Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Vivaldis vier Jahreszeiten im Bilderbuch

Ich mag klassische Musik, aber ehrlich gesagt, höre ich sie nicht oft. Dennoch wünsche ich mir, dass meine Kinder einen Zugang zu ihr finden und etwas mit ihr anfangen können. Meines Erachtens sind auch hier wieder Bilderbücher ein guter Weg der Vermittlung.

Das Buch „Die vier Jahreszeiten – Ein Musik-Bilderbuch zum Hören“ aus dem Prestel Verlag ist wunderschön aufgemacht und reizt einen geradezu, das Buch aufzuschlagen und sich mit dem Mädchen Isabella auf den Weg durch die Jahreszeiten zu machen. Das Buch wirkt hochwertig, was u.a. an den goldfarbenen Elementen auf dem Cover liegt, und die vielen kleinen Punkte, Blätter, Blüten etc. sehen einfach klasse aus. Hier steckt Leben drin, hier erahnt man sofort den Lauf der Natur.

Bilder und Musik: Perfektes Zusammenspiel

In dem Buch läuft das Mädchen Isabella an einem Tag durch alle Jahreszeiten und erlebt dabei die Freude über die aufblühende Natur im Frühling, die Hitze und die Gewitter des Sommers, die Ernte im Herbst sowie Kälte und Schnee im Winter. Die Bilder sind dabei wunderbar gestaltet und ziehen sich immer über die gesamte Doppelseite. Sie sind sehr beeindruckend. Man hat direkt das Gefühl, tatsächlich in den jeweiligen Jahreszeiten gelandet zu sein. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein Knopf, mit dem man die passende Musik zur Geschichte aus Vivaldis vier Jahreszeiten abspielen kann. Leider braucht man ziemlich viel Kraft um den Knopf zu betätigen, was Kinder nicht unbedingt selber schaffen. Die Bilder und die Geschichte wurden perfekt zur Musik ausgedacht. Es passt alles sehr gut zusammen und auch Kinder können so gut die Botschaft der Musik verstehen. Am Ende des Buches gibt es auch noch kurze Erläuterungen zu den Musikstücken sowie zu Antonio Vivaldi. Leider sind die Musikausschnitte jeweils nur wenige Sekunden lang. Hier hätte ich mir eindeutig mehr Musik gewünscht. Aber das Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ist somit ein sehr guter erster Zugang zu den vier Jahreszeiten. Insgesamt ist es wirklich ein tolles Buch, was vor allem den sehr schönen und perfekt passenden Bildern zu verdanken ist.

Antonio Vivaldi Die vier Jahreszeiten von Katie Cotton

Die vier Jahreszeiten – Ein Musik-Bilderbuch zum Hören, Musik von Antonio Vivaldi, Illustrationen von Jessica Courtney-Tickle, Text von Katie Cotton, übersetzt von Birgit Franz, Prestel Verlag, ISBN: 978-3-7913-7284-6, 24,99€

Mit Millie an die Ostsee (Rezension)

Fahrt ihr diesen Sommer in den Urlaub? Vielleicht geht es ja sogar so wie bei Millie an die Ostsee. Dann wäre natürlich das Buch „Millie an der Ostsee“ die perfekte Urlaubslektüre, aber auch für ein paar Lesestunden zu Hause eignet sich das Buch gut.

Ich habe das Buch gerade meinem Bücherwürmchen vorgelesen und es ist ganz begeistert von Millie. Obwohl hier ein Mädchen die Hauptfigur ist, ist dies also auch ein Buch, mit dem Jungs im Vorschul- oder Grundschulalter (1., 2. Klasse) etwas anfangen können. Ist ja auch eigentlich klar, denn Millie ist einfach lustig.

Kindlicher Humor

Es gibt in dem Buch zwar keinen Ich-Erzähler, aber es ist dennoch aus Millies Sicht geschrieben und dementsprechend umgangssprachlich. Es ist kein normaler Fließtext. Zwar wird zwischendurch auch ein wenig erzählt, aber überall wird alles mit kindlichen Gedanken, Einfällen etc. kommentiert. Viele Sätze sind kurz und gleichen eher Ausrufen und Gedanken. Dadurch entsteht viel Witz. Das Buch ist kindlicher Humor pur. Millie ist ein ganz normales Kind, das motzt, sich freut, lebendig ist und sich ein wenig die Welt so macht, wie sie ihr gefällt. Auch ihre kleine Schwester Trudel kommt sehr realistisch wie ein Kleinkind herüber, wobei die Autorin es sehr gut hinbekommen hat, die Situationskomik von kleinen Kindern in diesem Buch ganz natürlich wirken zu lassen. Das gelingt wenigen Autoren so gut.

Ob ich die Veränderung von Stadtnamen mag, weiß ich noch nicht so recht (z.B. wird bei Millie aus Boltenhagen „Polterabend“ oder aus Stralsund „Stahls-Hund“). Es ist auf jeden Fall schwierig, wenn Kinder die Originalnamen nicht kennen.

Einzelne umgangssprachliche Wörter habe ich beim Vorlesen übrigens verändert. Ich fand, dass mein Sohn den Ausdruck „Titti-Brüste“ nicht durch mich kennen lernen muss.

Familientaugliche Ausflugsziele

Das Buch ist bunt illustriert (ich glaube im Gegensatz zu den Ausgaben aus dem Dressler Verlag). Vorne und hinten im Buch befindet sich zudem eine grobe Karte der Ostseeküste, so dass man den Urlaub von Millies Familie gut verfolgen kann. Im Prinzip reist die Familie die ganze deutsche Ostseeküste entlang. Sie starten in Stralsund und Rügen und fahren über Lübeck bis hinauf nach Dänemark. Dabei entdecken sie Hühnergötter und Donnerkeile, Millie schreibt eine Flaschenpost, sie lernt wie man ein Buddelschiff selber baut und nimmt sogar kurz an einem Segelkurs teil. Das Strandfest, welches sie erleben, erkennt Bücherwürmchen von einer eigenen Ostseereise wider, was ihn beim Vorlesen natürlich besonders erfreute. Vielleicht wird das Marzipanmuseum in Lübeck dieses Jahr auch ein Ausflugsziel von unserem Urlaub und auch der Eselhof, auf dem Millie einen Esel zum „Iah“-Machen herausfordert, ist nicht allzu weit von unserem Urlaubsort entfernt. Bücherwürmchen findet es toll, dass in dem Buch Sachen thematisiert werden, die man selber so erleben kann. Dies ist einer der Gründe, warum er das Buch sehr gerne mag.

Insgesamt ist „Millie an der Ostsee“ ein tolles Buch für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren. Es macht auch sehr viel Spaß dieses Buch vorzulesen. Bücherwürmchen hat sich nur ein wenig gewundert, warum Millie so oft von einem schlechten Tag gesprochen hat. Für ihn klingt ihr Urlaub ziemlich toll und er möchte viele Dinge daraus auch mal erleben. Außerdem staunt er darüber, dass sie immer in einem Hotel wohnen.

Millie an der Ostsee von Dagmar Chidolue und Gitte Spee, Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5492-9, 14,99€

Wer liebt es zu lesen? Leseratte Otilie

Ist euer Kind eine Leseratte? Dann kann es bestimmt Otilie, die Leseratte, gut verstehen, die von A bis Z liest und sich beim Schlafen gehen schon aufs Weiterlesen freut. Ja, Otilie liest sich in dem Buch „Das ABC der Leseratte – Von Affenzahn bis Zuckerwatte“ durch das ganze Alphabet. In lustigen Reimen kommt jeder Buchstabe einmal bunt hervorgehoben vor. Und wer gut aufpasst, entdeckt auch den einen oder anderen Held aus bekannten Büchern und Märchen.

Zu Otilie gibt es übrigens noch weitere Produkte wie z.B. ein Plüschtier. Das würde sich sicherlich auch sehr gut in einer ersten Klasse oder in der Kinderecke einer Bibliothek machen.

Gereimter Text

Das Buch ist wirklich schön gemacht. Die Reime machen den Kindern Spaß und noch mehr Witz bekommt das Buch, wenn man gemeinsam überlegt welche Bücher hier erwähnt werden. Nicht alle Reime haben konkrete Bücher im Kopf, aber Kinder finden oft auch zu diesen Versen ein mehr oder weniger passendes Buch. Es macht richtig viel Spaß gemeinsam passende Buchtitel zu finden. Sind die Kinder schon etwas älter, kann man sogar mit ihnen ein eigenes Lese-ABC mit Büchern, die sie selbst gelesen haben, erstellen. Das ist mit den Reimen nicht ganz einfach, aber einzelne Verse schafft man bestimmt. Es muss ja nicht gleich von A bis Z gehen.

Die bunten Bilder in dem Buch sind fröhlich und lebendig. Die Verse sind mit großem Abstand gedruckt, so dass Leseanfänger sich durchaus gerne an die Vierzeiler heranwagen.

Insgesamt ist das Buch über die Leseratte Otilie ein schönes ABC-Buch und über die Lust am Lesen. Es eignet sich natürlich auch gut als Geschenk zum Schulbeginn.

Leseratte Otilie: Das ABC der Leseratte – Von Affenzahn bis Zuckerwatte von Susanne Lütje und Wiebke Rauers, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0773-3, 7,99€

Ein Beitrag zur Oetinger-Summer-Reading-Challenge

Leseförderung mit Pixibüchern

Heute möchte ich euch noch einen kleinen Tipp in Bezug auf die Pixibücher geben. Wusstet ihr schon, dass es viele Pixibücher auch bei Antolin.de zu finden gibt? Wenn also euer Kind über die Schule einen Antolin-Account hat (bekommt man leider nicht privat), kann es dort zu vielen Pixibüchern Fragen beantworten.

Eigentlich sind die Pixibücher für Kinder gemacht, die noch nicht lesen können (siehe Artikel in der Nido – sehr lesenswert!), aber dennoch eignen sich viele Pixibücher auch hervorragend für die Grundschulzeit. Die Texte sind überschaubar und lassen sich auch von Leseanfängern, die nicht mehr ganz so große Schrift benötigen, sehr gut bewältigen. Auch in meinem Montessori-Kurs, den ich für das Montessori-Diplom belegt habe, gehörten Pixibücher zum Lesematerial für die Kinder dazu.

Bei den Pixibüchern aus der DUDEN-Reihe werden zum Teil sogar im Buch schon Fragen zum inhaltlichen Verständnis gestellt (z.B. bei „Ein ganz besonderer Ferientag„), was dann mit Antolin noch intensiver betrieben werden kann und im DUDEN-Pixibuch „A bis Z“ kann man sich spielerisch mit dem ABC beschäftigen. Zu den einzelnen Buchstaben gibt es mindestens ein passendes Bild und einen dazugehörigen Reim.

Die kleinen, normalen Pixibücher, von denen fast jeder welche hat, eignen sich also auch sehr gut zur Leseförderung. Über ein anderes Pixibuch-Format, welches ich in jeden Klassenraum stellen würde, werde ich noch zu einem anderen Zeitpunkt etwas schreiben.

  

Mit Lilly und Nikolas nach Butjadingen an die Nordsee

Ich möchte reisen, reisen und reisen und dabei ganz viele Ausflüge mit der Familie machen. Warum? Erstens weil ich das immer gerne mache und zweitens weil ich durch die tollen Bücher aus dem Biber & Butzemann Verlag nun ganz viele tolle Ausflugstipps bekommen habe.

Ganz aktuell habe ich gerade das Buch „Abenteuer in Butjadingen mit Bremerhaven und Bremen – Lilly, Nikolas und die Weltreise“ gelesen. Und jetzt möchte ich so gerne in die Gegend fahren und die gleiche Weltreise wie Lilly und Nikolas erleben.

Ausflüge rund um Butjadingen, Bremerhaven und Bremen

Lilly und Nikolas machen mit ihren Eltern Urlaub im Center Parcs Nordseeküste in Tossen auf der Halbinsel Butjadingen. Leider haben sie etwas Pech mit dem Wetter. Es regnet und regnet. Aber die Eltern versprechen ihnen eine wunderbare Weltreise in diesem Urlaub. Die Kinder sind zwar am Anfang etwas skeptisch, aber die Eltern haben nicht zu viel versprochen. Tatsächlich macht die Familie lauter Ausflüge, bei denen sie in andere Länder und Kontinente „reist“. Im Schwimmbad des Center Parc fühlen sie sich wie in den Tropen, im Deutschen Auswandererhaus geht es gemeinsam mit der Geschichte von realen Personen nach Amerika, im Klimahaus reisen sie direkt einmal um die ganze Welt, immer entlang des achten Längengrades Ost und Asien entdecken sie im Botanischen Garten von Bremen. Aber die Kinder machen auch bei einer spannenden Schatzsuche mit, sie nehmen an einer Führung auf einem Bauernhof teil, sie lernen etwas über die Tiere im Meer im Nationalpark-Haus, sie experimentieren im Universum Bremen, machen einen Ausflug in den Zoo und unternehmen noch so einiges andere. Ja, Lillys und Nikolas Familie ist im Urlaub immer sehr aktiv.

Die Angebote, die die Familie im Center Parcs nutzt, kommen mir ein wenig werbemäßig daher, aber es gehört natürlich andererseits zu einem normalen Familienurlaub in so einer Ferienanlage dazu, dass die Kinder dort auch mal basteln, Drachen steigen lassen, etwas über Zugvögel lernen oder an anderen Angeboten teilnehmen.

Im Anschluss an die Geschichte findet man noch ein paar Informationen zu Muscheln, so wie ein Laybrinth und ein Fehler-Such-Bild – eine nette Ergänzung.

Tolles Buch-Konzept

Das Buch hat ein Softcover, was ich aber nicht schlimm finde. Hardcover-Bücher sehen zwar wertiger aus und das Lesebändchen in ihnen ist auch praktisch, aber so ein Softcover-Buch passt noch besser ins Reisegepäck und gerade im Urlaub ist ein solches Buch doch besonders interessant. Kinder finde es toll, wenn sie parallelen zu eigenen Ausflügen entdecken und sie ganz stolz sagen können „Da waren wir doch auch!“ Genauso freuen sie sich, wenn man sie mit diesem Buch neugierig auf die Ausflüge macht. So wird das Interesse an den Museen toll geweckt. Das Konzept dieser Bücher ist einfach super.

Die Geschichte selbst ist nicht wahnsinnig spannend, aber sie lässt sich nett lesen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder sie sich sogar gerne anhören, wenn man zu dem Ferienort gar keinen Bezug hat. Es ist für sie einfach interessant zu hören, was andere Kinder für Abenteuer erleben und welche Möglichkeiten es in Bezug auf Ausflüge überhaupt gibt, wobei der Wunsch für das nächste Urlaubsziel so für die Kinder natürlich auch ganz schnell feststeht. Das Besondere an den Büchern sind einfach die ausführlichen Ausflugstipps, die in der Geschichte enthalten sind. Man kann sich auch anders über die Museen oder ähnliches erkundigen, aber hier erhält man viel detaillierte Eindrücke. Man betritt tatsächlich mit der Familie die Ausflugsziele und erfährt genau, was Kinder dort machen und entdecken können.

Hier werden nicht oberflächlich irgendwelche Ziele, die im Internet oder ähnliches zusammengesucht wurden, genannt. Man merkt, dass die Autorin vor Ort recherchiert hat.

Von Cuxhaven aus hatten wir mal einen Ausflug nach Bremerhaven zum Klimahaus gemacht, welches ich hier in diesem Buch sehr gut wiedererkenne, und zwar sowohl im Text als auch in den sehr wirklichkeitsgetreuen Illustrationen. Und ich ärgere mich fast, dass wir andere schöne Ausflugsziele damals nicht angesteuert haben, wobei die Kinder damals für vieles auch noch zu klein waren. Also müssen wir wohl noch mal in diese Gegend fahren!

Abenteuer in Butjadingen mit Bremerhaven und Bremen – Lilly, Nikolas und die Weltreise von Steffi Bieber Geske, illustriert von Sabrina Pohle, Biber &  Butzemann, ISBN: 978-3-95916-002-5, 9,95€

Im Wald mit Tom und dem Waldschrat

Letzte Woche habe ich mit der ganzen Familie der Edition Pastorplatz im Rahmen des Tags des offenen Ateliers einen Besuch abgestattet. Es war sehr interessant, wie Bücherwürmchen die ausgestellten Illustrationen betrachtet hat und das er auch an der einen oder anderen Stelle etwas nachgefragt hat. Am liebsten hat er jedoch in den Büchern geblättert, die er noch nicht kannte, wobei er sich besonders intensiv dem Buch „Tom und der Waldschrat“ widmete. Als erstes fiel ihm auf, dass das Logo des Verlags, die Kastanie, direkt auf der ersten Doppelseite zu sehen war, was ihn sehr erfreute. Dann fing er jedoch an, mich bei jedem einzelnen Bild zu fragen, was dort zu sehen sei, warum der Waldschrat so wütend herum springe, was hier und was dort passiere. Anfangs habe ich noch mit einem schnellen Blick auf den Text versucht, die Antwort herauszufinden und ihm zu geben, doch nach einer Weile habe ich es mir etwas einfacher gemacht: Ich habe beschlossen, dass Bücherwürmchen das Buch kaufen darf. Stolz hat er das Buch nach Hause getragen, wo es natürlich sofort gelesen werden musste. Bücherwürmchen hat mir ganz gespannt gelauscht und ist bei der Geschichte richtig mitgegangen.

Der Ärger des Waldschrats und der Tiere

Gegen seinen Willen muss Tom mit seinen Eltern im Wald spazieren gehen. Er findet den Wald einfach nur langweilig. Was gibt es dort schon groß spannendes zu entdecken? Es stehen dort ja doch nur Bäume herum. Tom spielt also lieber heimlich auf seinem Smartphone herum (was Bücherwürmchen natürlich nie machen möchte…). Leider hat er so überhaupt keinen Blick für den Wald und den Weg, den er nimmt, so dass er sich auf einmal ganz alleine im Wald widerfindet und nicht weiß, was er nun tun soll. Zum Glück kümmert sich der Waldschrat, ein kleines Wesen mit Beinen und Armen aus Ästen und einem schrumpeligen Gesicht, um ihn. Tom darf mit ihm in eine Höhle kommen. In dem dort befindlichen Zauberraum trifft Tom auf verschiedene Tiere des Waldes, deren Sprache er an diesem Ort verstehen kann. Doch die Tiere und grundsätzlich auch der Waldschrat sind nicht gut auf die Menschen zu sprechen, denn allzu oft haben sie schon erlebt, dass Menschen ihren Müll im Wald abladen, dort herumlärmen und alles kaputt machen. Tom hat Verständnis für die Tiere, mit denen er Freundschaft schließt, und möchte ihnen helfen. Er hat da auch schon so eine Idee…

Aktives Zuhören beim Vorlesen

Bücherwürmchen hat der Geschichte sehr aktiv gelauscht, was sich durch Kommentare und seine Körperhaltung bemerkbar machte. Während es im Text heißt, dass die Augen am Waldschrat besonders auffällig sind, fand Bücherwürmchen die Kastanienpantoffeln noch viel merkwürdiger. Große Augen bekam er beim Anblick der großen Höhle. Die gefiel ihm richtig gut. Ich hatte das Gefühl, dass er sich an dieser Stelle völlig in die Geschichte hineinversetzt hat. Als Tom sich dann nach der Nacht im Wald zu Hause im Bett ausschläft, wird Bücherwürmchen ganz aufgeregt, denn schließlich hat Tom doch versprochen, dass er sofort zu den Tieren zurück kommen würde. Hoffentlich hält er sein Versprechen ein! Und dann fragt Tom sich auch noch, ob er wohl alles nur geträumt hat. Da muss ihm Bücherwürmchen ganz entschieden widersprechen. Ihm gefällt es gut, dass die Tiere und Tom es gemeinsam schaffen, die Menschen aus dem Wald zu halten, und er freut sich über das letzte Bild, auf dem der Waldschrat etwas vorwitzig winkt und „Bis bald!“ sagt.

Ja, „Tom und der Waldschrat“ ist auf jeden Fall eine Geschichte, die Kinder stark in ihren Bann zieht. Mir gab es im Text manchmal etwas große Sprünge, da immer wieder zwischen verschiedenen Situationen hin und her geschwenkt wurde und ich mich dann erst einmal ein wenig orientieren musste, aber Bücherwürmchen hatte damit scheinbar keine Probleme.

Die Illustrationen lassen uns noch intensiver an der Geschichte teilhaben. Sie sind einerseits amüsant, teilweise eindrucksvoll, vor allem aber genial. Gerade die Gesichtsausdrücke und die Bewegungen des Waldschrats sind einfach klasse und absolut passend. Ja, so wie Mele Brink den Waldschrat malt, so könnte man ihn sich tatsächlich vorstellen.

Erwachsene Sicht

Die Thematik des Umweltschutzes und des Verhaltens im Wald finde ich wichtig und sie wird in dem Buch auch deutlich, genauso übrigens auch wie die Botschaft, dass der Wald durchaus etwas zu bieten hat und es dort keineswegs langweilig ist. Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass es in dem Buch zu deutlich darum geht, auf das richtige Verhalten im Wald hinzuweisen, aber letztendlich kommt das Buch dann doch einfach als spannende Geschichte im Wald bei den Kindern an. Da ist mein Blick vielleicht etwas zu kritisch. Auch die Lösung mit der vorgetäuschten Tollwut fand ich nicht optimal (vor allem da ich eine vermehrte Jagd auf die Tiere fürchtete und für realistisch hielt, insbesondere da ich noch die Information vom Förster beim Waldspaziergang im Kopf hatte, dass in Deutschland vor längerer Zeit viele Dachse gestorben sind, da man die Tollwut besiegen wollte, indem man Fuchsbauten vergaste und Füchse durchaus auch Dachsbauten bewohnen). Es erscheint mir etwas einfach, dass es sich so verhindern lässt, dass die Menschen, die sich im Wald nicht korrekt verhalten, dem Wald nun fern bleiben, während die rücksichtsvollen Menschen weiterhin auf den Wegen spazieren gehen. Grundsätzlich hätte ich es schöner gefunden, wenn nicht versucht worden wäre, die Menschen aus dem Wald zu bekommen, sondern wenn die Menschen zur Einsicht gebracht worden wären. Aber wie gesagt, das ist wieder nur meine erwachsene Sichtweise. Bücherwürmchen fand auch die an die Geschichte anschließenden Informationen zur Tollwut spannend und er lachte darüber, dass sich das Kaninchen immer wieder die Sprühsahne, die als Schaum herhalten sollte, mit Genuss abschleckte.

Insgesamt können wir „Tom und der Waldschrat“, ein intensiv illustriertes Kinderbuch für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren,  absolut empfehlen. Wir haben es direkt und mit großer Freude in einem Rutsch durchgelesen und Bücherwürmchen berichtete anschließend dem Papa sofort von den witzigsten und spannendsten Szenen.

Tom und der Waldschrat von Claudia Mende und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-10-2, 17,50€

 

Die Weltreligionen in Wimmelbildern dargestellt

Ein ganz bestimmtes Wimmelbuch wird hier zur Zeit sehr intensiv angeschaut: „Das Wimmelbuch der Weltreligionen“. Das Interesse für dieses Thema ist gerade, vielleicht auch bedingt durch den Kindergottesdienst, bei dem es ebenfalls behandelt wurde, sehr hoch und wenn der kleine Bruder das Wort „Butter“ etwas ungenau ausspricht, denkt der Große direkt an „Buddha“ und an das Buch der Weltreligionen.

Das Buch zeigt auf einer Doppelseite jeweils eine Weltreligion, den Hinduismus, den Buddhismus, das Judentum, das Christentum und den Islam. Und auf jeder Seite gibt es unendlich viel zu entdecken, sie sind äußerst detailreich. Die Menschen leben ihre Religionen aus, sie feiern, sie gehen durch den Alltag, sie spielen und feiern Gottesdienst. Wichtige Bräuche, Symbole und Gebäude der Religionen sind hier zu finden. Und Bücherwürmchen möchte am liebsten jede einzelne Szene genau erklärt bekommen. Puh, gar nicht so einfach. Zum Glück liegt dem Buch ein Booklet mit Sachtexten bei, die viele der Bilder kurz erklären. Allerdings ist vieles trotzdem nicht ganz einfach zu verstehen, denn im Prinzip werfen die Sachtexte wieder neue Fragen auf. Was ist ein Opfer? Was ist die Tora? Warum gibt es viel Streit um den Tempelberg? Etc. Hier sollte man als begleitende Erwachsene schon ein wenig Hintergrundwissen mitbringen oder man eignet es sich anschließend gemeinsam mit den Kindern an. Neben den Kurztexten zu den Bildern im Wimmelbuch bekommt man im Booklet aber auch eine kleine Einführung zu den fünf Religionen.

Ein anregendes Buch

Das Wimmelbuch der Weltreligionen“ ist ein Buch das zu Gesprächen anregt. Es ist ein Buch, das Lust darauf macht, sich näher mit den Religionen zu beschäftigen. Allerdings ist es auch kein einfaches Thema. Laut Verlag ist dies ein Buch für Kinder ab 5 Jahren. Ja, Kinder in diesem Alter sind auch sehr interessiert an diesem Thema, was ich ja auch bei meinem Sohn gemerkt habe. Wir können uns wirklich sehr lange und ausführlich mit diesem Buch beschäftigen. Aber Kinder in diesem Alter kennen oftmals kaum ihre eigene Religion und wissen häufig wenig über religiöse Bräuche. Da ist es gar nicht so einfach, mit ihnen über die verschiedenen Religionen zu sprechen.

Dennoch ist das Wimmelbuch der Weltreligionen ein ganz tolles Buch für Kinder. Es ist ein Buch, welches Vielfalt aufzeigt und dazu einlädt andere Religionen (sowie die eigene) kennen zu lernen. Es ist aber auch ein Buch, welches viel Spaß macht, da man diese lebendigen Bilder einfach gerne betrachtet und neugierig ist, was es auf ihnen alles zu entdecken gibt.

Das Einzige, was ich ein bisschen schade finde, ist, dass jede Religion für sich steht und es keine Seite gibt, auf der die Religionen neben einander bestehen, aber vermutlich wäre das für Kinder auch zu verwirrend und unübersichtlich.

Wir können das Buch jedenfalls aus ganzem Herzen empfehlen. Ich kann es mir auch sehr gut im Schulunterricht oder im Kindergottesdienst vorstellen.

Das Wimmelbuch der Weltreligionen von Anna Wills und Nora Tomm, Beltz Verlag, ISBN: 978-3-407-82202-4, 13,95€

Lilly und Nikolas im Münsterland

Kennt ihr noch Lilly und Nikolas? Die beiden Geschwister, die mit ihren Eltern so gerne quer durch Deutschland reisen und dabei jede Menge erleben? Neulich habe ich bei der Blogtour zu dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ mitgemacht und letztes Jahr habe ich euch ihre Reise an die Mecklenburgische Ostseeküste vorgestellt. Weiter geht es jetzt mit „Abenteuer im Münsterland – Lilly, Nikolas und die Wildpferde“.

Inhalt des Buches

Dieses Mal hat die Familie von Lilly und Nikolas die Pfingstferien genutzt um ins Münsterland zu reisen, denn der Vater soll für einen Artikel Fotos vom Wildpferdefang machen. Während Lilly ganz begeistert davon ist, Pferde zu sehen und schon davon träumt auf einem Wildpferd zu reiten, geht Nikolas diesen Urlaub sehr skeptisch an. Aber schnell stellt sich heraus, dass das Münsterland auch andere spannende Dinge zu bieten hat. Münster selbst ist natürlich immer einen Besuch wert und ansonsten locken u.a. das Römermusem in Haltern, das Naturkundemusem in Münster oder der Barfußpfad ums Stift Tilbeck. Letztendlich runden dann aber doch die Wildpferde das Abenteuer ab bzw. sind sie das eigentliche Abenteuer, denn auf einmal steht Lilly dank eines Loses mit einem Wildpferd da. Was soll sie jetzt nur tun?

In dem Buch geht es in erster Linie um die Erlebnisse der Familie im Münsterland. Immer wieder werden die Wildpferde genannt, aber es gibt ansonsten kein Problem oder Geheimnis, welches gelöst werden muss, wie es in manchen anderen Büchern der Fall ist. Es geht also relativ ruhig zu. Dennoch war mein Sohn an dem Buch interessiert – selbst ohne Bezug zu den Orten. Man bekommt auch nicht nur Ausflugstipps geliefert, sondern man wird auch auf verschiedene Dinge aufmerksam gemacht (z.B. die Problematik von Plastik in den Meeren) und kann auch das eine oder andere aus dem Buch lernen.

Verlockende Ausflugsziele

Sehr gut gefällt mir, dass es die Unterkunft der Familie tatsächlich gibt. Ich habe sie mir direkt mal im Internet angeschaut. Auch die Ausflugsziele klingen sehr interessant und zum einen oder anderen Ort würde ich auch sehr gerne mal fahren. Letzte Woche habe ich gerade Urlaub im Münsterland gemacht und mir extra das Buch eingepackt, um vielleicht ein Ziel aus dem Buch anzusteuern. Das Familienhotel, in dem wir waren, war dann aber so toll, dass die Kinder dort so zufrieden gespielt haben, dass wir die ganze Zeit unser Auto stehen gelassen haben und die Kinder auf dem Hüpfkissen und auf der Kettcarbahn glücklich sein lassen. Dennoch werde ich mir die Ausflugstipps aus dem Buch merken. Bei einem Besuch bei meinen Eltern in Ostwestfalen lässt es sich sicherlich mal einrichten zum Allwetterzoo in Münster zu fahren, in dem ich trotz Studiums in Münster irgendwie noch nie war, und auch ein Zwischenstopp im Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde muss irgendwann mal drin sein. Es ist toll, dass man durch ein solches Buch, so viele schöne Anregungen für die Familie bekommt. Hier lernt man Ausflugsziele kennen, von denen man ansonsten vielleicht nie gehört hätte, und andere Ziele, wie u.a. der Zoo rufen sich in Erinnerung und man bekommt Lust auf eine Unternehmung.

Etwas schade finde ich es, dass es am Ende des Buches keine Übersicht der Ausflugsziele gibt. Dies würde einem das Aufsuchen der unterschiedlichen Orte doch sehr erleichtern. So muss man immer noch mal im Buch blättern um die Dinge zu finden, die einen interessieren.

Die Bücher von Lilly und Nikolas werden nicht nur von verschiedenen Autorinnen geschrieben, sondern auch von unterschiedlichen Illustratorinnen bebildert. Die Bilder sind gut und sie zeigen auch realistisch die Örtlichkeiten, aber ich hatte mich gerade so intensiv mit den Aquarellbildern in dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ beschäftigt, dass es mir ein wenig schwer fällt, mich nun wieder mit diesen Bildern zurecht zu finden. Gebäude, Tiere und Örtlichkeiten finde ich auch in diesem Buch richtig klasse, aber Lilly wirkt mir hier irgendwie zu „mädchenhaft“.

Insgesamt gefällt mir „Abenteuer im Münsterland“ gut. Ich finde einfach die Reihe von Lilly und Nikolas und das Konzept dahinter so klasse und ich freue mich schon auf die nächsten Bücher, die ich aus dieser Reihe lesen werde.

Abenteuer im Münsterland – Lilly, Nikolas und die Wildpferde von Juliane Jacobsen, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann, ISBN: 978-3-942428-74-3, 13,99€

Ab in den Zoo zu Pia Pinselohr und ihren Freunden

Vor Kurzem habe ich die Edition Pastorplatz besucht und euch hier auf meinem Blog von dem Besuch berichtet. Ihr wisst also schon, dass ich die Bücher aus diesem Verlag besonders gerne mag, denn sie sind einfach wunderschön gemacht.  Aber nun habe ich DAS Buch in dem Verlag entdeckt, welches mein Herz sofort erobert hat: „Pia Pinselohr“.

Das Buch ist einfach sooo toll! Allein die drei Hauptfiguren, das Pinselohrschwein Pia, das Alpaka Alfred und das lispelnde Erdmännchen Eddie, sind schon genial. Erdmännchen sind unglaublich süß und mit Pinselohrschweinen verbinde ich unsere ersten Tierparkbesuche in Aachen mit Bücherwürmchen. Es steht auch für seine unglaubliche Sprachentwicklung. Während andere Kinder in seinem Alter im Tierpark noch auf irgendetwas zeigten und „Da!“ sagten, sagte Bücherwürmchen: „Ich möchte zu den Pinselohrschweinen.“ Wie schön also, dass es ein Kinderbuch mit einem Pinselohrschwein gibt. Okay, es gibt schon die Geschichten von Tafiti und seinem Freund dem Pinselohrschwein Pinsel und Bücherwürmchen dachte auch zunächst, dass dieses Buch von den beiden Freunden handelt, aber erstens kann es von diesen Tieren ruhig noch mehr Bücher geben und zweitens ist „Pia Pinselohr“ etwas ganz besonderes. Das zeigte sich allein daran, dass ich das Buch Bücherwürmchen direkt zwei Mal vorlesen durfte, was bei ihm in letzter Zeit nicht mehr so häufig vorkommt.

Wunderschöne Gestaltung

Die Bilder in dem Buch überzeugen in ihrer Liebenswürdigkeit. Man spürt beim Anblick der Bilder die Sorgfalt und Liebe, die in ihnen steckt. Die Tiere sind niedlich gezeichnet, aber sie wirken dabei überhaupt nicht kitschig. Ihre Gesichtsausdrücke und ihre Körperhaltung spiegelt das Geschehen in der Geschichte perfekt wider.

Schön ist auch in diesem Buch die farbliche Unterscheidung der Sprecher, die wir bereits aus den anderen Büchern des Verlags kennen. Das sieht nicht nur gut aus, es hilft auch ungemein beim Vorlesen des Textes, denn so kann man auch beim ersten Vorlesen die Sprecher direkt unterscheiden und mit unterschiedlichen Stimmen vorlesen.

Spannende Zoo-Geschichte

Aber auch die Geschichte ist rund und überzeugend. Pia, Alfred und Eddie sind gute Freunde. Sie halten immer zusammen und ertragen gemeinsam die Gemeinheiten der großen Tiere wie Elefant, Tiger und Eisbär. Aber sie haben auch noch jemanden auf ihrer Seite: Tierpfleger Theo gibt den Dreien bei der Fütterung immer noch eine Extra-Streicheleinheit. Allerdings ist Theo schon alt und er hat nun seinen letzten Arbeitstag. Die Tiere sind traurig, aber bestimmt wird der neue Tierpfleger auch nett sein. Ist er aber nicht. Er kümmert sich nur schlampig um das Allernotwendigste und zwingt den großen Tieren Kunststücke auf. Pia, Alfred und Eddie sind verzweifelt. Was sollen sie nur tun? Wenn doch nur Theo mal vorbei käme. Eines Tages erfährt Pia durch Zufall, dass sie als Pinselohrschwein schwimmen und tauchen kann und so steht ihr Entschluss fest: Über Bach und Fluss wird sie zu Theo gelangen und ihn in den Zoo bringen…

Das Buch bietet also einiges an Spannung. Bücherwürmchen wird richtig wütend auf den neuen Tierpfleger und fiebert ordentlich bei Pias Plan mit. In dem Buch geht es um Freundschaft, Verzeihen können und den Mut, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es spricht aber auch ansatzweise Themen wie Tierschutz und artgerechte Tierhaltung an. Die Tiere werden etwas vermenschlicht dargestellt, aber dennoch geht es um das richtige Futter und Eigenschaften der Tiere und es richtet sich ganz klar gegen Dressur von Tieren.

Uns hat das Buch „Pia Pinselohr“ voll und ganz überzeugt und wir können es nur weiterempfehlen. Auf den Seiten ist bereits recht viel Text, aber da es so reich farbig bebildert ist, würde ich es Kindern ab 4/5 Jahren genauso wie ein ausführliches Bilderbuch vorlesen. Es eignet sich aber natürlich auch für etwas ältere Kinder (ab circa 8 Jahren) zum Selberlesen.

Pia Pinselohr, Text von Gordon Detels, Illustrationen von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-19-5, 16€