Vorlesen: Paule Pinguin allein am Pol

Wie bereits angekündigt, möchte ich euch nun von der Vorlesestunde mit dem Buch „Paule Pinguin allein am Pol“ erzählen.

Bei unserem Eingangslied singen mittlerweile immer mehr Kinder mit. Das ist richtig schön.

Malen – Lesen – Malen

Anschließend habe ich ein schwarzes Blatt Papier auf den Tisch gelegt und angefangen darauf mit einem weißen Stift zu malen: Regen, ein durchgestrichenes Brötchen, einen Handschuh

Manchmal hat man schlechte Laune. Es nervt, wenn es regnet, Handschuhe anziehen kann ganz schön blöd sein und es kann einen auch ärgern, wenn es zum Frühstück keine Brötchen, sondern nur Toast gibt.

Was macht den Kindern schlechte Laune? Worüber ärgern sie sich? Schnee im Auge, frühes aufstehen, ins Bett gehen, aufräumen, wenn Matsche und Regen an die Hose spritzt – das alles durfte ebenfalls aufgemalt werden.

Dann habe ich den Kindern einen Duplo-Pinguin vorgestellt: Paule, der richtig schlechte Laune hat. Von dem handelt heute unser Buch, welches ich nun auf die Wolke gelegt habe. Die Kinder haben wieder ordentlich gepustet, damit sich die Wolke mit dem Buch erheben konnte und nachdem der Gong ausgeklungen war, habe ich mit dem Vorlesen begonnen.

Die Kinder hatten viel Spaß. Sie mussten über Paules Gejammer richtig lachen.

Im Anschluss an das Buch durften die Kinder auf einem großen hellen Papier in bunten Farben aufmalen, was das Leben schön macht und worüber sie sich freuen. Dabei entstanden ganz viele Sonnen, aber sie haben auch schöne Kleider, Eis, Rutschen und Schaukeln sowie Blumen aufgemalt.

Abschlusslied

Zum Abschluss habe ich dann heute noch ein Abschlusslied eingeführt. Es ist ein Abschiedslied, welches ich noch aus meiner eigenen Kindheit (von der musikalischen Früherziehung?) kenne und dessen Text ich ganz leicht abgeändert habe:

 

Fertig, fertig, Schluss und aus (dazu haben wir geklatscht)

Alle geh’n wir jetzt hier raus (auf die Tür zeigen)

Viel gibt’s noch zu lesen (wir tun so als würden wir in einem Buch lesen), werdet ihr schon seh’n (eine Hand über die Augen halten und sich umblicken)

Darum soll’s am Dienstag weiter geh’n.

 

Und so ist es auch, morgen, am Dienstag, wird es die nächste Vorlesestunde im Kindergarten geben.

 

Paule Pinguin allein am Pol von Jory John und Lane Smith, übersetzt von Andreas Steinhöfel, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51854-5, 14,99€

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Rezension: Nilas und die Piraten

Wir gehen regelmäßig und gerne zu Kindertheateraufführungen. Dabei sind auch immer wieder schöne Puppenspiele. Sehr gerne würde ich mir auch mal ein Puppenspiel von Tina Birgitta Lauffer anschauen, aber leider tritt sie eher in einer anderen Gegend Deutschlands auf. Das Schöne ist aber, dass es einige ihrer Stücke auch als kleines Buch mit Softcovereinband gibt. So können wir hier in der weit entfernten Eifel zumindest die Geschichten zu den Puppenspielen lesen und sie uns Dank der Fotografien in dem Buch auch gut vorstellen. Für die kleinen Theaterbesucher sind die Bücher natürlich eine ganz tolle Erinnerung an die erlebte Aufführung.

Ein Puppenspiel als Bilderbuch

Auch „Nilas und die Piraten“ ist ein solches Buch. Die Illustrationen bestehen aus Fotos, die mit den Puppen sowie verschiedenen Accessoires einzelne Szenen darstellen. Bilder und Figuren gefallen mir wirklich gut. Sie machen Lust auf die Geschichte. Pro Seite ist eine Menge an Text vorzulesen, was bei Kindern ab vier Jahren aber kein Problem sein dürfte.

Der Text lässt sich gut lesen. Er ist lebendig geschrieben und man kann ihn sich sehr gut erzählt vorstellen, was dem Buch aber überhaupt nicht schadet. Wenn man weiß, dass es sich um ein Puppenspiel handelt, dann kann man sich das bei dem Buch sehr gut vorstellen, aber es funktioniert auch sehr gut als Buch. Das Puppenspiel drängt sich hier nicht unangenehm in den Vordergrund. Bei dem Buch „Der Schneemann und der Hase“ werden die Dialoge in gelesener Form ein wenig langweilig, das ist hier gar nicht der Fall. Die Geschichte wurde hier noch deutlich besser in eine andere Darstellungsform übertragen.

Und nun zur Geschichte:

Nilas verbringt seine Ferien bei Oma und Opa, was er eher langweilig findet. Schließlich geht er mit dem Hund Fussel an den Strand um dort wie ein Pirat einen Schatz zu finden. Und ausgerechnet auf dieses Land  läuft das Schiff Aurora auf. Es ist das Schiff von Kapitän Knurrbart und seiner Tochter Pira, zwei waschechte Piraten. Pira entdeckt den schlafenden Nilas und fesselt ihn kurzerhand. Immerhin sieht er mit seiner Augenklappe aus wie ein Pirat und außerdem scheint er ihren Hund Fussel entführt zu haben. Da ist es besser ihn erst einmal mit aufs Schiff zu nehmen, ein Missverständnis nimmt seinen Lauf und auf einmal sind Nilas Ferien gar nicht mehr langweilig…

Nilas und die Piraten von Tina Birgitta Lauffer, Verlag Monika Fuchs, ISBN: 978-3-940078-66-7, 6,50€

 

 

Rezension: Am Schneesee

Mögt ihr Sprachspiele und Zungenbrecher? Dann kauft euch unbedingt das Bilderbuch „Am Schneesee“.

Dieses Buch ist einfach herrlich und macht unglaublich viel Spaß. Hier werden wunderbare lange Wörter mit ganz vielen „es“ gebildet und man wird richtig neugierig auf die nächsten Wörter. Was lässt sich wohl an den Schneesee noch so alles dran hängen?

Alles beginnt am Schneesee, einem See, der eben immer voller Schnee war. Aber um den See herum wächst Klee, der Schneeseeklee, und in diesem Klee steht ein Reh – klar, das Schneeseekleereh. Dieses Reh wird von der Schneeseekleerehfee geliebt, welche einen Schneeseekleerehfeedrehzeh hat. Ja, sie hat einen ganz besonderen Zeh, nämlich einen zum Drehen. Ihr merkt schon, wie dieses Buch aufgebaut ist, nicht wahr? Das ist einfach toll und es geht natürlich noch weiter, denn die Fee dreht ihren Drehzeh zu sehr, so dass er weh tut und die Schneeseekleerehfee mit Schneeseekleerehfeezehweh zur Hackenhexe mit den Hackenhaxen geht um sich Hilfe zu holen… Da muss man irgendwann schon ganz schön aufpassen, dass man sich nicht verhaspelt und die Kinder haben eine Riesenfreude daran und zwar sowohl an den Mühen der Erwachsenen als auch an eigenen Aussprechversuchen dieser endlos langen Wörter.

Das Märchen selbst ist gar nicht neu, sondern steckt eigentlich bereits in einem dicken Buch von Franz Fühmann, aber ich bin sehr froh, dass es nun ein eigenes Buch bekommen hat, denn ansonsten hätte ich es gar nicht kennen gelernt. Und ich finde auch, dass ein Buch mit dieser herrlichen Geschichte ein Bilderbuch sehr gut ausfüllt.

Spezielle Illustrationen

Es ist natürlich auch bunt und vielleicht ein wenig eigenartig, aber auch originell und liebevoll illustriert. Besonders auffällig an der Fee, die wie ein fröhliches Mädchen aussieht, sind natürlich die großen Füße, die in blauen Socken stecken, wobei jeweils ein Zeh hinausschaut. Die Farben im Hintergrund sind eher blass. Im Rasen ist keine Struktur zu sehen, alles ist recht flächig und einfarbig dargestellt, aber ganz am Rand sieht man dann doch Berge, auf denen vereinzelt Bäume stehen. Die Landschaft ist somit nur angedeutet. Im Vordergrund stehen die Figuren sowie das Haus der Hexe und der Fee. Alles ist recht übersichtlich, aber man kann dennoch witzige Details entdecken. Besonders groß sind die Köpfe dargestellt. Bei der Fee ist er zwar nur durch den großen Hut so gewaltig, aber das Kinn der Hexe reicht dieser bis zur Mitte des Körpers und auch die Katze hat einen großen dreieckigen Kopf. Diese Bilder irritieren durchaus zunächst, aber sie schrecken keineswegs ab, sondern wecken nur noch mehr das Interesse an diesem Buch.

Insgesamt ist „Am Schneesee“ absolut empfehlenswert – für Kinder und Erwachsene. Es ist ein Buch, welches man gemeinsam gerne liest, welches Spaß macht und welches irgendwie einfach besonders ist.

Am Schneesee von Franz Fühmann und Kristina Andres, Hinstorff Verlag, ISBN: 978-3-356-02095-3, 14,99€

Rezension: Mein superdickes Kindergarten-Kreativbuch

Momentan ist es draußen ja schon richtig herbstlich. Es beginnt also wieder die Zeit, in der man sich vermehrt drinnen aufhält. Eine Zeit, in der man es sich bei einem Buch oder einer schönen Bastelei gemütlich machen kann.

Viele schöne Ideen für Kinder zwischen vier und sechs Jahren findet man in dem Buch „Mein superdickes Kindergarten-Kreativbuch“. Hier können die Kinder sich feinmotorisch und kreativ auslassen. Es gibt Rätsel, Linien, die nachgemalt werden müssen, Bilder, auf denen etwas fehlt, was die Kinder dann dazu malen können, kleine Labyrinthe, Bilder, die ausgemalt werden können, Suchbilder und vieles mehr. Sogar kleine Zeichenanleitungen für Tiere sowie Bilder, die ausgeschnitten und aufgeklebt werden sollen, findet man in dem Buch. Mein Sohn hatte leider nicht viel Lust sich mit dem Buch auseinander zu setzen, aber er hatte große Freude an den Bildern, die man mit Handabdrücken oder mit der Fingerstempel-Technik ergänzen soll.

    

Die Bilder sind bunt, freundlich und motivierend gestaltet. Auch der Platz auf den Seiten wurde großzügig genutzt, so dass Kinder ohne Probleme ihre eigenen Zeichnungen hier unterbringen können.

Mir gefällt das Buch sehr gut und ich finde auch, dass die Aufgaben zur Kreativität anregen, insbesondere die Bilder, die zum Weitermalen auffordern. Mal soll man Trecker fertig zeichnen, dann darf man sich überlegen, wer im Cockpit des Raumschiffes sitzt, auf einer weiteren Seite muss ein Roboter fertiggebaut werden und wieder auf einer anderen Seite darf man das Schild von Ritter Klaus gestalten. Auch die Rätsel sind nett. Die Kinder müssen zum Beispiel herausfinden, welches Bild nicht zu den anderen passt oder wie eine Reihe fortgesetzt wird.

Mini-Künstler: Mein superdickes Kindergarten-Kreativbuch, illustriert von Hartmut Bieber, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62270-3, 9,99€

Rezension: Guck mal, wer lebt im Wald?

Kann man aus einem Sachbuch ganz ohne Text etwas lernen und erfahren?  Was lässt sich alles allein durch Bilder erklären?

Antworten auf diese Fragen bekommt man in dem Naturführer in Bildern „Guck mal, wer lebt im Wald?“ Ja, das kann man und zwar eine ganze Menge!

Toller Aufbau

Das Buch ist unglaublich toll aufgebaut. Es stellt 10 Tiere genauer vor und zwar immer nach dem selben Schema und mit Hilfe von Symbolen, die anzeigen, worüber man gerade informiert wird: Die Tiere werden in Komplett- und Detailansichten gezeigt, man erfährt etwas über ihre Größe und über ihre Lebensräume, es wird gezeigt, was die Tiere fressen und wer ihre Fressfeinde sind, man kann ihre Entwicklung nachvollziehen und sehen wie sie sich im Laufe der Jahreszeiten verhalten, man sieht, welche Tiere mit ihnen verwandt sind und man bekommt sogar zu jedem Tier eine Mitmach-Idee oder Anregung.

Die Reihenfolge dieser Symbole ist bei jedem Tier die gleiche, so dass Kinder sich die Tiere schnell selbst erschließen können. Im Buch wird vorgeschlagen, dass man zwei Tiere gemeinsam mit dem Kind bespricht und es sich im Anschluss daran die anderen Tiere zunächst selbst erschließt. Das klappt auch tatsächlich sehr gut.

Durch Bilder lernen

Sehr spannend finde ich es, dass Kinder mit dieser Art von Buch überhaupt kein Problem haben. Es fällt ihnen nicht schwer, die Informationen aus den Bildern zu entnehmen. Uns Erwachsenen geht es da ganz anders. Am Anfang des Buches hätte man es deutlich lieber, wenn einem die Bilder noch in Worten erklärt werden. Dieses Gefühl lässt aber nach, wenn man sich länger mit dem Buch beschäftigt. Und am Ende des Buches bekommt man zumindest noch die dargestellten Tiere und Pflanzen namentlich genannt, was sehr hilfreich ist, um Nahrung, Fressfeinde etc. korrekt benennen zu können.

Es ist sehr interessant, wie gut Kinder die Informationen aus dem Buch aufnehmen und sie auch direkt miteinander vergleichen. Dieses Buch wird nicht nur konsumiert, sondern Kinder denken hier aktiv mit. Sie stellen zum Beispiel Parallelen zwischen verschiedenen Tieren fest oder sehen wie Nahrung und Fressfeinde zweier Tiere miteinander zusammenhängen.

Kindgerechte Darstellungen

Die Bilder sind klar strukturiert und man kann alles gut erkennen. Sie sehen nicht wie Fotos aus, sondern eher wie am Computer hergestellte Bilder, aber es sind dennoch realistische Darstellungen, die den Blick auf das lenken, was gezeigt werden soll. Sehr gut gefällt mir, dass auch die Größe über Bilder angezeigt wird und zwar wird das Tier zum Beispiel im Verhältnis zu einem Geldstück oder einem Bleistift gezeigt.

Mitmachideen können kleine Basteleien sein, aber es wird auch gezeigt, dass eine Kröte, die man in die Hand genommen hat, wieder freigelassen werden soll und man sich anschließend die Hände waschen muss.

Guck mal, wer lebt im Wald?“ ist ein äußerst empfehlenswertes Buch. Es wendet sich vor allem an Kinder im Kindergartenalter, aber auch jüngere Grundschulkinder lernen aus dem Buch noch einiges. Und wir Erwachsene lernen bei dem Buch ebenfalls, dass es nicht immer erklärender Worte bedarf um etwas zu verstehen. Auch Bilder tragen jede Menge Informationen.

Guck mal, wer lebt im Wald? Naturführer in Bildern, entwickelt von der Deutschen Wildtier Stiftung, Lektorat Sarah Roller und Julia Chin, Produktion Charlotte Stiefel, neunmalklug Verlag, ISBN: 978-3-945677-06-3, 15€

Bilderbücher von Astrid Lindgren

Ich habe euch gerade schon eine kleine Übersicht über die großen Astrid Lindgren-Bücher gegeben. Es fehlen allerdings u.a. noch die Mädchenbücher. Jetzt möchte ich euch aber erst einmal noch ein paar der Bilderbücher zeigen:

 

Tomte Tummetott ist ein Wichtel und bewacht Haus und Hof. Wenn alle schlafen, schleicht er durch die Ställe und schaut, ob alles in Ordnung ist. Er spricht auf die Tiere im Winter ein und lässt sie vom nahenden Frühling träumen.

Tomte Tummetott von Astrid Lindgren, illustriert von Harald Wiberg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-8415-0000-7, 12,90€

 

Tomte Tummetott bewacht den Hof der Menschen und das ist gut so, denn der Fuchs schleicht sich hier des Nachts herum und sucht nach etwas zu fressen. Besonders interessant ist der Hühnerstall für ihn, doch der wachsame Tomte hindert ihn daran ein Huhn zu stehlen. Tomte Tummetott hat dennoch Mitleid mit dem hungrigen Fuchs und teilt von nun an seine Grütze mit ihm.

Tomte und der Fuchs von Astrid Lindgren, illustriert von Harald Wiberg, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6131-5, 12,90€

 

Bald ist Weihnachten. Da werden auch bei Madita noch einige Vorbereitungen für das Fest getroffen. Leider kann Madita aber nicht mit in die Stadt fahren, da sie krank ist. Aber ihre Schwester Lisabet ist gesund und fährt mit Alva Geschenke kaufen. Doch dann soll sie vor dem Geschäft auf Alva warten und dort sieht sie einen Pferdeschlitten stehen. Lisabet möchte unbedingt mal ausprobieren, ob sie auch auf den Kufen hinten stehen und fahren kann. Nur mal ganz kurz. Doch schon ist der Schlitten aus der Stadt gefahren – mit Lisabet hinten drauf. Und er will einfach nicht anhalten…

Guck mal, Madita, es schneit! von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6035-6, 12,90€

 

Dies ist ein Buch zu dem Film mit Bildern aus diesem. Auf Saltkrokan ist nun auch Malins kleine Tochter Jule. Diese möchte natürlich beim Spielen überall dabei sein. Und gespielt wird auf Saltkrokan immer. Hier sind genug Kinder und Opa Melcher spielt schließlich auch unheimlich gerne. Gemeinsam wird ein großer Seeräuber-Spieltag verbracht, der allen – außer dem armen Vestermann, der ganz unbeteiligt in das Spiel gerät – viel Freude macht.

Jule und die Seeräuber von Astrid Lindgren, mit farbigen Fotos von Sven-Eric Delér / Stig Hallgren Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2231-6, 12,90€

 

Lotta hat Geburtstag. Sie bekommt viele tolle Geschenke. Aber das Fahrrad, welches sie sich gewünscht hat, ist nicht dabei. Nur ein Dreirad für kleine Kinder. Lotta ärgert sich, aber dann entdeckt sie bei Tante Berg im Schuppen ein großes Fahrrad. Hm, und wenn sie es nur mal ganz kurz ausleiht? Sozusagen kurz mopst? Lotta wartet bis Tante Berg ihren Mittagsschlaf macht und dann geht es mit Teddy den Berg hinab. Doch ganz so einfach ist das Fahrradfahren mit einem so großen Fahrrad nicht und Lotta landet in der Hecke. Ob Tante Berg wohl schimpft?

Na klar, Lotta kann Rad fahren von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6136-0, 12,90€

 

Eigentlich kann Lotta fast alles, findet sie. Außer vielleicht Slalom. Richtig gefragt ist sie aber, als die Gefahr droht, dass die Familie Weihnachten ohne Weihnachtsbaum verbringen muss, denn in der Stadt sind tatsächlich alle Weihnachtsbäume ausverkauft. Aber Lotta ist einfach ein Glückskind. Als sie bei der Tankstelle eine Zeitung für Tante Berg kauft, steht da ein Lastwagen voll beladen mit Tannenbäumen. Die sollen allerdings nach Stockholm gebracht werden, doch dann fällt dem Fahrer bei seiner Abfahrt eine Tanne vom Wagen…

Lotta kann fast alles von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6140-7, 12,90€

 

Dieses Buch ist mit den bunten Original-Illustrationen von Ingrid Vang-Nyman versehen. Es führt uns ein in Pippis wunderbare Welt. Wir sehen wie sie mit Tommy und Annika spielt, wie sie Pfefferkuchen backt, wie wunderbar sie Einbrecher verjagen kann und im Zirkus beweist sie, dass sie sogar stärker als der starke Adolf ist. Außerdem spielt sie „Nicht den Fußboden berühren“ und zeigt Tommy und Annika wie man Sachensucher wird.

Kennst du Pippi Langstumpf? von Astrid Lindgren, illustriert von Ingrid Vang-Nyman, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-5930-5, 12,90€

 

Weihnachten sollten alle Kinder froh sein, aber wie soll man froh sein, wenn die Mama im Krankenhaus und der Papa, ein Seemann, auf dem Meer war? Pelle, Bosse und Inga sind Weihnachten ganz alleine zu Hause und befürchten, dass sie das traurigste Weihnachtsfest aller Zeiten erleben werden. Doch das wird es ganz gewiss nicht, denn Pippi Langstrumpf kommt auf ihrem Pferd durch das Treppenhaus direkt in die Wohnung geritten. Sie bringt nicht nur Geschenke und einen Weihnachtsbaum mit, sie verbringt mit den Kindern auch bei Tanz und Essen einen lustigen Abend, den die drei Kinder sicherlich so schnell nicht wieder vergessen werden.

Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten von Astrid Lindgren, illustriert von Katrin Engelking, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6823-9, 12,90€

 

Tommy und Annika sind bei Pippi Langstrumpf zum Geburtstag eingeladen. Na, das bedeutet auf jeden Fall eine ganze Menge Spaß. Die Kinder bekommen selber Geschenke von Pippi, es gibt Kuchen und heiße Schokolade und Pippi hat auch sonst viele Ideen: Sie spielen „Nicht den Fußboden berühren“ und schauen auf dem Dachboden nach, ob es dort möglicherweise Gespenster gibt. Geburtstag bei Pippi Langstrumpf – ja, da geht es natürlich lustig zu.

Pippi feiert Geburtstag von Astrid Lindgren, illustriert von Rolf Rettich, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-7055-3, 12,90€

 

In Bullerbü ist es immer schön. Aber ganz besonders schön ist es natürlich in der Weihnachtszeit, denn die Kinder aus Bullerbü lassen diese Zeit richtig gemütlich werden. Es werden Pfefferkuchen gebacken, Geschenke müssen verpackt werden, der Weihnachtsbaum wird geschmückt und immer ist es gesellig und lustig. Weihnachten selber ist besonders schön und aufregend. Es gibt natürlich Geschenke, aber am schönsten ist es doch eigentlich, dass sie alle beisammen sind und gemeinsam spielen.

Weihnachten in Bullerbü von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6134-6, 12,90€

 

In Bullerbü ist es immer schön. Ganz besonders zur Weihnachtszeit, aber auch im Frühling. Um diese Jahreszeit, in der alles blüht und wächst, geht es in diesem Buch. Es wird draußen herum gesprungen, gepicknickt, am Bach gespielt, es werden Mutproben auf dem Dach gemacht und vieles mehr. Außerdem werden Tierbabys geboren um die sich die Kinder kümmern. Lisa zieht sogar ein Lämmchen, das keine Mama mehr hat, mit der Flasche auf. Ja, in Bullerbü ist immer etwas los und vor lauter Freude springen die Kinder schreiend und jubelnd ums Frühlingsfeuer herum.

Lustiges Bullerbü von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6133-9, 12,90€

 

Peter wünscht sich genauso wie sein Freund Jan ein Geschwisterchen, denn dann darf man den Kinderwagen schieben und ist selbst schon ganz groß. Sein Wunsch geht tatsächlich in Erfüllung. Er bekommt eine kleine Schwester, Lena. Aber haben Mama und Papa dieses kleine schreiende Bündel nicht lieber als ihn? Sein Wunsch kommt ihm jetzt ziemlich blöd vor und er braucht eine Weile bis er merkt, dass es mit Geschwistern doch sehr schön ist und sie, wenn sie größer werden auch nicht mehr so nervig sind.

Ich will auch Geschwister haben von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6033-2, 12,99€

 

Peter geht schon in die Schule und das möchte seine kleine Schwester Lena am liebsten auch. Doch sie ist erst fünf Jahre alt und kann immer nur zu Hause Schule spielen. Eines Tages aber nimmt Peter sie mal mit in die Schule und Lena erlebt einen ganzen Schultag. Sie kann sich sogar im Unterricht melden und etwas beitragen. Aber nicht alle Kinder finden es toll, dass Peter seine kleine Schwester mitgebracht hat und es gibt sogar einen kleinen Streit. Der Tag in der Schule ist jedenfalls sehr spannend.

Ich will auch in die Schule gehen von Astrid Lindgren, illustriert von Ilon Wikland, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-6034-9, 12,99€

Rezension: Das Geheimnis der Weihnachtswichtel

Schon bald gibt es wieder die ersten Spekulatius in den Läden zu kaufen, also soll es nun auch bereits den ersten Tipp für ein Weihnachtsbuch in diesem Jahr geben. Es ist kein neues Bilderbuch, sondern eins, welches seit einigen Jahren von Kindern immer wieder angeschaut wird (und zwar nicht unbedingt nur in der Weihnachtszeit…): „Das Geheimnis der Weihnachtswichtel„.

Zu Weihnachten gehört auch der Weihnachtsbrei

Weihnachten ist nicht nur für die Menschen ein schönes Fest, auch die Wichtel freuen sich darauf. Während die Wichtelkinder alles, was mit Weihnachten zusammenhängt spannend finden, freut sich der Wichtelvater ganz besonders auf die Schale mit dem berühmten Weihnachtsbrei, die die Wichtel von den Menschen als Dank für ihre Dienste während des Jahres erhalten. Doch oje, die Wichtelmutter, die alles voraussehen kann, weiß, dass die Menschen dieses Jahr den Brei vergessen werden. Und sie weiß auch, dass der Wichtelvater darüber sehr zornig sein wird und darunter würden dann wiederum die Menschen leiden müssen. Deshalb schmiedet die Wichtelmutter gemeinsam mit den Kindern einen Plan, um heimlich doch noch an den Weihnachtsbrei zu kommen…

Ein Buch, welches man sich gerne und lange anschaut

Die Geschichte ist sehr gut, humorvoll und auch spannend erzählt. Es bleibt die ganze Zeit über aufregend, ob die Wichtel es schaffen werden von den feiernden Menschen unbemerkt an den Brei zu kommen. Schön sind auch die Namen der Wichtelkinder, auch wenn sie nicht ganz leicht auseinander zu halten sind: Pilka, Polka und Pulka. Darüber hinaus wird in dem Buch eine schöne Weihnachtsstimmung vermittelt. Allein das erste Bild im Buch, auf dem man einen zugeschneiten Hof sehen kann, lässt eine harmonische Weihnachtsstimmung aufkommen. Überhaupt sind die Bilder, wie man es von Sven Nordqvist gewöhnt ist, alle gut gelungen und laden dazu ein lange bei ihnen zu verweilen, auch wenn die Gesichter der Menschen teilweise etwas hässlich aussehen. Es gibt überall, wie auch in Sven Norqvists bekannten Büchern über „Pettersson und Findus„, eine ganze Menge zu entdecken, insbesondere auf dem Bild von der Wichtelwohnung. Und wer ganz genau hinsieht, findet auch ein paar der kleinen Wesen (genannt Muckla), die auch in den „Pettersson und Findus„-Büchern ein munteres Leben führen.

Insgesamt ein sehr schönes weihnachtliches Bilderbuch, welches für Kinder ab 4 Jahren zu empfehlen ist, da der Text recht ausführlich ist. Einzig die Zeichnungen der Gesichter der Menschen sind nicht so ganz mein Fall.

Das Geheimnis der Weihnachtswichtel von Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3-7707-5362-8, 12€

Rezension: Mein Bilderbuchschatz

Ganze zehn Geschichten mit Bildern finden sich in dem Buch „Mein Bilderbuchschatz – Von Drachen, Bären und schönen Träumen„, welches ich bereits seit über zehn Jahren besitze. Aber da das Buch vor zwei Jahren neu aufgelegt wurde und es hier weiterhin im Bücherregal steht und immer wieder mal herausgenommen wird, dürft ihr hier nun auch meine Rezension dazu lesen.

In dem Buch erfährt man, wie Helma und die anderen Tiere die Hähne reinlegen und schließlich ihren Willen durchgesetzt bekommen, wie Pippi Langstrumpf mit Annika und Thomas Geburtstag feiert und was eine Junge und ein Mädchen werden möchten, wenn sie groß sind. Außerdem bekommen Lasse und sein Vater Besuch von dem neugierigen Stier Alfred, ein kleiner Bär findet heraus, dass er wertvoll und liebenswert ist, auch wenn er vielleicht nicht das glänzendste Fell und die strahlendsten Augen hat, in Reimen wird die Zuneigung von Tierpärchen ausgedrückt und ein kleiner Drache übt sich darin ein großer, schrecklicher Drache zu werden, was bei dem wenig ängstlichen Kind Beppo gar nicht so einfach ist. Die kleine Bella geht zum ersten Mal alleine einkaufen, wobei sie feststellt, dass man sich einiges merken muss, Pelle erlebt eine Segeltour mit dem alten Granström und Makrelen-August und Linnea geht bei einer Einkaufstour mit ihrem Vater im Kaufhaus verloren.

Hier die Titel der Geschichten:

  • Helma legt die Gockel rein (Ute Krause, Dorothy Palanza)
  • Pippi feiert Geburtstag (Astrid Lindgren, Rolf Rettich)
  • Bärenmärchen (Kirsten Boie, Katrin Engelking)
  • Wenn ich groß bin (Auszug) (Erhard Dietl)
  • Ein Stier im Wohnzimmer (Kirsten Boie, Jutta Timm)
  • Tierische Freundschaften (Auszug) (Paul Maar, Reinhard Michl)
  • Kleiner, schrecklicher Drache (Lieve Baeten)
  • Bella geht einkaufen (Eva Eriksson)
  • Markelen-August fährt zur See (Lena Arro, Catarina Kruusval)
  • Linnea geht nur ein bisschen verloren (Krsten Boie, Silke Brix)

Gute Auswahl der Geschichten

Die Geschichten wurden sehr gut ausgewählt. Sie sind nicht nur alle sehr schön, sondern sie unterscheiden sich auch deutlich voneinander – sowohl vom Inhalt als auch von den Bildern. So sind z.B. die Bilder in der Geschichte „Bärenmärchen“ sehr harmonisch und weich mit wenigen Naturfarben gezeichnet, während es dahingegen in der nachfolgenden Geschichte „Wenn ich groß bin“ viel farbenfroher und unruhiger zu geht, so dass man beinahe von einem Comicstil sprechen kann. Die Geschichte über Pippi Langstrumpf wurde von Rolf Rettich illustriert. Sie wurde also leider nicht mit den schwedischen Originalillustrationen von Ingrid Vang-Nyman abgedruckt, was jedoch verständlich ist, da in Deutschland Rolf Rettichs Zeichnungen das Bild von Pippi geprägt haben (wobei Pippi in den letzten Jahren hier ja auch ein neues Bild von Katrin Engelking bekommen hat). Insgesamt kann man durchaus sagen, dass alle Geschichten ganz tolle Bilder enthalten, die es sich lohnen immer wieder angeschaut zu werden. Auf einigen Bildern, z.B. auf denen der Geschichte „Makrelen-August fährt zur See“, gibt es auch eine Menge Details zu entdecken.

Man kann bei diesem Buch, in dem Geschichten von einigen sehr bekannten Kinderbuchautoren (z.B. Astrid Lindgren, Paul Maar, Kirsten Boie) versammelt sind, wirklich von einem „Bilderbuchschatz“ sprechen, bei dem man nicht einmal sagen kann, welche Geschichte denn nun am schönsten ist. Wenn man das dicke Buch vor sich liegen hat, möchte man es am liebsten direkt aufschlagen und sich eine gemütliche Lesestunde mit den verschiedenen Geschichten machen. Hier ist für jedes Kind eine Lieblingsgeschichte dabei. Das Buch ist für Kinder ab ca. 4 Jahren empfehlenswert. Darüber hinaus ist es für einen mehr als fairen Preis erhältlich.

Mein Bilderbuchschatz – Von Drachen, Bären und schönen Träumen, Oetinger, ISBN: 978-3-7891-7784-2, 16,99€

Rezension: Die schönsten Geschichten zum Vorlesen

Heute stelle ich euch mal ein älteres Buch vor, welches sich aber ganz aktuell in unserem Bücherregal befindet. Es ist auch kein „uraltes“ Buch, sondern etwa zehn Jahre, aber das ist bei Kinderbüchern ja leider schon alt und es ist nicht selbstverständlich, dass es dieses Buch auch heute noch gibt, was aber hier zum Glück der Fall ist.

In dem Buch „Die schönsten Geschichten zum Vorlesen“ befinden sich insgesamt 31 Geschichten, die in die Kategorien „Abenteuerliches & Wagemutiges„, „Vergnügliches & Heiteres„, „Dicke Freunde & freche Geschwister„, „Vierbeiner & Tierfreunde“ sowie „Traumreisen & Märchenwelten“ eingeteilt sind. Die Spannweite der Geschichten ist sehr groß: Einerseits finden sich hier sehr bekannte, alte Geschichten, wie z.B. „Der kleine Häwelmann“ oder ein Auszug aus dem Buch „Nils Holgersson“ und andererseits lassen sich hier auch weniger bekannte Geschichten von berühmten Kinderbuchautoren entdecken, wie z.B. das Märchen „Die Puppe Mirabell“ von Astrid Lindgren. Insgesamt werden in dem Buch viele Geschichten bekannter und guter Kinderbuchautoren zusammengefasst. So sind z.B. Kirsten Boie, Mirjam Pressler, Paul Maar, Klaus Kordon, Cornelia Funke, Janosch, Peter Härtling und einige andere mit mindestens einer Geschichte in dem Buch vertreten.

Alltägliches, Märchenhaftes und ganz viel Fantasie

Die ausgewählten Geschichten sind ausnahmslos sehr schön. Sie zeigen verschiedene Seiten des Lebens auf und werden Kinder bei der Bewältigung ihres Alltags stärken können. Ebenfalls schön ist es, dass in dem Buch sowohl Geschichten aus dem Alltag als auch märchenhafte und fantasiereiche Geschichten Platz gefunden haben:

In einigen Geschichten wird gespielt, Ängste werden überwunden und die Ferien bei den Großeltern  halten die ein oder andere Überraschung bereit. Der Franz hat Probleme, weil er wie ein Mädchen aussieht, bei Leoni erwachen die Waschlappen zu Leben, Tim sieht mit seiner weißen Haut und den roten Haaren ganz anders aus als die Kinder in Kairo, wo er neuerdings lebt und die große Schwester scheitert beim Erzählen eines Märchens. Während das Pony Sarotti durch den Direktor, der kein Gefühl für das Pony hat, dressiert wird, lernt Dr. Dolittle mit Hilfe des Papageien die Sprache der Tiere zu verstehen. Ben lernt ein Staubmonster kennen, das für ihn überhaupt nicht gefährlich ist, und der kleine Josa bekommt von einem Vogel eine Zauberfiedel geschenkt, mit der er die ganze Welt verzaubern kann.

Farbenfroh illustriert

Die bunten Bilder in dem Buch stammen alle von Dagmar Henze, so dass es keine verschiedenen Zeichenstile in dem Buch gibt und auf diese Weise eine gewisse Ruhe und ein roter Faden in das Buch kommt. Die wenig detailreichen, farbenfrohen Bilder lockern den Text gut auf und stehen immer im engen Zusammenhang mit dem Geschehen in der Geschichte, so dass die Bilder den Text gut unterstützen. Bei den Geschichten, zu denen man bereits Bilder kennt und somit die Geschichten und die darin vorkommenden Figuren auch mit gewissen Bildern verbindet, sind die Illustrationen teilweise etwas verwirrend und man wird ihnen zunächst eher mit Ablehnung begegnen und sich die altbekannten Bilder wünschen. Insgesamt kann man jedoch von einer gelungenen Illustration sprechen.

Insgesamt ist das Buch „Die schönsten Geschichten zum Vorlesen“ für Kinder ab 4 Jahren und ihre Eltern zu empfehlen. Und auch wenn es bereits im Titel heißt, dass sich die Geschichten zum Vorlesen eignen, so können viele der Geschichten auch ebenso gut von Grundschulkindern selbst gelesen werden.

Ein schönes Buch – nicht nur vom Inhalt, sondern auch durch die Ausstattung mit Leinenrücken und Lesebändchen.

Die schönsten Geschichten zum Vorlesen herausgegeben von Corinna Küpper, illustriert von Dagmar Henze, Ellermann, ISBN: 978-3-7707-2464-2, 16,90€

 

 

 

Vorlesekissen Hase und Igel

Ich weiß nun, was ich demnächst zu einer Taufe verschenken werde: Vorlesekissen. Kennt ihr die schon? Ich finde die ja genial und vor allem einen sehr schönen Begleiter durch die Kindheit.

Zum Testen habe ich die Kissen zu dem Märchen „Hase und Igel“ bekommen. Die Kissen haben eine schöne Größe (ich hatte sie mir kleiner vorgestellt) und sie fühlen sich gut an. Auf der einen Seite befindet sich jeweils ein Bild, einmal der Hase und einmal der Igel, und auf der anderen Seite der Text, der sich gut lesen lässt. Allerdings finde ich es nicht ganz so schön, dass die wörtliche Rede unterstrichen ist. Text und Bild sind in blauer Farbe gedruckt. Das sieht sehr schön aus und macht sich auch gut in jedem Kinderzimmer oder sogar im Wohnzimmer. Hier hat man eine Entscheidung gegen zu viel Farbe getroffen.

Märchen in alter Sprache

Das Märchen wird so erzählt wie man es aus alten Märchenbüchern kennt. Nur das Ende ist leicht abgemildert worden. Hier bleibt der Hase am Ende nur erschöpft liegen, während ihm ja in anderen Erzählungen das Blut aus dem Hals fließt und er tot liegen bleibt. Dieser Eingriff, der hier vorgenommen wurde, gefällt  mir gut. In diese Formulierung kann man den eigentlichen Schluss hineininterpretieren, aber es wird nicht ganz so grausam ausgedrückt, was an dieser Stelle ja auch nicht nötig ist. Selbst die Moral von der Geschichte, die dem Märchen angefügt ist, wurde auf dem Kissen mit abgedruckt. Diesen Teil hätte ich persönlich vielleicht sogar weggelassen, aber dem Vorleser steht es ja letztendlich frei, ob er ihn mit vorliest oder nicht, und in meinem dicken alten Märchenbuch von meinen Eltern ist er auch vorhanden.

Natürlich kann man die Kissen auch waschen, denn bei Kindern bleibt es nicht aus, dass so etwas mit der Zeit schmutzig wird. Vor allem laden die Bilder mit den Hauptfiguren auf den Kissen ja auch dazu ein, die Geschichte nachzuspielen. Wirklich eine tolle Idee, diese Vorlesekissen! Nur der Preis ist relativ hoch (deswegen ja auch eher ein Geschenk zur Taufe als zu einem x-beliebigen Geburtstag), aber sie werden ja auch nicht in einer großen Fabrik hergestellt, sondern mit Hand zusammengenäht.

Vorlesekissen „Hase und Igel“, Bildrechte Schwesterkind

Vorlesekissen von Schwesterkind

Kissen von Hase & Igel: 48€, Minivorlesekissen mit kurzen Reimen zu einem Tier: 12€