Rezension: Wortwächter

In den Osterferien waren wir im Urlaub. Klar, da packe ich mir natürlich immer etwas zu lesen ein. Ohne Lesestoff geht es bei mir nicht in den Urlaub. Allerdings arbeite ich in dieser Zeit nicht am Blog. Dennoch habe ich mir das Buch „Wortwächter“ eingepackt. Auch mein Mann schaute etwas verdutzt auf dieses Buch und wunderte sich, dass ich mir ein Kinderbuch zum Lesen mitgenommen habe. Ja, „Wortwächter“ ist ein Buch für Kinder ab etwa 11 Jahren, aber es ist auch eine ganz tolle Lektüre für Erwachsene. Ich habe dieses Buch unheimlich gerne gelesen. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und auch gedanklich war ich über das Lesen hinaus häufig in der Welt dieses Buches. Es werden so viele interessante Dinge angesprochen, bekannte Schriftsteller sowie berühmte Schauplätze spielen eine große Rolle und die Figuren in dem Buch machen richtig viel Spaß – da  ist das Lesen ein großes Vergnügen.

Lesende und Schreibende

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Tom. Eigentlich ist er ein ganz normaler 12-jähriger Junge, doch in den Ferien überschlagen sich die Ereignisse und auf einmal steckt er mitten in einem Abenteuer rund um Bücher und die Macht der Worte und das obwohl er selbst eigentlich gar nicht gerne liest. Doch dann findet er heraus, dass er ein Lesender ist und somit eine besondere Gabe besitzt. Er entdeckt eine ihm bisher völlig unbekannte Welt, in der es nicht nur lebendige Statuen gibt, sondern in der die Lebensseiten aller Menschen eine große Rolle spielen. Außerdem gibt es neben den Lesenden auch die Schreibenden, die mit wenigen Worten in den Verlauf der Geschehnisse eingreifen können. Leider kann damit auch viel Missbrauch getrieben werden. Ist es also richtig, dass Tom gemeinsam mit der gleichaltrigen Joséphine (wobei beide recht reif für ihr Alter sind) durch die halbe Welt reist, um die goldene und mächtige Feder zu finden?

Ein Buch für Literaturliebhaber

Bei dem Buch „Wortwächter“ handelt es sich um eine große Abenteuergeschichte mit Fantasy-Elementen. Aber auch die Welt der Bücher, der Schriftsteller und die Bedeutung jedes einzelnen Lebens und die Macht der Worte spielen hier eine große Rolle und machen das Besondere dieses Buches aus. Es ist auf jeden Fall ein Buch für jeden Buchliebhaber. Dieses Buch berührt einfach die Bücherseele in einem. Es ist flüssig und schön zu lesen. Es gibt tolle Formulierungen und man denkt über viele angesprochenen Themen nach. Ganz toll sind auch die unterschiedlich heraus gearbeiteten Charaktere, denen man sich sehr nah fühlt. Ihr Handeln ist stets nachvollziehbar. Ob die Liebesgeschichte zwischen Tom und Joséphine nötig wäre, weiß ich nicht, aber sie stört auch nicht.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen und werde es sicherlich noch ein weiteres Mal lesen. Dies ist ein Buch, welches auf jeden Fall einen Platz im Bücherregal verdient hat!

Wortwächter von Akram El-Bahay, Ueberreuter, ISBN: 978-3-7641-5118-8, 14,95€

Hier findet ihr eine weitere Rezension: Familienbücherei

Und bei Irve liest findet ihr ein Interview mit dem Autor.

 

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6 Kommentare zu “Rezension: Wortwächter

  1. Das Buch steht momentan auf meiner Wunschliste ziemlich weit oben, nach Deiner Rezi bin ich ja versucht es mir zu kaufen….
    Liebe Grüße aus dem Buchreich ♥

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