Vorlesen mit Erzählschiene: Es klopft bei Wanja in der Nacht

Gestern war das erste Mal wieder Vorlesen im Kindergarten. Passend zur Jahreszeit habe ich den Klassiker „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ ausgewählt. Es ist nicht nur eine tolle Geschichte, sondern man kann sie auch auf verschiedenste Art und Weise wunderbar in Gruppen einsetzen. Bei der Vorstellung des Buches auf meinem Blog habe ich zum Beispiel erwähnt, dass ich die Geschichte mal mit einer zweiten Klasse aufgeführt habe.

Beim Vorlesen des Buches im Kindergarten habe ich zum ersten Mal eine Erzählschiene (meine ist von Don Bosco) benutzt und bin richtig begeistert davon.

Meine Erzählschiene ist eine Holzplatte mit drei Rillen, die als Schienen benutzt werden. In die Schienen kann man Pappfiguren rein- und rausschieben. Es gibt aber auch andere Varianten, bei denen jede Schiene ein einzelner Klotz ist und bei denen die Höhe der Schienen variiert.

Für den Einsatz habe ich mir die Figuren aus dem Buch kopiert und auf Pappe geklebt. Außerdem habe ich noch ein Haus ausgeschnitten, damit ich ein wenig Hintergrund habe. Das ist aber nicht unbedingt nötig.

Figuren treten in der Erzählschiene auf und ab

Ich fand, dass die Erzählschiene gut zu dem Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ passt, da hier nacheinander verschiedene Figuren auf- und später wieder abtreten. So habe ich das Buch vorgelesen und an den entsprechenden Stellen kamen dann die Figuren dazu und später schob ich sie nach und nach wieder raus:

Der Schneesturm tobt, Wanja ist in seinem Haus. Da klopft es und ein frierender Hase möchte zu ihm hinein. Wanja lässt ihn bei sich übernachten, aber zunächst kommen die beiden nicht zur Ruhe, denn es klopft noch zwei Mal: Auch Fuchs und Bär bitten um Einlass. Alle versprechen sich in dieser Nacht zu vertragen. Am nächsten Morgen bekommt der Hase dann aber doch Angst vor dem Fuchs und verlässt das Haus wieder. Ihm schließt sich der Fuchs an, der weiß, dass der Bär noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Schließlich entdeckt der Bär das Gewehr im Haus und verlässt dieses ebenfalls.

Die Geschichte hat eine klare Struktur, die durch die Erzählschiene noch unterstützt wird. Die Kinder haben der Geschichte richtig gut gefolgt und das, obwohl sie bei der Begrüßung und der Einführung der Figuren recht unruhig waren.

Kinder erzählen die Geschichte nach

Nachdem ich die Geschichte mit der Erzählschiene vorgelesen habe, haben wir die Geschichte noch einmal erzählt. Dieses Mal durften die Kinder mir beim Erzählen und beim Bewegen der Figuren helfen. Sie haben sich richtig viele Details gemerkt und hatten natürlich besonders viel Freude daran, die Figuren in die Schiene zu stecken und wieder raus laufen zu lassen. Durch die eigene Handlung an der Erzählschiene und die konkreten Figuren fiel es allen Kindern leicht die Geschichte zu rekonstruieren. Die Erzählschiene ist wirklich super dazu geeignet sowohl eine Geschichte vorzulesen und dabei mit Figuren darzustellen als auch um das eigene Erzählen von Geschichten zu üben. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, sie im Grundschulunterricht einzusetzen.

Es klopft bei Wanja in der Nacht von Tilde Michels und Reinhard Michl, Ellermann Verlag, ISBN: 978-3-7707-5737-4, 12€

 

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Rezension: Schablonen-Malbuch

In der kalten Jahreszeit wird bei uns immer vermehrt gemalt und gebastelt. Bei euch auch? Bücherwürmchen ist dabei am liebsten selber kreativ und denkt sich eigene Basteleien aus und malt ganz frei seine Bilder. Das finde ich eigentlich auch am Schönsten. Mir selber helfen aber Anregungen und Vorlagen durchaus.

Viele Vorlagen zum Thema Wald

Ganz aktuell haben wir uns mal „Mein erstes Schablonen-Malbuch – Eule, Fuchs und Reh“ angeschaut. Das Buch besteht aus mehreren Pappseiten, die alle Schablonen enthalten. Insgesamt sind es über 35 Schablonen. In diesem Buch findet man in erster Linie Motive aus dem Wald: Bäume, Blätterformen, Pilze, Schnecke, Bär, Hirsch, Fuchs und ähnliches. Außerdem gibt es eine Malunterlage, eine Seite aus Pappe, die man zwischen die Schablonenseite und dem Blatt Papier legt.

Vor- und Nachteile von Schablonen in einem Buch

Die Motive sind insgesamt sehr schön und es macht Spaß sie zu zeichnen. Leider kann man die Motive von den verschiedenen Schablonen nicht so gut miteinander kombinieren. Zum einen passen die Größen nicht zueinander (z.B. ist der Bär größer als eine Tanne) und zum anderen kann man dadurch, dass die Schablonen mit einer Ringbindung in einem Buch befestigt sind, die Bilder immer nur an eine bestimmte Stelle des Blattes zeichnen, wenn man das Blatt nicht knicken möchte. Das ist etwas schade, denn an sich würde es ja gerade Spaß machen, alles schön miteinander zu kombinieren. Bei größeren Kindern könnte man die Schablonen aus dem Buch heraustrennen und so benutzen, bei kleineren würde ich das jedoch nicht machen. Die Ringbindung hat nämlich auch einen großen Vorteil: Die Schablonen halten prima an der richtigen Stelle und verrutschen nicht. Oftmals fällt es kleinen Kindern schwer, Schablonen nach zu zeichnen, da es für sich nicht einfach ist, sie gleichzeitig mit einer Hand fest zu halten und mit der anderen die Form nachzufahren. Das gelingt hier auch kleineren Kindern schon richtig gut. Außerdem reicht es den kleineren Kindern vielleicht auch schon, wenn sie einzelne Tiere schön aufs Blatt kriegen. Die Gestaltung eines ganzen Bildes ist ja noch nicht unbedingt in ihrem Interesse.

Auch wenn wir in der Praxis auf ein paar Schwierigkeiten gestoßen sind, gefällt mir das Schablonen Malbuch gut. Es regt zum Malen an und fördert die Feinmotorik. Und wer weiß, was letztendlich für Bilder aus den einzelnen Motiven entstehen? Kinder sind da häufig sehr kreativ. Und je älter sie sind, desto mehr können sie die Schablonen als Anregung für eigene Bilder nutzen.

Mini-Künstler: Mein erstes Schablonen-Malbuch – Eule, Fuchs und Reh, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62621-3, 9,99€

Vorlesen mit dem Kamishibai: Nikolaus

Am 5. Dezember, einen Tag vor Nikolaus, hatte ich im Kindergarten vorgelesen. Da bot es sich natürlich an, eine Nikolausgeschichte vorzulesen.

So ganz einfach fand ich es aber gar nicht eine zu finden. Ich habe dann einerseits mein Kamishibai mit dem Erzählkartensatz „Nikolaus – Mit dem Erzähltheater durch das Kirchenjahr“ genutzt und andererseits habe ich eine Geschichte vom heiligen Nikolaus aus dem Buch „Leuchte, kleiner Weihnachtsstern“ vorgelesen. Beides habe ich miteinander kombiniert. Zunächst hat uns das erste Bild auf das Thema der Vorlesegeschichte gebracht. Die Kinder konnten es dann auch während des Vorlesens sehen, was ganz hilfreich war, da es sich um eine Vorlesegeschichte und nicht um ein Bilderbuch mit vielen Bildern handelte. Das ist in der Gruppe nicht immer ganz einfach, aber mit dem Bild im Kamishibai ging es ganz gut. Zwischendurch habe ich dann noch auf das zweite Bild gewechselt, welches Sankt Nikolaus am Hafen zeigt, denn dieses Bild passte auch zu der vorgelesenen Geschichte.

Im Anschluss an die Geschichte haben wir uns dann noch einige der weiteren Bilder des Kartensets angeschaut und darüber gesprochen, was zum heiligen Nikolaus dazugehört und wie wir heute den Nikolaustag feiern. In den Anmerkungen zu den Bildern des Kamishibais wird darauf hingewiesen, dass heute nicht der echte Nikolaus zu den Kindern kommt, sondern jemand der sich als Nikolaus verkleidet. Das ist natürlich richtig so, aber ich finde es nicht gut, wenn den Kindern so etwas im Kindergarten erzählt wird. Viele Kinder glauben ja doch, dass es sich um den echten Nikolaus handelt und meines Erachtens steht es dem Kindergarten nicht zu, ihnen diesen Glauben zu nehmen.

Eigene Kartenauswahl beim Kamishibai

Das Bild mit den aufgehängten Socken habe ich nicht verwendet, da dies bei vielen Kindern nicht mehr so üblich ist und stattdessen die Stiefel vor die Tür gestellt werden. Aber das ist ja das Schöne am Kamishibai. Man sucht sich vorher die Karten aus, die man nutzen möchte und lässt die anderen einfach weg. Auch die Anmerkungen kann man nur als eigene Hintergrundinformationen zur Hilfe nehmen oder man liest sie den Kindern vor. Gerade bei den Nikolauskarten bietet es sich aber an, über die Bilder mit den Kindern ins Gespräch zu kommen.

Als letztes haben wir uns das Bild angeschaut, auf dem die Kinder, dem Nikolaus etwas vortragen. Ich habe es zum Anlass genommen mit den Kindern die Vorlesestunde mit „Lasst uns froh und munter sein“ abzuschließen.

Ein Thema mit dem Kamishibai erarbeiten

Hier ist nun das Kamishibai auf eine ganz andere Art und Weise als bei der kleinen Schusselhexe zum Einsatz gekommen. Bei der kleinen Schusselhexe wurde eine Bilderbuchgeschichte erzählt, während hier die Kinder ein Fest im Jahreslauf kennen lernen. Anhand der Bilder bearbeitet man das Thema, kommt ins Erzählen und gibt den Kindern Informationen. Alle Kinder können das Bild gut sehen, so dass sie sich gut ins Gespräch einbringen können. Auch diese Art des Einsatzes gefällt mir gut.

Die Bilder sind hier sehr gut erkennbar. Es gibt nicht viel drum herum und das, worum es geht, steht klar im Mittelpunkt. Man könnte sie fast als etwas nüchtern beschreiben, aber zur Bearbeitung des Themas eignen sie sich durchaus sehr gut. Insbesondere das erste Bild, auf dem der Nikolaus durch den Schnee kommt, lässt aber auch eine adventliche Atmosphäre aufkommen.

Vorbereitung ist wichtig

Leider muss ich zugeben, dass ich mich ausnahmsweise mal nicht so gut auf die Vorlesestunde vorbereitet hatte, was man dann doch schnell merkt. Klar, ich habe eine Vorlesestunde auf die Reihe bekommen und die Kinder hatten auch viel Spaß, aber ich hatte zum Beispiel meine Geschichtenwolke vergessen und unserem Leseelch habe ich, ohne es zu merken einen anderen Namen gegeben. Er hieß nun auf einmal Lasse statt Lars… Hm, mal schauen, wie ich das alles wieder zurecht biege, aber ich habe daraus gelernt, dass es doch wichtig ist, sich auf das Vorlesen vernünftig vorzubereiten.

Kamishibai: Nikolaus – Mit dem Erzähltheater durch das Kirchenjahr, illustriert von Gertraud Funke, Text von Esther Hebert und Gesa Rensmann, Don Bosco Medien GmbH, 14,95€

Leuchte, kleiner Weihnachtsstern – 24 Geschichten und Gedichte mit Bildern von Markus Zöller, herausgegeben von Britta Kudla, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-61531-6, 16,95€

Rezension: Wir entdecken die Bibel

In der „Wieso? Weshalb? Warum?“- Reihe, die für Kinder sehr spannend und informativ ist, gibt es nun ein interessantes Buch: „Wir entdecken die Bibel“. Da dies sicherlich kein typisches Sachbuchthema ist, war ich sehr gespannt darauf, wie das Thema in dem Buch umgesetzt ist.

Es ist sicherlich keine Kinderbibel, aber dennoch erfährt man hier viele biblische Geschichten. Dabei handelt es sich jedoch mehr um Zusammenfassungen der Geschichten, als um biblische Erzählungen. Außerdem werden Wörter und Gegebenheit, die für die Zeit, in der die Geschichten spielen, typisch oder wichtig sind, erklärt. Die Texte sind allesamt gut verständlich und viele Szenen werden in Bildern dargestellt.

Altes und neues Testament

Inhaltlich werden sowohl Geschichten aus dem alten als auch aus dem neuen Testament vorgestellt. Zudem wird erzählt, wie die Bibel entstanden ist und wo sie heute noch eingesetzt wird. Insgesamt werden wirklich die meisten Geschichten, die für Kinder relevant sind abgedeckt: Es geht los mit der Schöpfungsgeschichte, der Bau der Arche Noah ist genauso enthalten wie Abraham und Moses, auch Könige und Propheten werden erwähnt. Beim neuen Testament werden allerdings nur die Evangelien behandelt. Von Paulus erfahren die Kinder hier nichts.

Auch wenn es keine Kinderbibel ist, so halten sich die Darstellungen der Geschichten an die Bibel. Es ist ein informatives Buch, basierend auf einem Glauben. Kinder können hier gut die Bibel kennen lernen. Manchen Informationen, die in den Raum gestellt werden, fehlen leider ein paar erklärende Worte, zum Beispiel erfährt man, dass der Fisch zum Zeichen der Christen wurde, warum dies aber so ist, wird nicht gesagt. Stattdessen kann man hinter der Klappe nur lesen, dass am See Genezareth viele Menschen vom Fischfang lebten.

Motivierendes Buch

Das Buch motiviert Kinder dazu, sich den Geschichten der Bibel zu nähern. Auch mein Sohn schaut es sich sehr gerne an und als im Kindergottesdienst die Geschichte von Kain und Abel erzählt wurde, war ihm diese bereits aus dem Buch bekannt. Das Buch ist einfach sehr schön bebildert, die Klappen laden dazu ein, alles genau zu erforschen und überall gibt es kleine Texte und Informationen, die man, je nach Lust und Laune lesen kann.

Insgesamt ist „Wir entdecken die Bibel“ wieder ein richtig tolles Buch aus der „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe, welches für alle Kinder geeignet ist, die die Geschichten aus der Bibel (spielerisch) kennen lernen möchten.

Wieso? Weshalb? Warum?  – Wir entdecken die Bibel, illustriert von Wolfgang Metzger, Text von Andrea Erne, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3-473-32663-1, 16,99€

Rezension: Schneemann Ludwigs größtes Glück

Weihnachten ist eine wunderschöne und zauberhafte Zeit. Eine Zeit, in der Wünsche geäußert und erfüllt werden. Eine Zeit, in die Märchen besonders gut hineinpassen. So ein Märchen ist auch „Schneemann Ludwigs größtes Glück“.

Der geheime Wunsch eines Schneemanns

Schneemann Ludwig ist ein glücklicher Schneemann, doch seitdem er die Meisen vom Weihnachtsfest erzählen gehört hat, hat er einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte wie eine Fichte, Weihnachten in der guten Stube der Kinder erleben. Aber als Schneemann ist es gar nicht so einfach ins Haus zu gelangen. Zum Glück können die Meisen ihm weiterhelfen, denn sie kennen den Oberwichtel Patrick sehr gut und dieser kann zaubern. Und so landet Schneemann Ludwig schließlich als kleine Schneemannfigur für eine kurze Weile am Weihnachtsbaum.

Ein Buch mit Niveau

Es ist wirklich ein schönes, weihnachtliches Märchen. Die Geschichte ist schön, aber sie wird durch ihre Gestaltung zu etwas Besonderem. Der Text bedient sich einer sehr schönen Sprache. Manchmal mag sie vielleicht etwas abgehoben wirken, aber sie passt zu diesem Märchen und sie kann dennoch den Leser ansprechen. Hinzu kommen die künstlerischen Bilder, die alle mit den Initialen der Illustratorin versehen sind. Sie bestehen aus einer Mischung von Zeichnungen und Collagen. Dabei sind sie nicht sonderlich bunt, aber gerade durch diese Zurückhaltung und den künstlerischen Elementen haben sie eine starke Wirkung. Die dezente Farbgebung passt natürlich auch gut zum Winter und zum Schneemann an sich. Dieses Buch schauen sich auch Erwachsene gerne an.

Ein Buch für Kinder und Erwachsene?

Leider konnte ich noch nicht testen, ob dieses Buch auch bei Kindern gut ankommt, aber ich wollte es euch gerne noch zeitig vor Weihnachten vorstellen. Häufig erlebt man, dass künstlerische Bilderbücher die Erwachsenen begeistern, bei den Kindern jedoch nicht unbedingt so gut ankommen. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass dieses Buch bei Kindern gut ankommt. Zum einen ist der Inhalt der Geschichte für sie gut nachzuvollziehen und zum anderen ist der Schneemann selber so gezeichnet, wie man ihn in einem Kinderbuch erwarten würde. Das künstlerische kommt überwiegend durch die weitere Gestaltung der Seiten, was Kinder aber nicht stören wird. Das Buch ist also eine perfekte Mischung aus künstlerischen, auch Erwachsene ansprechenden Elementen und den Lesegewohnheiten von Kindern. Wirklich gut gemacht!

Schneemann Ludwigs größtes Glück von Leelo Tungal und Regina Lukk-Toompere, übersetzt aus dem Estnischen von Carsten Wilms, Kullerkupp Kinderbuch Verlag, ISBN: 978-3-947079-04-9, 13,90€

Rezension: Die Knöllchenbande feiert Weihnachten

Nicht nur wir Menschen feiern in Büchern Weihnachten und manchmal begegnet man in einem solchen Weihnachtsbuch sogar ganz besondere Wesen, z.B. die Knöllchenbande. Die Knöllchenbande sind sechs Kartoffelkinder, die es sich gemeinsam mit dem Maulwurf Volli in einer Baumhöhle gemütlich gemacht haben. Nun steht in dem Buch „Die Knöllchenbande feiert Weihnachten“ Weihnachten vor der Tür und Volli ist gar nicht glücklich. Er vermisst seine Großeltern, bei denen er aufgewachsen ist und so beschließt die Bande sich gemeinsam auf den Weg zu Vollis Großeltern zu machen und dort gemeinsam Weihnachten zu feiern. Das Ganze ist natürlich eine große und gelungene Überraschung. Doch auf dem Weg zu den Großeltern erlebt die Knöllchenbande zunächst noch so einiges…

Kartoffelkinder als Hauptfiguren

Die Idee mit der Knöllchenbande gefällt mir gut. Jedes Kartoffelkind hat seinen ganz eigenen Charakter, der gut heraus kommt, und sie alle tragen Namen von verschiedenen Kartoffelsorten, was gleichzeitig natürlich auch lehrreich ist. Überhaupt findet man in der Geschichte an einigen Stellen gut verpacktes Wissen (z.B. wie verschiedene Tiere den Winter verbringen).

Abenteuer für kleinere Kinder

Die Abenteuer, die die Knöllchenbande auf ihrem Weg erlebt, sind insgesamt recht harmlos und für größere Kinder wenig spannend. Für Vierjährige und Kinder, die nicht all zu viel Spannung vertragen, sind sie aber vermutlich genau richtig. Schön an den Abenteuern ist, dass die Knöllchenbande sie gemeinsam meistert und man sich gegenseitig hilft. Aber auch Fremden, die ihre Hilfe benötigen, steht man mit Rat und Tat zur Seite.

Die Schrift in dem Buch ist recht groß und für Kinder, die bereits zusammenhängende Texte lesen können, gut zu meistern. Interessanterweise wurde die Schrift in blauer Farbe gedruckt, da dies eine Farbe ist, die man mit dem Winter assoziiert.

Fröhliche Bilder

Die Bilder sind nicht so ganz mein Fall, aber das ist natürlich Geschmackssache. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie Kinder ansprechen und Kinder die Knöllchenbande lustig finden. Mein Sohn und ich fanden allerdings leider, dass die Knöllchenbande nicht so sehr nach Kartoffeln aussehen.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht so ganz packen, andererseits finde ich die Geschichte nett und die Knöllchenband ist mir sympathisch und ich wünsche mir, dass dieses Buch bei LeserInnen landet, die die Knöllchenbande direkt in ihre Herzen schließen werden. Es gibt übrigens zu jeder Jahreszeit ein Abenteuer der Knöllchenbande.

Die Knöllchenbande feiert Weihnachten von Erika Bock und Volker Nökel, tingmarke, ISBN: 978-3-9817245-2-3, 12,90€

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Vorlesen: Yeti Pleki Plek

So langsam hat sich das Vorlesen im Kindergarten etabliert. Die Kinder schauen immer schon, ob ich meinen Vorleseschal trage oder aber fragen mich, wann ich denn endlich wieder lesen komme.  Auch wenn ich nachmittags mit meinen Kindern unterwegs bin und ein Vorlesekind treffe, kommt es nun freudig auf mich zu. Das ist natürlich sehr schön. Und auch während des Vorlesens merke ich, dass sich die Rituale jetzt schon gut gefestigt haben und die Kinder die Lieder richtig mitsingen können.

Dieses Mal war wieder der Lese-Elch Lars dabei. Einige Kinder wussten noch, was er gerne zum Vorlesen haben wollte und so haben wir es ihm erst einmal auf einem Kissen gemütlich gemacht und ein Kind durfte das LED-Teelicht anmachen. Dann ging es mit unserem Lied los.

Was macht ihr gerne im Schnee?

Anschließend haben wir uns ein wenig über das Wetter unterhalten. Wie ist es gerade? Kalt und ungemütlich. Und was kam am Wochenende schon ein bisschen herunter? Schnee! Nun durften die Kinder erzählen, was sie gerne im Schnee machen. Außerdem hatten wir ja schon festgestellt, dass es dann kalt ist und so haben wir ein kleines Sprachspiel gemacht: „Ich wand’re durch den Winterwald“ (aus „Und vorne geht der Elefant“). Dabei läuft man im Sprechrhythmus durch den Raum und wärmt verschiedene Körperteile auf unterschiedliche Art und Weise: Mit den Händen klatscht man, mit den Füßen stampft man etc.

Yeti Pleki Plek

Auch in dem Buch, welches ich vorgelesen habe, kommt ein Winterwald vor. Das Buch heißt „Yeti Pleki Plek“. Eine ausführliche Rezension zu dem Buch findet ihr HIER.

Es ist eine Wintergeschichte mit einer Yetibegegnung. Da ich wusste, dass manche Kinder Bücher schnell gruselig finden, habe ich die Kinder direkt mal das Gesicht des Yetis betrachten lassen. Wie sieht der aus? Was meint ihr, ist der nett oder böse? Und so war den Kindern sofort klar, dass es sich um einen freundlichen Yeti handelt.

Lied zum Aufwärmen

Im Anschluss an die Geschichte haben wir noch mal etwas zum Aufwärmen gemacht. Dieses Mal haben wir zu einem Lied geklatscht, gehüpft, die Hände gerieben und einiges mehr: „Manchmal wenn es kalt ist und ich frier, klatsch ich in die Hände, eins, zwei, drei und vier.“ Im Laufe des Liedes wird das bereits gesungene immer wieder wiederholt und eine weitere Aktivität angehängt. Danach war uns dann allen warm und wir haben noch unser Abschlusslied gesungen.

Kinder hören unterschiedlich zu

Es war insgesamt eine recht kurze Vorlesestunde, aber für manche Kinder reicht das auch schon aus. Ich halte die Vorlesestunde ja immer zwei Mal nacheinander ab und interessanterweise sind die Gruppen ganz unterschiedlich. Eine Gruppe ist deutlich unruhiger als die andere. Die erste Gruppe kann sich an weniger der vorangegangenen Stunden erinnern und den Kindern der zweiten Gruppe fällt es auch leichter auf Fragen richtig zu antworten. Vielleicht liegt es auch ein bisschen daran, dass ich natürlich manche Unstimmigkeiten direkt anders mache, aber dennoch hören die Kinder ganz anders zu.

Beim nächsten Vorlesen hat bereits die Adventszeit begonnen. Mal schauen, was ich mir da schönes zum Lesen aussuchen werde.

Yeti Pleki Plek von Eva Susso und Benjamin Chaud, aus dem Schwedischen übersetzt von Karl-Axel Daude, Bohem Verlag, ISBN: 978-3-95939-019-4, 14,95€

Und vorne geht der Elefant – 101 Mitmachideen für die Sprachbildung in Krippe, Kindergarten, Tagespflege, Praxis und Elternhaus von Elisabeth Schmitz, ISBN: 978-3-00-050565-2

 

Tolle Vorlesebücher

Vorlesen? Liebe ich und mache ich auch regelmäßig! Vorlesebücher? Mag ich nicht unbedingt. Es gibt nämlich einige, bei denen die Geschichten recht nichtsaussagend sind und die einen wenig in den Bann ziehen.

Dennoch möchte ich euch heute, passend zum bundesweiten Vorlesetag, Bücher mit Vorlesegeschichten vorstellen, denn natürlich gibt es auch in diesem Bereich empfehlenswerte Bücher. Man muss sie nur ausfindig machen und dabei möchte ich euch mit diesem Beitrag ein wenig helfen.

Einmal, als der Bär ans Meer kam

Eine Buchperle ist das Buch „Einmal, als der Bär ans Meer kam – Die schönsten Vorlesegeschichten“. Hier findet man wirklich eine tolle und große Auswahl an Geschichten. Sie stammen von namhaften Autoren (Peter Härtling, Rafik Schami, Janosch, Josef Guggenmos, Kirsten Boie, Paul Maar, Klaus Kordon, Mirjam Pressler und viele andere) und sie sind völlig unterschiedlich sowohl vom Inhalt her als auch von ihrer Länge. Auch ein Märchen hat Eingang in dieses Buch gefunden. Beinahe 350 Seiten Vorlesestoff bekommt man hier auf einmal und ich habe bisher keine Geschichte gefunden, die es sich nicht lohnt vorgelesen zu werden. Manche Geschichten sind alleinstehende Geschichten und andere Geschichten gehören zu einer längeren Erzählung. Alles lässt sich aber gut lesen ohne die näheren Zusammenhänge zu kennen. Vielleicht bekommt man so ja auch Lust auf ein bestimmtes Buch, aus dem eine der Geschichten stammt.

Texte und Bilder – lebendig und humorvoll

Tiere, Menschen, Phantasiewesen sowie nachdenklich, lustig, philosophisch – hier ist wirklich alles vertreten, so dass wohl jeder seine Lieblingsgeschichte finden kann. Das Buch ist zudem auch noch wunderbar farbig illustriert. Die Bilder stammen von Anke Kuhl und Philip Waechter und sie passen haargenau zu diesem Geschichtenschatz. Auch in ihnen wird das Leben lebendig und humorvoll dargestellt. Es ist ein Vorlesebuch für die ganze Familie, wobei es eher an die Zeit nach den Bilderbüchern anschließt und für Kinder ab etwa 6 Jahren geeignet ist. Ich kann es auf jeden Fall sehr empfehlen – auch als abwechslungsreiche Lektüre für die Frühstückspause in der Grundschule.

Einmal, als der Bär ans Meer kam – Die schönsten Vorlesegeschichten, Herausgegeben von Barbara Gelberg, illustriert von Anke Kuhl und Philip Waechter, Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3-407-82169-0, 16,95€

Fette Beute

Für wilde Mädchen und Jungs ist auch „Fette Beute – Wilde Geschichten von Räubern und Banditen“ eine wahre Fundgrube. Hier treffen sich lauter wilde Gesellen aus der Literatur: Natürlich ist Räuber Hotzenplotz vertreten, aber auch Astrid Lindgrens Räubertochter kommt hier zum Zuge und macht Lust auf mehr. Die anderen Geschichten sind abgeschlossene Erzählungen. Sie alle machen viel Spaß! Räuber, diese ungewaschenen Kerle, die unbedingt etwas Stehlen möchten, kommen bei Kindern, die sich nicht allzu schnell gruseln, sehr gut an. Vor allem, da sie, wie mein Sohn neulich feststellte, in den Kinderbüchern eigentlich gar nicht so wirklich böse sind, sondern meistens ganz nett.

Lauter verschiedene Räuber auf Beutejagd

In vielen Geschichten kommen Räuber vor, die sich wild und böse geben, und die anderen Räubern etwas beweisen wollen, z.B. Linus Langfinger. Nur wer etwas ganz besonderes geraubt hat, kann zum Räuberhauptmann gekürt werden. Bisher ist Linus Langfinger mit seinen Raubideen eher auf die Nase gefallen, aber dieses Mal hat er sich einen tollen Plan ausgedacht: Er wird die Frau des gefürchteten Räuberhauptmanns des Nachbarortes entführen. Am Ende kommt dann aber natürlich alles ganz anders als gedacht, aber Hauptmann durfte Linus Langfinger tatsächlich werden.

Es gibt aber auch tierische Räuber, die gar keine sein wollen, so wie der kleine Fuchs Fussel, der den Gänsen lieber helfen möchte, wieder in die Lüfte zu fliegen, und Kinder, die dem merkwürdigen Verschwinden der Süßigkeitenvorräte in einem Ferienlager nachgehen. Die Geschichten in dem Buch sind also bunt gemischt, aber allesamt sind sie spannend. Die Kinder können sich bei den interessanten Titeln nur mit Mühe für eine Geschichte entscheiden, denn am liebsten würden sie sofort alle auf einmal hören. Auch dieses Buch ist sehr ansprechend illustriert. Katja Gehrmanns bunte Bilder finden sich hier. Nicht auf jeder Doppelseite ist ein Bild zu finden, dafür ziehen sich die Bilder auf anderen Seiten über die komplette Seite.

Ebenfalls zu empfehlen für Kinder ab 6 Jahren.

Fette Beute – Wilde Geschichten von Räubern und Banditen von Otfried Preußler, Wieland Freund, Florian Beckerhoff u.v.a. , illustriet von Katja Gehrmann, Thienemann, ISBN: 978-3-522-18477-9, 14,99€

Starke Vorlesegeschichten

Das Buch „Starke Vorlesegeschichten“ richtet sich dahingegen bereits an Kinder ab 4 Jahren. An diesem Buch und an der gesamten Reihe (u.a. „Fantastische Vorlesegechichten“, „Kuschelige Vorlesegeschichten“ und „Weihnachtliche Vorlesegeschichten“) gefallen mir besonders gut die Ideen zum Mitmachen. Zum einen bekommt man bereits beim Vorlesen Tipps, wie man die Kinder mit einbeziehen kann (z.B. hängt ein kleiner Junge an einem dicken Ast – an dieser Stelle bietet sich folgende Frage an: „Worauf bist du schon mal geklettert?“), und zum anderen schließt sich an die Geschichte eine kleine Aktion an. Das kann eine Bastelidee oder ein kleines Spiel sein. In diesem Buch geht es natürlich viel um Mut und Kraft. Also malt man sich selber als Muskelchampion, trägt viele Kuscheltiere auf einmal durch einen Parcours oder bastelt sich kleine Monster, die einen abends beschützen.

Ängst überwinden – Mut beweisen

In den Geschichten gibt es einen Superman, der sich vor Libellen fürchtet, einen kleinen Tiger, der lernen muss, seine Schüchternheit zu überwinden, eine pfiffige und starke Ameise, ein Mädchen, das seine Angst überwindet und vom Startblock ins Wasser springt, und natürlich noch viele andere. Überall werden Ängste überwunden und es wird festgestellt, dass jeder etwas hat, was ihm Angst macht. Es ist ein mutmachendes Buch, aber man sollte vielleicht nicht unbedingt alle Geschichten auf einmal lesen. Denn auch wenn es immer um andere Probleme und Figuren geht, ist die Grundidee bei den Geschichten doch sehr ähnlich und es könnte dann alles etwas pädagogisch wirken. Die einzelnen Geschichten machen jedoch Spaß und lassen sich gut vorlesen.

Auf jeder Seite findet man bunte Bilder von Katrin Oertel, bei denen man das Unbehagen der Figuren gut erkennen kann. Am Ende sind dann aber natürlich alle immer fröhlich, was man ebenfalls auf den Bildern sieht.

Starke Vorlesegeschichten – Helden, Freunde, große Taten von Sandra Grimm, illustriert von  Katrin Oertel, Ellermann, ISBN: 978-3-7707-2735-3, 12,99€

Und noch viel mehr tolle Vorlesebücher findet ihr in dieser Übersicht. Schaut doch mal rein und stöbert ein wenig.

Rezension: Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Als ich euch „Die Geschichte von Nathan dem Weisen“ vorgestellt habe, habe ich erwähnt, dass ich Klassiker für Kinder mag. Besonders schöne Bücher in diesem Bereich bringt der Kindermann Verlag heraus. Aus der Reihe „Poesie für Kinder“ habe ich euch bereits „Knecht Ruprecht“ vorgestellt, dass nun so langsam wieder aus dem Regal hervorgeholt werden kann – ach ja, ich freue mich schon wieder darauf das Gedicht in der Adventszeit zum Besten zu geben.

Ebenfalls in dieser Reihe ist „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ erschienen und darüber möchte ich heute ein wenig schreiben.

Ich mag das Gedicht sehr gerne (obwohl ich gar nicht wusste, dass es auf einer wahren Begebenheit basiert) und ich finde, dass es auch gerade für Kinder gut geeignet ist.

Lebendige Illustrationen

Es hat einen tollen Klang und Rhythmus und mir gefallen die Bilder von Dorota Wünsch dazu sehr gut. Sie sind frisch, frech und voller Leben (und mein Sohn erkannte direkt, dass sie auch Räuber Grapsch illustriert hat). Sie veranschaulichen das Gedicht vom freundlichen Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, der seine Birnen großzügig an die Kinder des Dorfes verschenkt, hervorragend. Sein Sohn dahingegen ist geizig und keines der Kinder kann nach dem Tod des Vaters auf Birnen hoffen. Doch da haben sie nicht mit der Genialität des alten Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland gerechnet: Denn dieser hat einen Weg gefunden, wie er auch nach seinem Tod den Kindern mit süßen Birnen eine Freude machen kann.

Ein tolles Gedicht, herrliche Bilder = ein äußerst empfehlenswertes Buch für die ganze Familie!

Poesie für Kinder: Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland von Theodor Fontane, illustriert von Dorota Wünsch, Kindermann Verlag, ISBN: 978-3-934029-66-8, 15,90€

Vorlesen: Die kleine Schusselhexe

Ich habe mich dazu entschieden, den Kindern im Kindergarten „Die kleine Schusselhexe“ vorzulesen, denn dieses Buch ist witzig und kam auch bei meinem Bücherwürmchen sehr gut an. Allerdings habe ich mich nur in Kombination mit dem Kamishibai für dieses Buch entschieden.

Kennt ihr das Kamishibai? Es ist ein Erzähltheater aus Holz, in dem man die Bilder im DIN A3-Format präsentieren kann. Ich fand es für diese Geschichte sehr geeignet, denn die reine Vorlesezeit des Bilderbuches beträgt etwa 10 Minuten. Das ist wirklich die äußere Grenze bei einer Gruppe mit ca. 10 Kindern. Ich war auch ein wenig unsicher, ob es klappen würde, aber es ging so gerade.

Einstieg mit Lied

Nach unserem Eingangslied haben wir noch ein weiteres Lied gesungen, welches die Kinder bereits aus dem Kindergarten kennen und zwar das Lied vom Zauberer Schrappelschrut. Bei dem Lied darf ein Kind, welches den Zauberer verkörpert, ein anderes Kind in ein Tier verzaubern: Schrippel Schrappel Huckebein, du sollst eine Katze sein! Das klappte natürlich prima und lauter verschiedene Tiere liefen durch den Raum.

Nun sollten die Kinder aber eine Hexe kennen lernen, bei der das mit dem Zaubern nicht immer so gut klappt: Die kleine Schusselhexe.

Vorlesen mit Kamishibai

Wir ließen das Buch mit der Wolke in das Reich der Geschichten empor steigen und alle Kinder riefen gemeinsam „Theater, öffne dich!“ Ich habe das Kamishibai geöffnet und den Kindern die Geschichte vorgelesen. Beim Lesen konnten die Kinder die Geschichte prima auf den Bildern im Erzähltheater sehen und dabei das Gelesene entdecken. Das war auch wirklich gut so, denn ich merkte schon, dass die Kinder nach einer Weile leicht unruhig wurden, etwas trinken wollten, ihr Kleid mit dem Kleid der Nachbarin verglichen etc. Mit kleinen Fragen zu Bildern und Geschichte konnte ich sie immer wieder zurück holen, aber länger hätte die Geschichte nicht sein dürfen.

Reime ergänzen

Die kleine Schusselhexe setzt am Ende ihrer Zaubersprüche immer ein falsches Wort ein. Dabei müsste sie eigentlich nur richtig reimen um das Gewünschte zu hexen. Diesen Punkt aus dem Buch habe ich aufgegriffen: Ich habe den Kindern Sätze vorgelesen, die mit einem Reim ergänzt werden sollen. Das haben die Kinder insgesamt prima hinbekommen.

Zum Abschluss haben wir dann noch unser Abschlusslied gesungen.

Es war wieder einmal eine schöne Vorlesestunde, in der ich das erste Mal mein Kamishibai ausprobieren konnte. Ich würde sagen, es kam gut an und wird sicherlich noch öfter eingesetzt werden!

 

Die kleine Schusselhexe als Bilderbuch, von Anu Stohner und Henrike Wilson, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-24161-9, 14€

Die kleine Schusselhexe – Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater, Anu Stohner und Henrike Wilson, Don Bosco, 14,95€