und die Versteckschule“ von Asja Bonitz, Edition Pastorplatz

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Es sind so wahre Worte, aber leider wollen viele Kinder sie nicht glauben und haben Angst davor etwas falsch zu machen. Fehler sind nicht schlimm und wer keine Fehler machen würde und schon alles könnte, der bräuchte schließlich nicht in die Schule gehen.

Adventskalender: 19. Dezember

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„Henri liebt es, neue Wörter zu lernen. Er liebt das raschelnde Geräusch der Seiten beim Umblättern. Ach, er libet einfach den wunderbaren Geruch der Bücher!“

aus „Gesucht! Henri, der Bücherdieb“ von von Emily MacKenzie, übersetzt von Kanut Kirches, Lingen Verlag

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Dies kann wohl jeder Buchliebhaber nachvollziehen, oder? Ich habe als Schülerin mal bei einem Verlag gejobbt und da lag so ein ganz bestimmter Papiergeruch in der Luft. Ab und zu kann ich diesen Geruch noch an anderen Orten wahrnehmen und ich bringe ihn sofort ganz erfreut mit Büchern in Verbindung.

Adventskalender: 18. Dezember

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„Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten. […] Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut.“

aus „Momo“ von Michael Ende, Thienemann Verlag

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Worte, die man immer beherzigen sollte, aber die vielleicht jetzt in der Adventszeit noch mehr Gültigkeit haben. Ist es nicht oft so, dass man statt die schönen Momente mit Liedern, Plätzchen backen, Vorlesen, Geschenke einpacken, die Wohnung dekorieren etc. zu genießen, ständig daran denkt, was man noch alles zu erledigen hat?

Adventskalender: 17. Dezember

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„Sie dachte nach. Mit mir ist es komisch, dachte sie. Ich kann so viel. Weihnachtsbäume besorgen und alles mögliche. Ja, ich kann tatsächlich alles!“

aus „Lotta kann fast alles“ von Astrid Lindgren, Oetinger Verlag

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Denken eure Kinder ähnlich? Also, manchmal habe ich das Gefühl, dass alle Kinder alles können – zumindest, wenn man dem, was sie so erzählen glauben schenken darf… Das Wasser im Schwimmbecken mit dem Fuß berührt – klar, da kann man doch schwimmen! Den eigenen Namen als Schriftzug widererkannt – man kann lesen! Und Mama und Papa hochheben kann man sowieso!

Adventskalender: 16. Dezember

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„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.“

aus “Hänsel und Gretel“, Gebrüder Grimm

Ein Satz, den ich immer mal wieder im Alltag beim Spazierengehen bei windigem Wetter zitiere. Ich finde es schön, wenn Sätze aus bekannten Geschichten, ihren Platz im Alltag finden, wobei es dann dennoch schade ist, wenn man irgendwann gar nicht mehr weiß, woher ein solcher Satz eigentlich kommt.