Rezension: Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv

Es ist wichtig, dass es für Kinder, die gerade lesen lernen, Bücher gibt, mit denen sie ihre neuen Fertigkeiten ausprobieren und üben können. Ja, Erstlesebücher sind wichtig. Dennoch stehe ich vielen kritisch gegenüber, da es leider auch einige gibt, die recht inhaltslos und langweilig sind, was die Leselust nicht unbedingt steigert.

Vom Arena Verlag gibt es für Erstleser die Reihe Bücherbär, die Bücher für verschiedene Leseniveaus bereit hält. Besonders gut gefallen mir innerhalb dieser Reihe die „Klassiker für Erstleser“. In einfachen Texten können Kinder hier selber Kinderbuchklassiker wie Robin Hood oder Nils Holgersson kennen lernen.

Auch von Sherlock Holmes, dem Meisterdetektiv gibt es Bücher. Wir haben gerade das neuerschienene Buch „Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv – Das Rätsel um den schwarzen Hengst“ gelesen. Geübte Erstleser (entspricht etwa der zweiten Klasse) kommen mit diesem Buch schon gut zurecht. Schwierig sind natürlich immer die englischen Namen, von denen man zu Beginn des Buches jedoch eine Aussprachehilfe bekommt. Die Bedeutung der Wörter Pyjama und Jockey wird hier ebenfalls geklärt. Die Aussprache der Wörter werden sich viele Kinder über das Buch hinweg nicht merken können, aber das macht nichts. Solange die Kinder das Buch nicht jemandem vorlesen, können sie die Namen für sich erfassen und sprechen sie im Kopf eben so aus, wie sie sie lesen.

In dem Buch werden Kinder toll in die Welt von Sherlock Holmes eingeführt. Sie begegnen wichtigen Personen wie John Watson oder Professor James Moriarty, besuchen die Baker Street 221b und hören etwas von Scotland Yard. Es ist ein schöner Einstieg in die englische Krimiwelt.

Inhaltlich geht es um einen gestohlenen Hengst, denn Moriarty möchte sich an Sherlock Holmes rächen. Zunächst lässt er dem Meisterdetektiv einen rätselhaften Brief bringen, welchen Sherlock Holmes nicht schlafen lässt, doch dann entwickelt er mit Watson einen Plan…

Das Buch ist spannend, ohne aber für Kinder zu aufregend zu sein. Man fiebert mit Sherloch Holmes mit, kann einiges vorausahnen, aber wird dann doch von gefährlichen Momenten überrascht. Kinder, die Spaß an Detektivgeschichten haben, werden auch dieses Buch gerne lesen. Vor allem ist es auch ein Buch, welches Jungen zum Lesen verlocken kann, ohne dass dabei auf Themen wie Superhelden oder Fußball zurückgegriffen werden muss.

Es ist ein Buch mit bunten und stimmungsvollen Illustrationen, in dem jedoch der Text letztendlich dominiert. Die Sätze sind jedoch meist recht kurz gehalten ohne langweilig und monoton zu klingen – perfekt eben für fortgeschrittene Leseanfänger.

Copyright: Arena Verlag

Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv – Das Rätsel um den schwarzen Hengst (Der Bücherbär) von Oliver Pautsch nach Motiven von Sir Arthur Conan Doyle, illustriert von Dominik Rupp, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-70770-9, 7,99€

Advertisements

Rezension: Das Kickerteam – Gute Freunde und ein Elfmeter

Was ist wichtiger? Dass die Fußballmannschaft siegt oder der beste Freund?

Markus fällt die Beantwortung dieser Frage in dem Buch „Das Kickerteam – Gute Freunde und ein Elfmeter“ gar nicht so leicht. Fußball bedeutet ihm alles. Zum Glück spielen auch seine Freunde in seiner Mannschaft. Im Tor steht sein Freund Sven, der aber leider viele Bälle nicht halten kann. Ein paar Jungs aus der Mannschaft haben aber einen guten neuen Torwart gefunden, der selbst schwierige Schüsse abwehren kann. Mit Philipp könnte die Mannschaft wieder siegen, doch Sven nimmt die Mannschaftsänderung, wie befürchtet nicht so gut auf…

Spannende Geschichte

Das Buch lässt sich gut lesen. Man ist schnell in der Geschichte drin und verfolgt gespannt, wie es mit der Mannschaft, aber auch mit der Freundschaft weitergeht. Dass es beim neuen Torwart einen Haken gibt, ahnt man schnell und man möchte wissen, ob es tatsächlich Probleme geben wird.

Das Kickerteam – Gute Freunde und ein Elfmeter“ ist ein tolles Buch für alle Fußballfreunde (wobei ich es ein bisschen schade finde, dass hier nur Jungs Fußball spielen). Es ist ein recht dünnes Büchlein, wobei auf den einzelnen Seiten recht viel und recht klein geschriebener Text steht, der übrigens grün ist. Vielleicht soll er an den grünen Fußballrasen erinnern? Es ist also kein Buch für Leseanfänger, aber von geübten Lesern in der zweiten oder dritten Klasse sollte sich das Buch gut bewältigen lassen. Auf vielen Seiten befinden sich auch recht große Illustrationen, welche nicht in schwarz-weiß, sondern, so wie die Schrift, in grün-weiß gehalten sind.

Mir gefällt das kleine Taschenbuchformat für dieses Buch sehr gut. Man bekommt so den Eindruck, dass es eine Geschichte enthält, die man mal so eben gemütlich wegschmökern kann. Außerdem ist es auf diese Weise für einen sehr günstigen Preis erhältlich, so dass man es auch mal zu einem kleineren Anlass verschenken oder es sich vielleicht sogar vom Taschengeld kaufen kann.

Copyright: Arena Verlag

Das Kickerteam – Gute Freunde und ein Elfmeter von Christian Bieniek, illustriert von Ralf Bittner, Arena Verlag, ISBN: 978-3-40151129-0, 5€

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension: Das Grundschullexikon

Seien wir mal ehrlich, brauchen wir in Zeiten von Internet und Co noch ein Lexikon im Haus? Ich muss zugeben, dass selbst ich, die früher gerne in solchen Büchern geblättert hat, solche Bücher kaum noch nutze. Mit dem Internet ist man einfach schneller und aktueller.

Dennoch macht ein Buch wie „Das Grundschullexikon“ für Kinder meines Erachtens seinen Sinn. Und das aus mehreren Gründen.

Kinder benutzen ein Lexikon nicht unbedingt als Nachschlagewerk. Sie blättern darin herum, entdecken interessante Bilder oder Artikel und lesen mal hier und mal dort ein wenig etwas. Es ist spannend für sie verschiedene Sachen zu erfahren oder sie lesen die Dinge nach, die sowieso schon ihren Interessen entsprechen.

Dinosaurier sind für Kinder immer wieder ein spannendes Thema.

Verständliche und relevante Informationen

Auch wenn Kinder den Aufbau eines Lexikons nach dem Alphabet noch nicht kennen, wissen die meisten von ihnen, wie man mit einem Buch umgeht. Insbesondere wenn sie keine besonderen Informationen suchen, haben sie im Umgang mit einem Buch keine Probleme. Informationen im Internet zu suchen, müssen sie häufig im Grundschulalter noch lernen. Häufig erhalten sie dabei viel zu viele Informationen, die sie weder richtig einordnen noch verarbeiten können. Hier im Buch werden ihnen genau die Informationen angeboten, die ihrem Alter entsprechen.

Zu den meisten Stichworten gibt es neben einem kurzen, erklärenden Text Abbildungen, die die Verständlichkeit unterstützen. Gut gefallen mir die Sonderseiten, die sich einem bestimmten Thema wie z.B. „Ernährung hier und anderswo“ ausführlicher widmen. Hier finden Kinder wirklich viele Informationen, die sie interessieren.

Am Ende des Buches findet man dann auch wichtiges Wissen zu den einzelnen Grundschulfächern wie Rechtschreibregeln, wichtige Englischvokabeln, mathematische Grundbegriffe sowie geometrische Figuren, die Bundesländer und die Flaggen Europas und einiges mehr.

Im Mitmachheft können Kinder einen kleinen Comic erstellen.

Mitmachlexikon für neugierige Forscher

Eine sehr gute Ergänzung des Grundschullexikons ist das Mitmachlexikon, welches in einer Papiertasche vorne im Buch steckt. Hier können Kinder zu jedem Buchstaben im Alphabet kleine Aufgaben lösen: Mal dürfen sie etwas malen, mal müssen sie Blätter von Bäumen sammeln und einkleben, mal gilt es kleine Rätsel zu lösen und mal müssen sie ihre Beobachtungen in der Natur und Umwelt dokumentieren. Die Aufgaben sie abwechslungsreich und insgesamt für Kinder sehr motivierend. Außerdem kommt hier auch die Lexikonfunktion des Nachschlagens zum Zuge. Nicht alle Aufgaben können Kinder direkt ohne weiteres Wissen erledigen. Häufig wird direkt erwähnt unter welchen Stichworten im Lexikon sie Hilfe bekommen können, manchmal müssen die Kinder es aber auch selbst herausfinden. Dieses Zusammenspiel finde ich klasse. So erfahren die Kinder direkt, wie sie Informationen aus dem Lexikon entnehmen können. Allerdings werden einem gleichzeitig auch die Grenzen eines Lexikons aufgezeigt. Bei dem Buchstaben „G“ dürfen die Kinder zum Beispiel in ihr Buch eintragen, welche giftigen Tiere sie kennen. Besonders viele Informationen findet man nicht dazu im Lexikon und bei manchen, vom Kind genannten, Tiere war ich mir nicht sicher, ob sie wirklich giftig sind. Die Antworten konnten wir im Buch nicht herausfinden und haben an dieser Stelle zusätzlich das Internet befragt. So lernen die Kinder gleichzeitig, wie man verschiedenen Medien Informationen entnehmen kann.

Die Kombination aus Lexikon und Mitmachbuch kommt hier jedenfalls gut an. Immer wieder wird entweder ein wenig im Buch geblättert oder die eine oder andere Aufgabe im Heft erledigt. Das macht besonders viel Spaß, wenn man sich gemeinsam neue Informationen aneignet und Kinder dabei spielerisch zeigt, wie sie selbst an neue Informationen und neues Wissen kommen können.

Das Grundschullexikon – Entdecken, Verstehen, Mitmachen, Duden, ISBN: 978-3-411-73433-7, 25€

Rezension: Loranga – Der beste Papa der Welt

Habe ich neulich beim Müffelmax noch geschrieben, dass ich nach einem tieferen Sinn des Buches gesucht habe? Was für eine blöde erwachsene Eigenschaft! Gerade habe ich wieder festgestellt, wie viel Spaß man an schrägen Büchern haben kann: Wir lesen gerade „Loranga – Der beste Papa der Welt“. Und was soll ich sagen? Es ist einfach herrlich! Absoluter Quatsch, ja, aber es macht viel Spaß!

Herrlich verrückt

Astrid Lindgren (nicht verwandt mit der Autorin Barbro Lindgren) hat über das Buch folgendes gesagt: „In dem Buch steckt eine edle Verrücktheit, die mich immer wieder aufs Neue überrumpelt. Weder Loranga noch Masarin sagen ein einziges vernünftiges Wort – aber sie werden für immer meine Freunde sein.

Ich finde diese Aussage trifft es genau. Ja, was hier erzählt wird, ist einfach verrückt, aber irgendwie schließt man diese Typen schnell in sein Herz und möchte einfach mehr von ihnen erfahren.

Auf jeder Seite wird hier jede Menge Unsinn erzählt, aber dennoch hängt alles zusammen und es wird eine ganze Geschichte erzählt.

Loranga – Mehr Kind als Papa

Das Buch beinhaltet zwei Teile von Loranga. Loranga ist der Papa (über eine Mama erfährt  man nichts), aber vom Verhalten her ist er ein richtiges Kind. Sein Sohn Masarin ist etwas ruhiger als der Vater, macht aber bei jedem Quatsch mit. Und dann mischt auch noch der Opa Dartanjang mit.

Was die drei so unternehmen? Naja, nicht das, was Väter und Familien so im allgemeinen tun. Loranga geht nicht arbeiten und er muss ganz laut Popmusik hören, sonst bekommt er Ohrenschmerzen. Auf dem Müllhaufen liegt eine Giraffe mit dem Kopf in einer Blechbüchse, auf der sie reiten, wenn sie z.B. 1000 Würstchen einkaufen. Warum so viele? Na, sie haben doch hunderte von Tigern in ihrer Scheune eingesperrt, die Hunger haben. Die Giraffe ist übrigens auch sehr hungrig und frisst unter anderem die Dachpfannen der Garage oder die kompletten Betten von Loranga und Masarin. In der Garage ist somit ein Schwimmbecken entstanden, in dem Vater und Sohn täglich ein paar Runden schwimmen, obwohl sie gar nicht schwimmen können. Ab und zu werden sie dabei von Hechten und gelben und roten Eulen gestört. Ansonsten halten sich die roten Eulen allerdings im Briefkasten des grantigen Nachbarn auf, der deswegen auch schon die Polizei gerufen hat, welche Loranga und Masarin mit Bindfäden gefesselt zum Gefängnis gebracht hat.

Ich glaube, ihr merkt schon, wie es in diesem Buch zugeht, oder? Bücherwürmchen findet jedenfalls, dass Loranga ein richtig cooler Papa ist. Und dass sogar, obwohl Loranga alle Spiele so auslegt, dass er immer selber gewinnt und sein armer Sohn das Nachsehen hat! Vermutlich versteht Bücherwürmchen noch nicht alles in dem Buch und mancher Witz bleibt unentdeckt, aber wir haben auf jeden Fall gemeinsam viel Spaß an diesem Buch.

Bei uns ist am 6. Dezember Nikolauslesen in der Schule. Das heißt, dass Eltern kleinen Gruppen jeweils 10-15 Minuten etwas vorlesen. Ich überlege ja tatsächlich, ob ich da dieses Buch mitnehmen soll. Mal sehen.

Loranga – Der beste Papa der Welt von Barbro Lindgren, übersetzt von Maike Dörries, WooW Books, ISBN: 978-3-96177-002-1, 15€

Rezension: Kinderjahrbuch 2018

So ein Buch hätte ich mir als Kind gewünscht: Ein Kinderjahrbuch! Es ist ein Buch für ein ganzes Jahr, in dem man täglich tolle Sachen machen und erfahren kann. Außerdem kann man auf einem kleinen Streifen kurz ein paar Erinnerungen an den Tag festhalten.

Ich durfte einen kleinen Blick in das Kinderjahrbuch 2018 von Sandra Hünger werfen und würde es am liebsten bis zum 10.10.2017 zum Vorbestellpreis bestellen, aber ich befürchte, dass es bei meinem Sohn wohl eher unbenutzt liegen bleiben würde. Dabei kann man da ganz viele spannende Sachen drin machen: Es gibt Sachen zum Ausmalen, Rätsel und Witze, Suchbilder, Gedichte und Geschichten sowie Ideen zum Basteln und Experimentieren. Eigentlich ist für alle etwas dabei. Immer wieder gibt es auch die Möglichkeit persönliche Dinge einzutragen, z.B. mit wem man Silvester gefeiert hat oder wen man mit welchem Scherz am 1. April veräppelt hat. Man kann etwas über die Besonderheit verschiedener Tage lernen, aber auch andere, ganz unterschiedliche Dinge werden erläutert. So kann man beispielsweise sowohl etwas über Sternbilder als auch über die erste Weltumrundung im Heißluftballon erfahren. Ostern bekommt man natürlich Tipps zum Färben von Eiern und am Nikolaustag kann man üben das Haus des Nikolaus zu zeichnen.

Nicht an jedem Tag gibt es etwas Neues zu tun. Manchmal befindet sich an einem Tag auch nur die Auflösung vom vorangegangenen Tag, aber das ist völlig in Ordnung so, denn ansonsten würde es wohl den meisten schnell zu viel werden.

Mir gefällt das Kinderjahrbuch sehr gut. Es enthält nicht nur viele tolle Ideen, sondern es ist auch sehr ansprechend – im Stil eines coolen Notizbuches –  gestaltet. Man findet überall kleine Illustrationen und Bildchen, aber dennoch ist alles übersichtlich gestaltet und nicht überladen. Einzelne Texte werden farblich oder in Kästen hervorgehoben. Die Schrift ist relativ klein. Ich weiß nicht, ob Kinder ab sieben Jahren schon alleine mit dem Buch umgehen können. Dafür müssen sie auf jeden Fall schon recht gute Leser sein.

Kinderjahrbuch 2018 von Sandra Hünger, Bestellung auf www.kinderjahrbuch.de, 34,90€

Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Opa Mammut erzählt

Kurz und knapp, humorvoll und als launige Erzählung, so wurde einem die Weltgeschichte bisher selten nahe gebracht. Dem Buch „Opa Mammut – Eine Familien- Weltgeschichte“ ist dies aber überaus gut gelungen und zwar so, dass die ganze Familie Spaß an diesem Buch hat und gemeinsam etwas lernen kann und vielleicht dieses Buch sogar zum Anlass nimmt, weiter in Büchern und im Internet nach Informationen zur Weltgeschichte zu suchen.

Opa Mammuts Familiengeschichte

Opa Mammut, der UrUrUrUrUr…Opa, sitzt am Feuer und erzählt, was seine Nachkommen über viele tausend Jahre erlebt haben. Es geht los mit dem Leben in der Höhle, über 10000 Jahre später staunt er über die sesshaft gewordenen Menschen und die damit einhergehenden Fortschritte der Menschheit, die sich so nach und nach ergaben. Errungenschaften wie die Räder kommen bei Opa Mammut ebenso zur Sprache wie Seuchen wie die Pest oder der Dreißigjährige Krieg. Opa Mammut erzählt bis zur Gegenwart. Dabei quatscht er munter drauf los. Der Text kommt locker und humorvoll herüber. Man hat richtig das Gefühl, dass hier jemand sitzt, der einem mündlich etwas aus dem Leben erzählt. Es wird gestaunt, gelobt und auch geschimpft. Nicht alles in der Geschichte der Menschen ist eben löblich und das erkennt Opa Mammut natürlich. Der erzählfreudige Opa schafft es auf 120 Seiten die Weltgeschichte zu erzählen. Es kann dabei selbstverständlich nicht all zu tief gehen, aber viele wichtige Etappen und Ereignisse werden angesprochen. Man bekommt eine gute Vorstellung von der Vielfalt des Lebens und davon, wie sich das menschliche Leben verändert und entwickelt hat.

Die Weltgeschichte wird hier als große Familiengeschichte dargestellt. Eine Generation folgt auf die nächste und trifft immer wieder auf Veränderungen.

Keine Nennung großer Namen

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, wie ich es finde, dass die Namen von historischen Persönlichkeiten nicht genannt werden, auch wenn an einigen Stellen ganz klar bestimmte Personen gemeint sind. Selbst von Jesus wird nur als „kleiner Junge“, der in Betlehem geboren wird, gesprochen.

Vielleicht reicht es als Überblick über die Entwicklung von der Altsteinzeit bis in die Zukunft, wenn man eine grobe Sicht der Dinge bekommt, wenn man also erfährt, wie sich die Welt so nach und nach in verschiedene Richtungen entwickelt hat. Die Persönlichkeiten selbst treten in den Hintergrund, die Errungenschaften und Fortschritte, aber auch die Probleme des Zusammenlebens, treten in den Vordergrund.

Als erwachsener Leser wird man beim Lesen an bestimmte Persönlichkeiten erinnert, aber manchmal reicht das eigene Halbwissen nicht, um auf den Namen der jeweiligen Person zu kommen oder man kann sich nicht mehr so richtig an die historischen Zusammenhänge erinnern, so dass man mit der kurzen Darstellung in diesem Buch hadert. Andererseits regt das Buch dazu an, sich an anderer Stelle schlau zu machen, zu recherchieren, Geschichten auf den Grund zu gehen und vielleicht sogar gemeinsam mit dem Kind weiter in die Weltgeschichte einzutauchen. Das kann natürlich auch äußerst spannend sein.

Kunstvolle Illustrationen

Das Buch enthält aber nicht nur einen lesenswerten Text, sondern es überzeugt auch durch die tollen Illustrationen. Diese sind es, die einem sofort nach dem Buch greifen lassen. Mindestens auf jeder zweiten Seite befindet sich ein ganzseitiges Bild. Auf diesen Bildern sieht man immer genau, worum es geht, so dass man auch beim bloßen Betrachten der Bilder die Veränderungen von Generation zu Generation und die wichtigen Stationen der Weltgeschichte gut erkennen kann. Die Bilder sind toll mit vielen kleinen Strichen gezeichnet. Sie passen einfach genau in dieses Buch und wirken wie aus der Vergangenheit entsprungen.

Der Verlag gibt ein Lesesalter ab 10 Jahren aus. Meines Erachtens kann man dieses Buch aber auch schon mit jüngeren Kindern lesen, wobei dann natürlich die Begleitung eines Erwachsenen erforderlich ist, um alles richtig einordnen zu können.

u1_opa-mammut_cmyk

Opa Mammut – Eine Familien-Weltgeschichte für Kinder von Dieter Böge und Bernd Mölck-Tassel, Jacoby & Stuart Verlag, ISBN: 978-3-946593-07-2, 19,95€

 

Eichhörnchen-Abenteuer

Bücherwürmchen ist nun 5 ½ Jahre alt. Bilderbücher finden wir immer noch toll, aber wir lesen nun auch immer häufiger Kinderbücher. Bücherwürmchen lauscht dabei immer ganz gespannt und wir lesen immer wieder Kinderbücher, die eigentlich für etwas ältere Kinder sind. Ich bin mir häufig nicht so ganz sicher, ob sie tatsächlich schon etwas für Bücherwürmchen sind, da es in solchen Büchern natürlich auch immer wieder Stellen gibt, die er noch nicht ganz verstehen kann, oder Witze und Anspielungen an seinem Vorschulhumor vorbei gehen.

Vor einiger Zeit haben wir „Die Nussknacker-Bande“ gelesen, ein Buch, welches laut Verlag für Kinder ab neun Jahren ist, was sicherlich u.a. daran liegt, dass man auch Ironie verstehen muss. Und tatsächlich hatte ich beim Vorlesen ab und zu das Gefühl, dass Bücherwürmchen sich ein bisschen langweilt, aber im Nachhinein habe ich festgestellt, dass er erstens eine ganze Menge aus dem Buch mitgenommen hat und dass ihn das Buch übers Lesen hinaus beschäftigt hat. Zwischendurch sprach er sogar von der Nussknackerbande als seinem aktuellen Lieblingsbuch.

Worum geht es in „Die Nussknacker-Bande“?

Die „Nussknacker“ sind natürlich Eichhörnchen. Als erstes lernen wir die Eichhörnchen mit grauem Fell kennen, Jip, Jed, Tschk Tschk und Chai und einige andere. Direkt wird es spannend, denn Jed wird von einem Habicht geschnappt und davon getragen, doch Tschk Tschk sieht, wie Jed in einiger Entfernung dem Habicht aus den Klauen fällt. Chai kann nicht glauben, dass sein Freund dem Habicht entkommen sein soll, aber dennoch macht er sich mit Tschk Tschk auf der Suche nach Jed. Ihr Weg führt sie immer an den „Summpfaden“ (Stromleitungen) entlang. Sowohl Jed als auch später Tschk Tschk und Chai treffen auf andere Eichhörnchen, Eichhörnchen  mit rotem Fell. Eine spannende Begegnung. Aber da ist noch etwas anderes, ein lautes Dröhnen, was niemand einzuordnen weiß. Später sehen sie dann die Männer mit den Motorsägen, die die Bäume entlang der Summpfade abholzen. Die Eichhörnchen bekommen Angst um ihr zu Hause. Was sollen sie nur tun? Wie können sie ihre Familie warnen und in Sicherheit bringen? Die Eichhörnchen müssen sich etwas einfallen lassen und Chai müssen sie auch noch wiederfinden, denn dieser ging verloren, als die armen Eichhörnchen mitten in die Abholzarbeiten gerieten…

Gar nicht so einfach vorzulesen…

Mein Mann fluchte über die Namen der Eichhörnchen. Er fand sie zum Vorlesen überhaupt nicht geeignet. Ich hingegen fand sie eigentlich ganz witzig und irgendwie passen sie zu keckernden Eichhörnchen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich am Ende bei den ähnlich klingenden Namen gar nicht mehr so richtig wusste, wer eigentlich wer war, denn im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Eichhörnchen hinzu. Auch Bücherwürmchen fragte manchmal nach, um wen genau es sich gerade handeln würde und nicht immer konnte ich ihm eine richtige Antwort geben.

In dem Buch passieren einige Abenteuer, aber alles ist trotzdem eher ruhig aufgeschrieben. Gerade am Anfang hatte man ein wenig das Gefühl, dass es nicht so recht vorwärts ging und irgendwie fehlte einem eine klar definierte „ Bande“. Unter dem Titel hatten wir uns zunächst etwas anderes vorgestellt. Daher auch meine Sorge, dass Bücherwürmchen sich langweilen könnte. Aber je weiter man in die Geschichte hineinkam, desto mehr wollte man auch wissen, wie es den Eichhörnchen ergehen würde.

Bücherwürmchen fand das Spiel „Seid wie Wasser“, bei dem sich die Eichhörnchen schlaff zu Boden fallen lassen, witzig. Das wollte er gerne nachspielen. Außerdem machen wir uns bei Autofahrten oder Spaziergängen nun immer auf die Summpfade aufmerksam.

Der besondere Pfiff fehlt diesem Buch leider. Ich hatte mir nach dem ersten Blick auf das Thema ein wenig mehr erwartet, aber Bücherwürmchen mag das Buch und es hat uns gut gefallen, dass die Freunde so gut zusammenhalten. Außerdem finde ich es gut, dass man in dem Buch eine Erklärung dafür tut, warum die Menschen die Bäume entlang der Stromleitungen fällen, auch wenn die Eichhörnchen um ihr Zuhause bangen müssen.

17109-b8d656276ca34877d956bdee1107e53a-large

Die Nussknacker-Bande von Lynne Rae Perkins, illustriert von Philip Wachter, übersetzt von Sigrid Ruschmeier, Aladin Verlag, ISBN: 978-3-8489-2081-5, 11,95€

Wenn Frieden der sehnlichste Weihnachtswunsch ist

In der Regel stelle ich auf meinem Blog Bücher vor, die für Kinder bis zu sechs Jahren geeignet sind, so dass ich sie meist gemeinsam mit meinen Kindern gelesen habe. Heute möchte ich euch aber ein Buch ans Herz legen, welches für Kinder im Grundschulalter ist: „Was wir uns wünschen“. Es ist einfach ein Buch, welches einen berührt und welches viele wichtige Themen beinhaltet. Ja, es ist eine Geschichte, die zur Weihnachtszeit spielt und da spielen Wünsche natürlich immer eine große Rolle, doch in diesem Buch geht es neben Wünschen wie Schlittschuhe oder eine Mundharmonika um die wirklich wichtigen und existenziellen Wünsche, denn Fred ist zu einer Zeit Kind, in der „dieser Idiot mit dem kleinen schwarzen Schnurrbart“ die Welt ins Chaos stürzt. Fred lebt zwar in Schweden, aber der Vater muss trotzdem in den Norden um die Grenze zu bewachen. Da ist es nur verständlich, dass sich Fred nichts sehnlicher wünscht, als dass Frieden herrscht und sein Vater Weihnachten bei ihnen verbringen könnte. Und als Leser spürt man wie schrecklich so ein Krieg ist, selbst wenn er nicht direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Viel zu viele Kinder müssen unter den Folgen und Auswirkungen leiden.

Fred hat aber noch andere Wünsche, denn natürlich ist er auch in dieser unschönen Zeit, in der Kinder sich ohne große Hoffnung wünschen müssen, dass der Vater Weihnachten bei ihnen ist und sie nur in Gedanken mit ihnen sprechen können, ein ganz normales Kind. Er geht zur Schule, hat einen besten Freund, macht ab und zu (mutigen) Unfug (auf den seine Eltern stolz sein können) und er schwärmt heimlich für ein Mädchen aus seiner Klasse. Und so wünscht er sich, dass er Elsa zeigen kann, was er für sie empfindet, ohne dass es blöd ankommt.

Dieses Buch hat jede Menge Charme. Es lässt sich gut lesen und man wird von Fred direkt in den Bann seiner Geschichte gezogen, so dass man liest und liest und liest und dabei hofft, dass alles irgendwie gut ausgeht und Weihnachten vielleicht ein kleines Wunder geschieht. Verschiedene Emotionen werden durch dieses Buch angesprochen. Die Umstände, in denen die Geschichte spielt, bedrücken einen, aber der Stolz der Mutter über ihren Sohn wärmt auch das eigene Herz. Kleinere Wunder und Freuden wie ein paar Tropfen Parfum erhellen die Geschichte und das Gemüt. Es bleibt keine dunkle und düstere Geschichte und das macht Mut. Weihnachten kommt in diesem Buch an.

9783825179847_12631

Was wir uns wünschen von Ulf Stark, illustriert von Lina Bodén, übersetzt von Birgitta Kicherer, Urachhaus, ISBN: 978-3-8251-7984-7, 12,90€

 

Taschenbücher für Erstleser (Teil 2)

Wie bereits angekündigt, geht es heute mit zwei Büchern aus der Clubreihe für Erstleser des Obelisk-Verlags weiter. Ich beginne heute mit „Bunte und Frieder“, von dem ich direkt sagten kann, dass es mir gut gefällt. Die Geschichte ist toll gemacht, denn sie ist so spannend und offen, dass man einfach immer weiter lesen muss. Allein den Anfang kann man nicht einfach so stehen lassen: „Keiner wusste warum. Bunte schon gar nicht.“ Worum geht es hier? Wer ist Bunte? Was ist passiert? Also weiterlesen! Auch auf der nächsten Seite gibt es noch keine Auflösung, sondern es wird nur erzählt, wie alles begann. Also weiterlesen! Nun sagt Bunte, dass sie nicht krank sei, sondern sich freut, aber was eigentlich passiert ist, weiß man immer noch nicht. Also weiterlesen! Ah, darum geht es: Bunte, ein Kaninchen, ist auf einmal rot, rot wie eine Hagebutte. Ui, das klingt aber merkwürdig. Wie es ihr mit dieser Fellfarbe wohl ergeht? Also weiterlesen! Sie bekommt selbst einen Schrecken und wird weiß, bei Trauer blau, bei Ärger gelb usw. Immer wieder wechselt sie die Farben und wächst währenddessen zu einer Kaninchen-Dame heran. Auf einmal wird sie von den Kaninchenmännern umschwärmt, was den anderen Frauen natürlich nicht gefällt, so dass sie sich etwas überlegen… (Okay, dass Bunte eine Frau wird und sich die Männer für sie interessieren, ist schon ein wenig merkwürdig in einem Kinderbuch und hat mich auch beim ersten Lesen etwas irritiert, aber später rückte es dann in den Hintergrund.)

Es bleibt also spannend rund um Bunte und für den Leser heißt dies weiterlesen und lesen. Und warum heißt das Buch „Bunte und Frieder“? Auch das erfährt man, wenn man immer weiter liest. Ja, diese Geschichte gefällt mir. Sie lässt sich gut lesen, allerdings werden Leseanfänger sie vielleicht nicht direkt an einem Stück schaffen. Die bunten Bilder illustrieren die Geschichte schön. Sie zeigen ohne ablenkende Details die Kaninchen und natürlich vor allem Bunte.

bunte

Das letzte Buch, welches ich vorstellen möchte, ist für Leserinnen ab der zweiten Schulstufe: „Das Orakel – Ein Kumpel kommt selten allein“. Auch wenn es hier überall bunte Illustrationen gibt, (die übrigens klasse sind), dominiert hier so langsam der Text, welcher bereits in acht Kapitel eingeteilt ist. Auf diese Weise können Kinder beim Lesen gut eine Pause einlegen, bevor sie sich an den nächsten Absatz heranwagen. Der Text an sich lässt sich prima lesen. Er erzählt die Geschichte in einem flüssigen und angenehmen Ton. Richtig toll ist aber auch die Geschichte selbst. Sie macht Spaß und sie ist gleichzeitig witzig als auch herzlich.

Der Bär macht sich auf die Suche nach einem besten Freund, aber wo findet man einen solchen? Die Eule kann ihm nicht weiterhelfen. Schließlich ist sie kein Orakel. „Orakel“ – davon hat der Bär noch nichts gehört, aber wenn einem dieses die entscheidende Antwort geben kann, dann möchte er es gerne aufsuchen. Auf dem Weg dorthin trifft er auf den Pfau, der ebenfalls einen Freund sucht. Nein, die beiden werden natürlich nicht direkt die besten Freunde, denn sie sind sich nicht gerade sympathisch. Auf der einen Seite der Bär – groß, schwer, etwas tollpatschig und aus Sicht des Pfaus etwas begriffsstutzig, und auf der anderen Seite der Pfau – elegant, hübsch, klein und aus Sicht des Bären eher eingebildet. Sie wollen nicht länger zusammenbleiben als notwendig, doch das Orakel sagt ihnen, dass sie sich gemeinsam auf Freundesuche begeben sollen. Ja, wir ahnen natürlich wie dies ausgehen wird, aber es macht dennoch Spaß diese Geschichte der Freundschaft, die sich langsam und von den Figuren unbemerkt anbahnt, zu lesen.

Ein ganz tolles Buch für Leseanfänger und alle anderen, die gerne eine Geschichte über das wertvolle Gut Freundschaft hören.

das-orakel-ein-512394676c2de

Wie sieht nun mein Fazit zu der Reihe aus? Ganz einfach: Hier gibt es wirklich anspruchsvolle, gute Literatur für Leseanfänger. Nicht jede Geschichte ist dabei Top und nicht jede Geschichte wird jedem gefallen, was bei vielen unterschiedlichen Geschmäckern ja auch gar nicht möglich ist, aber das Konzept der Reihe (pfiffige, witzige und interessante Geschichten illustriert mit bunten Bildern) kann auf jeden Fall überzeugen.

 

Bunte und Frieder von Christine Rettl und Maria Blazejovski, Obelsik Verlag, ISBN: 9783851976915, 5,50€

Das Orakel – Ein Kumpel kommt selten allein von Chantal Schreiber und Susanne Wechdorn, Obelisk Verlag, ISBN: 9783851976922, 5,50€