Jugendrezension zu „Wir beide wussten, es war was passiert“

Der bereits mit dem Deutschen Jugendpreis nominierte Roman „Wir beide wussten, es war was passiert“ ist abwechslungsreich, ungewohnt und mit wertvollen Botschaften zwischen den Zeilen gesegnet, einfach nur toll.

Das Buch besteht aus ein bis drei Seiten langen Texten, die aussehen wie Gedichte. Reimen tut sich hier jedoch nichts, die einzelnen Texte aus mehreren Erzählperspektiven sind kurz, knackig und schlichtweg ergreifend. Sobald man sich erst mal an den Schreibstil gewöhnt hat, liest sich der Roman flüssig und man will ihn kaum noch aus der Hand legen. Zwei der drei Personen, aus dessen Perspektiven geschrieben wird, sind äußerst charakterstark und treffen aufeinander. Die beiden verleihen dem Buch an manchen Stellen Pfeffer, Hoffnung, aber auch tiefschürfende Melancholie. Durch die dritte Perspektive, ein Mädchen, wird für alle potenziellen Leser, egal welchen Geschlechts, der Roman interessant und lesenswert.

Nach der bereits erwähnten kurzen Eingewöhnungszeit habe ich das Buch mit Freude und tiefem Ergreifen gelesen. Die verschiedenen Charaktere und ihre Geschichten haben mich begeistert und teilweise innerlich verstummen lassen. Ich empfehle das Buch jedem ab 14 Jahren und dem Zeitpunkt, an dem man bereit ist, Neues einzugehen und für kurze Zeit in eine andere Seite unserer doch so schönen Welt einzutauchen.

Lisa, 14 Jahre, Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Wir beide wussten, es war was passiert von Steven Herrick, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, Thienemann Verlag, ISBN: 978-3-522-20219-0, 14,99€

Mehr über den Inhalt des Buches findet ihr in meiner Rezension zu dem Buch.

Traurig und berührend: Ein Comic zum Thema Holocaust

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Wieder einmal wandert ein Buch durch den Campus Libris, wieder einmal ist es ein wichtiges Buch und wieder einmal ist es ein Buch für alle (so wie bereits „Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar„): „Das versteckte Kind“. Auch wenn die eigentliche Zielgruppe dieses Buches ältere Kinder und Jugendliche sind, so vermag es genauso Erwachsene zu berühren. Mich jedenfalls hat dieses Buch tief bewegt und sein Inhalt und seine Bilder bleiben auch weit nach dem Lesen noch in meinen Gedanken.

Ich kann nur jedem raten: Lest dieses Buch und schaut es euch mit Jugendlichen an. Es könnte dazu beitragen, dass junge Menschen alles dafür tun möchten, damit nie wieder Menschen unter den Schrecken und den ideologischen Wahnsinn wie in der Zeit des Nationalsozialismus im Dritten Reich.

Das versteckte Kind“ ist ein Comic zum Thema Holocaust und gerade weil hier ein Kind im Vordergrund steht, macht dieses Buch so betroffen. Man fühlt und leidet mit, man spürt die Ungerechtigkeit beinahe körperlich, man wird traurig und bekommt vielleicht sogar Angst, wenn man sich so manch eine Entwicklung in der Gesellschaft anschaut, aber aus diesem Gefühl der Betroffenheit kann auch der Wunsch und der Mut entstehen, sich stark zu machen, für Menschen, die unterdrückt und ausgegrenzt werden, sich stark für ein gleichberechtigtes Menschenbild zu machen, Nächstenliebe zu leben und ideologischem Wahnsinn entschieden entgegen zu treten.

Ob die Geschichte von Dounia Cohen, dem versteckten Kind, dazu beitragen kann? Ich denke schon, denn Dounia Cohen lässt in dem Buch ihre Enkelin Elsa sowie alle Leser sehr nah an die Geschehnisse damals herankommen. Es bleibt nicht bei einer bloßen Geschichtsstunde, nein, es geht um das Erleben eines Kindes, um die Gefühle und vor allem die Ängste, die ein kleines jüdisches Mädchen, ausstehen musste.

Elsa merkt, dass ihre Großmutter Dounia Cohen traurig ist und möchte gerne den Grund erfahren. Die Großmutter, die sich an ihre Vergangenheit erinnert hat, lässt die Enkelin an ihren Gedanken und ihrer Geschichte teilhaben. Sie erzählt. Ja, es handelt sich hier wirklich um die Erzählung einer Großmutter, auch wenn die erlebten Szenen wie in einer Geschichte dargestellt werden. Aber stets hört man die Stimme der Großmutter, ihre Überlegungen, ihre Erklärungen, ihre Gefühle. Eigentlich hatte Dounia eine schöne Kindheit. Sie hatte liebevolle Eltern, sie ging gerne zur Schule und sie hatte Freunde. Doch dann kam der Tag, an dem der Vater erklärte, dass jeder in der Familie von nun an einen Stern zu tragen habe. Der Papa nannte den Stern einen Sheriff-Stern, aber als Dounia mit ihm stolz in die Schule ging, wurde sie auf einmal von allen anders behandelt. Sie wurde ausgegrenzt und gar nicht mehr nett behandelt. In der Schule musste sie sich in die letzte Reihe setzen und zum Unterricht beisteuern durfte sie auch nichts mehr.

Irgendwann wagte sich die Familie kaum noch nach draußen und die Lage wurde immer schlimmer. Ja, auch Dounias Familie blieb das Schicksal der Deportation und des Konzentrationslager nicht erspart. Nur ein kleines Mädchen konnte dem entgehen: Dounia. Ihre Eltern konnten sie gerade noch rechtzeitig im Schrank verstecken. Zum Glück gab es auch in dieser schlimmen Zeit gute Menschen und davon brauchte es einige, um Dounia, die nun ihren Namen verändern musste, an einen sicheren Ort zu bringen. Dounia wurde gerettet, aber Angst und die Sehnsucht nach ihren Eltern begleiteten sie stets auf ihrem Weg. Auch als der Krieg beendet war, war das Leiden noch nicht vorbei, denn nun gingen Dounias Helfer und Dounia auf die Suche nach den Eltern, aber die Opferlisten sind sehr lang. Dounias Mama stand auf keiner. Sie hatte überlebt, aber bei ihrem Anblick zieht sich nicht nur Dounia das Herz zusammen. Und auch wenn man dann liest, dass Dounia nie aufgehört hat, auf die Rückkehr ihres Vaters zu warten, muss man noch einmal schlucken.

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich kein Comic-Fan bin, aber dieses Buch, welches einem so nah geht, belehrt mich mal wieder eines besseren. Eigentlich sind auf den Bildern nicht viel mehr als die Figuren zu sehen, welche ebenfalls keine großen Details aufweisen. Aber die Gesichtsausdrücke sowie die Körperhaltungen in Kombination mit der Erzählung der Großmutter vermögen es auf unglaubliche Art und Weise einen zu berühren. Besonders die Momente der Ausgrenzung in der Schule und das Unverständnis bei dem kleinen Mädchen haben mich unglaublich traurig gemacht. Wie kann man Menschen, wie kann man Kindern so etwas nur antun? Lest dieses Buch, stellt euch diese unausweichliche Frage, weint mit Dounia und tretet dafür ein, dass dies nie wieder jemandem angetan wird.

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Das versteckte Kind von Loic Dauvillier, Marc Lizano, Greg Salsedo, übersetzt von Monja Reichert, Panini Comics, ISBN: 978-3-86201-774-4, 16,99€

20 Jahre Zwergenstübchen

Die ersten langen Wochenenden liegen schon hinter uns, aber Pfingsten und Fronleichnam kommen ja noch. Genießt ihr an diesen Tagen auch einfach mal das Familienleben? Ich finde es jedenfalls sehr schön, einfach mal ein bisschen Zeit füreinander zu haben und die Tage ansonsten einfach auf sich zukommen zu lassen. Schön ist es dann aber, wenn man ab und zu ein gemeinsames Kaffeetrinken veranstaltet und dabei auch etwas Leckeres auf den Tisch kommt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich keine Backkönigin bin. Ich habe bisher nicht viel gebacken und irgendwie geht auch meistens irgendetwas schief… Dennoch versuche ich es immer wieder, denn ich finde es einfach richtig schön gemütlich gemeinsam mit der Familie an einem Sonntag Kuchen oder ähnliches zu essen. Rezepte für Kuchen habe ich genug. Vor Kurzem habe ich nun auch endlich Zwergenstübchen-Backbücher kennen gelernt. Das Backbuch feiert bereits 20-jähriges Jubiläum und ich habe es erst jetzt geschafft, mal einen Blick hinein zu werfen. Aber es ist ja noch nicht zu spät. Es gibt noch genug Kuchen, die darauf warten gebacken zu werden und der Blick ins Inhaltsverzeichnis hat mich sehr zufrieden gestellt. Hier gibt es einige klassische Backrezepte. Klar, ich weiß auch, dass momentan zum Beispiel Cake Pops in sind, aber trotzdem habe ich gerne eine Rezeptsammlung in meiner Küche, die mir sagt, wie man die leckeren Gebäcke zaubert, die man schon seit Jahren gerne isst: Donauwellen, Marmorkuchen, Nussecken, Linzertorte, Frankfurter Kranz… Im Zwergenstübchen-Backbuch findet man diese Rezepte alle. Das finde ich klasse. Auch die Übersicht am Ende des Buches gefällt mir sehr gut, denn hier erfährt man auf einen Blick, wie man einen Hefeteig, einen Biskuitt-Teig, einen Rührteig und einen Mürbeteig zubereitet. An dieser Stelle werden Grundlagen des Backens vorgestellt. Ansonsten wendet sich das Buch jedoch nicht an Anfänger, sondern an Leute, die bereits Erfahrungen mit Backen haben. Es wird nicht alles erst ganz genau beschrieben und erklärt, wobei die Anweisungen dennoch gut verständlich sind. Ich würde sie kurz und prägnant nennen.

Am Ende des Buches befinden sich auch ein paar herzhafte Rezepte, die in diesem Buch jedoch ein wenig fehl am Platz wirken. Sie sind eher ein Anhängsel um das herzhafte Backen nicht ganz zu vernachlässigen, was hier jedoch nicht falsch gewesen wäre.

Die Zwergen-Illustrationen sind natürlich toll. Es sind nicht einfach nur ein paar Zwerge zu sehen, sondern sie stellen häufig eine ganze Szene dar. In dem Jubiläumsband befinden sich neue Illustrationen, in denen oft das Jubiläum gefeiert wird – natürlich mit Kuchen! Neben den Illustrationen gibt es aber auch Fotos von den Kuchen. Sieht man den leckeren Kuchen bildlich vor sich, so reizt es einen selbstverständlich umso mehr ein Rezept auch mal auszuprobieren. Teilweise wurden die Rezepte in Schreibschrift geschrieben, was ein wenig den Anschein von Omas altem Rezeptbuch erweckt. Ein Hauch Nostalgie schwingt also in dem Buch mit.

Die bunten, fröhlichen Zwergenillustrationen könnten zur Vermutung verleiten, dass es sich um ein Kinderbackbuch handelt, aber hier wurde das Buch mal für Erwachsene auf diese Weise gestaltet. Es richtet sich in seiner Ansprache nicht an Kinder, auch wenn man diese natürlich beim Backen mit einbeziehen kann.

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Ein weiteres Buch aus der Zwergenstübchen-Reihe ist meines Erachtens besonders gut geeignet, wenn man für Kinder backen möchte und zwar das Buch „Feine Waffeln –Tolle Muffins“. Ja, selbst ich habe für meine Familie schon häufiger Mal Waffeln und Muffins gebacken und da freut man sich natürlich, wenn man mal neue Rezepte bekommt. Als erstes habe ich die Ponyhof-Muffins getestet, in die unter anderem Apfelmus reinkommt. Mmm, sehr lecker und vor allem nicht trocken! Sie haben den Test direkt bestanden und wurden neulich sogar zum Kindergeburtstag meines Sohnes gebacken.

Ponyhof-Muffins

Ponyhof-Muffins

Insgesamt sind die hier vorgestellten Muffinvarianten allerdings eher als klassisch zu bezeichnen. Mir fehlen zum Beispiel herzhafte Gemüsemuffins. Bei den Waffelrezepten gibt es dahingegen einige interessante Varianten, z.B. mit Hackfleisch, Haferflocken, Quark, Ingwer oder Zucchini, Frischkäse sowie Kräuterwaffeln. Es wäre allerdings schön, wenn man auch Vorschläge bekommen würde, wozu/womit man die herzhaften Waffeln servieren könnte. Etwas unkreativ habe ich dann einfach zu den Hackfleischwaffeln einen Salat gemacht.

Hackfleisch-Waffel mit Salat

Hackfleisch-Waffel mit Salat

Außerdem wäre es hilfreich, wenn man eine Angabe bekäme, wie viele Muffins/Waffeln der Teig ergibt, aber erfahrenere Bäckerinnen wissen wahrscheinlich direkt bei der Mengenangabe des Mehls was ungefähr am Ende dabei herauskommt…

Ganz aktuell gibt es von dem Buch „Feine Waffeln – Tolle Muffins“ eine Geschenkversion mit bunten Papiermuffinförmchen. Ob man die unbedingt braucht, muss natürlich jeder selbst entscheiden, aber bei einem Geschenk machen sie sich natürlich ganz gut.

Für Pfingsten haben wir noch Kuchen eingefroren, aber für das darauffolgende Wochenende werde ich gerne noch einmal in die Zwergenstübchen-Backbücher schauen. Mal sehen, welches Rezept ich dann mal ausprobieren werde…

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Zwergenstübchen – Backbuch (Jubiläumsausgabe) von Elke und Timo Schuster und Eva Zeidler und Manfred Rohrbeck, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-2011-8, 9,95€

Zwergenstübchen – Feine Waffeln – Tolle Muffins mit Muffinförmchen von Elke und Timo Schuster und Margret Hoss, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-1073-7, 14,95€

Leserunde: Xaverna: Stauffenberg fährt Rad – Teil 5 (Fazit)

So, das Buch „Xaverna: Stauffenberg fährt Rad“ ist nun zu Ende gelesen und ein Fazit steht an. Hm, ich bin einfach hin und hergerissen und weiß einfach nicht so recht, wie ich dieses Buch beurteilen soll. Die Leserunde hat sehr viel Spaß gemacht und die Autorin ist sehr sympathisch. Deshalb will ich ihr Buch eigentlich auch sehr gerne mögen. Sie hat sich auch ganz aktiv an der Leserunde beteiligt, was ich toll finde, und viele Fragen geklärt und beantwortet. Allerdings liegt auch genau hier der Knackpunkt. Leider haben sich nämlich nicht alle Fragen beim Lesen geklärt. Einiges blieb unklar, manches hat man nicht verstanden und die Motivation, die hinter einzelnen Handlungen der Figuren steht, war nicht immer so einleuchtend und klar. Das ist ein bisschen schade. Außerdem ist die Hauptperson, Cornelia, ein wenig schwierig… So richtig sympathisch wird sie einem in dem Buch nicht, manches nervt an ihr und sie drückt sich manchmal etwas zu sehr schriftsprachlich aus. Naja, aber solche Menschen gibt es ja auch im wahren Leben, ich hatte zum Beispiel mal einen solchen Sprachlehrer bei einem VHS-Kurs. Bei dem dachte man auch ab und zu, dass der irgendwie nicht im „wahren Leben“ beheimatet ist und nur in Büchern und Schriftstücken lebt…

Insgesamt ist „Xaverna: Stauffenberg fährt Rad“ ein Buch, welches sich gut lesen lässt und welches auch durchaus spannend ist. Der Stil hat mich nicht immer angesprochen und es hat auch vom Ablauf beziehungsweise von dessen Verständlichkeit ein paar Schwachstellen. Die Liebesgeschichte zwischen Cornelia und Marek ist allerdings ganz süß, vor allem das etwas unbeholfene Verhalten der beiden am Anfang.

Die Autorin hat übrigens verraten, dass ein zweiter Band in Planung ist. Trotz aller Kritik, die ich geäußert habe und die mich davon abhält, dieses Buch in den Himmel zu loben, würde mich eine Fortsetzung durchaus interessieren. Cornelia ist zwar kein Mensch, den man sofort mag, aber dennoch wüsste ich gerne, wie es mit ihr weitergeht…

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Gedanken zum Cover

Der erste Leseeindruck

So langsam kommt man in die Geschichte hinein

Spannung  kommt auf

Xaverna: Stauffenberg fährt Rad von Antonia Kraus, Knabe Verlag Weimar, ISBN: 978-3944575209, 10,95 €

Leserunde: Xaverna: Stauffenberg fährt Rad – Teil 4

Ich möchte gar nicht mehr so viel über den Inhalt des Buches schreiben, um nicht zu viel zu verraten… Allerdings kann ich sagen, dass mir der Schreibstil so langsam besser gefällt, da er irgendwie klarer geworden ist. Es wird nicht mehr nach außergewöhnlichen, beschreibenden Worten gesucht, sondern klar und zielorientiert erzählt. Cornelia, zu der man zwischenzeitlich nur wenig Zugang bekam, wird hier menschlicher. Ängste und Unruhe kommen gut heraus. Andere Entscheidungen dahingegen sind für mich als Leserin weiterhin etwas zu rational.

Es sind noch längst nicht alle Fragen geklärt und natürlich weiß man noch nicht, wie Cornelia der großen Gefahr, in der sie schwebt, was ihr mittlerweile auch selbst klar ist, entkommt. Ich bin wirklich gespannt, wie sich am Ende alles auflöst.

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Gedanken zum Cover

Der erste Leseeindruck

So langsam kommt man in die Geschichte hinein

Xaverna: Stauffenberg fährt Rad von Antonia Kraus, Knabe Verlag Weimar, ISBN: 978-3944575209, 10,95 €

Leserunde: Xaverna: Stauffenberg fährt Rad – Teil 3

Die nächsten 50 Seiten des Buches „Xaverna: Stauffenberg fährt Rad“ sind geschafft. Zeit also für die nächste Rückmeldung:

So langsam taucht man nun immer weiter in die Geschichte ein. Es wird spannender und über Cornelia schwebt auch eine große Gefahr. Sie ist nun dem geheimnisvollen und unheimlichen Xaver begegnet und lässt sich in seine Angelegenheiten verstricken.

Einige Handlungen und Gedanken Cornelias bleiben für den Leser weiterhin etwas unverständlich. Irgendwie ist sie ein komisches Mädchen, aber man möchte dennoch wissen, wie die Geschichte weitergeht. Was wird sie im Fall der unterirdischen Höhle unternehmen? Wie entkommt sie der Gefahr? Wer ist dieser Xaver eigentlich? Man hat zwar mittlerweile eine Beschreibung von ihm bekommen, aber trotzdem ist noch vieles unklar.

Neben dem Erzählstrang um die Höhle mit den Büchern, gibt es in dem Buch auch eine kleine Liebesgeschichte. Ein Junge, Marek, hat sich in Cornelia verliebt und ihr seine Liebe gestanden. Damit hat er Cornelia ganz schön überrumpelt und sie weiß noch nicht so recht, was sie nun machen soll…

Leider gibt es in der Leserunde noch nicht so viele Kommentare von anderen Leserinnen. Schön ist es aber, dass die Autorin sich häufig zu Wort meldet und somit manche Unklarheiten beseitigt bzw. ihre Sicht auf die Geschehnisse im Buch erklärt. Das ist sehr interessant. Außerdem habe ich das Gefühl, dass eine andere Leserin vieles in dem Buch ähnlich sieht wie ich. Da macht der Austausch viel Spaß!

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Gedanken zum Cover

Der erste Leseeindruck

Xaverna: Stauffenberg fährt Rad von Antonia Kraus, Knabe Verlag Weimar, ISBN: 978-3944575209, 10,95 €

Leserunde: Xaverna: Stauffenberg fährt Rad – Teil 2

Nach einer gewissen Anzahl von Seiten darf man bei einer Leserunde immer mal wieder seine Meinung kundtun. Dieses Mal erstreckte sich der erste Abschnitt über die ersten 50 Seiten.

Zunächst einmal: Ich weiß nun, durch den Austausch in der Leserunde, dass die Mütze auf dem Cover tatsächlich eine SS-Mütze sein soll. Mein Mann ist eindeutig besser geschichtlich gebildet als ich…

Ja, und dann habe ich jetzt also in das Buch hinein geschnuppert und bin ein bisschen hin und hergerissen. An den Stil muss ich mich erst einmal gewöhnen. Er kommt mir ein wenig zu bemüht vor, so wie, wenn jemand eine gute Idee hat und sich auch unbedingt gut ausdrücken möchte, so dass man nach besonderen Verben und Adjektiven sucht. Die Formulierungen sind mir teils zu gewollt und zu unnatürlich für einen normalen Sprachgebrauch, da sich diese besonderen (an sich passenden) Wörter zu sehr häufen. Das ist der eine Teil meines ersten Eindrucks, der andere Teil ist der Inhalt, den ich durchaus spannend finde. Die eine oder andere Handlung bleibt für mich (zumindest bisher) etwas unmotiviert, aber insgesamt gibt es bereits einige Erzählstränge, die man gerne weiterverfolgen möchte. Die Ich-Erzählerin Cornelia, ein 14-jähriges Mädchen, lebt mit ihrer Familie auf der Insel Usedom. Sie ist nicht unbedingt so wie alle anderen, denn sie ist hochbegabt, hat Probleme mit sozialen Kontakten und widmet sich in ihrer Freizeit ihrem Hobby dem Schreiben von Büchern. Eines Tages passiert etwas Außergewöhnliches: Sie findet eine unterirdische Höhle, die voll von Büchern ist. Noch weiß Cornelia nicht, was es mit diesen Büchern auf sich hat, aber ihre Neugierde ist geweckt… Wir als Leser wissen bereits etwas mehr, denn wir haben Zugang zu den Tagebucheinträgen eines gewissen Xavers. Allerdings ist auch uns noch längst nicht alles klar, denn wer Xaver ist, wissen auch wir nicht und seine Tagebucheinträge sind auch alles andere als eindeutig… Aber nach diesem ersten Abschnitt ist klar, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, wie die Zusammenhänge sind, wie es mit Cornelia weitergeht und auch, was aus ihren Schreibversuchen wird… Ich kann ihre Enttäuschung über die Verlagsabsagen gut nachvollziehen. Als Teenager habe ich selbst einige, im Nachhinein betrachtet, eher weniger brillante Schreibversuche unternommen, welche ich Verlagen unterjubeln wollte. In diesen Teilen der Geschichte kann ich mich selbst in Cornelia wiedererkennen, in anderen dann jedoch weniger (in eine unbekannte Höhle hätte ich mich wohl nie alleine getraut…). Das Buch ist also für mich persönlich sehr interessant. Außerdem fand ich es sehr sympathisch, dass Cornelia ein Lied von Pettersson und Findus vor sich hin gesungen hat, denn dieses Lied kenne ich, nachdem wir auf unserer letzten Fahrt in den Urlaub ganze 5 Stunden die CD von Pettersson und Findus hören durften, auch sehr gut und es geht mir auch immer mal wieder durch den Kopf. 😉

So, nun bin ich auf den nächsten Abschnitt gespannt!

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Gedanken zum Cover

Xaverna: Stauffenberg fährt Rad von Antonia Kraus, Knabe Verlag Weimar, ISBN: 978-3944575209, 10,95 €

Das angesprochene Lied über das Backen von Findus‘ geliebter Pfannkuchentorte befindet sich in dem Liederbuch von Pettersson und Findus:

Das große Liederbuch von Pettersson und Findus von Dieter Faber, Frank und Rale Oberpichler und Sven Nordqvist, Oetinger, ISBN: 978-3789143144, 16,90 €

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Leserunde: Xaverna: Stauffenberg fährt Rad – Teil 1

Ich darf wieder einmal an einer Leserunde bei lovelybooks teilnehmen. Dieses Mal geht es um das Buch „Xaverna: Stauffenberg fährt Rad“ von der jungen Autorin Antonia Kraus, die auch selbst bei der Leserunde dabei ist und bisher sehr sympathisch wirkt. 🙂 Der Buchsendung lag auch ein signiertes Lesezeichen bei, vielleicht benutze ich das dann dieses Mal tatsächlich mal. Ich finde sehr viele Lesezeichen richtig schön und finde auch, dass man die sehr schön selber basteln kann, aber meistens verwende ich sie dann doch nicht und merke mir, wo ich aufgehört habe – was im Übrigen nicht immer so ganz funktioniert… So, nun aber zurück zum Buch. Ich habe es erst heute erhalten und mir somit bislang nur zum Cover Gedanken machen können. Mich persönlich erinnert es irgendwie eher an ein älteres Buch. Außerdem vermittelt der Stil des Bildes eine behagliche Atmosphäre. Es sieht so aus, als hätte jemand dieses Buch in Ruhe und mit Muße mit Buntstiften angemalt. Was erwartet einen hinter dem Cover? Eine Urlaubs- und Sommergeschichte mit Fahrradtour? Immerhin steht das Rad ziemlich im Vordergrund und auch die Möwen am Himmel lassen einen sofort an Urlaub am Strand denken. Auch die anderen Leser der Leserunde hatten ähnliche Assoziationen zum Titelbild. Mein Mann achtete dahingegen zunächst auf die Mütze, die ihn an die SS-Mützen erinnerte, so dass er mich fragte, ob dies ein Nazi-Buch sei. Aber ich weiß ja auch noch nicht mehr, als er. Der Klappentext verrät zumindest, dass auch historische Ereignisse eine Rolle spielen werden und Stauffenberg passt ja ebenfalls in die Zeit, so dass der Gedanke meines Mannes vielleicht doch gar nicht so falsch ist… Außerdem wird klar, dass die Urlaubsassoziationen nicht ganz falsch sind, denn immerhin macht die Hauptperson, Cornelia, in dem Buch auf der Insel Usedom Urlaub. Den Rest werde ich wohl bald erfahren.

Übrigens habe ich den Titel zunächst falsch gelesen: Ich habe gelesen Xaverna Stauffenberg fährt Rad. Den Doppelpunkt hatte ich übersehen. So dachte ich also, dass ein Mädchen namens Xaverna Stauffenberg durch die Gegend radelt. Was der Titel jetzt stattdessen bedeuten soll, ist mir allerdings (noch) nicht ganz klar. Vielleicht aber demnächst… 😉

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Xaverna: Stauffenberg fährt Rad von Antonia Kraus, Knabe Verlag Weimar, ISBN: 978-3944575209, 10,95 €