Adventskalender 2015: 14. Dezember

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Fortsetzung von „Das Märchen vom kleinen Mann Jasa und dem Familienglück

Als der kleine Mann Jasa aus der Tür trat, wurde er von einem merkwürdigen Sonnenstrahl geblendet. Der Sonnenstrahl war breit und führte bis auf die Erde. Der kleine Mann Jasa streckte seine Hand aus, um den Sonnenstrahl vorsichtig zu berühren, aber er fasste ins Nichts hinein. „Komisch“, dachte er. „Es sah doch so aus, als wäre der Sonnenstrahl direkt vor meiner Nase.“ Er ging einen Schritt nach vorne und da bemerkte er, dass er auf dem Sonnenstrahl stand und von ihm getragen wurde. Der Sonnenstrahl war da und er konnte auf ihm laufen, aber anfassen ließ er sich nicht. Er führte geradewegs nach oben in den fünften Stock. Vorsichtig bewegte sich der kleine Mann Jasa auf dem Sonnenstrahl. Er hatte ein wenig Angst, dass er hinunterfallen könnte, doch er konnte auf dem Strahl wie auf einem normalen Weg gehen. Nur seine Füße wurden dabei leicht gewärmt. Oben angekommen stand er vor einer Tür, auf der bereits „Familie“ in leuchtender Schrift stand.

Was sollte das denn? Wie konnte denn die Familie ein Teil des Familienglücks sein? Das wollte er genauer wissen. Neugierig öffnete der kleine Mann Jasa die Tür. Dieses Mal landete er in einem Krankenhauszimmer, in dem ein Mann und eine Frau gemeinsam mit ihrem Neugeborenen auf dem Bett saßen.

 

„Ist das nicht schön? Wir sind jetzt eine richtige kleine Familie!“ Der Mann drückte die Frau, die das Baby auf ihren Schoß hielt, an sich. Glücklich schaute er abwechselnd die Frau und das kleine, neugeborene Baby an.

Die Frau nickte nur stumm. Sie konnte das alles noch nicht fassen. Es war einfach zu schön. Nach einer Weile murmelte sie leise: „Es ist ein Wunder! Ich bin so froh, dass der Kleine nun auf der Welt ist.“ Zärtlich strich sie über die Wangen des Babys. Dann blickte sie den Mann an und lächelte. „Und ich bin froh, dass wir jetzt tatsächlich eine richtige Familie sind! Das kann ich mir noch gar nicht richtig vorstellen, aber es ist ein schönes Gefühl.“

 

Das Gefühl kannte der kleine Mann Jasa. Wie glücklich war er, wenn er darüber nachdachte, dass die kleine Frau Lele, das Kind Klein-Jasa und er zusammen eine Familie waren. Um dieses Gefühl ging es wohl bei dieser Tür. Das konnte der kleine Mann Jasa gut verstehen, denn diese Gedanken machten ihn immer wieder froh.

„Eine Familie haben und sich als Familie fühlen, ist ein Unterschied“, hörte er den Vogel Zisali über seinem Kopf. Er schaute nach oben, doch da war der Vogel bereits wieder verschwunden. Der kleine Mann Jasa sah sich suchend nach dem Sonnenstrahl um, um wieder nach unten zu gelangen, aber auch dieser war nicht mehr da. Stattdessen erblickte er eine Rutsche, die in mehreren Bögen vom fünften Stock in den dritten führte.

Weiter geht es am 15. Dezember

Zu allen bisher erschienenen Teilen gelangt ihr über diese ÜBERSICHT.

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