Kinderbuchchallenge auf Instagram

Auf Instagram lief im Monat Mai eine spannende Kinderbuchchallenge, die von @mintundmalve (Blog) und @kakaoschnuten (Blog) veranstaltet wurde. Jeden Tag war ein anderes Thema vorgegeben, zu dem man ein oder mehrere Bücher posten konnte. Diese Challenge hat unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich euch auch hier auf meinem Blog gerne meine Bilder für die Challenge zeigen. Die Challenge ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber so kann man noch einmal schön drauf zurückblicken und vielleicht ist ja der eine oder andere gute Tipp für euch dabei.

Im Jahreslauf

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich Bücher zu den Jahreszeiten sehr gerne mag und so habe ich auch schnell eine kleine Auswahl für das Foto zusammengesucht:

Tierisch

Zu diesem Thema gibt es jede Menge Bücher. Ich habe mich für ein Buch entschieden, was mich gerade im Moment sehr beeindruckt:

Familie

Hier fand ich „Das Familienbuch“ einfach sehr passend:

Skandinavisches

Ja, Skandinavisches ist natürlich MEIN Thema. Da habe ich eine ganze Menge. Ich habe versucht, ein paar Bücher auszusuchen, die für mich viel von meinem Gefühl von Skandinavien wiedergeben. Dazu gehört Stockholm, der schwedische Sommer, aber auch der Winter, Michels Leben in Småland, die Trolle, Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken) und natürlich noch vieles mehr. Hier ist aber schon mal eine kleine Auswahl zu sehen:

Erstleser

Früher hatte ich das Gefühl, dass Erstlese-Bücher eher langweilig sind. Mittlerweile gibt es aber einige gute Bücher in dieser Kategorie. Stellvertretend dafür stelle ich euch die Bücher aus der Reihe Tulipan ABC vor:

Sport

Als erstes fiel mir das Sportwimmelbuch „Kicken, Kopfstehen, klettern“ ein. Später habe ich dann noch schnell ein Foto von Fußballbüchern aller Art gemacht.

Magisch

Auch hier: Erst habe ich mit „magisch“ die Zauberin Zilly verbunden, aber von dieser Zauberin bin ich dann noch auf Petronella Apfelmus gekommen, die einfach so toll ist, dass sie hier auch noch ihren Platz finden musste.

Wasser

Dieses schöne Buch haben wir mal bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Küstenkids unterwegs gewonnen und es passt doch hervorragend zum Thema Wasser. Später habe ich dann noch ein Bild von „Ebbe und Flut“ (Willegoos Verlag) hinzugefügt, da es mir noch einfiel und ich das Buch einfach sehr gut finde.

Verliebt

Der Klassiker: Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Ja, es geht um die Liebe zwischen Elternteil und Kind, aber dieses Buch wird doch auch häufig unter Verliebten verschenkt.

Damals

Bei einem Kind wie Bücherwürmchen bleibt es einem gar nichts anderes übrig, als zu diesem Thema eine riesige Sammlung zu haben – Sachbücher, Ritter Trenk,  Almas geheimer Garten, Griechische Sagen, alles ist dabei:

Später habe ich dann noch Bücher von damals  hinzugefügt, also Bücher, die schon seit Ewigkeiten (von meinen Eltern) im Bücherregal stehen:

Phantastisches

Hier gab es von mir zum einen „Die Gorgel“ und „Die Wichtelreise“ und zum anderen das Buch zur Wichteltür:

Gereimt & Gesungen

Ich liebe Bücher mit Kinderliedern und Gedichten. An solchen Büchern kann ich kaum vorbei gehen und so musste ich auch zu diesem Thema mehrere Bilder posten…

Ich und Du

Hier fand ich das geniale Buch „Ich groß – du klein“ absolut treffend:

Draußen

Eine kleine Sammlung verschiedener Bücher, die etwas mit der Natur zu tun haben – von Wimmelbuch bis Naturführer ist hier alles dabei:

Klassiker

Zu diesem Thema gibt es natürlich auch unzählige tolle Bücher. Ich habe mich für eine Reihe entschieden, die hier lange Zeit sehr, sehr beliebt war:

Bettbegleiter

Wir lesen abends lauter verschiedene Bücher, aber wir haben dennoch einige Bücher, die sich mit dem Thema direkt beschäftigen:

Vielfalt

Bücherwürmchen hat später noch ein Bild von dem Wimmelbuch der Weltreligionen gefordert, aber diese Bücher sind mir als erstes eingefallen:

Verkehr

Selbst zu diesem Thema habe ich letztendlich einiges gefunden:

Ritter & Prinzessinnen

Ja, Ritter sind hier sehr beliebt, aber von Prinzessinnen haben wir zumindest ein paar Pixibücher:

Mutig

Ängste können überwunden werden:

Heldinnen

Klar, bei Heldinnen fällt einem als erstes Pippi Langstrumpf oder eine der anderen weiblichen Hauptfiguren von Astrid Lindgren ein. Die sind bei mir zum Teil hier natürlich auch vertreten, aber ich habe noch ein paar andere Heldinnen dazu gestellt:

Dann habe ich bei einem anderen Teilnehmer ein Bild zu Astrid Lindgren gesehen und da musste ich einfach noch ein weiteres Bild machen, denn klar, Astrid Lindgren ist meine Heldin in der Kinderbuchwelt:

Kriminalistik

Hier bot sich mein Bild vom Detektivtag geradezu an:

Große Fragen

Für Kinder sind verschiedene Fragen wichtig, u.a. auch, wann endlich der Geburtstag ist. Und „Warum?“ ist natürlich ganz besonders beliebt. Ich habe aber auch philosophische Bücher dabei und Bücherwürmchen hat „Frederick“ dazugestellt, weil die anderen Mäuse ihn ja immer etwas fragen:

Pappe

Wir haben ganz viele Pappbilderbücher. Und auch ganz viele tolle Pappbilderbücher. Ich habe versucht viele verschiedene vorzustellen, aber hinterher habe ich gemerkt, dass z.B. gar kein Buch mit Fühlelementen oder Geräuschen dabei ist…

Außerirdisch

In diesem Bereich sind wir noch nicht so gut ausgestattet. Die vielen Bilder anderer Teilnehmer vom kleinen Prinzen haben mich dann noch dazu gebracht, das Sternenglöckchen noch zu zeigen.

Wissen

Als Hintergrund habe ich unserer Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher genommen und dann habe ich einfach ein paar Bücher zu verschiedenen Wissensthemen dazugestellt: Musik, die Welt, Kunst, Rekorde…

Freunde

Viele schöne Freundegeschichten:

Heimat

Heimat – gar nicht so leicht zu definieren. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Heimat mein Zuhause auf der Welt in Deutschland ist, einem Dorf in der Eifel südlich von Aachen:

Alltagshelden

Für mich gehört dazu auf jeden Fall die Feuerwehr und die Post:

Große Gefühle

Schöne und nicht so schöne Gefühle, Liebe und Wut, Liebe zwischen Eltern und Kind:

Herzensbücher

Ja, ein Bild von meinen Herzensbüchern habe ich natürlich auch gezeigt, aber das zeige ich euch jetzt hier nicht, denn dazu möchte ich gerne einen Extra-Beitrag schreiben… Der kommt dann aber auch ganz bald. Versprochen!

 

Faszinierende Tierwelt mit poetischen Texten

Vor ein paar Jahren hat mich bereits das Buch „Mein erstes großes Buch von der Natur“ begeistert. Ein wunderschönes Buch, welches man sich einfach immer wieder gerne anschaut. Die Bilder sind toll und die Texte in einer schönen, klingenden Sprache geschrieben. Und nun gibt es das Buch „Mein erstes großes Buch der Tiere“ im gleichen Stil. Und ich glaube, ich finde es sogar noch ein bisschen besser.

Beeindruckende Bilder

Die Bilder der Tiere, die hier gezeigt werden, sind unglaublich beeindruckend. Jedes Mal beim Anschauen staunt man wieder über die wunderschönen Tiere, die einen ganz tief berühren. Man möchte beinahe jubeln über die Wunder des Lebens. Hinzu kommen poetische Texte, die uns die Tiere oder eine Eigenschaft der Tiere ein wenig genauer vorstellen. Die Texte sind in einer ganz besonderen Form als eine Art Gedichte (mit und ohne Reime) verfasst, aber dennoch sind sie nicht einfach nur zum Genießen, sondern sie vermitteln einem auch durchaus interessante Details und Wissen. Vor allem aber wird einem dabei die Vielfalt der Tierwelt wieder einmal bewusst und man kann dieses Buch einfach nur staunend zu klappen um es dann ganz schnell wieder zu öffnen und sich noch einmal die tollen Bilder und den einen oder anderen Texte zur Gemüte zu führen.

Besonderheiten der Tiere

Bei den Wölfen wird ihr Geheule thematisiert – genau der Punkt, den Kinder auch faszinierend finden. Der Biber baut natürlich einen Damm, aber wir dürfen auch einen Blick in die spannende Behausung der Ameisen werfen. Die Käfer überzeugen in ihrer Vielfalt mit bunten Farben und unterschiedlichen Formen und bei den Zebras wird die Frage aufgeworfen, ob die Streifen schwarz auf weiß oder weiß auf schwarz sind. Die Quallen lassen sich im Strom treiben, die Störche haben wieder einen Platz im Land gefunden und die Seepferdchenväter kümmern sich um den Nachwuchs. Große und kleine Tiere, bekanntere und exotische – ganz verschiedene Tiere haben Eingang in dieses Buch gefunden. In dieses faszinierende Buch über die Tierwelt. Ein Buch, welches Groß und Klein (ab circa 6 Jahren) immer wieder gerne anschauen.

Mein erstes großes Buch der Tiere von Nicola Davies und Petr Horacek, übersetzt von Ebi Naumann, Aladin Verlag, ISBN: 978-3-8489-0126-5, 25€

Osterhasen-Geburtstag

Es ist zwar schon eine Weile her, aber dennoch möchte ich euch gerne noch etwas von Bücherwürmchens Geburtstag erzählen. Das Motto der Feier war „Osterhasen“ – so wie es sich das Bücherwürmchen gewünscht hat. An sich hat es vielleicht nichts direkt mit Büchern oder Geschichten zu tun, aber ich habe den Kindern auch ein Buch vorgelesen, denn ich habe erlebt wie toll Kinder Vorlesestunden in Büchereien oder ähnlichem finden und mir gedacht, dass so etwas auch auf einem Kindergeburtstag seinen Platz hat. Außerdem kann man bei Themengeburtstagen auch immer gute Ideen für kleine Aktivitäten beim Vorlesen entsprechender Bücher finden.

Als Einladung haben wir natürlich Häschen ausgeschnitten. Die Deko war dieses Mal überhaupt kein Problem. Wir hatten ja alles schon von Ostern. Als Kuchen gab es dann einmal den Butterkeks-Kuchen mit Eier- und Hasen-Verzierung sowie ein Rührteig-Kuchen in Form eines bunten Ostereis.

     

Kleine Vorlesestunde

Während der Papa dann die Eier und ein kleines Oster-Pixibuch im Garten versteckte, habe ich es mir mit den Kindern zum Lesen gemütlich gemacht. Gestartet haben wir mit einem kleinen Lied (Idee vom Vorleseseminar):

Hey ho, heut‘ wird vorgelesen, von Hasenkindern und andren spannenden Wesen, hört neue Geschichten, hört neue Geschichten! (nach der Melodie: Hejo, spann den Wagen an)

Dann habe ich den Kindern ein verpacktes Buch gezeigt. Hm, worum geht es in dem Buch wohl? Ein paar Hinweise werden uns die Gegenstände aus dem Beutel geben. Einzelne Kinder durften nacheinander jeweils eine Sache heraus holen: Eine Tafel, ein Schultisch, einen Schulranzen, einen Fuchs und ein Häschen. Ui, ein Fuchs und ein Häschen, ob das wohl gut ausgeht? Und was sollen wohl die ganzen Schulsachen? Das Geburtstagskind durfte dann das Buch auspacken. Es war natürlich „Die Häschenschule“. Mit Bewegungen und Zeigen der Bilder habe ich den Kindern dann das Buch vorgelesen.

    

Das Osterhasen-Diplom

Anschließend ging es dann nach draußen, wo die Kinder die Eier suchen durften. Zum Glück blieb es die ganze Zeit trocken, obwohl es ansonsten kein schönes Wetter war. Aber wir mussten doch noch unser Hasendiplom machen. Drei Aufgaben mussten dafür erfüllt werden. Was müssen Osterhasen alles können? Eier vorsichtig transportieren (Eierlauf), hüpfen und dem Fuchs schnell entkommen (Sackhüpfen) und Verstecke finden (Topfschlagen). Alle Kinder haben natürlich das Osterhasendiplom geschafft und als Belohnung ein Ü-Ei bekommen (Bücherwürmchen hat sich so sehr gewünscht, dass jeder auf seinem Geburtstag ein Ü-Ei bekommt).

    

Kreativ beim Eier bemalen

Und dann durften die Kinder auch noch eine weitere Osterhasentätigkeit ausprobieren: Jeder bekam ein hartgekochtes Ei und konnte es bunt bemalen und damit man es auch schön auf den Tisch stellen kann, hat jeder noch aus Schwammlappen einen Eierbecher gebastelt.

  

Das war unser Osterhasengeburtstag. Wenn man nun ein entsprechendes Buch zur Osterzeit vorliest, lässt sich sicherlich eine der Aktivitäten als kleine Aktion einbauen. Es muss ja nicht immer gleich alles auf einmal sein. Eine weitere Idee wäre z.B. auch eine Hasenmaske wie Bücherwürmchen sie in einem Familienhotel gebastelt hat. Auf jeden Fall habe ich mit dem Vorlesen auf einem Kindergeburtstag gute Erfahrungen gemacht und auch das Osterhasen-Thema, welches ich zunächst etwas merkwürdig fand, ist durchaus empfehlenswert. Mal gucken, auf welche Idee Bücherwürmchen nächstes Jahr kommt…

Faszination Sternenbilder

Der nächtliche Himmel und Sternbilder faszinieren viele Menschen und auch Kinder lassen sich bereits davon begeistern. Mein Mann feierte letztes Jahr seinen Geburtstag draußen und Bücherwürmchen durfte ausnahmsweise einmal bis tief in die Nacht wach bleiben. Als ich ihn dann fragte, was ihm besonders gut gefallen hatte, nannte er zum einen, dass er mit seiner Patentante viel gespielt habe zum anderen das Betrachten der Sterne. Das hatte mich durchaus überrascht, aber ich finde es sehr schön, dass er sich für so etwas begeistern kann.

Übrigens widmen sich diesem Thema auch Bilderbücher und wie meine Erfahrung gezeigt hat, stoßen sie auf Interesse bei den Kindern. Der Sternenhimmel hat etwas besonderes und geheimnisvolles und die Sterne, die gemeinsam verschiedene Bilder darstellen sollen, regen unwillkürlich die Fantasie an.

Ein Hase als Sternenhüter

Was macht zum Beispiel der Hase am Himmel? Vielleicht hütet er die anderen Tiere. Zumindest dann, wenn er Nebo heißt und im Buch „Der Sternenhase“ zu Hause ist. Nebo ist ein hervorragender Hüter. Das beweist er schon früh im Kreise seiner Familie und so wächst in ihm der Wunsch ein Hütehase zu werden. Obwohl die Eltern ihn darauf hinweisen, dass es so etwas auf der Welt nicht gibt, macht sich Nebo auf den Weg. Und immer wieder zeigt er sein besonderes Talent. Er findet ein verlorengegangenes Lämmchen, ein verirrtes Kalb und ein verirrtes Fohlen und er schlichtet den Streit zweier Elefanten, doch die Menschen lachen nur über ihn und nehmen ihn nicht ernst. Doch nicht nur auf der Erde, muss man auf die Tiere aufpassen, auch am Himmel muss der Paradiesvogel vor dem Luchs oder die Giraffe vor dem Wolf beschützt werden. Es gibt aber keinen Hüter am Sternenhimmel und so kommt es, dass Nebo endlich seinen Platz findet und die Sternbilder einen Hüter bekommen.

Interesse für Sternenbilder wecken

Die Geschichte bedient sich tatsächlicher Sternbilder. Die genannten Tiere kann man alle am Himmel entdecken, allerdings befinden sie sich nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe, so dass die Verfolgungsszenen ganz der Fantasie des Autors entsprungen sind – aber nun sorgt ja auch Nebo für Ordnung. Tiere von der nördlichen Halbkugel werden mit welchen von der südlichen Halbkugel munter gemischt. Dennoch weckt die Geschichte das Interesse für Sternbilder. Wo ist der Bär zu finden? Wie sind die Sterne der Giraffe angeordnet? All diese Fragen können sich Kinder rasch selber beantworten, denn im Anschluss an die Geschichte befindet sich je eine Sternenhimmelkarte vom Sternenhimmel über die nördliche und die südliche Halbkugel.

„Der Sternenhase“ ist eine märchenhafte Geschichte mit schönen Bildern, die sich über die ganzen Seiten ziehen. Die Texte sind in die Bilder eingefügt, ohne zu stören. Die Weite in der Natur, der Sternenhimmel, das Grün der Pflanzen – all dies kommt hier gut heraus. Aber auch die Tiere strahlen viel Persönlichkeit aus. Es ist eine rundum schöne Geschichte, die das Interesse an Sternbildern wecken könnte.

Der Sternenhase von Martin Klein und Jochen Stuhrmann, Tulipan Verlag, ISBN: 978-3-86429-275-0, 17€

Wissen in einer Geschichte verpackt

Das Buch „Sternenwelt – Auf der Suche nach dem Platz am Himmel“ für etwas ältere Kinder geht sogar noch weiter. Es weckt nicht nur das Interesse an diesem Thema, sondern es erzählt eine Geschichte, in der man eine Menge über die Sterne und Sternbilder des nördlichen Himmels lernen kann.

Ein kleiner, junger Stern sucht seinen Platz am Himmel und kommt dabei zu den verschiedenen Sternbildern. Die Positionen der Sterne werden sowohl auf den Bildern als auch im Text aufgegriffen. Außerdem erklären die Sterne bzw. die Sternbilder dem kleinen Stern noch ein wenig über verschiedene Dinge am Himmel wie z.B. die Milchstraße. Schließlich erfährt der kleine Stern einiges über die griechische Mythologie nach der einige Sternbilder benannt wurden und hier findet er letztendlich als Sirrah, dem hellsten Stern zwischen Andromeda und Pegasus, seinen Platz am Himmel.

Kinder können neues Wissen anwenden

Am Ende des Buches können Kinder dann noch fehlende Sterne auf die Figuren aus der Mythologie zeichnen. So beschäftigen sie sich noch einmal intensiv mit den gerade kennen gelernten Sternbildern. Außerdem gibt es noch ein Glossar, in dem Worte wie Meteoriten oder Firmament erklärt werden, sowie ein paar Worte zu allen Sternbildern, die in der Geschichte vorkommen.

Auch dieses Buch und die Idee dahinter können komplett überzeugen. So macht die Beschäftigung mit dem Himmel und mit Sternbildern gleich noch mehr Spaß.

Sternenwelt – Auf der Suche nach dem Platz am Himmel von Amanda Koch, familia Verlag, ISBN: 978-3-943987-56-0, 10,95€

 

Rezension: Tatütata macht die Polizei

Wie macht das Polizeiauto? Na, das wissen doch schon die Kleinsten: „Tatütata macht die Polizei“. So auch der Titel eines kleinen Pappbilderbuches.

Den Titel des Buches finde ich allerdings etwas irreführend. Vor allem, da nach der ersten Seite, auf der gefragt wird, wie das Polizeiauto macht, direkt der Krankenwagen mit „tatütata“ zur Unfallstelle saust. Es geht in dem Buch zwar um verschiedene Aufgaben der Polizei, aber ein anderes Thema sind die Geräusche. Lautmalerische Wörter sind auf jeder Seite in dem Buch fett hervorgehoben. Das Telefon klingelt „ringring“, der Sportwagen saust mit „kawromm“ durch die Straßen, die Handschellen machen beim Einbrecher „klick“ und der Polizeihubschrauber fliegt mit „rattattatta“ über den Stau. Gerade für die Kleinen finde ich den Schwerpunkt auf den Geräuschen rund um die Polizei sehr gut gewählt, denn das sind Wörter, die sie selber schnell nachmachen können. Polizei und Polizeiautos sind natürlich auch immer sehr beliebt und werden sofort wiedererkannt.

Thema gut auf die Kleinen abgestimmt

Insgesamt ist dies ein gut gemachtes kleines Pappbilderbuch für die Kleinen. Der Text beschränkt sich pro Seite auf etwa drei kurze Sätze. Ein paar Aufgaben der Polizei werden kurz angesprochen, wobei aber nicht ins Detail gegangen wird. Aber für die Kleinen reicht dies völlig aus. Auf den Bildern sind neben dem Hauptgeschehen auch immer noch ein paar andere, kleine Dinge zu sehen, die die Kinder bereits benennen können. Mein kleines Büchermäuschen (2) freut sich am meisten darüber die Katze oder die Maus zwischen den Häusern sowie die Eule auf dem Ast zu entdecken. Und wir suchen jedes Mal wieder die gleichen Dinge und zwar immer wieder, denn Büchermäuschen hat Spaß an diesem Buch. Ich kann es also nur weiterempfehlen.

Tatütata macht die Polizei von Daniel Napp, Oetinger, ISBN: 978-3-7891-0429-9, 3,99€

Der Buchkönig geht an: „Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte“

Mal geht der Buchkönig an Bilderbücher, mal an Wimmelbücher, mal an Jugendbücher und mal an Bücher für Erstleser. Dieses Mal geht er gleichzeitig an ein Kinder- und ein Sachbuch. Wir, das sind Dagmar von Buchkind-Blog und Wenke von Kinderbibliothek und ich, verleihen den Buchkönig in diesem Sommer an folgendes Buch:

Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren von Jörg F. Nowack, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann Verlag

Herzlichen Glückwunsch an Jörg F. Nowack und Sabrina Pohle und den Biber & Butzemann Verlag!

Worum geht es in dem Buch?

Die Geschwister Lilly und Nikolas begeben sich mit ihren Eltern auf Luthers Spuren. Angeregt durch eine Schulaufführung im Lutherjahr 2017 möchten Lilly und Nikolas mehr über Martin Luther erfahren. Wer war er? In welcher Zeit lebte er? Was hat er bewirkt? Die Familie besucht verschiedene Orte, die in Luthers Leben eine wichtige Rolle gespielt haben und lernt dort in Museen und Kirchen viel über Martin Luther und seine Zeit.

Was ist das Besondere an diesem Buch?

Ich erwähnte bereits, dass dieses Buch zwei Arten in sich vereint: Es ist sowohl ein Kinderbuch als auch ein Sachbuch. In dem Buch wird erzählt, was die Familie in ihrem neuen Abenteuer erlebt, aber es ist natürlich weit mehr als eine Familien- oder Urlaubsgeschichte. Es ist ein Buch, welches unglaublich viele Informationen kindgerecht und interessant vermittelt. Wir lernen in dem Buch lohnenswerte Museen kennen, anhand derer man auch bei der Lektüre sehr viel über Martin Luther erfahren kann. Das Buch gibt einen sehr guten ersten Überblick über Martin Luthers Leben und Wirken, so dass es sich auch als Schullektüre eignet.

Eine ausführliche Rezension zu dem Buch findet ihr hier.

Ein Buch aus einer empfehlenswerten Reihe

Darüber hinaus gehört das Buch zu einer tollen Reihe des Biber & Butzemann Verlags mit diesem besonderen Konzept, das Kinderbuch, Sachbuch und Familienreiseführer miteinander vereint. Lilly und Nikolas begeben sich nämlich nicht nur auf Martin Luthers Spuren. Sie reisen auch in viele andere Gegenden Deutschlands. Und immer erleben sie dabei eine ganze Menge. Ihre Unternehmungen führen uns zu vielen familientauglichen Zielen, wobei hier Museen, Zoos, Städte und andere Ausflugsziele sehr genau und detailiert unter die Lupte genommen werden. Das geschieht einfach, indem von Lillys und Nikolas Erlebnissen ausführlich berichtet wird. Das wirkt auf Kinder sehr faszinierend. Sie finden es spannend, von etwas zu lesen, was sie selbst mal erleben könnten oder vielleicht sogar bereits erlebt haben. Der Biber & Butzemann Verlag bringt hier sehr empfehlenswerte Bücher auf den Markt, die auf jeden Fall zu einem Urlaub in Deutschland dazugehören sollten.

Bereits auf dem Blog vorgestellt habe ich:

Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren

von Jörg F. Nowack

illustriert von Sabrina Pohle

Biber & Butzemann Verlag

ISBN: 978-3-95916-024-7

14,50€

Rezensionen: Buchkind-Blog Kinderbibliothek

 

 

 

Vivaldis vier Jahreszeiten im Bilderbuch

Ich mag klassische Musik, aber ehrlich gesagt, höre ich sie nicht oft. Dennoch wünsche ich mir, dass meine Kinder einen Zugang zu ihr finden und etwas mit ihr anfangen können. Meines Erachtens sind auch hier wieder Bilderbücher ein guter Weg der Vermittlung.

Das Buch „Die vier Jahreszeiten – Ein Musik-Bilderbuch zum Hören“ aus dem Prestel Verlag ist wunderschön aufgemacht und reizt einen geradezu, das Buch aufzuschlagen und sich mit dem Mädchen Isabella auf den Weg durch die Jahreszeiten zu machen. Das Buch wirkt hochwertig, was u.a. an den goldfarbenen Elementen auf dem Cover liegt, und die vielen kleinen Punkte, Blätter, Blüten etc. sehen einfach klasse aus. Hier steckt Leben drin, hier erahnt man sofort den Lauf der Natur.

Bilder und Musik: Perfektes Zusammenspiel

In dem Buch läuft das Mädchen Isabella an einem Tag durch alle Jahreszeiten und erlebt dabei die Freude über die aufblühende Natur im Frühling, die Hitze und die Gewitter des Sommers, die Ernte im Herbst sowie Kälte und Schnee im Winter. Die Bilder sind dabei wunderbar gestaltet und ziehen sich immer über die gesamte Doppelseite. Sie sind sehr beeindruckend. Man hat direkt das Gefühl, tatsächlich in den jeweiligen Jahreszeiten gelandet zu sein. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein Knopf, mit dem man die passende Musik zur Geschichte aus Vivaldis vier Jahreszeiten abspielen kann. Leider braucht man ziemlich viel Kraft um den Knopf zu betätigen, was Kinder nicht unbedingt selber schaffen. Die Bilder und die Geschichte wurden perfekt zur Musik ausgedacht. Es passt alles sehr gut zusammen und auch Kinder können so gut die Botschaft der Musik verstehen. Am Ende des Buches gibt es auch noch kurze Erläuterungen zu den Musikstücken sowie zu Antonio Vivaldi. Leider sind die Musikausschnitte jeweils nur wenige Sekunden lang. Hier hätte ich mir eindeutig mehr Musik gewünscht. Aber das Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ist somit ein sehr guter erster Zugang zu den vier Jahreszeiten. Insgesamt ist es wirklich ein tolles Buch, was vor allem den sehr schönen und perfekt passenden Bildern zu verdanken ist.

Antonio Vivaldi Die vier Jahreszeiten von Katie Cotton

Die vier Jahreszeiten – Ein Musik-Bilderbuch zum Hören, Musik von Antonio Vivaldi, Illustrationen von Jessica Courtney-Tickle, Text von Katie Cotton, übersetzt von Birgit Franz, Prestel Verlag, ISBN: 978-3-7913-7284-6, 24,99€

Jugendrezension zu „Einzig“

Sicherlich hat sich jeder schon einmal gefragt, wer man eigentlich wirklich ist. Diese Frage bekommt eine besondere Bedeutung im Buch „Einzig“. Die sechzehnjährige Teva erscheint zunächst wie ein normales Mädchen: Sie geht zur Schule, hat einen Freund ihrer besten Freundin erzählt sie alles. Nun ja, fast alles, denn zu Hause darf sie niemand besuchen. Das liegt an ihren jüngeren „Geschwistern“. Doch im eigentlichen Sinne sind es nicht ihre Geschwister, sondern jüngere Versionen ihrer selbst. Genau 365 Tage hat eine Version Zeit bis die nächste ihren Platz einnimmt und die alte Version für immer ins Haus eingeschlossen wird. Davon darf unter keinen Umständen jemand erfahren; die Gefahr, dass sie dann verfolgt und verstoßen werden, ist zu groß.

Dieses Buch besticht mit einer mutigen und gedankenvollen Heldin, die weder überdreht noch stumpfsinnig ist. Die Konflikte zwischen ihrem geheimen Leben zu Hause und dem zur Schau gestellten, werden schon früh in der Handlung deutlich. Die Situation spitzt sich weiter zu, als Teva die neue Version in sich spürt. Zudem gerät Teva immer öfter mit ihrer fünfzehnjährigen Version um ihren Freund Ollie in Streit, denn die fünfzehnjährige Version hatte sich zu ihrer Zeit in Ollie verliebt und sieht die jetzige Teva als Eindringling. Auch muss sich Teva über ihre Gefühle für Tommo klar werden.

Dieses Buch ist trotz des ernsten Themas lebendig und humorvoll geschrieben, so dass man leicht in das Leben der Heldin eintauchen kann. Neben den persönlichen Problemen Tevas werden auch Themen wie Selbstbestimmung und Akzeptanz von „andersartigen“ Menschen behandelt.

Als schließlich die Frage aufkommt, ob sie sich vielleicht ihren Teilungsprozess und ihre jüngeren Versionen nur einbildet, nimmt die Handlung noch einmal Fahrt auf. Etwas enttäuschend ist jedoch das Ende. Zu schnell lösen sich alle Konflikte in Wohlgefallen auf. Ansonsten kann ich dieses Buch für alle ab zwölf Jahren nur empfehlen. Mir selbst hat es sehr gut gefallen.

Anna, 17 Jahre Teilnehmerin der Schreibwerkstatt zu:

Einzig von Kathryn Evans, übersetzt von Sabine Reinhardus, FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, ISBN: 978-3-7335-0297-3, 12,99€

Wer war Martin Luther? – Lilly und Nikolas auf Suche nach Antworten

Dieses Jahr ist Luther-Jahr – die Reformation ist nun 500 Jahre her. Auf vielfältige Art und Weise beschäftigt man sich dieses Jahr mit Luther, seiner Person und sein Wirken. Auch für Kinder ist Luther eine interessante Persönlichkeit, über die sie mehr in dem Buch „Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren“ erfahren können.

Lilly und Nikolas unternehmen mit ihren Eltern viele spannende Reisen, auf denen sie ihre Leser zu verschiedenen Ausflugszielen mitnehmen und manchmal noch das eine oder andere Geheimnis aufdecken. Diese Bücher sind eine tolle Reiselektüre, wenn man beabsichtigt an einem dieser Orte Urlaub zu machen. Das Buch über Luther fällt hier ein bisschen aus der Reihe. Auch hier begeben sich Lilly und Nikolas vor Ort (also in Eisleben, Eisenach, Wittenberg etc.) auf Spurensuche, aber dieses Buch ist auch eine interessante Lektüre, wenn man diese Reise nicht selber erlebt. Und da es hier um Martin Luther geht, stehen auch Museen und Wissen im Vordergrund und nicht Abenteuerspielplätze, Zoos oder ähnliches. Hier erfährt der Leser einfach jede Menge über Luthers Leben, über seine Familie, sein Leben und seine religiösen Ideen bzw. sein Wirken. Und natürlich ist alles kindgerecht und verständlich geschrieben.

Von Eisleben bis nach Wittenberg

Da Lilly und Nikolas bei einem Theaterstück Katharina von Bora sowie Martin Luther spielen sollen, beschließt die Familie kurzerhand im Vorfeld gemeinsam ein wenig über diese beiden Personen herauszufinden. Sie beginnen in Eisleben, der Stadt, in der Luther geboren wurde, wo sie u.a. die Kirche sehen, in der Luther getauft wurde, und in das Geburtshausmuseum gehen. In Mansfeld hat Martin Luther seine Kindheit verbracht, worüber es ebenfalls etwas in einem Museum zu erfahren gibt. Die Suche führt die Familie aber auch nach Erfurt zum Augustinerkloster und natürlich zur Wartburg in Eisenach und zum Lutherhaus in Wittenberg. Überall erfahren die Kinder viele Details aus Martin Luthers Leben und aus der Zeit Martin Luthers. In den Museen bekommen sie die Erklärungen von netten Museumspädagogen, aber auf der Fahrt erzählt auch die Mutter den Kinder so einiges.

Kinder können in diesem Buch viel über Luther und darüber, warum es eine evangelische und eine katholische Kirche gibt, erfahren. Gerade diese historische Seite des Ganzen finden Kinder häufig sehr interessant und letztendlich würden sie nach der Lektüre natürlich die Orte am liebsten selber aufsuchen. Und viele Orte oder Gebäude würden sie dabei direkt widererkennen, denn Sabrina Pohle hat in ihren farbigen Illustrationen vieles sehr realistisch dargestellt. So kann man sich die Reise und das, was die Familie zu sehen bekommt, auch gut vorstellen, wenn man leider nicht die Möglichkeit hat, die Reise selber zu unternehmen.

Positives Bild von Martin Luther

Meines Erachtens bekommt man hier einen sehr guten ersten Einblick in das Thema Martin Luther, so dass sich dieses Buch oder Ausschnitte daraus durchaus für den Schulunterricht eignen. Bei der Lektüre habe ich allerdings gedacht, dass Martin Luther hier sehr positiv wegkommt. Kurz vor Ende des Buches gibt es dann aber einen kleinen Hinweis darauf, dass es aus heutiger Sicht so wirkt, dass er etwas gegen bestimmte Gruppen habe. Hm, wahrscheinlich sollte das bei einem Kinderbuch genügen und alles andere würde den Rahmen sprengen, aber vielleicht wären zwischendurch ein paar kritischere Töne – bei all dem Guten, was Martin Luther getan und bewirkt hat – doch angebracht gewesen. Dennoch ist dies ein gutes Buch, um Kindern zu zeigen, um wen und um was es eigentlich geht, wenn ständig vom Lutherjahr gesprochen wird. Insgesamt eine sehr informative und gleichzeitig unterhaltende Lektüre – auf jeden Fall zu empfehlen, insbesondere dieses Jahr.

Der neugierige Junge, der die Welt erschütterte – Lilly und Nikolas auf Luthers Spuren von Jörg F. Nowack, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann Verlag, ISBN: 978-3-95916-024-7, 14,50€

Mit Millie an die Ostsee (Rezension)

Fahrt ihr diesen Sommer in den Urlaub? Vielleicht geht es ja sogar so wie bei Millie an die Ostsee. Dann wäre natürlich das Buch „Millie an der Ostsee“ die perfekte Urlaubslektüre, aber auch für ein paar Lesestunden zu Hause eignet sich das Buch gut.

Ich habe das Buch gerade meinem Bücherwürmchen vorgelesen und es ist ganz begeistert von Millie. Obwohl hier ein Mädchen die Hauptfigur ist, ist dies also auch ein Buch, mit dem Jungs im Vorschul- oder Grundschulalter (1., 2. Klasse) etwas anfangen können. Ist ja auch eigentlich klar, denn Millie ist einfach lustig.

Kindlicher Humor

Es gibt in dem Buch zwar keinen Ich-Erzähler, aber es ist dennoch aus Millies Sicht geschrieben und dementsprechend umgangssprachlich. Es ist kein normaler Fließtext. Zwar wird zwischendurch auch ein wenig erzählt, aber überall wird alles mit kindlichen Gedanken, Einfällen etc. kommentiert. Viele Sätze sind kurz und gleichen eher Ausrufen und Gedanken. Dadurch entsteht viel Witz. Das Buch ist kindlicher Humor pur. Millie ist ein ganz normales Kind, das motzt, sich freut, lebendig ist und sich ein wenig die Welt so macht, wie sie ihr gefällt. Auch ihre kleine Schwester Trudel kommt sehr realistisch wie ein Kleinkind herüber, wobei die Autorin es sehr gut hinbekommen hat, die Situationskomik von kleinen Kindern in diesem Buch ganz natürlich wirken zu lassen. Das gelingt wenigen Autoren so gut.

Ob ich die Veränderung von Stadtnamen mag, weiß ich noch nicht so recht (z.B. wird bei Millie aus Boltenhagen „Polterabend“ oder aus Stralsund „Stahls-Hund“). Es ist auf jeden Fall schwierig, wenn Kinder die Originalnamen nicht kennen.

Einzelne umgangssprachliche Wörter habe ich beim Vorlesen übrigens verändert. Ich fand, dass mein Sohn den Ausdruck „Titti-Brüste“ nicht durch mich kennen lernen muss.

Familientaugliche Ausflugsziele

Das Buch ist bunt illustriert (ich glaube im Gegensatz zu den Ausgaben aus dem Dressler Verlag). Vorne und hinten im Buch befindet sich zudem eine grobe Karte der Ostseeküste, so dass man den Urlaub von Millies Familie gut verfolgen kann. Im Prinzip reist die Familie die ganze deutsche Ostseeküste entlang. Sie starten in Stralsund und Rügen und fahren über Lübeck bis hinauf nach Dänemark. Dabei entdecken sie Hühnergötter und Donnerkeile, Millie schreibt eine Flaschenpost, sie lernt wie man ein Buddelschiff selber baut und nimmt sogar kurz an einem Segelkurs teil. Das Strandfest, welches sie erleben, erkennt Bücherwürmchen von einer eigenen Ostseereise wider, was ihn beim Vorlesen natürlich besonders erfreute. Vielleicht wird das Marzipanmuseum in Lübeck dieses Jahr auch ein Ausflugsziel von unserem Urlaub und auch der Eselhof, auf dem Millie einen Esel zum „Iah“-Machen herausfordert, ist nicht allzu weit von unserem Urlaubsort entfernt. Bücherwürmchen findet es toll, dass in dem Buch Sachen thematisiert werden, die man selber so erleben kann. Dies ist einer der Gründe, warum er das Buch sehr gerne mag.

Insgesamt ist „Millie an der Ostsee“ ein tolles Buch für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren. Es macht auch sehr viel Spaß dieses Buch vorzulesen. Bücherwürmchen hat sich nur ein wenig gewundert, warum Millie so oft von einem schlechten Tag gesprochen hat. Für ihn klingt ihr Urlaub ziemlich toll und er möchte viele Dinge daraus auch mal erleben. Außerdem staunt er darüber, dass sie immer in einem Hotel wohnen.

Millie an der Ostsee von Dagmar Chidolue und Gitte Spee, Sauerländer Verlag, ISBN: 978-3-7373-5492-9, 14,99€