Kuckuck, wer findet die Tiere hinter den reißfesten Klappen?

Zu Weihnachten hat Büchermäuschen das Buch „Kuckuck, wo bin ich?“ geschenkt bekommen – ein Papppbilderbuch mit reißfesten Klappen für Kinder ab 6 Monaten. Aus der gleichen Reihe haben wir nun auch noch das Buch „Kuckuck, wer quiekt da?“ bekommen. Zunächst war ich etwas irritiert, dass das Buch „Kuckuck, wer quiekt da?“ ein deutlich kleineres Format als das andere Buch hat. Ja, ich gebe zu, auch etwas enttäuscht war ich im ersten Augenblick, denn irgendwie wirken solch kleinen Bücher ein wenig unscheinbar, aber dann hat mich die Realität schnell wieder eingeholt: Kleine Kinder mit kleinen Händen mögen kleine Bücher! Ja, wirklich! Nicht umsonst sind schließlich auch Pixi-Bücher so beliebt. Kinder können diese Bücher schon gut selber halten und die Seiten besser umblättern als dies bei größeren Büchern oft der Fall ist. „Kuckuck, wer quiekt da?“ ist also perfekt für die Zielgruppe zugeschnitten.

Büchermäuschen ist übrigens der beste Tester für diese Bücher. Okay, die Bilder interessieren ihn noch nicht so wahnsinnig, aber die Klappen dafür umso mehr. Er testet sie wirklich auf Herz und Nieren auf ihre Reiß- und Speichelfestigkeit. Als ich gesehen habe, wie er stundenlang auf den Klappen herum gekaut hat, war ich ehrlich gesagt davon überzeugt, dass er es schafft die „unkaputtbaren Klappen“ zu zerstören. Aber, man staune: Sie sind immer noch völlig intakt! Okay, ein wenig zerknittert sind sie nun natürlich schon, aber sie haben keine Risse und Büchermäuschen ist es nicht gelungen Stücke herauszubeißen. Das Buch hält hier also, was es verspricht! Die Buchecken müssen dahingegen ein wenig leiden, aber die meisten Pappbücher für Kinder in diesem Alter verlieren wohl an diesen Stellen so nach und nach ihre Farbe…

Kuckuck, wer quiekt da

Die Bilder sind in klaren Farben gemalt und gut erkennbar, dennoch ist schon ein bisschen mehr zu sehen, als bei Büchern, die nur einzelne Tiere oder Gegenstände zeigen. Für die ganz Kleinen ist es sicherlich nicht so ganz einfach sich auf den Seiten zurecht zu finden, aber entweder die Kleinen kauen zufrieden alleine ein wenig auf den Klappen herum oder Erwachsene schauen sich die Bücher mit den Kindern an. Dabei liest man dann die kurzen Texte vor, die meist die Tiergeräusche beinhalten und auf das Tier, welches auf dem Bild zu sehen ist, sowie auf das Tier, welches sich im Versteck befindet, hinweisen, und zeigt beim Lesen auf das jeweilige Tier. Vielleicht liest man noch nicht einmal die Texte vor, sondern zeigt den Kindern nur die Tiere. Bei dem Buch „Kuckuck, wer quiekt da?“ handelt es sich um Bauernhoftiere und zwar immer um die Tierkinder. Diese sind natürlich besonders niedlich anzusehen, allerdings hätte ich dennoch nicht das korrekte Wort (z.B. Fohlen oder Kälbchen) verwendet, sondern den Oberbegriff, eventuell noch mit einem angehängten „Kind“ (also z.B. Pferde-Kind). Kinder im Alter von sechs Monaten verstehen noch nicht viele Wörter und für sie ist es erst einmal wichtig die ersten Begriffe im Tierreich zu lernen. Die Differenzierung innerhalb der Tierfamilien kann dann später kommen. Schlimm ist es aber natürlich nicht, dass hier die Namen der Tierkinder verwendet werden. Als Vorleser kann man sie ja schließlich ganz leicht ersetzen. Gerade bei den ganz Kleinen muss man als Vorleser flexibel sein und sich auf das Kind und sein Interesse einlassen können. Vielleicht hat das Kind bei diesen Büchern am meisten Spaß daran, die Klappen auf und zu zu machen oder es möchte immer wieder hören, wie die Mama als Schweinchen grunzt. Man sollte hier also nicht starr dem Buch und den Texten in dem Buch folgen, denn dann hat man mit seinem Kind sicherlich nur sehr kurz Spaß an einem Buch.

In dem Buch „Kuckuck, wo bin ich?“ kommen verschiedene Tiere vor (aus dem Garten, vom Teich etc.). Hier ist man ebenfalls als Vorleser gefragt, denn das Spiel mit den Tierlauten ist hier nicht ganz so einfach oder fällt euch direkt ein Geräusch für Maulwurf, Kaninchen oder Igel ein? Ich greife dann meistens auf Bewegungen oder ähnlichem zurück. Der Igel macht dann „pieks, pieks“, das Kaninchen hoppelt herum und der Maulwurf gräbt.

Insgesamt gefallen mir die Bücher gut: Tiere sind immer ein gutes Thema für kleine Kinder, die Bilder sind ansprechend und das Prinzip der reißfesten Klappen ist nicht nur eine tolle Idee, sondern funktioniert auch hervorragend.

Kuckuck, wo bin ich

Kuckuck, wer quiekt da? illustriert von Dorothea Ackroyd, Coppenrath, ISBN: 978-3-649-66796-4, 5,99€

Kuckuck, wo bin ich? illustriert von Dorothea Ackroyd, Coppenrath, ISBN: 978-3-649-61970-3, 9,95€

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Ein Kommentar zu “Kuckuck, wer findet die Tiere hinter den reißfesten Klappen?

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