Rezension: Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann

Kennt ihr auch so viele Jungs, die später Feuerwehrmann werden möchten? Oder vielleicht sogar ein Mädchen, das den Berufswunsch Feuerwehrfrau hat? Also, als mein Großer im Kindergarten war, wurde dort ständig Feuerwehr gespielt.

Auch Oscar, der kleine Bär aus dem Buch „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann“, hat diesen Berufswunsch. Und für ihn ist es nicht nur ein Spiel mit seinen Freunden, nein, er wartet Tag für Tag darauf der Feuerwehr helfen zu können. Leider ergibt sich nie die Gelegenheit, also beschließt er, einfach mit seinem Feuerwehrauto loszuflitzen. An diesem Tag ist er ein richtiger Feuerwehrmann. Und wenn man ein richtiger Feuerwehrmann ist, dann braucht man auch Aufgaben für einen Feuerwehrmann und so sieht Oscar einige Fälle, in denen seine Hilfe gefragt ist. Zumindest aus seiner Sicht. Ohne es zu merken richtet er überall nur noch mehr Schaden an, aber dann bekommt er doch noch die Chance seinen Mut in einem richtigen Einsatz zu beweisen.

Tolles Zusammenspiel von Text und Bildern

Geschichte und Bilder zusammengenommen sind einfach herrlich. Die Idee der Geschichte ist sehr schön und entspricht den Fantasien und Wünschen von Kindergartenkindern. Aber erst durch die Bilder wird diese Geschichte zu einem Ganzen. Große, freundliche Bilder laden zum Betrachten ein. Sie sind wichtig, um die Geschichte zu verstehen, denn der Text, der sich an Oscars Sicht orientiert, offenbart häufig nicht, was wirklich passiert. Hier findet ein sehr schönes Zusammenspiel zwischen Text und Bildern statt, welches herausfordert und Spaß macht.

Alles hautnah erleben

Die Bilder spiegeln vieles wider. Sowohl Entschlossenheit als auch Betroffenheit wird sichtbar, genauso wie die gefühlt rasante Fahrt in dem Spielzeugauto durch die Stadt. Die Bilder wirken besonders dadurch, dass häufig nur kleine Teile einer Szene auf einer ganzen Seite widergegeben werden. Wir kommen somit sehr nah an das Gesehen heran. Rauch und Wasser werden beinahe riech- und spürbar.

Inhaltlich gefällt mir einerseits der Witz des Buches sehr gut und andererseits ist es auch sehr schön für Kinder zu sehen, dass es sich lohnt an sich selber zu glauben. Mit Mut und Selbstbewusstsein kann man seine Ziele erreichen, auch wenn man manchmal über das Ziel hinausschießt.

Sehr gut gelungen ist auch das Ende des Buches. Als Leser befürchtet man bereits, dass Oscar die Sache mal wieder falsch angepackt hat, und ist dann richtig erleichtert, wenn man die Seite umschlägt und doch alles gut ist.

Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann“ ist ein tolles und sehr empfehlenswertes Buch für alle kleinen Feuerwehrfans.

Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann von Quentin Gréban, übersetzt von Gabriele Stein, J.P. Bachem Verlag, ISBN: 978-3-7616-3238-3, 12,95€

Eine weitere Rezension findet ihr auf Kinderbibliothek.

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Ein Kommentar zu “Rezension: Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann

  1. Pingback: Kinderbuchfavoriten im Kindergarten | Geschichtenwolke - Kinderbuchblog

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