Rezension: Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen

Neulich war es mal wieder so weit: Das nächste Kinderbuch war beendet und wir waren auf der Suche nach einer neuen Gute-Nacht-Geschichte. Mittags schlug Bücherwürmchen vor, dass wir uns doch schon einmal ein Buch aussuchen und damit anfangen könnten. Gesagt, getan. Wir entschieden uns für „Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen“. Zur Gute-Nacht-Geschichte wurde das Buch dann allerdings nicht. Warum? Weil wir es mittags direkt durchgelesen haben.

Ein Buch für geübte Erstleser

Mäc Mief ist kein dickes Buch. Es ist ein Buch für geübte Erstleser mit übersichtlichen Kapiteln und einer gut zu lesenden Schrift. Auf jeder Seite befinden sich ansprechende und lebendige schwarz-weiß Illustrationen. Wenn ich Bücherwürmchen das Buch vorlese, dann ist es natürlich ratzfatz durch. Wir hatten großen Spaß an der Geschichte und haben einfach ein Kapitel nach dem anderen gelesen.

Mäc Mief bei den Highland Games

Das Schaf Mäc Mief wundert sich, was bei ihm Zuhause los ist. Auf seiner Wiese fliegen Heusäcke und Gummistiefel herum. Das alles hat natürlich einen Grund: Die Familie Olifant trainiert für die Highland Games, bei denen jeder aus der Familie an einem anderen Wettbewerb teilnehmen möchte. Da müssen Mäc Mief und der Hütehund Bonnie mitkommen, denn sie müssen doch ihren Lieblingsmenschen Glück bringen. Aber dann gibt es bei den Highland Games noch eine andere Aufgabe für sie, denn auf einmal sind mehrere Geldbörsen verschwunden und Mäc Mief hat da so eine Idee…

Man ist schnell drin in der Geschichte und ja, man ahnt auch recht bald, worauf alles hinausläuft, aber das macht nichts, denn es ist einfach witzig die Geschichte aus der Perspektive von Mäc Mief zu erleben.

Spannende Handlung bis zum Schluss

Interessant ist der Aufbau des Buches. Man könnte anmerken, dass die Ereignisse die ganze Zeit hin und her springen. Mal müssen die Tiere unbedingt einen Wettbewerb der Familienmitglieder verfolgen und dann fällt ihnen wieder ein, dass sie ja den merkwürdig herum stolpernden Mann verfolgen wollten. Ich finde das jedoch gut gemacht, denn so löst sich der Fall von Mäc Mief und Bonnie nicht direkt auf und die Wettbewerbe werden nicht anschließend am Rande behandelt. Die Motivation das Buch bis zum Ende zu lesen ist so gut gegeben.

Passende Namensgebung

Sehr gut gefällt mir auch die Namensgebung verschiedener Figuren. Die Geschichte spielt in Schottland, aber dennoch können auch Erstleser die Namen gut lesen, denn sie werden einfach so geschrieben, wie man sie aussprechen würde. Bei Wörtern wie „Highland Games“ wird die korrekte Aussprache in der Fußnote erwähnt. Toll, dass daran gedacht wurde.  Leider ist dies bei Büchern für Erstleser nicht selbstverständlich.

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen“ ist der zweite Band der Reihe. In diesem Frühjahr kommt der vierte auf den Markt und auch wenn er mich bei der Durchschau der Neuerscheinungen noch nicht interessiert hat, da wir dieses Buch noch nicht gelesen hatten, so würde ich nun sagen: Unbedingt besorgen! Ich glaube, es lohnt sich, von Mäc Mief und seiner lebendigen Familie alle Bücher zu lesen, denn Mäc Mief ist ein freundliches, liebenswertes und aufgewecktes Schaf, welches man auf jeden Fall näher kennen lernen sollte.

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen von Carola Becker, illustriert von Ina Krabbe, Südpol Verlag, ISBN: 978-3-943086-28-7, 8,99€

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3 Kommentare zu “Rezension: Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen

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