Im Wald mit Tom und dem Waldschrat

Letzte Woche habe ich mit der ganzen Familie der Edition Pastorplatz im Rahmen des Tags des offenen Ateliers einen Besuch abgestattet. Es war sehr interessant, wie Bücherwürmchen die ausgestellten Illustrationen betrachtet hat und das er auch an der einen oder anderen Stelle etwas nachgefragt hat. Am liebsten hat er jedoch in den Büchern geblättert, die er noch nicht kannte, wobei er sich besonders intensiv dem Buch „Tom und der Waldschrat“ widmete. Als erstes fiel ihm auf, dass das Logo des Verlags, die Kastanie, direkt auf der ersten Doppelseite zu sehen war, was ihn sehr erfreute. Dann fing er jedoch an, mich bei jedem einzelnen Bild zu fragen, was dort zu sehen sei, warum der Waldschrat so wütend herum springe, was hier und was dort passiere. Anfangs habe ich noch mit einem schnellen Blick auf den Text versucht, die Antwort herauszufinden und ihm zu geben, doch nach einer Weile habe ich es mir etwas einfacher gemacht: Ich habe beschlossen, dass Bücherwürmchen das Buch kaufen darf. Stolz hat er das Buch nach Hause getragen, wo es natürlich sofort gelesen werden musste. Bücherwürmchen hat mir ganz gespannt gelauscht und ist bei der Geschichte richtig mitgegangen.

Der Ärger des Waldschrats und der Tiere

Gegen seinen Willen muss Tom mit seinen Eltern im Wald spazieren gehen. Er findet den Wald einfach nur langweilig. Was gibt es dort schon groß spannendes zu entdecken? Es stehen dort ja doch nur Bäume herum. Tom spielt also lieber heimlich auf seinem Smartphone herum (was Bücherwürmchen natürlich nie machen möchte…). Leider hat er so überhaupt keinen Blick für den Wald und den Weg, den er nimmt, so dass er sich auf einmal ganz alleine im Wald widerfindet und nicht weiß, was er nun tun soll. Zum Glück kümmert sich der Waldschrat, ein kleines Wesen mit Beinen und Armen aus Ästen und einem schrumpeligen Gesicht, um ihn. Tom darf mit ihm in eine Höhle kommen. In dem dort befindlichen Zauberraum trifft Tom auf verschiedene Tiere des Waldes, deren Sprache er an diesem Ort verstehen kann. Doch die Tiere und grundsätzlich auch der Waldschrat sind nicht gut auf die Menschen zu sprechen, denn allzu oft haben sie schon erlebt, dass Menschen ihren Müll im Wald abladen, dort herumlärmen und alles kaputt machen. Tom hat Verständnis für die Tiere, mit denen er Freundschaft schließt, und möchte ihnen helfen. Er hat da auch schon so eine Idee…

Aktives Zuhören beim Vorlesen

Bücherwürmchen hat der Geschichte sehr aktiv gelauscht, was sich durch Kommentare und seine Körperhaltung bemerkbar machte. Während es im Text heißt, dass die Augen am Waldschrat besonders auffällig sind, fand Bücherwürmchen die Kastanienpantoffeln noch viel merkwürdiger. Große Augen bekam er beim Anblick der großen Höhle. Die gefiel ihm richtig gut. Ich hatte das Gefühl, dass er sich an dieser Stelle völlig in die Geschichte hineinversetzt hat. Als Tom sich dann nach der Nacht im Wald zu Hause im Bett ausschläft, wird Bücherwürmchen ganz aufgeregt, denn schließlich hat Tom doch versprochen, dass er sofort zu den Tieren zurück kommen würde. Hoffentlich hält er sein Versprechen ein! Und dann fragt Tom sich auch noch, ob er wohl alles nur geträumt hat. Da muss ihm Bücherwürmchen ganz entschieden widersprechen. Ihm gefällt es gut, dass die Tiere und Tom es gemeinsam schaffen, die Menschen aus dem Wald zu halten, und er freut sich über das letzte Bild, auf dem der Waldschrat etwas vorwitzig winkt und „Bis bald!“ sagt.

Ja, „Tom und der Waldschrat“ ist auf jeden Fall eine Geschichte, die Kinder stark in ihren Bann zieht. Mir gab es im Text manchmal etwas große Sprünge, da immer wieder zwischen verschiedenen Situationen hin und her geschwenkt wurde und ich mich dann erst einmal ein wenig orientieren musste, aber Bücherwürmchen hatte damit scheinbar keine Probleme.

Die Illustrationen lassen uns noch intensiver an der Geschichte teilhaben. Sie sind einerseits amüsant, teilweise eindrucksvoll, vor allem aber genial. Gerade die Gesichtsausdrücke und die Bewegungen des Waldschrats sind einfach klasse und absolut passend. Ja, so wie Mele Brink den Waldschrat malt, so könnte man ihn sich tatsächlich vorstellen.

Erwachsene Sicht

Die Thematik des Umweltschutzes und des Verhaltens im Wald finde ich wichtig und sie wird in dem Buch auch deutlich, genauso übrigens auch wie die Botschaft, dass der Wald durchaus etwas zu bieten hat und es dort keineswegs langweilig ist. Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass es in dem Buch zu deutlich darum geht, auf das richtige Verhalten im Wald hinzuweisen, aber letztendlich kommt das Buch dann doch einfach als spannende Geschichte im Wald bei den Kindern an. Da ist mein Blick vielleicht etwas zu kritisch. Auch die Lösung mit der vorgetäuschten Tollwut fand ich nicht optimal (vor allem da ich eine vermehrte Jagd auf die Tiere fürchtete und für realistisch hielt, insbesondere da ich noch die Information vom Förster beim Waldspaziergang im Kopf hatte, dass in Deutschland vor längerer Zeit viele Dachse gestorben sind, da man die Tollwut besiegen wollte, indem man Fuchsbauten vergaste und Füchse durchaus auch Dachsbauten bewohnen). Es erscheint mir etwas einfach, dass es sich so verhindern lässt, dass die Menschen, die sich im Wald nicht korrekt verhalten, dem Wald nun fern bleiben, während die rücksichtsvollen Menschen weiterhin auf den Wegen spazieren gehen. Grundsätzlich hätte ich es schöner gefunden, wenn nicht versucht worden wäre, die Menschen aus dem Wald zu bekommen, sondern wenn die Menschen zur Einsicht gebracht worden wären. Aber wie gesagt, das ist wieder nur meine erwachsene Sichtweise. Bücherwürmchen fand auch die an die Geschichte anschließenden Informationen zur Tollwut spannend und er lachte darüber, dass sich das Kaninchen immer wieder die Sprühsahne, die als Schaum herhalten sollte, mit Genuss abschleckte.

Insgesamt können wir „Tom und der Waldschrat“, ein intensiv illustriertes Kinderbuch für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren,  absolut empfehlen. Wir haben es direkt und mit großer Freude in einem Rutsch durchgelesen und Bücherwürmchen berichtete anschließend dem Papa sofort von den witzigsten und spannendsten Szenen.

Tom und der Waldschrat von Claudia Mende und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-10-2, 17,50€

 

Die Weltreligionen in Wimmelbildern dargestellt

Ein ganz bestimmtes Wimmelbuch wird hier zur Zeit sehr intensiv angeschaut: „Das Wimmelbuch der Weltreligionen“. Das Interesse für dieses Thema ist gerade, vielleicht auch bedingt durch den Kindergottesdienst, bei dem es ebenfalls behandelt wurde, sehr hoch und wenn der kleine Bruder das Wort „Butter“ etwas ungenau ausspricht, denkt der Große direkt an „Buddha“ und an das Buch der Weltreligionen.

Das Buch zeigt auf einer Doppelseite jeweils eine Weltreligion, den Hinduismus, den Buddhismus, das Judentum, das Christentum und den Islam. Und auf jeder Seite gibt es unendlich viel zu entdecken, sie sind äußerst detailreich. Die Menschen leben ihre Religionen aus, sie feiern, sie gehen durch den Alltag, sie spielen und feiern Gottesdienst. Wichtige Bräuche, Symbole und Gebäude der Religionen sind hier zu finden. Und Bücherwürmchen möchte am liebsten jede einzelne Szene genau erklärt bekommen. Puh, gar nicht so einfach. Zum Glück liegt dem Buch ein Booklet mit Sachtexten bei, die viele der Bilder kurz erklären. Allerdings ist vieles trotzdem nicht ganz einfach zu verstehen, denn im Prinzip werfen die Sachtexte wieder neue Fragen auf. Was ist ein Opfer? Was ist die Tora? Warum gibt es viel Streit um den Tempelberg? Etc. Hier sollte man als begleitende Erwachsene schon ein wenig Hintergrundwissen mitbringen oder man eignet es sich anschließend gemeinsam mit den Kindern an. Neben den Kurztexten zu den Bildern im Wimmelbuch bekommt man im Booklet aber auch eine kleine Einführung zu den fünf Religionen.

Ein anregendes Buch

Das Wimmelbuch der Weltreligionen“ ist ein Buch das zu Gesprächen anregt. Es ist ein Buch, das Lust darauf macht, sich näher mit den Religionen zu beschäftigen. Allerdings ist es auch kein einfaches Thema. Laut Verlag ist dies ein Buch für Kinder ab 5 Jahren. Ja, Kinder in diesem Alter sind auch sehr interessiert an diesem Thema, was ich ja auch bei meinem Sohn gemerkt habe. Wir können uns wirklich sehr lange und ausführlich mit diesem Buch beschäftigen. Aber Kinder in diesem Alter kennen oftmals kaum ihre eigene Religion und wissen häufig wenig über religiöse Bräuche. Da ist es gar nicht so einfach, mit ihnen über die verschiedenen Religionen zu sprechen.

Dennoch ist das Wimmelbuch der Weltreligionen ein ganz tolles Buch für Kinder. Es ist ein Buch, welches Vielfalt aufzeigt und dazu einlädt andere Religionen (sowie die eigene) kennen zu lernen. Es ist aber auch ein Buch, welches viel Spaß macht, da man diese lebendigen Bilder einfach gerne betrachtet und neugierig ist, was es auf ihnen alles zu entdecken gibt.

Das Einzige, was ich ein bisschen schade finde, ist, dass jede Religion für sich steht und es keine Seite gibt, auf der die Religionen neben einander bestehen, aber vermutlich wäre das für Kinder auch zu verwirrend und unübersichtlich.

Wir können das Buch jedenfalls aus ganzem Herzen empfehlen. Ich kann es mir auch sehr gut im Schulunterricht oder im Kindergottesdienst vorstellen.

Das Wimmelbuch der Weltreligionen von Anna Wills und Nora Tomm, Beltz Verlag, ISBN: 978-3-407-82202-4, 13,95€

Lilly und Nikolas im Münsterland

Kennt ihr noch Lilly und Nikolas? Die beiden Geschwister, die mit ihren Eltern so gerne quer durch Deutschland reisen und dabei jede Menge erleben? Neulich habe ich bei der Blogtour zu dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ mitgemacht und letztes Jahr habe ich euch ihre Reise an die Mecklenburgische Ostseeküste vorgestellt. Weiter geht es jetzt mit „Abenteuer im Münsterland – Lilly, Nikolas und die Wildpferde“.

Inhalt des Buches

Dieses Mal hat die Familie von Lilly und Nikolas die Pfingstferien genutzt um ins Münsterland zu reisen, denn der Vater soll für einen Artikel Fotos vom Wildpferdefang machen. Während Lilly ganz begeistert davon ist, Pferde zu sehen und schon davon träumt auf einem Wildpferd zu reiten, geht Nikolas diesen Urlaub sehr skeptisch an. Aber schnell stellt sich heraus, dass das Münsterland auch andere spannende Dinge zu bieten hat. Münster selbst ist natürlich immer einen Besuch wert und ansonsten locken u.a. das Römermusem in Haltern, das Naturkundemusem in Münster oder der Barfußpfad ums Stift Tilbeck. Letztendlich runden dann aber doch die Wildpferde das Abenteuer ab bzw. sind sie das eigentliche Abenteuer, denn auf einmal steht Lilly dank eines Loses mit einem Wildpferd da. Was soll sie jetzt nur tun?

In dem Buch geht es in erster Linie um die Erlebnisse der Familie im Münsterland. Immer wieder werden die Wildpferde genannt, aber es gibt ansonsten kein Problem oder Geheimnis, welches gelöst werden muss, wie es in manchen anderen Büchern der Fall ist. Es geht also relativ ruhig zu. Dennoch war mein Sohn an dem Buch interessiert – selbst ohne Bezug zu den Orten. Man bekommt auch nicht nur Ausflugstipps geliefert, sondern man wird auch auf verschiedene Dinge aufmerksam gemacht (z.B. die Problematik von Plastik in den Meeren) und kann auch das eine oder andere aus dem Buch lernen.

Verlockende Ausflugsziele

Sehr gut gefällt mir, dass es die Unterkunft der Familie tatsächlich gibt. Ich habe sie mir direkt mal im Internet angeschaut. Auch die Ausflugsziele klingen sehr interessant und zum einen oder anderen Ort würde ich auch sehr gerne mal fahren. Letzte Woche habe ich gerade Urlaub im Münsterland gemacht und mir extra das Buch eingepackt, um vielleicht ein Ziel aus dem Buch anzusteuern. Das Familienhotel, in dem wir waren, war dann aber so toll, dass die Kinder dort so zufrieden gespielt haben, dass wir die ganze Zeit unser Auto stehen gelassen haben und die Kinder auf dem Hüpfkissen und auf der Kettcarbahn glücklich sein lassen. Dennoch werde ich mir die Ausflugstipps aus dem Buch merken. Bei einem Besuch bei meinen Eltern in Ostwestfalen lässt es sich sicherlich mal einrichten zum Allwetterzoo in Münster zu fahren, in dem ich trotz Studiums in Münster irgendwie noch nie war, und auch ein Zwischenstopp im Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde muss irgendwann mal drin sein. Es ist toll, dass man durch ein solches Buch, so viele schöne Anregungen für die Familie bekommt. Hier lernt man Ausflugsziele kennen, von denen man ansonsten vielleicht nie gehört hätte, und andere Ziele, wie u.a. der Zoo rufen sich in Erinnerung und man bekommt Lust auf eine Unternehmung.

Etwas schade finde ich es, dass es am Ende des Buches keine Übersicht der Ausflugsziele gibt. Dies würde einem das Aufsuchen der unterschiedlichen Orte doch sehr erleichtern. So muss man immer noch mal im Buch blättern um die Dinge zu finden, die einen interessieren.

Die Bücher von Lilly und Nikolas werden nicht nur von verschiedenen Autorinnen geschrieben, sondern auch von unterschiedlichen Illustratorinnen bebildert. Die Bilder sind gut und sie zeigen auch realistisch die Örtlichkeiten, aber ich hatte mich gerade so intensiv mit den Aquarellbildern in dem Buch „Neue Abenteuer auf Rügen“ beschäftigt, dass es mir ein wenig schwer fällt, mich nun wieder mit diesen Bildern zurecht zu finden. Gebäude, Tiere und Örtlichkeiten finde ich auch in diesem Buch richtig klasse, aber Lilly wirkt mir hier irgendwie zu „mädchenhaft“.

Insgesamt gefällt mir „Abenteuer im Münsterland“ gut. Ich finde einfach die Reihe von Lilly und Nikolas und das Konzept dahinter so klasse und ich freue mich schon auf die nächsten Bücher, die ich aus dieser Reihe lesen werde.

Abenteuer im Münsterland – Lilly, Nikolas und die Wildpferde von Juliane Jacobsen, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann, ISBN: 978-3-942428-74-3, 13,99€

Ab in den Zoo zu Pia Pinselohr und ihren Freunden

Vor Kurzem habe ich die Edition Pastorplatz besucht und euch hier auf meinem Blog von dem Besuch berichtet. Ihr wisst also schon, dass ich die Bücher aus diesem Verlag besonders gerne mag, denn sie sind einfach wunderschön gemacht.  Aber nun habe ich DAS Buch in dem Verlag entdeckt, welches mein Herz sofort erobert hat: „Pia Pinselohr“.

Das Buch ist einfach sooo toll! Allein die drei Hauptfiguren, das Pinselohrschwein Pia, das Alpaka Alfred und das lispelnde Erdmännchen Eddie, sind schon genial. Erdmännchen sind unglaublich süß und mit Pinselohrschweinen verbinde ich unsere ersten Tierparkbesuche in Aachen mit Bücherwürmchen. Es steht auch für seine unglaubliche Sprachentwicklung. Während andere Kinder in seinem Alter im Tierpark noch auf irgendetwas zeigten und „Da!“ sagten, sagte Bücherwürmchen: „Ich möchte zu den Pinselohrschweinen.“ Wie schön also, dass es ein Kinderbuch mit einem Pinselohrschwein gibt. Okay, es gibt schon die Geschichten von Tafiti und seinem Freund dem Pinselohrschwein Pinsel und Bücherwürmchen dachte auch zunächst, dass dieses Buch von den beiden Freunden handelt, aber erstens kann es von diesen Tieren ruhig noch mehr Bücher geben und zweitens ist „Pia Pinselohr“ etwas ganz besonderes. Das zeigte sich allein daran, dass ich das Buch Bücherwürmchen direkt zwei Mal vorlesen durfte, was bei ihm in letzter Zeit nicht mehr so häufig vorkommt.

Wunderschöne Gestaltung

Die Bilder in dem Buch überzeugen in ihrer Liebenswürdigkeit. Man spürt beim Anblick der Bilder die Sorgfalt und Liebe, die in ihnen steckt. Die Tiere sind niedlich gezeichnet, aber sie wirken dabei überhaupt nicht kitschig. Ihre Gesichtsausdrücke und ihre Körperhaltung spiegelt das Geschehen in der Geschichte perfekt wider.

Schön ist auch in diesem Buch die farbliche Unterscheidung der Sprecher, die wir bereits aus den anderen Büchern des Verlags kennen. Das sieht nicht nur gut aus, es hilft auch ungemein beim Vorlesen des Textes, denn so kann man auch beim ersten Vorlesen die Sprecher direkt unterscheiden und mit unterschiedlichen Stimmen vorlesen.

Spannende Zoo-Geschichte

Aber auch die Geschichte ist rund und überzeugend. Pia, Alfred und Eddie sind gute Freunde. Sie halten immer zusammen und ertragen gemeinsam die Gemeinheiten der großen Tiere wie Elefant, Tiger und Eisbär. Aber sie haben auch noch jemanden auf ihrer Seite: Tierpfleger Theo gibt den Dreien bei der Fütterung immer noch eine Extra-Streicheleinheit. Allerdings ist Theo schon alt und er hat nun seinen letzten Arbeitstag. Die Tiere sind traurig, aber bestimmt wird der neue Tierpfleger auch nett sein. Ist er aber nicht. Er kümmert sich nur schlampig um das Allernotwendigste und zwingt den großen Tieren Kunststücke auf. Pia, Alfred und Eddie sind verzweifelt. Was sollen sie nur tun? Wenn doch nur Theo mal vorbei käme. Eines Tages erfährt Pia durch Zufall, dass sie als Pinselohrschwein schwimmen und tauchen kann und so steht ihr Entschluss fest: Über Bach und Fluss wird sie zu Theo gelangen und ihn in den Zoo bringen…

Das Buch bietet also einiges an Spannung. Bücherwürmchen wird richtig wütend auf den neuen Tierpfleger und fiebert ordentlich bei Pias Plan mit. In dem Buch geht es um Freundschaft, Verzeihen können und den Mut, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es spricht aber auch ansatzweise Themen wie Tierschutz und artgerechte Tierhaltung an. Die Tiere werden etwas vermenschlicht dargestellt, aber dennoch geht es um das richtige Futter und Eigenschaften der Tiere und es richtet sich ganz klar gegen Dressur von Tieren.

Uns hat das Buch „Pia Pinselohr“ voll und ganz überzeugt und wir können es nur weiterempfehlen. Auf den Seiten ist bereits recht viel Text, aber da es so reich farbig bebildert ist, würde ich es Kindern ab 4/5 Jahren genauso wie ein ausführliches Bilderbuch vorlesen. Es eignet sich aber natürlich auch für etwas ältere Kinder (ab circa 8 Jahren) zum Selberlesen.

Pia Pinselohr, Text von Gordon Detels, Illustrationen von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-19-5, 16€

Buch-Tipps des Monats (Mai)

Ein neuer Monat hat begonnen und so hängt nun auch im Kindergarten ein neues Blatt mit drei kurzen Buchempfehlungen aus, die ich euch natürlich auch nicht vorenthalten möchte.

Hier meine Empfehlungen vom Mai:

Ab 2 Jahren

  • Gereimter Text
  • Kinder machen aktiv mit
  • Fröhliche Bilder
  • Sehr niedlich

Sei kein Frosch und küss mich! von Nastja Holtfreter, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1518-8, 8,95€

Ab 3 Jahren

  • Warmherzige Geschichte
  • Tolle Charaktere
  • Thema: Freundschaft
  • Bilder mit vielen Details
  • Beginn einer Buchreihe

Onno & Ontje – Plötzlich allerdickste Freunde! Von Thomas Springer und Matthias Derenbach, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-66920-3, 12,99€ (auf dem Blog habe ich den Folgeband: Ein Freund hilf dem anderen! Immer! vorgestellt)

Ab 5 Jahren

  • Zum Vorlesen
  • Fantasievolle und spannende Abenteuergeschichte
  • Sympathische Hauptfigur
  • Bunte Illustrationen

Die Gorgel von Jochem Myjer, illustriert von Rick de Haas, übersetzt von Rolf Erdorf, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2789-0, 17,90€

Mit Superaugen spannende Wesen entdecken: Die Gorgel

Mittlerweile lesen wir Bücherwürmchen vor allem abends als Gute-Nacht-Geschichte immer Kinderbücher vor. Abend für Abend gibt es dann ein weiteres Kapitel. Als letztes haben uns „Die Gorgel“ ins Bett begleitet.

Da die Kapitel in diesem Buch recht kurz sind, die Geschichte aber so spannend, wurden hier ausnahmsweise auch mal zwei Kapitel nacheinander gelesen. Wir wollten schließlich alle wissen, wie es weitergeht. Gemein ist nur, dass mein Mann und ich mich mit dem Zubettbringen abwechseln und man so leider immer einen Teil der Geschichte nicht mitbekommt, den man dann am liebsten noch schnell vor dem Vorlesen lesen möchte, aber da schimpft dann das Bücherwürmchen, wenn es nicht direkt losgeht.

Von Gorgeln und Scheußlingen

Ihr merkt also schon: „Die Gorgel“ haben uns gut gefallen. Wer aber sind denn nun die Gorgel? Es sind kleine Wesen mit haarigen, spitzen Ohren, die beinahe wie ein kleines Wollknäuel aussehen. Vielleicht klingt diese Beschreibung nach einem niedlichen Wesen, aber die Gorgel haben auch eine sehr wichtige Aufgabe, denn sie bewachen Kinder, die in Gefahr sind und beschützen sie im Schlaf. Von wem Gefahr droht? Na, von den Scheußlingen, denn diese pusten den Kindern in den Monaten mit „R“ in den Mund, so dass sie krank werden. Eigentlich kann niemand Gorgel und Scheußlinge sehen, doch Melle, der Junge aus dem Buch, hat Superaugen, genauso wie sein Opa früher und so entdeckt er Bobba, einen Gorgel, in seinem Zimmer. Es dauert nicht lange und Melle erlebt mit, wie ein Scheußling ihn angreift und wie Bobba ihn verteidigt, doch leider wird Bobba dabei verletzt. Nun beginnt das Abenteuer so richtig, denn Bobba muss gerettet und die Scheußlinge müssen vertrieben werden.

Warmherzige Abenteuergeschichte

Die Gorgel“ ist eine tolle Abenteuergeschichte für Kinder. Es geht spannend zu und man möchte gerne wissen, wie alles weitergeht und wer genau die Gorgel und die Scheußlinge sind, aber es wird nie zu aufregend und gruselig. Die Geschichte beinhaltet Fantasie, eine sympathische Hauptfigur und ein Abenteuer, welches bestanden werden muss. Außerdem ist das Buch bunt und ansprechend in weichen Farben illustriert. Auf fast jeder Doppelseite befindet sich mindestens ein kleines Bildchen. Es gibt aber auch Bilder, die eine ganze Seite einnehmen. Die Kapitel sind, wie bereits geschrieben, recht kurz. Sie lassen sich prima vorlesen, aber etwas geübtere Leseanfänger können sich durchaus auch schon  mal selber an ein solches Kapitel heranwagen.

Die Gorgel von Jochem Myjer, illustriert von Rick de Haas, übersetzt von Rolf Erdorf, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2789-0, 17,90€

Ein Buch voller Teekesselchen

Spätestens seit den Horst & Helga-Geschichten in der Gecko-Zeitschrift, bei denen es stets um Missverständnisse rund um ein Wort geht, haben wir Spaß an Teekesselchen. Als ich nun das Buch „Zwei Bilder – ein Wort“ gesehen habe, wusste ich direkt, dass dies genau das richtige Buch für Bücherwürmchen ist.

Auf einer Doppelseite befinden sich zwei Bilder, wobei sich das linke und das rechte Bild jeweils mit demselben Begriff bezeichnen lassen. Dieser Begriff steht jedoch nicht dabei, sondern soll von den Betrachtern herausgefunden werden. Wenn man wirklich mal gar nicht drauf kommen sollte, kann man aber am Ende in den Lösungen nachschauen.

Es macht sehr viel Spaß sich dieses Buch anzuschauen und zu rätseln. Dabei erlebt man so manchen Aha-Effekt.

Förderung des Wortschatzes

Zunächst habe ich in dem Buch nur ein tolles Buch rund um Spiele mit der Sprache gesehen, aber ich habe festgestellt, dass es auch klasse zur Förderung des Wortschatzes ist. Zum einen können sich Kinder manche Begriffe durch das bekannte Bild erschließen und zum anderen nehmen sie die neuen Wörter, die sie hier lernen ganz rasch auf. Durch die Verbindung der zwei unterschiedlichen Bedeutungen können sie sich die für sie neuen Bezeichnungen sehr schnell merken, denn die Wörter an sich sind für sie ja nicht neu. Nachdem wir das Buch angeschaut haben, hat Bücherwürmchen in einem Wimmelbuch zum ersten Mal Nonnen als „Schwestern“ bezeichnet und auf der Straße entdeckte er auf einmal ein Fahrzeug namens „Raupe“.

Die Bilder selber haben uns nicht so sehr angesprochen, denn sie wirken wenig lebendig und kraftvoll, aber letztendlich blieb auch dadurch der Spaß an den Rätseln ungetrübt.

Zwei Bilder – ein Wort von Mirja Winkelmann, Prestel, ISBN: 978-3-7913-7290-7, 12,99€

Das Rap-Huhn rappt nun im Bilderbuch

Kennt ihr das Lied „Das Rap-Huhn“? Für mich wird es wohl immer eine ganz besondere Bedeutung haben. Zum einen habe ich es gemeinsam mit Freunden und viel alberner Freude im Referendariat kennen gelernt und zum anderen haben es genau diese Freunde für unsere Hochzeit umgedichtet. Kein Wunder also, dass ich das gleichnamige Buch aus dem Carlsen Verlag unbedingt haben musste.

Das Rap-Huhn“ ist ein Bilderbuch mit Liedern und so wundert es nicht, dass es auch als Musical  bei www.eres-musik.de erhältlich ist. Und wie wir es von dem Autoren-Duo Jörg Hilbert und Felix Janosa bereits von den Ritter Rost-Büchern kennen, wird natürlich auch das Bilderbuch vom Rap-Huhn mit CD, auf der sich sowohl die Geschichte als auch die Lieder befinden, geliefert.

Hühnern auf dem Land begegnet das Rap-Huhn aus der Stadt

Die Geschichte ist nicht sonderlich lang: Auf dem Land leben die drei Hühner Hennrike, Hennriette und Huhnigunde mit dem Küken Eggbert. Sie fühlen sich hier wohl, doch eines Tages kommt das Rap-Huhn bei ihnen vorbei und schwärmt davon, wieviel cooler es doch in der Stadt sei. Während die Hühner staunen, ist Eggbert skeptisch und lässt sich nicht so leicht etwas vormachen. Aber das Rap-Huhn möchte den Tieren auf dem Land beweisen, dass es cool ist und kommt zunächst mit einem aufblasbaren Krokodil zurück, welches schnell enttarnt ist. Als das Rap-Huhn dann jedoch mit einem Riesenei ankommt, lassen es sich die Hühner nicht nehmen, dieses auszubrüten und auf einmal haben sie es mit einem Brontosaurus zu tun und das Rap-Huhn muss gestehen, dass es das Ei im Eier-Museum gemopst hat. Es hat sich so sehr gewünscht, dass die Landhühner es cool finden, aber diese sind auch so bereit, mit dem Rap-Huhn mal einen Ausflug in die Stadt zu machen.

Die Lieder, bei denen im Buch nur der Text ohne Noten abgedruckt ist, sind flott und machen viel Spaß und man hat nach dem Hören schnell den einen oder anderen Ohrwurm.

Auch die Bilder sind fröhlich, aber nicht zu kindlich. Besonders gut gefallen mir die Bilderstreifen, die teilweise an den Seitenrändern abgedruckt sind und die in einer Abfolge von einzelnen Bildern die Liedtexte humorvoll darstellen.

Tolle Lieder und Bilder, aber…

Die einzelnen Komponenten sind nicht schlecht, vor allem die Lieder und Bilder können überzeugen, aber dennoch bin ich insgesamt von dem Bilderbuch eher enttäuscht. Einige Lieder existierten bereits bevor diese Geschichte erschienen ist und so wirkt alles auch irgendwie etwas zusammengeschustert und nicht zwingend logisch zusammenhängend, teilweise erscheint das eine oder andere Lied sogar etwas fehl am Platz. Die Geschichte ist recht dünn und man fragt sich am Ende auch, was denn nun aus dem Dinosaurier geworden ist. Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass das Ganze als aufgeführtes Musical sehr gut wirkt und dann ist dieses Bilderbuch natürlich eine schöne Erinnerung für die Kinder an ihre Aufführung. Außerdem muss ich zugeben, dass mein Sohn sich die CD gerne im Auto angehört hat. Ein Fehlkauf ist dieses Buch sicherlich nicht, aber ich hätte von dem Bilderbuch mehr erwartet.

Das Rap-Huhn – Mit Liedern und Geschichte auf CD von Jörg Hilbert und Felix Janosa,  Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51896-5, 16,99€

Buch-Tipps des Monats (April)

Seit diesem Monat hänge ich nun im Kindergarten Buchtipps aus. Dazu wähle ich drei Bücher für Kinder verschiedenen Alters aus und nenne dazu ein paar kurze Stichworte. Auf längere Texte verzichte ich in diesem Zusammenhang, denn ich weiß, dass viele Eltern kaum Zeit haben einen Blick beim Bringen oder Abholen der Kinder auf die Pinnwand zu werfen.

Hier seht ihr meine Empfehlungen vom April:

Ab 2 Jahren

  • Wiederkehrende Struktur
  • Witzige Überraschung
  • Lautmalerische Elemente wie „pitsch patsch“
  • Tolle Gesichtsausdrücke der Tiere

So müde und hellwach von Susanne Straßer, Peter Hammer Verlag, ISBN: 978-3-7795-0564-8, 14,90€

Ab 3 Jahren

  • Viel zu entdecken
  • Reime, die selbst ergänzt werden können
  • Abenteuer und Freundschaft
  • Wenig Text

Antonia war schon mal da von Max Fiedler und Patrick Wirbeleit, Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-108-4, 16€

Ab 5 Jahren

  • Thema: Angst vor der unbekannten Schule
  • Fehler machen, ist nicht schlimm
  • Wunderschöne Gestaltung
  • Lässt sich toll vorlesen

Myka und die Versteckschule von Asja Bonitz, illustriert von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-13-3, 17,50€

 

 

Spannende Zeitreise in die Zeit von Goethe

Nach den Büchern „Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ und „Mit der Saubohne zu den Wikingern“ gibt es nun endlich ein neues Abenteuer von Mette und Theo mit dem magischen Tulpenbaum: Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

Mette und Theo helfen wieder die Samen alter Gemüsesorten für Almas geheimen Garten zu finden. Dieses Mal reisen sie nach Weimar um dort die Samen der Nachtkerze zu finden. Dabei laufen sie nicht nur Gustel über den Weg, sondern begegnen auch seinem Vater Goethe. Es geht auch in diesem Abenteuer wieder spannend zu. In der heutigen Zeit begegnet ihnen ein unheimlicher Mann, der scheinbar etwas über das Geheimnis des Tulpenbaums weiß und in der Goethezeit haben Mette und Theo nicht nur Schwierigkeiten die Samen, die sie zur Rückreise benötigen, zu finden, sondern müssen auch um den Tulpenbaum bangen, der von der Esplanade entfernt werden soll um die Herzogin nicht zu stören…

Eine seltene Epoche im Kinderbuch

Auf den ersten Blick scheinen die Rahmenbedingungen der Geschichte vielleicht nicht sonderlich spannend zu sein, aber ich finde es gerade toll, dass hier mal nicht ein übliches geschichtliches Thema für Kinder verwendet wird. Klar, erst einmal werden Kinder zu Themen wie Steinzeit und Wikinger und ähnliches greifen. Goethe und seine Zeit wird ihnen nicht unbedingt etwas sagen. Aber wenn Kinder bereits die ersten zwei Bücher aus der Reihe „Almas geheimer Garten“ gelesen haben, werden sie auch neugierig sein, wie es mit Mette und Theo weitergeht und wohin sie der Tulpenbaum beim nächsten Mal bringt und schwupps befinden sie sich im Weimar der Goethezeit. Hier können Kinder mal eine andere Epoche als sonst kennen lernen. Und gerade weil es zu dieser Thematik kaum vergleichbare Bücher gibt, war ich auf den Inhalt sehr gespannt. Das Buch hat knapp 80 Seiten – was kann man da überhaupt verständlich hineinpacken?

Viele historische Hintergründe eingebaut

An dieser Stelle muss ich ein großes Lob an die Autorin Birgit Hedemann aussprechen. In diesem Buch steckt unglaublich viel drin, was man zunächst vielleicht gar nicht so annehmen würde. Natürlich kann alles nur kurz angerissen werden, aber man bekommt beim Lesen dennoch einen Eindruck der Zeit und man wird neugierig auf die Hintergründe, die man im besten Falle gemeinsam mit den Eltern oder in der Schulklasse ein wenig ergründet. Selbst ich als erwachsene Leserin habe mir zu dem einen oder anderen angesprochenen Punkt in diesem Buch noch einmal ein paar weitere Informationen geholt. In dem Buch ist einfach nichts dem Zufall überlassen worden. Hier steckt unheimlich viel Wissen drin, welches einen aber nicht überfordert, sondern in kindgerechter Form passgenau in die Geschichte mit eingebunden wird. Das ist wurde wieder einmal richtig gut gemacht.

Allein die Reise zu Goethe ist genial ausgewählt. Sie führt uns nicht nur nach Weimar, sondern auch zu einem echten Pflanzenkenner, denn Goethe hat sich in seinem Leben intensiv mit Botanik beschäftigt. Er kommt also nicht nur als wichtige geschichtliche Persönlichkeit in diesem Buch vor, sondern er passt auch hervorragend zu dieser Bücherreihe, in der es neben den Reisen in die Vergangenheit ja auch um alte Pflanzen geht.

Der Leser erfährt in dem Buch direkt ein wenig aus dem Leben Goethes. So treffen Mette und Theo hier auf seinen Sohn Gustel (August) und sie dürfen auch das Gartenhaus im Weimarer Ilmpark besuchen.

Alte Berufe wie der Putzmacher sowie der Verkauf des Fleischs in einer Fleischbank werden genannt, wir begegnen der Herzogin Anna Amalia, erleben wie beschwerlich und gefährlich das Reisen in Postkutschen war und hören alte Worte wie „schlampampen“ (schlemmen) oder „Eisenkuchen“ (Waffeln). Natürlich tragen Mette und Theo auch bei diesem Abenteuer die übliche Kleidung der Zeit.

All dies sind Dinge, die neugierig auf mehr machen. Auch die Pflanze (Nachtkerze oder Schinkenwurz), um die es in diesem Buch geht, regt zu eigenen Nachforschungen an, denn sie hat spannende Eigenschaften und ist vermutlich den meisten Lesern erst einmal nicht bekannt. Sie hat aber auf jeden Fall wieder einen interessanten Namen.

Ein Buch zum Vorlesen und Selberlesen

Das Buch gehört zur Reihe „Die Bücher für geübte Erstleser“. Das Wort „geübte“ sollte man hier keinesfalls überlesen, denn für die allerersten eigenen Bucherfahrungen beim Lesen ist der Text noch zu umfangreich. Ansonsten bietet das Buch aber eine tolle Lektüre für Kinder, die dabei sind die Welt der Bücher lesend zu entdecken. Es gibt hier schon eine Geschichte mit mehreren Kapiteln in ordentlicher Länge, aber auf jeder Doppelseite befindet sich auch noch eine (schwarz-weiß) Illustration, was Kindern in diesem Alter noch sehr wichtig ist. Interessant sind hier die lebendigen Gesichtsausdrücke der Figuren, die die Gefühle und Gedanken sehr gut widerspiegeln.

Jüngeren Kindern ab circa fünf Jahren kann man das Buch auch schon prima vorlesen.

Insgesamt kann ich auch dieses Buch der Reihe wieder vollständig empfehlen: Spannend, interessant und gut zu lesen, einfach eine fesselnde und informative Lektüre, die die Neugier weckt!

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Almas geheimer Garten: Mit dem Schinkenwurz zu Goethe von Birgit Hedemann, illustriert von Maria Ernicke, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-39-3, 8,99€