Bereit für die WM: Fußballbücher im Überblick

In den letzten Wochen habe ich euch einige Fußballbücher vorgestellt. Heute, direkt vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft, bekommt ihr nun noch einmal alle Bücher in einer Übersicht. Das sind natürlich längst nicht alle Fußballbücher, die auf dem Markt sind, aber ich denke, dass insgesamt eine gute Mischung für Kinder von 2-10 Jahren dabei ist.

Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr jeweils zur ausführlichen Rezension.

Fußballbücher für die Kleinen und Bilderbücher

  

Mein erstes Buch vom Fußball, illustriert von Nathalie Choux, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-1471-1, 9,99€ – ein Buch mit ersten Fußballbegriffen (inklusive Schiebeelementen)

Sehen – Hören – Wissen: Alles über Fußball – Erstes Sachwissen zum Hören, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62661-9, 14,95€ – Erste Infos rund um Fußball mit echten Farbfotos und Sounds

Karlchen vor, noch ein Tor! von Rotraut Susanne Berner, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-20692-2, 12,90€ – Ein fröhliches Fußballspiel mit Karlchen und seiner Familie

Das Spiel von Baptiste Paul und Jacqueline Alcántara, übersetzt von Thomas Bodmer, NordSüd Verlag, ISBN: 978-3-314-10434-3, 15€ – So sieht kindliche Leidenschaft beim Fußballspiel aus

 

Fußballbücher zur aktuellen Weltmeisterschaft

      

2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71340-3, 6,99€ – Kurze Infos rund um Fußballstars und die WM in Russland

Alles Fußball! Das aktuelle Buch zur WM 2018 von Knut Krüger, cbj Verlag, ISBN: 978-3-570-17552-1, 15€ – Vorstellung aller Mannschaften, der deutsche Kader unter der Lupe und einiges mehr zur Fußball-WM in Russland

Paule Fußball Mitmach-Heft, Tessloff, ISBN: 978-3-7886-2246-6, 8,95€ (keine eigene Rezension, deshalb hier eine etwas ausführlichere Vorstellung): Hier können sich jüngere Kinder, die sich noch nicht all zu gut mit Fußball auskennen, spielerisch mit diesem Thema beschäftigen. Häufig kann man Aufgaben mit Stickern lösen, es gibt Puzzle-Rätsel, Ausmalbilder, Labyrinthe und einiges mehr. Viel Vorwissen ist hier nicht nötig. Ein aktueller Spielplan wird zusätzlich mitgeliefert. Das Maskottchen Pauli und seine Freunde, die auch im Paule-Kindermagazin auftauchen treten in dem Heft auf. Besonders viel Bezug zur WM 2018 wird nicht genommen, so dass es auch außerhalb der WM-Zeit genutzt werden kann.

 

Fußballgeschichten

            

Mein Weg zum Traumverein (Lesenlernen mit Fußballstars),  Thomas Müller in Zusammenarbeit mit Julien Wolff, illustriert von Jan Birck, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0933-1, 10€ – Ein Erstlesebuch, in dem der Weg von Thomas Müller zum FC Bayern München erzählt wird

Das Kickerteam – Gute Freunde und ein Elfmeter von Christian Bieniek, illustriert von Ralf Bittner, Arena Verlag, ISBN: 978-3-40151129-0, 5€ – Fußball über alles?

Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam von Frauke Nahrgang und Nikolai Renger, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71094-5, 8,99€ – Fußball, Freundschaft und Zusammenhalt in einem Buch für fortgeschrittene Erstleser

Ich & die Fußballgang – Fußballgeschichten (Sammelband) von Antje Szillat und Susanne Fröhlich (Illustrationen), Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62701-2, 10€ – Fußballgeschichte mit Comic-Szenen

Die drei ???-Kids: Der Fußball-Roboter erzählt von Ulf Banck, illustriert von Kim Schmidt, Kosmos, ISBN: 978-3-440-15786-2, 8,99€ – Ein Buch, bei dem Fußball nicht im Mittelpunkt steht, sondern eher eine spannende Detektivgeschichte

Sachbuch

Leselauscher: Fußball, Autoren: Inka Grings und Ulli Potofski, BVK Buch Verlag Kempen, ISBN: 978-3-86740-814-3, 15€

Leselauscher: Fußball, Autoren: Inka Grings und Ulli Potofski, BVK Buch Verlag Kempen, ISBN: 978-3-86740-814-3, 15€ – Sehr viele Fußballinformationen in einem Sachbuch sowie auf einer Hör-CD

 

Fußballquiz – Fragen rund um den Fußball

memo Quiz: Fußball von Anja Bühling, Dorling Kindersley Verlag, ISBN: 978-3-8310-3455-0, 6,95€

PAULE Fußball-Quiz, Tessloff Verlag, ISBN: 978-3-7886-2248-0, 6,95€

 

Fußballzeitschrift

Just kick-it, Panini, Einzelheft ca. 3,90€ – Alles zu den aktuellen Stars etc.

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Leipziger Lesekompass: Kategorie 6-10 Jahre

Ich habe euch bereits alle Bücher vorgestellt, die in diesem Frühjahr mit dem Leipziger Lesekompass in der Kategorie 2-6 Jahre ausgezeichnet wurden. Nun soll es endlich mit den prämierten Büchern der Kategorie 6-10 Jahre weitergehen (mehr über die Jury und die Hintergründe des Preises findet ihr HIER (Stiftung Lesen) oder HIER (Leipziger Buchmesse).

Kategorie 6-10 Jahre – Große Spannbreite

Heute bekommt ihr zunächst die Übersicht der ausgezeichneten Bücher. Nach und nach werde ich euch dann die Bücher hier auf dem Blog genauer vorstellen bzw. könnt ihr noch einmal schnell zur Rezension vom Wimmelbuch der Weltrelgionen hüpfen, denn diese befindet sich bereits auf dem Blog. Die anderen werden dann in den nächsten Wochen kommen und immer in dieser Übersicht verlinkt werden.

Ein zweijähriger befindet sich ganz eindeutig in einem anderen Entwicklungsstadium als ein Sechsjähriger. Zwischen einem Kind, welches vielleicht gerade in den Kindergarten kommt und einem, welches gerade in die Schule kommt, liegen Welten. Das ist jedem klar und man wird automatisch zu verschiedenen Büchern greifen. Aber auch die Kategorie 6-10 Jahre erfordert eine Auswahl völlig unterschiedlicher Bücher, denn sie beinhaltet die Erstleser, Kinder, die sich gerne etwas vorlesen lassen und Kinder, die schon eine ganze Menge Text selber bewältigen und die ganze Bücher lesen.

Die diesjährigen prämierten Bücher gehen auch tatsächlich zum Teil in ganz unterschiedliche Richtungen. Mit „Familie Monster brüllt los!“ zum Beispiel ist ein typisches Erstlesebuch dabei, aber es gehören auch spannende und interessante Sachbücher wie „Tiere, die kein Schwein kennt“ dazu. Sogar ein Wimmelbuch ist dabei, ein Bilderbuch mit Zungenbrechern sowie ein Buch mit vielen verschiedenen Texten, Fotos und Comics („Ich so du so“).

Freut euch auf die bunte Mischung, die ich euch so nach und nach vorstellen werde!

Prämierte Bücher 6-10 Jahre

 

Link zur Rezension

Das Wimmelbuch der Weltreligionen von Anna Wills und Nora Tomm, Beltz Verlag, ISBN: 978-3-407-82202-4, 13,95€

König Guu von Adam Stower, übersetzt von Sabine Schulte, Aladin Verlag, ISBN: 978-3-8489-2100-3, 11,95€

Der Flugplatzspatz nahm auf dem Flugblatt Platz – Schnellsprecher und Zungenbrecher von Moni Port und Philip Waechter, Klett Kinderbuch, ISBN: 978-3-95470-177-3, 10€

Familie Monster brüllt los! von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3789108433, 8€

Finn macht es anders von Andrea Liebers und Susanne Göhlich, Peter Hammer Verlag, ISBN: 978-3-7795-0582-2, 9,90€

Tiere, die kein Schwein kennt von Martin Brown, übersetzt von Jorunn Wissmann, Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5974-2, 14,95€

Der verrückte Erfinderschuppen – Der Limonaden-Sprudler von Lena Hach und Daniela Kulot, Mixtvision, ISBN: 978–3–95854–098–9, 12,90€

Der bleiche Hannes von Steffen Gumpert, Tulipan Verlag, ISBN: 978-3864293597, 15€

Der halbste Held der ganzen Welt von Andrea Schomburg und Betina Gotzen-Beek, Fischer Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5359-5, 13,99€

Ich so du so. Alles super normal  von Labor Ateliergemeinschaft, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3-407-82316-8, 16,95€

 

Rezension: Lilly, die Lesemaus

Wer öfter mal etwas von mir hier liest, der weiß sicherlich, dass ich ein Fan der Edition Pastorplatz bin. Ganz besonders toll finde ich, dass der Verlag nun auch neben Bilder- und Kinderbüchern ein erstes Erstlesebuch herausgebracht hat: „Lilly, die Lesemaus“. Das ist eine schöne Erweiterung des Verlagprogramms und ich war sehr gespannt, wie das Erstlesekonzept hier umgesetzt wurde.

Ein gutes Erstlesebuch

Vieles, was ein gutes Erstlesebuch ausmacht, findet man in diesem Buch wider:

Die Schriftgröße und der Zeilenabstand entspricht den üblichen Kriterien eines Erstlesebuchs. Allerdings ist zu beachten, dass es Erstlesebücher für verschiedene Stadien beim Lesen lernen gibt. Hier handelt es sich schon um ein Buch für fortgeschrittene Erstleser, die bereits zusammenhängende Texte selber erlesen können.

Die Zeilenlänge ist gerade noch so in Ordnung, Absätze gibt es recht wenig und man muss sagen, dass die Textmenge pro Seite für ein Erstlesebuch schon recht hoch ist. Positiv hingegen ist aber, dass hier kein Blocksatz verwendet wurde und es somit auch keine Worttrennungen am Zeilenende gibt, die Erstleser sehr irritieren können und die tatsächlich in manchen Erstlesebüchern vorkommen.

Farbige Schrift kennzeichnet Sprecher

Darüber hinaus erleichtert auch die farbige Schrift bei wörtlicher Rede das Verständnis beim Lesen, denn jeder Sprecher hat eine andere Farbe. Gerade Erstleser haben während des Lesens noch nicht so viel Überblick über den Text und können häufig noch nicht vorausschauend lesen. Durch die farbige Zuordnung wissen sie aber bereits beim Lesen, dass hier jemand spricht und wer es ist. Ansonsten ist es für die jungen Leser einfacher, wenn die Redebegleitsätze der wörtlichen Rede vorangestellt werden. Das gleicht sich hier aber durch die Farbe auf jeden Fall wieder aus. Hier hätte man aber vielleicht auch noch ein wenig mehr mit neuen Zeilen und Absätzen arbeiten können.

Auf allen Seiten findet man farbige Illustrationen, durch die die Kinder nicht vom Text erschlagen werden.

Auch sprachlich handelt es sich hier insgesamt um ein Erstlesebuch. Die Geschichte wird in einer verständlichen Sprache linear erzählt. Die Sätze sind relativ kurz, aber keineswegs monoton.

Fesselnder Inhalt

Und nun komme ich natürlich auch noch zum Inhalt selber und der gefällt mir sehr gut. Oft leidet bei einem Erstlesebuch, das so viele sprachliche Kriterien beachten muss, unter dem Inhalt, was hier aber nicht der Fall ist. Der Inhalt gefällt mir so gut, dass man dieses Buch auch durchaus Kindern, die es nicht selber lesen möchten oder noch nicht können, auch vorlesen kann. Es ist ein Buch, das Kinder fesselt und ihnen Spaß macht.

Lilly und Nele sind Schwestern. Nele ist die große Schwester und kann fast alles besser als Lilly. Besonders für ihre Lesekünste wird sie belohnt und bekommt dafür sogar ein Haustier geschenkt. Lilly findet das alles sehr ungerecht. Sie möchte ebenfalls ein Haustier haben und so beschließt sie, ganz schnell lesen zu lernen. Da sie eben auch bemerkt, dass das nicht so einfach ist, lernt sie einfach den Anfang eines Buches auswendig, den sie dann ihren Eltern und der Schwester präsentiert. Blöd nur, dass ihr kleiner Trick herauskommt. Am Ende lernt Lilly dann aber doch noch mit Unterstützung ihrer Schwester lesen.

Das Thema Lesen lernen ist natürlich höchst aktuell bei Erstlesern und viele kennen die Mühen, die das Lesen lernen mit sich bringt. Auch wissen die Kinder noch, wie sie sich selber darauf gefreut haben, endlich selber lesen zu können. Über das Lesen hinaus, beinhaltet das Buch aber auch noch ein weiteres Thema und das ist die Geschwisterbeziehung, zu der Eifersucht, aber auch gegenseitige Unterstützung gehört. Beide Themen wurden hier sehr schön verarbeitet.

Das Buch ist gut geschrieben. Man ist schnell drin in der Geschichte und kann vor allem Lillys Gefühle sehr gut nachvollziehen. Außerdem möchte man natürlich wissen, ob Lilly es schafft, so wie ihre Schwester lesen zu lernen und ob sie dann ebenfalls ein Haustier bekommt.

Ein Haustier als Belohnung?

Mir gefällt die Idee des Buches und auch die Umsetzung insgesamt. Ich möchte es auf jeden Fall an alle weiter empfehlen, die keine Lust mehr auf die immer gleichen Erstlesereihen haben und nach etwas anderem suchen, dass ihren Kindern Spaß am Lesen vermittelt. Dennoch habe ich auch ein paar kleinere Anmerkungen: Zum einen gefällt es mir nicht, dass Nele für ihre Lesekünste mit einem Haustier belohnt wird, denn meines Erachtens sollte man Tiere nicht aus einem solchen Grund verschenken (vor allem, wo man sich scheinbar vorher überhaupt keine Gedanken über die Art des Haustiers und seine Haltung etc. informiert hat), und zum anderen erscheint mir das Verhalten der Eltern ein wenig übertrieben. Ja, Lilly hat sich einen Trick überlegt, um ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie lesen kann, aber sie so als Lügnerin darzustellen, passt für mich nicht so ganz zur Situation. Andererseits erhöht sich dadurch natürlich die Dramatik. Mein Sohn fand die Eltern so gemein, dass er sich nach der Szene in dem Buch verstohlen die Tränen aus den Augen wischte, und als ich das sah, noch wütend über die blöden Eltern schimpfte. Insgesamt sind mir die Eltern in dem Buch aber auch nicht gerade sympathisch und sie verstehen vor allem überhaupt nicht, was in ihrer Tochter vorgeht. Da reagieren sie an einigen Stellen recht unsensibel.

Lesen lernen etwas einfach dargestellt

Der Prozess des Leselernens wird für mich hier auch ziemlich vereinfacht dargestellt. Vor allem hilft gerade das Alphabet-Lied nicht unbedingt beim Lesen lernen, da hier die Buchstabennamen und nicht ihre Laute, die man beim Erlesen eines Wortes aber braucht, genannt werden. Erstaunlich finde ich auch, dass Lilly das erste Mal im Sams-Buch richtig liest. Das ist ja doch eher kein Buch für Leseanfänger. Auch dass sie beim Buchstabensuppe essen Wörter wie „See“ mit zwei „e“ legen, ist vielleicht etwas übertrieben. Überhaupt hat Lilly das Lesen dann doch sehr, sehr schnell gelernt.

Mein Sohn fand es aber toll, dass einige Bücher von Paul Maar in dem Buch genannt wurden und er vermutet, dass die Autorin Paul Maar-Fan ist.

Genaue Jahreszeiten, Wochen oder ähnliches sowie Altersangaben bekommt man in dem Buch nicht. Es scheint aber so, dass Nele in die Schule geht, und Lilly ist ein Jahr jünger. Auf den Bildern gibt es aber Kalenderdaten zu sehen. Für mich passen diese aber nicht so ganz zur Geschichte, denn wenn man nach den Daten dort geht, war Nele spätestens Ende Oktober/Anfang November eine richtige Leseratte und konnte vor dieser Zeit ein Gedicht in der Schule noch nicht richtig vorlesen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass zu einem so frühen Zeitpunkt in einer ersten Klasse von Kindern verlangt wird, ein Gedicht laut vorzulesen. Das ist aber natürlich nur ein ganz kleiner Punkt am Rande, der Kindern auch überhaupt nicht auffallen wird und das Buch in seiner Gesamtheit nicht abschwächt.

Toll: Mädchen mit blauer Latzhose

Die Bilder an sich sind natürlich wieder toll. Hauptsächlich sieht man Lilly, Bücher und ihre Schwester auf ihnen. Hintergründe und Räumlichkeiten sieht man nicht, dafür aber viele Emotionen. Und ganz besonders toll ist, dass Lilly keine typische Mädchenfrisur hat und eine blaue Latzhose trägt. Sie darf neben Barbies mit verschiedener Hautfarbe sowohl im Text als auch in den Bildern auch mit Legosteinen spielen. Nele hat zwar Zöpfe, aber auch sie kommt ganz ohne pink und rosa aus, um ein fröhliches Mädchen zu sein.  Ja auch so sind Mädchen und mit solchen Mädchen in Kinderbüchern haben auch Jungs keine Probleme.

Fazit: Edition Pastorplatz kann auch Erstlesebücher machen! „Lilly, die Lesemaus“ ist ein toller Anfang und ich hoffe, dass es noch weitere geben wird.

Lilly, die Lesemaus von Asja Bonitz und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-27-0, 12€

Hinweis: Das Buch erscheint Anfang Juli!

 

 

Heute ein Buch: Fußballbücher für Kinder

Wisst ihr, was heute für ein Tag ist? Heute ist internationaler Kindertag! Davon gehört habe ich wohl schon, aber bisher war dieser Tag für mich ein Tag wie jeder andere. In meiner Gegend hat dieser Tag, im Gegensatz zu anderen Gegenden in Deutschland, keine besondere Bedeutung, aber eigentlich finde ich einen Tag für die Kinder sehr schön und deshalb wird sich das ab sofort hier ändern. Meine Kinder werden heute Nachmittag eine kleine Überraschung bekommen, worauf ich mich schon sehr freue, denn es wird für sie wirklich eine richtige Überraschung sein, da sie von diesem Tag noch nichts wissen.

Aber ein paar andere Buch- und Familienblogger und ich möchten auch euren Kindern heute eine kleine Freude machen und so verlosen wir auf unseren Blogs, wie auch schon am Tag des Buches, Kinderbücher.

Heute ein Buch – Bloggeraktion aus Liebe zum Lesen heißt es heute bei:

In den vergangenen Wochen habe ich euch schon ein paar Fußballbücher für Kinder vorgestellt und auch heute spielt Fußball hier ein großes Thema. Die Fußball-WM startet in nicht einmal zwei Wochen und wer seine Kinder noch schnell mit den richtigen Büchern ausstatten möchte, der sollte heute bei diesem Gewinnspiel mitmachen. Es gibt gleich zwei Fußballbücher zu gewinnen, mit denen sowohl das Fußballfieber geweckt werden und das Kind mit allerlei Informationen ausgestattet werden kann.

Das offizielle Kids-Handbuch zur Fußball-WM

Genau das richtige für die Fußball-WM ist natürlich „2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch“. In kurzen Texten erfahren Kinder hier alles wichtige zu der anstehenden WM und dem Gastgeberland Russland: Man erfährt etwas über vergangene Weltmeisterschaften und besondere Ereignisse, aber vor allem eben auch über Russland und die Stadien der WM sowie etwas über die Aufstellung von Mannschaften und über aktuelle Fußballstars. Hier bekommen dann auch Kinder, die sich noch nicht so lange mit dem Thema beschäftigen, ein paar bekannte Namen zu hören. Kinder, die schon gut die Spieler der deutschen Nationalmannschaft kennen, schimpfen dann aber auch schon mal, wenn bei den starken Abwehrspielern weder Boateng noch Hummels vorkommen. Gerade für Kinder, die erst wenig über Fußball wissen und dabei meist zunächst die Spieler der deutschen Mannschaft kennen lernen, ist es etwas schade, dass die deutsche Mannschaft hier nicht extra vorgestellt wird.

Rätsel, Sticker und Spielplan

Nett ist, dass dieses Buch nicht nur Fakten und Infos bereithält, sondern dass es auch noch Rätsel gibt, die teilweise mit beigelegten Stickern gelöst werden können. Außerdem beinhalten die letzten Seiten den Spielplan, den die Kinder meist gerne ausfüllen. Beim Finale kann sogar die komplette Mannschaftsaufstellung eingetragen werden.

Insgesamt gefällt mir das Buch gut. Die Texte sind kurz und überfordern die Kinder im wesentlichen nicht. Klar, ob jeder die Taktikinformationen versteht, ist so eine Frage, aber Kinder suchen sich in einem solchen Buch sowieso nur die Sachen heraus, die sie aktuell interessieren. Einige Kinder werden so sicherlich auch die Infos zu Russland und den Stadien überblättern. Besonders interessant werden für die meisten die Fußball-Stars sein und die sind genau so dargestellt, dass Kinder die Texte gerne lesen werden. Leider sind manche Texte auf dunklem Grün gedruckt, was bei nicht so guten Lichtverhältnissen nur schwer zu lesen ist. Dennoch ist dies ein Buch, welches bei dem kleinen Fußball-Fan große Begeisterung auslösen kann und welches das Kind in die Lage bringt, mitsprechen zu können, was die Kleinen ganz stolz werden lässt.

2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71340-3, 6,99€

Die Kickerbande

Eine Abwechslung zu den Informationen und Rätseln im Kids-Handbuch bietet das Buch „Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam“. Geschrieben wurde diese Fußballgeschichte fortgeschrittene Leseanfänger von Frauke Nahrgang, die unter anderem bereits die Fußballreihe „Die Teufelskicker“ geschrieben hat, die dem einen oder anderen sicherlich bekannt sind. Die Reihe „Die Kickerbande“ ist aber für etwas jüngere Kinder als „Die Teufelskicker“.

In der Fußballmannschaft von Finn gibt es einen neuen Spieler. Kevin, der ausgerechnet von Finns Freund Max mitgebracht wurde. Und nun darf der auch noch statt Finn spielen, denn der Trainer möchte ja sehen, was Kevin so drauf hat. Selbst als Finn dann mit auf dem Spielfeld ist, bekommt Kevin die ganzen tollen Pässe. Das ist doch wirklich ungerecht. Überhaupt ist dieser Kevin auf einmal überall dabei. Sogar in der Klasse sitzt er nun neben Finns bestem Freund Max.

Beim nächsten Spiel möchte Finn unbedingt zeigen, was er alles kann und versemmelt so eine Torchance nach der anderen, weil er den Ball nicht an seine besser stehenden Mannschaftskameraden abspielt. Nun ist auch noch die ganze Mannschaft auf ihn sauer. Wie gemein doch alle sind!

Ob sich Finn bis zu dem wichtigen Derby wohl so weit wieder im Griff hat, dass er gemeinsam mit Kevin und den anderen als eine Mannschaft auftreten kann?

Fußball für Leseanfänger

Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam“ ist ein schönes Buch für alle Kinder, die schon gut einen zusammenhängenden Text lesen können, und Fußball mögen. Hier steht der Fußball, das Spiel und die Mannschaft klar im Mittelpunkt, aber auch das Thema Freundschaft kommt hier nicht zu kurz – alles Themen, die für Kinder in diesem Alter relevant sind.

Auf jeder Seite befinden sich zudem farbige und lebendige Bilder, die Spaß machen und dafür sorgen, dass die jungen Leser nicht vom Text überfordert werden. Das Buch sieht ansprechend aus und ich hoffe, dass es den Jungs (und vielleicht auch den Mädchen) Lust aufs Lesen macht. Leider kommen in dem Buch gar keine Mädchen drin vor, was etwas schade ist, denn in den Kindermannschaften dürfen Mädchen und Jungs durchaus zusammenspielen.

Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam von Frauke Nahrgang und Nikolai Renger, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-71094-5, 8,99€

Wer sich bzw. seine Kinder mit zwei schönen Fußballbüchern ausstatten und damit zum Lesen anregen möchte, der kann gerne am Gewinnspiel teilnehmen.

Gewinnspiel

Hier nun die Gewinnspielfrage: Seid ihr schon im WM-Fieber und was kriegen eure Kinder schon von der Fußball-WM mit?

Die Antwort schreibt ihr bitte im Kommentar.

Teilnahmebedingungen: Wohnsitz oder Postadresse in Deutschland, Alter: ab 18 Jahren

Teilnahmeschluss: 01.06.2018, 23:59 Uhr

Gewinn: Buchpaket bestehend aus Buch „2018 FIFA WORLD CUP RUSSIA – Das offizielle Kids-Handbuch“ und Buch „Die Kickerbande – Anpfiff für das Siegerteam

Gewinnerin: Gerli

Bekanntgabe des Gewinners/der Gewinnerin am darauffolgenden Tag im Kommentar, der Gewinner/die Gewinnern wird ausgelost.

Meldet sich der Gewinner/die Gewinnerin nicht innerhalb einer Woche, wird neu ausgelost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht für auf dem Postweg verlorengegangene Artikel. Persönliche Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet.

Die Teilnahme ist nur möglich, wenn die Frage beantwortet wird.

Ich danke dem Arena Verlag für die Rezensionsexemplare!

Fußballzeitschrift Just kick-it

Habt ihr schon mal eurem Kind etwas geschenkt, von dem ihr selbst absolut nicht überzeugt seid? Also ich schon und sogar in einem Bereich, der mir eigentlich wichtig ist. Ja, es geht um den Bereich Lesen und Medien und ich habe meinem Sohn in diesem Bereich für ein ganzes Jahr absoluten Schrott geschenkt: Er bekommt für ein Jahr die Zeitschrift „Just kick-it„. Ja, wirklich und das obwohl, das eine Zeitschrift voller Werbung und mit diesen blöden Plastik-Extras ist, die bereits nach wenigen Stunden kaputt in der Ecke liegen.

Warum haben wir ihm eine solche Zeitschrift geschenkt und nicht etwas vernünftiges wie z.B. die Geolino?

Ja, die Geolino gefällt mir insgesamt gut und auch mein Sohn freut sich, wenn er diese Zeitschrift bekommt, aber letztendlich bleibt sie dann nach einmaligem Durchblättern meist doch ungelesen in der Ecke liegen (wenn ich sie ihm nicht vorlese).

Freude über Extras

Bei der Zeitschrift Just kick-it ist das anders. Er freut sich erst einmal riesig über die Zeitschrift. Leider natürlich auch vor allem über dieses Extra, z.B. in Form eines Schweißbandes mit den Farben der Deutschlandflagge oder in Form von Panini-Aufklebern oder ähnliches. Solche Sachen sind für ihn momentan das Größte und letztendlich ist es schön zu sehen, wenn er sich so freut! Später beschäftigt er sich dann auch noch mit der Zeitschrift selber. Sein Zimmer schmücken zur Zeit lauter Fußballposter, die er auch immer wieder gerne betrachtet bzw. versucht er seinem kleinen Bruder beizubringen, wie die Spieler heißen. Die Namen Gomez, Müller, Werner und Özil kennt somit bereits der Kleine, der nicht einmal drei Jahre alt ist.

Kurze, einfache Texte

Ja, und diese Zeitschrift wird auch tatsächlich gelesen und zwar immer wieder. Fast jedes Mal, wenn ich morgens in sein Zimmer komme, blättert er wieder in der Zeitschrift und versorgt mich mit Informationen, die ich mittlerweile von ihm bestimmt schon gefühlt 100 Mal gehört habe, aber es interessiert ihn und er beschäftigt sich gerne damit. Es ist zur Zeit sein Thema.

Es steht nicht wirklich viel drin in der Zeitschrift. Neben vielen bunten Fotos gibt es kurze Texte und Infos zu bekannten Spielern, zur WM, zur Bundesliga etc. Nichts groß informatives, aber letztendlich sind es genau die Informationen, die ein Kind in diesem Alter haben möchte und auch die, die es verarbeiten kann. Viel mehr, wäre schon zu viel des Guten.

Verständlich für junge Kinder

Mein Kind kennt viele Spieler, es kennt die Bundesligatabelle fast auswendig, versteht auch wer auf- und wer absteigt etc., aber für ihn muss es noch eine klare Reihenfolge der Spieler geben: Wer ist denn jetzt besser, Kroos oder Müller? Das sind Fragen, die ihn beschäftigen. Er versteht nicht, warum Köln es schafft, bei Bayern München ein Tor zu schießen, wo doch Bayern so viel besser ist. Für ihn muss Deutschland bei der Weltmeisterschaft gut spielen, weil sie doch beim letzten Mal gewonnen haben. Dass das alles etwas komplexer ist, versteht er noch nicht so ganz und von daher würden ihn längere Texte, die mehr in die Tiefe gehen, auch noch überfordern. Der Inhalt passt zu ihm momentan ganz genau.

Viel Werbung

Der allergrößte Nachteil an dem Heft ist für mich die Werbung. Die Zeitschrift ist von Panini und überall wird für andere Panini-Produkte geworben. Klar, dass das für einen Siebenjährigen alles sehr verlockend ist. Aber wenn er letztendlich sein Taschengeld dafür ausgibt, ist es für mich auch okay. Für alles reicht sein Geld bei Weitem nicht und so muss er eben lernen, Prioriäten zu setzen und wenn er sich dann dafür entscheidet sein Geld für die Paule-Zeitschrift auszugeben, da da die Special Edition-Karte von Manuel Neuer dabei ist, dann macht er es eben und stellt hinterher fest, dass er nun noch länger auf eine gewünschte Playmobil-Sache hinsparen muss. Oder er freut sich einfach an dem, was er sich von seinem eigenen Taschengeld gekauft hat und was ihm zur Zeit gerade so wichtig ist.

Just kick-it, Panini, Einzelheft ca. 3,90€

Lesen in den Osterferien

Heute möchte ich euch ein wenig von unseren Leseerlebnissen in den Osterferien erzählen.

Wir haben zehn Tage auf einem Bauernhof in Franken Urlaub gemacht. Da gehörte natürlich das Buch „Dinostarke Ferien in Franken“ in unser Urlaubsgepäck. Gleich am Anfang des Urlaubs haben wir uns die Abenteuer von Lilly und Nikolas durchgelesen und letztendlich haben wir vieles in unserem Urlaub ebenfalls erlebt. Das macht schon viel Spaß so und vor allem habe ich Lust, das Buch im Anschluss direkt noch einmal zu lesen. Es ist sicherlich eine tolle Erinnerung.

Dinostarke Ferien in Franken – Lilly, Nikolas und die Fossiliensuche von Silvia Zerbe und Michaela Frech, Biber & Butzemann Verlag, ISBN: 978-3-942428-30-9, 9,95€

Wenn wir in den Urlaub fahren, packe ich meistens für die Kinder je ein neues Buch ein. Der Kleine hat dieses Mal das TipToi-Bauernhofbuch bekommen. Das passte schließlich gut zu unserem Urlaub und er schaut sich gerne Bücher mit dem Tiptoi-Stift an. Auch dieses Buch hat ihm gut gefallen, wobei er sich am allerliebsten die Lieder zu den Jahreszeiten angehört hat. Er liebt Lieder und kann viele davon bereits richtig gut mitsingen.

Tiptoi: Entdecke den Bauernhof von Inka Friese und Constanze Schargan, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3473329007, 19,99€

Der Große hat nun endlich den neunten Band der Schule der magischen Tiere bekommen und leider kann ich euch dieses Mal überhaupt gar nichts von dem Inhalt berichten, denn er hat dieses Buch im Urlaub ratz-fatz verschlungen. Ein, zwei Mittagspausen, in denen der Kleine geschlafen hat, haben ihm ausgereicht, um das Buch komplett zu lesen.

Die Schule der Magischen Tiere – Versteinert von Margit Auer und Nina Dulleck, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65279-9, 9,99€

Ich hatte für ihn noch „Der tätowierte Hund“ sowie „Supermops“ und „Fünf verKLOPSte Tage“ eingepackt, aber leider reichte die Lektüre für ihn nicht aus. Er liest einfach so schnell und gerne. Einmal wollte er sogar auf einen Ausflug verzichten, um lesen zu können. Er meinte, dass er sich beim Lesen am besten entspannen könne… Kann ich ja gut verstehen, aber so viel zu lesen hatte ich für ihn nicht dabei und die Erstlese-Bücher auf dem Bauernhof sprachen ihn nicht an.

     

Der tätowierte Hund von Paul Maar, illustriert von Anke Faust, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4257-4, 12,90€ (Wir haben allerdings eine andere Ausgabe und zwar die aus der Reihe „Junge Bibliothek“ von der Süddeutschen Zeitung.)

Supermops und der schrille Schurkenalarm von Nicolas Gorny und Pascal Nöldner, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-49-2, 8,99€

Fünf verKLOPSte Tage von Birgit Fuchs, TiBi, ISBN: 978-3981050660, 9,90€

Den tätowierten Hund durften wir sogar zum Teil vorlesen. Eine Gute-Nacht-Geschichte muss schließlich auch sein. Und dabei haben wir wieder einmal festgestellt, wieviel Spaß wir an der Fantasie von Paul Maar haben. Bücherwürmchen freute sich immer sehr darauf zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

Vom Supermops habe ich dann mal wieder gar nichts mitbekommen, denn dieses Buch hat er dann wieder mal gerade so selber durchgelesen. „Fünf verKLOPSte Tage“ wurde dann die neue Gute-Nacht-Geschichte und ist somit auch noch nicht ganz zu Ende. Dennoch musste für Lesenachschub gesorgt werden und so hat jedes Kind im Urlaub ein weiteres Buch bekommen.

Der Kleine hat sich für das Fahrzeuge-Buch der „Hör mal“-Reihe entschieden. Davon haben wir bereits „Am Meer“, „Wilde Tiere“, „Im Wald“ und „Unsere Musik“ und sie werden wirklich alle gerne angeguckt und besonders gerne hört der Kleine sich die Geräusche an. Beim neuen Buch ließen sich manche Sounds nur sehr schwer drücken, aber gemeinsam bekamen wir es dann doch hin. Etwas irritierend ist es, wenn das Kind sich das Buch direkt im Auto anschauen muss und ständig das Martinshorn von Polizei und Feuerwehr zu hören ist…

Hör mal: Die Fahrzeuge von Christian Zimmer, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-25041-4, 9,99€

Der Große wollte „Silas und Rick“, einen „Endlich Ferien“-Band der Schule der magischen Tiere, haben. Dieses Buch wurde dann direkt auf dem Bauernhof auf der Schaukel gelesen. Und auch dieses Buch hat er im Urlaub noch geschafft. Dabei habe ich selten solche Emotionen beim Lesen erlebt. Puh, kurz vor Ende hätte er das Buch fast wütend von sich geschleudert. Er ärgerte sich tierisch darüber, dass Silas einen Wettbewerb nicht gewann. Seine Wangen waren gerötet, er schimpfte und wollte beinahe nicht mehr weiterlesen. Ich kann nicht behaupten, dass er sich mehr ärgert, wenn er selbst ein Spiel verliert (und er kann wirklich sehr, sehr schlecht nur verlieren). Letztendlich konnte ich ihn dann aber doch noch davon überzeugen, das Buch noch zu Ende zu lesen und er wurde wieder ruhiger. Insgesamt ist es aber doch toll, dass er so von einem Buch mitgenommen wird und richtig in die Welt dort eintaucht.

Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien: Silas und Rick von Margit Auer und Nina Dulleck, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65332-1, 9,99€

Jetzt sind wir wieder zu Hause und gerade blättert er in neuen Fußballbüchern, die ich euch dann demnächst hier vorstellen werde. Außerdem kam gestern „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ hier an. Davon hat er direkt die ersten 150 Seiten gelesen (und sich dabei einen kleinen Sonnenbrand geholt). Auch dieses Buch wird noch den Weg auf den Blog finden und mein Sohn wird es ebenfalls auf www.derbuecherzwerg.wordpress.com vorstellen.

Bitte nicht öffnen – Bissig! von Charlotte Habersack und Fréderic Bertrand, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65211-9, 9,99€

 

Rezension: Robby aus der Räuberhöhle

Wer sehnt sich nicht ab und zu nach einem kleinen Abenteuer? Mit Robby aus der Räuberhöhle kann man eines erleben.

Robby lebt mit seiner Oma der wilden Hilde in einer Räuberhöhle ganz ohne Strom – so wie es sich eben für waschechte Räuber gehört. Zähne putzt er sich an der Regentonne, wobei er die Zahnbürste in einem Astloch aufbewahrt (was meinen Sohn übrigens besonders erheiterte). Niemand darf von der Räuberhöhle erfahren, denn dann wäre dieses paradiesische Leben sicherlich schnell vorbei. Doch dann kann Robby einfach nicht anders, als das Geheimnis an Thea zu verraten (da wusste mein Sohn noch nicht so richtig, wie er das finden sollte), denn Thea wird von ihrer Tante Dora nicht am Bahnhof abgeholt und Robby hat gewissermaßen durch eine Wasserschlacht, die die Adresse der Tante auf einem Brief unleserlich gemacht hat, Schuld an der ganzen Sache. Da ist es doch Ehrensache, dass er Thea die Nacht nicht alleine verbringen lässt, sondern sie mit zur Räuberhöhle nimmt. Später muss dann natürlich trotzdem die Tante gefunden werden, was sich als ziemlich schwierig herausstellt. Außerdem erfahren Robby und Thea dabei zufällig den Plan von zwei echten Dieben…

Wunderschöne Illustrationen

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und durch die wunderschönen Bilder macht die Lektüre gleich noch mehr Spaß. Auch meinem Sohn gefallen die Bilder sehr gut. Das hat er tatsächlich mehrfach betont. Und auch ich finde sie herrlich. Sie sehen einfach nach einer abenteuerlichen und tollen Kindheit aus. Ja, sie sind freundlich und herzlich in bunten Farben gemalt und laden einen dazu ein, von Sommertagen zu träumen, an denen Lagerfeuer, barfuß durchs Gras laufen, herumstromern und ähnliches auf dem Tagesplan stehen.

Spannende Geschichte mit sympathischen Figuren

Genauso leicht, aber auch spannend ist die Geschichte selbst. Robby ist ein äußerst sympathischer Junge, den man sofort in sein Herz schließt. Aber auch alle anderen Figuren sind toll. Naja, der Holzkopf, der Robby ständig in die Quere kommt, natürlich nicht, doch die gemeinen Figuren machen Geschichten ja nur noch authentischer und spannender.

Wir haben das Buch ratzfatz durchgelesen. Wir mussten schließlich wissen, ob Robby Thea tatsächlich am Bahnhof abholt und was dann mit ihr passiert. Und danach geht ja alles genauso spannend weiter. Da konnten wir das Buch auch nicht weglegen und schon waren wir an seinem Ende angekommen und nun möchte das Bücherwürmchen weitere Bände aus der Reihe lesen. Und wenn ich ehrlich bin, würde ich ihm diese auch wieder gerne vorlesen…

Übrigens ist der Name des Ortes, in dem Robby lebt, auch klasse: Jottwede. Kindern sagt das zwar nichts, aber ich hatte beim Lesen meinen Spaß daran.

Robby aus der Räuberhöhle von Barbara Landbeck, Jumbo, ISBN: 978-3-8337-3529-5,

Rezension: Fußballquiz mit Paule

Auch kleine Fußball-Fans testen gerne mal ihr Wissen, insbesondere in Zeiten, in denen wie im WM-Jahr, der Fußball allgegenwärtig ist. Da kommt der „Paule Fußball-Quiz“-Block gerade richtig, denn mit dem sympathischen Maskottchen Paule, welches Kinder natürlich kennen, macht das Ganze gleich noch mehr Spaß.

Mein Sohn hat sich den Block direkt geschnappt und wollte direkt alle Fragen lesen und beantworten. Ich habe gestaunt, was er schon so alles aufgeschnappt und behalten hat. Manche Antworten wusste er nicht direkt, aber beim zweiten Durchblättern der Fragen konnte er dann auch diese richtig beantworten. Kinder lernen also durchaus etwas bei diesem Quiz.

Paule und seine Freunde

Zu Beginn des Blocks werden Paule und seine Freunde vorgestellt, was mir bei einem Quizblock für Kinder gut gefällt. Anschließend werden die verschiedensten Sachen rund um Fußball gefragt. Auf der Vorderseite befinden sich die Fragen mit zwei oder drei Antwortmöglichkeiten und hinten wird dann die richtige Lösung (teilweise  mit kurzer weiterer Erklärung) angezeigt. Es wird unter anderem nach bekannten Fußballern gefragt, Regelwissen und Fachwörter werden abgefragt, aber es werden auch Fragen zu verschiedenen Weltmeisterschaften gestellt. Die Fragen sind also bunt gemischt.

Schwierige Fragen für Vierjährige

Laut Verlag ist das Quiz ab 4 Jahre. Dem würde ich jedoch nicht unbedingt zustimmen. Für mich ist es eher ab dem Grundschulalter geeignet. Einzelne Fragen können manche Kinder zwar bestimmt schon früher beantworten, allerdings finde ich gerade Fragen nach Jahreszahlen sehr schwierig (z.B. nach dem Geburtsjahr von Mario Götze oder seit wann es schwarz-weiße Fußbälle gibt). Selbst Kinder in der Schule haben häufig noch keine Vorstellung von Zeitspannen oder von der Einordnung von Ereignissen.

Wir haben auf jeden Fall Spaß an dem Quizblock und bei schwierigeren Fragen erklären Mama oder Papa eben noch ein bisschen. Es ist nur schade, dass den Quizmachern ein Fehler unterlaufen ist. Es wird gefragt, welches Land bisher nur einmal Weltmeister wurde. Zur Auswahl stehen England oder Frankreich. Als richtige Antwort ist England angegeben, allerdings trifft dies auch auf Frankreich zu.

PAULE Fußball-Quiz, Tessloff Verlag, ISBN: 978-3-7886-2248-0, 6,95€

Rezension: Meine Mini-Bibliothek

Kennt ihr schon die Mini-Bibliothek? Oh, die ist so wunderbar und ich finde, die braucht jeder Bücherliebhaber unbedingt.

Man kauft eine Box, die man später als kleines Zimmer aufstellen kann. In der Box befinden sich Bastelsätze für 30 kleine Mini-Bücher und ein Mini-Bücherregal.

Märchen, Sachbücher, Bücher zum Selbermachen

Unter den Büchlein befinden sich viele Märchen, aber auch ein paar Sachbücher, wie z.B. ein Vogelbuch oder ein Weltatlas. Außerdem sind darunter 10 Büchlein, die man noch selber gestalten kann: Tagebücher, Kritzelbücher sowie Bücher, in die man eigene Geschichten schreiben kann. Da muss man natürlich schon in der Lage sein, ganz klein zu schreiben.

Um die Bücher herzustellen, muss man Streifen mit Text und Bildern ausschneiden, wie eine Ziehharmonika falten und dann nur noch in den Buchumschlag kleben – alles kein Problem. Wenn man möchte kann man nach diesem Prinzip natürlich auch noch weitere Büchlein herstellen. Es ist so einfach, aber man kommt ja oft von selbst auf solche Ideen nicht.

Bei uns schließen sich die Büchlein leider nicht ganz so schön, wie auf den Bildern zu der Mini-Bibliothek, aber gerade wenn man mehrere Büchlein fertig hat, dann stehen sie dennoch schön nebeneinander im Regal. (Ich habe aber auch gesehen, dass bei den Fotos ein wenig gemogelt wurde: Die Bücher stehen dort teilweise ohne die Innenseiten im Regal und sehen deswegen dort so perfekt aus.)

Der Text der Märchen ist natürlich stark gekürzt (alle Bücher haben insgesamt nur neun Doppelseite, inklusive Titel und Ende), aber darauf kommt es hier letztendlich nicht an. Wir lesen sie einfach, weil es nett ist die kleinen Büchlein in den Händen zu halten. Es gibt sogar farbige Illustrationen. Die schwarz-weißen Bilder empfindet mein Sohn teilweise als gruselig.

Mama und Kind haben Spaß an den Büchlein

Etwas schade finde ich, dass die Box in rosa gehalten ist, denn so macht sie von außen ein wenig den Eindruck, dass es sich um ein Produkt für Mädchen handelt. Es ist zwar schade, dass man diese Einteilung im Kopf vornimmt, aber viele Kinder sehen es leider so. Ich kenne einige Jungen, die das Ganze nur deshalb nicht anfassen würden, weil es in rosa (in ihren Augen eine „Mädchenfarbe“) ist. Und das ist schade, denn auch wenn viele Jungen vielleicht keine Puppenstube besitzen, in der man das Bücherregal prima integrieren könnte, haben sie dennoch Spaß an den Mini-Büchlein. Mein Sohn hat sich gerne mit mir zusammen hingesetzt um die ersten Büchlein zu basteln. Er hat schon eine kleine eigene Wichtelgeschichte verfasst und morgens direkt nach dem Aufstehen weitere Büchlein ganz alleine zusammengebastelt. Beim Schreiben der Geschichte habe ich ihm geholfen, da er noch nicht so klein schreiben kann, aber er hat dann noch die Bilder dazu gemalt.

Bücherwürmchens Geschichte

Die Geschichte des Wichtels

Es war einmal ein Wichtel. Der wollte nicht mehr alleine sein. Drum beschloss er den Wolf zu fragen. Er ging in den Wald. Dort übersah er eine Fallgrube und fiel hinein. Der Wichtel konnte gut klettern. Drum kletterte er die Fallgrube hoch und fragte den Wolf, ob er ihm helfen könnte. Der Wolf sage: „Du kannst ja mal den Specht fragen. Der sucht auch einen Freund.“ Der Specht freute sich über die Nachricht und sie wurden beste Freunde und erlebten viele Abenteuer.

Die Mini-Bibliothek ist also nicht nur eine nette Sache, sondern sie fordert Kinder auch dazu auf, selber zum Stift zu greifen und Geschichten zu erfinden. Rund herum, meines Erachtens, eine sehr gelungene Sache.

Wir haben noch nicht alle Bücher fertig gebastelt, werden es aber demnächst sicherlich tun. Und wir wissen auch schon, wo das Bücherregal am Ende hinkommen soll: Vor die Wichteltür unseres Hauswichtels. Dann kann sich unser Hauswichtel dort wie in einer Bibliothek die Büchlein ausleihen, lesen und wieder in das Regal stellen. Ach, darauf freue ich mich schon!

Meine Mini-Bibliothek – 30 kleine Bücher zum Basteln, Lesen und Sammeln von Daniela Jaglenka Terrazzini, Laurence King Verlag,  ISBN: 978-3-96244-002-2, 18€

Malbücher für kleine und große Kinder

Eiskalt ist es draußen. Ja, auch schön, denn die Sonne scheint, aber lange hält man es trotzdem nicht draußen aus. Da bietet es sich doch an, es sich drinnen gemeinsam gemütlich zu machen. Wir hatten neulich einen richtig schönen Nachmittag, an dem beide Kinder friedlich zusammen am Küchentisch gemalt haben.

Der Große hat sich das Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst – Zahlenbilder zum Verbinden, Aus- und Weitermalen“ vorgenommen, während der Kleine „Mein erstes Malbuch“ von Helmut Spanner zum Ausmalen bekommen hat. Beide Bücher möchte ich euch heute gerne vorstellen.

Zahlen verbinden

Das Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist an sich das typische Verbinden von Zahlen, wodurch sich Bilder ergeben. Allerdings sieht man hier nicht immer sofort, welches Tier am Ende herauskommen wird, wobei die Kinder durch die kurzen Sätze wie „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist giftig“ dazu angeregt werden, sich zu überlegen, was wohl am Ende herauskommen wird. Diese Sätze wirken somit auch sehr motivierend.

Mein Sohn hatte viel Spaß am Verbinden der Zahlen und beim anschließenden Feststellen, welche Tiere er gemalt hat. Er hatte allerdings keine Lust mehr die Bilder noch weiter zu gestalten, was sich bei dem Buch ebenfalls anbietet, denn es kommt nicht einfach langweilig in schwarz-weiß daher. Nein, die Seiten wurden farbig und künstlerisch gestaltet und sehen sehr ansprechend aus. Zebra und Tiger haben zum Beispiel ein paar angedeutete Streifen, die man weitermalen könnte, Blätter und Bäume sowie Landschaften ließen sich hervorragend weiter gestalten, aber natürlich nur, wenn man dazu auch Lust hat. Das Heft macht einen sehr hochwertigen und ansprechenden Eindruck. Die ganze Gestaltung gefällt mir gut. Etwas schwierig ist der Knick in der Mitte. Das Heft fällt immer wieder zu und Kindern fällt es schwer an dieser Stelle zu zeichnen. Die Bilder erstrecken sich aber über die gesamte Doppelseite. Das ist nicht so ganz einfach. Um die Zahlen verbinden zu können, sollte  man sich mit Zahlen bis 100 auskennen (wobei kein Bild bis zur 100 geht, aber wer bis beispielsweise 75 zählen kann, der kann auch bis 100 zählen).

Ich sehe was, was du nicht siehst – Zahlenbilder zum Verbinden, Aus- und Weitermalen von Marion Goedelt, Tulipan Verlag, ISBN: 978-3-86429-397-9, 10€

Ein erstes Malbuch für die Kleinen

Bei „Mein erstes Malbuch“ fällt zunächst das große Format des Heftes auf, welches mir nicht so gut gefällt. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich das Heft vernünftig hinräumen kann. Es ist leider immer zu groß. Wenn Kinder mit dem Heft am Tisch sitzen, müssen sie sich zudem schon ganz schön strecken um an die oberen Bilder heranzukommen.

Es ist ein Malbuch, welches über ein einfaches, schlichtes Malbuch mit großen auszumalenden Figuren pro Seite hinausgeht. Auf jeder Seite befinden sich Gegenstände zu einem Oberthema, die ausgemalt werden können. Außerdem sieht man den Bären Brummi noch in einer kleinen Szene, in der er zum Beispiel in der Küche kocht oder im  Kinderzimmer mit dem Spielzeug spielt. Diese Bilder sind bereits farbig. Die Gegenstände bleiben also nicht für sich alleine stehen, sondern werden in einen Zusammenhang gebracht. Die Kinder können also nachvollziehen, wofür man Pfanne, Teller und Löffel braucht. Darüber hinaus gibt es immer noch einen kleinen Text, in dem erzählt wird, in welcher Farbe z.B. Brummis Schraubenzieher oder Zange ist. Um die Bilder in den vorgesehenen Farben anmalen zu können, brauchen Kinder natürlich wieder die Hilfe von Erwachsenen, die ihnen die Texte vorlesen. Als Anregung und zur Beschäftigung mit den Farben finde ich die kurzen Texte nicht schlecht, ich würde mich aber niemals komplett danach richten. Nicht jedes Kind mag solche Vorgaben gerne. Bei meinem Sohn war es unterschiedlich. Am Anfang hat er noch begeistert die jeweiligen Farben herausgesucht, später hat er dann einfach mit einer Farbe alles auf der Seite angemalt. Bei Gemüse und Obst kann man ja sowieso schön gemeinsam überlegen, welche Farbe es jeweils hat. Das machte dem kleinen Büchermäuschen dann auch wieder Spaß.

Ein Malbuch, das die Sprache fördert

Schön ist hier, dass einzelne Gegenstände angemalt werden sollen und nicht ganze Szenen, was Kinder häufig überfordert. Die Sachen sind gut zu erkennen, vieles kennen die Kinder aus dem Alltag und man kann alles auch noch mal schön gemeinsam benennen oder über passende Farben und Vorlieben sprechen. Es ist wirklich ein Malbuch, welches tolle Gesprächsanlässe bietet. Durch die kleinen Szenen mit dem Bär bekommt alles dann auch noch mehr Bedeutung. Im Übrigen kann man auch auf allen Seiten Minimaus entdecken, was Kindern, die die Maus kennen, natürlich viel Freude macht.

Mein Sohn hat übrigens auch häufig die farbigen Bilder noch einmal übermalt. Da muss man dann als Eltern entspannt bleiben, denn natürlich fände man es selbst viel schöner, wenn man die kleinen Mäuse am Ende noch sehen kann und diese nicht komplett mit grüner oder brauner Farbe übermalt sind. Aber es ist ein Malbuch und in einem Malbuch dürfen Kinder schließlich malen und man sollte ihnen auch nicht alle Kreativität nehmen.

Die allerletzte Seite, die weiß ist, lud meinen Sohn dann noch dazu ein, selbst ein Bild zu malen und dabei ist sein erster eindeutiger Kopffüßler entstanden. Das hat die Mama natürlich sehr erfreut.

Mein erstes Malbuch von Helmut Spanner, ObersteBrink Verlag, ISBN: 978-3-96304-006-1, 7,95€