Für jeden die passende Musik

Ich weiß, dass viele Eltern von Kindermusik genervt sind, vor allem, wenn sie immer wieder die gleichen Lieder hören müssen. Ich bin da relativ tolerant und kann mir das meiste mit anhören und ja, ich singe manchmal sogar ganz gerne mit.

Im übrigen gibt es ja auch sehr unterschiedliche Kindermusik. Die Spannweite reicht von traditionellen Kinder- und Volksliedern bis hin zu modernen Rapp- und Jazzkinderliedern. Alles ist dabei, man muss es nur entdecken.

Heute möchte ich euch drei völlig unterschiedliche CDS für Kinder vorstellen. Die eine oder andere CD ist für manche Eltern sicherlich ein No-Go, aber ich finde, dass jede CD für sich und für verschiedene Situationen ihre Berechtigung hat.

Volker Rosin – Tanzfieber!

Beginnen möchte ich mit der CD Tanzfieber von Volker Rosin, dem sogenannten König der Kinderdisco. Dies ist sicherlich keine CD, der Eltern entgegengefiebert haben, und man muss ganz klar sagen, dass die Lieder wenig Inhalt vermitteln. Aber man muss genauso sagen, dass diese Musik Kinder zum Tanzen animiert. Und bei jeder Kinderdisco-Veranstaltung laufen tatsächlich die Lieder von Volker Rosin (Das singende Känguru, Der Gorilla mit der Sonnenbrille, Das Lied über mich, Komm, lass uns Tanzen Ki.KA Tanzalarm, Flitze Flattermann…). Bei vielen gibt es Bewegungen, die die Kinder mitmachen können und wenn man es über sich bringt und nach einer solchen Kinderdisco oder ähnliches eine solche CD kauft, dann läuft diese wirklich beinahe ununterbrochen zu Hause und die Kinder machen die Bewegungen, die sehr einfach und einprägsam sind, immer wieder mit. Das ist schon schön. Und so war es auch bei der neuen CD. Als ich Tanzfieber in den CD-Player gelegt habe, haben die Kinder direkt angefangen zu tanzen. Die Kinder haben sehr viel Spaß an der CD und fordern mich auch immer wieder dazu auf, sie anzumachen. Zu Hause mache ich das auch gerne, im Auto finde ich eine solche Musik eher nervig, denn man kann dort die Bewegungen ja auch nur schlecht nachmachen.

Viel Musik zum Tanzen

Dieses Mal dreht es sich thematisch tatsächlich hauptsächlich ums Tanzen. Viel Inhalt gibt es hier wirklich nicht, auch wird viel Text in den Liedern immer wiederholt (was natürlich das Mittanzen und Mitmachen vereinfacht). Besonders nett sind immer die Zeilen, in denen zu eindeutigen Sachen aufgefordert wird, z.B. heißt es beim Lied „In der Wüste ein Kamel“ im Refrain „Stampf Stampf – Stampf Stampf, Klatsch Klatsch – Klatsch Klatsch“ usw. Gerade durch die Wiederholung schaffen es die Kinder dann auch die richtigen Sachen an der richtigen Stelle zu machen. Ob so ein richtiger Knaller auf der CD dabei ist, der dann auch bei den Kinderdiscos gespielt wird, bezweifle ich. Alles plätschert eher so ein bisschen vor sich hin. Vielleicht ist „Sieben Sachen musst du machen“ ein solches Lied. Hier werden sieben Sachen aufgezählt, die Kinder fit machen: Springen, Hampeln wie ein Hampelmann, Rennen, Fliegen, Stampfen etc. Das ist ein schönes Lied um Kinder zum Mitmachen zu animieren.

Tanzfieber! 15 neue Hits zum Abtanzen von Volker Rosin, Moon Records

Fredrik Vahle – Alles ist Schwingung, alles ist Klang

Als nächstes stelle ich euch eine ganz andere CD vor und zwar „Alles ist Schwingung, alles ist Klang – Jahreszeitenlieder für Klein und Groß“ von Fredrik Vahle. Auch Fredrik Vahle wird vielen von euch bestimmt bekannt sein. Er hat Lieder wie Anne Kaffeekanne, Der Cowoy Jim aus Texas, Dracula-Rock, Der Hase Augustin, aber auch Friedenslieder und sozialkritische Lieder gehören zu seinem Repertoire. Sein Stil ist besonders und unverkennbar. Wir mögen insbesondere seine fröhlichen und frechen Kinderlieder sehr gerne. Die Lieder auf der CD „Alles ist Schwingung, alles ist Klang“ sind eher ruhigere und teils spirituelle Lieder, die unter anderem von Ukulele, Geige und Flöte begleitet werden. Man kann diese CD wirklich wunderbar zu Hause im Hintergrund laufen lassen. Das lässt einen zur Ruhe kommen, man kann der Musik ein wenig lauschen und es ist wirklich angenehm. Im Auto ist diese CD schon schwieriger zu hören. Dafür sind mir viele Lieder, die zum Teil vertonte Gedichte oder Volkslieder sind, einfach zu ruhig. Sehr ungewohnt ist auch die Länge der Lieder. Das längst ist über 7 Minuten lang. Dabei merkt man mal wieder, dass im heutigen Alltag alles schnell gehen muss, dass man sich kaum noch über längere Zeit auf etwas konzentrieren kann. Je länger ein Lied lief, desto unruhiger wurde ich, da ich befürchtete, dass die Kinder irgendwann etwas anderes hören wollen und ein weiterschalten fordern würden. Das war jedoch nicht der Fall. Die Kinder hatten tatsächlich noch die Muße, sich für mehrere Minuten einem und demselben Lied zu widmen. Das sollten auch wir Erwachsene noch können, von daher finde ich es gut, dass hier mit dem Üblichen gebrochen wird.

Einprägsame Lieder

Die Lieder begleiten uns einmal durch die ganzen Jahreszeiten, wobei viel über die Elemente und die Natur gesungen wird. Auch fremdsprachige Elemente kommen, wie es für Fredrik Vahle typisch ist, immer mal wieder vor. Ein wunderschönes Lied ist „Das ist der Sommer“. Neulich hörte ich meinen Sohn auch noch mal leise den Refrain vor sich hin singen: „Das ist der Sommer – fahren mit den Flößern, es riecht nach Holz, nach Schilf und Teer im Wind…“ Das ist mir überhaupt aufgefallen: Die Kinder können die Lieder von Fredrik Vahle grundsätzlich unglaublich schnell mitsingen, auch wenn hier nicht ständig etwas wiederholt wird.

Insgesamt sind längst nicht alle Texte (dieser CD!) von den Kindern zu verstehen, aber sie nehmen den Klang und die Atmosphäre der Lieder auf. Es ist eine CD, die man gut zu Hause laufen lassen kann und alle haben etwas davon.

Alles ist Schwingung, alles ist Klang – Jahreszeitenlieder für Klein und Groß von Fredrik Vahle, Sauerländer Audio, ISBN: 978-3-8398-4902-6

Mucksmäuschenlaut

Ja, auch von der dritten CD hat die ganze Familie etwas: Richards Kindermusikladen. Mucksmäuschenlaut

Das ist wirklich eine tolle CD, die richtig viel Spaß macht und die man wirklich überall immer wieder gerne hören kann. Sie hat tolle moderne Sounds und Rhythmen und auch die Texte sind klasse. Klar, die Kinder fanden als erstes das Lied „Gepupt“ super, denn pupsen ist hier bei einem zwei- und einem sechsjährigen Jungen immer ein Thema. Sie lauschen gebannt, wer in dem Lied alles pupt und immer wieder werden die einzelnen Personen (Mama, Papa, Oma, Opa, Ritter, Busfahrer etc.) laut ausgerufen.

Manche Lieder scheinen sich mehr an Erwachsene zu wenden. So gibt es z.B. das Lied „Nachträglich“, welches ein Lied ist, mit dem man nachträglich zum Geburtstag gratulieren kann. Das machen Kinder eher selten. Auch „Hauptsache die Kinder haben ihren Spaß“ schien mir zunächst mehr ein Erwachsenenlied zu sein, aber mittlerweile ist diese Textzeile zum geflügelten Wort hier in der Familie geworden. Zum Abendbrot sind nur noch zwei Laugenbrötchen übrig? Klar, die bekommen die Kinder, denn – so singt die ganze Familie –  „Hauptsache die Kinder haben ihren Spaß!“

Lieder für Groß und Klein

Das ist überhaupt das Tolle an dieser CD: Viele Lieder richten sich sowohl an Kinder als auch an die Erwachsenen, wobei vieles aus dem Alltag aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgegriffen wird. Ich behauptete, dass „Mensch Kinder! Ich macht mich wahnsinnig“ MEIN Lied sei, aber mein Sohn fragte mich, ob ich denn auch bis zum Ende zugehört hätte, denn am Ende ist dann doch alles wieder anders und die Kinder nehmen wieder das Ruder in die Hand. Genauso ist es auch bei „Wer war denn das?“ Überall herrscht Chaos, unterm Kinderstuhl ist eine Pfütze, Papier wurde zerrissen etc. Klar, das waren wohl die Kinder, aber wer hat denn wohl im Kinderzimmer die Zeitung und das Handy liegen lassen?

Die CD Richards Kindermusikladen. Mucksmäuschenlaut kann ich wirklich nur allen Familien empfehlen – für Kinder und Eltern geeignet!

Richards Kindermusikladen. Mucksmäuschenlaut von Richard Haus mit Gästen (u.a. Kai Lüftner, Bürger Lars Dietrich), Oetinger Audio, ISBN: 4260173788396

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Bücher von Dully und Dax

Kennt ihr eigentlich schon Bilderbücher von Dully & Dax? Nein? Dann wird es höchste Zeit, denn es sind herrlich humorvolle Bücher, die richtig viel Spaß machen. Die Bilder sind voller Leben und die Texte sind humorvoll gereimt.

Zwei Bücher von Dully & Dax möchte ich euch heute vorstellen: „Poff, Paff, Pau! Wir machen heut Radau!“ und „Eddie Meisterdieb – Eine rasante Verfolgungsjagd mit Verschwinde-Klappen!

Poff, Paff, Pau! Wir machen heut Radau!

Poff, Paff, Pau! Wir machen heut Radau!“ ist ein kleines Pappbilderbuch, in dem ein paar Tiere lauter Quatsch machen. Pro Doppelseite gibt es dazu einen gereimten Vers. Schabernack und Quatsch machen, im Matsch herumspringen und herumflitzen – das ist genau die Welt der Kinder. Das macht ihnen Spaß und es ist schön, wenn diese Seite mal so richtig ausgelebt werden kann und keiner dabei schimpft. Hier im Buch geht es drunter und drüber und keiner sagt etwas dazu. Die pure Lebensfreude darf einfach ausgelebt werden und die Kinder können sie Seite für Seite miterleben und mitlachen.

Ein Buch mit etwas Schadenfreude

An sich mag ich es nicht so sehr, wenn auf Kosten anderer Späße gemacht werden, vor allem dann nicht, wenn sich andere dabei auch noch weh tun. Auch solche Streiche kommen in diesem Buch vor. Hm, ich habe es in diesem Fall einfach mal nicht mit Zeigefinger bewertet, sondern die Kinder die kleine Schadenfreude mal ausleben lassen. Ab und zu muss man auch einfach mal grenzenlosen Spaß haben und Kinder können sehr wohl zwischen Buch und Wirklichkeit unterscheiden.

Text und Bilder ergänzen sich in dem Buch hervorragend. Insbesondere der Text erklärt sich nur durch die Bilder, die den Spaß humorvoll darstellen.

POFF, PAFF, PAU! Wir machen heut Radau! von Dully & Dax, Tulipan Verlag, ISBN: 978-3-86429-335-1, 12€

Eddie Meisterdieb

Auch „Eddie Meisterdieb – Eine rasante Verfolgungsjagd mit Verschwinde-Klappen“ ist wieder herrlich illustriert. Die Gesichtsausdrücke der Tiere sind klasse und man kann viele nette Details auf den Bildern entdecken. Ein großes Highlight sind natürlich die Klappen bei diesem  Buch. Die Tiere sind nämlich auf der Suche nach Eddie Meisterdieb, einem Waschbären. Fuchs, Ratte, Tintenfisch, Papagei und Krokodil wurden Sachen geklaut und sie alle ahnen, dass Eddie Meisterdieb dahintersteckt. Doch so einfach ist dieser nicht zu fassen. Nach einem „Trippeln“ und „Trappeln“, einem „Ziehn und ein Zappeln“ waren sowohl die Sachen als auch der Meisterdieb verschwunden. Nun können die Kinder den Tieren beim Suchen helfen. Wo ist der Waschbär entkommen? Hinter welcher Klappe liegt sein Fluchtweg? Es ist toll, dass die Kinder hier so ins Geschehen integriert werden. Das erhöht die Motivation dieses schöne Buch anzuschauen ungemein.

Witzig ist übrigens auch, was so alles weggekommen ist. Denn nicht nur die Decke vom Fuchs wird entwendet, sondern auch ein stinkiger Käse und ein alter Fisch.

Am Ende müssen dann alle feststellen, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint – auch eine schöne Botschaft, die Kinder hier lernen können. Man sollte nicht so schnell andere einer bösen Tat verdächtigen und erst einmal nachforschen, wie sich die Dinge verhalten.

Der Text ist gekonnt gereimt und lässt sich sehr gut vorlesen. Schön sind hier auch die Wiederholungen der vermeintlichen Diebesszene. Die Geschichte geht rasant vorwärts, so dass es ein tolles Buch für alle kleinen Abenteurer und Detektive ist. Hier wird keinem so schnell langweilig.

Eddie Meisterdieb – Eine rasante Verfolgungsjagd mit Verschwinde-Klappen! von Dully & Dax, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0801-3, 15€

 

Lesen in den Osterferien

Heute möchte ich euch ein wenig von unseren Leseerlebnissen in den Osterferien erzählen.

Wir haben zehn Tage auf einem Bauernhof in Franken Urlaub gemacht. Da gehörte natürlich das Buch „Dinostarke Ferien in Franken“ in unser Urlaubsgepäck. Gleich am Anfang des Urlaubs haben wir uns die Abenteuer von Lilly und Nikolas durchgelesen und letztendlich haben wir vieles in unserem Urlaub ebenfalls erlebt. Das macht schon viel Spaß so und vor allem habe ich Lust, das Buch im Anschluss direkt noch einmal zu lesen. Es ist sicherlich eine tolle Erinnerung.

Dinostarke Ferien in Franken – Lilly, Nikolas und die Fossiliensuche von Silvia Zerbe und Michaela Frech, Biber & Butzemann Verlag, ISBN: 978-3-942428-30-9, 9,95€

Wenn wir in den Urlaub fahren, packe ich meistens für die Kinder je ein neues Buch ein. Der Kleine hat dieses Mal das TipToi-Bauernhofbuch bekommen. Das passte schließlich gut zu unserem Urlaub und er schaut sich gerne Bücher mit dem Tiptoi-Stift an. Auch dieses Buch hat ihm gut gefallen, wobei er sich am allerliebsten die Lieder zu den Jahreszeiten angehört hat. Er liebt Lieder und kann viele davon bereits richtig gut mitsingen.

Tiptoi: Entdecke den Bauernhof von Inka Friese und Constanze Schargan, Ravensburger Verlag, ISBN: 978-3473329007, 19,99€

Der Große hat nun endlich den neunten Band der Schule der magischen Tiere bekommen und leider kann ich euch dieses Mal überhaupt gar nichts von dem Inhalt berichten, denn er hat dieses Buch im Urlaub ratz-fatz verschlungen. Ein, zwei Mittagspausen, in denen der Kleine geschlafen hat, haben ihm ausgereicht, um das Buch komplett zu lesen.

Die Schule der Magischen Tiere – Versteinert von Margit Auer und Nina Dulleck, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65279-9, 9,99€

Ich hatte für ihn noch „Der tätowierte Hund“ sowie „Supermops“ und „Fünf verKLOPSte Tage“ eingepackt, aber leider reichte die Lektüre für ihn nicht aus. Er liest einfach so schnell und gerne. Einmal wollte er sogar auf einen Ausflug verzichten, um lesen zu können. Er meinte, dass er sich beim Lesen am besten entspannen könne… Kann ich ja gut verstehen, aber so viel zu lesen hatte ich für ihn nicht dabei und die Erstlese-Bücher auf dem Bauernhof sprachen ihn nicht an.

     

Der tätowierte Hund von Paul Maar, illustriert von Anke Faust, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-4257-4, 12,90€ (Wir haben allerdings eine andere Ausgabe und zwar die aus der Reihe „Junge Bibliothek“ von der Süddeutschen Zeitung.)

Supermops und der schrille Schurkenalarm von Nicolas Gorny und Pascal Nöldner, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-49-2, 8,99€

Fünf verKLOPSte Tage von Birgit Fuchs, TiBi, ISBN: 978-3981050660, 9,90€

Den tätowierten Hund durften wir sogar zum Teil vorlesen. Eine Gute-Nacht-Geschichte muss schließlich auch sein. Und dabei haben wir wieder einmal festgestellt, wieviel Spaß wir an der Fantasie von Paul Maar haben. Bücherwürmchen freute sich immer sehr darauf zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

Vom Supermops habe ich dann mal wieder gar nichts mitbekommen, denn dieses Buch hat er dann wieder mal gerade so selber durchgelesen. „Fünf verKLOPSte Tage“ wurde dann die neue Gute-Nacht-Geschichte und ist somit auch noch nicht ganz zu Ende. Dennoch musste für Lesenachschub gesorgt werden und so hat jedes Kind im Urlaub ein weiteres Buch bekommen.

Der Kleine hat sich für das Fahrzeuge-Buch der „Hör mal“-Reihe entschieden. Davon haben wir bereits „Am Meer“, „Wilde Tiere“, „Im Wald“ und „Unsere Musik“ und sie werden wirklich alle gerne angeguckt und besonders gerne hört der Kleine sich die Geräusche an. Beim neuen Buch ließen sich manche Sounds nur sehr schwer drücken, aber gemeinsam bekamen wir es dann doch hin. Etwas irritierend ist es, wenn das Kind sich das Buch direkt im Auto anschauen muss und ständig das Martinshorn von Polizei und Feuerwehr zu hören ist…

Hör mal: Die Fahrzeuge von Christian Zimmer, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-25041-4, 9,99€

Der Große wollte „Silas und Rick“, einen „Endlich Ferien“-Band der Schule der magischen Tiere, haben. Dieses Buch wurde dann direkt auf dem Bauernhof auf der Schaukel gelesen. Und auch dieses Buch hat er im Urlaub noch geschafft. Dabei habe ich selten solche Emotionen beim Lesen erlebt. Puh, kurz vor Ende hätte er das Buch fast wütend von sich geschleudert. Er ärgerte sich tierisch darüber, dass Silas einen Wettbewerb nicht gewann. Seine Wangen waren gerötet, er schimpfte und wollte beinahe nicht mehr weiterlesen. Ich kann nicht behaupten, dass er sich mehr ärgert, wenn er selbst ein Spiel verliert (und er kann wirklich sehr, sehr schlecht nur verlieren). Letztendlich konnte ich ihn dann aber doch noch davon überzeugen, das Buch noch zu Ende zu lesen und er wurde wieder ruhiger. Insgesamt ist es aber doch toll, dass er so von einem Buch mitgenommen wird und richtig in die Welt dort eintaucht.

Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien: Silas und Rick von Margit Auer und Nina Dulleck, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65332-1, 9,99€

Jetzt sind wir wieder zu Hause und gerade blättert er in neuen Fußballbüchern, die ich euch dann demnächst hier vorstellen werde. Außerdem kam gestern „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ hier an. Davon hat er direkt die ersten 150 Seiten gelesen (und sich dabei einen kleinen Sonnenbrand geholt). Auch dieses Buch wird noch den Weg auf den Blog finden und mein Sohn wird es ebenfalls auf www.derbuecherzwerg.wordpress.com vorstellen.

Bitte nicht öffnen – Bissig! von Charlotte Habersack und Fréderic Bertrand, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-65211-9, 9,99€

 

Rezension: 10 kleine Burggespenster

Kennt ihr die 10 kleinen Burggespenster schon? Es gibt bereits einige Bücher von ihnen und wir haben sie im neusten Buch nun auch endlich kennen gelernt: „10 kleine Burggespenster im Zoo“.

Und natürlich sind wir direkt ganz begeistert von diesen knuffigen Gespenstern, die gemeinsam durch den Zoo gehen. Allerdings können sie sich dort gar nicht in Ruhe die Tiere in ihren Gehegen anschauen, denn dem kleinsten Gespenst, Zipfel, wird das Eis gestohlen, und da müssen die Gespenster natürlich heraus bekommen, wer der Übeltäter ist. Wem sie dabei alles begegnen, kann man im Daumenregister sehen. Man könnte durch die äußere Aufmachung davon ausgehen, dass hier ein Burggespenst nach dem anderen weg kommt, aber das ist hier nicht der Fall. Hier geht es um die Begegnung mit verschiedenen Tieren, von denen sich die Gespenster Aufklärung im Eis-Fall erhoffen.

Der Text ist nett gereimt und lässt sich gut lesen.

Die Bilder sind niedlich und freundlich, aber auch humorvoll. Zudem gibt es ein paar kleinere Details zu entdecken. Mein kleines Büchermäuschen hat besonders viel Spaß daran auf jeder Seite die versteckte Schildkröte zu suchen und ist dann immer ganz stolz, wenn es in Nullkommanix auf die Schildkröte zeigen kann, da es das Buch mittlerweile schon so oft geschaut hat.

Mit diesem Buch macht der literarische Zoospaziergang richtig viel Spaß. Ja, man begegnet auch hier den Tieren im Zoo, aber es steckt so viel mehr in diesem schön aufgemachtem Buch als ein üblicher Zoobesuch. Beim ersten Gucken können die Kinder zudem noch Mitraten, wer wohl der Eisdieb ist.

10 kleine Burggespenster im Zoo von Susanne Göhlich, Orell Füssli, ISBN: 978-3-280-03570-2, 9,95€

Rezension: So ’ne lange Autoschlange

Was für eine herrliche Idee hinter dem Buch „So `ne lange Autoschlange“ steckt. Da macht es richtig viel Spaß dieses Buch anzuschauen.

Alex steht mit seinem tollen Flitze-Wagen im Stau. Es geht einfach nicht vorwärts. Und natürlich ist er in diesem Stau nicht alleine. Ganz vorne tuckert langsam ein Trecker, hinter Alex kommt das Krokodil im Abschleppwagen. Auch eine Feuerwehr, eine Eisenbahn und selbst ein Elefant sind in den Stau geraten.

Fahrzeuge und Tiere

Es ist bereits schön mit den Kindern, die verschiedenen Fahrzeuge und Tiere zu sehen. Hier werden Sachen gezeigt, an denen Zweijährige großes Interesse haben. Richtig besonders wird das Buch dann aber durch das überraschende und humorvolle Ende. Klar, beim ersten Anschauen ist das eine richtige Überraschung. Die fehlt dann natürlich beim wiederholten Anschauen, was wir Erwachsene vielleicht etwas schade finden. Das macht aber gerade Kindern überhaupt nichts aus. Sie fiebern bereits auf dieses Ende hin und freuen sich, dass sie die Auflösung bereits kennen.

Die Bilder sind bunt und fröhlich, dabei aber recht klar gegliedert, und es gibt einige lustige Sachen zu entdecken. Es ist wirklich ein Buch, welches schön anzugucken ist. Hinzu kommt dann noch der gut gereimte Text, der es Kindern schnell ermöglicht an einigen Stellen selber mitzusprechen.

So ´ne lange Autoschlange“ ist ein schönes humorvolles Buch, an dem nicht nur Kinder ihre Freude haben.

So ´ne lange Autoschlange von Norman Klaar und Karsten Teich, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1539-3, 9€

Rezension: Peter Hase – Ein Guckloch-Abenteuer

Neulich habe ich euch noch erzählt, dass ich nicht so viele Osterbücher habe und ich habe euch dieses Jahr tatsächlich auch nur eins vorgestellt („Agent 00 – Osterhase in geheimer Mission“). Aber heute kommt noch ein weiteres Buch, welches hervorragend in die Osterzeit passt ohne ein Osterbuch zu sein. Ich spreche von dem Pappbilderbuch „Peter Hase – Ein Guckloch-Abenteuer“.

Der Vorteil eines Hasenbuches, welches kein Osterhasenbuch ist, ist der, dass man dieses Buch viel flexibler einsetzen kann. Und auch sonst spricht übrigens viel für dieses Buch.

Peter Hase – ein Häschen mit Kultcharakter

Kennt ihr Peter Hase von Beatrix Potter schon? Ihr habt bestimmt schon Bilder von ihm gesehen. Immerhin gibt es ihn schon eine ganze Weile, ja, Peter Hase ist schon über hundert Jahre alt. Die Bilder wirken somit auch etwas altertümlich und nostalgisch, aber ich finde sie dennoch nicht verstaubt und auch für heutige Kinder ansprechend. Das Guckloch-Buch macht auf jeden Fall heutigen Kindern viel Freude.

Peter Hase soll für seine Mutter Rettich für das Mittagessen holen. Sie warnt ihn noch, dass er sich vor Herrn Schnappeschlau, dem Fuchs, in acht nehmen soll. Peter Hase jedoch hoppelt ganz unbekümmert los und erfreut sich an der Natur um ihn herum. Es kommt natürlich, wie es kommen musste. Der Fuchs lauert dem kleinen Hasen auf. In letzter Sekunde kann Peter Hase sich noch verstecken. Aber damit ist das Abenteuer noch nicht vorbei, denn der Fuchs gibt nicht so schnell auf. Am Ende kommt Peter Hase dann aber sich in den Hasenbau. Allerdings hat er den Rettich nicht dabei…

Hase oder Kaninchen?

Eine kleine Schwierigkeit ergibt sich aus der Übersetzung aus dem Englischen. Im Original heißt Peter Hase Peter Rabbit und ich würde ihn auch eher als Kaninchen sehen. Hasen leben schließlich nicht im Bau. So ganz glücklich bin ich damit in dem Buch nicht, denn die Unterscheidung von Hasen und Kaninchen fällt Kindern sowieso schon nicht leicht und so baut sich hier schnell ein falsches Bild auf.

Spannung durch Löcher und Klappen

Ansonsten finde ich das Buch, insbesondere durch die Ausstanzungen und Gucklöchern wirklich klasse. Durch diese Löcher und Klappen gibt es nicht nur kleine Details zu sehen, sondern sie erhöhen die Spannung der Geschichte. Direkt auf der ersten Doppelseite können die Kinder durch das Loch den Schwanz des Fuchses entdecken, so dass sie ganz richtig befürchten, dass sich Peter Hase ein wenig zu sorglos auf den Weg macht. Herrlich ist auch der Fuchs, der sich hinter der Zeitung versteckt. Vor den Kindern kann er sich auf diese Weise so natürlich nicht verstecken. Das Kind weiß also durch die Bilder bereits mehr, als im Text verraten wird. Das Zusammenspiel zwischen Text und Bild ist hier gelungen und macht Spaß.

Wer nach einem schönen Buch für die Kleinen (ab 2 Jahre) sucht, welches man auch noch über die Osterzeit hinaus schauen kann, der ist mit Peter Hase – Ein Guckloch-Abenteuer gut beraten!

Peter Hase – Ein Guckloch-Abenteuer von Beatrix Potter, übersetzt von Cordula Borawski, FISCHER Sauerländer, ISBN: 978-3-7373-5553-7, 8,99€

Malbücher für kleine und große Kinder

Eiskalt ist es draußen. Ja, auch schön, denn die Sonne scheint, aber lange hält man es trotzdem nicht draußen aus. Da bietet es sich doch an, es sich drinnen gemeinsam gemütlich zu machen. Wir hatten neulich einen richtig schönen Nachmittag, an dem beide Kinder friedlich zusammen am Küchentisch gemalt haben.

Der Große hat sich das Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst – Zahlenbilder zum Verbinden, Aus- und Weitermalen“ vorgenommen, während der Kleine „Mein erstes Malbuch“ von Helmut Spanner zum Ausmalen bekommen hat. Beide Bücher möchte ich euch heute gerne vorstellen.

Zahlen verbinden

Das Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist an sich das typische Verbinden von Zahlen, wodurch sich Bilder ergeben. Allerdings sieht man hier nicht immer sofort, welches Tier am Ende herauskommen wird, wobei die Kinder durch die kurzen Sätze wie „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist giftig“ dazu angeregt werden, sich zu überlegen, was wohl am Ende herauskommen wird. Diese Sätze wirken somit auch sehr motivierend.

Mein Sohn hatte viel Spaß am Verbinden der Zahlen und beim anschließenden Feststellen, welche Tiere er gemalt hat. Er hatte allerdings keine Lust mehr die Bilder noch weiter zu gestalten, was sich bei dem Buch ebenfalls anbietet, denn es kommt nicht einfach langweilig in schwarz-weiß daher. Nein, die Seiten wurden farbig und künstlerisch gestaltet und sehen sehr ansprechend aus. Zebra und Tiger haben zum Beispiel ein paar angedeutete Streifen, die man weitermalen könnte, Blätter und Bäume sowie Landschaften ließen sich hervorragend weiter gestalten, aber natürlich nur, wenn man dazu auch Lust hat. Das Heft macht einen sehr hochwertigen und ansprechenden Eindruck. Die ganze Gestaltung gefällt mir gut. Etwas schwierig ist der Knick in der Mitte. Das Heft fällt immer wieder zu und Kindern fällt es schwer an dieser Stelle zu zeichnen. Die Bilder erstrecken sich aber über die gesamte Doppelseite. Das ist nicht so ganz einfach. Um die Zahlen verbinden zu können, sollte  man sich mit Zahlen bis 100 auskennen (wobei kein Bild bis zur 100 geht, aber wer bis beispielsweise 75 zählen kann, der kann auch bis 100 zählen).

Ich sehe was, was du nicht siehst – Zahlenbilder zum Verbinden, Aus- und Weitermalen von Marion Goedelt, Tulipan Verlag, ISBN: 978-3-86429-397-9, 10€

Ein erstes Malbuch für die Kleinen

Bei „Mein erstes Malbuch“ fällt zunächst das große Format des Heftes auf, welches mir nicht so gut gefällt. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich das Heft vernünftig hinräumen kann. Es ist leider immer zu groß. Wenn Kinder mit dem Heft am Tisch sitzen, müssen sie sich zudem schon ganz schön strecken um an die oberen Bilder heranzukommen.

Es ist ein Malbuch, welches über ein einfaches, schlichtes Malbuch mit großen auszumalenden Figuren pro Seite hinausgeht. Auf jeder Seite befinden sich Gegenstände zu einem Oberthema, die ausgemalt werden können. Außerdem sieht man den Bären Brummi noch in einer kleinen Szene, in der er zum Beispiel in der Küche kocht oder im  Kinderzimmer mit dem Spielzeug spielt. Diese Bilder sind bereits farbig. Die Gegenstände bleiben also nicht für sich alleine stehen, sondern werden in einen Zusammenhang gebracht. Die Kinder können also nachvollziehen, wofür man Pfanne, Teller und Löffel braucht. Darüber hinaus gibt es immer noch einen kleinen Text, in dem erzählt wird, in welcher Farbe z.B. Brummis Schraubenzieher oder Zange ist. Um die Bilder in den vorgesehenen Farben anmalen zu können, brauchen Kinder natürlich wieder die Hilfe von Erwachsenen, die ihnen die Texte vorlesen. Als Anregung und zur Beschäftigung mit den Farben finde ich die kurzen Texte nicht schlecht, ich würde mich aber niemals komplett danach richten. Nicht jedes Kind mag solche Vorgaben gerne. Bei meinem Sohn war es unterschiedlich. Am Anfang hat er noch begeistert die jeweiligen Farben herausgesucht, später hat er dann einfach mit einer Farbe alles auf der Seite angemalt. Bei Gemüse und Obst kann man ja sowieso schön gemeinsam überlegen, welche Farbe es jeweils hat. Das machte dem kleinen Büchermäuschen dann auch wieder Spaß.

Ein Malbuch, das die Sprache fördert

Schön ist hier, dass einzelne Gegenstände angemalt werden sollen und nicht ganze Szenen, was Kinder häufig überfordert. Die Sachen sind gut zu erkennen, vieles kennen die Kinder aus dem Alltag und man kann alles auch noch mal schön gemeinsam benennen oder über passende Farben und Vorlieben sprechen. Es ist wirklich ein Malbuch, welches tolle Gesprächsanlässe bietet. Durch die kleinen Szenen mit dem Bär bekommt alles dann auch noch mehr Bedeutung. Im Übrigen kann man auch auf allen Seiten Minimaus entdecken, was Kindern, die die Maus kennen, natürlich viel Freude macht.

Mein Sohn hat übrigens auch häufig die farbigen Bilder noch einmal übermalt. Da muss man dann als Eltern entspannt bleiben, denn natürlich fände man es selbst viel schöner, wenn man die kleinen Mäuse am Ende noch sehen kann und diese nicht komplett mit grüner oder brauner Farbe übermalt sind. Aber es ist ein Malbuch und in einem Malbuch dürfen Kinder schließlich malen und man sollte ihnen auch nicht alle Kreativität nehmen.

Die allerletzte Seite, die weiß ist, lud meinen Sohn dann noch dazu ein, selbst ein Bild zu malen und dabei ist sein erster eindeutiger Kopffüßler entstanden. Das hat die Mama natürlich sehr erfreut.

Mein erstes Malbuch von Helmut Spanner, ObersteBrink Verlag, ISBN: 978-3-96304-006-1, 7,95€

 

 

Rezension: Löwe, Hase, Schwein – ein Tier passt hier nicht rein

In Wimmelbüchern gibt es immer jede Menge zu entdecken. Manchmal sind die Bilder dabei schon etwas zu überladen und Eltern und Kinder haben Schwierigkeiten sich zu orientieren. Dieses Problem wird man bei „Löwe, Hase, Schwein – ein Tier passt nicht rein! Mein Riesen-Such-Wimmelbuch“ nicht haben. Das Format ist zwar übergroß, aber dennoch befinden sich auf den Seiten deutlich weniger Sachen als es in vielen Wimmelbüchern üblich ist.

Ist es deshalb schlechter beziehungsweise ist es dann überhaupt noch ein Wimmelbuch? Nein, ich finde es nicht schlechter als andere Wimmelbücher und in diesem Fall kann man durchaus von einem Wimmelbuch sprechen. Es zeigt auf großen Seiten verschiedene Tiere in einer Szene und es gibt die typischen Suchaufträge. Wirklich wimmelig geht es zwar nicht zu, aber dennoch müssen die Kinder eine ganze Weile suchen, um das geforderte Tier auf der jeweiligen Seite zu finden.

Wer tanzt aus der Reihe?

Die Tiere sind hier nach verschiedenen Prinzipien zusammengefasst, was mich zunächst irritierte. Auch fehlte mir zunächst eine Auflösung der zu suchenden Tiere, aber dann habe ich doch mal den Klappentext gelesen und erfahren, dass das gesuchte Tier auf der folgenden Seite ebenfalls zu sehen ist. Es gibt also doch eine Antwort auf die Fragen. In dem Buch wird das gesuchte Tier nämlich nicht namentlich genannt. Auf jeder Seite sind Tiere zu sehen, die zu einem bestimmten Oberbegriff passen, aber jedes Mal hat sich noch ein anderes Tier dazugemogelt, z.B. hüpft über den Bauernhof ein Affe. Was mich zunächst gestört hat, ist eigentlich ganz nett. So findet man hier eben nicht einfach die Tiere nach bestimmten Lebensräumen sortiert, sondern neben den Bauernhoftieren gibt es zum Beispiel eine Seite mit Tieren, die schnell sind oder eine Seite mit gefährlichen Tieren. Bei den lustigen und ungewöhnlichen Tieren ist es natürlich Interpretationssache, wer dazugehört und wer nicht, aber letztendlich geben sich mit der Lösung „Biene“ als gewöhnliches Tier wohl die meisten zufrieden. Ansonsten bieten die Seiten eben Anlass zu Diskussionen, was ja ein schöner Nebeneffekt beim gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern ist.

Bei den Kindern sehr beliebt

Die Seiten wirken recht bunt, haben aber klare und flächige Strukturen. Nichts ist unruhig oder störend. Die Tiere lassen sich gut erkennen und es macht den Kindern Spaß sie zu benennen. Sie sind stolz, wenn sie hier einige Tiere widererkennen können.

Für mich war dieses Wimmelbuch auf den ersten Blick nichts besonderes, aber ich musste feststellen, dass meine Kinder dieses Buch unglaublich gerne anschauen. Vielleicht ist es der Reiz etwas herausfinden zu müssen oder einfach die Tiere zu betrachten und gemeinsam zu benennen. Es ist jedenfalls ein Buch, welches hier wirklich häufig in die Hand genommen wird.

Löwe, Hase, Schwein – ein Tier passt nicht rein! Mein Riesen-Such-Wimmelbuch von Nadine Jessler, Magelan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1533-1, 16€

Rezension: Schläfst du?

Heute habe ich einen ganz süßen Bilderbuchtipp für euch: „Schläfst du?

Das Pappbilderbuch ist einfach klasse: Acht Hunde schlafen zusammen in einem Zimmer. Jeweils vier Hunde liegen übereinander in hohen Stockbetten. Alle Lampen sind gelöscht, aus einem Bett hört man Schnarchgeräusche und bei einem Hund gehen die Augen auf. Er macht sein Licht an und beschwert sich bei Micha, dass Popow schnarcht.  Nun geht auch bei Micha das Licht an. Da Nono dank des Schnarchens eh nicht schlafen kann, klettert er zu Micha rüber und lässt sich von ihm etwas vorlesen.

Nach und nach wachen immer mehr Hunde auf: Mal fehlt ihnen ein Kuscheltier, mal haben sie noch Durst und mal möchten sie nicht alleine schlafen. Nur der schnarchende Popow schläft die ganze Zeit weiter. Am Morgen erwartet ihn dann eine Überraschung…

Ein großer Spaß

Das Buch macht einfach richtig viel Spaß. Der kurze Text besteht allein aus Sprechblasen. Hier muss man zunächst ein wenig gucken, in welcher Reihenfolge, was gelesen werden muss, aber das hat man schnell heraus. Sowohl kleine als auch schon etwas größere Kinder haben Freude an diesem Buch. Die Kleinen finden es schon lustig zu gucken, welcher Hund als nächstes aufwacht und die größeren können vielleicht sogar die Texte selber lesen.

Auf den Bildern sieht man in erster Linie die sympathischen Hunde in ihren Betten, aber dennoch gibt es immer wieder kleinere Details, die die Kinder entdecken, wie z.B. ein umgestoßenes Glas. Die Hunde sind wirklich nett gezeichnet und sie haben vor allem richtig tolle Gesichtsausdrücke. Das Schnarchen von Popow erkennt man beispielsweise sofort. Herrlich gemacht!

Uns gefällt „Schläfst du?“ sehr gut und wir können es allen ab 2 Jahren empfehlen.

Schläfst du? von Dorothée de Monfreid, übersetzt von Ulrich Pröfrock, Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-138-1, 14€

Rezension: Entdecke die Musikinstrumente

Bisher habe ich eher einen großen Bogen um Bücher mit Geräusche gemacht, aber mittlerweile habe ich festgestellt, dass es auch in diesem Bereich ein paar richtig gute Bücher gibt. Dazu gehört auf jeden Fall das Buch „Entdecke die Musikinstrumente“ aus dem Coppenrath Verlag.

Buch mit 12 kleinen Melodien

Bei diesem Buch kann man sich zwölf kleine Melodien anhören, die jeweils von einem anderen Instrument gespielt werden. Es sind keine nervigen, lauten Geräusche, sondern richtige kleine Melodien, die man sich auch als Erwachsener gut anhören kann. Jedes Geräusch lässt sich außerdem durch ein zweites Mal drücken wieder ausstellen. Zu jedem Instrument, das man sich hier anhören kann, gibt es eine Doppelseite. Auf der linken Seite sieht man jeweils auf einem großen Foto ein Kind, das das entsprechende Instrument gerade spielt und auf der rechten Seite gibt es Erklärungen zu dem Instrument: Wie spielt man es? Wer hat es früher bereits benutzt? Aus welchem Material ist es? Wie heißen die einzelnen Teile des Instruments? Zu welcher Instrumentengruppe gehört es? Zusätzlich lockern kleine Zeichnungen, die teilweise ebenfalls noch Informationen enthalten, die Seite auf. Hier greifen dann Tiere zu den Instrumenten.

Verschiedene Instrumente

Das Buch beinhaltet folgende Instrumente: Blockflöte, Querflöte, Geige, Kontrabass, Gitarre, Harfe, Trompete, Horn, Klavier, Orgel, Pauke und Xylofon. Meines Erachtens ist dies eine gute Auswahl. Es werden ganz verschiedene Instrumente gezeigt und viele Instrumente, die für Kinder interessant sind kommen vor.

Für Kinder verschiedenen Alters

Das Buch wird für Kinder ab 5 Jahren empfohlen. Ich finde aber, dass dies ein Buch ist, welches sich prima für Familien mit Kindern, die unterschiedlich alt sind, eignet. Die Größeren interessiert bereits der Text und sie können ein wenig über die Instrumente lernen, aber auch kleinere Kinder haben bereits richtig viel Freude an diesem Buch und auch 2-Jährige drücken nicht einfach nur die Geräuschtasten, sondern lernen schon etwas bei dem Buch. Unser Kleiner kann fast alle Instrumente aus diesem Buch mit Namen benennen. Er blättert es durch, schaut sich die Fotos von den Instrumenten an und drückt dann die dazu passende Taste – eine durchaus sinnvolle Beschäftigung mit dem Buch.

Entdecke die Musikinstrumente – Mit 12 kleinen Melodien, Text und Musikproduktion: Andreas Gilles, Illustrationen: Fariba Gholizadeh, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649,62405-9, 16,95€

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

Auch die beiden Bücher „Vögel in unserem Garten“ und „Vögel in Feld und Wald“ haben wir, welche uns ebenfalls überzeugen können. Für beide Bücher gilt das gleiche wie für das Instrumente-Buch: Tolle Fotos und schöne, echte Vogelstimmen. Außerdem machen auch hier die Geräusche wieder Sinn, denn um Vogelstimmen erkennen zu kennen, muss man sie gehört haben. Leider sind bei einem der Bücher bereits einige Tasten kaputt und man kann sich nicht mehr alle Stimmen anhören.

   

Vögel in unserem Garten, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-61743-3, 16,95€

Vögel in Feld und Wald, Coppenrath Verlag, ISBN: 978- 3-649-67126-8, 16,95€