Lust und Frust beim Bloggen: (Vor-)Lesen

Der Aspekt, den ich heute behandele, ist eigentlich so selbstverständlich, dass man vielleicht nicht unbedingt auf die Idee kommt, ihm einen eigenen Artikel zu widmen, aber andererseits ist er eine notwendige Voraussetzung bei einem Buch-Blog: Lesen bzw. das Lesen der Bücher. Um ein Buch besprechen zu können, muss es natürlich zuvor gelesen werden und das ist eine sehr, sehr schöne „Arbeit“. Eigentlich ist lesen überhaupt keine Arbeit, es ist eine wunderbare Beschäftigung, etwas was ich den ganzen Tag machen könnte. In Verbindung mit meinem Blog geht es meistens ums Vorlesen, denn fast alle Bücher, die ich hier vorstelle, lese ich auch mit meinen Kindern (momentan noch in erster Linie mit Bücherwürmchen). Ich lese unglaublich gerne vor. Ich liebe es mit meinem großen Sohn auf dem Sofa zu sitzen und ein Buch nach dem anderen zu gucken und zu lesen. Das könnte ich stundenlang machen. Manchmal muss ich sogar ein wenig aufpassen, dass ich mit Bücherwürmchen nicht nur lese, sondern mich auch mal seinen Spielideen widme. An sich ist das Lesen also keine Arbeit, sondern sowohl ein Hobby als auch eine Freizeitbeschäftigung mit den Kindern. Aus dieser Leidenschaft ist dann ja letztendlich erst der Blog entstanden. Nun habe ich geschrieben, dass das Lesen keine Arbeit ist, aber manchmal ist es das dann leider doch ein wenig und zwar dann, wenn ich hier Bücher liegen habe, die noch auf meinem Blog vorgestellt werden sollen, bisher aber kaum zur Hand genommen wurden. Nicht jedes Buch interessiert Bücherwürmchen gleichermaßen und so bleiben manche Bücher sehr lange in der Kiste. Und auch wenn ich ein solches Buch dann unauffällig auffällig auf dem Tisch drapiere, damit Bücherwürmchen mal danach greift, nimmt er so manches Mal dann doch lieber bekannte, geliebte Bücher zum Lesen heraus. Manchmal lesen wir also auch Bücher, auf die mindestens einer von uns nicht die allergrößte Lust hat, was sich beim Lesen dann aber durchaus ändern kann. Wir sind nicht ganz frei in unserer Bücherwahl, wobei es sich natürlich bei den Büchern, die in unser Haus kommen, durchaus um eine bewusste Vorauswahl handelt.

Ab und zu habe ich auch schon den Artikel zu dem Buch beim Lesen im Kopf. Ich versuche mir bestimmte Aspekte eines Buches zu merken und formuliere in Gedanken bereits Sätze. Das mache ich völlig unbewusst und wenn es mir bewusst wird, versuche ich solche Gedanken beiseite zu schieben, denn sie trüben ein wenig den puren Lesegenuss. Man geht dann nicht mehr so unbefangen mit Büchern um wie man es sonst tat. Leider habe ich bereits im Studium und bei Hausarbeiten feststellen müssen, dass eine zu intensive Beschäftigung mit Büchern einem den Zauber der Geschichten nehmen kann.

Letztendlich ist und bleibt das Lesen aber eine wunderschöne Beschäftigung, welcher ich jeden Tag äußerst gerne nachgehe. Lockt mich Bücherwürmchen mit bestimmten Büchern, dann verzichte ich sogar auf das kleine Schläfchen auf dem Sofa, zu dem mich meine Müdigkeit mittags eigentlich drängt…

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