Adventskalender 2015: 10. Dezember

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Fortsetzung von „Das Märchen vom kleinen Mann Jasa und dem Familienglück

Etwas missmutig starrte der kleine Mann Jasa auf das Haus. So langsam strengte ihn die Suche nach dem Glück an. Eigentlich hatte er auf eine schnelle Erkenntnis gehofft, doch ihm war mittlerweile auch klar, dass er das bei einer solch großen Sache nicht erwarten durfte. Um dem Geheimnis ein wenig näher zu kommen, musste er als nächstes in den zweiten Stock. Vor seinen Augen baute sich eine Treppe von seinen Füßen bis zu der Tür im zweiten Stock auf. In welch wunderlicher Welt er hier nur gelandet war! Ohne lange zu warten stapfte der kleine Mann Jasa die Stufen hinauf. Vor der Tür hielt er kurz inne um die Aufschrift zu lesen: „Baby-Bespaßung“ Dann öffnete er die Tür und betrat ein weiteres Mal ein Wohnzimmer. Er überlegte dieses Mal gar nicht, was sich hinter dem Wort verbergen könne, sondern betrachtete direkt die Szene, die sich ihm bot. Auf einer bunten Decke mitten im Raum lag ein Baby. Der kleine Mann Jasa konnte es vor Freude kreischen hören. Neugierig und mit einem leichten Lächeln im Gesicht schaute er, was die Frau, die neben dem Baby saß, in der Hand hielt.

 

Die Frau musste lachen. „Das gefällt dir, was?“

Erwartungsvoll blickte das Baby die Frau an.

„Noch mal?“ Die Frau legte dem Baby erneut ein weiches Tuch auf’s Gesicht, wartete einen kurzen Moment und zog dann mit einem fröhlichen „Kuckuck“ das Tuch wieder weg. Das Baby gluckste vor Lachen. Auch die Frau und der Mann, der sich dazu gestellt hatte, lachten herzhaft.

Eine ganze Weile wurde nun dieses herrliche Spiel wiederholt. Mann, Frau und Baby – alle hatten Spaß an dem Spiel.

„So, jetzt ist aber genug. Jetzt machen wir mal etwas anderes.“

„Hm…“ Der Mann überlegte einen Augenblick und begann dann zu singen. „Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm….“

Mit einem Blick auf das Baby, welches auch an der Musik sichtbar Gefallen hatte, stimmte die Frau in den Gesang ein. Der Mann sah seine Frau liebevoll an. Nachdem sie das Lied beendet hatten, meinte er: „Ich finde es schön, wenn wir zusammen singen.“

„Dann lass uns weiter machen.“ Die Frau zwinkerte ihm zu und stand auf um aus dem Regal das Buch mit den Kinderliedern zu holen.

 

Die Szene ließ den kleinen Mann Jasa nicht unberührt. Es war schön mit anzusehen, wie sich die Eltern mit dem Kind beschäftigten. Er musste an sein eigenes Kind Klein-Jasa denken. Auch seine kleine Frau Lele und er spielten und sangen viel mit dem Kind. Mal beschäftigte sich nur die kleine Frau Lele mit ihm und mal tobte der kleine Mann Jasa alleine mit dem Kind Klein-Jasa, aber manchmal spielten sie auch alle drei gemeinsam und das war eigentlich am schönsten. Ja, sie hatten schon viele lustige Stunden zusammen verbracht.

Von der guten Laune der Familie angesteckt, ging der kleine Mann Jasa fröhlich pfeifend die Treppe wieder hinunter. Eine Familie zu haben ist schön. Davon war er in diesem Moment überzeugt.

Weiter geht es am 11. Dezember

Zu allen bisher erschienenen Teilen gelangt ihr über diese ÜBERSICHT.

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