Rezension: Die Kusinusis im Gemüsebeet

Das Kind möchte kein Gemüse essen. Kommt euch das bekannt vor? Immer wieder klagen Eltern darüber, dass es schwierig ist, die Kinder für Gemüse zu begeistern. Vielleicht gelingt es ja mit Hilfe des Buches „Die Kusinusis im Gemüsebeet“. Hier können Kinder spielerisch entdecken, was unter der Erde wächst und wer sich da noch so alles tummelt.

Viele Informationen zu vier Gemüsesorten

Lustige Wesen namens Kusinusis bevölkern in dem Bilderbuch die Erde. Sie haben blaue Haut und bunte Haare und ihre Aufgabe ist es, sich um das Gemüse zu kümmern. Mit kleinen Wägelchen fahren sie durch die Erdgänge und gießen und putzen das Gemüse. Bei den Gesprächen mit den Gemüsesorten erfährt man nicht nur den Namen der besuchten Sorten, sondern unter anderem auch, was sie so besonders macht. Auch Gemüse, welches nicht allen Kindern bekannt ist, wird hier vorgestellt, z.B. Pastinaken (habe ich selbst erst durch die Zubereitung von Babybreis kennen gelernt), Süßkartoffeln und Mangold. Das gefällt mir gut. Allerdings werden nur vier Gemüsesorten besucht und thematisiert und auf einmal ist schon Feierabend (weitere Sorten sieht man aber auf den Bildern). Hier hätte ich etwas mehr erwartet. Schön wiederum ist, dass man am Ende die vier Gemüsesorten noch einmal in einer Art Lexikon mit weiteren Informationen findet. Da kann man zum Beispiel nachlesen, dass die Pastinake auch „Hammelmöhre“ genannt wird, was ich spätestens seit dem Buch „Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ weiß, aber für Kinder sicherlich spannende Informationen sind.

Bilder mit witzigen Details

Der Text ist (abgesehen von dem Lexikonteil) gereimt, was dem Buch einen gewissen Schwung bringt, auch wenn nicht alle Reime rein sind. Die Bilder sehen teilweise etwas wie Skizzen oder einfache Buntstiftzeichnungen aus, aber gerade auf den Seiten, auf denen die Kusinusis sich um das Gemüse kümmern, sind einige witzige Details zu finden. Ärzte, Maler, Bauarbeiter – alle sorgen dafür, dass das Gemüse gut wachsen kann. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich das Buch mehrmals anzuschauen und dabei immer wieder etwas neues zu entdecken.

Kusinusis agieren vor allem in den Bildern

Ich bin noch so ein bisschen hin und her gerissen, was ich von dem Buch halten soll. Die Idee, die dahinter steckt gefällt mir gut und auch das Wissen, das mit diesem Buch transportiert wird. Allerldings sind mir die Kusinusis selbst nicht so richtig vertraut geworden. Auf den Bildern sieht man sie viel tun und machen, aber im Text ist von ihrer Arbeit nur wenig erwähnt. Hier steht dann das Gespräch mit dem Gemüse im Vordergrund, in dem eben die Eigenschaften des Gemüses hervorgehoben werden. Darum geht es natürlich letztendlich auch in dem Buch, aber wenn man die Kusinusis einführt um das Gemüse spannender zu machen, hätte man sie vielleicht auch etwas mehr in den Text einbeziehen können.

Wird Kindern das Gemüse nahe gebracht?

Insgesamt vermittelt das Buch auf unterhaltsame Art und Weise einiges an Wissen rund ums Gemüse. Ob Kinder anschließend mehr zum Gemüse greifen werden, ist natürlich fraglich, aber ein erster Schritt ist sicherlich getan und man kann zumindest auf eine größere Offenheit gegenüber unterschiedlichster Gemüsesorten hoffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch ein guter Anstoß ist, sich über Gemüsesorten zu informieren und sich intensiver mit Gemüse zu beschäftigen. Auch die Bilder in dem Buch können zu weiteren Gesprächen anregen. Allein die im Buch nicht besprochenen Gemüsesorten wollen schließlich benannt werden.

Die Kusinusis im Gemüsebeet von Florian Meier und Lara Klemm, Kusinusi-Verlag Klemm und Meier GbR, ISBN: 978-3-00-056396-6,

 

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2 Kommentare zu “Rezension: Die Kusinusis im Gemüsebeet

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