Rezension: Piano, kleiner Piet

Bücherwürmchen hat angefangen Klavier zu spielen. Lustigerweise kam genau am Tag seiner ersten Klavierstunde das Buch „Piano, kleiner Piet“ bei uns an. Das passt mal so richtig!

Wir haben uns das Buch natürlich direkt angeschaut und somit die Lust auf das Klavier spielen gesteigert. Außerdem glänzte mein Sohn dann direkt in den ersten Unterrichtsstunden mit Fachbegriffen wie piano (leise) und forte (laut) und auch den Violinschlüssel für die hohen Töne erkannte er wider.

Meinem Sohn gefällt das Buch sehr gut und er fand es auch richtig interessant. Selbst der Kleine für den so ein dickes Bilderbuch mit immerhin 76 Seiten eigentlich noch nichts ist und der in dem Buch auch vieles noch nicht versteht, mag dieses Buch, denn am Ende kommt das Lied „Guten Abend, gute Nacht“ vor, welches wir dann natürlich auch immer singen.

Träumerischer Ausflug in die Welt der Musik

Eines Abends als Piet nicht einschlafen kann, probiert er sich an dem Flügel im Wohnzimmer aus. In diesem Moment erwacht das Instrument zu Leben und kann sogar sprechen. Frederik, so heißt der Flügel, führt Piet in die Welt der Musik ein. Komponisten und Tasteninstrumente werden vorgestellt, es gibt auch einen Blick in die Tasteninstrumente hinein, und auch Noten spielen eine Rolle. Aber auch der Ausdruck der Musik, das Lauschen und das fantasievolle Spielen auf den Tasten kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Dazu lassen uns die fantasievollen Illustrationen, die beinahe leicht schwebend und träumerisch daherkommen, beinahe die Musik erfühlen.

Layout, Illustrationen und Text passen zusammen

Im Text wird mit Farben und großen Buchstaben gespielt. Allerdings ist hier nicht, wie in einigen Büchern des Verlags, der Text eines Sprechers in einer bestimmten Farbe gekennzeichnet. Das würde aber auch nicht zu der Leichtigkeit und der Poesie dieses Buches passen. So wie der Text jetzt gesetzt ist, unterstreicht er die Illustrationen und auch den Inhalt, denn Musik ist etwas sinnliches, was dieses Bilderbuch sehr schön ausdrückt.

Die Texte auf den einzelnen Seiten sind insgesamt recht kurz gehalten. Natürlich kann man auf diese Weise keinen Komponisten komplett vorstellen, aber das würde dieses Buch auch sprengen. Die kurzen Informationen reichen für Kinder erst einmal. Alle Sachinformationen zu Noten und Notenwerten etc. kommen verständlich herüber.

Spannender Artikel der Lektorin

Interessanterweise habe ich neulich einen Artikel der Lektorin dieses Buches gelesen. In diesem spannenden Artikel stellt sie ihre Arbeit als Bilderbuchlektorin vor und zwar beispielhaft an diesem Buch. Durch die Bilder und den Text müssen in einem solchen Buch den Kindern die Sachverhalte spielerisch, aber dennoch verständlich erklärt bzw. gezeigt werden. Als Beispiel nennt Daniela Dreuth das Kabel des E-Pianos auf dem Bild, welches klar macht, dass hier Strom benötigt wird. An einer Stelle in dem Buch hätte man die Zuordnung und Verständlichkeit noch etwas klarer herüberbringen können, indem man vielleicht die Wörter an anderen Stellen untergebracht hätte. Neben dem Flügel gibt es weitere Tasteninstrumente, die in dem Buch auch vorgestellt werden, so sieht man auf einer Doppelseite ein Cembalo, ein Clavichord, eine Orgel und ein Spinett. Wenn man die Seite genau betrachtet und der Linie und dem Text folgt, dann kann man erkennen, welches Instrument mit welchem Begriff gekennzeichnet wird, aber auf den ersten Blick kann es für den einen oder anderen unklar sein, was denn nun das Cembalo und was das Clavichord ist.

Eine weiterer Tipp von Daniela Dreuth war es, dass die Noten immer in den gleichen Farben geschrieben werden. Das finde ich sehr hilfreich, insbesondere, da die Noten (aus künstlerischen Gründen?) nicht besonders sauber notiert sind und somit nicht ganz leicht zu lesen sind. Kinder, die vielleicht schon ein wenig Klavier spielen können, haben aber vielleicht Lust die Noten nachzuspielen und da erleichtert die Farbgebung auf jeden Fall das Spielen. Allerdings ist dabei ein kleiner Fehler unterlaufen und das hohe C wurde in zwei unterschiedlichen Farben geschrieben. Außerdem sind die Noten auf der nachfolgenden Seite zwar in ähnlichen Farben aber nicht ganz im selben Farbton geschrieben. Besonders schwierig wird es dadurch, dass das erste g in dem Lied zum einen nicht richtig auf der Notenlinie steht und zum anderen eher ungewöhnlich der Notenhals nach unten zeigt. Ungeübtere Klavierspieler werden hier ihre Schwierigkeiten haben, was man hätte vermeiden können.

Weiterführende Informationen über QR-Code

Es ist immer schwierig ein Buch über Musik für Kinder zu schreiben, ohne das Kinder die Musik hören können. Viele Bücher greifen hier auf Soundelemente zurück. Das würde zu diesem ruhigen und poetischen Bilderbuch nicht gut passen. Aber es gibt die Möglichkeit durch einen QR-Code im Internet auf weitere Informationen und Klang- und Musikbeispiele zugreifen zu können.

Zauberhaftes Bilderbuch über die Welt der Musik

Mir gefällt dieses Bilderbuch sehr gut. Ich weiß allerdings nicht, ob es auch auf Interesse stößt, wenn sich Kinder und Eltern bisher noch gar nicht mit Musik auseinandergesetzt haben. Für alle, die aber vielleicht schon einmal etwas über den einen oder anderen Komponisten gehört haben, die gerne selbst ein Instrument spielen möchten oder es bereits erlernen, ist dies ein tolles Bilderbuch. Es führt in Begrifflichkeiten ein, zeigt aber auch die emotionale Seite von Musik und ist poetisch und träumerisch illustriert. Sicherlich auch ein schönes Geschenk für die Klavierlehrerin oder den Klavierlehrer.

Piano, kleiner Piet – Entdecke mit Piet die Welt der Musik von Gloria Jasionowski, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-26-3, 16€

 

 

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Leipziger Lesekompass: Nickel und Horn – Zwei Detektive mit Durchblick

Einst war Herr Locke ein großer Detektiv. Mittlerweile ist er allerdings alt und seine Haushaltshilfe Frau Perle sowie sein Hund Schlappi sorgen dafür, dass er absolute Ruhe hat. Doch in seinem Haushalt leben noch zwei Tiere, deren Detektiv-Sinn noch nicht eingeschlafen ist und die sich dankbar auf einen neuen Fall stürzen. Der Papagei Horn und das Meerschweinchen Nickel stehen sofort bereit, als sie von dem verschwundenen hinterafrikanischem Pupsetier des kleinen Pauls hören. Und sie müssen auch sofort loslegen, denn ohne seine Spezialbohnen kann das hinterafrikanische Pupsetier nicht überleben. Also, begeben sich die beiden tierischen Detektive in ein spannendes Abenteuer.

Tolle Namen

Als ich von dem Buch „Nickel und Horn – Zwei Detektive mit Durchblick“ gehört habe, war ich sehr neugierig darauf. Allein die Idee ein weitsichtiges Meerschweinchen Nickel und einen kurzsichtigen Papagei Horn zu nennen, finde ich genial und macht direkt Lust auf das Buch. Klar, Kinder werden diese Anspielung auf die Brillen nicht verstehen, aber das macht nichts. So haben zumindest schon mal die Eltern Lust dazu, dieses Buch vorzulesen, und Kinder werden dem Buch auch nicht abgeneigt sein, denn tierische Ermittler bringen meist jede Menge Humor in ein Buch.

Vorlesevergnügen für die ganze Familie

Das Buch lässt sich sehr gut vorlesen und kommt bei den Kindern im Vorschulalter und in den ersten Klassen auch richtig gut an. Die Charaktere sind interessant und helfen sich gegenseitig, der Fall ist spannend, aber auch nicht zu spannend, so dass auch etwas ängstlichere Kinder keine Probleme mit der Geschichte haben, mit Pupsen hat man Kinder immer schnell auf seiner Seite und auf den meisten Doppelseiten befinden sich bunte und ansprechende Illustrationen, auf denen die handelnden Figuren zu sehen sind.

Mir persönlich verläuft die Geschichte etwas zu seicht und ich hätte noch ein bisschen mehr skurrile und witzige Situationen erwartet. Je weiter man beim Lesen jedoch kommt, desto aufregender und spannender wird es.

Insgesamt ist das Buch „Nickel und Horn – Zwei Detektive mit Durchblick“ ein nettes Vorlesevergnügen für Eltern und Kinder. Selbstverständlich können Kinder ab etwa 7 oder 8 Jahren das Buch auch selber lesen, allerdings könnte es ihnen dann bereits schon zu wenig spannend sein. Der Einstieg in das Abenteuer zieht sich recht lang und könnte weniger erfahrene Leser etwas demotivieren, so dass ich bei diesem Buch eher zum Vorlesen raten würde.

Auszeichnung Leipziger Lesekompass

Das Buch „Nickel und Horn – Zwei Detektive mit Durchblick“ wurde 2018 mit dem Leipziger Lesekompass in der Kategorie 2-6 Jahre  ausgezeichnet. Der Preis zeichnet Bücher aus, die sich durch ihren Lesespaß und durch kreative Ansätze besonders gut zur Leseförderung eignen. Eine Übersicht aller Preisträger der Kategorie 2-6 Jahre findet ihr auf meiner Seite. Dort verlinke ich nach und nach auch die weiteren Rezensionen zu den preisgekrönten Büchern.

Nickel und Horn – Zwei Detektive mit Durchblick von Florian Beckerhoff, illustriert von Barbara Scholz, Thienemann Verlag, ISBN: 978-3-522-18436-6, 12,99€

Eine weitere Rezensionen findet ihr bei:

 

 

Rezension: Die wüsten Tiere – In der großen Stadt

In der Wüste Sandara leben die vier Freunde Timmy, eine kampflustige Termite, Dumdidum, ein flauschiges Dromedar mit Lichterkette um den Höcker, Finnek, ein cleverer Wüstenfuchs und Sandiago, ein ängstliches und grantiges Chamäleon. Wüstentiere sind sie, aber im Verlauf der Geschichte werden sie zusätzlich noch zu den wüsten Tieren. Denn durch die Rutsch-Flutsch-Röhren gelangen sie ins Turboland, wo ein großes Autorennen stattfindet, welches jedes Jahr von den Gemeinen Drei (Löwe, Tiger und Eisbär) gewonnen wird. Das soll sich aber dieses Jahr ändern, denn nachdem die Freunde von den Gemeinen Drei geärgert wurden, beschließen sie es ihnen beim Rennen zu zeigen. Sie haben zwar noch eine Freundin in der Stadt gefunden (Briosch, eine mutige Kängurumaus) und über das fiese Wiesel gelangen sie auch an ein Rennauto, aber ob das reichen wird?

Das Buch „Die wüsten Tiere – In der großen Stadt“ hat uns allen viel Spaß gemacht. Die Charaktere in dem Buch sind einfach toll. Im Laufe des Buches gewinnt man sie richtig lieb und freut sich direkt auf das nächste Abenteuer mit ihnen.

Ein spannendes und kindgerechtes Abenteuer

Erzählt wird ein spannendes Abenteuer. Die Kleinen behaupten sich gegen die Großen. Dies ist sicherlich ein typisches Motiv beziehungsweise ein typischer Verlauf einer Kindergeschichte, aber hier wird diese Geschichte einfach so sympathisch geschrieben, dass einem das Vorhersehbare gar nichts ausmacht.

Nicht auf jeder Seite finden sich Bilder, aber häufig sind zumindest kleine Farbakzente und zum Beispiel eine Spur in der Wüste oder ähnliches untergebracht. Die Freunde selbst sind sehr freundlich gezeichnet, wozu auch die extra großen Augen beitragen. Die Farben wirken bei den sympathischen Tieren sehr warm. Auf Seiten, in denen es eher etwas unschön zugeht, wird dies auch in den Farben widergespiegelt. Als die Freunde von ekligen Abgasen umgeben sind, sieht man z.B. auf den Seiten lauter schwarze Wölkchen. Leider wurde an einer kleinen Stelle ein Wortteil nicht in die richtige Farbe gesetzt, so dass ein Teil eines Wortes untergeht.

Die Geschichte ist insgesamt sehr humor- und fantasievoll erzählt. Auch Sprachwitz ist vorhanden. Außerdem gibt es ein paar „coole“ Redewendungen, wobei es nie völlig niveaulos wird, sondern eher Kinder bei ihrem Humor abholt.

Fazit: „Die wüsten Tiere – In der großen Stadt“ ist ein schönes Buch zum Vorlesen und Lauschen.

https://carlsen.de

Die wüsten Tiere 1: In der großen Stadt von Katalina Brause und Wiebke Rauers, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65286-7, 12,99€

Wie der Waldschrat zu seiner Unterhose kam – Interview mit Mele Brink

© Edition Pastorplatz

Tom hat einen besonderen Freund: Es ist der Waldschrat, der im Wald lebt. Ihn und viele Tiere hat Tom in dem Buch „Tom und der Waldschrat“ kennen gelernt. Damals hat Tom den Tieren im Wald geholfen, aber nun braucht er ihre Hilfe. Dass sein Gummistiefel verschwunden ist und die Spur in den Wald führt, ist da nur das kleinere Übel. Schlimmer für Tom ist, dass seine Eltern in letzter Zeit ständig streiten. Schnell erfährt er von den Tieren, dass auch bei ihnen nicht alles immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint und es gar nicht so selbstverständlich ist, dass Mama, Papa und Kind immer zusammen leben. Ob das Tom weiterhelfen kann?

Blogtour zu „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“

Wenn ihr der Blogtour zu dem Buch „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ gefolgt seid, dann habt ihr ja schon einiges über Tom und den Waldschrat gelesen. Ansonsten könnt ihr das aber jetzt natürlich auch noch nachholen. Hier eine Übersicht der Stationen:

© Edition Pastorplatz

Interview mit Illustratorin Mele Brink

© Michael Mauer / Wir Frankenberger

Heute soll es aber um die Illustrationen gehen, die ja viel von dem Buch ausmachen. Und ihr dürft dazu heute ein wenig hinter die Kulissen blicken, denn ich habe der Illustratorin Mele Brink ein paar Fragen gestellt, die diese ausführlich beantwortet hat. Ich selbst fand ihre Antworten äußerst interessant und ich hoffe, dass ihr sie genauso gerne lest. Also, los geht’s:

„Der Rat der Tiere“ ist der zweite Band von „Tom und der Waldschrat“. Inwiefern macht es beim Illustrieren einen Unterschied, wenn einem die Figuren eines Buches bereits vertraut sind?

Ach, das ist im Vorfeld schon anders. Man ‚muss‘ ja nicht erst überlegen, wie die Figuren aussehen könnten. Man hat ja quasi schon das Personal. Natürlich gucke ich erst mal ziemlich genau, wie ich beim ersten Band was gemacht habe, überlege, was noch besser passen könnte, was ich jetzt anders machen würde und versuche dann ein Gleichgewicht zwischen Wiedererkennbarkeit und eben Veränderungen/Verbesserungen hin zu bekommen.

Bei mir gibt’s ein paar Figuren, die ich so oft zeichne, dass ich gar nicht gucken muss, wie ich das (vor Jahren) gemacht haben. Bei mir wären das z. B. der Rucky Reiselustig, den ich seit fast zwanzig Jahren durch die Kinderfastenaktion huschen lasse oder eben auch Tofuwürste und alle Anverwandten und Bekannten (die sind weniger aus dem Kinderbuchbereich 😉 )

Beim Waldschrat musste ich aber schon erstmal den ersten Band zur Hand nehmen und ganz viel gucken.

Die Illus mache ich analog, das heißt , es gibt keine Farbpalette, die ich im Rechner gespeichert habe. Natürlich habe ich meine ‚Lieblingsfarben‘, und trotzdem – viel gucken, welches grün, welches blau ….. Und trotzdem hat der Waldschrat im zweiten Band ein wenig mehr auf den Rippen als im ersten Band. Der gefiel mir so noch besser.

© Edition Pastorplatz

Hast du bei Figuren, die bereits im ersten Band vorkommen, in den Illustrationen etwas verändert oder hältst du dich ganz streng an die ersten Illustrationen?

Die Figuren sind schon sehr ähnlich geblieben, vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas runder oder eckiger, vielleicht mal eine andere Perspektive. Die jungen LeserInnen sollen aber eindeutig schon den Schrat, das Kaninchen, Tom …. wieder erkennen.

Wirklich geändert oder dazugenommen haben wir (das mache ich nicht alleine, sondern zusammen mit dem Grafiker, der dann das Buch setzt) einen Fonds, der ab und zu eine Seite oder eine halbe tönt. Im ersten Band gibt es mehr ‚aquarellige‘ Hintergründe, im zweiten Band ist das ein wenig schlichter. Wir fanden das zu den cartoonigen/cleanen Zeichnungen noch passender.

Vom Waldschrat gibt es in den Büchern sehr genaue Beschreibungen im Text. Inwiefern findest du dies bei deiner Arbeit hilfreich bzw. inwiefern behindert dich dies?

Uh, das ist nicht so eindeutig zu beantworten. Auf der einen Seite ist das super, wenn ich weiß, was  die/der AutorIn an Vorstellungen im Kopf hat. Ob das im Text vorkommt, ist eigentlich nicht so wichtig. Dann hat man einfach gute Chancen ein ’stimmiges‘ Buch machen zu können. Natürlich gibt es auch Situationen, wo ich das völlig anders machen würde. Dann muss man halt ein bisschen quatschen …

Aufpassen muss man allerdings sehr, dass die Bilder exakt den Beschreibungen entsprechen – junge LeserInnen oder ZuhörerInnen sind da unglaublich aufmerksam und bekommen jeden Fehler mit ;-).

‚Interessant‘ wird es, wenn sich die Beschreibungen einfach nicht darstellen lassen. Beispiel wäre vielleicht eine geflügelte Fee, die auf ihrem Rücken eine ähnlich große Figur mit in die Lüfte nehmen soll. Die ist den Flügeln dann einfach schwer im Weg …. An der Stelle wird am Text etwas verändert/gefeilt oder eben die Figuren geändert.

Auf der anderen Seite finde ich es natürlich auch prächtig, wenn ich mich ohne weitere Beschreibungen komplett ‚austoben‘ kann. Nebenfiguren einfügen, Albernheiten, die im Text nicht vorkommen …. die Farben der Kleidung so wählen, wie ich sie ‚harmonisch‘ finde, und nicht zwingend so wie im Text.

Ich finde es da immer sehr spannend, wie die AutorInnen ticken – einige sind sehr ‚im Text‘ und haben auch gar nicht mal konkretere Bilder im Kopf (für mich die totale Freiheit 😉 ), andere denken und schreiben eher in Bildern. Das macht die Zusammenarbeit immer anders und eigen.

© Edition Pastorplatz

Gehst du beim Illustrieren chronologisch vor? Also, bebilderst du ein Buch von vorne nach hinten oder suchst du dir erst bestimmte Bilder aus, mit denen du beginnst? Vielleicht kannst du uns ein bisschen erzählen, wie du bei deiner Arbeit vorgehst.

Als erstes müssen bei mir immer die Figuren ’stehen‘. Das war beim zweiten Waldschrat jetzt natürlich einfach. Bei ganz neuen Szenarien/Protagonisten gibt es erstmal einen Haufen Skizzen und Probezeichnungen. Ich bin immer ganz glücklich, wenn ich mich endlich entschieden habe, wie denn eine Figur aussehen soll, wie die gezeichnet wird, wie coloriert. Dann kann ich anfangen, mit denen ‚zu spielen‘. Unterschiedliche Geschichten verlangen ja unterschiedliche Figuren, unterschiedliche Szenen. Gibt es Outlines (deutliche Umrisslinien) oder nicht, braucht es einen vollflächigen Hintergrund, detailliert oder weniger, passen farbige aber nicht bunte Illustrationen oder soll es wirklich bunt und knallig werden? Ich habe ja nicht einen immer wieder erkennbaren, eindeutigen Stil. Natürlich haben meine Illustrationen eine ‚Familienähnlichkeit‘, ich versuche aber die Zeichenart (in meinen Grenzen … ) auch dem Text anzupassen.

Der Waldschrat ist da eher ‚clean‘ und cartoonig, passt einfach zum Text. 😉 Und er hat die Besonderheit, dass es zeichnerisch einmal die Geschichte um Tom und den Waldschrat gibt und einmal die Kleinzeichnungen, die z.B. ökologische oder familiäre Zusammenhänge darstellen. Claudia Mende ist Journalistin und da ist im jeden Halbsatz noch eine Info enthalten, die nicht zwingend zur eigentlichen Geschichte gehört. Und die sollen doch auch ein ‚Gesicht‘ bekommen. Die Zeichnungen über das Zusammenleben von Wildschweinen, Rehen, etc. wären ein Beispiel für diese ‚verkürzte‘ Darstellung.

Und jetzt endlich zur ‚Chronologie‘. Meist teile ich den Text zuerst in Doppelseiten ein. Was passt auf eine Doppelseite, was gehört zwingend zusammen, wo teilt man den Text, damit man auch Lust hat umzublättern? Dazu mache ich dann Scribbles und Notizen, was ich zeichnen will, vielleicht auch schon eine Notiz zur Seitenaufteilung. Wie viele Seiten soll das Buch am Ende haben, spielt auch eine Rolle.

Und dann zeichne ich schon eher das Buch von vorne bis hinten durch. Okay, die Umschlagillustration ist gerne schon mal vorher dran. 😉 Ich denke dann möglichst in Doppelseiten, zeichne ein bis vier DS vor, dann kommt (beim Waldschrat) die Tuschezeichnung und die wird dann coloriert. Meist mache ich immer ein kleines Paket von 2-4 Seiten fertig. Das liegt allerdings auch daran, dass bei uns Illustration und Grafik direkt nebeneinander sitzen und so nach und nach die Seiten auch schon gesetzt und Kleinigkeiten auch direkt korrigiert oder angepasst werden können. Für andere Kunden gibt es natürlich ein Komplettpaket an fertigen oder auch gescannten Zeichnungen.

© Edition Pastorplatz

Ich habe immer Schwierigkeiten über Illustrationen in Büchern zu schreiben. Vielleicht könntest du uns ein wenig über deine Technik erzählen und wie man die Art deiner Illustrationen bezeichnet.

Ups, die Frage bzw. das Vokabular finde ich selbst immer schwierig. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht Illustration studiert habe, sondern Architektur, mir also das akademische Vokabular fehlt. Zum anderen habe ich wohl zu viele Besprechungen und Einführungen zu Kunstausstellungen gehört – und da gibt es gelegentlich die Unart, sich minutenlang über den Duktus in der linken oberen Ecke auszulassen und Begriffe zu nutzen, die einem Großteil der durchaus kunstbeflissenen ZuhörerInnen nicht geläufig ist. Natürlich ist es unter Fachleuten sinnig, die verkürzte Form mit Fachbegriffen zu nutzen. Hier, zum Beispiel bei deinem Kinderbuchblog, finde ich es aber viel wichtiger, auch für Nichtfachsimpler verständlich zu reden/schreiben.

Lange Vorrede mit deutlicher Gefahr abzuschweifen 😉

Zur Technik:

Für den Waldschrat habe ich leichte Bleistiftzeichnungen auf dickes Aquarell/Acrylpapier gemacht. Danach wurden dann die Outlines /Umrisse mit Tusche und Pinsel sauber gezeichnet. Bleistiftreste vorsichtig wegradieren ist meist nötig. Dann wurden die Zeichnungen mit Aquarellfarbe und Pinsel coloriert. Zum Schluss gibt’s da immer ein paar Dinge, die noch mit Buntstiften oder auch mal Kreiden besonders betont werden. Danach wird gescannt und weiter geht’s zur Grafikabteilung.

Gerade beim Waldschrat sieht man meinen Zeichnungen an, dass ich aus der Cartoon-/Comicecke komme. Es gibt die schon genannten Outlines, Bewegungslinien, Schweissperlen. Auch Wortmalerei lässt sich finden.

Spannend fand ich die Spielerei mit den oben schon erwähnten ‚Kleinzeichnungen‘, Schildern, Strichmännchen oder ‚Strichtieren‘. Der Waldschrat ist ja für Kinder zwischen 5 und 10 gedacht. Bei jüngeren Kindern meine ich, müsste die Entzifferung von Symbolen (z. B. Straßenschildern ….) die ja nicht realistisch sind, sondern eben ein Symbol, wie eine Sprache erst gelernt werden. Spätestens ab 5 gibt es aber schon die Fähigkeit, Symbole, die für etwas Reales stehen und es nicht realistisch abbilden, deuten zu können. Und genau damit zu spielen – wie erkennbar muss es sein, wie verkürzt darf die Darstellung sein, langt ein Verbotsschild, funktionieren Herzen als Zeichen der Zuneigung …. hat wirklich Spaß gemacht.

© Edition Pastorplatz

Augenmerk habe ich beim Waldschrat sehr auf die ‚Personen‘ gelegt, die bestimmen die Illustrationen, deren Gestik und Mimik. Stimmungsvolle Hintergründe gibt es beim Waldschrat ja (fast) gar nicht. Wichtiger war mir, dass ein überraschtes Kaninchen auch überrascht aussieht, ein wütender Papa wütend, ein genervter Fisch eben genervt. Grundidee ist beim Waldschrat, dass sich die jungen ZuhörerInnen (wenn sie noch nicht lesen können) auch anhand der Zeichnungen die Geschichte wieder (oder auch gerne eine ganz andere ….) ins Gedächtnis rufen können. Wieso versteckt sich noch mal der Fuchs unter seinem Schwanz? Weshalb läuft der über’s Blatt und hat einen ‚Mädchengummistiefel‘ im Maul? Wieso hat der Waldschrat den dann stolz an? Und so weiter und so weiter.

Soweit zu den Waldschrat-Zeichnungen. Andere Bücher, andere Prioritäten …. und die führe ich jetzt besser nicht auch noch aus. 😉

Welche Illustration in dem Buch gefällt dir selbst besonders gut und warum?

© Edition Pastorplatz

Der ballonartig gefüllte Waldschrat hat mich sehr amüsiert. Bei einer Perspektive von schräg unten musste ich mir doch tatsächlich überlegen, ob er wohl Unterhosen trägt und wie das wohl aussehen könnte. 🙂 Dann mag ich auch die Zeichnung, in der Mama und Papa sich mit Worten (also im Bild mit Sprechblase) weh tun. Die Umsetzung find ich schlicht und treffend. Ja, und an sich albern/vermenschlicht bewegenden Tieren habe ich beim Machen auch sehr viel Spaß – tanzende Füchse, pantomimisch tätige Kaninchen. Aus dem ersten Waldschrat habe ich immer noch sehr das Tollwut spielende ‚zerschredderte‘ Eichhörnchen in Erinnerung.

© Edition Pastorplatz

Gab es Szenen in dem Buch, die dir schwer fielen?

Die Szene mit Kuckuck, Zaunkönig und Rotschwanz. Vögel mit glaubhafter Mimik finde ich ohnehin nicht soooo einfach, und die Vogelarten sollten trotz eher comicartiger Umsetzung auch noch erkennbar sein. Also erstmal recherchieren, welcher Vogel wie groß ist, Gefieder, Schnabel …. und das dann wieder ‚Verfremden‘, also im Stil der anderen Tiere machen. Doch, da musste ich schon etwas knobeln.

© Edition Pastorplatz

Ich  habe mal in einer Rezension geschrieben, dass ich das Gefühl hätte, dass du eine Vorliebe für Messlatten hast. In diesem Buch kommt ebenfalls eine Messlatte vor. Habe ich vielleicht Recht mit der Behauptung?

Mh, Vorliebe? Und ja, bei der genannten Rezension musste ich auch grinsen.

Das ist einfach eine sehr einfache, deutliche Möglichkeit die Größe von Tieren, Schraten oder auch Riesen darzustellen. Man stelle ein Maßband oder Zollstock daneben …

Gerade wenn z.B. Tiere sehr unterschiedlich groß sind kann man damit umgehen, ein Tier realistisch klein und das andere riesengroß zu zeichnen. Da gab’s doch mal ein kleines Erdhörnchen und ein wenn auch nicht sehr, aber deutlich größeres Pinselohrschwein bei mir auf dem Schreibtisch , vom Alpaka ganz zu schweigen …. 😉 Zur Größenangaben könnte man natürlich auch einen Tisch, einen Stuhl, Koffer … daneben zeichnen. Es gibt nur einfach unterschiedlich große Koffer, Kinderstühle …. Da ist ein Zollstock so herrlich definiert.

Das waren jetzt ein Haufen gar nicht mal so einfach zu beantwortender Fragen. Ich hoffe, ich hab‘ nicht zu viel geschwafelt und du/ihr habt Spaß an den Antworten.  Und lieben Dank für das Interesse.

Ich danke für die ausführlichen Antworten!

© Michael Mauer / Wir Frankenberger

Gewinnspiel zur Blogtour

Die Blogtour zu dem Buch „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ ist jetzt fast zu Ende, aber noch nicht ganz, denn es gibt noch ein Gewinnspiel. Dazu müsst ihr auf allen teilnehmenden Blogs der Blogtour (siehe oben) eine Frage beantworten und morgen (14.4.) gibt es dann auf Facebook bei der Edition Pastorplatz ebenfalls eine Frage, die dort beantwortet werden muss.

Unter allen Mitspielern, die alle fünf Blogfragen sowie die Abschlussfrage auf der Facebookseite richtig beantwortet haben, werden tolle Preise verlost:

  1. Preis: signierte Ausgaben von „Tom und der Waldschrat“ und „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“ + eine Originalzeichnung
  2. Preis: signierte Ausgaben von Tom und der Waldschrat“ und „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“
  3.  Preis: Signierte Ausgabe von „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“
  4. + 5. Preis: je eine unsignierte Ausgabe von „Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere“

Teilnahmeschluss ist Montag, 16.04.2018 um 12 Uhr. Danach werden die Namen der Teilnehmer gesammelt und in den Lostopf geworfen. Der Gewinner / die Gewinnerin wird von der Edition Pastorplatz auf der Facebook-Seite am 20.04.2018 informiert.

Und hier noch das Kleingedruckte: Die Gewinner werden per Facebook informiert. Mit seiner Teilnahme willigt der Teilnehmer ein, dass seine übermittelten Daten ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels gespeichert werden. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die Daten gelöscht. Persönliche Daten werden nicht für kommerzielle Zwecke gespeichert. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Ansprechpartner und Verantwortlicher ist alleine der Veranstalter. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in Deutschland oder Österreich haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Hier ist meine Gewinnspielfrage:

Stellt euch vor, ihr seid Illustrator/Illustratorin eines Kinderbuches und ihr dürft eine kleine Albernheit oder einen Nebendarsteller mit einbringen. Was oder wer wäre das? (Klar, das kommt natürlich auf die Geschichte an, aber lasst eure Fantasie einfach mal spielen ;-))

Antwort bitte als Kommentar!

Tom und der Waldschrat – Der Rat der Tiere (Band 2) von Claudia Mende und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-20-1, 17€

Hier findet ihr übrigens noch die Kinderrezension meines Sohnes zu dem Buch.

 

Rezension: Immer wieder Minna

Aufgeweckte und lebensfrohe Mädchen machen einfach Spaß in Kinderbüchern. Genau so ein Mädchen ist Minna aus dem Buch „Immer wieder Minna“. Drei Geschichten erlebt sie in dem Buch: Einmal macht sie mit ihrer Freundin Hausaufgaben (nicht ganz so wie es sich die Lehrerin wünscht), dann geht es mit der Klasse in den Streichelzoo und zuletzt kommt ihr kleines Geschwisterchen, genannt Tarzan, da es im Bauch so wild ist, auf die Welt.

Herrlich lebendige Bilder

Die Bilder sind wie immer bei Dorota Wünsch voller Leben und Humor. Sie unterstützen den Text hervorragend. Gut gefällt mir, dass die Hautfarben hier etwas dunkler als gewöhnlich dargestellt werden. In der Klasse kommen auch Kinder vor, die die deutsche Sprache noch nicht ganz richtig beherrschen. Das kam mir zunächst etwas diskriminierend vor, spiegelt aber natürlich auch die Lebenswirklichkeit wider. Außerdem wird das Kind nicht ausgegrenzt und kommt äußerst sympathisch herüber. Toll ist auch, dass Minna nicht an dem rosa Mützchen feststellt, dass das Baby eigentlich gar kein Junge, sondern ein Mädchen ist. Das hat sie in der Annahme, dass es sich um einen Jungen handelt, überhaupt nicht gestört, was ich klasse finde.

Einfache Sätze, ein paar schwierige Wörter

Die Sätze sind einfach und kurz gehalten, so dass sie sich prima von Leseanfängern erfassen lassen. Minna erzählt ganz so wie ein Kind aus ihrem Leben. Mich stören nur die Sätze, die mit „Weil:“ eingeleitet und dann mit einem Hauptsatz fortgesetzt werden ein wenig. Hier fände ich grammatisch korrekte Formen besser, denn (nicht nur) Kinder wenden diese Satzkonstruktion häufig falsch an.

Statt den Produktnamen „Dickmanns“ hätte man vielleicht besser „Schokoküsse“ verwendet. Man muss die Kinder ja nicht markentechnisch so prägen. Mein Sohn wusste jedenfalls nicht, was Dickmanns sind. Den Witz mit den Zigaretten als Weihnachtsgeschenk mit dem hinzugefügten Wort „Sargnägel“ auf der Dose hat er übrigens auch nicht verstanden. Ich weiß nicht, ob andere Kinder da anders vorgebildet sind.

Ein Buch für Erstleser

Die Schrift ist nicht ganz so groß wie bei anderen Erstlesebüchern, aber dennoch gehört es in diese Kategorie. Die Kapitel sind ebenfalls etwas länger, aber Kinder die erste positive Erfahrungen mit dem Lesen von kurzen Texten gemacht haben, werden dieses Buch sicherlich gut bewältigen können. Auf dem Buch wird übrigens nirgendwo erwähnt, dass es sich um ein sogenanntes Erstlesebuch handelt. Der Verlag hat in diesem Bereich keine Reihe wie z.B. den Bücherbären bei Arena oder den Leseraben bei Ravensburger. Für Eltern und andere Erwachsene, die nach einem passenden Buch für ihre Erst- oder Zweitklässler suchen, macht es dies ein wenig schwieriger, aber ich finde es dennoch sympathisch. Erstlesebücher bringt man doch irgendwie immer mit Lesen lernen in Verbindung, was für die Kinder nicht nur Spaß ist. Da ist doch ein Buch, welches tatsächlich wie ein „richtiges“ Buch aussieht und nicht direkt auf den ersten Blick ein Buch für Anfänger ist, viel schöner.

Man kann das Buch aber natürlich auch prima vorlesen.

Auch wenn ich ein paar kleinere Sachen kritisch angemerkt habe, hatten mein Sohn und ich viel Spaß an Minna und an diesem Buch und können es guten Gewissens weiterempfehlen. Das Bücherwürmchen musste an mehreren Stellen lachen, was mir beim Lesen immer gut gefällt.

Immer wieder Minna von Viola Rohner und Dorota Wünsch, Peter Hammer Verlag, ISBN: 978-3-7795-0581-5, 12,90€

 

Rezension: Die Nachtschwärmer

Wohin seid ihr in der letzten Nacht gereist? Seid ihr in die Welt eurer Träume eingetaucht? Dann haben die Nachtschwärmer euch wohl zwei Fahrkarten (für die Hin- und die Rückreise) in die Hand gedrückt.

Die Nachtschwärmer erledigen Nacht für Nacht eine sehr wichtige Aufgabe. Sie verteilen Fahrkarten an die Menschen, mit denen diese in das Land ihrer Träume und zurück reisen können. Doch dann treten die Schatten auf, die verhindern, dass die Nachtschwärmer ihre Fahrkarten verteilen können. Ohne die Fahrscheine gelangen die Menschen jedoch nicht in das Reich der Träume. Es scheint als wäre alles verloren, doch letztendlich haben die Nachtschwärmer mit ihren Fahrkarten alles in der Hand…

Das Buch „Die Nachtschwärmer“ ist gerade frisch bei der Edition Pastorplatz erschienen und wurde hier bereits mit großer Begeisterung gelesen. Bücherwürmchen wollte es sich direkt zwei Mal nach einander anhören, was ziemlich selten vorkommt. Irgendwie war er von dem Buch direkt fasziniert. Ich glaube, dass es für ihn insbesondere durch die Schatten spannend war.

Meisterhaft: Ein Buch für Kinder und Erwachsene

Eigentlich ist dieses Buch ein Meisterwerk: Es ist poetisch und zauberhaft, beinahe magisch. Es ist eine ruhige Erzählung, die dennoch Spannung in sich trägt. Es ist ein Buch, welches Erwachsene, die schöne und besondere Bilderbücher lieben, direkt anspricht, ein wunderschöner Schatz im Bücherregal, aber das besondere an diesem Buch ist, dass es dennoch nicht nur ein Bilderbuch für Erwachsene ist. Und das ist wirklich etwas Besonderes. Ich habe es bisher äußerst selten erlebt, dass Bücher, die wir Erwachsenen als wunderschön und poetisch empfinden, bei den Kindern gut ankommen. Meist werden sie nach dem ersten Anschauen bei Seite gelegt und wir Eltern nehmen dies schulterzuckend zur Kenntnis: „Dann ist dies eben ein Bilderbuch für uns.“ Das ist bei diesem Buch anders und ich bin richtig erstaunt darüber, wie gut ein solches Buch bei meinem Sohn ankommt. Ja, es ist ein leises und poetisches Buch, aber dennoch beinhaltet es eine Geschichte, die Kinder anspricht, die man auch auf nicht poetische Art und Weise aufnehmen kann. Magisch bleibt sie zwar auch in den Augen der Kinder, aber das ist in Ordnung. In dem Buch geht es um Fantasie und Träume, aber für Kinder geht es hier auch um Abenteuer, Reisen und fantastische Gestalten.

Magisch und zauberhaft

Die Bilder in dem Buch sind sehr dunkel gehalten, aber sie wirken dennoch nicht düster oder in einem Bilderbuch deplatziert. Es sind märchenhafte Bilder, die einem schon beim Lesen ins Land der Träume und der Magie bringen. Es gibt viel auf ihnen zu entdecken. Diese Zeit sollte man sich nehmen, um richtig in das Buch einzutauchen und dabei ruhig zu werden.

Das Schriftbild ist hier ein anderes als bei den anderen Büchern des Verlags. Es ist nicht so nüchtern und passt sich dem märchenhaften der Bilder und der Geschichte an. Zunächst befürchtete ich, dass es vielleicht ein wenig anstrengend zu lesen sei, aber das ist nicht der Fall.

Das Buch wirkt nach

Am Ende des Buches sind zwei Fahrkarten abgedruckt. Bücherwürmchen wollte wissen, ob man die ausschneiden dürfte. Dann hätte man direkt zwei Fahrkarten.

Später meinte er dann aber, dass das alles ja nur eine Geschichte wäre, wobei es ihn doch irgendwie beschäftigte: Er sei nachts schon öfter mal aufgewacht und habe noch nie eine Fahrkarte gesehen, auch nicht in unseren Händen, wenn er mal bei uns nachts war. Vielleicht hat ja der Schatten mal wieder zugeschlagen. Auf meinen Einwand, dass man ja vielleicht schon zurück gereist sei, erwiderte er, dass das nicht sein könne, denn man würde ja die ganze Nacht reisen.

Ich finde es wirklich spannend, wenn er sich über eine Geschichte solche Gedanken macht. Er hatte dann zum Träumen auch direkt noch seine eigene Theorie parat: Eigentlich muss man auf eine bestimmte Stelle am Bett drücken, dann fällt man durch ein Loch ins Land der Träume. Wie man zurück kommt? Ganz einfach: Im Süden links ist mitten auf einer Kuhwiese ein großer roter Knopf, der einen zurück bringt.

Und übrigens, auch wenn ihr an den Nachtschwärmern zweifeln solltet, Bücherwürmchen meinte, dass ihm ein Wissenschaftler erzählt habe, dass beide Geschichten (die aus dem Buch und sein) stimmen könnten. Also, dann wollen wir ihm doch einfach mal glauben und in der nächsten Nacht wieder ins Reich der Träume reisen – entweder mit Fahrkarte über den Zaubersee oder per Knopfdruck durch ein Loch.

Die Nachtschwärmer von Petra Steckelmann und Andreas Gaertner, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-23-2, 14€

 

Briefe aus anderen Ländern: Lukas und Lara auf Tour

Werbung (Rezensionsexemplar) – Kinder lieben Überraschungen und Briefe, nur leider kommen diese viel  zu selten für sie an. Dies kann sich nun mit der Weltreise von Lukas und Lara ändern.

Die Geschwister Lukas und Lara gehen gemeinsam auf Weltreise und schicken den Kindern aus verschiedenen Ländern Post. Diese Post ist an das Kind persönlich adressiert und sie erhält neben einem Brief weitere Informationen sowie weitere Mitbringsel, die die Kinder in einem tollen roten Koffer sammeln können.

Starterpaket mit Koffer

Wir haben uns gerade das Starterpaket angeschaut, in welchem sich dieser Koffer befindet. Bücherwürmchen war tatsächlich schon richtig begeistert, da auf dem Paket sein Name stand und nicht mal wieder der von Mama wie so oft. Das Paket wurde direkt aufgerissen und sofort öffnete Bücherwürmchen neugierig den Koffer um zu erfahren, was das Ganze überhaupt ist.

Der erste Blick in den Koffer machte ihn nicht viel schlauer, also holte er erst einmal alles heraus. Gemeinsam haben wir dann alles erkundet. Wir haben den Brief gelesen, der mit seinem Namen beginnt und uns anschließend mit den anderen Dingen beschäftigt: Die Weltkarte wurde mit den Namen der Kontinente ergänzt, wir haben das Quiz auf der Aktionskarte zu Kontinenten und Ländern gemacht und schon mal in das Reisetagebuch hinein geschnuppert, welches nun mit jedem Brief ergänzt werden kann. Außerdem hat Bücherwürmchen den Aufkleber der Deutschlandflagge auf den Koffer geklebt. Das fand er schick!

Neugierig auf Länderbriefe

Bücherwürmchen findet das Ganze richtig toll. Er würde gerne wissen, ob es Lukas und Lara wirklich gibt oder ob sie so wie in einem Buch ausgedacht sind. Letztendlich ist es ihm aber für die Sache selbst egal, ob es sie gibt oder nicht. Es erinnert ihn auf jeden Fall an die Briefe von dem Hasen Felix, die Sophie erhält. So richtig weiß er noch nicht, wie es jetzt weitergeht, aber er ist jetzt erst einmal mit seinem Koffer und dem Inhalt zufrieden. Ich glaube, es wäre ganz gut, wenn der nächste Brief nun schnell kommt, damit die Kinder sich noch mehr unter der ganzen Sache vorstellen können. Die Länderbriefe kommen monatlich. Je nachdem für welches Paket man sich entscheidet, erhält man zwei oder fünf Länderbriefe. Mehr gibt es leider noch nicht. Wir sind jedenfalls ganz gespannt, auf den ersten Brief aus einem fremden Land. Vor allem sind wir natürlich neugierig auf die angekündigten Mitbringsel, Fotos, Vokabeln, Informationen etc. Was wohl alles in dem Brief drin sein wird? Ich werde euch auf jeden Fall davon berichten!

Inhalt Startpaket

Informationen zu den Paketen

Das Ganze ist leider nicht ganz billig (je nach Paket 8,95€ – 10,45€ im Monat, zzgl. Versandkosten). Da muss natürlich jeder selber wissen, ob einem diese besonderen Briefe dies wert sind. Aber vielleicht ist es ja noch eine Idee zu Weihnachten? (Bis zum 24.12. erhält man momentan sogar einen Rabatt.)

Alle Informationen zu den Briefen von Lukas und Lara findet ihr auf der Homepage: www.lukasundlara.de. Nur hier kann man die Pakete bestellen. Außerdem könnt ihr hier auch ein wenig von den Inhalten der Länderbriefe sehen.

Kinder können hier viel lernen

Mir persönlich gefällt die Idee dieser Briefe (die sich an Kinder zwischen 5 und 10 Jahren wenden) sehr gut. Vielleicht lassen sich jüngere Kinder die Sachen noch gerne vorlesen, auch wenn man sie zur Leseförderung einsetzen möchte, aber ich glaube, dass Kinder die Briefe immer wieder aus dem Koffer herausnehmen werden und dann doch selber lesen. Kinder lernen durch dieses Konzept andere Länder kennen, werden neugierig auf das Leben woanders, erweitern ihr Wissen, festigen ihre Lesekenntnisse und setzen sich auch mit dem Brief selbst auseinander. Oftmals bekommen sie kaum Briefe und kennen diese Art der Kommunikation kaum noch. Vielleicht ist dies ja ein Anreiz für sie sich einen Brieffreund/eine Brieffreundin zu suchen. Post bekommen findet man doch auch in der heutigen Zeit noch toll.

Mal schauen, wie es nun bei uns mit den Länderbriefen weitergeht und ob mein Sohn dann immer noch von der Sache begeistert ist.

Rezension: Weihnachtliche Reise um die Welt

Weihnachten ist ein wunderschönes Fest, aber es wird überall auf der Welt anders gefeiert. Gemeinsam mit dem Sternenmädchen Nayra reist Luka in dem Buch „Weihnachtliche Reise um die Welt“ in verschiedene Länder und lernt dabei die unterschiedlichsten Bräuche kennen.

Viele verschiedene Länder – viele verschiedene Bräuche

In Österreich begegnet er Sankt Nikolaus mit seinen Krampussen, in Australien landet er am Strand, in Schweden sieht er Lucia mit ihrem Lichterkranz, in Mexico lernt er die Tradition der nachgespielten Herbergssuche kennen, in den USA würde er am liebsten gemeinsam mit den Christmas Carolers singen, auf den Philippinen sieht er Menschen auf dem Weg zur Hahnenmesse, in Südafrika staunt er über den Baum aus Lichtkugeln und in Russland nimmt er am zwölfgängigen Festessen teil.

Leichte Vermischung der Feste

Das Ganze scheint ein zauberhafter Traum Lukas zu sein. Etwas irritierend ist, dass Nayra und Luka in ihrer Reise zeitlich hin und her springen. Luka schläft am Tag vor Heilig Abend ein, aber sie landen bei den Kindern nicht immer Weihnachten, sondern auch an anderen weihnachtlichen und adventlichen Tagen, so dass Weihnachten und andere Feste ein wenig miteinander vermischt werden. Für den Leser wird dies nicht an jeder Stelle klar, da keine Daten genannt werden, so heißt es z.B. „Heute feiern die Schweden nämlich den Tag der heiligen Lucia“.  Nirgendwo wird erwähnt, dass es hier nicht um Weihnachten geht, sondern um das Luciafest am 13. Dezember.

Sehr informativ

Die einzelnen Episoden sind recht kurz, bieten aber einen guten Einblick in die Feiern anderer Länder. Das Buch ist bereits für ältere Kindergartenkinder gut verständlich, aber auch Erwachsene haben sicherlich noch nicht von allen Bräuchen, die hier erwähnt werden gehört.

Der Erzählstil ist sehr angenehm. Bei den Bildern weiß ich noch nicht so recht, wie ich sie finden soll. Die Atmosphäre wirkt durch die Landschaft, Himmel, Beleuchtung etc. teilweise zauberhaft, aber dennoch sind mir die Figuren und ihre Gesichter etwas zu dominant. Sie stechen mir zu sehr auf den Bildern hervor.

Insgesamt ist „Weihnachtliche Reise um die Welt“ ein schönes Buch, welches darauf aufmerksam macht, dass Weihnachten unterschiedlich gefeiert wird. Es macht neugierig auf die Bräuche anderer Länder.

Weihnachtliche Reise um die Welt von Katharina Mauder und Sabine Waldmann-Brun, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-6290-3, 12,95€

Rezension: Mat und die Welt

Teddy Mat ist ein richtiger Reisebär. Er liebt Abenteuer und ist immer gut gelaunt und gespannt, was ihn als nächstes erwartet. Und tatsächlich unternimmt er eine recht große Reise, welche in einer Fabrik in China startet. Zunächst geht es in die Niederlande, wo er in einem Geschäft als teures Geschenk gekauft wird. Später geht es dann nach Polen. Er ist durch Kakao beschmutzt und kostet in einem Gebrauchtwarenladen nur noch wenig Geld, so dass Kasia und ihre Mutter ihn mitnehmen können. Gemeinsam mit Kasias Familie reist Mat nach Ägypten. Hier wird er bleiben, wobei er seinen Besitzer auch hier noch einmal wechseln wird.

Ein Buch zum Nachdenken, aber ohne erhobenen Zeigefinger

Das Buch „Mat und die Welt“ ist toll und regt zum Nachdenken an. Hier wird uns die Wegwerfgesellschaft vor Augen geführt. Was ist unseren Kindern, die einen ganzen Berg von Spielzeug haben, ein einzelnes Spielzeug wert? Wie stehen wir dazu, dass das, was wir unseren Kindern kaufen, in China und in anderen Ländern von Kindern hergestellt wird?

All diese Punkte werden in dem Buch angesprochen, aber dennoch kommt es nicht belehrend herüber und genau an dieser Stelle sehe ich den großen Wert dieses Buches. Mat ist ein sehr positiver Bär und es gefällt ihm überall, wo er hinkommt. Er wertet überhaupt nicht und ist überall glücklich, solange er in Gesellschaft ist und man freundlich zu ihm ist. Auch reiche Kinder spielen mit ihm und mögen ihn, aber natürlich hat der Teddy für die ärmeren Kinder eine deutlich höhere Bedeutung und das obwohl er nicht mehr perfekt und neu aussieht.

In dem Buch erfährt man einiges über andere Kulturen und Länder und wir bekommen Einblick in das Leben sehr unterschiedlicher Familien.

Der Weg eines Spielzeugs

Der Weg, den ein Spielzeug nehmen kann, ist sehr spannend. An manchen Stellen wird man richtig traurig: Ich kann es kaum ertragen, wie Kasia ihren früheren Lieblingsteddy im Hotel liegen lässt, damit sie ihren neuen Plüschhund mit nach Hause nehmen kann. Auch Kinder mögen das nicht und leiden mit Mat mit. Aber da Mat so positiv ist, hält diese Traurigkeit nicht lange an und man freut sich, dass er wieder in gute Hände gerät. Einerseits ist es schade, dass ein Spielzeug für manche so schnell an Bedeutung verliert und dass es von reichen Menschen direkt aussortiert wird, wenn es etwas beschmutzt wird, aber andererseits ist es auch schön zu sehen, welche Reise ein solches Spielzeug nehmen kann und dass es auch noch andere Menschen glücklich machen kann. Und vielleicht landet es auf diese Art und Weise sogar bei jemandem, der es viel dringender braucht, als das Kind, das sich bewusst von ihm trennt.

Ansprechend gestaltet

Es gibt in dem Buch ein paar kleinere Ungereimtheiten (Warum kann sich eine Familie einen Winterurlaub in Ägypten leisten, die ansonsten kaum das Geld für den gebrauchten Teddy hatte? Wie kam Mat auf einmal auf seinen richtigen Namen, der auf seinem Etikett steht?), aber letztendlich ist es insgesamt betrachtet ein empfehlenswertes Buch, welches sich gut vorlesen lässt.

Gut gefällt mir auch, dass die Ratte Artur, der Mat an zwei Stellen im Buch begegnet, schwierige Wörter unten auf den Seiten kurz erklärt.

Das Buch ist farbig illustriert, allerdings befinden sich nicht auf allen Doppelseiten Bilder. Auf den Bildern sind einzelne Figuren und Sachen recht großflächig dargestellt. Viele Details sucht man hier vergeblich, aber so bleibt der eigenen Fantasie viel überlassen. Von Mat bekommt man jedoch ein recht klares Bild.

Mat und die Welt von Agnieszka Suchowierska, illustriert von Tomasz Kaczkowski, übersetzt aus dem Polnischen von Ewelina Rockenbauer, Doppelgänger Verlag, ISBN: 978-3-9504403-1-7, 13,95€

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Leseförderung: Lese-Geschichten zum Gestalten

Die Schulanfänger hatten bereits ihre ersten Ferien und so langsam beginnen sie ihre ersten Wörter zu lesen. Nun ist es wichtig trotz der großen Anstrengung die Lesemotivation zu wecken. Sobald die Kinder erste Sätze bewältigen sind die „Lese-Geschichten zum Gestalten“ eine tolle Möglichkeit dazu.

Ich habe mir das erste Buch dazu mal angeschaut. Hier findet man gleich drei Geschichten: „Kleine Maus allein zu Haus“, „Bruno der Zirkusbär“ und „Eine tolle Schnur aus Wolle“. Zu allen Geschichten gibt es Kopiervorlagen, aus denen dann jedes Kind sein eigenes Buch gestalten kann. Das ist doch eine tolle Sache für Kinder: Ein eigenes Buch! Und dann auch noch ein Buch, das man nicht nur selber gestaltet hat, sondern auch ein Buch mit einfachen, kurzen Sätzen, die man selber lesen kann.

Die Texte sind übrigens alle gereimt, was das Lesen ebenfalls vereinfacht.

Bei allen Geschichten müssen die Kinder die einzelnen Seiten gestalten, wobei sie natürlich bereits die Sätze mehrfach lesen – eine wunderbare Übung, die von den Kindern kaum bemerkt wird. Die Gestaltung erfolgt unterschiedlich: Bei der Geschichte mit der Maus werden Figuren gefaltet, bei der Geschichte vom Zirkusbären muss der Bär in unterschiedliche Stellungen gebracht werden und bei der letzten Geschichte wird auf einmal eine Schnur lebendig und verwandelt sich in verschiedene Sachen. Hier müssen die Kinder beim Aufkleben der Schnur motorisches Geschick beweisen. Es geht also bei allen Geschichten nicht nur ums Lesen, sondern auch um die Feinmotorik und verschiedene Basteltechniken.

Ich finde die Idee dieser selbstgestalteten Bücher einfach klasse. Sie sind meines Erachtens eine prima Leseförderung, die nicht nur in der Schule stattfinden kann. Auch zu Hause werden Kinder sich gerne an eine solche Bastelarbeit setzen und auch im Kindergarten kann man diese Projekte bereits unter anderen Aspekten durchführen.

Die Hinweise für die Lehrkraft zur Bearbeitung und Vorbereitung sind sehr klar und verständlich. Man muss das Ganze eigentlich nur noch durchführen.

   

Bücherwürmchen hat die Geschichte von der kleinen Maus allein zu Haus im Kindergarten gestaltet. Hier ging es natürlich nicht ums Lesen, sondern um das Ausschneiden von Figuren sowie das Falten nach Anweisung. Damit es für die Kinder nicht zu viel Arbeit wurde, wurde die Maus abwechselnd ausgeschnitten und aufgemalt. Das Produkt, das dabei herauskam, ist aber auf jeden Fall sehr schön geworden und eine tolle Erinnerung an den Kindergarten.

„Lese“-Geschichten zum Gestalten von Maria Schmetz, BVK, ISBN: 978-3-86740-043-5, 14,50€