Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Ausflug ins Bilderbuchmuseum Troisdorf

Irgendwie bin ich überhaupt kein Museumsmensch, obwohl ich es eigentlich gerne wäre. Ja, doch, ich gehe gerne in bestimmte Museen, aber ich lese mir die Informationen dort nur sehr oberflächlich durch. Gerade mit den Kindern habe ich auch keine Ruhe dazu, etwas länger zu betrachten und mir Texte durchzulesen. In Hinsicht auf Museen bin ich ziemlich kindlich und naiv. Ich mag Museen wie Freilichtmuseen, durch die man schön spazieren kann und ich mag Museen, bei denen man etwas ausprobieren kann und das Wissen für Kinder verständlich präsentiert wird. Dann machen mir Museen Spaß. Ob ich bei so einem Museumsbesuch viel lerne, bleibt dahingestellt, aber so sind sie für mich eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung.

Ilon Wikland im Bilderbuchmuseum

Auf ein Museum habe ich mich richtig gefreut und zwar auf das Bilderbuchmuseum in Troisdorf. Dort wollte ich unbedingt mit der Familie hin. Es hätte mich so oder so sehr interessiert, aber da es gerade die Ausstellung „Über Tisch und Bänke – die einzigartige Bilderwelt der Ilon Wikland“ beheimatete, war es für mich ein absolutes MUSS. Und der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, obwohl ich auch hier meinen Muesumsgewohnheiten treu geblieben bin. Ich habe mir die Ausstellung letztendlich nur recht flüchtig angeschaut, aber ich hatte großen Spaß daran meinen Sohn bei der Rallye zu begleiten. Es gefällt mir, wenn Kinder durch Fragen gezielt auf die Bilder aufmerksam gemacht werden, und ich mache da selber gerne mit. Diese Art von Informationen reicht mir bei einem Museumsbesuch und ich nehme dadurch durchaus auch einiges mit. Mein Sohn hatte übrigens auch viel Spaß an der Rallye und war immer ganz stolz, wenn er eine Antwort herausgefunden hat. Außerdem freute er sich, dass er viele Bücher und Bilder von zu Hause wiedererkannt hat. Ich persönlich fand besonders die Illustrationen aus dem Buch „Die lange, lange Reise“, die Ilon Wiklands Flucht aus Estland während des zweiten Weltkriegs thematisieren, spannend. Leider musste ich feststellen, dass es dieses Buch nicht mehr zu kaufen gibt, so dass ich es mir nun von meinem Mann eben im schwedischen Original zum Geburtstag wünsche.

Beschäftigung mit der Ausstellung

Man könnte meinen, dass mir so ein relativ flüchtiger Museumsbesuch nichts bringt. Aber das ist nicht so. Ich habe schon einiges gesehen und vor allem beschäftige ich mich dann im Nachhinein zu Hause noch mit dem Thema. So habe ich mir hier z.B. den Ausstellungskatalog gekauft und zu Hause mit großer Freude darin geblättert. Manches was mir vielleicht schon beim Durchgehen aufgefallen ist, wird mir nun klarer und andere spannenden Dinge, lese ich nun ganz in Ruhe. Sehr spannend finde ich die Entwicklung bei Ilon Wikland, insbesondere wenn es sich um die gleichen Figuren handelt, die sie über die Jahre hinweg immer wieder gezeichnet hat (z.B. Lotta und die Kinder aus der Krachmacherstraße). Die Bilder sind einem so vertraut und sie sind für einen einfach typisch Ilon Wikland, aber es hat über die Jahre eine ganz deutliche Veränderung und Modernisierung stattgefunden. Ich staune tatsächlich darüber, dass einem das zumindest bewusst nie selber aufgefallen ist. Es stört einen ja oft, wenn Bücher auf einmal neue Illustrationen von anderen ZeichnerInnen erhalten, aber die schleichende Veränderung von der gleichen Illustratorin nimmt man unkritisch hin. Das ist schon interessant.

Tolle Bilderbuchbibliothek

Richtig toll fand ich im Bilderbuchmuseum ja auch die Präsenzbibliothek. So etwas ist wieder etwas für mich. Hier schleicht man nicht vorsichtig um irgendwelche Schaukästen oder ähnliches herum, sondern nimmt sich einfach ein Buch aus dem Regal und liest es den Kindern vor. Das haben wir hier auch erst einmal ausführlich und mit großer Freude getan. Sehr schön sind in dem Museum auch die Spielecken. Es befanden sich sowohl in der Sonderausstellung Spielmöglichkeiten als auch im Nebenraum der Bibliothek. Das kleine Büchermäuschen hat sich zwar auch ein paar Bücher angeschaut, aber so konnte man es auch mal in Ruhe spielen lassen und musste nicht immer hinter ihm herlaufen, was in anderen Museen durchaus sehr anstrengend sein kann.

In dieses Museum werde ich auf jeden Fall wiederkommen. Ich freue mich schon jetzt darauf. Sicherlich werde ich mir dann auch die dann aktuelle Ausstellung anschauen, aber ich werde auch wieder viel Zeit zwischen und mit den Büchern in der Präsenzbibliothek verbringen. So ein Museumsmensch bin ich.

 

Minimax: Steht im Wald ein kleines Haus

Wenn ich in einer Buchhandlung in der Kinderbuchabteilung mal wieder in Begriff bin, viel zu viel Geld auszugeben, dann gucke ich noch mal schnell in den Ständer mit den Minimax-Büchern vom Beltz & Gelberg Verlag und werde dort meistens fündig. In diesem Format werden tolle, erfolgreiche Bilderbücher zu einem günstigen Preis herausgebracht. Okay, man muss auf ein großes Bilderbuch in Hardcover verzichten, aber manchmal finde ich sogar die kleineren Softcoverbücher angenehmer – vor allem wenn es in den Urlaub geht.

Ein Lied als Buch

Ganz aktuell liegt das Buch „Steht im Wald ein kleines Haus“ im Minimax-Format vor mir. Der Text ist eigentlich ein Kinderlied, zu welchem ich eine ganz besondere Beziehung habe. Ich habe es in meinem Auslandsjahr in Schweden auf Schwedisch kennengelernt und bis ich eigene Kinder hatte, wusste ich gar nicht, dass es das auch auf Deutsch gibt. Dieses Lied löst also sehr positive Gefühle in mir aus und so freue ich mich, dass ich jetzt sogar ein Bilderbuch davon habe, in dem es jedoch noch zwei weitere Strophen zusätzlich zu der mir bekannten gibt.

Der Inhalt des Buches ist rasch erzählt: Im Haus vom Reh werden alle aufgenommen, die ängstlich bei ihm klopfen, da ihnen sonst der Tod droht. Hase und Fuchs fürchten sich vor dem Jäger und der Jäger ist vor Hunger ganz schwach. Alle dürfen zum Reh hereinkommen, aber sie müssen sich vertragen und sich gegenseitig die Hand reichen und das Gewehr bleibt vor der Tür stehen.

Ähnlich wie „Wer klopft bei Wanja in der Nacht“

Eine schöne Geschichte mit toller Botschaft (Hilfsbereitschaft, Miteinander, Toleranz), die mich auch an das Buch „Wer klopft bei Wanja in der Nacht“ erinnert. Große, einfache Bilder, auf denen in erster Linie die handelnden Figuren mit ausdrucksstarker Mimik zu sehen sind, zeigen das Geschehen sehr eindrücklich.

Mein Fazit ist, dass man auch mit dem Griff nach „Steht im Wald ein kleines Haus“ im Minimax-Ständer absolut nichts falsch macht. Vielmehr erhält man hier einen Kinderliedklassiker mit wichtiger Botschaft, der wunderbar in einem Buch mit Illustrationen der bekannten Jutta Bauer herausgebracht wurde.

Steht im Wald ein kleines Haus von Jutta Bauer, MINIMAX, Beltz & Gelberg Verlag, ISBN: 978-3-407-76179-8, 6,50€

Zählen mit Paddington

Mögt ihr Paddington Bär auch so gerne? Das erste Bilderbuch, welches ich von ihm las, war mir zunächst etwas zu unspektakulär, aber mittlerweile finde ich Paddington einfach klasse und knuddelig. Und ich finde es auch schön, dass es Pappbilderbücher für die Kleinen von ihm gibt.

Wir haben „Paddington der Strandkönig“ – ein Pappbilderbuch von Paddington mit dem Kinder Zählen lernen sollen. Sehr gut gefällt mir, dass man nicht einfach nur auf den Bildern die Möwen, die von Seite zu Seite mehr werden, zählen soll, sondern dass es auch eine Geschichte gibt.

Paddington erlebt einen Strandtag

Paddington geht an den Strand, um dort einen schönen Tag zu verbringen. Er baut eine Sandburg, er lässt seinen Drachen steigen, er beobachtet das Meer und möchte natürlich auch etwas in seinem Liegestuhl essen. Doch es kommen immer mehr Möwen an den Strand, die genau beobachten, was Paddington macht. Und dann passiert das, was passieren muss, wenn Möwen und Essen gleichzeitig am Strand sind. Die Möwen schnappen sich Paddingtons Brötchen. Das Tolle ist, dass hier noch nicht Schluss ist und es noch eine kleine Pointe gibt. Paddington hat nämlich unter dem Hut noch ein Marmeladenbrot für Notfälle.

Die Geschichte ist gut nachvollziehbar und mit wenigen Worten erzählt. Die Bilder sind ansprechend und machen Lust auf Strand und Meer.

Möwe Nummer 1, Möwe Nummer 2…

Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist das Thema Zählen in dem Buch. Ja, man kann die Möwen zählen, aber das drängt sich nicht automatisch auf, denn hier werden die Zahlen nicht als Menge, sondern als Ordnungszahlen dargestellt. Es wird nicht gesagt, dass jetzt schon vier oder fünf Möwen am Strand sind, sondern Möwe Nummer fünf kreischt etwas. Das finde ich nicht so ganz glücklich. Gut finde ich dahingegen, dass das Lernthema nicht im Vordergrund steht.

Insgesamt ist das Buch „Paddington der Strandkönig“ ein schönes Buch für kleine Kinder. Es ist ein Buch, welches man sich gerne anschaut und an dem die Kinder viel Spaß haben. Zunächst schimpfen sie über die frechen Möwen, die Paddington etwas mopsen, aber dann freuen sie sich darüber, dass Paddington letztendlich die Möwen ausgetrickst hat.

Paddington der Strandkönig – Zählen lernen mit Paddington von Michael Bond, illustriert von R.W. Alley, übersetzt von Tatjana Kröll, Knesebeck Verlag, ISBN: 978-3-86873-997-8, 8,95€

Ein Feuerwehrbuch mit informativen Sounds

Fast alle kleinen Jungs, die ich kenne, finden die Feuerwehr spannend und toll. Da kommen natürlich auch die entsprechenden Bücher gut an. Schön für die Kleinen finde ich das Buch „Entdecke die Feuerwehr – Erstes Sachwissen zum Hören“ aus der Reihe SEHEN – HÖREN – WISSEN des Coppenrath Verlags.

Zum einen lädt das Buch bereits durch die tollen Fotos zum Blättern ein. Hier können Kinder all das Wiederentdecken, was sie mit der Feuerwehr in Verbindung bringen: die verschiedenen Fahrzeuge, die Schutzkleidung, den Wasserschlauche, die Rutschstange sowie Bilder aus unterschiedlichen Einsätzen. Außerdem gibt es hier auch schon ein paar Informationen zum Vorlesen. Und dann gibt es noch fünf Knöpfe an der rechten Seite des Buches, die auch von den Kindern selbst gut betätigt werden können. Zunächst hört man hier passende Geräusche zum Bild (Martinshorn, Motorsäge, das Bellen des Suchhundes usw.) und anschließend erhält man dazu dann auch noch ein paar Informationen. Besonders gut gefällt mir, dass man bei erneutem Knopfdruck den Sound wieder abstellen kann. Das ist gerade bei kleineren Kindern, die sich alleine an den Geräuschen erfreuen, hilfreich, denn diese haben noch nicht immer Lust darauf sich auch die Erklärungen anzuhören. Darüber hinaus finde ich es positiv, dass auf den Seiten nicht nur ein kurzer Text zu dem entsprechenden Thema zu finden ist, sondern dass die einzelnen Fotos auch kurz beschriftet sind, so dass auch unkundige Eltern den Wissensdurst der Kinder halbwegs stillen können.

Insgesamt kann das ganze Buch sowie sein Konzept überzeugen. Vor allem ist es auch noch für ältere Kindergartenkinder sowie Leseanfänger interessant. Sie wissen zwar sicherlich die meisten Dinge bereits über die Feuerwehr, aber auch sie hören sich noch mal gerne die Informationen an oder können vielleicht die kurzen Texte schon selber lesen.

SEHEN – HÖREN – WISSEN: Entdecke die Feuerwehr – Erstes Sachwissen zum Hören, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-67091-9, 14,95€

Buch-Tipps des Monats (Mai)

Ein neuer Monat hat begonnen und so hängt nun auch im Kindergarten ein neues Blatt mit drei kurzen Buchempfehlungen aus, die ich euch natürlich auch nicht vorenthalten möchte.

Hier meine Empfehlungen vom Mai:

Ab 2 Jahren

  • Gereimter Text
  • Kinder machen aktiv mit
  • Fröhliche Bilder
  • Sehr niedlich

Sei kein Frosch und küss mich! von Nastja Holtfreter, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1518-8, 8,95€

Ab 3 Jahren

  • Warmherzige Geschichte
  • Tolle Charaktere
  • Thema: Freundschaft
  • Bilder mit vielen Details
  • Beginn einer Buchreihe

Onno & Ontje – Plötzlich allerdickste Freunde! Von Thomas Springer und Matthias Derenbach, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-66920-3, 12,99€ (auf dem Blog habe ich den Folgeband: Ein Freund hilf dem anderen! Immer! vorgestellt)

Ab 5 Jahren

  • Zum Vorlesen
  • Fantasievolle und spannende Abenteuergeschichte
  • Sympathische Hauptfigur
  • Bunte Illustrationen

Die Gorgel von Jochem Myjer, illustriert von Rick de Haas, übersetzt von Rolf Erdorf, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2789-0, 17,90€

Buch-Tipps des Monats (April)

Seit diesem Monat hänge ich nun im Kindergarten Buchtipps aus. Dazu wähle ich drei Bücher für Kinder verschiedenen Alters aus und nenne dazu ein paar kurze Stichworte. Auf längere Texte verzichte ich in diesem Zusammenhang, denn ich weiß, dass viele Eltern kaum Zeit haben einen Blick beim Bringen oder Abholen der Kinder auf die Pinnwand zu werfen.

Hier seht ihr meine Empfehlungen vom April:

Ab 2 Jahren

  • Wiederkehrende Struktur
  • Witzige Überraschung
  • Lautmalerische Elemente wie „pitsch patsch“
  • Tolle Gesichtsausdrücke der Tiere

So müde und hellwach von Susanne Straßer, Peter Hammer Verlag, ISBN: 978-3-7795-0564-8, 14,90€

Ab 3 Jahren

  • Viel zu entdecken
  • Reime, die selbst ergänzt werden können
  • Abenteuer und Freundschaft
  • Wenig Text

Antonia war schon mal da von Max Fiedler und Patrick Wirbeleit, Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-108-4, 16€

Ab 5 Jahren

  • Thema: Angst vor der unbekannten Schule
  • Fehler machen, ist nicht schlimm
  • Wunderschöne Gestaltung
  • Lässt sich toll vorlesen

Myka und die Versteckschule von Asja Bonitz, illustriert von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-13-3, 17,50€

 

 

Manege frei: Nun darf geklatscht und getanzt werden

Ich bin ja so begeistert von dem Buch „Sei kein Frosch und küss mich“ und so war ich natürlich äußerst neugierig auf das Buch „Manege frei – Bist du dabei?“ von der selben Autorin, denn auch bei diesem Buch müssen die Kinder aktiv werden.

Klatschen, Schnalzen und Schütteln

Mein kleines Büchermäuschen (1 ½ Jahre alt) hat bei dem Buch sofort den Zeichenstil von Nastja Holtfreter wiedererkannt und wollte zunächst auch in diesem Buch alle Tiere einfach küssen. Es hat eine Weile gedauert, bis es verstanden hat, dass hier ein paar andere Aktivitäten gefordert sind, aber nachdem der große Bruder es vorgemacht hat, hat es auch mitgeholfen, Tiere und Akteure des Zirkus‘ auf Trab zu bringen: Hier muss der Vorhang angetippt werden, das Kind darf mit einem Druck auf einen Knopf die Kanone starten, auf ein Schnalzen hin setzt sich das Pferd in Bewegung, der Tiger springt durch die Reifen, wenn das Kind in die Hände klatscht und die Katze schaukelt auf ihrem Trapez durch das Schütteln des Buches hin und her.

Auch an diesem Buch haben Kinder jede Menge Spaß, allerdings müssen die Kinder hier schon mehr verstehen, da eben nicht immer nur ein und die selbe Handlung durchgeführt wird. Auch wissen die Kinder nicht bei allen Aufforderungen sofort wie sie sie durchführen sollen, da manches nur ein „So-Tun-Als-Ob“ ist. Dem Affen kann man beispielsweise keine echte vierte Keule zum Jonglieren zu werfen. Man kann nur spielen, dass man die vierte Keule im Buch aufhebt und diese dem Affen zu wirft. Nach einem kurzen Zögern bereitet Kindern dies aber kaum Probleme, denn im Alltag spielen sie ja häufig auf diese Art und Weise.

Wilde Tiere im Zirkus?

Etwas schade finde ich es, dass hier im Zirkus wilde Tiere auftreten und auf einem Ball balancieren und durch einen brennenden Reifen springen müssen. Auf diese Art und Weise erwarten Kinder, dass es solche Attraktionen im Zirkus gibt, während dies aus Tierschutzgründen sicherlich nicht zu befürworten ist. Allerdings wird das alles etwas dadurch aufgehoben, dass  hier alle handelnden Figuren Tiere sind und gar keine Menschen in dem Buch vorkommen. Eine lustige, fröhliche Tiergruppe zeigt in dem Buch ihre Kunststücke.

Insgesamt gefällt mir „Manege frei – Bist du dabei?“, welches übrigens auch wieder schön gereimt ist, dennoch gut, und es ist immer wieder süß, wenn Kinder vor den Büchern klatschen, tanzen, singen und mit der Zunge schnalzen. Auch wenn das Buch nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen kann, gebe ich eine klare Kaufempfehlung, denn diese Art von Büchern macht Kindern und Erwachsenen einfach viel Spaß.

Manege frei – Bist du dabei? von Nastja Holtfreter, Magellan Verlag, ISBN: 978-3-7348-1526-3, 9€

Pettersson im Pappbilderbuch suchen

Pettersson und Findus – oh ja, das waren lange Zeit die Lieblingsbuchhelden von uns. In letzter Zeit haben wir allerdings die Bücher von dem kauzigen Alten und seinem Kater Findus weniger in die Hand genommen. Da wirkt es überaus anregend, wenn ein neues Buch von den beiden ins Haus flattert. „Wo ist Pettersson?“ ist zwar nur ein kleines Pappbilderbuch, aber auch dieses Buch hat uns viel Spaß gemacht und uns wieder Lust auf Pettersson und Findus gemacht. Außerdem merkt man auch diesem Buch an, warum Pettersson und Findus so beliebt sind: Es steckt einfach unglaublich viel Humor in diesen Büchern. Der Text besteht in erster Linie aus Dialogen, was den Inhalt sehr lebendig macht. Pettersson und Findus sind Figuren, die man sofort liebgewinnt und zwar sowohl durch den Text als auch durch die Bilder, welche in diesem Buch etwas ruhiger gestaltet sind als in den anderen Bilderbüchern. Es gibt aber natürlich trotzdem noch genug zu entdecken, während es gleichzeitig kleineren Kindern erleichtert wird sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Das Buch ist für Kinder ab zwei Jahren und ich denke auch, dass Kinder ab diesem Alter Spaß an dem Buch und an der Geschichte haben, wobei sie sicherlich nicht jeden Witz verstehen werden. Der Schlagabtausch, den sich Findus mit den Hühnern und den Mucklas liefert, ist recht rasant und für kleinere Kinder sicherlich nur in Teilen verständlich, aber die Grundgeschichte ist gut zu verstehen:

Findus hat für Pettersson ein Bild gemalt, welches er nun Pettersson natürlich schenken möchte, doch der Alte ist nicht zu finden. Findus fragt die Hühner und verschiedene Muckla um Hilfe, die ihm jedoch wenig hilfreiche Antworten geben. Auch die Kühe sind in dieser Hinsicht nicht besser. Am Ende findet Findus Pettersson dann aber doch und dabei stellt sich heraus, dass auch Pettersson nach Findus gesucht hat, denn auch er hat eine Überraschung für den Kater.

Auch größere Kinder haben an dieser Geschichte noch viel Spaß. Sie lachen über die Witze und freuen sich darüber, dass Pettersson Findus so ein tolles Auto gebaut hat.

Insgesamt erzählt das Buch eine schöne runde Geschichte. Es lohnt sich auf jeden Fall die Pettersson und Findus-Sammlung mit diesem Buch zu erweitern.

Wo ist Pettersson? von Sven Nordqvist, übersetzt von Kerstin Behnken, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-0496-1, 7,99€

Ein Wimmelbuch für FC Bayern-Fans

Ein Wimmelbuch für Bayern-Fans, na, wenn da nicht das Fußballerherz kleiner Jungs höher schlägt!

In dem Pappbilderbuch „Zu Besuch beim FC Bayern – Mein Wimmelbuch“ gibt es wimmelige Bilder rund um die Allianz Arena und den FC Bayern zu sehen. Dabei schaut man natürlich vor allem in lauter rot-weiß-blaue Fahnen und Schals, die einem hier überall ins Auge fallen.

Hier ein kurzer Überblick über die Doppelseiten: Zunächst tummeln sich die Fans vor der Allianz Arena, dann ziehen die Fußballer ins gefüllte Stadion ein, anschließend fällt im Spiel ein Tor (natürlich für die Bayern), in der Kabine wird die Taktik besprochen und am Ende wird auf dem Marienplatz die Meisterschaft gefeiert: Mia san Meister!

Da mein Sohn gerade die Welt des Fußballs für sich entdeckt und insbesondere den FC Bayern interessant findet, habe ich mich sehr gefreut, als ich dieses Buch entdeckt habe. Leider hat es mich jedoch enttäuscht, denn es ist recht belanglos. Zum einen gibt es auf den Bildern nur wenig zu entdecken und zum anderen ist es nicht sonderlich bayernspezifisch.

Auf der ersten Doppelseite gibt es noch ein paar typische Wimmelbuchszenen zu sehen, z.B. ein Kind, das seinen Luftballon verliert oder zwei Kinder, die Fußball spielen, doch auf den folgenden Seiten gibt es neben der Hauptszene hauptsächlich eine jubelnde Masse. Durch die vielen Menschen auf den Zuschauerrängen oder auf dem Marienplatz sieht es auf den Seiten wimmelig aus, aber es gibt keine witzigen oder interessanten Details zu finden. Nur das Maskottchen Berni hat sich auf jeder Seite versteckt.

Das  Maskottchen, die Allianz-Arena, der Marienplatz sowie die Farben des FC Bayern auf Trikots, Schals und Fahnen zeigen natürlich an um welchen Verein es in diesem Buch geht, aber ansonsten ist dies einfach ein Fußballwimmelbuch. Mir fehlen einfach mehr Details, die zeigen, dass es hier um den FC Bayern München geht. Details, die man als informierter Fan entdecken kann. Selbst die Trikots sind kaum spezifisch gestaltet. Besonders schade finde ich es aber, dass man kaum einen Spieler mit realen Fußballern in Verbindung bringen kann. Bei ein, zwei Spielern würden mir Namen aktueller Bayern-Spieler einfallen, aber der Rest besteht aus anonymen Spielern. Nicht einmal ein dunkelhäutiger Spieler ist dabei. Mir ist klar, dass in jeder Saison andere Spieler bei einem Fußballverein spielen und so die Gefahr bestehen würde, dass das Buch schnell nicht mehr aktuell ist, aber es gibt doch auch genügend Spieler, die man mit diesem Verein in Verbindung bringt. Es muss dann ja auch nicht nur um Spieler aus dem aktuellen Kader gehen, aber gerade für Bayern-Fan wäre es doch schön, wenn man in einem solchen Buch bekannte Gesichter entdecken könnte.

Selbst mein Sohn hat dieses Buch nach anfänglicher Begeisterung kaum noch angeschaut. Schade, hier hätte man deutlich mehr raus machen können.

Zum Besuch beim FC Bayern – Mein Wimmelbuch, illustriert von Klaus Puth, riva Verlag, ISBN: 978-3-7423-0012-6, 14,99€