Pappbilderbuch mit tierischen Ausscheidungen

Die Verdauung von Mensch und Tier löst immer wieder große Heiterkeit bei Kindern aus. Selbst die kleinen haben schon Spaß an dieser Thematik und so wird das Buch „Wer pupst denn hier, kleiner Stier?“ – kaum hier eingezogen – ständig angeschaut. Allerdings sind die Schiebeelemente für Büchermäuschen letztendlich das spannendste am Buch. Der Geschichte schenkt er noch nicht so große Aufmerksamkeit, was meines Erachtens auch daran liegt, dass hier nicht so ganz klar ausgedrückt wird, worum es geht.

Worum geht es in dem Buch?

Der kleine Stier Micki ist draußen mit seiner Freundin der Katze Kitty unterwegs. Auf seinem Weg trifft er immer wieder auf die Ausscheidungen verschiedener Tiere, die er neugierig beäugt. Zum Glück weiß die Katze Bescheid und sie weist Micki z.B. daraufhin, dass es sich bei den kleinen Kügelchen nicht  um Schokolinsen, sondern um kugelrunde Köttelchen handelt. Von wem? Das wird uns auf die stets wiederkehrende Frage „Wer pupst denn hier, kleiner Stier?“ verraten. In diesem Fall war es der Hase.

Insgesamt ist das Buch nett gemacht. Die Tiere, die das Häufchen, die Köttel etc. hinterlassen haben, werden durch das Schieben des Elements komplett sichtbar. Das Schieben funktioniert wirklich sehr gut. Büchermäuschen bewältigte dies von Anfang an ganz alleine und es machte ihm viel Freude.

Die Frage „Wer pupst denn hier, kleiner Stier?“ ist natürlich nicht so ganz korrekt und gerade die kleinen Kinder ab 18 Monate übersetzen sie sich noch nicht im Sinne des Buches. Ich hatte das Gefühl, dass Büchermäuschen gar nicht wusste, was da immer so auf der Wiese herumliegt, denn eigentlich zeigt er uns in Büchern immer das „Aa“ – zumindest dann wenn wir ihn darauf aufmerksam gemacht haben, dass z.B. ein Vogel gerade Aa macht. Das hat sich ihm hier nicht von alleine erschlossen. Ich musste es ihm erst explizit sagen.

Darüber hinaus finde ich es nicht so gelungen, dass im ersten Bild „Der kleine Spatz“ als Übeltäter ausgemacht wird, während auf dem Bild ein Vogel zu sehen ist, der auf keinen Fall ein Spatz ist. Es ist kein reeller Vogel, aber am ehesten würde er noch einer Blaumeise ähneln. Hier hätte ich mir etwas mehr Sorgfalt gewünscht, indem es z.B. im Text „kleiner Vogel“ heißt oder das Bild entsprechend gezeichnet wird.

Bunte Bilder

Insgesamt sind die Bilder in starken Farben gehalten. Sie wirken fröhlich und die Mimik von Stier und Katze spiegelt ihre Empfindungen bei den stinkenden Hinterlassenschaften gut wider. Es gibt ein paar kleinere Details im Hintergrund, wie z.B. ein Trecker, der auf dem Feld fährt, aber diese lenken nicht groß von den Hauptfiguren ab. Das Buch ist durch die Bilder und die Schiebelemente für kleine Kinder ansprechend gestaltet. Der Text passt von der Länge her ebenfalls gut für das Alter, allerdings hätte man sich vielleicht ein bisschen anders ausdrücken können. Gut gefällt mir die Wiederholung des immer gleichen Satzes „Wer pupst denn hier, kleiner Stier?“.

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Wer pupst denn hier, kleiner Stier? von Anna Taube und Antje Flad, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62300-7, 7,99€

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2 Kommentare zu “Pappbilderbuch mit tierischen Ausscheidungen

  1. Pingback: Wer pupst denn hier, kleiner Stier? – Kinderohren

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