Adventskalender 2015: 4. Dezember

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Fortsetzung von „Das Märchen vom kleinen Mann Jasa und dem Familienglück

Welche Tür würde sich nun für ihn öffnen und was würde sie ihm zeigen? Prüfend wanderte der Blick des kleinen Mannes Jasa über die Türen. Er entdeckte die Tür mit der goldenen Schrift im Erdgeschoss. Schnell lief er zu ihr hin um lesen zu können, was auf ihr stand: „Überraschungen“

Überraschungen mochte der kleine Mann Jasa. Sie machten das Leben spannender. Rasch öffnete er die Tür und schlüpfte in das Zimmer. Er stellte fest, dass er in einer Küche gelandet war.

Eine Frau deckte den Tisch fürs Abendbrot. Nachdem sie den Aufschnitt und das Brot auf den Tisch gestellt hatte, ging sie zum Kühlschrank und nahm einen Riegel feinster Schokolade heraus. Mit einem Lächeln legte sie ihn auf einen der zwei Teller. Anschließend rief sie ihren Mann zum Essen. Gespannt schaute sie ihm entgegen als er die Küche betrat und sich an seinen Platz setzte.

„Oh, was ist denn das?“ fragte er freudig überrascht, als er die Schokolade auf seinem Platz entdeckte.

„Ach, nur eine Kleinigkeit. Die isst du doch immer so gerne“, antwortete seine Frau.

„Danke!“ Liebevoll nahm der Mann die Frau in den Arm und küsste sie. „Du bist immer so lieb zu mir.“

„Ich habe die vorhin beim Einkaufen gesehen und mir spontan überlegt dir eine kleine Freude zu machen“, freute sich die Frau über ihren Einfall.

„Dass du immer so lieb an mich denkst!“

 

„Das ist auch nicht schwer“, stellte der kleine Mann Jasa fest. Gerade noch vor wenigen Tagen hatte er der kleinen Frau Lele einen Zettel mit einer lieben Botschaft an den Spiegel gehängt. Kleine liebe Überraschungen konnte man jederzeit machen. Es musste nichts großes oder ausgefallenes sein, gerade die Kleinigkeiten, die zeigten, dass man an den anderen gedacht hatte, waren groß in der Wirkung. Das wusste der kleine Mann Jasa nur zu gut. An dieser Stelle konnte er dem Haus zu stimmen. Überraschungen gehörten zum Familienglück dazu. Allerdings musste er zugeben, dass leider auch die dunklen Männer hier ein wenig Recht hatten, denn die Überraschungen, die sich der kleine Mann Jasa und die kleine Frau Lele gegenseitig machten, wurden in letzter Zeit deutlich weniger. Es kam jetzt eher schon einmal vor, dass der kleine Mann Jasa dem Kind Klein-Jasa etwas aus der Stadt mitbrachte. „Gut, dass ich hier in diesem Zimmer war“, dachte der kleine Mann Jasa. „Jetzt ist mir noch einmal bewusst gemacht worden, dass die Aufmerksamkeiten zwischen mir und meiner kleinen Frau Lele nicht nachlassen sollten.“

Zufrieden verließ er das Zimmer. Bisher wurde ihm noch nichts gezeigt, was ihm fremd war. Das alles war keine Hexerei, sondern ganz normale Aspekte des Familienlebens. Manches musste man sich vielleicht immer wieder bewusst machen und vornehmen, aber machbar war das alles. Bestimmt war dies jedoch nur der Anfang. Die schwierigen Teile würden wohl noch kommen. Der kleine Mann Jasa wollte auf jeden Fall weiter suchen. Das Geheimnis des Familienglücks würde er schon noch finden.

Weiter geht es am 5. Dezember…

Zu allen bisher erschienenen Teilen gelangt ihr über diese ÜBERSICHT.

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