Lesen lernen mit Logicals

Beim Lesen lernen steigt die Motivation enorm, wenn die Aufgaben spannend sind. Ganz besonders gut geeignet sind hier die Lese-Logicals. Auch Bücherwürmchen hat schon viel Spaß an den Logicals aus dem Heft „Lesen, knobeln, logisch denken – Leseförderung mit Logicals“. Hier steht für die Kinder nicht das Lesenüben im Vordergrund, sondern das Rätseln und Knobeln.

Logicals in zwei Schwierigkeitsgraden

In dem Heft sind 16 Logicals jeweils in zwei Schwierigkeitsgraden vorhanden. Grundsätzlich geht es immer darum, herauszubekommen, wie bestimmte Figuren heißen, wer welche Kleidung trägt etc. Diese Informationen müssen den Sätzen entnommen werden. Bei der einfachen Variante können die erlesenen Informationen direkt umgesetzt werden, während bei der schwierigeren Variante erst alles gelesen werden muss, um dann nach und nach die Lösung herauszufinden.

Beim Logical „Hexen“ heißt beispielsweise der erste Satz des einfachen Logicals „Die Hexe mit der grünen Schürze fliegt auf dem Besen“. Da nur eine Hexe auf einem Besen fliegt, kann man nun direkt ihre Schürze grün anmalen. Bei der schwierigeren Variante lautet der erste Satz: „Xenia hat eine Warze auf der Nase und eine rote Schürze“. Da es jedoch zwei Hexen mit Warze auf der Nase gibt, braucht  man zunächst weitere Informationen um die Schürze anzumalen.

Die Kinder müssen hier genau lesen und jedes Wort verstehen, da manchmal kleine Wörter wichtig für die Lösung sind. Sie müssen Aussagen in Verbindung zueinander setzen und logisch denken. Außerdem müssen gelesene Sätze im Gedächtnis bleiben bzw. müssen die Sätze mehrfach gelesen werden. Es wird also eine ganze Menge gleichzeitig gefördert und vor allem ist es ein Aufgabentyp, der dabei noch viel Spaß macht – eine perfekte Kombination!

Bunte Themenmischung

Thematisch sind die Logicals bunt gemischt: Hexen, Ritterburgen, Weltraumwesen, Tiere, Clowns, Torten usw. Da dürfte für jedes Kind, egal ob Mädchen oder Junge, etwas dabei sein. Pro Logical sind 4-8 Informationen zu lesen. Die Sätze sind an sich nicht schwierig, aber die Informationen müssen dann ja noch richtig verarbeitet werden. Die Logicals sind alle gut und eindeutig gemacht und die Kinder finden meist ohne großen Frust die richtige Lösung heraus.

aus: Lesen, knobeln, logisch denken, BVK

In erster Linie ist das Heft für die Grundschule (1./2. Schuljahr) gedacht, aber man kann es auch prima zu Hause verwenden. Bücherwürmchen darf sich selber aussuchen, welche Logicals er gerne machen möchte. Bisher haben Hexen, Dinos, Räuber, Weltraumwesen, Vampire, Ritterburgen und Leuchttürme sein Interesse geweckt. Da es bei uns nicht um Schulaufgaben geht, bestehe ich auch nicht auf ordentliches Ausmalen. Es geht nur darum die Logicals erfolgreich zu lösen, was bereits sehr gut klappt. Wichtig ist, dass man nicht direkt eingreift und die Kinder selber knobeln lässt, was Eltern manchmal schwer fällt. Wenn ein Kind es dann aber alleine geschafft hat, ist die Freude umso größer und gerade bei Logicals können Eltern mal sehen, was die Kinder schon alles können.

Lesen, knobeln, logisch denken – Leseförderung mit Logicals (1./2. Klasse) von Barbara Peters und Katharina Joanowitsch, BVK (Buch Verlag Kempen), ISBN: 978-3-86740-138-8

Lesen üben mit Vorlesegeschichte

Kinder haben meist Spaß daran lesen zu lernen, aber noch mehr Spaß macht ihnen das Ganze, wenn man sie bei diesem Prozess begleitet und vor allem, wenn man aus dem Lesen keine einsame Sache macht, sondern weiterhin dem Kind vorliest.

Aus diesem Grund gefällt mir das Konzept des Übungsheftes „Mit Paul ins Abenteuer Schule – Erstes Lesen“ grundsätzlich sehr gut. Denn hier werden kleine Leseaufgaben in Vorlesegeschichten integriert und Eltern und Kinder beschäftigen sich gemeinsam mit dem Lesen. Das finde ich wirklich gut. Die Eltern zeigen somit nicht nur Interesse an dem, was das Kind tut, sondern sie bringen sich auch selber mit ein, unterstützen das Kind und beschäftigen sich mit ihm.

Die handelnden Figuren in dem Heft sind Tiere, die vermenschlicht dargestellt werden. Die Bilder sind beinahe zu kindlich, aber sie sprechen Kinder im Grundschulalter durchaus noch an. Hauptfigur ist der Hase Paul, der gemeinsam mit seinen Freunden kleine Abenteuer erlebt. Er gerät in ein Gewitter, er versteckt Ostereier und muss sich selbst auf die Suche nach einer Überraschung machen, er badet in den Ostereierfarben, er führt mit seiner Klasse ein Theaterstück auf und er klettert einfach auf ein Pferd auf einer Wiese.

Abwechselnd zuhören und Aufgaben lösen

Die  Geschichten machen Kindern Spaß, auch wenn sie recht kurz sind, aber sie enthalten einen kleinen Spannungsbogen. Am liebsten würden die Kinder wohl nur die Geschichten hören, aber letztendlich erledigen sie auch die Aufgaben motiviert. Allerdings ist es nicht so einfach bei diesem Konzept eine schöne Vorleseatmosphäre zu schaffen. Nach etwa fünf vorgelesenen Zeilen folgt bereits eine Aufgabe. Soll man dafür etwa immer das gemütliche Sofa verlassen um die Aufgaben, bei denen man unter anderem etwas malen oder schreiben muss, vernünftig an einem Tisch zu erledigen oder liest man direkt am Küchentisch vor? Hm, beides ist irgendwie nicht so optimal. Wir haben es so gemacht, dass Bücherwürmchen die Aufgaben mündlich gelöst hat und ich die Wörter, die er z.B. aus zusammengesetzten Silben gefunden hat, aufgeschrieben habe. Die Aufgabe, bei der man den Kaffeetisch mit den gelesenen Dingen ergänzen soll, hat er dann anschließend am Tisch gelöst. Für Bücherwürmchen geht es in diesem Heft um Geschichten von Paul, zu denen man halt immer wieder Aufgaben lösen soll, aber die Geschichten stehen für ihn im Vordergrund und nicht das Üben und so hatte er auch keine Lust die doppelseitige Übungsecke, die sich an jede Geschichte anschließt, zu bearbeiten. Und da das Heft eine freiwillige Sache zu Hause ist, sollte man Kinder meines Erachtens auch nicht dazu drängen. Wir machen gemeinsam das, was uns Spaß macht und der Rest wird dann entweder zu einem anderen Zeitpunkt gemacht oder eben auch nicht.

Verschiedene Übungen

Die Aufgaben haben meines Erachtens einen recht unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. Mal muss man nur hören, an welcher Stelle eines Wortes ein bestimmter Laut vorkommt, der Anfangslaut von verschiedenen Dingen soll gehört werden, Silben müssen miteinander verbunden werden und ein fehlender Buchstabe soll gefunden werden. Dafür muss an einer anderen Stelle ein kleiner Text gelesen werden, Wörter in Spiegelschrift müssen entziffert werden, Sätze sollen in die richtige Reihenfolge gebracht werden und in anderen Sätzen ist jeweils ein Wort zu viel, welches gefunden werden soll. Insgesamt sind aber alle Aufgaben gut für Erstklässler im zweiten Halbjahr zu lösen. Die einfacheren Aufgaben auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt. Allerdings macht es schon Sinn, wenn die Kinder in der Lage sind alle Aufgaben lösen zu können, da sie ja sicherlich die Geschichten gerne direkt komplett hören möchten. Man wird ja kaum einzelne Aufgaben erst nach mehreren Wochen lösen.

Das Heft beinhaltet als kleines Extra auch Sticker der Hauptfiguren, welche hier jedoch nicht als Belohnung oder ähnliches eingesetzt werden, sondern für die Kinder zur freien Verfügung stehen.

DUDEN: Mit Paul ins Abenteuer Schule – Erstes Lesen; Dein Übungsheft mit Vorlesegeschichten, 1. Klasse, von Annette Weber, illustriert von Antje Hagemann, Dudenverlag, ISBN: 978-3-411-75502-8, 9,99€

Wissen leicht gemerkt durch Eselsbrücken

Schon in der Grundschule muss man so viel lernen – wie soll man das bloß alles behalten? Am besten mit Merksprüchen, Gedichten, Liedern und Ähnlichem. Eine schöne Auswahl solcher Lernhilfen findet man in dem Buch „ESELSBRÜCKEN – Merksätze, Gedichte und ganz viel Lustiges“. Hier werden einige grundschulrelevante Themen lustig und erfrischend aufbereitet, aber auch jüngere Kinder finden hier schon ein paar interessante Gedichte und Sprüche.

Klar, Wortarten oder das Einmaleins interessieren Vorschulkinder noch nicht so sonderlich, aber Bücherwürmchen fand das Buch sehr spannend und hätte sich am liebsten direkt alles daraus vorlesen lassen. Gerade die lehrreichen Tiergedichte sind auch schon für diese Altersklasse relevant. Wie die Tierkinder von Pferden oder Kühen heißen, wissen die meisten Kinder sicherlich, aber wie sieht das z.B. bei den Rehen oder Wildschweinen aus? Hier zu gibt es in dem Buch verschiedene Gedichte, genauso wie zur Verwandlung der Raupe in einen Schmetterling oder dazu welche, Vögel im Herbst in den Süden ziehen und welche hier bleiben.

Altbekannte Merksätze

Spannend fand ich persönlich auch, woran man ein Krokodil und einen Alligator unterscheiden kann. Das kann ich mir nämlich nie richtig merken, aber vielleicht wird es mit dem Gedicht besser. Der Nachteil bei den Gedichten ist natürlich, dass sie teilweise über mehrere Strophen gehen und man sie somit auch schnell wieder vergessen kann. Da sind ein paar griffige, kurze Sprüche doch noch etwas einfacher, aber auch davon gibt es in dem Buch einige. So manchen davon kann man noch aus seiner eigenen Kindheit auswendig, wie z.B. den zu den Planeten, der natürlich durch das Fehlen des Plutos ein wenig abgeändert wurde. (Früher hieß es immer „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten“, hier heißt er nun „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“.) Auch „Nie ohne Seife waschen“ für die Reihenfolge der Himmelsrichtungen ist sicherlich vielen noch bekannt. Der Seemann, mit dem man sich die Ostfriesischen Inseln von Ost nach West merken kann, ist hier ein bisschen braver geworden als er es früher war. Bei uns fragte man immer „Welcher Seemann liegt bei Nelly im Bett?“ Nun scheint er alleine zu schlafen, allerdings schläft er „bis neun“ aus.

Natürlich kannten wir auch „Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich.“ Daraus konnte man mit den Eltern immer eine tolle Wette machen: „Wetten, dass man dämlich mit h schreibt?“ Die kannten den Spruch ja auch und haben dann dagegen gewettet. Und schreibt man dämlich nun mit h? Klar, ganz am Ende… Dieser dennoch hilfreiche Rechtschreibspruch findet sich selbstverständlich auch in diesem Buch.

Eine Fundgrube an Wissen

Das Buch ist wirklich sehr umfassend: Flüsse, Bundesländer, Verkehrsregeln, Instrumente, Rechenoperationen, das Alphabet, Rechtschreibschwierigkeiten, Wortarten – hier findet man wirklich alles. Es ist eine wahre Fundgrube. Und da alles mit viel Humor und flott daher kommt, blättert man gerne stundenlang in diesem Buch und lernt dabei ganz unbemerkt eine ganze Menge. So soll es doch sein!

Die Seiten sind alle bunt und fröhlich illustriert, so dass das Buch auch äußerlich nicht langweilig daher kommt, sondern Freude macht.

Dieses Buch eignet sich auch prima als Geschenk zur Einschulung, denn es wäre doch schön, wenn ein solches Buch jeden Grundschüler begleiten würde und ihm Spaß am Lernen und am Wissen bereiten würde.

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ESELSBRÜCKEN – Merksätze, Gedichte und ganz viel Lustiges von Eva Bade, Cordula Thörner u.a., Illustrationen von Meike Haberstock, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-25031-5, 12,99€

 

Kunstvolles Buch der Rekorde der Natur

Gerade Weihnachten ist es schön, wenn es Geschenke gibt, mit denen sich die ganze Familie gemeinsam beschäftigen kann. Sicherlich kann dieses Ziel auch mit einem Buch erreicht werden. Vielleicht ist das Buch „Rekorde der Natur – Vom höchsten Berg zum tiefsten Meer“ eigentlich als Geschenk für das Grundschulkind gedacht, doch ich bin mir sicher, dass sich auch Mama und Papa schnell neben dem Kind mit dem Buch auf dem Schoß niederlassen und man anschließend gemeinsam über die größten Tiere an Land und im Meer, die höchsten Bäume, die weitesten Tierwanderungen und einige andere Wunder auf unserer Erde staunen wird. Auf 15 Doppelseiten werden in dem Buch verschiedene Superlative der Erde vorgestellt. Das Buch ist zwar nicht unwahrscheinlich dick, aber es ist dennoch umfangreich, denn auf jeder Doppelseite kann man lange verweilen und viel entdecken und erfahren. Bücherwürmchen war auch direkt von diesem Buch begeistert und wollte alles mögliche wissen. Manches ist für ihn als Fünfjährigen vielleicht noch ein wenig schwierig, aber für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter ist es einfach wahnsinnig spannend zu sehen, wer oder was am größten, schnellsten, höchsten etc. ist. Gestaunt haben wir unter anderem darüber, dass gar nicht der Tyrannosaurus Rex größte fleischfressende Dinosaurier war, oder was für eine Strecke eine Küstenseeschwalbe zurücklegen kann. Wir wussten auch nicht, dass ein Nilkrokodil bis zu 3,6 m unter der Erde in einer Höhle leben kann und für Bücherwürmchen ist es kaum vorstellbar, wie kurz das Leben einer Eintagsfliege ist.

Alles ist in tollen, kunstvollen Bildern dargestellt. Es macht richtig viel Spaß in diesem Buch zu blättern und man hat das Gefühl, ein kostbares, altes Buch mit dem Wissen der Gelehrten in den Händen zu halten. Ein schönes und lehrreiches Bucherlebnis.

Rekorde der Natur Vom hoechsten Berg zum tiefsten Meer von

Rekorde der Natur Vom hoechsten Berg zum tiefsten Meer von

Rekorde der Natur – Vom höchsten Berg zum tiefsten Meer, illustriert von Page Tsou, Prestel Verlag, ISBN: 978-3-7913-7278-5, 19,99€

 

Krötig! Die Olchis bei den Piraten! – Mit olchigem Gewinnspiel!

Nun wo Bücherwürmchen ein Vorschulkind ist, sind die Olchis bei uns so richtig angekommen. Beim Käsefuß, die Stinkerlinge haben es uns so richtig angetan. Und besonders krötig findet Bücherwürmchen es natürlich, wenn er dann hier zu Hause noch mit Olchi-Augenklappe sowie passendem Säbel und Fernrohr herum rennen kann. Zum Glück hat er noch nie probiert in Blech zu beißen und Fischgräten aus dem Müll zu holen, aber dafür schmückt er sich gerne mit einem olchigen Zungentattoo. Die Merchandise-Artikel sind wohl etwas für jeden Olchi-Fan, aber besonders gut passen sie zu dem neuen Olchi-Band „Die Olchis – Gefangen auf der Pirateninsel“, der bei uns mit großer Spannung gelesen wurde.

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Bücherwürmchen hatte viel Spaß an den Eigenheiten und Ausrufen der Olchis, aber für die aufregende Geschichte hat er sich ab und zu sicherheitshalber gerne ein Kissen zum Verstecken auf den Schoß genommen. Wenn die Olchis von Piraten entführt werden, dann gibt es natürlich zwangsläufig einige gruselige Momente, aber die Olchis, wissen sich natürlich letztendlich immer zu helfen. Zum einen können sie sich mit Stinkerspray wehren und zum anderen treffen sie auf der Insel, auf der sie nach ihrer Flucht vom Piratenboot landen, einen merkwürdigen grauen Olchi. Ob man Olchison Crusel wohl trauen kann? So ganz sicher sind sich die Olchis da nicht, doch nachdem der Drache, der nur auf Olchison Crusel hört, Olchi-Oma und Olchi-Opa nicht aus seiner Höhle entkommen lässt, bleibt den Olchi-Kindern keine andere Wahl als Olchison Crusel um Hilfe zu bitten. Gleichzeitig kommt aber auch Unterstützung aus Schmuddelfing: Olchi-Papa und Feuerstuhl eilen zur Rettung der Abenteurer, die eigentlich eine Kreuzfahrt – spendiert vom Bürgermeister – unternehmen wollten, dann aber unwissentlich auf einem Piratenschiff landeten… Es geht spannend zu in dem Buch „Gefangen auf der Pirateninsel“ und wir haben es dementsprechend in einem Rutsch durchgelesen. Übrigens gibt es zu dem Buch auch Fragen bei Antolin.de, welche Bücherwürmchen komplett beantworten konnte. Er ist dieser aufregenden Lektüre also sehr aufmerksam gefolgt, was zeigt, dass dieses Buch durchaus für mutige Olchi- und Piratenfans ab fünf Jahren zum Vorlesen geeignet ist.

Die Olchis – Gefangen auf der Pirateninsel von Erhard Dietl, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0440-4, 12,99€

Wagt ihr euch an dieses Abenteuer heran? Dann habt ihr nun die Chance auf diesem Blog ein kleines Olchi-Päckchen zu gewinnen, welches nicht nur das Buch „Gefangen auf der Pirateninsel“, sondern auch ein Olchi-Spiel („Wanken über Planken“) sowie ein Piraten-Guckrohr beinhaltet.

Der Gewinn:

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Was müsst ihr dafür tun? Ja, da habe ich mir zusammen mit Bücherwürmchen etwas ausgedacht: Wir wünschen uns olchige Bilder von euch! Malt uns ein Bild von den Olchis und schickt uns dieses per Mail an geschichtenwolke [at] web . de. Das Bild, welches Bücherwürmchen am besten gefällt, gewinnt! Wir berücksichtigen aber auch das Alter der Künstler, also nennt uns dieses bitte ebenfalls in der Mail.

Teilnahmebedingungen: Wohnsitz in Deutschland, Einsendung des Bildes durch einen Erziehungsberechtigten, der damit ausdrücklich der Teilnahme am Gewinnspiel zustimmt

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch bereit, dass die Bilder auf dem Blog mit Angabe des Vornamens sowie des Alters veröffentlicht werden!

Teilnahmeschluss: 23.10.2016

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht für auf dem Postweg verlorengegangene Artikel.

 

Spannendes Sachbuch für den Nordsee-Urlaub

Mögt ihr die Nordsee? Also, ich liebe ja das Meer und bin gerne sowohl an der Ostsee als auch an der Nordsee, aber ich muss zugeben, dass es mich im Sommer schon manchmal nervt, wenn an der Nordsee bei schönstem Wetter das Meer gerade gaaaaanz weit weg ist und sich ein endlos weites trockenes Watt vor einem erstreckt, so dass man gerade nicht schwimmen gehen kann. Dennoch ist das Phänomen der Gezeiten äußerst faszinierend und man staunt immer wieder, wieviel Wasser dort innerhalb weniger Stunden bewegt wird.

Nordsee, Cuxhaven (2013)

Nordsee, Cuxhaven (2013)

Ein tolles Sachbuch für Kinder zu diesem Thema ist „Ebbe und Flut – Nordsee, Küste, Wattenmeer“ von Bärbel Oftring, erschienen im Willegoos Verlag. Hm, Ebbe und Flut – was gibt es dazu schon groß zu erzählen? So interessant ist dieses Thema ja doch nicht, abgesehen vom Beobachten des Meeresstandes zu verschiedenen Uhrzeiten. Aber kaum hat man in dieses Buch geblickt, ist man sofort gefesselt. Es ist einfach richtig gut aufgemacht, spricht einen rein optisch direkt an und hält einige spannende Fakten bereit. Man öffnet das Buch und liest direkt hier und dort einzelne kleine Abschnitte, Bilder ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und fordern geradezu dazu auf, sich die dazugehörigen Informationen anzueignen. Dieses Sachbuch muss man nicht von vorne nach hinten durcharbeiten, sondern man kann immer mal wieder hineinschnuppern, mal hier, mal dort ein wenig lesen und sich dabei so langsam schlau über die Gezeiten und das Wattenmeer machen. Auch als Erwachsener staunt man hier über einige Fakten.

Das Buch erklärt Ebbe und Flut, spricht darüber, was die Gezeiten für die Küste bedeuten, Sturmfluten und der Schutz des Landes werden erwähnt, auch Leuchttürme, Schifffahrt und Klimawandel haben Eingang in dieses Buch gefunden und der Lebensraum Wattenmeer mit all seinen tierischen Bewohnern und seinen Pflanzen wird ausführlich beleuchtet. Insgesamt wird hier sehr ausführlich und umfassend, aber dennoch in kleinen Häppchen und stets kindgerecht, über Ebbe und Flut am Beispiel der deutschen Nordsee informiert.

Dieses ansprechende Buch mit vielen Bildern und Grafiken und relativ kurzen, aber sehr informativen Texten gehört unbedingt ins Reisegepäck, wenn es Richtung Nord- oder Ostfriesland in den Urlaub geht.

Das Buch erhielt den EMYS – Sachbuchpreis im November 2015.

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Ebbe und Flut – Nordsee, Küste, Wattenmeer von Bärbel Oftring, Willegoos Verlag, ISBN: 978-3-944445-10-6, 16,90€

Der Buchkönig geht an „Sandor“

Es ist wieder soweit! Der nächste Buchkönig wird von Wenke Bönisch (Kinderbuchbibliothek), Dagmar Eckhardt (Buchkind-Blog) und mir verliehen. Dieses Mal geht der Preis an eine Buchreihe und zwar an:

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Erster Band: Sandor – Fledermaus mit Köpfchen von Dorothea Flechsig, Glückschuh Verlag, ISBN: 978-3-943030-09-9, 12,95€

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Weitere Bände:

Sandor – Abenteuer in Transsilvanien

Sandor – Not macht erfinderisch

Herzlichen Glückwunsch!

Es wurde also wieder ein Buch für fortgeschrittene Erstleser ausgewählt und mich freut besonders, dass es in diesem Genre doch einige gute Bücher gibt, auch wenn man sich dafür vielleicht mal bei kleineren Verlagen umsehen muss.

Ein paar kurze Worte zum Inhalt: Jendrik hat es in der Schule nicht einfach, denn er wird von anderen Kindern gehänselt . Zum Glück bekommt er dann ganz unverhofft den besten Freund, den man sich wünschen kann: Die Fledermaus Sandor. Gemeinsam erleben die beiden nun richtig spannende Abenteuer: Von gefundenem Diebesgut über eine Reise nach Transsilvanien bis hin zu Schwierigkeiten in der Schule und in der Familie – alles erleben und meistern Jendrik und Sandor gemeinsam.

In den Büchern geht es um Freundschaft, aber auch ums Ausgegrenztsein oder um den Artenschutz. Im Vordergrund stehen aber vor allem sehr gut zu lesende Bücher, die einfach Spaß machen. Sie sind einfach zu lesen, aber dennoch spannend. Hinzu kommen die äußerst sympathischen Figuren, in erster Linie natürlich Jendrik und Sandor. Beide schließt man direkt in sein Herz und nach einem Buch möchte man ganz schnell das nächste lesen um nicht sofort wieder Abschied von diesen ungleichen Freunden nehmen zu müssen.

Neben der Buchreihe über Jendrik und die Fledermaus Sandor kann der Glückschuh Verlag aber auch mit anderen Büchern überzeugen, in denen häufig Tiere oder die zu schützende Umwelt eine große Rolle spielen. Ich habe auf diesem Blog bereits das Bilderbuch „Chacha-Casha – Das kleine Chamäleon“ und „Petronella Glückschuh – Deutschland – Umwelt –Tiere: Kinderatlas“ vorgestellt. Außerdem habe ich neulich das Bilderbuch „Pünktchen hat Geburtstag“ gewonnen – ein richtig toller Buchgewinn, denn ich mag Fotobilderbücher sehr gerne. Auch hier konnte Dorothea Flechsig, die Autorin und Gründerin des Glückschuh Verlags, mich wieder überzeugen. Schaut doch auch mal in die Bücher aus diesem Verlag mit dem märchenhaften Namen! Ich wünsche schon einmal viel Spaß dabei!

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Reihe: Sandor von Dorothea Flechsig

Erster Band: Sandor – Fledermaus mit Köpfchen

illustriert von Christian Puille

Glückschuh Verlag

ISBN: 978-3-943030-09-9

12,95€

Rezensionen und Buchvorstellungen zu verschiedenen Bänden findet ihr hier:

Sandor – Fledermaus mit Köpfchen (Buchkind-Blog)

Sandor- Fledermaus mit Köpfchen (Geschichtenwolke)

Sandor- Fledermaus mit Köpfchen (Kinderbibliothek)

Sandor – Not macht erfinderisch (Kinderbibliothek)

Sandor – Abenteuer in Transsilvanien (Kinderbibliothek)

 

 

DIE eine Familie gibt es nicht

Was ist eine Familie und wie entsteht sie? Eine harmlose, einfache Frage, die aber gar nicht so einfach zu beantworten ist, denn DIE Familie gibt es nicht. Es gibt viele unterschiedliche Formen von Familien und längst nicht jede Familie entsteht auf die gleiche Art und Weise. Viele Kinder werden von Mann und Frau auf natürliche Weise gezeugt und leben gemeinsam mit ihren leiblichen Eltern in einem Haushalt, aber es gibt auch Kinder, die nur zum Teil mit leiblichen Verwandten zusammen leben (Stichwort Patchworkfamilie), wieder andere Kinder haben zwei Papas oder zwei Mamas, manche Kinder leben nur bei einem Elternteil, einige Kinder wurden adoptiert und manche Kinder leben zwar bei ihren leiblichen Eltern, entstanden aber durch eine künstliche Befruchtung. All dies sind Konstruktionen, die berechtigt für sich den Begriff „Familie“ beanspruchen. Wichtig ist nicht, wie eine Familie entstanden ist, sondern dass man zusammenaufwächst und sich gegenseitig liebt.

Das Buch „Das Familienbuch“ möchte über viele verschiedene Familienkonstellationen informieren und ich finde, dass es das sehr gut macht. Besonders beeindruckt bin ich davon, wie umfassend hier verschiedene Familien und ihre Entstehungsgeschichten vorgestellt werden. Auf dem Buchmarkt gibt es zum Thema Adoption nicht allzu viele Kinder- und Bilderbücher und wenn es welche gibt, dann geht es meist um einen Mann und eine Frau, die gemeinsam ein Kind adoptieren. Hier werden zum Beispiel auch gleichgeschlechtliche Paare thematisiert. Auch dass bei Büchern zu verschiedenen Familienkonstellationen oder bei Büchern zur Aufklärung die künstliche Befruchtung oder die Samenspende ein Thema sind, ist mir nicht bekannt. Hier sind dies eine von mehreren Möglichkeiten eine Familie zu werden. So bietet dieses Buch einen guten Gesprächseinstieg zu dem Thema Familie. Es zeigt auf, dass eine Familie eben nicht automatisch aus Mama, Papa, Kind bestehen muss und dass nicht jedes Kind, bei der Frau, bei der es lebt, auch im Bauch war. Gerade für Familien, die nicht dem klassischen Modell entsprechen, kann dieses Buch eine große Bereicherung sein.

Da es in dem Buch auch darum geht, wie ein Mensch entstehen kann (durch Geschlechtsverkehr oder eben auch durch eine Reagenzglasbefruchtung), ist es auch ein Aufklärungsbuch. Sehr unaufgeregt, aber gut verständlich und aufklärend, wird hier vom Sex (sowohl als Fortpflanzungsmöglichkeit als auch als schöne Sache zwischen erwachsenen Menschen) geschrieben. Dieser Teil ist eher noch nicht so für kleinere Kinder geeignet. Ich denke, das Buch richtet sich eher an Grundschulkinder. Bei kleineren Kindern muss man noch nicht so sehr ins Detail gehen, wobei auch das hier recht behutsam gemacht wird.

Auch wenn ich für eine Gleichberechtigung von Frau und Mann bin, muss ich leider sagen, dass mich einfach dieses korrekte Schriftbild nervt, z.B. Freund_innen. Das stört meinen Lesefluss, aber das ist letztendlich nur ein kleines Detail am Rande. Die Bilder von den vielen verschiedenen Menschen sind humorvoll gezeichnet. Ich würde sie nicht unbedingt als „schön“ bezeichnen, aber sie illustrieren das Buch sehr passend. Auf jeder Doppelseite befinden sich bunte Bilder. Auch die Seiten selbst sind farbig.

Insgesamt ist das Buch „Das Familienbuch“ sehr empfehlenswert, denn es zeigt verständlich und ohne Wertung auf, welche Familienkonstellationen in der Realität vorkommen, wobei die sogenannte Patchworkfamilie hier ein wenig in den Hintergrund tritt, während Adoption und künstliche Befruchtung hier einen größeren Rahmen erhalten.

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Das Familienbuch von Edward Summanen und Johanna Arpiainen, übersetzt aus dem Schwedischen von Eno R. Liedtke, Alibri Verlag, ISBN: 978-3-86569-250-4, 12€

Taschenbücher für Erstleser (Teil 1)

Vor fast einem Jahr habe ich euch ganz begeistert von dem Buch „Ein verrückter Tag für Hexe Nudelzopf“ erzählt. Endlich ein tolles Buch für Leseanfänger! Nun hat der Obelisk-Verlag natürlich nicht nur dieses Buch im Programm und vor allem hat er eine ganze Liste an Büchern für Leseanfänger verschiedener Stufen. Pro Programm werden fünf solcher Bücher innerhalb der Clubreihe „Die Kinderbibliothek“ (bzw. in Österreich: „Österreichische Kinderbibliothek“) veröffentlicht, die preisgünstig zu erwerben sind. Ein paar davon habe ich mir mal näher angeschaut, um heraus zu finden, ob die Bücher aus der Reihe die hohen Erwartungen erfüllen können, die durch Hexe Nudelzopf geweckt wurden.

Zunächst habe ich mit einem weiteren Buch der ulkigen Hexe begonnen: „Die Hexe Nudelzopf und die Prinzenfrösche“. Dieses Mal möchte sie aus einem der vielen Frösche im Garten einen Prinz zaubern. Natürlich werden ihre Zauberversuche auch wieder von dem Geräusch begleitet, das Kindern beim ersten Lesen vermutlich ein paar Schwierigkeiten bereitet: Prutzelknax! Und genauso ist es auch klar, dass die Zauberversuche zunächst misslingen. Aber auch der Prinz, der ihr letztendlich ins Haus folgt, ist nicht ganz so wie die Hexe Nudelzopf sich das vorgestellt hat. Erst als sie die Hexe Zitterhaar von ihrem Frosch-Dasein erlöst hat, ist die Hexe Nudelzopf zufrieden und die Frösche haben endlich wieder ihre Ruhe.

Hexe Nudelzopf steht für witzige, skurrile Geschichten mit ebenso verrückten Bildern. Das macht Kindern viel Spaß. Auch Bücherwürmchen mag Hexe Nudelzopf. Er lässt sich das Buch gerne vorlesen. Größere Kinder, die bereits lesen können, müssen hier ihre ganzen Lesefähigkeiten abrufen. Der Text ist groß geschrieben. Pro Seite sind nur wenige Zeilen zu erlesen, während auf der gegenüberliegenden Seite ein großes Bild zu sehen ist. Dies wirkt motivierend. Kinder werden nicht vom Text erschlagen und wagen sich mutig an die Sätze heran. Hier warten allerdings einige Schwierigkeiten auf sie. Der Text enthält einige Wörter, die Kinder nicht auf Anhieb erlesen werden. Hier ist ein wenig Ausdauer gefragt, aber dank der Geschichte werden sich Kinder wohl nicht von „Schmetterlingsflügeln“ und „fünfhundertsiebenundzwanzig Fröschen“ abhalten lassen.

Spaß macht Kindern darüber hinaus das angehängte Kreuzworträtsel, welches alle aufmerksamen Leser erfolgreich lösen werden.

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Auch „Krok bleibt am Ball“ testet das Leseverständnis mit einem Kreuzworträtsel, was mir gut gefällt, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder große Freude daran haben, Fragen zu einer Geschichte spielerisch beantworten zu können. Selbst Bücherwürmchen lässt sich diese Fragen immer vorlesen und er gibt dann ganz stolz die Antworten.

Den Text finde ich hier nicht ganz so gut eingeteilt wie bei Hexe Nudelzopf. Er ist etwas kleiner geschrieben. Außerdem zieht er sich teilweise über ganze Doppelseiten (mit kleinen fußballspielenden Krokodilen in den Ecken), während es im Gegenzug auch Doppelseiten mit Bildern gibt. Auch ist hier insgesamt bereits eine längere Geschichte zu bewältigen, welche mich leider nicht wirklich überzeugen kann. Das Thema des Buches wird viele Kinder, vor allem Jungen, ansprechen: Fußball. Hinzu kommt Krok, das Krokodil. Eine Mischung, die viel Spaß verspricht. Vor alle, wenn sich das Krokodil höchstpersönlich auf dem Fußballfeld befindet. Allerdings wird hieraus nicht all zu viel gemacht. Zwar wundert sich Krok über so einige Dinge (z.B. über die Kästen mit Fischernetzen = Tore), aber es ist doch mehr als merkwürdig, dass sich niemand vor dem Krokodil fürchtet bzw. dass niemand dieses überhaupt auf dem Spielfeld identifiziert. Dies tut ganz am Rande nur die Tochter des Tierwärters. Noch mehr stören mich allerdings die Sprünge in der Geschichte, die es gerade Leseanfängern schwer machen, dem Ganzen zu folgen. Krok zieht sich ein Trikot an und schaut den Kindern im Zoo beim Fußball spielen zu. Das nächste, was man von Krok erfährt ist folgendes: „Vor dem Zoo traf Krok eine Menge Menschen.“ Da fragt man sich doch, ob man etwas nicht mitbekommen oder nicht richtig gelesen hat. Hm, schade, dieses Buch ist für mich jedenfalls kein Treffer innerhalb dieser Reihe, wenn auch Kinder vermutlich über die Beschreibungen Kroks lachen werden. Hier sind sie mal diejenigen, die etwas besser und korrekter benennen können als jemand anderes.

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Nach zwei weiteren Büchern kann man sicherlich noch nicht wirklich etwas über diese Reihe sagen. Ein Buch hat mir gut gefallen, eins weniger, aber es gibt ja noch mehr Bücher und gleich in meinem nächsten Beitrag geht es mit zwei weiteren Büchern weiter. Und so viel sei bereits verraten: Auch wenn sie keine Kreuzworträtsel enthalten, sie gefallen mir gut!

Die Hexe Nudelzopf und die Prinzenfrösche von Friederike Wagner, Obelisk Verlag, ISBN: 9783851977073, 5,50€

Krok bleibt am Ball von Georg Bydlinski und Piotr Stolarczyk, Obelisk Verlag, ISBN: 9783851977325, 5,50€

Wer ist Franz?

Der Franz ist ein Bub, der im ersten Buch sechs Jahre alt ist, aber von Buch zu Buch älter wird. Allerdings sieht dieser Bub wie ein kleines Mädchen aus: blonde Ringellocken, Kornblumenaugen, Herzkirschenmund und rosarote Plusterbacken. Leider piepst seine Stimme auch noch ganz fürchterlich, wenn er sich aufregt.

Seinen großen Bruder Josef hat er wahnsinnig lieb, obwohl dieser für Franz Worte wie „Zwerg“ oder „Blödmann“ benutzt und sich nicht gerade sehr freundlich ihm gegenüber verhält. Seine beste Freundin heißt Gabi und wohnt direkt in der Wohnung nebenan und sein Freund Eberhard Most geht mit ihm in eine Klasse. Eberhard Most ist Franz‘ Beschützer und das ist nur gut so, denn Franz ist der kleinste und schwächste Bub in der Klasse. Ja, man kann wirklich nicht davon sprechen, dass Franz ein Held ist – im Gegenteil, häufig wird er nicht für voll genommen und auch gerne mal geärgert. Wir können oft von Franz‘ Tränen lesen, aber Franz rappelt sich auch immer wieder auf und hat pfiffige Ideen die Dinge auf seine Art und Weise anzugehen, vor allem hat er auch einige sehr liebe Personen in seine Nähe. Dazu zählen nicht nur die Eltern sowie die Oma, sondern auch beispielsweise Gabis Mutter oder Jugendfreundinnen der Mutter, die Franz als Tanten bezeichnet.

Franz ist ein liebes und gutes Kerlchen, welches sich dennoch nicht nur brav und still verhält. Mit ihm begegnen wir den Problemen des Alltags und der Kindheit und zwar immer auf erfrischende Art und Weise. Franz gewinnt man sehr schnell lieb und man folgt ihm gerne von einem kleinen Abenteuer ins nächste. Wie soll Franz Gabi beweisen, dass er lesen kann, obwohl er es ja eigentlich noch gar nicht kann? Wohin soll Franz nur gehen, wenn bei ihm zu Hause gerade alle blöd sind? Was soll Franz nur machen, als das allerlieblichste Mädchen von ihm verlangt, einen Kaugummi zu klauen? Wie beweist man anderen, dass man ein Junge ist? Ja, Franz hat jede Menge zu bewältigen und so sind auch eine ganze Reihe Bücher von Christine Nöstlinger entstanden, die Titel wie „Schulgeschichten vom Franz“, „Feriengeschichten vom Franz“ oder „Krankengeschichten vom Franz“ tragen. Alle Bücher sind als Erstlesebücher (für die zweite/dritte Klasse) mit Illustrationen von Erhard Dietl im Oetinger Verlag erschienen.

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Vorgestelltes Buch auf diesem Blog: „Liebesgeschichten vom Franz